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Anlegen der Sicherheitsgurte

zur Pflicht. Kinder unter 12 Jah- ren müssen auf den Rücksitzen Platz nehmen. Fußgänger, die sich nachts auf unbeleuchteten Straßen bewegen, müssen nach vorn durch ein weißes und nach hinten durch ein rotes Licht gekennzeichnet sein. Wer gegen die Verkehrsbestimmungen ver- stößt, muß mit höheren Strafen als bisher rechnen. Das betrifft nicht zuletzt das Fahren unter Alkohol, das jetzt generell unter Strafe gestellt ist. Kraftfahrern werden die Regelwidrigkeiten in die Fahrerlaubnis eingetragen.

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Wilder Westen

Zwei Schüsse aus seiner Pistole feuerte der Fahrer eines Mercedes 350 SE auf einen Camping-Bus ab, weil er es nicht ertragen konnte, von diesem überholt wor- den zu sein. Der Vorgang ereignete sich am Ostermontag auf der Autobahn von Kassel nach Frankfurt am Main.

Eine der Kugeln schlug in die hintere Stoßstange des Busses ein, die andere in die Seitenwand. Verletzt wurde niemand. Als beide Fahrzeuge anhielten, drohte der Mercedes-Fahrer dem Fahrer

des Camping-Busses immer noch mit der Pistole.

Der Busfahrer sagte gegenüber der Polizei aus, er sei möglicher- weise etwas zu dicht auf den langsam dahinrollenden Mercedes aufgefahren. Als „Gegenaktion" sei der Mercedes noch lang- samer gefahren. Er habe ihn dar- aufhin überholt. Der Mercedes- fahrer versuchte danach, den Bus auf der Standspur zu über- holen, was nicht gelang, weil dieser ebenfalls nach dort ge- wechselt war. Das brachte den Mercedesfahrer derart in Rage, daß er die Beherrschung verlor.

Minolvertragstaokstelle Horst Hengstmann in 3254 Förderst Magdeburg-Leipziger Str. 28 1. Juni wieder in Betrieb gen men worden. Die Tankstelle bedient die Kunden montags bis freitags von 6 bis 18 und sonnabends von 7 bis 12 Uh drei Diesel- und vier Vergas kraftstoffsäulen.

Staukosten

Der österreichische Automobi errechnete, daß ein drei Kilo meter langer Stau (z. B. vor einem Grenzübergang) einen Mehrverbrauch von 18000 Li Benzin bedeutet. Nach diesen Berechnungen sind an 13 So abenden in der Hauptreises 1980 an den acht wichtigsten Grenzübergängen zwischen O reich und der BRD 1,4 Million Liter Kraftstoff mehr verbrau worden als bei einem staufr Verkehr notwendig gewesen wären.

Abdeckreifen

In der Erde verlegte Kabel we normalerweise durch Kabel- abdeckhauben vor möglichen schädigungen geschützt. Man Kabel werden auch in Ton- o Betonröhren verlegt. Eine Fir im bayrischen Freising verleg jetzt Strom- und Fernmeldek in alten Autoreifen, die zu die Zwecke aufgeschnitten und d gestreckt über die Kabel ges werden.

Gute Zensuren für Fahr rinn n

seiner ersten Maisendung be- aßte sich das Verkehrsmagazin des Fernsehens der DDR mit Frauen am Lenkrad. Die Kamera beobachtete Frauen als Privat- und Berufsfahrerinnen, im Bus des öffentlichen Nahverkehrs, im Taxi, als Postzustellerin und als Ärztin bei Hausbesuchen. Auch Männer am Lenkrad wuden nach ihren Meinungen über Frauen als Kraftfahrerinnen befragt. Schließlich gab es noch Parktests mit Rückwärtsfahrt und Fahr- Trainer-Vergleiche.

Insgesamt schnitten die Frauen

dabei ausgesprochen gut ab. Die

bescheinigtenfast

durchweg .den Frauen am Lenk- rad gleichwertige Leistungen.

Als Haupthindernis für volle Vejhaltenssicherheit am Lenk- rad wurde jedoch mehrfach dar- auf verwiesen, daß viele Frauen nur gelegentlich ans Lenkrad kommen. Nur etwa 15 bis

Männer

20 Prozent fahren täglich. Als Unfallverursacher sind weibliche Kraftfahrer nur zu 10 Prozent be- teiligt.

Der medizinische Experte des Verkehrsmagazins, OMR Dr. Schuster, bescheinigte den Frauen, daß sie bei ihrer Ent- scheidung über ihre aktuelle Fahrtüchtigkeit mehr auf ihre momentane körperliche und psy- chische Disposition achten. Ihre stärkere Gefühlsbetonung löse indessen auch eher Schreck- oder Angstreaktionen aus, bei denen sie in Gefahr geraten, die Hände vor das Gesicht zu nehmen Ode! die Augen zu schließen. Ihre Verkehrsdisziplin sei eindeutig höher als die der Männer, und auch unter Alkohol am Lenkrad würden sie viel seltener in Er- scheinung treten. Bei Fehlver- halten zeigten sie sich meist ein- sichtiger und selbstkritischer. Lei- der würden sie aber auch viel

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seltener an Verkehrsteilnehmer- schulungen teilnehmen.

In der Verkehrspraxis, so betonte Moderator Prof. Becker, sei das Handeln der Frauen an Lenker und Lenkrad eher bedächtiger, überlegter und seltener durch Tempospurts gekennzeichnet. Bei Geschwindigkeitskontrollen der Verkehrspolizei müssen sie ebenfalls in viel geringerem Aus- maß als es ihrer Fahrbeteiligung entspreche, gestoppt werden. An Lichtsignalen würden sie beim Signalwechsel auf Grün-Gelb früher abstoppen und bei der Fahrtfreigabe weniger prompt anfahren.

Auf der Autobahn nutzen Frauen die zulässige Höchstgeschwin- digkeit selten voll aus, sondern begnügen sich mit dem Pkw mit etwa 90 km/h, fahren also auch mehr im verbrauchsgünstigen Bereich. Ihre Sicherheitsabstände seien häufig erfreulich reichlich

bemessen, würden aber lei sehr häufig von Männern z Lückenspringen mißbraucht. B Uberholen seien Frauen me eher zaghaft als waghalsig.

Die durchschnittliche jährli Fahrpraxis von Frauen im P wurde auf nur 2000 km geschä während ansonsten 10000 anzusetzen sind. Damit lass sich gewisse Unsicherheiten Fahrstil einiger Frauen als ty sche Erscheinungen gerin Fahrpraxis einschätzen. Ni selten sind Frauen in der Fam „Zweitfahrerinnen", die n unter besonderen Bedingun ans Lenkrad kommen.

Auch vor der Kamera des V kehrsmagazins bekannten ein Lenkerinnen, daß sie lie alleine als unter den kritisc Augen und Einflußnahmen ih Familien führen. Zitiert nach: Nationalzeitu Berlin, vom 16./17, 5. 198

Impressionen aus Pliska

Bulgarischs

Grundsteine

Der bulgarische Staat begeht sein 1300jöhriges Bestehen. Diesem Anlaß diente eine journalistische Informationsreise durch die Volksrepublik, zu der ich von Balkantourist eingeladen wurde.

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Das Denkmal des Begründers Bulgariens, Chan Asparuh, in der nordostbulgorisdien Stadt Isperih.

So sah das Schloß von Chan Krum in Pliska aus, das nun wieder rekonstruiert wird. Anfang des 9. Jahrhunderts regierte Chan Krum das erste Bulgarenrech. Unter seiner Herrschaft wurden viele erfolgreiche Kriege geführt und die Landesgrenzen wesentlich erweitert. Rund um dieses Schloß brachten Archäologen interessante Dinge ans Tageslicht, die über das Leben in der ersten bulgarischen Hauptstadt Auskunft geben.

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Auf der abendlichen Suche nach einem Ober- nachtungsort fahren wir zum Motel nach Pliska. Dort sind jedoch gegenwärtig Bau- arbeiterunterkünfte - so besagt es ein großes Transparent an diesem Gebäude. In unmittel- barer Nähe erkenne ich auch eine Großbau- stelle. Riesige Betonpfeiler und -wände rek- ken sich aus dem Boden. Wir wenden, fah- ren ein paar Kilometer zurück und finden im Hotel von Novi Pozar Quartier. Beim Abendessen erzählt mir meine Betreue- rin Antonina, daß dort am Motel Pliska die ehemalige Stadtmauer wieder erbaut wird. Es ist die Rekonstruktion der wohl ältesten bulgarischen Stadtbefestigung. Am nächsten Morgen überzeuge ich mich davon. Wir stehen zwischen Kiesbergen, Steinhaufen, Betonklötzen und Gerüstteilen - auf histori- schem Boden - und schauen in das fast up-.--, endlich scheinende Areal.,, 23 Quadratkil meter nahm Pliska ein. Und innerhalb dieser Mauer befand sich die innere Stadt", erklärt Antonina. Was hier aus Beton nachempfun- den wird, ist wahrlich nur die äußere Kulisse der ersten bulgarischen Hauptstadt. Die seit Jahren andauernden archäologischen Ausgra- bungen und Forschungen sind noch lange nicht abgeschlossen. Sie bringen immer wie- der interessante Funde von großem Wert zum Vorschein.

Steinerne Reste

Im Jahre 681 baute Chan Asparuh nach der bulgarischen Staatsgründung die damalige slawische Siedlung Pliska zur Hauptstadt aus. Sie war über zwei Jahrhunderte Sitz der bul- garischen Herrscher. Eine steinerne Festungs- mauer umgab den gesamten Staatssitz, des- sen Mittelpunkt das Schloß bildete.

Es gab ursprünglich zwei Paläste, die nach- einander an der gleichen Stelle erbaut wur- den. Das erste Gebäude fiel vermutlich irri. Jahre 811 einem byzantinischen Oberfall z Opfer. Da bei den Ausgrabungen viel Asche und Holzkohle gefunden wurden, nimmt man an, daß es zu einem Großbrand kam. Die Grundmauern sind jedoch noch erholten, so daß sich von diesem Bauwerk, das die Archäo- logen „Schloß von Chon Krum" nennen, ein ungefähres Bild zeichnen läßt. Das Schloß war 74 m lang und 60 m breit. Auf einem „Netz" von 63 Quadraten und Vierecken er- hob sich der überirdische Teil. An der nörd- lichen und südlichen Wand gab es je zwei Wehrtürme. Außerdem besaß das Gebäude mehrere unterirdische Geheimgänge. Sie führ- ten zur Wohnung des Chans und auch aus der Festung heraus. Die 1 m breiten und bis 1,90 m hohen Stollen waren am Fußboden ge- pflastert und an den Wänden und Decken mit Balken und Brettern verkleidet.

Nach der Vertreibung der Byzantiner baute man auf den Ruinen ein neues Gebäude, das als Thronpalast bekannt ist. Die jetzt noch vorhandenen Reste seiner 2,60 m dicken Mau- ern sind recht gut erhalten. Sie stellen das Erdgeschoß dar, das offenbar nicht bewohnt wurde.

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Zu den bestaunenswerten Cjberresten steiner- ner Geschichtszeugen gehören in Pliska auch das Kloster und die Basilika. Dieser Kirchen- bau bildet den Mittelpunkt der Klosteranlage, die ebenfalls rundum mit einer Steinmauer versehen war. Die Voraussetzungen zum Bau von Kirchen und damit auch von Klöstern wurde im mittelalterlichen Bulgarien erst durch die Einführung des Christentums als Staatsreligion geschaffen. Das war zu Beginn der zweiten Hälfte des 9. Jahrhunderts. Aus dieser Zeit stammen auch die Basilika und das Kloster.

Keramikfunde

Die archäologischen Ausgrabungen brachten nicht nur Mauern ans Tageslicht sondern auch allerlei ‚Kleinigkeiten". Sie helfen, die

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materielle und geistige Kultur der ehemali- gen Hauptstädter zu enthüllen. So fanden die Archäologen beispielsweise in einem der unterirdischen Geheimgänge rund 3000 Teile seltener Tongefäße. Sie wurden dort ursprüng- lich nicht aufbewahrt. Ihren Fundort erklären sich die Fachleute so: Auf der Flucht vor dem byzantinischen Imperator Nikifor verließen die Schloßbewohner die Stadt und nahmen nur die wertvollsten Dinge mit. Die anderen ver- steckten sie. So wurden die Keramikgegen- stände bei der Schloßzerstörung dort ver- schüttet.

'wischen sind in der Keramikabteilung des chäologischen Instituts in Schumen aus den gefundenen Scherben bereits 13 Gefäße zu- sammengesetzt worden: 11 Kannen, 1 Tee- kessel und 1 Amphore. Weitere 25 Gefäße sind noch in Arbeit. Doch bereits jetzt steht fest, daß der Fund aus etwa 35 bis 40 Ge- fäßen bestand: 30 Kannen, 3 bis 4 Teekessel und 1 oder 2 Amphoren.

Im vergangenen Jahr wurde eine große An- zahl von sphärischen Gefäßen ausgegraben. Es war der erste Fund solcher kompletten Keramikwerke. Somit steht eine ganze Samm- lung von recht gut erhaltenen Exemplaren zur Verfügung. Die aus grauschwarzem oder wein- rotem Ton gefertigten Gefäße sind grob und unansehnlich, aber sehr fest. In ganz Bulga- rien fand man bisher kein Gefäß aus solchem Material. Unklar ist noch immer, zu welchem Zwecke sie bestimmt waren. Man vermutet, daß sie zur Lagerung und zum Transport von Quecksilber dienten. Aus schriftlichen Ober- feferungen ist bekannt, daß im Mittelalter in den Ländern des Nahen Ostens und Mittel- asiens Quecksilber dafür verwendet wurde, um Metalleigenschaften zu verbessern. So be-

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nutzte man es, um bei der Kupfererzverarbei- tung die enthaltenen Edelmetalle zu ge- winnen.

Graben und Bauen

„Weißt du, dieses Gebiet hier soll vollständig erschlossen werden", erläutert Antonina. „Man wird weiter graben und bauen." In Pliska liegen im wahrsten Sinne des Wortes die Grundsteine der 1300jährigen bulgarischen Geschichte. Ihnen soll noch manches Geheim- nis entlockt werden, denn diese Stadt bildete die ersten Seiten der Geschichtsschreibung des Balkanlandes. Die bewundernswerten Lei- stungen der Baukunst in jenem ersten Bul- garenreich wird einmal das Schloß von Chan Krum dokumentieren, das man - wie die Stadtmauer - rekonstruiert. Herbert Schadewald

Nahe dem Motel Pliska wird auf freiem Feld die ehemalige Stadtmauer rekonstruiert. Die Fotos zeigen das Beton,,gerippe" und einen Teil der bereits fertigen Wand.

An dem Preisrätsel, das Balkantourist in unserem Heft 4/1981 stellte, beteiligten sich 4741 Einsender. Davon hatten 3872 Karten die richtige Lösung. Es ging, viel- leicht erinnern Sie sich noch, um die ein- heitliche Telefonnummer der bulgarischen Pannenhilfe. Es war natürlich Variante B) 146 richtig.

Auf Grund der großen Beteiligung und der vielen richtigen Einsendungen entschloß

sich die Balkantourist-Vertretung in Berlin, nicht wie vorgesehen zehn, sondern zwan-

Sachpreise bereitzustellen. Unter Aus-

schluß des Rechtsweges wurden

aus den

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richtigen Einsendungen die folgenden Ge- winner ermittelt:

Je ein Keramikservice erhalten: Elke

Andrö (Dürrweitzschen), Horst Büttner (Ro-

stock), Christa Elster (Bernburg), Peter

Fleischhauer (Suhl), Rolf Gießner (Leipzig), Steffen Harder (Stralsund), R. Harloff (Ber- lin), Bernd Hensel (Neustadt), Heinz Hulke (Bützow), Wolfgang Juffa (Ilmenau), Rolf

Scheffler (Rackwitz),

Rosemarie Wolf (Radebeul).

Ullrich (Dresden),

S.

Je ein Holzetui und einen Tischläufer

erhalten: Günter Berndt (Neueibau), Gerd

Dietzel (Dorndorf), Ute Klömich (Karl- Marx-Stadt), Monika Kühr (Remstödt), Ingrid Trettin (Zwickau).

Je eine Vase und einen Tischläufer er-

halten: Herta Rucks (Bernsbach), Marlies

Sollmann (Berlin).

Herzlichen Glückwunsch! Alle Gewinner werden durch die Balkantourist-Vertretung brieflich benachrichtigt.

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Erf ilgreiche Bilanz

Die hohen Anstrengungen der Deutschen Volkspolizei und ihrer freiwilligen Helfer, der über 275 000 Bürger, die in ehrenamtlichen Kollektiven für Verkehrssicherheit tätig sind, sowie der staatlichen und wirtschaftsleitenden Organe führten zu einer seit 1978 rückläufi- gen Tendenz im Verkehrsunfallgeschehen.

Auf der Grundlage der einheitlichen Orien-

im Verkehrssicherheits-Programm

konnten Fortschritte in der Vervollkommnung des sozialistischen Rechts, der Bildung und Erziehung der Verkehrsteilnehmer, der ver- kehrserzieherischen Offentlichkeitsarbeit, der Verkehrsorganisation, der komplexen Ver- kehrsunfallverhütung und der breiteren Ein- beziehung der gesellschaftlichen Kräfte er- reicht werden.

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Dafür folgende Fakten der Entwicklung vergangenen Fünfjahrplan-Zeitraum:

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Steigende Motorisierung - Ausdruck des stabi- len Wachstums und Wohlstandes Von 1976 bis 1980 hat die Zahl der zugelas- senen Kraftfahrzeuge um 680000 zugenom- men. Gegenwärtiger Bestand:

2,7 Millionen PKW, davon 92,6 Prozent im persönlichen Besitz der Bürger 1,3 Millionen Krafträder 630 000 Nutzkraftfahrzeuge 10 Millionen Anhänger etwa 1,6 Millionen Kleinkrafträder.

Erhöhte Transportleistungen im Personentransport

• Mit 5,4 Milliarden Tonnen transportierter Güter erhöhte sich die Leistung auf 126 Pro- zent gegenüber der vorhergehenden Fünf- jahrplanperiode. Davon wurde ein erheb- licher Teil auf den Straßen transportiert.

Die öffentlichen Verkehrsmittel befördern heute täglich über 11 Millionen Fahrgäste, das sind 17 Prozent mehr als zum Zeitpunkt des VIII. Parteitages - das das, obwohl sich die Zahl der privaten Personenkraftwagen mehr als verdoppelte.

Güter- und

Höhere Verkehrsdichte muß nicht zu mehr Unfällen führen Trotz wachsender Motorisierung, erhöhter Ver- kehrsdichte und komplizierterer Verkehrsbe- dingungen hat sich die Zahl der Verkehrs- unfälle nicht erhöht. Im Gegenteil, dank der großen Leistungen aller an der Verkehrs- unfallverhütung Beteiligten ist es gelungen, die Zahl der Verkehrsunfälle von 60221 im Jahre 1976 auf 50972 (- 15,4 Prozent) im Jahre 1980 zu verringern. In der gleichen Zeit ging die Zahl der Verkehrstoten von 2324 auf 1718 (- 26,1 Prozent) und der Verletzten von 50425 auf 40744 (- 19,1 Prozent) zurück.

Ausgestaltung des sozialistischen Rechts brachte höhere Sicherheit

Im Interesse der Gewährleistung hoher Sicher- heit und Ordnung im Straßenverkehr wurden in den letzten Jahren vom Ministerrat wich- tige Beschlüsse gefaßt bzw. Rechtsvorschrif- ten erlassen, wie z. B. die Verordnung über das Verhalten im Straßenverkehr (StVO) die am 1. 1. 1978 in Kraft trat. In diesen Doku- menten bzw. Regelungen stehen das Wohl, die Sicherheit und Geborgenheit der Bürger im Mittelpunkt.

• Die Anlegepflicht für Sicherheistgurte ab 1.1. 1980 erbrachte eine Minderung der Un- fallfolgen für PKW-Insassen. Bei einer an- nähernd gleichen Zahl der unfallbeteiligten PKW-Fahrer (-0,8 Prozent) verringerte sich 1980 gegenüber dem Vorjahr die der ver- unglückten PKW-Insassen um 20 Prozent. Die Bilanz hätte noch günstiger ausfallen kön- nen, wenn a II e Verpflichteten den Gurt benutzt hätten (nicht nur etwa 90 Prozent) und die Gurte auch ordnungsgemäß (nicht zu locker) angelegt worden wären.

• Mit der Reduzierung der zulässigen Höchst- geschwindigkeit außerhalb von Ortschaften (außer Autobahnen) auf 80 km/h konnte auf Fernverkehrsstraßen die Zahl der Un- fälle gegenüber 1979 um 11,1 Prozent und auf Landstraßen um 6,8 Prozent gesenkt werden. Außerdem wurde eine Verringerung der

tjberholmanöver, eine verbesserte Durch- laßfähigkeit und eine Kraftstoffeinsparung erreicht. Die Anstrengungen bei der Verkehrsunfall- bekämpfung haben sich gelohnt. Aller Stolz

auf das Erreichte darf aber unter Berücksich tigung der durch die Verkehrsunfälle einge tretenen persönlichen Leiden und volkswirt schaftlichen Verluste kein Anlaß sein, Selbst- zufriedenheit aufkommen zu lassen. Im Gegenteil, es besteht die Verpflichtung in den Anstrengungen nicht nachzulassen. Denn: 1980 ereigneten sich täglich

139 Verkehrsunfälle, d. h., alle 10 Minuten kam

es in der DDR zu einem Unfall

111 Personen wurden täglich verletzt, d. h

alle 13 Minuten mußte ein Bürger infolg der bei Verkehrsunfällen erlittenen Verlet zungen in ein Krankenhaus gebracht und behandelt werden 5 Menschen haben täglich bei Unfällen ih Leben eingebüßt Wieviel Kummer und Leid verbergen sich hin- ter diesen nüchternen Zahlen. Dahinter ste hen zerstörtes menschliches Glück, persön- liche Konflikte. Die Unfälle nahmen uns eine Teil des gemeinsam Erarbeiteten, schmälerte die Ergebnisse der vielseitigen initiativen de Werktätigen!

Konsequentere Rechtsverwirklichung zum Nutzen der Bürger

Es gehört zu den höheren Anforderungen a alle Verkehrsteilnehmer, daß diszipliniert un verantwortungsbewußt die Rechtsvorschrifte eingehalten werden. Die Volkspolizei und ihr freiwilligen Helfer haben im Interesse alle Bürger ihre Kontrolltätigkeit verstärkt und sin mit mehr Konsequenz gegen Rechtsverletzun gen eingeschritten. Die überwiegende Mehr zahl der rücksichtsvollen Verkehrsteilnehme begrüßt diese Maßnahmen.

• Fast jeder 10. Unfall war 1980 auf Alkohol einfluß zurückzuführen. 307 Tote und 450 Schwerverletzte, in sehr vielen Fällen Un schuldige, waren die Opfer. Außerdem ha entgegen der allgemein rückläufigen Ten denz der Anteil dieser Unfälle zugenomme (1976 = 7,4 Prozent)! Mit allem Nachdruck mußte deshalb durc entsprechende Kontrollen und eine konse quente Rechtsanwendung eingeschrit' werden. In den 12 Monaten des vergan genen Jahres ist über 27 000 Kraftfahrer die Fahrerlaubnis entzogen und in viele Fällen darüber hinaus ein Ermittlungsver fahren eingeleitet worden. Es ist eine breitere Unduldsamkeit dagege zu entwickeln, das Fahren unter Alkoho als „Kavaliersdelikt" zu betrachten.

• Nahezu jeder 4. Verkehrstote und -verletzt war infolge zu hoher Geschwindigkeit zu be klagen. Die weitere Verstärkung der Geschwindig keitskontrollen durch die Volkspolizei un ihre Helfer erfolgt mit dem Ziel, Gesund heit und Leben der Büger zu schützen, volks wirtschaftliche Werte zu erhalten und de Vergeudung von Kraftstoff entgegenzuwir ken. Jährlich etwa 400 Tote und 10000 Ver letzte sollten Argument genug sein, da die Einhaltung der geforderten Geschwin digkeit keine Ermessensfrage, sondern im eigenen Interesse und aus objektiven Grün den notwendig ist! 1980 mußten 600000 Fahrzeugführer wege zu schnellen Fahrens ordnungsstrafrecht

e mere und wünschenswertere Aufgabe, an- stelle der Ahndung von Ordnungswidrigkei- ten im gleichen Umfang vorbildliches Ver- halten im Straßenverkehr würdigen zu kön- nen, zur Zeit erhalten jährlich etwa 15 000 Kraftfahrer die Auszeichnung als „Vorbild- licher Kraftfahrer". Es ist nicht nur eine Losung, sondern Prinzip des täglichen Han- delns der Volkspolizei, alles für das Wohl und mit dem Bürger zu tun.

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Erhöhung der Verkehrssicherheit - ein gesamt- gesellschaftliches Anliegen Seit vielen Jahren hat es sich in der DDR bewährt, daß die vielfältigen Maßnahmen, die für die Gewährleistung einer hohen Verkehrs- sicherheit notwendig sind, von Arbeitsgruppen „Sicherheit im Straßenverkehr" als Arbeits- organe der Räte koordiniert werden.

Mit dem aktiven Wirken dieser Arbeitsgruppen gelang es, daß

die gesellschaftliche Masseninitiative zur Erhöhung der Verkehrssicherheit durch

Wettbewerbsaus-

wertungen und Verkehrssicherheitskonferen- zen gefördert wurde

eine breitere gesellschaftliche Basis für die Mitarbeit der Bürger durch Bildung neuer Verkehrssicherheitsaktive in den Betrieben und Bereichen der Landwirtschaft, neuer Arbeitsgruppen für Verkehrssicherheit in den Gemeinden und Wohngebieten, neuer Ver- kehrserziehungszentren geschaffen wurde.

1976 bis 1980: Bildung von über 7000 neuen

Gegenwärtiger

Stand: 20000 Verkehrssicherheitsaktive mit 119 000 Mitgliedern

Gemeinschaftsaktionen,

Verkehrssicherheitsaktiven.

• Umfang und Qualität der Verkehrsteilneh- merschu lurig verbessert werden konnten 1976: 16000 Lektoren 19 000 Schulungszirkel 1980: 27700 Lektoren 29000 Schulungszirkel Gegenwärtig nehmen monatlich 850000 Bürger an den Verkehrsteilnehmerschulun- gen teil.

in über 4000 Schulen die AG „Junge Ver- kehrshelfer" mit 47 000 Schülern sowie 11 000 Schülerlotsen ihr eigenes Wissen ver- vollkommnen und dies den anderen Kindern der Schule besser vermitteln.

Die Deutsche Volkspolizei hat darüber hinaus durch die Erteilung von mehr als 190 000 Befugnissen an Bürger (nach § 49 StVZO) die gesellschaftlichen Potenzen unseres Staates für die Erhöhung der Ordnung und Sicherheit im Straßenverkehr breiter genutzt. Hierzu ge- hören auch die neu gewonnenen freiwilligen Helfer, von denen es gegenwärtig bei der Verkehrspolizei etwa 14000 gibt.

Von den befugten Kräften wurden im Verlaufe des vorigen Jahres 260 000 Fahrerlaubnisprü- fungen abgenommen, über 41 000 Großraum- und Schwerlasttransporte im öffentlichen Stra- ßenverkehr begleitet und mehr als 670 000 Kontrollen auf Fahrtüchtigkeit, Verkehrs- und Betriebssicherheit u. a. durchgeführt.

Höhere Verkehrssicherheit zum Nutzen der Leistungssteigerung der Volkswirtschaft

organe noc me r a s s er au e e s ungs- steigerung der Volkswirtschaft und die Erhö- hung der Effektivität zu konzentrieren ist, um auf dieser Grundlage die auf das Wohl des Volkes gerichtete Einheit von Wirtschafts- und Sozialpolitik erfolgreich weiter zu verwirk- lichen." (Bericht an den X. Parteitag der SED) Angesichts dieser hohen Aufgabenstellung ge- winnt das Ringen um hohe Sicherheit im Stra- ßenverkehr an volkswirtschaftlicher Bedeutung. Der Volkswirtschaft gingen im vergangenen Jahr durch Unfälle 7000 Lastkraftwagen und 1000 Omnibusse zeitweilig oder völlig ver- loren. Neben dem direkten materiellen Scha- den an Fahrzeugen, Personen und den La- dungen brachte dies auch örtliche und zeit- liche Komplikationen bei der Erfüllung der Personen- und Gütertransportaufgoben. Auch wenn in den volkswirtschaftlichen Bereichen ein Unfallrückgang um etwa 15 Prozent er- reicht wurde, kann dies aus der Sicht der genannten Folgen nicht befriedigen.

Die Erfolge wurden vor allem dort erreicht, wo mit aller Konsequenz durch die Leiter in Zusammenarbeit mit den gesellschaftlichen Kräften eine strenge Ordnung durchgesetzt, die angeord!seten Geschwindigkeitseinschrän- kungen für Nutzfahrzeuge kontrolliert und die Vorbildhaltung. der Berufskraftfahrer gefördert und umfassend ausgeprägt wurde.

Im Zusammenwirken mit anderen Organen wird die Deutsche Volkspolizei durch opera- tive Kontrollen auch 1981 die Bemühungen zur Erhöhung der Sicherheit in der Personen- beförderung und im Gütertransport, zum sparsamen Kraftstoffverbrauch und zur Einhal- tung der Geschwindigkeitsbeschränkungen für Nutzfahrzeuge unterstützen.

Höhere Flüssigkeit durch Organisation

Von großer Bedeutung für die Erfüllung der volkswirtschaftlichen Aufgaben ist auch die Verbesserung der Verkehrsorganisation.

Die staatlichen und gesellschaftlichen Anstren- gungen konzentrierten sich bereits in den ver- gangenen Jahren auf die Gewährleistung eines sicheren und flüssigen Straßenverkehrs in den Städten, die Beseitigung von Störer- scheinungen im Verkehrsablauf, die Erhöhung der Kontinuität des Verkehrsflusses zur Ein- sparung von Kraftstoffen, die Durchsetzung der Ordnung im ruhenden Verkehr und auf die Gestaltung einer den Erfordernissen ent- sprechenden Verkehrsbeschilderung, Vorweg- weisung und Fahrbahnmarkierung. Die viel- fältigen Maßnahmen trugen - trotz gestie- gener Verkehrsdichte - zu einer gewissen Ver- besserung der Flüssigkeit des Straßenverkehrs bei bzw. wirkten einem weiteren Absinken der Fahrgeschwindigkeit entgegen.

Unter den Bedingungen der ständigen Zu- nahme des Kraftfahrzeugbestandes sind je- doch die Maßnahmen auf dem Gebiet der Verkehrsorganisation weiter zu aktivieren. Insbesondere betrifft das die Lichtsignalisie- rung und die Bewältigung des ruhenden Ver- kehrs. So sind

• die Signalzeitpläne der Lichtsignalanlagen zu überprüfen und gegebenenfalls zu ver- ändern;

bessere Verkehrs-

lichst kurze Umleitungen zu wählen;

bestimmte Straßenzüge des Nebennet bei entsprechender Verkehrsbelegung Hauptstraßen zu kennzeichnen;

u

• Geschwindigkeitsbegrenzungen 50 km/h aufzuheben. Außerdem ist eine straffere Ordnung bei Unterbringung des ruhenden Verkehrs in Städten duchzusetzen.

Gesellschaftliche Potenzen voll nutzen - die Schwerpunkte konzentrieren

Die guten Ergebnisse der vergangenen J zeigen, daß es auch unter den komplizie werdenden Bedingungen im Straßenver real möglich ist, bei voller Nutzung der gro Bereitschaft der Bürger und Konzentration die Schwerpunkte des Verkehrs- und Verke unfallgeschehens, die Sicherheit auf uns Straßen zu erhöhen. Dabei wirken die K missionen für Ordnung und Sicherheit örtlichen Volksvertretungen und Ausschü der Nationalen Front sowie die Kollektiv Rahmen des sozialistischen Wettbewerbs mit.

Die Anstrengungen aller staatlichen und sellschaftlichen Kräfte sind auf folgende gaben zu richten, um die eingeleitete wicklung auch in den folgenden Jahren folgreich weiterführen zu können:

Erziehung und Bildung aller Verkehrs nehmer zum Verhalten im Straßenver nach dem Grundsatz: „Aufmerksam, r sichtsvoll, diszipliniert - ich bin dabe

Festigung des Rechtsbewußtseins der kehrsteilnehmer und Förderung der bildhaltung im Straßenverkehr, dabei zentration auf die Überwindung der ha sächlichen Fehlverhaltensweisen, wie - Nichtgewähren der Vorfahrt

- unangemessene oder überhöhte Gesch digkeit

- Fehlverhalten an Gefahrenpunkten Kreuzungen, Kurven u. a.

- Fahren unter Alkoholeinfluß

• Hilfe und Unterstützung für ältere körperbehinderte Bürger sowie für Ki

• bessere theoretische und fahrpraktische A bildung jugendlicher Zweiradfahrer, um steigende Tendenz der Unfälle beson der 15- bis 17jährigen zurückzudrängen

In jedem Territorium, in den Kombinaten, trieben, Einrichtungen und Genossensch gilt es, auf der Grundlage der erreichten gebnisse bei der Erhöhung der Sicherhe Straßenverkehr die gewonnenen Erkenntn für die künftigen Anstrengungen zu nutze

Gemeinsam mit den Verkehrssicherheitsak in den Betrieben oder den Kollektiven für kehrssicherheit in den Gemeinden und W gebieten haben die staatlichen Organe, schließlich der Deutschen Volkspolizei, Bürgern ihre Verantwortung für die Einhal der verkehrsrechtlichen Bestimmungen be zu machen.

(Aus FAKTEN - ARGUMENTE - ANREG GEN - HINWEISE zur Erhöhung der Ordn Sicherheit und Flüssigkeit im Straßenver herausgegeben vom Ministerium des In Hauptabteilung Verkehrspolizei)

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Der Kfz-Hilf sdi nst im Bezirk R stock

Entsprechend der steigenden Motorisierung und der Bedeutung des Ostseebezirkes als Urlauberzentrum - besonders in den Monaten Mai bis Mitte September - wurde der Kfz- Hilfsdienst von Jahr zu Jahr sowohl personell als auch fahrzeugtechnisch erweitert. Der Schwerpunkt des Kfz-Hilfsdienstes liegt in der Bezirksstadt Rostock und wird dort vom VEB Kombinat Kraftfahrzeug-Instandhaltung Nord Rostock wahrgenommen.

Unterstützt wird der Kfz-Hilfsdienst durch alle

Vertragswerkstätten

verschiedensten

Eigentumsformen, die entsprechend einem aufgestellten Bereitschaftsplan auch außerhalb der Arbeitszeit und unabhängig von ihrem Typenprogramm Hilfeleistungen und Unter- wegshilfen gewähren.

Die durch die örtlichen Räte der Kreise bzw. Städte bestätigten Kfz-Hilfsdienstpläne sind an Tankstellen, Kfz-Werkstätten oder anderen öffenlichen Einrichtungen ausgehängt. Dar- über hinaus gibt der Auskunftsdienst der Deutschen Post Auskünfte über die dienst- habende Kfz-Werkstatt.

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Hilfe ja, Mißbrauch nein

In den vergangenen Jahren ist es häufig vor- gekommen, daß von den einzelnen Kfz-Werk- stätten Instandsetzungsleistungen gefordert wurden, die allerdings über den Rahmen einer Hilfeleistung weit hinausgingen. Ausgeschla- gene Vorderachsen, restlos verrottete Auspuff- anlagen, total abgefahrene Reifen oder an- dere festgestellte Verschleißschäden treten nicht erst bei einer Fahrt in den Ostseebezirk auf, sondern hätten schon vor Urlaubsantritt behoben werden können. Wenn sich eine Fa- milie auf den Urlaub vorbereitet, sollte sie bei ihrer Vorbereitung den fahrbaren Unter- satz nicht vergessen. Das beginnt mit der gründlichen Reinigung des Kraftfahrzeugs und endet mit der restlosen Fehlerabstellung, die durch eine Vertragswerkstatt oder ein Ver-

kehrssicherheitsaktiv im Heimatort ausgeführt bzw. bestätigt wird. Es ist unverantwortlich, mit einem betriebs- bzw. verkehrsunsicheren Fahrzeug die Fahrt in den Urlaub anzutreten. Viele Urlauber stehen auch auf dem Stand- punkt, daß solche planmäßigen Reparaturen an ihrem Kraftfahrzeug während ihres Ur- laubs durch eine Vertragswerkstatt am Ur- laubsort bzw. im Urlaubsbezirk erledigt wer- den können. Hierzu muß eindeutig gesagt werden, daß keine Vertragswerkstatt im Be- zirk Rostock derartige Arbeiten übernimmt bzw. in Zukunft übernehmen kann. Auch die Werktätigen der Kraftfahrzeug-Instandhaltung haben in den Sommermonaten ihren plan- mäßigen Urlaub, und insofern können in die- ser Zeit auch nur echte Hilfeleistungen und Unterwegshilfen, die zur Wiederherstellung der Betriebs- und Verkehrssicherheit notwen- dig sind, ausgeführt werden.

Je gründlicher der Fahrzeughalter sein Fahr- zeug auf die Urlaubsfahrt vorbereitet und sich auch mit einigen Verschleißteilen, wie Keil- riemen, Zündkerze, Kerzenstecker, Ersatzglüh- lampen sowie einem ordnungsgemäßen Re- serverad und ausreichendem Bordwerkzeug versorgt, desto weniger kommt es bei einer kleinen Panne zu persönlichen Verärgerungen bzw. langen Wartezeiten bei einer Vertrags- werkstatt. Sollte es dennoch zu Fahrzeugaus- fällen kommen, und der Fahrzeughalter muß sein Fahrzeug einer Kfz-Werkstatt anvertrauen, so sei darauf hingewiesen, daß die Telefon- nummern der einzelnen Kfz-Hilfsdienste an den Fernverkehrsstraßen des Bezirkes Rostock ausgeschildert (siehe Karte oben) und dar- über hinaus den aushänenden Bereitschafts- plänen zu entnehmen sind.

Verhalten bei der Hilfeanforderung

Hat man eine telefonische Verbindung mit dem Kfz-Hilfsdienst hergestellt, so sind der konkrete Standort des ausgefallenen Kraft-

fahrzeugs, das polizeiliche Kennzeichen Fabrikat und der Typ sowie die genaue schrift des Fahrzeughalters bekanntzug Darüber hinaus ist es gut, wenn der An eine Beschreibung der vermutlichen Pa ursache geben kann. Vom Kfz-Hilfsdiens dem Anrufer eine Wartezeit bis zum Ei fen des Kfz-Hilfsdienstfahrzeuges angeg

Diese Wartezeit muß der Anrufer unbe einhalten, auch wenn er in der Zwische sein Fahrzeug wieder fahrbereit bekomm ihm von anderer Seite geholfen we konnte. In diesem Fall ist er verpflichte angeforderte Hilfeleistung telefonisch Kfz-Hilfsdienst abzubestellen. Ander müssen ihm gewisse Kosten in Rechnun stellt werden. Ferner sollte beachtet we daß die einzelnen Kfz-Hilfsdienste nur fü Instandsetzung des ausgefallenen Kraf zeugs verantwortlich sind. Ist mit dies standsetzung ein Abtransport von der S bis in die Werkstatt notwendig, so kan Kfz-Hilfsdienst in der Regel nur das a fallene Fahrzeug und eine Person befö

Alle übrigen Fahrzeuginsassen müsse Weiterreise mit einem anderen Verkehrs selbständig organisieren.

Je nach Art und Umfang des Schaden ein Fertigstellungstermin angegeben. hier bemühen sich die Vertragswerkstätte Bezirkes Rostock, eine für den Fahrzeug zumutbare Frist einzuhalten. Alle in der fahrzeug-Instandhaltung beschäftigten tätigen des Bezirkes Rostock sind bemüh Anforderungen der Touristen und Url in hoher Qualität zu entsprechen. Sie s darin ihren Beitrag zur Erfüllung der au X. Parteitag der SED bestätigten Aufg zur Verbesserung der Leistungen für di völkerung.

VEB Kombinat Kfz-Instandh

„Nord" Rostock

Sommerzeit ist Reisezeit. Und wenn gereist wird, da will auch viel mitgenommen werden. In dem Maße, wie wir unser tägliches Leben mit nützlichen und manch überflüssigen Din- gen bereichern, steigt auch der Wunsch, vieles von dem mit auf die Urlaubsreise zu nehmen. Da gleichzeitig immer mehr Leute mit dem Auto in den Urlaub fahren, rollt diese Ge- päcklawine in erster Linie auf die Koffer- räume und andere Plätzchen der Autos zu.

Ja oder nein?

Nun gibt es Leute, die meinen, ein Personen- kraftwagen sei kein Lastwagen. Sie warnen davor, Kofferräume zu füllen, Dachgepäcktrö- ger zu montieren und zu beladen oder gar Anhänger anzuhängen. Ausgesprochen oder unausgesprochen klingt da meist die Angst mit, dem guten Stück - dem Auto - könne etwas passieren, es könne überbeansprucht werden. Das andere Extrem sind jene Leute, die ihren fahrbaren Untersatz bis zur Halskrause voll- stopfen, wo dann die Mitfahrer kaum noch Platz zum Sitzen finden, der Fahrer nicht mehr durch die Heckscheibe sehen kann, das hoch- getürmte Dachgepäck tiefhängende Äste streift, das Heck des Wagens bei jeder Bo- 'nwelle aufzuschlagen droht und die Schein- .erfer auf der abendlichen Fahrt eher Flug- zeuge erfassen als die Straße. Der vernünftige Kraftfahrer bewegt sich wie jeder vernünftige Mensch zwischen den Extre- men. Er nutzt nicht nur die trotz aller An- strengungen letztlich doch bequeme und weit- gehend unabhängige Fortbewegungsmöglich- keit, die das Auto bietet, für sich und die Mitfahrer, sondern auch den Gepäcktransport. Denn was nützt die schnelle und bequeme Reise der Urlauber, wenn dann am Urlaubs- ort das Gepäck erst wieder herangeholt wer- den muß? Oft trifft es auch nicht zum ge- wünschten Zeitpunkt ein. Kurzum, das Gepäck am Mann (sprich im oder auf dem Auto) ist immer noch die günstigste Art seines Trans- portes. Der weise Kraftfahrer übt sich also in Beschränkung. Diese prinzipielle Bejahung der Mitnahme von Gepäck im Auto schließt nicht aus, daß das eine oder andere Stück, z. B. ein Koffer mit Sachen, die nicht gleich am ersten Urlaubstag benötigt werden, mit der Bahn verschickt wird.

Wieviel und wohin?

Die Grenzen für die Mitnahme von Gepäck sind im wesentlichen zweifacher Art. Zum ersten ist eine rechtliche, die sich aus bau- und damit sicherheitstechnischen Gründen er- gibt. Für jedes Fahrzeug ist eine zulässige Gesamtmasse festgelegt. Beim Wartburg 353 sind das beispielsweise 1300 kg. Die Eigen- masse beträgt hier 900 kg. Damit verbleibt eine Nutzmasse von 400 kg. Tritt nun eine vierköpfige Fgmilie, die zusammen 220 kg auf die Waage bringt, die Urlaubsreise an, kön- nen noch 180 kg Gepäck mitgenommen wer- den. Fahren vier Erwachsene, verringert sich die Mitnahmemöglichkeit von Gepäck entspre- chend. Bei anderen Pkw liegen die Zuladungs- möglichkeiten ähnlich, wobei Kombifahrzeuge meistens für eine etwas höhere Zuladung aus- gelegt sind. In diesem Zusammenhang ist auch noch die Verteilung der Ladung zu beachten, da nicht nur eine Höchstgrenze für die Ladung ins- gesamt gesetzt, sondern auch für jede Achse eine obere Grenze festgelegt ist. In aller Re- gel ist es so, daß die Hinterachse etwas stär-

DER DEUTSCHE STRASSENVERKEHR 7/1981

Der Kofferraum des Wartburg 353, der größte seiner Klasse, findet gerade auf der Urlaubs- reise seine Bewährung.

ker belastet werden darf als die Vorderachse, das Verhältnis der Zuladung für die Vorder- und Hinterachse etwa 40:60 beträgt. Genaue Werte sind der Betriebsanleitung bzw. dem Kraftfahrzeugbrief zu entnehmen. Die zweite Grenze ist der zur Verfügung ste- hende Raum. Was zum Beispiel alles in den Kofferraum eines Wartburg 353 paßt, zeigt das Foto. Der Kofferraum des Soporoshez ist im Vergleich dazu eher ein Handtaschenraum. Aber Platz ist in der kleinsten Hütte. So kann auch der Fahrgastraum genutzt werden, ohne daß es ausgesprochen unbequem zugehen muß. Auf einer breiten Fondbank, die von zwei Kindern eingenommen wird, kann ein Platz gut und gerne mit Gepäck belegt wer- den, auch der dazugehörige Fußraum. Schlaf- säcke und Luftmatratzen können auf der Rück- sitzbank ausgebreitet werden und als Sitz- unterlage dienen. Unter die meisten Vorder- sitze lassen sich Schuhe u. ä. packen. Auf der Hutablage können leichte Sachen, z. B. Kleidungsstücke abgelegt werden, soweit die Sicht nach hinten'dadurch nicht genom- men wird. Ansonsten muß rechts ein zweiter Außenspiegel montiert werden. Die Tasche mit der Verpflegung für unterwegs findet not- falls im Fußraum des Beifahrers Platz. Für die volle räumliche Ausnutzung des Kof- -ferraums ist es günstiger, kleinere Gepäck- stücke mit flexiblen Hüllen (Taschen, Beutel) zu packen. Koffer und andere feste Behältnisse sind selten kofferraumpaßgerecht. Sind diese Möglichkeiten ausgeschöpft, und ist immer noch eine Zuladung zulässig oder

müssen sperrige Gegenstände (Paddel, Cam- pingtisch o. ä.) verladen werden, empfiehlt sich ein Dachgepäckträger, der in der Regel mit 40 bis 50kg beladen werden kann. Natür- lich verursacht das Fahren mit Dachlast einen höheren Kraftstoffverbrauch. Man kann die- sen Mehrverbrauch in Grenzen halten, wenn auf •hohe Geschwindigkeiten verzichtet wird. Bei den zulässigen 80 km/h auf der Land- straße ist er zu verschmerzen. (Siehe dazu unseren Beitrag „Dachgepäck - wieviel Zu- schlag?" im Heft 1/80). Im übrigen sollten die sparbewußten Kraftfahrer, die einen Dach- gepäckträger eventuell aus Prinzip ablehnen, daran denken, daß der Transport des Gepäcks zum nächsten Bahnhof und das Abholen von einem Bahnhof in der Nähe des Urlaubsorts und der dann wieder fällige Rücktransport mitunter mehr Kraftstoff kosten kann als der Zuschlag für den Transport auf dem Auto- dach. Entscheidet man sich gar für einen Lasten- anhänger, dann erweitern sich die Zuladungs- möglichkeiten auf runde 200 bis 400 kg, je nach Pkw- und Anhängertyp. Das müßte dann aber reichen! In Kauf genommen werden muß dafür ein durchaus ins Gewicht fallender An- schaffungspreis (nicht unter 1200,— M), die Sorge um einen Abstellplatz für den Anhän-

ger, ein ebenfalls höherer Kraftstoffverbrauch, ein anderes Fahrverhalten und eine Fahrge- schwindigkeit von maximal 80 km/h, da die handelsüblichen Lastenanhänger alle auf 80 km/h begrenzt sind. Es hat eben alles sei-

nen Preis.

Klaus Zwingenberger

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Vertrauen gegen Vertrauen - eine Maxime die das gesellschaftliche Zusammenleben der Bürger weitgehend durchdrungen hat. Das gilt selbstverständlich auch für den Straßenverkehr. Allerdings mußte diese Maxime abgegrenzt werden, um sich nicht letztlich in Uferlosig- keit aufzulösen. Insbesondere in der Recht- sprechung wurde sie zu einem festumrissenen international gültigen Grundsatz entwickelt. In Heft 3/1981 kam Oberrichter Dr. Joachim Schlegel in einem Interview auf diesen Grund- satz zu sprechen. Seine generelle Aussage lautet: Ein Verkehrsteilnehmer, also auch der Fußgänger, darf grundsätzlich darauf Ver- trauen, daß sich auch andere Verkehrsteilneh- mer im Straßenverkehr verkehrsgerecht und der Situation angepaßt verhalten, so wie es die Rechtspflichten von ihnen verlangen. Der Teilnehmer am Straßenverkehr mA weder 7tJ jeder Zeit noch in jeder Situation alle nur denkbar möglichen Varianten von Fehlverhal- tensweisen anderer Verkehrsteilnehmer berück- sichtigen, um sich mit seinem Verhalten darauf einzustellen.

Kann man vertrauen?

Hat sich ein Verkehrsunfall ereignet, ist nicht selten von einem der Beteiligten zu verneh- men, daß er mit dem verkehrswidrigen Ver- halten des anderen nicht gerechnet hatte. Vielmehr habe er darauf vertraut, daß sich der andere verkehrsgerecht verhält und zwar o, wie es die StVO bzw. die StVZO oder andere für den Straßenverkehr maß- gebliche Rechtsvorschriften erfordern. Mit anderen Worten soll damit ausgedrückt werden: Ich habe mich nicht nur verkehrs- gerecht verhalten, ich habe den Unfall auch nicht abwenden können. Folglich trifft mich keine Schuld und ich bin auch nicht ver- antwortlich für die eingetretenen Folgen. Mit diesen Darlegungen sind bereits die Fälle umrissen, in denen der Vertrauensgrundsatz Anwendung finden kann. Es ist dies immer dann der Fall, wenn Pflichtverletzungen des einen Unfallbeteiligten, wie beispielsweise die Verletzung des Rechtsfahrgebots, der Warte- pflicht bei Vorfahrtssituationen oder der an- gemessenen Geschwindigkeit usw. zum Unfall führten. Doch dabei taucht immer die Frage auf, ob der andere den Unfall hätte abwen- den können. Durfte er - ausgehend von der konkreten Situation - darauf vertrauen, daß der andere rechts fährt, seiner Wartepflicht nachkommt oder mit angemessener Geschwin- digkeit fährt? Je nachdem, wie die Frage be- antwortet wird, können sich daraus tiefgrei- fende Konsequenzen für den Betreffenden ergeben.

Rechte nicht erzwingen

Gewiß, in der Mehrzahl ist das Vertrauen auf ein pflichtgemäßes Verhalten anderer berech- tigt. Ohne etwa einem generellen Mißtrauen das Wort zu reden, sollte doch von jedem Verkehrsteilnehmer, besonders von dem „Stär- keren", bedacht werden, daß das Straßenver- kehrsrecht prinzipiell keinem Verkehrsteilneh-

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mer Rechte einräumt, die es nicht gleichzeitig durch das Gebot der Schadens- bzw. Unfall- abwendung auch wieder begrenzt bzw. ein- schränkt. Das international allgemeingültige Gebot der Schadensabwendung hat in unse- rem Recht besonders in den Grundregeln für das Verhalten im Straßenverkehr (Paragraph 1 StVO) seinen Niederschlag gefunden. Von jedem Verkehrsteilnehmer wird Verant- wortungsbewußtsein, Aufmerksamkeit, Vorsicht und gegenseitige Rücksichtnahme verlangt. Und dies gilt auch dem gegenüber, der sich erkennbar pflichtwidrig verhält. Erinnert sei in diesem Zusammenhang an die jedem Ver- kehrsteilnehmer bekannte Regel, daß Rechte nicht erzwungen werden dürfen. Wer sich nicht daran hält, obgleich er es hätte tun können, verletzt so eine der Grundregeln.

Vertrauen durch Blickkontakt

Ein Fußgänger ist nach Paragraph 35 Absatz 1 StVO verpflichtet, beim IJberqueren der Fahr- bahn auf den Fahrzeugverkehr zu achten, um keine Gefahren für sich oder andere heraufzu- beschwören. Diese Gefahren könnten dadurch entstehen, daß er den Fahrzeugführer zur Gefahrenbremsung nötigt.

Ein Fahrzeugführer wiederum darf grundsätz- lich darauf vertrauen, daß der Fußgänger seine Pflicht erfüllt. Daraus erwächst für ihn das Recht, seine Fahrweise dementsprechend ein- zurichten. Vertrauen darf er ihm aber nicht blindlings, etwa ungeachtet alter Umstände einer konkreten Verkehrssituation. Nicht ver- trauen darf ihm der Fahrzeugführer beispiels- weise, wenn er aus dem Verhalten eines vor ihm die Fahrbahn von links nach rechts über- querenden Fußgängers Zweifel gewinnen muß, ob dieser das sich nähernde Fahrzeug über- haupt wahrgenommen hat. Wenn beide - Fußgänger und Kraftfahrer - die Richtung und das Tempo unverändert beibehalten und ein Zusammenstoß nicht auszuschließen ist, dann verpflichten Vorsicht und gegenseitige Rücksichtnahme den Kraftfahrer zu einer un- fallabwendenden Maßnahme (wie Bremsen, Ausweichen und - bei ausreichender Entfer- nung - zunächst auch die Betätigung der Signalanlage). Das Vertrauen auf ein ver- kehrsrichtiges Oberqueren der Fahrbahn ist erst dann gerechtfertigt, wenn der Fußgänger unzweifelbar zu erkennen gibt, daß er das herannahende Fahrzeug wahrgenommen hat. Der zum Vertrauen notwendige Kontakt zwi- schen Fußgänger und Kraftfahrer setzt in aller Regel den gegenseitigen Blickkontakt voraus. Wer selbst Pflichten verletzt, und deshalb kein Vertrauen verdient, kann sich nicht auf ein Vertrauen anderer berufen und den Schutz des Vertrauensgrundsatzes in Anspruch neh- men. Er ist mitverantwortlich für den Unfall. Mit welchem Anteil, das bedarf allerdings noch einer weiteren Prüfung. Die Unterschiede können sehr groß sein.

Risiko im Verkehr?

Der Vertrauensgrundsatz, wie er bisher dar- gelegt wurde, beantwortet in seiner Aussage

nicht die im konkreten Fall sich ergeb Fragen wie beispielsweise: Welche Ges digkeit war angemessen? Mußte der fahrer damit rechnen, daß bei dem vora renden Fahrzeug die Bremsleuchten ver Mußte er damit rechnen, daß die Schr anlage am Bahnübergang nicht funktio Seine Anwendungsmöglichkeiten sind s fältig, wie es unterschiedliche Verkehr tionen gibt. Einen Katalog, der sie al zählt, kann es nicht geben. Das schließt nicht aus, daß es vergleichbare Anwen praktiken gibt. Das bedeutet, in jede zelfall stellt sich erneut die Frage nach abgewogenen Verhältnis von Vertrau Sicherheit im Straßenverkehr. Ein genereller „ Mißtrauensgrundsatz° den gesamten Straßenverkehr zum E

bringen Glekh2etig sei aber auch vor

Überschwang an Vertrauensseligkeit g Dahinter stehen solche Fragen: Beg bzw. rechtfertigt der moderne Straßenv mit seiner gewachsenen Verkehrsdich der hohen Geschwindigkeit der Kraftfahr durch ihr enormes Beschleunigungsver ein gewisses Risiko in der Teilnahme am ßenverkehr? Gewinnen ökonomische A eine vorrangige Bedeutung? Was hat Laufe der Jahre verändert? Ist die tech Entwicklung der Verkehrssicherheit sow angeschritten, daß bislang bestehende rungen bei der Anwendung des Vertr grundsatzes eines kritischen Neudurchd bedürfen? Auf die Beantwortung dies gen nehmen verschiedene Faktoren E Darunter nicht zuletzt politisch-moralisc

Sicherheitsprogramm

Aufschluß darüber, jedenfalls soweit Tendenz der Entwicklung des Straßenv in der DDR betrifft, gab das für den Ze bis 1980 festgelegte Verkehrssicherhe gramm des Ministerrates der DDR. Es die Entwicklung des Straßenverkehrs gig auf eine Erhöhung seiner Ordnung, heit und Flüssigkeit ab. Dabei solle nung und Sicherheit auf der einen un sigkeit auf der anderen Seite als mitei verflochten gesehen werden. Ordnu Sicherheit sollen mit Maßnahmen erhö den, die gleichzeitig der Flüssigkeit de ßenverkehrs dienen.

Es gilt die Anzahl der Verkehrsunfäll mehr zurückzudrängen, gleichzeitig ab besonders den Berufsverkehr bedarfsg sicher und pünktlich zu gestalten. Auß sind volkswirtschaftlich notwendige Leis im Gütertransport zu sichern. Keinerlei A darf es an der Forderung geben, daß und Gesundheit des Menschen den hö Schutz verdienen. Wie in allen Bereich gesellschaftlichen Lebens verdient diese rung den Vorzug vor allen anderen g schaftlichen und persönlichen Interess Einwand, daß Verluste an Menschenleb Schäden an Gesundheit und Mate modernen Straßenverkehr unvermeidlic darf nicht hingenommen werden.

DER DEUTSCHE STRASSENVERKEHR

ter den Unfall durch schuldhafte Verletzun- gen von Rechtspflichten mitverursacht hat. Von der Schadensverhütungspflicht soll hierbei ab- gesehen werden. Hat beispielsweise ein Kraft- fahrer bei Dunkelheit und Gegenverkehr mit Abblendlicht fahrend die Sichtfahrregel nicht eingehalten und so einen vorschriftswidrig laufenden Fußgänger angefahren, so kommt bei der Beurteilung seines Verhaltens der Vertrauensgrundsatz überhaupt nicht in Be- tracht. Ob sich der Fußgänger unrichtig ver- halten hat, kann bei der Prüfung, ob der Kraftfahrer überhaupt für den Unfall verant- wortlich ist, von vornherein ausgeklammert werden. Er ist es in jedem Fall. Das pflicht- widrige Verhalten des Fußgängers findet aber bei der Bemessung der Strafhöhe seine Berücksichtigung. Liegt eine sogenannte unklare Verkehrssitua- tion vor, wird der Vertrauensgrundsatz durch sie aufgehoben. Vorsicht und Zurückhaltung sind geboten, solange sie besteht.

Aufmerksam und vorsichtig

-trauen darf der Fahrzeugführer beispiels- se darauf, daß bei Vorfahrtsregelung der Wartepflichtige seiner Wartepflicht nach- kommt. Er darf auch darauf vertrauen, daß die zulässige Höchstgeschwindigkeit nicht wesentlich überschritten wird. Der Vertrauens- schutz kommt dem Fahrzeugführer aber nur zugute, wenn er aus dem Verhalten des ande-

Unterbleiben atypischer grober Pflichtverstöße vertrauen, nicht aber auf typische. Atypisch wäre beispielsweise ein unrichtiges Anzeigen der Fahrtrichtungsönderung. Eine typische Pflichtwidrigkeit, mit der der Fahrzeugführer rechnen muß, besteht darin, daß Fußgänger bei Gedränge an Kreuzungen häufig knapp neben den Begrenzungslinien (auch an Fuß- gängerüberwegen) die Fahrbahn überqueren. In bestimmten Fällen verlangt die Straßen- verkehrsordnung vom Kraftfahrer ausdrücklich ein erhöhtes Maß an Aufmerksamkeit und Vorsicht. Als Beispiele seien dafür die Vor- schriften über die Annäherung an Fußgänger- überwege (Paragraph 14 Absatz 1 StVO), an Bahnübergänge (Paragraph 20 Absatz 1 StVO) und das Verhalten an Haltestellen (Para- graph 19 Absatz 1 StVO) genannt. Das Ge- setz weist damit auf Stellen erhöhter Gefahr hin und schränkt damit den Vertrauensgrund- satz ein.

Vertrauen bei Kindern?

Ganz besonders trifft das zu auf die Grund- regel des Paragraphen 1 Absatz 2 StVO, die jeden Verkehrsteilnehmer gegenüber Kindern, hilfsbedürftigen und älteren Personen zu be- sonderer Vorsicht und Rücksichtnahme ver- pflichtet. Damit wird der Tatsache Rechnung getragen, daß diese Personen als Verkehrs- teilnehmer häufig noch nicht bzw. nicht mehr über die erforderlichen physischen oder psy-

darf, daß ein in gleicher Richtung fahren erwachsener Radfahrer die Fahrtrichtung verändert beibehalten wird oder sich gege nenfalls entsprechend verkehrsgerecht hält, trifft das für ein radfahrendes Kind n mehr zu. Hierbei setzt die Verpflichtung Paragraphen 1 Absatz 2 StVO einschränke Maßstäbe für die Anwendung des Vertraue grundsatzes. Für den Fahrzeugführer kann sich demzufolge erforderlich machen, die schwindigkeit herabzusetzen, die Bremsbe schaft zu erhöhen und beim Oberholen z Kind einen größeren Abstand einzunehm

Kindern gegenüber ist der Vertrauensgru satz zwar wesentlich eingeschränkt, aber n gänzlich aufgehoben. Auf ein verkehrsrichti Verhalten eines radfahrenden Kindes k beispielsweise in einer Situation vertraut den, wenn es aus einer untergeordne Straße kommend durch Anhalten und Absit sowie Blickkontakt zweifelsfrei zu erken gibt, daß es sich seiner Wartepflicht bew ist und ihr nachkommen will.

Richtig verstanden ist der Vertrauensgrund mithin eine Anleitung zu einer der jew gen Verkehrssituation angemessenen Vors und Rücksichtnahme anderen Verkehrsteiln mern gegenüber.

Heinz Blöcker Richter am Obersten Gericht der D

Praxisnühere Ubungen

„Hurra, es sind Ferien!" - Mit solchem Freu- denruf nehmen in diesen Tagen nahezu ein- einhalb Millionen Kinder wieder Besitz von Ferienspielplätzen und Kinderferienlagern. Außer Sport und Spiel wird auch das Wett- eifern um den Erwerb der „Goldenen Eins" zu den Höhepunkten des bunten Treibens gehören. Das ist Grund genug, sich erneut mit den Problemen der verkehrserzieherischen bildung unserer Kinder zu beschäftigen.

1.iie besonderen Bedingungen, unter denen Kinder am Straßenverkehr teilnehmen, sind bereits bekannt. Spontanes Reagieren auf Umwelteinflüsse, beschränkte Sicht aufgrund geringer Körpermaße, noch nicht voll ausge- bildetes optisches und akustisches Orientie- rungsvermögen - all das und noch vieles mehr, führen dazu daß noch immer zu viele Kinder auf unseren Straßen verunglücken.

Dabei ist es wesentlich zu wissen, daß theo- retisch erworbenes Wissen noch lange nicht handlungswirksam wird. Deshalb wurden vor einiger Zeit die Richtlinien zum Erwerb des Abzeichens „Goldene Eins" überarbeitet und präzisiert. Das stellt zweifelsohne eine wesent- liche Verbesserung dar und hat auch positive Veränderungen bewirkt. Die Einheit von Wis- sen, Können und Handeln steht im Vorder- grund.

Reicht das bisher Erreichte aber aus? Diese Frage ist im Verkehrssicherheitsaktiv des VEB Chemieanlagenbau Stoßfurt praktisch beant- wortet worden. In enger Zusammenarbeit mit Psychologen und Pädagogikstudenten wurden

DER DEUTSCHE STRASSENVERKEHR 7/1981

hier grundsätzliche Überlegungen zur weiteren Verbesserung der verkehrserzieherischen Arbeit angestellt. In der Erkenntnis, daß Verhaltens- normen und -regeln im Straßenverkehr erst dann angewendet werden, wenn ihre Richtig- keit und persönliche Bedeutsamkeit durch die Kinder selbst erlebt werden, hat man hier neue Ausbildungsetappen festgelegt. Dabei geht es im ersten Schritt darum, die Kinder altersgemäß auf das zu behandelnde Problem einzustimmen und ihre Aufmerksamkeit zu wecken. Persönliche Erfahrungen müssen hier genauso berücksichtigt werden wie die Aus- nutzung des Spieltriebes. Anschließend wird das Erlernte praktisch er- probt; beispielsweise die beaufsichtigte Teil- nahme am Straßenverkehr oder Übungen im Verkehrsgarten. Besonders wichtig in dieser Phase ist die aktive und selbständige Tätig- keit der Kinder. An diese unmittelbar prak- tischen Übungen schließt sich in Staßfurt die Arbeit mit Verkehrsmodellen an. Dabei wer- den vielfältige Situationen geschaffen in de- nen die Kinder das Gelernte aktiv begründen und festigen.

Den nächsten Schritt kann man in etwa als Erklärungsphase bezeichnen. Die Kinder sol- len das selbst erarbeitete Wissen ihren Ge- fährten mit eigenen Worten erklären und be- gründen. Diese Verfahrensweise trägt wesent- lich zur Verwirklichung der Verhaltensnormen bei. Krönender Abschluß dieser Ausbildungs- etappen ist der eigentliche Erwerb der „Gol- denen Eins" als praktische Übung unter realen Bedingungen.

Zusammenfassend sind die Vorteile die Methode des Sta ßfurter Verkehrssicherhe aktivs deutlich erkennbar. Die Kinder eig sich die geforderten Kenntnisse aufgru eigener aktiver Teilnahme besonders int siv an. Die geschilderte Verfahrensweise möglicht den Ausbildern eine bessere K trolle des tatsächlichen Wissens - und fahrungsstandes. Sie verhindert, daß die der durch Auswendiglernen schematische aktionen zeigen. Hier wird besonders berü sichtigt, daß in der gegenwärtigen Form Abzeichenprüfung die Gefahr des Wied erkennens schon einmal genannter Lösun das tatsächliche Wissen der Kinder versch ern kann. Erste Erfahrungen der Staßfu zeigen, daß mit diesem differenzierten Her gehen an die verkehrserzieherische Ausbild der Kinder eine enge Verbindung zur M vation für das richtige Erkennen, Erleben u Handeln hergestellt wird. Selbstverständlich kann diese Form der ziehung nicht der Weisheit letzter Schluß s Sie ist vielmehr als eine Anregung zu betra ten, noch mehr im Interesse unserer Kin für deren Sicherheit im Straßenverkehr zu t Davon unberührt bleibt beispielsweise große persönliche Verantwortung der Elt selbst für das Verhalten ihrer Kinder. Vie ist leider immer noch nicht bewußt, daß au die kleinste Unaufmerksamkeit und falsc Verhaltensweise auch als Fußgänger von d Kindern aufmerksam registriert und nach ahmt wird.

Michael Bdrh

Was Kawasaki will

Mit neuen gestalterischen und konstruktiven Ideen erregte der Kawasaki-Chefdesigner Kurishima Aufsehen. Ihm geht es nicht darum, die Motorradtechnik neu zu verpacken. Er will sie kompromißlos ändern, heißt es in Berichten über seine Vorschläge. Kurs ge- nommen ist von Kurishima auf wirtschaftlichere Motoren und vor allem auf weniger Einzel-

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Seitenwagen mit Schräglage

Daß es auch beim Seitenwagengespann noch neue konstruktive Lösungen zu erproben gibt, zeigt dieses in den USA entwickelte Gespann Equalean". Das Seitenwagenrad ist zentral unter dem Boot angeordnet. Das allein bleibt aber nicht das Besondere. Vielmehr erregt die Tatsache Aufsehen, daß bei Kurvenfahrt Seitenwagen und Seitenwagenrad exakt der wie bei einer Solomaschine möglichen Schräg- lage des Gespannmotorrades folgen.

Neue Federung

Mit einem neuen Federungssystem präsen- tiert Kawasaki nun selbst kleine Motorräder der 80er Klasse. Dqs „Uni trak"-Prinzip ver- deutlicht die Skizze. Wesentliche Besonderheit:

Es gibt nur noch ein zentrales Federbein für die Hinterradschwinge. Die unterschiedlichen Dämpfungseigenschaften zweier Federbeine und die daraus resultierenden Nachteile für die Fahrstabilität haben das neue System entstehen lassen.

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Wippe

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Rahmenausleger

ZntroIfederbein

Schwingen-

Lagerung

Rahmenausleger

teile (Triebwerksblock mit tragender Funktion anstelle eines Rahmens!). So soll sich auch ein geringerer Luftwiderstand für Motorräder erreichen lassen. Wie bei der Studie (siehe Farbabbildung) zu erkennen, hat das Motor- rad nach den Vorstellungen des Kawasaki- Designers keine herkömmliche Vorderradgabel mehr, sondern ein Achsschenkel stützt sich über ein Federdämpfungselement ab. Ob das Ganze eine Zukunft hat?

Turbo bei Honda

Mit der „CX 500 Turbo" hat Honda den Start- schuß für Turbo-Motorräder gegeben. Der 220 kg schwere Koloß ist allerdings bisher nur Ausstellungsstück und noch kein Serienmodell. Daß der 55 kW (76 PS) leistende aufgeladene Zweizylindermotor auf dem bewährten „CX 500°-Triebwerk aufbaut, läßt Serienreife vermuten. Andererseits sind über 200 Patente in die Turbo-Honda „eingebaut" worden, und das spricht doch für viel Neues, was sich in langen Versuchsreihen wohl erst noch be- währen muß. Die Turbo-Aufladung brachte übrigens einen Leistungsgewinn von 50 Pro- zent gegenüber dem normalen Motor. Anga- ben über den Kraftstoffverbrauch sind noch nicht gemocht worden.

DER DEUTSCHE STRASSENVERKEHR 711981

Nach vier Jahren Fahrpraxis auf einer MZ TS 250 finde ich es an der Zeit, meine Erfah- rungen mit diesem Motorrad zu schildern. Als Liebhaber großvolumiger ‚Eintöpfe" sowie als Motorradneuling fiel meine Wohl im Sommer 1976 auf eine TS 250. Uberzeuat war ich von Anfang an vom DurchzugsvermGgen und der Elastizität des Motors. Die viergöngige TS ließ sich auch schaltfauler fahren als heute die neue TS 250/1. Von der Fahrleistung war die MZ ihren „Klassenkameraden" in jeder Hin- sicht ebenbürtig, nicht zuletzt durch das her- vorragende Fahrwerk (ein dickes Lob nach ZscFiopou!), das nicht nur flotte Kurvenhatz im Odenwald, sondern auch hohes Dauertempo klaiglos verkraftete. Nur das frühe Aufsetzen des Auspuffs (vor allem bei Zweimannbetrieb) in Rechtskurven trübten die Fahrfreude ein we- nig. Volle Zustimmung findet die vollgekap- selte Kette; hier überwiegen bei weitem die Vorteile. Sehr gut! Allerdings möchte ich auch Kritik zur Sprache bringen. Die Reifen sind - vor allem bei Nässe - meiner Ansicht nach fast eine Beleidigung für das exzellente MZ- Fahrwerk. Erst nach dem Umrüsten der Ma- schine ließen sich die Stärken des Fahrwerks voll auskosten.

Die Bremsen waren bei exakter Einstellung ausreichend, doch sollte sich MZ entschließen, 'm Vorderrad eine Scheibenbremse zu spen- eren. Auf lange Sicht gibt es hierzu keine Alternative. Als der aktiven Sicherheit abträg- lich empfand ich auch das. Fehlen eines Bremslichtkontaktes von der Vorderradbremse zum Bremslicht. Wenn schon keine Scheibe, dann bitte das.

Besonders zu schätzen wußte ich den großen Aktionsradius meiner MZ, result:erend aus ge- ringem Spritverbrauch und dem voluminösen Tank. Das Startverhalten meiner MZ war stets zufriedenstellend. Ein Kolbenklemmer (in der Einfahrzeit) und ein Getriebeschaden im letz- ten Jahr waren die einzigen größeren Repa- raturen und durch etwas mehr Sorgfalt mei- nerseits vielleicht sogar vermeidbar gewesen. Nach dem Getriebedefekt war mit 30000 km ohnehin die Grenze erreicht, an der ich ge- wöhnlich an Verkauf denke.

Trotz kleinerer Fehler und Schwächen war die MZ in diesen vier Jahren eine treue und dankbare Begleiterin (kein Seilzug gerissen, alle Blinklampen sind noch die ersten). Ich hoffe, daß sie auch ihrem neuen Besitzer so "el Fahrfreude bereiten wird wie mir. Es jrde mich freuen, wenn meine Kritik und

meine Anregungen den MZ-Freunden in der DDR zur Diskussion gestellt würden. H.-Jürgen Boxberger, Gaiberg/SRD

mit der ETZ 250

eine ganze Reihe der geäußerten Wünsche. Die Vorstellung der Neuen aus Zschopau in Heft 5/81 wird davon überzeugt haben.

Die Redaktion

inzwischen erfüllte

MZ

Mehr noch als am Wochenende verunglücken Zweiradfahrer an Freitagen. Die absolute Unfallschwerpunktzeit liegt an Tagen in, der Woche zwischen 15 und 18 Uhr. Ganz offen- sichtlich zeigen solche statistischen Erhebun- gen (die in diesem Falle einen Zeitraum von immerhin fünf Jahren betreffen) bestimmte Zu- sammenhänge: An den letzten drei Tagen der Woche steigen auch die meisten der „Gele- genheitsfahrer" auf ihre Mokicks oder Motor- räder. Unter sie mischen sich dann noch Autofahrer, die ihren Wagen von Montag bis Freitag in der Garage lassen, allwöchentlich aber zur Familienausfahrt starten. Unter den Bedingungen großer Fahrzeugdichte und eines hohen Anteils solcher Motorisierter, die noch nicht über allzu viel Fahrpraxis verfügen, ergeben sich für Zweiradfahrer also nachweis- bar besondere Risiken, denen Unerfahrene leicht zum Opfer fallen. Auch der schönste Sommersonnenschein, der den Zweiradfahrer unterwegs begleitet und die Freude am Fahren erst so richtig aufkom- men läßt, sollte nie vergessen machen, daß schon im nächsten Augenblick alles ganz an- ders aussehen kann, weil der eine oder an- dere Zweiradfahrer vielleicht nur irgendeine Kleinigkeit im Verkehrsgeschehen vor, neben

Urlaubsreise. An die Pannenhexe wird mehr gedacht als an die Unfallrisiken. Angst ist fehl am Platze, aber eben auch Unbekümmertheit.

DER DEUTSCHE STRASSENVERKEHR 7/1981

oder hinter seiner Maschine übersah! Unauf- merksamkeit, selbst wenn sie nur einen Lid- ;chlag lang andauert, kann sich für Zweirad- fahrer bitter rächen.

Alles Beobachten, Erkennen und Reagieren braucht aber auch Zeit. Ein waches Auge, ge spannte Konzentration - sie nützen wenig, wenn sich die Maschine alles andere als an- gemessen schnell durch die Landschaft bewegt und ihr Fahrer bei aller erkannter Notwen- digkeit gar nicht entsprechend reagieren k a n n. Zum Bremsen oder Ausweichen reichts's dann eben einfach nicht mehr Denken Sie daran, wenn Sie auf ihr Mokick oder Motorrad steigen! Und nicht nur an „schwarzen Fre:tagen".

Vor mir liegt die Ausgabe 5/81 Ihrer Zeit- schrift. Mir fiel besonders der Beitrag „Besser fahren" (Seite 30) von Michael Bärhold auf. Dieser Artikel ist im Prinzip richtig, aber alle diese Anregungen (bessere Fahrschulnushil- dung für Zweiradfahrer - die Redaktion) sind aus meiner Sicht völlig nutzlos. Ich will das belegen In unserem Dorf sind innerhalb von sechs Mo- naten fünf (!) Verkehrsunfälle passiert, an de- nen ausnahmslos jugendliche Mopedfahrer beteiligt waren. Unfallursache waren immer auch bei vielen Unfällen, die schon länger zurückliegen - unangemessene (sprich zu hohe) Geschwindigkeit und völlige Unaufmerk- somkeit. Als Beispiel soll mir der letzte Unfall dienen. Zwei Jugendliche (Schüler der 10. Klasse) fah- ren mit ihren beiden 5 50 zur Schule. Beide waren etwa gleich schnell, „lagen" förmlich auf ihre Mokicks. Der eine sah zum anderen hinüber. Offensichtlich probierten sie aus, wer schneller war. Da taucht ein Pkw auf der Straße auf, aber nicht etwa hinter einer Kurve. Beide Mokickfahrer prallen auf. Sie hinter- lassen keine Bremsspur

Warum baut man Mokicks, die so schnell sein können, für diese Altersklasse? In den 60er Jahren gab es Mopeds, die waren weniger schnell. Ich glaube nicht, daß zu dieser Zeit so viele Unfälle verursacht wurden. Was, so frage ich, nützen die besten und strengsten Schulungen und Prüfungen, wenn viele Ju- gendliche dieses Alters ganz offensichtlich nicht in der Lage sind, die fahrerische Verant- wortung zu übernehmen. Meine Meinung will ich einmal zur Diskussion stellen,

Ich war sechs Jahre lang Busfahrer im Linien- dienst; ich weiß genau, wie die Jugend fährt. Das war auch ein Grund dafür, daß ich auf- gehört habe mit der Fahrerei, weil ich die Verantwortung für meine Fahrgäste nicht mehr übernehmen konnte angesichts des Fahrstils so vieler junger Zweiradfahrer.

Mit weniger leistungsfähigen Fahrzeugen, meine ich, ginge es doch besser - ganz ab- gesehen davon, daß man mit „normalen" Motoren anstelle derart hochgezichteter Trieb- werke Benzin einspart. Vom Volksvermögen, vom Ausfall an Arbeitszeit, von den Kosten für Krankenhaus und Heilbehandlung will ich gar nicht erst anfangen. Nun denken Sie aber nicht, daß ich älteren Semesters bin. Mein Geburtsjahr ist 1952!

Mit einer Bemerkung eines sehr viel älteren Kollegen von mir möchte ich zum Schluß kommen. Er sagte mir: „Mopeds dürften nicht schneller als 30 km/h fahren, weil viele Ju- gendliche offensichtlich nicht reif sind, schnel- ler zu fahren."

Eckhard Schulz, Ullerreuth

Was sogen andere Leser - vor allem junge Zweiradfahrer - dazu?

Die Redaktion

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T

Das ist nicht nur jenes Bauteil, das zum Tachometer gehört wie die Lenksäule zum Lenkrad, sondern ist auch eine Bewegung, die nach der Veröffentlichung unseres Tocho- meterbeitrages im Heft 3/81 einsetzte. Zahl- reiche Leser fragten an, wo sie ihre Tachome- ter reparieren lassen können. Aus dem Stu- dium der Leserpost entnahmen wir aber auch, daß viele Kraftfahrer Tachometer nur einmal auf Verdacht zur Durchsicht geben möchten, ohne daß also Defekte vorliegen. Da wir wissen, daß die Reparaturkapazität auf die- sem Gebiet sehr begrenzt ist, möchten wir einen Ansturm auf die Tachometerwerkstätten bremsen und zwei Bemerkungen voranstellen.

Eigenprüfung

Zum ersten sollte sich jeder Kraftfahrer erst einmal von der Anzeigegenauigkeit des Ta- chometers in seinem Auto oder Motorrad überzeugen. Wir haben das Verfahren erst jüngst im Zusammenhang mit dem Beitrag Reifenabweichung = Tochoabweichung?" (Heft 1/81, S. 14) beschrieben, wiederholen es aber aus aktuellem Anlaß. Man bewaffnet sich mit einer Stoppuhr und

fährt auf die Autobahn, wo eine relativ genaue Kilometrierung vorzufinden ist. Daß man sich für solche Meßfahrten eine ruhige Strecke und Zeit und nicht eine Spitzenver- kehrszeit und -strecke heraussucht, dürfte selbstverständlich sein. Dort fährt man dann eine Strecke von einer Kilometertafel zur übernächsten, da diese im Abstand von 500m stehen bei konstanter Geschwindigkeit, also so, daß die Tachometernadel stets auf einer Marke, z. B. 50 steht und mißt die Zeit für das Zurücklegen dieser Strecke. Noch der Formel v (km/h) = s(1 km) X 3660/t(s) kann dann die tatsächlich gefahrene Ge- schwindigkeit errechnet werden. Wurden für das Beispiel exakt 72 s gemessen (siehe Ta- belle), dann zeigt der Tacho richtig an. Wurde eine längere Zeit benötigt, dann geht der Tacho vor, und waren es weniger als 72s, dann geht er nach.

Zeiten für einen Kilometer

gefahrene 100 Sachen. Eine Uberprü

ratsam, ohne daß in jedem Fall der T repariert werden muß.

Solche Messungen sind für ander schwindigkeiten (z. B. die vollen Zeh 100 km/h oder zumindest für 80 und 10 zu wiederholen, da die Anzeigegena über den gesamten Meßbereich hinwe konstant bleibt. Ein Tachometer, d 50 km/h genau anzeigt, kann bei 8 z. B. um 5 und bei 100 km/h um 10 „S abweichen. Andere Tachometer geh stant um einen bestimmten Prozents oder nach, wieder andere weichen um konstanten absoluten Betrag vom tatsäc ab. Aber das bekommt man mit, wen empfohlen - bei verschiedenen Ges digkeiten gemessen wird. Um Meßfehl zuschließen, sollte jede Messung wen einmal wiederholt werden. Der Vollständigkeit halber sei hier erinnert, daß Anzeigeungenauigkeite in jedem Fall auf Fehler im Tacho beruhen müssen, sondern auch in den begründet sein können. Das wurde 1/81 erläutert. Solche Messungen sind nach Jahren z derholen, weil - wie im Heft 3/81 darg die nachlassende Magnetkraft in den metern zu Abweichungen von der fr Anzeigegenauigkeit führt. Im günstig kann ein Tachometer nach Jahren g anzeigen als früher, im ungünstige die Anzeigeungenauigkeit weiter an, j dem ob sich Fehler kompensieren ode ren.

Konsequenzen

Zum zweiten müssen die so ermittelt sachen noch nicht zu einer Tachometerr führen. Denn mit diesen Fehlern in zeige läßt sich leben, d. h. fahren. We daß sein Tacho 10 km/h zu viel anzei

km/h 30 35 40 45 50 55 60 65 70 75 80 85 90 95 10

120 103 90 80 72 65,5 60 55,4 51,4 48 45 42,4 40 37,9 3

Reparaturwerkstätten für Tachometer

Anschrift

 

1Telefon

 

-

2500 Rostock 2400 Wismar

Barnstorfer Weg 37 Ernst-Thälmonn-Str. 22

2576

1140

Berlin

Alt-Biesdorf 12

5243694

1130

Berlin

Frankfurter Allee

195

5599619

1110

Berlin

Uhlandstr. 25

4836729

1502 Potsdam Glasmeisterstr. 26 771 65

74764

42237

51067

3010

1502

Potsdam

Magdeburg

Karl-Gruhl-Str. 12 Straße der DSF 20

Firma

M. Schmidt

PGH Motor

H.

Sagert

H.

Ströhl

H.

Wünsche

A.

Langenscheid

Mewes jun.

PGH Kfz-Meßgeräte

W.

VEB Mechanische

4300 Quedlinburg

Hans-Beimler-Str.

24

Werkstätten

 

W.

Dietrich

4020 Halle

Berliner Str.

12

W.

Sola

7500 Cottbus

Lieberoser Str. 3

G.

lschiersky

8600

Bautzen

Lotzestr. 2

E.

Liefer

8060

Dresden

Schwepnitzer Str. 12

H.

Lischke

8021

Dresden

H.

Kosok

8901 Groß-Krauscha

Voglerstr. 46 Nr. 66

 

E.

Körner

8313 Dohna über Heidenau

K.-H. Schlink

7050

Leipzig

Wichernstr. 10

E.

Fuchs

7050

Leipzig

Torgauer Str. 25

W.

Riedel

7010

Leipzig

Eisenacher Str, 3.5

Meßgerätewerk Beierfeld

9900

Plouen

 

VEB Elan, BT III Tachometer-Albert PGH Kfz-Elektrik

9025 Karl-Marx-Stadt 9025 Karl-Marx-Stadt 5000 Erfurt

Tischerstr. 13 Wielandstr. 3 Matthesstr. 74

Puschkinstr.

18

14

35369

2 21 81

2074

53366

32621

Zodel 22

Heidenau 2874

60098

60575

57071

26997

3 25 56 321 90

26237

sich in der Fahrpraxis ebenso dar stellen wie derjenige, dem sein Tac leicht fünf „Sachen" unterschlägt.

Erst wenn die Zeigernadel pendelt, Tr merkmale zeigt, sich Laufgeräusche ei oder andere Anzeichen von Defekte genommen werden, sollte sich die M Tachometerausbaus und der -repara macht werden; Welche Werkstätten fü Fall zuf Verfügung stehen, geht aus de sicht hervor, die uns Herr L. Hohnh Berlin zusammenstellte. Inwieweit di Stätten tachometertypoffen sind bzw. stimmte Typen reparieren, muß jew fragt werden. So repariert die Fa. S Berlin in- und ausländische Fabrik Firmen Wünsche und Ströhl dage DDR-Produkte. Für Reparaturen an nischen Drehzahlmessern ist die Fa. in Magdeburg zuständig. Generell zu beachten ist, daß es s diesen Betrieben in der Regel um betriebe handelt, die aufgrund der nellen Besetzung nicht jeden Tag

Publikumsverkehr geöffnet haben.

DER DEUTSCHE STRASSENVERKEH

v r auf große Fahrt

er

e

Die Sommerzeit ist für die meisten, die mit dem Auto in den Urlaub wollen, die begehr- teste Reisezeit. Das Auto ist bequem, man ist beweglich und während des gesamten Urlaubes unabhängig. Dabei beginnt der Urlaub nicht erst am Reiseziel. Allein schon die Fahrt soll entspannen und ohne Zwischen- fälle verlaufen, was weitestgehend vom tech- nischen Zustand des Fahrzeuges abhängig ist. Soll nun eine Reise in die DDR bzw. in das Ausland angetreten werden, so ist es ratsam, vorher eine größere Durchsicht in einer Werk- statt ausführen zu lassen. Dies klappt nicht iimer, und manch einer möchte sein Fahr- ig selbst auf die große Fahrt vorbereiten. In diesem Fall sollten einige wichtige Hin- weise, welche außerdem zur Erhöhung der Verkehrs- und Betriebssicherheit beitragen, unbedingt beachtet werden.

Technische Durchsicht

Vor Antritt der Urlaubsfahrt ist zunächst der Keilriemen auf Spannung und Verschleiß zu überprüfen. Gegebenenfalls muß er erneuert bzw. nachgespannt werden. Die warme Jah- reszeit verlangt außerdem ein öfteres Ober- prüfen des Säurestandes der Fahrzeugbatte- rie. Er soll 15 mm über den Platten liegen. Nachgefüllt wird nur destilliertes Wasser. Ist die Spannung der Batterie zu gering (unter 1,75V pro Zelle), so muß diese geladen wer- den. Korrodierte Pole sind zu säubern, mit Polfett zu behandeln und evtl. die Polklem- men der Plus- und Minusleitung nachzuziehen.

Die Überprüfung der gesamten Beleuchtungs- einrichtung stellt einen weiteren Beitrag zur öhung der Verkehrssicherheit dar. Defekte iühbirnen werden ausgewechselt, und die Scheinwerfereinstellung kontrolliert. Dies ist besonders wichtig, da das Fahrzeug oftmals unter voller Beladung die Reise antreten muß. In diesem Zusammenhang ist ebenfalls die Bereifung zu kontrollieren. Der Luftdruck be- trägt für Radial- und Diagonalreifen 140 kPa

Land

Kraftstoff

VR Bulgarien

Benzin OZ 88

CSSR

Spezial MOZ

90

VR Polen

Benzin MOZ

94

SR Rumänien

Premium 98

Co

VR Ungarn

Normalbenzin

E86

UdSSR

Benzin A 98

DER DEUTSCHE STRASSENVERKEHR 7/1981

(1,4 kp/cm2)

hinten 160 kPa (1,6 kp/cm2). Die Profiltiefe darf an keiner Stelle der Lauffläche unter 1 mm liegen. Als nächster Punkt sind sämtliche Schraubver- bindungen auf Festsitz zu kontrollieren. Dabei ist auf ordnungsgemäße Sicherung der Len- kungsteile zu achten. Die Seilzüge (Kupplung, Gas) müssen leichtgängig sein, wenn nötig gesäubert und geölt werden. Sie sind beson- ders auf Bruchstellen an den Klemmverbin- dungen zu prüfen.

Überdruck, bei voller Beladung

Urlaubsfahrten stellen auch höchste Ansprüche an das Bremssystem. Das Fahrzeug muß oft- mals unter voller Last bei hoher Geschwindig- keit stark abgebremst werden. Es ist daher ratsam, die Bremsleitungen auf Scheuerstellen und Dichtheit zu überprüfen. Der Flüssigkeits- stand im Vorratsbehälter des Hauptbrems- zylinders ist zu kontrollieren (etwa 10 mm unter der Oberkante des Behälters). Treten Defekte im Bremssystem auf, so sollte unbedingt eine Vertragswerkstatt aufgesucht werden.

Das Bestreben der meisten Trabantbesitzer auf solch großen Fahrten ist es, mit mög- lichst wenig Benzin viele Kilometer zu bewäl- tigen. Eine richtig funktionierende Zündung und Zündkerzen können dafür eine große Hilfe sein. Dies wird erreicht, wenn der Unter- brecherabstond auf 0,4 mm, der Elektroden- abstand der Zündkerzen auf 0,6 mm und der Zündzeitpunkt auf 3,6 bis 4 mm vor OT ein- gestellt wird. Sollte die Zündeinstetlung nicht selbst korrigiert werden können, so ist ein Fachmann zu Rate zu ziehen.

Nicht zu vergessen ist, den Olstand im Ge- triebe zu kontrollieren. Das Getriebeöl HLP 36 ist alle 20000km oder nach 3 Jahren zu wechseln. Dabei sind 1,51 Getriebeöl aufzu- füllen.

Ersatzteile

Trotz einer sorgfältig ausgeführten Durchsicht des Fahrzeuges ist es auf einer großen Reise

Motorenöl Kraftstoff/Ot (ab Motor-Nr. 65 oder 66)

Getriebebi

LT-2T

40:1

M 10 C

M 2 T

50:1

PP 80

Mixol

50:1

Hipol 10 oder 15

M40

40:1

F 90 EP 2

Arol2T

50:1

C80

Asp 10

50:1

,

folgende Teile mitzunehmen:

2 Zündkerzen

1 bis 2 Unterbrecherkontakte

1 Kerzenstecker

1 Zündspule und 1 Kondensator (bei größ

ren Auslandsfahrten)

1 m Kabel (Litze 2,5 mm2) und Isolierband

1 Ersatzkeilriemen der erforderlichen Abm

sung

1 Spannband für den Axiallüfter mit Spann bandschloß (nur bei größeren Reisen)

1 Aufhängung für die Auspuffanlage

1 Ersatzschlauch bzw. 1 Reparaturpackung schlauchlose Reifen (nur für Diagonalreif zu verwenden)

1 Luftpumpe

2 Montierhebel

diverse Schrauben/Muttern

1 Abschleppseil

1 Handlampe

Pflegemittel (Schwamm, Lappen, Fensterpu mittel)

5-1-Reservekanister mit Benzin

Bei großen Auslandsreisen ist es ratsam, e passende Plastfolie mitzunehmen, die defekter Windschutzscheibe eingeklebt, e gesetzt oder vor die Offnung gebunden w den kann. Ein Berufsmantel oder Schlosser zug sollte in keinem Kofferraum fehlen, da vielleicht ein Trockenreinigungsmittel für Hände.

Betriebsmittel

Geht die Reise ins Ausland, so gibt es Probleme mit den handelsüblichen Kraftst fen und ölen. Die Tabelle gibt einen Üb blick über die handelsüblichen Kraft- u Schmierstoffe in den jeweiligen Ländern.

Für Motoren mit niedrigerer Motornumm (oberes Pleuellager besteht aus Gleitlag z. B. Nr. 63 oder 64) ist generell ein schungsverhältnis von 331/3 : 1 einzuhalt Für eine gute Vermischung von Kraftstoff u 01 ist unbedingt Sorge zu tragen. In al nicht aufgeführten Ländern kann hande übliches Benzin mit einer MOZ von etwa verwendet werden. Als Motorenöl ist möglic ein vorgemischtes Zweitaktmotorenöi zu v wenden. Als Getriebeöl empfehlen wir ein der Klassifikation SAE 80 bzw. ein Motore der Klassifikation SAE 30.

Als Bremsflüssigkeit findet im Trabant „K Pol grün" Verwendung. Eine Mischbar mit anderen im sozialistischen Ausland-erh lichen Bremsflüssigkeiten ist nicht in jed Fall gewährleistet.,, Karipol grün" ist mischbar mit Bremsflüssigkeit der Normen bezeichnung RS 1305-68, SAE 70-R-3 u SAE J 1703. Es ist zu empfehlen, auf ei Auslandsreise eine Flasche „Karipol gr mitzuführen, auf die man, sollte sich Nachfüllen erforderlich machen, zurückgre kann. Steht zum Nachfüllen keine mischb oder Originalflüssigkeit zur Verfügung, m im Zweifelsfall die gesamte Bremsflüssig ausgetauscht werden.

So vorbereitet, steht einem schönen u erholsamen Urlaub nichts mehr im Wege.

VEB Sachsenring

Automobilwerke Zwic

Abt. Kundendienst

.O> VEB Imperhandel

informiert

VERTRIEB

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An:

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1130

Berlin, Siegfriedstr. 80, VEB Autoservice

1035

Berlin, Frankfurter Allee 110, PGH Kfz. Pankow

1150

Berlin, Roedernstr. 46, K.-H. Bahn

1158

Berlin, Poppelallee44, PGH Kfz-lnstands.

1107

Berlin, Hauptstr. 167, J.-U. Hinz

1035

Berlin, Liebigstr. 2, D. Hoftmann

1130

Berlin, BT Marzahn, VEB Autoservice

1017

Berlin, Markgrafendamm 7-9, PGH Kfz-Handw.

1150

Berlin, F)orastr. 39, G. Faltis

1035

Berlin, Samoriterstr. 1, D. Fuhrmann

1120

Berlin, Kniprodeallee 138, M. Kundler

1150

Berlin, Hönower Str. 102, D. Skjellet

1116

Berlin, Blonkenburger Chaussee 67, D. Gierke

1170

Berlin, Korlstr. 9-11, M. Dziubiel

1183

Berlin, Butzelstr. 21a, H. Streichhahn

7700

Hoyerswerda, Dresdner Str. 10, Kfz-lnstands.

7812

Lauchhammer, W.-Pieck-Str. 16, Kfz-lnstands.

7818

Ortrand, Bahnhofstr. 21, Schmidt

7908

Prettin, Str. d. Roten Armee 10, H. Blüthgen

7570

Spremberg, Technitzer Str. 6a, J. Mahling

7591

Spremberg, Drebkauer Str. 9, E. Neumann

7560

W.-Pieck-Stadt Guben, W.-Pieck-Str. 12, B. Nicksch

8313

Dohna, E.-Thälmann-Str. 20, Wittek

8038

Dresden, Kesseldorfer Str. 300, J. Pottusch

8060

Dresden, Leipziger Str. 8, R. Zenker

8019

Dresden, Pfotenhauer Str. 71, W.-D. Branne

8023

Dresden, Arno-Lade-Str. 7, W. Heyde

8060

Dresden, F.- Reuter-Str. 30, M. Schertz

8210

Freitot, Am Dorfplatz 10, D. Schomer

8291

Friedersdorf, Königsbrücker Str. 60, D. Franke

8102

Langenbrück, Hauptstr. 1, R. Schenk

8250

Meißen, Kurt-Heine-Str. 18, KIW Dresden

8505

Neukirch, Dresdner Str, 29, G. Schmidt

8601

Niederkaina, OT Basankwitz Nr. 3b, G. Roschk

8255

Nassen, Waldheimer Str. 16, E. Hertrompf

8219

Possendorf, Platz der Befreiung 1, K.-W. Godzik

8509

Steinigtwohnsdorf, K.-H. Boeltzig

8256

Weinböhla, Dresdener Str. 5, L. Kuhl

8104

Weixdorf, Lehngutstr. 8, M. Einaer

5320

Apolda, Jenaer Str. 99, H. Langner

5320

Apoldo, Erfurter Str. 85, B. Planer

5800

Gotha, Erfurter Landstr. 1-3, PGH Autodienst

5800

Gotha, Kundleberstr. 56, P. Keppler

5500

Nordhausen, Hallesche Str. 24, W. Steinnek

5230

Sömmerda, Bahnhofstr. 7-8, Kfz-lnstands.

5230

Sömmerda, Neutorstr. 14, W. Mesch

5217

Stadtilm, G.-Dimitroff-Str. 7, S. Schneider

5821

Weberstedt, Am Bach 6, W. Schnitter

5300

Weimar, Gerberstr. 9, R. Feustel

5300

Weimar, Meyerstr. 35, H. Hickisch

5300

Weimar, Leibnizallee, Kfz-lnstands.

5101

Windischholzhousen, OT Niedernissa, R.-Koch-Str. 12, K.-H. Haase

1221

Coschen, Am Anger 8o, E. Bröuer

1300

Eberswalde, Str. d. Jugend 128, K. Bochow

1220

Eisenhüttenstadt, Berliner Str. 15, D. Krüger

1201

Frankfurt, OT Lossow, Lindenstr. 38, E. Fürstenberg

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Der VEB Imperhandel stellte uns

vom 1. 1. 1979 zur Verfügung, die

Aufgeführt sind in der folgenden

Werkstätten, die zur Betreuung von

Genannt werden aber auch solch

Vertragswerkstatt autorisiert ware

mit dem VEB Imperhandel haben.

Vertragswerkstätten ohne Verände

werden nicht genannt.

Anschrift

1201

Frankfurt, OT Booßen, Schulstr. 5, G. Rü

1231

Friedland, Weichensdorfer Str. 4, H.-J. P

1240

Fürstenwalde, A.-Bebel-Str. 131, Kfz-Iist

1272

Neuenhagen, Dohlwitzer Str. 32, G. Löff

1313

Wriezen, Berliner Berg 5, PGH „Motor"

1313

Wriezen, Leninstr. 47, H. Müller

6500

Gera-Lusan, Heeresbergstr. 4, H. Stahl

6851

Neuendorf, Hauptstr. 27, K. Beyer

6501

Pölzig, Meuselwitzer Str. 5, G. Olbr'

6840

Pößneck, E.-Thälmonn-Str. 45, PGH

6820

Rudolstadt, Breitscheidstr. 114, K.-H. Rus

6800

Saalfeld, Sonneberger Str. 19, H. Pfister

6570

Zeulenroda, Lohweg 3, R. Feig

4732

Bad Fronkenhausen, Klosterstraße, KIW

4203

Bad Dürrenberg, Oebleser Str. 2, P. Gru

4101

Bennstedt, Eislebener Str. 9, PGH „Freih

4350

Bernburg, Leopoldstr., 1(1W Halle

4400

Bitterfeld, Wittenberger Str. 3, PGH Gu

4500

Dessau, Steuesche Str. 19-21, Kfz-Diens

4731

Gehofen, Heldrunger Str. 10, H. Czekall

4020

Halle, Leninallee 249, PGH Kabau

4405

Jeßnitz, Platz der DSF 17, Kfz-lnstands

4800

Naumburg, Salzstr. 32, KIW Halle

4371

Trinum, Hauptstr. 23, 0. Wagner

9162

Auerbach, K.-Marx-Str. 41, R. Lässig

9291

Frankenau, Hauptstraße, G. Leukert

9202

Frauenstein, Freiberger Str. 52, K. Wol f

9200

Freiberg, Dresdener Str. 27, G. Patzig

9374

Gelenou, Str, d. Einheit 9, M. Tschasche

9272

Gersdorf, Hauptstr. 265, P. Eisermann

9610

Glauchau, Dr.-Külz-Str. 36, PGH Motowk

9163

Gornsdorf, Feldstr. 1, H. Illgen

9116

Hartmannsdorf, Ziegelstr. 2a, E. Hc

pe

9334

Heidersdorf, Nr, 87c, E. Lorenz

9301

Hermannsdorf, H. Trommler

9090

Karl-Marx-Stadt, Limbacher Str. 152, W

9271

Langenberg, Str. d. Friedens 51, W. Esc

9251

Lauenhain, PSF 433, B. Leukert

9407

Lößnitz, Auer Str, 15, A. Pfaft

9271

Obercallenberg, S. Kunze

9388

Oederan, K.-Marx-Str. 55, W. Anke

9291

Schweikershain, Nr. 14b, A. Adam

9501

Wolfsgrün, Kirchberger Str. 32, E. Riedel

9500

Zwickau, W.-Rathenou-Str. 26, F. Schmid

7122

Borsdorf, Leipziger Str. 49, PGH Mecha

7251

Nemt, R. Wengler

7402

Langenleuba/Niederhain, Hauptstr. 16a

7021

Leipzig, Dieselstr. 8, Karosseriewerk

7010

Leipzig, Fregestr. 25, G. Steinert

7010

Leipzig, A.-Hoffmann-Str. 58, K. Lange

7010

Leipzig, Euritzer Str. 7, Kfz-Elektrik

3302

Barby, Str. der DSF, A. Scheinpflug

3103

Barleben, Breite Weg 27, H. Sixtus

3304

Gommern, Magdeburger Str. 32, W. Sc

3551

Groß.Gaarz, Haverländer Str. 2, H. G

3600

Halberstodt, R.-Wagner-Str. 35, Kfz-lnst

16

DER DEUTSCHE STRASSENVERKEHR 7/1931

izungen zum Vertragswerkstättennetz aktuellen Stand berücksichtigen. larisdien Ubersicht solche ort-Pkw neu hinzugekommen sind. rkstötten, die ursprünglich als ite aber keinen Vertrag mehr

des zu betreuenden Programms Die Redaktion

Erklärungen:

x

Vertragswerkstatt für betreffenden Pkw-Typ

keine Vertrags- bzw. Spezialwerkstatt mehr für den betreffenden Pkw-Typ

E

Vertragswerkstatt für Elektrik

K

Vertragswerkstatt für Karosserie

V

Vertragswerkstatt für Vergaser

o

Vertragswerkstatt für Glas

P

Vertragswerkstatt für Polsterung

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Anschrift

3240

3106

3106 Langenweddingen, Halberstädter Str. 214, H.-G. Rausch

3000

3024

Haldensleben, Koones Ruhe 9, U. Wurzel

Langenweddingen, Steintor 26, U. Bartsch

Magdeburg, Badestr. 2a, G. Hähnel

Magdeburg, Rothenseer Str. 1, Eschberger

X 3018 Magdeburg, Griesemann-Privatweg 38, H. Weber

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E

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3022 Magdeburg-Diesdorf, Alt Diesdorf 15, D. Dartsch

3214 Rogätz, Brinkstr. 39, K.-P. Schulz

3560

3250

3500

3262 Westeregeln, Rosa-Luxemburg-Str. 18, K.-H. Schreiber

Salzwedel, Am Kronsberg 3, E. Schulz

Staßfurt, Zollstraße 5, PGH Autodienst

Stendal, Aneimer Seitenweg 2, H.-W. Börner

2101 Boock, Str. d. Freundschaft 6, W. Thiele

2052 Gnoien, Friedensstr. 82, Bergring „Teterow"

2000

2000 Neubrandenburg, Bussordstr. 10, K. Koch &Sohn

2000 Neubrandenburg, Große Wollweberstr. 20, H. Peper

2080 Neustrelitz, W.-Stolze-Str. la, Kfz-lnstands.

2041

2070

2070

2001 Rossow, Dorfstr. 32, K. Petroschke

2150

2050

2120

2120

2060

Neubrandenburg, Pasewalker Str. 9, Kfz-lnstancls.

Pribbenow, P.-F. Schmoock

Röbel, Friedrich-Engels-Str., PGH 1. Mai

Röbel, Hanne-Nüte-Str. 7, U. Bartel

Strasburg, Jüderitzer Str., Kfz-lnstands.

Teterow, Str, der Befreiung, PGH Bergring

Ueckermünde, Burgsteig 6, H. Krumnow

Ueckermünde, Str. der Befreiung 2 K. Fettig

Waren, Eichholzstr., F. Kühne

1800 Brandenburg, Schmöllner Weg 24b, K. Richter

1800

1831

1430

Hennigsdorf, Hauptstr. 31, Kfz-lnstands.

1532 Kleinmachnow, K.-Marx-Str. 132, KI „Max Reimann"

1422

Brandenburg, Str. der Befreiung 1/2, Kl „Max Reimann"

Döberitz, Brandenburger Str. 36, G. Görn

Gransee, W.-Pieck-Str. 53, Ch. Schneider

X 1600 K. Wusterhousen, S.-Allende-Str. 36, D. Schulz

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1509 Michendorf, Potsdamer Str. 95, W. Kühnicke

X 1950 Neuruppin, Gartenstr. 1, W. Müller

1950 Neuruppin, Gartenstr. 7-10, KI „Max Reimann" 1400 Oranienburg, Leninoltee 73, K. Falkenhahn

1503 Potsdam, Benzstr. 3, H. Kobielsky

1830

1533

1420

1434 Zehdenick, Kirchenallee, E. Schulz

Rathenow, Große Burgstr. 14, H. Krüger

Stahnsdorf, E.-Thälmann-Str. 44, G. Heibeck

Velten, Germendorfer Str. 94, H. Engelhardt

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2380 Barth, Vogelsang, Kfz-lnstands.

2200

2255

2.500 Rostock, Waldemarstr. 22a, U. Burmeister

2525 Rövershagen, Pappetweg, E. Goldbach

Greifswald, O.-Grotewohl-Straße 85, PGH „Gute Fahrt"

Heringsdorf, E.-Thölmann-Str 49, PGH „Pionier"

K 2355 Soßnitz, K.-Marx-Str. 11, F. Plamper

K 2300 Stralsund, Richtenberger Chaussee 8, D. Koliwitz

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2830

Boizenburg, Marktstr. 15, PGH Elektro-lnstoll.

2830

Boizenburg, Galliner Str., PGH Stahlbau

2620

Bützow, W.-Pieck-Str. 61, Kfz-lnstands.

2821

Picher, Ludwigsluster Str. 11, PGH Fahrzeug-Instands.

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6100 Meiningen, Leipziger Str.110, Kfz-lnstands. W.

6420 Neuhaus, Schwarzburger Str. 130,

6220 Vacho, Karl-Marx-Str. 6, Kfz-lnstands,

Zerbst

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Autotouristen lassen sich viel einfallen, um unterwegs möglichst unkompliziert und m geringen Kosten übernachten zu können. I

1 - wird rich-

tiges Schlafen kaum möglich. Außerdem is die vorher notwendige Gepäckräumerei nich jedermanns Sache Auch das Zelt neben dem Auto bleibt nich ohne Probleme, wenn es in Strömen regne oder der Untergrund uneben ist. Mehr un mehr Pkw-Touristen steigen deshalb abend

41 einfach aufs Wagendach oder bauen m wenigen Handgriffen ein Autozelt auf, da den Pkw in den Wohn- bzw. Schlafbereic mit einbezieht. Allerdings erkennen manche Zeltplotzordnun gen ein Autozelt nicht als Leinwandvilla i Sinne der Campingbestimmungen an son dern sehen darin zuerst ein Kraftfahrzeug Und das muß auf einigen Campingplätze (innerhalb der DDR) auf einem besondere Parkplatz (meist am Eingang des Zeltplatzes abgestellt werden. Dort aber ist wiederu jeglicher Zeltaufbau unerwünscht. Im Auslan sind uns solche Regelungen noch nicht au gefallen. Aber ganz ausschließen sollte ma sie nicht. Ein Leser unserer Zeitschrift hat Erfahrunge mit einem Autozelt gemacht. Wir nehmen a daß sich Autotouristen für seine Beschreibun interessieren und veröffentlichen sie deshal auszugsweise.

Die Redaktio

Auto selbst - auf den

Als Schlafgelegenheit ist ein Zelt auf de Pkw-Dach für zwei Personen durchaus geei net. Die Schlafraumfläche kann einem norm len Kleinzelt entsprechen. Allerdings wird d Fahrgeschwindigkeit durch den Dachgepöc Aufbau etwas geringer. Die Dochlost erforde auch ein gefühlvolleres Fahren in Kurven. D niedrige Stirnseite bremst die Fahrt aber nic so stark wie ungeschickt beladene Dachg päcktröger, die man ja während der Urlaub zeit beobachten kann. Wohin mit dem Dachzelt, wenn man es nic braucht? Die gesamte Konstruktion läßt sic z. B. einfach in der Garage etwa 30 cm üb dem Wagendach an vier in der Garagendeck befindliche Haken aufhängen. In zwei Min ten ist das Gestell vom Wagendach abg nommen oder aufgesetzt. Dabei wird es vo zwei Personen gleichmäßig angehoben. Was zum Schlafen für zwei Personen benöti wird (Schaumgummiunterlagen, Steppdecke Kissen, Decken - ja sogar Schlafanzüge od auch Bademäntel) ist im Autozelt unterg bracht. Es sind also keine Einzelvorbereitu gen für die eigentliche (Jbernachtung nöti Daß für die LJbernachtung vorwiegend g eignete Campingplätze aufgesucht werde dürfte schon im Hinblick auf die sanitäre Einrichtungen zweckmäßig sein. Daß der Wogen einigermaßen waagerec stehen sollte, ist selbstverständlich. Dab spielt steiniger oder etwas nasser Bode absolut keine Rolle. Romantische Fleckch in kleinen Senken, welche vom erfahrene

DER DEUTSCHE STRASSENVERKEHR 7/19

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Zeltler gemieden werden, ergeben wunder- bare Stellplätze. Das gesamte Gepäck bleibt an Ort und Stelle im Wagen. Ein besonderer Vorteil bei Ober- nachtungen sei erwähnt: Jeder ist sein eige- ner Parkwächter! Aber möglich ist auch eine andere Aufbau- Variante: Die Konstruktion kann neben dem Auto abgestellt werden. Ein stärkeres Fahr- zeug bewältigt auch noch einen Bootsanhän-

ger. Wasserwanderern und Anglern ist das sicher angenehm. Wer Kinder mit auf Reisen nimmt, kann sie im Dachzelt oder aber im Auto schlafen lassen. Das Auto allein böte der kompletten Familie ja niemals einen Schlafplatz. Ich habe ein Autozelt konstruiert, das sich für den Trabant-Universal und für die Limousine eignet. (Einen Unterschied gibt es lediglich in der Verschweißung der hinteren Tragstüt- zen.) Die Liegefläche ist 1000 X 1800 mm groß, die Leermasse beträgt etwa 36 kg. Das Autozelt besteht aus folgenden Haupt- teilen:

- Tragegestell mit Abstützung und Verschrau- bung

- Kastenboden mit Dachgestänge

- Zelt nach Sonderanfertigung

- Einstiegleiter

- Verdeckplane

Für das Traggestell habe ich Präzisionsstahl- rohr 16 X 2 verwendet. Die Haltestäbe wur- den in entsprechendem Abstand an den Sei- tenträgern angebracht und dienen dem Ka- stenboden als Auflage. Die vier Tragstützen wurden an - entsprechenden Verbindungsstel- len schräg angeschweißt, so daß eine Anpas- sung an die Auflagestellen erreicht wird. Die

Auflagepunkte wurden so gewählt, daß die Masse noch vom Profilbogen der Dachkaros- serie abgefangen wird. Zwei verstellbare Ab-

DER DEUTSCHE STRASSENVERKEHR 7/1981

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stützungen können noch an den Mittelstreben eingesetzt werden, so daß die Konstruktion auf jeder Seite dreimal abgefangen wird. Eine Abstützung mit Gummisaugern und vier Spannschrauben (speziell für die Dachkon- struktion des Trabant) analog der Lösung beim handelsüblichen Dachgepäcktröger ist durchaus möglich. Der Kastenboden besteht aus einer 6 mm starken Sperrholz-Grundplatte und ist mit den 140 mm hohen Seiten- und Stirnteilen mittels Eckleisten verleimt. Er dient für die Aufnahme der Schaumgummlunterlage. Die- ser Kastenboden wird in das geöffnete Zelt eingeschoben, gibt dem Zeltboden die Grund- form und liegt lose mit entsprechendem seit- lichem Abstand im Traggestell. Beim Dachgestänge wurden zwei Winkel- stützen aus Stahlrohr 15 X 1, welche den Maßen der Giebelform des Zeltes entspre- chen, auf den Stirnseiten des Kostenbodens drehbar gelagert und durch Schlaufen mit den Zeltnähten verbunden. Eine von innen einsteckbare Giebelstange hält das Zelt aufgerichtet und spannt so dos Dach. Stützen, welche auf das obere Gestell- rohr lose aufgesetzt werden, halten außen seitlich die Regenleisten gespannt (Schnüre). Die Giebelseite nach vorn bekam ein Klar- sichtfenster. Die dauerhalt angebrachten kleinen Vorhänge schirmen das Zeltinnere vom Außenlicht ab. An der Einstiegseite von hinten befindet sich ein senkrechter Reißverschluß (von oben nach unten schließend). Zum unteren seitlichen Verschluß dienen Druckknöpfe. Eine Gaze-Gardine als Mückenschutz an der Einstiegseite ist mit den Giebelstützen ver- küpft. Für zugfreie Belüftung sorgt eine mit Gaze verschlossene Offnung unter der vorde- ren Giebelspitze.

Seitenhöhe

(1050 mm) geben ausreichende B freiheit im Zelt. Die Einstiegleiter ist 1700 mm lan spricht einer normalen Stahlrohrlei auf dem Erdboden aufgestellt u Dachgestell angelehnt wird. Die Verdeckplane besteht aus gu Stoff und hat zwei Aufgaben: Auf d port wird mit der Plane das zusa klappte Zelt mit seinem Inhalt sow geschobenen Einstiegleiter und de abgedeckt und mittels ringsum an Osen mit dem Traggestell verschnü gebautem Zelt kann die Abdec einer unter dem Regendach seit brachten Osenleiste verbunden w dient dann - von zwei Stützen m schnüren verspannt - als Vorzeltüb Hat man den Abstellplatz gefu möglichst ebenen Baden achten gende Handgriffe erforderlich:

- Lösen der Verschnürung

- Aufrichten der vorderen Giebe tels Zugschnur

- Aufrichten der hinteren Giebe Spannen der Zugschnur mitt (oder Anbinden an einem Bau oder Zaun)

- Ansetzen der Einstiegleiter

(550(550 mm)

und

- Einsetzen der Firststange

- Verspannen der Regenleiste m Stützen

- Eventuell Anbringen und Versp Abdeckplane für die seitlic doch u ng. Das Ganze ist in zehn Minuten Personen geschafft. Da im Autozel zum Schlafen benötigten Sachen sind, ist das Zelt sofort bezugsberei Herbert Weder, N

II

Park n in

Städt n

Großteil der Urlauber im zweitgrößten olungsgebiet der DDR, dem Thüringer Id, stattet der kleinen, aber nicht uninter- cinten Bezirkshauptstadt Suhl einen Tages- uch ab. Die mit der Geschichte der Hand- erwaffen und Zweiradfahrzeuge verknüpfte dt ist mit dem attraktiven Stadtzentrum ein nendes Ausflugsziel geworden. So werden Waffenmuseum, der Komplex Stadthalle Freundschaft mit der Großgaststätte iluga" und dem Hallenschwimmbad, das trum- Warenhaus, der Fußgängerboulevard inweg, der Karl-Marx-Platz mit dem Rat- is und dem Wahrzeichen des Waffen- iiedes und das Kulturhaus „7. Oktober"

n besucht.

zahlreichen Behörden, staatliche und ge-

schaftliche Einrichtungen einer Bezirks- iptstadt sind insbesondere Ziele der Ein- mischen, der Menschen zwischen Sonneberg Bad Salzungen. Wo sie alle ihre Fahr- ge abstellen können, geht aus der Ober-

t hervor.

singt durch die geographische Lage, das gebettetsein der Stadt in die Berge, sind Parkplätze recht zersplittert angelegt. shalb soll noch in diesem Jahr ein dem Iverkehr angepaßtes Parkleitsystem ein- ührt werden. Für die Besucher der Stadt rden schon jetzt die Parkplätze 5, 6, 18 und besonders empfohlen. Wer Verwandte oder annte in Suhl besucht, die in einem der ubaugebiete wohnen, sollte sein Fahrzeug

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dort abstellen und die Stadt zu Fuß „erobern". Sie bietet sich von der territorialen Ausdeh- nung dafür an. Geplant ist weiterhin die An- lage von Parkplötzen in der Peripherie der Stadt, von welchen aus mit öffentlichen Ver-

kehrsmitteln in das Zentrum gefahren werden kann.

Wir bedanken uns bei der Stadtdirektion für Straßenwesen Suhl für die freundliche Zu-

arbeit.

Die Redaktion

Ausgewählte Parkmöglichkeiten in Suhl

Lfd. Nr.

Lage

ausgewiesene

 

Fahrzeugarten

 

Wilhelm-Pieck-Straße

Pkw, Krad

Wilhelm-Pieck-Straße

Pkw

Werner-Seelenbinder-Straße

Pkw, Krad

Gutenbergstraße

Pkw

Leonhard-Frank-Straße

Pkw

Straße der DSF

Pkw. Krad, KOM

Dr.-Theodor-Neubauer-Straße

Pkw

Puschkinstroße

Pkw

Friedrich-Engels-Straße

Pkw

Karl-Liebknecht-Straße

Pkw

Straße der Off

Pkw

Rimbachstraße

Pkw

Rimbachstroße

Pkw

Rimbachstraße

Pkw

Rimbachstraße

Pkw

Straße der Jugend

Pkw

Schleusinger Straße

Pkw, Krad

Gothaer Straße

Pkw, Krad

An der Hasel

Pkw, Krad

Schleusinger Straße

KOM

Nutzbarkeit

Ziele

unbewacht, 8-17 Uhr, 1 Std.

Zentrum

unbewacht

Zentrum, Hotel

bewacht, Mo—Fr 8-15 Uhr

Zentrum, Waffenmuseum

unbewacht

Zentrum, Schwimmhalle

unbewacht

Zentrum

unbewacht

Ausstellungshalle

unbewacht, 8-17 Uhr, 2 Std.

Zentrum

unbewacht

Zentrum

unbewacht

Zentrum, Bahnhof

unbewacht

Zentrum

unbewacht

Zentum, Post

unbewacht

Zentrum

unbewacht

Zentrum

unbewacht

Zentrum

unbewacht

Zentrum

unbewacht, 8-17 Uhr, 2 Std.

Zentrum

unbewacht

Zentrum

unbewacht

Zentrum

unbewacht

Zentrum

unbewacht

Zentrum

Bezirk Rostock

Bezirk Karl-Marx-Stadt

Auf der Insel Rügen ist die Bezirksstraße von Binz nach Saßnitz für den Fahrzeugverkehr freigegeben worden. Damit entfällt der Umweg über Bergen. Zur Entlastung der F 96 und F 196 auf der Insel Rügen wird als Fahrstrecke zu und von den Badeorten Sellin, Baabe, Göhren und Thiessow die Bäderstraße von Altefähr über Garz und Putbus empfohlen. Nördlich von Barth (Kreis Ribnitz) kann die Behelfsbrücke als Verbindung zum DarB jetzt zweispurig befahren werden. Bislang konnte die Brücke im Wechsel jeweils nur einspurig befahren werden. Als Querverbindung Rostock—Greifswald und in umgekehrter Richtung bietet sich anstelle der F 105 und F 96 die Fahrstrecke Rostock - Sanitz - Bad Sülze - Tribsees - Grimmen - Poggendorf - Greifswald an.

Bezirk Potsdam

Fahrzeugführer, die von Berlin aus in das Naherholungsgebiet um Rheinsberg fahren, sollten nicht die F 96, sondern die Autobahn Berlin - Rostock bis zur Abfahrt Neuruppin benutzen. Auf der F 96 kommt es am Bahn- übergang Lüdersdorfs durch längere Schließ- zeiten der Bahnschranke trotz manueller Regelung zu größeren Staus.

An der Autobahn Berliner Ring - Leipzig ist die Tankstelle Niemegk (westliche Seite) ge- schlossen. Die nächsten Tankstellen befinden sich vorher auf dem Berliner Ring an der Rast- stätte Michendorf und in Richtung Leipzig am Kilometer 95 (Köckern).

Bezirk Magdeburg

Für Fahrten in die Naherholungsgebiete des Harzes werden als günstigste Strecken emp- fohlen:

- nach Rübeland (Tropfsteinhöhlen) die F81 bis Blankenburg und dann weiter auf der F 27, - zur Rappbodetalsperre die F 81.

Die Parkmöglichkeiten in den beliebten Aus- flugsorten wie Wernigerode, Rübeland, Trese- burg und Altenbrak sind begrenzt. Es sollten die an den Ortseingängen und vorher an- gekündigten Parkplätze genutzt werden.

Fahrzeugführer, die nach Wernigerode fah- ren, müssen beachten, daß die F 6 zwischen Heimburg und Bezingerode wegen Bauarbei- ten gesperrt ist. Es wird daher empfohlen, aus Richtung Halberstadt kommend die F 81 am Abzweig nach Derenburg zu verlassen und über Silstedt nach Wernigerode zu fahren. Von Blankenburg aus empfiehlt sich die Fahrstrecke über Rübeland und Elbingerode nach Wernigerode.

Bezirk Dresden

In der Kreisstadt Zittau und im Zittauer Gebirge, insbesondere in den Kurorten Oybin, Johnsdorf, Waltersdorf und Lückendorf sowie in Seifhennersdorf ist mit starken Fußgänger- und Fahrzeugkonzentrationen zu rechnen. Für

DER DEUTSCHE STRASSENVERKEHR 7/1981

Die Hauptabteilung Verkehrs- polizei gab für den Pfingst- verkehr 1981 ein Material heraus, das Hinweise enthält, die unserer Meinung noch auch für den Sommerverkehr Gültigkeit haben. Sie sollen im folgenden aufgeführt werden.

Besucher stehen besonders gekennzeichnete Parkplätze zur Verfügung. Fahrzeugführer, die aus dem Bezirk Dresden in die CSSR fahren, sollten aufgrund der begrenzten Parkmöglichkeiten an den Grenz- übergangsstellen ihr Geld bereits in den Hei- matorten tauschen. Mit Staus muß insbesondere an der Grenz- übergangsstelle Zinnwald gerechnet werden. Es wird deshalb empfohlen, den Grenzüber- gang Bahratal im Kreis Pirna zu nutzen. Die Anfahrt erfolgt von Dresden auf der F 172 (zwischen Heidenau und Pirna die Umleitung beachten!) bis Pirna und dann ab Pirna auf der Landstraße Berggießhübel - Bahratal.

Da viele unserer Leser nicht nur ein Motor- rad oder Auto lenken, sondern auch auf dem Wasser Fahrzeugführer sind, hier noch einige Hinweise des Ministeriums des Innern zur Verhütung von Unfällen auf dem Wasser.

Ebenso wie jedes Kraftfahrzeug am Straßenverkehr nur im verkehrs- und be- triebssicheren Zustand teilnehmen darf, gilt das auch für Sportboote auf den Flüssen und Seen. Auch auf den Wasserstraßen und Seen ist der Verkehr von Jahr zu Jahr dichter ge- worden. Zu dem ständig steigenden Um- lauf der Transport- und Fohrgastschiffahrt, denen in jedem Fall der Vorrang gebührt, kommen immer mehr Sportboote unter- schiedlicher Antriebsarten. Deshalb müssen die Vorschriften für den Bau und die Aus- rüstung von Sportbooten gemäß der Sport- bootanordnung unbedingt eingehalten wer- den. Die Sportmotor- und Sportsegelboote müs- sen, soweit sie den Bestimmungen der Sportbootanordnung § 21, Absatz 2, unter- liegen, technisch überprüft sein, Nach Fest- stellungen der Polizei gibt es hier noch starke Versäumnisse. So mußten 1980

Für den Grenzübergang in die CSS drei Grenzübergänge zur Verfügung:

hain, Oberwiesenthol und Schönbe allem nach Oberwiesenthal stets starken Ausflugsverkehr gerechn muß, sollten verstärkt die Grenzüb stellen Reitzenhain und Schönber werden.

Berlin, Hauptstadt der DDR

Bei Fahrten in die Stadtbezirke d stadt sollten über das Schönefeld hinaus die jeweiligen Anschlußst östlichen Berliner Rings stärker ge den. Sie sind insbesondere an den enden die günstigsten Anhihrtswe östlichen und nördlichen Stadtbezirk Erfahrungsgemäß konzentrieren sich cher auf die Nahrerholungsgebiete bezirk Köpenick, am Tierpark und im der Hauptstadt. Da die vorhanden möglichkeiten schnell ausgelastet den, sollten Besucher die Parkflöch halb des Stadtzentrums benutze öffentlichen Verkehrsmitteln weiterfa Wenn die Hauptstadt nicht Zielort für Fahrten aus dem Norden in de der Republik und in umgekehrter im Interesse einer zügigen Fahrt bahn Berliner Ring benutzt werden.

durch die Wasserschutzpolizei übe Untersuchungsbefunde wegen techn Mängel ausgestellt werden. Bei d Mängeln handelte es sich vorwiege nicht intakte oder ungenügend funkt rende Steueranlagen, Mängel am an der Kraftstoffleitung oder der e schen Anlage sowie unvollständig nicht gebrauchsfähige Ausrüstung an

Es gab auch Fälle, in denen wegen g Verstöße gegen die Bestimmunge Sportbootanordnung der Befähigungs weis entzogen werden mußte. Die trollen werden in diesem Jahr ver fortgesetzt. Dabei unterstützen Verk sicherheitsaktive der Sportverbön Wasserschutzpolizei. Die Notwend dieser Kontrollen wird nicht zuletzt die Unfallbilanz 1980 auf den Gewä der Republik begründet, die 18 Tot fünf Verletzte ausweist. Zu diesen Unfällen kam es, weil di stimmungen der Sportbootanordnung bekannt waren oder mißachtet wurde Sportboote trotz gefährlicher Wette benutzt wurden, technische Mängel a Booten vorlagen, die Bootsführer Alkoholeinwirkung standen oder rücks los fuhren.

Gesetzliche Forderungen - technische Lösungswege

Früher waren Pkw mit Einachs-Anhänger nur selten auf unseren Straßen zu sehen. Mei- stens wurden sie von Handwerksbetrieben benutzt, deren Größe bzw. Transportumfang die Haltung eines Lkw nicht rechtfertigte. Wohnwagen gab es damals auch nur ver- einzelt, da sie von den wenigen Produzenten jährlich nur in sehr geringer Stückzahl her- gestellt wurden. Heute sieht das ganz anders aus. Nicht nur die kleineren Produzenten haben durch Typenbereinigung und Rationa- lisierung ihre Stückzahlen erhöht sondern es sind Großbetriebe hinzugekommen, die Pkw- Anhänger in Serie herstellen und jährlich be- achtliche Stückzahlen ausliefern. Dort sind auch Anhöngerkonstruktionen ent- standen, die gegenüber früheren Typen wesentlich höhere Nutzlasten im Vergleich zur Eigenmasse ermöglichten, deren Fahrgestelle in ihrer Einfachheit und Leichtigkeit kaum noch unterboten werden können und die dennoch günstige Fahr- und Federungseigen- schaften bei den unterschiedlichsten Be- lastungszuständen bieten. Als Beispiel sei nur der kleine Lastanhänger HP 300 erwähnt, den Landmaschinenbauer in Torgau entwickelten und der inzwischen auch vom VEB Kraftfahr- zeugwerk „Ernst Grube" Werdau in Großserie gefertigt wird. Seine unkonventionelle Rad- führung mit gezogenen Längsschwingen (wie bei Zweiradhinterrädern), deren Prinzip unter-

dessen auch für die Hänger des VEB Stanz- und Emaillierwerk Großenhain übernommen wurde, erlaubt selbst „Porzellanfuhren über den Acker", ohne Bruch befürchten zu müs- sen. Angesichts des Angebots, das bei den Last- anhängern von 300 bis 750 kg Gesamtmasse reicht und neben Zeltklappanhängern auch Wohnwagen verschiedener Größen und Boots- transporter einschließt, ist ein Eigenbau höch- stens noch für spezielle Zwecke interessant, die von der serienmäßigen Palette nicht er- faßt werden. Hinzu kommt, daß sich im Eigen- bau die gewünschte Tragfähigkeit meistens nicht mit so geringer Eigenmasse realisieren läßt, wie das die Industrie in einer Serien- produktion vermag. Das schränkt aber be- sonders bei kleinen Pkw, deren zulässige An- hängemcisse (ungebremst) nicht allzu hoch ist. die Nutzlast empfindlich ein. Früher wurden auch Anhängerzugvorrichtun- gen einzeln angefertigt und dem Pkw ange- paßt. Inzwischen gibt es seit vielen Jahren in Serie gefertigte und vom KTA typgeprüfte Ausführungen für die Pkw unseres Handels- programms. Das ist nicht nur in der Ferti- gung rationeller und materialökonomischer, sondern erleichtert den Anbau am Pkw und sichert die Einhaltung erprobter Befestigun- gen. Damit wurden die Voraussetzungen für eine hohe Verkehrssicherheit im Anhänger-

betrieb geschaffen. Die Stückzahl der an Pk montierten Anhängerzugvorrichtungen dürft inzwischen die Anzahl der zugelassenen An hänger erheblich übersteigen, denn zah reiche Anhänger werden von mehreren Pkw Besitzern gemeinsam genutzt, und viele möch ten die Zugvorrichtung nur für den Fall a Wagen haben, um sich zum Beispiel für de Urlaub einen Anhänger ausleihen zu könne

Problem Elektrik

Hinter diesem insgesamt recht erfreuliche Entwicklungsstand in Sachen Anhänger ist j doch ein Detail um Jahrzehnte zurückgeblie ben, das uns Jahr für Jahr Leserfragen, Be schwerden und Vorschläge beschert, nämlic der korrekte, den gesetzlichen Bestimmunge entsprechende Anschluß der Anhängerblin leuchten. Gegenwärtig ist das Thema wied besonders aktuell, weil zahlreiche Pkw bei d technischen (Jberprüfung mit Anhängerblin schaltungen auffallen, die die gesetzliche Forderungen nicht erfüllen. Die Industrie i an dieser Situation nicht unschuldig. Das beginnt schon bei unzureichenden, j sogar irreführenden Informationen. In de meisten Anhänger-Betriebsanleitungen wir eine Zweikreis-Blinkanlage für den Pkw a notwendig erachtet oder sogar vorgeschri ben. Solch eine Vorschrift gab und gibt e

Informationen zum tkoda-Drehzahlmesser

Ein Bekannter hatte einen gebrauchten Skodu 120 LS erworben, bei dem jedoch der Drehzahlmesser so gut wie keine Reaktion zeigte. Nach mehreren vergeblichen Versuchen, entweder einen neuen zu erstehen bzw. eine Reparatur durch eine Tachometerwerkstatt durchführen zu lassen, wandte er sich schließlich an mich. (Ich bin als Diplomingenieur im Bereich der Elektroantriebstechnik und Elektroautomatisierungstech- nik tätig.) Bei dem Gerät handelt es sich um einen Drehzahlmesser auf elektro- nischer Basis mit Anzeige durch ein spezielles Drehspulmeßwerk. Es ist ein polnisches Fabrikat und wird von den koda-Werken offensichtlich als komplettes Zulieferteil eingesetzt. Bei der Reparatur habe ich mir die kleine Mühe gemacht und das Schaltbild ermittelt. Leider war die Beschriftung teilweise nur zu erraten. Besonders der Farbcode der Widerstände war kaum zu erkennen, so daß für die angegebenen Bau-

elementedaten keine Garantie übernommen werden kann. Bei der Reparatur stellte sich dann die Z-Diode D 3 als »Ubeltäter"

heraus. Sie hatte in beiden Richtungen Durchlaßcharakteristik. Da die Beschriftung von D 3 auch unter einer guten Lupe nicht eindeutig er- kennbar war, erfolgte der Einsatz durch Kontrolle über den Anzeige- wert. Zum Einsatz gelangte schließlich eine speziell ausgemessene SZX 19/5,1. Zur Eichung wurden ein Rechteckgenerator und ein Fre-

quenzzähler eingesetzt. Dabei ergaben sich eine recht gute Linearität und Genauigkeit des Anzeigewertes (etwa ± 100 U/min). Ob diese Werte im eingebauten Zustand auch noch erreicht werden, konnte nicht

nachgeprüft werden. Kurz zur Schaltungsbeschreibung: Es handelt sich um eine übliche

monostabile Kippschaltung aus T2 und T3, die über das impulsfo mende Netzwerk C 1, R 1, R 2, D 1, D 2 ausgelöst wird und dann de Anzeigeverstärker T 4 steuert. Durch die Z-Dioden D 3 und 0 4 ergab sich zwischen 12 Volt un 15 Volt Betriebsspannung keine nennenswerte Anzeigeänderung. Michael Maiwald, Magdebur

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öl 7U61A

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ßrekzu+1messer Skod 120/5 (‚o1rnsches Fabnka/)

we re s- n an age war nur e ner von ver- schiedenen möglichen Wegen, die gesetz-

lichen Forderungen zu erfüllen, die konkret

lauten

„(3) Werden hinter Fahrzeugen, die mit Blink- leuchten ausgerüstet sind, Anhänger mitge- führt, muß auch der letzte Anhänger des Zuges an der Rückseite ein Paar Blinkleuchten führen. (5) Sind Fahrtrichtungsanzeiger nicht im Blickfeld des Fahrers angebracht, so muß ihre Wirksamkeit dem Fahrzeugführer durch eine Kontrollampe oder eine akustische Anlage angezeigt werden." Der Gesetzgeber schreibt also - wie in qnde- ren Bau- und Betriebsbestimmungen auch - nur das Ziel vor, hier die Kontrolle der Blink- leuchten. Wie diese Kontrolle erreicht wird, ob mit zwei Schaltkreisen oder auf irgend- eine andere Weise, ist unerheblich. Selbst wenn der Pkw einen Zweikreisschalter hat (beim Trabant 601 S und 1, Wartburg 353 und Akoda 5 100 ist dessen 2. Kreis serien- mäßig mit der Parkschaltung belegt), erfordert der nachträgliche Einbau einer Zweikreis- Blinkanlage einen beträchtlichen Umbauauf- wand, den auch zahlreiche Werkstätten scheu- ten. Sie klemmten einfach die Anhängerblink- leuchten an den Heckblinkleuchten des Pkw mit an. Das erfordert keine Eingriffe in das Bordnetz, dafür sind nur kurze Leitungen im Heckbereich zu verlegen, das geht am schnell- sten und ist am billigsten. Wie uns Werk- stätten versicherten, gibt es auch nur für diese Primitivschaltung einen genehmigten Regel- leistungspreis. Deshalb wird sie noch heute angewendet, obwohl sie die gesetzliche For- derung aus folgenden Gründen nicht erfüllt:

62 StVZO, Absätze 3 und 5):

Erstens zeigt die Kontrollampe nicht an, wenn von insgesamt 3 Blinkleuchten (2 am Pkw + 1 am Hänger) eine ausfällt. Zweitens tickt der um 50 Prozent überlastete Blinkgeber langsamer, so daß die in den Baubestimmungen festgelegte Blinkfrequenz von 60 bis 120 Impulsen pro Minute bei einem Hell-Dunkel-Verhältnis von etwa 1:1 nicht immer erreicht wird. Drittens verträgt der Blinkgeber die Ober- lastung nicht auf die Dauer, und die gesamte Anlage wird störanfälliger. Ein Mängelschein, den man sich damit ein- fangen kann, wäre noch das kleinere Obel, Es könnte wegen der schlechten Erkennbar- keit (zu geringe Blinkfrequenz) oder unbe- merkt gebliebenen Ausfalls einer Blinkleuchte (fehlende Kontrolle) auch zu einem Unfall kommen, dessen Folgen und Kosten den Auf- wand für eine vorschriftsmäßige Blinkschaltung um ein Mehrfaches übersteigen!

Warnblinkvorrichtung mit Bedingungen

Mit der Einführung der Warnblinkvorrichtung sind auch für den Anhängerbetrieb schaltungs- technische Forderungen hinzugekommen, die sich mit den vorher üblichen Mitteln nicht mehr realisieren lassen. Wenn eine Warn- blinkvorrichtung vorhanden ist, muß sie „so geschaltet und eingestellt sein, daß alle am Kraftfahrzeug oder Zug angebrachten Blink- leuchten gleichzeitig blinken und die Bedie- nung über einen Schalter erfolgt" (Bedingung Nr. 1 der Ausnahmegenehmigung Nr. 23/68 des Mdl).

DER DEUTSCHE STRASSENVERKEHR 7/1981

g tioniert, aber ein angeschlossener Anhänger nicht mitblinkt oder daß die im Pkw instal- lierte Warnblinkvorrichtung bei Anhänger- betrieb nicht benutzt werden kann, weil das der Blinkgeber nicht verträgt, sind nicht er- laubt. Wie für alle anderen Beleuchtungs- einrichtungen, und zwar nicht nur für die zur Pflichtausrüstung gehörenden, sondern auch für diejenigen, die wahlweise angebracht sein können, gilt nämlich der im § 57 StVZO for- mulierte Grundsatz.,, Sie müssen jederzeit einsatzbereit und dürfen weder verdeckt noch verschmutzt sein". Hat der Pkw eine Warnblinkanlage, so schei- det das einfache parallele Anklemmen der Hängerblinkleuchten an die Heckblinkleuchten des Zugfahrzeugs von vornherein aus, denn beim Warnblinken muß mit länger andauern- dem Betrieb gerechnet werden, den der um 50 Prozent überlastete Blinkgeber mit Sicher- heit nicht aushält. Mit dem Einbau einer sol- chen Schaltung wäre also der Ausfall der Warnblinkanlage gerade im Warnfall bereits vorprogrammiert! Sollte es dadurch zu einem Unfall kommen, kann das auch für den- jenigen, der den Einbau ausgeführt hat, sehr unangenehm werden. Manche Werkstätten, deren Mitarbeiter um diese Zusammenhänge wissen, drücken sich daher um den elektri- schen Anschluß des Anhängers herum wie die Katze um den heißen Brei. Sie schrauben zwar die Zugvorrichtung am Pkw an, über- lassen den elektrischen Anschluß (und die Verantwortung dafür) aber lieber dem Pkw- Besitzer selbst. Dem Einbau einer Zweikreis-Blinkanlage steht nicht nur die Tatsache entgegen, daß es für zahlreiche Import-Pkw den dafür unerläßlichen Zweikreisschalter überhaupt nicht gibt. Ein weiterer Hinderungsgrund auch für die Fahr- zeuge, die einen Zweikreis-Blinkschalter haben, ist die für die Warnblinkvorrichtung geforderte „Bedienung über einen Schalter" (Bedingung Nr. 1 der Ausnahmegenehmigung Nr. 23/68 des Mdl). Das heißt, beim Einschal- ten des Warnblinkschalters muß die Warn- blinkvorrichtung am ganzen Zug funktionie- ren, ganz gleich, in welcher Schaltstellung sich alle übrigen Schalter (z. B. Zündschloß, Fahrtrichtungsblinkschalter) gerade befinden. Um diese Forderung für eine Zweikreis-Blink- anlage zu erfüllen, wäre ein komplizierter Warnblinkschalter (AKA 8600.31/4) notwendig, der zwar schon konstruiert (siehe Heft 7/77, Seite 236), bisher unseres Wissens aber noch nicht produziert und angeboten wurde. Er enthält außer einem Relais und der Kontroll- lampe nicht weniger als 6 Schaltsätze (3 Um- schalter und 3 Ein/Aus-Schalter), die alle mit dem einen Druckknopf bedient werden. So- lange es solche speziellen Warnschalter nicht gibt, ist eine Warnblinkvorrichtung in Ver- bindung mit der herkömmlichen Zweikreis- Blinkanlage bei Einhaltung der Bedingung Nr. 1 der Ausnahmegenehmigung nicht zu realisieren. Auch mit einem solchen Schalter wäre der nachträgliche Enbau mit einem kaum noch zumutbaren hohen Umbau- und Zeit- aufwand verbunden. Es gibt schaltungstechnisch viel elegantere und vor allem einfachere Lösungen, die keine komplizierten Eingriffe in das vorhandene Bordnetz erfordern, alle gesetzlichen Forde- rungen erfüllen und in Verbindung mit jeder

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Relais für Impulsbetrieb

Die einzelnen Varianten lassen sich z mit handelsüblichen Bauteilen reali aber es geht meistens nicht ganz oh rekturen oder Abgleicharbeiten. Kfz zum Beispiel sind so „großzügig" be und justiert, daß sie zwar Fanfare Nebelscheinwerfer mit Sicherheit schal dem in Anhängerblinkschaltungen e lichen Impulsbetrieb (60 bis 120 Scha pro Minute) aber versagen, wodurch hängerleuchte nicht blinkt, sondern Da ausstrahlt. Mit entsprechender Nachju (Vergrößung des Luftspaltes) kann z gewünschte Funktion erreicht werde dazu müssen die Gehäuse geöffn Anker und Kontaktabstände nachge also Eingriffe vorgenommen werden, Garantie der Hersteller erlöschen las ist verständlich, daß sich darauf kein statt einlassen will, denn sie muß Arbeit auch eine Garantie übernehme Unverständlich ist dagegen, daß die B der Fahrzeugelektrik, die Hersteller d Relais seit nunmehr 6 Jahren von neuen Einsatzgebiet ihrer Erzeugniss Kenntnis nehmen und die Relais gena schon vor Jahrzehnten unverändert pr ren. Dabei würde eine geringfügige rung der Wicklung bzw. der Justieru in der Fertigung keinen zusätzlichen A kosten müßte, den Einsatz für die An blinkschaltungen sichern, ohne die V barkeit für andere Schaltaufgaben (F Scheinwerfer) zu beeinträchtigen. Relais, die im Impulsbetrieb zuverlä beiten, werden übrigens im VEB Fa elektrik Pirna bereits gefertigt un Warnblinkschalter (AKA 8600.31/1 für integriert. Wir erhielten auch scho schläge, für den Anhängerbetrieb zwe Warnblinkschalter einzusetzen, von d der Schaltung nur de Relais angesc werden, während die übrigen Konta die Kontrollampe ungenutzt bleiben. blick auf den Material- und Kostena wäre das ähnlich „ökonomisch" wie packung eines Briefes in einem Post hälter. Wären diese Relais für 6 und auch einzeln oder 2 Stück als Satz zus aefaßt erhältlich, so stünde ein Bau den Anhängerbetrieb zur Verfügung alle Fahrzeugtypen, ohne und mit Wa anlage, für einheimische ebenso wie portierte, verkehrssichere Bedingun währleisten würde. Eine zuverlässige, den gesetzlichen Be gen entsprechende Kontrolle läßt sich Relaisschaltung bereits mit 2 handels Kontrollampen erreichen. Bei Einsa zusätzlichen Stromrelais oder einer Tr schaltung wäre auch mit einer Kontr für den Anhänger auszukommen. Es g Beispiel mit elektronischen Mittel andere Schaltungsmöglichkeiten, die setzlichen Forderungen erfüllen. Ein essante Variante wird auf den folgen ten vorgestellt. Was jedoch unbefri bleibt, ist die Tatsache, daß den gese Bestimmungen entsprechende Lösung immer nicht angeboten werden, son durch Basteln zu erreichen sind. Eberhard

für Anhangerbetrieb

In den Heften 5/75 und 1/76 wird als ein- fachste, billigste und zuverlässigste Schaltung die Steuerung der Anhängerblinkleuchten über zwei zusätzliche Relais angegeben. Diese Schaltung (Bild 1) erfordert keine Eingriffe in die serienmäßige Installation des Pkw und kann mit jeder Warnblinkanlage zusammen- arbeiten. Die Relais, die jeweils maximal den Strom einer 21-Watt-Blinklampe des Anhän- gers (3,5A bei 6V; 1,75A bei. 12V) schalten müssen, belasten den serienmäßigen Blink- geber mit weniger als 10 Prozent der Nenn- last, so daß die Blinkfrequenz fast nicht ver- ändert wird. Der Ausfall einer Blinklampe des Zugfahrzeuges macht sich genauso wie bei Betrieb ohne Anhänger bemerkbar. Zur Strom- versorgung der Anhängerblinklampen dient eine gesonderte, getrennt abgesicherte Lei- tung von Klemme 30, um Warnblinken mit Anhänger zu gewährleisten. Die Blinkleuchten des Anhängers blinken im gleichen Rhythmus wie die des Zugfahrzeuges. Ein Schalten der Anhängerblinklampe mit Leistungstransistoren wie in Heft 1/77 vorge- schlagen (Bild 2), ist nicht so günstig, weil durch sie ein Spannungsverlust von etwa 1 V auftritt, wodurch die Anhängerblinklampen sichtbar dunkler brennen. So sinkt bei 6-V- Anlagen die umgesetzte Leistung einer 21-W- Lampe auf etwa 17W, wodurch weniger als

70 Prozent Leuchtstärke erreicht werden, bei

12-V-Anlagen verbleiben etwa 19W mit etwa

80 Prozent Leuchtstärke. Im übrigen sind die

1 Die Stromkreise der Anhöngerblinkleuch- ten (rot eingezeichnet) belasten weder den Blinkgeber des Pkw, noch dessen Sicherung.

+30

zusätzliche 1

Sicherung

1

1

8A

+15

_KontrolIe

links

Blink-

geber

–o

Blirikschalter

0-

Blinkleuchten Pkw

je2lW

" Anhä nger

24

rechts

(

wegen ihrer besseren thermischen Eigenschaf- ten gegenüber Germanium-Transistoren unbe- dingt einzusetzenden Silizium-Transitoren teurer als Relais und auch nicht so robust wie Relais (Kurzschlüsse führen immer zum Aus- fall der Transistoren). Aber auch bei der Auswahl der Relais muß man sich für deren sichere Funktion bei Span- nungen von 5 bis 8V bei 6-V-Anlagen bzw. 11 bis 15V bei 12-V-Anlagen und Temperaturen zwischen —20 und +70°C interessieren. Auf diese Probleme wurde bei Einsatz von Signal- relais für Kfz in Heft 1/76 eingegangen. Unter Umständen sind auch andere handels- übliche Relais (z. B. ROK 66 mit in Reihe ge- schalteten Schutzgaskontokten für 12-V-Anla- gen) einsetzbar. In den Schaltungen (Bilder 1 und 2) fehlt noch die gesetzlich geforderte Kontrolle der Funktion der Anhängerblinklampen. Diese Lampen snd bei Anhängerbetrieb noch wich- tiger als die hinteren Blinklampen des Zug- fahrzeuges, weil ein von hinten Kommender meist nur die Anhängerleuchten sehen kann. Bisher bekannt sind zwei prinzipielle Möglich- keiten der Kontrolle der Anhängerblink- lampen.

1. Kontrolle mit Stromrelais oder Transistorschaltung in der Stromversorgungsleitung

In die von Klemme 30 zu den Relais führende Leitung wird entweder eine Stromspule mit Schutzrohrkontakt (Bild 3) oder ein nieder- ohmiger Meßwiderstand mit Transistorschalter (Bild 4) gelegt. Diese Lösung hat den Vorteil des geringsten Aufwandes, da keine zusätz- liche Leitung von vorn nach hinten verlegt werden muß. Die Kontrollampe leuchtet mit der gerade eingeschalteten Anhängerblink- lampe auf und ist während der Blinkpausen dunkel. Bei Variante 4 fällt jedoch über dem Meß- widerstand eine Spannung von etwa 1 V ab, wodurch die Leüchtstärke der Anhängerblink- lampen stark zurückgeht. Der Meßwiderstand muß aus Widerstandsdraht selbst hergestellt

werden, da derart kleine Werte nicht handels- üblich sind. Mit Variante 3 wird der Span- nungsabfall unter Verwendung von Brems- kontrolirelais fast vollständig vermieden. Allerdings sind die Stromrelais für 12-V-Anla- gen nur durch Umwickeln dieser Relais reali- sierbar. Für 6-V-Anlagen kann das Brems- kontrollrelais mit 12 V Nennspannung ver- wendet werden, weil eine 6-V-Blinklampe etwa den gleichen Strom zieht wie zwei 12-V- Bremslichtlampen (jeweils 21 W). Nachteilig ist bei dieser Lösung, daß während der Fahrt köine Kontrolle besteht, ob der Kupplungsstecker des Anhängers in der Steck- dose steckt und die Blinklampen in Ordnung sind. Ein Defekt im Anhänger-Blinkkreis wird erst bemerkt, wenn geblinkt werden soll. Außerdem bringt Warnblinken mit Anhänger Probleme, da über die Meßglieder dann der doppelte Strom fließt.

2. Kontrolle mit zwei parallel zu den Relaiskontakten liegenden Kontrollampen

Entsprechend Bild 5 sind außer der Stromv sorgungsleitung zwei zusätzliche Leitungen den Relais erforderlich, um die beiden Ko trollampen im Wechseltakt zu den Anhäng blinklampen zu schalten. Sind die Rela kontakte offen, leuchten die beiden Kontr lampen ständig, wenn die Kupplungsverb dungen und die Anhängerblinklampen Ordnung sind. Die Anhängerblinklamp leuchten dabei nicht, weil der durch die Ko trollampen bestimmte Strom sehr klein i Schließt der Kontakt eines Relais, wird Kontrollampe dieser Seite überbrückt, wodu sie verlischt. Außerdem wird die Anhäng blinklampe an volle Spannung gelegt.

Damit sind schon die Vor- und Nachteile d ser Lösung dargestellt. Der Aufwand ist re tiv groß, aber es werden nur handelsübIi Bauteile verwendet. Während der Fahrt man eine ständige Kontrolle, ob der Kup lungsstecker des Anhängers in der Steckdo steckt, bzw. man wird ständig daran erinn daß ein Anhänger mitgeführt wird. Die A hängerblinklampen werden mit voller Spa nung versorgt, so daß deren Helligkeit du die Kontrollschaltung nicht vermindert wi Auch Warnblinken mit Anhänger ist u problematisch.

2 Auch die Transistorsteuerung vermeidet unzulässige Belastungen, aber die An- hängerblinklampen leuchten mit vermin- derter Helligkeit.

3Oö

21W ()<)

9+15

1W 605 ab. Si - npn

Anhänger

(X)21W

DER DEUTSCHE STRASSENVERKEHR 7/19

3

84aa

UI

ßremskontrollrelois (für l2V:34 Wdg. CuL mm )

Anhänger

3 Die Kontrollschaltung ist beim Warn- blinken problematisch, weil dabei der dop- pelte Strom durch das Stromrelais fileßt.

Fahrt- und Blinkkontrolle mit einer Lampe

Um die Vorteile der beschriebenen Kontroll- schaltungen zu vereinen und deren Nachteile möglichst zu vermeiden, wurde die in Bild 6 dores€ellte Schaltung entworfen und erprobt. So funktioniert sie:

Wird der Kupplungsstecker in die Steckdose eingeführt fließen durch die Anhängerblink- lampen die Teilströme IL und IR, die im we- sentlichen durch die Widerstände RL und RR bestimmt werden. Diese Ströme sind so klein, daß die Anhängerblinklampen vollkommen dunkel bleiben. Die Summe dieser beiden Teilströme fließt durch den Meßwiderstand RM, der so bemessen ist, daß der Transistor nui dann durchgesteuert wird, wenn der Strom IM = IL + IR ist. Die vom Transistor geschal- tete Kontrollampe leuchtet somit während der Fahrt mit Anhänger ständig, wenn nicht ge- blinkt wird. Rutscht der Stecker während der Fahrt aus der Steckdose, oder fällt eine Blink- lampe aus, verlischt die Kontrollampe, weil entweder gar keiner oder nur noch einer der beiden Teilströme durch den Meßwiderstand RM fließt. Beim Einschalten zum Beispiel der linken Blinklampen des Zugfahrzeuges zieht das linke Relais an, wodurch dessen Arbeitskon- takt schließt. Dadurch wird einerseits, versorgt über die Leitung 30, die linke Anhängerblink- lampe an volle Spannung gelegt, während andererseits der Widerstand RL parallel zu RM geschaltet wird. Der Strom durch RM sinkt dadurch auf ungefähr die Hälfte, wodurch der Transistor sperrt. Die Kontrollampe verlischt im Wechseltakt zu der eingeschalteten Anhän- gerblinklampe. Die gesamte Anlage kann ausschließlich mit handelsüblichen Bauteilen aufgebaut werden. An der serienmäßigen Blinkschaltung sind keine Anderungen erforderlich, und der zu- sätzliche Verdrahtungsaufwand ist relativ ge-

DER DEUTSCHE STRASSENVERKEHR 7/1981

4 Der Meßwiderstand RM

Helligkeit der Anhängerblinklampen. Beim Warnblinken (doppelter Strom) sind die Licht- verluste noch größer.

reduziert die

5 Nachteile wie bei 3 und 4 gibt es nicht. Die zwei Kontrollampen sind d an + 15 angeschlossen, damit sie nic bei abgestelltem Zug leuchten.

6 Die Schaltung nutzt die Vorteile der

Variante 5, erfordert aber nur eine Kon- trollampe, die den Anhänger nicht nur beim

Blinken, sondern auch während der Fahrt überwacht.

ring. Es wird auch kein Gerät du Anhängerblinken überlastet. Durch d

trollschaltung wird die Leuchtstärke

hängerbli nkla m pen

nicht

vermind

Armaturenbrett ist nur eine Kontr unterzubringen. Insgesamt benötigt die

tung zwei lange Leitungen von vo hinten. Die Schaltung kann für b Bordspannungen verwendet werden blinken mit Anhänger ist unproblemat der Strom durch den Meßwiderstand wird, wenn beide Anhängerblinkle gleichzeitig an Spannung gelegt wer Kontrollampe ist maximal ausgen ständiges Leuchten signalisiert dem daß ein Anhänger mitgeführt wird u beide Anhöngerblinkkreise in Ordnu Bei der Fahrtrichtungsanzeige bli Kontrollampe im Wechseltakt zu de lampen. Werden die beiden Schaltrelais vo dem Armaturenbrett untergebracht, gesamte Schaltung einschließlich d trollbausteins zu einer Einheit zusam faßt und außerhalb des Fahrzeug montiert und verdrahtet werden. Im P dann lediglich noch die Anschlüsse Blinkleuchten (L und R), zur Kontrolla den Sicherungen 30 und 15 sowie den Leitungen von den Relaisklem

85 zur Anhängersteckdose zu verlegen men L54 und R 54)). Ein Schaltrel aber beim Blinken stets mit, auch o hänger. Wer auf diese „akustische B trolle" keinen Wert legt, kann die R Heck einbauen und nur den Kontroll nahe der Kontrollampe unterbringe in diesem Fall sind 2 lange Leitung Heck zum Armaturenbrett nötig. Der Materialaufwand für die Gesam liegt unter 20M, wobei die beiden den größten Teil der Kosten ausmach

+309

9+15

zusätzliche

Sicherung

BA

jellw

)

je2lW

RM

2291f4W

14F517

S-np

E

86''

RL

RR

6V:je 240 S2 1/4W 12.V:je 510 2 1L2W

21WAnhänger cK21W

Friedrich Vettermann

.

Als mein Lada (WAS 2101) etwa 9000 km ge- laufen war, machte sich eine Störung bemerk- bar, die meines Erachtens auch bei anderen Wagen auftreten kann.

Bei Geschwindigkeiten ab 70 km/h zeigte sich ein leichtes Stottern des Motors (ruckartige Bewegungen des Pkw). Kurze Zeit danach (etwa 5 km) lief der Pkw weitere 50 km wieder völlig normal. Danach trat das Stottern wie- der auf, und zwar verstärkt. Nach etwa 2 km blieb der Motor ganz stehen. Uberprüfungen der Zündanlage (einschließlich Betätigung der Starterklappe) führten zu keinem Erfolg. Der Motor sprang nur noch für 10 bis 15 Sekunden an und blieb danach sofort wieder stehen.

Die Kontrolle der Kraftstoffzuführung brachte den Fehler an den Tag: Die Demontage der Benzinpumpe zeigte, daß sie völlig ver- schmutzt war. Geringe Verschmutzungen fand ich auch beim Vergaser und bei der Kraftstoff- leitung.

Was war die Ursache? Ich entdeckte einen völlig verschmutzten Tank (Bodenschicht). Der Tank ist offensichflich schon beim Hersteller unsachgemäß gelagert worden. (Mein Tank ist vom ersten Tage der Nutzung an mit einem Tankschloß versehen!) Als Soforthilfe unter- wegs genügte die Reinigung der Benzin- pumpe. Unter Garagenbedingungen reinigte ich später Kraftstofftank, Zuleitungen und Vergaser.

M. Jöncke, Magdeburg

koda 105/120

Volle zweite Stufe

Ich möchte darauf hinweisen, daß der im Beitrag „Besseres Gasgeben" (3/1981) gege- bene Tip nicht unproblematisch ist. Bei zu großer Verlängerung des Gashebels erfolgt nämlich keine vollständige Öffnung der Dros- selklappe mehr, wodurch eine Leistungsver- minderung eintritt, weil die zweite Stufe des Vergasers nicht voll arbeitet.

Ich bin Kfz-Schlosser und habe solche „Fehl- konstruktionen" schon erlebt.

D. Resch, A'rnstadt

26

L1

Skoda 1055

Armlehnen

Vom Skoda 105S und seiner „Zugvorrichtung" zum Schließen der Türen ist mehrfach berich- tet worden. Ich bin der Meinung, daß selbst nach Einbau von Originalarmlehnen von einer Ellenbogen- und Handunterstützung kaum die Rede sein kann. Sie sind zu niedrig, zu kurz und zu schmal. Von den im Ersatzteilangebot befindlichn Armlehnen schienen die des Lada 2103 am besten geeignet zu sein, meine Wünsche zu erfüllen (siehe Foto; die Pfeil- ebenen zeigen die bei allen Skodas 105/120 übliche Anschraubebene für Armlehnen. Der Abstand zwischen den Pfeilspitzen weist auf die alte Auflagelänge). Sowohl Fensterkurbel als auch Türinnenklinke sind einwandfrei bedienbar. Das eingearbei- tete Griffelement der Loda-Armlehne garan- tiert ein sicheres Schließen der Tür. Auch beide Kunstlederstrukturen stimmen gut überein.

Die effektive Armlehnenhöhe habe ich um 70 mm angehoben. Notwendig für dieses An- dern ist jedoch die Anfertigung eines Hilfs- bleches, dessen Maße (für die linke Seite) in der Skizze angegeben sind. Das Hilfsblech wird im farbgrundierten Zustand in den Tür- innenraum eingebaut; und zwar so, daß die Bohrungen 0 6,5 mm/210 mm deckungsgleich in den bereits vorhandenen vorgestanzten Langlöchern des Tür-Innenbleches erscheinen. An der mit „X' gekennzeichneten Stelle wird zur Stabilitätserhöhung des Hilfsbleches durch Tür-Innenblech und Hilfsblech eine zusätz- liche Bohrung (Ø 4,5 mm) eingebracht. Die Montage des Hilfsbleches erfolgt als M4- Schraubverbindung mit entsprechend ange- paßten Unterlegscheiben. Die zuvor entfernte

Aufbringen der Tür-Innenverkleidung ist not- wendig. Zuvor werden in diese die Löcher für die neuen M8-Halteschrauben mit einem 12er-Locheisen geschlagen, so daß die so ge- wonnenen Lederteile zum sauberen Verkleben der alten Löcher Verwendung finden können. Die Armlehne wird am oberen Teil mit einer 5er-Karosserieschraube arretiert. Für das Anbringen der kurzen Armlehnen (mit einem Lochabstand von 150 mm, siehe Klam- merwert auf Skizze) würde sich das Hilfsblech auf eine Länge von 240 mm verkürzen. Werden die kurzen Armlehnen an den Hinter- türen angebracht, ist eine zusätzliche Bohrung (0 10 mm) durch das Tür-Innenblech für die Positionierung der vorderen MB-Schraube not- wendig. Zweckmäßig ist auch die Änderung des Randabstandes von 50 auf 70 mm. Mit diesem Einbau der Lada-Armlehnen er- höht sich meines Erachtens der Fahrkomfort für Fahrer und Insassen spürbar.

Hans Kühn, Karl-Marx-Stadt

Anhängerzubehör

Praktischere Spiegel

Das im VEB Kraftfahrzeugzubehörwerk Halle hergestellte Spiegelgestell ist ziemlich „flexi- bel" und gewährleistet deshalb keine gute Sicht nach hinten. Außerdem ist es viel zu groß, wenn man es während des Urlaubs ver- stauen will. Nicht immer kann man es ja auf dem Dach lassen. Der früher im VEB Blewa Schleiz hergestellte Rückspiegel war zu akzeptieren. Er blieb auf Grund seiner Dreipunktbefestigung vibrations- frei. Aber die Befestigung an der Karosserie (Bohrung) befriedigte viele Spiegelinteressen- ten nicht. Geht es nicht praktischer, einfacher?

Ich habe nachgedacht und kam auf eine brauchbare Lösung. Sie hat sich auf meiner letzten Urlaubsfahrt nach Ungarn und zurück bewährt. Diese Spiegel sprachen bei Caravan- fahrern an. Das Spiegelpaar ist im Hand- umdrehen am Fahrzeug angebracht. Ebenso schnell kann es auch wieder abgenommen und im Kofferraum untergebracht werden.

Durch die etwa 180 cm2 großen Spiegel ist eine gute Sicht nach hinten gewährleistet, dazu trägt auch die vibrationsfreie Dreipunkt- aufhängung wesentlich mit bei.

DER DEUTSCHE STRASSENVERKEHR 7/1981

Kein Loch braucht in die Karosserie oder in den Kotflügel gebohrt zu werden. Mit einer Spiralfeder, die am Spiegelgestell angebracht ist, wird das Gestell zwischen Kotflügel- aussparung und Kühlerhaubenspalt selbstän- dig festgehalten. Damit beim Anstoßen mit dem Spiegel an irgendwelchen Hindernissen keine größeren Schäden entstehen, ist ein Abknickpunkt am Trägerarm angearbeitet worden (flachgedrück- tes Stück am Trögerarm, unmittelbar am Niet 6>< 20). Damit die drei Punkte (zwei Krallen oben am Kühlerhaubenspalt und am Trägerarm unten; Kotflfügelaussparung) keine Scheuerstellen verursachen können, sind diese mit einer PVC- Schicht ummantelt worden (Werkzeuggriffe- Ummantelung). PVC-Schlauch, der in heißem Wasser weichgemacht wird, läßt sich dazu auch verwenden. Als Spiegel benutzte ich den vom Multicar M 24/25. Das Rohr muß nicht unbedingt einen 14 mm Durchmesser (wie im Bild) haben.

Das Spiegelgestell kotin lackiert werden. Die- jenigen, die etwas' Besonders hoben möchten, können es polieren und verchromen lassen.

Hilmar Schmidt, Suhl

Ein ähnlicher Spiegel wird unterdessen serien- mäßig hergestellt. Wir haben die begrüßens- werte Neuentwicklung vom VEB Chemieanla- genbaukombinot Leipzig im Mai zur Erpro- bung übernommen und werden später über unsere Erfahrungen berichten

Die Redaktion

Zastava 1100

Temperaturanzeige

Seit gut einem Jahr fahre ich einen Zostava 1100 und bin mit diesem Wagen sehr zufrie- den. Allerdings hat mich die fehlende Kühl- wassertemperaturanzeige ständig beunru- higt, denn die vorhandene Kontrolleuchte signalisiert ja nur einen bereits überhitzten Motor. Erreicht der Motor dagegen nicht die Betriebstemperatur, bemerkt man das erst (wenn überhaupt) am zu hohen Benzinver- brauch. Um mir selbst eine entsprechende Tempera- turanzeige einzubauen, habe ich die Veröf- fentlichungen im „Deutschen Straßenverkehr" (6/78, 10/79 und 2/80) durchgesehen. Bei allen Vorschlägen wurde zwar das handelsübliche Temperaturanzeigegerät Typ A 12-120 vom Wartburg 353 empfohlen, aber beim dazuge-

DER DEUTSCHE STRASSENVERKEHR 7/1931

Er erfordert sicher auch einige Erfahrung. Darum habe ich die Meßwertgeber anderer Pkw-Typen in ihren äußeren Abmessungen überprüft, Ergebnis: Der Meßwertgeber vom Lada 2103 paßt ohne Veränderungen in die vorhandene Gewindebohrung des Zastova- Temperaturschalters. Um den Meßwertgeber und das Anzeigeinstrument nicht über einen Einstellwiderstand aufeinander abstimmen zu müssen, habe ich auch das Anzeigeinstru- ment vom Lada 2103 gewählt. Dieses Instru- ment wurde, wie im Heft 6/78 beschrieben, in der Frontplatte des Aschenbechers einge- baut. Zum elektrischen Anschluß des Meß- wertgebers habe ich das vorhandene Kabel zur Warnlampe bis zum Geberanschluß des Meßgerätes verlängert und das Meßgerät entsprechend den geforderten Anschlüssen verdrahtet. Die Kontrolleuchte im Armaturenbrett verwen- dete ich (nach Hinweis in Heft 2/80) als An- zeigeleuchte für den Lüfterlauf. Die Temperdturanzeige hat sich inzwischen ein Jahr bewährt und gezeigt, daß im Som-

mer selbst bei sehr hohen Temperaturen und großer Belastung das Kühlsystem völlig aus- reichend ist. Sie hat aber auch gezeigt, daß im Winter oft die Betriebstemperatur nicht erreicht wird und der Kühler zum größten Teil abgedeckt werden kann bzw. muß.

Bernd Wipper, Magdeburg

Die Erfahrungen von Bernd Wipper können wir bestätigen. Der Zastava-Motor gerät selbst im Anhängerbetrieb (,‚Bostei") nicht in Tem- peraturbereiche, die bedenklich wären. Inso- fern ist eine Temperaturüberwachung nicht nötig. Aber in den kühlen und kalten Mona- ten erreicht er die optimale Betriebstempera- tur ohne teilweise Abdeckung des Kühlers nicht. Und das offenbart eben erst ein Kühl- wasserthermometer. Uns bewahrte das nach- träglich installierte Instrument sogar vor einem größeren Motorschaden. Als nach einer An- lasserinstandsetzungf vergessen wurde, eines der bei den Montagearbeiten vom Wärme- schalter für das Lüfterrelais abgezogenen Kabel wieder aufzustecken, wanderte der Zei- ger des Thermometers in den roten Bereich. Das gab es zuvor noch nie. Am Laufverhalten des Motors konnten wir aber nichts Ungewöhn- liches bemerken. Da wir noch ein Stück Pappt vor dem Kühler hatten, die Außentemperatu- ren aber schon frühlingshaft waren, hielten

gleichsbehälter brodelte es wie in

Hexenkessel. Der Lüfter drehte sich n

Glücklich

konnten wir die Fahrt nach dem A von rund drei Litern Wasser fortsetze lich schlossen wir zuvor erst noch da an). Mit hoher Wahrscheinlichkeit Thermometersignal vor einem Motor bewahrt.

fiel uns das Kabel ein

koda 105/120

Die R

Vergaserbrandgefa

Bei dem neuen Jikov-Vergaser des EDSER befindet sich im Kraftstoff-Ein zen ein kleines Krafstoffsieb. Dieses durch eine Verschlußschraube mit D gesichert. Durch starken Benzinger merksam geworden, stellte ich fest, die Verschlußschraube gelockert 'von dort Benzin direkt auf den Ausp mer tropfte, wo es zischend verdam der Einloßstutzen - „hinter" dem V liegt, empfiehlt es sich, das Festsit Verschlußschraube (13er Schlüssel) kontrollieren.

H. Seideman

Lada

Klappern in Front

Bei meinem Lada 1300 stellten sich n 10000 Fahrkilometern beim Befah Kopfsteinpflaster im Vorderwagen geräusche ein. Bei den Durchsichten 20 Tkm) in verschiedenen Vertragsw ten konnte die Fehlerquelle für das geräusch nicht ermittelt werden.

Da mich das Klappern sehr störte, v ich, die Ursache selbst festzustellen. D ler lag am Zwischenlenkhebel, wo ein fügiges Spiel entstanden war. Ich ko Fehler allein beheben, indem ich de der Kronenmutter herauszog und die mutter um zwei Kerben fester zog. versah ich die Kronenmutter mit eine Splint, und der Schaden war behob

Da der Zwischenlenkhebel am Kar boden (rechts) befestigt ist und auch mittleren und rechten kurzen Spursta bunden ist, übertrug sich das Klap den ganzen Wagen und konnte so geortet werden.

Dr. Bläsk

LW$cI1en lenl'rrtebel

selbstsicher

t'luter

Sicher

fahren-

Das Motto „Sicher fahren - Kraftstoff sparen" ist von ständiger Aktualität. Der Zwang zum rationellen und sparsamen Einsatz von Ver- gaser- und Dieselkraftstoff beim Betrieb von Kraftfahrzeugen ist demzufolge keine vor- übergehende Erscheinung sondern bleibt weltweit solange bestehen wie die gegen- wärtigen Antriebsquellen für Kraftfahrzeuge massenhaft im Einsatz sind. Es kommt des- halb im Straßenverkehr darauf an, durch sicheres und wirtschaftliches Fahren zur best- möglichen Verwirklichung der Rechtsvorschrif- ten beizutragen. Dabei besteht zwischen der Wahl einer angemessenen Geschwindigkeit, ökonomischer Fahrweise, hoher Verkehrssicher- heit und Umweltschutz ein unmittelbarer Zu- sammenhang. Die effektivste Verwendung von Treibstoffen liegt sowohl im gesellschaftlichen Interesse als auch im Interesse jedes Fahrzeugführers selbst. Es ist unser Anliegen, Sie mit unseren Fragen auf einige Aspekte hierzu aufmerk- sam zu machen.

Ihre Antworten senden Sie bitte auf einer Postkarte an

Redaktion Der Deutsche Straßenverkehr 8072 Dresden PSF 136

Von jedem Verkehrsteilnehmer werden in einer Grundregel für das Verhalten im Stra- ßenverkehr die besondere Vorsicht und Rück- sichtnahme gegenüber hilfsbedürftigen und älteren Bürgern gefordert (Paragraph 1 Ab- satz 2 StVO). Diese Rechtspflicht mit Leben zu erfüllen, muß unser Handeln bestimmen - das gilt immer, nicht nur im internationalen Jahr der Behinderten. Anliegen unserer Fragen war es, zu einem größeren Verständnis für die Schwierigkeiten und Besonderheiten dieses Personenkreises bei seiner Teilnahme am Straßenverkehr bei- zutragen.

Auflösung 1

Wir schilderten Ihnen eine Verkehrssituation, in der Sie als Fahrzeugführer einschätzen müssen, ob durch das Verhalten des älteren Fußgängers eine plötzliche Gefahr entsteht. Der Vertrauensgrundsatz, wonach jeder im allgemeinen darauf vertrauen darf, daß sich auch die anderen Verkehrsteilnehmer pflicht- gemäß verhalten, ist nicht anwendbar, wenn es sich um Kinder, ältere oder hilfsbedürftige Bürger handelt. Um reaktionsschnell die rich- tige Entscheidung treffen zu können, ist es vielfach notwendig zu wissen, mit welcher Geschwindigkeit sich im Durchschnitt ältere Bürger fortbewegen. Richtig war die Antwort C.

Auflösung 2

Unter Beachtung der Laufgeschwindigkeit des

28

lqnmw

Unser Preisausschreiben

Einsendeschluß ist der 21. August 1981 (Datum des Poststempels). Die Hauptabteilung Ver- kehrspolizei im Ministerium des Innern und die Staatliche Versicherung der DDR stellten uns für die richtigen Antworten die folgenden 32 Preise zur Verfügung:

1 >< 500,— Mark

3 >< 250,— Mark

7 >< 100,— Mark 21 )< 50,— Mark

Frage 1

Wie überwachen Sie den Kraftstoffverbrauch Ihres Fahrzeuges am zweckmäßigsten?

A) Ich schätze den Verbrauch.

B) Ich ermittle Verbrauch und Fahrstrecke nach jedem Betanken.

C) Ich ermittle Verbrauch und Fahrstrecke nach jedem Betanken, führe jedoch Buch darüber und bin somit in der Lage, den durchschnittlichen Kraftstoffverbrauch pro 100km für eine längere Fahrstrecke zu errechnen.

Frage 2

Was tun Sie zuerst an Ihrem Fahrzeug, wenn

gehbehinderten Fußgängers sowie eines mög- lichen Stehenbleibens auf der Fahrbahn ist es aus der Sicht des sich nähernden Fahr- zeugführers in der dargestellten Situation in jedem Falle richtig, die Geschwindigkeit zu vermindern, um den gehbehinderten Fußgän- ger - der die Fahrbahn langsam überquert (siehe Auflösung 1) - nicht zu bedrängen, ihm das langsame Verlassen der von Ihnen benutzten Fahrspur zu ermöglichen. Falls erforderlich, ist in ausreichender Entfernung anzuhalten, um den betreffenden Fußgänger nicht vollends zu verunsichern. Somit war die Antwort C richtig.

Die (Jberlegung, daß der Fußgänger Ihre Fahrspur bereits verlassen hat, entspricht dem Grundsatz der besonderen Vorsicht und Rücksichtnahme.

Auflösung 3

Das Zusatzzeichen Bild 420 bedeutet „nur gültig für Schwerst-Gehbehinderte'. Zusam- men mit Vorschriftszeichen zur Parkordnung dürfen auf den gekennzeichneten Stellflächen nur Fahrzeuge geparkt werden, deren Fahrer eine Ausnahmegenehmigung für Schwerst- Gehbehinderte erteilt ist. Für alle anderen Fahrzeuge besteht hier Parkverbot. Derartige Festlegungen zu ignorieren stellt eine grobe Rücksichtslosigkeit gegenüber dem Personen- kreis dar, für den diese Stellflächen reserviert werden.

Kraftstoff

sparen

der errechnete Kraftstoffverbrauch übermä hoch ist?

A) Ich lasse überprüfen bzw. überprüfe sys matisch selbst: die Kraftstoffanlage, Zündanlage, das Fahrwerk und ander

B) Ich erhöhe den Reifeninnendruck über d vorgeschriebenen Wert, um den R widerstand des Fahrzeuges zu verminde

C) Durch den Anbau von gebastelten Sp lern, Luftleitblechen, Verkleidungen v suche ich, den Luftwiderstand des Fahrze ges günstig zu beeinflussen.

Frage 3

Wie können Sie durch entsprechende Fa weise den Kraftstoffverbrauch positiv bee flussen, ohne die Flüssigkeit und Durchl fähigkeit im Straßenverkehr zu beeinträch gen?

A) Ich nutze das Beschleunigungsvermög meines Fahrzeugs im Rahmen der St immer voll aus.

B) Ich bemühe mich, jeweils eine an Straßen- und Verkehrsverhältnisse an paßte, möglichst längere Zeit annähe gleichbleibende Geschwindigkeit du vorausschauendes Fahren einzuhalten.

C) Ich fahre immer wesentlich langsamer, es die StVO sowie Wetter-, Sicht- u Fahrbahnverhältnisse zulassen.

Gewinner

Unter Ausschluß des Rechtsweges ermittel wir unter den richtigen Einsendungen die genden Gewinner:

500,—Mark: Ursula Blanke (Arendsee) 250,Mark: Ernst Görnandt (Potsdam), Bir Klawa (Bergen), Gerd Rodeike (Fürstenwal 100,— Mark: Christine Busch (Zedtlitz), Ac Groß (Wernigerode), Claudia Keil (Zwick Helga Reinke (Rostock), Viola Schaffert (L kenwalde), Christian Schmidt (Radebe Herta Schneider (Dresden)

50,— Mark: Heike Daunert (Bad Dober B. Doleczik (Lehnstedt), Peter Domag (Bad Wilsnack), Ernst Finselberger (Kyri Tilo Frühauf (Sangerhausen), Helmut G gele (Geraberg), Hauptpostamt 1, Kolle der Abteilung PZ (Karl-Marx-Stadt), K Honigmann (Zerbst), Hans Klappenb (Brandenburg-Kirchmöser), Sylvia Klun (Bad Düben), Fritz Krost (Halle-Neusta Rudi Neidhardt (Lauchhammer), D. Nicol (Berlin), Petra Petri (Halle-Neustadt), G Rahn (Bad Klosterlausnitz), Karl-Heinz Sch (Halle), Reimund Schneider (Arnsdorf), G hard Schönekäs (Leinefelde), Manfred St (Großderschau), Ulrich Streck (Dessau), W gang Zienke (Böhne).

Herzlichen Glückwunsch! Die Post bri Ihnen demnächst die Postanweisung ins H

DER DEUTSCHE STRASSENVERKEHR 7/1

Pl

Inmitten der riesigen Gobi stehe ich plötzlich vor einem blauen Schild mit einem weißen P, dem international bekannten Zeichen für einen Parkplatz. Wenig später kommen, eine Staub- wolke hinter sich herziehend, zwei Motorräder angerast. Die Fahrer stellen ihre Zweiräder neben dem Schild ab und hocken sich auf den steinübersäten Boden. Ihr Blick geht immer wieder zum tiefblauen Himmel, an dem bald ein Flugzeug sichtbar wird. Betonierte Landebahnen und Radaranlagen gibt es hier nicht. Die Maschine landet auf der Steppe. „Herumstehende Motorräder wären eine Ge- fahr", erläutert mir mein Begleiter Lubjor.

Die Mongolische Volksrepublik ist vierzehnmal so groß wie die DDR. Die ersten 12 Fahrzeuge wurden im Juli 1925 in den Dienst gestellt. Es waren Lastkraftwagen aus der Sowjetunion. In dem Land, in dem es keine Industrie, 99 Prozent Analphabeten, ja nicht einmal eine eigene Währung gab, waren diese Autos eine Sensation. In den letzten Jahren hat die Motorisierung einen Sprung gemacht. Doch das Pferd, von dem es in der Mongolischen VR bedeutend mehr als Einwohner gibt, bildet auf kurzen Strecken nach wie vor das domi- nierende Beförderungsmittel.

Zahlreiche Brücken entstanden in jüngster Zeit, nachdem die ersten Allwetterstraßen in der zweiten Hälfte der dreißiger Jahre gebaut wurden. Der größte Teil des Transports er- folgt in dem riesigen Land aber auch heute noch auf Steppenpisten. Verkehrsschilder

fand ich außer-

halb von Ortschaften nicht. Immer wieder faszinierte es mich, wie die Fahrer in der meist eintönigen Landschaft dennoch stets sicher ihr Ziel erreichen. Kommt ein Fluß, steigt der Fahrer oftmals aus, sucht eine günstige, seichte Stelle - und fährt hindurch.

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von dem „P" abgesehen -

Es gibt mehr Pferde als Menschen in der MVR.

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DER DEUTSCHE STRASSENVERKEHR 7/1981

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Als wir das Tal des Tuul erreichen, erfahre ich: „Wenn der Tuul Hochwasser führt, mußte man früher an seinem Ufer oftmals für viele Tage die Reise unterbrechen." Heute führt über den Fluß eine eigenwillige Brückenkon- struktion, die auch dem Hochwasser stand- hält. Längst gibt es in der Mongolischen Volksrepu- blik keine Analphabeten mehr, erfolgt der Warentransport nur noch im lokalen Bereich mit Kamelkarawanen, sind sämtliche Aimak- hauptstädte an das lnlandflugnetz angeschlos- sen. Mit Riesenschritten entwickelt sich die Volksrepublik von einem einst rückständigen Agrarland zu einem sozialistischen Agrar-lndu- strie-Staot.

Wie sich das Leben in den nunmehr 60 Jah- ren seit der Volksrevolution am 11. Juli 1921 veränderte, beobachtete ich in dem ehemali- gen Kloster Char-Chorin. Kopfschüttelnd be- trachten sich junge Menschen vergoldete frat- zenhafte Türgriffe. Sie wollen es einfach nicht glauben, daß noch ihre Großeltern damit böse Geister fernhalten wollten.

Bernd Wurlitzer

Eine Jurte, traditionelle Wohnstatt

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1.

Vierbeinige Beförderungsmittel dominieren.

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VERTRIEB

Wartung und Pflege

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Karosserie

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Jeder Hersteller ist bestrebt eine möglichst lange Lebensdauer seines Fahrzeuges mit ökonomisch vertretbarem Aufwand zu errei- chen. Das Skodawerk hat aus diesem Grund die Vorbehandlung und die Lackierung der Karosserie der Baureihe 105/120 völlig neu gestaltet.

Die rohe Karosserie wird vor der elektrophore- tischen Grundierung vollständig chemisch entfettet und phasphatiert. Die Mehrzahl der kleineren Hohlräume, die an Verbindungs- stellen von Profil- oder Versteifungsblechen vorhanden sind, werden mit Polyurethan- schaum versiegelt und abgedichtet. Das ver- ringert die Korrosionsgefahr und dämpft zu- sätzlich Vibrationen und Geräusche. Der Karosserieunterboden einschließlich der Rad- kästen ist mit PVC-Plastisol geschützt.

Spezielle Technologie

Trotz aller dieser Maßnahmen sollte jeder Skoda-Besitzer der bestehenden Korrosions- gefahr durch Umwelteinflüsse und chemische Winterdienstmittel begegnen. Die Bedeutung des Korrosionsschutzes ist seit langem be- kannt. Die Konservierungstechnologie für den Skoda (einschließlich notwendiger Maßnah- men für den Bodenschutz), die vom Ingenieur- betrieb des VEB IFA-Kombinat Pkw erarbeitet wurde, ermöglicht allen autorisierten Fahr- zeugpflege- und Wartungsstationen technisch und ökonomisch optimale Korrosionsschutz- maßnahmen die einer großen Lebensdauer der Fahrzeugkarosserie dienen.

Nachkonservieren nötig

Eine solche Hohlraumkonservierung sollte möglichst unmittelbar am neuen Fahrzeug vorgenommen werden. Die Durchführung der ersten Nachkonservierung wird ab 8 bis maxi- mal 12 Monate nach der Erstkonservierung empfohlen. Weitere Nachkonservierungen nach ein bis zwei Jahren erhöhen die Schutz- wirkung. Dabei ist die Behandlung der Türen nur bei jeder zweiten Konservierung erfor- derlich. Nach gründlicher Durchführung von drei bis vier Konservierungen ist ein ausrei- chender Dauerschutz für mehrere Jahre erreicht.

Mit „Pfl egepaßu

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Autorisierte Fahrzeugpflegestationen über- geben an ihre Kunden eine Einlegekarte zum Kfz-Zulassungsschein. Darin werden die ent- sprechenden Pflegemaßnahmen vermerkt. Diese Unterlage besitzt vor allem Bedeutung bei der Inanspruchahme von Instandsetzungs- leistungen im Karosseriebereich, da die Repa- raturwerkstätten daraus konkrete Schlußfol- gerungen für die anzuwendende Reparatur- technologie treffen können. Für die Hohlraumkonservierung wird in der DDR Eloskon K 60 ML verwendet. Dieses Mittel ist auch für den Einsatz im Skoda er- probt und bestätigt worden. Eine wirksame Anwendung garantieren aber nur Höchst- druckspritzgeräte (Arbeitsdruck 40 bis 100 bar). Mit anderen Geräten können keine optimalen Ergebnisse erreicht werden. Die Verträglich- keit des Elaskon K 60 ML mit allen in den Hohlräumen vorhandenen Materialien ist gesichert. Der direkte Kontakt mit Gummi sollte aber vermieden werden. Elaskon K 60 ML kann auch zum Schutz von Kanten Falzen und ljberlappungen einge- setzt werden. Der Auftrag ist dabei mittels Pinsel oder herkömmlichen Olkännchen völlig unkompliziert möglich. -

Auch Ubotex? Das Bodenschutzmittel Ubotex 85 sollte beim Skoda nur zur Behandlung von ungeschützten Stellen, wie z. B. Brems- und Kraftstoffleitun- gen, verwendet werden. Beim Auftragen von Ubotex 85 oder anderer Mittel auf die vor- handene PVC-Plastisolschicht können Ablöse- erscheinungen dieser vom Fahrzeughersteller angebrachten Schutzschicht auftreten. Außer- dem ist eine solche Maßnahme technisch nicht nötig und für den Fahrzeughalter un- ökonomisch. Zur Vermeidung vorzeitiger Korrosionsschä- den kann der Skoda-Besitzer folgende Arbei- ten selbst durchführen:

- Gründliche Fahrzeugwäsche einschließlich Fahrgestell und Motorraum mindestens zweimal jährlich. (Besonders empfehlens- wert sind die Zeiträume vor und nach der Winternutzungsperiode).

- Kontrolle ausreichenden Korrosionsschut- zes an der Karosserie und dem Fahrzeug-

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boden, um sicher zu gehen, daß au wirklich alle Stellen erfaßt sind. Bei Bed ist eine entsprechende Nachbehandlu vorzunehmen. Das gilt auch für Lacksch den.

Uberprüfung der freien Ablaufmöglichk von Schwitzwasser durch die entspreche den Offnungen an den Türunterseite

Diese Kontrolle ist auch nach vorang gangenen Konservierungsmaßnahmen n wendig.

- Empfehlenswert ist die Anbringung v Sch m utzobweisern (Schmutzfänger) hin den Vorderrädern. Damit können unte Radkastenteil und anschließender Schw 1er wirkungsvoll vor Steinschlagschöd geschützt werden.

- Vorteilhaft ist die Behandlung der Sto stangeninnenseiten mit Elaskon K 60 bereits am neuen Fahrzeug. Auch b Nachkonservierungen sind diese Teile e zubeziehen.

Instandsetzung von Autouhren des Lada 2103 und 210

Mit Wirkung vom 1. April 1981 wurde mit d Firma Karl-Heinz Zehrfeld, Spezial-Mecha Uhren-Werkstatt, 7241 Waldbardau Grimma), Waldstraße 30, ein Vertragswe stättenvertrog zur Instandsetzung der Au uhren des WAS 2103 und 2106 abgeschloss Die Firma ist autorisiert, die Instandsetzung in individueller Kundenabfertigung (e schließlich Postversand) auszuführen. Besit der WAS 2103 und 2106 haben die Möglic keit, defekte Autouhren an die Firma Ze feld zur Instandsetzung einzusenden.

Die instandgesetzten Autouhren werden p Nachnahme an die betreffenden Kund zurückgesandt.

VEB Imperhandel Berlin Ifa-Vertrieb für Importerzeugnisse Betrieb des VEB Ifa-Kombinat für P

Für die neuen Wartburgbatterien wird empfohlen, den einfachen Trogegriff, wie er für die hart- gummiummantelten Batterien üb- lich und zweckmäßig ist, nicht zu verwenden. Als verständlichen Grund gibt der Batterieservice an, daß der Plastdeckel durch die Eigenmasse der Batterie weg- brechen würde.

Um die Batterie aber trotzdem verhältnismäßig bequem tragen zu können, baute ich eine Trage- vorrichtung aus einem Brett, 3 mm dickem Gummi, Lederriemen und einem Kofferhenkel, Das Brett erhält seitlich zwei Gummistreifen zur sicheren Aufnahme der Bat- terie, auf der Unterseite zu beiden Seiten ebenfalls Gummistreifen zur Fuhcunq der Riemen. Damit eine biciiere runrung entsteht, wurden die Gummistreifer, mit vier Gummistücken überbrückt. Gleich- zeitig entstanden Füße zum Schutz gegen Verschmutzung der Rie-

men beim Absetzen auf den Bo- den. Der auf dem Foto sichtbare 'bere Riemen um die Batterie hat die Aufgabe, sie vor Abkippen zu schützen. Die Trogevorichtung beansprucht im Kofferraum wenig Platz.

Karl-Heinz Saurbrey, Leipzig

Dankeschön

Während einer längeren Auslands- fahrt mit meinem S 100 trat am 10. April in Bratislava ein Licht- maschinenschaden auf, der die Batterie „auskochte". Es half nur noch ein Abschleppen zu einer Werkstatt. Im nahegelegenen Hilti- Service wollte ich mich nach einem Abschleppdienst erkundigen. Doch der Leiter war sofort bereit zu helfen und beauftragte einen der Kraftfahrer, meinen Skoda zur Werkstatt zu schleppen. Er zog ihn dann kostenlos quer durch Bratislava zum Drudop-Auto-

in

service. Dort nahm man sich der Sache gleich an, und gut zwei Stunden später erhielt ich den Wagen repariert zurück. Besten Dank für diese schnelle und freundliche Hilfe.

Herbert Schaclewald, Berlin

Pilcscicsfirsc

Hiermit möchte ich ein paar Hin- weise zur Fahrzeugpflege geben, die auch ein Laie ausführen kann.

Sie sind allgemein gültig für bei uns gefahrene Pkw-Typen. Damit wird natürlich keine fachgerechte Hohlraumkonservierung ersetzt, sie wird nur sinnvoll ergänzt. Als Arbeitsgeräte werden nur Pinsel, $lkanne, Schraubendreher, Putz- lappen und Elaskon benötigt.

Wichtig sind die Profile der Front- und Heckscheibe. Nach Anheben der Gummis mit dem Schrauben- dreher läßt sich mit der Ölkanne Elaskon auftragen. Nach Ofinen der Motor- und Kollerhaube kann mit dem Pinsel Elaskon in die Wasserabloufleisten rund um Motor- und Kofferraum gestrichen werden. Zu berücksichtigen sind auch die Profile der Koffer- und Motorhaube. Viele Wagen haben entlang der Frontscheibe einen Raum, in dem die Scheiben- wischeranlage sowie der Luft- einlaß für die Heizung und die Belüftung untergebracht sind. Es ist sinnvoll, diesen mit Elaskon auszustreichen, da sich dort oft Regen- und Waschwasser an- sammelt. Zwischen den Schein- werfereinsätzen und Zierringen sollte mit der Olkanne ebenfalls Elaskon aufgetragen werden. Dichtgummis an den Türen sowie an der Kofferklappe sind häufig nur aufgesteckt und können leicht abgenommen werden. Auf die freiwerdenden Blechkanten sollte Elaskon aufgetragen werden. Die Gummis sind wieder aufzudrücken.

Dasselbe gilt für Zierleisten und Schriftzüge. Stoßstangen und Rad- kappen sind von innen zu be- handeln. Schadstellen in den Schutzschichten der Unterböden können ebenfalls mit Elaskon be- handelt werden. Besonders ge- fährdet sind dort die Partien im

DER DEUTSCHE STRASSENVERKEHR 7/1981

den.

Generell gilt es, Roststellen zuerst zu entfernen und dann zu grun- dieren. Erst danach Elaskon auf- tragen.

Alle diese Maßnahmen tragen dazu bei, die Lebensdauer der Pkw wesentlich zu verlängern.

Volker Born, Stavenhagen

Johannes Richter, 6531 Wei- ßenborn üb, Hermsdorf, Karl-

Liebknecht-Str. 62A gibt ab „Der Deutsche Straßenver- kehr" die Jahrgänge 1958 (ohne 1/58), 1959 bis 1965,

1968

(ohne 10/68), 1971 bis

1980

und „Illustrierten Motor-

sport" 1956 (H. 22 bis 26),

1957 (H. 1 bis 15, 17 und 25)

oLuo ijornaory

(Rhön), Friedrich-Engels-Str.

Nr. 23, sucht Reparaturhand- buch Zastava 1100

R.

.siosznorer,

Regeneriere an der Plaste kappe durchgeschlagene Zündspulen.

Dieter Schramm, 2500 Rostock, Am Kabutzenhof 9

zwischen Torgau und Eilenburg, hatte ich eine Autopanne. Da ich den Fehler nicht allein beheben konnte, bat ich einen Trabantfahre um Hilfe. Dieser junge Mann

schaffte es, daß der Wagen wiede ansprang. Zu meinem Entsetzen fand ich zu Hause die Hand- werkzeugtasche des Helfers in meinem Wagen. Der Helfer und ich kennen voneinander weder Namen noch Wohnort. Er ist etwa 22 Jahre alt, Brillenträger, fuhr einen blauen Trabant 601 Limou- sine, Nr. unbekannt. Ich möchte keineswegs, daß er den Eindruck von Undankbarkeit und ungerech fertigter Bereicherung bekommt. Gute zwischenmenschliche Bezie-

zungen sind so wohltuend, und

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mindert oder zerstört werden.

R. Böttcher, 7270 Delitzsc Bitterfelder Straße 5

Glimmlampenstroboskop zur Zündeinstellung, für 28,— M zu verk. R. Becker, 9201 Burkersdorf (Erzgeb.), Dorfstr. 97

Bedienungsanleitung f. Wortburg- Camping 311/312 1000 cm3 u. Bro- schüre „Ich fahre einen Wortburg" gesucht. Marion Hoffmann, 1512 Werder (H.), Am Plessower See 99

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Kfz-Versicherung

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Mit eigenem Kraftfahrzeug auf Auslandsfahrt Denken Sie bitte daran, daß sie gesetzlich verpflichtet sind, vor Antritt der Fahrt ins Ausland einen Zusatzbeitro zur Kroftfahr-Haftpflichtversicherung zu bezahlen. Versäu- men Sie nicht, dieser Verpflichtung nachzukommen, damit Sie in einem eventuellen Schadenfall keine finanziellen Nachteile haben. Alle Vesicherungsongelegenheiten Für Auslandsfahrten, also auch den Abschluß einer Auslands-KASKO-Versicherung. können Sie bei dem für Ihren Wohnsitz zuständigen Ver- treter oder bei einer unserer Dienststellen regeln.

„Gute Fahrt" wünscht Ihnen die STAATLICHE VERSICHERUNG 4 DER DDR

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DER DEUTSCHE

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TIP 2: Nehmen Sie sich eine dünne Freundin, geringes Gewicht spart Sprit

TIP 3: Kavalierstarts sind Spritfresser!

TIP 5: Keine Vergnügungsfahrten, Ute, ich will Sprit sparen

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TIP 1: Fahre nicht wie der Teufel, denk' an den Spritverbrauch und an die StVO

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TIP 4: Laufen im Urlaub spart am meisten

TIP 6: Auch leere Gepödctrager kosten zusätzlich Sprit