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518 Stahl und Eisen.

Buchbesprechungen.

47.

Jahrg.

Nr.

12.

die Bedeutung des Erwerbs der nordafrikanischen Gruben

in besonders helle Beleuchtung gerückt. Der Einfluß der

Gesellschaft auf dem W eltm arkt gewinnt w eiter an

m it

ihr stark rechnen müssen. Insbesondere trifft dies auf Spanien zu, das schon insofern benachteiligt ist, als seine Eisenerzförderung m it höheren Gestehungskosten als der

deutung, und die

Be­

übrigen Erzausfuhrländer werden

nordafrikanische Erzbergbau zu rechnen hat.

Buchbesprechungen.

Darmstädter,

Leben und Werk. Mit 12 Abb. München: Verlag der Münchener Drucke 1926. (96 S.) 8°. 6 R .-M. (Münchener Beiträge zur Geschichte und L iteratur der Naturwissenschaften und Medizin. Hrsg. von E. Darm städter, München. H. 1.) Der Verfasser, der sich bereits durch eine Ausgabe der Werke des Alchemisten G e b er verdient gemacht hat, gibt hier eine kurze Lebensbeschreibung Agricolas und eine Uebersicht über dessen verschiedenen Schriften, deren Inhalt er kurz und klar darlegt. Die A rbeit bildet eine treffliche Einführung in das Studium der Werke dieses großen Gelehrten und erweckt neu die alte Sehn­ sucht nach einer modernen deutschen Ausgabe seiner metallurgischen Schriften. Völklingen (Saar). Otto Johannsen.

Handbuch der P h y s ik 1). U nter redaktioneller Mitwirkung

E rn st:

G eo rg

A g ric o la

1494—1555.

von

R. G ram m el-Stuttgart [u. a.] hrsg. von H.

G e ig er

und

Karl

S ch eel. Berlin: Julius Springer. 4°.

 

Bd. 10. T h e rm is c h e E ig e n s c h a f te n d e r

S to

ffe .

Bearb.

von

C.

D r u

c

k

e r ,

E.

G

rü n e is e n

[u.

a.].

R edigiert

von

P.

H

e n n in g .

Mit 207

Abb.

1926.

(V II, 486 S.)

35,40 R .- Jl, geb. 37,50 R .-Jl.

Der vorliegende Band besitzt durch seine viel­

fachen engen Beziehungen zu den theoretischen Grund­ lagen der M etallphysik sowie den physikalisch-chemischen Reaktionen der metallurgischen Prozesse auch für den

H üttenm ann

Ein erster, von E. G rü n e ise n verfaßter Beitrag behandelt die thermoelastischen Eigenschaften fester

Körper auf dem Boden der heutigen Theorie des kristalli­

sierten Zustandes

Arbeiten B o rn s u n d D e b y e s , und gibt anschlie ßend eine ausführliche Darstellung der experimentellen Verfahren

zur Bestimmung der W ärmeausdehnung fester Körper. —

Der zweite H auptabschnitt über Schmelzen, E rstarren

und Sublimieren von

übersichtlicher Form eine Zusammenfassung der zahl­

reichen Arbeiten G. T a m m a n n s , ausgehend von dessen

grundlegendem Werke

bis zu den „A ggregatzuständen“ von 1922 und bespricht anschließend die in das Gebiet der Kaltverformung

kristallisierter

bis G r o ß - P o la n y i und G lo c k e r sowie die neueren Ergebnisse zur Frage der Rekristallisation. — Ein Bei­ trag von J. D. v a n d e r W aa ls behandelt in Anlehnung an das klassische Werk von v. d.W aals über die K ontinuität des gasförmigen und flüssigen Zustandes die Theorien der Zustandsgleichungen gasförmiger und flüssiger Stoffe unter besonderer Hervorhebung der Virialmethode und des Korrespondenzgesetzes. —Der vierte H auptabschnitt, von Ph. K o h n s ta m m , enthält die Thermodynamik heterogener Systeme unter Berücksichtigung sowohl der theoretischen als auch der experimentellen Seite. —

E.

Theorien der spezifischen Wärme m it besonderer Be­

tonung der Ansätze von schließend verm ittelt K.

experimentellen Verfahren zur Bestimmung der spezi­

fischen W ärmen fester, flüssiger und gasförmiger Körper.

— F. S im o n stellt die experimentellen Methoden und

Theorien für die Bestimmung der freien Energie auf dem Boden des N e rn stsc h e n W ärm esatzes sowie die N ähe­ rungsansätze für die überschlägige Berechnung chem i­ scher Reaktionen dar. — Der letzte, von E. D ru c k e r

•) Vgl. St, u. E. 46 (1926) S. 1275; 47 (1927) S.245/6.

erhebliche

Bedeutung.

m it besonderer Berücksichtigung der

F. K ö rb e r bietet in gedrängter,

„K ristallisieren und Schmelzen“

Körper fallenden Arbeiten von T a m m a n n

S c h rö d in g e r

behandelt

dann sehr ausführlich die

E in s te in und D eb y e. — An­ S c h e e l eine Uebersicht über die

behandelt die Thermodynamik

der Lösungen auf Grund des Gesetzes der Partialdrücke

und des

verfaßte H auptabschnitt

Gesetzes von

weitgehende U nterteilung der Darstellung be­

C la u s iu s -C la p e y ro n .

Die

dingt durch die unverm eidlichen W iederholungen und Ueberschneidungen eine überaus reizvolle Mannigfaltig­ keit der Gesichtspunkte; sie h a t anderseits den erheb­ lichen Mangel stark eingeschränkter Uebersichtlichkeit zur Folge. Vielleicht würde es möglich gewesen sein, diesen Nachteil durch einen stärkeren Eingriff der Re­ daktion wesentlich einzuschränken, ohne daß darunter der ursprüngliche Vorzug des W erkes h ätte leiden

müssen.

Kremann, R., Dr., o. Professor der physikalischen Chemie

K-

Wever.

an

M it 9 Abb. Sonderausgabe aus

der „Sam m lung chemischer und chemisch-technischer

Bd. 28.

Vorträge“ , hrsg.

z e n e r

der U niversität

L e g ie ru n g e n .

von

Graz:

E le k tro ly s e

Herz,

geschm ol­

Dr. W.

Breslau,

S tu ttg art:

3 R .-Jl.

Ferdinand

Enke

1926.

(2

Bl.,

62

S.)

8».

64 Seiten eine gerade

zur Zeit wichtige Sache. Im Gegensatz zu den durch Unsicherheit und W iderspruch gekennzeichneten älteren

empirischen Versuchen über die elektrolytische Strom­ leitung in Metallegierungen geht der Verfasser unter Berücksichtigung des Zeiteinflusses, der Stromdichte,

Strombahnlänge,

der Legierungen zu planmäßigen Versuchen über und kann als einwandfreies Ergebnis derselben die Tatsache buchen, daß bei Durchgang von Gleichstrom genügender Strom dichte durch geschmolzene binäre Legierungen ein Elektrolyseneffekt stattfin d et, der als unter dem Einfluß des Potentialgefälles entstandene Konzentrationsverschie­ bungen an den Elektroden deutlich in Erscheinung tritt. Zur Erklärung der inneren Ursachen dieser Konzen­ trationsverschiebungen glaubt der Verfasser auf eine kurze Darlegung wesentlicher A bschnitte aus der Theorie der metallischen Leitung, den physikalischen Möglich­

Tem peratur und Zusammensetzung

Die

Schrift

behandelt

auf

keiten der elektrolytischen Leitung in Metallen und den valenzchemischen Grundlagen der elektrolytischen Lei­ tung nicht verzichten zu können. Als K ern seiner Aus­ führungen schiebt er einen A bschnitt über den Wande­ rungssinn der K om ponenten in Legierungspaaren ein und verweist nebenbei auf die Einteilung in ionisierte,

hetero- und homöopolare E lektrolyte, je nachdem es

sich um die Elektrolyse wäßriger Lösungen, geschmol­ zener Salze oder geschmolzener Legierungen handelt. E r hebt ferner die Rückdiffusion der Komponenten her­ vor, die als wesentliches Merkmal der Schmelzelektrolyse

von Metallegierungen gelten kann, und schließt seine E rläuterungen m it je einem A bschnitt über die mit wechselndem Erfolge ausgeführten Versuche, die Diffusion von Metallen in Quecksilber m it Gleichstrom bestimmter Richtung zurückzudrängen, und die m it negativem Er­ gebnis ausgeführten Versuche über die Elektrolyse fester Metallegierungen. K rem anns Versuche sind nicht allein für den Wissen­

schaftler

bemerkenswert,

sondern

erscheinen auch inso­

fern von

großer W ichtigkeit, als sie neue Möglichkeiten

der

praktischen

Verwirklichung

der

Schmelzelektrolyse

von

Metallegierungen eröffnen.

Wege,

die zu

gehen er

in Vorschlag bringt, und zu denen vortastende Versuche

in

Form

von

Verfahren und V orrichtungen1) bereits vor

längerer

Zeit

unternom m en wurden.

H. König.

Steinert, Johannes, Ingenieur-Chemiker, Hamburg-Fuhls­

b ü ttel: T o rf V e re d lu n g . Verarbeitung und Ver­ edlung des Brenntorfes. Mit 177 Abb. Halle a. d. S.:

W ilhelm K napp 1926. (4 Bl., 123 S.) 8°. 8,30 R.-JL

geb.

10 R .-M . (Kohle, Koks, Teer.

Hrsg. von Reg.-Rat

J .

Gwosdz.

Bd.

9.)

Das vorliegende Schriftchen behandelt nach einem kurzen Ueberblick über die Verfahren zur Gewinnung von B renntorf die Torfveredlung, und zwar künstliche Entwässerung, B rikettierung, Torfstaub, Verkokung und Vergasung. Es gibt im ganzen einen guten Ueberblick über die durchgefülirten Verfahren und die Bestrebungen

E.

43 11923)

')

Vgl. Chem. Met, Engg. 26 (1922)

S. 313.

S. 1107;

St.

u.