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Zwerchfell( Diaphragma)

Durch die Kuppelform des Zwerchfells führt eine Kontraktion der Muskulatur zu einer
Vergrößerung des Thoraxraumes und einer Verkleinerung des Abdominalraumes. Durch die
Verwachsungen des Zwerchfells mit der Pleura parietalis wird bei der Bewegung das
Lungenvolumen vergrößert und der entstehende Unterdruck führt zur Einatmung.

Inspiratorisch Expiratorisch

Musculi intercostales externi Musculi intercostales interni


Äußere Zwischenrippenmuskeln Rippensenker – expiration
Sie verspannen bei Kontraktion den jeweils Musculi intercostales intimi
anliegenden Interkostalraum und führen so zu Rippensenker – expiration
einer Volumenzunahme des Thorax Musculi subcostales
Rippensenker – expiration

Musculi scaleni Musculus seratus posterior inferior


Treppenmuskel Rippensenker – expiration
Punktum mobile an Rippen: Dornfortsätze der 11.-12.BWK
inspiration durch heben der oberen Rippen 2.-3. LWK Untere Ränder der 9.-12. Rippe
Punktum fixum an Rippen: (von unten nach oben)
Einseitig: Lateralflex zur ipsilateralen Seite
Beidseitig: Ventralflex des Halses
3.-7. HWK bis 1.-2-Rippe

Musculus seratus posterior superior Musculus transversusthoracis


Rippenheber – inspiration Rippensenker – expiration
Dornfortsätze der 6.-7. HWK 2.-6.Rippe Innenseite des corpus sterni und
1.-2. BWK von hinten 2.-5. Rippe (von processus xyphoideus sterni
oben nach unten)
Inspiratorische Atemhilfsmuskulatur Exspiratorische Atemhilfsmuskulatur

• Musculus sternocleidomastoideus • Musculus rectus abdominis


• Musculi scaleni • Musculus transversus abdominis
• Musculus pectoralis major • Musculus obliquus externus
• Musculus pectoralis minor • Musculus obliquus internus
• Musculus serratus anterior

Atemregulation
1. Anpassen der Ventilationsgröße an bedarf bei Ruhe, oder Belastung
2. O2, CO2 Partialdruck PH-Wert des Blutes werden auf sollwerte angepasst
3. Atemtiefe/frequenz werden so abgestimmt, dass sie ökonomisch ablaufen
4. Sprechen Schlucken dürfen Regelgröße nicht beeinträchtigen
In- und Expriation werden durch in- und expiratorische Neurone ausgelößt, bei aktivität
der einen Zellgruppe ist die jeweils andere gehemmt
Mechanische Kontrolle
Dehnungsrezeptoren in der Lunge (Hering-Breuer Reflex) sowie Mechanorezeptoren der
Intercostalmuskulatur verhindern eine mögliche Überblähung der Lunge, da sie die
Inspiration bei starkem Reiz hemmen.
Chemische Kontrolle
O2, CO2 Partialdruck PH-Wert des Blutes werden durch Chemorezeptoren kontrolliert
Atemformen
Ausdrucksatemformen Anatomische Veränderungen
Bei erhöhter psychischer Belastung Bei skoliose, Frakturen oder motorischen
Ausfällen im Thoraxbereich.
-Erhöhte Atemfrequenz, die sich bei
Entspannung mindert -Asymmetrische Thorakale Atembewegung
-Überwiegend Thoracale Atmung -Eingeschränkte Rippenbeweglichkeit
-Häufige Seufzer -Paradoxe Atembewegung, wie
-Gefühl nicht durchatmen zu können inspiratorische Einziehung ganzer
Rippenpartien der Intercostalräume oder des
Abdomens
-in schweren formen siehe restriktiv
Erfordernisatemformen
Obstruktion Restriction
Bei Asthma Bronchiale, chronisch Bei Lungenfibrosen, Lungentumoren,
obstruktive Bronchitis, Lungenemphysem Alveolitiden.

-Verlegung der Atemwege -Hohe Atemfrequenz(24-40/min)


-Hohe Atemarbeit/Anforderung -Gegen einen elastischen Widerstand
-Gegen einen Strömungswiderstand -Atemnot bei geringer Belastung
-Generelle Atemnot -Zunahme der Totraumventilation
-Schlechte Ausatmung -großer Teil der eingeatmeten Luft nimmt
-Atemgeräusche wie Brummen nicht am Gasaustausch teil
-verringere Dehnfähigkeit der Lunge
Bei Atemnot nimmt der Patient schon automatisch den Kutschersitz ein.
Der Weg der Luft
Atemzugvolumen Normales In/Expirationsvolumen bei Ruhe 0,5 l
Inspiratorisches was nach normaler Inspiration zusätzl. eingeatmet werden kann
Reservevolumen
Expiratorisches was nach normaler Expiration zusätzl. ausgeatmet werden kann
Reservevolumen
Residualvolumen Was nach max Expiration in der Lunge zurückbleibt 1,2 l
Vitalkapazität Was nach max Inspiration max ausgeatmet werden kann
AtemzugV.+ Insp ReserveV. + Exp ReserveV = 4,8 l
Funktionelle Was nach normaler Expiration noch in der Lunge enthalten ist
Residualkapaität Expiratorisches Reservevolumen + Residualvolumen = 2,4 l
Dadurch das noch Resttluft enthalten ist, gibt es fast keine
Schwankungen der Atemgaskonzentration
Totalkapazität Was nach max Inspiration in der Lunge enthalten ist
Residualvolumen + Vitalkapazität = 6,0 l
Atemzeitvolumen in einer best. Zeitspanne ein/ausgeatmete Gasvolumen ~7,0 l/min
Alveoläre Ventilation Atemzeitvolumen – Totraumventilation
Anatomischer Gasvolumen, was sich in Luftröhre, Bronchien und Bronchiolen
Totraum befindet, jedoch nicht am Gasaustausch teilnimmt
Dient der Reinigung, Befeuchtung und Erwärmung der insp.Luft
Funktioneller Totraum Anatomischer Totraum + nicht durchblutete Alveolen
Diffusion
kommt durch Ausgleich von Konzentrationen zustande, findet am besten bei großer
Austauschfläche und kleinem Weg statt ( Ficksche Diffusionsgesetz)