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DER tUTSCHE

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6/1980

aK

Zusammenarbeit

Die polnisch-jugoslawische Zu- sammenarbeit auf dem Gebiet der Kraftfahrzeugindustrie kann auf 15 erfolgreiche Jahre zurück- blicken. Partner der Zusammen- arbeit sind insbesondere das jugo- slawische Automobilwerk Crveno Zastava und die polnischen Auto- mobilfabriken FSO und Bielko Biola, Deshalb gehören der Polski Fiat 125 p und 126 p ebenso zum

jugoslawischen Straßenbild wie

der Zastova zum polnischen. Für den Zeitraum 1981 bis 1985 ist eine Ausweitung der Zusammen- arbeit vorgesehen. So soll die VR Polen einen jugoslawischen Lieferwagen und den verbesserten Zastava, der die Modellbezeich- nung 102 trägt, erhalten. Der neue Fiat 0 steht ebenso auf der Export- liste wie der auf der Basis des 125 p gebaute Krankenwagen.

Die Kontakte zwischen beiden Ländern erstrecken sich aber nicht nur auf den Ex- und Import von Kraftfahrzeugen. Zwischen den polnischen und jugoslawischen Fachleuten gibt es Erfahrungs- austausche, Konsultationen und Besuche von Urlaubergruppen.

Fahrverbote

Auch in der Schweiz gehört das Fahren unter Alkoholeinfluß zu den Verkehrsdelikten, die zum Entzug der Fahrerlaubnis führen können. 1979 wurden im Alpen- land über 22 000 Fahrerlaubnisse entzogen. In 43,5 Prozent aller Fälle geschah dos wegen Trunken- heit am Lenkrad.

Aber nicht nur Führer von Kraft- fahrzeugen können in der Schweiz mit Fahrverbot bestraft werden. Es wurden auch 50 Fahrverbote für Radfahrer ausgesprochen.

Fahrrad-

Blute

Im vergangenen Jahr wurden in den USA erstmals seit Jahrzehnten wieder mehr Fahrräder als Autos verkauft. Dem Absatz von 106 Millionen Vierrädrigen stan- den 10,8 Millionen Fahrräder gegenüber.

Mißbrauchtes

P+R

Wer Berlin in südlicher Richtung auf der Straße verläßt oder dort nach Berlin einfährt, kommt durch den Ort Zeuthen. Der Ort liegt im 5-Bahn-Bereich, in der Nähe des S-Bahnhofes findet sich dieser Parkplatz. Offensichtlich angeregt durch das Berliner Beispiel hat man nun kurzerhand diesen Park- platz zum P + R-Parkplatz erklärt. Darauf deuten jedenfalls die Zu- satzschilder an den Ankündigungs- schildern für diesen Parkplatz hin (sowohl aus Richtung Königs Wusterhausen als auch aus Rich- tung Berlin). Sonst wurde nichts getan. Der Parkplatz ist kaum befahrbar und verfügt vor allem über keinerlei Informationsmittel. Nicht einmal der Weg zum Bahn- hof wird einem Fremden gewiesen (und nur für diesen ist ja eine solche Beschilderung sinnvoll, die Einheimischen wissen ohnehin Be- scheid). Man sollte die gute Idee des P + R nicht durch derart unzulängliche Beispiele in Miß- kredit bringen. Wenn schon P + R, dann aber bitte auch mit den zugehörigen Informationen und baulichen Voraussetzungen!

Baum-

Führung

Wie in anderen Ländern auch, nahm man in Osterreich lange Zeit an, die Bäume an den Straßen- rändern hätten vorwiegend nega- tive Auswirkungen auf den Straßenverkehr. Deshalb wurden viele Bäume mit solchen Stand- orten gefällt. Es gab aber auch Stimmen, die stets auf die Füh- rungs- und Steuerfunktion der Straßenbäume hingewiesen hat- ten. Nun wurde unter der Leitung des österreichischen Kuratoriums für Verkehrssicherheit der Versuch unternommen, nachprüfbare Er- gebnisse zu erzielen. Mehrere

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Streckenabschnitte mit einer Ge- samtlänge von 63 km wurden vor und nach der Abholzung duf die Unfallhäufigkeit und die Unfallarten hin untersucht. Das

Untersuchungsergebnis brachte zu-

tage, daß sich die Unfallzahlen nach dem Abholzen um 35 Prozent erhöhten, Es häuften sich insbe- sondere solche Unfälle, bei denen überhöhte Geschwindigkeit mit- spielte, Die Verkehrsexperten kamen zu dem Schluß, daß den Straßenbäumen bei der Einschät- zung des eigenen Tempos und der Fahrgeschwindigkeit anderer Fahrzeuge eine hohe Bedeutung zukommt. Ohne Straßenbäume fehlt ein Maßstab, neigen 'die Kraftfahrer unbewußt zu schnel- lerem Fahren.

Neue Variante

Das bekannte und auch in unserer Zeitschrift schon beschriebene System „Park and Ride" (P + R),

die kombinierte Nutzung v individuellen Kraftfahrzeug öffentlichen Verkehrsmittel einigen westeuropäischen um eine Variante bereiche den. Man spricht dort scho Bike and Ride" und mein die kombinierte Benutzung Fahrrädern und öffentlichen kehrsmitteln. Es wird dazu animiert, mit dem Fahrrad nächsten Bushaltestelle zu und dann mit dem Bus wei weiter entfernteren Ziel. Zu Zweck werden in Städten, das B + R propagieren, an Bushaltestellen Fahrradstän aufgestellt.

Verbrauchs-

senkung

Obwohl der Bestand an Pk der BRD 1979 um 4,6 Proz auf 22,6 Millionen stieg, er sich der Benzinverbrauch 1,3 Prozent auf 23,3 Million nen. Damit verbrauchte jed der BRD zugelassene Auto im statistischen Mittel 45 Benzin weniger als 1978.

Karikatur: Steger

Macht der Gewohnheit

Verfolgt man humvorverbreitende Zeitschriften unseres Landes, so läßt sich schnell feststellen, daß mehr oder minder komische Kombinatio- nen von Verkehrszeichen immer wieder zum Anlaß genommen werden, den Leuten ein Lächeln abzuringen. Auch wir hoben hin und wieder solche Kostproben veröffentlicht. Die Leserpost beschert uns ständig neue Varianten, die wir natürlich nicht alle drucken können. Nun sind uns aber Zeichen vor die Augen und die Kamera gekommen, bei denen - so meinen wir - der Spaß aufhört.

Selbstgemachtes

Wer die Hauptstadt der DDR, Berlin, in nörd- licher Richtung auf der Autobahn verläßt, kann sich im Bereich der Baustelle Parikow-Heiners- dorf davon überzeugen, daß dort Verkehrs- zeichen in bunter Variation aufgestellt werden, in unterschiedlichen Höhen, Größen (ohne daß dafür Gründe vorliegen) und vor allem in unterschiedlicher Machart. Neben den von der StVO her bekannten (und nach Standard pro- duzierten) findet der Kraftfahrer hier auch zahl- reiche selbstgemalte Verkehrszeichen (siehe Bilder 1 bis 3). Wenn man einmal davon ab- sieht, daß solche Art von Primitivität einem Stück Autobahn auf hauptstädtischem Boden nicht gut zu Gesicht steht, stellt sich vor allem die rechtliche Seite als Frage. Im Heft 6/79 unserer Zeitschrift hatte Prof. Dr. sc. Wolfgang Surkau zu den „Selbstgemalten" festgestellt, daß andere als die in Anlage 2 zur StVO be- schriebenen Verkehrszeichen und -leiteinrich- tungen nicht verwendet werden dürfen.

Neuerfundenes

Das heißt aber nun (leider) nicht, daß alles, was von der verkehrszeichenherstellenden In- dustrie kommt und auf den ersten Blick TGL- gerecht aussieht, tatsächlich den Vorschriften entspricht. Der zweite Blick läßt dem aufmerk- samen Beobachter dann schon die Augen auf- gehen. Wer auf der Autobahn von Berlin nach Rostock oder umgekehrt fährt, wird an der Bau- stelle zwischen den Anschlußstellen Wittstock und Herzsprung, so um den Kilometer 100 herum, mit einem Zeichen konfrontiert, das im Bild 5 zu sehen ist. Da es dafür keine gesetz- lich vorgeschriebene Bedeutung gibt, müßte man annehmen, es handelt sich um das Ver- bot, rechts zu fahren bei gleichzeitigem Zwang tum Oberholen.

Es ist allerdings auch möglich, daß mit diesem Ierkehrszeichen ein Oberholverbot noch Bild 219, Anlage 2 der StVO, ausgesprochen wer- Mn sollte. Für diesen Fall wäre zu fragen, wie veit eigentlich die Betriebsblindheit bei den eteiligten schon fortgeschritten ist. Es kann ja eder einmal einen Fehler machen. Aber hier at doch wohl erst einmal der Hersteller ge- chlafen und etwas Falsches produziert. (Da- ei handelt es sich auch noch um ein Zeichen, las für die Verkehrssicherheit von erstrangiger edeutung ist!) Niemand in diesem Betrieb at offensichtlich bemerkt, daß auf diesen Zei-

1-3 Selbstgefertigte, handgemalte und damit nicht standardgemäße Verkehrszeichen im Bereich der Autobahnstelle Berlin- Heinersdorf.

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4 Unterschiedlich große Verkehrszeichen im gleichen Bereich. Welche Größe entspricht dem Standard?

chen das Gegenteil von dem gefordert wi was eigentlich zu fordern ist. Das ist sch schlimm. Aber dann stellt auch noch ein trieb des Straßenwesens derart falsche Zeich auf, ohne etwas zu merken. (Es könnte Autobahnmeisterei Wittstock sein.) U schließlich merken auch die Kollegen nich die täglich auf Kontrollfahrt sind, denn solc Kontrollfahrten gehören auch zu den üblich Aufgaben einer Autobahnmeisterei (siehe zu den Beitrag „Sauberkeit geht jeden an" Heft 11/75).

Auch anderen ist offensichtlich nichts aufge len. Dabei steht dieses falsche Zeichen ni nur einmal, nein, an die zehnmal werden gewesen sein. Auch an einer anderen, k neren Baustelle in diesem Bereich war es finden. Möglicherweise wurden weitere triebe des Straßenwesens mit solchen Zeich beliefert. Was haben sie damit getan?

Aufgehobenes

Im dritten Beispiel weiß man nicht, ob ein f sches Zeichen aufgestellt wurde, oder ein ri tiges Zeichen durch Verwitterung mit der Z falsch wurde. Aber das spielt für den Verkeh teilnehmer keine Rolle.

Die Autobahn vom Abzweig Lübbenau na Forst ist bekanntlich nur zweispurig ausgeba für jede Fahrtrichtung steht also eine Spur Verfügung. Dem Kraftfahrer, der aus Richtu Berlin kommt, wird daher die Spurreduzieru angezeigt (Bild 8). Wenig später wird ei Herabsetzung der zulässigen Höchstgeschw digkeit und ein Ciberholverbot für mehrspuri Kraftfahrzeuge ausgesprochen. So weit, so g Nachdem es dann nur noch einspurig weit geht, findet der Kraftfahrer noch auf dem A zweig ein Aufhebungszeichen nach Bild 221 Anlage 2 zur StVO. Dieses Zeichen bedeut „Ende aller durch Verkehrszeichen angezeigt Verbote für fahrende Fahrzeuge." Im konk ten Fall bedeutet es also ein Ende der zulä sigen Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h u ein Ende des lJberholverbots. Letzteres, al ein Ende des Ciberholverbots, ist aber an di ser Stelle unlogisch und kreuzgefährlich. Da spricht die gesamte Situation (ungewöhnlich weil einspuriger Verkehr im Einmündung bereich des Verkehrs aus Richtung Dresde spricht die Sperrlinie (die aber unter schlec ten Sicht- und Fahrbahnverhältnissen einm übersehen werden kann) und spricht der U stand, daß wenig später - nach der Einmü dung des Dresdner Verkehrs - das Clberh verbot wiederholt wird, weil die Autobah führung weiterhin unübersichtlich bleibt.

Nach Lage der Umstände kann hier also n die Aufhebung der Geschwindigkeitsbegre zung vorgenommen werden. Dafür wäre a in diesem Fall nur Bild 222 zu verwenden, ni 221. Auch hier die Frage: Merkt das keine

Resümierendes

Wenn wir hier diese Beispiele anführen, geht es uns um zweierlei. Einmal möchten in allen drei Fällen konkret fragen:

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:- '-

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8 Spurenreduzierung am Abzweig Lübbenau

- Wer gestattete, daß Verkehrszeichen in un- erlaubter Eigenproduktion hergestellt wur- den bzw. wer ist für die Produktion falscher Verkehrszeichen verantwortlich?

- Wer erlaubte, daß solche Verkehrszeichen aufgestellt wurden?

- Wer war und ist für die Kontrolle der Auf- stellung dieser Verkehrszeichen verantwort- lich? Was wird getan, um solche und ähn- liche Unzulänglichkeiten in Zukunft auszu- schließen?

Da es leider immer wieder vorkommt, daß zu- ständige Stellen des Straßenwesens zu An- regungen und Fragen dieser Art schweigen (so warten wir z. B. heute noch auf eine Reaktion auf unsere Anregung im Heft 1/79, der F96 dort den Status einer F-Straße zu nehmen, wo der Verkehr ohnehin über die F 96a läuft, um Parkmöglichkeiten zu schaffen), möchten wir hiermit darum bitten, die Fragen nicht im Raum stehen zu lassen, sondern hier auf unseren Sei- ten zu beantworten. •Wir glauben, daß die

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6 Bild 219 der Anlage 2 zur StVO: Verbot, mehrspurige Kraftfahrzeuge zu überholen

7 Geschwindigkeitsbegrenzung und Uberhol verbot am Abzweig Lübbenau

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9 Aufhebung auch des Uberholverbots, trotz Sperrlinie

Kraftfahrer ein Recht darauf haben. Denn - und damit wären wir bei der zweiten Seite unseres Anliegens - es geht ja nicht nur um die konkreten Fälle, sondern auch um die Frage, wie die Verantwortlichkeiten in den Be- trieben und Einrichtungen des Straßenwesens und anderer Organe überhaupt wahrgenom- men werden. Diese Beispiele sind ja keine Ausnahmen. Sie reihen sich ein in eine leider recht weit verbreitete Sorglosigkeit im Umgang mit Verkehrszeichen, sowohl bei der Aufstel- lung als auch bei der Wiederbeseitigung (z. B. im Zusammenhang mit Baumaßnahmen). Wir könnten ohne Schwierigkeiten Seiten unserer Zeitschrift mit Beispielen füllen, wo Geschwin- digkeitsbegrenzungen ausgesprochen sind, die nie wieder aufgehoben werden. Auch das Vor-

handensein alter, nicht mehr gültiger Verkehrs zeichen (vor allem Parkverbote und Stopp schilder) gehört in diesen Rahmen.

Es ist richtig, wenn die Kraftfahrer zur Einhal tung der gesetzlichen Bestimmungen erzoge werden. Wer sich nicht an die Gesetze hält muß zur Verantwortung gezogen werden; e wird mit einem Ordnungsgeld verwarnt, erhäl einen oder mehrere Stempel oder verliert ga seine Fahrerlaubnis (von weiteren, strafrecht lichen Maßnahmen einmal abgesehen). Wi gesagt, das hat alles seine Berechtigung. Un weil das aber so sein muß, kann auch verlang werden, daß die anderen Beteiligten, die Schil derhersteller, -aufsteller und -kontrolleure zu Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen an gehalten werden. Nur so kann das Maß a Gesetzlichkeit geschaffen werden, das ange- sichts der komplizierten Bedingungen im Stra ßenverkehr notwendig ist und das eine Voraus setzung für einen sicheren Verkehr darstellt. Klaus Zwingenberge

di 5 lbsittäuschung

Die zunehmende Verkehrsdichte und die da- mit verbundenen wachsenden Gefahren zwin- gen dazu, sich eingehender mit den Verhal- tensweisen der Verkehrsteilnehmer zu befas- sen. Nur bei genauer Kenntnis der psychologi- schen Ursachen für bestimmte menschliche Re- aktionen und Entscheidungen kann man be- wußt auf diese einwirken und möglicherweise verhindern, daß man selbst einen folgen- schweren Fehler begeht.

Schneller als die Sinne

Zunächst sollte man sich über das prinzipielle Verhältnis Mensch-Kraftfahrzeug Gedanken machen, Wir müssen davon ausgehen, daß die Fahrt mit einem Kraftfahrzeug für unseren menschlichen Körper eine besondere und un- natürliche Art der Fortbewegung ist. Wir befin- den uns beim Auto- oder Motorradfahren in einem relativ gefährlichen Ausnahmezustand, weil bestimmte natürliche Schutzsysteme, die unseren Körper vor Schaden bewahren sollen, ausgeschaltet sind. Indem wir das Auto- oder Motorradfahren er- lernen und es uns zur Selbstverständlichkeit wird, gewöhnen wir uns an die erhöhte Ge- fahr und verlieren das natürliche Angst- gefühl. Von Natur her sind aber unsere Beine als Fortbewegungsinstrumente gedacht und dementsprechend träge ist unser Reaktions- vermögen. Wenn wir uns als Fußgänger be- wegen, reicht die Reaktionszeit von etwa einer Sekunde aus, um anderen ausweichen zu kön- nen. Sollte es trotzdem zu einem Zusammen- stoß kommen, sind die Folgen wegen des gün-

stigen

sehr gering. Im Auto dagegen bewegen wir uns mit Geschwindigkeiten, denen das Lei- stungsvermögen unserer Wahrnehmungs- organe nicht gewachsen ist. Vergleicht man beispielsweise das Sehver- mögen von Tieren, die sich sehr schnell fort- bewegen können, mit dem des Menschen, stellt

Geschwindigkeits-Masse-Verhältn isses

man fest, daß diese Tiere neben einer enor- men Sehschärfe auch noch ein ideales Ge- sichtsfeld haben, d. h. sie können durch die seitlich angeordneten Augen fast rundherum

blicken, ohne den Kopf bewegen zu müssen. Unsere Augen sind dagegen nur zum Erfas- sen des Geschehens vor uns tauglich. Wol- len wir zur Seite oder nach hinten blicken, müssen wir den Kopf bewegen und somit entgeht uns wiederum, was vor uns passiert. Nachts sind wir zudem fast völlig blind. Das menschliche Gehör, welches im Vergleich zu anderen Lebewesen ohnehin schwach aus- gebildet ist, fällt beim Autofahren als Schutz- organ weitgehend aus, weil wir im Auto, unter dem Einfluß der Motor- und Fahrgeräusche von der Außenwelt akustisch stark abgeschlos- sen sind. Eine weitere Lücke im natürlichen Schutzsystem stellt der fehlende direkte Kontakt zwischen dem Fahrer und der Fahrbahn dar. Während wir als Fußgänger eine drohende Gefahr, die sich etwa im Wegrutschen eines Fußes an- kündigt, direkt fühlen und wir mit einer re- flektorischen Gegenbewegung darauf reagie- ren können, ist die Obertragung des Gefahren- signales im Auto komplizierter. (Beim Motor- radfahren ist die Beziehung schon wieder direkter.) Wenn unser Auto ins Rutschen oder Schleu- dern gerät, merken wir das erst am veränder- ten Fahrverhalten. Diesen Zustand müssen wir zunächst einmal erkennen und richtig deu- ten, bevor wir dann indirekt in Form von Ge- genlenken oder Bremsen darauf einwirken können.

Gefährliche Selbstüberschätzung

Ebenfalls negativ wirkt sich die Fehleinschät- zung bezüglich unseres Leistungsvermögens aus, Ermüdungserscheinungen beipielsweise haben beim Fußgänger direkten Einfluß auf dessen Fortbewegung. Nach großer Belastung öder Oberanstrengung zwingen ihn Schmer- zen und Schwäche zu einer Ruhepause. Ganz unabhängig ist dagegen das Verhält- nis zwischen dem Ermüdungsgrad des Auto- fahrers zur möglichen Fahrgeschwindigkeit. Die „Unermüdlichkeit" des Fahrzeugs bezieht der Fahrer auf seine eigene Leistungsfähig- keit. Die Fahruntüchtigkeit durch Ubermüdung

wird vom Kraftfahrer deshalb nicht oder zu spät erkannt, weil er irrtümlicherweise meint, die körperliche und geistige Kraftreserve sei entscheidend für die funktionelle Bedienung des Fahrzeuges (Lenken, Schalten, Bremsen usw.). Worauf es tatsächlich ankommt, ist aber die physische und psychische Verfassung des Kraftfahrers im Verhältnis zur gefahrenen Ge- schwindigkeit und den sich daraus ergeben- den Gefahrenmomenten. Wenn also einem Autofahrer schon ab und an die Augen zu- fallen, ist er bereits nicht mehr in der Lage, das Fahrzeug funktionell zu bedienen, und war schon lange vorher nicht mehr in der Lage, auf äußere Gefahrenmomente zu reagieren. Diese Beispiele zeigen, daß das Führen von Kraftfahrzeugen für den Menschen vom Prin- zip her eine recht komplizierte und gefähr- liche Angelegenheit ist. Es ist daher nicht rich- tig, die Gefahr aus unseren Gedanken zu ver- drängen, wir müssen uns vielmehr auf sie einstellen, sie uns bewußt machen, ohne uns von ihr lähmen zu lassen. Dieses Sich-Bewußt- machen muß vor Antritt jeder Fahrt geschehen. Auch wenn unsere Autos innen so urgemüt- lich sind, man sich in ihnen mitunter so wohl fühlt wie zu Hause auf dem Sofa, wenn man aus der Auto-Stereo-Anlage liebliche Töne ver- nimmt, so ändert das nichts an der Tatsache daß wir damit einer Täuschung unterliegen (Auf dem Motorrad kommen diese Gefühle nicht so schnell auf, weil es dort etwas rauher zugeht.) Denn im Ernstfall (und der kann auf jedem gefahrenen Kilometer eintreten) ver- wandelt sich dieses „fahrende Wohnzimmer" ganz plötzlich wieder in das, was es tatsächlich ist: eine gefährliche Masse aus Stahl, Glas Plast und anderen Materialien mit einer mit- unter vernichtenden Energie. Deshalb sollten wir bei aller Freude am Auto und Motorradfahren nicht mit Unbekümmert- heit, Leichtsinn oder gar Ubermut zu Werke gehen, sondern immer auch an diese Zusam menhänge denken. So gesehen wird dann auch der Griff zum Sicherheitsgurt oder Schutz. heim direkt zum Bedürfnis. Winfried Schön, Weima

Minol- Neuigkeiten

Ober Tankstelleneröffnungen konnten wir schon des öfteren berichten. Bei ihnen han- delte es sich meist um solche, die an die Stelle veralteter und zu klein gewordener tra- ten. Es waren auch welche darunter, die keine Vorgänger besaßen, sondern die Versorgung in einem bestimmten Gebiet ganz allgemein verbesserten. Heute können wir von einer Neueröffnung be- richten, die eine ganz entscheidende und ge- zielte Verbesserung bringt. Am 4. April 1980 wurde die Westseite der Autobahntankstelle Walzleben bei Neuruppin in Betrieb genom- men. Sie dient der Versorgung des Autobahn- verkehrs in der Richtung Rostock - Berlin mit Kraft- und Schmierstoffen. Bei dieser Tank- stelle handelt es sich um eine moderne und leistungsfähige Selbstbedienungseinrichtung, die über insgesamt 17 VK- und 6 DK-Zapf- säulen verfügt. Es werden alle drei Kraftstoff-

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sorten angeboten. Selbstverständlich führt die Tankstelle auch das übliche Service-Angebot. Der östliche Teil dieser Tankstelle, der die Versorgung des Verkehrs von Berlin nach Ro- stock übernehmen wird, kann voraussichtlich in den Monaten Juli/August genutzt werden.

Leider erfuhren wir von dieser Neuerung erst Anfang Mai, so daß wir im Heft 5/80 (im Beitrag über den Berliner Ring) nach an- geben mußten, daß zwischen Berlin und Ro- stock an der Autobahn keine Tankmöglichkeit besteht. Der VEB Kombinat Minol erklärte die späte Information mit „aufgetretenen Proble- men im Bauoblauf und in der Baudurchfüh- rung, die die Einhaltung des geplanten Ter- mins der Inbetriebnahme gefährdeten". Minol informierte uns weiterhin, daß Vergaser- kraftstoff nicht mehr über Nachttankboxen ver- kauft wird. Das Netz der Tankstellen mit der

Kategorie 1 und II, die täglich rund um di Uhr bzw. bis in die Abendstunden hinei geöffnet haben, sei inzwischen so verdichte (über 60 Tankstellen in allen Bezirken de DDR), daß eine ausreichende Betankungs möglichkeit gewährleistet ist. Die Tankstellen an denen bisher Nachttankboxen vorhande waren, geben auf Dienstbereitschaftsanzeiger die nächste Tankstelle der Kategorie l (täglic Tag und Nacht geöffnet) an.

Die noch im Umlauf befindlichen Nachttank boxschlüssel werden bis zum 30. Juni 1980 zu Preis von 7,50M je Schlüssel an allen öffent lichen Tankstellen und in den Betrieben de VEB Kombinat Minol zurückgekauft bzw. i Zahlung genommen. Danach erfolgt der Rück kauf bis zum 31. Dezember 1980 nur doc durch die Kambinatsbetriebe des VEB Kom binat Minol.

DER DEUTSCHE STRASSENVERKEHR 6/198

Am 19. März ereignete sich auf der Autobahn Hirschberg - Berlin am km 178,5 ein schwerer Verkehrsunfall (siehe Foto). DerSkoda-Fahrer verlor bei den winterlichen Verkehrsverhältnis- sen die Gewalt über sein Fahrzeug, fuhr über den Mittelstreifen und prallte fast frontal mit dem Wartburg zusammen. Der Wartburg- Fahrer schilderte uns die Situation so:

„Ich fuhr mit meiner Kollegin aus Gera kom- mend Richtung Berlin. Auf der Gegenfahrbahn war dichter Verkehr. Mit etwa 70 bis 75 km/h fuhren wir auf der rechten Fahrspur, denn sie war schnee- und eisfrei. Die Überholspur war glatt und mit Schnee bedeckt. Plötzlich er- kannte ich den Skoda auf dem Mittelstreifen. Er kam im spitzen Winkel herüber. Als ich ihn sah, war er vielleicht noch 30 oder 40 m ent- fernt. Zwischen Sehen und Knollen war dann fast eins. Ein wirksames Handeln war nicht mehr möglich. Was ich in der Sekunde tat, kann ich nicht mehr sagen. Es ging alles so schnell. Wahrscheinlich habe ich nach instink- tiv gebremst und gedacht: festhalten, jetzt knallt's. Meine Mitfahrerin sagte später, ich hätte noch gerufen: ‚Jetzt knallt's!' Ich nahm aber noch an, es würde aneinander vorbei- gehen.” Beide Fahrzeuge kollidierten vorn rechts. Der Wartburg drehte sich 180 11 um die eigene Achse. Der koda flog auf die linke Karosse- rieseite und blieb liegen. „Meine Kollegin öffnete dann wieder die Augen. Sie sah sehr blaß aus, war aber äußer- lich nicht verletzt. Sie sagte: ‚Wir leben!' Ich zog sie auf meinen Sitz, denn meine Tür war offen. Dann lief ich, um zu sehen, ob an den Fahrzeugen etwas zu brennen begann. fls war meine erste Reaktion. Der Fahrer des Schneepfluges von der Gegen- fahrbahn hatte über Funk den Krankentrans- port und die Polizei verständigt und kam dann gleich zu uns 'rüber. Inzwischen hielten weitere Fahrzeuge. Sie kippten den Skoda wieder auf die Räder. Ich sah nur, daß jemand im Gurt hing. Er war bewußtlos und blutete stark, durch die Schnittverletzungen im Gesicht. Dann kam auch schon der Krankenwagen."

Der beteiligte Wartburg-Fahrer, der uns die- sen Unfallbericht zu Protokoll gab, ist wis- senschaftlicher Mitarbeiter bei einem For- schungsinstitut der Deutschen Post. Er heißt Heinz Adolf, ist 37 Jahre alt, verheiratet und Vater von zwei Kindern. Seit 1962 fährt er Auto und bisher ohne Unfall und ohne Stem- pel. Mit seinem Lada fährt er pro Jahr durch- schnittlich 20 000 km - natürlich stets mit Gurt. Hinzu kommen noch viele „Dienstkilometer", die er unter anderem auch mit dem abge- bildeten Unfallwagen bewältigte.

Der Gurt rettete ihm und seiner mitfahrenden Kollegin das Leben. Wurden sie dennoch ver- letzt2.Ich muß wohl im letzten Moment des Zusammenpralls mit dem Kopf nach vorn ge- nickt und dabei aufs Lenkrad geschlagen sein. Meine Brille blieb jedoch ganz. Zunächst hatte ich Nasenbluten und dann ums linke Auge einen Bluterguß", berichtete Heinz Adolf. Seine

Das sind die - offenbar schrottreifen - Reste der beiden Fahrzeuge, die auf der Auto- bahn bei winterlichen Straßenverhältnissen fast frontal kollidierten. Der Skoda lag nach dem Zusammenprall auf der linken Karosserie- seite. Um den bewußtlosen Fahrer zu bergen, kippten ihn zum Unfallort gekom- mene Kraftfahrer wieder auf die Räder. Foto: VP

Mitfahrerin war Mitte April immer nach krank- geschrieben. Ober sie sagte er uns.,, Überall, wo der Gurt war, hatte sie Blutergüsse.Außer- dem hatte sie mehrere Prellungen und eine kräftige Beule am Hinterkopf. Diese entstand, weil die Rückenlehne, die ja beim Wartburg nur eingehängt ist, nach vorn flog und sie am Kopf traf." Den Skoda-Fahrer hatte es nach Aussagen von Heinz Adolf kräftiger erwischt, obwohl er

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t-.

ebenfalls angegurtet war. Wir ko doch nicht mit ihm sprechen. Die g Verletzungen bei dem Wartburg-Fah darauf zurückzuführen, daß er den eng angelegt hatte.,, Ich hatte den Fahrtantritt verstellt, weil ich den M gezogen hatte. Ich sagte noch zu m legin, nun sitze ich aber drin, ich k kaum noch einen Zentimeter nach v wir fahren ja Autobahn, da ist sowie Da stelle ich ihn nicht noch einma Meine Kollegin hatte ihn normal ei Dadurch fiel sie wahrscheinlich me Gurt. Ich bin ja nach wenigen Zentimet durch den Gurt geholten worden, wä erst noch weiter nach vorn fiel." Es bedarf wohl keines Beweises m unbedingte Notwendigkeit, auf einen straifsitzenden Gurt beim Fahren zu Herbert S

Richtig angelegt

Für die Sicherheit im Fahrzeug ist e wendig, den Gurt möglichst straff an Der Spielraum zwischen Körper und sollte maximal 3 cm betragen. Sonst wertvoller „innerer" Bremsweg versc glatte und straffe Auflage des Gurte Körper sichert, daß die Flächenpres den Berührungsstellen in erträgliche bleibt. So werden Quetschungen, Ei schneideverletzungen usw. vermieden bietet der Gurt wirklich höchsten Sch einem Unfall.

Die

Reiseimpressionen

Auf Einladung der »Balkantourist"-Vertretung in Berlin und des Staatlichen Komitees für Tourismus der Volksrepublik Bulgarien „Balkantourist" konnte ich mich Ende April/Anfang Mai von den Vorbereitun- gen auf die Reisesaison 1980 überzeugen. Für die Unterstützung danke ich vor allem Antoninci Slatarowa von „Balkantourist".

Meine bulgarische Betreuerin erzählte fol- gende Legende über die Entstehung Bulga- riens: Als der Schöpfer die Welt aufteilte, hatte er die Bulgaren vergessen. Doch sie woll- ten auch ein Stück. Daraufhin schenkte ihnen der Himmelsvater das Paradies - das heutige Bulgarien. Viele Wege führen ins Paradies. Einer der

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meist befahrenen verläuft durch die CSSR, die Ungarische VR und die SR Rumänien. Eire andere Transitvariante - durch die VR Polen, die UdSSR und die SR Rumänien - wurde im Heft 5/1980 beschrieben. Aus Dresden kommend empfiehlt es sich, bei Pirna in Richtung Grenzübergang Bahrotol - Petrovice weiterzufahren. Denn hinter dem Dbergang Schmilka - Hensko beginnt eine große Umleitung über Jetichavice und Srbskä Kamenice nach ieska Kamenice. Dort er- reicht man die Hauptstraße Nr. 13 und fährt bei Novi Bar auf die Hauptstraße Nr. 9 über Ceska Lipa, Melnik nach Praha. Das verlängert die Fahrstrecke und ist auch recht zeitauf- wendig. Günstiger dagegen ist die Strecke über Petro-

Auf der Föhre zwischen Calafat und Vidin. im Hintergrund ist bereits die Anlegestelle von Vidin zu erkennen. Noch beherrschten vorwiegend Lkw die schwimmende Brücke. Doch in den Sommermonaten wird es in de vier Spuren auf der Föhre blecheng zu- gehen.

Diese Kilometersteine findet man in wenige Kilometerabstönden regelmäßig am Straßen- rand. Die vermerkten Angaben sind jedenfalls recht konkret. Der obere, etwas kleiner geschriebene Ortsname, gilt für den nächsten Ort, durch den die Straße führt. Darunter ist das Fernziel angegeben. Bild links außen: Der Grenzkontrollpunkt Nadlac. Hier sind die Uhren um eine Stund zu verstellen.

ORT)SOARÄ

lKm

ÄRO

35Km

So sehen sie aus, die Benzintalons, gegen die ausländische Reisende in der SR Rumänien tanken können. Auf der linken Seite des Bons muß die Autonummer eingetragen werden. Damit ist der Gutschein nicht mehr übertrag- bar. Die Scheine, die eine Gütigkeitsdauer von einem Jahr haben, können problemlos ins Ausland mitgenommen werden. Offiziell wer- den die Talons nicht zurückgetauscht.

Tankstellen sind in Rumänien selten. Große Aufsteller informieren über die nächste Tank- möglichkeit. Diese Schilder stehen oft weit mehr als 60km vor den Tankstellen. Wenn man den Ort erreicht, ist nicht garantiert, daß die Tankstelle auch geöffnet ist.

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den starken Lkw-Verkehr auf der E15 (ab Lovosice—Terezin) nicht ganz so zügig vor- wärts kommt.

Die Autobahnverbindung zwischen Praha und Bratislava erleichtert den Transitweg durch die CSSR (siehe dazu den Beitrag „Strecken- bericht" im Heft 5/1980).

Nach dem ungarischen Grenzübergang Rojka wählte ich eine fast diagonal verlaufende Strecke durch die Ungarische Volksrepublik bis Szeged. Sie führt über Mosonmagyardvär, Györ, Szkesfehv6r, Seregälyes, Sarosd, Hantos, Mezöfalva, Kisszentmiklös, Dunaföld- var, Solt, Kiskörös, Soltvadkert, Täzlär, Kiskun- majsa, Csölyospäles, Forr6skut, Zsambo nach Szeged. Die Straßenverhältnisse sind in der Ungarischen VR fast durchweg sehr gut. Selbst die Straßen auf dieser Strecke, die nicht zum Hauptstraßennetz gehören, sind bestens be- fahrbar. Die Ausschilderung ist gleichfalls vor- bildlich, so daß das Fahren wirklich Freude be- reitet. Von Szeged erreicht man über Mak6 (letzte Tankmöglichkeit in der UVR) den ungarisch- rumänischen Grenzübergang Nagylak - Nad- lac. An diesem Punkt ist die Uhr - trotz Som- merzeit - um eine Stunde vorzustellen, denn in Rumänien gilt bereits die osteuropäische Zeit. Leider fehlen an beiden Grenzstellen jeg- liche Hinweise darauf. Normaluhren sah ich auch keine. An der rumänischen Wechselstelle - unmittel- bar hinter dem Zoll - konnte ich 100 Mark in 254 Lei umtauschen. Benzintalons gibt es übrigens nur als 10-Liter-Bons (98 Oktan), wobei der Liter mit 8,40 Lei berechnet wird.

Ober Arad (erste Tankmöglichkeit in der SRR), Timisoara, Lugoj, Orsov, Turnu Severin und Vinju Mare fuhr ich zur Fähre nach Calafat.

(Fortsetzung auf Seite 10)

BENZINÄ

Dies ist das letzte Hinweiszeichen in zur Fähre. Es steht versteckt und verw am Fahrbahnrand und ist, deshalb le übersehen. In den Sommermonaten jedoch meist Fahrzeugkarawanen das kennen erleichtern.

Tanken in Rumänien ist - wenn man Talons hat - recht unkompliziert. Der wart füllt die entsprechende Literzahl kassiert die Bons. Das geht sehr rasc mal die Tankstellen meist leer waren. mittelbar vor dem Tanken sollte jedo polizeiliche Kennzeichen auf dem Tan vermerkt werden,

.

In Arad ist die Hauptstraße sehr schlecht. Un- mittelbar an einer Abzweigung nach rechts steht deutlich sichtbar ein Hinweiszeichen nach Timisoaro. Doch damit ist erst die nächste Absweigung gemeint! Zuvor holpert mein koda noch über eine Vielzahl von Straßen- bahnschienen. Erst dann geht die Straße wirklich nach Timisoara ab. Das wird, jedoch nicht noch einmal angezeigt. Später weist dann wieder ein Schild den rechten Weg. Mit einer Umleitung in der Stadt betrug die Durchfahrt 15 km.

Hinter dem Stadtrand wird die Straße wie- der besser. Obwohl die Fahrbahn recht breit ist, fehlen doch seitliche Randstreifen und Markierungen, so daß eine Nachtfahrt recht anstrengend werden kann. Knapp 9 km vor Timisoara wird diese Straße dann vierspurig. Bei der Ortsdurchfahrt von Timisoara braucht man „eine gute Nase". Die Ausschilderung könnte vor allem im Zentrum besser sein. Um die richtige Strecke zu finden, muß man Rich- tung Beograd, Lugoj, Bucuresti fahren. In Turnu Severin befindet sich eine Art Kreis- verkehr mit einer geradeaus hindurchführen- den Straße. Der entsprechende Vorwegweiser ist auf den ersten Blick beim Vorbeifahren schwer verständlich. Man kann aber getrost die Straße geradeaus durch den Kreis wählen. In Simian wird die Abzweigung nach Calafat deutlich durch große Schilderbrücken ange- zeigt. Und direkt am Abzweig steht nochmals ein Schild „Calafat 92 km". Der weitere Weg zum Grenzort ist zufriedenstellend ausgeschil- dert. An der Tankstelle am Ortseingang von Cala- fat probiere ich das Tanken mit Talons. Der Tankwart deutet mir an, daß ich das polizei- liche Kennzeichen meines Pkw auf den Schein schreiben soll. Dann füllt er die gewünschten 20 Liter 98er Benzin ein und nahm die beiden Bons entgegen. Das war alles. Normalerweise hätte ich meinen Skoda in Ru- mänien überhaupt nicht zu betanken brauchen. Die 447 km lange Strecke zwischen den Tank- stellen in Makä (UVR) und Vidin (VRB) ist bei umsichtiger Fahrweise mit einer Tankfüllung zu bewältigen. Nach dem Tankstopp suche ich die Föhre und fahre zunächst die Hauptstraße weiter in Rich- tung Zentrum. Es folgen dann Schilder mit der Aufschrift „Douane" (Zoll). Hinter einer Ampelkreuzung weist ein Schild „Vidin" nach rechts. Die abschüssige Straße führt unmittel- bar zur Donau. An der Straßenmündung biegt man nach rechts und kurz danach wieder nach links zur Föhre ab. Die Föhre verkehrt auch außerhalb der offi- ziellen Zeiten nach Bedarf. Das Ubersetzen dauert 12 Minuten, Der Transport wird in je-

lern

Fall an der bulgarischen Grenze bezahlt

md

kostet pro Person 150 Lewa und für den

"kw

6 Lewa.

n der bulgarischen Grenze in Vidin wurden

zwar meine Papiere kontrolliert, ich erhielt je- doch in meine Reiseunterlagen keinen Stem- pel. Genauso verlief auch die Ausreise.

In Vidin sprach ich mit Reisenden aus dem Bezirk Suhl. Sie berichteten, daß sie in einem Hotel in Arad gegen Lei Benzingutscheine in gewünschter Anzahl bekamen.

Da die Talons - nach Aussagen der Mitarbei- ter in der Wechselstelle in Nadlac - nicht zu- rückgetauscht werden können (aber ein Jahr gültig sind), tankte ich auf der Rückfahrt noch- mals in Arad.

Obwohl die Zollbestimmungen all dieser Län- der besagen, daß außerhalb des Fahrzeug- tanks kein zusätzliches Benzin mitgenommen werden darf, gab es mit dem Reservekraftstoff (10 Liter hatte ich mit) nirgends Probleme.

Herbert Schadewold

In Arad führte mich dieser Wegweiser zu- nächst in die Irre. Denn die Straße, in di man nach Timisoara abbiegen soll, liegt ei Stückchen hinter dem Hinweiszeichen. Solc Uberraschungen erlebte ich auf rumänischen Straßen nicht selten. Wer um die Tücke solcher Objekte weiß, kann sich darauf ein- stellen. Jedenfalls ist der Quaiitätssprung zwischen der Vorwegweisung in der Ungari- schen VR und der in Rumänien ein ge- waltiger.

Damit möglichst viel Fahrzeuge auf die Fah passen, ist den Anweisungen der Besatzung exakt zu folgen. Bei den Brummis geht es um Millimeter. Das erfordert auch viel Disziplin beim „Entladen", wenn es ohne Schrammen und Beulen abgehen soll. Drän geln bringt nichts ein. Mit viel Geduld er- reicht man mehr.

Polizeiruf 110 mit Straßenverkehrsthemotik

Die Statistik wartet jährlich mit nüchternen, unbestechlichen Zahlen auf - auch bei der Registrierung der Verkehrsunfälle. So ereig- neten sich 1979 trotz einer Senkung von 6,3 Prozent immer noch knapp 53000 Verkehrs- unfälle, bei denen etwa 44 000 Menschen ver- letzt wurden und 2023 Tote zu beklagen waren Das alles sind zunächst nur Zahlen. Sie sagen nichts aus über die Ursachen, über Zusam- menhänge und Verstrickungen. Man kann aus ihnen nicht herauslesen, welche Folgen die Verkehrsunfälle konkret mit sich btachten, wie hoch das Leid der Betroffenen war. Es ist aber bekannt, daß in der Mehrzahl der Un- fälle der Leichtsinn, aber auch die ungenü- gende Rücksichtnahme, mitunter sogar ausge- sprochene Rücksichtslosigkeit im Spiele sind. All das, was dann mitunter Jahre dauert, um zu heilen, passiert meist nur in einer Sekunde - wie in diesem Fall Es ist Abend. Anne Werdau eilt zur Nacht- schicht. Ihr Freund Peter Seibt ist nicht ganz

Szene vom Unfallort. Für Anne Werdau

I,tmmI je-rip I4iIfp zu

Der rücksichtslose Autofahrer ist geflohen (Bild rechts).

 

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unschuldig daran, daß sie sich beeilen muß,

Aber glücklich ist sie,

und sie wird es in we-

nigen Stunden wieder-sein-,- denkt sie. End-

. ich schaltet die Ampel am Fullgängerüberweg

auf Grün. Gemeinsam mit anderen Passanten

' betritt Anne Werdau den Fußgängerüberweg.

In dem Moment fliegt ein riesiger Schatten

. auf sie zu Auf das Grün der Ampel hat auch Winfried

an

einige

. 't feiert Geburtstag. Winfried Walter wird aber -

nicht

Frau

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Walter

einer

Minuten

den

gewartet.

Er

arbeitet

Heute

als

hat

Lehrer

er

Seine

Hause

.

Volkshochschule.

früher

Schluß

gedeckten

gemacht.

Tisch

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festlich

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zu

sehen

dar,

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Erorterung szenischer Varianten am Drehort zwischen Regisseur Hans Joachim Hildebrandt und Jürgen Frohriep (als Oberleutnant Hübner).

bekommen. Ein riesiger Schatten

fliegt auf

Zwei junge Menschen, die sich nicht gekannt,

nie gesehen

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Weise miteinander verbunden, sind

ihn

zu

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haben, sind

plötzlich auf grau

beide Opfer einesVerkehrsunfalles geworden. Hat 'pf' Spurensicherung und Zeugenaussagen erge- ritt hen,
beide Opfer einesVerkehrsunfalles geworden.
Hat
'pf'
Spurensicherung und
Zeugenaussagen
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ritt
hen, daß ein helles ‚Auto mit überhöhter Ge-
uf-1
;chwindigkeit den Uberweg bei Rot überquert
hat und der Fahrer, ohne sich um seine Opfer
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zu kümmern, in
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Dieser Verkehrsurriall, der sich auf einen
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stützt, -steht
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neuen
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Sekunde" >
-der,
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aus der
Reihe „Polizeiruf 110", der am 29. Juni
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1980, 20 Uhr, im 1. Programm des Fernsehens <
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der DDR zu sehen
sein wird. Hans Joachim
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lihl-ir.nit
ist
der Autor
und
Regisseur die-
ing
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Der rumänische Trainer lobt den Kaskadeur,
das Double des Schauspielers Michael Nur.
loch, nach seinem gefährlichen Sturzsprung.
Fotos: Schneider
ses
Streifens.
Er
sieht
in
der
unterlassenen
Hilfeleistung
die
höchste
Mißachtung
des
:enst
Menschen, des
Lebens und der Gesellschaft.
„Wenn ein Autofahrer einen Menschen ver-

DER DEUTSCHE STRASSENVERKEHR 6/19S0

RKEJ

jetzt, vielleicht gar tötet und sich nicht um ihnid kümmert, sondern kaltschnäuzig weiterfährt —ät.

ein Verkehrsdelikt in dieerl

iali

„In einer Sekunde" gibt ein S

eindrucksvolles Charakterbild

renden

egä--iel

istischer Typ, der alles - auch seine nächstertju

Freunde - für sich vereinnahmt und über allesoh hinweggeht, wenn es sich für ihn als nützlich fi erweist. Schon vor seinem Verbrechen nahm erVe

mit dieser Haltung einen

Platz

Aber auch

amokfah.bil,

Reihe der schweren Kriminalität einordnen.'

so muß man solch

Der Fernsehfim

Täters:

des

ein

überheblicher

und

recht fragwürdigen ri Gesellschaft ein.n

in 'der

menschlichen

seine Geliebte, die seine Tat mit,

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falschen

Alibi

deckt,

und der Freund,t,

dem es nicht

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sterben c

muß, sind nicht unschuldig und verzögern mit1

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Kriminalisten.

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und in der Handlungsführung tritt die erklörtejn

Absicht zutage, in den

Fiktive und konstruierte Vorgänge zu gestalten g sondern die Stoffe der Realität zu entnehmen cj

Jede

Vorgängen.

aus den

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und Fantasie nachgestellt werden.

Einfluß zu entziehen und

ihrer

der

Haltung

die

der daran

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der

Differenzierung

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nicht

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Polizeiruf-Episode

Das

heißt

Akten

der

Fälle

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basiert

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natürlich

nicht,

dafa

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Kriminalpolizei

künstlerische

Aufbereitung

Aber die

Wirklichkeitsnähe

Mit dem 'Film

Polizeiruf-Kollektiv

zialistischert

hing des Rechtsbewulltseins sowie zur Heraus,

ist

beabsichtigt.

„In

einer Sekunde" trägt das

zur

Propagierung

des

soor

Rechts, zur Festigung und Vertie-.5

bildung

sozialistischer

Verhaltensweisen

bei.

 

Pat

11

-

Gute Rücksicht kann lebenswichtig werden. Dank der großen Rückspiegel (ein zusätzlicher rechter läßt sich problemlos ncichrdsten) ist der Fahrer eines S51 immer richtig im Bilde.

In diesen Wochen verlassen die ersten Mokicks 551 und Kleinroller KR 51/2 den VEB Fahrzeug- und Jagdwaffenwerk Ernst Thölmann Suhl. Wir hatten Gelegenheit, ein Vorserienmuster des Mokicks 5 51 B 2-4 zu fotografieren, das Spitzenmodell also, das sicher die größte Anziehungskraft haben wird. Bekanntlich stehen vier Mokick-Varianten zur Wahl. Sie unterscheiden sich nicht in der Motorleistung, wohl aber in der Ausstattung. Neben dem S51 N (die Normalausführung) mit 3-Gang- Getriebe gibt es die Typen S 51 B 1 - 3 (mit Blinkanlage), 5 51 B 1 —4 (Blinkanlage und 4-Gang-Getriebe) und das Komfortmodell 5 51 B 2 - 4 (Blinkanlage, elektronische Zündung, 35W Scheinwerferlicht, großer Tachometer).

i

-

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laches Scheinwerfergehäuse. großer Tacho- seter (mit Blinkkontrolleuchte) und die neuen chalterelemente finden sicher den Beifall ünftiger Mokick-Käufer.

2

F

Die Silhouette des 5 51 B 2 - 4 charakterisie das Mokick wohl schon eher als ein richtiges kleines Motorrad. Die grazilen Konturen unte streichen die Handlichkeit des Fahrzeugs.

Billardgrün heißt der Farbton, in dem aus- schließlich das Spitzenmodell B 2 - 4 geliefert wird, das auch die Bezeichnung „electronic" trägt. Das Dunkelgrün liefert attraktiven Kontrast zu den fischsilbernen Kotflügeln und dem Motor-Getriebeblock.

Der Schwunglichtelektronikzünder hinter dem rechten Motorgehäusedeckel muß normaler- weise nicht inspiziert werden. Die elektronisc Zündanlage ist verschleiß- und wartungsfrei.

DER DEUTSCHE STRASSENVERKEHR 61 19

Eine kleine Lektion

Zu dem Beitrag „Stroboskop-Varianten" im Heft 1/80 erhielten wir zahlreiche Zuschriften, in denen Leser über ihre Erfahrungen berich- teten. Einige haben sich inzwischen solche Ge- räte gebaut, die einwandfrei funktionieren. Viele fragten uns aber auch, wie man damit überhaupt umgeht, also bei den einzelnen Pkw-Typen die Zündung prüft und einstellt. Deshalb beginnen wir in diesem Beitrag ge- wissermaßen ganz von vorn, denn ohne Kennt- nis der Zusammenhänge können auch mit dem Stroboskop keine exakten Einstellergebnisse erwartet werden.

Die Kolbenbewegung

Der Kolben im Zylinder eines Benzinmotors bewegt sich im 1. Takt abwärts und saugt Kraft- stoff-Luft-Gemisch an (Einlaßventil offen). Bei der folgenden Aufwärtsbewegung - 2. Takt - preßt er das Gemisch, das nun aus dem Zylin- der nicht mehr entweichen kann (Ventile ge- schlossen), immer mehr zusammen.-Die höchste Verdichtung (der größte Druck) ergibt sich, wenn der Kolben den oberen Totpunkt erreicht hat, weil dann der dem Gemisch noch zur Ver- fügung stehende Raum (Verdichtungsraum bzw. 8rennraum) am kleinsten geworden ist. In dieser Kolbenstellung beginnt die Verbrennung des Gemisches, das sich fast explosionsartig ausdehnt und den Kolben mit beträchtlicher Kraft zum unteren Totpunkt treibt - 3. Takt, Arbeitstakt. Während der folgenden Aufwärts- bewegung (Auslal3ventil offen) schiebt der Kol- ben die verbrannten Gase aus dem Zylinder heraus in den Auspuff - 4. Takt. Dann beginnt das Arbeitsspiel von vorn. Theoretisch müßte der Motor einwandfrei lau- fen, wenn das Gemisch im oberen Totpunkt, also zu Beginn des Arbeitstaktes gezündet wird. Praktisch ist das aber nicht der Fall, weil das Kraftstoff-Luft-Gemisch nicht wie bei einer Explosion im Freien schlagartig, sondern im geschlossenen Zylinder etwas langsamer ver- brennt. Deshalb muß das Gemisch früher, also bereits vor dem oberen Totpunkt entzündet werden, damit der Verbrennungsdruck genau zu Beginn der Abwärtsbewegung des Kolbens einsetzt.

Der Zündzeitpunkt

Die für die Zündung günstigste Kolbenstellung zeigt Bild 1. Die Pleuelstange und der Kurbel- arm befinden sich noch nicht in gestreckter Lage, also noch vor dem oberen Totpunkt. Diese Stellung der Kurbelwelle ist der Zünd- zeitpunkt. Der Winkel, der sich im Zündzeit- punkt zwischen dem Kurbelarm und der Senk- rechten ergibt, die durch den oberen Totpunkt führt, ist der Zündwinkel oder Grundzündwin- kel, den es einzustellen gilt. Wenn der Kolben- weg von außen mit einem Tiefenmaß gemessen werden kann (bei senkrecht sitzender Zünd- kerze), wird neben dem Zündwinkel häufig auch die Kolbenstellung im Zündzeitpunkt in Millimetern vor OT angegeben (Zweitakter). Wird das Gemisch zu früh gezündet (zu viel

DER DEUTSCHE STRASSENVERKEHR 6/1980

Einste

Frühzündung), dehnen sich die Verbrennungs- gase bereits aus, bevor der Kolben im oberen Totpunkt angelangt ist (Bild 2). Sie versuchen seine Aufwärtsbewegung zu bremsen. Das er- gibt Leistungsverluste sowie Klingel- und Klopfgeräusche, die Kolben und Kurbeltrieb stärber belasten. Spätzündung ist das andere Extrem (Bild 3). Hier setzt der Verbrennungs- druck erst ein, wenn sich der Kolben schon wieder unter dem oberen Totpunkt in der Ab- wärtsbewegung befindet. Die treibende Kraft der Verbrennungsgase wird dabei nicht mehr im vollen Umfang wirksam, weil der abwärts- gehende Kolben der Flommenfront ausweicht. Schlechte Leistung und erhöhter Verbrauch sind die Folge. Wie lange es dauert, bis das vom Zündfunken zunächst nur an einer Stelle entzündete Ge- misch insgesamt entflammt und der Verbren- nungsdruck ansteigt, hängt unter anderem von der Gestaltung des Brennraumes, von der Ver-

1 Stellung des Kolbens und der Kurbelwelle

im vorgeschriebenen Zündzeitpunkt (ZP). Der Grundzündwinkel (X) und bei manchen Moto- ren auch der Kolbenweg (V) vor dem oberen Totpunkt (01) wird vom Motorhersteller ermittelt.

2 Bei Frühzündung wird die Verbrennung

vom Zündfunken um einige Winkelgrade (gelbes Segment) zu früh, also vor dem vor- geschriebenen Zündzeitpunkt eingeleitet.

3 Bei Spätzündung funkt die Zündkerze

erst, nachdem die Kurbelwelle und der Kolben

den günstigsten Zündzeitpunkt bereits wie- der verlassen haben (gelbes Segment).

Hub ruu m

z

dichtung und der Bauart des Motors halb gibt es keinen einheitlichen Zün für alle Motoren. Es muß für jeden Hersteller in Versuchen ermittelt u technischen Daten des Fahrzeugs anleitung, Reparaturhandbuch) an werden.

Einstellmarken

Moderne Motoren haben vom Her gebrachte Markierungen, die den punkt kennzeichnen oder direkt au satz des Stroboskops zugeschnitten denSkoda-Motoren gibt es zum Bei Kerbe an der auf der Kurbelwelle Keilriemenscheibe und eine am Mot angegossene Skale. Steht die Kerb Grad-Marke gegenüber, befindet sic ben im oberen Totpunkt, steht die Ke der 10-Grad-Marke, entspricht das d der Kurbelwelle 100 vor OT. Beim M hat die Keilriemenscheibe zwei Kerb in das Motorgehäuse eingesetzter als Bezugspunkt (Bild 4). Steht di richtung erste Kerbe am Stift, befind Kurbelwelle im Zündzeitpunkt. Steht Kerbe dem Stift gegenüber, befind Kolben im OT. Der Saporoshez ist gleichen Prinzip markiert. Ahnliche Markierungen, meistens der Kurbelwelle sitzenden Keilriem manchmal auch am Schwungra Zastava), dessen Umfang dann durc ster im Motor- bzw. Kupplungsgehä bar ist, haben alle Motoren. Wo d liegen und welche Bedeutung sie h den Betriebsanleitungen der Pkw b und meistens auch abgebildet. Die f

10° vor OT

4 Die Ladamotoren haben eine Kerbe auf der Keilriemenscheibe und

3 Marken am Steuergehäusedeckel, die etwa in einer Flucht mit der Blickrichtung liegen. Die Kerbe selbst befindet sich gegenüber dem Gußsteg (K) an der Kante des Keilprofils.

5 Ein angeschraubter Blechstreifen (A), dessen Höhe zur Gehäuse- trennfuge mit einem aufgelegten Lineal (B) ausgerichtet wird erm licht beim Trabant den Einsatz des Stroboskops. Die hellen Flächen (C) verbessern die Erkennbarkeit der Kerbe.

satz des Stroboskops unerläßlichen Einstellmar- ken sind aber nicht in jedem Fall gut zugäng- lich. Beim Lada geht es zum Beispiel zwischen Kühler und Stirnseite des Motors, an der sich die Markierungen (Bild 4) befinden, recht eng zu. Die Marken sind nur von der linken Seite aus zu sehen. Wenn der Motor in diesem Be- reich verschmutzt ist, findet man sie kaum.

Beim Trabant sind die Markierungen auf der Keiltiemenscheibe (Kerben für beide Zündzeit- punkte) bei nach rechts eingeschlagenen Vor- derrädern zwar sichtbar, aber ihr Bezugspunkt, die Trennfuge des Kurbelgehäuses, liegt einige Zentimeter hinter der Riemenscheibe und wird von ihr verdeckt. Auch bei abgenommenem Vorderrad wäre für den Stroboskopeinsatz mit so weit auseinander liegenden Markierungen wegen der möglichen Parallaxefehler nichts anzufangen. Hier bleibt nichts anderes übrig, als in unmittelbarer Nähe der Keilriemen- scheibe eine zusätzliche feststehende Markie- rung anzubringen, die mit der Trennfuge des Kurbelgehäuses fluchtet. Dazu eignet sich schon ein Blechstreifen, der am Stützarm des Unterbrechergehäuses angeschraubt, in die Nähe der Keilriemenscheibe gebogen und in der Länge so weit abgeschnitten wird, daß die Schnittkante genau in gleicher Höhe liegt wie die Gehäusetrennfuge (Bild 5). Wird der Blech- streifen genügend stabil ausgeführt, daß er bei Motorvibration nicht flattert, kann er ständig angeschraubt bleiben. Lediglich noch einem Keilriemenwechsel, bei dem diese Verschrau- bung gelöst werden muß, wäre er erneut zur Gehäusetrennfuge auszurichten (Lineal auf - legen). Die Markierungen werden bei laufendem Motor mit der Stroboskoplampe beleuchtet. Eine verschmutzte Kerbe auf der verschmutzten Keilriemenscheibe ist aber im rötlichen Licht

14

eines Glimmlampenstroboskops kaum zu sehen. Sie hebt sich deutlich vom dunklen Untergrund ab, wenn sie mit Silberbronze (Alusil) oder weißem Lack ausgelegt wird. Die Erkennbarkeit wird noch besser, wenn die Kerbe selbst dun- kel bleibt, aber die angrenzenden Flächen etwa in der Größe eines Quadratzentimeters aufgehellt werden, entweder mit schnell trock- nendem Lack, Zahnpasta oder mit Streifen aus hellem Klebeband (z. B. Ankerplast).

Die Zündeinstellung

im Licht des Stroboskops, das nur aufblitzt, wenn die Zündkerze funkt, steht die rotierende Keilriemenscheibe (oder das Schwungrad) scheinbar still. Ihre Marke befindet sich dabei stets im Zündzeitpunkt. Steht sie an der Ge- häusemarke, ist der Zündzeitpunkt richtig ein- gestellt. Erscheint sie in Drehrichtung hinter der Gehäusemarke, ist Spätzündung vorhan- den, umgekehrt liegt Frühzündung vor. Die Korrektur am Unterbrecher bzw. Verteiler wird bei laufendem Motor vorgenommen, bis beide Markierungen - die feststehende Gehäuse- marke und die Marke auf der rotierenden Scheibe - im Licht des Stroboskops exakt ne- beneinander stehen. Dann stimmt die Zündung wieder. Die Prüfung und Einstellung ist im Prinzip bei allen Motoren gleich. Je nach Bau- art und Zündanlage müssen aber bestimmte Bedingungen eingehalten werden, und hier gibt es Unterschiede.

Konstanter Zündzeitpunkt

Die meisten Zweitaktmotoren erfordern über den gesamten nutzbaren Drehzahlbereich den gleichen Zündzeitpunkt, der jedoch für jeden Zylinder, also bei jedem einzelnen Unterbre-

cher gesondert geprüft und eingestellt werd muß. Beim Wartburg und Barkas wird das Str boskop nacheinander an die Zylinder 1, 2 u 3 angeschlossen. Für die dynamische Prüfu ist nur die übliche Leerlaufdrehzahl erford lich. Korrekturen am zugehörigen Unterbrec sind bei laufendem Motor möglich (Deckel d Unterbrechergehäuses öffnen). Zeigt das Str boskop Spätzündung bei einem Zylinder, w der Kontaktabstand seines Unterbrechers weit vergrößert, bis beide Marken (am Unt brechergehäuse und an der Keilriemenschei nebeneinander stehen.

Beim Trabant 601 sind 2 Zündzeitpunkte prüfen und 2 Unterbrecher zu korrigieren. H ist aber ein Fliehkraftversteller vorhanden, das Starten erleichtern soll und der erst Drehzahlen oberhalb des Leerlaufs den beitszündzeitpunkt, also den Grundzündw kel einstellt, mit dem der Motor bei Kra abgabe am besten läuft. Bei Leerlaufdrehz zeigt deshalb das Stroboskop erhebliche Sp zündung an. Wird ein wenig Gas gegeb sieht man im Licht des Stroboskops, wie Zündpunktmarke auf der Keilriemenscheibe feststehenden Gehäusemarke wandert. bleibt - wenn die Einstellung stimmt - gen neben ihr stehen und verändert ihre Lage au bei weiterer Drehzahlsteigerung nicht me Stehen die beiden Marken unter diesen dingungen nicht exakt nebeneinander, muß Abstand des zugehörigen Unterbrechers ko giert werden. Die Bedienung des Gaspedals während Prüfung erfordert einen Helfer. Man kann a vorübergehend für die Prüfung mit der Dros klappenanschlagschraube eine höhere Dr zahl fest einstellen, bei der der Fliehkraftv steiler den Arbeitszündpunkt mit Sicherheit geregelt hat.

DER DEUTSCHE STRASSENVERKEHR 611

DrehzahIabhngige Frühzündung

Die Fliehkraftzündversteller, mit denen alle Vsrtaktmotoren ausgerüstet sind, haben eine ganz andere Funktion. Sie setzen meistens bei etwa 1000 U/min ein und verlegen mit steigen- der Drehzahl ganz allmählich den Zündzeit- punkt früher. Dabei sind Verstellwinkel bis 30 0 und mehr vorzufinden, die bei manchen Moto- ren erst nahe der Höchstdrehzahl erreicht wer- den. Die Regelung umfaßt hier einen sehr weit gespannt Drehzahlberiech und verläuft nicht bei allen Motoren gleichmäßig. Auch geknickte Verstellkurven mit anfangs steilem und später flacher gehaltenem Anstieg sind anzutreffen. Für die drehzahlabhängige Frühzündung, die zum Grundzündwinkel hinzuzurechnen ist, sorgt der Fliehkraftregler im Zündverteiler automa- tisch. Aber der Grundzündwinkel muß geprüft und eingestellt werden. Das ist nur bei extrem niedriger Drehzahl möglich, bei der der Flieh- kraftregler noch nicht anspricht.

Eine schnelle Leerlaufdrehzahl kann unter Um- ständen schon einen Fliehkraft-Verstetlwinkel von 2 bis 30 hervorrufen, der das Prüfungs- ergebnis verfälscht und zu Korrekturen der Ein- stellung veranlaßt, die gar nicht nötig sind. Um solche Irrtümer auszuschließen, ist es ratsam, vor dem Anschluß des Stroboskops den Motor bis zur vollen Betriebswärme warm zu fahren und dann für die Prüfung die niedrigste Leer- laufdrehzahl an der Drosseiklappenanschlag- schraube einzustellen, mit der der Motor ge- rade noch nicht ausgeht. Sollte der Verdacht bestehen, daß der Fliehkraftregler schon bei so niedriger Drehzahl anspricht, kann die Prüfung mit dem Stroboskop a uch bei Aniasse.rdcehzahl vorgenommen werden (Kerzenstecker abzie- hen).

Wenn die Impulse für das Stroboskop von der Zündspannung abgenommen werden, ist es bei Viertaktmotoren stets am 1. Zylinder anzuschlie- ßen. Liegt dessen Grundzündwinkel nicht im vorgeschriebenen Bereich (Markierungen), muß der Unterbrecherabstand korrigiert werden. Das ist nur bei stehendem Motor möglich, da man die Verteilerkappe abnehmen muß, In diesem Fall stellt man den Unterbrecherab- stand mit der Blattlehre auf 0,4 mm bei maxi- maler Offnung ein. Dann wird die Verschrau- bung am Verteilerhals so weit gelockert, daß sich der gesamte Verteiler gerade stramm mit der Hand verdrehen läßt. Anschließend prüft man wieder die Lage der Markierungen mit dem Stroboskop bei laufendem Motor und ver- dreht den Verteiler so weit, bis beide Marken nebeneinander stehen. In dieser Stellung wird die Verschraubung des Verteilers festgezogen. Ist der Verteiler mit einem Oktanzahikorrektor ausgerüstet (sowjetische Pkw), können geringe Abweichungen auch damit ausgeglichen wer- den.

Bei allen Viertaktmotoren ist nur der Grund- zündwinkel des 1. Zylinders einzustellen. Die Zündung stimmt dann auch bei allen anderen Zylindern, da sie vom gleichen Unterbrecher ausgelöst wird.

DER DEUTSCHE STRASSENVERKEHR 6/1980

Unterdruck-Zündverstellung

Zündverteiler, die nur mit einer Fliehkraftver- stellung ausgerüstet sind, gibt es beim Lada und Zastava. Andere Viertakter wie Moskwitsch, Saporoshez, Wolga, Skoda, Dacia und Polski- Fiat haben zusätzlich noch eine vom Unter- druck im Ansaugrohr des Vergasers gesteuerte Zündverstellung. Bei geringer Belastung und kleiner Drosselklappenöffnung herrscht hoher Unterdruck, der eine zusätzliche Frühzündung (zusätzlich zum Grundzündwinkel und Flieh- kroftverstellwinkel) bewirkt. Beim Gasgeben (Beschleunigen) sinkt mit zunehmender Dros- selklappenöffnung der Unterdruck, und der Vakuumregler stellt die Zündung zurück, damit der Motor nicht klingelt.

Im Leerlauf (kleinste Drosselklappenöffnung) herrscht hoher Unterdruck, der eine Zündver- stellung zusätzlich zum Grundzündwinkel her- vorruft. Deshalb muß hier während der Prü- fung und Einstellung des Grundzündwinkels stets der lJnterdruckanschluß (Schlauch oder Rohrleitung von der Unterdruckdose des Ver- teilers zum Vergaser) gelöst werden, um die Vakuumverstellung auszuschalten.

Funktionsprüfungen

Ob der Fliehkraftregler oder der Vokuumregler überhaupt funktioniert, ist mit dem Stroboskop zu sehen. Sobald Gas gegeben wird, entfernt sich die Marke auf der Keilriemenscheibe ent- gegen der Drehrichtung von der Gehäuse- marke. Das gleiche ist zu beobachten, wenn die vorher gelöste Unterdruckleitung wieder ange- schlossen wird. Ob die Versteliwinkel abhängig von der Drehzahl bzw. von der Höhe des Un- terdrucks auch richtig sind, kann allein mit dem Stroboskop nicht festgestellt werden. Dafür ha- ben die Werkstätten Verteilerprüfstände, auf denen die nötigen Drehzahlen und Unterdrücke stufenlos eingestellt und die Versteliwinkel direkt am Verteiler gemessen werden können. Die Werte in den Reparaturhandbüchern (Ver- stellkurven) beziehen sich daher meistens auf die Verteilerwelle. Die für die Verteilerwelle genannten Drehzahlen und Versteliwinkel müs- sen verdoppelt werden, wenn man sie auf die Kurbelwellendrehzahl bezieht, da der Verteiler im Motor nur mit halber Kurbelwellendrehzahl angetrieben wird.

Eberhard Preusch

für Pkw

Auf die Frage der Leser W. Kare J. Glushko aus dem Smolensker O Zündeinstellung mittels Strobosk antwortet Ingenieur A. Ch. Sinelni Autofahrer wissen, wie wichtig es der Zündzeitpunkt richtig einge und Fliehkraft- bzw. Vakuumregl tionieren, Kontrolle und Einstell Zündung ist eine komplizierte und dige Angelegenheit. Die Strobosk vereinfacht sie. Mit Hilfe des Gerä sogar ein unerfahrenör Kraftfa notwendigen Arbeiten in 5 bis 10 ausführen.

Das Wesen der Stroboskop-Einstell besteht darin, daß pulsierendes Li trägheitslosen Lampe auf drehen des Motors gerichtet wird, zum auf die Riemenscheibe der Kur wo eine Kontrollmorke für den Z punkt des ersten Zylinders aufge ist. Der Lichtblitz der Stroboskopl folgt synchron mit der Zündfunke an den Elektroden der Zündker durch steht die Kontrollmarke auf menscheibe scheinbar still. Bei Einstellung des Zündzeitpunktes st Marke genau gegenüber der fes kierung auf dem Zylinderblock. An wird das durch Drehen des Ver die eforderIiche Richtung erreicht.

Als einfachstes Stroboskop di Neonlampe (zum Beispiel MH-7), einen Austast-Widerstand an d kerze des ersten Zylinders und M geschlossen wird. Jedoch ist das sehr schwach, und man muß di sehr dicht an die rotierenden T Motors halten, was seinerseits ni fährlich ist.

Die sowjetische Industrie stellt ei schiedene Stroboskoplampen he die Autobatterie angeschlossen können (zum Beispiel Avto-Iskra CTB-l). Die beste unter allen ist

boskoplampe

unten. Hier wird eine spezielle Bl

verwendet, die sogar bei Sonnen lung ein Arbeiten ermöglicht. boskoplampe CT13-1 ist außerdem formung des 12-Volt-Gleichstrom Volt-Gleichstrom geeignet. Am G det sich eine Steckdose für den eines Kollektor-Rasierapparates. in Kfz-Zubehörläden für 25 Rub lich.

(entnommen aus „so ruijom" Heft 2/19

CTB-1, siehe A

Parken in Städt n

Kurzzeitparkplatz (montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr bis zu 2 Stunden) auf dem Ernst- Thölmann-Platz in Rostock.

Ausgewählte Parkmöglichkeiten in Rostock

Warnemünde, Neuer Friedhof Warnemünde, Haus Undine Warnemünde, Alter Friedhof Warnemünde, Parkstraße Warnemünde, Hotel Neptun Warnemünde, Seepromenade Warnemünde, Am Leuchtturm Warnemünde, Warnowwerft Warnemünde, Am Markt Warnemünde, Haus des Sports

Warnemünde, An der Fähre Hohe Dühne- Fähre

Markgrafenheide - Hohe Düne Markgrafenheide, Zeltplatz Landstraße in Richtung Markgrafenheide Rostock, Haus der Gewerkschaften Rostock, Lange Straße Rostock, Ernst-Thälmann-Platz

9

 

Rostock, Alter Markt

0

Rostock, Gerberbruch

1

Rostock, Höndelstrol3e

2

Rostock, Tschaikowskistraße

3

Rostock, Kopernikusstraße

4

 

Rostock, Platz der Freiheit

5

 

Rostock, Wladimir-1 ljitsch-Len in-Allee

6

Rostock, Am Kabutzenhof

7

 

Rostock, Klosterbach-, Fritz-Reuter- und Budapester Straße

Rostock, Ulmenmorkt Rostock, Am Brink

Krad, Pkw

Pkw

Pkw

Krad, Pkw

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Nach Abschluß unserer Serie Parken an F- straßen" möchten wir mit diesem Beitrag eine neue Serie eröffnen und Parkmöglichkeiten in Bezirksstädten und in anderen Städten vor- stellen. Damit wenden wir uns an die Besu- cher dieser Städte. Grundlage unserer Hin- weise sind Angaben der zuständigen staat- lichen Stellen bzw. von Betrieben des Straßenwesens. Im vorliegenden Fall bedan- ken wir uns bei der Stadtstral3endirektion des Rates der Stadt Rostock für die Zuarbeit recht herzlich. Unsere Hinweise sollen im Zusammenhang mit dem im Handel angebotenen Karten- material gesehen werden. Für die Städte, die wir vorstellen werden, gibt es in den meisten Fällen auch Stadtpläne aus dem VEB Tourist Verlag. In diesen Plänen sind zwar Parkplätze enthalten, jedoch keine näheren Hinweise (z. B. ob bewacht oder unbewacht, zeitlich be- grenzt oder nicht). Zudem möchten wir auch - soweit es möglich ist - auf Straßen und Ge- biete hinweisen, die sich als Parkmöglichkeit nutzen lassen. Solche Angaben sind den Stadtplänen ebenfalls nicht zu entnehmen. Soweit es sich notwendig macht bzw. anbietet, werden wir auch auf Möglichkeiten für das Umsteigen in öffentliche Verkehrsmittel hin- weisen, sofern Ziele von allgemeinem Inter- esse auf solchen Wegen erreicht werden

können.

Die Redaktion

 

Ziele

bewacht

Strand

bewacht

Strand

bewacht

Strand

unbewacht

Strand

unbewacht (nur für Hotelgäste) Hotel, Strand

unbewacht

unbewacht

bewacht

unbewacht

unbewacht

Strand Strand Strand (Bus, Linie 28) Zentrum Warnemünde Zentrum Warnernünde, Theater „Kleine Komödie" Zentrum Warnemünde Strand

Strand Zeltplatz, Strand Strand Zentrum Rostock Zentrum Rostock Zentrum Rostock, Rathaus

Petrikirche Zentrum Rostock Sportforum Sportforum, Botanischer Garten Sportforum Sportforum Kliniken Fähre, Gedenkstätte Rostock Zentrum (Straßenbahn, Linie 12) Rostock Zentrum (Straßenbahn, Linie 11) Rostock Zentrum

unbewacht unbewacht (in der Saison für Kfz gesperrt) unbewacht unbewacht unbewacht bewacht unbewacht unbewacht (Mo.—Fr. 8-18 Uhr, 2 Std., im Dezember wegen Weihnachts- markt gesperrt) unbewacht (z. Z. Baugelände) unbewacht unbewacht unbewacht

unbewacht

unbewacht

unbewacht

unbewacht

unbewacht

unbewacht unbewacht (Mo.—Fr. 8-18 Uhr 2 Std.)

Parken

in

Rostock

Besucher Rostocks werden zum überwiegenden Teil drei Ziele ansteuern: Warnemünde (Hafenanlage, Strand, Hotel, Meeresschwimm- halle), die Innenstadt (vor allem die histo- rische Altstadt mit dem Boulevard-Zentrum Kröpeliner Straße) und das Gebiet rund um das Sportforum (Ostseestadion, Schwimm- hallen). Auf diese Gebiete wollen wir unsere Hinweise konzentrieren.

Warnemünde Die in Warnemünde bzw. am Rande Warne- mündes gelegenen Parkmöglichkeiten sind der Ubersicht und dem oberen Teil der Karte zu entnehmen. Wer im Sommer an den Strand möchte und nicht zu früher Stunde anreist, sollte gleich weiter im Hinterland parken. Zu beachten sind die in der Ubersicht angegebe- nen Besonderheiten.

Neubaugebiet Da die Parkmöglichkeiten direkt in Warne- münde recht begrenzt sind, sollten auch die Parkplätze und -straßen in den Neubaugebie- ten Evershagen, Schmarl, Lütten Klein und Lichtenhagen genutzt werden, Diese Gebiete (siehe mittleren Teil der Karte) liegen günstig zu Haltepunkten der Rostocker S-Bahn, mit der nach Warnemünde weitergefahren werden kann. In diesem Bereich liegt auch ein Park- platz am Liegeplatz des Traditionsschiffes „Frieden".

Zentrum Direkt im Zentrum oder an dessen Peripherie existieren, wie der Obersicht und der Karte im unteren Teil zu entnehmen ist, nur wenige Park- plätze. Hier muß teilweise in die Steintor- und Kröpeliner Tor-Vorstadt ausgewichen werden. In der Kröpeliner Tor-Vorstadt sind Straßen zwischen dem Bahngelände und der Dobera- ner Straße als Parkstraßen eingerichtet. In der Iöhe des Hauptbahnhofes Rostock sind es die Gerhart-Hauptmann- und die Freiligrath- straße, die als Parkstraßen ausgewiesen sind.

Sportforum Die hier gezeigten Parkmöglichkeiten rund um das Sportforum werden bei sportlichen Groß- veranstaltungen natürlich nicht ausreichen (zumal nun der FC Hansa wieder in der Fuß- ball-Oberliga spielen wird!). Dann ist es aber ohnehin besser, die öffentlichen Verkehrsmittel (hier die Omnibuslinien 24 oder 25) oder Sonderbusse zu benutzen.

Weitere Ziele Für die Besucher der Universitätskliniken in der Lenin-Allee sind die Parkmöglichkeiten auf dem Mittelstreifen der Allee gedacht. Besucher des Messegeländes in Rostock-Schu- tow finden in der Maxim-Gorki- und der Messestraße Parkplätze vor, können aber auch das „Hinterland" Evershagen nutzen. In unmittelbarer Nähe der Sport- und Kon- greßhalle (südwestlich des Hauptbahnhofes) befinden sich ein großer und ein kleiner Parkplatz mit Stellflächen für knapp 1000 Pkw und 100 Omnibussen.

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Lada-Typen

Lichtmaschinengerü usch

Bei meinem Lada trat nach einer Laufleistung von 35000 km ein pfeifendes Geräusch auf, dessen Ursache ein Lager der Lichtmaschine war (die Schmierung hatte sich scheinbar her- ausgearbeitet). Weil sich der Gehäusedeckel der Lichtmaschine nicht demontieren läßt, bohrte ich in der Mitte ein Loch mit 1,2 mm Durchmesser (siehe Zeichnung). In die Boh- rung gab ich einige Tropfen Dieselöl. Das unangenehme Geräusch verschwand, und bis jetzt (die Laufleistung beträgt 80000 km) ar- beitet die Lichtmaschine normal.

A. Kemin, Tscherepowez (UdSSR) (aus „So ruljom" 2/80)

Lada-Typen

Spiegelersatz

Nachdem von meinem Lada der Außenspiegel abgebrochen wurde und im Handel kurzfristig kein Ersatz zu erwerben war, kaufte ich mir einen Außenspiegel für den Wartburg (VEB Blewa, Schleiz, 13,80M), um weiterfahren zu können. Da die Türprofile beider Wagentypen unterschiedlich stark und verschieden geformt sind, war der Wartburg- (bzw. Trabant-)Spie- gel nicht ohne weiteres zu montieren. Ich fand aber eine innerhalb von 10 Minuten realisier- bare Lösung.

Folgende Handgriffe sind notwendig:

Die Originalhalterung (1) ist von der Tür zu entfernen.

Die Druckplatte (2), die Kugelpfanne und der Plastdichtring (3) sind ebenfalls zu entfernen. Vom Wortburgspiegel ist erst das U-Profil und dann der Haltewinkel abzuschrauben. Die Spiegelarm (4) wird durch die Öffnung der Shiguli-Spiegelhalterung gesteckt und der Plastring (3) (gespreizt) darübergeschoben. Zu- sammen mit dem Spiegelarm (4) wird dann der Ring (3) wieder in die Öffnung ein- gepaßt. Eine Kugel von etwa 8 mm Durchmesser (5)

18

wird schließlich mittels der Druckplatte (2) festgespannt.

Der Spiegel wird wieder angebaut und ent- sprechend des Blickwinkels justiert. Zur opti- schen Aufwertung ist vorher eventuell die Halterung in der Farbe des Spiegels (schwarz/ grau) einzufärben.

Der so entstandene Ersatzspiegel steht dem Original hinsichtlich Blickwinkel, Einstellbarkeit, Festigkeit und Dichtheit (Rostanfälligkeit) nicht nach.

Dr. M. Kahl, Erfurt

Lada 2101

Schlagen unterm Wagen

Nach 75 000 km machte sich unter der hinteren Wagenpartie meines Lada 2101 beim Anfah- ren und Fahren in den unteren Gängen mit niedriger Drehzahl ein Schlagen bemerkbar, sofern der Wagen belastet war. Eine Sicht- kontrolle an Kardanwelle und Hinterachse auf der Rampe ließ keine Mängel erkennen. Als das Schlagen dann auch im unbelasteten Zu- stand zunahm, entlastete ich die Hinterachse und führte die Kontrolle noch einmal durch. Als Ursache wurde nun nicht, wie ursprünglich angenommen, Unwucht der Kardanwelle, son- dern ein Lagerschaden festgestellt. Durch Kor- rosion (eindringendes Schmutzwasser, Fahr- bahnschmutz!) waren die Nadellager zerstört worden, die die Kreuzgelenke miteinander ver- binden. Bei der Demontage dieser Kreuz- gelenke entdeckte ich, daß in den Lagern einige Wälzkörperchen fehlten. Auf dem Wälz- ring waren tiefe Abschürfrillen zu erkennen. Durch das entstandene große Spiel in den Lagern kam es zur Unwucht an der Kardan- welle, obwohl diese ja noch durch ein Gummi-

lager in der Mitte des Fahrzeuges gehalte und geführt wird. Bei Erneuerung der Kreuzgelenke empfiehlt e sich, auch das beanspruchte Gummilager z wechseln. Nach der Reparatur war in allen Belastungs zuständen kein Schlagen mehr festzustellen

Peter Grundmann, Hermsdo

Lada/Zastava

Getriebeölwechsel

Ober Hilfsmittel zum Einfüllen des Getriebeöl wurde schon mehrfach berichtet. In der Pa lette der angebotenen Möglichkeiten vermißt ich bisher eine, die ich seit Jahren erfolgreic anwende. Ich benutze dazu einen handels üblichen Becas-Sprüher, von dessen Sprü schlauch lediglich die Düse entfernt wird. De Druckbehälter wird mit 01 gefüllt, das End des Sprühschlauches in die Einfüllöffnung ge hängt und dort vor dem Herausrutschen ge sichert. Vom Reserverad wird entsprechend de Bedienungsanleitung des Sprühers der nötig Druck entnommen.

Es empfiehlt sich, unabhängig von der Jahre zeit, das 01 anzuwärmen. Die Einfüllzeit wir dadurch stark verkürzt. Steht ein Helfer fü das Reserverad (Druckanschluß) zur Verfügun kann der Schlauch auch mit der Hand in di Einfüllöffnung gehalten werden, ohne ihn g gen Herausrutschen zu sichern. Da die vo geschriebene Olmenge bei zügigem Einfü len mitunter den unteren Rand der Einfül öffnung übersteigt, kann dann mit entspr chenden Hilfsmitteln, wobei der Finger auc genügt, das 01 zurückgehalten werden., b es sich verteilt hat. Das 01 im Ausgleich getriebe wird ebenso gewechselt.

Klaus Riedel, Oranienbu

Skoda 105/120

Schiefziehen

durch Reifen

Nach einer optischen Achsvermessung an m nem Skoda 105 L zog dieser auffallend na links. Nach Reklamation wurde die Achse noc mals vermessen, alle Werte waren aber Ordnung. Bei der erneuten Probefahrt zeig sich der gleiche Mangel. Anschließend wur auf der Hebebühne die gesamte Lenkun überprüft. Wiederum war kein Mangel fes stellbar. Nun blieb als letzte Möglichkeit e Wechsel der beiden Vorderräder und siehe - der Wagen zog in die entgegengesetz Richtung! Ein unkorrekt laufender Reifen w die Ursache für diesen ungewöhnlichen Man gel.

Bevor beim eventuellen Schiefziehen des Fa zeugs eine Fachwerkstatt mit einer Achsv messung beauftragt wurde, sollte man al zunächst erst einmal einen Radaustausch v nehmen.

R. Zimpel, Rosto

DER DEUTSCHE STRASSENVERKEHR 61 19

Stützenrohr verbogen 'Zur Lagefixierung

Wartburg 353

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1

Einsteckbare

Kopfstütze

Seit Einführung der Gurtpflicht wächst das Interesse an Kopfstützen, denn diese sind nach internationalen Erkenntnissen eine nützliche Ergänzung zur Schutzwirkung der Sicherheits- gurte.

Die handelsüblichen Aufsteckstützen finden nur geteilte Zustimmung (zweifelhafte Schutz- wirkung). Aus diesem Grunde entschied ich rnich für eine höhenverstellbare Steckausfüh- ung. Dabei wählte ich eine Variante, die er- laubt, die Montage ohne Entfernen der Sitz- polsterung vorzunehmen. Außerdem sollte es möglich bleiben, den Sitz als Liegesitz verwen- den zu können.

Die Montagearbeiten sind von jedem, der

DER DEUTSCHE S1RASSENVERKEHR 6/1980

Ldchbiech Zdich

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der Länge so anzupassen, daß die W (Teil 3) auf den Profilen (A) fest aufli

Die Befestigung erfolgt am Lehnenpro

mit zwei Sechskontschrauben M 6 X Mutter (siehe Zeichnung).

Die Löcher im Polster werden mit einem eisen geschlagen (Holzbrettchen auf Te gen), die Räder gesäumt und die Poly Buchse eingeklebt.

Bei konstanter Stellung des Kopfteils k die Rohre (4) auch mit Isolierschlauch zogen werden.

W. Christ, Eis

1

etwas handwerkliches Geschick hat, auszufüh- ren. Der Sitz verbleibt dabei im Auto. Der Grundaufbau besteht aus zwei Schweiß- teilen, Der Hilfsrahmen (Teil 1, 2, 3) wird als Führungsteil in die Rückenlehne eingebaut, das Kopfteil (teil 4, 5) in dos Führungsteil ge- steckt. Die Teile sind noch den Zeichnungen zu fertigen, wobei auf Parallelität der Rohre (1) und ihre Rechtwinkligkeit zu Teil 2 zu achten ist. Zum Schweißen des Kopfteiles wird das Führungsteil als Aufnahme genutzt. Die Bohrungen Ø 6,2 werden bei Montage ge- bohrt. Die beiden Rohre (4) werden im unteren Bereich so verbogen, daß eine feste Lage bei gewährleisteter Verschiebborkeit gegeben ist. Das Kopfteil wird aus Ebroplotten, Schaum- gummi und Kunstleder gefertigt. Die Ebro- platten werden - wie angedeutet - zuge- schnitten, mit Teil 5 verklebt und vernäht. Zur Montage des Führungsteils wird die Rück- wand der Lehne entfernt, dos Führungsteil verkantet und in die Ebene der Lehnenprofile (A) von unten nach oben eingeschoben. Die Winkel (Teil 3) werden nacheinander in die Profile (A) eingehängt. Die Teile 1 sind in

Rost kostet Geld. In der DDR entsteht durch Korrosion verschiedenster Form alljährlich ein volkswirtschaftlicher Verlust zwischen ein und zwei Milliarden (9 Mark. Anderen Industrie- ländern machen Korrosionskosten ähnlich zu schaffen. Kraftfahrzeugen setzt der Rost besonders in- tensiv zu. An den in der DDR zugelassenen Kraftfahrzeugen verursacht die Korrosion all- jährlich schätzungsweise Schäden in Höhe von mindestens 500 Millionen Mark. Von Ländern vergleichbarer geographischer Lage, beispiels- weise der BRD und der VR Polen sind - be- zogen auf den Kraftfahrzeugbestand - ähn- liche Zahlen bekannt. Die BRD beziffert ihre Korrosionsschäden nur an Kraftfahrzeugen je Jahr mit 3,5 Milliarden Mark, die VR Polen mit 400 Millionen Zioty. In der Tat spielt der klimatische Einfluß auf die Kraftfahrzeuge für den Grad der Korrosion eine ganz wesentliche Rolle. Große Feuchtig- keit und hoher Salzgehalt der Luft fördern das Rosten. Aber auch Luftverschmutzung (vor allem durch Schwefeldioxid) und chemische Mittel des Stral3enwintedienstes beschleuni- gen die Korrosion an Kraftfahrzeugen.

Karosserie am teuersten

Obwohl die Kraftfahrzeugindustrie den Korro- sionsschutz ihrer Erzeugnisse seit Jahren auf verschiedensten Wegen zu verbessern versucht und nachweisbar in manchem Detail erfolg- reich war, wird vor allem die Besitzer eines Pkw Rost an ihrem Wagen auch im nächsten Jahrzehnt beschäftigen - und verärgern. Ge- rade die Karosserie als teuerstes „Ersatzteil" fällt der Korrosion erfahrungsgemäß schon nach relativ kurzer Einsatzzeit des Wagens - äußerlich mehr oder weniger sichtbar - zum Opfer. Meistens fängt's ganz hctrmlos an, und wer seinen Pkw nur flüchtig betrachtet, wird vielleicht zwei, drei Jahre lang gar nichts Ro- stiges entdecken oder zufällig festgestellte

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winzige Ansatzpunkte der Korrosion für un- bedenklich halten. Tatsache ist, daß alle in Großserien herge- stellten Pkw-Karosserien rostanfällig sind. Der Grad der Anfälligkeit hängt von zahlreichen Faktoren ab, die hier nicht näher erläutert werden sollen, interessiert den Autobesitzer ja vielmehr die Frage: Was kann man tun, um eben vor allem eine Karosserie möglichst lange vor Rostbefall zu bewahren? Während heute jeder Autofahrer weiß, wie nützlich eine fachgerecht (und auch wieder- holt!) vorgenommene Hohlraumkonservierung ist, die das Rosten an unzugänglichen, ver- steckten Profilpartien bremst, halten vom Kantenschutz offensichtlich viel weniger Pkw- Besitzer etwas. Dabei ist auch Kontenkorrosion der Anfang vom Ende der Karosserie. Wer solchen Rostansätzen rechtzeitig und richtig begegnet, kann die Lebensdauer einer Karos- serie nachweisbar ganz wesentlich verlängern. Ja selbst dort, wo Rostbefall einige Zeit lang nicht bemerkt wurde, läßt sich noch manches retten. Kantenschutz ist also nicht nur etwas für nagelneue Karosserien, obgleich bei ihnen natürlich der beste Effekt erzielt wird.

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Eine geradezu typische Roststelle am L Polski-Fiat, Zastava und anderen Pkw

zwischen Windlauf

Kotflügel. Tiefe Spalten gießt man bess

mit der Spritzkanne aus, flache können

per Pinsel ausgestrichen werden (Bild l oben). Zierleisten machen Karosserien attrakti aber sie fördern das Rosten, denn an Bohrungen für die Haltespangen oder

nippel beginnt die Karosseriekorrosion weil die Lackschicht bei der Montage d Zierleisten beschädigt wird. Zuerst rost also unter den Zierleisten, später an d

Berührungsflächen von Zierleiste und K serieblech. Auch beim Wartburg 353 zeigt sich an Karosseriekanten manchmal nach relati kurzer Zeit Rostansatz. Im Bild (links u eine korrosionsgefährdete Partie am T die sich mit einer Elaskonspur versiegel

So fängt's an (Bild unten): Deutlich zu

diese „Nahtstelle"

ist der Korrosionsbeginn an der Stelle, Kotflügel und Frontmittelteil unter der haube (Zastava) aufeinandertreffen. An Stellen (links im Bild) wurden rechtzei konserviert,

DER DEUTSCHE STRASSENVERKEHR

Haubenblech anliegen, sind Ausgangspunkt für die Korrosion. Ablaufendes Elaskon läßt sich ohne Schwierigkeit wieder abwischen. Hervorragend versiegeln lassen sich Spalte und Falze übrigens auch mit Silikonkautschuk (Cenusil).

Die neuralgischen Stellen

Worum geht es? Uberall dort, wo Karosserie- bleche abgeschnitten wurden, an deren Kan- ten also, lassen die im Fertigungsprozeß der Karosserie vorgenommenen Korrosionsschutz- maßnahmen (Grundierungen, Beschichtungen Lackierungen) zu wünschen übrig. Neurol- gische Stellen sind auch Blechfalze (umgelegte Ränder), unter Zierleisten oder Fensterrahmen und im Punktschweißverfahren aufgebrachte Verstärkungs,, rippen" (z. B. unter der Motor- und Kofferraumhaube). Bei aufgeschweißten Verstärkungsprofilen (die nicht immer bei der Hohlraumkonservierung mit erfaßt werden) beginnt es zunächst dicht an den Schweiß- _ounkten zu rosten (metallisch blanke Stellen), enn Grundierung und Lackierung erreichen die meist versteckten Partien nicht oder nur unvollkommen. Da solche korrosionsgefährde- ten neuralgischen Bereiche keineswegs im Blick liegen, sondern - wie im Falle Front- und Heckhaube - noch nicht einmal vermutet werden - kann's dort zunächst in aller Ruhe rosten, ehe der Schaden eines Tages bemerkt wird.

Das kann jeder

Berücksichtigen muß man bei der Fahndung nach korrosionsgefährdeten Partien, daß die Karosserie nicht nur durch Regen oder Wa- genwäsche mit Feuchtigkeit in Berührung kommt, sondern auch durch Kondenswasser (Temperaturwechsel, Luftfeuchtigkeit). Nur wer die Karosserie systematisch mal aus verschie- denen Blickwinkeln noch Stellen absucht, die Rostansätze zeigen oder dafür „wie geschaf- .-fen" sind, entdeckt sein Arbeitsfeld. tzt ist die rechte Jahreszeit für solche Pflege- maßnahmen, die sich an einem bis im letzten Winkel völlig trockenen Auto und im- Freien am besten vornehmen lassen. Erledigen kann sie j e d e r, auch der vielzitierte blutige Technik-Laie. Einzige Hilfsmittel sind eine handelsübliche Spritzölkanne, einige Tusch- pinsel, eine Flasche Konservierungsmittel Elas- kon ML und möglichst viele solcher Putz- lappen, die nach Gebrauch weggeworfen werden können.

Umgang mit Elaskon

Elaskon K 60 ML, im Kfz-Zubehörhandel in 1-!- Aluminiumflaschen (3M) erhältlich, hat sich für Hohlraumkonservierung und Kantenschutz als geeignetstes Mittel erwiesen. Es ist mit Spezialbenzin angelöst, das nach dem Auf- tragen verdunstet (hohe Außentemperaturen - Sommersonne! - beschleunigen diesen wünschenswerten Prozeß). Zurück bleibt ein grünbrauner, zähhaftender, hochelastischer Film, der die angerostete oder rostgeföhrdete Partie zuverlässig versiegelt.

DER DEUTSCHE STRASSENVERKEHR 6/1980

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An solchen Roststellen, die im Blickwinkel liegen, ist Elaskon allerdings nicht zu emp- fehlen. Hier muß die zerstörte Lackschicht

- einschließlich der Grundierung - fach-

männisch abgeschliffen und erneuert werden. Elaskon könnte das Weiterrosten nur behelfs- weise stoppen.

Elaskon verdrängt Feuchtigkeit, so daß auch nicht hundertprozentig trockene Partien ohne Bedenken behandelt werden können. Beim Umgang mit Elaskon sollte beachtet werden: Elaskonfiecke lassen sich aus Klei- dungsstücken (oder von Sitzpolstern) nur sehr schwer wieder völlig entfernen (Benzin). Vorsicht ist also am Platze, alte Kleidung ratsam. Wenn die Aluminiumflasche gut duchgeschüt-

telt wurde, läuft das Elaskon ziemlich d flüssig heraus. Beim Auftragen auf di konservierenden Partien neigt die Flüss dann zum ‚Kleckern". Ein sauberer Putzla muß immer zur Hand sein. Auch von L flächen läßt sich damit selbst getrockn Elaskon wieder entfernen, wenn der La vorher mit etwas Benzin getränkt wird hilft nicht viel! Der aufgebrachte Film relativ dünn, muß aber geschlossen

Jechnologien"

Ob mit dem Tuschpinsel oder besser m Spritzölkanne konserviert wird, hängt vo Art der Kante, Fuge oder Uberlappun Die Spritzkanne eignet sich vor allem do das aus der Kannentülle austretende. Ela in einer Kriechspur an der (annähernd s rechten) Kante herunterlaufen kann. J wird schon nach einigen Versuchen die stigste Technologie erkennen. Anregu dazu geben auch die Fotos auf dieser Se Wer sauber arbeitet, überflüssiges Ela gewissenhaft abwischt und den Pkw schon wenige Stunden nach der Kons rung wieder benutzt, braucht nicht z fürchten, daß er später Elaskon an s Garderobe wiecierfindet. Exaktes Arb zahlt sich aber vor allem dadurch aus eine rundum kantengeschützte Karos gerade an ihren Schwachstellen sehr l frei von Rost bleibt. Das stellt der Autobe dann bei jeder Wagenwäsche erneut mi ständlicher Genugtuung fest.

Wolfram

Typbezogene Hinweise

Jede Pkw-Karosserie hat ihre Eigenh Das zeigt sich auch bei der Rostanfälli Auf spezielle Schwachpunkte zu achte meist nur demjenigen Wagenbesitzer mö der diesen Pkw-Typ vielleicht schon ei hatte. Es zahlt sich immer aus, Pkw-Besitz konsultieren, die bereits entsprechende E rungen mit dem jeweiligen Auto sam konnten. Vielen typspezifischen Korros schäden ist dann von vornherein vorzube

Von Pflegediensten kann man den so ze wendigen Kantenschutz an Karosserien verlangen. Das sind Arbeiten, die jeder ausführen muß und auch bewerkstel kann. Wer typgebundene Anleitung bra kann sie in unserer Zeitschrift zurücklieg Jahrgänge finden. Wir veröffentlichten s Hinweise für den Wartburg 353 (5/77) Lada und Polski-Fiat (7/77), den Daci Zastava (9/77), den Skoda S 100/1000 M 77), den Moskwitsch 412/2140 (1/78), de poroshez 966/68 (4/78) und den Traban

(5/78).

Sachsenring-Informationen

Lenkstockhebel anders gesichert

Die bisherige Sicherung der Schraubverbin- dung Lenkstockhebel-Zahnstange mittels Kro- nenmutter und Splint wurde durch ein Siche- rungsblech ersetzt. Damit entfallen Kronen- mutter (M 14 >< 1,5) und Splint (3,2 X 32). Zum Einsatz kommt die Sechskantmutter M 14 X 1,5 (TGL 0-934) und ein Sicherungs- blech (Bestell-Nr. 0311868005). Bei Einbau einer neuen bzw. regenerierten Lenkung ist der Lenkstockhebel nachzuarbeiten, um eine sichere Anlage für das Sicherungsblech zu hoben (siehe Skizze).

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Spurstange aus Vollmaterial

Die Spurstangen für den Trabant wurden von Rohr in Vollmaterial umgestellt. Die Spur- stangen bleiben voll austauschbar. Es wird empfohlen, das freibleibende Gewinde an den Kupplungen mit Fett zu behandeln, um Korrosionserscheinungen zu verhindern.

Neue Stoßstange

Am 1. März 1980 setzte serienmäßig die neue profilierte Stoßstange ein. Das Stoßstangen- mittelstück besitzt einen U-Profil-Querschnitt und an beiden Enden eine aufgesteckte Plast- stoßecke (eine Nullserie über 500 Fahrzeuge wurde bereits im Januar dieses Jahres ge- fertigt). Für die 5 de luxe-Ausführung wer- den verchromte und für die anderen Typen entsprechend der Farbe des Fahrzeuges lackierte Stoßstangen angebaut. Serienmäßig werden die Plaststoßstangen nach dem Aufstecken auf das Stoßstangen- mittelstück mit einem Sicherungsblech be- festigt, das mit einer Handhebelpresse in die angegossene Halterung in der Stoßecke ge- preßt wird (siehe Skizze). Ist der Abbau einer

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Stoßecke erforderlich, kann das nur nach Demontage der Stoßstange geschehen (Dieb - stahischutz). Mit Hilfe eines Schraubenziehers wird das Sicherungsblech nach oben aus sei- ner Verankerung gedrückt. Dabei besteht allerdings die Gefahr, daß die Halterung be- schädigt und die Stoßecke nicht wieder ver- wendet werden kann. Der Anbau einer neuen Stoßecke kann unter werkstattmäßigen Bedingungen auch mit Hammer und Schlagholz vorgenommen wer- den. Das gekrümmte Sicherungsblech wird über die Zunge am Stoßstangenmittelstück in die Halterung an der Stoßecke eingelegt und vollkommen geradegeschlagen. Die Auslieferung von lackierten Ersatzstoß- stangen wird wie die der verchromten Aus- führung ohne Stoßstangenhalter erfolgen. Die Halter sind separat zu bestellen bzw. zu be- schaffen. Die Verbindung Stoßstange/Stoß- stangenhalter erfolgt durch Verschraubung. Stoßstangen alter Ausführung bleiben weiter- hin im Ersatzteilsortiment. Die g r u n d i e r - e n Stoßstangen in bisheriger Ausführung entfallen jedoch.

Neue Abgasanlage

Am 1. März 1980 setzte serienmäßig eine alu- minierte Abgasanlage mit erhöhtem Ge- brauchsverhalten ein. Der Hauptschalldämp- fer wurde mit einem aluminiumpigmentierten, hoch hitzebeständigen Schutzlack behandelt. Für die stark korrosionsbelasteten Einzelteile Auslaufrohr und Stützblech kommt feuer- aluminierter Stahl zum Einsatz, ebenso beim Nachschalldämpfer für die Außenschalen und das Endrohr. Mit diesen qualitätsverbessernden Maßnah- men wird eine wesentliche Erhöhung der Lebensdauer für beide Teile erreicht. Die Oberflächenschutzschicht des Hauptschall- dämpfers erreicht erst im Fahrbetrieb ihre volle Härte. Beim Transport dieser Dämpfer muß deshalb darauf geachtet werden, daß keine mechanischen Beschädigungen durch Aneinanderschlagen oder Reiben an der Oberflächenschutzschicht auftreten. Durch eine weiche Unterlage ist der notwendige Schutz zu gewährleisten.

Rückwand-Schweißnaht

Im April 1980 wurde am Rückwandunterteil außen eine dekorative Schweißnaht eingesetzt. Vor Einsatz dieser Veränderung waren die Schweißnähte mit einem Mirathen-Ciberzug versehen. Dieses Material neigte beim Ein- brennen des Haftgrundes im Bereich der Maximaltemperatur zu Blasenbildung und Einstichen, die nur durch Nacharbeit beseitigt werden konnten. Durch Einsatz der dekorativen Schweißnaht

wird diese Unzulänglichkeit beseitigt und e Qualitätsverbesserung bei günstigerem tech logischen Fluß erreicht. Freiliegende Schwe nähte an Außenpartien sind auch bei ande Autotypen üblich und werden im Karosse bau immer mehr angewendet.

Gewinde nach geschnitten

Die Bemerkungen zum Tastschalter für d Rückfahrscheinwerfer (Heft 3/80) kann ich bestätigen. Schon noch kurzer Zeit bricht Gehäuse aus und die Arbeitsweise d Mikrc,tosters wird zunehmend instabil. Tr einwandfreier Einstellung des Schalters m der Rückwärtsgang oft mehrmals eingel werden, ehe der Rückfahrscheinwerfer a leuchtet. Selbst das Bandagieren eines ne Schalters mit Bindedraht, der vorher mit d nem Kabelschlauch überzogen wurde, kon diesen Prozeß nur aufhalten, nicht aber v meiden. Interessant ist, daß selbst der H steller des Trabant beim „601 5 de lu eine sichere Schaltmöglichkeit über ein Drucktaster am Getrebe wählte! Zur Anp sung der unterschiedlichen Gewindear (Feingewinde/Normalgewinde) verwendet Sachsenring-Werk einen Adapter, der n zum Ersatzteilangebot gehört. Man kann a über das Feingewinde ein Normalgewi schneiden und den Drucktaster mit ein Druckstück (etwa 5 mm, ausprobieren!) di am Getriebe ansetzen.

Seit etwa einem Jahr funktioniert die Schalter ohne jede Störung. 5. G. Tauer, Halle-Neus

Taster richtig befestigen

Mir brach ebenfalls nach einem halben J das Oberteil des Tasters für den Rückf scheinwerfer (siehe Heft 3/80) aus. Originalbefestigung des Tasters ist unzw mäßig. Der Taster sollte nicht am Obe befestigt werden, denn der Stößel drückt d das Unterteil vom Oberteil ab. Ich habe s dessen das Unterteil mit zwei Bohrun direkt auf den geänderten Haltewinkel schraubt.

Vom Haltewinkel ist die Lasche mit der B rung für die alte Befestigung des Tasters zutrennen. Die zwei zusätzlichen Bohrun (0 4,5) in dem jetzt flachen Halteblech vom Tasterunterteil abzunehmen. Der Ta der die gleiche Lage auf dem Haltebl haben muß wie bei der alten Befestig

ist •nun mit zwei Zylinderschrauben

und zwei Muttern M 4 auf dem Halteblec verschrauben. Nach Umbau der Befestigung hält der gle Taster an meinem Auto schon drei Jahre!

M 4

Peter Wendt,

DER DEUTSCHE STRASSENVERKEHR 6/

Zündeinstellung

beim Skoda

Außerst wichtige Wartungsarbeiten bei alten Fahrzeugmotoren sind die Kontrolle der Zünd- anlage und die richtige Einstellung der Zün- dung. Falsche Zündeinstellung verkürzt die Lebensdauer der Motoren und führt zu einem erheblichen Mehrverbrauch an Vergaserkraft- stoff. Es kommt zu unnötigen Mehrbelastungen für den Fahrzeugbesitzer, aber auch für die Volkswirtschaft. Welches Werkzeug wird zur Zündeinstellung benötigt? Schraubendreher, Gabelschlüssel SW 8;' Kerzenschlüssel, gekröpfter Ringschlüs- sel SW 32, Fühlerblattlehre 0,35 mm bis ‚45 mm, Prüflampe sind bereitzulegen.

r'rüfungen vor Einstellungsbeginn:

- Kontrolle der Zündkerzen (reinigen und Ab- stand der Elektroden - 0,7 mm - einstel- len),

- Zündkabel, Verteilerkappe und Kerzenstek- ker auf Beschädigungen und Risse kontrol- lieren, evtl. austauschen,

- gesamte Zündanlage (Verteilerkappe, Zünd- kabel, Kerzenstecker, Zündspule) reinigen. Verunreinigungen durch Staub, 01 und Lauge künnen Zünd- und Startstörungen hervorrufen,

- Verteiler nach Abnehmen der Verteilerkappe von Verunreinigungen durch 01 befreien und den Unterbrecherkontakt auswechseln, wenn er verschlissen ist (Kraterbildung),

- zur Pflege des Verteilers gehört die Ober- prüfung des richtigen Schmierfilzsitzes und seiner Schmierungsfunktion. Der Schmierfilz ist nur alle 10000 km mit 2 bis 3 Tropfen 01 zu behandeln (Spezialöl für Zündunterbrecher), sonst tritt eine Verölung er Unterbrecherkontakte auf. Die Folge sind a rtschwFerigkeiten.

Schmierfilz weggefallen Seit August 1979 fehlt der Schmierfilz in eini- gen Verteilern der Baureihe 5 105/120. Seit 1. Januar 1980 ist er generell weggefallen. Bei diesen Verteilern wurde die Anlaufnase des Unterbrecherhebels vom Hersteller be- sonders behandelt um die Verschleißfestig- keit zu erreichen. Es wird jedoch empfohlen, die Anlaufflächen der Unterbrechernocken alle 10000 km leicht mit einem wärmebestndi- gen, nichtverharzenden Schmierfett zu be- handeln. Auch die Schmierung der Verteilerwelle ist etwa alle 10000 km erforderlich. Die erfolgt bei den Verteilern tschechoslowakischer Pro- duktion mit 2 bis 3 Tropfen sauberem Motorenöl über die Schlitzschraube M 6 (siee Bild 1) und bei den deutschen Vertei- lern über einen Schmiernippel mittels Fett- presse. Schließlich müssen auch die Ventile richtig eingestellt sein (Einstellarbeiten siehe Heft

5/80).

Womit beginnen? Nachdem alle diese notwendigen Prüfungen durchgeführt wurden, kann mit der Einstellung

DER DEUTSCHE STRASSENVERKEHR 6/1980

VERTRIEB

1 - Kontaktplatte

2 - Umbrecherhebel

3 - Unterbrechernocken

4 - Klauenhebel des Zündverteilers

5— Klemmschraube

6 - Einstellmaß der Unterbrecherkontokte (0,35 bis 0,43 mm)

7 - Schlitzschraube M 6 zur Schmierung der Verteilerwele

DT-Markierung am Steuer- gehäusedeckel (jede weitere Markierung entspricht 5°)

Markieru

Riemen-

scheibe

der Zündung begonnen werden. Hierz zunächst der Motor mit einem gekröp Ringschlüssel SW 32 über die Befestigu schraube der Riemenscheibe auf der, Kur welle im Uhrzeigersinn zu drehen, bis Verteilerfinger die aus Bild 2 ersichtliche lung etwas überschritten hat, d. h. der M malhub des Unterbrechernockens erreic (Verteilerfinger abziehen). In dieser Stellung ist nach Lösen der H schraube (Schlitzschraube) der Kontaktp mit einer Fühlerblattlehre ein Abstand 0,35-0,45 mm zwischen den Kontakten ei stellen. Bei Abbrand an den Kontakte eine genaue Einstellung auf das Maß bis 0,45 mm mit der Fühlerblattlehre möglich. Die Kontaktflächen müssen d erst mit einer Kontaktfeile und Schleifp geglättet werden. Danach wird die Kurbelwelle gegen den zeigersinn gedreht, bis die Kerbe au Riemenscheibe mit der Steuergehäusema rung (Bild 2), entsprechend der Vorzün der Typen 5 100 (5° ± 1°), 5 105 (3° ± oder S 120 L/120 LS (5° ± 21) in Obe stimmung steht. Nach Lösen der Kle schraube 5 (Bild 1) wird der Verteiler nu gedreht, daß in dieser Stellung der Ku welle der Offnungszeitpunkt der Unterbie kontakte erreicht wird. Der richtige Eins punkt ist erreicht, wenn die Klemme 1 (B und Masse angeschlossene Prüflampe be geschalteter Zündung gerade aufzuleu beginnt. In dieser Stellung wird der Ver mit der Klemmschraube 5 wieder arretier

Nur keine Gewalt! Eine abschließende Kontrolle empfiehlt Dazu wird die Kurbelwelle an der Be gungsmutter der Riemenscheibe im Uhrz sinn zwei Umdrehungen weiter gedreh die Prüflampe gerade aufleuchtet. In d Stellung muß die Kerbe auf der Rie scheibe wiederum genau an der Marki für die vorgeschriebene Vorzündung st Dann kann der Verteilerfinger wiede gesetzt und die Verteilerkappe befestig den. Die Verteilerkappe sitzt nur in ei n e r lung richtig (Aussparungen beachten!) teilerkappen können leicht zerstört we wenn der richtige Sitz nicht beachtet wi Die Reihenfolge der Zündkabel in de teilerkappen können leicht zerstört we (1 - 3 - 4 - 2) im Uhrzeigersinn festg Der Anschlußturm des 1. Zylinders a Verteilerkappe ist durch eine Längsker kennzeichnet. Nach Montage der Zündkerzen (Dich nicht vergessen) und Aufsetzen der K stecker kann der Motor gestartet we Eine optimale Einstellung der Vorzün wird allerdings erst erreicht, wenn Schließwinkelmeßgerät und Stroboskop zu Hilfe genommen werden können.

VEB Imperhandel Berlin IFA-Vertrieb für Importerzeugniss Betrieb des VEB IFA-Kombinat f

Seit 1972 wird in der VR Bulgarien an einem System von Autobahnen gebaut, um den wach- senden nationalen und internationalen Ver- kehrsonsprüchen besser gerecht zu werden. Immerhin rollt in der Volksrepublik ein be- trächtlicher Teil des Güterverkehrs über die Straßen. Durch das Land laufen die Transit- strecken von Mittel-, Nord- und Westeuropa nach dem Nahen und Mittleren Osten. Die Trassenführung der bulgarischen Autobahnen hat eine Ellipsen-Form, wobei die Nord- und Südhälfte bei Sofia beginnt (siehe Karte). Südlich von Sofia verläßt die 1972 begonnene und inzwischen auf etwa 50 km befahrbare „Thrakia"-Autobahn das städtische Straßen- netz. Sie soll durch die throkische Tiefebene bis Burgos weitergeführt werden. Hinter der Bezrksstadt Plowdiw wird von ihr die „Mci- riza"-Route nach Istanbul abgezweigt. Von

Burgos aus führt die „Tscherno More"-Strecke entlang der Schwarzmeerküste nach Warna. In ihrem auf 102 km berechneten Verlauf über- quert die Autobahn auch die Schiffszufahrt zum Hochseehafen Warna. Uber die dazu nötige Asparuchow-Brücke rollt bereits seit einiger Zeit der Verkehr. Von Warna aus führt ein schon fertiggestell- tes 27 km langes Teilstück der Nordautobahn Plan der Trassenführung „Hemus" nach Dewnja. In diesem Jahr soll der Bauabschnitt bis Schumen begonnen werden. Von Sofia aus wird ebenfalls an der „Hemus"- Autobahn gearbeitet. Bis Jahresende soll der Ein Teil des schon befahrbaren Abschnitts Abschnitt bis zum Witinjo-Tunnel (über einen der „Thrakia"-Autobohn bei Wakarel (Bild „‚ s).

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1979/80 fertig

Baubeginn 1980 .—. künftige Trasse

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Die „Hemus"-Autobahn überwindet das Balkan-Gebirge. Dazu sind 14 Brücken un Tunnel zu bauen (Bild rechts).

DER DEUTSCHE STRASSENVERKEH

dann etwa 21 km dieser Autobahn ab Sofia befahrbar. Das vergleichsweise langsamere Bautempo im Westabschnitt der „Hemus"-Trasse ist durch die komplizierten geologischen Verhältnisse bedingt. Die Strecke überwindet zwischen Sofia und Prowez (Bauziel 1982) das Balkanmassiv. Dieses Gebirge gab der Autobahn den Na- men, denn Hemus ist die altertümliche Be- zeichnung für den Balkan. Auf dem Abschnitt bis Prowez sind außer dem Witinja-Tunnel (er ersetzt dann die Paßstraße) zwei weitere Tunnel mit je rund 700m Länge zu bauen. Ebenfalls erfordert der Bau von 14 Brücken (die höchste mit 140 m über den Bebresch-

Fluß) sein Zeit. Erschwert werden die Arbeiten

Erdrutsche und instabile Geröllfelder.

durch

.as gesamte bulgarische Autobahnnetz ist in jeder Richtung dreispurig ausgebaut. Zwei Spuren mit je 3,75 m Breite dienen dem rol- lenden Verkehr. Eine 3,50 m breite Spur ist als Reserve oder für Nothalte vorgesehen. An besonders stark ansteigenden Streckenab- schnitten kommt noch eine Kriechspur hinzu. Nachdem schon vor acht Jahren mit dem Bau der Fahrbahnen begonnen wurde, sollen nun auch die notwendigen Zusatzeinrichtungen fol- gen. Sowohl an der „Thrakia" also auch an der „ Hemus" werden Streckentelefone (Ab- stand 2 km), Tankstellen, Raststätten und Mo- tels errichtet. 1990 soll nach den gegenwärtigen Plänen das bulgarische Autobahnprojekt verwirklicht sein. Der Ring wird dann eine Länge von 1300 km haben. Zur Zeit sind weniger als zehn Pro- zent fertig. Allerdings wurde in den vergan- genen Jahren vorwiegend im Gebirge gebaut. Bulgarischen Presseberichten zufolge ist für die nächsten Jahre ein Bautempo von 100 km 'itobohn jährlich veranschlagt. Die Verant- irtlichen halten diese Zielstellung für erfüll- bar. Schließlich gibt es Uberlegungen, den Autobahnbau aus dem allgemeinen Straßen- bau herauszunehmen und in die Verantwort- lichkeit eines speziellen Kombinates zu legen. Bislang rangierte der Autobahnbau neben der dringend nötigen Instandhaltung der Land- straßen. Die angestrebte Form läßt das immense Vorhaben etwas realer erscheinen. Auch die im bisherigen Bauverlauf gemachten Erfahrungen könnten künftig ebenfalls das Bautempo etwas beschleunigen. Die bulga- rischen Ingenieure und Verkehrsplaner arbeiten ohne direkte ausländische Hilfe. Parallel zum Autobahnbau gehen Ausbau und Reparatur der vorhandenen Landstraßen wei- ter. Dabei ist vor allem für DDR-Motortou- risten interessant, daß die Straße vom Grenz- übergang Vidin nach Michailowgrad/Sofia re- konstruiert wurde. Jedoch ist hier an einen Autobahnausbau ebensowenig gedacht wie bei der Straße von Russe zur künftigen „He- mus"-Autobahn. Autobahnähnlich wird aller- dings die kreisförmige Umgehungsstraße von Sofia angelegt, da sie die Innenstadt vom Transitverkehr entlasten soll.

Hartmut Lüning

DER DEUTSCHE STRASSENVERKEHR 6/1980

Richtung Rostock

An der Autobahn Berlin—Rostock gibt

es keine Raststätten. Deshalb hoben wir mit freundlicher Unterstützung der Abteilung Gaststätten beim Verband

der Konsumgenossenschaften der DDR all jene Konsum-Gaststätten heraus-

gesucht, die links und rechts nahe der

Autobahn stehen. Diese gastronomi- schen Einrichtungen sind von ihrer

Leistungsbereitschaft her geeignet, die

Raststättenfunktion an der Autobahn

zu übernehmen.

Die Redaktion

1 Mühlenbeck

Gaststätte „Summter See", 1409 Summt, Lie- benwalder Chaussee, Tel.: Mühlenbeck 3 37, 3 km von der Autobahn, geöffnet täglich 10-22 Uhr, 60 Plätze (Saal 100) und 90 Frei- flächenplötze, Mittagstisch und Imbiß, Park- platz für 30 Pkw oder 15 Lkw.

2 Fehrbellin

Gaststätte „Fünf Linden", 1951 Tarmow, Tel.:

Fehrbellin 4 26, 2 km von der Autobahn, ge- öffnet donnerstags bis montags 10-13 und 15-22 Uhr, dienstags/mittwochs Ruhetag, 30 Plätze, Mittagstisch und Imbiß, kein Parkplatz, aber Parkmöglichkeiten auf der Landstraße.

3 Neuruppin

Kommissionsgaststätte, Inhaber Paris, 1

Dabergotz, Tel.: Neuruppin 2966, 3,5 km. der Autobahn, geöffnet mittwochs bis s tags 12-24 Uhr, montags/dienstags Ruhe

40

Plätze, Imbiß, Parkplatz für 30

Pkw

15

Lkw.

4 Herzsprung

Klubgaststätte Herzsprung, 1931 Herzspr Tel.: Herzsprung 2 15, 2,5 km von der A bahn, geöffnet montags und freitags 1 Uhr, dienstags und donnerstags 10-18 sonnabends und sonntags 11.30-23 Uhr, wochs Ruhetag, 54 Plätze (Saal 126) un Freiflächenplätze, Mittagstisch und Im Parkplatz für 30 Pkw oder 15 Lkw.

5 Krakow

Gaststätte „Zum Nebeltal", 2601 Kuchel Tel. Langhagen 490, 250 m von der A bahn, geöffnet mittwochs bis sonnabe 11-14 und 17-22 Uhr, sonntags 10-22 montags/dienstags Ruhetag, 40 Plätze ( 340), durchschnittlich drei warme und kalte Gerichte, Parkplatz für 30 Pkw un Lkw.

6 Dummerstorf

Gaststätte „Dummerstorfer Mühle", 2 Dummerstorf, Tel.: Dummerstorf 3 17, 3 von der Autobahn (Richtung Laage), geö von Mai bis September dienstags bis s abends 8-20 Uhr, sonntags/montags Ruh in den Monaten Oktober bis April diens bis sonnabends 8-18 Uhr, sonntags/mon Ruhetag, 100 Plätze und 50 Freiflächenpl Mittagstisch und Imbiß (auch lmbißartikel Mitnehmen), Parkplatz für 90 Pkw.

7 Dummerstorf

Gaststätte „Zur Eiche", 2555 Kessin, Rostock 2 96 16, 1 km von der Autobahn ( tung Rostock), geöffnet montags/diens 10-20.30 Uhr, freitags/sonnabends 10-22 sonntags 10-21 Uhr, mittwochs/donners Ruhetag, 60 Plätze, Mittagstisch und Im Parkplatz für 30 Pkw,

8 Rostock-Ost

Gaststätte „Zur Eiche", 2901 Bentwisch, Rostock 28321, 500 m von der Autob (Richtung Stralsund), geöffnet von Jun August sonntags/montags 8-14 Uhr, diens bis sonnabends 8-22 Uhr, in den Mon September bis Mai dienstags bis sonnab 8-22 Uhr, sonntags/montags Ruhetag, Plätze und 50 Freiflächenplätze, Mittagst Kioskverkauf (ohne Ruhetag) täglich 1 Uhr, Parkplatz für 100 Pkw.

Wittstock

Wie uns die MITROPA mitteilte, steht a die Bohnhofsgaststatte Wittstock den K fahrern als Versorgungsobjekt zur Verfüg

Uber geplante Weiterentwicklungen der in Pitesti gebauten Pkw vom Typ „Dacia 1300" haben wir bereits in Heft 4/80 kurz informiert. Unterdessen hat der Generaldirektor der rumänischen Industriezentrale für Pkw, Dipl.-Ing. Simion Sapunaru in einem Interview für die Zeitschrift „Autoturism" weitere Angaben zu künftigen Pkw-Modellen rumänischer Fertigung gemacht. Wir zitieren einige der interessantesten Passagen aus diesem Interview.

Die wichtigste Aufgabe, so heißt es in den einleitenden redaktionellen Bemerkungen, sei für die Automobilbauer Rumäniens die Pro- duktion bei einer jährlichen Steigerung um 12 bis 13 Prozent zu modernisieren bzw. zu er- neuern. 1985 sollen 300000 Pkw pro Jahr ge-

baut werden. Voraussetzungen dafür werden durch zahlreiche neue Zulieferbetriebe ge- schaffen. Zwanzig spezialisierte Betriebe wer- den dann zur Industriezentrale für Pkw ge- hören. Sieben neue Fahrzeugtypen mit Motoren von 1185 bis 2370 cm 3 Hubraum sollen bis 1985 entstehen. Auf die Frage, welcher Pkw in naher Zukunft gebaut wird, antwortete der General- direktor:

„Gegen Ende des ersten Halbjahres 1980 be- ginnen wir, das Modell Dacia 1310 in Serie herzustellen. Dieser Pkw ist ein Ubergangs- modell, eine „Brücke" für den Ubergang zu einem Pkw ausschließlich rumänischer Konzep- tion, der in rund drei Jahren erscheinen wird. Beim Dacia 1310 wurden nicht weniger als

56 Verbesserungen gegenüber früheren Model-

len vorgenommen. Zu diesen Verbesserungen

Dada-Familie

wächst

gehören u. a. der Elektroventilator, die Kraft- stoffsporeinrichtung sowie der auf Warmluft umsteckbare Luftfilter. Die Vorderansicht des Pkw wurde verändert (höhere Stoßstangen, vier Scheinwerfer, Blinkanlage in der Stoß- stange), um acht Zentimeter wurde der Fond- raum für die Fahrgäste größer. Dieses Modell wird wahlweise mit zwei Moto- ren ausgestattet, bei der Standardvariante leistet der 1289-cm3-Motor 41 kW (59 P5), bei der TS-Variante (1397 cm 3) 47 kW (64 PS). Der Dacia 1310 wird bis Ende 1980 parallel zum bisherigen Dada 1300 gebaut. In diesem Jahr beginnen wir mit dem Bau des Docio 1300 Sport „ Brasovia" (für den Anfang ist die Herstellung einer Kleinserie von 250 Stück vorgesehen). Der „Brosovio" wird sowohl mit den Motoren des 1310 als auch mit einem anderen 55 kW-Motor (75 PS) herge- stellt, der von Besotzungeen des Automobil- werkes Pitesti bei zahreichen großen Rallyes erfolgreich getestet wurde.

Abwässern des Herstellungsprozesses im beorbeitungskombinat Pitesti gewonnen. ging dieses Wasser in den Kanal. Jetz das Methanol extrahiert. Das Kombi Pitesti ist in der Lage, ungefähr 200 bis Methanol pro Jahr ohne besondere An herzustellen. Der Motor für Methanol und Benzi 1289 cm3 leistet 38,2 kW (52 PS) bei e Verdichtungsverhältnis von 10,5 : 1. Wir ten dieses Verdichtungsverhältnis, um guten Kaltstart zu erreichen, um Benz einer niedrigen Oktanzahl verwenden zu nen und um zu sichern, daß bei einer „ thonolpanne" die Fahrt nur mit Benzin gesetzt werden kann. Unser Motor verbr ungefähr 3,5 Liter Benzin auf 100 km (be Geschwindigkeit von 80 km/h) und zus ungefähr 5 1 Methanol, das sehr ko günstig ist. Um auf den Diesel zurückzukommen: W len einen Spezialbetrieb schaffen, der Lage ist, auf Anforderung der Kunde Benzinmotoren des Dacia 1300 so umzur daß sie mit Dieselöl gefahren werden kö

Kleinwagen aus Craiova Wie bereits in der Presse mitgeteilt w werden in diesem Jahr die ersten Pkw vo

mit einem 650-cm 3-Zweizylinde

erscheinen, Im nächsten Jahr soll dan Vierzylindermotor folgen (1100 cm3). Da wird in Craiova in Kooperaton mit C gebaut. Die Mechanik unterscheidet sic der des Dacia. Es handelt sich in ma Hinsicht um eine avantgardistische tech Lösung, die die mit der traditionellen Te

vertrauten Kraftfahrer sicher überrasche Die Inbetriebnahme des Unternehm Craiova wird mit großem Interesse er Zweifelsohne wird dieses Ereignis zu gehören, die man in das goldene Bu rumänischen Automobilindustrie schreib

Wir arbeiten intensiv an der Vorbereitung einer neuen Generation von Motoren eigener Kon-

struktion

Hubraum zwischen 1185 und 2370cm 3 hoben drei, vier oder sechs Zylinder, die mit Benzin, mit Dieselöl oder mit Benzin und Methanol betrieben werden.

Taxi mit Methanol Der Dieselmotor mit 1289 cm 3 leistet etwa 26,5 kW (36 PS) und beruht auf der Konzeption des Benzinmotors. Das ist eine ökonomisch wertvolle Lösung. Der Dada 1300 Diesel soll in der zweiten Hüfte des kommenden Jahres in Serie gehen. Was den Motor für Benzin und Menthanol (aus gesonderten Behältern) anbelangt, beginnen wir damit sofort. Wir gründen eine Station mit Taxi dieser Art für die Stadt Pitesti. Das Methanol für diese Motoren wird übrigens nicht aus Erdöl oder Erdgas, sondern aus den

Die neuen Motoren mit einem

„Oltcit"

Sk da-Spezialität n

Außerordentlich zahlreich sind die koda- Modeilvarianten, die in Belgien angeboten werden. Nicht nur das Sportcoupe Skoda 11OR ist besonders begehrt, sondern auch die neue Modellreihe 105/120, für die sich die belgische Vertriebsgesellschaft S. A. Skoda Motor acht Ausstattungsvarianten einfallen ließ, die zum Teil auch zusätzliche Bezeich- nungen erhielten. Der S120 heißt generell „Rapid". Luxusausführungen dieses Typs kommen als „Rapid LSX" und „Golden" auf den Markt. Generell weiße Karosserie mit schwarzem Dach, 13-Zoll,Röder, Gummistoß- leisten an den Türen, elektrische Heck- scheibenheizung, Nebelschlußleuchte und Nebelscheinwerfer charakteresieren den bel- gischen 5 120 LS (siehe Foto). In einer Sonder- ausstattung gibt es den Wagen auch mit automatischer Kupplung („kodamatic"). (Nach Informationen von Dr. J. Tulis und Dr. J. Kuchta, Brno)

26

DER DEUTSCHE STRASSENVERKEHR

Tachometer-Tip

Bei der Mokick-Montage im Herstellerbetrieb -wird der Tachometerantrieb des S 50 bzw. des Kleinrollers „Schwalbe" mit einer Fettfüllung versehen, um den Verschleiß zu mindern. Nach einer gewissen Laufleistung ist diese Fettfül- lung jedoch verbraucht. Es kommt durch ein- dringende Feuchtigkeit zum Rosten, das zum vorzeitigen Ausfall des Tachometerantriebes führt. Oft müssen dann die angerosteten Ta- chometerantriebe ausgewechselt werden. Durch regelmäßige Pflegemaßnahmen kann man dem Rosten entgegenwirken. Der Tachometer- antrieb sollte jährlich mindestens einmal mit einer Fettfüllung versehen werden. Dazu ist _es nötig, den Lichtmaschinendeckel abzu- ouen, den Sicherungsring für Tachometer- antrieb zu lösen, den Tachorneterantrieb zu demontieren, das Antriebsgehäuse zu reini- gen und mit Fett zu versehen und alles wieder zu montieren.

Hans Keller, Brand-Erbisdorf

Reflexreifen machen sicher

Als nützlich erwiesen haben sich reflektie- rende Leuchtelemente, die an den Flanken von Zweirädern angebracht wurden. Sie ver- besserten die Erkennbarkeit der Maschinen bei Dunkelheit ganz erheblich. In internatio- nalen Unfallanalysen wird immer wieder be- stätigt, daß die schlechte Erkennbarkeit von Zweirädern häufig auslösendes Moment für den betreffenden Unfall war. Gegenw,ärtig befassen sich Reifenfirmen da- mit, in die Flanken von Motorrad- und Mokick- reifen reflektierende Streifen einzuarbeiten. Welchen Effekt solche Reflexstreifen in der ämmerung haben, machen die Abbildungen deutlich. Allerdings verlangen die ins Signal- bild eines Zweirades einbezogenen Reflex- elemente auch eine entsprechende gesetzliche Grundlage, die derzeit in zahlreichen Ländern noch fehlt. Zu erwarten ist jedoch durchaus, daß reflek- tierende Reifen in der Zukunft zum Zweirad gehören werden wie seit langem der Rück- strahler.

Mit Kardanwelle

In Japan sind zur Zeit „Klapp-Mopeds" sehr populär. Sie werden vor allem dazu benutzt, Einkaufsfahrten in großen Städten zu erle- digen. Die Fahrzeuge sind mit einem 50-cm3- Motor ausgerüstet, sehr leicht und kompakt.

Parkprobleme gibt es für sie kaum. Eines der neuesten Modelle dieser Mopeds ist der Typ „Karrot" von Yamaha. Der Motor leistet 1,7 kW (2,3 P5) und wird elektronisch gezündet. Die Kraftübertragung erfolgt über eine Kardan- welle (1) auf die Hinterräder. Das Moped ist ganze 42 kg schwer.

Stecker söubern

Ursache für Zündstörungen bei Zweirädern ist sehr häufig - unabhängig von der Art der Zündung - der Kerzenstecker. Dort setzt sich im Fahrbetrieb auf der Innenseite Staub ah, der zusammen mit Feuchtigkeit (Regen, Fahr- zeugwäsche) zu einer leitenden Schicht wird, die den Zündstrom ablenkt. Mit diesem Ober- zug sinkt der Isolationswiderstand der schwar- zen Preßmasse des Kerzensteckers. Das kann dazu führen, daß der Zündstrom bis zur metai lischen Abschirmung des Steckers gerät und damit in Richtung Masse abgelenkt wird,

Saubere Kerzenstecker sind die beste Gewähr für einwandfreies Arbeiten der Zündkerzen. Es ist ratsam, einen sauberen, trockenen Kerzen- stecker in Reserve zu hoben, um im Pannen- falle prüfen zu können, ob die Zündstörung vom Stecker verursacht wird oder nicht, Wer Gelegenheit hat, den wassergeschützten Ker- zenstecker zu erwerben bei dem ein Dicht- element das Eindringen von Feuchtigkeit ver- hindert, sollte zugreifen. Der Einbau eines solchen Steckers ist zu empfehlen.

Beim Simson-Mokick mit elektronischer Zün- dung kommt es eventuell vor, daß bei der Fahrzeugwäsche Wasser durch die Ansaug-

A. öffnung oder vom oberen Kostenrand aus auf

DER DEUTSCHE STRASSENVERKEHR 6/1980

Feine Haarrisse im Steckermaterial lassen Zündstrom durchschlagen, wenn der Steck naß ist

das Steuerteil gelangt und dort eventue Kurzschluß zwischen den Kontakten führt. gesichts, dessen kann sich der Einbau

Steuerteils mit den Anschlüsen n a c h u n

als günstig erweisen.

Alles anders

Alles anders machen bei der Konstruktion Motorrädern will der Kawosaki-Chefdesi Kurishima. Für die Maschinen der neun Jahre sieht er eine Revolution im Motorra voraus, die dazu führen soll, daß die M räder grundsätzlich aus weniger Teile stehen, daß der flüssigkeitsgekühlte M anstelle des Rohrrahmens tragende Funkti bekommt und z. B. die Vorder- und Hi radschwinge aufnimmt. Gedacht wird a Anti-Blockiersystem für beide Bremsen un automatisches Getriebe. Wesentliche B hungen soll es auch zur Reduzierung Luftwiderstandes geben. Wie Kurishim klärte, sollte die Motorradtechnik nicht i

wieder neu verpackt, sondern komprom

verändert werden.

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Eine malerische Kulisse bildet der Markt- Liebevoll wurden architektonische Details

platz von Cheb (Bild oben). „paliek" wurden die Kaufherrenhäuser am Markt genannt (Bild unten).

von historischem Wert an den alten Häusern von Cheb restauriert (Bild rechts).

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28

Nach knapp 30 Autominuten ist Cheb a einer wunderschönen Straße vom Grenzübe gang Schönberg/Vojtanov erreicht, Für Vog land-Urlauber ist ein Ausflug in diese Stad

deren Zentrum zu den baulich interessanteste

in Europa gehört, fast schon obligatorisc

Parkmöglichkeiten sind in der Umgebung d historischen Stadtkerns reichlich vorhanden. In den letzten Jahren mußte sich das Kleino mittelalterlicher Baukunst der neuen Zeit a passen. Nur wer weiß, daß jedes zweite Ha baupolizeilich gesperrt werden mußte, kan erahnen, wieviel Mühe und Geld für d Wiederherstellung erforderlich waren. Die Re stauratoren und Bauleute legten jedoch nic nur „Schminke" auf runzlige Fassaden, s schufen hinter den historischen Gewände moderne Wohnungen. Am Marktplatz steht ein Haus, in dem Goet mehrmals übernachtete. Besondere Beachtun findet jedoch das Haus Nr. 3, in dem 163 der Feldherr Wallenstein ermordet wurd Heute befindet sich in diesem Haus mit de schönen gotischen Hof das Stadtmuseum. D vor schmiegen sich schmalbrüstig elf Häus aneinander. Vor Jahrhunderten war in d alten Handelsstadt Cheb der Boden teue

Einige Händler bauten einfach ihr Ha mitten auf den Markt, dort, wo der ihnen z gewiesene Platz für die Marktbude war. Im ehemaligen Rathaus, dem Gebäude m Turm und Uhr, ist eine Kunstgalerie unterg bracht. Das Rathaus wurde 1722 nur zu eine Drittel fertiggestellt, für den mittleren u rechten Teil fehlte den Stadtvätern dama das Geld. Rund um den Markt und in d angrenzenden Straßen befinden sich Dutzen Verkaufsstellen und auch viele Snackbars, denen appetitlich zubereitete Dinge zum I biß laden. Durch die engen Gassen der Altstadt gelan man per Pedes zur Burg. Sie ist die ältes erhaltene in der CSSR. Im 12. Jahrhund ließ sie Kaiser Friedrich Barbarossa erbaue Der 21 m hohe schwarze Burgturm wurde a Gestein errichtet, das vom nahen Komo HC,rka stammt.

DER DEUTSCHE STRASSENVERKEHR 6/19

In den vergangenen zwei Jahrzehnten hat sich das Becken von Cheb verändert. Blaue Wasserflächen entstanden, von Menschenhand gestautes Wasser. Die 1964 eingeweihte, 11 km lange Talsperre Skalka schiebt sich bis an das gleichnamige Cheber Neubaugebiet heran. Wald umschließt die Talsperre. In den Sommermonaten bevölkern Tausende das Ufer. Doch im Frühling und Herbst umgibt den Besucher Ruhe und Harmonie.

Verläßt man Cheb in Richtung Mariänskä Läznä, errreicht man die 8 km lange und 1961 fertiggestellte Talsperre Jesenice. An ihr gibt es Gaststätten und Parkplätze.

Auf der Rückfahrt kann noch ein Abstecher nach M unternommen werden. Hinter Franti- _kovy L6znä weist ein Schild in diese Stadt. Im emaligen Rathaus befindet sich das Stadt- museum, und auf dem Marktplatz steht ein Denkmal von Johann Wolfgang von Goethe, das der Bildhauer Rudolf Watzal schuf.

Goethe hält ein Stück des Minerals Egeran in der Hand, das er am Kieselwall von M, süd- westlich vom Kopel)enberg, entdeckt hatte.

Bernd Wurlitzer

Ein solches Zelt auf dem Dach ist in der

Sowjetunion handelsüblich. Die Konstruktion aufgebaut werden. Die Leiter dient glei

ist für verschiedene Fahrzeugtypen geeignet.

Das „Dachhaus" kann in wenigen Minu

zeitig zur Abstützung. Foto: Schulz

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Entlang der Autobahn Praha - Bratislava gibt es mehrere Campingmöglichkeiten, die sich vor allem für eine Transitübernachtung anbie- ten. Die Karte und die Tabelle vermitteln einen entsprechenden Uberblick.

A Autocamping A Autocamping B BA Bungalowkolonie A BB Bungolowkolonie B

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Tel.-Nr.

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DER DEUTSCHE STRASSENVERKEHR 6/1980

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Brotislovo

P6/10/80

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Derzeit sind uns die folgenden Cam gebühren bekannt (Angaben in Ks):

Kot. 1

Bungalow A*

72,- bis 84,-

Bungalow A

36,- bis 46,-

Autocamping A

(Zelt)

30,- bis 36,-

Autocamping B

(Zelt)

24,- bis 29,-

Camping mit eigenem Zelt

Autocamping A bis 10 m2

12,- bis 14,-

über 10 m2

20,-. bis 24,-

Autocamping 6

bis 10 m2

10,- bis 12,-

über 10 m2

16,-

bis 19,-

Die Parkgebühren für Fahrzeuge oder anhänger (die nicht zum CJbernachten d betragen pro Tag auf dem Gelände d weiligen Einrichtungen (Angaben in Ks

 

Autocam

A

Motorrad

3,-

Motorrad mit Beiwagen

6,-

Pkw oder Wohnanhänger

8,-

Kleinbus

13,-

Autobus

20,-

Saubere Scheibe

Alle Kraftfahrer können ein Lied davon singen, wenn schlechte Sicht- und Straßenverhältnisse das Fahren erschweren und die Schei- benwischer nicht mehr ‚ganze Arbeit" leisten. Besonders auf der Frontscheibe bildet sich ein nicht sichtbarer Belag, der bei Regen oft zur Schlierenbildung durch die Scheibenwischer führt. Dadurch verschlechtert sich natürlich die Sicht. Um diesen Belag zu be- seitigen, benutze ich in Abständen den handelsüblichen „Elsterglanz" vom VEB aerosol-Automat Karl- Marx-Stadt. Der Hersteller dieses Putz- und Poliermittels empfiehlt das Erzeugnis auch für Glas. Man ist erstaunt, wieviel Schmutz von der saubergeglaubten Frontscheibe durch Politur mittels „Elsterglanz" entfernt werden kann. Der über- zeugende Effekt liegt jedoch darin, daß das Regenwasser anschlie- ßend ideal perlt und so die Scheibenwischer zur ausgezeich- neten Sicht beitragen.

Horst Braatz, Neubrandenburg

Sicherheitsgurt-

WrnanIage

Ein Neuererkollektiv aus dem Bahnbetriebswerk Neustrelitz ent- wickelte eine Warnanlage für Pkw- Fahrer, die auf das Anlegen der Sicherheitsgurte vor Fahrtantritt aufmerksam machen soll. Dadurch soll das Gewöhnen an den Sicher- heitsgurt unterstützt werden. Die Warnanlage arbeitet nach folgen- dem System: An der Schließzunge wird ein Mikroschalter mit einem Stromkreis angebracht. Nach Ein- schalten der Zündung wird nach etwa 30 Sekunden bei nicht ge-

30

schlossener Zunge ein Warnsignal am Armaturenbrett sichtbar sowie ein akustisches Signal hörbar. Für den Bau dieser Anlage, die zu keiner Veränderung am Fahrzeug führt, sind ein Mikroschalter, eine Kontrollampe, ein Relais, eine akustische Warnsirene sowie Widerstände und Kondensatoren erforderlich, Die Kosten des Eigen- baus belaufen sich auf etwa 75 Mark.

Heinrich Rohde, Neustrelitz

Nötig wär's schon

Im Heft 2/1980 schrieben wir im Beitrag „Sicherheit im RGW":

„In der Volksrepublik Bulgarien sind die Fußgänger verpflichtet, jährlich sechs Stunden an Verkehrs- belehrungen im Betrieb oder im Wohngebiet teilzunehmen." Dazu erhielten wir folgende Zu- schrift:

Seit 15 Jahren lebe ich in Bul- garien und erfuhr erst jetzt durch Ihre Zeitschrift, daß ich als Fuß- gänger verpflichtet bin, jährlich sechs Stunden an Verkehrsbeleh- rungen teilzunehmen. Doch nichts wird so heiß gegessen, wie es ge- kocht wird! Also möchte Ihre Meldung mehr als Wunsch, doch nicht als Wirklichkeit angesehen werden, Viele Fußgänger hier hätten allerdings eine solche Schu- lung bitter nötig.

Sigrid Momtschewa, Plovdiv (VRB)

Kein Essen in I!me.nau

In der Nacht vom 29. zum 30. März übernachtete ich im Bahnhofs- hotel in Ilmenau. Am Sonntag war es unmöglich, im Hotel Früh- stück zu bekommen. Alles war ge- schlossen und ab Mittag nur für Jugendweihefeiern eingerichtet. Auch alle anderen Restaurants waren für Teilnehmer von Jugend- weihefeiern reserviert. Also gab es keine Möglichkeit, an diesem 30. März in Ilmenau etwas zu essen oder zu trinken zu bekom- men. Die Durchreisenden hatte man offenbar in dieser Stadt ver- gessen.

Bruno Weinkauff, Lucicenwalde

VerkehrserziehungCSSR-Autobahnen

In den Winterferien trafen sich Mädchen und Jungen aus den Schulen des Kreises Worbis in Wachstedt im Spezialistenlager für junge Verkehrshelfer. Der jüngste Teilnehmer war 10 und der älteste 14 Jahre alt. Alle sind Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Verkehrs- erziehung an ihren Schulen. Für Bürgermeister August Goldmann und die Wachstedter Bürger sind die jungen Verkehrshelfer gern- gesehene Gäste. Manche Ver- anstaltungen erlebten sie gemein- so M. Wenn auch der Unterricht über richtiges Verhalten im Straßen- verkehr und praktische (Jbungen im Vordergrund standen, so blieb doch ausreichend Zeit für Spaß, Sport und Spiel. Krönender Ab- schluß des Spezialistenlagerns war ein zünftiges Lagerfeuer mit Brot- wurstessen. Hier hatte man allen Grund zum Fröhlichseiri, denn die Abschlußprüfung war für alle mit positiven Ergebnissen „gelaufen". Mannschaftssieger wurde die POS II Leinefelde vor Gernrode und Haynrode. Auf Frank Hartmann aus Groß- bodungen, Marie Stein aus Hayn- rode, Frank Barthel aus Kirch- worbis sowie Sylvio May und Roland Bolze aus Leinefelde wartet allerdings noch eine Prü- fung. Auf Grund ihrer ausgezeich- neten Ergebnisse - die sie theo- retisch schon zum Führen eines Mopeds berechtigen - werden sie den Kreis Worbis im Bezirks- spezialistenlager in Bad Berka ver- treten.

Heßler, Leinefelde

Ihr Beitrag über die Autoba zwischen Prag und Bratisla (,‚Streckenbericht", Heft 5/19 wird uns besonders bei der jährigen Urlaubsreise behilf sein. Gibt es aber außer d Transitstrecke noch weitere bahnbauten in derCSSR?

Bernd Walther,

Zu den Autobahnplänen, mi Verwirklichung zum Teil ber begonnen wurde, gehören anderem die Strecken:

Pro ha - Plzn - Grenze BR Praha - Lovosice - Grenze Praha - Hradec Krölove - Grenze VRI' Brno - Trenin - Grenze Ud Bratislava - Trenin

Die Red

AuhäIIig

gekennzeichnet

In der CSSR werden Medika die die Fahrtauglichkeit be einträchtigen können, auffa gekennzeichnet als die bei erhältlichen. Auf den Etikett jeweils das Warnzeichen „A meine Gefahrenstelle" (iden mit unserem Bild 101 zur A StVO) farbig aufgedruckt. D fällt eher auf, als der bei u recht klein gedruckte Hinw „Beeinträchtigt Fahrtauglich Außerdem ist ein solches Ve symbol auch international v ständlich. Vielleicht könnte u pharmazeutische Industrie d CSSR-Beispiel übernehmen. Thomas Schmid

DER DEUTSCHE STRASSENVERKEHR

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Zum Beitrag „Rückfahrscheinwer- fer" (Heft 3/1980, Seite 23) teilen wir folgendes mit: Im VEB Robo- tron-Elektroschaltgeräte Auerbach ist der neue Rückfahrschalter C21-R entwickelt worden. An diesem Rückfahrscheinwerfer- schalter ist der von J. Schweitzer genannte Mangel der alten Rückfahrscheinwerferscholter A 3. D 1—S 3 durch Ersatz eines Stößeltasters anstelle der bisher verwendeten Mikrotaster beseitigt worden. An dem seit einem Jahr einer yröl3ereri Anzahl von ahrzeugen erfolgten Erprobung des Schalters C 21 -R sind keiner- lei Ausfälle aufgetreten. Die Ferti- gung des Schalters A 3. 0 1-5 3 ist zwischenzeitlich eingestellt worden; seit 1. Quartal 1980 wird der neuentwickelte Schalter C 21-R produziert.

VEB Robotron-Elektroschalt- geräte, Auerbach

Fundsache

Bei einer Fahrt in die CSSR fand Christa Gäbler, 8143 Arnsdorf, Poststraße 1. einen Fotoapparat (DDR-Fabrikat). Sie möchte ihn dem Eigentümer zurückgeben. Auf dem Film war unter anderem auch dieses Foto.

AS l( J

bevoreszucinäti'stl,

Trotz aller Vorsicht können auch Sie in einen Unfall verwickelt werden. Damit ein unvor- hergesehener Schadenfall an Ihrem Fahr - zeug Sie finanziell nicht belastet, sorgen Sie rechtzeitig vor durch den Abschluß einer Kaskoversicherung.

2 AM

*

DER DEUTSCHE STRASSENVERKEHR 6/1980

Hilfeleistung

Während der Osterfeiertage brach an meinem Wartburg 311 die Hauptlage der Hinterfeder. Das passierte in Flauen (Vogt- land)). Die an diesem Wochen- ende dienstbereite Werkstatt des VEB Kraftfahrzeuginstandsetzung

Gleiches widerfuhr mir bei d PGH des Kraftfahrzeughandw bei der ich am ersten Arbeit nach Ostern vorsprach. Hilfe ich dann binnen weniger St bei der Fa. Fuchs in Theum Flauen. Herr Fuchs setzte sic sofort mit einem Federschmi in Verbindung, baute die Fe aus, brachte sie zur Reparat holte sie wieder ab und ba sie wieder ein. Die Heimfahr Berlin war gesichert. Dafür n mals besten Dank. Bleibt die Frage offen, war eine solch lobenswerte Initia bei den erstgenunnten weita größeren Betrieben nicht mö ist.

Lutz Schmidt,

()

Vignette: Jahsnowski

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2estem und heute

Bildserie

(8)

1955 „AWZ P 70" mit Zweizylinder-Zweitakt-Frontmotor von

684 cm3, 22 PS bei 3500 U/min, 90 km/h. Motor-Getriebe- Block quer vor Vorderachse, Dreiganggetriebe.

1957 „AWZ P 70" Coup& Zweisitzer/2 Notsitze. Freilauf

abchaltbar, Duroplastkarosserie, Kastenprofllrahmen, 1 2-V- Dynastartanlage, Radstand 2380 mm, Reifengröße 5.00-16.

1958 „Trabant P50« mit Zweizylinder-Zweitaktmotor von

500 cm3, 18 PS, 90 km/h. 1960 „F-5012", 20 PS 95 km/h,

1963 P-60" von 594 cm3, 23 PS bei 3900 U(min, 100 km/h.

1964 „Trabant 601", Limousine und Kombi mit Zwei-

zylinder-Zweitaktmotor von 594 cm3, 23 PS bei 3900 U/min,

95 km/h.

Ab 1969 26 P5 bei 4200 U/min, 105 km/h.

1956 „Sachsenring P 240° mit Sechszylinder-Viertaktmotor

von 2407 cm3, 80 P5 bei 4250 U/min, 140 km/h. Hinterrad- antrieb, Ganzstahlkarosserie, Masse: 1525 kg.

1957 „AWZ P 70" Kombi, Viersitzer, Fondsitze abklappbar,

Laderaum 1,5 m3, Ladeflüche 2 m2, dreitiriq, Nutzmasse:

320 kg, Kriickstockschaltung, Gemischschmierung 1:25.

1960 „Trabant 500" Kombi, dreitLrig, Frontantrieb, Motor-

Getriebe-Block quer vor Vorderachse, Vierganggetriebe, ab- schaltbarer Freilauf, Reifen 520— 13, 90 kmfh.

1965 „Trabant 601 universal", wie alle Trabant mit Duro-

plastkarosserie auf Stahiblechgerippe, Kombi Eigenmasse

660 kg, Nutzmasse 380 kg, Normverbrauch: 9 1/100 km,