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Pte I S 5"0 pBIEMEN Revolutionäre Aktion'

PETRA 1&.1.11 GEORG Lt.I1.'H

Die RevoL ution 5tf,,,t


NJC.Ht an
ES LEBE DER 883 MYTHOS DER ,TET ZT WIEDER AUFERSTANDEN I ST
Warum so eine Zeitung?
======================
Jedes Grüppchen kocht ihr Süppchen mit vorantreiben. wie das ausse_en
nem Blättchen. Und jetzt fangen wir soll und welche ErfOlg e und MiSer
auch noch an. Jedes dieser Grüppchen folge der kampf bring t, darüber
OPartei) weiSwas -Kalle" wirklich meite werden wir in dieser Ze i tung ber
und wir wissens natürlichauch. Wir bil- ichten. Und trot~dem. Und gerade
den uns aber ein noch mehr zu wissen deswegen
( Die .pinnen die Anarchos). Jetzt ·aber
Schwar~front
mal ernsthaft. Wir wissen zwar was sie
wissen. Da sie aber nicht wissen was Die Redaktion
wir wissen, drum MÜssen sie wissen
wae wir wissen.
Jetzt aber malweiter. Wie gesagt. Wir
wollen ein Blättchen für die machen, Di e 883 war eine de r b.deutend-
die nicht im Autoritär-dogmatiech ver- ste. der freiheitlich-sozialie-
seuchten Sumpf der"Partei- (wieviele tischemm Zeituagen in Berlia,
KPD~ s und A-Null's gibt es eigent- die sich über einige Jahre hin-
lich?) untergegangen sind und unter- weg eines "regen Leserkreises
gehen. Die -Arbe1 termassen" werden erfreute. In den Letzten ersch
Euch bestimmt folgen - bis in euer ienenen Ausgaben der 883 gab e.
Grab. Wir zitieren den Genossen bereits eine Bremer und ei.e
Münchhausen aus Grimms Märchen ( Ge Hannover Seite. Nach der Ein.-
sammelte Werke Band I Kapitel 23 telluag der 883 in Berlin er-
Seite 312 3. Absatz- damit's auch je schienen dort -Hundert Blumen"
der findet ) :"Ich packte mich beim und der -Berliner Anzüiider" •
Schopf und ~og mich aus dem SUmpf der In Hannover wurde dann eine
autoritären ScgeiSe heraus.- Zitat ganze Zeitung unter dem Namen
Ende. 883 herausgegeben und jetzt
Jetzt aber einen Absatz. Der Abstand auch in Bremen.
muS gewahrt werden ( hoffentlich
nicht für immer ) . Nun zu uns.undwas
wir vorhaben. Wir sind vier Genossen:
2Arbeiter, 1 Lehrling und 1 ~KkEX~
Schüler. Wir haben mit dieser ersten
Ausgabe den 883 in Bremen den Anfang
gemacht. Dies Organ soll jedem, der s i ch
mit den Zielen des Rätekommunismus, des
freiheitlichen S o~ialismus oder des
Anarchismus solidarisiert oder sympathi-
siert zur Mitarbeit offenstehen. Ebenso
ist Kritik erwünscht. Wir wollen keine
intellektuelle ScheiSe verbreiten ( das
stinkt sooo ! ), sondern wir wollen mit-
helfen die Selbst organisation der Arb-
eiter, Lehrlinge, Schüler und Studenten -
..

Impre.Bum
Presserechtlich verantwortlich:
A. Achtdreier
28 Bremen
Fedelhören 76
Dt- loH Ir: E· e'1l. J"IA Co -1..-
ßolidQri iilt I'V\I
tdew.
RQUGh .-. /-lau s .I
Wer war Georg von Rauch?
Georg von Rauch und Thomas Weißbecker
waren aktiv tätig in der Schwa rzen
Hilfe Berlin. Die SH versucht allen
Gefangenen die größtmögliche Hi lfe
zu geben und ihnen ihre Lage bewußt
zu machen. Im zuge der Baader- Me i n
hof-Hysterie wurden Georgam 4. Dezember
1971 und Thomae am 3. März 1972 von
den Bullen auf offener Sträße erschos-
sen.

p" Ganre yon BeHc b H@ue


Am 8. Dezember 1971, vier Tage nach der
Ermordung Georgvon Rauchs, besetzten
nach einem Konzert der Ton Steine Sch
erben (Politrockband ) 600 Lehrlinge,
Jungarbeiter, Schäler und Studenten
ein Gebäude des ehemaligen BethaRien-
krankenhauses i. Kreuzberg in Berlin.
Im neuerkämpften Jugendzentrum ent-
stand eine Wohngemeinschaft und ver-
schiedene Aktivitäten wurden sofort
ini tiiert:
a) die notwendigen Renovierungegruppen
b ) eine Berufsschulgrup pe und eine
Schülergruppe
c ) eine sexualaufklärullgsgruppe
d) eine juristische BeratungsteIle
e) das Lehrlingstheater "Rote Steine"
undsoweiter.
Im Georg v. Rauch Haus wohnen Jungarb
eiter, Lehrlinge, Schüler und Trebe-
gänger. Die Gemeinschaft im Rauch-
Haus-Kollektiv ( rHK) baeiert auf der
Selbstoraganisierung. Trotz permanen
wir \,',~ ... v;e'e ten Druckes vom Senat, der sich äußerte
in unbegründeten Bullenrazien, eowie
R Q '" (, ~ ~ ~I CI" u ~ e .. in Hetzkam~agnen in den bürgerlichen
Zeitungen (Rauch-Haus hat eine Bomben-
werkstatt" , denn 10 leere Weinflasohen
Mach einer Demonstration- wo eine wurden gefunden)ist ee nicht gelungen
breite Solidarisierung der Linken die Selbstverwaltung im Rauchhsus zu
. stattfand- von 6000 Jugendlich en zerstören. I m Gegenteil • .x.
fühlte der Sen~ t sich bedrmht und DieSelbstorganisation hat das RHK re-
verfügte am 20.10.7 2 durch das alisiert. Jetzt soll ein Nutzungever-
Abgeordnetenhaus die Schließung . traf{ am 6.10. von der SPD - Gegenan-
des Rauchhauses zum 31.1.73. tragzur Borderung der CDU, die dall
Genossen, unterstützt das Rauch- Rauchhaus schlieaen wollte-im Senat
Haus-Kollektiv durch Spenden und eingebraCht) zwischendem Senat (SPD)
Eigeninitiativen gegen den Angriff und dem RHK abgeschlossen werden,der
der Staatsgewalt. darauf abzielt, das RHK unter der Auf-
sicht der Behörden zu stellen.

-~-
Das Redaktionskollektiv der 883 Bremen der überwiegenden Mehrheit des
hielt es für notwendig diese Erklä- Volkes gestellt, das heute über-
rUD& zu veröffentlichen. Aus techni- all auf der Erde die Waffen er_
schen Gründen wird der 2. Te il in

Teil 1 &"..
-
der nächsten Aus«abe der 883 veröf-

(I,.z,J be,: ~-.


greift, um sich von imperialisti-
scher Unterdrückung und jeglicher
fentlicht. H ca. ~ '~t' E"t' 1<1 ~ ,.. ., ~ ~
Ausbeutung zu begreien. Nach Jah~
hunderten der Knechtschaft und
Sie kla,en mich an, ich hätte mich mit Erniedrigung beantwortet das Volk
aaderen Genossen ·zu einer festgefügten heute die mö.derische UnterdrUclil
Gruppe zu.ammengesdhlossen, um vereint ung durch die Ausbeuterklassen
die gesellschaftlichen Verhältnisse in mit dem revolutionären Vo)kskrieg
der Buade.republik naoh dem Vorbild der Dieser Volkskrieg, der sich gegen
südamerikanisohen Stadtguerillas mit wärtig vor unseren Augen en tfal t.t,
allen Mit.eln, insbesondere durch Ge- ist ein Weltkrieg - es wird der
waltmaSnahmen, zu bekämpf .. und so die letzte und zugleich längste und
blutigste Krieg der Geschichte
VoraussetzUD&en für eine erfolcversprs- sein, weil die AuSbeuter nicilt vor
eheDde revolutionäre Arbeit zu .chaffen.· den abscheulichsten Greueltaten
zurückschrecken, um ihre Herrschaft
Die Ankla,e fällt auf ihre Urheber zu- zu erhalten. Es ist kaln Krieg unte.
rüok. Nationen sondern ein Krieg der Klas·
Sie .elbst, die Bande von General Motors, sen, der alle nationalen, sozialen,
Ford, ARMCO, General Electric, ITT, Sie- kulturellen und religiösen Grenzen
meme, AEG, Fliok, Quandt, BASF, Springer, und Barrieren für immer von der
Unilever, Uni ted Fruit und einilen &nde- geschiciltlichen Bühne fegen wird.
r a - die transnationalen Kapi talkonsor- Schon heute beginnt der revolutio-
t ien das imperiali tis che Monopolkapital näre Vokskrieg das in Zahlreiche
insg~samt- sind die aonströseste krimin- Nationalitäten, religiöse Gruppen
elle Vereinigung der Geschichter Diese und soziale Schichtungen vielfach
mit allen notwendigen und erreichba:hn gespal tenen und zertrennte Volk, di4
Mitteln zu zerstörea, ist eine Lebens- arbeitenden Massen aller Länder
notwendigkeit für mehr als drei Milli- und Erdteile, zu einem im Wider -
arden Kena chen.
Die einzi,e Anklace, die ich gelten lasse, stand ,egen den Imperi a lismus.
iet die, daS wir dafür zuwenig getan ha- Der revolutionäre Weltkrieg der
ben, daS wir zu lange gezögert und nicht Massen gegen Aujbeutung und Unter-
uaser Bestes ge«eben haben, daS wir zuviel drückung ist ein langdauernder Krie~
,eredet und zuwenig gehandelt haben, daß mit vielen Schlachten, kleinen und
wir zu lan«e versucht haben, die Falecilen großen Gefechten, mit Niederlagen
VOlll Richtigen zu überzeugen, statt daS und Biegen, Die Tage der Pariser
Richtige eelbet zu t u n . . Kommune von 1871 zählen ebenso llIl.
Unsere Richter werden nicht sem die Vo- seiner Chronik wie dei russische
gelschauohen in den schwarzen, lila oder Oktoberrevolution, der Feldzug der
roten Roben sein, sondern befreite Men- chinesichln ArbeiterT und Bauern-
schen in einer freien menschlichen Ge- armee und die Guerillakriege der
me1nechaft. Vor ihnen können wir auf indoch~esischen zx..xs.%, alger-
milderne Umstände rechnen: wir haben n~ch ischen und kubanischen Bauern und
vielen Irrtümern und Sch.ankun~en end11ch Arbeiter. Die siegreiche Oktober-
begriffen, daß das impetialist1sche Sys- revolution von 1917 verliert nicht
tem 4as immer gröSeren Teilen der Men- dadurch an Bedeutung, daS unter den
sCbbeit die Hölle auf Erden bereitet, nur Bedingungen der imperialistischen
durch die Tat des bewaffneten Volkes zu Einkreisung und der relativen so-
beeiegen ist und nicht durch Beschwörun- zial-ökonomschen Rückständigke~t
gen, moralische Appelle und parlamenta- viele ihrer Errung~nsdlaften, 1ns-
risohe Spielchen. besondere die Arbe1terdemOkrat~e,
Die Rote Armee Fraktion hat den Ged~nken verloren gingen. Das vietnamas1sche
der Volksbewaffaung aufgegriffen. W1r Volk hat in seinem fast dreißjg-
haben - wie unvollkommen auch immer - jährigen Kampf gegen di e i mp er i a-
durch unsere Praxis den bewaffneten li s tischen Großm ~chte J apan, Frank-
Volkskrieg in der Bundeerepublik und reich und der USA der Welt ein be-
Welltberlin auf die Taga.ordnung gesetzt. wundernswürdiges Beispiel an Mut,
Da. war der not_ndige erste Schritt. Entschlossenhei t, Ausdauer und revo
lutionärer Phantasie gegeben, das
Nioht mit wohlfeilen Worten sdndern für die künftige Entwicklung des
durch die Tat haben wir und auf der Seite
- lt-
Volkskrieges bestimmend ist. Der
unbeugsame revolutionäre Geist Klasse 1n England vor 100 Jahren be-
dieses kleinen und armen Bauern-
volkes, dem kein marxistischer schrieb. Ber Imperialismus reprodu-
di i ziert die Mensahenvernichtung heute
Theoretiker den Sieg über e m- auf erweiteter Stufenleiter, ohne daS
perialistische Supermacht USA an sich der Blick der marxistischen The-
der Wiege gesungen hat, weckt
und mobilisiert die revolutionä- oretiker genügend geweitet hätte, um
1 die vom Kapital bedingte extreme Ver-
ren Kräfte und Hoffnungen in a - elendung der Menschheit richtig erfassen
len fUnf Erdteilen. Kein Tag ver- sen zu können. Im Einflußbereich des
geht ohne heue Siegesmeldungen. Imperialismus wächst die tebens-/To-
spätestens seit der Niederlage desnot der Menschen sowohl in die
des französischen Expeditions- Breite als auch in die Tiefe. Jeder
corps in Dien-Bien-Phu haben die technologische Fortschritt steigert
Agenturen des Imperialismus die im imperialistischen System notwendig
ihnen drohende Gefahr erkannt. Ausbeutung und UnterdrUckung, Hunger
Sie reagieren heute unmittelbar und Verzweiflung der Massen. Daß
und prompt auch auf die unschein- dieser Zusammenhang hierzulande nicht
barsten Ansätze des Volkswiderstandwahrgenommen wird, macht seine Resul-
Wo immer sich dieser Widerstan d tate für die Leidtragenden nicht er-
regt, intervenieren sie mit den cräglicher. Die Blindheit hat ihre
durch Erfahrung perfekt ionier- Gründel in den entwickelten Industrie-
ten UnterdrUckungstechniken. gesellschaften des Imperialistischen
So bewirken sie selbst die Systems bilden die lohnabhängigen
fortschreitende Vereinheit- Massen insgesamt eine Arbeiteraristo-
lichung aller revolutionären kratie, deren relativ höherer Lebens-
Kräfte. standard die Verelendung von Mil~iar-
Nicht die k..x~.tt. . revolu- den Menschen in den unterentwickelt ge-
tionäre Theorie bringt diese Ver- haltenen Gebieten zur notwendigen
einheitlichung hervor, sondern die Voraussetzung hat. Das Bewußtsein,
konkreten Bedingungen des bewaffne-auf Kosten anderer angenehmer zu le-
ten Kampfes. Im theoretischen ben, ist unbequem und belastet das Ge-
Bewußtsein spiegelt sich die~ wissen; daher wird es verdrängt. Eine
Proßess noch sehr unvollkom- internationalistische Klassensolida-
men und verzerrt. Statt die re- rität kann da schwerlich entstehen.
volutionäre Situation als eine als Marx und Engels das Kommunisti-
globale zu begreifen, verstellt sche Manifest schrieben, gab e. in
die ais der nationalstaatlichen England, als dem am weitesten ent-
Phase des Kapitalismus herrUh- wickelten land, a~ch eine Arbeiterar-
rende begriffliche Beschränkt- i 's tokratie. Gleichzeitig vegetierten
heitden Blick und den prakti- dort aber auch hundert tausende von
schen Zugriff auf die welt- englischen und irischen Proletariern
weiten Zusammenhänge. Die neue am Rande des Existenzminiauae. Die.e
Dimension des transnationalen Elend.n vor den Haustüren der Reichen
Imperialismus tst bisher nicht auf ließen damals in Europa ~as Gespenst
den Begriff gebracht. Mit den einer proletarischen Revolution kon-
Denkgewohnheiten der uns über- krete Gestalt annehmen. Das ,lnderte
lieferten revolutionären Theorie siohl indem sich das Kapital zua
ist der sich in der Gegenwart imperialistischen WeltS7stem auswuch.,
entwickelnde Volkskrieg nicht ~u wurde die für das Kapital lebensnot.e.-
begreifen. Gemessen an der Wirk- dige Spaltung des Proletariats in
lichkeit gleiohen die Vorstell- eine relativ priviligierte ,Arbeiter-
der europäischen Kommu- aristokratie und in die verelendeten
ungen K ei Massen in der Wei.e auf erwei teter
ni,s ten über den api talismus - Stufenlei ter reproduziert daß sioh
ner Idylle; daher verstä~dli~h, das Proletariat in den Metropolen ins-
daß sie von ~dyllischen amp - gesamt im Veegleich zu den Ma.sen ,i n
tor men schwärmen. den unterentwickelt gehaltenen Gebie-
~er Kapital&smus hat mitnichten ten eine priviligierte Stellung ein-
die excessive Menschenfresserei nahm. Dadurch konnte das die Herven-
überwunden wie sie Engels in sei- zentren •• cS.... des Systems bergende.
nem Buch über die arbeitende Hinterland des Imperialismus weitgehend
_r - befriedet werden.
Die Revolution wurde ins Exil ge- geistert folgtsn. Rückhalt hatten
geschickt. um die Erfahrungen ih- die Faschisten auch in einem nicht
rer Emigration bereichert, kehrt unerheblichen Teil des Proletariats,
sie heute in die Metropolen zurück. und das obwohl jene zu dieser Zeit
ich on zehntausende proletarischer
Daß der Gang der proletarischen Revolutionäre in den Konzentrations-
Weltrevolution nicht von der Arbei- lagern gefangen hielten.
teraristokratie sondern von den Faschistischer Terror ist abernoch in
verelendeten Massen bestimmt wird, anderer - viel unmittelbarer Weise -
ist heute so wahr wie zu der Zeit ein Moment des gesellschaft elichen
der Entstehung der kommunistischen Prozesses in der BRD, aus dem die
Bewegung. Um sie zu erkennen, muß mehr als drei millionen Arbeitsemi-
man auf die Haltung des amerikanischegranten aus den Südeuropäischen
n Industrieproletariats gegenüber Ländern, der TUrkei und Nordafrika
dem Völkermord am vietnamisichen nicht weggedacht werden können, ohne
Volk sehenl die Arbeiter von Dow daß die westdeutsche Wirtschaft zu-
Vhemical streiken nicht dagegen sammen.räche. Diese Emigranten bil-
daS in Vietnam die Menschen mit den für das Kapital eine mobile Re-
dem von ihnen produzierten Na- servearmee, ohne die die fUr das
palm verbrannt werden; allenfalls System lebenswichtige Kapitalvermeh-
legen sie noch die Arbeit nieder, rung unmöglich ist, die es aber auch
um für die Herstellung von Massen- e8möglicht in Zeiten der unvermeidli-
verniahtungsmitteln einen höheren chen Absatzkrtse eine Arbeitslosig-
Lohn zu bekommen; sie wählen Nixon keit von 10-15% durch Deportation
damit dieser die RUstungsindustrie der Emigranten Kat verschleiert
- also auch ihre Arbeitsplätze - werden kann. Dieser aystemstabilisie-
eehält. Gegen den Vietnamkrieg sind rende Mechanismus beruht auf der fast
sie nicht, weil durch ihn ein selgst-totalen Rechtslosigkeit der auslän-
bewußtea Volk unter dem imperial- dischen Arbeiter in der Bundesrepu-
iatiachen Joch gehalten werden soll, slik, den rechtsataatswidrigen Mög-
sondern weil die amerikanischen lichkeiten des Ausländergesetzes, des
Imperialisten diesen Krieg nicht taschistischen Praktiken der deut-
gewinnen können. Schen Ausländerbehörden und der
Daa BewuBtsein der westdeutschen terrbris tischen Unterdrückung der
Linken wird vom dem weiteren Irr- arbeitslosen Massen in der Türkei,
turn bestimmt, der faschistische Griechenland, Spanien, Portugal,
Terror als Kittel zur Erhaltung Marrokko und demnächst auch Italien
und Stabilisierung von Herrschaft - also in den wichtigsten Herkunfts-
aei mit der Niederlage ~azi-Deut- ländern der Arbeitse.i gr~nten.
schlands aus den Arsenalen der Deren fast lückenaKlose Uberwachung
entwickelten kapitalistischen iurch deutsche Geheimdienste und
Länder verschwunden. Tatsächlich Agenten der faschistischen Heimat-
war der Nazismus nur die natio- regierunggen, Diskriminierung und
nallatiach bornierte Vorwe~nahme physischer Terror sowie die stets
dea faschistischen Terrors, den gegenwärtige Drohung der Deportation
die Agenturen des Imperialismus hält die Arbeitsemigranten auch auf
heute in den unterentwickelt ge- deutschen Boden in eloem Zustand ge-
haltenen Gebieten organisieren steigerter Angst und Unsicherheit.
und finanzieren. Gegenwärtig lei- Faschismus ist so fUr ca. 20' der auf
den weitaus mehr Menschen unter westdeutschen Boden tätigen Industrie-
dem faachistischen Terror des arbeiterschaft Wirklichkeit.
imperialistischen Systems als das
in den Hahren von 1933 bis 1945 Das imperialistische System bildet
der PalI war. DaB IRr das Prole- in sich eine die nationalen Genzen
il~iat in den Metropolen den Uberschreitende weltweite Einheit,
ti.chistlachen Terror gegen seine in der die entwickelten Zentren nicht
Klaaaengenossen in den unterent- Vo~bild und Muster für die nachho-
wickelten Gebieten hinnimmt, ja lende Endwicklung der Pheripherie
zuweilen sogar befürwortet oder sind, sondern vielmehr die Bedingung
fordert, hat durchaus seine für deren fortdauernde und sich
Parallele im Deutschland des Hit- verschärfende Unterentwicklung und
lerfaschismus. Solange die Nazis Auspo . .~verung. Ausbeutung und
siegten, waren es nicht nur klein- Unterdrückung sind global organisiert.
bürgerliChe Massen, die ihnen be- Demgegenüber ist die nationale Be-
-6-
svhränkung der Klassenkämpfe von dern können. Die reaktionäre zio-
unten nur Ausdruck der sxruktru- nistisfhe Ideologie konnte nur zu
rellen Schwäche des Proletariats. unter dem Eindruck der faschisti-
Es gilt die globale Gestalt des schen Ausrottmngspolitik zu einer
Imperialismus als die bestim- politischen Kraft werden. Der ZIo-
mende Bedingung der proletari- nismus hat mit der mitleidlosen
schen Revolution zu erkennen; und grausamen Vertreibung des pa-
so erst wird sie zur Weltrevolu- lestinensischen Volkes aus seinem
tion. Angesichts des sich in 4 seit zweitausend J ahren angestamm-
Erdteilen entfaltenden Volkskrieges ten Lebensraum auf makabre Weide
gegen den Imperialismus, ist für das Erbe des deutschen Faschismus
uns dae Frage nicht, ob eine angetreten. Das deutsche Proleta-
revolutionäre Situation gegeben riatdarf sich seiner Verantwortung
ist, sondern nur n~ch, . wie wir für das Schicks al des palestinen-
in der vor h a n den e n sischen Volkes nicht entziehen. Das
revolutionären Situation un- wohlbegründete Schuldgefühl geg en-
seren Standort und unsere über den jüdischen Opfern des
Aufgabe zu bestimmen haben. Die faschistisvhen Rassenwahns darf
Antwort f~nden wir nicht im uns nicht daran hindern, die fa-
korrumpierten Bewußtsein des schistischen Greueltaten zur
relativ priviligierten Indu- Kenntnis zu nehmen, die die Zio-
strieproletariats in Westdeut- nisten heute am palestinensichen
schland. unsere Aufgaben be- Volk begehen. Lidice heißt auch
stimmen sich in erster ~inie Deir Yassin; die Kinder von Ora-
nach den Notwendigkeiten des dour sind in Nablus ein zweites
bewaffneten Kampfes der pro- Mal ermordet wordem; die Flücht-
letarischen Völker in den un- lingslager im Gaza-streifen unter-
.terentwickelt gehaltenen Ge- scheiden sich nur unwesentlich
bieten. In zweiter Linie nach von den faschistischen Konzen-
d•• ~I.tw.Kti~k.it •• xt.Kx•• * x trationslagern; der in die Breite
w.1iK.tRKx~Km,i •• xt.~x,~.x.* wirkende Terror der Zionisten
ta~i.&kRKxiäxk.~~iKxtRKXI.t.~­ gegen die Palestinenser in den
.Ktwi&k.x~ ~ haben wir unsere besetzten Gebieten hat sein Vor-
Fraxis zu bestimmen nac h den bild in der Faschistischen Besat-
heute schon vorhandenen Mög- zungspolitik gegenüber dem pol-
lichkeiten, den bewaffneten nischen und dem russischen Volk
Widerstand in dei Massen hier während des zweiten Weltkrieges.
zu verankern; wovei es unser Von den Arbeitern in den ent-
Ziel sein muß, beide Momente wickelten Gebieten vergessen, ve-
in Übereinstimmung zu bringen. ~ etiert das palestinensi8che
Volk seit fast 25 Jahren in
Bie geografischen Verhältnisse, Flüchtlingslagern. Ein ve~triebe­
die imperialistische Stoßrich- nes Volk kann den revolutionären
tung des vom Westdeutschland Kampf um sein Leben nicht auf
aus operierenden Kapital sowie heimatlichen ~oden führen. Die
die aus eigenem Versa gen fol- pale s tinensischen Revolutionäre
gende Verantwortung des deut- schlagen überall dort zu, wo
schen Proletariats bringen uns sie ihren Feind treffen können.
in eine unmittelbare und enge Als Speerspitze gegen die arabi-
Verbindung mit dem revoluti- schen und afrikanischen Unabhäm-
onären Kampf des palestinen- gigkeitsbewegungen gerichtet, wird
sischen Volkes um die Wieder- das zionistische Israel von den
herstellung seiner Lebensgrund- imperialistischen Großmächten
lagen. USA und Bundesrepublik ausge-
halten; ohne deren militärische
Das deutsche Broletariat hat den und wirtschaftliche Unterstützung
Faschismus nicht niederhalten, gäbes es das Problem des zionis-
den rassistischen Frevel an mill- tischen Expansionismus im arabisc
ionen jüdischer Mitbüfgar, die hen Raum nicht.
Vernichtung von sechs Millionen
Europäischer Juden nicht verhin-

-'+-
A. Souchy:
Die Re volt..tt"on
Der freiheitliche Sozialismus
* i 5 t t(ei rle
In den IeCbziger und siebziger Jahren des "erpn... = Jabrbaa-
PQr1ei S CA c..~~
dem hatte da- frriheididJe Sozi,'i_· ia der Scinrei&, lalica
und Frankteich zahlreiche Anbäqer. In den && i..... LiA-
dem gelantte er nie zu größerer BedeuIllDJ. In Fruknoidl feiecw
er im ~YDdikaliSllllll zu Bqinn des 20. JahrhUDdera eiae , ~­
entd>ung. Am sürksten hatte er ia Spooje Wuruln gefaSt. U-
trat anfanp ala Anardtianus ud ipicer ala ADardx.ynclikal;.
mus in Erscheinung. Der Einfluß des spanildtm Anarchismus
machte sich selbn in dm IleibcD der spaniJdtee Sozialdemokra-
lm in gewissen l'luSe:nmpa bemerkbar. Die zahlreichen lOZial-
revolutionären Ex~te des openi...... Prolecariaa sind ~n die Bürokraten über die ProduiniOllllDinel ud ...
vom ~inedes ~prncca. übet die Produzenem. Du Volk in demallmädttigenSo.. je
Die Arbeilltfbnrecwac ... iD jId.. ÜDda ibm. b l deten nut unterworfen. Die Freiheit in in der So,.jeaanioa unte
Charakur. Die .,.nie- Foa BI der -.j..... Be • . , .......... dziidtt. EI ,.icd eiDe neue Rnolutioo erforderlich leiD, um d
man in enru verändener Weile auda ja uvin. iU 6ndm. Freiheit zurii<baerobern.
Man kann sie als freiheididtm Snziali_ '-eMfwen Im Ge- In da- dcutodten ReYolution "Oll '91' ,.qcea die SoziaIdab
gensatz zum marsinisd.m Snzi.Ii...... ist der fnibeididte.rno- luatm es nicht, lOZiaIiniJdte ~Ie zu madim. Die pri"
lutionüer, dabei aber doch aalidiktaa'iech. Er nrwicIict die legierten K1aaen blieben im Besitze ihrer Vorrechte. Die JwW
l:reiheit und Predi&t Toleranz. Er .... die ~ hernchtm uneingeschränkt auf ihren Gütern ,.ie "orbet. n.
odet' V_.di t q cIor Pro' 'cicl·· ·... .a.1lDll1CeIk iIor die Einlluß der Militirlr.laaee blieb unpbrodteto, die pri"atbplW
SoziaIisiauac en. . . . . BeicIe diitfen aidIt ... ' lt ••du:. stitdteu JtanelJe und ·Konzerne bebenDem die W"uudaaIl
Iei da- N.rion.liri .... wird der s-c der _ Eipzutl_., Diae B ei~;e1e zeigen, daß ,.ecIer der rnoIutiaDite ~. j
Me Wirudtaftafiillta . - Suaabürokra_ Nada _ frelIooit'-
i d 01iw....14. ........ ; "'. 1'" . ... . .
,, . ,n-i.listiedter.t DefiAirion riDd Staa lJIId Volk uid>t idawtiD .... Sozia'demokratie zar Früeit, _ ., C. I .ab
~ tiDer fniMitr* ,=;.1;';0*0 cu .... , ... , ..u die lJIId zum Sozi.li-... führeu.
..... ' '.,. Ge.lft. ' , Ja C d 'Ja .u. AIt-.ll EiDen anderen Verlauf mit pIlZ _ Pa.•• ' ._ hat . . .
... Gemein •• aeJei- wadaa. Du PrinseiplllillD au ProdQk- nim Re'tolutionccoo-. EI iR nidac Si aWbm," Pb
tionImiaMa wIrde im fnibeididlm ~ wie im Scaac.- ze& der Kollekti,,1eruuc da W"~ iu Sporien ab d.
_ i · l i _ ab; ".fFe leiD, doch uidH iD Staacs-, lOiIdern iD bedeutmdlle -.iale PHi ',_, des Z,.an '.
zu betradlten. EI handelt ridt uid>t _ 51.. ' h
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Kollelni,,- ud GemeiDdeeigentuUI UIIIpY&lldelt wadaa. Die

meinden, die _ ZU Jdeinerea,oder l'iIIuai BüncIca v_m_


poIitddtm Ora- im freiheidichen SoziaIianus sind die Ge- keine Re'tolutioo .,a.. ob.. AlIea ..... "Oll - - . . . der hi

edtlie&en kÖUDal. Di_ Bünde .ollen an die Stelle des heutigen


pberie, vom Volke leibte .ca.w
ordnung wurde orpnilien, du
• PiM _ "-.,,.1 •
Pri.,... mauLand _
Staatel tretIm. Produktionsmitteln W'lIrde abpaflaft.Au~lIe detPri",waea
Die.n Weg des freiheidichen SoziaImnUi hat da- spauiJdte Au- tumI trat du Kollekti"eigentum. EI pb keiDe privaem UDIei
ardtosyndikalismus beschritten. Iu aUen Teilen Spubeoa, wo nehme1aew inne mehr. Doch auch der Staat W'lIrde nicht ZWI
nad! dem 19. Juli 1936 der f:uchiJtiJdte Aufstand ru.de,psdt1a- Herrn der Produktionsmittel, wie Man: und Engels es in ihre.
gen yurde, sind die Ideen des freiheitlid!en SozialianUi mehr Sdlrifteu gefordert hatten. In Spanien zeigte sich an pr~tischet
oder weniger vollkommen nnrirldidtt worden. Du ,.u eiD 10- Beispielen der Untend>ied zwischen dem StaaOlOzialismus un,
ziales Experiment von großq gesdtichdidter Bedeucunc für die dem freiheidichen Kollektivismus.
Zukunft des Sozialismus, Der Verlauf der apani.cnen Revolution in faszinierend. Die Kol·
Von allen sozialen Umwälzungen des z,.anziptm Jahrlilmdera ielttieruna des Landee durch die Bauern, der Fabriken UD(
war die soziale Revolution in Spanien nach dem 19. Juli am'mei- Werkrt2nen dvdt die Atbeilei und T edmiker und der Ge-
nen vom sozialistischen Geiste erfüHt. Sie png nicht den Weg odIäftsunternehrnm durch die Augestelltm, hat ubmud.end4
der Diktatur des Proletariau wie in Rußland. _dern den We; Ereignisae geuitill. Du gesamte Volk nahm In dem neuen Win·
der Freiheit. Du in ihr großes Verdienst. Iu der So,.jewDioa odtafUaufb&u Anteil. Die Erfahnuogen der apaniadteD Revolu·
tion sind fät die Zukunft des SoziaIiJmUl "Oll pölter ....
dcu""". I • . .

-8-
6fOR6.,v- fM(J(II-IIAlt~ IN JJERUA/-
1U~EAJf)ZEAI,nUH IN 8/lENEAI-
WA~ w,~ BRAU.(#E,AJ-

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~;;~~OJ WIll IIAJ~ AJEIlffE.AJ
Lu' -- .-. ~ . - - ~.. ..
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TilIR5'I;
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EURE
8RIN6T -
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MOON ~,,~ 1f./5TR.U::::. · .
PIELrMENTE.
MITI. -
WARUM BRAUCHEN WIR EIN FREIES
* JUGENDZENTRUM *
"
WEIL WIR. ES SATT HASEN ,5TANDI6 IN KNEIPEN
, ZU .HOUSEN . WIR .· WERDEN ' AUS6ENOMMEN
UND KoNNEN DOCH NICHT MAUlE=N, WAS WIR
I
WOLLEN. . . . " ,.
' ·IN DEN 5TAATUUlEN rRE/2.EITH~'MEN · DURFEN
' WII~.. NUR. UNTER AUFSICHr TISCHTENNIS SPIE'-0. I

UNO SO EIN SCHE/55 r~/ZE'THEIM BRAUCHEN


WIR IM OSTER.TOR.-VIERTEL AUCH qAR NICHr.;.... .
IN KEINEM STADTVIERrEL l
' ,' .

WIR, MACHEN UNSER,JUGEND-


.ZENTRUM SELBER.
FÜR. UNSeR.
' .
EIGENES ]UGtENDZENTR..UMI-IA8EN
*
. WIR. VIE.L BES·SERE. EI6,ENE. IDEEN. ' I . I

. ,WIR..LASSP UNS NICHTS VOR5E.r2EN ~ I

IN UNSEREM EIGENEN jU~ENDZENTR.UH BESrlHNEN:


WIRSELßER., 'WAS ZUTUN Isr l :
AMFREITAGt ·, 2. FEßRUAR 16'()
WIRD ERST MAL 6EFEIER.T/ I
KOMMT ZU UNSER.EM ERWEITERTEN :
AKriONSLADEN A,P, HA'FEN 10S-
. .
~
t

AM FREITAC:, ,2. fEBRUAR 16'0 t


Die Oberpriester treffen sich stur auf uns einpauken.
(das sind die Genossen, die ihren Das hieß in der Schülerbewegung USB
Marx!Engels mit Löffeln gefressen und man wechselte die Namen mehr als
haben) zur Schulungsleitetschulung. ein Dutzend mal, aber die autoritäre
Und in dieser Schul~Bleiterschu­ Schulung blieb und mit ihr die Passi-
lung (schönes Wort) werden die vität. Wenn ihr das noch nicht begrif-
Schwierigkeitan der jeweiligen fen habt, achtet mal b ei eurer näch-
Schulungsgruppe besprochen. und neue sten Schulungsstunde darauf.
Schul~gstexte vorgeschlagen( Merkt Und springt den Totengräbern von der
ihr was!?). Wie gesagt. diese Toten- Schippe. Zerschlagt diese autoritäre
gräber "Schulungsleiter W labern Schulungsmethode. Diskutiert über eure
dann in euer "Schulstunde" .... nach PrObleme, die ihr in der Penne, zu
der Parole "Der Lehrer labert, die Hause oder mit eurer Freundiq/Freund
Schüler müss en pariere .." I (Ähnlich- habt, ihr werdet schnell merken,daS
keiten mit anderen INstitutionen wir alle die gleichen Probleme haben.
e ind rein zufällig). Habt ihr das begriffen. so iet Soli-
Und eure Schulungsleiter oder Ober- darität kein Wort. sondern was selbst-
genossen. die die richtige Li~ie verständlicms.
haben und selber nicht wissen was
sie da eigentlich von sich geben DER
/'IETze; ER I
quatschen solange b.s ihnen der
Schaum Torm Mund Steh t. rch beri
chtige mich, hin und wieder lesen
auch mal andere Genossen aus ihrem
EVlUlgelium Marx!Lenin uni was es da
noch so gibt. Es kommt sogar vor ';' . ..
das ein Genosse es wagt was zu sagen. _
Wenn der Genosse der es gewagt hat,
wae zu sage$l , das nachzuquasseln was
-... .t..-Z;~"~'"
. - a-'
.. bef.:
sein Oberpriester ihm gerade vorge~
techt hat, ist er auf dem rechten Weg
HIt
e mfA LolCv="'"\.- \.-, I
auch so ein PRoletenpriester zu wer
den. Wer eine abweichende Meinung ver-
41 DlItiSblll;A
tritt, wird zurechtgewiesen. daS das Am ßCAhh Ctrhr>?33
was ergesagt hat kleinbürgerlich ist.
:!tenn auf Seite 384 :JXD:: 3. Absatz sagt BE RLIN ER
Marx •••• Und nach 10 Schulungs stunden,
wenn regelmäßig ein drittel der Genos
sen fehlt, meintman denn das der Schu-
lUAgstext zu hoch für die Untergenossen
ANZrJNDER
iet und man mach t s ic h dran was andere s ' 60 {
zu pauken. WeS;rC'rm~nl(:>h : p,
Die gleiChe Scheiße fämgt von vorne an. ' l,.( t
Drei Genossen labern, die anderen lang, DD :2 rohre "nlAS
wenen sich. Die Problelllll der Gruppe ,-.1,' t ' L
werden nidlt besprochen, das machen die e/o 502.1 CA , S ISCq(:;>S
l
ent
r.
Olter,enossen schon für uns. Das rater- /f Be,.../ 21
t'h
eese sinkt auf Null, da diese Dogllllltiker 60
StephC1h stl-,
H .. "de.-.t ßlwmen
'10 Soz/o.l i st,'sch<E.> S ZehtrlllVY7
/f ßerl in 21 SfephDlh 5 t,.., 60
-~-
.Straßenbahn
ab Sommer DAS
teurer? WIRD
E:IW J.fEl ß~
Genossen von der
.AIl • • r Brböhu, der Bremer Stlden·
Nordfront, ihr
baJaatartfa Jr....... ..
· Die p.... tat led.I,Ucll. w_
k~laea ZweUel gebeD.
d•• g ••cheben
wIrd.' Du IleUI. gul.... I. ADlcbld ...
C l r"
~om rne ...
seid anschein
end abgeschl
afft? LaBt
die htde Se...... lIuag lJl dl.._ .falll der
· SJ'NCur der LuHlesregterung, Maatred· von mal was
· """ .......1.... Alle, Wobncb.lJa1IcIakoil .... eb von euch
_oa . . .
wtnI'. J.doeb _I ....r A.ah.bun, der Tarllo
fIlr, d•• So~r de. Jr,o.....ndea !J..... za

'P~.D ,~~bte
·1!D!oebeld.ad . I1I d........
, StrdeababD AG.
FIDuzle,e der ' . . . . r
. L< 'eirtQ "'le;~en
~_ _~ hören.

und
Ton-Steine-Scherben hat
eine neue Doppel-LP wl~~e ... ~-
mit revolutionären Songs I
rausgebracht (20DM) .Be- we rte ~
stellungen an 883 Reda-
ktion, 28 Bremen, Fedel
hören 76.

über 883 können auch


Broschüren bestellt
",erden:
a) Malatesta: Ein
anarchist isohes
Programm -,60
b) Proudhon:
publik und
mokrati • • ,
c) Anarchistische
Hette I, II,
vom anarchisti-
schen Arbe i ter- Arbeitsloser Stadtgueri Let~te Meldung:
bund Berlin -,20 110 sucht Stelle bel der
Bremer Bank oder ähnli- In Hintertupfingen hat Fran~
d) Was ist Anarchis- chemsrer.
Institut als Kassi Josef die Räterepublik ausge
Alternative: Pos- rufen. Vorwärts und stür~sn
mus? ca. -,20 ten im Bankräuberkollek ( Druckfehler):stüt~en) wir
vom Anarchisti- tiv. Fran~ Joset und seine Clique.
schen l\.01.1ekti v
ßH[;k~1V Kleinan~e~ -kosten Genosse Gautier ( absolut kei
e) Bücher: 1dm- können beim Geno nerlei Ähnli chkeit mit dem
lda Mett, Kom- ssen der die 883 ver- aktiven Vorsit~enden der DKP)
mune von Kron- scherbelt für die nä tauscht Parteibuch gegen
stadt. 3,50 chste Ausgabe gebucht Pornos. Tel. 566 78 99
",erd sn.
R. Rooker,Emma
Goldmann, Verst-
aatlichung der 8t"
Iv ..,., .", : J."
t~' ~ t S"
Mädel und Buben die einen
Verkehrsunfall mit Folgen
Revolution, T".'V-~ • ' hatten, können sich ~wecks
ca. 4,- 'l .. '" t" ~...... eJ L t t'" Reperatur des SachsChadens
Artur Lehning,
Anarchismus und .. 1 ....H ' ,
V,""
",,(ptt"'f.l, an uns wenden. Wir vermit-
teIn gute Wsrkstätten.
';;::!'lS~:7!!M~~"
Marxismus in der
. Russisc hen Revo- . .. 1 fi AD - ArA Rc.t4i\f-
lution, 5,- w,~ ~.Hl~
... ""I"") " ," I St.IIE
• rf~.,.,. ). 1 HH~,* -I/erie
-10- fl~c..tlflc.~I"o~l
D. R.A.
Inhalt:
Seite 2:
3elbstkritik
Die 'l'r18orie
MIi:h4/llIakunllJ der 3elbstorcanisation
Seite J: 3traß9nkUmpfe
1I,:.lchwarze Eilfe"
in Frankfurt
3eite 6: Allgemeine Informationen
Revolutionäre Aktion Seite j : 3akunin i~

Sommer wird
.chheIBer!
Demonstrationen und Straßenklimpfe
gegen I3odenspekulation, Mietwu-
eher und. gegen die Räumung des
Bauses Kettenhofweg 51. Genossen
der 883 waren dabei.
Bericht auf Seite 3

111 Frc]nkfurt:

I SelbSlorgonlSOllon]
~er Arbeiter, Schüler und StUdenten I
1. MAI
Warwn machen wir am 1.JVlai ein Volksfest'?
Einige Genossen, die davon hörten, daß ein
Volksfest am 1.Mai im ~Bte1'torviertel vom
3elbstorgan:isierten Jugendzentrum geplant
ist, hatten folgenden Kommentar parat:
Das ist Spalte1'ei! Dazu ist zu sagen, da3
wl1' uns ebenfalls an der :'t8.i-Df~:non:3tr·at1()n
als eigenen Block beteiligen wer~en. jir
meinen, daß eine lfassendemonstretion zwar
die Stiirl<e 'Jntl d.as'":e ~irnl (: er).)lidar:i. t;;. t
'fermi ttelnkariIl, j aber dies rel(:,r.-,t niclit 8.;).8.
~uf dem geplante~ Volksfest wird es einer-
seits eher mU~llch sein GesprUche uni Dis-
kussionen mit ~er 3evflk0run~ (~rbeit~r, Das erste rinlr-H'f.'e c ;!;, n!'g<:tnj siert von.:1G.t'
Z,tl r·j*.!.'}:r,":,!""
;j ta.'': t LeilcrlJplJe r1 ~,tJH'tlc}lenll, f'<::U1,:j im Itd;:.::;tf~n

?T"~;"]}:crb:Jt, 011.1" 6e'0 .~,pjclpLd;z Ü1 :er\1--


"', :lie

i)ies VolksfeGt wird am 1.::Sci


.!U,rissfVichen und. auf i!e-n ;,üv~"'?rGpJ(:1.plat?
in ,~1er Al 'o1'ec:: b"tr. s ta'LiJinden.
-1-
einer breiteren ßbene fU:lren • kÖl1:len. hir WE:l'lÜ~.n
den einzelnen Gruppen Informati:'>ns:Tiaterial geben, Der geballten ~acht ~r inter-
darni t die Diskusnionen intensiv ::;efi.~hr't werc'lell kiJn- national zusammenarbeitenc.en
nen. Wir veröffentlivhen nun lil:N einen \.uszug aus dem berr-!chentlrm j<la~me muß eine libertiir-sozia-
ORA-lnfoNr.1/73: " ':!arum O[U\ i1evo- listische Organisation, (He ebenfqlls verb:i.ndlich
lutionlirer Anarchisten) ? nat:Lonr:.tl und international zusammenarbeitet, entg8~'

Die OHA ist eine in t8rna tionale ()1.'ganisation, die eengesetzt werden.
vor einigen Jahren in Frankfijich gegr~~det wurde. Die ()lU\ soll sieb. auf autonome Basi8gruppen in
Ohn,e ni:lher auf die internen Diffe.ren~eninn(JI'hulb Jtadtteilen, 30h1..1181:1 1 Betriehen und Universit~ten
der französischen anarchistischen Bewegung eingehen aufhauen. ~ir hoffen, daß sich anarchistische oder
zu. wollen, kann man die BeweggrUnde der franzi)si- .freihe i. tLlch-so zialistiscl1.e Gruppen, cl ie bereit 8
sehen Geno8Sel1 wie folgt definieren: verlJin'llich afbeiten. uns anscl>1lj.essen."

Trotz der
SELa STK&.tllC die die erste T,rummer cer 1ruppe ausgeht oder ausgehen sollte, nicht
883 zwal1gs1Uufig mit sich ist es nicht so, zu lesen ist; die Uahlerrede, die in jeder anti-
daß die 883 isoliert Von der undogmatischen Linken i:iUtori t:iren Zeitung, Ül BrosC}liiren und sogar in der
gemacht wird. Kontakte zu bestehenden Gruppen sind bti.rgerlicllen %.ei tung "Frankfurter Hundschau" u.a. zu
vorhanden. In dieser zweiten Ausgabe veröffentlichen lesen vlar; ein Ausschui tt aus einer Schrift SOllchys,
wir Berichte von der Schwarzen Hilfe und der 1ehr- ( waru'scfJetnlich "~!acl)t tiber ,3panien"oder"der Atlarcho
im Jugendzentrum". syndikalismus", was ihr jedoch n:icht angebt) der
Nur so hat diese Zei. tung ejne Existenzberecr-J.tißung ziemlich i:.usammenhanglos im luftleeren Haum steht;
als Organ der undogmatischen IJinken. dann wieder ein Bericht in derr! schrecklich re v eil lu-·
An unserer ersten tum~Gr ist noch zu kritisieren, tioniiren und anbiederiJ.dem frone des Hedaktionsbei tra-,-
daß wir den btirgerlichen vonflnarchie geE~, der damit die gleiche TIandsc;:lrift erkennen
nicht entgegengewirkt haben. Hielt (ver'mutlich euer 3Chiiler); zuguterletzt einige
Wir werden jetzt einen Auszug eines Brieges von Annoncen, die in dieser oder lihnlieher Form aus
einem Genossen - ~en man als Selbstkritik verstehen al ten Derl iner r3133-Nummern übernommen wurden. I,
sollte - veröffentlichen:
"zu "183 Bremen:
AnsChließe~an dieser Kritik - zugleich 8elbstkritlk".
regt der Genosse an, die 883-Bremen in der Berliner
Eure Aktivit~t il1 Ehren. Aber w~rum versucht ihr
"Bambule" aufgehen zu laf.3r:'Jen. Dazu ist zu Bilgen,
I!;uch auch an einer Zeitung? Wenn ihr ('l.uch r1en "Intel-
daß vor ca. einem Monat ein Treffen der 883-Hannover,
lektuel;Len Scheiß" ablehnt, so muß eine Zei tU;lg doc~-;
der 8"33-Bremen und der Bambule stattfand, um eine
ihren Zweck wahren, ntimllch zu erst recht, Uberegionale Zeitune
wenn man sich den Namen einos BO grdßurtigen Vorbil-
die DislnlSf.ÜOn darU'::)er noch gefW·lrt.
des (BQ]) zugelegt h8t. ~as t bei Euch? Eine ver-
iJic f~(daktion
sucht witzige, jedoch miJlungene Vorstell~ng der Re-
daktion mit ihren Zielen und ~iner·ra1enscheinigen
fUr cHe!:craustpLe der 0·:33 3re:l1e:';. ('}rund:
Ihr wißt was, w,;!.p, wtr wi.sGen mll8sen.
was wir noch nic~t WiEsen, geht zumi~dest u~s ~cr
,.!c.nuurauGgabe nicht. ::(),r'v:Jr). :;8:.']11 fOlgtei:l·.~lel.::.er
::;cric :t Uber duO ~:J.UCh-::i;lUß, ili'}(~lJ ~:J.::: \'/ic: tl t-::::O!te,
1

nii:nlich :l:;i,S ·cunktionj.'c]re,: 'lt;n'


der :)ar::::teJ. der f.)::'l1

-2-

Straßenschlachten In Frankfurt
HIN T.ER (2 R a ND E
Das Frankfurter ~e~tend ist wie ~&8 0stertOT.'vier-
tel in Breme n e Jn J9.r;jJ~r'i..mcsg~~b:tEd:;. Das heißt,
Spekulanten woJ:len :lli t Ellfe deI' S'PD und rjein ff:a-
gistr8t ed.o' lebendi?::eB Al tb')uwo):ms;ebiet zersU5ren
um dafür eine P.fd;Oil'N:iste VOll Versicherunßs- (lnd
~aokpalU8ten, s0wie profita~le Wahnsilos zu bauen.

~ie Situation im Jestend ist vergleichbar mit Jer

im Ostertorviertel.
3e1t Jahren wird versucbt
zu machen und syste~ati8ch zu zeretUren;wn Vor-
wi:ünde;>;u:ll Abreißen 0.1 ter Häuser. 7,lJ, ha·ben, Hißt
man HUuser nicbt mehr ronovieren ;lnd le8rGten(iJ1(~,e
Eäuse,r verfallen.
Die Folgen sind,daß daß ~estend 10.8 ~eld der
:3pekulanten geworc1e'j if3 ~ , die die '~uadratmeter­
preis8 in a8tr0nomisc~e Höhen getrieben haben. OER KAMPF &EHT WeiTER!
Am 19.10.70 haben zum erstenmal GenoB~en jn FrRnk- Am 31.3. kam es dann wejteren Straßenschlachten
furt ein leersteh:Hlc1e:'3 11Bui3 1:esetzt, um sich gegen an der :Iaupt'vva.che na.c}i einer friedliehen Demonstr;j-
diese Bntwicklung zu web:f.len. ::~eitdem ist die l.~:ette tion von ca. ~,CCO Geno8:3en durl~lj das hestend. Die-
der Haushesetzungen in Frankfurt nicht mehr abgeris- S8r De~onstrationszug vorbei an den besetzten
gen. In die S8 F1:i,u,geT' :!osen ,\rte j. ter, 1.ehr1il"1::;e, :-läusern, vor; denen rote u!1d schwarze Palmen wehten,
:]chUler und ntwien ten, d i.e dit,) 'iiucl-;,crmietISlD nic~' t zelgte deutlich, Jaß der Kampf solidarisch von al-
l:'8/.',tl111.en lconnten und woll ter;. len Genossen gefUhrt wir~ und nicht von sektireri-
Seit ca. 1 J'ahr war das ITaus Kettenhofweg 51 hesetzt Bchen Gruppen, die irgendeinen FUtrungsanspruch
Auf:run/j eines cerichtlichen Vergleie!lS wD.rde .:Jen •
st(~llen

GCDow;en gr:!8tatt~t;, bis zum 28.2. in"ihrem l1 HallS A13 tHese Demonstration ;m ib.rem :'1usgangsp~nkt ge-
zu v/Ormen. Aucb andere besetzte H'iuser- ore;ani- 1anste, (lem Cpernpla t7., sperrten 1'01 izeiketten die
siert im "/let deT' [Jeße L:Len: 1 iiuser"-w81'c1en 1m '3traße, um rIen Jenos:3en die Fortsetzung der Demon-
TJaufe d(~r nüchi3 cer: :·.'~()nate zwan;:~:lseri:i.umt. Der str8tion durct 118 Jnnenstadt zu verwehren.
11 FiCi t (J e t' 1'>e se t ~~ t. e ni:'i Ui:.le 1''' 1)e tre i~) L 1nte n ~3 t vc lor Asta der Uni erkl~rte die Demonstration fUr
.~ufkl iirl:nr~:JrJ.r~".J. tUber die Vert-.Iäl tni.1::w im Viesten'1. beenr'let und .forderte; die GeiJosr:en auf .in ~(leinen
:;:ruPI)en Ül die Innenuta(lt zu gehen und dort zu
agiti.eren. Um in die Innenstadt zu mußte mUll
allerdings noch einige Polizeiketten umgehen und
'lann fand man sich auf der IlauptwE1llfhe wie{ler zusum-
'nen, um dort zu agitieren. Die Bullen verlangten,
daß die TTauptwache i,r,erUumt wird unc'l provozierten
die ::araßenschlachten selber herbei. Das P;rgebnis
1llLt1

sind ca. 50 verletzte BeamteK und Demonstranten.


Als die Ctraßenkämpfe abebbten, mac~ten die Bullen
Ja~d auf einzelne Geno88en. ~ies war kein ~inzel­

fall, auc~ am nächsten :amstag versuchten die Bullen


einzelne 3enossen - hauptsUchlieh Anarchisten _
zu jagen. Oies ließ man sich aber nicht gefallen -
sind sie die Juden der 1egenwart ?- und drehte den
3pieß um.
;)as positiV'fJte r':rge:,:)His der ,JtI"iJße'lGchlac:1te!1 ist
WOllI, das jetzt im Westend und in ganz Frankfurt
,DIE fRFOL&REltHE VERTEfOJ6Ufl& til')r-ll'all r die Voreii,r!E;e im;\'estend dish.utiert wird.
i.'~m "'l('i.rrnl~;t • ','~~l'~" sollte ,~as t Dies soll te dUl'ch die A,Jf\1i:irUI18883'l!r-;; t des 11 l\~"'l.tes
'5er besetzten IHiuser !I erreiC:1 t werden und deshalb
W'..\1:'11 e (~a8Ha1J.s !:'~ettenh():fwes ~) 1 arn '\":i '~~''':' .' ~·.4.
uuc>: n:Lc!'l'L verteici if.: L., aIs (00 .'.:.ann starke
Polizei-
e:in t lejten r':;l,un+'en.
11 ..

o F FE N TL , c H E TRiBUNALEO
/:.m
o
Ül (letl3t;l:lLvj(;;.rt~ln sI·'.:.tl; ;.'nd am :};'ilmabond ein
zentraI • "?ei dieser

- 3-
d,ie bullen sind die zuhälter der justiz,
Nir wer:ien in Bremen eÜle ,>::~;'i!,lr?:e ::11fo 2..vf- e r'st1l1al je:] en 'rag von 17 - 19 Uhr jemand im
bauen. Sinn ist 8~~,' L(":iILcYl, '.1i8 {lUS ;loimc!"j ;lr)- SH-ß~ro sein wird. NatUrlich brauchen wir Geld-

gehauen sind., zu helfen, t1l'zte 2;U \'er-:dtteln, und :3acbJpenrlen, wie lferbandszeug, Decken, etc.,
Schlafgelegenheiten fiir '1'ypen ZlJ. be Borg".Hl sowin :(()~taktadressen von Ä.rzten und vorUbergr::.-
und einen l~rs te.lITilfe-i)ienst einzurichten. herde und auch J'obs,
\fitr werden TrehegUngern helfen, evtl. die wir vermitteln k~nnen. Also setzt
Enc!:l !TI! t uns in Verbindung 1md erzählt
vermi tteln, (lie Leuten, die
auch mal ohne Hilfe hrauchen
Krankenschein von der 3chwarzen
arbeiten oder Eilfe.
11e i 11 V:erkehrs- Wir wer den in
unfällen" hel- der 883-BremE:!
fen und unsere weiterhin über
r~rste-Hilfe 113
uhsere Arbeit
wichtig bei und über das,
was mit ,den Spen-
den geschieht,
berichten~
leute tUI fe brauchen - auct:
ohne den üblichen Personalien-
quatsch.
MIT PFLASTER ••••••
Unser"Zel V' haben wir im
WIR VERTEILEN AUCH
"Besetzten !iaus Auf den Hii-
fen 301

der gerichtssaal das bordell deskapitallsmtJs


Selbstorganisation im Klassenkampf
Pie Theorie der Selbstorganisation und die prak- die Basis einer freiheitlichen Gesellschaft sein
tische Realisierung der Selbstorganisation in der
kann. Zerstt"irt wurden diese freiheitlichen Bewegun-
Vergangenheit, !l,en durch die aufgekommene !(onterrevolution (Ji'aschis-
Die Selbatorganisation ist die konsequente Form des tisch, kapitalistisch, bolschewistisch). Das kann
revolütionären Kampfes, die die Massen der UnterdrUk- aber nicht bedeuten, daß die Selbstorganisation nicht
kung, der Fremdbeotimmung und dem Staat, entgegen- lebensfähig ist.
setzen. Die unterdrückten Massen haben und werden Zur Alternative Bolschewismus ist zu sagen, daß es
zur Selbstorganisation weil sie keine selbst-
keine Alternative zur Selbstorganisation sein kann,
ernannten, elitehaften Arbeiteraristokratien in den
~eil hier die Initiativen der Arbeiter institutio-
kommunistischen Parteien br::mchen, die ihren revolu- niert und absorbiert werden in der kOlIL'TIunistischen
tioniiren [{ampf anleiten. I J artei,
Die Selbstorganisation ist keine Theorie, die von
*weil die Kl) historisch gesehen und auch in Zukunft.
intellektuellen Linkstheoretikern entwic\:elt wurde,
niemals Ausdruck der Arbeiterklasse sein kann, da
sondern sie hat ihren Ursprung in den ~as3en, die sie losgelöst von dieser, sich zur selbsternannten
sich bewu.ßt geworden sind, daß sie ihre Interessen Arbei teraristol<:ratie aufgeschwungen hat,
nur selbst vertreten k~nnen und ihre Befreiung von _weil dier.-38 Aristokratie, abgehoben vom Proletariat,
jeglicher Unterdriickung und Fremdbestimmung in illre nicht die wirklichen Bedürfnisse berücksichtigt f
eigene IIand genommen hatlen. sondern lediglich ein neues
"Die Befreiung der Arbeiter wird dac3 .Verk der den Staatskapitalismus,
Arbeiter selbst sein" 'Nenn die massen im revolutioaären Kampf auf Parteien
Jedesmal, wenn das Proletariat seinen Kampf gegen und FUhrer vertrauen, wird es dazu fUhren, daß diese
Bourgoisie und Staat aufgenommem hat, sei 8S Leitung sich verselbständigen wird. Sie wird ihre
1871 die Pariser Kommune politische i'.::ac~J t, d18 ::da von den Arbel tarn erhalten
1917 in Hußland hat, verfeßtige~ l~d mißbrauchen zu ihren eigenen
1918 ~ie Räterepublik in Deutschland Gunsten. Durch die Partei wird die Eigeninitiative
1936 i'1 ;)pnnien BUS (l,an r~aGSen:'18ra:13g8,:;qge~1 und unte:d:r'iickt. Das
1953 in der DDH bedeutet, daß wieder eine r: e :3 timmung von oben riach
1968 in ?rankreich tGn eintritt und nicht VOD Dasis von unten
~at es zur ~affe der 381bstnrganisstion gegriffen.
oben.
Diese 8ejspiele zei.!~en, da:~,:1j-:;,,,c, ) Trot~(,ki: "j)j,e ",:as.c:en ',J'!ar(~:1 ;mndr:::rtnal lin~(er als
r1~lrCr1[l.US ~):it~el "lr-;s revolU"Lol1sX't n
c
Kd.·1l1
:Jie Pa.rtr~:LI'

-5- ~ortset~ung Jeite 6


:;'ortse P;Wnlf K)]B -;&i te 5
Den sozialistischen Sta~ten, ob eB nun
die Ud33R, Kuba odor Ghinaist, bleibt
eines gel1lei.nSrt;":l, s:i,i3 ('lind keine frei.-
:18i"t 1 iC:~J e n3e se 1Isel'.elfte:l, w18 ~üe
'~uJ'e;l rJ 1(,. :!elbsL(lr':;iJ.~j:j,:.;i'l.I;:i.on, als .\].-

~ernat;:i.ve ~Z;Clm f\ap'i ta.;tiiS'·l1UG I)n,4 Bol-

schewismus, erreJ.c}.lr. w::~:rden sollen.


'\'iir haben diof'len Artik.el e;e::.lc 1"'1f'l.ebeD,
tl
(lami t durch die J/!a cl'Hmschaften cler '1l8:e'len:" ;.rbci Lc GC:',Il(011 r:?r ,

;~e;!:;p;'; ~:;;j,er ':'Jle.rl :.tt:· 1 ,1 ic ~l)r:'-


KP in der VerganGenheit, erkannt wird, ~;m T.lum8 zu ~::c;~:J.f:~e'i J wo wir
daß die Selb6tor~anjsation ei~e klare Ut")8r urwe'{'f~ :.;:ttll<t.i.on sprechc:t:
Alternative zu den jetzIgen Perspekti- k1jnnen un(~
ven der existierenden linken autoritH- tJu j ,lr.izVJl

ren Organisationen, die immer noch


versuchon die Jelbotorganisation der
UnterdrUckten ~u verhindern oder zu
zArschlagen, darstelJ.t. g~)l1unnL Urlaub.
')en l.lrlS l.ltL:]er 1!r:rt0rarbeitetl:~;'
Nur die Gelbstorganisation kann ver- ,~el::l. ':lUG der rL'a::.~che ZiO!lEHl :7,LJ.
hindern, daß eine Partei eine hierar- l~RBen. - KutJrlich wollen wir
chisch strukturierte, auf UnterdrUckung aue:} !~"u:]Ü. bören und unser
der Massen aufgebaute Gesellschaftsord- Sier trin~en, aber zu korrek-
nung, verwirkliei'len kann • t.en l'reisen und da, wo un:;
..._ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _..._ - -_ _ _ _.... ,·:c\.i~)Iße f.·,um
.JP3.G rna~'ht.
chtunp;!--- Achtung!---Achtung!--- Ac~tung!--- TI1 die ;)},] , ge:ien: - ,Ur;]) tloe!;
.Iir haben das Ilaus auch bese;',t~
Die Kon·taktadresse :i.n der 883-Bremen fuhrte da- fi.ir ~,~oöka\.t 8c}mften'?
um :'Jier wonnün zu J..ci5nnen,
zu, daß im Januar eine :lazzia im Fedelhören 76 [,',il ijf;ltl ;;pw(~r',{su:·I!:tft.r~l,()m~':·:n X',)
~):r! nicht ir:":()l'I'h'/n i~~:'")11 "'TI
unter Benutzung von IViaGchinenpiBtolen, durchge- ::llJü'? Die re len un.,J rede!J. l.~n~l
rumzuhängen,
führt wurde. ., reden,
__ Achtung!---Achtung!---Achtung!---Achtung.--- ~

·... d
In dieser Situation hat sich ein lIaus-
besetzterkollektiv gegrUndet, welches
sich aus Initiativgruppen wie: Schüler,
I~b!§--
~'ilm, Jungarbeiter, Theater, lnfo, Kin-
RIINJERNATIONAU Der AIUIJ·
derspielplatz ete. zusammensetzt. TIRKlASSI.~,
'NA'd WOLLEN
g1.mEICH1~lJ?
vnn Ml'l' UN3I~~REH Gl1UFPE
Ge~lUch~der li~ßrißNAUN AIIBlllr
ASSOl~"1 von 1921·1931 Berichle von
A,SouchtA.ltIJa~m,~WGnanl,lMUI· ACrnM~G j'
IIl~.~nJog·aU'~ 0"-'-'-'- ~.:=1.~!~.!8~.~.I.
a) Wir wollen anderen. unsere ~:;i tuatj.on

vermitteln.
b) Ein Lehrlings ~ Uenter mit folgen- fR '-"",--
;'/1/,/+2-;!O/I
den Funktionen aufbauen: 1IIlmbul.'f~
1. Beratung und Information
2. betriebliche Herrschaftsstl":1 1:'- ,/ THf.ORenSCHE ZEITSCHRIFT AEVOLUTI
ONÄRER ANARCHIST NaT ANALYSEN
MAC
I MATERIALIEN UND •
turen aufdecken. PRAKTISCHEN PROBL
TISCHfN
DES HEUTIGllH iiRCHlsnSCH~
~~rc~~~:~~~IX ~IB"'K IN EINER FRONT" DU4"ll~
3 • Vermitteln 'fon Theoriel-l. Sö I i.d:l1'i tHt
GIW'l<;
4. l<.ontaktaufnal:1m(') ,,;u anderen
1ehrlingsgruppen.
1.':':>
5. Alternative Freizeitgestaltung. MAIl-""pl':i nl" nr<lH(·.I!(i-
(;uHcll ie).!:(! (ior"
111-
!JN:3EHE OHGANJ C5ATJ.O.!\! 1,]'1' DJ~';

Jr~l!ltY~OlW.A})J GN1'J()N",
denn unsere 8rfahrungcn zeigoXl uns,
das wir nur :33LBG'." Ul\J:3:'::::;':; 3J'L'tU'l'1utl
\lt~:{j\N!r~t{'l !\ONNEN U!~1J InCl'l'l' PAH'I':~J-
1!'UNK'l' lON::!(;;;,

- 6-
O.R.A.
Inhalt: "
ß(j ~ te 2 und 3 : Spanische Hevolution I·" \
Seite 4 und 5: " Docke rs tre 1k in De l g1Em ~~. f.R.A t
Sei t e 5 : Bewegung in Uruguay . ''{
nr.3 Seite6:
Sei te 7
Schwarz e Hilfe ~
: Information (.AAB UBW . Al. I,eh:r lin:;sgruppe
Se ite § : Pi nell!
Ju"11973
:SSO PI'
~

REVOLUTIONÄRE ALLER LÄNDER


VEREINIGT EUCH 1

ALLE MACHT DEM VOLK I


DIE SPANISCHE
MATERIALIEN ZUR
SPANISCHEN REVOlUTION

In einigen Aufsitzen 1011 in (heem und


gungen h.ben ihre Ziele nicht erreich!.
A!clivi.tilc:he Ari:leiter ... ersuchen desMlb
- 1':'Ilbesondere in Italien und Frankrelc:n,
aber .uch In England In der Selb,torg.-
nil.tion . uf der a... i, dOf B.e trlebe mll-
EVOlU
3. Eine lOuali,ti.che Ge.ellsdtatt kann
nur ... erwirldlc:nt _rden, wenn die Pro·
duktionlmittel ... on den Produlenlen uno
mittelba r an der e..l. übernommen
und die Produktion und Ver16llung 'l/on
und die Flhlgkelt I U autonomen .... rut.
wortlichen Handeln. Dazu kommt fl'ine
neue AuffIHung .\'On de r FloUe der Or.
ganilition. Oi.... darf nicht "Ur de m
Kampf um d ie Ve rDeuelUng der ' Lage
In folgenden Heften IIU' do n Beitrag tell dei Rltesyste ml ~eue Wege der
Befreiung .uS.,tJ.lb des organi ..torl-
mnen t elb.t orglnblert wi rd. Du ge· der Arbeite r unter den gegebenen Be-
eines vergessenen, blW. tolg.schwieg&- .ell.chaftiiehe GlJl%e und Mi,... Ver. dingu ngen enge paßt .eln. Si. muß l U-
nen Zweige. der modernen Arbeiterbe- .men R.tImenl der tradie rten Parioien. .... aIlungsorg_ we!'den dann gobildet, gleidl.J•. In.trumem fOrdi. künftige Neu-
wegung zur lo:dan.lladlen Gest.ltung Sie nehmen damit in widltigen TeUen indem .ieh die Produlentengenouen. ordnung der Ge.ellschaft b ralJchbll ..In.
un.erer Gos.l1achaft eingeglngen wer· die Tf.dilion Bakuntn und der ersten tdlalten (GewerlcICh,ften) 'l/on d er e.. i. Sie I. t allO dl. Kel mfonn der neue n Ge-
don, lul den an Bakunin und eine Intemation.le .u. den aecMlger J.hren her entsprechend den GNr.:lsl.t:r.en de i .ellsdiaft adton innertWb der beat.nen..
eigene revolution. re T radilion .nknOpf. dei ... orlgen Jahrhunderta wieder .uf. Föderall$mu. in Federationen lllu.mmen· den ,'ten. Blldungri"raogen, die Entwk:lot-
enden .paniac:hen AnarcnosyndikaU,mus. Seine we.entlichen Gedanken schließen und rwlr In doppelter Wel.. : lung der Menac:flen .... , Selblltttigkeit
Damit 1011 nicht g •••gt werden, daß lind die folgenden: gleiene Induatrion In Indu.trielOderatio- durch d ie tlglic::he Pralli. de. Kampf..
hie, oln praktllierbare.. Prog ramm 'Or 1. De r St..t I.t leinen un.ufhebbaren nan (Indultrlegewerkachaflen) und .ußer· und du Organlu.tion.prin:zip haben d e ..
eine Emeueryng der Arbeiterbewegung Welen nlch eine unterdrOdtende 'nItI· dem al le Indulirien flul lokalor, regiona· hal b eine ent.c:heidende inh altlK::fte Be-
fertig Obemommen werden kann. Aber tution und delhaJb ein ungeeignete. ler und nltlon.'or elill ,n Konföderatio- devtung.
wl r glauben, doa mo, ein wldltiger Denk- Mittel sowohl der gel,U.chaftlichen Inte· ne n (Gawerktc:haltebur.:l).
an•• tz vorliegt, der In der kriliac:hen
AUlein.nderaetuung mit d en balden heu-
gration .1. aud! im belOnderen der Ver·
ge.eUsdtaftung de r Produktion.mittel.
4. Eine .olche tiefgreifende soll.lo Re·
... oIution i.1 .her ·In eine Reihe ... on Vor-
t. yome...-sc:hndon Richtunge n In d., 2. Darau. folgl die Ablehnung der len- aussetz ungen gebunden. Sie aet:r.t einen
Arbeil.rbew.;ung - dem ~ revolutionl­ tralittiKhen, .uf d ie Eroben.mg der Staat... hohen ReIfegrad der Musen 'IOrau.:
re n · Staatssozlallsmus -und der parlamon- m.chl .u.gerichteten p.rtel alt eine. klare Vo,.teliungen 'l/on dem e,.trebten
tviadlen Politik der lOg. Strukturrefor- In.trumente. %Ur Senaffung einer aOlle· Ziel, de n Mlthlln INliner Verwirklichung
mon .Ine Hili. . .ln kann. B.kt~ Bewe- Il.tl.chen Ge.ell.chalt

Selbstorganisation
im Klassenkampf
Abriß uber die politisch- ökono-
mische Entwicklung Spaniens und
Grundlage für den Charakter des
spanischen Klassenkampfes!
1.) Der sich Uber acht Jahrhun-
derte hinziehende Krieg zwischen
den christlichen Spaniern Qnd dem
Isl a m fand ' 492 ~it der Eroberung
Grenadas seinen AbSChluß, womit
die ö konomische und ide ologische
Schlü8s~l8tellung des kastilischen
Feudsladels in der spanischen Ge-
se llschaft endgültig bestätigt und
gefestig~ wurde. Die 1487 einge-
führte Inquisition nahm im wesent -
lichen die ökonomischen Interessen
dieser Kl asse wShr, und die Ver-
folgung von Mauren, Juden und
Ketzern erweist sich als die ideo-
10gi3che Umsetzung der Verfolgung
und Vernichtung der ländlichen
und stäatischen Bourgeols i e (ara- SYNDIKALISTEN
bischer Klein- und Mittelbauern ,
Handwerker, jüdischer Händler,
Financisrs, des pr otestantisch
IN SPANIEN 1931
gepragten Frtihkapitalismus ) , die ve r1 01g~en ~pan1ern maurisch- ü brigen Europa bewirkten, um aU8zudeuteo,
von Adel und Kirche geprädigte jüaischer Herkunft, verarmten daß ~panien mit dem ~brigen Europa total
Apartheit und Auserwähltheit des Kleinedligen , poli tiechen und a.ußer Tritt geriet und 8eil)e 'Nel tmac h·t -
katholischen Spanien und seines kriminellen Elüch~ lingen ube rl as - ete~lung an diessn Veränderungen zunichte
Volkes war die ideologische Um- sen wurae, nahmen die ihnen fol - wu~de, weil sie eban nQr auf Bajonetten
setzung des Strebens nach Autarkie genden GoverneQre mit regulären stand, Das aber hatte zur ~" olgs , aaß die
und der Ausschal~ung des im abri ger. Armeen Qnd Polizei truppen und Auswirkungen der soeben umrissenen 1,01i -
Europ~ aUl'kommenden Frtihkapi talis- Inqliüei toren mi ~ einer entsprechen-tische.n und ökonomischen Schlüssel-
mua der Rsnaissance ·. Es erübrig~ den Bürokra tie 1n aerselben Weise stellungdes Adels in S·panieI.l selbst vor
sioh, aie ideologische lnfiltrie - wie in Spanien die Interessen de s dem Hintergrund des politischen una öko -
rung des spanischen Volkes mit den Adels wahr. Der li'eudali emu s wurde nomischen Nieae r ganges als des wider-
Werten des Adels eingehend zu be- in Spanien wie in der "Neuen Welt" spruchs mit der wsltgeschichtl ichen En~­
schreibe n , .w ie in jedem Dorf ein zu einer nicht gesp rengte n Fessel wicklung nur umso verheerender wurden.
"h1dalgo ll , ein kleinadliger Don fü r die Auswertung aer ung~heuren Die innenpolitische und binnenwirtschaft-
Quixote also; dafür sorgte , daß Reichtümer . Die Geleimi ttel flossen liche Ohnmacht des Ad ela , ' dis '~uaBi-Ab -
ein bäuerlicher Seucbo Pansa sich fast vollstandig in dis adligen wesenheit einer Regierung übe rhaupt, aie
neben ihm als "Altchrist" und Kriege gegen Protestanten und Anwesenheit der Inquiaitlon und der
"reinblUtiger Spanier und Katholik II ~o sleme, also in die Armee, im Armee und der POlizeimaroaeu re, der
fühlen durt'te , dem erlaubt wurde, übrigen in die Kassen des Adele Jteuereintreiber vor dem Hintergrund der
Mauren, Juden und Pr otestanten aus- und der In.}uisition. Handels-und Paläst~ über armseligs ten .Dörfern, "d1es
zuplündern, Und dergleichen Ka- .I!'1 nanz kapi talismus konnten sich ie t" , so der His to riker llliax liettlau ,
schierungen des" ölronom1echen Ge- Dicnt entwickeln, die Bemühungen "symboli sch fi...~ Spaniens ganze Ge's cbichte
gensat~es und ~iderep rucha mehr. der Agrarboureoisie wurden zu - die in elner Reih.e erst außere r und dann
Vielleicht kann man aber aagen, nichte gemacht, durch die ays te - innerer Unt e rwerfungen . unter eine mili-
.daß sich bier ein Selbatreapekt matische Sabotlerung einer Land- täriscbe uo'd staatliche Gewalt beste ht ,
ent wicke l te, aer sicb unter anderem wirtschaft, inaem viele trucht- der das Volk immer lremd und t'eindlich
Vorzeichen gege n a~ e se Intentionen bare Gebiete 7.1.1 Weioeland für die gegenube rs-csnd . " Und mit dieser Charak -
auswirken 1C0nnte.. Die Bewegungen Schafherden wuraen , die einen te ris ie r u.ng sind wir von der I:;roberung
des stadtiscnen Bürgertums, von wesentlichen Reichtu.m des Adels Granaaas unmittelbar in die ZAi~ ver-
Katalonien a bgesehen, wurden 1722 bildeten . s et z t, die une hier lnteressi·eren soll ,
mit der Niederschlagung aer Com- 3. ) Um den Rahmen dieses Ecku rees die aber nur aut der Grundlage dies es
mun ero s und Hermandades ausgeschal- nicht zu sprengen, begnüge ich hist orisc hen 8rlebniases zu ve rstehen
t et bis zum Aq.fstand gegen Napoleon. mich mit dem Hinweis aul' die Ver- sein wird.
2 .) Nachaem aie Eroberung und Aue- anaerungen , die die ökonomischen Spanlen s burgerlicbe Hevo lu~ion und aie
beutung der "Nauen Welt" zunächst und intellektuellen Errungen- Be we gung der Arbel.ter und Bauern im
UPko ntrolllart e m ~b8nte~~rtum von schaiten der Renai ssance im 19 . Jahrhundert :
H al· enat~dtewie Cadiz und Sevilla
wa ren von jeher de r wunde runkt im
Sys tem der Adel s herrs cha f t gewesen.
en ä en
und a rabi sche Artzte . Es war unum-
gänglich, die Entwicklung einea
ans a tzweIse Kosmopolitischen Btlrger-
t ums , wenngleich in ge wiss er i:mer-
~antonalismus die ~e lbs tverw a ltung
aer. verschied enen wirtSChaftlichen
Einheiten, vor allem der DörIer,
auf der Basis des kollektiven Ge-
Du rch sie f loss en die Reicht üme r der
"Ne usn Welt " nach Spanie n und Eu r opa. spanisCher Iaolation, zu dulden, melndeeigentume p raktizier~en
Man kann sagen , daß der Adel auf di e unvermeidlich au c h das Ei nfließen wollten. "Re:para to" wird zu einem
Organisa tion des Umschlags und s omi t unliebsamer Neuigkeiten in Form von S C~lUss elwo~t die8e~ ~ ei t . Doch
eine ent s rechend e Anteilnahme eine r Schriften. In Kataloni en und auch munt das dl.e Aufte11ung des Landes
Bourgeoieie daran ebeneowenig ver- in Arag6n hatts eicb immer ein a n die landlosen Ba uern, worüb er di e
zichten konnte wie die spani sche bürgerlich~r Regionalismus be- Be wegun ~ des Kantonal iemue vielfacB
Monarchie auf üdische Financiers ba up t en können, indem infolgs der schon hl.ßweg war und K ollektivw~rt -
Union zwischen Kaatilien und Arag6n sChaf~ wollte. Die Idee einer för-
die dort von bürgerlichen Bruder - d~rall~tischen R ep ~ blik hatte so
schaften srkämpften Sonderrechte el.nAqu lvalent in eloner bäue r lichen
hatten garantiert werden ~üssen, Masse nbewegung. And e rerse its waren
um permanenten Bürge rkrieg zu ver- aber . Männer wie Fi y Ma~gal l, . der
meiden . Der spanische Aufstand Präsl.dent der 1. Re:publ1.l!: (selot
gegen die napoleonische Herrschaft 1873) , die ihre pollotisch e Revo -
und Armee(1 808- 18 14 ) mUndete in - luti on nur mit einer sozialen Rs-
folg e der Kollaboration der Mona r - volution ver~unden al s erfc l gr~i ch
chie und des Ad els ~ in in den .begrif fen , . elne Au s nahme in ~er
Klassen kampf der nationalen Bour- r epub11kan19chen Bewegun~. Hinzu
geois1e, die in ItUnitarier" und kommt , daß der 1 . Republl.k Jahr -
Förderalist en" gespalten war, wo - zehnte der monar~hischen Rp.,:,tau-
bei l etztere die län dliche und r ati?n und Re~kt1on vorhergl.ng~n ,
s.tadtische Kleinbou r geoi sie r e - s? 1!l1 t der Gry.ndung der Guap:r:dlB
präsentatierten, s o vor allem die Cl vl.l 18H , eI ne ~ 1n allen DÖ::fern
~irchturmpolitiker de r si ch ~ elbs t und Stad t~ n statIonierten Pol ~zei-
uberlassenen Dörfer , dl e Qle be - truppe , dle einen systemat~schen
r uhrung mi t bäuerlichen, land - Ter ror gegn die Arb ei ter- .1.Od
proletarischen Mass e n ~ers tel~ten, Bauernbe~egung ent fesse lte , der
die seit 1e40 in der Bewegung des ssinen Hohapunkt um 1870 e rrei chte

1n1'olge der Pari ser Komm une und der Au sdehnung der In -
t p. rn a t ionale auf Spanie n, de~en Agitation dur~h die
Septemberrevolution und den Sturz der buorbonischen
Monarchie 1868 begünstigt wurde. Jedoch der rolizei -
t error gewann dadurc h nur an Elan und blieb fu r das
s~aniache Volk ide nt i sch mit dem sel tsamen Unwesen, das
Regierung und Staat heißt . Die Regierung e n zogen auch
nach und verbote~ 1872 die Inte r na ti onal e , ode r si e
wurden. durch ein en Militä rputsch hinweggelegt, wenn
sie sich all zu s chwer taten . All dies konnte nur zur
Folge haben, daß das spanische Volk nicht begreif en
konnte , wel chen Wert das beste Wahlergebnis für ein e n
ihm genehmen Minister gegenubsr einam Mili t ärputs c h,
gegenUber dem von de r monarch istischen u.ld rechtsre-
publi ka nis chen Opposition unterst~tz~n Polizei terror
haben sollte, bezie hungswiese wel che Wi rkung fort-
schrittlich De krete ds m zeigen sollten . Es ging darum
" die Macht zu 1..lbernehmen" , ein ::)chlüsselwor t des Kant-
tonal iamua und späte ren AgrarsQarchismus , welches mei ~t
dSd Land zum Gemeindee igentum dp. s Dorloes zu machen, den
Burg~rmeister (alcalde) abzusetzten , die Polizisten
zu entwaffnen , in eins um Selbatorganis8tion, Seibet. -
verwaltung, direkte Aktion. Und die Arbeiter? Bs gab na tional e versagt, GA werk schat·t e n waren verboten. Die
el'n industrielles l'roleta r ia t in den Bergbsu gebie t en erste Bedingung a160 fü r die politis che Arb e it der
As 'turiene und im Gebiet der Sierra blorena . Es 0u b 1n Internationale und · für eine gewerkscha ftliche be-
Kat aloni en eienen harten KonKurrenzkapitali emus . Ea ziehungs wei se genossenscha:f tliche Or gani ei erung der
gab eiaell im Gebiet von Alcoy (Levante ) , ansäesige Arbeiter und. Beuern wnr dia totalste Illegalität. Und
Textilindustri e . Es gab vor a l lem verschiedene T'rans - dieser Bedingung ents prach keine a nd ere Organisation
~ortunternehmen für die Agrarprodu kte relatov frucht - mehr und bess e r , a ls die des Anarchismus' Bakunins
barer Gebiete wie der Querta von Murci a ( wo ein Klei n- mi t der dez entralisierten konspirativen Zellenbil-
bäuerl icher Individualismus relat iv gut existieren dung und der individuellen Agitation per Flugblatt
konnte und unempfdnglich blieb für ao ziali stische und dergleichen und der I r opaganda durch dis Tat , die
Agi tati on) od er der Vaga von Gr9.nuda und nuch 'ftir (ien den Masse n die Gewä hr gab , daß der Kampf we itergeht!
externen Transport , ins Ausland el s oT Alloräings sind Dies war wirklich das s ov iel beschworene Gespens t des
gewisse ge na ue Angabe n tiber die Entwicklung des Kommuni smus, um Home hr e in Schrec ken. der Her.rechenden,
apanische n industrip.llen Kaoi talismus kaum aufzutrel'. ben. weil diese s isyphoeha f t die brutalsten und grausam-
Ma n kann aber sagen, daU die 1nduatrioli esiA rung sten Me thoden anwand ten. Anderers eits gab der Anar-
Spaniens einen deutlich en Forts chri tt mac ht e und e ln t~ n chi s mus , seit er von 1872 an verbreitet wurd e , wi e
beschleunigten Aufsch wung nahm während und infolge des ke ine andere Spielart des Sozialismus dem elementar-
1 .'Npltk..:tieges , an dessen Lasten Spanien keinen Anteil sten Gsfuhl der Arbe i ter und Bauerne Spanien s Aus -
hatte. Schwerpunkt diese r Entwickl ung waren Katalonier.I, druck,daß nliml ich die Befreiung der Unterdrückten und
Aat urien und die Lev~nte . Bis z u dieser Epoche und sei t Ausgebeutete~n nur ihr eigenes Wark se in kann , daß
dem Sturz Pi y Margalls 1874 war e i ne mehr ode r we ni gel ~ sie von keiner Regierung und kein em Staat e twas zu
reakt.ic;ma re Mi l i tärregisrung nach de r and eren gefolgt. erhoffen ha ~en!
Die gerings t p. legale politische Arbe i t wa r der Inter- (wi rd fortgesetzt)


-ni' r ar eil 0:: .,<.
~ ieser Arti k e l wurde v on einem belgiac he ~ Docy.er gescr.r iebc n . n e r Geno sse entlar vt he i r e r neut die
;l l{eakt ionäl'en Gewerkschaftenl1 und das Unterdr ücke n jeder eigenständige n Aktton der hrbeit.r 'seitens
de r KP . Der Diskus s ion bedarf es allerdi ngs ü ber di e Prage des :"i treik a gl Gbal , die hier er n~ut ari-
ßerisse n wurde , und ~ ine neue i:::ntwicklllng in dü~ selli Strei k , die Gabo tage , nie Ent schei du n g iiber den
Ve rlauf e ines Streiks hat im wesentlichen zwei. grundlegende Fal<to r en: 1. In wi eweit die Arbei ts -
niederl egung das kapitalistische Nerven system trifft . 2 . In wieweit d a~ Bewußtsein des Frol etariats
v orangeschr i tten ist , den Kl assenkampf fJe lbst o te.nd.i g zu fUhren.
Ba zei ß t sich immer wieder, da ß Str eikfronten zus a mmenbrechen , da e s nicht gelingt aus der Isola-
tion , wie hier bei den Do ckern, den Stre ik au f ande r e ] ndllstr i ez'f/eige auszudehnen . Die mate ri ellen
Voraussetzungen der Arbe iterklasse sind wEh rend e ine s wilden fi treih; auf das hußorste ange spar:nt.
Die ka p i talietische Brut kann hier au f den von uns erschuf te ten Profit zurückgreifen. \'/a8 den Kampf
von v or Eherein entsche1dent bee ini'l uß t. Der ;) trcik 'als solches, z 'lI01al ei n \/i lder , hat insofern einen
politischen , positiven Hinte rgrund , da hier die Arbeiter spontan (selbstatändie) für ihre Bedürfni sse
kämpfen . Dei diesen ~ämpfen entlarvt si ch dt. KP/Gewerks chafts b onzen , da durch , daß a i e sich entweder
gegen den S treik stellen , od er die Stre i kenden vor ihren Kahn spannen wOl l wn, und somit den hier ~nt ­
atand e nen r evolutionären Elan i~ einem i1eer von Pap ier, ~orte n und Vekreten . ersti ckt .
DIE Bi:~'RB1 UHG DER Ann~.;r'.rER KAHN UIl1 ~ DAS \fE RK Dlm. ARDInTEH IjELBS'l' SEIN
Am Preitag dem 6 . April brich t 1m Hafen von Gent
ein wilder Streik aus . Die Ge.w erkschaftsfüh:rung
J)lefitt?!tef des~lIelJ:s:
und die kommunistische Partei schlagen so f ort sin-
nen \lanrstreik von 24 Stunden vor , doch die Dok_ G'e1J~bclNllieh -Il/hlefhem"eI
ker lehnen das ab . sie beschlieSen den UNBEFRISTE- Zunächst versuohen die Unternehm.er , den Streik ab-
TEN STREIK. zub16cken,indem sie den Arbeitern vorschlagen Ar-
Am 'folgenden Montag, dem 9. April macht sich ei ne beitslosenunterst ützung zu fOrdern , wie man da~ im -
Delegat'i on von 150 Docke·r n. nach Antwerpen .auf und mer macht 1wenn es zu wenig Sch i~f e zu entladen gibt.
l egt dort die ganze A-rbeit im Hafen lahm. Aber diese Maneuver wurden von niemand akzeptiert
Von da an hat keiner mehr i ~ den beiden Bäfen Obwohl noch gestern ' 80% aer Docker in der sozial- •
gearbei tet.Im Genter Hafen sind iooo im Antwerpe- demokratischen Gewerkschaft eingeschrieben waren,
ner Hafen 12000 Arbei ter. ist dlese nun ihr G@gner.D.ie Gewerk schaften weigern
Die Forderungen der Docker sind folgende: sich ,den Streik zu unterstütz en,denn sie haben si ch
schon lange mit den Unternehmern arrangiert.
-Eine LOHN ERHÖHUNG von 100 frs pro Sch i cht Sei t 1764 hat es im A'n twerpener Bafen schon kei -
FIlR ALLE (7DMj ne gewerkschaftliche Vollverpammlung der Hafenar~
bei ter gegeben . '
- Ein 1) . Monatsgehalt, das 22 Arbeits tagen @nt- · Alles wird ohne sie entschiedenjund wie' das in
spricht , PUR ALLE vielen Arbeitskämp fen ist,sind sie ein erbitterter
_ Eine bessere Eintei l ung der Gangs , d i e nun aus Feind der Arbeiter .
zu wenig Leuten bestehen -wa s zu ~entwegten ..tJber - Sle sageni"Die Tari frUl'lde ist erst im näohsten
stunden und Arbeitsunfällen aus Müdi gke1t führt. J8hz" und erklären den St r eik für illegal .
1m Tarifvertrag garantieren die Gewerkschaften ,
Von 196) bis 197 1 'hat es im An t; werp@~er Hafen daß es fUr 2 Jahre k ei nen Streik .i .m Bafen gäbe.
)6709 Arbeitsunfälle gegeben . wovon 6) tödlich wa- Dafür kassieren sle 0 , 6% der Jahreseinn~en . von
ren. . . den .Unt ernehmern.Die Docker bekamen ' ger~nge Lohn-
Jedes Jahr zieht man 10 tot e Docker aus dem Ha- erhöhungen .die aber nach 6 Monaten aufgezehrt waren,
fen. Jedes Jahr gibt es 10 Frauen von Do ckern , zu wegen der schnellen preiserhöpungen .
denen jemand kommt und ihnen sagt :" Madame ihr Die Gewerkschaften haben auf tausende von Weisen
Mann wird nle mehr nach Hause zurückk ehren. " versucht , den Streik zu zerstreuen .
Die Polizei haben sie gebeten , ihre Büros zu schUt -
/Ie~e ~~~htflll1l~! zen . Sie hatten Angst ,daS die Docker das mit ihnen
m!lch en könnt.en , was "die Bergarbe1ter von Limburg 1970
lYeh~; """bell!
g etan hatten- als s ie das Gewerkschaft.shaus ange:-
«dlffen haben , di e ganze I .nn.e neinz:ichtung arstört.

Nehl-~~/~8"hertjbnJ'! haban.sfe zu den Penstern rausgeschmissen haben , -


zusammen mit allen ~aschinen,Ak1:en und Möbeln die
sie fanden. '
" Wir verdienen augenblicklich n~tto 47 DM pro Sie haben den Stre1kenden einen Brief geSChickt
Tag . Bevor wi r .d ie Arbe1t kriegen; müssen wir seh -1n dem stand ,:" Wählt jetzt _ entweder die Aben- '
oft 1- 2 Stunden im Arbeitsbüro warten . Wir müssen teuer von Agitatoren ohne Lösung,oder Eure wohl _
u.m 7 Uhr da ·sein . häufig jedoch dauert es b1s acht 'verstandenen Interessen , die von Eurer Gewerkschaft
oder halb neun. bis wir I\rbei t kriegen., Wld diese vertreten werden."
Zeit wird ni cht bezahlt. Sie weigern sioh . Streik.o:eld zu z ahlen.
. Mi-Jtl!lIeII Uh~.leiMft~/ jI~ 1lJJMkhJ"f"Ybta'/cb,AbIhJ
,Nach den ersten SOhlägereien platzt den Dockern der
Die Docker ·sagen:" Im Gegenteil , die haben uns al - Kragen.Sie werden angegriffen , verfolgt ', und auf ein-
les Geld,was wir ihn:n für Jahre gezahlt haben , s.e...;. mal wird geschossen l Elner der Polizisten in Zi~il
stohlen . Uml die wissen ganz gene.u , daB viele von schleBt,zu:näcbst i n die Luft,d.ann . über sein Auto-
uns Kredite "aufgenommen haben,und so wollen sie dach weg . Wie durch efn Wunder wird niemand· getrof-
den Streik beenden,lndem sle und einfach aushun_ fen . .
gern,Deshalb fordern die Streikenden weiter Strelk- Die' Docker ·explodieren jetzt:das Auto wird kom_
geld.denn für sie bedeutet das,das Geld der Arbei - plett demoliert.Die Bullen l egen sich flach auf den
ter zu fordern , das nicht "Zur Bereicherung der Ge- Boden ihres Wagens.Erst ein neuer Einsatz 001 t · Was-
werkschaftsbon7.en,sodaB die sich ne Feier machen serWerfern auf die Köpfe befreit sie aus dieser La-

7j"i!iiiiiifjf~il
ge.Die Polizei hat nun ihre Fistol.en gezogen , in
der anderen Hand haben sie die schlagstöcke.Einer
von ihnen schi eBt.Glücklicherweise in die Luft .
ieugen sagen,daS der Polizist neben ihm ~hm im
letzten Moment den . Arm hochge;rissen hat.•
Nun ist die Demonstration nicht mehr. aufzuhalten .
Von der Gewerkschaft verraten,haben die Arbeiter Sie bewegt sich in Richtung der Kem.p1schen Dooks ,
ein Streikkommlttee p;ewählt,das ·sich aus den ak- wo sich die Verwaltung bef1.ndet,dss Arbeitsbü:ro ,
t! vsten Arbe! tarn zusammensetzt . Alle Ent s.cheidun_ Und wo alle · Versamml~gen stattfinden . Dort · findet
gen werden 1n einer Vollversammlung durch" die Wahl nun eine Le"tlensmittelausgabe an die Frauen der Dok-
mit erhobener Hand getroffen .Täglich wird über die kar statt., die von einer kleinen Groppe Kleinhänd-
Fortführung des Kampfes entschieden . Dabei nehmen ler,"die Hand", organisiert worden ist.
auch die Frauen und Kinder teil. . In diesem Moment tst a l l e s ruhi g.Nun :passiert et -
was , wovon die Presse dann nicht sprechen will.Die
Polizei macht hinterhält1:g eipe Verhaftungsaktion
bei den Kol legen , die isoliert in der Stadt geblie-
ben sind . Einer von ihnen ruft die Dock e r und ihre
Der soz ialdemokratIsche Bürgermeister unternimmt Familien~die mit der Nahrungsmittelvergabe beschäf-
Schritte,den Streik abzuwürgen: . t i gt ·waren.Etwa 50 Docker lauren zu dem Ort,wo die
-Er untersagt die Ansammlung von mehr als .5 Per- Verhaftungen gemacht wurden . Aus d r ei StraBen kommen
sonen im Hafehgebiet die PolizeieinBatz~agen wieder an,sie ' ,o:reifen an ,
- Er verbietet den Zugang zum ' Har~~ - zu dem nur die d i e Leute fliehen . Ein Einsatzw.a gen fährt einen Ka -
Mllitärs,d1e anstelle der Docker e1.ngesetzt wurden meram~~mtdann entdecken sie einen Kollegen vom
und die Streikbrecher freien ~ugang haben . . St r e i kkommtttee . Er wird. getroffen und fällt auf den
Und seit diesem -Zeitpunkt 1st der ganze Hafen. in Boden . Man hebt ihn auf und bringt ihn ins Kranken -
den Händen der Polizei . haus , mit einer Gehirnerschütterung .
M1ttwoch,18.Aprll .
Jooo Arbeiter/Docker : demonstrieren! in den StraBen
Antwerpens und singen STAKEN IST EEH ARBEIDERS RECH.T
- STREIKEN IST EIN ARBEITERRFJ:HT .Sle verlangen di e
Zahlung von Strelkgeldern •

• • • ~hr/KI'I(feh h/J.s> /il cAe7l-er::se


27. April
1.500 Docker greifen die Polizei aß,dle ihnen den
Zugang zum Hafen versagt.Am 1 . Mai,während d·e r . Demo
der Sozialdemokraten formieren . 2000 Streikende ei -
nen Block am Ende des Zuges und schreien"Räuber"
und "Banditen" " _ sehr zum Entsetzen der sozial i sti-
schen Politiker , die auf der Tribüne thronten .Uhd

"
diese" groBen Soziali s ten" verdanken es nur der Po-
lizei, die sie mit dem Gewehr bei FuB aoschirmte~,
daB sie nicht runtergezogen wurden, i ri den Escaut

Eih~..fq?;lf .
geworfen wurden .

,~e~meR,.uh::/meh" ..I'lffl,
die wollen uns· ausrotten,weil sie wissen d B
gie Bevölkerung unterstützt.Wir müssen ~Saml~~en
ocke.rn in Amsterdam und in Rotterdam in Verbindun
s,etzen ,denn si e haben Angst ,daB sich die Solidari_ g
tä t au,.swei t et. .
17.Mai
Die Stadt sleicht immer ' mehr einer Stadt in Krlegs-
zustand unter Besatzung.Heute tauchen die Militärs
auf.Sie werden zur Entladung der ' Schiffe eingesetzt.
Die Solidarität aus allen Ländern und Fabriken
nimmt i~er mehr zu.D~e Bergarbeiter von Winters-
lag bei Limburg legen heute für 24 stunden die Ar-
beit · nieder. .

De~eI7Ktfh1/J/eh m;,J
In Leuwen wird ein Gewerkschaftler eines Zeitar-
beit.sbetriebes , der studenten anheuern wo l lte,um den
'S treik eiQzudämm.en . von di esen :angegri ffen und muB
~m Nachmittag .demqnstrieren - aufgerUfen .vom Streik_ vor ihrer Wut fliehen . Der sozialdemokratische BUr-
olll!!li tee - 50. Frauen und Kinder der Docker VOr germ ei ster v.erbietet alle Demonstrationen im gesam -
dem Gewerkschaftshaus und verlangen ihre ' Beiträge ten Stadtgebiet von Antwerpen.
zurUck . Da niemand auf ihr Klingeln antwortet
schlägt .e ine frau mit ihrem Regenschinn gegen' den 20.Mai
Fensterladen . Die Polizei greift sofort an _ dIe Die ~ewerksohaftsfüh ·t'er drohen,sie würden alle aus
Fl'au wird auf den Boden geworfen, was zu einem e der Gew'erkschaft ~usschließen,die sich-sei es mora-
E i ~greifen der Docker führt . Es folgt eine regel_
lisch oder finanziell - mit den Dockern solidarisch er-
rechte Schlacht, ip deren VerlaUf mehre Streikende klären. .
und andere verhaftet werden und mindestens 2 Dok-
ker und 2 Frauen SChwerverletzt in H i 24;Mai
geliefert .we :x:c1 en mu,ßten . s osp tal ein_ Aufgrund des oemonstrationsverbot.es gehen die Frau-
Die Prauen machen einen Protestmarsch zum. Bürger- en de:r Docker auf die StraBe .
meis~· er. Die .Polizei kann ihn nicht aufhalten.
2.5 . Mai
i4. Mai Eine Delegation p:'e ht nach Rotterdam,wo sich 2.50 Dok-
Der Kampf . der do c ker nimmt· eine dramatische Wen.- ker ~ersammeln.Es erscneint ein Flugblatt im Hafen
Docker ' und in den ver~chledenen Stadtvierteln.Es zeigt ein
dung, . Foto der Docker ,wie sie der polizei gegenüberstehen,
dung.25oo Docker machen e10ne Demo in Antwerpen und .darUnter erhebt sich eine ungeheure Anzahl von Fäu-
Zug wird angefUhrt von schwarz en Tüchern und der sten ,aUf jeder Paust 1 st ein europäi scher Hafen ein:-; .
Frau eines Dockers , die im Rollstuhl sitzt,weil sie . tätowiertt Hamburg,Rotterda.m ,Amsterdam ,G ent ,Anv ers , Dun-
1n der vorrausgehenden Demo am Donnerstag verwundet ki rchen .Si e sl?pell1 eren an. di e · internationale . Sol1!ia-
wurde.S~e wird von anneren Frauen und · Kindern der rl.tät i.m Kampf gegen die ~afend.1rektion • .
Docker umgeben .

---===-
.
. Mi-lilJlleII tlh~~ße ~/
;

jI~7!Jb~JW'Yb,a-"d!hI,b#bt
Die Dock~r -sagen":" Im "Gegente1l,die haben uns 81- !Nach den ersten Schlägereien platzt den Dookern· der
, les Geld,was wir Umen für Jahre gezahlt habentge~ Kragen.Sie werden angegrlffen·,verfolgt,und auf ein-
stohlen . Und dle wissen ganz genau,daB viel e von mal wird geschossen i EIner der Polizisten in Z.l v il
uns Kredite aUfgenommen haben , und so wollen sie sohleBt , zunäohst in die Luft , dann .Uber- sein Auto-
den Streik beenden,lndem sie und einfach aushun- dach weg .W ie durch e1"n Wunder wird niemand getrof-
gern.Deshalb fordern die' Streikenden weiter Strelk_ fen.
geld , denn für sie bedeutet das,das Geld der Arbei- Die Docker ·e xplod i eren jetzt:das Auto . wird kom-
ter zu fOrdern,das nicht " Zur Bereicherung der"Ge- plett demoliert.Die Bullen legen sich flach auf den
werkschaftsbonzen,13odaS die sich ne Peier machen , Boden ihres Wagens .Er st ein neuer Einsatz mit· Was-
serwer fern auf d i e Köpfe befreit s1e aus d ie ser La-

~s~~~
ge . Die Polizei hat nun ihre Pistolen gezogen,in
der anderen Hand haben sie die Schlagstöcke .Eine r
~on ihnen schieBt .GlÜcklicherweise · in die Luft.
Zeugen sagen,daB der Polizist neben ihm ihm. im
letzten MomElnt den .Arm · hochg~rtssen hat.
Von der G ewerkschsft verraten,haben d l e .Arbeiter Nun i st die Demon s tration nicht mehr. a ufzuhal ten.
ein Streikkommlttee gewählt,das slch aus den ak- Sle bewegt sich in Richtung der Kemplschen Docks,
t ! vsten Arbe! tern
zusamm~nsetzt .Alle Entscheidun_ wo slch d i e Verwaltung beflndet,das Arbeitsbüro,
gen werden 1n einer Vollversammlung durch die Wahl und wo alle -Versammlllngen stattfinden.Dort findet
mit erhobener Hand getroffen .Täglich wird tiber die nun eine L.e "bensmlttelausgabe an dl·e Prauen der Dok-
Fortführung des Kampfes entschieden . Dabei neh11en ker statt.,die von . einer kleinen Gruppe Klei nhänd-
auch die Frauen und Kinder teil. l er ," die Hand" , organisiert:- worden ist .
. In diesem J'l!oment 1st alles 'ruhig.Nun passiert et-
was ,wovon die Presse dann nicht sprechen wl 11.Die
J)e Jt,H~ Ktthfhlel! ••• PolizeI macht hinterhältig eip.e Verhaftungsakt i on
bei den Kollegen , dle isol iert in der Stadt geblie-
D~r sozialdemokratische BUrgermeister unternimmt ben sind .Ei ner von ihneo ruft die Docker und ihre
Schritte,den Streik abzuwürgen: . Famil~en,die mit der Nahrungsmittelvergabe beschäf-
tigt waren . Etwa 50 Do cker lauf'en zu dem Ort,wo die
- Er unterSagt die Ansammlung von mehr a.ls 5 Per- Verhaftungen gemacht wurden .Aus drei straßen kommen
sonen im Hafengeb1 et die PolizeieinSatzwagen wieder an,sie p;reifen an ,
- Er verbietet den Zugang zum ·Hareh - zu dem nur die dte Leute fliehen.Ein Einsatzw.a gen fährt einen Ka-
Mlli tä rs,die anstelle der Docker eingesetz.t wurden meramapn um , dann entdecken sie einen. Kollegen vom
und die · Streikbreche r freien Zugang haben. . Streikkom.mittee .Er wird. getroffen und fällt auf den
Und seit diesem Zeitpunkt ist der ganze Hafen. in Boden.Man hebt ihn auf und bringt ihn ins Kranken-
den Händen der Polizei. haus,mlt einer Gehirn erschUtterung .
Mi ttwoCh,18 .April .
30~o Arbeiter/Docker : demonstrieren! in den straßen
An werpens und singen STAKEN IST REN ARBEIDERS RECHT
- STBEIKFN IST EIN ARBEITERRECHT . Sl e verlangen die
Zahlung von Strelkgeldern •

•• • Vl/rTJ'1'I~b~.s-/# cAe#e!Se
27 . April
1500 Docker greifen die Pol-izei &n,dle ihnen den

,.
Zugang zum· Hafen versagt .Am 1 . Mai , Wlihrend . der Demo
der Sozialdemokraten formieren 2000 Streikende ei -
nen Block am. Ende des Zuges und schreien"Räuber"
und " Banditenn · - sehr zum Entsetzen der sozialisti-
schen Politiker,die auf der TribUne thronten.Und
diese" groSen Soziali sten" verdanken es nur der Po-
lizei , die sie mit dem Gewehr bei FuB abschirmte!,
~aB sie nicht runtergezogen wurden ,in ~en Escaut

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geworfen wurden .

,Z;e~mebu~~r"l~
dIe woll~ un ausrotten ,.weil sie wissen daß
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giekBev~lkeru·ng unt~rstützt . Wir müssen ~s ml~:en
oe . ern i n Am sterdam. und in Rotterdam in Verbindun
s,e1!zen.denn sie haben Angst,daß sich die Sol1dari _ g
tät aQsweitet. . .
17.Mal
DLe stadt 61 eicht immer mehr elner Stadt in Krlegs-
zustand unte_r Besatzung.Heute tauohen die Mil1tärs
auf . Si e werd .~n zur Entladung der · Schiffe eingesetzt.
Die Solida:r1 tät aua allen Ländern und Fabr1ken
·nimmt lJlllIler Inehr zu . D~e . Bergarbelter von Winters_
lag bei Llmburg legen heute für 24 Stunden dIe Ar-
beit nieder . .
Zleffl'1vehHmpkh m# . I n Leuwen \.< llrd ein Gewerkschaftler eines Zei tar -
beltsbetriebt~S , der Studenten anheuern wollte,UID den
~m Nachmittag . demo~strieren - aufgerufen .vom Streik- ·S treik einzudämmen,von · diesen .lUlg~gr1ffen und muB
olD!D ite e - 5<> Frauen und Kinder der Docker vor vor ihrer Wut; fliehen.Der sozialdemokratisohe Bür-
dem Gewerks chaftshau8 und verlangen 1hre ·Beiträ . gerinelster · v.9'rbietet alle Demonstrationen 1m gesam-
ZU~k . Da niemand auf ihr Klingeln. antwortet ge ten Stadtgebl et von Antwerpen .
sc gt eine Frau mi t ·ihrem Regellschinil gegen ' den 20 . Mai
Fensterladen. Die Polizei greift sofort an _ iU e Dle ~ew.erkschaftsführer drohen,sie wUrden alle aua
Fl'au wird auf den Boden geworfen was zu einem e der Getl'erkschaf"t ausschließen,die sich-sei es mora-
Ri l'!greifen der Docker führt. Es fo lgt eine regel_ lisc h oder f.1nanziell - mit den Dockern so l1daris c h er-
rechte Schlacht, in deren Verlauf mehre Stre1kende klären . .
und andere verhaftet werden und mindestens 2 Dok-
ker UIld 2 Frauen schwerverletzt ins Ho it 1 24;Mai
geliefert ·wez:den mu,Bten. sp a ein_ Aufgrund des De'lIIonstrat10nsverbotes gehen die Frau-
Die Frauen machen einen Protestmarsch zum Bürger- en· der Docker auf dle Straße .
me.1s~· er~ Dle Pol1zei kann Ihn nIcht aufhalten:
2"5 · Mai
14. Mai EIne Delegation p;eht nach Botterdam.,wo sIch 250 Dok-
Der Kampf . der docker nimmt e1ne dramatische Wen.- ker versammeln . Es eI'scf"1eint ein Flugblatt im Hafen
Docker und 1n den verschied ,e nen Stadtviertel n.Es zei gt ein
dung, . Foto der Docker , wie sIe der Po11zei gegenüberstehen ,
dung . 25oo Docker machen eine Demo in Antwerpen Ilnd
Zug wird angeführt von schwarzen Tüchern und der .darunter erhebt sich t.1ine ungeheure Anzahl von Fäu-
.... ---- _. __ _ n ................. '" ..-11., hn "Rnllstuhl sitzt ,weil sie sten,auf Jeder Faust i s t ein europä ischer Hafen ein-
. ... ... ... ~ •.• ~ ...... +-0 U "' ... "hn ...... _ Rnt. t.f'! rdam ,Amaterdam. , G ent ,Anvers ,DÜl'l-
Sie bes chließ en fUr den 10. eill Pest,
rin (li esem Tag werden in - ganz Belgien 100000DM ge- gemeinsam mit den Einwohnern von Marche.Sie schicken
sammelt. . als Sol1qaritätsgruF.l einen Pfl~ sterste in an di·e Docker;
Die Bergarbeiter aus Llmbu rg fUhren 2 Tage lang In Limburg gibt ee einen Protestmarsch gegen' die
einen So11dar~tätsstrelk durch,dle Schlff sreparateu_ drohende Schli eßung der Minen . l .hr Kamof wird durch
re lassen eln~ Bittschrift zl rkull eren ; dl e. gegen dIe 4 e Docker unterst,Utzt .Sie sOhi!Jken 20 Dooke.r-bin.
i
Haltung der G~werk 9chaft protestlert,dLe ihr e Mit_
glieder,die slon mi t den Dockern sol i da r isch erkl ö _ Man schlägt .vor,d ie belgis ehen Schiffe ,zu' boykottie_
ren~ .rauswerl'en wl11~ r~n.Die Do cker von Rotterd~ beschlieBen gleichfalls,
tUr den kommenden Dienstag eine 'Demonstration vor dem
Ja . Mal belgi schen Konsulat zu organisieren.
An diesem Abend flndl'!t ein erneu t es Sol1darltätst _ An diesem Morgen wird au ch die Gefangennahme von
~reffen InBl"Üssel statt . Di e Gewerksch~ften geben den Lu c V.e rvat e bestätigt , einem Militanten der .Org~isa_
BaslBd~leglerten die O~er,dle gesammelten Geld er tlon AMADA . der eine Woche zuvor verhaftet worden war.
nl cht . an die Dock er w.lterzugeben . Der Richt-er sagt:"Vervate ist · zu gefährlich,al s daS
man ihn 1n sol c h gefährl i Chen Augenb11cken ,f rei her-
umlaufen lassen könnte ."Die Docker lassen eine B1tt _
s c~.r i ft herumgehen,die Frei hel-t fü·r Vervate verlangt.
A,m Montag,dem 4 . 6. findet dann eine Ab s timmung
Ube.x den Stretk statt.Sie wird von der KP organi-
s iert,dte ständi g .versu c ht ,die Stimmung abzu wie_
geln . P rant s . Wuytec k darf ntcht reden ·ter mu S s i ch
in die Versammlung eins c hleichen; seine Rede wird
dauernd von· KP--ßufen gestört .So sind aal Ende nur
no c h 5 2~ für . d en Stre ik, 46% dageg en.
So wird. der Streik e r st e1n;n8l beendet , ab er der
Ka mpf geh t we1ter,kein Arbeiter geht mehr in die
Gewerkschaft.Ein Mitglied des Genter Streikkomm it_
tee s :

l.Juni
Die Arbeiter von Cls.verbel-Gl11;y 1n Charleroi dro-
hen mit Arbei tsniederlegung in den nächsten 'X 'a gen.
falls die Gewerkschaften ihre Haltung nlcht ä n dern .
In Briissel wird ein Pest m1 t b 50 J UR:'endlJ e hen vom
Sol ldarität skommit teeveranstaltet . auf d'enf d i e Docker
von, ihrem Streik berichten.
DER KAMPP HAT BEnONNEN 'ARBEITEEMACg T '
scaOLEB ,BESEl'ZT ElJ~ SCHULm I
,ARBEITEEI.;,BESETZT ElJRE FABRIKEll! _ \:.
DEB · ~IEJ; G~IOBT UNS' . .. Am Mit twoch wlrd 1m Antwerpener Hafen ein Flug_,
blatt ve rteilt , auf dem steht: .
2.Juni DI E OO CKER, SErZEN I HR EN STREIK FORT WÄHREND DER AR
. 500 Do ok er ver sammeln s i ch bei ' den Kempi sehen Docks. BEITSZEIT! ARBEITE SICHER,ARBEITE LANGSAM!
Einer berichtet,daS die Genter Dock er die Arbeit wle_ MACHT GRIJPPEll ,UM AKTIONEN DURCHZUFÜHREN!
deraufnehmen.Aber der Kampf soll weitergehen ,wenn auc h WIR WEROEll GEWINNFlI ,loWOCHEN STREiK HABEN UNSERE
auf anderß Art und 'Weise .Niemand soll wieder in die MACHT VElqSTÄRKTI
Gewerkschaften gehen.40 Prauen demonstrieren vo r der statt 'loo t werden i n einer Schi ch t nur 15t· ent -
Gewerkschaft.Sie werden von der Polizei entfernt . Sie laden d i e.· Arbeit einer Schi cht muS 1n drei Sch ich-
verlangen · Nahrung für i hre ·Kinder. ten p:~tan werden .Die Dock.e r sagen: "N ach 1 0 ' Wochen
In einigen Niederlassungen der pirma Bekaert wird Strei k oh.n e riohtiges Essen s ind wir so schwach .da B
die Arbeit. wled.eraufgenommen .In . den Niederla~sungen, wir natü rl i ch einen Sack nicht allei~e tragen kön_
wo Arbeiter mi t Entlassung, bedroht werden , geht der nen , deshal.b mUssen wir ein.e n S.a ck zu viert anfas- ·
Streil{ weiter. ' sen,"
Geg't m ein Mil1täroamp streikend e Baue:m erklä ren Di e Kapi t .sl i sten hoben nun 100 fr e ·angeboten,aber
_ sich mit den D.oqkern solidarisch . Sie schi oken Lebens_ z' eitl1ch bet~ riatet,deshalb nehmen die Arbeiter das
mittel und Geld. nicht an .
Das Streik-- und das Frauenkomml ttee bestehen wel -
ter , bis al le .Forderungen erfüllt si nd,und s ie ·s or-
gen dafilr" daB Jeder .Arbeitstag "Zu 'einem. Kampf tag
wird .

ANARCHü- nm/EGUNG HBlfTE


!la c g der verloeenen Hahl s e tzte
ein Pr ozeß des Aus e ina nderfal-
l e ne der FA- S pitze (V olk s fr ont )
ein : die KP zieht sich zurück
und d e r FA- S pitze ( Libera l e
und ' Batt l ieten ) wi rd di e J ugend
zu radikal: mi t dem Gedanke n
d e r FA Führung Urug uay na ch r~ ttle
lat die Juge n.d.- ni c ht mehr e inver-
standen . Unt e r di esc r Vora u ssetz -
ung erlebte die libe r täre a nar-
chis tische Bew e g ung in Uruguay
eine ·Wiedergeburt . Drei Orga -
ni s ati onen wurden g e g ründet: die
FER ( Förderati on revo l uti onärer IEL PEBER PE Tapa REVOLJUCIO
' S tud enten ) und di e RO\~ ( Ar be i ter
NARIO ES HACIER LA REVQLl'CION
und Studente Wi derstand) , die j e -
weils e ine ' ochenz e i t ~ h erau s -
ge ben ,. . ~/io",art.l" Arbe ift,.) ' Di e For hat e r k l t>.r t, das sie die
Di e FOR a · d Bofort n a ch ihre r Poli t i k d:er 'lu pp. Har o s unter~tützt ,
Grtindung r oße Vertr etung zu d en a a ss e Ibe gi l t fUr d ie P~R und die
Arbe itern , da s i e e ~ ne re vo lu- Letzte "i ~e l dung:
UOB. Es best e ht e in de utlicher Ge -
ti o näre Alternative zur offenen . g 6 n sa tz ;' ur KP und CNT t die ~upa- Die " liie :: orn: ,une d es SUdens1! ,
Ve rratepol it ik d er K~ u nd i h r er Ge- mar os nicht nur n i cht unt e rotU1; zen , e i n e seit· etwa 30 Jahren be -
werkschaft bot . He ut e st e h e n' e t ..... a Bon d e rn a uch e rklär t haben , ai e tli e l ten s tehe nd e ane.rc r~ istisch e Sie d-
l /:r der Arbe1 ter auf de r rJ ei te e s im Augenbli c k f ü r "tak tisch f a la c,hY; l ung , dr oh t zur.;rund.e zug: he n .
de r P OR , vor al l e n d i e ;',r be i te r sic b fUr d i e polltjs che n Gefa n genen S ie \1ird f inar!z i e l l v e r m och t et ;
der Sc h l achthöfe , de r J~ autGc!~uk ­ e i n zu setz t e n, da di es d en Ka mpf um s o ve r n i chte t di e t'o :L ize i d i e
·ind us trie ( FUnGi;. eine rier \'I1 ch - r e gali t ä t El r sch\1 · r e n 'lil r de . I n !l r~ iC :': e re ::" , Hau r; t E
d ::n p,hme Q.u e ! 1 e
ti g sten exp ori: i ndu , -, trien) , die l' r ueua~! C;i b t e s ca . 500 0 po lj t i s chp. d er ,.OIi'J'1une .
Haf e narbe i ter (w e sentl i che r lle - Ge f ange ne , (1 ie g rau s a m gero l te rt
r ei c h von ex port , I npo rt und Au s f Uhr l ic h cr ·.e ri cht über die
we r de n. ',H e l etz t en Info r r.let i on e n 11 l: OIllllune de s Süde n s " i n d er
Küstenfischere i ) un d tUe a n ge - lauten , Yi1H , :i:'i,;R und TIQJ; \lollti.!n s i c!'
st e llten vom Gesundh Hits di en st . n r·~chs ten 883 .
zu e in e r (; rgan i sat i on z u s a mmenschli e ße 1n .
MoICHT kAPUn. WAS EUCH WUTT MoICHT
GROSSn: <Z DER ~"SCHHEITSGESCHICHTE: OIE kAPITAlISTISCHE PROOUkTlOll

2 Monat. Praxis liegen nun binte~ .Uns


und T1e188 let andere gelaufen als wir
es uns anfangs vorgestellt hatten. So
haben wir z.E. keine Ärzte gefunden t

der.en.. Adr.a888n .wir. an Oen088en hKtten


ruhigen Gewissene weiterleiten können acbr&.nk au • •
und Jobs KU "".rll.ltt.ln iet Torerat "'öl- Von den 165a64 .- an Spenden 8ind ina-
11g in die Boae gegangen. g.samt 60.- an die Genosaen t.
Dafür muSten wir UDe ua einen Haufen Raaburger Knaat (BauaräWlWl8 Eokh ofl!ltr . )
teut. küamern, d1e 'Yon zu Hau •• abge- und 40.- an Genoasen 1. Knaet !remen
W"lr haben une a1t ihnen überwiesen worden. Die restliohen 70.-
he.chAfttgt, Schlafgeleg.nhelten be _ für ~teteh.nde

sorgt und .,.ersucht, .J e nach der pers ön_


lichen Lage, ele zu legalisieren, vae
aber bei so jungen T~en Yerflucht
.chvi~r1g iet.
Leider wurde unsere Arbeit bei
80 aiSTarat&nden, daS aie aich nun in
die.ar Richtung ua nichte .ehr ~u kümO'
••rn brauchten, viihrend andere ständig
unaere Exiatenzbareebtigung anzveifel_ de. ..ischen
ten, ~vir nicht genug tun würden. Ullae~8ohlich.n L.~en.~ediagungen i.n a.llen REUlidgruppen
lua .i.der gaechlossenen S-ß BUro iet kapitalistischen GeaellaohattssJste. aufdecken.
su 8&8en, daS wir anfange tecb.nlech linea Wir ihre politische Ar~elt siebt die
und personell nicht in der lage waren
ALL. GIJABGlftlW SIRD
e. offensuhalten und spä.ter aua der k~DDe. &ur trennenden Uaterao•• idung unter den Getaneenen
Praxis heraue e8 sowieso ale überflÜ8"
wad dienen daher den .erreohenden.
,1g angeseban haben . Wer .,on sogenannt •• "Politischen G.:tangeuen" spricht, .acht den
EiDe genauere inhaltliche Diskussion
O.terachied swieohen ~ewulte. und un~ewult ••
über UD&8r8 Arbeit ( wir yerate~en une
.eili.enschein CegenU~er den .errschenden. Is geht Dicht darua,
Dioht nur al0 gute Samariter) bat .errschenden VOD der Mensohlichkeit ~e8t~ter
nicht stattgefUnden. ~ir verden
Zeucen, sondera nur 4artta, d. . Gefangenen v.ie OnaeD8oh11cbkeit
DIE lEHRliNC.~l"-1JlUPPE DES BESETZ TEN HRUSES L):fDT zu E.i NER.
filMVERANSTALTUNG EiN.
ES WERDE.N 2. FILME GiEZEIG.T:
4.FilM : J:lUSBfLDUNGt S TJ:! TT I'IUSBEli TU N c;,

PIFJE!? F'ltl1 "E.JeIt/?"rPQr s/cN S",,,,,zÜLI "t'r 6,1 rlf'FÜ'E;TJiTlhVT/;'~ ViE ~;rH ,II/;,yT"'Vif'
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nommen wurden, aus unseren Zeitunge n { bils auf die


üblichen 08/ 15 KPD-Sprtiche), muß j ede r Arbe iter denken,
Bp.richt des Anarchistischen Arb eiterbundea (AAB)-;Berli n daß dieser Ini ti ati vausschuß für einen Kampfau8schuß '
Das verrä~erische Verhalten· der kQromuniatiachen Par- zu uns gehört. D.i es ee Vorgehen beweist , daß sie n\on\..
te1en ZWl.ng"(. une schon heute dazu, uns ganz und gar an den Aufbeu ibre r Machtposition denken. Daß 8i ~ ch t
von solchen Kaderorganiastionen zu distanziere n . Wir, im Geringsten in di e Situation eines Arbeiters ver-
die Antiautoritären und Anarchiaten, können es une setzten könne n, beweist schon der AUI"ruf zu einem
nicht leisten, hinter den sich als Kopf d.er Arbei ter- öffentlichen Kampfausscuß , welcher Arb ei ter, der e1. '-
Klasse verstehenden Kommunisten herzurennen. Eine Zu- l"amilie hat und eim! Wohnung beza hlen muß ab er kann
sammenarbeit ist nach unse ren · ~rfahrungen auezuschliee - e e sich leisten auf solch eine Weise seine Arbeit ZIl
sen . Alle Macht dem Volk und damit 'der ,Partei ist für verlieren?
uns nicht tragbar. Unser kampferiechel' Einl:lstz wird Nichtdestotrotz sind einige von uns zu diesem Treffen
nur von eolchen Scheißern ausgenutzt, wie schon in der erl3chie nen . Und wie geahnt, war natürlich ein SEW-
Revolut ion von Spanien und Rußland z . B. Sie kö~~en ee Spi tzel dabei . Das Verhalten der KPD-Leutchen . . .ar
nicht ertragen, wenn ihr Name nicht · an erster Stelle gt'!radezu lacherl:i.ch, Anstr.tt d",r;:: Sr-:itzel gleich eins '
steht. vor die Nuss zu hauun, i ·ingen sie groß an zu disku -
Als Beispiel fUr dieses Verhalten zeugen zwei Ereignis- tieren, wobe i nur d ~e KPD redete unQ der Spi tzel gar
e e , di e une zeigen,wie wir durch die spalterische Linke nicht dazu kam, dan , Mund aufzumachen . Aut· die Frage,
in unserer Arbe~t behindert werden. ob er für die Einheit der Arbeit erklasse sei, konnte
In der ei c h "soz~alistis cher Betrieb' schimpfende n er nach einer langen Pause nur ein mickriges "Ja " her-
Re ~chebahn gibt es seit zwei JBhren die ~chwarzen vorbringen . Hinterhältig war die Taktik dlese~ Leutet,
Ze llen. Wir habe n, na cbdem w.i r beim letzten Lohnkampf während der genzen Zei t .haben sie geleugnet zur KPD
nur einen Teilerfolg erzielen konnten, wieder mit zu gehören . Bei gr ~ ndsätzlichen Diskussionspunkten
einem Lohnkampf begonnen . Es werden 150- -,Dm netto wich en sie aus. Auf die Frage , w~s denn passie r t , wenn
mehr für alle g efordert , und zwar rUckwirkend ab man allee bekämpft hat, wenn 'e keine SEW und kein~n
Januar. Die SEW möchte di e Sache nU1 v.'ieder so hin- SFD-Senat gibt : "Ja dunn", so kam ai e Antwort, {'könnte
drehen, dass die Lohnforaerungen zwar durcbgesetzt doch das Kampfkomi tee .•. ". Auf deutsch: die Arb ei ter
werden , aber erat ab Juni und nicht auf den Nett ol ohn, sollen also dafür k"-mpfen, daß die SEVI von der KPD ab -
sonde rn bra.tto und Buch das nur fUr einige Lohng ru_p pen. gelöst wird. Uber die sen Witz kann wohl j eder lachen .
Das bedeutet , daSe der Reichsbahnarbeiter nur ~O hi n der sich nicht mehr verscheißern laasen will. Als
90 Mark mebr bekommen wird. Außerdp.m wu rde er um s e chs letzter der Reichsbahnarbei t er, der -.das Glück hat
Monate betrogen. Das allein sind schon 950--,DM, d j ~ 1n einem von ,der Fartei dirigirten Betrieb zu arbeiten.
man pro Arbeiter ei ngAspart hat. Ei. ne typische Ve l o
-
Wir · wollten nicht nur ddrtiber lachen, Bondern den
zögerungataktik der SEW. Mit ihrer j etztigen Lobner'- Studentenschwätzern zeigen, wie der Has e läuft , daß
höhung wollen sie ihren Edelmut und ihr Verstandnü l wir keine Parteien brauchen , die une verraten . Zum
IUr die arbei 1;ende Bevölkerung kundtun. Der Al"bei tn f' nächsten Treffen eine Woche s pä ter ruckten wir wieder ,
ist wieder einma l befriedigt. Aber .nicbt nur die SJ!:III' an . bieamal nicht allein. Eilüge Kollegen und ~' reunde
verarscbt die· Leute, sond e rn auch die Kpd , nachdem gese~lten eich zu uns . Dem Obermucker de r KPD, sagten
das Drachenkollektiv nun intensiv durch Betriebs- wir, er solle die Schnauze halten. Wir wUßten wohAr
zei tung, l'lugblatter, i{leb e - , Sprüh-und' Malakti one 11 sie kommen und daß sie bei der Bahn nichts zu suchen
erfolgreich versucht, die Arbeiter tiber diesen Beue hiss hät ten. Als sie nic~t gehen wollten zoge~ wir die
aufzu.klären, bringt die KPD nun pl ötzlich e~n llug:lolatt Konsequenz mit unseren r'äusten .
heraus , daß sich nur im Stil und durch die Auffor-
derung, einen Kampfausschuß zu gründ en, von den UllI:! rigen
unterscheidet. Da die Parolen wörtlich von uns übeJr-
SONDERA USGABE Nr.1
'ir f.~"r.n ein WQ.Y U \M el ~ t. "F Y' e.i t..e. J. ;: :
UNABHÄNGIGES "~me. S~"'e.;l~e. ~~".l ...
JUGEND - - .'" ~;,p;el _ .
ZENTRUM der aufpasserfetischismus ist wirk.
für lieh lächerlich. im freizeitheim
ricklingen gibt es zum beispiel ei=
HANNOVER nen offenen jugendraum, aber der ist
AU8Deutun, - für Selaetorganisation nicht offen, sondern zu, einfach,
l-______________________~____________-J 'weil die stadt dafür keinen aufpas-
ser ( zjugendleiter) gefunden hat.
die besetzung und die demonstration wod reinlassen kann man die jugend-
nach dem bulleniiberfall haben deut~ lichen natürlich auch nicht - es
lieh genug gezeigt, daß das unab- könnte ja was kaputtge~acht werden •.•
hängige jugendzentrum ein echtes be- . aber nur, wenn die leute nicht das
dürfnis der jugendlichen war und ist. gefÜhl haben, daß der rau~ und die
die reaktion der stadtbürokratie und einrichtung ihnen gehören, daß der
die "verhandlungsangebote" neuffers jugendraum oder das jugendzentrum
haben ebenso klar gezeigt, daß man i h r e sache ist. in der arndtstr.
nicht bereit ist, unsere forder~g ist nichts kaputtgemacht worden (aus.
zu erfüllen. worüber soll denn uber- ser von den bullen nachher).
haupt verhandelt werden? was in dem die folge solch einer idiotischen
h~us geschieht, ist allein die sache
verhaltensweise der stadt ist dann
der jugendlichen und geht den neu- eben, daß keine jugendlichen mehr in
ffer oder sonstwen schließlich gar die freizeitheime kommen (in linden
nichts an. alles, was wir wollen, wod vahrenwald ist dia lage auch
ist ein haus!(haben wir auch scbon nicht viel besser). aber das macht ja
118.1 gesagt) nichts, hannovers freizeitheim sind
die blöde ausrede, die stadt hätte ja "vorbildlich" im ganzen bundesge-
keine häuser mehr, zieht ja nun doch biet, und das schlägt natürlich alle
nicht mehr. besonders nicht, wenn anderen argumente nieder. und dann
man liest, was ein paar tage nach kann natürlich auch der gloger in der
der räumung in der haz stand:"die zei tung und im rundfunk und werweiß
stadt fertigt zur zeit eine liste wo noch überall behaupten, in hanno-
von allen in ihrem besitz befindli- vers jugend"pflege" wäre alles in ord.
chen leerstehenden gäbäwian ..an."
dürfen wir die liste mal sehen, herr nung und gut und schön und rosarot.
neuffer? aber auch ohne das hätten
wir ein paar nette vorschläge: z.b. w; .. ~ovJt.v",;
die alte musikhochschule. oder das
ehemalige vincenzstift. oder •••
alsD häuser gibt es, und die, die . ~EL~STV~R~ALTU~G-
nicht der stadt gehören, kann man Ja
kaufen (da steht z.b. ein gebäude in J~ ~RE\~E IT~E I ME"
der arndtstr. leer ••• ). das ist
schließlich immer noch billiger als
ahA.\' c,~
ein ganzes neues freizeitheim bauen,
und davon fehlen in hannover ja n~ch
zwanzig, wie uns landeshauptstadtJu a
gendamtsleiter gloger im novem~er an·
vertraute. so gierig sind wir Ja gar
nicht. wir wollen ja erstmal nur ein tsENUTlER
, J;e,

einziges - aber ohne aufpasser, ver-


d8Jlllltnochmal!

* ..........
WIR HABEN KEIN HAUS
WIR BRAUCHEN EIN HAUS
WIR NEHMEN UNS DAS HAUS
s. Stock

.3.Sfock
Work- Shot:'

1. Stock
K"IIrJ~ri.~•



RLIN
tJTZOW STR. 3
1m Works c nop s olle n Arbeits tc r ä te zur
Vom Bezij!'rksamt wurde geau ßert, dal'.,.... VerfUgun[ ~ es~ellt wer den: Dr uck-,
auc h o hn e Besetz ung üb er das Gebäude ~ i ebdrucl{ t Yoto- une f il mla0o i, SC Ilneiae
verhandelt werden kön ne n. Wir meine n tisc he, V i~diorecor c er. Die einzelnen
aber; daß a u f Grund anderer Erfahrun- ~ er~te bra uc hen nic h t menr individuell
gen die Senatsbürokratie sicn außer- e C I eEC ,. ~ fft weroe n . Sie s t e nen allen
ordentlic h Zeit läßt, wenn ein Projekt zll r VerfU pung.
n ,'r eurch VerhB " dl un[ en verwirklic ht
werde n s oll. ~r<t ei ne besetzu ng mac ht
erne ut und nachd rücklich die Offent-
licle "e1 t e" f {ie La!':e der Ju r e"dlic ne n
8 !! fm erl..(sEm , une weckterst des lnteresse
der BUrokr.tie a n besch leu niß te n Ver-
hEnd i up , en. Außerdem werden durC h eine
ßeE e tz Utl€ C'"E :LnteresEe der be teili : te n
';ug "e nc lic he ', en pol itisc Len t ro z essen
f eweckt. Die Ju gendlic hen lernen sicn
als hBni l unps fä hi ge ;,ubjekte zu begrei- D~s ~A~S ~st 0i n ~lt~res l ee~ ­
fen U f 'O sic h ~ zu orgenisier~n, do.ß ~tphe~~e8 ~ 8 bri~feb~ ~ ~ e , da F
sie i ore Interes. en sel bst vertreten i ~ Ye~ 72 ah"~ ~ i~sen '~'e r~~ ~ soll .
',önnen . Von de her bestimmt sicl. unsere T)"s r.r'1!ldst' ick ist vcr.J ." en a t re-
~ erhp ~d l "ni sführun g: ~euft, ~e dart s~~te~ e~~e ~tA1t­
Wir lessen uns nic nt von ir gen o jeman ae n e~t0~ahn l~~~f' : ~~en ~~ ll. ··it d ~M
vertrete n , s once rn wir nehmell unsere ?g~ ist j 3doc ~ ~~s t ~n ~ - 9 Jah-
",ele n, e selb:=t in die "and. Das Juge nd- rer. ::'.1 r~C~l ~e~.
ze ~ trum wir f von uns selbs~ verwaltet. ~act ~2~ P81i! - ~oc~ v ~ r ~ns taltun [
Es wir o ,ieooch aus f orm " l "ju ri s tisc hen der 1P. ~ C 1t
5
\I::.lr~e z'..!r :-:fDllsber:etz -
GrUneen ein ei n, et r aßen er Ve rein [ e- u~ E ~~fg?rufen . D~ ~ u ~Iu r~~~ Fl~~­
" rU co et, de r 6ie Verhan6lunßen mit der bl wtt e r vert~ilt .
stadt Ubernimmt. ~l~ ~ i : ~r~te n
~eno~se~ 8F ~all R
ei .:! t re fen,':'u!"de~ ;--."...')!? ~ Pl.~~ ~ te
an den H 3ucw~ nd en ?ufrr h~n ~t , ~j0
"b~~RCt~:. ~" O:: ' l j"'s ::: B.'.~."'" - 2' ~'lt~t
v'~ !" de~ ~a~l . (~~~~er - und ~~~enrl -
::' o!": tr'p~) ,"
• ~in ~z~ Ge~~c~en j. n2t81ljert ~~ i~
~~lrzer ~p~t -~ a'·i20~i~c~ lic l~ t ~~
H~~s.Dip ~T ~!~~S ~~" 'e~~ ~ ~ e n ~~tan
~~ alle ~t ~r~~ ~teine ~et rB~ 9~ , ~M
!3:! cl: ver ~'.rtl. ,::t.::. !'m~~ ~Jp'r. n:-; ~!!",,_
Im Keller ist r enUgend ~ latz für
l.r:oT!'m? r.dos wcer P ·JJ.~ e n ~ ';' ec:::; t3f'n .
mehrere Autos. ~;it Hilfe vo n l~ fz­
Lehrli n[ en kpnn p;ebastelt und repa-
1~:'.~~ ~ end ~e~ 'P.t;?2e~Z '.l~ ~ "'~ :d,= r.. ~.:;l.r -
riert werde n .
7Er~eist~r V ~~ n~ ~ irk micrr? r+ e n,
Be~~~k~~b~eord!:ete f :: r ~Tu~end
~~~ ein St;? nptr~~r'~o~~n:t~~ tel.
Das Kinderze n trum s teh t allen hindern /':"'2 r-::e i?':,r.tr,:,f""!1 , l"'cr: ~te:l 2i -:: ~_l:r
der Lmgeb un p; o f f en. liier können sie fe~t~t ~11p ~, daG sie A ufcr'1~1 v~n
B" ch bei sc hlec ht ro m Wetter in einem IIS~ch'.lnk en~ +-nis!:" o .":'s I}es·.... r~c\l
gesc~lossenem Ra um spielen. An 2 Ta- ~'J.f ~e!1. A~~?'"'t;?r: ~· 'o ~ ,~e n v~r .:cl: t e ­
gen in der toch ~ ist ein erweitertes ') e~ """ ~:ß+. en . ~·: t :.: ~>:-~i:-' 8:)11 te l~e:.ne
Rollensniei t eplant, an dem 100-200 ~~~~un~ sta ttf jn~en .
Ki ~ d er teil ne hm en kö nnen.
Sc (,ließlic h wur ' e o'"s Gebäude aGnn
~a c t r er äum t . t ie Bullen h&o en ba be:
mel wie oer I F ~ Z sc ~ ön r eknü npelt UD'
Des Ziel ist eine nicht profitorien- ei "'i ce hEDen m~l wieder mit iHren
tierte ;.neipe einzuri c hten, in der uellermännern i n cer Gegend ilerum ge
die :,ommunike tion im Vor der grund f ud. teit.
steht, Man kann ~eitschriften uno Des s ol lte ,· sie beim nä c hsten :",al
Zeitun€en " lesen. Auch ein Hücherstand Ecnön ulei i, en less en, denn llEW
K ~~" PY GE~T WEITER.
ist g"eplant.
NEUES WAS TUN !
also von den knaben von der stadt
haben wir wirklich nicht allzuviel
VOM zu erwarten. wir werden uns wohl
wieder einmal selbst helfen müssen.
aber dann müssen wir uns auch darü-
NEUFFER ber im klaren sein, daß die bullen
jede gelegenheit nutzen werden, ihre
'\schlagkraft" an übungsobjekten aus-
übri ge ns, der neuffer war
vo r kurzem in hambur g . da zu probieren; und ein besetztes und
hat er denn a uc h die "fa= verbarrikadiertes haus ist eins der
brik" besichtigt (viel= geeignetsten übungsobjekte überhßupt.
~lso entweder verbarrikadieren wir
leic h t he b t ihr schon mal
" "'"•••
"", wes davon p'ehört , das uns unheimlich gut oder wir versu-
6 ........• ... ·~'"
chen, in hannover eine politische
ist " so ein laden, den ein paar leute situation zu schaffen, die es der
~ekauft und zu einem kommunikations-
stadt unmöglich macht, noch einmal
~entrum oder wie die das nennen um-
derart brutal einzugreifen.(im
;ebaut haben). und davon war der herbst sind kommunalwahlen). das be=
leuffer nun ganz begeistert und sag- deutet, wir müssen unsere forderung
te so sinngemäß, das wäre ja eine allen bevölkerungsschichten vermit- '
tolle sache und wenn es in hannover teln, mit allen uns zur verfügung
~ bloß ein paar jugendliche gäbe,
stehenden möglichkeiten. die wich-
1ie für so etwas die initiative auf- tigste zielgruppe sind natürlich im-
)rächten. mer noch die jugendlichen, schließ-
301che sprüche können wir eigentlich lich sind sie die einzigen, die uns
lur noch als unverschämtheit auffas= ,bei der verwirklichung unserer for-
3en. aber das sind wir von dem typen

. ~. . .
ja gewohnt. bei der demonstr~tio~
lach der räumung hat er schl~eßl~ch
~uch gesagt, er wüßte nichts von
?8nzerwagen und das sei doch alles
Ibertrieben und so. was also kann man tun ???
ia klopft der kerl in hamburg große
3prüche, und wenn hier in hannover man kann gruppen bilden, die in frei-
1emand was macht und die initiative zeitheimen arbeiten (wird zum teil
lufbringt und sich sogar das haus schon gemacht) •••
loch selbst besorgt, dann ist das man kann im stadtteil gruppen bilden,
,ine "schwerwiegende störung der öf= die sich mit der freizeitsituation
~entlichen sicherheit und ordnung"!
beschäftigen und/oder in der bevölke-
rung agitieren (gibt es auch schon:
in vahrenheide) •••
man kann auch mal zu einer ratsver-
sammlung gehen und dort seine meinung
in wort, schrift und bild verbreiten •••
man kann sich mit freunden zusammen-
setzen und überlegen, was man tun
könnte •••
man kann auch mal wieder zur selbst-
hilfe greifen (selbsthilfe ist eine
tolle sache, sagt gloger) •.•
undsoweiterundsofort - strengt eure
phantaSie doch mal ein bißehen an,
laßt euch was einfallenl
\-(CL~,," M",~ l.J.\ k~pft..~ !
HQ.~,," M","~ "UC. ~~~t.~ Y
"B~olc."h..s ,->~~ol \A~\e.V l~t.~t."" q
stellte die stadt ihnen zwei jahre
später einen alten bunker zur verfü:
gung. aber schon nach 3 monaten soll-
te er wieder geräumt werden. da wurde
es den züricher jugendlichen zu blöd.
sie verbarrikadierten den bunker und
riefen ihn zur autonomen republik aus.
"die autonome republik bunker stützt
sich auf die erkenntnis, daß unser
recht auf freiheit und selbstbestim-
mung in der bürgerlichen gesellschaft
nicht gewährleistet ist. wir können
uns nur dann vor ausbeutung und un_
terdrückung schützen, wenn wir auto-
nom neue formen des zusammenlebens
ürich:
schon seit mehreren jahren kämpfen
I

und der arbeit verwirklichen."(aus
der verfassung der a.r.b.)
nach 5tägiger belagerung und oeräu-
die jugendlichen in zürich um ein au- cherung durch die bullen mußten die
tonomes jugendzentrum. im herbst 1968 jugendlichen wegen drohender rauchver.
besetzten sie ein leerstehendes wa- giftang aufgeben. die a.r.b. aber be-
renhaus in der innenstadt. 2 tage da- steh~weiter. vor ein paar monaten
rauf warfen die bullen sie unter ein= haben die genossen wieder ein haus
satz von wasserwerfern und tränengas beRetzt, sind aber wieder rausgeflo-
wieder hinaus. da die jugendlichen gen. es wird nicht das letzte mal ge-
nicht zum aufgeben bereit waren, wesen sein.

88) ist e u r e ' zeitung!! I


arbeitet mit, schreibt artikel (ihr
kÖaBt euch mit den verteilern in ver=
bindung setzen oder .ittvoch, den 19.
april in die fak5 der tu an der WUD=
storfer straße kommen (4.stock»dSU~r

I~
_eh. Aect.ktk)n:
t
Zu bed.he;;
- -, _ .durch -
341 Oötttn98n, Leonard-Netaon-$tr. 29

_ Heft: 0,50 DM Jah,.,bezugapreil: 3.50 DM

L J
Uerau8,eber- und R,4&t11oa.-
adr •••• r in der
~8' l.dak~1on - 1. 80 •••••trwa JOlendzettungenkooperatlye
, Bor11n 2'. Stophanotr. 60/ lontak't.dne.el

~50~.!!!llATlON!~!!1',,",
'abrlll

- ----
~==========~==~
dokumentation unabhän«i«es
iu~endaentrum hannover '
erste auflage .( 1000 st,. ,)
ausverkauft !III
gellos.en" best.ellt recht=
zeitig, damit vir vissen,
wIevI'e l- "vir drucken müssen
"es t e.llung.n:" an, -
heino kirschke
'3);-e., f'v ol~~ ~-t-~ eJCl\J.\A.s~\J ~Ir
~??3
.s t.k w cvv t l _ Ro k \..l.l1ft.
lA.

3
\.(\~ VlW-l. 'Lf...; ~I.o\....
S ILO- Hepo rt Studenten als Gegner der 3ILO- ...... - .... $

ve tungen
Ende letzten Jahres formierte sich im
Wohnheim eine starke Gruppe, die die
Freitagsabende in ein elit~res Treffm
umfunktionieren wollte. L~an wollte
das Niveau anheben und nur noch Stu-
Die Antwort auf die Frage, ob die Ver- denten reinlassen. Lediglich Fickob-
anstaltungen im SILO ein Beispiel fUr jekte aus allen Bevölkerungsschichten
(auch den niederen) wollte man noch
Selbsto sation nd oder den Ab- gewähren. s gelang es
klatsch einer kommerziellen Sache bil- Pintenlobby nur mit größten Anstren-
den, mag sich jeder selbst geben. gungen auf HPs die ?berhand ~u behal
Wer verdient Geld am SILO? ten. Mi ttlervfeile flel auch Jenen
Vorweg: es soll kein Profit gemacht nichts besseres ein, die Li ttwochs -
werden, trotzdem kochen immer einige veranstal tung auf Studenten zu be-
Leute ihr Süpplein ••• Der Staat kas-- schränken •.• Und so b ~ ei bt frei tags
eiert mit jeder Eintrittskarte direkt. der Ju;~end hier noch die ";/&.111 zwi-
Ein Student s Hilfskraft b ornmt SC schen I'f~uulvrurf, Loby DUnn und ••• und
DM pro Ab (von 20-01 Uhr plus Auf- 3 • Wie e noch?
räumen) .Der veranstaltende Tutor (3tu-
dent roi t Vorexamen) bezieht vom Kul,':i
ein regelrechtes.. Monatsgehalt (ca 250)
plus Mini-Etat. Uberschüsse aus dem
Getränkeverkauf, die sind recht hoch -
falls nicht geschlampt wird, wandern
in die sog. Heimkasse. Diese macht es
wiederum möglich, daß die 30 Etagen im
Wohnheim je zwei esz tungen bezie-
hen. Außerdem werden stud. Arb t 'I
(,AG) unterstützt. Als der Oberbonze
der Auto-AG mi t einigen rrausend ri:ark
verschwand oder die SILO-Pinte voriges Zei tungsmeldung:
Jahr einige Hunderte verschlampte, Wegen Unzucht mit der eigenen Frau
konnte die Heimkasse großzügig die Lö-
cher stopfen. Auf pseudodemokratischen verurteil t
Heimparlamentssitzungen (!~) wird das •
In Wiesbaden ~~rde ein Italiener zu
Geld verbraten. Eventuell spielende drei l~jlonaten Freiheitsstrafe ffi. B. ver
Gruppen und Akteure bekommen Trin}:- eilt, wetl er t se r 13-jäh-
geld. en Braut vor r Hochzeit ins Bett
Was wird geboten? ging, was in Sizilien, der Heimat des
P aa re s , u ra 1 t G SJ. t t e i 8 t . Der Ri eh te r
Ein volles Haus mit viel Lärm und sehr in oeine r U rt9ilsbegI'Ündung (laut
schlechter Luft, damit echte Großstadt- Frankf. Hundsch8u Y .. 26.4.) :
atmosphäre herrscht. Dichtes Gedränge "Wir müssen alles tun, dami t die ge-
auf allen Rängen soll scheinbar die schlechtliche Reinheit der Ju~end
Kontaktmöglichkeiten erhöhen. Durch den erhalten bleibt ••• u Cl

Kellerumbau ist die Kontakthofatmos - Den Eltern des chetns droht noch
phäre eines Eros-Zenter st abgescha- ein Va wegen Kuppelei. Sie
fft. Wer dann gar nicht mehr weiß, was wie der ~hemann Gastarbeiter.
er im SILO soll, dem steht es schließ-
lich offen, sich mit billigen Geträn-
ken zu besaufen.
Übrigens:
@
n
« ~~

I";
- Mi tk/f~
1A!AIT't . .. »
Da~ Gemeinschaft shaus (S I~O) im Wohn - -' ".~',... rr-

he~mzentrum Herrenhausen l.st durch Sp - "" "_:-y-""-.-.


enden von Industriebonzen entstanden.
Aus Dankbarkeit veranstaltet das Stu-
dentenwerk dann einmal im Jahr ein
großzügiges Fressen, wobei dann ein
Freitagabend rür uns ausfällt und sämt-
liche Parkplätze von Mercedeskutschen '" sagte der P~a.~rC\fenersatzril'tl.
~O~~~'~"no~m+ wp~Apn.
.... ...... 1 ,
". • • geschlechtliche Reinhei t der Ju - die institutionalisierte Liebe oder
Send •• ,n die lustvolle freie Liebe der Jugend?
~ einer Zeit, in der man nicht weiß
In wie wei t kann es Lust überhaupt
w18viel Blei aus den Autoabgasen sich noch geben, in einer Gesellschaft, wO
8c~on in unseren Knochen angelagert
die Sexualität derartig bekämpft wird
ha~., wagt dieser Mensch, genannt Ri-
wo das Kleinkind eins auf die Finger
chter und Repräsentant des Staates im bekommt, wenn es mit Geschlechtstei-
Namen des Volkes, das sich diese G~ - len spielen will oder in der Nase boh-
setze aus der Bismarckära nicht selbst rt, wo Aufklärungsbücher in der Schu(e
gegeben hat, mit Begriffen des Hitler- nicht existierten oder mehr verheim-
Deutschland hier Recht zu sprechen. Er lichen als auflären und der Pfarrett
selbst paßt wahrscheinlich in die lan- einem zu guter letzt noch sagt, daß
ge Reihe der verklemmten, unterdruck- onanieren das Rlickenmark schädige •••
ten Typen, die als Nazi wie der jetzt Man muß sich fragen, ob nioht hier
erst entlarvte Oberschnüffler vom Ver- auf diesem Wege und mi t~~System die
fassungsschutz in Europa das System Jugend kaputt gemacht wurde und wird
der Unfreiheit errichten halfen und aus um sie unterdrückten, mithin wil1fäh~
Neid o~er Haß auf Jugendliche, die ih- rigen Mitgliedern dieser Gesellschaft
nen ze1gen, was sie selber versäumt zu machen, einer Ges., in der die In-
haben, eine uralte Rechtsprechung be - tressen weniger über den Interessen
nutzen, um die Jugend zu einer- Lebens - vieler herrschen ?
w~ise zu zwingen, die sich gegen die
e~genen menschlichen Bedürfnisse rich- -.
tet.
Wenn der Geschlechtsverkehr dooh eine
achso8cbmutzige Angelegenheit ist, wes-
halb wird er dann in der bürgerlichen
Ehe legalisiert und in dunklen Stadt-
vierteln zu Schwarzmarktpreisen gehan-
delt? Was ist hier rein und was ist
hier schmutzig, die käufliche Liebe ,

STAAT und JlJGENDZENTRUM


I. Linden hat sich eine Blirgerinitia=
JVtAAl,S \JOVl c1e~ ldUl\€X (;(/~e-t..1. Ve..v s lA.t..~e.L1. ~e"y
1I f
ti ve ge bi Ide t. Im Vordergrund stand in
letzter Zei t die Forderung nach Umwand;;::; I Ltvokva4-e..Lt. t ~vteL1.- ~eNev~ttM.. t<~W1.l'f
lung der (noch produzierenden) Sauer= i I I .IL ,eAJ'. ~wt.tlA -eA'ftM,
. tr:J~te,.l. .[
a4
,. Q..("", ,. I

krautfabrik ~schke in eine Jugend- und~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~11


Spielfabrik. Die Stadt war gezwungen,
AUCH DIE CELLER JUGENDLICHEN WOLLEN
in einer Bürgerversammlung und bei e1=
EIN UNABHÄNGIGES JUGENDZENTRUM!
ner Podiumsdiskussion zum Problem "Ju=
Vor kurzem fand in Celle ein Abend
gendzentrum noch einmal Stellung zu be=
statt, den der, wie man versicherte
ziehen. Aus den Aussagen der Stadtbon=
rein finanzielle Zusammenschluß der
zen Schmalstieg und Neuffer ergibt sich
Celler Jungen Union und der Celler
folgendes: Grundsätzlich~betonte Neu=
Jusos veranstaltete. 2 Celler Stadt:
frer t stände Geld für so eine Sache be=
räte und der hannoversche Jugend:
reit. Man müsse sich nur überlegen, wo
und wie es verwendet wird. Im übrigen förster Niebuhr waren sich wieder
ist die Stadt heilfroh, eine ordentli mal einig:
ehe Organisation gefunden zu haben, der Die Jugendlichen sollen ein biß:
sie ein Jugendzentrum überlassen kann. chen warten, dann bauen wir ein ß ~
Da Tuschke jedoch JMill. DM für seinen schönes großes Haus mit ner Wiese
Schuppen fordert, schlägt die Stadt ein
davor; ein großes Haus mit Teakholz
Gebäude des FUhramts an der Glocksee wänden, 20 Jugendpflegern, 10 Haus=
vor. Ein Jugendzentrum wird also sehr meistern usw., die aufpassen, daß
wahrscheinlich eingerichtet werden, ent auch keiner bumst oder etwa die
weder bei Tuschke oder an der Glock5ee~
Teakwände anfaßt!
Doch eins soll sich die Stadt hinter d! DARAUF KÖNNEN DIE CELLER JUGENDLI=
eHEN VERZICHTEN!
Ohren schreiben: Unser Kampf wird solan
an plant für die nächste Zukunft
ge weitergehen, bis wir ein UNABHÄNGIGE
rstmal Flugblattaktionen und eine
FREIES JUGENDZENTRUM selbst verwalten
und organisieren können.
emonstration.
. _.------
BEFREIUN G DER FREIZEIT
Fast jedel' von uns fUhrt zuhause
einen mehr oder weniger intensi-
lrelzeitheime. Da geben wir dann Obwohl die Kneipen oft überfüllt !!1

I
zunächst mal, fleißig Geld aUB, sind, bleiben ..ir isoliert, eben ....
ven Kleinkrieg mit seinen El~ern. hocken ansonsten mehr oder weni. I

Sie schreiben uns vor, was w~p ;weil jede KQuu.n1kation von der ~
ger sinnlos rum und tun nichts.
in unserer Freizeit tun und
las- , Kommunikation nim~t ritualähnli_
jb~Bchiasenen
' At~osphäre abge_
'WÜrgt oder ver~tümm.elt wird. In
$~
sen sollen, wann wir zuhälUSe:, che Formen an, ständig die glei-
sein müssen, mit wem wir befraun. chen blöden Phrasen (Hallo, AI~ Freize1theiman sind dia Möglich. ~
det sein dürfen. Bumsen ist kri- ter. haste mal ne Kippe) und keiten der fr~ien Entfaltung
mnell. und aus Angst t nent~ecktl.' sonst gegenseitiges AnSChweigen. noch viel stärker eingeschränkt: 'i 111
zu werden, oder weil wir n1cht bis man schließlich die Schnauze durch Hausordnungen, sterile Um. ~
wissen wo, lass~nwir es lieber wieder voll hat und nach Hause gebung und 4\u1iot'1 täre ,Heimleiter • I
ganz bleiben Frustration.
- geht, wo man nochmal von den Al. Sauten, khiffe~' oder Trips wer- ~
fen verstärkt unsere Isolation ~
Also zuhause ist nichts mit der. ten angeknurrt wird. weil man '
schon wieder eine Viertelstunde' nur noch: wir versuchen, das auf~
Fre1eeitgestaltung, folgliCh ge- keimende Erkennen Lmserer Situa. S
hen 'Wir in ?inten, Diskotheken. zu spät nach Hause gekommen ist.
tion zu betäuben, weil jedesmal. o~
wenn wir diese Ansätze 1n die
1 Praxis umsetzen wollen, unsare
·Initiative kaputtgemacht wird von

BERLIN': den Spielregeln dieser Gesellm.


SChaft, die nicht ~sere Sp1elre~
geln sind. sondern die der HerrE
sehenden.
~
~.
~
~
tr'
-SOLIDARISIERT EUCH "IT iiM-" ~

JU9fHDlENTRUM TlER9QRTEN ~r
DI~ VERHANDLUNGEN MIT DEM OEZIR~SAMT TIER~ARTE~ SlrJe GESCHEITERT.
t
e
~
Die Jugendlichen des Projekts Lützowsfraße trafen sich mehrere
Male mit Vertretern des 8ezlrksamtes Tiergarten und des Jugend- w\o. ßQA\AWEN fatW \.\AUl n &
senators um Ihre Forderungen nach einem ~utonomen Jugendzentrum
'zu diskutieren. Bel dem letzten Gespräch um 29.3. zel~ten die ""Cl "'"0.,,, \tEl t( \.I~CAS g ~
Behörden daß sIe noch'nlcht'einmal bereit sind,dle Mlnlmal-
\ forderungen der JUgendi lehen zu erfUl lan! Wir hatte~ verlangt, daß
WO\-tE'l kA.I€'"E'N ~ I
\AI, rt E,,,
das senatsalgene Gebäude Lutzowstraße 3 das seit einem Jahr leer
t
steht ·uns kosten,los überlassen wIrd.
Vertr~ter der Behörden, daß eine niete von monatl. 500.--Dt' plus _
sen verlangten die
WAllS 1
'Ranovleru~gskosten von JugendlIchen getragen werden~ die als lehr~,
11ng9 ~ndSchUler keine eigenen Mittel aufbringen konnen, Wir hat
tan uns b~~e~t erklärt_ die Renovlerungsarba!ten zu leisten, wenn
~
w

d Cl S d Cl t Ur not wen d I ge t4 a t e r I a I zur Ver füg u n 9 ge 5 tel I t wir d • \~ e der ,
dazu noch zur Bofrelung von der Miete. waren die Beh6rden bereit.
e
i ,
r.
AUCh' dle dobel anwesenät=!n Vertreter der Jusos Tiergarten stellten.

~ ~
slch von hinter das Projekt. wtr stellten gsme.lnsam test,daß In
AB" Verhandlungen keIn Versuch unternommen wurde, uns In Irgend-
8 I ne r F 0 r m zu .u n tEl r s tot zen. S tat t des 5 e n wer den für eln.e Tu I pe n -
'schau JmEngl.. Garten aus einem Sonderfond der 7.000 .. --DM und tUr r~
,ldle Festschrl'ft anfä-ßllch des Jublli\1ums des Moabi ter Krankenhal,l-
~:Ses.' 70,OOO-:DM baw( tllgt.An dlese.m Punkt der ausslchtslos.en Ver'"
UCHH H4t( (1I.\(. b\E \'tAb'\') 'J'
'..s'
",\1.. "Ci,tI'
'handJungan brachen wir die Diskussion ab und entschlossen uns,öf-
;',".';t'l fch' ,ouf dia Behörden Druck auszuüben. UM' G-lQT ll11i\.tMiW
u'N\. \J,EOe\ .lW,.
"\. 1 •

. ~:~·~e~I~Pr.~'!!~~Ch~'~ur~!-~~t-!ha~~I~~vor dem Be-


ztr.ksamt TI,erg8'rten auf unser AnHegen aufmerksam zu machen.
'-----------~,
Das
~ uiiabhängige Jugendzentrum .,
Mit zweI n(cht mehr funktlohsfähIgen Autos block~artan wIr die ~ Arndtstraßa war unsere Antwort ~
Jonas-straße, eIne SeItenstraße der Turmstraßsi und leiteten den """"" auf die permanente Unterdrückung ~~
Verkeh rum. -' in der Freizeit. Obwohl as nur
Damlt,el"'rlchtetan ,wIr symboll~ch unsere tlE X I L - KFZ ... W E R K - ic 56 StWlden bestand, hat es ge-
STAT T" und verteilten zugleIch Flugblätter. Diese Aktion zeigt. daß wir unsere Bedürfnis"" ~
war, wIe ,alle vorhergehenden vollkommen gewaltlos. DIe PolizeI se erkennen und nach ihnen han-
traf schnell eIn und -gIng von Anfang an mit großer BrutalItät vor. ~ deIn kännen. Wir haben gesehen.
AI I'!! '1..
,-,,.., vtW'Wnlf(nupf
e",
J., .•_J.---.J. lJ. 'EI" J.... I ...J 1/
W1Q nll.!JI'i'",a rl!lltell r'l$flJlf'lh Wilrqi!t" ....J",atI.:
daß Selbstorganisation keine Un ..
möglichkei t ist. daß Kontrolle E-
kwre/llclw J,i,1*~$!If!$"1'~" I4hJ w/lUr1l1-ltch reslSWllfitJ/7'/"If!I(t!hl ic und UnterdrüCkung keine "natur- ).
,~uch bereits.... Im Mannschaftswage~
• gegebenen Notwendigkeiten sind.
tt
sItzende JugendlIehe, die sich Wir haben es gewagt, das autori-
~ ~
nIcht wehrten, wurden brutal zusammengeschlagen.Eln Vertreter der
JUsos, der dabei DIenstnummern verlan~te, wurde von POlizeibeamten
mIt Knüppeln bedroht.Man versuchte Ihn In den l~annschaftswagen hin'"
elnzuschleben.Bel einem Handgemenge an eInem der Autowracks wurde
eIner der Pol izlsten mit roter F'örbe. die zum Malen von Seht Idern
...Jw
~
täre Konzept anzugreifen und in
eigener Init1at1vo.vereucht, ,aus ('
,der Isolation herauszukommen. in~
dem wir Solidarität entwickelten
und gemeinsam,handelten.
L
bereItstand, beSChüttet, Dies steigerte, noch die A,gresslvlt·ät dar Die Herrschenden haben auf die",!.)': ~
um'sich knüppelnden Polizisten. tVon ca. 60.Jugendlichen wurden mlh- CI'\ Ben Angriff' 1Ii1t ihren Mitteln ge .. fi
destens 19 festgenommen.Slch spontan bildende Diskussionsgruppen , antwortet. Sie wollen uns wieder.
von Jugendlichen und Passanten wurden auseinando rieben zurücktreiben in-die Pinten und
Die UNVERHi'iLTNIS(MÄSSIGKEIT der ~1ittel kennzeichne pO/lzei~taatll- : Freizeitheime, dahin, wo ~
ehe t1ethoden, dIe uns natürlich nicht daran hindern >lerdan unsere
GE',I/AlTLOSEN Aktionen zur Durchsetzung ei nes autonol'l1en Juge~dZen-
trums in TIergarten welterzuführen
'"..
r FQ I
tr:'\
I
,-
••
Spielregeln i 8spielt werden. Das
wird ihnen n10ht gelingen, Sle
konnten uns mit elnem brutalen
POlizeieinaatz unser Jugendze~-
kaputtmaehen,
trumdi$
,-D ENST-:J!JW1Ef1
N 261()q,~ Kollektiv • nen Erkenntnisse. diesiedia
aber Kon-
Wir machen ddCh als lehrlinge
Vv aru m :
\ A /

die meist, Zeit un.$erer lehre


====::::: = =:==-=., =' ArlJeiten die rJ~"en eine.s r;e.se/~
len s(eit;hluJmmen und t,IJ"lten t"Jt~del'l? nieht ei ,.

mal die Hilfle dt.s (j~!;ellen'treliefl$tes als 1",11111.
Damit kinne" wir Mt""'ic}' nicht tlnflbhan(J/g Yln
Unseren eltern Itben. Di~.$e sinti ZWfJ, IIt'I"pFI/c/)"
let IJn.J eu unlefl1alffl", "~ch W'f/rfJlfI .sIllen wi,
n/cht finanziell selbsl sfiil'ltll9 .se/li.
(Jm dies ~IJ (r'eichen. miipfe I'I/an miflrle.$t~ns !Je,.'
flug (je/d fiir /((ei(/u"j I Yt'pflegung, WOH/'IUng und
f"l!j~{!it hlJIJen.

D€SHAL B eXISTeNZlOHNI/!

W,·e: ·
Der Chef vrrel;~flt rJm Hi'fsolbeiter,
Ifelster, 6-e.sellen und dfJmlt auch (In
h m un.s imm~r nfJch genug wenn er
GleiCHEN lONN Ftl GLEICHE 1I8E'1
::IfI!'olt «l{.l;
c;".. <"

Was müssen WIR filr dieses Ziel fun?


[h:S!ru!ieren w,.,
"fll/der find mit en Afbetls ".
"111((
lrolle!'Jaf'J, dtnn nur 9~ ei/l$(Jh1 können wir dtn t,r ;-
5{erN~ lohn durch.sef en. ~()O
IrOllllr Zell( (rUfil: (j ~'1'{jplr Oft~
Fremnde,

Ich spreche hier heute zu Euch. weil hier eine Sache anliegt,
die nicht nur mir sti.nkt, sondern auch Euch.
Es geht hier um den Existenzlorl!l. Das gj.l t nicht nur für die IJehr".,.
linge, sondel."'11 auch für di(~J;u:ngarbeiter! t!

Die Saohe itrt die: Wir Jungarbei ter und Lehrlinge machen
Arbeit wie die \.i'W!::H:;;..!c....I.,;;;;;...... ,md bekommen trotzdem nur kleinen rr\eil
ihres LoImes.
Bei so einem geringen Lohn ist es uns natürlich nicht möglich, eine
eigene Wohnung zu m:f.eten und mit Freunden zusammen zu wolmenl1' da wir
finanziell abhängig von dem Elternhaus sind.

weRft wi~ vOlltuftJköft~~~~


~ht. tlr't."«dii(G.!.fI\\
w1 ..... cU.

reh _tl, '.11"


lI'Ilieht;tY(U~'
_eh II\dCh .,&ytrG.skhiUt ~ '" 0

Und wenn rn.an dann zum Jugendamt geht Ul"!d sagt, ich \'1:l11 von zu H,a,use
raus! Dann sagen die einem ~ Geh doch in ein Lehrlingswohnheimo
Dort geht es dann auch nicht anders zu als bei den Eltern zu Hause o
Wmchentags Ausgang bis 22 lTh::r", Am Wochenende l.usgang 'bis höchstens
24 Uhro Da.menbesuch, wenn Uberhaupt bis 21';0 Uhre Sowas nennen
dann Unabhängigkeit Q
Um unabhängig zu seinl1, müssen wir aber mindestens genug Gf)Id. fiJ:r
IUeidung, Verpflegungs~ \-lolmullg und Freizeit haben& Deswegen forde:m
wir den Existenzlohn~

Der Existenzlohn würde dem Unternehmer schon ke1nentt~~ Zacken aus


seiner Krone herausbreche!la Der Chef verdient nämlich am Hilfsarbei·-
ter, ~1",v..l• .l.v.L.L und am immer noch genug, wenn er
für gleiche Arbeit zahlto
~.Oer gekomm~n
Augenzeugenbericht
Auch wir waren dabei!
Herumkommandiertsein am Ar-
beitsplatz durch Meister und
Gesellen - miese Ausbildungs-
Ein paar Sprüche - im ~inter-
beihilfe bei vollwert
grund knorrige, Arb
Nrbeit und ererseits ho-
ter mit schwie Faust
he sen für idung; Xah-
auf Plakaten - davor - ausge-
rung, Vergnügen, Herumhängen
bildete Kader mit proletari-
in Pinten - hohe Mieten, kei-
schem Blick. Ein vorsichtig
ne eigene Bude, Abhängigkeit von
herüberglotzender Polizist.
den Eltern. Dies alles ist
Kampfstimmung! Der Mai ist ge-
nicht mit dem feierlichen Ze-
kommen:
eren von 1. Mai Yeran-
staltungen zu beseitigen.
Unsere Bedürfnisse können nicht·
mehr durch parlamentarische Schwät-
zereien hingehalten werden. Wir

In der letzten Aprilwoche wur- müssen selbst handeln. Wir ließen

lannovers Berufsschulen von uns in Sachen unabhängiges Jugend

Sekten, Grüppchen, Komitees und zentrum nicht vom Stadt jugend

Aufbauzirkeln umlagert. Das referenten mit den Sprüchen "Wer

Ziel: die Agitation und "Re-


volutionierung" der Lehrlinge.
Genossen im ~renchcoat, .enos-
sinnen im Mini - krallten sich
e Lehrl e i n z , um
Blättchen mit der richtigen
Linie zum Vorzugspreis von
einem Greschen an den Mann zu
bringen. Der eine Zirkel for-
dert auf zum Maimarsch von
Limmerbrun~len zum All

der andere trifft sich auf dem


Hof des Gaswerks am Goethe- ~----~----~ ..----....--------..--....--..
macht denn da saubertt,ttDas kostet
platz - andere wiederum zu hohe Renovierungskosten" auf
schließen sich dem DGB am Kla- den Sankt Nimmerleinstag vertrösten

gesmarkt an und schließlich und In direkter Aktion praktizierten
letztlich findet 2m Lindener ,
l1li)
wir ansatzweise sozialistische
Markt auch noch "Rote Selbstorgani8atio~ in der Arndt-
1. Mai rr sta:tt. Was tun? straße. ~igene8 Programm, Selbst-
verwaltung, Gestaltung der Räume
den eigenen Bedürfnissen gemäß gezwängt bekommen von irgend-
( Ficken war endlich möglich); welchen dahergelaufenen Kadern
auch bei der Üstra-Aktion 1972 oder Ostagenten,sondern die
bewiesen wir, daß wir selbsthandelnd sie haben ihren eigenen Kampf
Nulltarif fahren. um ihre eigenen Interessen
Arndtstraßa und Rote-Punkt-Aktion aufgeführt.
haben bewiesen, daß man mit List
und Überlegung vorführen kann,wie man sich KOMMT UND ARBEITET IM
gegen diesen staat und die van LEHRT,INGSKOI LI KTIV!
ihm geschlitzten Unternehmer wehrt.
Dabei habwn breite Schichten der
Lehrlinge,Jungarbeiter und 111 STOCK
SchUler diesen Kampf nicht auf-

LI NLJS I WA/?TE MANNOMAIYA/,


[ffJff@ & [prfl[Ji) ll!1ߧJ~ DIE FRAUEN!

exKlusiv für 883

AU W6IA! ICH AHME I


WAS KOMMT! SO-
'l WAs GA'B'S iM
• stern NICHT!
AU WSIA ,

+ Hote + + + Rote Hilfe + + + Rote Hilfe + + + Rote
R.AN'v<~L\QT
:Jichts der infficr stärkeren Untordrüokung und VerfolgttD{
IOrganisation
"{on linlten politischen Gruppetl und Indi vidu8n hat sich eine
der Selbsthilfe alo dringond erforderlich er-

I In }!'rankfurt hat die ROTE HILFE zusar:lli1en 121i t linken


Vv'iCS811.
OrGanisationen, Rechtsanwälten usw. ihre praktische Arbeit
auf [~Cll orrrr.1C 1'} •
FUr - Proz,cf3vorbcrci tungen (SPIef und Gefan enbetreuung
über twi des Justiz- und Poli-'
apparnts
- UntorGtützunt~ "\1'0:''':
auslä.lldisc'hcl1 /~rbt:;i tern bei drohen-
dur Aus\\loisung, \lohungskünc1igu L ccn
- Untorstützune bei arbeitJrechtlic:1Cl1 Auseinnndersetzun-
Den
- Dokumentationen zum Berufsverbot für linke Intellcl{-
tuollc, zur Verochtirfung der AusländergeoetzG, zu Poli-
zaiterror und Klaoscnjustiz
c or tlichlrei t zur stnutli
POlizcizC:l1tralisiorung, Einschränkung dor Rechte am
Arbci tsplc: tz, ~ErGchworunc der Arbeitsbedingungen der
linkon Organisationen UGW.
br:--.t,uchcl1 v/ir eure finanzielle Unterstützung, um prnlctisch
und \'Jir](ungsvoll ~1n dieson Punkt,en m1 t Kampagnen, Flugblät-
tern und AktioYlt:;n C Greifen zu lcönnen.
on s to der ROTEN HILFE
Dresdner Bank Frankfurt
Konto Nr. 4 116 604
übrigens, wo wir gerade vom geld~~~"~~""----~~----­
sprechen: die schwarze hilfe in
schwimmt geradezu darin. im Sozialistischen Pa=
tienterrkollektiv (SPK)
an: postscheckkonto war die Trennung Patient-
. hannover 314993 Arzt aufgehoben. Es be=
(t.bohla) Rtand aus etwa 500 MitgI •
. . . . . . . . . .__. . . . . . . . . . . . . . . .~~. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . l~s erklärte, daß Krank:
heiten unmittelbar mit

~~~+~~~e~i!(~OL7ß';3i! J1
den Widersprü.chen der ka=
pital. GeseI'lschaft zu:
sammenhängen. Die Thera=
pie bestand darin, gegen
riie Ursache der Krankheit
\.,.)0 [f~ 6\)..v~e.y 1.(0 IM \NIIA\I\e. ~ IV!. \-{ l ( de.s~ e-t'\IVJ. C6H~; te.",) - die kapit. Gesellschaft
zu kämpfen. Neurosen wur::::
k:o~~e..Vt.PkL-lkt (:: Sf€.lAck) Wtl·"ole.&~eh ~ rOf>f~' ----
13 ca ~ ~e..l \~\ ct€-VL CtJtt" Gex cA. 13 ~\M..a..YÜ1..
o t{l'[ Je-~ h~lM.e.v 5+v. l gl
II 9 den beseitigt. Dem staat
war diese Therapie zu ge=
fährlich. Er zerstörte
das SPK durch brutalen
....................~........~~~~~~......I1....__ Bulleneinsatz und ließ
• A I I ( zahlreiche Mitglieder ver
&c.hv-e;lOt. haften. In Ber1in soll
~6 y-;~ t..V\S
lÄ.-V\..vl
: . ( h demnächst ein Kongress
l(\A.Ct~rCA.0-lve....S!e.·\ [CI'~V-L>1S) stattfinden, Thema: Abc
ot:e. (Ye,V\ 0 ~ $ e VL.- l VVL l{vt ctS ~
G~~e-y
~~
WCL.\rP-
hängigkeit zwischen pSY=
chisehen Krankheiten und
,f'v. e..\A. e.lA ,{ ;c.A.. u..Jt eA iII-t ~ eh Gesellschaft.

ü..6ev +'O~ -\- VOV\.. Jva.l..t0~! '3 ~(a...~L1. 0 Ve.,v CV~ :lv (,(~~ fhM ::.~ ~ ~

S VI. Cl (0 /.) ~ e. .l-\.c ~ ~u..(.> ~ ~ Y" &J-u.l tM 6Wr~e,v ~o!sh. 14 >" :~~ ,":/:s?;;.I.,,:~.~I/j~,~~~, ~
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Bündnispartner Reinald sucht zur

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junge, knackige, knusprige Düro:
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Suche Nebenverdienst als polizei 1 I
Zu w,llehen aurch die Redaktion:
34 Gottl,~e". LeO~ftI80n-Str 29
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ca a.. spitzel_~!~!~!~~_1_2~_~2) Jede' Hsft· 050 OM J8hresbezug$prels~ 3.50 DM

~~ I: <1>
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~-'..J

~~ ce...... Q)
c:
...
WANTED! ! ! ! 1 DEATH OH. ALIVE!! ! ! ! ! t
Rolf Partyschreck und Knochenbre=

_r-Qrilrll~
Q)
i~ 0 cher, stadtbekannt als Schnorrer,
Geldveruntreuer und Genossinnen=
vampir - hält sich ständig in
Kommunen auf und wird eher lästig
als der stinkende Fisch.
betrifft Seite 4 dieser Nummer: .soufen .,. 914Q+.st.hcn
Wem die Schrift zu klein ist,
der kann sich ne Lupe besorgen Brt:au",,,fr. Ecke-
oder ein Monokel (für läugige)
Die Redaktion
Or-eye,. .s+r.

letz.te fJ\äLdung

Spieler kotz Neuffel,·kotz ' 0I"1t,8 dt -


oberbonze, versuchte den bekann-
ten Politunter[31Undkämpfer Andreas
gena.nnt Der Bader, in einem Geheint.-
treffen zu überzeugen, daß sein '
Herauegeber- und
adresser
R.dak~1ona­

.8B} I.da.lction - 1_ 80 r;. ZeJltrua


Verhalten gegen die Spielregeln
der Heiligen demoskopischen Grund-
r:"--_ .- - ,
MACHT .... f! 1

1 Berlln 21. S~.phanltr~ iol 1


'abri. u. Boden-Ordnung verstößt. ~~
G'Boh~tBrühr.nd. R.4ak11.n
pre ••• reohtl. T.rantwor~l •• Au~ besondere Anfrage teil te das . WA..s V~H, e
'1. stadt. Presse-und Lügenamt mit, 11~~~Ur,
fhoaal lriauf 1 J.r11~
Becherahau.er Wa, 15 " sie wüßten von nichts. 10 L~~~
.,... lilA""
Nr.3 ,Jun'i
72

CI
u Hannover
"CI
••
..J
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SANIERUN,G
-

PROFIT
~ANI ~I(&I"G
Ein • .s,.,.I- i... (; Allf.""
",or;", 9ez~~+ we ..d~n ..soll, /V'f! S"'adhuwaH","'j
.spelclAla""~h /,4fI101 GY'of>u.,fe ..n~h.~r V~Sf,tche"" I
ola.t &-'011< aufs . I<.l'"tUtZ ZlA {egel?

'J
J
lIIETBHINI'I'I.\'I'IYB 1.INnEN
R~t.kti~3ey S+YQ.~<:..
Das Haus Ricklinger Str.33 gehört Mark. Nun wohnen 60-80 Leute in
zum Sanierungs- bzw. Untersu= dem Haus. Renoviert wird nicht
chungsgebiet Linden-Süd. Es wird mehr. Einzelne Mieter setzen sich
von Makler Schneider und Zahnarzt mit ~ietstreiks zur Wehr. In Ge~
Castrian gekauft (vergl. Sanie= sprächen im Trepp enhaus oder auf
rung 3. Akt). Die i'llieten werden dem Hof kommen die Mieter mitein-
erhöht. Eine Wohnung, die vorher ander in Verbindung. Sie stellen
150 Mark gekostet hat, kostet auf fest, daß sie sich alle in der
einmal 340 iilark. Viele der alten gleichen miesen Situation befin=
Bewohner können die neuen Mieten den. Am 18.April findet die erste
nicht bezahlen und werden auf die M.ieterversamrnlung statt. Gemein-
Straße gesetzt. Ihre Wohnungen sam wird ein allgemeiner Miet-
werden zimmerweise an Gastarbei= streik der Hausbewohner beschlosz
ter vermietet, das Zimme~r~z~u. .1.5.0.......s.e.n.'''''''''''''~''''''''''''~!1

D;e TovJe,vu.IAJe.A.\
J,,,,, l1;t.~~V:
~",ov;e.,~ dtt., lJo~"CA"'4e",
~D
r
cU f.yo.b~t-h.\J. J.tV' l1ie~t... !
MIETS TREIf<
- \D;e,
~in
r
cto.S ~
Mietstreik ist rechtlich ge= .
nauso möglich wie ein Arbeits;
kampf. 4 Wochen vorher wird der
Hausbesitzer benachrichtigt. Die
fieter müssen jedoch ihren "guten
II'111en" nachweisen, eine "ange= 9t'ge
nessene" Miete zu bezahlen. Dazu
Nird ein Sperrkonto eingerichtet, MIET-
luf das die Mieten monatlich . I,.'! Ir .
lberwiesen werden. Hier bleibt "
ias Geld, bis der .<Iietkampf ent=
5chieden ist. Diese Form des .vlie=
;erstreiks ist rechtlich abgesi. Schlägertrupp in die Nohnungen
:hert! (Trotzdem sollte man sich eindrang und Plakate abriß, die an
tuf jeden Fall von einem Rechts= den Außenwänden auf den Mietstreik
lnwalt beraten lassen) hinwiesen. Schließlich mußten
Schneider und Castrian nachgeben
und boten den Mietern neue Verträ=
;~t.~ ~'e. -r;"~1 ~"1 \.4~~ bc.~ ge an, mit einer geringeren Miete
(die 340-Mark-Wohnung kostet nur
: h:~ , L..: ~ ""lAtv. e."'- 1; tot e.. noch 240 Mark) und Verpflichtung
auf Renovierung. ßiner Mietpartei,
:~l, dG.\r; L:~ cltN 'tt;i,.+e.~ I die sich zunächs.t weigerte, den
[n der Ricklinger Str.33 versuchte
iausbesitzer Castrian, sich die
4ieter einzeln vorzuknöpfen und
!ie gegeneinander auszuspielen.
~eilweise drohte er mit Kündigung
neuen Vertrag zu unterschreiben,
wurde eine -Noche später ein noch
besserer angeboten. Als Mißerfolg
kann man ansehen, daß die Mieter
sich vor der Unterzeichnung der
f7
~
@
md Anzeigen (beides rechtlich unE neuen Verträge nicht untereinander
löglich), während er anderen die absprachen. So war es möglich, daß
lenovierung inrer ilohnung ver .. "" der Makler ihnen (besonders den
Iprach, falls sie den Streik auf. Ausl.ä ndern) .dummes Zeug erzählen
;eben würden. Doch die Mieter lie- konnte und die Mietverträge unter:
;en sich auch nicht einschüchtern, , schiedlich ausfielen.
.ls er eines Ta~es mit AinAm
tJaf'.... UtlA'~'tK'I'ES J\.t'El'(Di~tfTll""?
(l&".I'''':J'~e"tJ-~ )
Das Bedürfnis nach einem Zentrum,
wo wir' tun und lassen kiSnnen. _s
... wir wo llen und wie ww wo llen ,
ist hier in Hennov.r schon bei
vielen au~getaucht.
Wie sind wir nun als lehrlinge zu
der Entscheidung geko.men.1rUr tu
"Unabhängiges Jugendzentrum" zu
klImp~en ?
Als wir an~ingen, Uber unsere Aus-
bildungssituation nachzudenken,
fiel uns au~, daß wir die beechis-
sene Aunbildlng nicht allein in
unsel'lM' Firma ändern konntS1, da
di ese Firma vonallderen Firme n abhän-
gig ist und sie alle an der lehr-
lingsausbeutung verdienen. Es ist
also unsinnig za glauben, lDIIil k6nn- ändern; denn diesa Gewerksch.fts-
t. die Ausbeutung in nar einer bonzen und die Aasbeuter sind
Firma beseitigin. gleichzeitig Träger dieses st~pt~ ••
Wir begri~f"n, dafl dies". ziP.l
A~grund dieser Erkenntnis zogen nur durch S elbstorF~nis.tion ar-
wir los und suchten nach Organi- reicht werden kRnn. Hierbei k~nnen
sationen' die bereit gewesen wären, uns keine Perteifenatiker unter-
mit uns tUreine grundlegende :lVer- stUtzen, die uns Lehrlinp.e un~ Ar-
änderang dsr Auebildung zu klImp~en. beiter nur zu Sklaven eines FPrtei-
In diee~ Situation bieiern .ich progr~mms machen wollen, welch .. s
immer die Gewerkschaften an. Wir sich ein pppr Intellektuelle er-
gingen also zur Gewerkscha~t, und dacht haben.
das erste. was man uns dort gab,
war ein A~nehme/lDtrag.Uberreicht Um unabhängig arbeiten za k6nnan,
von einem bezahlten BUrokra,tenschwein. braucht m~n Räume,in denen wir
das Uberhaupt nicht verstand, arbeiten, tagen and leben k6nnen.
worum es W1S lehrlingen ging. Wir Wir versuchten, ~in .. n Raum 111 Jl"rei-
arbeiteten trotzdem eret einmal zeitheim zu bekommen, dort t"ilte man
in den JugendausschUssen mit.Nach uns aber mit. de~ es nur Räume fUr
e:llrl.ger ZeI. t ekelte man uns dort raus rGruppen gäbQ, die einer FPrtei oder
WIIil wir e. gewett hatten zu fra- Gewerkschpft angehiSr~n.
gen, ob die Gewerksch~t.. sbonzen
wi:rlclich die Interessen von den Um wirklich unabhängig zu sAin,
leuten ve rtreten, die tagtäglich breachen wir ein .. n Gebäudekomplex,
in den Betriebwn kaputtgemecht in dem elle Behiligten s .. lb~t
werden, 'oder ob sie nicht schon entscheiden k6nnen, was si .. machan
die Interessen de'rjenigen vel!'tre- wollen. Hier k6nnten Arb"itagruppen
ten, die uns dazu zwingS1, unsere von Interessierten gebildet w"rdAn,
Gesundheit zu verseuen,damit die in den .. n sich plla gegenseitig selbst
sich beruhigt in de2 Schweiz aus- unterrichten, um in lehre odar Schule
ruhen kBnnen. besser mitzukommen.
Nach diesem Rein~all mit den so- In solch einem Jugendzent~ ist as
genannten Arbeitnehmerre~retern m6glich, die Freizeit nach den eigenen
erkannten wir, daß es unm6glich Bedtlrfnissen zu gestalt.n. Dort wird
ist, die Ausbildangssitaetion kein stedtengestellter oder eine
Zentruasleitung dprUber bestimmen,
.. v.~d.rn, ohnae die gesell-
WPB get8n wird und wos nicht.
scha~tlichen Verhältnisse zu
MUSIKINITIATIVE J u. ~ ot 1..e..\1\ tVlA.~
e",
HANNOVER
Musik im Welfengarten Osnabrück
Am Sonnabend, dem 24.Juni spielen Die Osnabrücker Jugendlichen
im Nelfengarten hinter der TU mal bemÜhen sich seit einigen Mo_
wieder ein paar Gruppen (welche ten um ein unabhängiges Ju-
das sein werden, war bei Redakti- gendzentrum. Im April besetz-
onsschluß) noch nicht raus). Ab ten sie ein paar Tage lang
15 Uhr. Zuhören ist umsonst, aber: jeden Abend ein leerstehendes
Nach dem letzten Mal (Juli 71) ha- Haus, das der Neuen Heimat ge-
ben wir eine Rechnung vom Garten- hörte. Morgens wurde das Haus
amt gekriegt: 63 Mark für die Rei: jeweils vernagelt, abends von
nigung des Geländes. Außerdem ha- den Jugendlichen wieder aufge-
ben wir Ausgaben für Verwaltungs: brochen. Nach einigen Tagen
gebühren (f.d. Genehmigung) und dieses fröhlichen Spiels, an
für Plakate. Nir werden also was dem sich auch die örtlichen
sammeln müssen. Bullen mit ein paar ~inlagen
OBRIG~NS: Konzerte sind eine Ba- beteiligten (rein ins Haus,
che, die sich zwischen Musikern Bullen hinterher, hinten wie-
und Zuhörern abspielt • Veranstal- der raus aus dem Haus, Bullen
ter, die daran verdienen, stören frustriert) war das Gebäude
da nur. Wenn wir an und zu was nicht mehr zu gebrauchen. Es "
veranstalten, dann nur um zu zei- ist mittlerweile abgerissen
gen, wie man billig selbst was ma- worden.
chen kann (und weil Selbstorgani= Die Stadtverwaltung sah sich
sation Spaß macht!). Ihr könnt es inzwischen genötigt, von sich
ja auch mal versuchen. aus eine alte Bruchbude anzu-
bieten. Das Initiativbündnis
OYfjQ..\I\.l ~ ~ t.V'~ eM,v(. Ko",," "tC..h Jugendzentrum lehnte ab, Ver-!
handelt aber weiter.(Es soll
~e U.( Io,~ ! ein e.V. gegründet werden).

ß.. k~:nf~ ,t." 'Pr·f:I-V..... ,


o,,\o\.st ~ ~~! Oktober 19'70: EDGAR BROUGH= punkt einen sehr niedrigen
TON BAND in Hannover. Der Preis, in Deutschland einen
Veranstalter bezahlt für die recht hohen. Drh.: Die ~gen­
Gruppe 7000 DM, die Gruppe tur kann die Gruppe in Eng-
bekommt 2700. 'N arum??'n land für 2700 (für 1 Auf-
Die ßdgar Braughton Band hat tritL ) einkaufen, in D. mit
in England zu diesem Zeit- 160~ Gewinn wieder verkaufen.
G~r;cw J NFoR ~A-r(oN

ROTE
Gestern, am Freitag, dem 19.Mai 1972 um 15 Uhr 55 sind 2 Bomben im
Springerhochhaus in Hamburg explodiert. I'/eil trotz rechtzeitiger und · ein~
dringlicher Warnungen das Haus nicht geräumt worden ist, sind daoei 17
~enschen verletzt worden. Um 15 Uhr 29 ist unter der Nr.3471 die erste
Warnung durchgegeben worden mit der Aufforderung, das Haus wegen Bomben-
alarm binnen 15 Minuten zu räumen. Die Antwort war: hören Sie auf mit dem
Blödsinn. ~s wurde aufgelegt. Zweiter Anruf um 15 Uhr 31: Wenn Sie nicht
sofort räumen,passiert etwas Fürchterliches. Aber die Telefonistinnen hatz
ten offenbar Anweisung, solche Anrufe nicht zu beachten. Der dritte Anruf
um 15 Uhr 36 ging an die Bullen: Sorgen Sie, verdammt noch mal, dafür, daE
endlich geräumt wird. Weil dem Springerkonzern die 'r atsache, daß er gewarnt
worden ist, nicht unterschlagen kann, verdreht er die Nachricht: Es sei nur
ein Anruf gewesen und der sei zu spät gekommen. 2 Telefonistinnen und die
Bullen können bestätigen, daß die Springerpresse einmal mehr lügt.
Springer ging lieber das Hisiko ein, daß seine Arbeiter und Angestellten
durch Bomben verletzt werden als das disiko, ein paar Stunden Arbeitszeit,
also Profit, durch Fehlalarm zu verlieren. Für die Kapitalisten ist der
Profit alles, sind die Menschen, die ihn schaffen, ein Dreck. - Wir bedau-
ern, daß Arbeiter und Angestellte verletzt worden sind.
Wir fordern von Springer:
daß seine Zeitungen dia antikommunistische Hetze gegen die Neue Linke, ge.
gen solidarische Aktionen der Arbeiterklasse wie Streiks, gegen die komz
munistischen Parteien hier und in anderen Ländern einstellen;
daß der Springer-Konzern die Hetze gegen die Hefraiungsbewe~ungen in der
dritten 'H elt einstellt, besonders gegen die arabisc ~ en VÖlker, die für
die Befreiung Palästinas kämpfen; daß er seine propagandistische Unter:
stützung für den Zionismus - die imperialistische Politik der herrschen-
den Klasse Israels - einstellt;
daß die Sringer-Presse aufhört, über die ausländischen Arbeiter hier ras-
sistische Lügenberichte zu verbreiten.
Wir verlangen, daß die Springerpresse diese ~rklärung abdruckt.
Wir verlangen nichts unmögliches.Nir werden unsere Aktionen gegen die
Feinde des Volkes ers~ einstellen, wenn unsere ~orderungen erfüllt sind.

E"" +et$ k4! f ~/;"8~ .'


En"'~~"'e~ die. I="~,'w;t'~
des ~/k~$!
Die
TralDpen Soziale Revolution
Gesundheitsministerin Kät~e Strobel
will durch einen ~rlaß im. Jugend- ist keine Parteisache
schutzgesetz das Trampen verbieten. IIIHALT DEli Nil . 2 DIR " SOZIA LEN REVOLUTIOW'
Wer bisher billig in de. Urlaubge- - . . Aufsätze tur L!j:e in Fr~~rei('h
fahren ist, der soll jetzt viel
Geld für Eisenbahn, Bus usw. ausge-
ben. Das billige Reisen ermöglichte
vielen Lehrlingen und Jungarbeitern,
Überhaupt einmal Urlaub zu machen.
Das soll jetzt auf einmal nicht
mehr drin sein. Begründung I " lnI.~rnali(lnale Information und K~rrel'\pondenz ·'. h.nl.l.lsgegeb
"Sor.ialr- RrVt,lut1tJn" . Bf'rlln. Redaklinnsans<'hrift und Korre
"Dem wochenlangen Untertauchen so- plndfonz : Gfoorlit Hprnnann. I Bin. 21 . Krr.frlder SI r . 18, TE'I . 0311 '392 48 58.
wie der sittlichen Gefährdung von Pressu('C'hIU('h verantwnrt!irh : G«Ir~
Hf>Trmann. (reit
F.rSt·h(>inun~sweis(> :
Jugendlichen 8011 damit ~inhalt ge Folge. j~do(' h mindestens 3 Nu 111 r)" 11 pro .Jahr. tnJand3abonflE"menl für ~ Nu
nI
mern: 9. -- DM . Auslandsabonnrmrnt : 11 . --DM . Vorauszahluntt notwendig.
boten werden!" Oberweisu~~n auf das Konto <k>1" Z~itS('hrHt : pl)stschf'c.kkonlO 8f>rlin-West.
AsseYE'T. Nr. 3032 02 . 1 Bln . 61. .

<ßuc.'" t=üR. LE HRLINGt : LESER8RIEr:-+


Berni Kalb (""'''4 ~ ) RiehtigstellungI Die Kleinanzeige
in der letzten 883, die meine Per-
Betrieb8flbel ""'-"
Ratschläge für die Tektlk em son betraf, jedoch nicht von mir
Arbeitsplatz aufgegeben wurde, wurde von mir
Rotbuch 31 . 72 Seiten DM 3.50 mit Vergnügen zur Kenntnis genom-
men. Dafür mein Dank! Jedoch habe
ich zu meinem Bedauern feststellen
atisaän, daß meine Adresse nicht an-
gegeben wurde.(Weckenstr.3; 449777)
Zudem bin ich in der Lage, meine
nicht sehr umfangreiche Korrespon-
denz selbst zu erledigen, somit
meinerseits der Inhalt der Klein-
anzeige nur frei solcher Verding-
lichung aufrechterhalten wird
Reinald 'Regner

~HPRE'ssul1 ~
""eNtW'\t.'-e.v: tt \ot..~"O~
11lb'''''\St.V t.c.""~ ~ """ "e". __,"-.u ~~
.t.:~: 'E~~ QA\A~A.. t/ 8
"l WA wtl ov!, t
\-tll.1)_SW~'l\ift Sfl ,~, ...
=;~"'p.".
..~
.00
.00
Hannover
(,\4 Gt~t \{~lLEN\.JE(T TuQ.
(;tW ß\t:R. 1\1 J\Ab~tfDt.tl-{TR.lA\A. 4

NORl)~\ Al>•

.J( ~ fA~ J~ $i~~


iW\ volkd-Q.I1.'l !
,
lJo..s ~;vtl 8t.M~~~J
. J,U&END~EWTQ\Al1
, W\.,

'2•
"o~ I. "'" t.V~ """r
Wenn wir hier so eine Art Programm aufstellen, heißt das noch lange
nicht, daß wir auf den ausgelatschten Wegen der Freizeitheime mit
ihren Hausordnungen und Veranstaltungekalendern herumwandeln.

das heißt, es haben sich schon Gruppen gebildet, die von Anfang an
arbeiten werden. Aber es gibt ja bestimmt noch Sachen, die uns nicht
eingefallen sind. Wer zu was anderem Lust hat, braucht sich nicht
gebunden zu fühlen - Platz gibt's genug.
Wer noch nichts weiß, kann ruhig auch mal vorbeischaun. Vielleicht
trinkt er ja ein Bier und hilft uns damit,den Laden zu finanzieren.
Ansonsten zählen wir auf der nächsten Seite erst mal auf, was wir ~
__ 1&1'" so vorhaben.~

I~de..~*~"",
0
.:l-
buch ~
f.A,'h.cL S()' -hr'WLWl.-1;.

(0 'm.Q..n. ci()l.. ~i.'12.


hCA.vtvtOve,y ~
{. ~a l W\Q)f\.. ""
sc.t,,\I\e.icle.vbe.~ ~
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~ ......... ~ ..
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'H ,('1 43 -1- \-A...l~ ~~(k.
ole.W\Vl.~S~ = ~ I...<..H,.,., W••~~
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l'lO ~cA, o.JJ kov",d. ".~ ~

ma.....x.;s \-isJ-J.e.. ~e.(!J"'~e..


'f>O~~uhe, oko\.\olM.~
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01'.4 k.J. ke,Ue-v
Sohon in der Zeit, als die Jugend- nigerma8en sicher organisieren zu
lichen Jaanovera die »eset~ u.d können, ohne gleich rausgeprtigelt
die inhaltliche Arbeit des JUgend- zu werden. Dies wäre ohne Zweifel
sentrumB ill der Arndtstra8e vorberei- passiert, wenn wir jetzt wieder
tet.. , zeigte sioh eines ganz deut- ein laus besetzt hätten.
liohl
81e hattn. alle ein riesiges :BedUrf- Aber genauso, wie sich jetzt alle um
nis naoh einer Umgebung, in der Bie den Erolg des Jugendzentrums Nord-
_1 das tun konnten, was de woll- stadt bemühen müssen, müssen auch
t ... die ForderunBen nach weiteren Zen-
Ohne ~ontrolle von den Eltern und tren unterstüt.t werden.
irgendwelchen Iausordnungenl
Sofort naoh dem "Einzug" in das lee- Denn die Stadt plant, wiel sie
re ~Urogebäude begannen die Aktivi- nicht wie eine alte Oma hinter der
tätenl neuen Bewegung hinterherhinken will,
Es entstanden spontan Gruppen, die 1m Iinblick auf die kommenden ~om­
gleich anfingen, sich über die zu- munalwahlen eine Begegnungsstätte
künfige Arbeit Gsdanken zu maohen fUr Jugendliche einzurichten.
und dieee zu verwirklichen. Zwar will die Stadt dort das letzte
Diese Gsdanken aber wurden sohon Wörtchen zu sagen haben, aber wenn
nach zwei Tagen lIIi t dem ltullenknüp- wir unsere tatsächliche Stärke durch
pel zerschlagen I Jti t Panzerwagen unsere Solidarität und unsere ge-
lie8 die Stadt das Gsbäude räumen. meinsamen ~edUrfnisse sichtbar
108 Jugendliohe sind dabei erst zu- machen, dann sprechen wir das aller-
sammengesohlagen und deann fest- letzte Wort I --
genommen worden. Wir brauchen nämlich noch viele
Bach der inüppelorgie fanden sioh Jugendzentren, aber die müssen so
weit über 2000 JUgendliohe zusammen, sein, wie wir sie wollen I I I
die gegen den brutalen Einsatz der
:Jbllen lIIi t einer großen Demonstra- Erst aber wollen und müssen wir die
~rnatra8e zu einem Zentrum fUr al-
tion protestierten.
Die Jugendliohen beSChlossen, wei- le Jugendlichen machen und das
ter daran zu arbeiten, ein Jugend- heißt i !Ur UNS !!
sentrum aufzubauen.
Informationen über bereits beste-
JFJr1,T IST ES SOWEIT I! ! ! ! ! 111' hende Projekte 1m Jugendzentrum
Nordstadt werdet ihr in den nächsten
Es wurde eine alte Fabrik gemietet, Tagen und Wochen durch Flugblätter,
wobei die Jtiete von den dort ar- Zeitungen und 5 Uhr Club erfahren.
beitenden Gruppen aufgebracht wer- Neue Initiativen müßt ihr selbst
den 1I'ir4. entwickeln. Eurer Phantasie sin"
Wir haben gesehen, daß es 1m Homent keine Grenzen gesetzt.
erst einmal notwendig ist, sich ei-

"DAS UWA ß"~\NC,l6~ J\A&ENDt.'E.~R.\.( ~


'NOR1)~iADT IST IN" 1)ER \,(oR\VsrR. Li-~O
\S . J'-tL' €R.ÖFl=NET !
'Bune.\'\.i~ne..~vn~V\.,~t(.,y Ge",~c,ke.V) cte,
G e,\Vo..l t u,,\I\J. el~e. Ro~~ Avme.e. TYQ,~+;o""
Vorbemerkung: brikbesetzungen, die ßnteignung der
Dieser Artikel soll verstanden wer= Feinde des Volkes durch das Volk:
den als ein Beitrag zur Diskussion die s 0 z i ale R e v 0 •
über die Formen der Gewalt in der lution.
revolutionären Bewegung, nicht als ReTolutionäre Gewalt kann nicht die
Programm und nicht als "Abgrenzung" Aktion einer vom Klassenkampf iso-
"Wir müssen uns innerhalb der Bewe- lierten Gruppe sein. die darauf hofft,
gung solidarisch mit den Genossen dass die Arbeiter irgendwann einmal
auseinandersetzen, die die Gewalt ihre Aktionen begreifen werden. Und
letzten Endes romantisieren, den das ist die RA~ nun einmal. Ober ihre
Klassenkampf auf ein grosses Pfad- Aktionen freuen sich die Linken in
finderspiel reduzieren." der Kneipe vielleicht mal, wenn sie

.~~
(883-revolutionäre Aktion Nr.86)
" ~~~~• ..1~
Genscher (im Dienste der Kapitali.
ein paar Biere drin haben, aber den
Klassenkampf bringen sie nicht weiter •
(Die Biere übrigens auch niC'ht).
sten) sagt: Gewalt ist kein Mittel • ~.."o~t.;o",:~~ b"""cJ{ v.."olM.~;o "';..
der Politik.
Genschers Bullen (auch im Dienste vf,.\r \(o.-d "'C"'~ i.... ott~ 't\~rolt.1.\.
der Kapitalisten) erschiessen Benno,
Petra, Georg, Thomas und Ian.
i\~ .~ LJ:J.. W'\'ca.".l ..tt.v ~t ...U .• ~e.
Sie prügeln auf Hausbesetzer in ~~...... ?,"OclV."~O'U",fVJ bu,~~ I ~••
Frankfurt, Kassel, Hannover, München,
Berlin. ~t"" .t;c" "Pud... ~~i~""\M\"'..t~",\~.. ~
Sie prügeln Streikbrechern den Weg
frei bei den Chemie-Konzernen Merck
~ .Jt&c.\. EI.. ~........ " (fin w•. ,,)
und Glanzstoff , bei den Metallarbei .. ,
terstreiks in Baden-Württemberg •••
Das ist Gewalt und das ist Politik.
+++++++++
5000 Menschen sterben je'des Jahr
bei Betriebsunfällen - weil die ProK
fite wichtiger sind als die Man. ,
schen. Wenn VW dieses Jahr 6000 Ar.
beiter entlässt, dann heisst das für
die anderen: keine Pausen mehr am
Fliessband, keine Krankmebdungen
(und wenn man sich mit 39 lieber ans
Band stellt), denn: wer krank wird,
fliegt. Und dann passieren Unfälle,
dann werden Krankheiten verschleppt,
dann geht auch mal einer dabei drauf.
Und das ist auch Gewalt.
++'+ ++++++
Die Herrschenden aind es, die die-
se Gewalt täglich anwenden, denn nur
mit Gewalt lässt sich die Herrschaft
der Feinde des Volkes über das Volk ~ .....~,...."
aufrechterhalten. Wenn militante Aktionen wie Fabrik-'
Und daraus folgt, dass die Gewalt auch heute noch nicht erfolgreich
der Herrschenden nur mit Gewalt zu sein können (weil wir noch zu schwach
brechen ist, dass die Revolution nur sind), so haben doch die Besetzung
mit revolutionärer Gewalt gemacht der Arndtstrasse oder die Fahrpreis-
werden kann. demonstrationen gezeigt, dass wir be-
Soweit ist die revolutionäre Linke reit sind zu kämpfen. Unsere Aufgabe
sich einig, soweit stimmen wir über- ist es nun, diese Ansätze weiterzu-
ein mit der Roten Armee lraktion. entwickeln und auf andere Bereiche zu
Aber wir verstehen unter revolu- übertragen wie: MietstreikS, Lehr.~t-~
tionärer Gewalt Massenkämpfe, Fa- lingskampf für Existenzlohn usw. ~

1
Wir haben ,jetzt sehr viel üoer rev o lutionäre Gewalt geschriebe n.
Aber wir wollen doch noch einmal erklären, was wir damit meinen:
\Jas i!l~ ye.vOW~;o\.t~~e. Ge..wa.lf ?,
~~ :'1"
frankreich 19bY - bei sollac in l o thrin ge n schlies s en sich 20 aroeiter
aes telefondienste s in e i n en s c na lt r a Qm 0 in - s ie z e rst d ren ar ci ~ e j n en
schalter - und da nn al Le zwei stQnd.e n einen wai ter e n - nach b stQnue n
ist die dir e kt i o n s owe i t , dass sie in a lles e inwi ll i ,~ t - frankreich 14.
ma i in nante s - in e ine r faorik wir a .;est rei Kt - d. ie aroeiter h ,;oer: .le n
d irekt o r in s eine~ biir o üngespe rrt - paro le: lilloe frist e ter st reiK -
Raris - die parise r u-oahnen e rh onen die r'ahr jJre ise - r en aul t-arD e iter
• klaue n" fa hrscheinhefte und v e r t ei l e n s i ·~ a:lf d en oaf'. llst, e i ,,;en - Le
navre - aie sa h o ta~ e " etl':; we iter - Ji~ l ,ü Jor a ro e it e l' vermisc h~ n w:;TrI
mit was s er unJ s e i fe ~ ~ in s t ück ei sen O l o c k i ~ rt ei ne mas c hine, di e
p La stik f las c be n he rs te llt - 4 8 s t.illClen ~a:J g ka nn n i Cht we iterl?:earo ~i S ~C
werde n - 4 :ni 11 i c n i, n fra r.c s aQsfal l - :[,:;!l kr~i c J] "wir h aben ·le n cn ·:~ f
daran geninde r t , ~ ~ f a i ~ t o ile t t e Z l ~ eh~n - 3r muss te in s~ i n ~~ r o
pissen - d'9 nn wenn wir ,~:n fi i e s s oanJ. s t i> n j ,~ r: l :ld s a6t an:' ~ c h wi .!. L .n,ü
pissen geb e n' - a n t,w o r t e te ;1" [' ty,; :' ~ a..:!l .j ir ao e b in d.Le :lO~ ;~! '" - tu:
rin - es strü ken i'1 ·~iner fao r ik seLten a~L3 ;:,~ s c h&fti gt e n gl ·3i c nz~
ti g - sond " rn nur 30wechs e ind - oft nar e in paar stun ~ an ~ r o s chic h t -
zwei oder d r e j a otdi lu n g~ I . - oi ~ e ine sc bl~ s s e !jJoti iti 0n im bd trleo ha-
ben und 011n'3 :l '~[' H n f 'lnktioni d I'e n :li e ;;~s a Uit e fli ess Daw.laroeit ~ est d r t
wird una s c l)li ess lic h Z QS3rnmenDr ~C; , ·;!1 :nass - :11 e all deren a b tei lungen
müssen ihr '3r. l oh:l ·Neite['Krieger, - turin 19':/ ) - f i d t W,lrü.d s o für mona=
te zu ,~in e :n riesi gen autofriedhof - f '~hlte n in L1e ~' e i lle n .... OC!l,Hl di e t 'i.
ren d e r f ia Lci - w ~ i i a ie karos s3 rie ~ dstr ~ i4t hatt e - 80 i n ~ dr nach-
sten di e p la stikvarklei d an~a n uer sc~ l a s slic hter - Jnd in de e i joe rnac ~ .
ste n di a reif'9 n - we il ooi pir e lLi ~es ~r ei~t NJrde - - - -

,· Eriillich '! Frage an 8 83:


Was habt ihr eigentlich ;z;egen die Bullen ?
Antwort:
Im Prinzip gar nichts. ~ber sie scheinen
was ge gen uns zu nao e n. Z,uminQest taQc n en

15000 .
i si 2. immer O!;e [·ad e d ann auf, wenn wir ver-
suchen, unsere Situation ein bis6cben zu
verschonern • und dann f 'jhr en si e sic h auf,
als woll ten sie uns mit aller Gewalt aaran
hindern ( was ihnen no c h viel zu oft ~e=
lingt ) . In wessen Interesse tun sie das
ei~äntlich? In unserem ae s timmt nicht. Sie

Polizisten sagen, si e sc hütz e n die urdnung im Staat.


Nenn sie diese Ordnung gegen .ms sctlützen
müssen, dann ist das nicht unser Staat,
sondern der Staat derjenigen, d ie unsere
Interessen :nit F'üssen tre t en, denen es nQr

mehr! I
auf ihr e n tT Ofit a nkom:ot. d olan ll;e wir vor
1 denen kri e chen, s inü. d ie aullen Qnsere
"Freunde und He l f er", wenn wir uns wehren,
versuchen sie, un s ferti g zu machen.
""""'f~ON"' ",
..,. ,"' . u,,..··.
(INlAur~ ...
10. """'I~ ...
.AU "U~'lll"'(1t.
HO:~A.l"("" .,..
. l ,~&t.k.., 1'-'-'/
A~ At.&fl'(c. r-....-...//
L..UPI...i6Ufrtl.-
",.(T[1. M CI&( ' - - . Y/
i~( SET«"' .•••
J", J.w Wo. J,..~ ,,-. A). t.-. A.u . r. . 1-1 """"'01._ ;.. .H..... kO.IW
FOr die Herren Im Senat handelt es
l..y~ ~"0..4~ ~U~~: e..:",~ :. . 0(....". ~l.IMl,.t.: ... u.- ~h-., &.'", sldl hierbei nur um einen formalen
BesdlluB über Räume und Reno-
;'" ..lt.- c....l.(.;,,~I-,.. ßt.=.A.t. ,i",al "0 ~ I"t.I)JJ. 1,J,t-.: vierungs kosten.
FOr uns geht e. hierbei aber U!ll
ganz direkte Lebensinteressen, ja um
Jnibürokratie plant Räumung des Hauses Existenzfragen.
Eine ausländische Familie mit 6 Kin-
Nicht mOßlg war auch der Kanzler dern. ein Studentenehepaar mit Kind
Callinstraße 11 der TU, Hermes, bel dem V.rsuch,
uns die materielle Grundlage unseres
findet elnfadl keinen angemessenen
Wohnraum. Es Ist bezeichnend. daß
Zusammenlebens zu nehmen. Nach- die spanischen Familien erst durch
Seit ca. einem Jahr halten wir das dem unser Haus 5 Jahre lang leer- die Bes.tzung der Callinstraße 11
Haus CallinstraBe 11 besetzt. Wir gestanden hat, In denen es der dl. Möglichkeit hatten, Frau und Kin-
waren In dieser Zeit nicht müßig. Oie Universitäts bürokratie nldlt möglldl der nadlzuholen, daB erst durch
Bewohner, 4 Familien mit 13 Kindern . zu sein sdlien, Ihre sowiso kurios unser Zusammenleben wenigstens
und 12 Enzelpersonen. machten sich anmutende Planung In die Tal um- die kra••••t.n Miß.tände In Bezug
an die Renovierung des Hauses. Mit sezutzen, entwickelte Hermes seit auf Arbeitssituation und Kinderaus-
gemeinsam aufgebradlten Geldern der Besetzung haktisdle Aktivitäten, bIldung gelöst werden konnten.
ad1affts" sie es, aus den total ver- die von Ihm gebrauchten Gelder zu
kommenden Zimmern wieder Woh- Wir haben es oft bekundet und
bekommen. Während er das lange stehen auch heute nom dazu : wir
nungen zu machen. Durch das Zu- leerstehen des Hauses vor der B&-
sammenleben von DeutSchen und sind bereit zu verhandeln , über Miet-
setzung au' einen .. Mangel an Vor- verträge, über Räumung. Oie Un-
spanischen Arbeitern war es möglich, hersehbarkelt" (nhp. 13. 6. 1971)
die besonderen Sdlwlerlgkelten aU8- möglichkeit, angemessenen Wohn-
zurückführt, entschloB er sich nach
IAndiadler Arbeiter (z. B. Arbeits- raum auf dem "freien Wohnungs-
der Besetzung plötzlich. um die markt· zu finden, zwingt uns Jedoch
Buche, Verkehr mit Behörden, Schul- Renovierungsgelder zu kämpfen. Ge-
probleme der Kinder) solidarisch an- eine Räumung nur dann zu dulden,
mäß Senal.protokoll vom 26. 4. 1972 wenn wir angemeaaenen Wohnraum
zupacken und z. T. zu lösen. bekam er Jetzt den Auftrag, das zu gleichen Bedingung.n g.st.llt be-
RAumungsverfahren gegen uni ein- kommen.
zuleiten.
Wenn Jedom die Herren vom Parla-
ment und Bürokratie uns ersatzlos
auf die Straße werfen .wollen, wenn
sie damit die Lösung der von uns
In Angriff genommenen Probleme
verunmöglichen wollen, wenn sie uns
wieder den Maklern und dergleichen
Gesocks zum AuspiOndem vorsetzen
wollen, dann sind wir gezwungen,
unser Haus zuverteldlgen, militant
und mit allen Mitteln.
Die WohnungssItuation vor einem
Jahr, die uns zur Besetzung ge-
zwungen hat, die wir als der kap.
Wohnungspolitik Immanente Proble-
matik begreifen, lAßt es uns zweifel·
halt .rachelnen, ob dl.... System
Oberhaupt willens und In der Lage
Ist, diese Problematik zu lösen. Oe...
halb, und weil es tUr uns um Exl-
stenzfragen geht, können wir uns
nicht allein auf mögliche Verhand-
lungen verlassen, sondern bereiten
slcherh.ltshalb.r schon heute die
Verteidigung vor, deshalb appellieren
wir jetzt an alle fortschrittlichen
Individuen, Gruppen, Organlaatlonen,
uns aktiv zu unterstOtzen.
Das WOhnungsproblem Ist kein Pro-
blem der Besetzer der Call1natraBe
und der Ausländer allein. Es betrifft
uns alle. Oie EntWicklung auf dem
Wohnungsmarkt seit dem letzten
Jahr Ist · nicht dazu ang.tan, Opti-
mismus zu verbreiten: Oie Probleme
der kap. StädtebaupoliUk lind Mlt-
dem nldlt verschwunden, sondern
haben aldl eher verschirft. In Han-
nover zeigten Ile Ildl am deutlldl-
Iten an dem Llndenplan-Skandal,
wo sich nach dem Willen des Haus-
besltz.ra durch dl. OberfOhrung von
Sozialwohnungen In Privateigentum
die Mieten pro Wohnung von derzeit
88,- DM aul Ob.r 300,- DM .rhö-
hen lollen, sie zeigen sich In der
Rlcldlnger Straße. wo die MI.t.r
eines Hauses In den Zahlstreik ge-
treten sind. Im ganzen Stadtteil
Linden werden WohnhAuser abgerl....
sen und Bürogebäude oder Appart.
menlwohnungen an Ihre Stelle ge-
setzt, deren Mieten von den Alt.
ml.t.rn nicht bezahlt w.rden können.
Wir werden Eudl über alle weiteren
Schritt. und Erg.bnlss. auf d.m
laufenden halten.
MI.t.rkolioktlv CallinstraBe

,~k~
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Nl'KI>S'rAO/
Iln->-... sk U' -je.:
. ,.
Seit neuestem geht das Gerücht um
dass ein linker Rund:'
funks eingerichtet wereen
einem halben Jahr
it sein (sagt das
ganze Unternehmen
nicht irgendwie er-
Wei agt das Gerücht,
dass es langsam Zeit wird, sich um
eine Art Programm für den Sender
zu kümmern. Alle linken Gruppen
(alle! !) sind hiermit aufgefordert
sich ihre Gedanken und Vorstellun='
gen zu machen, am besten auch
schon konkrete Vorschläge.
Bitte schleppt eure Ideen nicht
alle zur Redaktion dieses Blätt-
chens! wir ~issen auch nicht me4r
als h~er dr~nsteht. line zuverläs=
sige Kontaktadresse wird noch
rechtzeitig bekanntgegeben.
(Vielleicht kriegen wir dann ja
endlich mal ne Rundfunkseite.)
Also denkt mal schön.
Ihr könnt ja schon mal den Disc-
Jockey ausknobeln.
gez. Das r~rücht
iiiiMiiii;::==1
_para Ileie
73;~y -I-
MU.
KRITIK DER PI/PI LINl<S!<!:MMYNISMUS IN
/,(0 IM ~ fA. (M' lc 4It h ·D lt..
srREiKBEWEX;UNGEN IER WEIMARER HEr

~~~~~~~~I:~::~LT~7~1~~~==
ß__ fM4.",h-~Ut
€'cokc.
. J)"t.ytA,ho.sst.
nnnoot t
tn flfrti
Nr . '5 September/ Okt ober 1972 1 0 pi'.

..___ ~ ~...... + ~+ _ ~ l e in an ze i gen und so +++++ .. + ++++++ + i+++++l+ + .. .. .. ++ I ~


Til cl9e. sc:" i~" t c..:
Der Initiativkreis List begann Da diese Vertröstung uns nicht .k
seine Arbeit im lrÜhjahr dieses reichte, fÜhrten wir am 21.Juli die
Jahres mit einer Befragung in der lI.alaktion durch. ~
Perdinand-Wallbrecht-Str. Sie lief wie fOlgt ab:
Es kam dabei heraus: Einige Genossen begannen nachmit-
a) zuwenig geeignete Spielplätze. tags damit, einen Zebrastreifen auf
zuwenig Kindergärten; die Strasse zu malen.
b ) in der Ferd.-Wallbrecht-Str. Als etwa der halbe Überweg fertig
fehlt ein Fussgängerüberweg. war. kamen die Bullen (ein Uberfall=
Es folgte danach eine Grundsatz- kommando. Streifenwagen ) . Sie hin-
diskussion, in der wir zu folgen- derte die Gruppe daran, den Zebra-
dem Schluss kamen: streifen fertig zu malen und be-
Unser Ziel ist es. die Leute zu schlagnahmten das Material. Perso-
s olidarischem Handeln zu bringen, nalien wurden aufgenommen.
so dass sie ihre Interessen in Wichtig ist. dass die ganze Aktion
Selbstorganisation erkennen und unter der Zustimmung der Bevölkerung
vertreten können. Dies ist zu er - stattfand.
reichen, wenn sie an bestimmten Als die Bullen gekommen waren. ka-
Problemen orientiert Selbstiniti - men Stimmen aus der Menge. die mein-
ative und Selbstorganisation prak- ten, es sei eine Unversc~ämtheit.
tizi eren. dass die Polizei uns hindert. den
Unsere Gruppe darf nur spora- von der Bevölkerung geforderten Ze-
disch Probleme anreissen, sie darf brastreifen zuende zu malen.
nicht institutionalisiert werden. Es ist ein ErfOlg. dass sich die
++++++ Bevölkerung mit uns solidarisierte,
Als Anfangsobjekt entschieden obwohl wir eine rechtlich nicht ab-
wir uns für den Fussgängerweg in gesicher-t e Handlung vornahmen.
9J
,
der Ferdinand-Wallbrecht-Str. Es Es bleibt über die Aktion noch zu T,
fOlgte eine Diskussion über die sagen. dass die Stadt innerhalb von n,
Form der Aktion, die verhältnis- einer Woche einen Zebrastreifen an- t:
mässig lange dauerte. da bei eini- legte. B,
gen Genossen Bedenken bestanden. ++++++ "/
Aktionen zu starten, die rechtlich Noch einige Worte zu uneerem Kon-
nicht abgesichert sind. Wir be- zept. Wir haben bewusst eines ange- lJ
schlossen dann jedoch fOlgendes wandt. dass an dem der holländischen dJ
Vorgehen: Kabouters (Amsterdam) orientiert dI
a) Es werden Flugblätter verteilt. ist. Wir glauben. dass spontane Ak-
die auf den fehlenden - Zebra- tionen bis hin zu Happeningformen.
streifen, auf die negative Ant- die konkrete Interessen der Bevölke- ti
wort der Stadt bei einer Bür- rung aufdecken. momentan einen Weg ge
gerversBmmlung und auf eine Un- zur Bewusstseinserweiterung darstel-
terschriftensammlung von uns len. de
hinweisen. ++++++
b) Die Un~erschriftensammlung fin- Wir arbeiten jetzt weiter an dem ti
det einen Tag später an der Projekt IIJDBRLlDD und wollen eine de
Stelle des geplanten Zebra- Diskussion darüber in Gang bringen.
streifens statt. : Wir hoffen, dass dann Kinderläden
c) Gibt die Stadt bei der Oberer von der selbst aufgebaut
br1Dgung der Unterschriften werden.
kelAe Zusage, malem wi r deaon-
etratlv einen Zebraetreiden.
Wir ..... lten in 5 Stunden ca.
600 UDt.r.chrift.n. Diee. überga-
ben wir de~ ;_ o.sen" Schmaleti.g. haJ
der nacb • ver.icherte. .e
~ 4..a1Ohat e • Ysrkehresäh-
-1-" &D 4i...r Stelle.
,l(OWlMQlfJo

ß"'J il!t,
l1o~I4~q.lI.rt "

,

JOn 883,
am 7.7.72 wurde HAZ und HP folgende Notiz zugesandt:
"In der Nacht zum Freitag hat das "Kommando Brigitte 1I.0hnhaupt" in der
Tellkampfschule Wandparolen angebracht. Die bürgerliche Presse, in Han-
nover HAZ und HP, hat bisher alle &rklärungen der RAF ( Rote Armee Frak-
tion) systematisch unterdrückt, so die Erklärungen zu den Stuttgarter
Bombendrohungen, zum Anschlag auf das Springerhochhaus und den Aufruf
"An die Nachrichtenredakteure der westdeutschen Presse" •••
Wir verlangen die Veröffentlichung dieser RAP·&rklärungen und der vor_
1
liegenden Meldung. Wir verlangen nichts Unmögliches. Sollten HAZ und HP
dieser Forderung nicht nachkommen, müssen sie wissen, dass sie weit
drastischere . Y.assnahmen als Wandparolen provozieren."
• In Anbetracht der Absprachen über die Berichterstattung bei Demonstra-
tionen verwundert es nicht sehr, dass HAZ und HP diese Notiz verschwie-
• gen haben.
Hier die in der Tellkampfschule angebrachten Parolen für die Leser
der 883:
-- Die bürgerliche Presse, in Hannover HAZ und HP, hat bisher systema.
tisch alle RAF-Erklärungen unterdrückt. Deshalb greifen wir zum Mittel
der Wandparole __ (K........... ß.;,;~ .. tt.k..I..... ,~)--
;
-- Die Polizei - Dein Freund und Mörder --
Mopedfahrer bei Rot über die Ampel (HAZ 6 .7.): Todesstrafe --
Lehrling Epple zu schnell gefahren: Todesstrafe --
McLeod erschrocken über Bullen mit MP : Todesstrafe
Autodieb· in Berlin: ·Todesstrafe. Spet ialbehandlung Genickschuss
Kampf dem Polizeifaschismus --
Meinhof, Meins, Raspe und Braun wurden in Haft mehrmals schwer miss=
handelt, das ist der Anfang von Folter --
-- Näheres über RAP im Rotbuch 26 bei Wagenbach
-- Gesucht wird: Original des Ensslin-Kassibers - 1000DM Belohnung -
sachdienliche HinNeise an Rote Hilfe Berlin --
Freiheit f ür Brigitte Asdonk --
Springerpres se - Lügenpresse --
Kurras, Schultz, Hinzmann - auah ihr werdet noch genotwehrt
- - - ,- -

-- Protest ist, wenn ich aace, d88 ,~und das passt mir nicht. Widerstand
ist, wenn ich dafür sorge, dass das, was mir nicht passt, nicht länger
geschieht. (U.M.) --
-- Weg mit dem Wehrkundeerlass --
-- Der Tod ist jedem beschieden. Aber nicht jeder Tod hat die gleiche
Bedeutung. In alten Zeiten gab es in China einen Schriftsteller namens
Sima Tjiän. Dieser sagte einmal:"Bs stirbt allerdings ein jeder. Aber
der' ~od des einen istogewiobttger als der Tai-Berg. Der Tod des anderen
hat weniger Gewicht als Schwanenflaum." Stirbt man für die Interessen
des Volkes, ist der Tod gewtchtiger als der Tai-Berg. Steht man im Sold
der Faschisten und stirbt für die Ausbeuter und Unterdrücker des Volkes,
so hat der Tod weniger Gewicht als Schwanenflaum. --
-- Gegen die Diskriminierung demokratischer Anwälte --
-- Der Armut die Revolution entgegensetzen - über Armut in der BRD siehe
Roth' s Buch --
-- Ob Vietnam, Angola, Palästina, Mocambique - Brd-Monopole bomben mit
-- 20 000 Tote im Verkehr jährlich, weil aus Profitgier keine siche~en
Autos gebaut werden, 6 000 000 durch t ägliche Arbeitshetze psychi~ch
Kranke, usw. - und da keine Revolution?
-- Der Kampf hat erst begonnen --
-- Der reaktionären Militarisierung die revolutionäre Guerilla entgegen-
stellen --
-- Nicht länger darüber reden, wie der iaschismus zu verhindern ist,
denn er ist nicht zu verhindern - aber er ist besiegbar --
-- Ob Unternehmer, Richter, Polizist, autoritäre Meister oder Lehrer -
immer nach dem Grundsatz: einen bestrafen, hunderte erziehen --
Kommentar der HAZ zu diesen Parolen: "wirr"
Venceremos
Kommando Brigitte Mohnhaupt

Als wir diesen Brief bekamen, haben wir uns zunäChst mal sehr ge-
wundert. Wir haben ihn nämlich nicht so recht kapiert. Wir drucken
ihn trotzdem ab - mit der Aufforderung an das "Kommando Brigitte Mohn-
haupt", eine Erklärung zu einigen offenen hagen abzugeben:
Habt ihr ernsthaft geglaubt, mit ein paar Wandparolen und der
fürchterlichen Drohung, "weit drastischere Massnahmen" zu ergrei-
fen, die Presse zum Abdruck der RAP-Erklärungen zwingen zu können?
Habt ihr eigentlich eine ernsthafte politische Konzeption (ausser
des Hinweis auf Rotbuch 26)? Wenn ja, schreibt doch mal was darüber.
Wir ziehen die Konsequenzen der letzten Jahre -

wir wählen nicht!
4t Wir sammeln Unterschriften Sie sChmeissen sie in den
Papierkorb
4t Wir besuchen unsere Volks- Sie geben uns den Sprechstun-
vertreter im Stadtrat denterlllin
~ Wir bezahlen Gewerkschafts- Sie bequelllen sich, ab und zu
beiträge, hohe Preise, hohe Tariferhöhungen um 5 Prozent
Mieten auszuhandeln
4t Wir zahlen hohe Fahrpreise, Sie fahren dicke Autos
um zur Maloche zu ko~en
4t Wir sitzen uns den ~rsch ab Sie werden sofort bedient
im Wartezimmer de r Ärzte
4t Wir sind blass und krank Sie sind immer braungebrannt
von ihrer letzten Geschäfts-
oder Dienstreise
+ + + + + + + + + + + + + + + + + + + + +

Wir werden unsere Bedürfniss e nicht mehr illl Parlament, Stadtrat


und in der Gewerkschaftsbürokratie zerreden lassen, sondern werden sie
gemeinsam und direkt durchsetzen. Unser Kampfmittel ist die direkte
Aktion. Wir werden an verkehrsreichen Strassen Zebrastreifen malen,
Kinders pielplätze bauen, zwei-drei-viele Jugendzentren errichten, Miet:
streiks für ersch'Ninf!;lic he Mieten machen, wir werden monatelang leer-
stehende Wohnungen wieder beziehen, wir werden die Fliessbänder stop-
pen und uns gege n MTM und Refa wehren.
Wir werden bei unser er Politik auch Leute wählen müssen, die für uns
verhandeln, Leute bestimmen müs sen, die eine ~ufgabe erledigen. Nur,
wir werden sie nicht im geheimen für 4 Jahre hauptamtlich wählen, son-
dern durch öffentliche Diskussion im Stadtte il, in Betrieb, Werkstatt,
Bür o und Schule. Sie sind nur uns verantwortlich. Es werden auch nicht
nur die Leute gewählt , die etwas besonders gut können, sondern jeder
wird es lernen, unsere Interessen zu vertreten.
Wir werden vi elleicht Jahrzehnte brauchen. Aber eins ist klar - mit
Volks ve rtretern, Parteien, Bürokraten werden wir Schluss machen. Wir
werden so vi ele Erfahrungen mache n, bis wir alle gesellschaftlichen Be-
reiche se lbst v erwalten können . Nicht durc h Parlamente, sondern durch
Räte .

Michael Bakunin
StQQ.Hic.hke.i l-
A~o.vc.J..;t:.
VC#tti..1 Gu,;~.·tIf
A.. a ..c."i.s ..,,,,s
-.I
CEUTSCHEERSTAUSGABE 8.., .. ,'(f CA .. .1 'P".~I·J
490 Seiten 15.-CM
eJ.'I... '" "J...Ic......p 14() I
Verlag Karin Kramer
4.- j)ff
Be rufs schullehrer - Report Teil 1
Seit kurzem schwebt bei uns in der Berufs-
schule 111 ein glatt nach hinten gekämmter, dun-
kelhaariger Elvis-Presley-Typ umher. Kr bezeich-
net sich als Stadtmissionar und gibt uns also
"berufener Weise" Religionsunterricht.
Kr versucht mit seiner betont lässigen Art
("also Kirche finde ich nicht gut") seinen Kram
an uns zu bringen. ·
Auch wenn er in jeder Stunde mehrmals betont, dass
er auch mal De Lehre gemacht hat, sind seine Weis-
heiten immer noch die gleichen wie bei
dem alten Religionslehrer.
Kin Kernsatz war zum Beispiel:
"Reformen in der Bildung, Reformen
überhaupt, genauso wie alle Revolu-
tionen, ist doch alles Unsinn und
Scheisse. Ihr müsst d~ Bibel lesen!
In Russland bezahlt man sogar eine gan-
ze Kuh für eine Bibel" usw .usf.
Da frage ich mich, von wem ist er zum
Stadtmissionar "berufen", von irgendei-
nem Gott, oder von den Leuten, die kei-
ne Reformen, geschweige denn eine Revo-
lution mit Selbstverwaltung gebrauchen
können. Den letzteren Leuten Cd.h. den
Kapitalisten) würde er jedenfalls
sehr gut helfen, wenn er uns dazu
bringt, UDS isoliert ins Zimmer
zu setzen und die Bibel zu lesen,
um auf ein "Paradies" au warten.
Wir sollten doch lieber die Umwelt
selbst so gestalten, wie es uns
passt! Dann wäre er natürlich mit
seinen Bibeln überflüssig.
Deshalb könnten wir ihn seinen
Unterricht alleine machen lassen
UDd mal 45 ltinuten pennen (tun
wahrscheinlich schon viele), oder, . - -- -- --
wenn wir UDS einig sind, ihn wie
den Bundeswehrreklamemacher in Berufsschule V rausschmeissen!
r
Wir vergessen unsere alten
Bürger nicht.
Wir sorgen für sie.
Darum

elf Je,.
Lang811111 1I1!d eich Ja wohl bei euch d1e : Wir ha :'en am Sonnab~nd zu,n mindesten ge-
Baabule Ton der Jett Back Veranstaltun ~ , ..eigt, daß wir un.er Geld nicht ohne 111-
rumgesprochen haben: Sozialdr Eintritt
Ton 12 111 - als Ordner nrltlellete Rok- ••• arroganten
derstrebjn von jungen PopkapitUisten + •
Popetar. ohne Gegeleistung aus
ker, 1ie alle ohne Karh ni cht 1uc'ch- der Tascbe ziehen lassen. J(onzerte in
ließen - ott unt , r Ge.,al tan"enJung. ,f Hannover werden jetzt wohl mit mehr Rok-
Drinnen - 4000 Zuechauer. , kern, wchl noch böheren E1lltrittspreisen
lIach einem unheimlich luftJn J(onzertan- , wegen der Rlsiken oder Uberhaupt nicht
fang - LiTlng Blues - wollte "le GrVvpe
auf ·" "n.ch der ZUschauer elnige ZUsaban
,• mehr stattfinden. Ist da3 ein Ausweg?
geben. Das Terhinderte Jeft Deck. Die • Wir lIeinen nicbt. Wir können ..war 1[01l-
Hau~tbähne an der ~~rn.eit. beanspruch- .. erte mit lIon-pro f1 t-Grup pen wie Ton
te er fUr eich allein. Mit der ZUgabe Steine SCberben, Bröselmaschine etc.
war es aus. Dafür ließ er eich fUr Jen ors-n1s1eren. Aber erstens braucben
Aufbau und dem Ausrrobieren der Anlage d1ese Gruppen auch ein M1ndest_ß - Il
ziemlich Zeit. Einige Zuschauer gammel- Entschöd1gung fU_r Fahrtkosten, Auf-
ten draußen ra, wurden Wlruhiger und enthalt und Essen, ..weitells gibt es
forderten einige draußen auf, auch rein- nicbt Tiele dieser Gruppen und drittens
zuko' 1"r,en und sich semeln88111 Gegen di~ haben wir auch das Recht, ein. and.r.
Arroganz der Jeff Deck Group zu wehren. Art Mueik, nämlicb IlIIIgloamerikaniacb.
ZyniAch wurde es , a ls 11e Gruppe zwei a- Hockmueik,zu hören. Wir aeinen. daß di •
• erikanische und eine ')ritische nagge Stadt lIit Kohl.n fUr Popkonzerte raus-
authingen. Man fragte elch, wae da. 8011- rUcken ~llte. Si. gibt genug Zuschüs-
te. Einige buhten bereits, . schriee "80 s. tUr Op.rn, Tbeater oder StraßeDkunst
hOlle" und "hhn ..n runter". Danach ting aus. Und wer TOn uns Jugendlicben bört
d1e Beck-Group an, lustlos zu spiel ... eich scbon Schmalztenör. an oder kann
Die llIlte 8chwollen zua Chor an, der bald kUnstl.risch eertTOllen Bl.ch- oder Ze-
die Mualk Ubertönte. Reaktlon VOn Deck mentaonstren was abgewinn.a'
nach 10 MinutenI er wUrde vor ein.. 80 • lI1r fordern nie d r i g e p r e i -
lIi.erllbl ... Pablik... nicht .ehr weiter 11 s . bei Pop Konserte~.. Das wUrde zua
.pielell. T.il profitgierige Musikveranstalter +
Sprachs und v.rschwand samt • deren prUgelnde Ordner Ubernüö81g . .-
Grappe durch den Seitenausgang. Das ~ar , ·chen. Von allein werden d1e StadtbUro-
sn Tie1- nascb.n nogen, <.Ii. geeamte kraten slcb alle"dings daraut nicbt ein-
Anlage wurde de.oliert. Die Hocker grif- • lassen. K08IIt doch ins Unabhängige Ju-
ran sich einige aus dor Meng. raus. • g.ndsentrua lIordstadt. Dort haben Ju-
sacht.n io zur Sau und Uhergaben 81. d.r. g.ndliche ihre Int.ressen aelbstAnd1g
Polis.i. Die Bullen nah."II.en d....n Pereo- • ohne Einllischung d.r StadtjugaadbUro-
nalien au·t . Jetzt mUs s.n die Betreffenden' kratie in di. Band g8D~en und eiad
alt 'ner Anzeig. w.gea Bausfriedensbruch • dabei, sicb ein Zentrua aufzubaueIl.
und ~it fett.n ScbadeaaeraatzanklageD • Dort können wir aucb, z. B. 111 Lehr-
r.chn.n. Die Leut. hatten die Schnauze : lingskollektiT, überlag", wi. wir unse-
'tOll 'tOn arroganten Pop-Stars und prU- . " PUrderungen ..... 'b11Ugar und guter'
• gelnden Rockern und verdrUckt.n sich nach. Hock Mualk durc ....ta. . können •
laU80. •


,* *
21 . 10 . 72 ' BLACK PAN 'rriEi{ ' eine rrozeß - docurr.entation

' WIN~EH SOLDILR ' vietnam veteran~ acain ii t t a e war


be~ter film der berliner ' antifest"piele ;
weiitberlin
11 .1 1 . ' OLLAS POPULAl<;';S ' und andere polithche
kurzfilme aUii der 3. welt
die weiteren termine könnt ihr nen hannzetteln
entnehmen , die überall herum iichwirren .
filme im IGENDZENTRUM'
zum den iitrellen
21.10. 72 'BLACK PAJI'lHBIl' eiae _ .. 4......cCl. . .II't4~.~
28.10. 'WINTER SOLDIER' vietab
-' -

beiiter lila der berliner'


.,.'tel._ -p~LIM!I".:::...';~
---~.~
11.11. 'OLLAS POPULARIS' und a. polit. -a u .~
18.11. 'YOUNG LORIS' , 'WILMIRGTON' -- , '!BI-8QUAftEIS' - -
filme der new yorker newiireel-gruppe Uber ghetto.,
konzerne und hauabeaetzungen
25.11. 'ERSTES KAPITEL' , 'AKKORD' lilae von lrauenUber
die politiiiche aituation der lraaen
1.12. ''DIE LEHRLINGE'

2.12. 'STREIK BEI PIPER UND 8ILZ'


aUii der ge.chichte der arbeiterbewegung
16.12. 'LIEBE MUTTER, MIR GEHT ES GUT' wiederholung
anatomie eineii wilden itreikii, we.tberlin
30.12. 'IF'

6. 1. 73 'OKTOBERREVOLUTION' archivaufnahmen von 1917


13. 1. GESCHICHTEN VOM KÜBEU~IND' untergrundfilme
......&1',.
_p-GttJ ,l lile
-I-

Termine
, der Gruppen, die im Ju~end-
' ,
7,e ntr~ Nordstadt ar be iten :

Ki.nderladen sonnt ags 18.00 Uhr


Buchladen montags 1 g . 30 Uhr
donnerRta~s' 1q.~o
, "
'J hr
Rach,tshilfe dienstap:s 20.00 Uhr
Foto+Firmgruppe
mittwoC'hs 19.'0 Uhr
., !

mittwochs 19.00 Uhr


El ektro~rupp e
_ .l!J# J.. •

Kli~~ln'~~Qg@Nh Strassentheater
flamstags 16.00 Urlr
sonntags 16.00 Uhr

Porno-!-!ans wi 11 nicht", dass immer Le'hr lingsgruppe
Kleina'n zeip;en über ihn erscheinen. donnerstags 19.'0 Uhr
Gucne zur !J n t ergrabu :tg; des
':""ei stu:1 ~s . ys t e ms dr i nf';e r!d
.1." . Porno-Club sonntagfl 20.00 Uhr
tl efe r ul<.: ~ , ) e1:' englisci!e 'liiche r Weitere 'f ermine (und die Räume)
b~sOJlU t, :.'!,.i: .t.e i llD cc k /"·'r üc h te t werden am schwarzen Brett in der
des ?'ü cns , ):- . () . SI hSl., . n ,,~e h. ' Kneipe an~eschlagen. Wenn , nich t .
dR;~ - ;~ ri e .f k . , t l ll ; ~c nd ~en t.rU !;'i . müsst ihr nachfragen. am besten an
<laI' Theke •

Wenn alles beim alten bleibt, än "

dert sich nichts. Willy ' Huhn '


- Plülzi'J., ""cl tt""tr~r+l~
J 'll2;end zen trnm Nordstadt
Hannov er. KornRt r. 28- ;0
,i erlen Frei tal1, 20 Uhr
sJ.. ,d. ~i&"
"tr2~"!t,
....
se,. litkr '
.... Ik ...
r ~ff"
VOLLVERSAMMLUNG
"R~j -P,a;TR.CI-I
- es werden noch Leute ge-
sucht, die Fliesen lep;en kön- i .. 61 ... ,.~ ..dt4 RLffr'"n
nen !!!!! -
----- '1'4"""«1\ GAU Jt .. ff","~r I
)t4 TofU.
I
;I" willcr TTau,tr.
1»t SN~. "1 \ I
 Rote Hilfe Frankfurt [Aufnahme der Arbeit einer Roten
Hilfe in Frankfurt und Informationen über SPK], S. 9
883 – Hannover Nr. 1, April 1972  RED, Letzte Mäldung [Andreas Baader trifft sich
 RED, Jugendzentrum (TB) angeblich mit dem Hannoveraner Lokalpolitiker
 RED, Wir fordern ein unabhängiges Jugendzentrum für Neuffer], S. 10
Hannover gegen Ausbeutung – für Selbstorganisation, [S.
2]
883 – Hannover Nr. 3, Juni 1972
 O.N., Wir haben kein Haus, Wir brauchen ein Haus, Wir
nehmen uns das Haus z.B. Berlin Lützowstr. 3 / besetzt  RED, Sanierung = Profit (TB)
am 19.3.72 / was wir mit dem Haus vorhatten /  RED, Sanierung – Ein Spiel in 6 Akten / Worin gezeigt
Autowerkstatt, Kinderzentrum, Kneipe, Workshop, werden soll, wie Stadtverwaltung, Spekulanten und
Diskussionsräume / Die Besetzung, [S. 3/4] Großunternehmer versuchen das Volk aufs Kreuz zu
 RED, Neues vom Neuffer, [S. 5] legen, [S. 2]
 O.N., Autonome Republik + Bunker Zürich, [S. 6]  Mieterinitiative Linden, Mieterstreik in der Ricklinger
Straße / Die Forderung der Mieter: Renovierung der
Wohnungen! / Herabsetzung der Mieten!, S. 3
883 – Hannover Nr. 2, Mai 1972  O.N., warum UNABHÄNGIGES Jugendzentrum /
 RED, der Tag geht, wir kommen ... und bitte laß’ sie Lehrlingsbericht, S. 4
nicht meine Fabrik besetzten (TB)  Musikinitiative Hannover, Musik im Welfengarten /
 O.N., Silo-Report [Bericht über das Gemeinschaftshaus Organisiert eure Konzerte selbst! Bekämpft die Profit-
(SILO) im Wohnheimzentrum Herrenhausen], S. 2 Veranstalter!, S. 5
 O.N., Zeitungsmehldung. Wegen Unzucht mit der  Jugendzentrum Osnabrück [Besetzung und Räumung
eigenen Frau verurteilt, S. 2 eines Hauses für ein Jugendzentrums], S. 5
 RED, … geschlechtliche Reinheit der Jugend / Fick mal  Gegeninformation Rote Armee Fraktion [Erklärung der
wieder [Über die bürgerliche Sexualmoral], S. 3 RAF zum Bombenangriff auf das Gebäude des Springer-
 RED, Staat und Jugendzentrum / Neues von den Konzerns in Hamburg], S. 6
lächerlichen versuchen der Bürokraten, einen gerechten  FREAK-Brothers (Comic), S. 7
Kampf auf ein Abstellgleis umzuleiten … [Kampf in  O.N., Trampen, S. 8
Linden durch eine Bürgerinitiative für ein unabhängiges
freies Jugendzentrum], S. 3
883 – Hannover Nr. 4, Juli 1972
 RED, Befreiung der Freizeit [Nachdruck eines Artikels
aus der 883-revolutionäre Aktion Nr. 87], S. 4  RED, Ich gehe meilenweit für ein Bier im
 Rote Hilfe Info, Berlin. Solidarisiert euch mit dem Jugendzentrum Nordstadt ... und für den Sieg im
Jugendzentrum Tiergarten, S. 4 Volkstanz (TB)
 O.N., Existenzlohn [Aufruf von Lehrlingen zu einer  RED, was wird gemacht im Jugendzentrum Nordstadt /
Kundgebung am Opernplatz für einen Existenzlohn], [S. Kinderladen, medizinische und Sexualberatung, Balkon
5] für Volksredner, Kneipe, Drogenberatung, Buchladen,
 O.N., Freunde, Kollegen, Genossen [Redebeitrag von Filmgruppe, Rechtshilfe, KFZ-Werkstatt, S. 2
Lehrlingen auf einer Demonstration], [S. 6]  O.N., Von der Arndtstr. zur Kornstr., S. 4
 Lehrlingskollektiv, Der Mai ist gekommen /  O.N., Bulleninnenminister Genscher, die Gewalt und die
Augenzeugenbericht / Auch wir waren dabei [Mai- Rote Armee Fraktion,/ Was ist revolutionäre Gewalt?
Agitation linker Gruppen und das Verhältnis von Was ist direkte Aktion?, S. 5
Lehrlingen dazu], S. 7 u. 8  Mieterkollektiv Callinstraße, Unibürokratie plant
 RED, Die Erdnüsse exklusiv für 883 [Cartoon aus Räumung des Hauses Callinstr. 11, S. 7
Peanuts], [S. 8]  Das Gerücht [Einsetzung eines linken Rundfunksenders
in Hannover], S. 8

1
 Jugendzentrum Nordstadt, Termine der Gruppen,
883 – Hannoversche Achtachtdrei Nr. 5, S. 10
September/Oktober 1972  Die Brünings, Todesanzeige Hans Dietrich [„unser
 RED, Wir machen jetzt selbst Strassenkunst / Aktion lieber, herzensguter Hamster“ stürzte sich plötzlich
Zebrastreifen (TB) und unerwartet „im blühenden Alter von 6
 Initiativkreis List, Titelgeschichte Monaten aus dem Fenster zu Tode“], S. 10
[Unterschriftensammlung für einen Fußgängerweg in der
 Flugblatt, Filme im Jugendzentrum Nordstadt,
Ferdinand-Wallbrecht-Str. sowie Produktion eines
Hannover zum 21.10.72 bis 13.1.73
Zebrastreifens in Eigeninitiative], S. 2
(Filmprogramm)
 Kommando Brigitte Mohnhaupt, Brief an 883
[Dokumentation der vom „Kommando Brigitte
Mohnhaupt“ in der Tellkampfschule erstellten 883 – Revolutionäre Aktion / Bremen
Wandparolen, die den Abdruck von Erklärungen der RAF
Nr. 1, Januar 1973
durch die Lokalpresse zum Ziel haben], S. 3 u. 4
 RED, 883-Kommentar [Kritik an der Durchsetzbarkeit  RED, Thomas 3.2.72, Petra 16.7.71, Georg 4.12.71, Die

der Forderung mittels Wandparolen und Infragestellung Revolution stirbt nicht an Bleivergiftung (TB)

einer „ernsthafte(n) politische(n) Konzeption], S. 4  RED, es lebe der 883 Mythos, der jetzt wieder

 Fat Freddy’s Cat (Comic), S. 4 auferstanden ist / warum so eine Zeitung

 Willy Brandt (Bundeskanzler), „Wer morgen leben will, [Selbstverständniserklärung der Bremer Redaktion], S. 2

muß heute kämpfen“ [über dem Zitat ein Freakbrother  O.N, Solidarität mit dem Georg von Rauch-Haus! /

mit zum V-Zeichen gespreizten Fingern], S. 5 Schaffen wir 2, 3, 4, ... viele Georg v. Rauch-Häuser, S. 3

 O.N., Wir ziehen die Konsequenzen der letzten Jahre   Horst Mahler, Erklärung zum Prozeßbeginn, S. 4

wir wählen nicht! [Selbstverwaltung durch Räte als  Augustin Souchy, der freiheitliche Sozialismus / Die

Alternative zu Parlament, Stadtrat und Revolution ist keine Parteisache (Zitat Otto Rühle), S. 8

Gewerkschaftsbürokratie. Aufbau von eigenen  O.N., Die Autoritäre Schulung ist der Friedhof auf dem

Kinderläden und Besetzung von leer stehenden Häusern], die Selbstinitiative begraben wird! (Hin weis auf drei

S. 6 befreundete Zeitungen: der Metzger, Berliner Anzünder

 O.N., Berufsschullehrer – Report (Teil 1) [Bericht über und Hundert Blumen), S. 9

Religionslehrer an der Berufsschule III und  RED (Kleinanzeigen), S. 10

Aufforderung, dessen Unterricht zu sabotieren. Hinweis  RED (Beilage Flugblatt):

über den Rauswurf eines „Bundeswehrreklamemachers“  RED, Georg-v.-Rauch-Haus in Berlin – Jugendzentrum

in Berufsschule V], S. 7 in Bremen – was wir brauchen müssen wir uns nehmen!
Bringt eure Instrumente mit!
 RED, Zum Frühstücksei die 883 (Werbung in eigener
 RED, Warum brauchen wir ein freies Jugendzentrum?
Sache), S. 7
 Freak Brothers, Wir vergessen unsere alten Bürger
nicht. Wir sorgen für sie. Darum 883 (Comic), S. 8 883 – Revolutionäre Aktion / O.R.A.
 O.N., Bambule in der Niedersachsenhalle [Bericht Bremen Nr. 2, Mai 1973
über ein Konzert der Jeff Beck Group. Statement
 RED, der Sommer wird noch heißer! / Straßenschlacht in
gegen „profitgierige Musikveranstalter“ und Frankfurt. Selbstorganisation der Arbeiter, Schüler und
Forderung nach „billiger und guter“ Rockmusik im Studenten (TB)
Stil von Ton Steine Scherben], S. 9  RED, O.R.A. Selbstkritik [Diskussion um das Konzept
 RED, Filme im Zentrum (Kinoprogramm 21.10 – einer lokalen Bremer 883 im Verhältnis zu der 883-

11.11.1972), S. 9 Ausgabe in Hannover und einer bundesweiten Zeitung],


S. 2
 O.N, Betriebskonflikte [Bakunin-Poster], [S. 3]

2
 O.N, Straßenschlachten in Frankfurt / Hintergründe / Die  Lehrlingsgruppe des besetzten Hauses „Auf den Höfen
erfolgreiche Verteidigung / der Kampf geht weiter! / 30/32“, Freitag 13. July [Ankündigung einer
Öffentliche Tribunale!, S. 3 Filmveranstaltung im besetzten Haus zum Thema
 Schwarze Hilfe Bremen, die bullen sind die zuhälter der Lehrlingsausbeutung], S. 8
justiz / der gerichtssaal das bordell des kapitalismus / Wir  AAB-Berlin, Bericht des Anarchistischen Arbeiterbundes
werfen nicht nur mit Pflaster.... Wir verteilen auch (AAB)-Berlin [über Auseinandersetzungen im Betrieb
welches!, S. 5 der deutschen Reichsbahn], [S. 8]
 RED, Selbstorganisation im Klassenkampf [Historischer
Abriß zur Selbstorganisation von der Pariser Kommune
bis zu einer Kritik an den sozialistischen Staaten], S. 5
 Lehrlingsgruppe des Jugendzentrums „auf den Häfen
30“, Bericht [über die Arbeitssituation], S. 6
 RED [Hinweis auf eine polizeiliche Durchsuchung der
883-Kontaktadresse in Bremen im Januar mit
Maschinenpistolen], S. 6

883 – Revolutionäre Aktion / O.R.A.


Bremen Nr. 3, Juni/Juli 1973
 RED, Revolutionäre aller Länder vereinigt Euch! / Alle
Macht dem Volk (TB)
 O.N., Die spanische Revolution: Alle Macht den Räten –
nicht der Partei! [Materialien zur spanischen Revolution:
Selbstorganisation im Klassenkampf / Das
Organisationskonzept der revolutionären Syndikalisten in
Spanien 1931. Fortsetzung angekündigt], [S. 2 u. 3]
 O.N., Direkte Aktion. 10 Wochen Streik haben unsere
Macht verstärkt [Bericht eines belgischen Dockarbeiters
über den am 6. April 1973 einen Gent ausgebrochenen
„wilden“ Streik der dortigen Hafenarbeiter], [S. 4 - 6]
 O.N., Uruguay / El Deber De Todo Revolucio Nario Es
Hacer La Revolucion / Anarcho-Bewegung Heute
[Bericht über Kämpfe der Anarchisten und Syndikalisten
in Uruguay.bericht über die anarchistische „Kommune
des Südens“ in der nächsten 883 angekündigt], [S. 6]
 O.N., Schwarze-Hilfe. Macht kaputt, was euch kaputt
macht/ Das grösste KZ der Menschheitsgeschichte: die
kapitalistische Produktion [Bericht über die
Unterstützungspraxis der Bremer und Hamburger
Gruppen der Schwarzen Hilfe], [S. 7]
 Schwarze Hilfe Hamburg, Auszug aus dem Konzept der
S-H Hamburg, [S. 7]
 FZA, Kunstmaler verschandelte Schild. Bekommt er bald
sein „Honorar“ [„Fränkische Landeszeitung“
kommentiert auf ein Straßenschild gemaltes A], [S. 7]