Sie sind auf Seite 1von 4

MJB Mission News ISSN 1999-8414

Politische Konsequenzen nach dem Tod von Kindern:

Loyalität bis zur letzten Sekunde nach dem Bombenangriff


Der frühere Bundesminister für die Verteidigung Franz Josef Jung tritt zurück –
Keine Worte zu den Opfern des Bombenangriffs – Tote und schwerst verletzte
Kinder und Jugendliche - Ein Satz für den Frieden hätte eine Katastrophe
verhindern können

Von Andreas Klamm - Sabaot

New York, U.S.A./Kabul, Afghanistan/Berlin, Deutschland/Kommentar und


Analyse/27. November 2009. Der von einem Oberst der Bundesanwehr angeforderte
Bomben-Angriff auf zwei Tanklastzüge in Kundus in Nord-Afghanistan vom 4.
September 2009 hat jetzt auch politische Konsequenzen in Deutschland. Bei dem
Bombenangriff wurden bis zu 150 Menschen getötet, darunter auch Frauen und
Kinder, die nicht zum Unterstützer-Kreis der Taliban zählten. Der frühere
Bundesminister für die Verteidigung Franz-Josef Jung (60, CDU) erklärte am 27.
November 2009 in Berlin seinen Rücktritt. In einer kurzen Erklärung vor der
nationalen und internationalen Presse, teilte der frühere Bundesminister der
Verteidigung mit, dass er die politische Verantwortung für die interne Informations-
Politik innerhalb des Bundesverteidigungsministeriums gegenüber dem Minister
übernehme und weiteren Schaden von der Bundeswehr abwenden wolle.

Für eine weitere Aufklärung, stünde er zur Verfügung, erklärte Franz Josef Jung, der nach
den Bundestagswahlen vom 27. September 2009 für das Amt als Bundesminister für
Arbeit und Soziales im neuen politischen Kabninett des Regierungs-Bündnisses von CDU
und FDP berufen wurde. Jung betonte er habe das Parlament und die Öffentlichkeit
korrekt unterrichtet und durch seinen Schritt wolle er seinen Beitrag leisten, dass die
Bundesregierung ihre erfolgreiche Arbeit uneingeschränkt fortsetzen könne. Franz Josef
Jung hat sich bis zur letzten Sekunde loyal gegenüber seiner Partei, der CDU und der
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) verhalten. Daran besteht zumindest kein Zweifel.
Spekulationen werden offen darüber geführt, wie weit der frühere Bundesminister mit
seiner Informations-Politik der CDU und Angela Merkel so wörtlich einen „Bären-Dienst“
erwiesen haben könnte.

Zweifel sind entstanden darüber, wie und zu welchem Zeitpunkt der frühere
Bundesminister für die Verteidigung zu den Ereignissen des Bombenangriffs in Nord-
Afghanistan in Kundus informiert war. Einige Informationen sollen nach seiner öffentlichen

MJB Mission News, ISSN 1999-8414, managing editor – Redaktionsleitung: Andreas Klamm,
Journalist, broadcast journalist and author , www. radiotvinfo.org/mjbmissionnews – www .
radiotvinfo.org , www. mjbmissionnews.blogspot.com, Copyright © and Copyleft, Creative
Commens License by MJB Mission News (ISSN 1999-8414).
This work is licensed under the Creative Commons Attribution-No Derivative Works 3.0 United States License. To view
a copy of this license, visit http://creativecommons.org/licenses/by-nd/3.0/us/ or send a letter to Creative Commons, 171
Second Street, Suite 300, San Francisco, California, 94105, USA.
MJB Mission News ISSN 1999-8414

Darstellung bis ganz nach „oben durchgedrungen sein“, während sehr wichtige
Informationen möglicherweise nicht zum früheren Bundesminister für die Verteidigung
gelangt sein sollen. Die Erklärung eines frommen Zieles, Schaden von der Bundeswehr
abzuwenden, kommt möglicherweise viel zu spät.

Noch in seinem Amt als Bundesminister für die Verteidigung wäre es ein Leichtes
gewesen für den Mann in hohem politischen Amt mit nur einem einzigen Satz einen
Schaden von der Bundeswehr und vor allem auch einen Schaden für Frauen, Kinder und
Männer in Not in Afghanistan und in Nord-Afghanistan erfolgreich vor dem Bombenangriff
am 4. September 2009 abzuwenden.

Der Bundesminister hätte nur mit einem Satz anordnen können: „Frauen, Kinder und
Männer in Not, das meint Zivilisten, in Afghanistan werden für die Situation einer
Bedrohungslage nicht angegriffen und auch nicht bombardiert.“

Mit nur einem Satz hätte Franz Josef Jung den Schaden von Kindern, Frauen und
Männern in Afghanistan und von der Bundeswehr in der Tat und Wahrheit abwenden
können.

Warum er diese Anordnung an die ihm unterstellten Befehls-Empfänger nicht gegeben hat,
ist bis zum heutigen Tag nicht bekannt.

Denn mit einem einzigen Satz und einer Anordnung hätte der frühere Bundesminister für
Verteidigung, Schaden von unschuldigen Frauen, Kindern und Männern in Nord-
Afghanistan, Schaden von deutschen Soldatinnen und Soldatinnen und Schaden von der
Bundeswehr in fernen Ländern abwenden können.

Der Kriegs-Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan ist noch immer mehr als umstritten. In
Deutschland sprechen sich viele Menschen für den sofortigen Abzug der Bundeswehr aus
Afghanistan offen und öffentlich aus. Die Stimmen der Menschen für den Frieden
gelangen offenbar aus bislang nicht näher bekannten Gründen nicht oder viel zu selten zu
den Politikern und Politikerinnen im Deutschen Bundestag und oft auch nicht bis in die
Redaktionen deutscher Main-Stream- oder „Massen-“Medien.

Damit wird oft in Deutschland und in internationalen Beobachter-Kreisen ein falsches Bild
von den Menschen in Deutschland dargestellt. Die Mehrheit der Menschen in Deutschland
lehnt den Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan offen und öffentlich ab.

Zu den überlebenden Angehörigen der Opfer des von einem Oberst der Bundeswehr
angeforderten Bombenangriff vom 4. September 2009 erklärte Franz Josef Jung kein

MJB Mission News, ISSN 1999-8414, managing editor – Redaktionsleitung: Andreas Klamm,
Journalist, broadcast journalist and author , www. radiotvinfo.org/mjbmissionnews – www .
radiotvinfo.org , www. mjbmissionnews.blogspot.com, Copyright © and Copyleft, Creative
Commens License by MJB Mission News (ISSN 1999-8414).
This work is licensed under the Creative Commons Attribution-No Derivative Works 3.0 United States License. To view
a copy of this license, visit http://creativecommons.org/licenses/by-nd/3.0/us/ or send a letter to Creative Commons, 171
Second Street, Suite 300, San Francisco, California, 94105, USA.
MJB Mission News ISSN 1999-8414

einziges Wort des Bedauerns, der Reue oder zumindest des Mitgefühls, was den bitteren
Beigeschmack nach dem Rücktritt des früheren Bundesministers der Verteidigung bei
internationalen Beobachtern und in Afghanistan hinterlässt, dass schwerst verletzte Opfer
des Bombenangriffes in Nord-Afghanistan und die getöteten Opfer für den früheren
Bundesminister keine Bedeutung haben. Fast scheint es so, als dass im politischen
Vokabular des Bundesministers, die Worte „unschuldige Opfer, Kinder und Zivilisten“, die
bei dem von der deutschen Bundeswehr angeforderten Bombenangriff ums Leben
gekommen sind oder schwerste Brand-Verletzungen erlitten haben, nicht bekannt sind.
Das bereitet Kummer, Sorgen und Schmerzen für die Kinder, Frauen und Männer in Not in
Nord-Afghanistan doch auch für viele Menschen in Not in anderen Ländern. Denn bei den
Untersuchungen zum Bombenangriff vom 4. September 2009 geht es nicht nur um die
Interessen der CDU und von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel (CDU). Es geht um
elementarste Grundrechte und Menschenrechte, wie etwa das uneingeschränkte Recht
aller Kinder, Frauen und Menschen in Nord-Afghanistan und in anderen Ländern dieser
Welt.

Keineswegs geht es nur um die Wichtigkeit der „Loyalität gegenüber der CDU und der
Kanzlerin“, so wichtig diese auch aus persönlichen Gründen und Motiven für Franz Josef
Jung sein mögen.

Einsatz der Bundeswehr wird bei den Menschen in


Afghanistan kontrovers diskutiert

Der Einsatz der Bundeswehr aus Deutschland wird bei Kindern, Frauen und Männern in
schwerster Not kontrovers in Afghanistan diskutiert. Es gibt Menschen in Afghanistan, die
die Bundeswehr in der Rolle der Beschützer und der Befreier vor den Taliban sehen und
es gibt auch jene Menschen in Afghanistan, die die deutsche Bundeswehr nur in einer
Rolle als Besatzer und Unterdrücker der Menschen in Afghanistan betrachten. Das sind
nur zwei Sichtweisen einiger weniger Menschen aus Afghanistan. Dazwischen gibt es eine
„bunte Farbpalette“ unterschiedlichster Standpunkte zur Betrachtungsweise der
Bundeswehr und der Soldatinnnen und Soldaten aus Deutschland in Afghanistan. Es wäre
falsch, die deutsche Bundeswehr und die Soldatinnen und Soldaten aus Deutschland zu
„verteufeln“ weil damit ein einseitiges und zudem auch ein falsches Meinungs-Bild
entstehen würde. Doch es wäre ebenso falsch die Soldatinnen und Soldaten als Helden
oder Befreier der Menschen in Afghanistan zu glorifizieren.

Nur in einem Punkt sind sich viele Kinder, Frauen und Männer in Not in Afghanistan und
auch internationale Beobachter einig: Der von einem deutschen Oberst angeforderte
Bombenangriff auf zwei Tanklast-Züge, die auf einer Sandbank stecken geblieben waren
und unter die Kontrolle von Taliban geraten sein sollen war definitiv falsch.

MJB Mission News, ISSN 1999-8414, managing editor – Redaktionsleitung: Andreas Klamm,
Journalist, broadcast journalist and author , www. radiotvinfo.org/mjbmissionnews – www .
radiotvinfo.org , www. mjbmissionnews.blogspot.com, Copyright © and Copyleft, Creative
Commens License by MJB Mission News (ISSN 1999-8414).
This work is licensed under the Creative Commons Attribution-No Derivative Works 3.0 United States License. To view
a copy of this license, visit http://creativecommons.org/licenses/by-nd/3.0/us/ or send a letter to Creative Commons, 171
Second Street, Suite 300, San Francisco, California, 94105, USA.
MJB Mission News ISSN 1999-8414

Insbesondere auch deshalb, weil bislang nicht bestätigten Informationen zufolge, Kinder,
Frauen und Männer, die nicht zum Unterstützer-Kreis der Taliban gehören, gezwungen
worden sein sollen, sich zu den Tankwagen zu begeben.

Kein Zweifel besteht daran in der internationalen Öffentlichkeit, dass der Bombenangriff
der Bundeswehr in Afghanistan, nicht nur Frauen, Kindern und Männern in Not in
Afghanistan geschadet hat, sondern auch den deutschen Soldatinnen und Soldaten in
Afghanistan weil die „Hass-Spirale der Gewalt“ damit neu angetrieben wurde und zudem
auch dem internationalen Ansehen der Bundeswehr schwerst geschadet wurde.

Dem bereits im Grundgesetz (GG) für Deutschland formulierten Auftrag, in der Präambel
heißt es: „Präambel. Im Bewußtsein seiner Verantwortung vor Gott und den Menschen,
von dem Willen beseelt, als gleichberechtigtes Glied in einem vereinten Europa dem
Frieden der Welt zu dienen, hat sich das Deutsche Volk kraft seiner
verfassungsgebenden Gewalt dieses Grundgesetz gegeben.“ hat der Bombenangriff vom
4. September 2009 auch schwer geschadet.

Bis zu 69 Prozent der Menschen in Deutschland, das ist die Mehrheit der Menschen in
Deutschland, sind für Frieden, gegen den Einsatz der Bundeswehr und für den Abzug der
Bundeswehr aus Afghanistan. Ein ganzes Volk, als „blutrünstige Monster“ erscheinen zu
lassen, das nach dem Blut von afghanischen Kindern, Frauen und Männern verlangt, ist
definitiv falsch und nicht die Wahrheit.

Viele Menschen aus Deutschland wirken und arbeiten zum Teil Tag und Nacht für Frieden
und Dialog mit Menschen aus Afghanistan, auch mit Menschen des jüdischen und
moslemischen Glaubens. Doch damit lassen sich möglicherweise keine gute Schlagzeilen
machen und von einer „selbst ernannten politischen Elite“, der die Zustimmung der
Menschen aus Deutschland, für ein zu hinterfragendes politisches Handeln fehlt, werden
die Stimmen für den Frieden als „nicht systemsrelevant“ kategoriersiert, obgleich die
Verpflichtung zum FRIEDEN in der WELT zu dienen laut Auftrag im Grundgesetz (GG)
verankert ist.

In Deutschland finden zahlreiche Initiativen und Bewegungen statt, um den Einsatz der
Bundeswehr in Afghanistan zu beenden. Leider finden die Stimmen der Menschen für den
Frieden bei den politischen Entscheidungs-Trägern und bei den Verantwortlichen von
Main-Stream -oder Massen-Medien nur wenig Gehör und Aufmerksamkeit und das
schadet eindeutig dem FRIEDEN DER WELT zu dienen, den sich viele Menschen in
Deutschland, rund 64 Jahre nach der Kapitulation der deutschen Wehrmacht vom 8. Mai
1945 gegenüber den Alliierten Besatzungs-Truppen, wünschen.

MJB Mission News, ISSN 1999-8414, managing editor – Redaktionsleitung: Andreas Klamm,
Journalist, broadcast journalist and author , www. radiotvinfo.org/mjbmissionnews – www .
radiotvinfo.org , www. mjbmissionnews.blogspot.com, Copyright © and Copyleft, Creative
Commens License by MJB Mission News (ISSN 1999-8414).
This work is licensed under the Creative Commons Attribution-No Derivative Works 3.0 United States License. To view
a copy of this license, visit http://creativecommons.org/licenses/by-nd/3.0/us/ or send a letter to Creative Commons, 171
Second Street, Suite 300, San Francisco, California, 94105, USA.