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4. Auflage
Eichleitnerstr. 30, 86159 Augsburg
Tel.: 0821/ 598 - 49 01
Fax: 0821 / 59 62 50
info@studentenwerk-augsburg.de
www.studentenwerk-augsburg.de
Zwischen Wickeltisch und Hörsaal – Vorwort
Das Studentenwerk Augsburg – Partner rund ums
Studium
A. Auszeit fürs Kind - Beurlaubung
1. Beurlaubung für Schwangere und Eltern
durch die Hochschule
2. Exmatrikulation
3. Prüfungsverfahren
B. Studium und Job - Mutterschutz, Elternzeit
und Elterngeld
1. Mutterschutz - Infos für Studierende in
Arbeitsverhältnissen
2. Elternzeit
2.1. Voraussetzungen
2.2. Aufteilung unter den Eltern
2.3. Schriftliche Anmeldung
2.4. Teilzeitarbeit während der Elternzeit und
Arbeitszeitverkürzung
3. Elterngeld
4. Landeserziehungsgeld
5. Kinderbetreuung/ Betreuungskosten
6. Betreuungsgeld
7. Bildungs- und Teilhabepaket
C. Zeit fürs Studium - Die Betreuung des Kindes
1. Campus-Elterninitiative e.V.
1.1. Arbeitsweise der Elterninitiative
1.2. Betreuung durch Fachpersonal
1.3. Öffnungszeiten
1.4. Betreuungskosten
1.5. Campus Elterntreff
2. Elterninitiative Kindernest e.V.
3. Familienservice „Kind und Hochschule“
4. Weitere Kinderbetreuungsangebote
4.1. Kindergärten
4.2. Tagesmütter
4.3. Pflege- und Adoptiveltern
D. Beratungsangebote
1. b!st - Beratung im Studentenwerk
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1.1. Sozial- und Rechtsberatung
1.2. Soziale Beratung, Studienfinanzierung,
Darlehensvergabe, Beglaubigungen
1.3. Psychologische Beratung
2. Studienberatung
2.1. Universität Augsburg
2.2. Hochschule Augsburg
3. Frauenbeauftragte
E. Externe Beratungsangebote
1. Gleichstellungsbeauftragte
2. Schuldnerberatung
3. Andere Beratungsangebote
4. Spezielle Beratung
5. AIDS-Beratung
F. Schwangerschaftskonfliktberatung
1. Beratung
2. Rechtslage
3. Ärztliche Pflichten
4. Wo kann ein Schwangerschaftsabbruch
vorgenommen werden?
5. Finanzierung
6. Genetische Beratung
G. Internationale Studierende mit Kind
1. Staatsangehörigkeit
2. Welche Leistungen können in Anspruch
genommen werden?
2.1. BAföG
2.2. Elterngeld
2.3. Bildungskredit
2.4. Bayerisches Landeserziehungsgeld
2.5. Kindergeld
2.6. Unterhaltsvorschuss
3. Studieren mit Kind im Ausland
H. „Ohne Moos nix los“
Finanzierung durch das Studentenwerk Augsburg
1. Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG)
1.1. Allgemeines
1.2. BAföG und Mehrbedarf
1.3. Beurlaubung und BAföG
1.4. Verlängerung der BAföG-Förderung
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1.5. Altersgrenze und BAföG
1.6. Rückzahlung des unverzinslichen Darlehens und
Teilerlass
1.7. Rückzahlung des verzinslichen Bankdarlehens
1.8. Studienabschlussförderung
2. Kinderbetreuungszuschlag
3. Darlehen durch das Studentenwerk
3.1. Studienabschlussdarlehen
3.2. Überbrückungsdarlehen
3.3. Bildungskredit
3.4. Studienkredit der KfW
4. Kinderteller gefördert vom Studentenwerk
Augsburg
I. Stiftung „Mutter und Kind“
1. Bundesstiftung
2. Stiftung „Hilfe für Mutter und Kind“
3. Staatlich anerkannte Beratungsstellen für
Schwangerschaftsfragen
J. Unterhaltsansprüche
1. Unterhaltsansprüche der Mutter an den Vater
des Kindes
2. Unterhaltsansprüche des nicht ehelichen Kindes
an den Vater
K. Kindergeld...
a) ... für das Kind von Studierenden
b) ... für die studierenden Eltern
1. Wer erhält Kindergeld?
2. Wie hoch ist das Kindergeld?
3. Für welche Kinder erhält man Kindergeld?
4. Wer erhält Kindergeld, wenn mehrere Personen
die Anspruchsvoraussetzungen erfüllen?
5. Kinderzuschlag
6. Antrag
L. Kindergeld für die studierenden Eltern
1. Kindergeld für Studierende
2. Regelungen im öffentlichen Dienst
3. Sonstige Ansprüche - Steuerfreibeträge
M. Unterhaltsvorschuss
N. Kinder- und Jugendhilfe
O. „Hartz IV“ für Studierende
1. Bezug von Sozialhilfe während des Studiums
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1.1. Härtefall nach § 7 SGB II
1.2. Mehrbedarf nach § 30 SGB XII
P. Wohnen
1. Wohngeld
2. Sozialwohnungen/Wohnberechtigungschein
3. Zweitwohnungssteuer
TIPPS UND TRICKS –
Q.1. Schwangerschaft und Geburt
Gesund und munter - Krankenversicherung
1. Allgemeines für studierende Eltern
1.1. Kostenlose Familienversicherung von Kindern
1.2. Krankengeld bei Krankheit der Kinder
1.3. Privatversicherte Studierende
1.4. Studierende ohne Krankenversicherung
2. Leistungen der Krankenkassen
2.1. Ärztliche Betreuung und Hebammenhilfe
2.2. Befreiung von der Zuzahlungspflicht
2.3. Stationäre Entbindung
2.4. Häusliche Pflege
2.5. Haushaltshilfe
2.6. Der Anspruch auf Mutterschaftsgeld
2.7. Mutterschaftsgeld vom Bundesversicherungsamt
3. Pflegeversicherung
R. Rund um die Geburt
1. Kleines Lexikon
2. Adressen für die Geburt – Krankenhäuser & Co.
3. Ernährungsberatung
4. Weitere Informationen
TIPPS UND TRICKS –
S. 2. Neuer Alltag – mit Kind!
Home sweet Home - Wohnen mit Kind
1. Die Studierenden-Wohnanlagen
des Studentenwerks Augsburg
2. Privatzimmervermittlung
3. Wohnungssuche mit Hilfe von Maklern
4. Wohnungssuche mit Hilfe der Zeitung
5. Weitere Wohnungssuchhilfen
6. Zweitwohnungssteuer
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T. Traumurlaub mit Kind - Erholungsangebote
1. Mütterkuren/Mutter-Kind-Kuren
2. Familienferien
3. Finanzielle Förderung
4. Urlaub für einen Tag
U. Kinderausstattung aus zweiter Hand
V. Sorgerecht bei ehelichen/nicht ehelichen Kindern
W. Familienname des Kindes
X. Adressen/Angebote für Eltern nach der Geburt -
bis zum dritten Lebensjahr
1. Campus Elterntreff der Campus-Elterninitiative e.V.
2. Spielgruppen
3. Mutter-Kind-Schwimmen
4. Mutter-Vater-Kind-Turnen
5. Notdienste / Erste Hilfe
TIPPS UND TRICKS –
Y. 3. Nützliches und Wissenswertes
Wegweiser durch den §§-Wald -
Grundsätzliches zum Umgang mit Behörden
1. Der Bescheid - Widerspruch ist möglich
2. Die Klage
3. Beratungs- und Prozesskostenhilfe
3.1. Beratungshilfe
3.2. Prozesskostenhilfe
Z. Sonstige Informationen rund ums Studium
1. Rundfunkbeitrag
Stichwortregister
Notizen
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Bei der 20. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks
(DSW) wurde festgestellt, dass der Anteil der Studierenden
mit Kindern seit 2009 stabil bei 5 % liegt. Wir möchten Sie
bei dieser schönen, anstrengenden und bereichernden
Herausforderung unterstützen und haben deswegen alle
wichtigen Informationen zum Thema „Studieren mit Kind
in Augsburg“ in dieser Broschüre zusammengetragen. Sie
soll in Augsburg studierenden Müttern und Vätern Mut
machen. Sie weist außerdem auf mögliche Hindernisse und
Probleme hin, die sich aus der Doppelbelastung Studium
und Kind ergeben, zeigt aber auch, wie man sie in den Griff
bekommen kann.
Bereits seit 1988 bemüht sich das Studentenwerk Augsburg,
studierenden Eltern bei der Koordination von Studium und
familiären Pflichten zu unterstützen.
Möchten Sie wissen, wie Sie ihr Studium organisieren
können – welche Termine und Fristen es zu beachten gibt,
welche besonderen Regelungen es für Studierende mit
Kindern gibt und welche Betreuungsmöglichkeiten Ihnen an
den Hochschulen zur Verfügung stehen? Das alles können
Sie in den Kapiteln A., B. und C. nachlesen.
Interessieren Sie sich vor allem für finanzielle
Unterstützungsmöglichkeiten und Rahmenbedingungen?
Dann werden Sie in den Kapiteln H.-O. fündig.
Zusätzlich können Sie sich Unterstützung in Form von
Beratung holen. In Kapitel D.+E. finden Sie verschiedene
Beratungsstellen, an die Sie sich wenden können.
Tipps, Tricks und Wissenswertes für den „neuen Alltag“
haben wir in Kapitel S.-X. zusammengestellt.
Alles Gute für Ihren zukünftigen Weg.
Doris Schneider, Geschäftsführerin
Studentenwerk Augsburg
April 2014
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Das Studentenwerk Augsburg ist – kurz gesagt – Ihr Partner
rund ums Studium. Wir kümmern uns um das, was nicht
direkt mit dem akademischen Betrieb, also mit Vorlesungen,
Seminaren oder Prüfungen zu tun hat, aber trotzdem zum
Unileben einfach dazugehört.
Zu nennen wären zum Beispiel die Mensen, Cafeterien und
CafeBars, die wir an Universität und Hochschule betreiben,
unsere Wohnanlagen mit Familienwohnungen, die Bera-
tungsstelle b!st und vor allem unsere Kindertagesstätten auf
dem Campus und an der Hochschule Augsburg. Auch für
das BAföG, für Studierende aus dem Ausland oder Studie-
rende mit Handicap sind wir zuständig.
Für all diese Leistungen müssen Sie zu Beginn jedes
Semesters einen Studentenwerksbeitrag von z.Zt. 42 1 ent-
richten. Dieser wird ausschließlich für studentische Belange
verwendet. Im Rahmen dieser Broschüre werden Sie immer
wieder auf Kapitel stoßen, die sich mit dem Angebot des
Studentenwerks näher beschäftigen.
Unter www.studentenwerk-augsburg.de finden Sie zusätzlich
unser gesamtes Angebot im Netz.
Wir informieren tagesaktuell über
¼ BAföG: Wer ist zuständig, welche Unterlagen werden
zur Antragstellung benötigt, wann kann ich meinen
Ansprechpartner erreichen?
Außerdem alle Formblätter zum Download.
¼ Wohnen: Die Zimmervermittlung des Studenten-
werks online. Außerdem alle Infos zu den Augsburger
Wohnanlagen.
¼ Essen & Trinken: Speisepläne und Öffnungszeiten
der Mensen, Cafeterien und CafeBars sowie alles
rund um die CampusCard – auch für mobile
Endgeräte unter http://augsburg.my-mensa.de.
¼ Jobs: Aktuelle Stellenangebote und Informationen
zum Thema Jobben und Studieren.
¼ b!st – Beratung im Studentenwerk - bei recht-
lichen, finanziellen oder psychischen Problemen
und Fragen. Hier ist auch die Anlaufstelle für
Studierende mit Kind oder Studierende mit
Handicap.

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Die folgenden Informationen sowie weitere Tipps fürs Stu-
dium enthält auch der aktuelle Wegweiser des Studenten-
werks Augsburg „Studieren in Augsburg und Kempten“, der
an allen Hochschulen oder im Studentenwerk Augsburg aus-
liegt.
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1. Beurlaubung für Schwangere und Eltern
durch die Hochschule
Schwangere Studentinnen sowie Studierende, die ein oder
mehrere Kinder oder zu pflegende Angehörige zu versorgen
haben, können für ihr Studium auf besondere Rahmenbe-
dingungen zurückgreifen, die es sowohl ermöglichen, in
geringerem Umfang weiter zu studieren, wie auch, sich für
die familiären Verpflichtungen eine Auszeit zu nehmen.
Zeiten: Eine Beurlaubung für die Schwangerschaft ist in der
Regel möglich, wenn die Mutterschutzfristen mehr als die
Hälfte der Vorlesungszeit eines Semesters umfassen. Für die
Elternzeit werden in der Regel bis zu sechs Urlaubssemester
gewährt, wenn das Kind im eigenen Haushalt erzogen wird.
Vorgehen: Die Beurlaubung erfolgt ausschließlich auf An-
trag, im Voraus für das nachfolgende Semester und muss
von der jeweiligen Hochschule genehmigt werden. Die
Anträge sind für das Wintersemester mit einer Ausschluss-
frist bis zum 10. November einzureichen, für das Sommer-
semester bis zum 10. Mai. Eine spätere Antragstellung kann
nur dann erfolgen, wenn die Gründe für die Beurlaubung
zu diesem Termin noch nicht bekannt waren. Eine Beurlau-
bung im ersten Studiensemester kann nur in absoluten
Ausnahmefällen gewährt werden.
Formulare: für die Universität Augsburg finden sie unter
www.uni-augsburg.de ǞEinrichtungen ǞStudentenkanz-
lei ǞBeurlaubung, die entsprechenden Formulare für
Studierende der Hochschule Augsburg finden sich unter
www.hs-augsburg.de ǞZentrale Einrichtungen ǞStudien-
angelegenheiten.
Auswirkungen auf das Studium: Auch wenn ein oder meh-
rere Urlaubssemester gewährt werden, ist der/die Beurlaubte
weiterhin verpflichtet, den Studentenwerksbeitrag sowie das
Semesterticket zu bezahlen und das Bestehen einer Kranken-
versicherung nachzuweisen.
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Eine Beurlaubung durch die Hochschule entbindet nicht
von der Rückmeldung in jedem Semester und wird im
Voraus für das folgende Semester ausgesprochen.
Achtung:
¼ BAföG kann während einer Beurlaubung nicht bezo-
gen werden. Es besteht aber Anspruch auf Leistungen
nach dem SGB II (vgl. Kapitel Studium und Job –
Unterpunkt 3. Elterngeld, S. 21).
¼ Urlaubssemester werden nicht als Fachsemester ange-
rechnet (vgl. Kapitel Prüfungsverfahren, S.14)
¼ Die Regelungen für Beurlaubungen gelten auch für
ausländische Studierende.
Bei Beurlaubungen wegen Mutterschutz, Elternzeit oder
Pflege von Angehörigen gelten zwei Sonderregelungen:
1. Urlaubssemester aus diesen Gründen werden nicht
auf Beurlaubungen aus anderen Gründen wie z.B.
Auslandsaufenthalt oder Krankheit angerechnet.
2. Das Erbringen von Scheinen oder Ablegen von
Prüfungen ist trotz der Beurlaubung wegen
Elternzeit oder Mutterschutz möglich (s. Stichwort
Prüfungsverfahren).
Ansprechpartner:
Universität Augsburg
- Studentenkanzlei -
Universitätsstr. 2, Zi. 1032, 86159 Augsburg,
Tel: 0821/598-11 11, Fax: 08 21/598-5024
studentenkanzlei@zv.uni-augsburg.de
Öffnungszeiten:
Mo - Fr 8.30 - 12.00 Uhr
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Hochschule Augsburg
- Studentenamt -
An der Hochschule 1, Zimmer A 2.03, 86161 Augsburg
Fax: 0821/5586-3246, 32 47, 32 48, 32 80
Fax: 0821/5586-3250
Öffnungszeiten: Mo - Fr 8.00 - 12.00 Uhr
Di 8.00 - 16.00 Uhr
Telefonnummern, Ansprechpartner und email- Adressen
finden Sie unter www.hs-augsburg.de ǞStudierende Ǟ
Studentenamt
2. Exmatrikulation
Neben der Beurlaubung besteht auch die Möglichkeit, sich
für einen bestimmten Zeitraum zu exmatrikulieren. Da diese
Entscheidung jedoch mit Risiken (z.B. Veränderungen der
Prüfungsordnung oder Probleme bei der erneuten Immatri-
kulation wegen Höchstzahlbegrenzung eines Studiengangs)
verbunden sein kann, sollte man sich zuvor beim zuständi-
gen Prüfungsamt, der Studentenkanzlei oder der Studien-
beratung eingehend beraten lassen. Es ist empfehlenswert,
sich sämtliche Zusagen seitens der Hochschule schriftlich
geben zu lassen. Zudem ist ein Studierender zum Ende des
Semesters exmatrikuliert, in dem er die Abschlussprüfung
bestanden hat (Art. 49, Abs. 1 BayHSchG). Gleichwohl
kann man sich von der Studentenkanzlei das Exmatrikel in
das Studienbuch eintragen lassen, bzw. stellen die Hoch-
schulen - Studiensekretariate oder das Studentenamt - eine
Exmatrikulationsbescheinigung aus, die auch als Nachweis
der Studienzeit dient. Wer sein Studium an einer anderen
Hochschule fortsetzen bzw. das Studium vorzeitig beenden
will, muss sich ebenfalls exmatrikulieren.
3. Prüfungsverfahren
Urlaubssemester werden nicht als Fachsemester angerechnet.
Dem entsprechend verschieben sich z.B. die in den Prüfungs-
ordnungen festgesetzten Fristen für Prüfungsanmeldungen.
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Somit verlängern sich auch die gesetzlich zulässigen Über-
schreitungsfristen um die Zahl der gewährten Urlaubsseme-
ster. Wie bereits erwähnt, können im Falle einer Beurlau-
bung wegen Mutterschutz oder Elternzeit auch während des
Urlaubssemesters Prüfungsleistungen erbracht werden.
Zudem besteht die Möglichkeit, während eines Urlaubsse-
mesters wegen Mutterschutz oder Elternzeit Wiederho-
lungsprüfungen abzulegen. In beiden Fällen (bei regulären
und Wiederholungsprüfungen) gilt: Bei Studiengängen, die
über das Online-Prüfungsamt (Studis) abgewickelt werden,
ist während der Beurlaubung die Anmeldung über Internet
nicht möglich. Die gewünschten Anmeldungen können dem
Prüfungsamt persönlich, per Brief oder Mail mitgeteilt wer-
den, sie werden vom Prüfungsamt im EDV-System eingege-
ben. Bei allen anderen Studiengängen erfolgt die Prüfungs-
anmeldung nach dem üblichen Prozedere. Die entsprechen-
den Fristen sind einzuhalten!
Wird eine Schwangerschaft erst nach der Anmeldung festge-
stellt, kann die Studentin zurücktreten. Bei Studiengängen,
die über das Online-Prüfungsamt (Studis) abgewickelt wer-
den, ist dieser Rücktritt auf dem normalen Weg möglich.
Da alle anderen Studiengänge zum Teil höchst unterschiedli-
che Regelungen haben, sollte im o.g. Fall schnellstmöglich
das jeweils zuständige Prüfungsamt kontaktiert und ein ärzt-
liches Attest vorgelegt werden.
Auch bei Komplikationen während der Schwangerschaft
kann die Prüfungsunfähigkeit durch ein ärztliches Attest gel-
tend gemacht werden, selbst wenn die Studentin noch keine
Beurlaubung beantragt hat. Diese Ansprüche sind unverzüg-
lich beim jeweils zuständigen Prüfungsamt der Hochschule
anzumelden.
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1. Mutterschutz –
Infos für Studierende in Arbeitsverhältnissen
Sobald Gewissheit über eine Schwangerschaft und den vor-
aussichtlichen Tag der Entbindung besteht, ist dies dem
Arbeitgeber unverzüglich mitzuteilen. Die Schutzvorschrif-
ten gelten erst ab dem Tag der Mitteilung. Nur dann kann
er die gesetzlich vorgeschriebenen Pflichten zum Schutz der
werdenden Mutter auch erfüllen. Von Beginn der Schwan-
gerschaft bis zum Ablauf von 4 Monaten nach der Entbin-
dung besteht ein gesetzlicher, vertraglicher oder tarifvertrag-
licher Kündigungsschutz, auch bei geringfügig Beschäftigten
(§ 9 MuSchG). Nimmt die Mutter Elternzeit, gilt der
Kündigungsschutz bis zum Ablauf der Elternzeit. Der
Kündigungsschutz gilt nur, wenn dem Unternehmen die
Schwangerschaft oder die Entbindung bekannt war, oder
ihm innerhalb von 2 Wochen nach Zugang der Kündigung
mitgeteilt wird (Einwurfeinschreiben werden empfohlen).
Die Schwangerschaft muss allerdings bei Zugang der
Kündigung bereits bestehen.
Wichtig: Bei befristeten Arbeitsverhältnissen gilt der Mutter-
schutz nur solange, wie das befristete Arbeitsverhältnis be-
steht. Endet das Arbeitsverhältnis aufgrund der Befristung,
endet auch der Mutterschutz. Der Mutterschutz ändert auch
nichts an der Wirksamkeit der Befristung.
Falls der Arbeitgeber trotz Mutterschutz eine Kündigung
ausspricht, sollte innerhalb von zwei Wochen nochmals mit
ärztlichem Attest auf die Schwangerschaft hingewiesen wer-
den. Die Kosten für eine ärztliche Bescheinigung müssen
vom Arbeitgeber getragen werden. Es ist ratsam, per Ein-
schreiben gegen die Kündigung innerhalb der Frist Wider-
spruch einzulegen und gleichzeitig das
Gewerbeaufsichtsamt Augsburg
Morellstr. 30 d, 86159 Augsburg, Tel: 0821/ 327-01
www.regierung.schwaben.bayern.de ǞGewerbeaufsichtsamt
einzuschalten.
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Sollte der Arbeitgeber nicht reagieren, muss innerhalb von
drei Wochen nach Zugang der Kündigung (Ausschlussfrist)
eine Kündigungsschutzklage beim zuständigen Arbeitsge-
richt eingereicht werden.
Eine Schwangerschaft muss bei Bewerbungen und Bewer-
bungsgesprächen auch bei Nachfrage nicht angegeben wer-
den. Die Mutterschutzfrist beginnt sechs Wochen vor dem
berechneten Geburtstermin und endet acht Wochen nach
der Geburt (bei Früh- und Mehrlingsgeburten: zwölf
Wochen nach der Entbindung). Kommt das Kind vor dem
errechneten Termin, werden die überzähligen Tage des
Mutterschutzes an die acht Wochen nach der Geburt ange-
hängt. Kommt das Kind nach dem errechneten Termin,
bleiben die acht Wochen trotzdem vollständig bestehen.
Während der Zeit des Mutterschutzes besteht ein absolutes
Arbeitsverbot.
Eine Fehlgeburt hat keine mutterschutzgesetzlichen Folgen,
nach einer Totgeburt jedoch kann eine zwölfwöchige
Schutzfrist in Anspruch genommen werden. Sind
Gesundheit und Leben der Mutter oder des Kindes gefähr-
det, so kann ein Beschäftigungsverbot auch über diese Zeit
hinaus gelten. In diesem Fall muss Lohnfortzahlung erbracht
werden.
Neben anderen Leistungen der Krankenkassen (z.B. Vorsor-
geuntersuchungen, Betreuung durch Ärzte oder Hebammen,
stationäre Entbindung etc.) erhalten Frauen, die Mitglied
einer gesetzlichen Krankenkasse sind, für die Zeit des
Mutterschutzes und den Entbindungstag Mutterschaftsgeld
(s. „Krankenversicherung“).
Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und
Jugend bietet eine Broschüre zum Mutterschutzgesetz, das
kostenlos unter www.bmfsfj.de bestellt werden kann.
2. Elternzeit
Die folgenden Regelungen gelten nur für Eltern in Arbeits-
verhältnissen.
Die Elternzeit gibt Müttern und Vätern die Möglichkeit, ihr
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Kind zu betreuen und dennoch in Kontakt mit ihrem Beruf
zu bleiben. Die Elternzeit kann bei rechtzeitiger Bekannt-
gabe direkt an den Mutterschutz anschließen. Nach Anmel-
dung der Elternzeit beginnt der besondere Kündigungs-
schutz, jedoch frühestens 8 Wochen vor deren Beginn und
endet nach Ablauf der Elternzeit. Der Kündigungsschutz
läuft während der Elternzeit weiter (Beginn: Anmeldung der
Elternzeit, jedoch nicht früher als 8 Wochen vor ihrem
Beginn; Ende: Beendigung der Elternzeit), auch bei Teilzeit-
arbeit. Die Krankenversicherung ist in dieser Zeit beitrags-
frei, außer wenn eine Teilzeitarbeit ausgeführt wird.
Folgende Einzelheiten sind jedoch zu beachten:
2.1. Voraussetzungen
Voraussetzung für den Anspruch auf Elternzeit für
Arbeitnehmer/innen ist, dass
¼ das Kind mit einem oder beiden Elternteilen im
selben Haushalt lebt
¼ der betreffende Elternteil das Kind überwiegend
selbst betreut und erzieht
¼ der betreffende Elternteil während der Elternzeit
nicht mehr als 30 Wochenstunden arbeitet.
Bei dem zu betreuenden Kind muss es sich nicht unbedingt
um ein Kind handeln, für das dem Betreuer die Personen-
sorge zusteht. Elternzeit kann auch beantragt werden für die
Betreuung von
¼ Kindern des Ehepartners,
¼ Kindern des unverheirateten Vaters, der nicht sorge -
berechtigt ist, aber die Zustimmung der sorgeberech-
tigten Mutter hat,
¼ Kindern, die mit dem Ziel der Annahme in Obhut
genommen wurden,
¼ Kindern in Vollzeitpflege,
¼ Enkeln, Neffen oder Nichten, dies allerdings nur in
Härtefällen.
2.2. Aufteilung unter den Eltern
In der Regel besteht der Anspruch auf Elternzeit bis zur
Vollendung des 3. Lebensjahres des Kindes, allerdings ist die
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Übertragung eines Teils der Elternzeit (max. zwölf Monate)
mit Zustimmung des Arbeitsgebers bis zum 8. Lebensjahr
des Kindes möglich. Die beiden Elternteile können relativ
flexibel wählen, wer wann Elternzeit in Anspruch nimmt
und wie der Partner die Elternzeit nutzt, es kann sogar für
einzelne Wochen oder Monate Elternzeit genommen werden.
Einige Varianten:
¼ die drei Jahre werden ganz von einem Elternteil
genommen
¼ die Elternzeit wird unter beiden Eltern aufgeteilt. Pro
Elternteil darf die Elternzeit allerdings maximal in
zwei Abschnitte gesplittet werden. Denkbar wäre also
die Konstellation: Mutter – Vater – Mutter – Vater
¼ die beiden Elternteile nehmen die Elternzeit ganz
oder teilweise gemeinsam in Anspruch
Achtung:
Väter können die Elternzeit bereits während der Mutter-
schutzfrist– allerdings erst nach der Geburt des Kindes –
beginnen. Mütter können die Elternzeit erst im Anschluss
an die Mutterschutzfrist nehmen. Die Berechnung der
Elternzeit beginnt allerdings mit dem Tag der Kindesgeburt.
2.3. Schriftliche Anmeldung
Die Elternzeit muss schriftlich beim Arbeitgeber beantragt
werden:
¼ Spätestens sieben Wochen vor Beginn der Elternzeit,
wenn diese unmittelbar an die Geburt des Kindes
oder an die Mutterschutzfrist anschließen soll.
Ausnahmen in Notfällen, z.B. bei Frühgeburten, sind
möglich.
¼ Spätestens sieben Wochen vor Beginn der Elternzeit,
wenn diese zu einem späteren Zeitpunkt in Anspruch
genommen werden soll.
¼ Gleichzeitig mit der schriftlichen Anmeldung der
Elternzeit muss verbindlich festgelegt werden, wie sie
innerhalb der folgenden zwei Jahre aufgeteilt werden
soll. Ein Beispiel: Wenn die Elternzeit der Mutter
unmittelbar an die Mutterschutzfrist anschließen soll,
muss sie sich bis zur Vollendung des zweiten
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Lebensjahres des Kindes festlegen. Wenn der Vater im
zweiten Lebensjahr des Kindes Elternzeit nehmen
will, so muss er sie zwar erst sieben Wochen vor
Beginn anmelden, sich dann allerdings ebenfalls für
die folgenden zwei Jahre festlegen.
Selbstverständlich können auch die kompletten drei Jahre
Elternzeit im Voraus aufgeteilt und angemeldet werden,
allerdings empfehlen wir lediglich die geforderte Festlegung
auf zwei Jahre, damit das dritte Jahr flexibel gestaltet werden
kann. Bis zur Vollendung des dritten Lebensjahres des Kin-
des kann die Elternzeit ohne Zustimmung des Arbeitgebers
in Anspruch genommen werden.
2.4. Teilzeitarbeit während der Elternzeit und Arbeits-
zeitverkürzung
Mit Antrag auf Elternzeit beim Arbeitgeber sollte gleichzei-
tig der Wunsch nach späterer Teilzeitarbeit geäußert werden.
Während der Elternzeit ist eine Erwerbstätigkeit von bis zu
30 Wochenstunden zulässig. Sind beide Eltern gemeinsam in
der Elternzeit, können beide diese 30 Stunden wöchentlich
(zusammen also 60 Stunden) erwerbstätig sein.
Das Einkommen aus einer Teilzeitbeschäftigung wird bei der
Berechnung des Elterngeldes berücksichtigt, deswegen soll-
ten Sie sich im Einzelfall beraten lassen, wie sich ein even-
tueller Verdienst letztendlich finanziell auswirkt.
Eltern, die in ihrem alten Job bleiben, aber in Teilzeit arbei-
ten möchten, müssen dies dem Arbeitgeber spätestens acht
Wochen vor der geplanten Aufnahme der Teilzeittätigkeit
schriftlich mitteilen – wenn die Verringerung unmittelbar
nach Geburt oder Mutterschutz erfolgen soll sogar schon
sechs Wochen vorher. Dabei muss der genaue Beginn und
Umfang der gewünschten Arbeitszeit sowie deren genaue
Verteilung genannt werden. Die Verringerung der Arbeitszeit
kann während der Gesamtdauer der Elternzeit höchstens
zweimal von jedem Elternteil beansprucht werden.
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Weitere Informationen zum Thema Elternzeit finden Sie in
der Broschüre „Elterngeld und Elternzeit“ des Bundesminis-
teriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
(s. „Broschüren der Bundesregierung“).
3. Elterngeld
Auf Elterngeld haben Mütter und Väter Anspruch, die
¼ ihre Kinder nach der Geburt überwiegend selbst
betreuen und erziehen
¼ nicht mehr als 30 Stunden pro Woche erwerbstätig
sind (unabhängig davon, ob sie in Elternzeit sind
oder nicht)
¼ mit ihren Kindern in einem Haushalt leben
¼ einen Wohnsitz oder ihren gewöhnlichen Aufenthalt
in Deutschland haben
¼ Auch Ehe- oder Lebenspartner können Elterngeld
erhalten, auch wenn das Kind nicht ihr leibliches ist
Das Elterngeld ist einkommensabhängig und entspricht 67
Prozent des durchschnittlichen monatlich verfügbaren berei-
nigten Nettoeinkommens vor der Geburt des Kindes.
Maximal beträgt das Elterngeld 1.800 1 monatlich, der
minimale Sockelbetrag beträgt 300 1.
Gering verdienende Eltern (Nettoeinkommen unter 1.000 1)
werden durch eine monatliche Ersatzrate zusätzlich unter-
stützt. Einen Elterngeldrechner sowie eine Broschüre
(„Elterngeld und Elternzeit“) findet sich auf der Homepage
des Bundesministeriums für Frauen, Senioren, Familie und
Jugend – www.bmfsfj.de).
Ein Elternteil kann das Elterngeld für maximal 12 Monate
beantragen. Einkommen, das während des Bezugs von
Elterngeld erwirtschaftet wird, wird von diesem abgezogen.
Da das Mutterschutzgeld im Allgemeinen höher ausfällt als
der Anspruch auf Elterngeld, erhalten Mütter, die vor der
Geburt erwerbstätig waren, in der Regel erst nach dem
Mutterschutz Elterngeld.
21
Ein Elternteil kann nicht länger als 12 Monate Elterngeld
erhalten, der zweite Elternteil muss mindestens zwei Monate
Elterngeld beantragen, um einen Anspruch zu haben. Eltern
ohne vorheriges Einkommen (also auch Studierende, die nur
den Sockelbetrag erhalten, erhalten diesen nur für 12 (nicht
14!) Monate insgesamt. Im Prinzip können die Eltern die
Elterngeldmonate flexibel unter sich aufteilen, nacheinander
oder gleichzeitig beziehen.
Durch eine so genannte Streckungsoption ist es allerdings
möglich, sich das Elterngeld doppelt so lange (also 24
Monate), aber nur in halbierter Zahlungshöhe auszahlen zu
lassen.
Alleinerziehende erhalten für 13 bzw. 14 Monate alleine
Elterngeld, sofern das Kind bei dem Elternteil mit
Sorgerecht/ Aufenthaltsbestimmungsrecht lebt.
Wird innerhalb von zwei Jahren ein weiteres Kind zur Welt
gebracht, gibt es einen Geschwisterbonus. Dieser beinhaltet
die Erhöhung des Elterngeldes um 10 Prozent, mindestes
aber um 75 1 monatlich. Der Mindestbetrag erhöht sich
gleichfalls von 300 1 auf 375 1.
Teilzeitarbeit bis zu 30 Stunden pro Woche ist auch wäh-
rend des Bezugs von Elterngeld möglich. Allerdings kann es
sein, dass ein daraus entstehender Nebenverdienst
Auswirkungen auf die Höhe des Elterngeldes hat.
Ausländischen Eltern, die nur zum Zweck der Ausbildung
eine Aufenthaltserlaubnis besitzen, steht kein Elterngeld zu.
Ist nach Art ihres Aufenthaltstitels und ihres Zugangs zum
Arbeitsmarkt ihr Aufenthalt jedoch dauerhaft, sind sie eben-
falls elterngeldberechtigt (weitere Informationen und Aus-
nahmen unter info@bmfsfjservice.bund.de, www.bmfsfj.de).
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Achtung:
Anrechnung auf Arbeitslosengeld II
Der Grundbetrag von 300 1 bzw. 150 1 wird voll auf
Arbeitslosengeld II angerechnet. Bei Personen, die vor
Geburt des Kindes Erwerbseinkommen in Höhe von minde-
stens 300 1 bzw. 150 1 erzielt haben, gilt das aber nicht
(§ 10 Abs. 5 BEEG). Bei anderen Sozialleistungen - wie
zum Beispiel Wohngeld - bleibt der Grundbetrag weiterhin
anrechnungsfrei.
Für nähere Informationen wenden Sie sich bitte an das
Zentrum Bayern Familie und Soziales
- Region Schwaben
Morellstr. 30, 86159 Augsburg
Tel: 08 21/5709-01
Fax: 0821/5709-5000
poststelle.schw@zbfs.bayern.de
oder Sie nutzen das Servicetelefon des Bundesministeriums
für Familie, Senioren, Frauen und Jugend unter
Tel: 030/201 79130 (Mo - Do von 9.00 - 18.00 Uhr).
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4. Landeserziehungsgeld (BayLErzGG)
Eltern von Kindern, die nach dem 01.04.2008 geboren wur-
den und deren Hauptwohnsitz oder gewöhnlicher Aufent-
haltsort seit der Geburt ihres Kindes mindestens zwölf
Monate in Bayern war, haben Anspruch auf Landeserzie-
hungsgeld von bis zu 150 1 monatlich für das 1. Kind, bis
zu 200 1 für das 2. Kind und bis zu 300 1ab dem 3. Kind.
Das Landeserziehungsgeld ist einkommensabhängig und
wird im Anschluss an das Elterngeld für weitere sechs
Monate, ab dem 2. Kind für weitere zwölf Monate gezahlt.
Voraussetzung für den Erhalt von Landeserziehungsgeld ist
jedoch, dass die Eltern ihr Kind selbst betreuen und keiner
oder keiner vollen Erwerbstätigkeit nachgehen. In Härtefäl-
len kann auch Dritten Landeserziehungsgeld gewährt wer-
den, wenn alle sonstigen Voraussetzungen erfüllt sind.
Einbezogen in den Kreis der Berechtigten sind auch deut-
sche Ehepartner von Angehörigen der NATO-Truppen
sowie Personen, die Staatsangehörige eines Mitgliedslandes
der Europäischen Union oder des Europäischen Wirtschafts-
raumes (EWR) sind. Auch wenn der Antragsteller nicht EU/
EWR-Bürger ist, das Kind aber die deutsche Staatsbürger-
schaft besitzt sowie bei Ehepaaren und eheähnlichen
Gemeinschaften, in denen einer der Partner EU/ EWR
Bürger ist und der Antragsteller einen gesonderten auslän-
derrechtlichen Status hat, besteht Anspruch auf Landeser-
ziehungsgeld.
Der schriftliche Antrag sollte rechtzeitig gestellt werden, da
Landeserziehungsgeld nur für sechs Monate rückwirkend
gewährt werden kann. Das Landeserziehungsgeld wird im
Anschluss an das Elterngeld gezahlt und kann frühestens ab
dem 13. Lebensmonat des Kindes, jedoch nicht vor dem
Ablauf des letzten Auszahlungsmonats des Elterngeldes
beansprucht werden. Maßgeblich ist die letzte Zahlung des
Elterngeldes, unabhängig davon, welcher Elternteil diese
erhält bzw. erhalten hat. Dies gilt auch für den verlängerten
Auszahlungszeitraum.
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Das Landeserziehungsgeld wird unmittelbar im Anschluss an
die letzte Zahlung des Elterngeldes und längstens bis zur
Vollendung des dritten Lebensjahres des Kindes gezahlt.
Weitere Informationen, Rechenbeispiele und Formulare zum
Landeserziehungsgeld finden Sie unter
www.zbfs.bayern.de/erziehungsgeld . Dort ist es auch möglich,
Anträge online zu stellen.
Zentrum Bayern Familie und Soziales
- Region Schwaben
Morellstr. 30, 86159 Augsburg
Tel: 0821/5709-01
Fax: 0821/5709-5000
poststelle.schw@zbfs.bayern.de
www.zbfs.bayern.de
Öffnungszeiten:
Mo - Mi 8.00 - 12.00 Uhr
13.00 - 15.00 Uhr
Do 8.00 - 12.00 Uhr
13.00 - 16.00 Uhr
Fr 8.00 - 12.00 Uhr
5. Kinderbetreuung/ Betreuungskosten
Seit August 2013 besteht ein Rechtsanspruch auf einen Be-
treuungsplatz für alle Kinder ab dem vollendeten ersten
Lebensjahr. Dieser Rechtsanspruch kann durch einen Be-
treuungsplatz in einer Kindertageseinrichtung oder in der
Kindertagespflege erfüllt werden.
Hinweis: Der Freistaat Bayern zahlt seit dem 1. September
2013 einen Beitragszuschuss in Höhe von 100 1 pro Monat
für Kinder im letzten Kindergartenjahr. Dieser Zuschuss
wird an die Kommunen ausbezahlt, d.h. er wird von der
anfallenden Kindergartengebühr abgezogen. Es besteht für
die Eltern des betreuten Kindes also keinerlei
Handlungsbedarf.
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Zwei Drittel der anfallenden Betreuungskosten z.B. für Kin-
dergarten, Tagesmutter, Tagesbetreuungsstätte (max. 4.000 1
pro Jahr) können Eltern (auch Alleinerziehende) pro Kind
von der Geburt bis zum 14. Lebensjahr steuerlich als Son-
derausgaben absetzen.
Weitere Infos und Links zu finden unter: www.familien-weg-
weiser.de
6. Betreuungsgeld
Für Eltern von Kleinkindern, die ab dem1. August 2012 ge-
boren wurden und die ausschließlich in der Familie betreut
oder für die rein private Betreuungsangebote in Anspruch
genommen werden, wurde das Betreuungsgeld eingeführt.
Es kann ab dem 15. bis zur Vollendung des 36. Lebensmo-
nats des Kindes bezogen werden. Vorhandene Elterngeld-
ansprüche gehen also dem Betreuungsgeld vor. Zudem ist
das Betreuungsgeld einkommensunabhängig. Es wird auch
unabhängig davon gezahlt, ob und in welchem Umfang die
Eltern erwerbstätig sind. Das Betreuungsgeld knüpft also
nicht an eine Reduzierung der Erwerbstätigkeit eines oder
beider Elternteile an.
Anspruch auf Betreuungsgeld hat grundsätzlich, wer ...
¼ einen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in
Deutschland hat
¼ mit seinem Kind in einem Haushalt lebt
¼ für das Kind keinen Platz in der öffentlich geförder-
ten Kindertagesbetreuung (Kindertageseinrichtung
oder Kindertagespflege) in Anspruch nimmt
Wie hoch ist das Betreuungsgeld und wie lange wird es
gezahlt?
¼ Das Betreuungsgeld beträgt ab 1. August 2013
zunächst 100 1 pro Monat, ab dem 1. August 2014
dann für jedes Kind 150 1 pro Monat.
¼ Für jedes Kind wird längstens für 22 Lebensmonate
Betreuungsgeld gezahlt.
26
Das Betreuungsgeld wird grundsätzlich auf das Arbeitslosen-
geld II, die Sozialhilfe und den Kinderzuschlag angerechnet.
Tipp: Falls Sie Landeserziehungsgeld erhalten, hat dies kei-
nen Einfluss auf das Betreuungsgeld. Beide Leistungen kön-
nen unabhängig voneinander und gleichzeitig bezogen wer-
den.
Antrag
Das ZBFS (Zentrum Bayern Familie und Soziales) sendet
Eltern, die in Bayern wohnen und Elterngeld beantragt
haben, einen Antrag auf Betreuungsgeld zu. Dieser enthält
bereits die aus dem Elterngeld bekannten und für das
Betreuungsgeld bedeutsamen Daten. Diesen Antrag füllen
Sie aus und senden ihn an das
Zentrum Bayern Familie und Soziales
- Region Schwaben
Morellstr. 30, 86159 Augsburg
Tel: 0821/5709-01
Fax: 0821/5709-5000
poststelle.schw@zbfs.bayern.de
www.zbfs.bayern.de
Öffnungszeiten:
Mo - Mi 8.00 - 12.00 Uhr
13.00 - 15.00 Uhr
Do 8.00 - 12.00 Uhr
13.00 - 16.00 Uhr
Fr 8.00 - 12.00 Uhr
7. Bildungs- und Teilhabepaket
Eltern können für ihre Kinder Anträge auf folgende
Leistungen stellen:
¼ eintägige Ausflüge der Schulen und
Kindertageseinrichtungen
¼ mehrtägige Fahrten der Schulen und
Kindertageseinrichtungen
¼ persönlicher Schulbedarf
¼ Schülerbeförderung
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¼ Lernförderung
¼ Übernahme der Kosten der Mittagsverpflegung an
der Schule/Hort/Kindertageseinrichtung oder
Kindertagespflege
¼ Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben
Voraussetzung für die Antragsstellung im Amt für Soziale
Leistungen ist, dass die Eltern Empfänger von Wohngeld,
Leistungen des SGB XII oder Kinderzuschlag nach dem
Bundeskindergeldgesetz sind.
Achtung: Die Leistung "Persönlicher Schulbedarf" wird im
Bereich SGB II vom Jobcenter ausbezahlt.
Anträge liegen im Amt für Soziale Leistungen und in den
jeweiligen Jobcentern aus und können unter www.armut-
spraevention.augsburg.de (Rubrik: Aktuelles) heruntergela-
den werden.
Für Rückfragen steht das Team des Bildungs- und
Teilhabepaketes zur Verfügung:
Stadt Augsburg
Amt für Soziale Leistungen
Hinter der Metzg 6, 86150 Augsburg
Tel: 0821/324-95 73, -9613, -95 41 oder -96 40
bildung-teilhabe@augsburg.de
kinderchancen@augsburg.de
www.armutspraevention.augsburg.de
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1. Campus-Elterninitiative e.V.
Studierende Eltern sind an den Hochschulen zwar nach wie
vor eine Minderheit, die Zahl derer, die Studium und Fa-
milie verbinden wollen, steigt jedoch ständig. Eine Kom-
bination beider „Fulltimejobs“ – Student/in und Mutter/
Vater – ist aber oft nur mit einer gesicherten Kinderbetreu-
ung möglich.
Die „Campus-Elterninitiative e.V.“ bietet Kindern von Augs-
burger Studierenden sowie von Beschäftigen der Universität
und des Studentenwerks neben einer Ferienbetreuung für
Kinder von vier bis zehn Jahren, eine Krabbelgruppe für
Kinder unter einem Jahr, eine Krippengruppe in Göggingen
auf dem Gelände der Hessing-Stiftung und weitere sechs
Krippengruppen auf dem Universitätsgelände.
1.1. Arbeitsweise der Elterninitiative
Wie seine beiden Vorgänger ist der Verein als Elterninitiative
organisiert, in der die Eltern die Trägerschaft übernehmen.
Dadurch ist der Verein bestrebt, eine Orientierung an den
Bedürfnissen der Eltern zu gewährleisten. Gleichzeitig wird
durch diese Trägerstruktur die gemeinsame Verantwortung
für die Rahmenbedingungen, für die Betreu-ungsangebote
und die aktiv gelebte Erziehungspartnerschaft zwischen
Eltern und Team widergespiegelt.
1.2. Betreuung durch Fachpersonal
Die pädagogische Betreuung der Kinder wird von ausgebil-
detem Fachpersonal übernommen. In der Krabbelgruppe
(3-12 Monate) sind es 9-12 Kinder, die von 3-4 Personen
betreut werden. In der Kinderkrippe (1-3 Jahre) gilt der
Betreuungsschlüssel von vier Kindern pro Bezugsperson.
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1.3. Öffnungszeiten
Krabbelgruppe: Montag bis Freitag von 8.00 Uhr bis 12.30
Uhr. Es können zwei bis fünf Tage pro Woche gebucht wer-
den.
Kinderkrippe: Montag bis Donnerstag 7.30 Uhr bis 16.00
Uhr, Freitag bis 15.00 Uhr.
Zusätzlich wird eine Ferienbetreuung für 4- bis 10-jährige
Kinder angeboten – weitere Informationen unter www.cam-
pus-elterninitiative.de
1.4. Betreuungskosten
Die Betreuungskosten pro Kind richten sich nach der jewei-
ligen Buchungszeit plus ein monatliches Essensgeld. Zusätz-
lich sind die Betreuungskosten nach dem Status der Eltern
(Studierende, Angestellte der Universität oder des Studen-
tenwerks, Externe) gestaffelt.
Verfügen die studierenden Eltern nur über ein geringes bzw.
kein Einkommen, so ersetzt u.U. das Jugendamt nach ent-
sprechendem Antrag der Eltern den Krippenbeitrag (Betreu-
ungskosten ohne Essen) ganz oder teilweise.
1.5. „Campus Elterntreff“ für alle (werdenden) Eltern
rund um die Augsburger Universität und das Univiertel
Die Campus-Elterninitiative e.V., Kinderkrippe an der Uni-
versität Augsburg, bietet jeden ersten Freitag im Monat zwi-
schen 13 und 16 Uhr einen offenen Elterntreff an.
Der Campus Elterntreff ist ein offenes Angebot, bei dem
sich (werdende) Eltern – mit oder ohne Kind(er) – rund
um die Universität Augsburg und das Univiertel austauschen
und vernetzen können. Bei gemütlichem Zusammensein
gibt es Kaffee, Tee und Kuchen, Brezen und Saftschorle.
Immer wieder werden auch Gesprächsrunden oder Vorträge
zu bestimmten Themen angeboten, die besonders Eltern von
kleineren Kindern betreffen. Die Kinder werden während-
dessen betreut.
Der Elterntreff ist für alle Besucher kostenfrei.
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Termine & Themen:
Der Elterntreff findet in der Regel jeden 1. Freitag im
Monat zwischen 13 Uhr und 16 Uhr statt, im Haus
Frechdachs, Universitätsstr. 5, 86159 Augsburg.
Die genauen Termine und Themen, sowie weitere aktuelle
Angebote, wie z.B. Spielgruppe, Fachvorträge, Offene
Elternabende, etc. finden Sie auf der Homepage der
Campus- Elterninitiative oder auf Facebook:
www.campus-elterninitiative.de
www.facebook.com ǞEinrichtungen ǞFamilienservice
2. Elterninitiative Kindernest e.V.
Der Träger dieser Kinderbetreuungsstelle ist die Elterninitia-
tive Kindernest e.V., die 1982 gegründet wurde und auch
weitere Kinderbetreuungsstätten im Stadtgebiet betreibt.
Im Brunnenlechgässchen 1a, gegenüber der Bibliothek, wer-
den in der Gruppe „Hochschule“ bedarfsorientierte Bu-
chungszeiten, d.h. von 07.30 Uhr bis 17.30 Uhr, angeboten.
Die Gruppenstärke beträgt 12 Kinder von ca. 9 Monaten bis
3 Jahren, die von drei Bezugspersonen betreut werden. Das
pädagogische Konzept orientiert sich am Kind, das sich mit
Neugier und Kompetenz seine Welt selbst erforscht und er-
findet. Das Kind und seine Eltern werden in den ersten
Lebensjahren begleitet. Die Räumlichkeiten der Kinder-
betreuung befinden sich im Erdgeschoss des Gebäudes mit
großzügigen Gartenflächen und ganz in der Nähe des Hoch-
schulgeländes.
Weitere Informationen unter:
Elterninitiative Kindernest e.V.
Kontakt: Silvia Leippert-Thomas und Rita Herzog
Hunoldsgraben 25, 86150 Augsburg
Tel: 0821/312590
Fax: 0821/31 97 165
info@kindernest-augsburg.org
www.kindernest-augsburg.de
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3. Familienservice „Kind und Hochschule“
Die Familienservicestelle ist eine unterstützende Brücke zwi-
schen Familie, Studium und Berufstätigkeit.
Persönlich sowie per Email etc. können eingehende
Beratungs- und Informationsgespräche geführt werden über
¼ die Gestaltung u. Organisation des Studiums mit Kind
¼ die Gestaltung des beruflichen Alltags mit Kind(ern)
¼ Vermittlung von Kinderbetreuungsangeboten
aber auch über die Weiterentwicklung der Familienfreund-
lichkeit der Universität Augsburg.
Sprechzeiten: Mi, 12 - 13 Uhr im Personalraum,
Universitätsstr. 5 und nach Absprache.
Weiterführende Informationen und Links sowie Tipps sind
auf der u.g. Homepage zu finden.
Familienservice "Kind und Hochschule"
Tel: 0821/598-4604
familienservice@zbe.uni-augsburg.de
www.uni-augsburg.de ǞEinrichtungen ǞFamilienservice
4. Weitere Kinderbetreuungsangebote:
Informationen zum aktuellen Angebot der
Kindertagesbetreuung in Augsburg gibt es unter
www.kinderbetreuung.augsburg.de
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4.1. Kindergärten
Im Bereich der Universität gibt es keine Betreuungsmög-
lichkeit für 4-6jährige Kinder (Ausnahme: Ferienbetreuung
der Campus-Elterninitiative, s. 1.4. unter Öffnungszeiten)
Eine Liste städtischer und kirchlicher Kindergärten finden
Sie unter www.augsburg.de ǞKinderbetreuung in
Augsburg.
4.2. Tagesmütter
Tagespflege ist insbesondere in den ersten Lebensjahren
eines Kindes eine gute Alternative zur Betreuung in einer
Tageseinrichtung. In der Regel haben Tagesmütter (oder
-väter) eigene Kinder und beaufsichtigen diese zusammen
mit dem betreuten Kind in ihrem eigenen Haushalt. Sie
können das Kind nach Absprache aber auch im Haushalt
der Eltern hüten. Durch verbindliche Absprachen sollten
zwischen Eltern und Tagespflegeperson die Betreuungszeiten
und der Erziehungsstil auf die individuelle Situation des
Kindes und der Familie abgestimmt werden.
Alle Tagespflegepersonen brauchen eine vom Jugendamt aus-
gestellte Pflegeerlaubnis. Die Kosten für Tagespflege variie-
ren und richten sich z.B. nach der Betreuungsdauer bzw.
den Betreuungszeiten des Kindes. Im Raum Augsburg ver-
mittelt der Deutsche Kinderschutzbund überprüfte und qua-
lifizierte Tageseltern und Kinderfrauen.
Unterstützung wird in folgenden Bereichen angeboten:
¼ Hilfe bei der Suche nach einer geeigneten
Tagespflegeperson
¼ Qualifizierung und pädagogische Begleitung der
Tagespflegepersonen
¼ Vorbereitungskurse für interessierte Tagesmütter,
¼ fachliche Beratung und Betreuung der Tagesmütter
und Eltern
¼ Hilfestellung bei Anträgen an das Jugendamt zur
Kostenbeteiligung
¼ schriftliche Betreuungsverträge
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Deutscher Kinderschutzbund
Kreisverband Augsburg e.V.
AGITA-Agentur für Kindertagespflege
Volkhartstr. 2, 86152 Augsburg
Tel: 08 21/4554 06-30
service@agita-augsburg.de
www.agita-augsburg.de
4.3. Pflege- und Adoptiveltern
Das „Team Pflegekinder und Adoptionen“ der Stadt Augs-
burg vermittelt und berät im Bereich Pflegekinderwesen und
Adoption. Unter anderem erstreckt sich das Angebot über
folgende Bereiche:
¼ Kurse für Pflegeeltern zur Vorbereitung auf die neue
Aufgabe
¼ Bemühung um einen angemessenen Pflegeplatz,
¼ Beratung der Pflegefamilie
¼ Unterstützung bei der Klärung von Rechts- und
Erziehungsfragen, bei der Zusammenarbeit mit den
leiblichen Eltern und in Konfliktsituationen
¼ Vermittlung weiterführender Hilfen
¼ Kontaktmöglichkeiten zu anderen Pflegeeltern und
¼ intensive pädagogische und psychologische
Begleitung bei Dauer- und Sonderpflege
Stadt Augsburg
Amt für Kinder, Jugend und Familie
Prinzregentenstr. 11, 86150 Augsburg
Tel: 0821/324-2834
Fax: 0821/324-2842
pflegekinder@augsburg.de
Öffnungszeiten:
Mo - Fr 9.00 - 12.30 Uhr u. Do 14.00 - 17.30 Uhr
Weitere Informationen finden Sie unter www.augsburg.de
ǞSoziales ǞKinder, Jugend, Familie, Partnerschaft
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Kath. Jugendfürsorge der Diözese Augsburg e. V.
- Adoptionsdienst -
Schaezlerstr. 34, 86152 Augsburg
Tel: 0821/3100-166
Fax: 0821/31 00-183
reithmeierc@kjf-augsburg.de
www.kjf-augsburg.de
PFAD für Kinder, Pflege- und Adoptiveltern
in Augsburg und Umgebung e. V.
Dieser Verein ist ein Zusammenschluss von Pflege- und
Adoptivelterngruppen, Tagespflegeeltern und Fachkräften
der Jugendhilfe.
Finkenweg 1, 86485 Biberbach
Tel: 0821/438310
Fax: 0821/2432 730
info@pfad-augsburg.de
www.pfad-augsburg.de
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1. b!st - Beratung im Studentenwerk
1.1. Sozial- und Rechtsberatung
Seit 1978 bietet das Studentenwerk Augsburg Beratung mit
einem großen Netz von Kooperations- und Ansprechpart-
nern im Hintergrund. Studierende erhalten im b!st, der
Beratungsstelle des Studentenwerks, eine kostenlose (im
Studentenwerksbeitrag bereits enthaltene) und vertrauliche
(Schweigepflicht) Beratung bei sozialen, rechtlichen oder
psychologischen Problemen. Eine Juristin, ein Sozialberater
und ein Diplompsychologe stehen für Sie zur Verfügung.
Katharina von Saucken-Griebel
Leiterin des b!st, Sozial- und Rechtsberaterin,
Behindertenbeauftragte für Studierende, Öffentlichkeitsrefe-
rentin des Studentenwerks Augsburg
¼ Rechtsberatung in Konfliktsituationen
¼ Hilfe bei der Formulierung von Schreiben, Anträgen
und Widerspruchsschreiben
¼ Vermittlung zwischen den Parteien
¼ Rechtsberatung in Konfliktsituationen
¼ Hilfe bei der Formulierung von Schreiben, Anträgen
und Widerspruchsschreiben,
Sprechzeiten:
Offene Sprechstunde: Di 11.00 - 12.00 Uhr,
Mi 14.00 - 16.00 Uhr
Tel: 0821/598-49 20
Fax: 08 21/598-49 29
bist@studentenwerk-augsburg.de
www.studentenwerk-augsburg.de Ǟbist
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1.2. Soziale Beratung, Studienfinanzierung,
Darlehensvergabe, Beglaubigungen
Bei der Sozialberatung im b!st erhalten Studierende
¼ Sozialberatung
¼ Studienfinanzierung
¼ Darlehensvergabe
- Überbrückungsdarlehen für akute Notfälle
- Studienabschlussdarlehen für bis zu vier Semester
- Darlehen für Studienmittel
¼ Beratung und Abschluss KfW-Studienkredit
¼ Staatliche Unterstützung für Studierende
¼ Beglaubigungen von Urkunden zu 2 1 je Urkunde
Sozialberatung
Sprechzeiten:
Mo - Do 9.00 - 12.00 Uhr, Do 14.00 - 16.00 Uhr
Terminvergabe für alle Berater
Tel: 0821/598-4926
Fax : 0821/598-4929
bist@studentenwerk-augsburg.de
www.studentenwerk-augsburg.de
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1.3. Psychologische Beratung
Nach der letzten Sozialerhebung des Deutschen Studenten-
werks schätzen sich etwa 42 % aller Studierenden als stu-
dienerschwert psychisch beeinträchtigt ein. Besonders in
Schwellensituationen des Studiums (z.B. Prüfungszeiten)
können Probleme aktuell und akut werden, die vielleicht
schon lange existieren und nun das Studium stark beein-
trächtigen.
Lern- u. Arbeitsschwierigkeiten, Prüfungsängste, Orientie-
rungslosigkeit, Selbstwertprobleme, Elternkonflikte, Partner-
schaftsprobleme, Zukunftsängste etc. sind nichts Außerge-
wöhnliches. In der psychologischen Beratung wird in Form
von Einzelgesprächen (bis max. 10 Gespräche) die aktuelle
Problemsituation geklärt und nach individuellen Lösungs-
wegen gesucht.
Besondere Sprechstunden nach Bedarf zusätzlich an der
Hochschule Kempten (Anfragen s.u.).
Thomas Blum, Psychologischer Psychotherapeut
Gestalttherapeut DVG, Supervisor BDP
Termine nach telefonischer Vereinbarung
Offene Sprechstunde: Di 11.00 - 12.00 Uhr
Tel: 08 21/598-4927
Fax : 0821/598-4929
bist@studentenwerk-augsburg.de
Das b!st ist zu finden:
Eichleitnerstr. 30, 2. Stock, 86159 Augsburg
(sog. „alte Universität“)
Tel: 08 21/589-4926
Fax: 0821/598-4929
bist@studentenwerk-augsburg.de
www.studentenwerk-augsburg.de
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2. Studienberatung
2.1. Universität Augsburg
Studentenkanzlei
Die Studentenkanzlei erteilt Informationen über die Zulas-
sung, formale Studienangelegenheiten, sowie über allgemein
verbindliche, formale Regelungen des Studiums an der Uni-
versität Augsburg (z.B. Zulassungsbestimmungen, Einschrei-
bung, Rückmeldung, Beurlaubung, Exmatrikulation)
Universitätsstraße 2, Gebäude A1, Eingang A2, Raum 1032
86135 Augsburg
Tel: 08 21/598-11 11
Fax: 08 21/598-5024
Öffnungszeiten:
Mo - Fr 8.30 -12.00 Uhr
studentenkanzlei@zv.uni-augsburg.de
Weitere Informationen können unter
www.uni-augsburg.de ǞEinrichtungen ǞStudentenkanzlei
abgerufen werden.
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Zentrale Studienberatung
Die Zentrale Studienberatung der Universität Augsburg ist
eine Abteilung des Zentrums für Kommunikation und Be-
ratung und richtet sich an alle Studierenden und Studien-
interessierten.
Die Zentrale Studienberatung informiert unter anderem
über
¼ Studienmöglichkeiten und Fächerkombinationen
¼ Bewerbungsverfahren
¼ Studienbedingungen
¼ Fach- und Hochschulwechsel
¼ Berufsperspektiven und Zusatzqualifikationen
¼ Auslandsstudiumsberatung
Zudem wird Beratung angeboten bei
¼ Entscheidungsproblemen im Studienwahlprozess
¼ Eingewöhnungsschwierigkeiten
¼ Motivations- und Lernkrisen
¼ Prüfungsangst
Alle angebotenen Leistungen sind kostenlos, die Mitarbei-
terinnen und Mitarbeiter unterliegen zudem der Schweige-
pflicht. Auch während der Semesterferien ist die Allgemeine
Studienberatung zu erreichen (wer von auswärts kommt,
sollte jedoch zur Sicherheit vorher anrufen).
Sie finden die Zentrale Studienberatung in der
Universitätsstraße 6, 86159 Augsburg
Dr. Thomas Bodenmüller, Zi. 161
Tel: 08 21/598-5146
thomas.bodenmueller@zsb.uni-augsburg.de
Dr. Quirin Bauer, Zi. 159
Tel: 08 21/598-5138
quirin.bauer@zsb.uni-augsburg.de
Armin Bergmann, Zi. 160
Tel: 08 21/598-5138
armin.bergmann@zsb.uni-augsburg.de
Anke Karlinger, Zi. 158
Tel: 0821/598-5756
anke.karlinger@zsb.uni-augsburg.de
Dipl.-Päd. Florian Reß, Zi. 153
Tel:08 21/598-5143
florian.ress@zsb.uni-augsburg.de
Psychologische Betreuung und Beratung
Kerstin Jähne, Zi. 151
Tel: 0821/598-5957
kerstin.jaehne@zsb.uni-augsburg.de
Spezielle Studienberatung modularisiertes Lehramtstudium
Gudrun Adomat, Zi. 150
Tel: 0821/598-50 64
lehramt@zsb.uni-augsburg.de
Sekretariat – Marion Dombrowski, Zi. 152
Tel: 0821/598-51 47
info@zsb.uni-augsburg.de
Studienfachberatung
Bei studienfachspezifischen Fragen und Problemen (z.B.
fachspezifische Anforderungen, Studien- und Prüfungsinhal-
te, Art und Umfang der Leistungsnachweise, Auswahl von
Lehrveranstaltungen, Schwerpunktbildung im Studium)
wird die Beratung von Hochschullehrern und Assistenten in
den jeweiligen Fakultäten durchgeführt. Nähere
Informationen finden sie unter www.uni-augsburg.de Ǟ
Einrichtungen ǞStudienberatung
2.2. Hochschule Augsburg
Zentrale Studienberatung
An der Hochschule 1, Raum B 2.06
86161 Augsburg
Tel: 0821/55 86-32 78, -32 73
Öffnungszeiten:
Mo - Do 9.00 - 12.00 Uhr
Telefonsprechstunde:
Mo - Fr 9.00 - 10.00 Uhr
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Beratungsangebot: Information über Studienmöglichkeiten
an den bayerischen Hochschulen, über Auslandsstudium
und bei Problemen im Studienverlauf.
Fachspezifische Beratung
Fragen Sie bitte in den Fachbereichssekretariaten, wer für Sie
zuständig ist, bzw. entnehmen Sie diese Information dem
Studienführer der Hochschule oder unter
www.hs-augsburg.de ǞStudierende ǞFakultäten.
3. Frauenbeauftragte
Die Frauenbeauftragten der Hochschulen haben die Auf-
gabe, auf die Herstellung der verfassungsrechtlich gebotenen
Chancengleichheit sowie auf die Vermeidung von Benach-
teiligungen aller Frauen an den Hochschulen hinzuwirken.
Des Weiteren sind sie Ansprechpartnerinnen für individuelle
Probleme der Studentinnen.
Zur Erfüllung dieser Aufgaben wurden von der Universität
Augsburg Gleichstellungsrichtlinien verabschiedet. Die
Arbeit der Frauenbeauftragten wird von einem Frauenbeirat
unterstützt, der sich aus den Fakultätsfrauenbeauftragten,
studentischen Vertreterinnen und Wissenschaftlerinnen
zusammensetzt.
Frauenbeauftragte der Universität Augsburg
Prof. Dr. Marita Krauss
Tel: 08 21/598-5643
marita.krauss@phil.uni-augsburg.de
Stellvertreterinnen:
N.N.
Frauenbüro (Gleichstellungsbeauftragte)
Marion Magg-Schwarzbäcker
Gebäude F2, Raum 309, Eichleitnerstr. 30, 86159 Augsburg
Tel: 0821/598-51 45
frauenbuero@zbe.uni-augsburg.de
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Öffnungszeiten:
Mo - Do 8.00 - 12.00 Uhr
und nach Vereinbarung
Nähere Informationen sowie die Frauenbeauftragten der ein-
zelnen Fakultäten finden Sie unter
www.uni-augsburg.de ǞUniversität ǞEinrichtungen Ǟ
Frauenbeauftragte
Frauenbeauftragte der Hochschule Augsburg
Prof. Dr. Sabine Müllenbach
Friedberger Str. 2a, Zi. J 2.15
86161 Augsburg
Tel: 0821/5586-3395
sabine.muellenbach@hs-augsburg.de
Weitere Informationen finden Sie unter www.hs-augsburg.de
ǞZentrale Einrichtungen ǞFrauenbeauftragte
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Die folgende Auflistung externer Beratungsangebote hat kei-
nen Anspruch auf Vollständigkeit. Eine ausführliche Liste
verschiedener Beratungsstellen finden Sie aber unter
www.lra-aic-fdb.de unter der Rubrik „Bürgerservice“.
1. Gleichstellungsbeauftragte
Für die Stadt Augsburg:
Anita Conradi
Rathausplatz 1, 86150 Augsburg
Tel: 08 21/324-2102
Fax: 0821/324-62 53
frauenbeauftragte@augsburg.de
Öffnungszeiten:
Mo-Fr 8.00-12.00 Uhr
Do 15.00-17.30 Uhr
Sprechzeiten nach telefonischer Vereinbarung
Für den Landkreis Augsburg:
Landratsamt Augsburg,
-Kommunale Gleichstellungsstelle-
Mathilde Weirather
Prinzregentenplatz 4, 86150 Augsburg
Tel: 08 21/3102-2210
Fax: 0821/3102-1210
Öffnungszeiten:
Mo-Fr 7.30-12.30 Uhr
Do 14.00-17.30 Uhr
Zimmer U10 (oder Manfred Merz, Stellvertreter, Zi.167)
Oder nach telefonischer Vereinbarung
mathilde.weirather@lra-a.bayern.de
2. Schuldnerberatung
Schuldnerberatung des Caritasverband Augsburg e.V.
Depotstr. 5, 86152 Augsburg
Tel: 08 21/ 570 483-6 oder -4 oder -5
schuldnerberatung@caritas-augsburg-stadt.de
www.cvaugsburg.caritas.de
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Die Stadt Augsburg hat in Kooperation mit einigen anderen
Einrichtungen ein Netz von „Sozialpaten“ aufgebaut, die
ebenfalls Schuldnerberatungen durchführen.
Informationen erhalten Sie beim:
Freiwilligen-Zentrum Augsburg
Philippine-Welser-Str. 5a, 86150 Augsburg
Tel: 0821/450422-0
Fax: 0821/450422-15
Öffnungszeiten:
Mo - Fr 9.00 - 13.00 Uhr
Mo u. Mi 14.00 - 16.00 Uhr
Do 14.00 - 18.00 Uhr
und nach Vereinbarung
info@freiwilligen-zentrum-augsburg.de
www.freiwilligen-zentrum-augsburg.de
www.buendnis.augsburg.de
3. Andere Beratungsangebote
pro familia Augsburg e.V.
Hermanstraße 1, 86150 Augsburg
Tel: 0821/450362-0
Fax.: 08 21/450362-10
augsburg@profamilia.de
www.profamilia-augsburg.de
Öffnungszeiten:
Mo, Mi, Do, Fr 9.00 - 12.00 Uhr
Mo, Di, Mi 14.00 - 17.00 Uhr
Do 14.00 - 19.00 Uhr
Pro familia bietet auch eine Online-Email-Beratung an,
sowie weitere Infos unter www.profamilia.sextra.de.
Erziehungsberatungsstelle für Eltern, Kinder und
Jugendliche der Stadt Augsburg
Hunoldsgraben 27, 86150 Augsburg
Tel: 0821/324-29 62
Fax: 0821/324-2965
erziehungsberatung@augsburg.de
www.augsburg.de ǞSoziales ǞKinder, Jugend, Familie,
Partnerschaft
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Evangelische Beratungsstelle für Eltern, Kinder und
Jugendliche, Ehe-, Partnerschafts- und Lebensfragen,
Diakonisches Werk Augsburg e.V.
Oberbürgermeister-Dreifuß-Str. 1, 86153 Augsburg
Tel: 08 21/5977 60
Fax: 0821/5577611
eb@diakonie-augsburg.de
www.diakonie-augsburg.de
Öffnungszeiten: Mo - Fr 8.00 - 12.00 Uhr
Mo, Di, Do 13.00 - 16.00 Uhr
Mi 13.00 - 14.00 Uhr
Deutscher Kinderschutzbund e.V.
Volkhartstr. 2, 86152 Augsburg
Tel: 08 21/4554 06-0
Fax: 0821/455406-13
info@kinderschutzbund-augsburg.de
www.kinderschutzbund-augsburg.de
Öffnungszeiten: Mo - Do 8.00 - 17.00 Uhr
Fr 8.00 - 13.00 Uhr
Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Augsburg-Stadt e. V.
Rosenausstr 38, 86150 Augsburg
Tel: 08 21/345800
Fax: 0821/3458011
kontakt@awo-augsburg.de
www.awo-augsburg.de
Öffnungszeiten:
Mo - Fr 8.30 - 12.30 Uhr und nach Vereinbarung
Caritasverband für die Diözese Augsburg e.V.
Auf dem Kreuz 41, 86152 Augsburg
Tel: 08 21/3156-0
Fax: 0821/3156-215
info@caritas-augsburg.de
www.caritas-augsburg.de
Allgemeine Sozial- und Lebensberatung
Gögginger Straße 92 a, 86199 Augsburg
Tel: 08 21/57048-0
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Fax: 0821/57048-40
info@caritas-augsburg-stadt.de
www.der-sozialmarkt.de
Kontaktadressen für die Umgebung Augsburg:
www.dicvaugsburg.caritas.de
4. Spezielle Beratung
Wildwasser Augsburg e.V., Fachberatungsstelle gegen
sexualisierte Gewalt an Mädchen und Frauen
Schießgrabenstr. 2, 86150 Augsburg
Tel: 0821/154444
Fax: 0821/1544 54
beratung@wildwasser-ausgburg.de
www.wildwasser-augsburg.de
Telefonsprechzeiten:
Mo 14.00 - 16.00 Uhr
Do 10.00 - 12.00 Uhr
Frauenhaus Augsburg der Arbeiterwohlfahrt
Postfach 1202, 86383 Stadtbergen
Tel: 0821/2290099
frauenhaus.augsburg@a-city.de
www.frauenhaus-augsburg.de
Öffnungszeiten:
Mo - Do 8.30 - 16.00 Uhr
Fr 8.30 - 13.00 Uhr
Bildungs- u. Begegnungsstätte „Haus Tobias“ Augsburg
Das „Haus Tobias“ hilft Eltern, die ihr Kind vor, während
oder kurz nach der Geburt verloren haben. Jeden 1. Montag
im Monat gibt es eine offene Gruppe, ansonsten sind auch
Einzelgespräche möglich.
Stenglinstr. 7, 86156 Augsburg
Tel: 0821/440960
Fax: 0821/44096-40
info@haus-tobias-augsburg.de
www.haus-tobias-augsburg.de
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Verband alleinerziehender Mütter und Väter e.V.
Stadt Augsburg und Landkreis Augsburg West
Kathrin Merz
Tel: 0170/5479451
Mi 15.00 - 20.00 Uhr
Landkreis Augsburg Süd
Petra Klonowski
Tel: 01 60/93730241
Genaue Adressen und weitere Kontaktstellen, sowie eine
kurze Besprechung für die Weitervermittlung an zuständige
Gesprächspartner sind am besten zu erfragen bei:
Fr. Andrea Henning, Tel: 089/ 32 21 2294.
Beratungsangebote und aktuelle Informationen für alleiner-
ziehende Eltern sind unter www.vamv-bayern.de zu finden,
Fragen können leicht über vamv-augsburg@t-online.de an
den Verein übermittelt werden.
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5. AIDS-Beratung
Aidsberatung Gesundheitsamt Stadt Augsburg
Hier kann man sich kostenlos und anonym beraten und
testen lassen.
Dr. Gita Kejzlar-Lisy
Karmelitengasse 11, Flachbau, Zi. 12, 86152 Augsburg
Tel: 0821/324-20 57
Fax: 0821/324-2015
aids.gesundheitsamt@augsburg.de
Offene Sprechstunde ohne Terminvereinbarung:
Di und Do 9.00 - 13.00 Uhr und 14.00 - 16.00 Uhr
und nach Vereinbarung
Streetwork
Steinerne Furt 55, 86167 Augsburg
Tel: 0821/324-2079
Fax: 0821/324-2082
Dipl. Soz. Päd. Erwin Riegel
arbeitshilfe2000@gmx.de
Öffnungszeiten:
Mo, Di 14.00 - 16.00 Uhr
Do 14.00 - 18.00 Uhr
und nach Vereinbarung
Angebot (u.a.):
¼ Durchführung des HIV-Antikörpertests mit
Testberatung
¼ Aufklärung und Beratung zu sexuell übertragbaren
Erkrankungen
¼ Begleitung von HIV-Positiven und deren
Angehörigen
¼ Individuelle Betreuung mit Hilfestellung für HIV-
positive und gefährdete Personen
¼ Bei Bedarf Hausbesuche
¼ Vermittlung von Arbeitsmöglichkeiten für Betroffene
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Zentrum für Aids-Arbeit Schwaben (ZAS)
Schaezlerstraße 36, 86152 Augsburg
Tel: 08 21/1580 81
Fax: 0821/158082
kontakt@zas-schwaben.de
www.zas-schwaben.de
Öffnungszeiten:
Mo - Mi 8.30 - 12.30 Uhr, 13.00 - 16.00 Uhr
Do - Fr 8.30 - 12.30 Uhr
Beratungszeiten je nach Vereinbarung
Augsburger Aidshilfe e.V.
Ulmer Strasse 182, 86156 Augsburg
Tel: 08 21/2592690
Fax: 0821/2592695
info@augsburg.aidshilfe.de
www.augsburg.aidshilfe.de
Öffnungszeiten:
Mo - Fr 9.00 - 13.00 Uhr
Di und Do 14.00 - 16.30 Uhr
Staatliches Gesundheitsamt am Landratsamt Augsburg
Prinzregentenplatz 4, 86150 Augsburg
Tel: 08 21/3102-2108
Fax: 0821/31 02-2132
gesundheitsamt@lra-a.bayern.de
www.landkreis-augsburg.de
Öffnungszeiten:
Mo - Fr 7.30 - 12.30 Uhr
Do 14.00 - 17.30 Uhr
Viele weitere Beratungsangbebote
in und um Augsburg sind unter
www.kinder-augsburg.de zu finden.
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1. Beratung
Eine Schwangerschaft während des Studiums stellt ohne
Zweifel eine Belastung dar. Deswegen ist es verständlich,
wenn eine Studentin – vor allem bei einer ungewollten
Schwangerschaft – auch einen Schwangerschaftsabbruch in
Erwägung zieht. Diese Entscheidung ist schwerwiegend und
muss dennoch relativ zügig gefällt werden. Um überstürztes
Handeln zu vermeiden, sollte in so einem Fall so schnell wie
möglich Beratung in Anspruch genommen werden, am
besten bei einer staatlich anerkannten Beratungsstelle. Nur
diese dürfen in der BRD den Beratungsnachweis erstellen,
der für einen straffreien Schwangerschaftsabbruch notwen-
dig ist.
Inhalte und Aufgaben der Schwangerschaftskonfliktberatung
sind in § 219 StGB in Verbindung mit §§ 5 und 6 SchKG
festgesetzt. In erster Linie dient die Beratung dem Schutz
des ungeborenen Lebens. Sie ist „ergebnisoffen“ zu führen,
das heißt Pro und Contra werden während des Gesprächs
abgewogen. Die Beratung soll ermutigen und Verständnis
wecken, nicht belehren oder bevormunden. Zudem sollte
keine einseitige Beeinflussung stattfinden. Was Studentinnen
bei einem Beratungsgespräch im Einzelnen erwartet, ist
gesetzlich festgelegt:
1. Eintritt in eine Konfliktberatung: Eine Gesprächs- und
Mitwirkungsbereitschaft der schwangeren Frau wird zwar
erwartet, aber nicht erzwungen. Natürlich sollten werdende
Mütter dem Berater/ der Beraterin ihre Gründe für einen
möglichen Schwangerschaftsabbruch darlegen können.
2. Soziale und juristische Beratung sowie praktische
Hilfen, insbesondere solche, die eine Fortsetzung der
Schwangerschaft begünstigen und die Lage von Mutter und
Kind erleichtern.
3. Unterstützungsangebote z.B. bei der Wohnungssuche,
bei der Suche nach Betreuungsmöglichkeiten für das Kind,
Fortsetzung einer Ausbildung, Nachbetreuung.
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Die Beratung muss protokolliert werden. Diese Protokolle
sind allerdings anonym (§ 10 SchKG), müssen aber Anga-
ben über Alter, Familienstand, Staatsangehörigkeit, Zahl der
bisherigen Schwangerschaften oder Abbrüche, sowie Gründe
für den gewünschten Schwangerschaftsabbruch beinhalten.
Auf Wunsch kann das gesamte Beratungsgespräch anonym
bleiben. Werdende Mütter können auch eine Person ihres
Vertrauens zu der Beratung hinzuziehen.
Weitere Informationen finden Sie im Internet unter:
www.schwanger-in-bayern.de
www.donum-vitae-bayern.de (katholische
Konfliktberatungsstelle)
www.bke.de (Bundeskonferenz für Erziehungsberatung)
Erziehungsberatungsstellen geben allgemeine Auskunft zu
den Themen Schwangerschaft, Schwangerschaftsabbruch,
Erziehung etc. In Augsburg gibt es folgende Beratungsstellen
in freier Trägerschaft:
pro familia Augsburg e.V.
Deutsche Gesellschaft für Familienplanung, Sexualpädagogik
und Sexualberatung e.V.
Hermanstraße 1, 86150 Augsburg
Tel: 08 21/4503 62-0
Fax: 0821/450362-10
augsburg@profamilia.de
www.profamilia-augsburg.de
Öffnungszeiten:
Mo, Mi - Fr 9.00 - 12.00 Uhr
Mo - Mi 14.00 - 17.00 Uhr
Do 13.00 - 19.00 Uhr
DONUM VITAE e.V.
Volkhartstr. 5/II, 86152 Augsburg
Tel: 08 21/4508888
Fax: 0821/4508891
augsburg@donum-vitae-bayern.de
www.donumvitae-augsburg.de
Das Beratungskonzept finden Sie unter:
www.donumvitae.org ǞBeratung und Hilfe ǞBeratung
bei Schwangerschaftskonflikten
Öffnungszeiten:
Mo, Di, Do 9.00 - 12.00 Uhr und 14.00 - 16.00 Uhr
Mi 9.00 - 12.00 Uhr und 14.00 - 19.00 Uhr
Fr 8.00 - 12.00 Uhr und 13.00 - 15.00 Uhr
und nach Vereinbarung
Gesundheitsamt Augsburg
Hoher Weg 8, 86152 Augsburg
3. Stock, Zimmer 38
Tel: 0821/324-2029
Fax: 0821/324-2052
schwanger.gesundheitsamt@augsburg.de
Öffnungszeiten:
Mo, Di 8.30 - 12.00 Uhr, 14.00 - 15.00 Uhr
Mi 8.30 - 12.00 Uhr, 14.00 - 15.00 Uhr
Do 8.30 - 12.00 Uhr, 14.00 - 16.00 Uhr
Fr 8.30 - 12.00 Uhr
Gesundheitsamt Augsburg Land
Prinzregentenplatz 4, 86150 Augsburg
Tel: 0821/3102-2103, -21 10
Fax.: 0821/3102-1103,-11 10
gesundheitsamt@lra-a.bayern.de
Erziehungsberatungsstellen geben allgemeine Auskunft bei
Erziehungsfragen, Leistungsproblemen, familiären Krisen,
Trennung und Scheidung.
Erziehungsberatungsstelle für Eltern, Kinder und
Jugendliche der Stadt Augsburg
Hunoldsgraben 27, 86150 Augsburg
Tel: 0821/324-2962
Mo - Fr 9.00 - 12.30 Uhr
erziehungsberatung@augsburg.de
www.augsburg.de ǞSoziales ǞKinder, Jugend, Familie,
Partnerschaft ǞBeratung in Erziehungsfragen
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Evangelische Beratungsstelle für Eltern, Kinder und
Jugendliche, Ehe-, Partnerschafts- und Lebensfragen,
Diakonisches Werk Augsburg e.V.
Oberbürgermeister-Dreifuß-Str. 1, 86153 Augsburg
Tel: 08 21/5977 60
Fax: 0821/5577611
eb@diakonie-augsburg.de
www.diakonie-augsburg.de
Öffnungszeiten: Mo - Fr 8.00 - 12.00 Uhr
Mo, Di, Do 13.00 - 16.00 Uhr
Mi 13.00 - 14.00 Uhr
Katholische Beratungsstelle
für Schwangerschaftsfragen Augsburg
Sozialdienst katholischer Frauen e.V.
Am Katzenstadel 1, 86152 Augsburg
Tel: 08 21/420899-0
Fax: 0821/420899-22
schwangerenberatung@skf-augsburg.de
www.skf-augsburg.de
Öffnungszeiten:
Mo, Di, Do 9.00 - 12.30 Uhr, 14.00 - 16.00 Uhr
Do - Fr 9.00 - 12.00 Uhr, 14.00 - 19.00 Uhr
Fr 8.00 - 12.30 Uhr
Der Sozialdienst Katholischer Frauen ist aus der staatlich
anerkannten Schwangerschaftskonfliktberatung ausgestiegen.
Das bedeutet, dass Sie hier zwar beraten werden, aber keinen
Beratungsschein erhalten, der für einen Schwangerschafts-
abbruch benötigt wird.
2. Rechtslage
Ein Schwangerschaftsabbruch innerhalb der ersten zwölf
Wochen nach der Empfängnis (§ 218a Abs. 1 Nr. 3 StGB)
ist, nach einer Beratung bei einer staatlich anerkannten
Beratungsstelle (§ 218a Abs.1Nr. 1 i.V. § 219 StGB), zwar
rechtswidrig aber straffrei für die Frau und den behandeln-
den Arzt. Diese Regelung gilt allerdings nur dann, wenn die
Beratung mindestens drei Tage vor dem Eingriff
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(§ 218a Abs. 1 Nr. 2 StGB) erfolgt ist. Nicht rechtswidrig
ist ein Eingriff bei folgenden Indikationen:
¼ Medizinische Indikation: Es besteht eine Gefahr für
das Leben oder die Gesundheit der Frau. In diesem
Fall ist keine Beratung erforderlich. Der Abbruch
bleibt ohne zeitliche Einschränkung straffrei (§218a
Abs.2 StGB).
¼ Kriminologische Indikation: Besteht die Schwanger-
schaft aufgrund eines Sexualdelikts (Vergewaltigung,
sexueller Missbrauch von Kindern, sexuelle Nötigung
oder sexueller Missbrauch Widerstandsunfähiger –
siehe §§ 176-179 StGB) ist ein Eingriff bis zur 12.
Schwangerschaftswoche erlaubt (§ 218a Abs.3 StGB).
In diesen Fällen lässt die Rechtsordnung den
Schwangerschaftsabbruch zu, weil der Frau eine
Pflicht zur Fortsetzung der Schwangerschaft wegen
unzumutbarer Belastung nicht auferlegt werden kann.
Bei dieser Indikation müssen die Voraussetzungen
nach ärztlicher Erkenntnis vorliegen. Der Schwanger-
schaftsabbruch darf nur mit Einwilligung der
Schwangeren von einem Arzt vorgenommen werden.
3. Ärztliche Pflichten
Um sich nicht nach § 218 c StGB strafbar zu machen, muss
der Arzt, der den Abbruch vornehmen soll, folgende
Pflichten erfüllen: Er muss
¼ der Frau die Möglichkeit geben, ihm die Gründe für
den Schwangerschaftsabbruch darzulegen
¼ die Schwangere über die Bedeutung des Eingriffs auf-
klären, insbesondere über den Ablauf, die Folgen und
Risiken, sowie die möglichen physischen und psychi-
schen Auswirkungen
¼ sich im Falle der Beratungsregelung und der krimino-
logischen Indikation von der tatsächlichen
Schwangerschaft überzeugen.
Die Werbung für einen Schwangerschaftsabbruch (§ 219 a
StGB) und das Inverkehrbringen von Mitteln zum verbote-
nen Abbruch einer Schwangerschaft sind strafbar.
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Wenn die Schwangerschaftskonfliktberatung durch einen
Arzt erfolgt ist, darf dieser Arzt den Schwangerschaftsab-
bruch nicht selbst durchführen (§ 219 Abs. 2 S.3 StGB).
4. Wo kann ein Schwangerschaftsabbruch
vorgenommen werden?
Gemäß § 13 Abs. 2 des Schwangerschaftskonfliktgesetzes
(SchKG), haben die Bundesländer ein ausreichendes Ange-
bot ambulanter und stationärer Einrichtungen zur Vornah-
me eines Schwangerschaftsabbruchs und zur notwendigen
Nachbehandlung zu gewährleisten. Beratungsstellen für
Schwangerschaftskonfliktberatung (siehe Seite 52 ff.) verfü-
gen über Adressen entsprechender Einrichtungen.
5. Finanzierung
Bei der Finanzierung eines Schwangerschaftsabbruchs ist zu
unterscheiden, ob es sich um einen rechtmäßigen Abbruch
oder um einen Abbruch nach der Beratungsregelung handelt:
1. Falls Indikatoren für einen Schwangerschaftsabbruch vor-
liegen (s.o.), der Abbruch also nicht rechtswidrig ist,
übernehmen die Krankenkassen folgende Kosten:
¼ ärztliche Beratung über die Erhaltung und den
Abbruch der Schwangerschaft
¼ ärztliche Untersuchungen zur Feststellung eines nicht
rechtswidrigen Schwangerschaftsabbruches sowie wei-
tere ärztliche Behandlungen
¼ Versorgung mit Arznei-, Verbands- und Heilmitteln
¼ Krankenhauspflege
¼ evtl. Anspruch auf Krankengeld
¼ falls nötig, Behandlung von Komplikationen.
2. Bei Schwangerschaftsabbrüchen nach der Beratungsrege-
lung zahlen die Krankenkassen zwar ebenfalls für die Bera-
tung und die Versorgung mit Verbands- und Heilmitteln,
jedoch nicht für den Abbruch selbst (ca. 400 1).
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3. Bei gesundheitlicher Indikationsfeststellung werden sämt-
liche Kosten von der Krankenkasse übernommen, liegt ein
Fall von kriminologischer Indikation vor, ist die Kostenüber-
nahme unklar.
Ist eine Frau nicht imstande, die finanziellen Mittel für
einen Schwangerschaftsabbruch aufzubringen, greift das
„Gesetz zur Hilfe für Frauen bei Schwangerschaftsabbrüchen
in besonderen Fällen“. Infolgedessen trägt das jeweilige
Bundesland die Kosten. Hierfür muss ein Antrag vor dem
Abbruch auf Kostenübernahme gestellt werden, welcher an
die Krankenkasse zu richten ist, jedoch vom jeweiligen
Bundesland übernommen wird. In Bayern kann eine derarti-
ge Unterstützung erfolgen, wenn das monatliche Einkom-
men der Schwangeren den Betrag von 1.036 1 nicht über-
steigt und kein kurzfristig verwertbares Vermögen zur
Verfügung steht. Die Einkommensgrenze erhöht sich um
245 1 für jedes Kind, dem die Frau unterhaltspflichtig ist,
wenn das Kind minderjährig ist oder es von ihr überwiegend
unterhalten wird. Sie erhöht sich auch, wenn die Kosten der
Unterkunft einen bestimmten Mehrbetrag übersteigen: ab
304 1 in den alten Bundesländern; ab 289 1 in den neuen
Bundesländern, maximal bis 304 1 in den alten und neuen
Bundesländern. Eine Kostenübernahme kann auch erfolgen,
wenn die Frau Hilfe zum Lebensunterhalt, also
Arbeitslosengeld II oder Ausbildungsförderung (BAföG)
erhält.
57
Grundsätzlich werden alle Leistungen im Rahmen eines
Schwangerschaftsabbruchs nur auf Antrag von der örtlich
zuständigen gesetzlichen Krankenkasse gewährt. Ist der
Antrag erfolgreich, so erhält die Schwangere eine Beschei-
nigung zur Kostenübernahme, die sie dem Arzt, der den
Abbruch vornimmt, vorzulegen hat. Der Antrag muss nicht
begründet werden, jedoch müssen auf Verlangen der Kran-
kenkasse die Vermögensverhältnisse offenbart werden.
Das Vermögen von Ehemann, Eltern oder Unterhaltspflich-
tiger wird nicht mit einberechnet. Gesetzt den Fall, dass die
Schwangere nicht krankenversichert ist, darf sie eine örtliche
Krankenkasse auf Kostenübernahme in Anspruch nehmen,
jedoch muss sie unter die Vermögensgrenze fallen (oder
Sozialhilfeempfängerin oder Asylbewerberin sein).
Wichtig: Der Antrag bei der jeweiligen Krankenkasse muss
vor dem Schwangerschaftsabbruch gestellt werden (der
Nachweis über eine Beratung muss dabei vorgelegt werden)!
Bedürftige Studentinnen, die in der Familienversicherung
privat versichert sind, müssen bei der entsprechenden Ver-
sicherung nachfragen, ob die Kosten übernommen werden.
Andernfalls sollten sie sich für nähere Informationen an eine
gesetzliche Krankenkasse wenden.
6. Genetische Beratung
Schwangere, bei deren ungeborenen Kindern aus triftigem
Grund Erbkrankheiten oder Behinderungen befürchtet wer-
den, können eine genetische Beratung in Anspruch nehmen.
Ziel ist es, Auskunft darüber zu erlangen wie hoch das Risiko
ist, dass ein Kind mit geschädigten Erbanlagen auf die Welt
kommt. Zudem erfolgt bei einer genetischen Beratung
Aufklärung über entsprechende Therapiemöglichkeiten.
Dadurch erhalten Paare Entscheidungshilfen für bzw. gegen
das Austragen einer Schwangerschaft oder den Verzicht auf
eigene Kinder. Die Kosten einer genetischen Beratung wer-
den von der Krankenkasse übernommen.
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Zusätzlich besteht Anspruch auf eventuelle psychosoziale
Betreuung. Risikofaktoren sind unter anderem
¼ familiengeschichtliche Vorbelastung
¼ Röteln-Infektion der Mutter während der
Schwangerschaft
¼ Infektionen des Vaters vor der Schwangerschaft (z.B.
Mumps)
¼ Einnahme von Medikamenten (z.B. Antiepileptika)
¼ Alkohol- oder Drogenabhängigkeit
¼ Auffälligkeiten bei Ultraschall-Untersuchungen.
Praxis für medizinische Genetik und Psychotherapie
Dr. med. Dagmar Wahl
Bäckergasse 5, 86150 Augsburg
Tel: 0821/514501
Fax: 0821/5145 45
info@genetik-augsburg.de
www.genetik-augsburg.de
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1. Staatsangehörigkeit
In Deutschland geborene Kinder ausländischer Eltern kön-
nen dann die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten, wenn ein
Elternteil seit mindestens acht Jahren seinen rechtmäßigen
Aufenthalt in Deutschland hat und seit mindestens drei Jah-
ren eine unbefristete Aufenthaltserlaubnis besitzt. Die deut-
sche Staatsangehörigkeit wird beim Standesamt in die
Geburtsurkunde des Kindes eingetragen.
Hat ein Kind zwei Staatsangehörigkeiten, so muss es nach
Vollendung des 18. Lebensjahres schriftlich erklären, welche
von beiden es behalten will (Stand Mai 2014). Gibt es bis
zum 23. Lebensjahr keine Erklärung ab oder entscheidet sich
das Kind für die ausländische Staatsbürgerschaft, so verliert
es die deutsche Staatsangehörigkeit automatisch. Entscheidet
sich das Kind dagegen für die deutsche Staatsbürgerschaft,
so muss es bis zum 23. Lebensjahr nachweisen, dass die
andere Staatsbürgerschaft nicht mehr besteht.
Es gibt eine Ausnahmeregelung, durch die die doppelte
Staatsbürgerschaft behalten werden kann: Wenn die Aufgabe
der ausländischen Staatsangehörigkeit nicht möglich oder
unzumutbar ist, muss spätestens bis zur Vollendung des 21.
Lebensjahres ein Antrag auf Beibehaltung der deutschen
Staatsangehörigkeit gestellt werden. In diesem Fall kann
Mehrstaatigkeit hingenommen werden.
2. Welche Leistungen können in Anspruch
genommen werden?
Viele der in dieser Broschüre vorgestellten Leistungen kön-
nen auch von ausländischen Studierenden in Anspruch
genommen werden. Allerdings muss man hier unterschei-
den: Während einiges für alle Ausländer bzw. für Ausländer
und Deutsche gleichberechtigt gilt, müssen bei anderen
Leistungen bestimmte Anforderungen erfüllt sein.
Folgende Leistungen sind unabhängig von der Staatsange-
hörigkeit des Antragstellers:
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¼ Zuschüsse des Studentenwerks (s. Stichwort
„Darlehen durch das Studentenwerk“)
¼ Mutterschaftsgeld(s. Stichwort „Krankenversicherung“):
Mutterschaftsgeld wird von der Krankenkasse gezahlt,
hängt also mit ihrer Krankenversicherung zusammen
¼ Wohngeld (s. Stichwort „Wohngeld“): Deutsche und
ausländische Studierende werden bei der Beantragung
von Wohngeld grundsätzlich gleich behandelt.
Einige Leistungen sind abhängig von Ihrer Staatsangehörig-
keit, bzw. dem Zweck Ihres Aufenthalts in Deutschland. Im
Einzelnen handelt es sich um
2.1. BAföG (s. Stichwort „BAföG“): Ausländische
Studierende sind grundsätzlich BAföG-anspruchsberechtigt,
wenn
¼ sie sich vor Studienbeginn insgesamt fünf Jahre in
Deutschland aufgehalten haben und rechtmäßig
erwerbstätig sind.
¼ sich mindestens ein Elternteil während der letzten
sechs Jahre vor Beginn des Studiums drei Jahre in
Deutschland aufgehalten hat und hier erwerbstätig
gewesen ist.
¼ sie mit einem / einer Deutschen verheiratet sind.
¼ sie ihren ständigen Wohnsitz in Deutschland
haben und ein Elternteil Deutsche/r ist.
¼ ihnen als Kind von EU-Angehörigen Freizügigkeit
nach dem Aufenthaltsgesetz / EWG gewährt wird
und sie demnach verbleibeberechtigt sind.
¼ sie als Flüchtlinge oder Asylberechtigte anerkannt
sind.
Achtung: Ausländische Studierende haben auch eine Chance
auf den Erhalt von BAföG. Im § 8 BAföG steht noch mal
genau, wer BAföG- berechtigt ist, abrufbar unter
www.bafoeg-rechner.de ǞFAQ
61
2.2. Elterngeld (s. Stichwort „Elterngeld“)
Als ausländischer Studierender haben Sie dann An-
spruch auf Elterngeld, wenn Sie Angehöriger eines
Staates der EU, des EWR-Wirtschaftsraumes oder der
Schweiz sind. Andernfalls ist der Erhalt von Eltern-
geld abhängig von der konkreten Aufenthalts- oder
Niederlassungserlaubnis bzw. von Regelungen des
Familiennachzugs – ein genereller Anspruch für
Nicht-EU-Bürger besteht nicht. Gerade wenn Sie
lediglich eine Aufenthaltserlaubnis zu Studienzwecken
besitzen, ist der Erhalt von Elterngeld eher unwahr-
scheinlich. Allerdings empfehlen wir, sich im Einzel-
fall mit dem Zentrum Bayern Familie und Soziales
Augsburg in Verbindung zu setzen (s. Stichwort
„Elterngeld“), um die Regelungen im konkreten Fall
zu erfragen.
2.3. Bildungskredit
Ausländische Studierende können den Bildungskredit
(s. Stichwort „Bildungskredit“) dann beantragen,
wenn sie dem Grunde nach BAföG- berechtigt sind.
2.4. Bayerisches Landeserziehungsgeld
Auch hier gilt: Angehörige der Europäischen Union,
des EWR oder der Schweiz haben Anspruch auf
Landeserziehungsgeld. Ausländer, die nicht in diese
Kategorie fallen, können Landeserziehungsgeld erhal-
ten, wenn ihr Kind die deutsche Staatsangehörigkeit
besitzt oder der andere Elternteil EU- bzw. EWR-
Bürger oder Schweizer ist. Auch türkische, marokka-
nische, tunesische oder algerische Staatsangehörige
fallen unter diese Regelung.
2.5. Kindergeld (s. Stichwort „Kindergeld“)
Ausländer, deren Aufenthaltserlaubnis nur für
Studienzwecke gilt, erhalten kein Kindergeld. Sollte
Ihre Aufenthaltserlaubnis allerdings aus einem ande-
ren Grund vorliegen, wenden Sie sich bitte an die
Familienkasse Augsburg (Adresse s. „Kindergeld“).
Dort kann der konkrete Einzelfall geprüft werden.
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2.6. Unterhaltsvorschuss
(s. Stichwort „Unterhaltsvorschuss“)
Unterhaltsvorschuss wird unabhängig von der Staats-
angehörigkeit eines Kindes gewährt. Allerdings gibt es
hier bestimmte Anforderungen an den ausländer-
rechtlichen Status des Antragstellers und seines
Kindes. Besitzer einer unbefristeten Aufenthaltser-
laubnis oder einer Niederlassungserlaubnis können
mit dem Erhalt von Unterhaltsvorschuss rechnen.
Andernfalls muss eine Einzelfallprüfung vorgenom-
men werden. Dafür wenden Sie sich bitte an das Amt
für Kinder, Jugend und Familie in Augsburg (s.
Stichwort „Unterhaltsvorschuss“).
Die Landesstiftung „Hilfe für Mutter und Kind“ (siehe S. 82)
gewährt zudem einmalige Beihilfen für Schwangerenbeklei-
dung oder Erstausstattung des Kindes. Auch in anderen
Notsituationen können Leistungen beantragt werden, ohne
dass sich dies auf die Verlängerung der Aufenthaltserlaubnis
auswirkt.
Allgemeine, weiterführende Informationen zum Thema aus-
ländische Studierende entnehmen Sie bitte unserer Broschü-
re Studium in Augsburg – Wegweiser für internationale
Studierende.
3. Studieren mit Kind im Ausland
Das Internetportal www.auslandsstudium-mit-kind.de bietet
rund um das Thema "Internationalisierung - Beratung zum
Auslandssemester" jede Menge Informationen und
Hilfestellungen z.B. zur Finanzierung und genauen Planung
eines Auslandsaufenthaltes. Außerdem bietet ein Forum
Raum für Erfahrungsaustausch unter Studierenden.
Weitere Tipps:
¼ Auch an Hochschulen im Ausland gibt es oft Studie-
rendenvertretungen (ähnlich dem Asta) oder Bera-
tungsstellen (v.a. Sozialberatungen) für Studierende,
an die man sich jederzeit mit Fragen oder der Bitte
um Hilfe wenden kann.
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¼ Ein sehr umfassendes Verzeichnis ausländischer
Hochschulen finden Sie unter www.braintrack.com.
¼ Die Universität Augsburg hat mehrere Partneruniver-
sitäten in verschiedenen Ländern, zu denen enge
Kooperationsbeziehungen bestehen. Auch die Fakul-
täten und zum Teil sogar einzelne Lehrstühle haben
ausländische Partner.
¼ Eine von vielen genutzte Möglichkeit ist ERASMUS,
das Hochschulbildungsprogramm der EU. Weitere
Informationen sowie eine Liste der ERASMUS-
Betreuer der einzelnen Fakultäten finden Sie z.B.
unter www.aaa.uni-augsburg.de ǞIns Ausland Ǟ
Studium im Ausland Ǟmit ERASMUS.
Ansprechpartnerin an der Universität Augsburg ist
Silvia Reißner-Jenne, Tel: 0821/ 598-58 70,
silvia.reissner-jenne@aaa.uni-augsburg.de.
Bei der Planung eines Auslandsaufenthaltes und bei der
Wahl der Hochschule sollte vor allem darauf geachtet wer-
den, dass Kinderbetreuungsmöglichkeiten verfügbar sind –
hochschulintern, privat oder öffentlich. Bei schulpflichtigen
Kindern ist es wichtig, vor dem Auslandsaufenthalt die Be-
urlaubung und Wiedereingliederung des Kindes in die Schu-
le abzuklären. Zudem sollte man die evtl. mangelnde Spra-
chenkenntnis des Kindes berücksichtigen und sich nach
internationalen/mehrsprachigen Schulen vor Ort erkundi-
gen. Informationen zu Kinderbetreuung und Schulen erhal-
ten Sie in der Regel bei der jeweiligen Stadtverwaltung.
Während des Auslandsaufenthaltes wird weiter Kindergeld
(sowohl für den Studierenden – falls dieser noch Kindergeld
bezieht - als auch für dessen Kind) gezahlt, sofern der Auf-
enthalt nur vorübergehend und zum Zwecke der Ausbildung
erfolgt und der Wohnsitz in Deutschland beibehalten wird.
Auch Elterngeld bzw. Landeserziehungsgeld wird weiter ge-
leistet, wenn der Aufenthalt vorher angekündigt und zeitlich
festgelegt wurde. Unter den o.g. Bedingungen bleibt auch
der Versicherungsschutz der Krankenversicherung bestehen.
Allerdings empfiehlt es sich, eine zusätzliche Auslandskran-
kenversicherung abzuschließen.
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Auf Leistungen des Sozialsystems des Gastlandes besteht
häufig kein Anspruch (das gilt auch für ausländische
Studierende in Deutschland). Deswegen müssen bei der
Einreise ausreichende finanzielle Mittel zur Selbstversorgung
nachgewiesen werden.
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1. Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG)
1.1. Allgemeines
Ausbildungsförderung für ein Studium innerhalb der För-
derungshöchstdauer wird in der Regel zu 50 % als
Zuschuss und zu 50 % als unverzinsliches Darlehen
gewährt. Mehrbedarf bei Auslandsaufenthalten sowie eine
Förderung über die Förderhöchstdauer hinaus infolge einer
Behinderung, einer Schwangerschaft oder der Pflege und
Erziehung eines Kindes bis zu zehn Jahren, wird voll als
Zuschuss gewährt. In der Regel wird ein Semester für
Schwangerschaft, für das jeweils 1. bis 5. Lebensjahr, für das
6. und 7. Lebensjahr und für das 8. bis 10. Lebensjahr
Förderung über die Förderungshöchstdauer hinaus gewährt.
Diese Zeit können sich beide studentischen Elternteile
untereinander aufteilen. Der Förderungshöchstsatz beträgt
ohne Zusatzleistungen max. 670 1. Minijobs bis zu einer
monatlichen Höhe von 400 1 brutto sind anrechnungsfrei.
Studierende erhalten in folgenden Fällen ein verzinsliches
Bankdarlehen (§ 17 Abs. 3 BAföG):
¼ für eine einzige weitere Ausbildung, die eine
Hochschulausbildung insoweit ergänzt, als dies für
die Aufnahme des angestrebten Berufs rechtlich erfor-
derlich ist (§§ 7 II Nr. 2 i.V.m. 17 III Nr. 1 BAföG)
¼ für eine einzige weitere Ausbildung, wenn im Zusam-
menhang mit der vorherigen Ausbildung der Zugang
zu ihr eröffnet worden ist, sie in sich selbstständig ist
und in derselben Richtung fachlich weiterführt (§§ 7
II Nr. 3 i.V.m. 17 III Nr. 1 BAföG)
¼ für eine einzige weitere Ausbildung, wenn die beson-
deren Umstände des Einzelfalls, insbesondere das
angestrebte Ausbildungsziel, dies erfordern (§§ 7 II
Satz 2 i.V.m. 17 III Nr. 1 BAföG)
¼ für die durch einen zweiten Fachrichtungswechsel aus
wichtigem Grund verlängerte Studiendauer (§§ 7 III
Nr. 1 i.V.m. 17 III Nr. 2 BAföG) und
¼ in den Fällen der Hilfe zum Studienabschluss (§§ 15
IIIa i.V.m. 17 III Nr. 3 BAföG).
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Das verzinsliche Bankdarlehen kann der Höhe nach be-
grenzt werden. Die entsprechende Erklärung muss bei der
Antragsstellung mit eingereicht werden und ist für den ge-
samten Bewilligungszeitraum unwiderruflich. Das Angebot
für den Abschluss eines privatrechtlichen Darlehensvertrages
der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) erhält der An-
tragsteller vom Amt für Ausbildungsförderung zusammen
mit dem Förderungsbescheid. Die Darlehensvertragsurkunde
ist innerhalb eines Monats nach Zugang des Förderungs-
bescheides beim Amt für Ausbildungsförderung unterschrie-
ben abzugeben. Als Zinssatz gilt ab 1. April und 1. Oktober
jeweils für ein halbes Jahr die Euro Interbank Offered Rate
(EURIBOR) für die Beschaffung eines Darlehens mit einer
Laufzeit von ein bis zwölf Monaten von ersten Adressen in
den Teilnehmerstaaten der Europäischen Währungsunion
mit einer Laufzeit von sechs Monaten zuzüglich eines Auf-
schlags von einem Prozent.
Die Rückzahlungspflicht des Darlehens beginnt fünf Jahre
nach Ende der Förderungshöchstdauer und muss mit min-
destens 105 1 monatlich in höchstens 20 Jahren zurück-
gezahlt werden.
Achtung: Wer BAföG erhält und das Studienfach wechseln
will, darf dies nur bis einschließlich des 3. Fachsemesters
(und auch das nur bei ausreichender Begründung) tun. Wer
danach den Studiengang wechselt, verliert i.d.R. sämtliche
Ansprüche! Ein Fachrichtungswechsel nach dem Beginn des
vierten Fachsemesters ist nur möglich, wenn hierfür ein
unabweisbarer Grund vorliegt. Unabweisbar ist ein Grund,
der eine Wahl zwischen der Fortsetzung der bisherigen
Ausbildung und ihrem Abbruch oder dem Wechsel aus der
bisherigen Fachrichtung nicht zulässt (z.B. eine unerwartete
– etwa als Unfallfolge eingetretene – Behinderung oder
Allergie gegen bestimmte Stoffe, die die Ausbildung oder die
Ausübung des bisher angestrebten Berufes unmöglich
macht). Überlegen Sie sich also gründlich und möglichst
frühzeitig, ob Sie eventuell noch „umschwenken“ wollen.
1.2. BAföG und Mehrbedarf
Wer mit Kind studiert und Anspruch auf BAföG hat, erhält
für das erste eigene Kind unter 10 Jahren, das mit der/dem
Auszubildenden im selben Haushalt wohnt, zusätzlich
113 1 Kinderbetreuungszuschlag, für jedes weitere Kind
gibt es 85 1. Der Kinderbetreuungszuschlag wird zu 100 %
als Zuschuss, jedoch nur an ein Elternteil, gezahlt - auch
wenn der andere Elternteil ebenfalls BAföG bezieht.
Verfügt der Auszubildende über ein eigenes Einkommen, das
auf das BAföG angerechnet wird, so gibt es für Kinder (und
Ehegatten) zusätzliche Freibeträge, die anrechnungsfrei blei-
ben. Hierdurch können sich die BAföG- Leistungen bei
Schwanger- und Mutterschaft erhöhen, sofern nicht bereits
der Höchstsatz gewährt wurde.
1.3. Beurlaubung und BAföG
Muss eine Studentin infolge einer Schwangerschaft ihr
Studium unterbrechen, wird die Ausbildungsförderung bis
zu drei Monate weiter gezahlt (§ 15 Abs. 2a BAföG). Der
Monat, in den der Beginn der Schwangerschaft fällt, wird
bei der Dreimonatsfrist nicht mitgezählt. In den Kalender-
monaten, für die Auszubildende beurlaubt sind, wird Aus-
bildungsförderung nicht geleistet. Dies gilt auch im Falle
einer rückwirkenden Beurlaubung. Für Zeiten der Beurlau-
bung können jedoch Sozialleistungen beantragt werden.
1.4. Verlängerung der BAföG-Förderung
¼ Leistungsnachweis
Vom 5. Fachsemester an wird Ausbildungsförderung nur
dann gewährt, wenn eine von den Hochschulen ausgestellte
Eignungsbescheinigung bestätigt, dass die durchschnittlichen
Studienleistungen bis dato erbracht wurden.
Schwangerschaft und Geburt oder Erziehung/Pflege eines
Kindes bis zu zehn Jahren können, falls sie den Fortgang des
ordnungsgemäßen Studiums behindert haben, zu einer Ver-
längerung der Vorlagefrist für die Eignungsbescheinigung
führen (§§ 15 Abs. 3 Nr. 5; 48 Abs. 2 BAföG). In einem
solchen Fall sollte rechtzeitig ein entsprechender Antrag
beim BAföG-Amt gestellt werden. Ausreichend sind die
Geburtsurkunde des Kindes sowie eine schriftliche Erklä-
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rung, dass sich das Studium wegen einem der genannten
Gründe verzögert hat.
Studienrückstände, die durch Schwangerschaft, Elternzeit
etc. verursacht wurden, können in der Regel nicht rückwir-
kend geltend gemacht werden.
¼ Förderungshöchstdauer
Bei Verzögerung des Studiums durch Schwangerschaft und
Geburt nach Vorlage des Leistungsnachweises, kann ein An-
trag auf Ausbildungsförderung über die Förderungshöchst-
dauer hinaus gestellt werden. Dem Antrag sollte eine Stu-
dienabschlussplanung beigefügt werden, aus der ersichtlich
ist, dass das Studium innerhalb der beantragten Verlänge-
rung abgeschlossen werden kann. Gleiches gilt bei einer
Risikoschwangerschaft. Der Arzt sollte dann eine entspre-
chende Bescheinigung ausstellen, z.B. dass durch die Not-
wendigkeit zu vermehrtem Liegen ein erforderlicher Schein
nicht erworben werden konnte.
Insgesamt kann der Mutter für die Schwangerschaft ein
Semester und bis zum vollendeten 5. Lebensjahr des Kindes
pro Lebensjahr ein Semester für Mutter oder Vater mehr
BAföG gewährt werden. Für das 6. und 7. Lebensjahr gibt
es ein weiteres Semester für einen Elternteil und für das 8.
bis 10. Lebensjahr noch mal ein Semester. Alle BAföG-
Leistungen, die wegen Schwangerschaft und/oder Kinder-
erziehung über die normale Förderungshöchstdauer hinaus-
gehen, sind zu 100 % Zuschuss.
Für den Fall, dass zu einem früheren Zeitpunkt des Stu-
diums ein Fachrichtungswechsel o.ä. vorgenommen wurde,
wird die Ausbildungsförderung bis zur Förderungshöchst-
dauer zunächst als Bankdarlehen geleistet. Erst im Anschluss
daran kann die Verlängerung wegen Schwangerschaft und
Kindererziehung in Form eines Zuschusses gewährt werden.
Außerdem ist zu beachten, dass bei der Beantragung einer
verlängerten Förderungshöchstdauer auch besondere Schwie-
rigkeiten (z.B. Krankheit des Kindes) angegeben werden
sollten. Derartige Fälle sind zwar im BAföG nicht ausdrück-
lich vorgesehen, können aber dennoch anerkannt werden.
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Fehlende Betreuungsmöglichkeiten für das Kind gelten
dagegen nicht als Grund für eine BAföG-Verlängerung.
1.5. Altersgrenze und BAföG
Prinzipiell können Studierende, die ihre Ausbildung mit 30
Jahren und älter (bei Masterstudiengängen mit 35 Jahren)
beginnen, kein BAföG erhalten, da die erforderliche
Altersgrenze überschritten ist. Eine wichtige
Ausnahmeregelung gilt für Eltern, wenn sie bei Erreichen
der Altersgrenze bis zur Aufnahme der Ausbildung wegen
der Erziehung eines Kindes unter zehn Jahren ihr Studium
zurückgestellt haben und während dieser Zeit bis höchstens
30 Wochenstunden erwerbstätig sind. Alleinerziehende dür-
fen insoweit auch mehr als 30 Wochenstunden erwerbstätig
sein, um dadurch Unterstützung durch Leistungen der
Grundsicherung zu vermeiden. Auch nach Überschreiten der
Altersgrenze kann ihnen BAföG zustehen. Wer sich für eine
Ausbildung über den zweiten Bildungsweg entscheidet, muss
unmittelbar nach Bestehen des Abiturs sein Studium begin-
nen, um unabhängig vom Alter gefördert zu werden.
Auch hier gilt die Ausnahme: Eltern dürfen sich zunächst
der Erziehung ihres Kindes widmen (maximal bis zu dessen
10. Lebensjahr).
Nähere Informationen im Internet unter
www.bafoeg.bmbf.de
1.6. Rückzahlung des BAföG
(unverzinsliches Darlehen) und Teilerlass
1.6.1. Tilgung des unverzinslichen Darlehens
Das Darlehen ist fünf Jahre nach Ablauf der Förderungs-
höchstdauer in gleichbleibenden monatlichen Raten, in
Höhe von mindestens 105 1, innerhalb von 20 Jahren
zurückzuzahlen. Die Rückzahlung ist einkommensabhängig
und es müssen max. 10.000 1 zurückbezahlt werden.
Zahlungsaufschub (Freistellung) wird auf Antrag gewährt,
wenn das monatliche Nettoeinkommen 1.070 1 nicht über-
steigt. Die Einkommensgrenzen werden für den Ehegatten
um 535 1 und für jedes Kind des Darlehensnehmers um
485 1 erhöht, wenn die Kinder nicht selbst schon in einer
Ausbildung stehen, die nach dem BAföG
oder nach § 59 des SGB III gefördert wird. Die genannten
Gesamtbeträge mindern sich um das Einkommen des Ehe-
gatten und der Kinder.
Die Freistellung hemmt den Ablauf der Tilgungsfrist um bis
zu zehn Jahre.
1.6.2. Möglichkeiten des Darlehenserlasses
a) Darlehenserlass wegen Kinderbetreuung
Aufgrund der Einführung des Kinderbetreuungszuschlages
wird dieser Teilerlass seit 2010 nicht mehr gewährt.
b) Darlehenserlass bei vorzeitiger Rückzahlung
Bei vorzeitiger Rückzahlung des Darlehens können Nach-
lässe zwischen 8% und 50,5% gewährt werden. Bitte aber
die Rückzahlungsaufforderung des Bundesverwaltungsamtes
abwarten.
Bundesverwaltungsamt
50728 Köln
Tel: 0228/993580
Fax: 0228/993582823
www.bundesverwaltungsamt.de
poststelle@bva.bund.de
1.7. Rückzahlung des verzinslichen Bankdarlehens
Das Bankdarlehen ist einschließlich Zinsen – vorbehaltlich
gleichbleibender Rechtslage - in monatlichen Raten von
mindestens 105 1 innerhalb von 20 Jahren zurückzuzahlen.
Die erste Rate ist fünf Jahre nach Ende der Förderungs-
höchstdauer zu zahlen, auch wenn die Ausbildung noch
nicht beendet ist. Bei vorübergehenden ernsthaften Zah-
lungsschwierigkeiten kann der Auszubildende die Stundung
der Rückzahlungsverpflichtung bei der Kreditanstalt für
Wiederaufbau (KfW) beantragen. Die Verzinsung setzt dabei
nicht aus.
1.8. Studienabschlussförderung
Studierenden, die sich in einem in sich selbstständigen Stu-
diengang befinden, wird als Hilfe zum Studienabschluss
auch nach dem Ende der Förderungshöchstdauer Ausbil-
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dungsförderung für maximal zwölf Monate als Bankdarlehen
geleistet. Voraussetzung ist allerdings, dass der Auszubilden-
de spätestens innerhalb von vier Semestern nach dem Ende
der Förderungsdauer oder der Förderungsdauer nach § 15
Abs. 3 Nr. 1, 3 oder 5 BAföG zur Abschlussprüfung zugelas-
sen wurde und die Prüfungsstelle bescheinigt, dass er die
Ausbildung innerhalb der Abschlusshilfedauer abschließen
kann. Ist eine Abschlussprüfung nicht vorgesehen, ist eine
Bestätigung der Ausbildungsstätte darüber vorzulegen, dass
die Ausbildung innerhalb der Abschlusshilfedauer abge-
schlossen werden kann. Diese Abschlussförderung kann auch
bei einem Auslandsstudium in Anspruch genommen werden.
Weitere Informationen im Internet unter
www.bafoeg.bmbf.de
2. Kinderbetreuungszuschlag (siehe auch
1.2 BAföG und Mehrbedarf )
Laut § 14b BAföG bekommen Auszubildende für ein eige-
nes Kind, das das zehnte Lebensjahr noch nicht vollendet
hat und in demselben Haushalt lebt 113 1 (für jedes weite-
re 85 1). Diesen Betreuungszuschlag bekommt jedoch nur
ein Elternteil für denselben Zeitraum. Falls beide Elternteile
förderungsfähig sind, müssen sie einen Berechtigten bestim-
men. Der Zuschlag bleibt als Einkommen bei Sozialleistun-
gen unberücksichtigt. Damit ein Kostenbeitrag ermittelt
werden kann (nach § 90 des Achten Buches Sozialgesetz-
buch), muss der Kostenbeitrag für eine Kindertagesbetreuung
an Wochentagen während der regulären Betreuungszeiten
erhoben werden.
Mittlerweile wird „Haushalt“ bei dem Kinderbetreuungszu-
schlag (jedoch nur hier!) relativ großzügig ausgelegt. Das
heißt, wenn der beziehende Elternteil zu Studienzwecken
woanders wohnen sollte, jedoch trotzdem sowohl engen
Kontakt zu seinem Kind hegt und besucht als auch erzie-
hungsberechtigt ist, sollte ein Zuschlag gewährt werden.
Anträge müssen über ein Formblatt gestellt werden, die
unter www.bafoeg-info.de (unter Formulare für Bayern –
Anlage 2 zu Formblatt 1) abrufbar sind.
3. Darlehen durch das Studentenwerk
3.1. Studienabschlussdarlehen
Die Darlehenskasse der Bayerischen Studentenwerke e.V.
will bedürftigen Studierenden der bayerischen Hochschulen
durch die Gewährung von zweckgebundenen Studienab-
schlussdarlehen die Examensvorbereitung erleichtern und
einen erfolgreichen Studienabschluss bzw. den Erwerb von
Studienmitteln ermöglichen. Die Darlehen sind in der Regel
während der ersten fünf Jahre zinsfrei. Es gelten nachstehen-
de Bedingungen:
3.1.1. Grundsätzliches
Darlehen werden gewährt:
¼ Studierenden der Hochschulen, für die die Studen-
tenwerke zuständig sind
¼ vorrangig für die letzten vier Semester des Erststu-
diums, bei Bachelor und Master die letzen zwei
¼ Studierenden, die promovieren, die ein Aufbau-,
Ergänzungs-, Zusatz- und/oder Zweitstudium durch-
führen
¼ in Ausnahmefällen für notwendige Studienmittel
¼ in Ausnahmefällen für ein Semester zur Vorbereitung
auf ein Zwischenexamen
¼ Studierenden an einer ausländischen Hochschule,
wenn sie in den letzten vier Semestern vor Antrag-
stellung an einer bayerischen Hochschule immatriku-
liert waren.
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3.1.2. Höhe des Darlehens
Die monatlichen Darlehensbeträge orientieren sich an den
im BAföG festgelegten Bedarfssätzen für Studierende (höch-
stens 600 1 mtl.). Insgesamt können maximal 12.500 1
Darlehensmittel ausgezahlt werden.
3.1.3. Bürgschaft
Zur Sicherung des Darlehens ist eine selbstschuldnerische
Bürgschaft, bzw. eine Bankbürgschaft für den gesamten
Darlehensbetrag zu erbringen. Alternativ ist auch die Ver-
pfändung von Wertpapieren bzw. die Abtretung einer
Kapitalversicherung möglich.
Als Bürgen werden nicht anerkannt:
¼ Studierende
¼ Ehegatten von Antragstellern
¼ Schuldner der Darlehenskasse
¼ Personen, die älter als 60 Jahre sind
¼ Personen, die nicht über ein ausreichendes
Einkommen verfügen.
3.1.4. Laufzeit, Rückzahlung, Verwaltungsgebühren, Zinsen
Die Laufzeit des Darlehensvertrags beträgt höchstens zehn
Jahre; sie beginnt mit dem der Auszahlung der ersten Dar-
lehensrate vorausgehenden 1. April oder 1. Oktober. Wenn
nicht innerhalb von zweieinhalb Jahren (fünf Semestern)
nach Vertragsabschluss die Beendigung des Studiums nach-
gewiesen werden kann, werden ab dem Folgemonat Zinsen
berechnet. Mit der Rückzahlung soll spätestens vom 3. Jahr,
in jedem Fall aber vom 5. Jahr der Laufzeit an begonnen
werden. Sie muss spätestens nach Ablauf des 10. Jahres be-
endet sein. Die monatlichen Tilgungsraten müssen minde-
stens 110 1 betragen.
Die anfallenden Verwaltungsgebühren von 2% und nach
fünf Jahren Zinsen in Höhe von 3% jährlich trägt der
Darlehensnehmer.
3.1.5. Antragstellung
Darlehen sind im b!st, der Beratungsstelle des Studenten-
werks Augsburg, mit einem dort erhältlichen Formular per-
sönlich zu beantragen.
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3.1.6. Entscheidung über die Anträge und Auszahlung
Über den Darlehensantrag entscheidet das Studentenwerk
nach Prüfung der Bedürftigkeit. Bei Genehmigung des
Antrags wird ein formgebundener Darlehensvertrag abge-
schlossen und für jedes weitere Semester ein neuer Vertrag
verfasst.
3.2. Überbrückungsdarlehen
In Härtefällen kann das Studentenwerk Augsburg Studie-
renden in begrenztem Rahmen kurzfristige, zinslose Über-
brückungsdarlehen gewähren. Laufzeit und Rückzahlungs-
modus werden durch einen gesonderten Vertrag geregelt.
b!st -Beratung im Studentenwerk,
Tino Steudel
Eichleitnerstr. 30, 2. Stock, 86159 Augsburg,
Sozialberatung
Tel: 0821/598-4926
Fax: 0821/ 598-4929
bist@studentenwerk-augsburg.de
Öffnungszeiten:
Mo - Mi 9.00 - 12.00 Uhr
Do 14.00 - 16.00 Uhr
Die Richtlinien für das Studienabschlussdarlehen sind auch
unter www.studentenwerk-augsburg.de erhältlich.
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3.3. Bildungskredit
3.3.1. Allgemeines
Eine weitere Möglichkeit zur Studienfinanzierung ist der
Bildungskredit der Bundesregierung. BAföG kann neben
dem Bildungskredit bezogen werden. Jedoch hat man keinen
rechtlichen Anspruch auf diesen Kredit. Einen Bildungskre-
dit können Studierende erhalten, die die
¼ Zwischenprüfung ihres Studiengangs bestanden oder
den ersten Teil eines Aufbaustudiengangs (z.B.
Bachelor) erfolgreich abgeschlossen haben und nun
diesen Studiengang fortsetzen
¼ ein Master-, Magister- oder Diplomstudium betreiben
¼ ein Zusatz-, Ergänzungs- oder Aufbaustudium betrei-
ben und bereits über einen Abschluss in einem
grundständigen Studiengang verfügen, oder
¼ eine schriftliche Erklärung der Ausbildungsstätte vor-
legen, aus der hervorgeht, dass im gewählten Studien-
gang eine Zwischenprüfung nicht vorgesehen ist und
der Studierende die üblichen Leistungen mindestens
der ersten beiden Ausbildungsjahre erbracht hat.
Einkommen und Vermögen des Auszubildenden und seiner
Eltern spielen keine Rolle. Allerdings wird der Kredit max.
bis zur Vollendung des 36. Lebensjahres gewährt. Zudem
wird der Kredit nur bis zum Ende des 12. Studien-/ Hoch-
schulsemesters vergeben, es sei denn, die Ausbildung kann
innerhalb des möglichen Förderzeitraums, d.h. innerhalb der
maximalen Laufzeit des Bildungskredits, abgeschlossen wer-
den.
Der Bildungskredit kann auch für das Studium an einer
Hochschule im Ausland gewährt werden, unter der Beding-
ung, dass der Besuch dieser Einrichtung dem Besuch einer
inländischen Hochschule gleichwertig ist. Die Bewilligung
ist auch während der Teilnahme an einem in- oder ausländi-
schen Praktikum – auch außerhalb Europas – möglich.
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3.3.2. Bewilligung
Innerhalb eines Bewilligungsabschnitts können bis zu 24
Monatsraten in Höhe von 300 1 beantragt werden.
Einmalig können neben der monatlichen Zahlung bis zu
sechs Raten als Abschlag im Voraus ausgezahlt werden, wenn
ein entsprechender Bedarf vorliegt und glaubhaft gemacht
werden kann. Auf Antrag kann auch eine geringere Anzahl
von Monatsraten (jedoch nicht weniger als drei) gewährt
werden. Sie können dann später die Auszahlung der für die-
sen Ausbildungsabschnitt noch nicht beanspruchten Raten
beantragen. Sämtliche Änderungen der
Ausbildungsverhältnisse, z.B. Abschluss, Abbruch oder
Unterbrechung der Ausbildung, Wechsel der Fachrichtung
oder der Ausbildungsstätte, Durchführung eines Praktikums
oder Adressänderungen müssen angezeigt werden.
Wichtig: Der Finanzrahmen für die Vergabe von Bildungs-
krediten ist leider begrenzt. Deswegen kann es passieren,
dass der Kredit trotz Vorliegen der Bewilligungsvorausset-
zungen nicht gewährt werden kann, weil die Mittel für das
laufende Jahr bereits ausgeschöpft sind. Es besteht kein
gesetzlicher Anspruch auf die Gewährung eines Bildungs-
kredits.
3.3.3. Rückzahlung
Vier Jahre nach Bewilligung der ersten Rate des Bildungs-
kredits müssen Sie mit der Rückzahlung in Raten bis zu
120 1 monatlich beginnen. Die Verzinsung beginnt mit
dem ersten Tag des Bewilligungszeitraumes, wobei die
Zinsen bis zum Beginn der Rückzahlung gestundet werden.
Der Zinssatz ist variabel und orientiert sich am EURIBOR
zuzüglich 1 Prozent. Wenn Sie nicht in der Lage sind, mit
der Rückzahlung zum geplanten Termin zu beginnen, kön-
nen Sie bei der Deutschen Ausgleichsbank eine Stundung
beantragen.
Weitere Informationen und Antragsformulare finden Sie
unter www.bildungskredit.de. Anträge sind auch im Amt für
Ausbildungsförderung des Studentenwerks Augsburg,
Eichleitnerstraße 30, 86159 Augsburg, Tel.: 08 21/598-49 30
erhältlich.
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3.4. Studienkredit der KfW
Für diesen Kredit fungiert das Studentenwerk Augsburg als
Vertriebs- und Ansprechpartner.
Durch steigende Lebenshaltungskosten wird Studieren im-
mer teurer – zumal wenn man (werdende) Mutter oder
Vater ist. Unter Umständen, wenn keine der anderen
genannten Finanzierungsmöglichkeiten für Sie in Frage
kommt, ist die Aufnahme eines Kredits eine Möglichkeit,
das Studium erfolgreich abzuschließen.
Grundsätzlich wird Studierenden eher davon abgeraten,
einen Kredit aufzunehmen, denn die meisten Angebote sind
mit relativ hohen Kreditzinsen verbunden. Zudem muss mit
der Rückzahlung bereits kurz nach Studienende begonnen
werden, unabhängig davon, ob bis zu diesem Zeitpunkt eine
(gut bezahlte) Arbeit gefunden wurde oder nicht. Deswegen
stellen Kredite in der Regel zwar kurzfristig eine finanzielle
Erleichterung, langfristig aber eher eine Belastung dar. Wenn
Sie trotzdem einen Kredit zur Finanzierung Ihres Studiums
und Lebensunterhalts aufnehmen möchten, raten wir Ihnen,
sich unbedingt einen seriösen Kreditgeber zu suchen und
dessen Konditionen genau zu prüfen.
Ein Beispiel, den Studienkredit der KfW-Bankengruppe,
stellen wir im Folgenden näher vor.
3.4.1. Wer ist antragsberechtigt?
Der KfW-Studienkredit kann beantragt werden von
Studierenden, die folgende Kriterien erfüllen:
¼ sie sind immatrikuliert
¼ sie sind deutsche Staatsbürger oder Bürger eines EU-
Landes, die sich mindestens drei Jahre vor Studien-
beginn in Deutschland aufgehalten haben, sowie
deren Familienangehörige
¼ sie sind bei Finanzierungsbeginn maximal 44 Jahre alt
¼ sie sind Voll- oder Teilzeitstudierende an staatlich
anerkannten Hochschulen.
Bezüglich der Fachrichtung gibt es keinerlei Einschränkun-
gen. Allerdings muss ab dem 5. (Hochschule) bzw 6. (Uni)
Semester ein Leistungsnachweis erbracht werden, z.B. über
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bestandene Zwischenprüfungen.
Bei Teilzeit-, Aufbau-, Promotions-, Zusatz- oder Zweitstu-
dium ist es nicht möglich, den KfW-Studienkredit zu erhal-
ten, ebenso beim Studium an Berufsakademien. Der Kredit
wird nicht an Personen vergeben, die Privatinsolvenz ange-
meldet oder eine eidesstattliche Versicherung abgegeben
haben.
3.4.2. Konditionen
Der KfW-Studienkredit wird für maximal zehn Semester
gewährt, eine Verlängerung um bis zu vier Semester ist unter
Umständen möglich. Die Förderung erfolgt nicht rück-
wirkend! Wenn Sie während einer laufenden Förderung das
Studienfach wechseln, werden auch die bereits absolvierten
Semester im ersten Studiengang auf die Förderhöchstdauer
angerechnet. Auch wenn Sie sich zu Auszahlungsbeginn
bereits in einem höheren Fachsemester befinden, zählen die
schon absolvierten Semester und verringern die Förderdauer.
Die monatlichen Auszahlungen bewegen sich zwischen
100 1 und 650 1- von Anfang an werden Kreditzinsen fäl-
lig. Der Zinssatz orientiert sich am EURIBOR + 2 Prozent
und ändert sich halbjährlich. Frühestens 18, spätestens 23
Monate nach Beendigung des Studiums (Karenzphase) muss
mit der Tilgung des Kredits begonnen werden. Auf Antrag
lässt sich die Karenzphase verkürzen. Die Tilgung dauert
i.d.R. 10 Jahre und kann auf maximal 25 Jahre verlängert
werden. Die KfW erstellt individuelle Tilgungspläne.
3.4.3. Antragstellung
Wenn Sie einen KfW-Studienkredit beantragen wollen, müs-
sen Sie zuerst das auf der KfW-Homepage (www.kfw.de)
befindliche Antragsformular herunterladen und ausfüllen.
Auf der Internetseite finden Sie zudem einen Tilgungsrech-
ner, mit Hilfe dessen Sie ein individuelles Vertragsangebot
ermitteln und ebenfalls ausdrucken können. Mit diesen,
sowie allen weiteren benötigten Dokumenten, kommen Sie
ins b!st – Beratungsstelle des Studentenwerks Augsburg
(Ansprechpartner s.u.), das als KfW-Vertriebspartner fun-
giert.
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Bitte bringen Sie folgende Unterlagen mit:
¼ kombiniertes Antragsformular / Darlehensangebot
¼ gültige Studienbescheinigung für den beantragten
Finanzierungsbeginn (muss für jedes Semester neu
vorgelegt werden)
¼ Personalausweis oder Reisepass einschließlich gültiger
Meldebestätigung
¼ bei ausländischen Studierenden zusätzlich das voll-
ständig ausgefüllte „Formblatt für nichtdeutsche
Antragssteller“ (zu finden unter www.kfw.de)
¼ Nachweis über eine bestehende Kontoverbindung im
Inland
¼ ggf. Leistungsnachweis (bei fortgeschrittenem
Studium).
Beim Studentenwerk Augsburg werden Ihre Unterlagen auf
Vollständigkeit überprüft, zudem erhalten Sie eine Beratung
im Hinblick auf den persönlichen Finanzierungsbedarf und
die konkreten Kreditkonditionen. Ggf. wird auf Basis des
Beratungsgesprächs ein neues Angebot erstellt. Im Beisein
des Vertriebspartners muss dann die Unterzeichnung des
Darlehensangebots vorgenommen werden. Im Anschluss
sendet der Vertriebspartner alle Unterlagen an die KfW, die
die endgültige Entscheidung über die Gewährung des
Darlehens trifft. Den Bescheid erhalten Sie direkt von der
KfW, auch die Führung Ihres Darlehenskontos erfolgt über
das KfW-Internetportal. Weitere aktuelle Informationen fin-
den Sie unter www.kfw.de.
Studentenwerk Augsburg
b!st - Beratung im Studentenwerk
Tino Steudel
Tel: 0821/598-4926
Fax: 0821/598-4929
Offene Sprechstunde:
Mo - Mi 9.00 - 12.00 Uhr
Do 14.00 - 16.00 Uhr
4. Kinderteller gefördert vom Studentenwerk
Augsburg
Mit dem Angebot des Kindertellers unterstützt das Studen-
tenwerk Augsburg alle studierenden Eltern mit Kind(ern).
Seit Beginn des Wintersemesters 2008/09 „sponsert“ das
Studentenwerk Augsburg in allen seinen Mensen den
Kindern von Studierenden ein kostenloses Mittagessen. Den
Kinderteller können Kinder bis zum Alter von sechs Jahren
erhalten. Die Eltern geben ihre CampusCard an der Mensa-
Kasse als Pfand ab und erhalten dafür einen Kinderteller.
Dann kann der Nachwuchs ein Essen einschließlich Suppe
oder Nachspeise aus dem kompletten Mensa-Tagesangebot
wählen. Das Ausgabepersonal richtet dann eine Kinderpor-
tion des Wunschessens auf dem Kinderteller an bzw. die
Eltern wählen Essen aus dem Selbstbedienungsangebot. Für
die kleinen Mensagäste stehen auch in allen Mensen Kinder-
stühle bereit. Nach dem Essen gibt man den Teller an der
Kasse zurück und bekommt die CampusCard wieder. Die
aktuellen Speisepläne können unter „Essen & Trinken“ auf
www.studentenwerk-augsburg.de eingesehen werden.
Das Kinderteller-Angebot wird vom Studentenwerk finan-
ziert und sonst nicht subventioniert.
Dieses Angebot wurde von der Jury der Initiative
„Deutschland – Land der Ideen“ unter der Schirmherrschaft
des damaligen Bundespräsidenten Horst Köhler ausgezeich-
net.
81
1. Bundesstiftung „Mutter und Kind“
Hilfen aus Mitteln der Bundesstiftung „Mutter und Kind“
werden in Einzelfällen unbürokratisch gewährt, wenn
¼ eine Notlage vorliegt
¼ ein Schwangerschaftsattest vorliegt
¼ sich der Wohnsitz oder gewöhnliche Aufenthalt der
Antragstellerin in Deutschland befindet
¼ während der Schwangerschaft Beratung und Antrag-
stellung in einer Schwangerschaftsberatungsstelle
erfolgt ist.
Die Mittel der Stiftung werden z.B. für die Erstausstattung
des Kindes, die Weiterführung des Haushalts, die Wohnung
und Einrichtung sowie die Kinderbetreuung gewährt. Die
Zuschüsse werden nicht auf andere Sozialleistungen ange-
rechnet, sondern ergänzend gezahlt. Umfang und Dauer der
Hilfe richten sich nach den persönlichen Umständen der An-
tragstellerin. Jedoch begründet die Bundesstiftung keine
Rechtsansprüche. Die Hilfen erhalten (werdende) Mütter
nicht unmittelbar von der Bundesstiftung, sondern von
Einrichtungen der Bundesländer (s.u.).
2. Stiftung “Hilfe für Mutter und Kind”
Die Landesstiftung “Hilfe für Mutter und Kind” hat die
Aufgabe, schwangeren Frauen und Müttern mit Kleinkin-
dern, die sich in Konfliktsituationen befinden oder in un-
günstigen wirtschaftlichen Verhältnissen leben, schnell und
unbürokratisch zu helfen. Dadurch soll zum Schutz des
ungeborenen Lebens beigetragen werden und der werdenden
Mutter die Entscheidungen für ihr Kind erleichtern, indem
individuelle Hilfe in Notfällen angeboten wird.
Es besteht kein Rechtsanspruch auf die Leistungen der Lan-
desstiftung, da es freiwillige Hilfen sind, die nur in begrün-
deten Fällen auf der Grundlage privatrechtlicher Schenkung
subsidiär gewährt werden, wenn von keiner anderen Seite
(z.B. Kindsvater, Familie, gesetzliche Leistungen wie
Kindergeld, Landeserziehungsgeld, Elterngeld, Unterhalts-
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vorschuss, Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe o.ä.) eine ausrei-
chende Unterstützung zu erwarten ist.
Gespräche mit den werdenden Müttern und dem dabei ge-
wonnenen Eindruck führen zu Entscheidungen der Vergabe-
stelle, die in jedem Einzelfall abwägt, ob eine finanzielle
Unterstützung notwendig und sinnvoll ist und mit einer
zweckentsprechenden Verwendung gerechnet werden kann.
Finanzielle Mittel für zum Beispiel Umstandskleidung und
Babyausstattung, Einrichtungsgegenstände, Haushaltshilfen
und/oder Zuschüsse für alle Anschaffungen, die im Zusam-
menhang mit der Geburt eines Kindes stehen.
Leistungen werden gewährt, wenn die Schwangere
¼ eine ärztliche Bescheinigung über die bestehende
Schwangerschaft vorlegt
¼ ihre Hauptwohnung in Bayern hat
¼ bereit ist, auch eine persönliche Beratung anzunehmen
¼ sich infolge ihres körperlichen und seelischen
Zustands in einer Konfliktlage befindet und auf die
Hilfe anderer angewiesen ist
¼ in ungünstigen wirtschaftlichen Verhältnissen lebt,
d.h. das Nettoeinkommen darf bestimmte Grenzen
nicht überschreiten
¼ den Antrag bei der Landesstiftung vor der Geburt
gestellt hat.
Bei den staatlich anerkannten Beratungsstellen für Schwan-
gerschaftsfragen und Katholischen Beratungsstellen für
Schwangerschaftsfragen können Anträge auf Beihilfen
gestellt werden. Wenn der Erstantrag während der Schwan-
gerschaft gestellt wurde, sind Hilfen bis zum 3. Lebensjahr
des Kindes möglich.
Bei Empfang von Sozialhilfe, Arbeitslosengeld, Arbeitslosen-
hilfe, Kindergeld und Wohngeld werden diese Gelder nicht
angerechnet.
Kontakt:
Landesstiftung „Hilfe für Mutter und Kind“
Hegelstraße 2, 95447 Bayreuth
83
Tel.: 0921/ 6 05 - 1 (Vermittlung)
0921/ 6 05 - 33 36 (Buchstabe A bis K)
0921/ 6 05 - 33 42 (Buchstabe L bis Z)
familie-in-not@zbfs.bayern.de
www.zbfs.bayern.de
3. Staatlich anerkannte Beratungsstellen für
Schwangerschaftsfragen
pro familia Augsburg e.V.
Deutsche Gesellschaft für Familienplanung, Sexualpädagogik
und Sexualberatung e.V.
Hermanstraße 1, 86150 Augsburg
Tel: 08 21/4503 62-0
Fax: 0821/450362-10
augsburg@profamilia.de
www.profamilia-augsburg.de
Öffnungszeiten: Mo, Mi - Fr 9.00 - 12.00 Uhr
Mo - Mi 14.00 - 17.00 Uhr
Do 13.00 - 19.00 Uhr
Familien- und Erziehungsberatungsstelle der
Arbeiterwohlfahrt
Frölichstr. 16, 86150 Augsburg
Tel: 08 21/4505 17-0
Fax: 0821/45 0517-19
awo.erziehungsberatung@awo-augsburg.de
www.awo-augsburg.de
Beratungen sind ganztags, auch am Abend oder Freitag
nachmittags möglich und können nach Anmeldung, am
Besten telefonisch oder per Email, individuell vereinbart
werden.
Staatlich anerkannte Beratungsstelle für
Schwangerschaftsfragen
Gesundheitsamt der Stadt Augsburg
Hoher Weg 8, 86152 Augsburg
Tel: 08 21/324-2049
Fax: 0821/324-2052
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schwanger.gesundheitsamt@augsburg.de
www.augsburg.de
Öffnungszeiten: Mo - Fr 8.30 - 12..00 Uhr
Mo - Mi 14.00 - 15.00 Uhr
Do 14.00 - 16.00 Uhr
Katholische Beratungsstelle für Schwangerschaftsfragen
Am Katzenstadel 1, 86152 Augsburg
Tel: 0821/420899-0,
Fax: 0821/420899-22
Öffnungszeiten:
Mo, Di und Do 8.30 - 12.00 Uhr und 14.00 - 16.00 Uhr
Mi 9.00 - 12.00 Uhr und 14.00 - 19.00 Uhr
Fr 8.00 - 12.00 Uhr
Mit Außensprechtag in Dillingen, und Donauwörth,
bitte telefonisch erfragen
schwangerenberatung.augsburg@skf-augsburg.de
www.skf-augsburg.de/ffschw1.htm
85
1. Unterhaltsansprüche der Mutter an den Vater
des Kindes
Vater und Mutter eines Kindes können grundsätzlich nur
dann voneinander Unterhalt verlangen, wenn sie miteinan-
der verheiratet sind oder waren und getrennt leben.
Wenn Eltern nie miteinander verheiratet waren, hat die
Mutter des unehelichen Kindes nur in Ausnahmefällen
einen begrenzten Unterhaltsanspruch gegenüber dem Vater.
Gemäß § 1651 I BGB kann der Kindsvater in diesem Fall
für die Dauer von sechs Wochen vor und acht Wochen nach
der Geburt auf Unterhalt in Anspruch genommen werden.
Kann die Mutter wegen der Schwangerschaft oder wegen
einer durch Schwangerschaft oder Geburt verursachten
Krankheit oder wegen der Betreuung des Kindes nicht arbei-
ten, so kann sie über diese Zeit hinaus vom Vater Unterhalt
für sich verlangen. In diesem Fall beginnt der
Unterhaltsanspruch frühestens vier Monate vor der
Entbindung und endet spätestens ein Jahr nach der
Entbindung. Die Mutter kann ihre Ansprüche durch eine
Unterhaltsklage beim zuständigen Amtsgericht geltend
machen. Diese setzt allerdings voraus, dass die Vaterschaft
rechtlich feststeht, der Vater die Vaterschaft also anerkannt
hat oder diese gerichtlich festgestellt ist. Ferner kann die
Mutter - und das auch schon, wenn die Vaterschaft nur ver-
mutet wird - Antrag auf Erlass einer einstweiligen Verfügung
beim Amtsgericht stellen. Die praktische Bedeutung der
Unterhaltsklage, bzw. der einstweiligen Verfügung gegen den
(möglichen) Vater des Kindes für die Geltendmachung von
Unterhaltsansprüchen, ist gering. Das hat verschiedene
Gründe:
¼ Steht die Vaterschaft noch nicht fest, trägt die Mutter
das Risiko, dass sie das erhaltene Geld beim Scheitern
der Vaterschaftsfeststellung zurückzahlen muss.
¼ Da es sich bei den Ansprüchen um echte Unterhalts-
ansprüche handelt, hängt die Unterhaltshöhe von der
Bedürftigkeit der Mutter und der Leistungsfähigkeit
des Vaters ab.
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¼ Auch das Mutterschaftsgeld beseitigt oder mindert
die Bedürftigkeit der Mutter, so dass die
Unterhaltspflicht des Vaters sich verringern oder ganz
wegfallen kann.
¼ Die Mutter wird im Allgemeinen, insbesondere wenn
die Vaterschaft noch nicht feststeht, lieber Arbeitslo-
sengeld II (Hartz IV) (s. Stichwort) beantragen, als
einen Rechtsstreit ihrer Unterhaltsansprüche wegen
zu führen.
Sofern die Mutter sich bei der Vaterschaftsfeststellung ko-
operationsbereit zeigt, werden die Sozialbehörden sie nicht
auf ihren zivilrechtlichen Unterhaltsanspruch verweisen.
Stattdessen werden sie in der Regel diesen Anspruch auf sich
überleiten, um ihn dann selbst gegenüber dem Vater durch-
zusetzen. Eine Verbesserung der Situation der Mutter und
des unehelichen Kindes tritt darüber hinaus durch den
Bezug von Erziehungsgeld ein. Dieses darf in der Regel
nicht auf den Unterhaltsanspruch angerechnet werden.
Seit dem 18.03.2009 gibt es ein neues BGH-Urteil zum
Kindesunterhalt. Der betreuende Elternteil hat nach einer
Scheidung damit zu rechnen, nach dem dritten Lebensjahr
des Kindes wieder arbeiten zu müssen. Jedoch muss es dabei
die Möglichkeit einer Betreuung für das Kind geben und es
darf keine kind- oder elternbezogenen Gründe geben, die
dagegen sprechen. Das Gericht befindet hierüber in den ein-
zelnen Fällen. Gedanke hierbei ist, dass jeder Erwachsene
seinen Lebensunterhalt selber verdienen soll, allerdings ist
dies wegen mangelnder Betreuungsmöglichkeiten und Job-
angebote oft nicht durchsetzbar. Damit die tragbare Grenze
hierbei nicht überschritten wird, sollen in Zukunft die Rich-
ter entscheiden. Das Urteil kann unter www.bundesgerichts-
hof.de nachgelesen werden.
2. Unterhaltsansprüche des nicht ehelichen
Kindes an den Vater
Da die Mutter durch Pflege und Erziehung eines Kindes
ihre Unterhaltspflicht bereits erfüllt, hat der Vater den
87
Geldbedarf in Form einer monatlichen Geldrente aufzubrin-
gen. Dieser Unterhalt kann auch rückwirkend gefordert wer-
den, sofern der Anspruch aufgrund fehlender Vaterschafts-
feststellung vorher nicht geltend gemacht werden kann. Die
Mutter kann bis zur Volljährigkeit des Kindes ohne Nach-
weis der Bedürftigkeit vom Vater „Regelunterhalt“ verlangen
oder diesen Anspruch in einem vereinfachten Verfahren
durchsetzen oder abändern lassen. Es steht ihr zudem frei,
für das Kind einen „Individualunterhalt“ zu begehren, d. h.
eine Unterhaltssumme, die rechnerisch annähernd exakt den
Bedürfnissen und der Lebensstellung entspricht.
Hinweis: Die in diesem Kapitel behandelten Regelungen
gelten analog für Väter, die auf Unterhalt durch die Mutter
ihres Kindes angewiesen sind.
Die sogenannte „Düsseldorfer Tabelle“ bietet eine Orientie-
rung zur Errechnung des Kindesunterhalts. Hier einige Bei-
spiele:
Beträgt das monatliche Nettoeinkommen des
Unterhaltspflichtigen maximal 1.500 1, ist dieser zu einer
Zahlung von 317 1 pro Monat verpflichtet (bei einem 0-5-
jährigen Kind). Ist das Kind bereits älter (6-11 Jahre) erhöht
sich der Unterhalt auf 364 1.
Wenn das Nettoeinkommen des Unterhaltspflichtigen zwi-
schen 1.901 1 und 2.300 1 liegt, muss dieser für ein 0-5-
jähriges Kind 349 1 Unterhalt bezahlen und für ein älteres
Kind (6-11 Jahre) 401 1.
Die komplette Tabelle finden Sie unter www.unterhalt.net.
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a ) …für das Kind von Studierenden
b) … für die studierenden Eltern
Grundsätzlich (also für a) und b) gilt:
1. Wer erhält Kindergeld?
Nach dem Einkommensteuergesetz haben Deutsche An-
spruch auf Kindergeld, die
¼ in Deutschland einen Wohnsitz oder ihren gewöhn-
lichen Aufenthalt haben, oder
¼ im Ausland wohnen, aber in Deutschland entweder
unbeschränkt einkommenssteuerpflichtig sind oder
entsprechend behandelt werden.
Ausländer, die in Deutschland wohnen, können Kindergeld
dann erhalten, wenn sie eine gültige Aufenthaltsberechti-
gung zu gewissen Zwecken oder eine Niederlassungserlaub-
nis besitzen (nicht bei Studienvisa). Ausgenommen hiervon
sind Ausländer, die Staatsangehörige der Europäischen
Union oder des Europäischen Wirtschaftsraumes sind, da
ihre Rechtsstellung durch das Gesetz über die allgemeine
Freizügigkeit von Unionsbürgern geregelt ist (unter Umstän-
den auch Staatsangehörige der Schweiz). Staatsangehörige
Algeriens, Bosnien-Herzegowinas, Marokkos, Serbiens,
Montenegros, Tunesiens und der Türkei sind aufgrund
zwischenstaatlicher Abkommen gleichfalls ausgenommen,
wenn sie in Deutschland arbeitslosenversicherungspflichtig
arbeiten oder zum Beispiel Kranken- oder Arbeitslosengeld
beziehen. Kindergeld können auch unanfechtbar anerkannte
Asylberechtigte und Flüchtlinge erhalten.
2. Wie hoch ist das Kindergeld?
Das Kindergeld beträgt für in Deutschland lebende Kinder
monatlich derzeit (Stand 03/2014)
¼ jeweils 184 1 für die ersten zwei Kinder
¼ jeweils 190 1 für ein drittes Kind
¼ jeweils 215 1 für jedes weitere Kind
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3. Für welche Kinder erhält man Kindergeld?
Ein Anspruch auf Kindergeld besteht für
¼ im ersten Grad mit der Antragsstellerin/ dem Antrag-
steller verwandte Kinder, auch angenommene und
adoptierte
¼ Kinder des Ehegatten (Stiefkinder) und Enkelkinder,
die die Antragstellerin / der Antragsteller in ihren/sei-
nen Haushalt aufgenommen hat
¼ Pflegekinder, mit denen die Antragsstellerin/der An-
tragsteller durch ein familienähnliches, auf längere
Dauer gerichtetes Band verbunden ist, sofern sie/er
sie in seinen Haushalt aufgenommen hat und zu
einem nicht unwesentlichen Teil auf ihre/seine
Kosten unterhält. Die Pflegekinder müssen wie leibli-
che Kinder zur Familie gehören und zu den leiblichen
Eltern darf kein Obhuts- und Pflegeverhältnis mehr
bestehen.
4. Wer erhält Kindergeld, wenn mehrere
Personen die Anspruchsvoraussetzungen erfüllen?
Kindergeld kann immer nur an einen Berechtigten gezahlt
werden, auch wenn mehrere Berechtigte für ein Kind die
oben genannten Anspruchsvoraussetzungen erfüllen. In der
Regel erhält der Elternteil Kindergeld, der das Kind in sei-
nem Haushalt aufgenommen hat. Lebt das Kind nicht im
Haushalt eines Anspruchsberechtigten, so wird es demjeni-
gen gezahlt, der dem Kind laufend den höheren Barunter-
halt leistet. Andere Unterhaltsleistungen werden nicht ange-
rechnet. Eltern, die keinen Barunter-
halt leisten oder in gleicher Höhe
leisten, müssen sich abspre-
chen, wer das Kindergeld
erhält. In bestimmten
Fällen können die
Anspruchsberechtigten den
Kindergeldbezieher unter
sich bestimmen.
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5. Kinderzuschlag
Den Kinderzuschlag erhalten Eltern, wenn mit ihnen ein
unter 25-jähriges Kind im Haushalt lebt für welches
Kindergeld oder eine Leistung bezogen wird, die Kindergeld
ausschließt, sowie wenn das Einkommen und Vermögen der
Eltern in einem gesetzlich umschriebenen Bereich zwischen
einer Mindest- und Höchsteinkommensgrenze liegt. Hierbei
kann der Kinderzuschlag gemindert werden durch eigenes
Vermögen des Kindes (z.B. Unterhaltsleistungen).
Der Höchstbetrag beträgt 140 1 pro Monat für jedes im
Haushalt lebende Kind. Ein Antrag muss in Schriftform an
die Familienkasse der zuständigen Arbeitsagentur gestellt
werden. Weitere Informationen zu Einkommensgrenzen etc.
erhalten Sie unter www.arbeitsagentur.de ǞBürgerinnen
und Bürger ǞFamilie und Kinder ǞKindergeld,
Kinderzuschlag.
6. Antrag
Das Kindergeld und der Kinderzuschlag wird - Antragstel-
lung vorausgesetzt – vom Beginn des Monats an gezahlt, in
dem die Anspruchsvoraussetzungen erfüllt sind und bis zum
Ende des Monats, in dem diese wegfallen.
Der schriftliche Antrag ist bei der Familienkasse des Ortes
einzureichen, in dem der Antragsteller seinen Hauptwohn-
sitz hat. Alle Änderungen der Familienverhältnisse und der
Verhältnisse der Kinder (z.B. bezüglich des Einkommens
und des Familienstandes) müssen unverzüglich der zuständi-
gen Familienkasse mitgeteilt werden. Auch bei Auszahlung
des Kindergelds durch den Arbeitgeber sind Änderungen
immer der Familienkasse und dem Arbeitgeber mitzuteilen.
Für die Antragsstellung sind Vordrucke zu benutzen, die bei
der Familienkasse erhältlich sind oder unter www.familien-
kasse.de oder www.bzst.de heruntergeladen und anschlie-
ßend ausgefüllt werden können. Der ausgefüllte Antrag ist
anschließend an die zuständige Familienkasse möglichst per
Post zu senden oder persönlich/durch einen Beauftragten
abzugeben. Gegen die Entscheidung der Familienkasse kann
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fristgerecht Einspruch eingelegt werden.
Weitere Informationen zum genaueren Nachlesen finden
sich unter www.arbeitsagentur.de.
Agentur für Arbeit - Familienkasse Bayern Süd
Wertachstr. 28, 86153 Augsburg
Tel: 0800/4555530
Fax: 0821/31 966-30
familienkasse-bayern-sued@arbeitsagentur.de
www.familienkasse.de
Öffnungszeiten:
Mo, Di, Fr 7.30 - 12.00 Uhr
Do 7.30 - 12.30 Uhr u. 14.00 - 18.00 Uhr
Mi geschlossen
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1. Kindergeld für Studierende
Im Folgenden geht es um den Kindergeldanspruch volljähri-
ger Studierender, die das 25. Lebensjahr noch nicht vollen-
det haben. Es geht nicht um den Kindergeldanspruch der
minderjährigen Kinder von Studierenden.
Kindergeld wird grundsätzlich bis zur Volljährigkeit für alle
Kinder gezahlt. Auch Kinder zwischen 18 und 25 Jahren
können weiter berücksichtigt werden, wenn sie sich in einer
Ausbildung also z.B. einem Studium befinden. Es kann wei-
terhin Kindergeld bezogen werden, wenn die Ausbildung
aufgrund einer Mutterschaft vorübergehend unterbrochen
wird.
Die Eltern der Studierenden sind nicht mehr berechtigt,
Kindergeld zu beziehen, wenn Ihre Kinder regelmäßig mehr
als 20 Wochenstunden erwerbstätig sind (außer im Rahmen
einer Ausbildung).
Generell kann Kindergeld auch während des Studiums ge-
währt werden, auch zu den Zeiten, in denen es wegen Er-
krankung und Mutterschaft (gemeint ist die Mutterschutz-
frist) unterbrochen ist. Lässt sich ein Studierender jedoch
beurlauben, um sein Kind zu betreuen, wird in der Regel
nur bis zum Ende der Mutterschutzfrist Kindergeld gezahlt.
Für die daran anschließende Zeit der Studienunterbrechung
wegen Kinderbetreuung besteht kein Kindergeldanspruch.
Wird das Studium in dem auf die Beurlaubung folgenden
Semester fortgesetzt, kann der Zeitraum vom Ende der
Mutterschutzfrist (acht Wochen nach der Geburt) bis zur
Wiederaufnahme des Studiums (Semesterbeginn) als Über-
gangszeit anerkannt werden, wenn er höchstens vier Monate
beträgt.
2. Wegfall anderer Leistungen bei Eltern, die im
öffentlichen Dienst beschäftigt sind
Sind die Eltern im öffentlichen Dienst beschäftigt und ha-
ben sie Anspruch auf Gewährung von Ortszuschlägen, so
sind diese Zuschläge mit dem Kindergeld verknüpft. Bei
Wegfall des Ortszuschlags entfällt auch der Beihilfeanspruch
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für das Kind. Daraus ergeben sich auch finanzielle
Auswirkungen auf die Krankenversicherung des Kindes.
3. Sonstige Ansprüche - Steuerfreibeträge
Soweit trotz fortbestehender gesetzlicher Unterhaltspflicht
kein Anspruch auf Kindergeld bzw. auf den Kinderfreibetrag
besteht, wird Steuerpflichtigen bei Aufwendungen für Un-
terhaltszahlungen oder für die Berufsausbildung ein Unter-
haltsaufwendungsfreibetrag gewährt.
Demnach können die Eltern eines Studierenden für die Zeit,
in der kein Kindergeld gewährt wird, zumindest einen Frei-
betrag für Unterhalts- bzw. Ausbildungskosten steuerlich
absetzen. Dieser pauschale Betreuungsfreibetrag muss nicht
nachgewiesen werden. Ledige haben einen Freibetrag in
Höhe von 1.320 1 und Verheiratete 2.640 1 pro Kind
(Stand 2014). Dieser Betrag soll den allgemeinen Betreu-
ungsbedarf, den Erziehungsbedarf und den allgemeinen Aus-
bildungsbedarf steuerlich freistellen. Er gilt für alle Kinder
von 0-25 Jahren.
Infos zum Thema Steuerfreibeträge
www.bundesfinanzministerium.de
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Alleinerziehende Mütter oder Väter erhalten zur Sicherung
des Unterhalts ihrer Kinder Unterhaltsvorschuss oder Leist-
ungen für den Unterhaltsausfall, wenn das Kind
¼ das zwölfte Lebensjahr noch nicht vollendet hat
¼ im Inland bei einem seiner Elternteile lebt, der ledig,
verwitwet oder geschieden ist oder von seinem
Ehegatten dauernd getrennt lebt
¼ nicht oder nicht regelmäßig Unterhalt von dem ande-
ren Elternteil, Stiefelternteil oder nach Ableben des
Elternteils keine Waisenbezüge in einer bestimmten
Mindesthöhe erhält.
Unterhaltsvorschuss wird für ein Kind bis zum 6. Geburts-
tag in Höhe von bis zu 133 Euro, für ein Kind bis zum 12.
Geburtstag bis zu 180 Euro bezahlt, höchstens aber für sechs
Jahre.
Der Antrag ist bei dem Jugendamt einzureichen, bei dem
der/die Antragsteller/in den Hauptwohnsitz hat.
Stadt Augsburg
-Amt für Kinder, Jugend und Familie-
Volkhartstraße 4 - 6 , Stockwerk 4, 86152 Augsburg
Telefonnummern nach Anfangsbuchstaben des
Nachnamens:
Buchstabe Zimmer Telefon
A - Ben 404 08 21/ 324-2948
Beo - Cr 403 08 21/ 324-2919
Cs - E 402 08 21/ 324-2986
F - H 401 08 21/ 324-2951
I - Lo 412 08 21/ 324-2953
Lp - Pl 411 08 21/ 324-2949
Pm -Sh 406 08 21/ 324-2950
Si - Z 405 08 21/ 324-2959
411 08 21/ 324-34322
Fax: 0821/324-2998
uvg@augsburg.de
www.augsburg.de ǞUmwelt & Soziales ǞFamilie und
Partnerschaft ǞTrennung, Scheidung, Unterhalt und
Kindschaftsfragen
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Eltern haben nach dem Kinder- und Jugendhilfegesetz (SGB
VIII) Rechtsanspruch auf Hilfe und Unterstützung bei der
Kindererziehung durch die Jugendämter als Träger der
Kinder- und Jugendhilfe. Dies schließt unter anderem ein:
Beratungsangebote:
¼ bei Erziehungsfragen
¼ zu Familienfreizeiten
¼ zu Familienerholung v.a. für Alleinerziehende
¼ in Fragen der Partnerschaft
¼ im Falle der Trennung oder Scheidung bei der
Entwicklung eines einvernehmlichen Konzeptes der
elterlichen Sorge
¼ zur Unterstützung bei der Ausübung des Umgangs-
rechts, für den Elternteil, dem die elterliche Sorge
nicht zusteht
¼ Kosten für eine notwendige Betreuung von Kindern
in Tageseinrichtungen (Krippe, Kindergarten, Hort)
oder in Tagespflege können auf Antrag vom Jugend-
amt ganz oder teilweise übernommen werden, wenn
die rechtlichen Vorrausetzungen vorliegen und das
Einkommen der sorgeberechtigten Eltern unter den
maßgeblichen Einkommensgrenzen liegt. Auskünfte
hierzu erteilt das Amt für Kinder, Jugend und Familie.
Die Angebote sind kostenlos und unterstehen der
Schweigepflicht.
Stadt Augsburg
¼ Amt für Kinder, Jugend und Familie-
Prinzregentenstr. 11, 86150 Augsburg
Tel: 0821/324-2801
Fax: 08 21/324-2802
kinder-jugend-familie@augsburg.de
Öffnungszeiten: Mo - Do 8.30 - 12.30 Uhr
Do 14.00 - 17.30 Uhr
Fr 8.00 - 12.00 Uhr
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Fachbereiche:
¼ Erziehungsfragen:
Erziehungsberatungsstelle
Hunoldsgraben 27 (1. Stock), 86150 Augsburg
Tel: 0821/324-29 62
Fax: 08 21/324-29 65
erziehungsberatung@augsburg.de
Öffnungszeiten: Mo - Fr 9.00 - 12.30 Uhr
¼ Fragen zur finanziellen Unterstützung:
Fachbereich Jugendhilfe
Volkhartstr. 4-6, Stockwerk 3, 86152 Augsburg
Tel: 0821/324-29 30 oder -29 31
Fax: 08 21/324-29 65
jugendhilfe@augsburg.de
Öffnungszeiten: Mo, Mi, Do 8.30 - 12.30 Uhr
Do 14.00 - 17.30 Uhr
Weiterführende Links:
¼ Zuständige Ämter auch in anderen ähnlichen Berei-
chen sind leicht zu finden unter www.augsburg.de
¼ Das Bundesministerium für Familie, Senioren,
Frauen und Jugend stellt unter www.bmfsfj.de eine
kostenlose Broschüre zur Verfügung.
¼ Unter www.kinder-jugendhilfe.info können weitere
Informationen zu Politik, Verbänden und Gesetzen
etc. abgerufen werden.
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1. Bezug von Sozialhilfe während des Studiums
Ansprüche auf Sozialleistungen auch seitens Studierender
werden durch das Sozialgesetzbuch (SGB XII) geregelt.
Grundsätzlich haben Studierende demnach keinen Anspruch
auf Sozialhilfe (SGB XII, § 7, Abs. 5). Studierende, die sich
wegen der Geburt oder der Betreuung eines Kindes beurlau-
ben lassen, haben jedoch die Möglichkeit, einen Antrag auf
Arbeitslosengeld II (= ALG II)/Sozialgeld zu stellen (SGB II,
§ 7, Abs. 5 / SGB XII, § 22, Abs. 1). Das gilt auch für
BAföG-Empfänger, deren Studium sich wegen der Kinder-
betreuung über die Förderungshöchstdauer hinaus verzögert
hat. Entsprechende Bescheinigungen (z.B. über die Beurlau-
bung) sind bei der Antragstellung vorzulegen.
Alleinerziehende haben dagegen keinen Anspruch auf
ALG II / Sozialgeld, es sei denn, sie können weitere bedeu-
tende Erschwernisse nachweisen.
Die Entscheidung, ob und in welcher Höhe Sozialleistungen
gewährt werden, ist grundsätzlich einzelfallabhängig.
1.1. Härtefall nach § 7 SGB II
Durch § 7 SGB XII werden Studierende vom ALG II /
Sozialgeld ausgeschlossen, weil der Gesetzgeber für den Le-
bensunterhalt während des Studiums Leistungen nach dem
BAföG vorgesehen hat. Dabei ist es völlig unerheblich, ob
der/die Studierende tatsächlich BAföG erhält. In Härtefällen
ist es jedoch möglich, Leistungen zur Sicherung des Lebens-
unterhalts als Darlehen zu gewähren (§ 7 Abs. 5 SGB II)
Ein Härtefall ist zum Beispiel dann gegeben, wenn weder
die Auszubildende, noch die unterhaltspflichtigen Eltern,
noch der Kindesvater aus eigenen Mitteln die Kosten tragen
können, die durch den besonderen Bedarf einer Schwanger-
schaft entstehen.
In der Praxis zeigt sich allerdings, dass nur sehr wenige im-
matrikulierte Studierende Hilfe zum Lebensunterhalt nach
der Härtefallregelung erhalten.
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1.2. Mehrbedarf nach § 30 SGB XII
Der Ausschluss von Sozialhilfeleistungen nach § 7 Abs.5
SGB XII bezieht sich nur auf den ausbildungsbedingten
Bedarf. Nicht ausgeschlossen ist ein Bedarf, der in keinem
ursächlichen Zusammenhang mit der Ausbildung steht, son-
dern beispielsweise mit einer Schwangerschaft oder der
Geburt eines Kindes.
Studierende haben zwar keinen Anspruch auf laufende Hilfe
zum Lebensunterhalt, weil dem Träger der Unterhaltssiche-
rungsleistungen nicht die Aufgabe zukommen soll, ein Stu-
dium zu finanzieren. Dem gegenüber besteht jedoch bei
besonderen Umständen sehr wohl einen Anspruch auf be-
sondere Leistungen und einmalige Beihilfen bei Schwanger-
schaft bzw. Geburt eines Kindes. Dieser Bedarf steht in kei-
nem direkten Zusammenhang mit dem Studium und fällt
somit nicht unter den Ausschlusstatbestand. Demnach hat
also eine immatrikulierte Studentin, die schwanger ist oder
alleine ein Kleinkind betreut, auch wenn sie BAföG erhält,
Anspruch auf folgende Mehrbedarfszuschläge:
¼ Ab der 13. Schwangerschaftswoche besteht ein An-
spruch auf 17 % des Regelsatzes, soweit nicht im
Einzelfall ein abweichender Bedarf vorliegt (§ 30 Abs.
2 SGB XII).
¼ Alleinerziehende, die mit einem Kind unter sieben
Jahren oder zwei bis drei Kindern unter sechzehn
Jahren zusammenleben, können einen Mehrbedarf
von 36 % des Regelsatzes beanspruchen (§ 30 Abs.3
SGB XII).
¼ Alleinerziehende, deren Kinder die oben genannten
Voraussetzungen nicht erfüllen, können einen Mehr-
bedarf von 12 % des Regelsatzes anmelden (§ 30 Abs.
3 SGB XII).
Der Regelsatz ist abhängig von den Lebensumständen der
Studierenden. Es gelten folgende Mehrbedarfs-Beträge
(Abweichungen sind im Einzelfall möglich):
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¼ 65 1 für Alleinstehende
¼ 59 1 für einen volljährigen Angehörigen der
Bedarfsgemeinschaft
¼ 52 1 für sonstige erwerbsfähige Angehörige der
Bedarfsgemeinschaft
Die generellen Regelsätze nach dem SGB XII belaufen sich
in den alten Bundesländern seit dem 1.07.2009 auf:
Alleinstehender: 391 1, Partner: 353 1, Kinder bis 5 Jahre:
229 1, Kinder 6-13 Jahre: 261 1, Jugendliche 14-17 Jahre
(Angehörige der Bedarfsgemeinschaft): 296 1, Volljährige
Kinder 18-24 Jahre (Angehörige der Bedarfsgemeinschaft):
313 1.
Mit dieser Regelleistung sind alle Ansprüche (z.B. auch auf
Möbel, Bekleidung etc.) abgegolten! Es bestehen lediglich
drei Ausnahmen, für die nach wie vor Beihilfen gewährt
werden. Die im Folgenden genannten Regelungen und
Beträge basieren auf Angaben des Jobcenters Augsburg-
Stadt. Wer seinen Antrag bei einem anderen Jobcenter stel-
len muss, sollte sich nach den dortigen Bestimmungen
erkundigen. Ausnahmen bilden
¼ die Erstausstattung für Wohnung und Kinderzimmer.
Reparaturen oder Neuanschaffung bereits vorhande-
ner Möbel fallen nicht unter diese Regelung! Generell
kombiniert das Jobcenter Augsburg-Stadt bei der
Erstausstattung gebrauchte und neue Waren. Je nach
Zimmer und Bedarf werden Pauschalbeträge gezahlt,
die beim Jobcenter zu erfragen sind.
¼ der Kauf von Schwangerschaftsbekleidung sowie die
Erstausstattung für das Baby. Der Betrag für die
Schwangerschaftskleidung wird bei Genehmigung
sofort ausgezahlt, das Geld für die Babykleidung
allerdings erst 12 Wochen vor dem geplanten
Geburtstermin. Bei Mehrlingsgeburten wird die
Pauschale entsprechend angehoben.
¼ mehrtägige Klassenfahrten.
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Nähere Informationen erhalten Sie beim zuständigen
Jobcenter.
Tipp: Wartezeiten beim Jobcenter lassen sich durch einen
telefonisch vereinbarten Gesprächstermin vermeiden.
Anträge sind möglichst schriftlich am jeweiligen Wohnort
(Erstwohnsitz oder gewöhnlicher Aufenthaltsort) zu stellen.
Es wird empfohlen, sämtliche Anträge auch für die eigenen
Unterlagen zu kopieren. Bei mündlicher Ablehnung eines
Antrags sollte man auf einen schriftlichen Bescheid beste-
hen. Nur dann können Rechtsmittel eingelegt werden. In
solchen Fällen kann auch Beratungshilfe (s.u.) in Anspruch
genommen werden.
Sämtliche Formulare können im Vorfeld online ausgefüllt
werden. Außerdem finden sich ausführliche Merkblätter
unter www.arbeitsagentur.de ǞFormulare ǞFormulare
für Bürgerinnen und Bürger ǞArbeitslosengeld II
Jobcenter Augsburg Stadt
August-Wessels-Str. 31 und 35, 86156 Augsburg
Tel: 0821/24135-0
Fax: 0821/24 135-105
jobcenter-Augsburg@jobcenter-ge.de
Mo, Di, Fr 7.30 - 12.00 Uhr
Do 7.30 - 12.00 Uhr u. 14.00 - 17.30 Uhr
Jobcenter Augsburger Land
Hermanstr. 11, 86150 Augsburg
Tel: 0821/99888-76
Fax: 0821/99888-80
jobcenter-Augsburger-Land.Hermanstrasse-11@jobcenter-ge.de
Öffnungszeiten:
Mo, Di, Fr 7.30 - 12.00 Uhr
Mi, Fr 7.30 - 12.30 Uhr
Do 7.30 - 12.30 Uhr u. 14.00 - 18.00 Uhr
Tipp: Da es immer wieder neue Regelungen und Gesetze zu
diesem Thema gibt, sind oft Details und Einzelfälle noch
nicht geklärt. Zu vielen Tatbeständen gibt es noch laufende
Gerichtsverfahren oder erste Präzedenzurteile, die sich auch
gegenseitig widersprechen können. Daher sollte man sich im
konkreten Bedarfsfall so schnell und gründlich wie möglich
über aktuelle Entwicklungen informieren, z.B. unter
www.sozialleistungen.info.
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1. Wohngeld
Das staatliche Wohngeld soll Mietern helfen, die Kosten für
eine angemessene und familiengerechte Wohnung zu tragen.
Wohngeld ist ein Zuschuss zu den Wohnkosten, auf den bei
bestimmten Voraussetzungen ein Rechtsanspruch besteht.
Studierende sind dann anspruchsberechtigt, wenn ihnen
dem Grunde nach kein Anspruch auf Ausbildungsförderung
zusteht. Das ist der Fall, wenn:
¼ die Förderungshöchstdauer nach BAföG überschrit -
ten ist
¼ die Ausbildung abgebrochen oder die Fachrichtung
gewechselt wurde, ohne dass ein wichtiger Grund
vorlag
¼ bei Beginn des Ausbildungsabschnitts die Altersgrenze
von 30 Jahren nach § 10. Abs. 3 BAföG überschrit-
ten wurde (bei Masterstudiengängen beträgt die
Altersgrenze 35 Jahre)
¼ eine Ausbildung vorliegt, die die Voraussetzungen für
die Förderung einer weiteren Ausbildung nach § 7
BAföG nicht erfüllt
¼ der erforderliche Leistungsnachweis nach § 48
BAföG nicht erbracht werden konnte
¼ Leistungen der Begabtenförderungswerke bezogen
werden
¼ das monatliche Einkommen eine bestimmte Unter-
grenze nicht unterschreitet, die sich aus Sozialhilfe-
satz, Miete, Zahlungen an die Stadtwerke sowie
Krankenversicherungsbeitrag ergibt.
BAföG-Empfänger können auch Wohngeld erhalten, wenn
ihr Haushalt noch weitere Familienangehörige (z.B. Ehegat-
ten oder Kinder) umfasst, denen dem Grunde nach kein
BAföG zusteht.
Weitere Voraussetzung für den Anspruch auf Wohngeld ist,
dass ein eigener Haushalt geführt wird. Lebt der Studierende
während der Ausbildung nicht am Wohnort der Eltern so
wird unterstellt, dass er dies nur vorübergehend und zum
Zwecke der Ausbildung tut.
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Der Auszubildende muss das Gegenteil beweisen. Dabei
reicht es nicht aus, Augsburg zum Erstwohnsitz zu erklären.
In folgenden Fällen wird in der Regel unterstellt, dass der
Studierende nicht nur vorübergehend von der Wohnung der
Eltern abwesend ist:
¼ Der Studierende ist verheiratet und/oder es gehört
ein Kind zum studentischen Haushalt.
¼ Der Studierende hat nach einer abgeschlossenen
Berufsausbildung bereits selbst seinen Lebensunter-
halt verdient.
¼ Der Studierende war mehr als zwei Jahre bei der
Bundeswehr (einschl. Wehrübungen).
¼ In der elterlichen Wohnung steht kein Wohnraum
mehr zur Verfügung.
Schließlich erhält ein Studierender kein Wohngeld, obwohl
die o.g. Voraussetzungen erfüllt sind, wenn die Eltern ihn in
ihren Wohngeldanspruch einbezogen haben, oder wenn der
Studierende eine andere staatliche Sozialleistung erhält, die
auch Kosten für Unterkunft einbezieht. Darunter fallen zum
Beispiel Arbeitslosengeld II oder Sozialgeld (s. „Hartz IV“).
Im Zweifelsfall informiert die örtlich zuständige Wohngeld-
bewilligungsstelle.
Zu einem Termin sollten alle sachdienlichen Unterlagen, vor
allem über die finanziellen Verhältnisse des Antragstellers,
mitgebracht werden. Wichtig ist auch, dass Wohngeld
immer nur ab dem Monat der Antragstellung, also nicht
rückwirkend gewährt werden kann. Formulare zum
Download und nähere Informationen erhalten Sie unter:
www.augsburg.de.
Stadt Augsburg
-Amt für Soziale Leistungen, Senioren und Menschen mit
Behinderung-
Hinter der Metzg 6, 86150 Augsburg
Tel: 0821/324 9501
Fax: 0821/324-95 04
soziales@ausgburg.de
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Öffnungszeiten:
Nur nach telefonischer
Terminvereinbarung!
Mo, Mi, Do 8.30 - 12.30 Uhr
Do 14.00 - 17.30 Uhr
2. Sozialwohnungen / Wohnberechtigungsschein
Für Studierende besteht unabhängig von der Zahlung von
Wohngeld die Möglichkeit, einen Wohnberechtigungsschein
(WBS) zu erhalten. Voraussetzung dafür ist die Einhaltung
der gesetzlichen Einkommensgrenze. Diese beträgt derzeit
„bereinigt“ für eine alleinstehende Person 14.000 1, für die
zweite Person erhöht sich diese um 8.000 1, für jede weitere
Person um 4.000 1. Bei Kindern, für die steuerrechtlich ein
Freibetrag gewährt wird, gibt es darüber hinaus einen
Zuschlag von 1.000 1.
Der Inhaber eines Wohnberechtigungsscheins kann sich bei
Vermietern von Sozialwohnungen direkt bewerben. Eine
Vermieterliste wird dem Schein beigefügt. Formulare zum
Download und nähere Informationen finden Sie unter
www.augsburg.de. Für Anträge und weitere Informationen
ist das Wohnungs- und Stiftungsamt zuständig.
Stadt Augsburg
-Wohnungs- und Stiftungsamt-
Schießgrabenstr. 4, 86150 Augsburg
Tel: 0821/324-4302
Fax: 0821/324-4303
wosta.allgemein@augsburg.de
Öffnungszeiten:
Mo - Do 8.30 - 12.30 Uhr
Do 14.00 - 17.30 Uhr
Fr 8.00 - 12.00 Uhr
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3. Zweitwohnungssteuer
Für Studierende, die in Augsburg oder Kempten als Neben-
wohnsitz gemeldet sind, ist keine Zweitwohnungssteuer zu
zahlen, wenn sie rechtzeitig einen entsprechenden Antrag
stellen und die Einkommensgrenzen von jährlich 25.000 1
(bei Alleinstehenden) bzw. 33.000 1(bei Ehe oder eingetra-
gener Lebenspartnerschaft) nicht bzw. nur ganz geringfügig
überschreiten.
Ein entsprechender Antrag ist formlos zu stellen an das
Kämmerei- und Steueramt Augsburg, Rathausplatz 2a,
86150 Augsburg.
Was ist eine Hauptwohnung – was eine Nebenwohnung?
Nach dem Meldegesetz ist die Hauptwohnung die zeitlich
überwiegend genutzte Wohnung des Einwohners.
Nebenwohnung ist jede weitere Wohnung. Nichtverheiratete
Studierende haben ihre Hauptwohnung grundsätzlich dort,
wo sie studieren und wohnen; es sei denn, sie halten sich
zeitlich überwiegend in einer anderen Gemeinde z. B. der
Gemeinde der Eltern auf.
Weitere Informationen zur Zweitwohnungssteuer:
www.studentenwerk-augsburg.de ǞWohnen Ǟ
Zweitwohnungssteuer
Für das An-, Ab- oder Ummelden sind die Bürgerbüros
zuständig. Hier sollten die ausgefüllten Meldescheine (zum
Herunterladen unter www.augsburg.de ǞBürgerservice Ǟ
Formularservice) persönlich abgegeben werden-
Personalausweis zur Anschriftenänderung mitbringen!
Bürgerbüro Stadtmitte
An der Blauen Kappe 18, 86152 Augsburg
Bürgerbüro Haunstetten
Tattenbachstr. 15, 86179 Augsburg
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Bürgerbüro Lechhausen
Neuburger Str. 20, 86167 Augsburg
Bürgerbüro Kriegshaber
Ulmer Str. 72, 86156 Augsburg
Für alle Bürgerbüros gelten die folgenden Angaben:
Tel: 0821/ 324-99 99
Öffnungszeiten:
Mo 8.00 - 15.00 Uhr
Di 8.00 - 12.30 Uhr
Mi 7.00 - 12.30 Uhr
Do 8.00 - 17.30 Uhr
Fr 8.00 - 15.00 Uhr
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1. Allgemeines für studierende Eltern
Studierende sind grundsätzlich in der studentischen Kran-
kenversicherung nach dem Sozialgesetzbuch (SGB V) versi-
cherungspflichtig, wenn sie an einer staatlich anerkannten
Hochschule eingeschrieben sind. Ausnahmen bestehen nur
dann, wenn andere, vorrangige Versicherungspflichten, z.B.
als Arbeitnehmer oder als Rentner herrschen, oder wenn
Familienversicherungsschutz gegeben ist.
Die Versicherungspflicht besteht bis zum Abschluss des 14.
Fachsemesters, längstens jedoch bis zum Ende des Semesters,
in dem das 30. Lebensjahr vollendet wird. In Ausnahmefällen
bleibt die Versicherungspflicht auch über die o.g. Grenzen
hinaus bestehen. Ausnahmefälle liegen unter anderem vor bei:
¼ Erwerb der Hochschulreife auf dem 2. Bildungsweg
¼ Erkrankung
¼ Behinderung
¼ Geburt eines Kindes
¼ Nichtzulassung zur gewählten Ausbildung im
Auswahlverfahren
¼ Betreuung von behinderten oder aus anderen Grün-
den auf Hilfe angewiesenen Kindern
¼ ehrenamtlicher Mitwirkung in den Gremien der
Hochschulen
Danach muss sich der Studierende freiwillig weiter versi-
chern. Dies ist in der Regel mit einer Beitragssteigerung ver-
bunden.
Wird ein Studierender von der Hochschule beurlaubt, be-
steht die Versicherungspflicht trotzdem weiter. (Das Urlaubs-
semester gilt dann allerdings nicht als Fachsemester !) Dazu
kommen die Beiträge der Pflegeversicherung (s. 3.). Der
Versicherungsbeitrag kann sich jeweils zu Semesterbeginn
geringfügig ändern.
Der Beitrag beträgt für alle versicherungspflichtigen Studie-
renden in der gesetzlichen Krankenversicherung derzeit
monatlich 64,77 1 und kann sich jeweils zu Semesterbeginn
ändern. Studierende, die nach dem BAföG gefördert wer-
den, erhalten einen Zuschuss von monatlich derzeit 62 1 .
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Die Möglichkeit der Zuzahlungsbefreiung für Arzneimittel,
Verbandsmaterial etc. besteht nur dann, wenn innerhalb ei-
nes Kalenderjahres die sog. Belastungsgrenze erreicht ist. In
diesem Fall ist die Krankenkasse verpflichtet, eine Bescheini-
gung auszustellen, die von weiteren Zuzahlungen entbindet.
Für Studierende, die selbst Mitglied einer Krankenversiche-
rung sind, gilt bei der Befreiung von der Zuzahlung zur
Krankenversicherung die 2% Regel für alle ihre Einkünfte.
Zum Beispiel liegt bei einem Studierenden, der im Monat
500 1 (und damit im Jahr etwa 6.000 1) zur Verfügung
hat, die Belastungsgrenze bei 120 1 im Jahr.
1.1. Kostenlose Familienversicherung von Kindern
Studierende können sich bis zur Vollendung des 25. Lebens-
jahres unentgeltlich über ihre Eltern mitversichern lassen
(Familienversicherung), wenn ihr regelmäßiges monatliches
Gesamteinkommen aus nichtselbstständiger Arbeit nicht
mehr als 450 1 beträgt.
Eine Familienversicherung ist laut § 8 SGB IV auch möglich
für gering verdienende Selbstständige, sofern sie
¼ weniger als 395 1 verdienen
¼ weniger als 18 Stunden in der Woche arbeiten
¼ selber keine sozialversicherungspflichtigen
Arbeitnehmer beschäftigen
¼ nicht selber als Selbstständige pflichtversichert sind
(hier gibt es keine „Wahl“, sondern die
Pflichtversicherung ist vorrangig).
Dies gilt nicht, wenn ein Elternteil nicht Mitglied einer ge-
setzlichen Krankenkasse ist, sein monatliches Gesamtein-
kommen regelmäßig 4.462,50 1 übersteigt und das Ein-
kommen dieses Elternteils höher ist als das Gesamteinkom-
men des in der gesetzlichen Krankenversicherung versicher-
ten Ehepartners. Bei Wegfall der Familienversicherung –
auch wenn dies nur für einen bestimmten Zeitraum der Fall
ist - wird man in die studentische Versicherung eingestuft.
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1.2. Krankengeld bei Krankheit der Kinder
Bei versicherungspflichtig beschäftigten Studierenden hat
jeder Elternteil bei Krankheit des Kindes Anspruch auf zehn
freie Tage (bei Alleinerziehenden 20 Tage) im Jahr für jedes
Kind unter zwölf Jahren (Ausnahme: bei Kindern mit Be-
hinderung gibt es keine Altersgrenze). Bei mehreren Kindern
werden maximal 25 Tage (bei Alleinerziehenden: 50 Tage)
für alle Kinder gewährt. Während dieser Zeit besteht ein
Anspruch auf die Zahlung von Krankengeld, wenn
¼ die Betreuung aus ärztlicher Sicht erforderlich ist
¼ über die Krankheit ein ärztliches Attest vorgelegt wird
¼ im Haushalt keine andere Person lebt, die das Kind
betreuen kann.
Damit das Kinder-Krankengeld ausgezahlt werden kann, ist
ein Attest notwendig (das an den Arbeitgeber und an die
Krankenkasse übermittelt werden muss) und eine Bescheini-
gung des Arbeitgebers (Freistellung des betreuenden Eltern-
teils ohne zwischenzeitliche Bezahlung). Formulare hierfür
bieten die Krankenkassen.
1.3. Privatversicherte Studierende
Privatversicherte Studierende haben gegenüber ihrer Versi-
cherung entsprechend des konkreten Tarifs Anspruch auf
Kostenübernahme der medizinisch notwendigen Heilbe-
handlungen. Sie müssen ihre Kinder jedoch in der Regel
gesondert versichern, sofern diese nicht über den anderen
Elternteil familienversichert sind.
Es wird daher gerade Studierenden mit Kind empfohlen, in
der gesetzlichen Krankenversicherung zu bleiben. Nähere
Auskünfte zur privaten Krankenversicherung sind bei den
privaten Krankenkassen erhältlich.
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1.4. Studierende ohne Krankenversicherung
Grundsätzlich muss jeder krankenversichert sein. Fällt z.B.
nach einem Unfall o.ä. auf, dass jemand nicht entsprechend
versichert ist, darf ein Bußgeld verhängt werden. Sollten
werdende Mütter (die nicht verheiratet sind) dennoch keine
Krankenversicherung haben, können sie an den Kindsvater
Ansprüche bezüglich der Entbindungskosten sowie weiterer
notwendiger Kosten infolge von Schwangerschaft oder
Entbindung (Arzt, Hebamme, Klinik, Pflegepersonal,
Medikamente usw.), aber auch schwangerschaftsbedingter
Folgekosten (s. „Unterhalt“) stellen (§ 1615 l BGB).
2. Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen
bei Schwangerschaft / Mutterschaft
Bei Schwanger- und Mutterschaft haben die gesetzlichen
Krankenkassen ihren Versicherten nach § 195 Reichsver-
sicherungsordnung (RVO) folgende Leistungen zu erbringen:
2.1. Ärztliche Betreuung und Hebammenhilfe
(§ 196 Abs. 1 RVO)
Die ärztliche Betreuung beinhaltet z.B. Untersuchungen zur
Feststellung einer Schwangerschaft, Vorsorgeuntersuchungen,
Laboruntersuchungen sowie ärztliche Hilfe bei und nach der
Entbindung. Die Hebammenhilfe umfasst neben der Bera-
tung auch Hilfe während der Schwangerschaft und bei der
Geburt sowie die Betreuung der Wöchnerin und des Neuge-
borenen.
2.2. Befreiung von der Zuzahlungspflicht
Im Unterschied zur Arzneimittelversorgung im Rahmen
einer Krankenbehandlung besteht während der Schwanger-
schaft und in Zusammenhang mit der Geburt keine Zuzah-
lungspflicht, auch nicht zu den Krankenhausaufenthaltskos-
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2.3 Stationäre Entbindung (§ 197 RVO)
Die Schwangere hat die Möglichkeit, für die Entbindung
eine stationäre Einrichtung auszuwählen. Diese Einrichtung
muss jedoch für die Kostenübernahme mit den Krankenkas-
sen zusammenarbeiten. Dann besteht für Mutter und Neu-
geborenes Anspruch auf Unterkunft, Transport, Pflege und
Verpflegung, allerdings maximal bis zu sechs Tage nach der
Entbindung. Eine Entbindung ist auch zu Hause möglich.
2.4. Häusliche Pflege
Ist aufgrund von Schwangerschaft oder Entbindung eine
Pflegekraft im Haushalt notwendig (in der Regel gilt das
dann, wenn keine andere im Haushalt lebende Person die
Pflege übernehmen kann), so muss die Krankenkasse eine
Pflegekraft stellen. Ansonsten muss sie die Kosten für eine
von der Versicherten selbst engagierte Pflegekraft in ange-
messener Höhe erstatten.
2.5. Haushaltshilfe
Wenn es der Versicherten selbst nicht möglich ist, ihren
Haushalt während der Schwangerschaft oder nach der Ge-
burt zu führen, ist die Krankenkasse ebenfalls dazu ver-
pflichtet, eine Haushaltshilfe zu stellen. Es gelten die glei-
chen Regelungen wie bei 2.4. Häusliche Pflege (siehe oben).
Die Haushaltshilfe ist zeitlich unbegrenzt und kann bean-
sprucht werden, bis der Haushalt wieder selbstständig ge-
führt werden kann.
Je nach Situation der Familie können außer der Krankenkas-
se auch andere Kostenträger, z.B. Rentenversicherungsträger,
das Amt für Kinder, Jugend und Familie oder die Familie
selbst für die Bezahlung einer Haushaltshilfe zuständig sein.
Gewährt wird eine Haushaltshilfe dann, wenn die Versor-
gung eines im Haushalt lebenden Kindes unter zwölf Jahren
oder eines behinderten und auf Hilfe angewiesenen Kindes
nicht mehr gewährleistet ist wegen
¼ eines Krankenhaus- oder Kuraufenthaltes
¼ einer Krankheit, die Krankenpflege erfordert, aber im
Krankenhaus (z.B. wegen Bettenmangel) nicht durch-
geführt werden kann
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¼ einer Erkrankung, die so schwerwiegend ist, dass der
Arzt strikte Bettruhe verordnet hat.
Grundvoraussetzung für die Bewilligung einer Haushalts-
hilfe ist, dass die Mithilfe im Haushalt nicht durch Ver-
wandte oder Verschwägerte bis zum 2. Grad erbracht wird
bzw. das Kind während der Studienzeit nicht regelmäßig von
den Großeltern oder Verwandten versorgt wird. Wird das
Kind in einer Betreuungsstätte mit festen Öffnungszeiten
beaufsichtigt, so kann für den Rest des Tages eine Haushalts-
hilfe in Anspruch genommen werden, jedoch müssen 10 %
der Kosten selbst getragen werden. Haushaltshilfen vermit-
teln u. a.:
Stadt Augsburg - Amt für Kinder, Jugend und Familie
Prinzregentenstr. 11, 86159 Augsburg
Tel: 0821/324-2801
Fax: 0821/324-2802
kinder-jugend-familie@augsburg.de
www.augsburg.de ǞSoziales ǞKinder, Jugend, Familie,
Partnerschaft
Öffnungszeiten: Mo - Do 8.30 - 12.30 Uhr
Do 14.00 - 17.30 Uhr
Fr 8.00 - 12.00 Uhr
Deutscher Kinderschutzbund Augsburg e.V.
Volkhartstr. 2, 86152 Augsburg
Tel: 0821/455406-0
Fax: 0821/455406-13
info@kinderschutzbund-augsburg.de
www.kinderschutzbund-augsburg.de
Öffnungszeiten:
Mo - Fr 8.00 - 16.30 Uhr
Sozialstation Augsburg-Mitte e.V.
Georgenstr. 12 1/3, 86152 Augsburg
Stadtteil: Augsburg Innenstadt
Tel: 0821/4509810
Fax: 0821/45098129
info@sozialstation-augsburg-mitte.de
www.sozialstationen-augsburg.de
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Katholischer Deutscher Frauenbund
Kitzenmarkt 20/22, 86150 Augsburg
Tel: 0821/3152-248
Fax: 08 21/3152-455
Mail: frauenbund@bistum-augsburg.de
www.frauenbund-augsburg.de
Öffnungszeiten: Mo 14.00 - 16.00 Uhr
Di 9.00 - 12.00 Uhr
Do 9.00 - 12.00 Uhr u. 14.00 - 16 Uhr
Fr 9.00 - 12.00 Uhr
2.6. Der Anspruch auf Mutterschaftsgeld
Achtung: Studierende, die kein eigenes Einkommen haben,
haben auch keinen Anspruch auf Mutterschaftsgeld.
Studierende, die beispielsweise einem Minijob oder einer
Werksstudententätigkeit nachgehen und über einen eigenen
Verdienst verfügen, sind anspruchsberechtigt. Für sie gelten
die nachfolgenden Regelungen.
Der Anspruch auf Mutterschaftsgeld setzt zunächst voraus,
dass
¼ die Studentin bereits zu Beginn der Schwangerschaft
Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse war
(pflicht- oder freiwillig versichert)
¼ oder in einem Arbeitsverhältnis stand.
Ausschlaggebend für den Anspruch ist allerdings, dass das
Arbeitsverhältnis bei Beginn der Mutterschutzfrist (sechs
Wochen vor der Geburt) noch bestand oder zulässig gekün-
digt wurde. Als Arbeitsverhältnis gelten auch vorübergehend
ausgeübte oder sog. geringfügig entlohnte Beschäftigungen.
Der Anspruch auf Mutterschaftsgeld richtet sich nach der
tatsächlichen Dauer des Mutterschutzes. Die Höhe wird von
der Krankenkasse auf Basis des Nettolohnes der letzten drei
Kalendermonate berechnet. Der Höchstbetrag liegt bei der-
zeit 13 1 pro Kalendertag. Wenn das Nettogehalt diesen
Betrag übersteigt, muss der Arbeitgeber während der Mut-
terschutzfrist für die Differenz aufkommen, so lange das
Arbeitsverhältnis besteht.
Der Antrag auf Mutterschaftsgeld ist frühestens sieben Wo-
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chen vor dem Entbindungstermin an die Krankenkasse zu
richten. Der Arzt oder die Hebamme stellen erst dann eine
Bescheinigung über den voraussichtlichen Entbindungster-
min aus.
2.7. Mutterschaftsgeld vom Bundesversicherungsamt
Studentinnen, die zu Beginn der Schutzfrist nicht selbst
Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse sind und gleichzei-
tig in einem Arbeitsverhältnis stehen, erhalten bei Vorliegen
der weiteren Vorraussetzungen Mutterschaftsgeld in Höhe
von derzeit insgesamt höchstens 210 1 vom Bundesversi-
cherungsamt. Antragsformulare können beim Bundesversi-
cherungsamt – Mutterschaftsgeldstelle – schriftlich oder tele-
fonisch angefordert werden. Der Antrag kann auch online
gestellt werden unter www.bva.de. Dort sind auch weitere
Informationen zu finden.
Bundesversicherungsamt -Mutterschaftsgeldstelle-
Friedrich-Ebert-Allee 38, 53113 Bonn
Tel: 0228/619-18 88
Fax: 02 28/619-18 77
mutterschaftsgeldstelle@bva.de
www.bva.de
Mo - Fr 9.00 - 12.00 Uhr
Do 13.00 - 15.00 Uhr
3. Pflegeversicherung
Studierende sind grundsätzlich auch in der Pflegeversiche-
rung berücksichtigt. Der monatliche Beitrag für Studierende
mit Kindern in der gesetzlichen Versicherung liegt z.Zt. bei
12,24 1 (bei Studierenden ohne Kinder nach Vollendung
des 23. Lebensjahres 13,73 1). Besteht über die Eltern oder
den Ehepartner eine gesetzliche Krankenversicherung (Fami-
lienversicherung), fallen für die Pflegeversicherung keine
eigenen Beiträge an. BAföG-Bezieher erhalten auf Antrag
einen monatlichen Zuschuss von 11 1. Mitglieder einer pri-
vaten Krankenversicherung müssen auch eine private
Pflegeversicherung abschließen. Dort können die Beiträge
allerdings höher sein.
1. Kleines Lexikon
Ausführlichere Informationen sowie weitere Anbieter finden
Sie unter www.kinder-augsburg.de unter dem Menüpunkt
„Schwangerschaft“. Adressen zu den hier aufgeführten
Angeboten finden Sie unter Punkt 2.
Geburtsvorbereitung
Was ist für mein Baby in der Schwangerschaft gut? Was
kommt bei der Geburt eigentlich auf mich zu? Und wie
kann ich meinen Körper in dieser Zeit unterstützen? Diese
Fragen stellen sich vermutlich alle werdenden Mütter.
Gerade beim ersten Kind ist die Unsicherheit noch groß.
Abhilfe schaffen können sog. Geburtsvorbereitungskurse.
Dort gibt es Informationen zu Schwangerschaft und Geburt
und es werden Atem- und Gymnastikübungen gezeigt. Vor
allem aber kommt man in Geburtsvorbereitungskursen
leicht in Kontakt mit anderen Schwangeren und werdenden
Eltern.
Säuglingspflege
Ist das Kind erst einmal da, ist die Freude groß. Doch schon
kurz nachdem das „Abenteuer Geburt“ überstanden ist,
drängen sich eine Reihe neuer Fragen auf: Warum schläft
mein Kind in der Nacht nicht durch? Warum schreit das
Baby so viel? Mache ich beim Baden und Wickeln alles rich-
tig? Um diese Themen geht es in Säuglingspflegekursen. Oft
gibt es neben Beratung für die Eltern auch noch Angebote
für das Kind, z.B. Babymassagen.
Natürlich ist ein Säuglingspflegekurs (genau wie die Ge-
burtsvorbereitung) kein „Eltern-Führerschein“. Aber dort
können Fragen beantwortet und mehr Sicherheit im Um-
gang mit dem Kind gewonnen werden.
Schwangerschaftsgymnastik
Die Schwangerschaft ist für den Körper jeder Frau eine enor-
me Belastung – egal wie jung und gesund die werdende
Mutter ist. Vor allem Wirbelsäule, Beine und Becken werden
durch die Gewichtszunahme stark beansprucht. Um
Beschwerden wie Atemlosigkeit und Verspannungen vorzu-
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beugen, sollte spätestens in der zweiten Schwangerschafts-
hälfte mit Schwangerschaftsgymnastik begonnen werden.
Dort wirkt man mit gezielten Kräftigungs- und Entspan-
nungsübungen typischen Schwangerschaftsbeschwerden ent-
gegen.
Rückbildungsgymnastik
Nach der Geburt kommt es vor allem darauf an, dass sich
der Körper erholen und kräftigen kann – Rückbildungs-
gymnastik kann dabei helfen. Im Mittelpunkt stehen hier
Übungen für Beckenboden und Wirbelsäule.
Stillgruppen
Stillgruppen sind Selbsthilfegruppen für Schwangere, junge
Mütter und Väter, die sich über das Thema Stillen informie-
ren möchten. Bei den Stilltreffen erhalten die Betroffenen
Unterstützung und praktische Tipps, aber auch allgemeine
Informationen zum Thema Schwangerschaft, Geburt und
Umgang mit dem Kind.
2. Adressen für die Geburt –Krankenhäuser &Co.
Josefinum
Frauenklinik / Kinderkrankenhaus
Kapellenstr. 30, 86154 Augsburg
Tel: 08 21/24 120
Infos für werdende Eltern Tel: 08 21/24 12-218
Schwangerenambulanz Tel: 08 21/24 12-327
info@josefinum.de
www.josefinum.de
Angebot: Geburtsvorbereitung und Schwangerschaftsgym-
nastik ab der 26. Schwangerschaftswoche. Die Kurse dauern
12-14 Abende, je eine Stunde. Für Frauen die auch im
Josefinum entbinden, besteht die Möglichkeit den Kurs
kostenlos zu absolvieren;
Still- und Babytreff im Gymnastikraum, UG Haus (jeden 2.
Mittwoch, 10.00-11.30 Uhr, Bitte um Anmeldung unter
Tel: 0821/2412-613)
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Frauenklinik im Zentralklinikum Augsburg
Stenglinstr. 2, 86156 Augsburg
Tel: 08 21/400-2331
Schwangerenambulanz Tel: 08 21/400-25 76
www.frauenklinik-augsburg.de
Anmeldung: Mo - Fr 8.30 - 11.30 Uhr
Angebot: Informationsabende, Geburtsvorbereitung (offene
und geschlossene Kurse, ab der 28. SSW), Wassergymnastik
für Schwangere, Säuglingspflege, Akupunktur, Stillgruppe,
Babyhotline bei dringenden Fragen: 08 21/400-23 37.
Geburtshaus am Jakobertor Augsburg
Argonstr. 4, 86153 Augsburg
Tel: 08 21/567548 6
info@geburtshaus-augsburg.de
www.geburtshaus-augsburg.de
Angebot: Akupunktur, Ernährungsberatung,
Schwangerenschwimmen, Geburtsvorbereitung (ab 20. bis
25. SSW), Schwangerschaftsyoga, Säuglingspflege,
Stillgruppe (ca. ein Mal im Monat, Tel: 0 82 33/25 271).
Weitere Geburtskliniken in der Umgebung von Augsburg
sind bei www.kinder-augsburg.de aufgelistet.
Bei www.hebammensuche.de können Sie eine Hebamme in
Ihrer Nähe finden.
3. Ernährungsberatung
Haus der Hauswirtschaft
Deutscher Hausfrauenbund-Netzwerk Haushalt
Ortsverband Augsburg e.V.
Zeugplatz 3, 86150 Augsburg
Tel: 08 21/30223
Fax: 0821/150852
Öffnungszeiten:
Mo, Mi und Do 8.30 - 12.00 Uhr und 14.00 - 18.00 Uhr
Fr 8.30 - 12.00 Uhr und 13.00 - 15.00 Uhr
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info@hausfrauenbund-augsburg.de
www.hausfrauenbund-augsburg.de
Angebot: Informationen zu Sonderkostformen, Vollwert-
ernährung, Kochtraining, Kochabende, Seminare, etc.
Kosten der einzelnen Kurse entnehmen Sie bitte der oben
genannten Homepage.
VerbraucherService Bayern
Ottmarsgäßchen 8, 86152 Augsburg
Tel. 0821/15 70 31
augsburg@verbraucherservice-bayern.de
www.verbraucherservice-bayern.de ǞBeratung ǞAugsburg
Termine nach Vereinbarung
Kosten: Kurzberatung ab 10 1 pro Stunde,
Beratung ab 30 bis zu 60 Minuten: 30 1 bis 60 1.
4. Weitere Informationen
Auf www.kinder-augsburg.de unter der Rubrik „Schwanger-
schaft“ oder unter www.familien-abiszett.de gibt es viele
weiterführende Links rund um die Schwangerschaft und
Geburt. Hier finden sich beispielsweise Beratungsstellen,
Entbindungs- und Erfahrungsberichte, Informationen zur
Geburtsvorbereitung etc.
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1. Die Studierenden-Wohnanlagen des
Studentenwerks Augsburg
Eine kostengünstige Alternative zu Privatwohnungen sind
die sechs Wohnanlagen des Studentenwerks in Augsburg.
Aufnahmeanträge erhalten Sie unter o.g. Adresse, per Mail
oder unter www.studentenwerk-augsburg.de. Auf unserer
Homepage finden Sie außerdem ausführliche und aktuelle
Beschreibungen aller Studierenden-Wohnanlagen mit Bil-
dern, Grundrissen der Zimmer, Lageplan, Aufnahmebestim-
mungen und aktuellen Mietpreisen. Des Weiteren erhalten
Sie diese Informationen in der Broschüre "Studieren in
Augsburg und Kempten" oder direkt bei der Wohnungs-
verwaltung des Studentenwerks (Adresse und Öffnungszei-
ten siehe weiter unten unter „Privatzimmervermittlung).
Studierenden-Wohnanlagen:
Wohnanlage Göggingen
Franzensbadstraße 4/4a und Römerstädter Straße 3,
86199 Augsburg
Wohnanlage Lechbrücke
Lechhauserstraße 35, 86153 Augsburg
Wohnanlage Prinz-Karl-Viertel
Ernst-Lehner-Straße 8, 86199 Augsburg
Wohnanlage Universitätsviertel
Salomon-Idler-Straße 4, 86159 Augsburg
Wohnanlage Bürgermeister-Ulrich-Straße 142-150,
86179 Augsburg
Baustudentenwohnheim
Kurt-Schuhmacher-Straße 65, 86167 Augsburg
(nur für Architektur/Bauingenieur- Studierende)
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Die Wohnanlagen Göggingen und Universitätsviertel verfü-
gen auch über Zweizimmerappartements, die bevorzugt an
Ehepaare vergeben werden. In der Wohnanlage Prinz-Karl-
Viertel gibt es drei Eltern-Kind-Wohnungen, die jungen
Familien zur Verfügung stehen. Auch in der Bgm.-Ulrich-
Wohnanlage gibt es eine Eltern-Kind-Wohnung.
Schwangere bzw. Studierende mit Kind sollten so früh wie
möglich unter Hinweis auf die Schwangerschaft einen Wohn-
platz beantragen, da ihre Lage als Härtefall gewertet und
deshalb bevorzugt behandelt werden kann.
Neben den Wohnanlagen des Studentenwerks gibt es auch
noch Einrichtungen anderer (z.B. kirchlicher) Träger:
Studentenwohnheim "Haus-Edith-Stein"
Träger: Kolping-Stiftung- Augsburg
Hermann-Köhl-Str. 33 a, 86159 Augsburg
Heimleiter: lothar.maier@im-leben.de
Tel: 0821/597667 1
Das „Haus-Edith-Stein“ bietet auch Doppelappartements
für Alleinerziehende bzw. Ehepaare mit Kind an.
Bewerbungen für das Wohnheim sind zu richten an:
Kolping-Stiftung-Augsburg
Frauentorstr. 29, 86152 Augsburg
Tel: 08 21/34 43-260
info@kolping-stiftung.de
www.kolping-wohnheime.de
2. Privatzimmervermittlung
Das Studentenwerk Augsburg bietet neben den Apparte-
ments in den Wohnanlagen auch eine kostenlose Ver-
mittlung von Privatzimmern und -wohnungen an. Die
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aktuellen Wohnungsangebote werden am schwarzen Brett
vor der Wohnungsverwaltung ausgehängt (Mensafoyer,
neben Zimmer 151), das auch außerhalb der Geschäftszeiten
zugänglich ist. Auch im Internet unter www.studentenwerk-
augsburg.de ǞWohnen können sämtliche Angebote tages-
aktuell eingesehen werden.
Für die Privatzimmervermittlung erhebt das Studentenwerk
keinerlei Gebühren, allerdings können schriftliche oder tele-
fonische Anfragen nicht berücksichtigt werden.
Sollten Sie über unsere Privatzimmervermittlung Ihre
Traumwohnung gefunden haben, so teilen Sie dies der
Vermittlungsstelle bitte innerhalb von zwei Tagen mit. Nur
so kann die Vermittlung effektiv arbeiten und im Interesse
der anderen Wohnungssuchenden handeln.
Bewerbung und Information:
Studentenwerk Augsburg, Wohnungsverwaltung
Universitätsstr. 4, (im Foyer der Mensa) Zi. 151
86159 Augsburg
Tel: 0821/598-4918 oder 49 19
Fax: 0821/59 69 23
wohnen@studentenwerk-augsburg.de
www.studentenwerk-augsburg.de ǞWohnen
Öffnungszeiten des Gebäudes (zum Einsehen der Angebote
auf dem schwarzen Brett):
Mo - Do 7.00 - 17.00 Uhr
Fr 7.00 - 15.00 Uhr
Beratung während der Öffnungszeiten:
Mo - Do 9.00 - 12.00 Uhr, 13.30 - 14.30 Uhr
Fr 9.00 - 12.00 Uhr
3. Wohnungssuche mit Hilfe von Maklern
Maklerbüros haben ein großes Angebot an Wohnungen –
verlangen aber auch Gebühren für eine erfolgreiche Vermitt-
lung. Die Maklergebühren dürfen das Zweifache der Mo-
natskaltmiete (ohne Nebenkosten) nicht übersteigen (zuzüg-
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lich Mehrwertsteuer). Dieser Betrag wird fällig, sobald der
Vertrag zwischen Mieter und Vermieter zustande gekommen
ist. Gehört dem Makler oder der Hausverwaltung der ange-
botene Wohnraum selbst, darf er keine Gebühren verlangen.
Informationen und Besichtigung von Wohnraum müssen
auch bei Vermittlung durch einen Makler unentgeltlich sein.
4. Wohnungssuche mit Hilfe der Zeitung
Lesen oder ...
Die Samstagsausgabe der "Augsburger Allgemeinen" enthält
den größten Wohnungsmarkt in der Region. Sie ist bereits
am Vorabend ab 22.00 Uhr am Hauptbahnhof erhältlich.
Da bei der Wohnungssuche oft die Regel „Wer zuerst kom-
mt, wohnt zuerst“ gilt, empfiehlt es sich
¼ auf die Online-Datenbank der Augsburger
Allgemeinen zurückzugreifen (dort sind ebenfalls
sämtliche Inserate kostenlos einsehbar),
¼ die jeweils aktuelle Ausgabe der Tageszeitung so früh
wie möglich zu kaufen,
¼ die Anzeigen so schnell wie möglich zu durchforsten,
¼ die Inserenten so früh wie möglich anzurufen –
obwohl es auf den ersten Blick nicht gerade höflich
erscheinen mag, jemanden am Samstagmorgen her-
auszuklingeln.
... selbst inserieren!
Wer mehr tun will, als Anzeigen nur zu lesen, kann natür-
lich auch selbst inserieren. Auch hier ist die wichtigste Zei-
tung in der Region die „Augsburger Allgemeine“. Unter der
Telefonnummer 08 21/777-25 00 ist es möglich, telefonisch
eine Anzeige aufzugeben. Inserieren kann man auch im
Internet unter www.augsburger-allgemeine.de.
Ein kleiner Tipp: Eine Annonce hat mehr Erfolg, wenn sie
von den Eltern der Studierenden aufgegeben wurde und der
potentielle Vermieter daher das Gefühl hat, einen zahlungs-
kräftigen Mieter zu bekommen. Natürlich besteht die Mög-
lichkeit auch in anderen Publikationen, z.B. der Stadtzei-
tung, zu inserieren. Diese Anzeigen sind zwar wesentlich bil-
liger, dafür aber nicht ganz so erfolgversprechend.
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5. Weitere Wohnungssuchhilfen
St. Ulrichswerk der Diözese Augsburg GmbH
Jesuitengasse 21, 86152 Augsburg
Tel: 08 21/3475 50
info@st-ulrichswerk.de
www.st-ulrichswerk.de
Öffnungszeiten:
Mo u. Mi 7.30 - 12.00 Uhr, 13.00 - 16.30 Uhr
Di 7.30 - 12.00 Uhr
Do 13.00 - 18.00 Uhr
Fr 7.30 - 13.00 Uhr
Wohnungsbaugesellschaft der Stadt Augsburg
Rosenaustr. 54-56, 86152 Augsburg
Tel: 08 21/50 44-0
postfach@wbg-augsburg.de
www.wbg-augsburg.de
WBL-Wohnungsbau GmbH für den Landkreis Augsburg
Am Hopfengarten 6, 86391 Stadtbergen
Tel: 08 21/90618-0
Fax: 0821/90618-71
info@wbl-augsburg.de
www.wbl-augsburg.de
Öffnungszeiten: Mo - Mi 8.30 - 16.00 Uhr
Do 8.30 - 18.00 Uhr
Fr 8.30 - 12.00 Uhr
Wohnungs- und Siedlungsbau Bayern GmbH & Co. OHG
WSB Bayern
Provinostr. 2, 86153 Augsburg
Tel: 08 21/56004-0
Fax: 0821/56004-31
ainfo@wsb-bayern.de
www.wsb-bayern.de
Öffnungszeiten: Di 14.00 - 19.00 Uhr
Do 9.00 - 13.00 Uhr u. 14.00 - 17.00 Uhr
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IGEWO GmbH & Co. Wohnungsunternehmen KG
Flachsstr. 27, 86179 Augsburg-Haunstetten
Tel: 0821/881317
Fax: 0821/8115 12
augsburg@igewo.com
www.igewo.com
Hier werden hauptsächlich Sozialwohnungen vermittelt, die
nur mit Wohnberechtigungsschein (s. Stichwort) vom Amt
für Wohnungswesen vergeben werden. Es fallen keine
Kosten an.
Wohnungssuche im Internet
Sie finden im Internet eine ganze Reihe von Wohnungsver-
mittlungsseiten. Die dortigen Angaben sind jedoch leider oft
unvollständig oder ungenau, Navigation und Suche sind
teils sehr unübersichtlich. Trotzdem: Nachfragen und
Anschauen kostet nichts!
Einige Adressen:
¼ www.immobilienscout24.de
¼ www.wg-gesucht.de
¼ www.studenten-wohnung.de
¼ www.sueddeutsche.de
¼ www.immowelt.de/Immobilienmaerkte/
Wohnungsmarkt
¼ www.immoboerse.augsburger-allgemeine.de
¼ www.studenten-wg.de
¼ www.wohnung-jetzt.de/wohnungsmarkt/wohnungen
¼ www.wohnpool.de
¼ www.immozentral.com
¼ www.augsburg.
homecompany.de
¼ www.zwischen-
miete.de/wohnungen,
Augsburg.html
6. Zweitwohnungssteuer
Siehe hierzu Seite 106.
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1. Mütterkuren/Mutter-Kind-Kuren
Eltern sein ist stressig – vor allem in den ersten Lebensjahren
eines Kindes. Kein Wunder also, dass sich früher oder später
jede Mutter/jeder Vater einfach nur „Ruhe, Frieden und
Erholung“ wünscht.
Grundsätzlich hat jeder, der Kinder erzieht, das Recht, eine
so genannte Mütterkur (bzw. Väterkur) zu beantragen.
Allerdings werden diese Kuren in der Regel nur dann geneh-
migt, wenn eine ärztlich attestierte gesundheitliche Beein-
trächtigung vorliegt. Mütterkuren bestehen aus einer Kom-
bination verschiedener Maßnahmen, z.B.
¼ ärztlicher Betreuung und medizinischer Therapien
(Bäder, Massagen, Kuranwendungen etc.)
¼ psychischer Betreuung (Einzel- und Gruppen-
gespräche) von Psychologen oder Sozialpädagogen
¼ Bewegungs- und Entspannungsangeboten
¼ Angeboten aus dem kreativen und musischen
Bereich.
Die gesetzlichen Krankenkassen sind dazu verpflichtet, die
Kosten für eine Mütterkur ganz oder teilweise zu überneh-
men. Die genauen Bestimmungen, z.B. die Höhe von Zu-
zahlungen oder die Versorgung des Kindes während der
Abwesenheit der Mutter, sind in der Satzung jeder Kranken-
kasse individuell geregelt.
Wenn während der Zeit der Mütterkur niemand für die
Kinderbetreuung zur Verfügung steht und das zu betreuende
Kind jünger als zwölf Jahre ist, kann die Versorgung durch
eine Familienpflegerin bzw. Haushaltshilfe beantragt werden.
Wer seine Kinder mit zur Kur nehmen möchte, sollte eine
Mutter-Kind-Kur beantragen. Auch diese Form der Kur
integriert die verschiedensten Angebote, die getrennt oder
gemeinsam wahrgenommen werden können. Wenn nicht
nur die Mutter, sondern auch das Kind kurbedürftig ist (hier
ist wieder ein ärztliches Attest nötig), erhält es ebenfalls
medizinische Anwendungen und Therapien.
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Mütterkuren oder Mutter-Kind-Kuren dauern in der Regel
drei Wochen, können jedoch auf Antrag verlängert werden.
Die Kur bedeutet jedoch keinen kostenlosen Urlaub, son-
dern wird bei Bedarf gewährt. Generell sollte man sich so
früh wie möglich anmelden.
Unterhalb einer bestimmten Einkommensgrenze ist die
Befreiung von Zuzahlungen (10 1 pro Kalendertag) mög-
lich. Die restlichen Kurkosten tragen meist die Krankenkas-
sen (s.o.), in Ausnahmefällen aber auch andere Einrichtun-
gen wie das Müttergenesungswerk. Die Finanzierung sollte
in jedem Fall vor Inanspruchnahme der Kur geklärt und am
besten schriftlich bestätigt werden.
Weitere Informationen zu Mütter- und Mutter-Kind-Kuren
finden Sie unter www.kur.org und www.muettergenesungs-
werk.de.
Deutsches Müttergenesungswerk
Landesausschuss Bayern für Müttergenesung
Caritasverband – Landesverband Bayern
Lessingstr. 1, 80336 München
Tel: 089/ 54497-125
info@muettergenesungswerk.de
www.muettergenesungswerk.de
Das Müttergenesungswerk arbeitet auch mit einer Reihe von
Organisationen in Augsburg zusammen, die dabei helfen,
den richtigen Kurplatz zu finden, die Finanzierung abzusi-
chern und Probleme zu lösen:
Arbeiterwohlfahrt
-Kreisverband Augsburg-Stadt-
Rosenaustr. 38, 86150 Augsburg
Tel: 0821/34580-0
Fax: 0821/34580-11
kontakt@awo-augsburg.de
www.awo-augsburg.de
Diakonisches Werk
Spenglergäßchen 7a, 86152 Augsburg
Tel: 08 21/3204-0
Fax: 0821/3204-234
info@diakonie-augsburg.de
www.diakonie-augsburg.de
Kath. Arbeitsgemeinschaft für Müttergenesung
Caritasverband für die Diözese Augsburg e.V.
Auf dem Kreuz 41, 86152 Augsburg
Tel: 08 21/3156-303, -305
Fax: 0821/3156-288
muettergenesung@caritas.de
www.kag-muettergenesung.de
Caritasverbände für die Stadt
und den Landkreis Augsburg
Depotstr. 5, 86199 Augsburg
Tel: 0821/57 048-0
Fax: 0821/57 048-40
info@caritas-augsburg-stadt.de
www.der-sozialmarkt.de
Bayerisches Rotes Kreuz
-Kreisverband Augsburg Stadt-
Berliner Allee 50 a, 86153 Augsburg
Tel: 08 21/32900-0
Fax: 0821/39 355
info@kvaugsburg-stadt.brk.de
www.kvaugsburg-stadt.brk.de
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Bayerisches Rotes Kreuz
-Kreisverband Augsburg-Land-
Gabelsbergerstr. 20, 86199 Augsburg
Tel: 0821/ 9001-0
Fax: 0821/ 9001-90
service-center@kvaugsburg-land.brk.de
www.kvaugsburg-land.brk.de
2. Familienferien
Familienferien werden von freien Verbänden und kirchlichen
Einrichtungen angeboten. Das Angebot reicht von Tages-
wanderungen bis hin zu Wochenendausflügen, von Ange-
boten für die ganze Familie bis hin zu Ferien speziell für
Alleinerziehende. Die Plätze sind oft heiß begehrt, die Ter-
mine stehen schon lange vorher fest. Deswegen sollten Sie
sich so früh wie möglich informieren und anmelden.
Familienferienwerk im Familienbund der Katholiken
Im Bistum Augsburg e.V.
Kappelberg 1, 86150 Augsburg
Tel: 0821/3152-254 / -456
Fax: 0821/3152-463
familienbund@bistum-augsburg.de
www.bistum-augsburg.de
Tipp: Der Aufenthalt in der Familienstätte des Bistums
Augsburg in Nonnenhorn am Bodensee wird unter Umstän-
den staatlich bezuschusst. Auskünfte erteilt das Familien-
ferienwerk.
Arbeiterwohlfahrt
-Kreisverband Augsburg-Stadt-
Rosenaustr. 38, 86150 Augsburg
Tel: 0821/34 580-0
Fax: 082134 580-11
kontakt@awo-augsburg.de
www.awo-augsburg.de
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Kolping Familienferienstätte, Allgäu-Haus
Kolpingstraße 1-7, 87497 Wertach
Tel: 08365/790-0
Fax: 0 83 65/790-190
info@kolping-wertach.de
www.allgaeuhaus-wertach.de
Kataloge bzw. Broschüren zum Thema Urlaub mit Familie
veröffentlichen:
Bundesarbeitsgemeinschaft Familienerholung
c/o Evangelische Familienerholung im Diakonischen
Werk der EKD e.V.
Caroline-Michaelis-Str. 1, 14195 Berlin
Tel: 030/65211-1674
Fax: 030/65211-3674
familienerholung@diakonie.de
www.ev-familienerholung.de
Paritätischer Arbeitskreis für Familienerholung
c/o Paritätischer Gesamtverband e.V.
Oranienburger Str. 13-14, 10178 Berlin
Tel.: 030/24636-0
Fax: 030/24636-110
info@paritaet.org
www.paritaet.org
Weitere interessante Angebote und weiterführende Links
sind auch unter www.urlaub-mit-der-familie.de zu finden.
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und
Jugend
Glinkastr. 24, 10117 Berlin
Tel: 030/20655-0
Fax: 0 30 18/555-4400
Die Broschüre „Urlaub mit der Familie“ können Sie auch
online bestellen unter www.bmfsfj.de
Des Weiteren finden Sie im Netz eine Auswahl von Fami-
lienerholungsstätten und Feriendörfern in ganz Deutschland
unter www.familienerholung.com.
3. Finanzielle Förderung -
Zuschüsse zum Familienurlaub
Familien mit geringem Einkommen erhalten einen staat-
lichen Zuschuss zum Urlaub in bayerischen Familienferien-
stätten – während der Ferienzeiten auch bundesweit. Seit
Februar 2008 können neben den Kindern auch die mitrei-
senden Eltern eine finanzielle Unterstützung erhalten. Auch
die Einkommensgrenze wurde angehoben. Damit soll auch
Familien mit geringem Einkommen die Teilnahme an ent-
sprechenden Maßnahmen ermöglicht werden. Den Zuschuss
gewährt das Zentrum Bayern Familie und Soziales - ZBFS
(Adresse siehe S. 132)
Gefördert werden
¼ Familienerholung in Familienferienstätten oder
vergleichbaren Einrichtungen,
¼ Familienerholung auf dem Bauernhof,
¼ Maßnahmen der erzieherischen Familienbildung.
Für Bayern ist die Landesförderung Bayern zuständig, wel-
che ausschließlich Familien bezuschusst, die ihren Haupt-
wohnsitz in Bayern haben (andere Bundesländer haben
ebenfalls Finanzierungsmodelle) und deren regelmäßiges
jährliches Nettoeinkommen zzgl. etwaiger Transferleistungen
(Arbeitslosengeld, Renten aus der gesetzlichen Rentenver-
sicherung, Bundeselterngeld - Nicht: Kindergeld, Kinder-
geldzuschlag, Elterngeld und Bayerisches Landeserziehungs-
geld) folgende Grenzen nicht überschreitet:
¼ für allein erziehende Eltern mit einem Kind 15.600 1
¼ für beide Eltern mit einem Kind 17.400 1
¼ für jedes weitere Kind 4.800 1
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Anträge sind zu richten an:
Zentrum Bayern Familie und Soziales (ZBFS)
Z-Team VI 5, Hegelstr. 2, 95447 Bayreuth
Tel: 09 21/605-3688 (Mo - Do 8.00 bis 11.30 Uhr)
familienerholung.familienbildung@zbfs.bayern.de
Der Antrag ist möglichst lange vor Urlaubsbeginn zu stellen,
da nur eine bestimmte Anzahl an Anträgen gewährt wird.
Hier gilt der Grundsatz „wer zuerst kommt, kriegt zuerst!“
Ausgezahlt werden die Zuschüsse direkt an die Familien,
jedoch erst nachdem die Teilnahme an einem solchen
Programm vom Träger bestätigt wurde. Für jedes berücksich-
tigungsfähige Kind und jeden berücksichtigungsfähigen
erwachsenen Teilnehmer werden 13 1, für jedes berück-
sichtigungsfähige Kind mit Behinderung 17 1 pro Ver-
anstaltungstag bezuschusst. Die Behinderung muss mit
einem Feststellungsbescheid nach dem SGB IX oder mit
einem Schwerbehindertenausweis nachgewiesen werden. Ein
ärztliches Attest genügt nicht.
Gefördert werden können Erholungsurlaube mit einer
Dauer von mindestens 6 und maximal 14 Tagen, An- und
Abreisetag gelten dabei als jeweils 1/2 Tag.
Weitere Möglichkeit der finanziellen Förderung:
Vermittlung von Zuschüssen der Diözese Augsburg, wenn
die Familienmitglieder katholisch sind:
Caritasverband für die Diözese Augsburg e. V.
-Fachgebiet Müttergenesung und Familienerholung-
Auf dem Kreuz 41, 86152 Augsburg
Tel: 08 21 / 31 56-3 03
Fax: 08 21 / 31 56-2 88
d.ruppert@caritas-augsburg.de
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4. Urlaub für einen Tag
Gerade Studierenden mit Kind fehlt oft die Zeit und das
Geld für einen „richtigen“ Urlaub. Eine Alternative sind
kleine Ausflüge in und um Augsburg, die zum einen Erho-
lung bieten und bei denen zum anderen die Region erkun-
det werden kann. Hier einige Vorschläge:
Zoo Augsburg
Brehmplatz 1, 86161 Augsburg
Tel: 0821/567149-0
Fax: 0821/5671 49-13
info@zoo-augsburg.de
www.zoo-augsburg.de
Geschäftszeiten und Eintrittspreise ändern sich je nach
Jahreszeit und sind vor Ort zu erfragen oder online unter
www.zoo-augsburg.de einzusehen.
Botanischer Garten
Dr.-Ziegenspeck-Weg 10, 86161 Augsburg
Tel: 0821/3246038
Fax: 0821/3246050
agnf@augsburg.de
www.augsburg.de
Augsburger Puppenkiste
Spitalgasse 15, 86150 Augsburg
Tel: 08 21/45 03 45-0
Fax: 08 21/45 03 45-33
kontakt@puppenkiste.com
www.augsburger-puppenkiste.de
Den jeweils aktuellen Spielplan können Sie im Internet
nachlesen. Unabhängig vom Besuch einer Theaterauffüh-
rung besteht auch die Möglichkeit, ins Museum der Augs-
burger Puppenkiste zu gehen. Dort gibt es halbjährlich
wechselnde Sonderausstellungen zu bestimmten Themen.
Das Museum ist dienstags bis sonntags, 10.00-19.00 Uhr
geöffnet.
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Neue Stadtbücherei Augsburg
Ernst-Reuter-Platz 1, 86150 Augsburg
Tel: 08 21/32427-56
Fax: 0821/324 27-07
stadtbuecherei@augsburg.de
www.stadtbuecherei.augsburg.de
Öffnungszeiten: Mo - Fr 10.00 - 19.00 Uhr
Sa 10.00 - 15.00 Uhr
Die Stadtbücherei hat ein umfangreiches Angebot in einer
eigenen Kinder- und Jugendbücherei, außerdem finden Sie
eine Vielzahl an CDs und DVDs, Schallplatten, Spielen und
Hörbüchern, Zeitschriften, CD ROMS und vieles mehr. In
der Musikbücherei werden auch Noten zur Ausleihe angebo-
ten. Jeden Dienstag von 15.30-16.30 Uhr veranstaltet die
Lesewelt Augsburg (www.lesewelt-augsburg.de) Vorlesenach-
mittage.
Spiele-Verleih Spielkreisel
info@spielkreisel-augsburg.de
www.spielkreisel-augsburg.de
Ausgeliehen werden können Spiele und Erziehungsbücher.
Individuelle Beratung auch bei Lern- und Konzentrations-
problemen möglich.
Veranstaltungstipps
Unter www.kinder-augsburg.de werden viele Veranstaltungs-
tipps (z.B. Flohmärkte, Zirkus etc.) in und um Augsburg
gegeben, sowie Foren für Eltern oder Betreuungsbörsen etc.
Zusätzlich finden sich viele weiterführende Informationen
zu Erziehung und Erziehungsratgebern.
Die Stadt Augsburg bietet außerdem ein Ferienprogramm
(www.jugendinformation-augsburg.de)
Amt für Kinder, Jugend und Familie
-Ferienprogramm-
Blücherstr. 90, 86165 Augsburg
Tel: 08 21/324-28 45
koja@augsburg.de
www.tschamp.de
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Öffnungszeiten: Mo - Fr 8.30 - 12.00 Uhr
Mo - Do 14.00 - 16.00 Uhr
Im Folgenden finden Sie eine kleine Auswahl von
Secondhand - Shops in Augsburg.
Eine ausführliche Liste gibt es in den Gelben Seiten unter
dem Schlagwort „Secondhand“.
Sozialkaufhaus Augsburg
www.sozialkaufhaus-augsburg.de
Second Hand für Kinder KATZE
(Sozialdienst Katholischer Frauen)
www.skf-augsburg.de ǞBeratung ǞWeitere Leistungen
Sozialkaufhaus (contact in Augsburg e.V.)
www.contact-in-augsburg.de
Just for kids and teens
www.secondhand-augsburg.de
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Grundsätzlich umfasst der Begriff „elterliche Sorge“ die fol-
genden Bereiche:
¼ Pflege und Erziehung des Kindes
¼ Beaufsichtigung des Kindes
¼ Bestimmung des Aufenthaltsortes
¼ Verwaltung des Vermögens des Kindes
Verheiratete Eltern tragen die elterliche Sorge, also die
Pflicht und das Recht für ihr Kind zu sorgen, gemeinsam.
Auch Eltern, die nicht miteinander verheiratet sind, können
die Sorge gemeinsam ausüben, wenn sie eine sogenannte
Sorgeerklärung abgeben (§ 1626 a Abs. 1 Nr. 1 BGB). Die
Sorgeerklärung muss öffentlich beurkundet werden, z.B.
vom Amt für Kinder, Jugend und Familie. Sie kann bereits
vor der Geburt des Kindes abgegeben werden.
Geben unverheiratete Eltern keine Sorgeerklärungen ab, so
hat automatisch nur die Mutter die elterliche Sorge (§ 1626
a Abs. 2 BGB).
Können sich Eltern, die das Sorgerecht gemeinsam ausüben,
in einer für das Kind wichtigen Angelegenheit nicht einigen,
so entscheidet auf Antrag das Familiengericht (§ 1628 BGB).
Bei veränderten (Lebens-)Umständen kann jedes Elternteil
beim Familiengericht beantragen, dass ihm das alleinige
Sorgerecht übertragen wird. Dies muss allerdings dem Wohl
des Kindes am besten entsprechen (§ 1671 Abs. 2 BGB).
Achtung: Neues Sorgerecht
Das neue Sorgerecht räumt ledigen Vätern mehr Rechte ein.
Weiterhin gilt zwar, dass das alleinige Sorgerecht bei der
Mutter liegt, wenn die Eltern kein gemeinsames beantragt
haben.
Neu ist aber, dass der Vater im "gerichtlichen Schnelldurch-
lauf" ein gemeinsames Sorgerecht beantragen kann (Dies gilt
auch rückwirkend für sogenannte Altfälle). Dazu muss er
künftig beim Amts- beziehungsweise Familiengericht den
Antrag auf gemeinsame Sorge stellen.
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Die Mutter hat anschließend zwei Wochen Zeit für einen
begründeten Widerspruch - lässt sie diese Frist verstreichen
und sehen die Richter keine Argumente dagegen, erhalten
beide Elternteile anschließend das gemeinsame Sorgerecht.
Grundlage für die Entscheidung des Gerichtes soll das
Kindeswohl sein. Dieses soll allerdings nicht durch persönli-
che Anhörungen von Vater, Mutter und des Jugendamtes
ermittelt werden, sondern ausschließlich durch ein "schriftli-
ches Verfahren".
Weitere Informationen, den Gesetzestext und erläuternde
Beispiele finden Sie unter www.anwalt.de ǞRechtstipps &
Rechtsnews.
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Haben die Eltern bei der Geburt des Kindes denselben Fa-
miliennamen, so erhält auch das Kind diesen Namen.
Haben die Eltern verschiedene Familiennamen, können sie
binnen eines Monats nach der Geburt den Nachnamen des
Vaters oder der Mutter zum Familiennamen des Kindes
bestimmen (§ 1617 Abs. 1 Satz 1 BGB). Doppelnamen sind
bei Kindern nicht möglich. Treffen die Eltern binnen dieses
Monats keine Wahl, so überträgt das Familiengericht einem
Elternteil das Recht zur Bestimmung des Familiennamens.
Bei nicht verheirateten Eltern ist grundsätzlich zum Zeit-
punkt der Geburt nur die Mutter sorgeberechtigt. Deswegen
erhält das Kind den Namen der Mutter. Haben die Eltern
jedoch bereits vor der Geburt durch eine Sorgeerklärung
(s.o.) das gemeinsame Sorgerecht erlangt, so können sie bin-
nen eines Monats nach der Geburt den Nachnamen des
Vaters oder der Mutter zum Familiennamen des Kindes
bestimmen (§ 1617 Abs. 1 Satz 1 BGB).
Wird die Sorgeerklärung nach der Geburt abgegeben, so
können die Eltern innerhalb von drei Monaten bestimmen,
welchen Namen das Kind erhalten soll. Ist das Kind fünf
Jahre oder älter, muss auch seine Meinung gehört werden.
Zudem müssen beide Elternteile sich einig und mit einer
eventuellen Namensänderung ihres Kindes einverstanden
sein.
Heiraten die Eltern erst nach der Geburt ihres Kindes und
nehmen sie dann einen gemeinsamen Familiennamen an, so
wird dieser auch automatisch der Name des Kindes. Auch
hier gilt jedoch wieder: Ist das Kind fünf Jahre oder älter,
spielt auch seine Meinung eine Rolle.
Ein häufiger Sonderfall ist die sogenannte Einbenennung. Ist
ein Elternteil des Kindes mit jemandem verheiratet, der kein
Elternteil des Kindes ist, so kann dem Kind dennoch der
Ehename erteilt werden. Dieser Name kann dem Namen,
den das Kind bis dahin führt, angefügt werden.
Voraussetzung für die Einbenennung ist, dass der andere
leibliche Elternteil einwilligt.
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Nach der Beurkundung der Geburt abgegebene Erklärungen
müssen vom Standesamt öffentlich beglaubigt werden. Hat
sich ein Ehepaar auf eine Namensregelung für das erste ge-
meinsame Kind geeinigt, gilt diese i.d.R. auch für alle weite-
ren Kinder aus dieser Ehe. Deshalb ist eine vorherige Bera-
tung auf jeden Fall empfehlenswert.
Standesamt Augsburg
Maximilianstr. 69, 86150 Augsburg
Tel: 0821/324-38 51
Fax: 0821/324-3853
standesamt@augsburg.de
Öffnungszeiten: Mo - Do 8.30 - 12.30 Uhr
Do 14.00 - 17.30 Uhr
Fr 8.00 - 12.00 Uhr
und nach Vereinbarung
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1. Campus Elterntreff der Campus-
Elterninitiative e.V.
Es handelt sich hier um ein offenes interkulturelles Treffen.
Bei Kaffee, Tee und Gebäck haben (werdende) Eltern rund
um die Universität Augsburg die Möglichkeit, in zwangloser
Atmosphäre immer etwas Neues kennen zu lernen, Erfah-
rungen im Austausch zu erweitern und die (neue) Rolle in
einer eigenen Familie im offenen Gespräch zu entdecken
und zu genießen.
Wann und wo?
¼ in der Regel jeden 1. Freitag im Monat zwischen
13 Uhr und 16 Uhr
¼ im Haus Frechdachs, Universitätsstr. 5,
86159 Augsburg
2. Spielgruppen
Spielgruppen (auch Mutter-und-Kind-Gruppen genannt)
sind für Kinder bis zum Kindergartenalter gedacht.
Ziele:
¼ beim Spielen die Verhaltensweisen der Kinder unter
pädagogischen Gesichtspunkten beobachten
(Anleitung von pädagogisch geschulten Fachkräften)
¼ soziale Kontaktfähigkeit der Kinder fördern
¼ Eltern die Möglichkeit zum Kontakt und Austausch
untereinander geben.
Die Treffen finden ein bis zwei Mal pro Woche statt. In eini-
gen Spielgruppen gibt es darüber hinaus Elternabende und
Informationsveranstaltungen. Die Teilnahme ist unter Um-
ständen mit geringen Kosten verbunden.
Neben den hier genannten Stellen bieten auch viele Pfarr-
eien Spielgruppen an. Die Adressen und Termine dieser
kirchlichen Gruppen erfragen Sie am Besten bei der jeweili-
gen Pfarrei vor Ort. Spielgruppen ohne kirchlichen Träger:
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Arbeiterwohlfahrt
-Haus der Familie-
Goethestr. 12, 86391 Stadtbergen
Tel: 0821/24 36 707
Fax: 0821/43 97 829
haus-der-familie@awo-schwaben.de
www.awo-haus-der-familie.de
Angebot: Der Mini- und der Maxi-Club sind zwei Spiel-
gruppen für jüngere (6 Wochen bis 1 Jahr) bzw. ältere (1-3
Jahre) Kleinkinder, Vorkindergarten (3-4 Jahre), Eltern-
Kind-Singen, Seminare für Väter und Väter- und- Kind, etc.
Genaue Termine sind beim Haus der Familie direkt zu erfra-
gen. Ermäßigungen für Studierende und/oder Alleinerzieh-
ende möglich.
Weitere Spielgruppen und ähnliche Angebote sind unter
www.kinder-augsburg.de nachzulesen.
3. Mutter-Kind-Schwimmen
Wasser ist für Säuglinge ein vertrautes Element – schließlich
waren sie schon im Mutterleib davon umgeben. Dem ent-
sprechend fühlen sich die meisten Säuglinge im Wasser sehr
wohl.
Kinder, die bereits in sehr jungem Alter Schwimmkurse
besucht haben, entwickeln in der Regel ein gesundes, angst-
freies Verhältnis zum nassen Element. Zudem stärkt
Babyschwimmen die Eltern-Kind-Bindung, fördert die
motorische und sensorische Weiterentwicklung und kräftigt
die Muskulatur der Eltern und des Kindes. Allerdings sollten
Sie darauf achten, dass erfahrene, speziell geschulte Trainer
das Babyschwimm-Angebot leiten.
Im Folgenden finden Sie eine Auswahl an Schwimmschulen
in und um Augsburg. Weitere Schwimmangebote und
Schwimmbäder unter www.kinder-augsburg.de.
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Acquarina
Kontakt: Andrea Wufka
Tel: 01520/397 90 34
kurse@acquarina.de
www.acquarina.de
Schwimmschule Flipper
Schaezlerstraße 17, 86150 Augsburg
Tel: 08 21/ 96224
Fax: 0821/99 80244
augsburg@schwimmschule-flipper.de
www.schwimmschule-flipper.de
Telefonische Anmeldung, sowie weitere Informationen
Mo-Fr 9.00-12.30 Uhr
Schwimmschule Schubert
Jägerstr. 7, 86937 Scheuring
Tel: 08195 /93 1895
info@fitimwasser.de
www.fitimwasser.de
4. Mutter-Vater-Kind-Turnen
Beim Turnen werden Kindern zyklische und azyklische Be-
wegungsabläufe spielerisch beigebracht. Die Kleinen sollen
Spaß an der Bewegung bekommen. Dazu werden sie unter
anderem mit Ball, Seil, Reifen, Stab und Turngeräten
(Ringe, Trampolin, Bänke, Balanciergeräte, Weichboden-
matten u.v.m.) motiviert. Mutter-Vater-Kind-Turnen unter-
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stützt sowohl die körperlichen, als auch die geistig-seelischen
Entwicklungsphasen des Kindes. Gleichzeitig wird das So-
zialverhalten der Kinder untereinander bzw. die Beziehung
zwischen Eltern und Kind gefördert.
FC Haunstetten
www.fc-haunstetten.de
Djk Univiertel e.V.
www.djk-univiertel.de
TSG 1885 Augsburg e.V.
www.tsg-augsburg.de
TSV Haunstetten
www.tsvhaunstetten.de
Turn- u. Sportgemeinschaft
Augsburg-Hochzoll 1889 e.V.
www.tsghochzoll.de
Kindersport
www.augsburg.de
Turnverein Augsburg 1847 e. V.
www.tvaugsburg.de
TSV Kriegshaber
www.tsv-kriegshaber.de
Weitere Anregungen für sportliche Aktivitäten mit Kindern
in und um Augsburg:
www.kinder-augsburg.de (Kinder ǞFreizeit ǞSport),
z.B. Tanzen und Reiten.
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5. Notdienste/Erste Hilfe
Rufnummern für den Notfall in Augsburg:
Ärztlicher Notfalldienst,
Rettungsleitstelle
Krankentransport,
Feuer Stadt/Landkreis 112
Überfall, Verkehrsunfall, Notarzt 110
Polizeidirektion Augsburg 08 21 / 323-0
Frauenhaus 08 21 / 22 90 099
Giftnotruf 089 / 19 240
www.toxinfo.org
Stadtwerke:
Erdgas-Störung 08 21 / 65 00-55 00
Strom-Störung 08 21 / 65 00-66 00
Wasser-Störung 08 21 / 65 00-66 55
Fernwärme-Störung 08 21 / 65 00-55 55
Energiedienstleistugen-Störung 08 21 / 65 00-55 00
www.stawa.de
ADAC (Pannenhilfe 24 Std.) 018 02 / 22 22 22
1. Der Bescheid - Widerspruch ist möglich
Institutionen des Staates oder juristische Personen des öf-
fentlichen Rechts bedienen sich gegenüber dem Bürger
meist der Handlungsform des "Bescheids" (z.B. BAföG-
Bescheid). Unabhängig davon, um welche Art des Bescheids
es sich handelt oder wie der konkrete Inhalt aussieht, gilt:
Auch staatliche Stellen können Fehler machen oder die tat-
sächliche Situation verkennen. Sollte also ein Bescheid nega-
tiv ausfallen oder dem Begehren des Antragstellers nicht in
vollem Umfang entsprochen werden, so besteht die Mög-
lichkeit, die gefällte Entscheidung überprüfen zu lassen.
In den meisten Fällen ist Bescheiden eine sog. Rechtsbe-
helfsbelehrung angefügt. Aus dieser wird ersichtlich, wo
und innerhalb welcher Frist (in der Regel ein Monat)
Wider- oder Einspruch gegen den Bescheid eingelegt werden
kann. Es ist ratsam, diese Frist unbedingt einzuhalten, denn
nur in wenigen Sonderfällen ist bei unverschuldetem Versäu-
men die sog. Wiedereinsetzung möglich.
Für den reibungslosen Ablauf eines Widerspruchsverfah-
rens sollten folgende Punkte dringend beachtet werden:
¼ Der schriftliche Widerspruch gegen den Bescheid
muss rechtzeitig, d.h. innerhalb der Frist bei der zu-
ständigen Behörde eingehen (notfalls per Fax –
Sendebericht als Beleg). Er kann aber auch bei dem
jeweiligen Amt zu Protokoll gegeben werden.
¼ Beim Einlegen des Widerspruchs bedarf es zunächst
keiner Begründung, allerdings muss diese im Laufe
des Widerspruchsverfahrens nachgereicht werden.
¼ Wichtig: Der Widerspruch muss unterschrieben ein-
gereicht werden.
Ein Widerspruch könnte wie folgt aussehen:
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Absender/Ort/Datum
Stadt Augsburg
Wohnungs- und Stiftungsamt
Betreff: Ihr Wohngeldbescheid vom 10.03.14, Az. 234 156/91
Sehr geehrte Damen und Herren,
hiermit lege ich gegen den Wohngeldbescheid vom 10.03.14,
Az. 234 156/91, form- und fristgerecht Widerspruch ein und
beantrage, den Bescheid aufzuheben.
Die Begründung wird nachgereicht.
Unterschrift
Wichtig ist es, dass die Einlegung des Rechtsmittels (also der
Widerspruch) nachgewiesen werden kann. Dies kann durch
Anforderung einer behördlichen Bestätigung erfolgen oder
einfacher durch einen Brief per Einschreiben. Bei persön-
licher Abgabe des Antrags oder Widerspruchs sollte auf eine
Eingangsbestätigung bestanden werden. Widersprüche, An-
träge und alle Äußerungen gegenüber einer Behörde sollten
kopiert, Telefonate in Notizen festgehalten werden (z.B.
auch Name des Gesprächspartners, Tag und Uhrzeit). Wer
sein Recht nicht beweisen kann, kann einen Rechtsstreit
verlieren.
Die Einlegung von Widerspruch ist in vielen Fällen nicht
mit Kosten verbunden, so z.B. bei BAföG oder Kindergeld.
Die Behörde oder das Gericht muss jeden Bescheid von
Amts wegen auf seine Richtigkeit überprüfen. Vor allem
jedoch trägt die Qualität der Begründung des Widerspruchs
erheblich zu einer positiven Entscheidung bei.
Ist der Bescheid tatsächlich fehlerhaft und beruht dieser
Fehler auf schwierigen Beurteilungs- oder Rechtsfragen ist
es empfehlenswert, sich rechtlichen Rat einzuholen.
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2. Die Klage
Die Behörde erlässt nach erneuter Beurteilung des Falles im
Widerspruchsverfahren einen so genannten Widerspruchs-
bescheid. Sollte dieser erneut nicht den Vorstellungen des
Antragstellers entsprechen gibt es die Möglichkeit, sich dage-
gen in Formeiner Klage an das zuständige Gericht zu wenden.
Das darauf folgende Verfahren funktioniert ähnlich wie das
Widerspruchsverfahren. Allerdings können hierbei auch
Kosten entstehen. Wichtig ist wiederum die Einhaltung der
Form und der Fristen, die der Rechtsbehelfsbelehrung des
Widerspruchsbescheides zu entnehmen sind. Bei der Rechts-
antragsstelle des in der Rechtsbehelfsbelehrung genannten
Gerichts kann die Klage auch zu Protokoll gegeben werden.
Absender/Ort/Datum
An das
Verwaltungsgericht Augsburg, Kornhausgasse 4, 86152 Augsburg
Betr.: Klage gegen die Stadt ... – Amt für Wohnungswesen
Hiermit erhebe ich Klage gegen die Stadt ... mit dem Antrag, unter
Aufhebung des Wohngeldbescheides vom 10.03.14, Az.234 156/91,
in der Fassung des Widerspruchsbescheides vom 20.04.14 die
Beklagte zu verpflichten, mir das mit meinem Antrag vom 01.02.14
begehrte Wohngeld zu bewilligen.
Die Begründung wird nachgereicht.
Unterschrift
Weitere Details zu Klageschriften und Gerichtsbarkeiten
sind unter www.justiz.nrw.de ǞBürgerservice zu finden.
Wenn der angefochtene Bescheid angesichts der Langwie-
rigkeit von Verwaltungs- und Gerichtsverfahren schwere und
unzumutbare Nachteile entstehen lassen würde ist es sinn-
voll, bei den Gerichten vorläufigen Rechtsschutz durch
einstweilige Anordnungen bzw. Verfügungen zu beantragen.
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Diese Eilanträge können bei den für die Hauptsache zustän-
digen Gerichten schriftlich oder zu Protokoll der Rechtsan-
tragssstelle gestellt werden. Letzteres ist vor allem sinnvoll,
wenn kein Anwalt beauftragt ist, da dann gleichzeitig ein
Prozesskostenhilfeantrag gestellt werden kann. Der Antrag
auf Prozesskostenhilfe ist durch einen Vermerk als Entwurf
kenntlich zu machen.
3. Beratungs- und Prozesskostenhilfe
Das Beratungshilfegesetz regelt die kostenlose Rechtsbera-
tung außerhalb eines gerichtlichen Verfahrens. Das Gesetz
über die Prozesskostenhilfe hilft, die in einem Prozess anfal-
lenden Gerichts- und Rechtsanwaltskosten zu tragen.
3.1. Beratungshilfe
Die Einkommenshöhe, ab der Beratungshilfe gewährt wird,
richtet sich nach den Sätzen des SGB II und SGB XII.
Kosten fallen i.d.R. nur in Höhe einer Schutzgebühr von
10 1 an.
Beratungshilfe wird durch die Rechtsantragsstelle des jeweili-
gen Amtsgerichts gewährt, soweit dem Anliegen nicht durch
eine sofortige Auskunft, einen Hinweis auf andere
Möglichkeiten für Hilfe oder die Aufnahme eines Antrags
entsprochen wird. Wird die Hilfe gewährt, erhält der Recht-
suchende einen Berechtigungsschein für die Beratung bei
einem Rechtsanwalt seiner Wahl.
Der Rechtsuchende kann sich zur Rechtsberatung auch un-
mittelbar an einen Rechtsanwalt seines Vertrauens wenden.
Geht der Ratsuchende ohne den vom Amtsgericht ausge-
stellten Berechtigungsschein zum Anwalt, muss er diesem
seine persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse glaub-
haft machen und entsprechende Nachweise vorlegen (z.B.
BAföG-Bescheid). Die Schutzgebühr in Höhe von 10 1
kann der Rechtsanwalt bei besonderer Bedürftigkeit erlassen.
Beratungshilfe erhält der Ratsuchende in Fragen des Zivil-,
Straf-, Verwaltungs- und Verfassungsrechts und in Bayern
auch in Fragen des Arbeits- und Sozialrechts. Beratungshilfe
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umfasst Beratung und, soweit erforderlich, außergerichtliche
Vertretung. Zuständig für den Antrag auf Beratungshilfe ist
grundsätzlich das Amtsgericht, in dessen Bezirk ein Bedürf-
nis für Beratungshilfe auftritt, bzw. der Wohnsitz des Rechts-
suchenden liegt.
3.2. Prozesskostenhilfe
Der Antrag auf Prozesskostenhilfe muss zusammen mit der
beabsichtigten Klage bei dem Gericht eingereicht werden,
vor dem auch das Verfahren durchgeführt werden soll (Zivil-,
Arbeits-, Sozial-, Verwaltungsgericht). Das Gericht prüft
dann die persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse des
Antragstellers.
Bewilligt das Gericht Prozesskostenhilfe, werden Rechtsu-
chende mit geringem Einkommen (die Einkommenshöhe
richtet sich nach den Sätzen des SGBII und SGB XII) von
den Kosten der Prozessführung (Gerichtskosten und Kosten
des eigenen Anwalts) einstweilen befreit. Rechtsuchende mit
höherem Einkommen können mit (max. 48) monatlichen
Raten auf die zu erwartenden Prozesskosten belastet werden.
Darüber hinaus kann das Gericht z.B. bei vorhandenen
Sparguthaben eine einmalige Zahlung auf die Prozesskosten
anordnen.
Wichtige Voraussetzung für die Bewilligung von Prozesskos-
tenhilfe ist, dass die beabsichtigte Rechtsverfolgung oder
Rechtsverteidigung "hinreichend" Aussicht auf Erfolg bietet
und nicht mutwillig erscheint.
Achtung: Durch die Prozesskostenhilfe entfällt nicht jegli-
ches Prozesskostenrisiko! Zum einen muss die unterlegene
Partei in jedem Fall die Kosten ihres Prozessgegners ersetzen.
Zumanderen überprüft das Gericht über einen Zeitraum von
vier Jahren nach Abschluss des Verfahrens die persönlichen
und wirtschaftlichen Verhältnisse der Prozesskostenhilfepar-
tei, um gegebenenfalls die Nachzahlung der angefallenen
und die Prozesskostenhilfepartei betreffenden Verfahrenskos-
ten anzuordnen. Weitere Informationen sowie einen Prozess-
kostenrechner finden Sie unter www.prozesskostenhilfe.de.
Antragsformulare und weitere Informationen sind unter
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www.justiz.de ǞFormulare unter der Rubrik
Verbraucherrecht/Prozesskostenhilfe zu finden.
Amtsgericht Augsburg
-Familiengericht (Rechtsantragsstelle und Beratungshilfe)-
Am Alten Einlass 1, 86150 Augsburg
Tel: 0821/3105-0
Telefax: 0821/3105-1200
poststelle@ag-a.bayern.de (Die E-Mail-Adresse ist nicht
geeignet, rechtswirksame Erklärungen abzugeben!)
www.justiz.bayern.de ǞJustiz und Justizvollzug Ǟ
Amtsgerichte ǞAugsburg
Öffnungszeiten: Mo - Fr 8.00 - 12.00 Uhr
Mo u. Do 13.00 - 15.30 Uhr
oder nach telefonischer Terminabsprache
Verwaltungsgericht Augsburg, -Rechtsantragsstelle-
Kornhausgasse 4 (Zi. 113), 86159 Augsburg
Tel: 08 21/327-3101
Fax: 0821/327-3149
poststelle@vg-a.bayern.de
www.vgh.bayern.de
Öffnungszeiten: Mo - Do 8.30 - 12.00 Uhr
13.30 - 15.30 Uhr
Fr 8.30 - 12.00 Uhr
Sozialgericht Augsburg, -Rechtsantragsstelle-
Holbeinstraße 12, 86150 Augsburg
Tel: 08 21/34 44-0
Fax: 0821/34 44 200
poststelle@sg-a.bayern.de
www.lsg.bayern.de ǞGerichte ǞAugsburg
Öffnungszeiten: Mo - Do 8.00 - 11.30 Uhr
13.00 - 15.00 Uhr
Fr 8.00 - 12.00 Uhr
Die Zuständigkeit der Gerichtsbarkeiten für den Ausgangs-
bescheid richtet sich nach dem Wohnort, d.h. ist dieser
nicht in Augsburg, ist ein anderes dementsprechendes Ge-
richt zuständig.
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1. Rundfunkbeitrag
Bei ARD und ZDF sitzen Sie in der ersten Reihe... aber lei-
der nicht umsonst. Zum 1. Januar 2013 hat der Rundfunk-
beitrag die Rundfunkgebühr abgelöst. War früher entschei-
dend, ob oder welche Geräte man hatte, ist der Anknüpf-
ungspunkt für den neuen Rundfunkbeitrag die Wohnung.
Egal wie viele Personen in einer Wohnung wohnen und wie
viel Rundfunkgeräte vorhanden sind, es gilt: eine Wohnung
– ein Beitrag. Und zwar 17,98 1 monatlich.
Studierende, die BAföG erhalten und nicht bei ihren Eltern
wohnen, können sich auf Antrag vom Rundfunkbeitrag
befreien lassen. Dieser muss beim Beitragsservice von ARD,
ZDF und Deutschlandradio gestellt werden.
Für den Antrag gilt grundsätzlich:
1. Die Befreiung gilt erst ab dem Folgemonat des
Antragseinganges beim Beitragsservice.
2. Voraussetzung für die Bewilligung ist, dass man Em-
pfänger von BAföG oder Hilfe zum Lebensunterhalt
(Sozialhilfe) ist und nicht mehr bei den Eltern lebt.
3. Schwerbehinderte können durch Vorlage des Schwer-
behindertenausweises „RF“ eine Beitragsermäßigung
erhalten. Sie zahlen dann 5,99 1 monatlich.
Detaillierte Informationen zum neuen Rundfunkbeitrag fin-
den Sie unter www.studentenwerk-augsburg.de ǞWohnen
Ǟder neue Rundfunkbeitrag 2013.
Anträge auf Befreiung erhalten Sie im Studentenwerk
Augsburg, Sekretariat des BAföG-Amtes (Zi. 243),
Eichleitnerstr. 30. Außerdem steht der Antrag zum
Download unter www.rundfunkbeitrag.de ǞBürgerinnen
und Bürger ǞBefreiung oder Ermäßigung bereit. Fügen
Sie dem ausgefüllten und unterschriebenen Antrag den
erforderlichen Nachweis (BAföG-Bestätigung/Schwerbehin-
dertenausweis) in bestätigter oder beglaubigter Kopie bei.
Bestätigungen für den Rundfunkbeitragsservice erhalten Sie
automatisch zusammen mit Ihrem BAföG-Bescheid zuge-
schickt.
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Bei Verlust können Sie sich eine neue BAföG-Bestätigung
ausstellen lassen:
Mo, Mi, Fr 8.30 - 12.30 Uhr,
Frau Keppeler, Raum 044 (EG)
Do 13.00 - 16.00 Uhr,
Herr Mayr, Raum 247 (2. OG)
Den vollständigen Antrag senden Sie an: Beitragsservice von
ARD, ZDF und Deutschlandradio, 50656 Köln. Wegen der
eigenhändigen Unterschrift und dem beizufügenden
Nachweis kann man den Antrag nicht per Mail stellen.
Weitere Informationen zum Rundfunkbeitrag finden Sie
unter www.rundfunkbeitrag.de.
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Adoption 34
Adressen rund um die Geburt 117
Aidsberatung 49
Alleinerziehende Mütter und Väter 48
Arbeiten 16
Arbeitslosengeld II 98
Ausflugsziele 133
Ausland, Studieren im 63
Ausländische Studierende 60
Babypflege 116
Beratungsangebote 36
Beratungshilfe 148
Bescheid 145
Beurlaubung 12
Bildungskredit 76
Bildungs- und Teilhabepaket 27
b!st - Beratung im Studentenwerk 36
Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) 66
Bürgerbüro 106
Campus-Elterninitiative e.V. 29
Darlehen durch das Studentenwerk 73
Deutscher Kinderschutzbund 46
Donum Vitae e.V. 52
Elterngeld 21
Elternzeit 17
Entbindung 116
Ernährungsberatung 118
Erste Hilfe 144
Erziehungsberatung 45
Exmatrikulation 14
Familienferien 129
Familienname des Kindes 138
Familienversicherung 108
Ferienbetreuung 30
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Frauenbeauftragte 42
Frauenhaus 144
Geburtsvorbereitung 116
Gleichstellungsbeauftragte 44
Hartz IV 98
Haushaltshilfe 112
KfW-Studienkredit 78
Kinderausstattung 135
Kinderbetreuungskosten 25
Kindergärten 33
Kindergeld 89
Kinderkrippen 29
Kinderteller 81
Kinder- und Jugendhilfe 96
Klage 147
Krankenversicherung 108
Landeserziehungsgeld 24
Landesstiftung „Hilfe für Mutter und Kind“ 82
"Mutter und Kind"-Stiftung 82
Mutter-Kind-Kuren 126
Mutter-Kind-Schwimmen 141
Mutter-Vater-Kind-Turnen 142
Mutterschaftsgeld 114
Mutterschutz 16
Namensrecht 138
Notdienste/Erste Hilfe 144
Pflegeeltern 34
Pflegekraft im Haushalt 112
Pflegeversicherung 115
Prozesskostenhilfe 149
pro familia 45
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Prüfungsverfahren 14
Psychologische Beratung 38
Rechtsberatung 36
Reisen mit Kind 129
Rückbildungsgymnastik 117
Rundfunkbeitrag 151
Säuglingspflege 116
Sexuelle Gewalt – Beratungsstelle 47
Schuldnerberatung 44
Schwangerschaftsgymnastik 116
Schwangerschaftskonfliktberatung 51
Second-Hand-Shops 135
Sorgerecht 136
Sozialberatung 37
Sozialgeld 98
Sozialwohnung 103
Spielgruppen 140
Stiftungen 82
Stillgruppen 117
Studentenwerk Augsburg 10
Studienabschlussdarlehen 73
Studienberatung 39
Studienfinanzierung 66
Tagesmutter 33
Überbrückungsdarlehen 75
Unterhaltsanspruch 86
Unterhaltsvorschuß 95
Urlaub mit Kind 129
Versicherung 108
Wohnberechtigungsschein 105
Wohngeld 103
Wohnheime 120
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Wohnungssuche 122
Wohnungsvermittlung 121
Widerspruchsverfahren 145
Zimmervermittlung 121
Zweitwohnungssteuer 106
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© 2014 Nachdruck nur mit Genehmigung des Studenten-
werks Augsburg und Quellenangabe. Alle Angaben wurden
sorgfältig recherchiert, für die Richtigkeit kann der Heraus-
geber keine Gewähr übernehmen.
Es ist nicht gestattet, Abbildungen oder Illustrationen dieser
Broschüre zu scannen/kopieren, in PCs, CDs, DVDs oder
anderen elektronischen Medien zu speichern oder in PCs/
Computern zu verändern oder einzeln oder zusammen zu
manipulieren, es sei denn mit schriftlicher Genehmigung des
Illustrators.
Herausgeber: Studentenwerk Augsburg (AöR)
Eichleitnerstraße 30, 86159 Augsburg
www.studentenwerk-augsburg.de
Redaktion: Katharina von Saucken-Griebel
Eva Escher
Michael Noghero
Layout: Prillwitz & Fischer
Grafik-Design u. Illustration
Schmiedgasse 24, 86316 Friedberg
Tel. 08 21/608 06 52
www.prillwitz.eu
Illustationen: Roland Prillwitz
Auflage: 1500
Druck: JOH. WALCH GmbH. & Co., Augsburg
Stand: April 2014
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