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Ausgabe 03 | Sommer 2014 WimadiMu Das Magazin zum kulturellen Bildungsprogramm Wir machen die Musik!

Ausgabe 03 | Sommer 2014

WimadiMu

Das Magazin zum kulturellen Bildungsprogramm Wir machen die Musik!

zum kulturellen Bildungsprogramm Wir machen die Musik! Auf die Bretter … fertig … los! Es ist
zum kulturellen Bildungsprogramm Wir machen die Musik! Auf die Bretter … fertig … los! Es ist
zum kulturellen Bildungsprogramm Wir machen die Musik! Auf die Bretter … fertig … los! Es ist

Auf die Bretter … fertig … los!

Es ist Sommer und alle Kooperationsprojekte haben wieder ein aufregendes Jahr hinter sich. Viele von ihnen präsentieren die Ergebnisse ihrer Arbeit im Rahmen von Musikschulkon- zerten, Sommer-, Stadt-, Kita- oder Schulfesten. Dabei spielt es natürlich keine Rolle, ob ein ganzes Kindermusical inklu- sive Kostümen auf die Beine gestellt oder nur ein einfaches Lied gesungen wird. Was zählt, ist die Darbietung dessen, was innerhalb der letzten Monate gemeinsam gelernt, geübt und gelebt wurde! Auf der Bühne zu stehen, Beifall zu be- kommen und ein bisschen Lampenfieber zu haben – all das erleben die WimadiMu-Kinder, wenn sie den Neuankömmlin- gen in der Kita bzw. Erstklässlern, ihren Familien und manch- mal sogar der ganzen Stadt zeigen dürfen, was sie können.

WimadiMu ist längst zu einem festen Bestandteil in der musikalischen Bildung von Kindern geworden. Ob „Wimadi- Mu-Fest“, „WimadiMu-Konzert“ oder „WimadiMu-Tag“ – der Name ist Programm und erscheint mittlerweile auf zahlrei-

chen Plakaten und Flyern in ganz Niedersachsen. Auch in diesem Jahr organisieren etliche Einrichtungen eine eigene Veranstaltung und präsentieren damit, wie viel Spaß es ma- chen kann, gemeinsam zu singen, zu spielen und zu tanzen! Wir freuen uns sehr, in Duderstadt, Gehrden und Sulingen live dabei gewesen zu sein und hoffen, dass auch im nächsten Schuljahr wieder überall die Musik gemacht wird.

Einer, der sich mit dem Programm mittlerweile auch bestens auskennt, ist Lars Kaempf: Musiker, Fotograf, Filme- und Fes- tivalmacher (Freifeld Festival) aus Oldenburg. Wir haben ihn kurz vor einem Auftritt zum Interview getroffen.

Viel Spaß beim Lesen und schöne Sommerferien allerseits!

zum Interview getroffen. Viel Spaß beim Lesen und schöne Sommerferien allerseits! WimadiMu | Ausgabe 03 |

WimadiMu | Ausgabe 03 | Sommer 2014

Kicker, Künstler, Kaffeegäste DIE MUSIKSCHULE DES LANDKREISES GÖTTINGEN LÄUFT AM TAG DER MUSIK ZUR HÖCHSTFORM
Kicker, Künstler, Kaffeegäste DIE MUSIKSCHULE DES LANDKREISES GÖTTINGEN LÄUFT AM TAG DER MUSIK ZUR HÖCHSTFORM

Kicker, Künstler, Kaffeegäste

DIE MUSIKSCHULE DES LANDKREISES GÖTTINGEN LÄUFT AM TAG DER MUSIK ZUR HÖCHSTFORM AUF.

GÖTTINGEN LÄUFT AM TAG DER MUSIK ZUR HÖCHSTFORM AUF. Die Sonne schien aus wolkenlosem Himmel und

Die Sonne schien aus wolkenlosem Himmel und vor der Fachwerkidylle des historischen Duderstädter Rathauses lockte eine Kaffeetafel mit knusprigen Waffeln. Um dem Wetter – passend zur Fußball-WM – noch eine brasilianische Note zu verleihen, verbreitete die Sambagruppe exotisches Flair mit traditionellen Rhythmen. Diese Kulisse bot sich uns am 15. Juni – dem bundes- weiten Tag der Musik. Wir wurden Augen- und Ohrenzeuge davon, wie die Musikschule in zwei großen Konzertblöcken eine logistische Meisterleistung erzielte. Unter dem Motto „Anpfiff für Musik“ präsentierte sie sich mit einem vielseitigen musikalischen Programm: Die Perkussionsklasse unter der Leitung von Tom Hansen sorgte für ferne Klänge aus Nigeria und Ghana und die Kindergärten aus Bilshausen, Landolfshausen und Waake bezauberten das Publikum unter anderem mit dem Lummerland-Lied. Neben der Musik kam aber natürlich auch der Ballsport nicht zu kurz: In der Pause konnten sich kleine und große Kicker auf dem Rathausplatz an der Torwand verausgaben. Für das Redaktionsteam war der Tag eine willkommene Gelegenheit, um mit unterschiedlichsten WimadiMu-Ak- teuren ins Gespräch zu kommen. Zum Beispiel mit Reinhild Otterbein, seit 2011 Abgeordnete des Kreistags Göttingen sowie Vorsitzende und Sprecherin des Ausschusses für Kultur, Sport und Partnerschaften. Auf die Frage, was ihr Veranstaltungen wie diese bedeuten, sagte die Politikerin spontan: „Feste wie der Musiktag sind ein dickes Dankeschön an die Fördererinnen und Förderer, die dies möglich machen. In einer Zeit, in der alle freiwilligen Leistungen eingefroren sind und die Frage, wer wie viel aus den verbleibenden Töpfen bekommt, alles beherrscht, sind

Events wie diese wichtig, um das Engagement zu zeigen, das dahintersteckt.“ Reinhild Otterbein weiß, wovon sie redet, denn sie ist hauptberuflich Lehrerin. „In dieser Eigenschaft sehe ich täglich Kinder, die sich eben fast noch die Köpfe eingeschlagen haben und im nächsten Moment in der Bläserklasse harmonisch zusammenspielen.“ Musik sei nicht nur wichtig für Teamwork, sondern fördere auch Konzen- tration und Motorik. Vor diesem Hintergrund ist es wichtig, dass auch Kinder aus sozial schwächeren Familien erreicht werden, die sonst nicht die Möglichkeit zum Musizieren haben. „Gerade deshalb ist Wir machen die Musik! so wichtig. Als das Programm ins Leben gerufen wurde, haben wir daher nicht lange überlegt, ob auch unsere Kreismusik- schule dabei sein soll.“ Dieser Meinung sind auch die Damen und Herren des Fördervereins der Musikschule, die sich als Nächstes zu uns an den Kaffeetisch gesellen. Der Förderverein verwaltet nicht nur die Mitgliederbeiträge, Spenden und sonstigen Einnahmen, sondern wirbt auch kräftig bei Veranstaltungen und in öffentlichen Sitzungen für die Belange der Musik- schule. In diesem Zusammenhang wurde bereits vor Jahren ein Sozialfond eingerichtet, um Eltern zu entlasten, die aufgrund ihrer Einkommenssituation die Beiträge für den Instrumentalunterricht nur schwer oder gar nicht aufbringen können. Initiativen wie der Förderverein und Wir machen die Musik! können gemeinsam ein perfektes Duo bilden. Die Djemben der Perkussionsklasse von Tom Hansen, der nach gelungenem Auftritt ebenfalls zu unserer Kaffeerunde stößt, wurden vom Förderverein finanziert. Hansen freut sich über dieses Engagement: „Das ist eine tolle Wertschätzung unserer Arbeit. Denn es geht hier nicht nur darum, Musik zu vermitteln. Eine Gruppe wie diese zu leiten, ist harte päd- agogische Arbeit, für die man viel Feingefühl braucht.“ Mit großem Erfolg, wie man hört – und sieht: Bei einer anderen Gruppe habe sich nach einem Jahr Trommeln das Schrift- bild der Schüler gebessert. Darauf habe eine Lehrerin den erstaunten Djembelehrer hingewiesen, die diesen Fortschritt auf die durch das Trommeln verbesserte Motorik der Kinder zurückführte. Ein tolles Team führt eben nicht nur beim Fussball zum Erfolg, sondern auch in der Musik!

Kontakt:

Kreismusikschule in der KVHS Südniedersachsen GmbH www.landkreis-goettingen.de kmsoha@kvhs-snds.de

WimadiMu | Ausgabe 03 | Sommer 2014

in der KVHS Südniedersachsen GmbH www.landkreis-goettingen.de kmsoha@kvhs-snds.de WimadiMu | Ausgabe 03 | Sommer 2014
Alle an einem Tisch DAS MUSIKSPEKTAKEL DER KREISMUSIK- SCHULE DES LANDKREISES DIEPHOLZ ZEIGT, WIE KOOPERATIONSPROJEKTE
Alle an einem Tisch DAS MUSIKSPEKTAKEL DER KREISMUSIK- SCHULE DES LANDKREISES DIEPHOLZ ZEIGT, WIE KOOPERATIONSPROJEKTE

Alle an einem Tisch

DAS MUSIKSPEKTAKEL DER KREISMUSIK- SCHULE DES LANDKREISES DIEPHOLZ ZEIGT, WIE KOOPERATIONSPROJEKTE GUT FUNKTIONIEREN.

Kooperationsprojekte haben dann Erfolg, wenn sich alle Ak- teure an einen Tisch setzen: Förderer, Kooperationspartner, Musikschullehrkräfte und nicht zu vergessen: die Kinder. Zu einem solchen Setting lud die Kreismusikschule des Land- kreises Diepholz anlässlich des diesjährigen Musikspekta- kels am 23. Juni in das Stadttheater Sulingen ein. Mit von der Partie waren: Wolfram van Lessen (Erster Kreisrat des Landkreises Diepholz sowie Fachbereichsleiter für Bildung und Kultur), Finn Kortkamp (Kommunalpolitiker und Vor- sitzender des Betriebsausschusses der Kreismusikschule), Heiko Reese (Rektor der Grundschule Sulingen), Sabine Steinkühler (Cellistin und Musikschullehrerin der Streicher- klassen), Elke Münter (Musikschullehrerin und Projektleite- rin der Kita-Kooperationen) sowie Kontrabassistin Josephine (14), Landespreisträgerin bei Jugend musiziert und ehema- lige Streicherklassenschülerin und Merle (7), Bratschistin in ihrer Streicherklasse.

Merle, wie fühlt es sich an, bei einer Veranstaltung auf der Bühne zu stehen? Bist du sehr aufgeregt?

Nein, überhaupt nicht! Es ist ein tolles Gefühl, weil die Bratsche einfach das schönste Instrument ist, das ich mir vorstellen kann.

Josephine, du hast wie Merle in einer Streicherklasse ange- fangen. Was ist daraus geworden?

einer Streicherklasse ange- fangen. Was ist daraus geworden? Ich spiele immer noch, mittlerweile im Jugendsinfonieorches-
einer Streicherklasse ange- fangen. Was ist daraus geworden? Ich spiele immer noch, mittlerweile im Jugendsinfonieorches-
einer Streicherklasse ange- fangen. Was ist daraus geworden? Ich spiele immer noch, mittlerweile im Jugendsinfonieorches-

Ich spiele immer noch, mittlerweile im Jugendsinfonieorches- ter der Kreismusikschule. Wir proben in Syke und weil ich in Sulingen wohne und den kürzesten Weg habe, spiele ich das schwerste Instrument (lacht). Aber Kontrabassspielen macht mir auch wirklich Spaß.

Herr van Lessen, sind Veranstaltungen wie diese wichtig für Sie, um zu sehen, worin Sie investieren?

Wolfram van Lessen: Dass es wichtig ist, in kulturelle Bildung zu investieren, erlebe ich nicht nur auf solchen Veranstaltun- gen, sondern sehe es täglich bei meiner Tochter, die selbst Geige spielt. Davon abgesehen, bereichern die Kinder das Kulturleben unserer Region. Kooperationen wie Wir machen die Musik! kommen uns da sehr entgegen. Sie zeigen, dass Musikschulen nicht nur etwas für das Bildungsbürgertum sind. Finn Kortkamp: Gerade als musikalischer Laie kann ich da nur zustimmen. Ich habe Mitschüler von mir in Bläserklassen erlebt, die Musicalaufführungen mitgestaltet haben und zu internationalen Austauschen nach Marokko gereist sind – das war sehr beeindruckend! Heiko Reese: Für uns als Grundschule sind die Streicherklas- sen ein tolles Aushängeschild. Dafür stellen wir gern unsere Räume und Kapazitäten unseres Stundenplanes zur Verfü- gung. Auch wenn es manchmal ein nicht geringer logistischer Aufwand ist.

Apropos Logistik: Wie groß ist der Aufwand für die Musikschul- lehrkräfte, eine Veranstaltung wie heute zu organisieren?

Elke Münter: Natürlich gibt es da viel zu planen und vorzube- reiten: Zum Beispiel müssen die Eltern umfassend informiert werden und da wir oft keinen direkten persönlichen Kontakt zu ihnen haben, sind wir auf die Kooperationsbereitschaft der Erzieherinnen angewiesen. Sabine Steinkühler: Wir müssen zum Beispiel auch dafür sorgen, dass die Instrumente und das nötige Beiwerk wie Notenständer, kleine Stühle etc. bereitstehen. Aber für die Kinder sind diese Veranstaltungen gut und wichtig, deshalb lohnt der Aufwand. Sie können auf der Bühne die Erfahrung machen, dass man Menschen mit Musik erreichen kann. Nicht zuletzt ist das eine große Leistung, die Anerkennung verdient.

Kontakt:

www.musikschule-diepholz.de I musikschule@diepholz.de

WimadiMu | Ausgabe 03 | Sommer 2014

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–-––––––--------------------------------------------- Der WimadiMu-Talk
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Der WimadiMu-Talk

IN DIESER RUBRIK BESUCHEN WIR DIE KINDER DIREKT VOR ORT. DIESMAL: LILLI, VALERIE, MAIK, JONAS UND AURELIUS AUS DEM CALENBERGER LAND

In großen bunten Lettern prangt der Schriftzug „WIMADI- MU“ auf dem Bühnenvorhang in der Oberschule Gehrden. So liebevoll gestaltet wie die Deko ist auch das Programm des „WimadiuMu-Festes“ der Calenberger Musikschule: Zum Lied vom Rap-Huhn, das mit seinem Sprechgesang allen anderen Tieren auf dem Bauernhof gehörig auf die Nerven geht, schlüpfen einige Kinder aus dem Kindergarten Gehrden mit witzigen Schnabelmützen in die Rolle des rappenden Federviehs. Oder der Song von Hans Nasens Fahrrad, zu dem die Kinder aus den Kindergärten Weetzen und InKiTaRo (Empelde) nicht nur singen, sondern das Lied auch gekonnt mit einer komplizierten Abfolge pantomimischer Bewegun- gen begleiten.

Grund genug, fünf der kleinen Künstler nach gelungenem Auftritt zum Interview in den Backstage-Bereich zu bitten. Mit dabei sind die Freundinnen Lilli (10) und Valerie (9) aus der Grundschule am Langen Feld in Gehrden. Sie waren mit dem Schulorchester unter anderen mit Mary-Poppins-Melo- dien wie „Supercalifragilisticexplialigetisch“ zu hören. Außer- dem mit dabei: der fünfjährige Aurelius, einer der rappenden Stars vom Hühnersong. Dazu gesellen sich noch Jonas (4) und Maik (5), die das Lied von Hans Nase präsentiert haben. Auch die beiden Jungs sind beste Freunde und teilen sich wie selbstverständlich einen Stuhl. Und weil sie ziemlich aufgeregt sind, übernehmen ihre Eltern für sie. Jonas Vater ist sehr froh, dass es das Angebot der Musikschule gibt. „Jonas singt sogar zu Hause den ganzen Tag“, erzählt er lachend. Auch

sogar zu Hause den ganzen Tag“, erzählt er lachend. Auch in Maiks Freizeit dreht sich alles
sogar zu Hause den ganzen Tag“, erzählt er lachend. Auch in Maiks Freizeit dreht sich alles

in Maiks Freizeit dreht sich alles um Musik: Er geht viermal in der Woche zur Musikschule, singt dort im Chor und spielt Klavier. Mit viel Freude, wie seine Mutter berichtet: „Wenn Maik von seinen Spielsachen gelangweilt ist, setzt er sich immer ans Klavier.“ Das Instrument hat ihm auch in seiner Entwicklung geholfen. „Maik hat sehr spät mit dem Spre- chen angefangen – erst, als wir das Klavier angeschafft und ein paar Lieder gesungen haben, ging das so richtig los. Als hätte ihm das Klavierspielen den nötigen Schubs verpasst.“

Auch Lilli und Valerie spielen Klavier, obwohl sie auf der heutigen Veranstaltung mit der Flöte zu hören waren. Beide Instrumente sind ihnen die liebsten – Geige findet Lilli eher „geht so“, denn: „Wenn man Geige noch nicht so gut kann, klingt das manchmal ganz schön daneben.“ Herzklopfen vor Auftritten wie diesem kennen die beiden nicht, denn nach einem gelungenen Weihnachtskonzert in der Schule sind sie schon fast alte Hasen. Den Auftritt hat Valeries Vater ganz stolz auf Video aufgenommen, erzählt die Grundschü- lerin. Wer so tolle Reaktionen auf das Musizieren bekommt, bleibt natürlich am Ball: „Lilli und ich treffen uns auch oft zu Hause, um gemeinsam Stücke aus unserem Übungsbuch zu spielen.“ Und da wundert es nicht, dass Lilli auch an einer weiterführenden Schule gerne im Schulorchester aktiv sein möchte.

Ob auch Aurelius dauerhaft so begeistert vom Musizieren sein wird, wird die Zeit zeigen. Auf jeden Fall haben ihm die vielen Proben für das Rap-Huhn nichts ausgemacht, die seiner Meinung nach „seeeeehr lange“ gedauert haben. Er wusste sofort, dass er zu den Kindern gehören möchte, die mit Hühnermütze auftreten dürfen. Und weil er so schön laut und deutlich spricht, wie seine Musikschullehrerin Isabel Pritsch einwirft, und deshalb ein begnadeter Jungrap- per ist, stand einem Auftritt an der Rampe nichts im Weg.

Kontakt:

www.calenberger-musikschule.de I info@calenberger-musikschule.de

im Weg. Kontakt: www.calenberger-musikschule.de I info@calenberger-musikschule.de WimadiMu | Ausgabe 03 | Sommer 2014

WimadiMu | Ausgabe 03 | Sommer 2014

im Weg. Kontakt: www.calenberger-musikschule.de I info@calenberger-musikschule.de WimadiMu | Ausgabe 03 | Sommer 2014

Feuer fangen, Funken sprühen

Feuer fangen, Funken sprühen Musik ist für Lars Kaempf Dreh- und Angelpunkt im Leben: ob als

Musik ist für Lars Kaempf Dreh- und Angelpunkt im Leben:

ob als Musiker, Student, freischaffender Filme- und Festi- valmacher oder Fotograf. Im Hinblick auf Wir machen die Musik! ergeben sich daraus viele spannende Schnittpunkte für den vielseitigen 30-Jährigen: So hat er zum Beispiel – gemeinsam mit seinem ehemaligen Kommilitonen Florian Krämer – die atmosphärischen Kurzportraits gedreht, die auf wirmachendiemusik.de Einblicke in die Kooperationsprojek- te geben. Er hat bereits zwei Fachtage als Fotograf begleitet und auch in seiner Masterarbeit dreht sich alles um Wir machen die Musik! Wenn also ein objektiver externer Beob- achter unserer Aktivitäten gefragt ist, dann ist Lars die erste Adresse. Grund genug für uns, ihn kurz vor einem Auftritt in Oldenburg zu interviewen.

Lars, für Wir machen die Musik! warst du bereits zweimal mit der Kamera unterwegs und hast einen Blick hinter die Kulissen geworfen. Welche besonderen Momente sind dir in Erinnerung geblieben?

Zum einen denke ich an unser Interview mit einer Musik- schullehrerin aus der Region Hannover. Die Kinder warteten währenddessen schon ganz aufgeregt vor der Tür und drück- ten sich an der Fensterscheibe die Nasen platt. Gut, dass wir das spontan mit der Kamera einfangen konnten – denn es zeigt, wie groß die Freude der Kinder auf das gemeinsame Musikmachen ist. Zum anderen haben uns die Kinder aus der Hafenschule in Wilhelmshaven begeistert, die – laut Aussage der Lehrkräf- te – fast alle aus sozial schwachen Familien kommen. Die waren mit so viel Konzentration und Leidenschaft bei der Sache – das hat sich sofort auf uns übertragen, sodass auch wir mit einem breiten Grinsen heimgefahren sind.

Du hattest mit deiner Kamera ja oft auch eine Art „Beob- achterrolle“. Wie haben die Lehrkräfte und Erzieherinnen auf dich gewirkt? Wie funktioniert die Zusammenarbeit in den Kooperationsprojekten deiner Meinung nach am besten bzw. worin siehst du ggf. Kommunikationsbedarf?

Ich glaube, wir haben eine große Bandbreite der Zusammen- arbeit gesehen. Toll war es immer zu beobachten, wenn sie

WimadiMu | Ausgabe 03 | Sommer 2014

zu beobachten, wenn sie WimadiMu | Ausgabe 03 | Sommer 2014 tatsächlich als Tandem funktioniert. Das
zu beobachten, wenn sie WimadiMu | Ausgabe 03 | Sommer 2014 tatsächlich als Tandem funktioniert. Das

tatsächlich als Tandem funktioniert. Das klappt vermutlich dann am besten, wenn die Musikschullehrerinnen sich auch als Musikvermittlerinnen für die Erzieherinnen verstehen. Die Motivation seitens der Lehrkräfte spielt hier eine nicht zu unterschätzende Rolle. Nur dann können die Erzieherinnen auch wirklich Feuer fangen, damit der Funke an die Kinder weitergegeben werden kann – so wie im Kindergarten Pur- zelbaum in Lathen beispielsweise. Dort konnte am Anfang nur eine Erzieherin Gitarre spielen – mittlerweile können es fast alle. Die Bereitschaft, sich vom Spaß an der Musik anstecken zu lassen, ist auf jeden Fall da, das habe ich auch auf dem letzten Fachtag gemerkt, wie engagiert und aktiv sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in den Workshops beteiligt haben.

Aktuell schreibst du deine Masterarbeit über Wir machen die Musik! Welche inhaltlichen Schwerpunkte hast du dir gesetzt bzw. welchen Dingen gehst du in deiner Arbeit auf den Grund?

In meiner Arbeit gehe ich verschiedenen Fragen nach, die die Kooperationen mit Kindertagesstätten betreffen. Wie genau funktioniert die Tandemarbeit? Welche Formen von Reflexion gibt es? Lassen sich die Erzieherinnen ähnlich wie die Kinder von der Freude am Musikmachen anstecken? Was fehlt bei- den Partnerinnen in der Zusammenarbeit? Worin sehen sie Verbesserungsbedarf? In diesem Zusammenhang habe ich festgestellt, dass es in der Erzieherinnen-Ausbildung kaum Grundlagen der Musikvermittlung gibt. Das macht die Be- rührungsängste manchmal sehr groß. Da wäre es schon toll, wenn man wenigstens lernen würde, wie man ein paar Ak- korde auf der Gitarre spielen kann, damit die Hemmschwelle nicht ganz so groß ist.

Vor dem Hintergrund deines aktuellen Informationsstands über das Programm: Was würdest du dir für die Zukunft von Wir machen die Musik! wünschen? Hast du Ideen, wie man es besser gestalten kann?

Meine Idee wäre, dass es einen Leitfaden gibt, der die Zusammenarbeit zwischen den Akteuren regelt und der festlegt, wie verbindlich die Zusammenarbeit sein soll. Auch Reflexionsseminare wären wünschenswert, in denen sich die Kooperationspartner aus unterschiedlichen Einrichtungen und Projekten austauschen und voneinander lernen können.

Lars, wir danken Dir für das nette Gespräch und die hilfrei- chen Ideen, von denen einige sogar bereits in Planung sind!

Kontakt: www.freifeld-festival.de I larskaempf@gmx.de
Kontakt:
www.freifeld-festival.de I larskaempf@gmx.de

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WimadiMu-Marktplatz

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VERANSTALTUNGEN UND FORTBILDUNGEN Tag der offenen Tür in

VERANSTALTUNGEN UND FORTBILDUNGEN

Tag der offenen Tür in Hemmoor Juli Die Musikschule an der Oste e. V. in
Tag der offenen
Tür in Hemmoor
Juli
Die Musikschule an der Oste e. V.
in Kooperation mit unterschiedli-
chen Gruppen aus den Kooperati-
onsprojekten von Wir machen die
Musik! und vielen anderen.
Samstag, 12.07.2014, 14 –17 Uhr
Bühne im Heidestrandbad
Hemmoor
Seeblick 2, 21745 Hemmoor
Weitere Infos auf:
www.musikschule-anderoste.de
Juli Mini-Musical „Lilia, die Elben- prinzessin“ Die Jugendmusikschule Hameln in Kooperation mit vier Kinder-
Juli
Mini-Musical
„Lilia, die Elben-
prinzessin“
Die Jugendmusikschule Hameln
in Kooperation mit vier Kinder-
gärten aus dem Kooperations-
projekt Wir machen die Musik!
und vielen anderen.
Freitag, 18.07.2014, 16 Uhr
Aula des Albert-Einstein-
Gymnasiums
Knabenburg 2, 31787 Hameln
Der Eintritt ist frei.

Impressum

Knabenburg 2, 31787 Hameln Der Eintritt ist frei. Impressum Arnswaldtstraße 28 30159 Hannover Telefon: 0511-159 19

Arnswaldtstraße 28 30159 Hannover Telefon: 0511-159 19 Telefax: 0511-159 01 info@musikschulen-niedersachsen.de www.musikschulen-niedersachsen.de www.wirmachendiemusik.de Präsidentin: PSt‘in Gabriele Lösekrug-Möller MdB Vorsitzender: Johannes Münter

Juli Frederick – das Mitmach-Musical für Kinder Die Musikschule Bederkesa e. V. in Kooperation mit
Juli
Frederick – das
Mitmach-Musical
für Kinder
Die Musikschule Bederkesa e. V.
in Kooperation mit den Chor-
klassen der Grundschule
Drangstedt-Elmlohe sowie der
Rhythmik- und Chorklasse der
Förderschule am Wiesendamm.
Freitag, 18.07.2014, 10 Uhr
Mehrzweckhalle Elmlohe
Im Wiebusch, 27624 Elmlohe
Der Eintritt ist frei.
Um Anmeldung wird gebeten.
Weitere Infos und Anmeldung:
www.musikschule-bederkesa.de
Juli Sommerkonzert Die Musikschule der Landes- hauptstadt Hannover in Koope- ration mit der Grundschule am
Juli
Sommerkonzert
Die Musikschule der Landes-
hauptstadt Hannover in Koope-
ration mit der Grundschule am
Lindener Markt.
Montag, 21.07.2014, 18 Uhr
Dienstag, 22.07.2014, 18 Uhr
Aula der Grundschule am
Lindener Markt,
Davenstedter Straße 14,
30449 Hannover
Weitere Infos auf:
www.hannover.de/musikschule
oder
www.gs-am-lindener-markt.de

Ansprechpartnerin für WimadiMu Mareike Knobloch Telefon: 0511-270 640 53 knobloch@musikschulen-niedersachsen.de

0511-270 640 53 knobloch@musikschulen-niedersachsen.de Juli Jahresauftritt der Schulensembles Die Musikschule
0511-270 640 53 knobloch@musikschulen-niedersachsen.de Juli Jahresauftritt der Schulensembles Die Musikschule
Juli Jahresauftritt der Schulensembles Die Musikschule der Landeshaupt- stadt Hannover in Kooperation mit der
Juli
Jahresauftritt
der Schulensembles
Die Musikschule der Landeshaupt-
stadt Hannover in Kooperation mit der
Albert-Schweitzer-Schule.
Freitag, 18.07.2014, 14.30 Uhr
Aula der Albert-Schweitzer-
Schule, Liepmannstraße 6,
30453 Hannover
Weitere Infos auf:
www.hannover.de/musikschule
oder www.albert-schweitzer-
schule-hannover.de
Nov. FACHTAGUNG – Auf dem Weg zu einer Musikschule für Alle Eine Fachtagung des Verbands
Nov.
FACHTAGUNG – Auf dem
Weg zu einer Musikschule
für Alle
Eine Fachtagung des Verbands
deutscher Musikschulen e. V. in
Kooperation mit dem Fachausschuss
„Menschen mit Behinderung an
Musikschulen/Inklusion“ und dem
Bundesweiten Arbeitskreis Musik-
therapie an Musikschulen (BAMMS).
Freitag, 07. bis Sonntag, 09.11.2014
Veranstaltungsort: Tagungsstätte
Loccum, Münchehäger Straße 6,
31547 Rehburg-Loccum
Anmeldung und weitere Infos:
Verband deutscher Musikschulen e. V.
Britta Schütz, Plittersdorfer Straße 93,
53173 Bonn
Telefon: 0228-95706 18,
schuetz@musikschulen.de
www.musikschulen.de

Redaktion: Mareike Knobloch, Kai Krüger Texte: Kai Krüger V. i. S. d. P.: Klaus Bredl (Geschäftsführer) Fotos: www.foto-juerges.de (Titel), Lars Kaempf, Mareike Knobloch, Martina Kurth-Schumacher Gestaltung: www.artfaktor.de

Druckfehler, Irrtümer und Änderungen vorbehalten. Stand: Juli 2014

ALLE INFOS GIBT‘S AUCH AUF WWW.WIRMACHENDIEMUSIK.DE UND WWW.FACEBOOK.COM/WIRMACHENDIEMUSIKMartina Kurth-Schumacher Gestaltung: www.artfaktor.de Druckfehler, Irrtümer und Änderungen vorbehalten. Stand: Juli 2014