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06 Juni 2014
Sein bestes Buch
Mit «Script Avenue» (Wörterseh) hat der Basler Autor Claude Cueni das wohl aussergewöhnlichste Buch des
Jahres geschrieben. Obwohl selbst krebskrank, beschreibt er auf einfühlende und ironische Weise seine Lebens-
geschichte und nimmt den Leser auf eine literarische Achterbahnfahrt mit.
Interview: Matthias Ackeret Bild: David Burkhardt
Claude Cueni
Herr Cueni, ehrlich gesagt, selten hat mich
ein Buch so bewegt wie «Script Avenue». Sie
leiden an Leukämie. Auf der letzten Seite
schreiben Sie: «Da es mein letztes Buch sein
wird, soll es mein bestes werden.» Ist dies Ihr
Ernst?
Diese Frage können weder meine Ärzte
noch Mike Shiva beantworten.
Wie geht es Ihnen momentan?
Es geht mir gut, aber auf tiefem Niveau. Die
Leukämie ist im Blut nicht mehr nachweis-
bar. Aber seit der Knochenmarktransplanta-
tion leide ich an einer chronischen GvHD;
die fremden Zellen stossen Organe ab. Das
Lungenvolumen liegt noch bei 40 Prozent.
Das Leben, das ich einmal hatte, ist vorbei.
Aber ich bin auch mit meinem neuen Leben
zufrieden. Vieles ist eine Frage der Einstel-
lung.
Wie viele Medikamente nehmen Sie täglich?
Nur noch 14 Pillen täglich. Seit der Trans-
plantation 2010 habe ich bereits über 20 000
Pillen geschluckt. Bei so vielen Nebenwir-
kungen werden selbst Sachbuchautoren zu
Surrealisten.
Auf Ihrer Homepage schreiben Sie, dass 2010
niemand mehr ernsthaft glaubte, dass Sie
überleben würden. Was gab Ihnen dann die
Kraft, dieses Buch zu schreiben?
Mein Sohn. Als ich aus dem Koma aufwachte,
sagte er mir: «Du wolltest doch immer ‹Script
Avenue› schreiben. Das solltest du jetzt tun.»
Da zuvor nicht nur seine Mutter, sondern
auch beide Grosseltern und der Hund gestor-
ben waren, wollte ich ihn nicht enttäuschen
und ihm beweisen, dass man auch diese Situ-
ation durchstehen kann. Aber ich mache mir
nichts vor: Krebs besiegt man nicht durch
Willensanstrengung. Man hat einfach Glück
oder Pech. Es ist ärgerlich, wenn die Medien
schreiben, jemand habe den Krebs besiegt.
Das impliziert, dass jene, die daran sterben,
sich zu wenig angestrengt haben.
Wie muss man sich den ganzen Schreibpro-
zess vorstellen?
In der Regel wecken mich gegen drei Uhr
morgens Krämpfe, Spasmen und Nerven-
schmerzen aus dem Schlaf. Dann laufe ich in
der Wohnung herum und denke über «Script
Avenue» nach. Wenn die Schmerzen abklin-
gen, fange ich an zu schreiben, bis das gan-
ze Theater wieder von vorne losgeht. Dann
schreibe ich im Kopf weiter. Ich habe mich
daran gewöhnt. Auch Frauen gebären ihre
Babys unter Schmerzen. Aber Schlafmangel
und Übermüdung sind schon ärgerlich.
«Script Avenue» ist Ihre Autobiografie. Stand
Ihnen der Romanautor Cueni beim Schreiben
nicht manchmal im Weg?
Eigentlich nicht. Ich habe den Verlauf mei-
nes Lebens nach dramaturgischen Gesichts-
punkten geprüft. Das heisst konkret: Ich
habe jene autobiografischen Episoden be-
nutzt, die für die Charakterisierung wichtig
sind und den Roman voranbringen. Dass ich
zum Beispiel 15 Jahre lang am Fliessband
Filmdrehbücher geschrieben habe, war in
meinem Leben zwar dominant, aber für den
Roman wenig dramatisch. Die erste Fassung
hatte 890 Seiten, ich habe enorm viel gestri-
chen, bis nur noch das übrig war, was für die
Leserinnen und Leser möglicherweise inter-
essant ist.
Wie muss man sich «Script Avenue»
vorstellen?
Ich habe mir diese surrealistische Parallel-
welt als Kind erschaffen. Meine Fantasie war
mein Kinderzimmer. Mittlerweile ist diese
Welt für mich genauso relevant wie die Rea-
lität. Sobald ich mich entspanne, betrete ich
die «Script Avenue», wo ich alle Dialoge, Ge-
sichter und News einordne, die ich tagsüber
wie ein Staubsauger aufgesogen habe.
Sie selber haben Leukämie, Ihre erste Frau
ist an Krebs gestorben, Ihr Sohn erlitt eine
spastische Lähmung. Wie geht man mit dieser
Tragik um?
Als Drehbuch könnte man das nicht verkau-
fen. Der Produzent würde sagen: absolut un-
glaubwürdig, diese Anhäufung von Schicks-
salsschlägen. Hätte man mir als 17-Jähriger
vorausgesagt, was mich erwartet, ich hätte
mich auf der Stelle erschossen. Das meine
ich ernst. Aber der Mensch ist viel stärker, als
er denkt. Man wächst in eine Situation hin-
«Meine Fantasie
war mein Kinderzimmer.»
55
Claude Cueni Sein bestes Buch medien
ein, wächst mit dem Schwierigkeitsgrad. Und
wenn man seine Verantwortung wahrnimmt,
weiss man, was man zu tun hat. Jammern und
Selbstmitleid gehörten nie zu meinem Re-
pertoire. Ich halte es mit Churchill: «If you’re
going through hell, keep going.»
Sie rechnen gnadenlos mit ihrer jurassischen
Familie ab, die sie doch als sehr hinter-
wäldlerisch beschreiben. Gab es bereits
Reaktionen?
Nein, ich rechne auch nicht damit. Die Ab-
rechnung ist nicht gnadenlos, weil sie hinter-
wäldlerisch waren – das ist ja kein Verbre-
chen – , sondern weil sie bis zum heutigen
Tag einen pädophilen Kriminellen in ihren
Reihen schützen und damals ihre eigenen
Kinder im Stich liessen.
In Ihrem Buch schreiben Sie: «Das Leben
kennt keine Gerechtigkeit, keine Logik.»
Haderten Sie während des Schreibens oft mit
Ihrem Schicksal?
Nein, ich hatte längst akzeptiert, dass das
Leben nicht gerecht ist, nie gerecht war und
auch nicht gerecht sein muss. Das lange Ster-
ben meiner ersten Frau, meiner grossen Ju-
gendliebe, war ein Crashkurs in Philosophie.
In allen meinen historischen Romanen ist
das Elend Normalität. Man verliert zweimal,
dreimal den Ehepartner, von zehn Kindern
sterben sieben oder acht, es gibt Seuchen,
Hungersnöte, grenzenlose Armut, politische
Willkür, Kriege. Wir sind wohl die erste Ge-
neration, der es wirklich gut geht. Wir sind
uns nicht mehr bewusst, dass es völlig normal
ist, dass man krank wird, stirbt und vergessen
wird, sofern man keine Schulden hinterlas-
sen hat.
Wie war es für Sie, den Tod Ihrer Frau zu
beschreiben?
Es war sehr schwierig und schmerzlich. Die-
se Intensität hat sich auch auf den Text über-
tragen. Bei der ersten Lesung haben etliche
Leute geweint. Aber ich wollte aufzeigen,
dass der Mensch fähig ist zu trauern, aber
auch fähig ist, die Trauer zu überwinden. In
diesem Sinne macht «Script Avenue» auch
Mut. Eigentlich machen alle meine Roman-
figuren Mut. Mit Ausnahme des Henkers von
Paris.
Immer wieder kommt der Lektor vor,
der Sie bittet, einzelne Stellen herauszuneh-
men. Haben Sie ihm oft nachgegeben?
Diesen Running Gag habe ich frei erfunden.
In Wirklichkeit hatte ich ein wunderbares
Lektorat und Korrektorat. Deshalb haben
wir die Figur Lektor in den Druckfahnen
noch in Agenten umbenannt. Die Figur Lek-
tor/Agent war nie geplant, sie war plötzlich
da und machte mir grossen Spass. Der Agent
heisst im Roman übrigens Charlie Runkle,
wie der Freund und Agent von Hank Moody
in «Californication».
«Script Avenue» ist trotz seiner Tragik auch
ein heiteres Buch. Handwerklich gesehen, wie
haben Sie dies geschafft?
Privat bin ich ein Stand-up-Comedian. Wäre
ich als junger Mann nicht krankhaft schüch-
tern gewesen, wäre ich Komiker geworden.
Wenn man Humor hat, gibt es den ganzen
Tag etwas zu lachen. Erst gestern fiel mir auf,
dass meine teuren Bordeaux-Weine nach 15
Jahren endlich trinkreif sind. Aber ich darf ja
nicht mehr. Ich mag die Ironie des Schicksals.
Wäre ich gesund geblieben, wären die Weine
natürlich nicht so alt geworden.
Aber selbstverständlich kenne ich auch
schwarze Tage, rabenschwarze Tage, meine
Nächte sind manchmal nicht so lustig, aber
in der Regel wird bei mir zu Hause jeden Tag
viel gescherzt und gelacht. Ich habe wieder
geheiratet, und meine philippinische Frau
verströmt so viel Lebensfreude und Opti-
mismus, dass man kaum Trübsal blasen kann.
Privat ist diese kulturelle Eigenart, nicht an
morgen zu denken, sehr hilfreich, für die
philippinische Volkswirtschaft hingegen eine
Katastrophe.
Welche Bedeutung haben die vielen Songs in
Ihrem Buch?
Als ich sechs Monate wie ein ausgelatsch-
ter Turnschuh in diesem Isolationszimmer
lag, von den Infusionen und Medikamenten
zunehmend benebelt, hörte ich tagein, tag-
aus die Songs, die mir mein Sohn auf mein
iPhone kopierte, die Songs der letzten 50
Jahre. Sie öffneten das Tor zur Erinnerung:
A
N
Z
E
I
G
E
«Viele schreiben mir, bevor
sie das Buch fertiggelesen haben.
Sie schreiben, dass sie es nie
vergessen werden.»
Wöchentlich in über 160’000
Ostschweizer Haushalten.
ihr schauplatz
im ostschweizer
werbemarkt
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Wer wird
Miss Ostschweiz?
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Michael
von der Heide
Der Chansonnier lädt zum Tanz
Otmar Elsener
Sein Rorschach-
Buch ist ein Bestseller
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Mahl ist ein Fest
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Mittwoch, 19. Oktober, Nr. 42 / 2011
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Mittwoch, 12. Oktober, Nr. 41 / 2011
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Merel
Familienglück trotz Behinderung



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Nic & Bligg
Rap mit volkstümlichem Pep
Hildegard Fässler/
Hansjörg Walter
Streiten über die
Waffenschutz-Initiative
Ursula Matossi
Erzählt von dramatischen
Tagen in Tunesien
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Mittwoch, 26. Januar Nr. 4/2011
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Beat Mändli
Der Routinier setzt auf junge Pferde
Michel Jüngling
Braut Kaffee
an der WMin Bogotá
Bruno Riedl
Genussvoll stirbt er
den Bühnentod
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Mittwoch, 1. Juni Nr. 22/2011
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Giulia
Steingruber
Kunstturnerin im Höhenflug
Mühelose Velotour
Mit demFlyer durchs
Appenzellerland
Peter Knup
Kultiviert in Kesswil
tonnenweise Erdbeeren
Bruno Zähner
Hütet Schafe mit Hilfe
eines Herdenschutzhundes
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Mittwoch, 25. Mai Nr. 21/2011
B
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Esther Menzi
Tränen nach dem
Brand der Turnfabrik
Michael Grey
Hoffnung auf den
Mister-Gay-Titel
Schweizer Meister
Gregor Baumann
Mit vereinten Kräften top im Bob
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Mittwoch, 9. Februar Nr. 6/2011
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Joachim Rittmeyer
Spezialist fürs Scheitern
Andreas Dietziker
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Mittwoch, 8. Juni Nr. 23/2011
Natacha
Startklar für ihr neues Leben
Fredy A. Lienhard
Der Autofan erfüllt sich
einen weiteren Traum
Dominik Bürli
MS-krank seit
dem17. Lebensjahr
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Mittwoch, 18. Mai Nr. 20/2011
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Roman John
Erfüllt den OpenAir-
Stars alle Wünsche
Karin Keel
Festlich gestylt
zur Hochzeit
Roman Rogger
Leitet neue Nummer drei
des Schweizer Stahlhandels
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rie
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Mona Vetsch
Wehen statt Fernweh
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Mittwoch, 29. Juni Nr. 26/2011
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Tierische
Freundschaften
Beilage W
ohnen
Titelbild: gettyimages
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Mittwoch, 11. Mai Nr. 19/2011
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Toni Vescoli
Nimmermüde Rock-Legende
Marleen
Ein Herz und eine
Stimme für Tiere
Seepolizei Thurgau
Auf Nachtpatrouille in
der Arboner Bucht
Michael Koller
Fürs Fernsehen mit
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Mittwoch, 6. Juli Nr. 27/2011
Corinne Parrat
Miss Handicap macht Theater
Mirko Spada
Brachte die Elitesportschule
Thurgau erfolgreich in Form
Barbara Bernhardt
Nimmt für die Festspiele
bei vielen Männern Mass
Kurt Zurfluh
Schwärmt in höchsten
Tönen für die Ostschweiz
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Mittwoch, 22. Juni Nr. 25/2011
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Merel
Familienglück trotz Behinderung



Top oder flop?
Rätsel um FCSG-Stürmer Brice Owona
Martin Huber
Macht aus Bauern
Unternehmer
von Euw
Narrt Amtsschimmel
mit Pferdemist
Marlène Mülli
Lästert auch ohne
Reimganz fein
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Flaschka
& Riklin
Sie entpuppen sich als Musical-Könige
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Mittwoch, 23. Februar Nr. 8/2011
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Erzählt von dramatischen
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Enrico Lenzin
Fabulierender
Schlagzeuger
Ernst Weibel
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B
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Mittwoch, 9. Februar Nr. 6/2011
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Mittwoch, 16. März Nr. 11/2011
D a s O s t s c h w e i z e r W o c h e n m a g a z i n w w w . a n z e i g e r . b i z
T o n i V e s c o l i
N i m m e r m ü d e R o c k - L e g e n d e
M a r l e e n
E i n H e r z u n d e i n e
S t i m m e f ü r T i e r e
S e e p o l i z e i T h u r g a u
A u f N a c h t p a t r o u i l l e i n
d e r A r b o n e r B u c h t
M i c h a e l K o l l e r
F ü r s F e r n s e h e n m i t
d e r A x t i n d e n W a l d
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M i t t w o c h , 6 . J u l i N r . 2 7 / 2 0 1 1
D a s O s t s c h w e i z e r W o c h e n m a g a z i n w w w . a n z e i g e r . b i z
W a n d e r n
I m K a r s t g e b i e t ü b e r
S t o c k u n d S t e i n
G a l l i a r d o
I t a l i e n i s c h e r R o c k
v o n S e c o n d o s a u s
d e r O s t s c h w e i z
K a r l u n d K a r l M ü l l e r
V a t e r u n d S o h n s i n d
K o n k u r r e n t e n i m
S c h u h g e s c h ä f t
P P 9 0 0 1 S t . G a l l e n / S G R / 0 7 1 2 7 2 7 9 1 9
M i t t w o c h , 5 . O k t o b e r , N r . 4 0 / 2 0 1 1
J o h n n y L o p e z
A l s D J e i n C h a m ä l e o n
B e i l a g e O l m a
B
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F
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D a s O s t s c h w e i z e r W o c h e n m a g a z i n w w w . a n z e i g e r . b i z
E s t h e r M e n z i
T r ä n e n n a c h d e m
B r a n d d e r T u r n f a b r i k
M i c h a e l G r e y
H o f f n u n g a u f d e n
M i s t e r - G a y - T i t e l
S c h w e i z e r M e i s t e r
G r e g o r B a u m a n n
M i t v e r e i n t e n K r ä f t e n t o p i m B o b
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M i t t w o c h , 9 . F e b r u a r N r . 6 / 2 0 1 1
D a s O s t s c h w e i z e r W o c h e n m a g a z i n w w w . a n z e i g e r . b i z
W e r w i r d
M i s s O s t s c h w e i z ?
S i e b e w e g t e n i m
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H a n s F l a t s c h e r
D e r E r f o l g s - S k i t r a i n e r i m F a m i l i e n g l ü c k
E n r i c o L e n z i n
F a b u l i e r e n d e r
S c h l a g z e u g e r
E r n s t W e i b e l
E n g a g i e r t e r
E n t e n v a t e r
M a n u e l
S t a h l b e r g e r
Z w i s c h e n M e l a n c h o l i e u n d L a c h e n
R o m a n u n d D a n i e l B ü h l e r
D i e T ü f t e l - B r ü d e r
i m Ö k o s t r o m - A u f w i n d
P a t r i c L o o s e r
D e r V o l t i g e - W e l t m e i s t e r
a n d e r O f f a - P f e r d e m e s s e
M a r k u s K o p f
D e r F l u g h a f e n - B e s i t z e r
i m H ö h e n f l u g
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M i t t w o c h , 1 3 . A p r i l N r . 1 5 / 2 0 1 1
D a n i e l A n r i g
D e r O s t s c h w e i z e r B o d y g u a r d
a n d e r S e i t e d e s P a p s t e s
H a n s p e t e r E g l i
D e r O l m a - D i r e k t o r
n i m m t A b s c h i e d
P a t r i c i a R i m l e
D i e M i s s O s t s c h w e i z
l i e b t O s t e r h a s e n
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W e r w i r d
M i s s O s t s c h w e i z ?
S i e b e w e g t e n i m
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A l p B o m m e n
V o m C h r a m p f e n u n d
G l ü c k l i c h s e i n a u f d e r
E l l e n G l a t z l
V o m h a r t e n W e g
z u r I n t e g r a t i o n
R e t o W i e d e n k e l l e r
V o n d e r M a g i e d e s
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A n n e m a r i e u n d P a u l P e t e r e r - K ü n z l e
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M i t t w o c h , 3 . A u g u s t N r . 3 1 / 2 0 1 1
D a s O s t s c h w e i z e r W o c h e n m a g a z i n w w w . a n z e i g e r . b i z
W e r w i r d
M i s s O s t s c h w e i z ?
S i e b e w e g t e n i m
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E s t h e r M e n z i
T r ä n e n n a c h d e m
B r a n d d e r T u r n f a b r i k
M i c h a e l G r e y
H o f f n u n g a u f d e n
M i s t e r - G a y - T i t e l
S c h w e i z e r M e i s t e r
G r e g o r B a u m a n n
M i t v e r e i n t e n K r ä f t e n t o p i m B o b
P P 9 0 0 1 S t . G a l l e n / A S G / 0 7 1 • 2 7 2 7 9 1 9
M i t t w o c h , 9 . F e b r u a r N r . 6 / 2 0 1 1
D a s O s t s c h w e i z e r W o c h e n m a g a z i n w w w . a n z e i g e r . b i z
A l p B o m m e n
V o m C h r a m p f e n u n d
G l ü c k l i c h s e i n a u f d e r
E l l e n G l a t z l
V o m h a r t e n W e g
z u r I n t e g r a t i o n
R e t o W i e d e n k e l l e r
V o n d e r M a g i e d e s
Z a u b e r e r s v o n O z
A n n e m a r i e u n d P a u l P e t e r e r - K ü n z l e
P P 9 0 0 1 S t . G a l l e n / A S G / 0 7 1 • 2 7 2 7 9 1 9
M i t t w o c h , 3 . A u g u s t N r . 3 1 / 2 0 1 1D a s O s t s c h w e i z e r W o c h e n m a g a z i n w w w . a n z e i g e r . b i z
W e r w i r d
M i s s O s t s c h w e i z ?
S i e b e w e g t e n i m
P P 9 0 0 1 S t . G a l l e n / A S G / 0 7 1 • 2 7 2 7 9 1 9
M i t t w o c h , 1 2 . J a n u a r N r . 2 / 2 0 1 1

P a s c a l e B r u d e r e r
D i e N a t i o n a l r ä t i n ü b e r F r a u e n b i l d e r
S p e c i a l A u t o - S a l o n P P 9 0 0 1 S t . G a l l e n / A S G / 0 7 1 • 2 7 2 7 9 1 9
M i t t w o c h , 2 . M ä r z N r . 9 / 2 0 1 1
M a r t i n H u b e r
M a c h t a u s B a u e r n
U n t e r n e h m e r
v o n E u w
N a r r t A m t s s c h i m m e l
m i t P f e r d e m i s t
M a r l è n e M ü l l i
L ä s t e r t a u c h o h n e
R e i m g a n z f e i n
D a s O s t s c h w e i z e r W o c h e n m a g a z i n w w w . a n z e i g e r . b i z
F l a s c h k a
& R i k l i n
S i e e n t p u p p e n s i c h a l s M u s i c a l - K ö n i g e
P P 9 0 0 1 S t . G a l l e n / A S G / 0 7 1 • 2 7 2 7 9 1 9
M i t t w o c h , 2 3 . F e b r u a r N r . 8 / 2 0 1 1
M
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M e t z l e r - H e m d e n
N a c h h a l t i g e s
a u s d e m R h e i n t a l
G l a c i e r E x p r e s s
E i n d r ü c k l i c h e s
i n Z e r m a t t
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M i t t w o c h , 1 7 . A u g u s t N r . 3 3 / 2 0 1 1
D a s O s t s c h w e i z e r W o c h e n m a g a z i n w w w . a n z e i g e r . b i z
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M i t t w o c h , 7 . S e p t e m b e r , N r . 3 6 / 2 0 1 1
M a r g r i t R a i m a n n
S e t z t s i c h e i n f ü r
D e m e n z k r a n k e
W i d e r s t a n d
A r b o n w e h r t s i c h g e g e n
H o t e l s c h l i e s s u n g a m S e e
S C B r ü h l – F C S t . G a l l e n
D a s h e i s s e S t a d t d e r b y
w e c k t E r i n n e r u n g e n
P i p p o P o l l i n a
P o l i t i s c h e n g a g i e r t e r C a n t a u t o r e
D a s O s t s c h w e i z e r W o c h e n m a g a z i n w w w . a n z e i g e r . b i z
W e r w i r d
M i s s O s t s c h w e i z ?
S i e b e w e g t e n i m
P P 9 0 0 1 S t . G a l l e n / A S G / 0 7 1 • 2 7 2 7 9 1 9
M i t t w o c h , 1 2 . J a n u a r N r . 2 / 2 0 1 1
D a s O s t s c h w e i z e r W o c h e n m a g a z i n w w w . a n z e i g e r . b i z
F r e i w i l l i g
m i t H e r z u n d H i n g a b e
P P 9 0 0 1 S t . G a l l e n / A S G / 0 7 1 • 2 7 2 7 9 1 9
M i t t w o c h , 5 . J a n u a r N r . 1 / 2 0 1 1
H a n s F l a t s c h e r
D e r E r f o l g s - S k i t r a i n e r i m F a m i l i e n g l ü c k
E n r i c o L e n z i n
F a b u l i e r e n d e r
S c h l a g z e u g e r
E r n s t W e i b e l
E n g a g i e r t e r
E n t e n v a t e r
D a s O s t s c h w e i z e r W o c h e n m a g a z i n w w w . a n z e i g e r . b i z
G a r d i
H u t t e r
L a c h e n ü b e r d a s S t e r b e n
H a n s D i e m
D e r n e u e L a n d a m m a n n
v o n A u s s e r r h o d e n
J a a n S c h a l l e r
D e r N a c h f o l g e r v o n
B e n i T h u r n h e e r ?
D a v i d H . B o n
D e r Ü b e r r a s c h u n g s -
s i e g e r v o n R o m a n s h o r n
P P 9 0 0 1 S t . G a l l e n / A S G / 0 7 1 • 2 7 2 7 9 1 9
M i t t w o c h , 1 6 . F e b r u a r N r . 7 / 2 0 1 1
M a r t i n H u b e r
M a c h t a u s B a u e r n
U n t e r n e h m e r
v o n E u w
N a r r t A m t s s c h i m m e l
m i t P f e r d e m i s t
M a r l è n e M ü l l i
L ä s t e r t a u c h o h n e
R e i m g a n z f e i n
D a s O s t s c h w e i z e r W o c h e n m a g a z i n w w w . a n z e i g e r . b i z
F l a s c h k a
& R i k l i n
S i e e n t p u p p e n s i c h a l s M u s i c a l - K ö n i g e
P P 9 0 0 1 S t . G a l l e n / A S G / 0 7 1 • 2 7 2 7 9 1 9
M i t t w o c h , 2 3 . F e b r u a r N r . 8 / 2 0 1 1
D a s O s t s c h w e i z e r W o c h e n m a g a z i n w w w . a n z e i g e r . b i z
B i o g a s
B l i c k h i n t e r d i e P i o n i e r -
a n l a g e i n M ü n c h w i l e n
E l l i g h a u s e n
S o w o h n t S e b a s t i a n
V e t t e l i m T h u r g a u
K n u t h u n d T u c e k
S a t i r e z w i s c h e n
H e i m a t - u n d H o r r o r f i l m
M a r t i n L e u t h o l d
D e r S t o f f d e s i g n e r v o n W e l t r u f
i n s z e n i e r t S t . G a l l e r S p i t z e n
P P 9 0 0 1 S t . G a l l e n / A S G / 0 7 1 • 2 7 2 7 9 1 9
M i t t w o c h , 2 3 . M ä r z N r . 1 2 / 2 0 1 1
D a s O s t s c h w e i z e r W o c h e n m a g a z i n w w w . a n z e i g e r . b i z
W e r w i r d
M i s s O s t s c h w e i z ?
S i e b e w e g t e n i m
P P 9 0 0 1 S t . G a l l e n / A S G / 0 7 1 • 2 7 2 7 9 1 9
M i t t w o c h , 1 2 . J a n u a r N r . 2 / 2 0 1 1
D o m i n i k M e i c h t r y
S c h w i m m f e r i e n a m B o d e n s e e
D a s O s t s c h w e i z e r W o c h e n m a g a z i n w w w . a n z e i g e r . b i z
W e r w i r d
M i s s O s t s c h w e i z ?
S i e b e w e g t e n i m
P P 9 0 0 1 S t . G a l l e n / A S G / 0 7 1 • 2 7 2 7 9 1 9
M i t t w o c h , 1 2 . J a n u a r N r . 2 / 2 0 1 1
D a s O s t s c h w e i z e r W o c h e n m a g a z i n w w w . a n z e i g e r . b i z B e i l a g e N r . 4 0 / 5 . O k t o b e r 2 0 1 1
E u g e n H u b e r
S o f r e u t s i c h d e r
1 0 0 - J ä h r i g e a u f
s e i n e 6 9 . O l m a
R : E v o l u t i o n
S o w e r t v o l l
k a n n A b f a l l
s e i n
A l e x a n d e r T s c h ä p p ä t
S o d e n k t B e r n s S t a d t -
p r ä s i d e n t ü b e r d i e
O s t s c h w e i z e r
D i e e l f g l ü c k l i c h s t e n T a g e i n S t . G a l l e n
D a s O s t s c h w e i z e r W o c h e n m a g a z i n w w w . a n z e i g e r . b i z B e i l a g e N r . 4 0 / 5 . O k t o b e r 2 0 1 1
E u g e n H u b e r
S o f r e u t s i c h d e r
1 0 0 - J ä h r i g e a u f
s e i n e 6 9 . O l m a
R : E v o l u t i o n
S o w e r t v o l l
k a n n A b f a l l
s e i n
A l e x a n d e r T s c h ä p p ä t
S o d e n k t B e r n s S t a d t -
p r ä s i d e n t ü b e r d i e
O s t s c h w e i z e r
D i e e l f g l ü c k l i c h s t e n T a g e i n S t . G a l l e n
Hans Flatscher
Der Erfolgs-Skitrainer im Familienglück
Enrico Lenzin
Fabulierender
Schlagzeuger
Ernst Weibel
Engagierter
Entenvater
Das Ostschweizer Wochenmagazin www.anzeiger.biz
PP 9001 St. Gallen /SGR / 071 272 79 19
Mittwoch, 14. September, Nr. 37 / 2011
Alexandra Pachler
Trendig gestylt
in den Herbst
Charly Gmünder
Ausgezeichneter
Wirt und Ausbildner
Beat Graf
Mit Elektroautos
international stark
Sandra Stella Triebl
Magazin-Gründerin mit Drive
Beilage Mode
B
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ila
g
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F
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rie
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Das Ostschweizer Wochenmagazin www.anzeiger.biz
Esther Menzi
Tränen nach dem
Brand der Turnfabrik
Michael Grey
Hoffnung auf den
Mister-Gay-Titel
Schweizer Meister
Gregor Baumann
Mit vereinten Kräften top im Bob
PP 9001 St. Gallen / ASG / 071•272 79 19
Mittwoch, 9. Februar Nr. 6/2011
Das Ostschweizer Wochenmagazin www.anzeiger.biz
Martin O.
Sein neues Programm verspricht Sternstunden
Sina
Erzählt Geschichten
mitten aus demLeben
Hans-Jörg Senn
Kämpft unermüdlich
gegen den Krebs
Beilage Mode
PP 9001 St. Gallen / ASG / 071•272 79 19
Mittwoch, 16. März Nr. 11/2011
Das Ostschweizer Wochenmagazin www.anzeiger.biz
Riquet und Felix Heller
Vater und Sohn sind Gegner
imArboner Wahlkampf
Jessica Galliker
Die Altenrheinerin ist mit 14
bereits eine Startrompeterin
Peter Arnheiter
Zeigt mit seinen Fotos die
Schönheit der Ostschweiz
Seraina
und Beno Kehl
Jetzt planen sie ihre Hochzeit
PP 9001 St. Gallen / ASG / 071•272 79 19
Mittwoch, 9. März Nr. 10/2011
Steinbockzählung
Mit demWildhüter
imAlpstein
Das Ostschweizer Wochenmagazin www.anzeiger.biz
Lara Stoll
Nie um ein Wort verlegen
Beilage Bildung
PP 9001 St. Gallen / ASG / 071•272 79 19
Mittwoch, 31. August Nr. 35/2011
Schwendisee
Natürliche Wellnessoase
imToggenburg
Geburtshaus Artemis
Das sagt die Chefhebamme
zur Schliessung
Das Ostschweizer Wochenmagazin www.anzeiger.biz
Andrea Ruf
Flotte(n)Chefin auf dem Bodensee
PP 9001 St. Gallen / ASG / 071•272 79 19
Mittwoch, 13. Juli Nr. 28/2011
Martin Huber
Macht aus Bauern
Unternehmer
von Euw
Narrt Amtsschimmel
mit Pferdemist
Marlène Mülli
Lästert auch ohne
Reimganz fein
Das Ostschweizer Wochenmagazin www.anzeiger.biz
Flaschka
& Riklin
Sie entpuppen sich als Musical-Könige
PP 9001 St. Gallen / ASG / 071•272 79 19
Mittwoch, 23. Februar Nr. 8/2011
Nöldi Forrer
«Giggerig» auf die Schwingsaison
B
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g
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D a s O s t s c h w e i z e r W o c h e n m a g a z i n w w w . a n z e i g e r . b i z
E s t h e r M e n z i
T r ä n e n n a c h d e m
B r a n d d e r T u r n f a b r i k
M i c h a e l G r e y
H o f f n u n g a u f d e n
M i s t e r - G a y - T i t e l
S c h w e i z e r M e i s t e r
G r e g o r B a u m a n n
M i t v e r e i n t e n K r ä f t e n t o p i m B o b
P P 9 0 0 1 S t . G a l l e n / A S G / 0 7 1 • 2 7 2 7 9 1 9
M i t t w o c h , 9 . F e b r u a r N r . 6 / 2 0 1 1
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werbemarkt_2014_76x320mm_ISO-Coated.indd 1 06.03.14 09:37
Claude Cueni Sein bestes Buch medien
57
Gesichter, Dialoge, Begegnungen, politi-
sche Schlagzeilen, Modetrends, Werbespots,
Kinofilme. 50 Jahre Zeitgeschichte wurden
lebendig. Das erleben auch die Leserinnen
und Leser während der Lektüre: Sie werden
sich an ihre eigene Biografie erinnern. Jeder
Mensch weiss noch genau, welcher Song lief,
als er sich zum ersten Mal verliebte, als er
gefeiert oder gefeuert wurde oder auf einer
griechischen Insel Ouzo trank.
Wer hat Ihr Buch als Erster gelesen?
Wie immer mein Sohn. Seit er lesen kann,
liest er fortlaufend alles, was ich schreibe,
früher täglich, heute jeweils nach circa 100
Seiten. Er hat die Dramaturgie im Blut und
erkennt als Jurist rasch logische Ungereimt-
heiten. Aber vor allem hat er eine sehr char-
mante Art, mir mitzuteilen, wenn ein Kapitel
total misslungen ist.
Obwohl Sie ein sehr erfolgreicher Autor sind,
gehören Sie nicht zur sogenannten Kulturschi-
ckeria. Ärgert Sie dies nicht manchmal?
Ich hatte in meinem Leben nie Zeit, um an
kulturellen Events teilzunehmen. Auch für
Autorinnen und Autoren ist ein funktionie-
rendes Netzwerk entscheidend. Zuerst trai-
nierte ich zusammen mit meiner Frau un-
seren spastischen Sohn täglich vier bis fünf
Stunden nach den Anweisungen eines Neu-
rologen aus Philadelphia. Ich musste sehr viel
arbeiten, um den Lebensunterhalt, das The-
rapieprogramm und die Finanzierung mei-
ner schriftstellerischen Arbeit bestreiten zu
können. Eigentlich wurde ich nur aus Liebe
zu meinem Sohn zu einem fleissigen und spä-
ter erfolgreichen Schriftsteller. Ich hatte ein-
fach keine Zeit, die Abende in Szenekneipen
zu verbringen. Menschen sind wichtiger als
Bücher, Taten wichtiger als Worte. Und mitt-
lerweile sind die Kritiken auf Amazon rele-
vanter als die Meinung eines Kulturpapstes.
Haben Sie nie unter einer Schreibblockade
gelitten?
Das kenne ich nur vom Hörensagen. Ich bin
wie ein Wasserhahn, den man Tag und Nacht
aufdrehen kann. Mein Problem war immer,
wie man den Hahn wieder zudreht.
Haben Sie schon Reaktionen von Leserinnen
und Lesern?
Viele schreiben mir, noch bevor sie das Buch
zu Ende gelesen haben. Sie schreiben, sie
würden dieses Buch nie mehr vergessen, sie
seien fasziniert und zugleich schockiert, dass
jemand ihnen einen derart gnadenlos ehrli-
chen Einblick in intimste Abgründe gewährt.
Ich denke, das ist das Besondere an «Script
Avenue». Wenn man vom Schicksal gebeu-
telt wird, wird man sehr bescheiden und
schreibt ohne Rücksicht auf Political Cor-
rectness oder die eigene Reputation. Man
läuft nicht mehr herum, als hätte man den
Reissverschluss erfunden.
War es für Sie schwierig, einen Verlag zu
finden?
Mein Agent sagte mir, er wisse nicht, wie er
dieses Buch anbieten solle. Es sei kein Ro-
man, keine Autobiografie, es passe in keine
Kategorie. Und das sei die erste Frage, die
er einem Verlag beantworten müsse. Welche
Kategorie? Er wollte es deshalb nicht anbie-
ten.
Dann kam mir die Autobiografie von Urs
Althaus in den Sinn, die Helmut-Maria
Glogger als Ghostwriter geschrieben hatte.
Ich googelte den Verlag und las, dass die
Verlegerin Gabriella Baumann die Idee zur
Verlagsgründung in einem Strassencafé hat-
te. Ein Vogel habe ihr auf den Kopf geschis-
sen, schrieb sie auf der Homepage, und sie
habe das als Zeichen gewertet. Mir war so-
fort klar, dass das die richtige Verlegerin ist,
unkonventionell, frech, schräg, humorvoll.
Denn in «Script Avenue» gibt es nicht nur
Tragödien, sondern auch eine Menge «Pulp
Fiction» und «The Big Lebowski».
Ihr Sohn ist Jurist, hat er Ihnen manchmal
Zurückhaltung empfohlen?
Ja, natürlich. Wir hatten eine Menge zu la-
chen. Teilweise habe ich seine Einwände in
den Romantext integriert, wie ich auch den
Lektor integriert habe. Aber wir hatten na-
türlich auch sehr ernsthafte Gespräche, vor
allem im Vorfeld. Ich sagte ihm von Anfang
an, dass ich auf dieses Buch verzichte, falls
er nicht möchte, dass ich es schreibe. Aber
er sagte mir nach den ersten 50 Probeseiten,
das sei das Beste, was ich jemals geschrieben
habe.
Was machen Sie jetzt, wo das Buch fertig
ist?
Ich habe noch zwei weitere Manuskripte, die
ich zugunsten von «Script Avenue» beiseite-
gelegt habe. Der eine Roman beschreibt den
Beginn der Globalisierung im 16. Jahrhun-
dert, der andere die Epoche der Beschleu-
nigung im 19. Jahrhundert am Vorabend des
Ersten Weltkrieges. Beide Stoffe muss man
noch etwas lagern, bis ich den nötigen Ab-
stand habe, um mit der notwendigen Treffsi-
cherheit die Endkorrekturen vorzunehmen.
Aber der Druck ist weg, ich muss nicht mehr
hetzen. «Script Avenue» ist erschienen.

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