WimadiMu

Das Magazin zum kulturellen Bildungsprogramm
Wir machen die Musik!
Ausgabe 03 | Sommer 2014
Es ist Sommer und alle Kooperationsprojekte haben wieder
ein aufregendes Jahr hinter sich. Viele von ihnen präsentieren
die Ergebnisse ihrer Arbeit im Rahmen von Musikschulkon-
zerten, Sommer-, Stadt-, Kita- oder Schulfesten. Dabei spielt
es natürlich keine Rolle, ob ein ganzes Kindermusical inklu-
sive Kostümen auf die Beine gestellt oder nur ein einfaches
Lied gesungen wird. Was zählt, ist die Darbietung dessen,
was innerhalb der letzten Monate gemeinsam gelernt, geübt
und gelebt wurde! Auf der Bühne zu stehen, Beifall zu be-
kommen und ein bisschen Lampenfieber zu haben – all das
erleben die WimadiMu-Kinder, wenn sie den Neuankömmlin-
gen in der Kita bzw. Erstklässlern, ihren Familien und manch-
mal sogar der ganzen Stadt zeigen dürfen, was sie können.
WimadiMu ist längst zu einem festen Bestandteil in der
musikalischen Bildung von Kindern geworden. Ob „Wimadi-
Mu-Fest“, „WimadiMu-Konzert“ oder „WimadiMu-Tag“ – der
Name ist Programm und erscheint mittlerweile auf zahlrei-
chen Plakaten und Flyern in ganz Niedersachsen. Auch in
diesem Jahr organisieren etliche Einrichtungen eine eigene
Veranstaltung und präsentieren damit, wie viel Spaß es ma-
chen kann, gemeinsam zu singen, zu spielen und zu tanzen!
Wir freuen uns sehr, in Duderstadt, Gehrden und Sulingen live
dabei gewesen zu sein und hoffen, dass auch im nächsten
Schuljahr wieder überall die Musik gemacht wird.
Einer, der sich mit dem Programm mittlerweile auch bestens
auskennt, ist Lars Kaempf: Musiker, Fotograf, Filme- und Fes-
tivalmacher (Freifeld Festival) aus Oldenburg. Wir haben ihn
kurz vor einem Auftritt zum Interview getroffen.
Viel Spaß beim Lesen und schöne Sommerferien allerseits!
Auf die Bretter … fertig … los!
WimadiMu | Ausgabe 03 | Sommer 2014
Kicker, Künstler, Kaffeegäste
DIE MUSIKSCHULE DES LANDKREISES
GÖTTINGEN LÄUFT AM TAG DER MUSIK
ZUR HÖCHSTFORM AUF.
Die Sonne schien aus wolkenlosem Himmel und vor der
Fachwerkidylle des historischen Duderstädter Rathauses
lockte eine Kaffeetafel mit knusprigen Waffeln. Um dem
Wetter – passend zur Fußball-WM – noch eine brasilianische
Note zu verleihen, verbreitete die Sambagruppe exotisches
Flair mit traditionellen Rhythmen.
Diese Kulisse bot sich uns am 15. Juni – dem bundes-
weiten Tag der Musik. Wir wurden Augen- und Ohrenzeuge
davon, wie die Musikschule in zwei großen Konzertblöcken
eine logistische Meisterleistung erzielte. Unter dem Motto
„Anpfiff für Musik“ präsentierte sie sich mit einem
vielseitigen musikalischen Programm: Die Perkussionsklasse
unter der Leitung von Tom Hansen sorgte für ferne Klänge
aus Nigeria und Ghana und die Kindergärten aus Bilshausen,
Landolfshausen und Waake bezauberten das Publikum unter
anderem mit dem Lummerland-Lied. Neben der Musik kam
aber natürlich auch der Ballsport nicht zu kurz: In der Pause
konnten sich kleine und große Kicker auf dem Rathausplatz
an der Torwand verausgaben.
Für das Redaktionsteam war der Tag eine willkommene
Gelegenheit, um mit unterschiedlichsten WimadiMu-Ak-
teuren ins Gespräch zu kommen. Zum Beispiel mit Reinhild
Otterbein, seit 2011 Abgeordnete des Kreistags Göttingen
sowie Vorsitzende und Sprecherin des Ausschusses für
Kultur, Sport und Partnerschaften.
Auf die Frage, was ihr Veranstaltungen wie diese bedeuten,
sagte die Politikerin spontan: „Feste wie der Musiktag sind
ein dickes Dankeschön an die Fördererinnen und Förderer,
die dies möglich machen. In einer Zeit, in der alle freiwilligen
Leistungen eingefroren sind und die Frage, wer wie viel aus
den verbleibenden Töpfen bekommt, alles beherrscht, sind
Events wie diese wichtig, um das Engagement zu zeigen, das
dahintersteckt.“ Reinhild Otterbein weiß, wovon sie redet,
denn sie ist hauptberuflich Lehrerin. „In dieser Eigenschaft
sehe ich täglich Kinder, die sich eben fast noch die Köpfe
eingeschlagen haben und im nächsten Moment in der
Bläserklasse harmonisch zusammenspielen.“ Musik sei nicht
nur wichtig für Teamwork, sondern fördere auch Konzen-
tration und Motorik. Vor diesem Hintergrund ist es wichtig,
dass auch Kinder aus sozial schwächeren Familien erreicht
werden, die sonst nicht die Möglichkeit zum Musizieren
haben. „Gerade deshalb ist Wir machen die Musik! so
wichtig. Als das Programm ins Leben gerufen wurde, haben
wir daher nicht lange überlegt, ob auch unsere Kreismusik-
schule dabei sein soll.“
Dieser Meinung sind auch die Damen und Herren des
Fördervereins der Musikschule, die sich als Nächstes zu uns
an den Kaffeetisch gesellen. Der Förderverein verwaltet nicht
nur die Mitgliederbeiträge, Spenden und sonstigen
Einnahmen, sondern wirbt auch kräftig bei Veranstaltungen
und in öffentlichen Sitzungen für die Belange der Musik-
schule. In diesem Zusammenhang wurde bereits vor
Jahren ein Sozialfond eingerichtet, um Eltern zu entlasten,
die aufgrund ihrer Einkommenssituation die Beiträge für den
Instrumentalunterricht nur schwer oder gar nicht aufbringen
können. Initiativen wie der Förderverein und Wir machen
die Musik! können gemeinsam ein perfektes Duo bilden.
Die Djemben der Perkussionsklasse von Tom Hansen, der
nach gelungenem Auftritt ebenfalls zu unserer Kaffeerunde
stößt, wurden vom Förderverein finanziert. Hansen freut sich
über dieses Engagement: „Das ist eine tolle Wertschätzung
unserer Arbeit. Denn es geht hier nicht nur darum, Musik zu
vermitteln. Eine Gruppe wie diese zu leiten, ist harte päd-
agogische Arbeit, für die man viel Feingefühl braucht.“ Mit
großem Erfolg, wie man hört – und sieht: Bei einer anderen
Gruppe habe sich nach einem Jahr Trommeln das Schrift-
bild der Schüler gebessert. Darauf habe eine Lehrerin den
erstaunten Djembelehrer hingewiesen, die diesen Fortschritt
auf die durch das Trommeln verbesserte Motorik der
Kinder zurückführte. Ein tolles Team führt eben nicht nur
beim Fussball zum Erfolg, sondern auch in der Musik!
Kontakt:
Kreismusikschule in der
KVHS Südniedersachsen GmbH
www.landkreis-goettingen.de
kmsoha@kvhs-snds.de
WimadiMu | Ausgabe 03 | Sommer 2014
Alle an einem Tisch
DAS MUSIKSPEKTAKEL DER KREISMUSIK-
SCHULE DES LANDKREISES DIEPHOLZ ZEIGT,
WIE KOOPERATIONSPROJEKTE GUT
FUNKTIONIEREN.
Kooperationsprojekte haben dann Erfolg, wenn sich alle Ak-
teure an einen Tisch setzen: Förderer, Kooperationspartner,
Musikschullehrkräfte und nicht zu vergessen: die Kinder. Zu
einem solchen Setting lud die Kreismusikschule des Land-
kreises Diepholz anlässlich des diesjährigen Musikspekta-
kels am 23. Juni in das Stadttheater Sulingen ein. Mit von
der Partie waren: Wolfram van Lessen (Erster Kreisrat des
Landkreises Diepholz sowie Fachbereichsleiter für Bildung
und Kultur), Finn Kortkamp (Kommunalpolitiker und Vor-
sitzender des Betriebsausschusses der Kreismusikschule),
Heiko Reese (Rektor der Grundschule Sulingen), Sabine
Steinkühler (Cellistin und Musikschullehrerin der Streicher-
klassen), Elke Münter (Musikschullehrerin und Projektleite-
rin der Kita-Kooperationen) sowie Kontrabassistin Josephine
(14), Landespreisträgerin bei Jugend musiziert und ehema-
lige Streicherklassenschülerin und Merle (7), Bratschistin in
ihrer Streicherklasse.
Merle, wie fühlt es sich an, bei einer Veranstaltung auf der
Bühne zu stehen? Bist du sehr aufgeregt?
Nein, überhaupt nicht! Es ist ein tolles Gefühl, weil die
Bratsche einfach das schönste Instrument ist, das ich mir
vorstellen kann.
Josephine, du hast wie Merle in einer Streicherklasse ange-
fangen. Was ist daraus geworden?
Ich spiele immer noch, mittlerweile im Jugendsinfonieorches-
ter der Kreismusikschule. Wir proben in Syke und weil ich in
Sulingen wohne und den kürzesten Weg habe, spiele ich das
schwerste Instrument (lacht). Aber Kontrabassspielen macht
mir auch wirklich Spaß.
Herr van Lessen, sind Veranstaltungen wie diese wichtig für
Sie, um zu sehen, worin Sie investieren?
Wolfram van Lessen: Dass es wichtig ist, in kulturelle Bildung
zu investieren, erlebe ich nicht nur auf solchen Veranstaltun-
gen, sondern sehe es täglich bei meiner Tochter, die selbst
Geige spielt. Davon abgesehen, bereichern die Kinder das
Kulturleben unserer Region. Kooperationen wie Wir machen
die Musik! kommen uns da sehr entgegen. Sie zeigen, dass
Musikschulen nicht nur etwas für das Bildungsbürgertum
sind.
Finn Kortkamp: Gerade als musikalischer Laie kann ich da
nur zustimmen. Ich habe Mitschüler von mir in Bläserklassen
erlebt, die Musicalaufführungen mitgestaltet haben und zu
internationalen Austauschen nach Marokko gereist sind –
das war sehr beeindruckend!
Heiko Reese: Für uns als Grundschule sind die Streicherklas-
sen ein tolles Aushängeschild. Dafür stellen wir gern unsere
Räume und Kapazitäten unseres Stundenplanes zur Verfü-
gung. Auch wenn es manchmal ein nicht geringer logistischer
Aufwand ist.
Apropos Logistik: Wie groß ist der Aufwand für die Musikschul-
lehrkräfte, eine Veranstaltung wie heute zu organisieren?
Elke Münter: Natürlich gibt es da viel zu planen und vorzube-
reiten: Zum Beispiel müssen die Eltern umfassend informiert
werden und da wir oft keinen direkten persönlichen Kontakt
zu ihnen haben, sind wir auf die Kooperationsbereitschaft der
Erzieherinnen angewiesen.
Sabine Steinkühler: Wir müssen zum Beispiel auch dafür
sorgen, dass die Instrumente und das nötige Beiwerk wie
Notenständer, kleine Stühle etc. bereitstehen. Aber für die
Kinder sind diese Veranstaltungen gut und wichtig, deshalb
lohnt der Aufwand. Sie können auf der Bühne die Erfahrung
machen, dass man Menschen mit Musik erreichen kann.
Nicht zuletzt ist das eine große Leistung, die Anerkennung
verdient.
Kontakt:
www.musikschule-diepholz.de I musikschule@diepholz.de
WimadiMu | Ausgabe 03 | Sommer 2014
WimadiMu | Ausgabe 03 | Sommer 2014
IN DIESER RUBRIK BESUCHEN WIR DIE
KINDER DIREKT VOR ORT.
DIESMAL: LILLI, VALERIE, MAIK, JONAS UND
AURELIUS AUS DEM CALENBERGER LAND
In großen bunten Lettern prangt der Schriftzug „WIMADI-
MU“ auf dem Bühnenvorhang in der Oberschule Gehrden. So
liebevoll gestaltet wie die Deko ist auch das Programm des
„WimadiuMu-Festes“ der Calenberger Musikschule: Zum
Lied vom Rap-Huhn, das mit seinem Sprechgesang allen
anderen Tieren auf dem Bauernhof gehörig auf die Nerven
geht, schlüpfen einige Kinder aus dem Kindergarten Gehrden
mit witzigen Schnabelmützen in die Rolle des rappenden
Federviehs. Oder der Song von Hans Nasens Fahrrad, zu
dem die Kinder aus den Kindergärten Weetzen und InKiTaRo
(Empelde) nicht nur singen, sondern das Lied auch gekonnt
mit einer komplizierten Abfolge pantomimischer Bewegun-
gen begleiten.
Grund genug, fünf der kleinen Künstler nach gelungenem
Auftritt zum Interview in den Backstage-Bereich zu bitten.
Mit dabei sind die Freundinnen Lilli (10) und Valerie (9) aus
der Grundschule am Langen Feld in Gehrden. Sie waren mit
dem Schulorchester unter anderen mit Mary-Poppins-Melo-
dien wie „Supercalifragilisticexplialigetisch“ zu hören. Außer-
dem mit dabei: der fünfjährige Aurelius, einer der rappenden
Stars vom Hühnersong. Dazu
gesellen sich noch Jonas (4) und
Maik (5), die das Lied von Hans
Nase präsentiert haben. Auch
die beiden Jungs sind beste
Freunde und teilen sich wie
selbstverständlich einen Stuhl.
Und weil sie ziemlich aufgeregt
sind, übernehmen ihre Eltern
für sie. Jonas Vater ist sehr
froh, dass es das Angebot der
Musikschule gibt. „Jonas singt
sogar zu Hause den ganzen
Tag“, erzählt er lachend. Auch
in Maiks Freizeit dreht sich alles um Musik: Er geht viermal
in der Woche zur Musikschule, singt dort im Chor und spielt
Klavier. Mit viel Freude, wie seine Mutter berichtet: „Wenn
Maik von seinen Spielsachen gelangweilt ist, setzt er sich
immer ans Klavier.“ Das Instrument hat ihm auch in seiner
Entwicklung geholfen. „Maik hat sehr spät mit dem Spre-
chen angefangen – erst, als wir das Klavier angeschafft und
ein paar Lieder gesungen haben, ging das so richtig los. Als
hätte ihm das Klavierspielen den nötigen Schubs verpasst.“
Auch Lilli und Valerie spielen Klavier, obwohl sie auf der
heutigen Veranstaltung mit der Flöte zu hören waren. Beide
Instrumente sind ihnen die liebsten – Geige findet Lilli eher
„geht so“, denn: „Wenn man Geige noch nicht so gut kann,
klingt das manchmal ganz schön daneben.“ Herzklopfen vor
Auftritten wie diesem kennen die beiden nicht, denn nach
einem gelungenen Weihnachtskonzert in der Schule sind
sie schon fast alte Hasen. Den Auftritt hat Valeries Vater
ganz stolz auf Video aufgenommen, erzählt die Grundschü-
lerin. Wer so tolle Reaktionen auf das Musizieren bekommt,
bleibt natürlich am Ball: „Lilli und ich treffen uns auch oft zu
Hause, um gemeinsam Stücke aus unserem Übungsbuch zu
spielen.“ Und da wundert es nicht, dass Lilli auch an einer
weiterführenden Schule gerne im Schulorchester aktiv sein
möchte.
Ob auch Aurelius dauerhaft so begeistert vom Musizieren
sein wird, wird die Zeit zeigen. Auf jeden Fall haben ihm die
vielen Proben für das Rap-Huhn nichts ausgemacht, die
seiner Meinung nach „seeeeehr lange“ gedauert haben. Er
wusste sofort, dass er zu den Kindern gehören möchte, die
mit Hühnermütze auftreten dürfen. Und weil er so schön
laut und deutlich spricht, wie seine Musikschullehrerin
Isabel Pritsch einwirft, und deshalb ein begnadeter Jungrap-
per ist, stand einem Auftritt an der Rampe nichts im Weg.
Kontakt:
www.calenberger-musikschule.de I info@calenberger-musikschule.de
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Der WimadiMu-Talk
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WimadiMu | Ausgabe 03 | Sommer 2014
Feuer fangen,
Funken sprühen
Musik ist für Lars Kaempf Dreh- und Angelpunkt im Leben:
ob als Musiker, Student, freischaffender Filme- und Festi-
valmacher oder Fotograf. Im Hinblick auf Wir machen die
Musik! ergeben sich daraus viele spannende Schnittpunkte
für den vielseitigen 30-Jährigen: So hat er zum Beispiel –
gemeinsam mit seinem ehemaligen Kommilitonen Florian
Krämer – die atmosphärischen Kurzportraits gedreht, die auf
wirmachendiemusik.de Einblicke in die Kooperationsprojek-
te geben. Er hat bereits zwei Fachtage als Fotograf begleitet
und auch in seiner Masterarbeit dreht sich alles um Wir
machen die Musik! Wenn also ein objektiver externer Beob-
achter unserer Aktivitäten gefragt ist, dann ist Lars die erste
Adresse. Grund genug für uns, ihn kurz vor einem Auftritt in
Oldenburg zu interviewen.
Lars, für Wir machen die Musik! warst du bereits zweimal
mit der Kamera unterwegs und hast einen Blick hinter die
Kulissen geworfen. Welche besonderen Momente sind dir in
Erinnerung geblieben?
Zum einen denke ich an unser Interview mit einer Musik-
schullehrerin aus der Region Hannover. Die Kinder warteten
währenddessen schon ganz aufgeregt vor der Tür und drück-
ten sich an der Fensterscheibe die Nasen platt. Gut, dass wir
das spontan mit der Kamera einfangen konnten – denn es
zeigt, wie groß die Freude der Kinder auf das gemeinsame
Musikmachen ist.
Zum anderen haben uns die Kinder aus der Hafenschule in
Wilhelmshaven begeistert, die – laut Aussage der Lehrkräf-
te – fast alle aus sozial schwachen Familien kommen. Die
waren mit so viel Konzentration und Leidenschaft bei der
Sache – das hat sich sofort auf uns übertragen, sodass auch
wir mit einem breiten Grinsen heimgefahren sind.
Du hattest mit deiner Kamera ja oft auch eine Art „Beob-
achterrolle“. Wie haben die Lehrkräfte und Erzieherinnen auf
dich gewirkt? Wie funktioniert die Zusammenarbeit in den
Kooperationsprojekten deiner Meinung nach am besten bzw.
worin siehst du ggf. Kommunikationsbedarf?
Ich glaube, wir haben eine große Bandbreite der Zusammen-
arbeit gesehen. Toll war es immer zu beobachten, wenn sie
tatsächlich als Tandem funktioniert. Das klappt vermutlich
dann am besten, wenn die Musikschullehrerinnen sich auch
als Musikvermittlerinnen für die Erzieherinnen verstehen.
Die Motivation seitens der Lehrkräfte spielt hier eine nicht zu
unterschätzende Rolle. Nur dann können die Erzieherinnen
auch wirklich Feuer fangen, damit der Funke an die Kinder
weitergegeben werden kann – so wie im Kindergarten Pur-
zelbaum in Lathen beispielsweise. Dort konnte am Anfang
nur eine Erzieherin Gitarre spielen – mittlerweile können
es fast alle. Die Bereitschaft, sich vom Spaß an der Musik
anstecken zu lassen, ist auf jeden Fall da, das habe ich auch
auf dem letzten Fachtag gemerkt, wie engagiert und aktiv
sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in den Workshops
beteiligt haben.
Aktuell schreibst du deine Masterarbeit über Wir machen
die Musik! Welche inhaltlichen Schwerpunkte hast du dir
gesetzt bzw. welchen Dingen gehst du in deiner Arbeit auf
den Grund?
In meiner Arbeit gehe ich verschiedenen Fragen nach, die die
Kooperationen mit Kindertagesstätten betreffen. Wie genau
funktioniert die Tandemarbeit? Welche Formen von Reflexion
gibt es? Lassen sich die Erzieherinnen ähnlich wie die Kinder
von der Freude am Musikmachen anstecken? Was fehlt bei-
den Partnerinnen in der Zusammenarbeit? Worin sehen sie
Verbesserungsbedarf? In diesem Zusammenhang habe ich
festgestellt, dass es in der Erzieherinnen-Ausbildung kaum
Grundlagen der Musikvermittlung gibt. Das macht die Be-
rührungsängste manchmal sehr groß. Da wäre es schon toll,
wenn man wenigstens lernen würde, wie man ein paar Ak-
korde auf der Gitarre spielen kann, damit die Hemmschwelle
nicht ganz so groß ist.
Vor dem Hintergrund deines aktuellen Informationsstands
über das Programm: Was würdest du dir für die Zukunft von
Wir machen die Musik! wünschen? Hast du Ideen, wie man
es besser gestalten kann?
Meine Idee wäre, dass es einen Leitfaden gibt, der die
Zusammenarbeit zwischen den Akteuren regelt und der
festlegt, wie verbindlich die Zusammenarbeit sein soll. Auch
Reflexionsseminare wären wünschenswert, in denen sich die
Kooperationspartner aus unterschiedlichen Einrichtungen
und Projekten austauschen und voneinander lernen können.
Lars, wir danken Dir für das nette Gespräch und die hilfrei-
chen Ideen, von denen einige sogar bereits in Planung sind!
Kontakt:
www.freifeld-festival.de I larskaempf@gmx.de
Tag der offenen
Tür in Hemmoor
Die Musikschule an der Oste e. V.
in Kooperation mit unterschiedli-
chen Gruppen aus den Kooperati-
onsprojekten von Wir machen die
Musik! und vielen anderen.
Samstag, 12.07.2014, 14 –17 Uhr
Bühne im Heidestrandbad
Hemmoor
Seeblick 2, 21745 Hemmoor
Weitere Infos auf:
www.musikschule-anderoste.de
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l
i Jahresauftritt
der Schulensembles
Die Musikschule der Landeshaupt-
stadt Hannover in Kooperation mit der
Albert-Schweitzer-Schule.
Freitag, 18.07.2014, 14.30 Uhr
Aula der Albert-Schweitzer-
Schule, Liepmannstraße 6,
30453 Hannover
Weitere Infos auf:
www.hannover.de/musikschule
oder www.albert-schweitzer-
schule-hannover.de
J
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i
Sommerkonzert
Die Musikschule der Landes-
hauptstadt Hannover in Koope-
ration mit der Grundschule am
Lindener Markt.
Montag, 21.07.2014, 18 Uhr
Dienstag, 22.07.2014, 18 Uhr
Aula der Grundschule am
Lindener Markt,
Davenstedter Straße 14,
30449 Hannover
Weitere Infos auf:
www.hannover.de/musikschule
oder
www.gs-am-lindener-markt.de
J
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i
Mini-Musical
„Lilia, die Elben-
prinzessin“
Die Jugendmusikschule Hameln
in Kooperation mit vier Kinder-
gärten aus dem Kooperations-
projekt Wir machen die Musik!
und vielen anderen.
Freitag, 18.07.2014, 16 Uhr
Aula des Albert-Einstein-
Gymnasiums
Knabenburg 2, 31787 Hameln
Der Eintritt ist frei.
J
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i
FACHTAGUNG – Auf dem
Weg zu einer Musikschule
für Alle
Eine Fachtagung des Verbands
deutscher Musikschulen e. V. in
Kooperation mit dem Fachausschuss
„Menschen mit Behinderung an
Musikschulen/Inklusion“ und dem
Bundesweiten Arbeitskreis Musik-
therapie an Musikschulen (BAMMS).

Freitag, 07. bis Sonntag, 09.11.2014
Veranstaltungsort: Tagungsstätte
Loccum, Münchehäger Straße 6,
31547 Rehburg-Loccum
Anmeldung und weitere Infos:
Verband deutscher Musikschulen e. V.
Britta Schütz, Plittersdorfer Straße 93,
53173 Bonn
Telefon: 0228-95706 18,
schuetz@musikschulen.de
www.musikschulen.de
N
o
v
.
Arnswaldtstraße 28
30159 Hannover
Telefon: 0511-159 19
Telefax: 0511-159 01
info@musikschulen-niedersachsen.de
www.musikschulen-niedersachsen.de
www.wirmachendiemusik.de
Präsidentin: PSt‘in Gabriele Lösekrug-Möller MdB
Vorsitzender: Johannes Münter
Ansprechpartnerin für WimadiMu
Mareike Knobloch
Telefon: 0511-270 640 53
knobloch@musikschulen-niedersachsen.de
Redaktion: Mareike Knobloch, Kai Krüger
Texte: Kai Krüger
V. i. S. d. P.: Klaus Bredl (Geschäftsführer)
Fotos: www.foto-juerges.de (Titel),
Lars Kaempf, Mareike Knobloch,
Martina Kurth-Schumacher
Gestaltung: www.artfaktor.de
Druckfehler, Irrtümer und Änderungen vorbehalten. Stand: Juli 2014
Impressum
–-––––––----------------------------------------------------
WimadiMu-Marktplatz
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VERANSTALTUNGEN UND FORTBILDUNGEN
ALLE INFOS GIBT‘S AUCH AUF WWW.WIRMACHENDIEMUSIK.DE UND WWW.FACEBOOK.COM/WIRMACHENDIEMUSIK
Frederick – das
Mitmach-Musical
für Kinder
Die Musikschule Bederkesa e. V.
in Kooperation mit den Chor-
klassen der Grundschule
Drangstedt-Elmlohe sowie der
Rhythmik- und Chorklasse der
Förderschule am Wiesendamm.
Freitag, 18.07.2014, 10 Uhr
Mehrzweckhalle Elmlohe
Im Wiebusch, 27624 Elmlohe
Der Eintritt ist frei.
Um Anmeldung wird gebeten.
Weitere Infos und Anmeldung:
www.musikschule-bederkesa.de
J
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