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Mobilfunksysteme:

GSM/SMS/EDGE/MMS

 GSM, die Systemarchitektur

6. Januar 2008
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Typische Anwendung von GSM....

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Einleitung

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History of cellular systems

 cellular concept: Bell Labs 1949


 (evolution from MTS to IMTS)
 1st generation:
 NATEL-A: 1980–1995, 5000 customers
 NATEL-B: 1983–2000
 NATEL-C: 1987–2000
 2nd generation:
 NATEL-D = GSM: 1993–…

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Standard deployment of cellular systems
(as of spring 2006)

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Statistics of Mobile Communications

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GSM – History

 1982: CEPT decides to set up pan-European standard


 originally: Groupe Spéciale Mobile
 new: Global System for Mobile Communications
 1987: MoU of 13 countries
 1989: ETSI (European Telecommunication Standardisation Institute)
acquires GSM
 1991: first tests


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Mobilendgerät: Mobilgerät, Antenne und SIM-Chipkarte

Das Mobilendgerät MT führt folgende


Haupt-Funktionen aus:
 Übertragung (Senden und Empfang)
der HF-Signale
 Steuerung der zugeordneten HF-
Kanäle
 Anzeige und Eingabe von Nachrichten
 Sprachkodierung bzw. Dekodierung
 Fehlerkorrektur für alle gesendeten
Informationen
 Verwaltung von internen Daten (z.B.
Speicherung der Tel-Nummern)
 Anpassung der
Übertragungsgeschwindigkeit
zwischen Anwender und Radiokanal
 Etc.

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Veranschaulichung der Begriffe MT2 und TE2

Drei verschiedene MT’s: MT0, MT1 und MT2.


MT0: Ein GSM-Endgerät, das voll funktionsfähig
ist und keine weitere Anschlussmöglichkeit
(Interface) hat, wird als MT0 bezeichnet.
MT1: Verfügt das GSM-Endgerät MT über eine
ISDN-Schnittstelle, wird es als MT1
bezeichnet. An dieser ISDN-Schnittstelle
PC-Card kann ein ISDN-Datenterminal (Terminal
MT2 (PCMCIA) Equipment TE1) direkt angeschlossen
werden. Wird ein Nicht-ISDN-Datenterminal
(Terminal Equipment TE2) angeschlossen,
bedarf es eines Schnittstellenumsetzers
(Terminal Adaptor TA).
MT2: Verfügt das GSM-Endgerät über eine
TE2 Schnittstelle, die nicht ISDN-kompatibel ist
(z.B. RS-232, V.24, PC-Card, IrDA,
PCMCIA), wird das GSM-Endgerät als MT2
bezeichnet. In diesem Fall kann ein Nicht-
ISDN-Datenterminal (TE2) direkt
angeschlossen werden.
Ein Datenterminal TE kann z.B. ein PC, ein
Mikrokontroller oder ein Bildschirm sein..

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Radio Interface (Luftschnittstelle Um), Übersicht

Luftschnittstelle: Zwischen Mobile Station (MS) und Base Station System (BSS).
GSM 900
 Uplink: 890-915 MHz (MS zu BTS)
 Downlink: 935-960 MHz (BTS zu MS).
 Kanalabstand: 200 kHz
GSM 1800
 Uplink: 1710-1785 MHz
 Downlink: 1805-1880 MHz
 Kanalabstand: 200 kHz
GSM 1900
 Uplink: 1850-1910 MHz
 Downlink: 1930-1990 MHz
 Kanalabstand: 200kHz

Kombination aus Vielfachzugriff im Zeit- und Frequenzmultiplex (Zeitmultiplex: Time


Division Multiple Access TDMA, Frequenzmultiplex: Frequency Division Multiple Access
FDMA).

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Base Station System BSS

Base Station System BSS besteht aus:


 Base Transceiver Station BTS (inkl. Antenne)
BSS BSS  Base Station Controller BSC
BSC BSC
Base Station Controller BSC:
 Stellt die physikalische Verbindungen zwischen
der Mobilverbindungsstelle MSC (Mobile-
Services Switching Centre auch Mobile
Switching Centre) und der Transceiverstation
BTS her
BTS BTS BTS
 übernimmt die notwendigen Kontrollfunktionen.
steuert den Handover
 konfiguriert den Datenfluss und regelt die
Sendestärke der BTS
 Eine BSC kann eine oder mehrere BTS
kontrollieren (bis zu einigen Hundert).

Base Transceiver Station BTS:


 Über Funkwellen Kontakt mit den
Mobilstationen. Empfangs- und Sendeantenne
 Für die Kanalcodierung- bzw. Dekodierung und
für die Verschlüsselung bzw. Entschlüsselung
verantwortlich
BSC
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Frequenzverteilung, Frequenzplan:
Zellenstruktur (7er-Cluster), Grösse: 100m …. 35km

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Antennenstandort

Die Sendeleistung (ERP, ERP =


effektive abgestrahlte Leistung,
effective radiated power):
 "sehr klein": Gesamtleistung ist
weniger als 10 W
 "klein": Die Gesamtleistung
liegt im Bereich zwischen 10 und
100 W
 "mittel": Die Gesamtleistung
liegt im Bereich zwischen 100
und 1000 W
 "gross": Die Gesamtleistung
liegt im Bereich oberhalb 1 kW.

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Location Area (LA)

Location Area:
 variable Anzahl von Funkzellen
(BTS)
 oft vom selben Base Station
Controller (BSC) kontrolliert
 BSC-übergreifende LAs sind möglich
(BSC am selben MSC!)
 LA-Bereich wird VLR-Datenbank
überprüft
 Grösse von LA abhängig von der
Verkehrsdichte und der Kapazität des
Besucher-Registers
 Optimale Grösse: Teilnehmerdaten
bei lokalen Bewegungen der
Mobilstation nicht ständig aktualisieren

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Network Subsystem NSS

Zum Network Subsystem NSS gehören


folgende Netzelemente:
SMS- NSS  Mobile-Services Switching Centre: MSC
GMSC SMS-
GMSC I-MSC (Mobilvermittlungsstelle)
 Equipment Identity Register: EIR
AuC (Geräte-Identitätsregister)
 Home Location Register: HLR
MSC (Heimatregister)
 Visitor Location Register: VLR
EIR HLR VLR (Besucherregister)
 Authentication Centre: AuC
(Authentifizierungszentrum)
 Gateway-MSC: GMSC
 SMS-Gateway-MSC: SMS-GMSC
 SMS-Interworking-MSC: SMS-I-MSC

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Network Subsystem NSS:
Mobile-Services Switching Centre MSC

Mobilvermittlungsstelle MSC
Kernstück eines Mobilfunknetzes
NSS
GMSC SMS- SMS-  Aufbau, Lenkung und Steuerung der
GMSC I-MSC Anrufe
 Auslösung des Anrufes
AuC
 Erfassen und Weiterleiten der Taxdaten
 Schnittstelle zwischen öffentlichem
MSC Mobilfunknetz und Festnetz (über
Gateways)
EIR HLR VLR
 Steuerung der Registerabfragen (zur
Registrierung, Authentifizierung und
Aktualisierung der
Aufenthaltsregistrierung)
 Steuerung der Handover (Wechsel der
Funkzellen)

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Network Subsystem NSS:


Equipment Identity Register EIR

Im EIR (Geräte-Identitätsregister) werden


Gerätenummern (IMEI) gespeichert:
SMS-
NSS  Weisse Liste: Auflistung aller bekannten
GMSC SMS-
GMSC I-MSC und gültigen IMEI’s
 Schwarze Liste: Auflistung aller defekten
AuC und gestohlenen IMEI’s
 Graue Liste: Auflistung der IMEI mit
MSC zweifelhaftem Status

EIR HLR VLR

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Network Subsystem NSS:
Home Location Register HLR

HLR (Heimatregister) beinhaltet folgende


Teilnehmerdaten:
SMS- SMS-
NSS  Die internationale Teilnehmer-
GMSC Identifikation (International Mobile
GMSC I-MSC
Subscriber Identity, IMSI)
AuC
 Die ISDN-Rufnummer der Mobilstation
(Mobile Station ISDN-Number, MSISDN)
MSC  Die Gerätedaten
 Die Parameter für die Authentifizierung
und Verschlüsselung
EIR HLR VLR
 Die abonnierten Dienste, unabhängig
vom gegenwärtigen Ort des Teilnehmers
 Der Aufenthaltsbereich LA (Location
Area) des Teilnehmers, damit dieser bei
ankommenden Rufen im Netz gefunden
werden kann, ohne dass er in jeder Zelle
gesucht werden muss.

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Network Subsystem NSS:


Visitor Location Register VLR

Visitor Location Register VLR:


 Aktuelle Position eines Teilnehmers wird
SMS- NSS im VLR (Besucherregister) gespeichert.
GMSC SMS-
GMSC I-MSC  Es enthält die Daten (z. B. IMSI,
MSISDN, etc.) aller Mobilstationen, die
AuC sich momentan im Verwaltungsbereich der
zugehörigen MSC aufhalten. Jedes Mal
MSC wenn eine Mobilstation Funkkontakt mit
einer neuen Funkzelle aufnimmt, wird die
EIR HLR VLR Registrierung erneuert.
 Ein Besucherregister VLR kann
mehreren MSC’s zugeordnet sein, in der
Praxis ist jedoch jedem VLR ein MSC
zugeordnet.

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Network Subsystem NSS:
Authentication Centre AuC

Authentication Centre AuC:


 geschützte Datenbank die eine Kopie
SMS- NSS der auf der SIM-Chipkarte gespeicherten
GMSC SMS-
GMSC I-MSC vertraulichen Daten enthält.
 Im AuC werden die Schlüssel für die
AuC Authentifizierung der Benutzer und die
Verschlüsselung ihrer Daten gespeichert,
MSC so dass diese vor dem Zugriff Fremder
und damit vor Missbrauch geschützt sind.
EIR HLR VLR  Die Schlüssel authentifizieren den
Benutzer und geben ihm den Zugang zum
jeweiligen Dienst frei.

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Network Subsystem NSS:


Gateway-MSC GMSC

Gateway-MSC GMSC:
NSS  Wickelt Gesprächs- oder Datenverkehr
SMS- SMS-
GMSC GMSC I-MSC mit dem Festnetz (z.B. PSTN) ab
 Wenn das Festnetz keinen direkten
AuC Zugang zu einem Heimatregister HLR hat,
leitet es die Verbindung an das GMSC des
MSC entsprechenden Mobilfunknetzes. Dieses
kümmert sich dann um die Verbindung
EIR HLR VLR zum mobilen Teilnehmer .

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Network Subsystem NSS:
SMS-Gateway-MSC SMS-GMSC
SMS-Interworking-MSC SMS-I-MSC

SMS-Gateway-MSC SMS-GMSC:
NSS  Liefert Kurzmitteilungen (SMS) von der
SMS- SMS-
GMSC
I-MSC
Kurzmitteilungszentrale (SMS-SC) an die
GMSC
Mobilstation
 Schaltstelle, welche die in der Zentrale
AuC
zwischengespeicherten Kurzmitteilungen
ins öffentliche Mobilfunknetz PLMN
MSC
übermittelt.

EIR HLR VLR


SMS-Interworking-MSC SMS-I-MSC
 Liefert SMS von der Mobilstation an die
Kurzmitteilungszentrale (SMS-SC)
 Schaltstelle, welche die im Mobilfunknetz
abgesetzten Kurzmitteilungen in der
Kurzmitteilungszentrale zwischenspeichert

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Operations and Maintenance Centre OMC

Funktionen des OMC:


 Kontrolle und Wartung von MSC, BSC und BTS
OMC  Verwaltung der Abrechnungen
 Führen der Statistiken und der Verkehrsdaten
 Sicherheitsmanagement
OMC  Konfigurieren des Netzes
 Performance Management (Qualitätskontrolle)
 Organisieren und Verwaltung von Wartungsarbeiten
 Zur Überwachung des Netzbetriebs muss die OMC
auf die gespeicherten Gerätedaten des EIR und die
Teilnehmerdaten des AuC zugreifen können.
 Ein OMC kann ein gesamtes nationales
Mobilfunknetz oder auch nur Teile des Netzes
überwachen

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Short Message Service-Service Centre SMS-SC

Im SMS-SC werden die Kurznachrichten


(SMS) zwischengespeichert
SMS-SC  Mobilstation 1 sendet die
Kurznachricht zur
Kurzmitteilungszentrale SMS-SC,
welche diese speichert
 Die Kurzmitteilungszentrale SMS-SC
Storage übermittelt die gespeicherte
Kurznachricht zur Mobilstation 2
 Kurzmitteilungszentrale SMS-SC ist
eine Art „Store & Forward-
Einrichtung“ (Speicherung und
Weiterleitung).

Swisscom: +41794999000 SMS: 160 Zeichen à 7 Bit = 140 Byte =


1120 Bits

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Vielen Dank für Ihre


Aufmerksamkeit.

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