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Codierung

H.-G. Hopf
Inhalt

• Informationsübermittlung

• Codierung von Zeichen

• Kommunikationsfehler

• Codierung zum Erkennen und


Beseitigen von Fehlern

GDI: Codierung / 2 © H.-G. Hopf / WS2005/06


Inhalt

• Informationsübermittlung

• Codierung von Zeichen

• Kommunikationsfehler

• Codierung zum Erkennen und


Beseitigen von Fehlern

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Informationsübermittlung
• Ideale Kommunikation
Übertragungskanal

Sender Logischer Kanal Empfänger

Nachrichtenalphabet

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Informationsübermittlung
• Übertragungsmedium

– Nachrichten können nicht direkt vom Sender


zum Empfänger übertragen werden.
– Um Information von einem Sender zu einem
Empfänger übermitteln zu können, benötigt
man ein physikalisches Übertragungs-
medium.
– Mögliche physikalische Übertragungsmedien
sind z.B:
• Luft (Schall), Licht, elektromagnetische Felder,
elektrische Leitungen
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Informationsübermittlung
• Technische Realisierung
Übertragungskanal

Sender Logischer Kanal Empfänger

Physi-
kalischer
Kanal
Sender Encoder Decoder Empfänger

Zuordnungstabelle

Nachrichtenalphabet Signalalphabet Nachrichtenalphabet

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Informationsübermittlung
• Technische Realisierung Beispiel
Übertragungskanal

Sender Logischer Kanal Empfänger

Luft

Mensch Mund Ohr Mensch

Zuordnungstabelle

Nachrichtenalphabet Signalalphabet Nachrichtenalphabet

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Informationsübermittlung
• Übertragungskanal (channel)

– Die allgemeine Bezeichnung für den


Übertragungsweg ist Übertragungskanal
(NTG 0902).
– üblicherweise wird durch einen Zusatz
hingewiesen auf:
• die Verwendung:
Fernsprechkanal, Fernsehkanal, Datenkanal
• das Übertragungsmedium:
Funkkanal, drahtgebundener Kanal
• physikalische Besonderheiten:
Trägerfrequenzkanal, Zeitkanal

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Informationsübermittlung
• Übertragungskanal (channel)

– Übertragungskanäle können verschieden


strukturiert sein.

Man unterscheidet:

• Raumkanal

• Zeitkanal

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Informationsübermittlung
• Übertragungskanal (channel)

• Raumkanal:
Mit einem Raumkanal steht für jeden
Übertragungskanal eine eigene Leitung zur
Verfügung.

Kanal 1
Kanal 2
Kanal 3
Kanal 4

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Informationsübermittlung
• Übertragungskanal (channel)

• Zeitkanal:
Bei einem Zeitkanal wird innerhalb einer
Nachrichtenverbindung zu übertragende
Information nur in bestimmten, periodisch
wiederkehrenden Zeitfenstern übertragen.

Kanal 1
Kanal 2
Kanal 3

Zeit Kanal 4

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Informationsübermittlung
• Übertragungskanal (channel)

– Ein Zeitkanal ist bei pulsartiger Übertragung


der Übertragungskanal, der durch die
Zuordnung eines bestimmten Zeitintervalls
(Kanalzeitabschnitt) zu einem bestimmten
Eingangssignal und durch periodische
Wiederholung dieses Vorgangs in den
aufeinanderfolgenden Pulsrahmen entsteht
(nach NTG 0902).

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Informationsübermittlung
• Signal (signal)

– Um dieses Übertragungsmedium zu nutzen


wird die zu übertragende Information
(Nachricht) in eine geeignete, d.h.
physikalisch auf dem Übertragungsmedium
übermittelbare Form übersetzt.
– Die physikalische Form, in der eine Nachricht
(ein Zeichen) in der Realität gespeichert,
transportiert und verarbeitet wird, nennt man
Signal.

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Informationsübermittlung
• Signal (signal)
DIN Norm 44300 (1988)

– Signale sind als physikalisch wahrnehmbare


Tatbestände die Voraussetzung für die
Übermittlung und Speicherung von Zeichen.

Zeichenübertragung Nachricht
Zeichen Signal
Zeichenspeicherung Daten
(c) Krcmar 2005

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Informationsübermittlung
• Signal (signal)
DIN Norm 44300 (1988)

– Zwischen Nachricht und Daten wird anhand


der Verwendung so differenziert, dass die
Zeichenübertragung zu Nachrichten führt,
während ihre Speicherung in Datenform
geschieht.
Zeichenübertragung Nachricht
Zeichen Signal
Zeichenspeicherung Daten
(c) Krcmar 2005

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Informationsübermittlung
• Signal (signal)

– Mögliche physikalische Signale sind:


• akustische Laute
Sprache, Warnsignale, ....

• optische Zeichen
Schrift, mathematische Formeln, LED-Anzeigen,
...

• elektrische Signale
Meßwerte, Diagramme, ...

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Informationsübermittlung
• Signal (signal)

– Signale, die nur zwei definierte Zustände


(Signalwerte) annehmen können, nennt man
binäres Signal.
• Für das bevorzugte Binärsignal, die elektrische
Spannung, kann beispielsweise die positive Logik
vereinbart werden:
– 0: niedriges Potential z.B. 0 Volt (low)
– 1: hohes Potential z.B. 6 Volt (high)
– Die verwendeten Signale gehören dem sog.
Signal-Alphabet an.

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Informationsübermittlung
• Signal (signal)
– Flaggen sind als Signalmittel immer
noch unerlässlich. Wo elektronische
Kommunikationsmittel versagen
oder ihr Einsatz nicht erwünscht ist,
helfen Flaggen, um Mitteilungen
weiter zu geben.

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Informationsübermittlung
• Signal (signal)

Verkehrsampelsignale:

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Inhalt

• Informationsübermittlung

• Codierung von Zeichen

• Kommunikationsfehler

• Codierung zum Erkennen und


Beseitigen von Fehlern

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Codieren von Zeichen
• Codieren von Zeichen
– zur technischen Realisierung der
Übertragung

• Codierungsverfahren
– zum Schutz vor Übertragungsfehlern
(fehlererkennende, fehlerkorrigierende
Codes)
– zum Schutz vor unberechtigtem Lesen
(Verschlüsselung, Kryptographie)

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Codieren von Zeichen
• Codieren (coding)

– Codieren nennt man den Vorgang der


Übertragung des Nachrichten-Alphabets in
das Signal-Alphabet.

Nachrichten- Signal
Codieren
Alphabet Alphabet

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Codieren von Zeichen
• Codieren (coding)

– Das Übersetzen vom Nachrichten-Alphabet in


das Signal-Alphabet geschieht mit Hilfe einer
Zuordnungsliste.
– Diese Zuordnungsliste nennt man Code.
Nachrichten- Signal
Codieren
Alphabet Alphabet

Zeichen Signal

GDI: Codierung / 23 © H.-G. Hopf / WS2005/06


Informationsübermittlung
• Signal (signal)
– Flaggen sind als Signalmittel immer
noch unerlässlich. Wo elektronische
Kommunikationsmittel versagen
oder ihr Einsatz nicht erwünscht ist,
helfen Flaggen, um Mitteilungen
weiter zu geben.

alpha bravo charly .....

0 1 2
GDI: Codierung / 24 © H.-G. Hopf / WS2005/06
Codieren von Zeichen
• Codieren (coding)

Zeichen Signal

„a“ (alpha)

„b“ (bravo)

„c“ (charly)

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Codieren von Zeichen
• Codieren (coding)

Zeichen Signal

Go
(Freie Fahrt)

Stop
(Stopp)

Prepare to go
(Bereitmachen zum Losfahren)

Prepare to Stop
(Bereitmachen zum Anhalten)
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Codieren von Zeichen
• Codieren (coding)

– Beispiel: Bei digitaler Übertragung werden


Signale auf der Basis einer binären
Darstellung als Bitfolge realisiert.
– Die Zeichen des Nachrichtenalphabets
werden somit in Bitfolgen übersetzt. Damit
definiert die folgende Abbildung einen Code:

Zeichen Bitfolge

– Die Größe des im Signalalphabets darstellbaren


Zeichenvorrats hängt von der Länge der Bitfolge ab.
GDI: Codierung / 27 © H.-G. Hopf / WS2005/06
Codieren von Zeichen
• Codieren (coding)

– Für eine sinnvolle Übertragung darf der


Elementarvorrat des Signal-Alphabets nicht
kleiner sein als der Elementarvorrat des
Nachrichten-Alphabets.
Zeichen Signal
Elementarvorrat(Zeichenalphabet) <=
Elementarvorrat(Signalalphabet)

EV(Zeichenalphabet) <= EV(Signalalphabet)

GDI: Codierung / 28 © H.-G. Hopf / WS2005/06


Codieren von Zeichen
• Codieren (coding)

Zeichen
Go

Stop

Prepare to go

EV = 4 Prepare to stop
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Codieren von Zeichen
• Codieren (coding)

Zeichen Signal

?
EV = 4 EV = 2

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Codieren von Zeichen
• Codieren (coding)

Zeichen Signal

00

01

10

11
EV = 4 EV = 4

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Codieren von Zeichen
• Codieren (coding)

Zeichen Signal

Zuordnungsliste
00

01

10

11

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Codieren von Zeichen
• Codieren (coding)

– Zuordnungsliste
Nachrichten- Signal-
alphabet alphabet

00

01

10

11

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Codieren von Zeichen
• Codieren (coding)

– Zuordnungsliste
Nachrichten- Signal-
alphabet alphabet
0 000
1 001
2 010
3 011
4 100
5 101
6 110
7 111
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Codierung von Zeichen

• Verschiedene Codes werden


verwendet:

– Morse - Code
– ASCII - Code
– EBCEDI - Code

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Codierung von Zeichen
Morse - A .- L .-.. W .--
Code B -... M -- X -..-
C -.-. N -. Y -.--
D -.. O --- Z --..
E . P .--. CH----
F ..-. Q --.- Ä .-.-
G --. R .-. Ö ---.
H .... S ... Ü ..--
I .. T -
J .--- U ..-
K -.- V ...-
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Codierung von Zeichen
ASCII -
Code

Einge-
Voller
Zeichenvorrat schränkter
Zeichendarstellung Zeichensatz
Zeichensatz

Buchstaben / groß 26 0

Buchstaben / klein 26 26

Parity-Bit
Ziffern (0-9) 10 10
Darstellung von
Grafiksymbolen
Sonderzeichen 33 27

Steuerzeichen 33 32

Elementarvorrat EV 128 95

GDI: Codierung / 37 © H.-G. Hopf / WS2005/06


Codierung von Zeichen

GDI: Codierung / 38 © H.-G. Hopf / WS2005/06


Codierung von Zeichen
ASCII -
Code

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Codierung von Zeichen
• Beispiele ASCII -Zeichensatz:
– 'A' entspricht Wert 65

Buchstabe A: 'A' 65 ganze Zahl

– ‘LF' entspricht Wert 10

Zeilentrenner: ‘LF' 10 ganze Zahl

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Codierung von Zeichen
EBCDI -
Code

Ziffernteil

Zonenteil

Elementarvorrat
EV = 256
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Codierung von Zeichen
EBCDI -
Code

GDI: Codierung / 42 © H.-G. Hopf / WS2005/06


Codieren von Zeichen
• Decodieren

– Die Zuordnungsliste muss sowohl dem


Sender als auch dem Empfänger bekannt
sein.
– Der Empfänger von Signalen muss aus den
ankommenden Signalen, auf der Basis der
Zuordnungsliste, die ursprüngliche Nachricht
(Information) ermitteln (rekonstruieren).
– Diesen Vorgang bezeichnet man als
Dekodieren.

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Codieren von Zeichen
• Decodieren

– Dies geschieht durch stellenweise Auswerten


des ankommenden Zeichens aus dem Signal-
Alphabet.

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Codieren von Zeichen
• Decodieren

• Für ein Signalsystem mit B Basis-Werten bedeutet


das Auswerten einer Stelle das Treffen von
sogenannten 1 aus B Entscheidungen.
• Unter einer 1 aus B Entscheidung versteht man
eine Auswahl-Entscheidung aus einer Menge von
B Möglichkeiten:
entweder das 1. Zeichen
oder das 2. Zeichen
oder das 3. Zeichen
...
oder das B. Zeichen ist eingetroffen.

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Codieren von Zeichen
• Decodieren

– Code-Baum

1 aus 4
Entscheidung

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Codieren von Zeichen
• Decodieren

– Code-Baum

1 aus 4
Entscheidung

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Codieren von Zeichen
• Decodieren 0 00
1 01
0
– Code-Baum .. 0.
1
9 09
2
xx
.. 0 90
8 1 91

9 .. 9.
9 99
Erste zweite
1 aus 10 Entscheidung 1 aus 10 Entscheidung
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Codieren von Zeichen
• Decodieren 0 00
1 01
0
– Code-Baum .. 0.
1
9 09
2
91
.. 0 90
8 1 91

9 .. 9.
9 99
Erste zweite
1 aus 10 Entscheidung 1 aus 10 Entscheidung
GDI: Codierung / 49 © H.-G. Hopf / WS2005/06
Codieren von Zeichen
• Decodieren

• Für ein binäres Signalsystem bedeutet das


Auswerten einer Stelle das Treffen von
sogenannten Binärentscheidungen.
• Unter Binärentscheidung (Alternativentscheidung)
versteht man eine Ja-Nein-Entscheidung (Auswahl
aus 2 Möglichkeiten: entweder das Zeichen 0
oder das Zeichen 1 ist eingetroffen).

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Codieren von Zeichen
• Decodieren

– Code-Baum

0 00
0
1 01
xx
0 10
1
1 11
Erste zweite
Binärentscheidung Binärentscheidung
GDI: Codierung / 51 © H.-G. Hopf / WS2005/06
Codieren von Zeichen
• Decodieren

– Code-Baum

0 00
0
1 01
01
0 10
1
1 11
Erste zweite
Binärentscheidung Binärentscheidung
GDI: Codierung / 52 © H.-G. Hopf / WS2005/06
Codieren von Zeichen
• Decodieren
Messen des Informationszuwachses
– Mit jeder getroffenen Auswahlentscheidung
ist ein Informationszuwachs verbunden.
– Zur Definition einer Maßzahl benutzt man als
Referenzsystem das binäre Signalsystem
• Der Informationszuwachs pro Stelle ist bei
gleicher Wahrscheinlichkeit des Eintreffens von '0'
und '1' genau 1 bit.
• Eine Binärentscheidung bringt damit den
Informationszuwachs 1 bit.

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Codieren von Zeichen
• Decodieren

– Code-Baum

00 0 00
0
01 1 01
xx xx
10 0 10
1
11 1 11
1 aus 4 Erste zweite
Entscheidung Binärentscheidung Binärentscheidung
GDI: Codierung / 54 © H.-G. Hopf / WS2005/06
Codieren von Zeichen
• Decodieren

– Code-Baum

0 00
0
1 01
xx
0 10
1
Log24 = 2
Binär- 1 11
entscheidungen Erste zweite
Binärentscheidung Binärentscheidung
GDI: Codierung / 55 © H.-G. Hopf / WS2005/06
Codieren von Zeichen
• Decodieren 0,1
0 0
1 1
0..2 2 2
– Code-Baum
0..4 3 3
3,4
0 4 4
x 5 5
5,6
5..7 6 6
1
x 5..9 7 7
.. 8 8
Erste Binär-
entscheidung
8,9

9 Zweite Binär- 9 9
entscheidung
1 aus 10 Dritte Binär- vierte Binär-
Entscheidung entscheidung entscheidung

GDI: Codierung / 56 © H.-G. Hopf / WS2005/06


Codieren von Zeichen
• Decodieren 0,1
0 0
1 1
0..2 2 2
– Code-Baum
0..4 3 3
3,4 4 4
x 5 5
5,6
5..7 6 6
5..9 7 7
8 8
Erste Binär-
entscheidung
8,9
Log210 =3.32 9 9
Zweite Binär-
Binär- entscheidung
entscheidungen Dritte Binär- vierte Binär-
entscheidung entscheidung

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Codieren von Zeichen
• Decodieren
Entscheidungsgehalt
(decision content) EG:

– gibt den Informationsgehalt eines Signals an

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Codieren von Zeichen
• Decodieren
Mittlere Entscheidungsgehalt EG:

– mißt die Anzahl der Binärentscheidungen, die


im Mittel notwendig sind, um ein Signal zu
erkennen.

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Codieren von Zeichen
• Decodieren
Mittlere Entscheidungsgehalt EG:

– Der mittlere Entscheidungsgehalt für ein


Signal-Alphabet (B Basiswerte, s Stellen) ist
damit ganz allgemein festgelegt durch:

EG = log2 EV = log2 Bs = s log2 B

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Codieren von Zeichen
• Decodieren
Entscheidungsredundanz ER:

– Besitzt das Signalalphabet SA einen


größeren Elementarvorrat als das
Nachrichtenalphabet NA

EVNA <= EVSA

so werden nicht alle Zeichen des Signal-


alphabets zur Informationsübermittlung
benutzt.
GDI: Codierung / 61 © H.-G. Hopf / WS2005/06
Codieren von Zeichen
• Decodieren
Entscheidungsredundanz ER:

– mißt über die Anzahl der überzähligen, nicht


genutzten Zeichen des Signalalphabets

– mißt die ungenutzte Informationskapazität


des Signalalphabets.

GDI: Codierung / 62 © H.-G. Hopf / WS2005/06


Codieren von Zeichen
• Decodieren
Entscheidungsredundanz ER:

– mittlerer Entscheidungsgehalt von


Signalalphabet SA und Nachrichtenalphabet
NA wird verglichen:

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Codieren von Zeichen
• Decodieren
Entscheidungsredundanz ER:

ER = EGSA - EGNA

Mittlerer
Entscheidungsgehalt des Mittlerer
Signalalphabets Entscheidungsgehalt des
Nachrichtenalphabets

GDI: Codierung / 64 © H.-G. Hopf / WS2005/06


Codieren von Zeichen
• Decodieren
Entscheidungsredundanz ER:

ER = EGSA - EGNA
= log2 EVSA - log2 EVNA
EVSA
= log2 EV
NA

GDI: Codierung / 65 © H.-G. Hopf / WS2005/06


Codieren von Zeichen
Zeichen Signal

00

01

10

11
EVNA = 4 EVSA = 4
EGNA = log2 4 = 2 EGSA = log2 4 = 2

ER = log2 (EVSA/EVNA ) = log2 (4/4) = 0


GDI: Codierung / 66 © H.-G. Hopf / WS2005/06
Codieren von Zeichen
Zeichen Signal

00

01

10

11
EVNA = 4 EVSA = 4
EGNA = log2 4 = 2 EGSA = log2 4 = 2

ER = EGSA - EGNA = 2 - 2 = 0
GDI: Codierung / 67 © H.-G. Hopf / WS2005/06
Codieren von Zeichen
Zeichen Signal

000
001
010
011
100
101
110
111
EVNA = 4 EVSA = 8
EGNA = log2 4 = 2 EGSA = log2 8 = 3

ER = log2 (EVSA/EVNA ) = log2 (8/4) = 1


GDI: Codierung / 68 © H.-G. Hopf / WS2005/06
Codieren von Zeichen
Zeichen Signal

000
001
010
011
100
101
110
111
EVNA = 4 EVSA = 8
EGNA = log2 4 = 2 EGSA = log2 8 = 3

ER = EGSA - EGNA = 3 - 2 = 1
GDI: Codierung / 69 © H.-G. Hopf / WS2005/06
Codieren von Zeichen
Zeichen Signal

7 Bit ASCII Byte-Darstellung

0000 0000
0000 0001
0000 0010
................
1111 1111

EVNA = 128 EVSA = 256


EGNA = log2 128 = 7 EGSA = log2 256 = 8

ER = EGSA - EGNA = 8 - 7 = 1
GDI: Codierung / 70 © H.-G. Hopf / WS2005/06
Codieren von Zeichen
• Decodieren
Entscheidungsredundanz ER:

– Die Entscheidungsredundanz ist 0 für


EGSA = EGNA

– Die Entscheidungsredundanz wird nie negativ


da gilt: EGSA >= EGNA

GDI: Codierung / 71 © H.-G. Hopf / WS2005/06


Zusammenfassung
• Signale
– physikalische Repräsentation von Zeichen
des Nachrichtenalphabets
• Codieren
– Übertragung des Nachrichtenalphabets in das
Signalalphabet
• Dekodieren
– Rücktransformation Signalalphabet nach
Nachrichtenalphabets
– die ankommenden Zeichen des
Signalalphabets stellenweise ausgewertet
GDI: Codierung / 72 © H.-G. Hopf / WS2005/06
Zusammenfassung
• Entscheidungsredundanz
– nicht genutzte Zeichen des Signalalphabets
– ungenutzte Informationskapazität des
Signalalphabets

GDI: Codierung / 73 © H.-G. Hopf / WS2005/06


Aufgabe
Nachrichten-
• Nachrichten- alphabet
alphabet 0 0
1 1
aus 16 Zeichen: 2 2
3 3
4 4
5 5
6 6
Hexadezimal- 7 7
system 8 8
9 9
10 A
11 B
12 C
13 D
14 E
15 F
GDI: Codierung / 74 © H.-G. Hopf / WS2005/06
Aufgabe
Nachrichten- Signal-
• Codieren (coding) alphabet alphabet
0 0000
1 0001
– Zuordnungsliste 2 0010
3 0011
4 0100
5 0101
6 0110
7 0111
8 1000
9 1001
A 1010
B 1011
C 1100
D 1101
E 1110
F 1111
GDI: Codierung / 75 © H.-G. Hopf / WS2005/06
Aufgabe
Nachrichten- Signal-
• Codieren alphabet alphabet
0 0000
1 0001
2 0010
1A = 0001 1010 3 0011
FF = 1111 1111 4 0100
BC = 5 0101
1011 1100 6 0110
7 0111
8 1000
• Decodieren 9 1001
A 1010
0101 1010 = 5A B 1011
1110 1111 = EF C 1100
D 1101
1001 1100 = 9C E 1110
F 1111
GDI: Codierung / 76 © H.-G. Hopf / WS2005/06
Aufgabe
• Nachrichten-
alphabet
aus 8 Zeichen:
Nachrichten-
alphabet
0
Oktalsystem
1
2
3
4
5
6
7
GDI: Codierung / 77 © H.-G. Hopf / WS2005/06
Aufgabe
• Codieren (coding)

– Zuordnungsliste
Nachrichten- Signal-
alphabet alphabet
0 000
1 001
2 010
3 011
4 100
5 101
6 110
7 111
GDI: Codierung / 78 © H.-G. Hopf / WS2005/06
Aufgabe
• Codieren

10 = 001 000 Nachrichten- Signal-


77 = 111 111 alphabet alphabet
32 = 011 010
0 000
1 001
• Decodieren 2 010
3 011
011 111 = 37 4 100
110 111 = 67 5 101
101 100 = 54 6 110
7 111
GDI: Codierung / 79 © H.-G. Hopf / WS2005/06