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Autor: René Büst, Senior Analyst

Datum: 10.07.2014
Tags: CIO, Data Center, Disaster Recovery, Strategie
Disaster Recovery im Mittelstand: Die Zeit ist
reif!
Analyst View




Analyst View // René Büst

© Crisp Research 2014
Das Thema Disaster Recovery spielt im deutschen
Mittelstand nur eine untergeordnete Rolle. Diese
fahrlässige Haltung kann sich in einem Bruchteil von
Sekunden geschäftsschädigend auswirken. Dabei bieten
neue Betriebsmodelle aus dem Cloud-Zeitalter keinen
Grund mehr für Ausreden.

An einer Disaster Recovery
Strategie führt kein Weg mehr
vorbei
Der Tsunami der digitalen Transformation wird auch deutsche
Unternehmen mit voller Wucht treffen. Wann die Hauptwelle
einschlagen wird ist individuell zu betrachten und nicht zu 100
Prozent vorhersagbar. Eines ist allerdings sicher, die Cloud-,
Social-, Mobile- und Big Data Beben sind allgegenwärtig und die
ersten Ausläufer sind bereits angekommen. Insbesondere der
Mittelstand wird die harte Realität zu spüren bekommen. Da er oft
nicht in der Lage ist, die Verfügbarkeit seiner geschäftskritischen
IT-Services und Applikationen auf einem dafür notwendigem
hohem Niveau sicherzustellen.

Sicherheits- und Notfallkonzepte gelten in Unternehmen weitläufig
immer noch als lästige und teure Präventionsmaßnahmen, um die
geschäftskritischen digitalen Assets zu schützen und das
Unternehmen in Ausnahmesituationen am Leben zu erhalten. Erst
wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist, werden alle Mittel und
Wege in Bewegung gesetzt, um die entsprechenden Bergungs- und




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lebensrettenden Maßnahmen einzuleiten. Dann ist es jedoch
meistens zu spät und der Überlebenskampf beginnt. Technische
Mängel und durch menschliche Fehler verursachte Mängel an IT-
Systemen führen dann zur Ratlosigkeit, wodurch die IT-
Infrastruktur vielmals erst nach einem längeren Stillstand wieder
im produktiven Betrieb ist. Damit kann der Geschäftsbetrieb über
mehrere Tage beeinträchtigt sein und zu hohen internen Kosten als
auch substantiellen Imageschäden führen. Das ist fatal und
zugleich ein fahrlässiges Verhalten. Heute kann es sich kein
Unternehmen mehr leisten, seine Partner, Lieferanten oder
Kunden über einen längeren Zeitraum nicht auf die eigene IT-
Infrastruktur zugreifen zu lassen.

Wer nun die Schuldigen alleine in den IT-Abteilungen der
Unternehmen sucht, der ist auf der falschen Hierarchieebene
unterwegs. Administratoren und CIOs haben das Thema auf der
Agenda, stehen aber mit dem Rücken zur Wand. Zum einen sind
sie handlungsunfähig, da ihnen keine Budgets zur Verfügung
stehen, zum anderen halten sie den Kopf hin, wenn der
Katastrophenfall eintritt. Der in der IT viel diskutierte ROI ist im
Fall von Disaster Recovery Szenarien einfach nicht messbar genug
und genießt auf der Entscheider-Ebene eine zu geringe Priorität.
Dadurch werden nicht ausreichend Budgets für eine echte Disaster
Recovery Strategie bereitgestellt. Gleichzeitig sind Notfallpläne auf
Basis eines klassischen Backup-Rechenzentrum Ansatzes sehr
komplex sowie kosten- und zeitintensiv.

Eine weitere Herausforderung besteht auf Architekturebene.
Cloud-Modelle verändern die Art und Weise wie Applikationen
entwickelt, betrieben und bereitgestellt werden. Bereits heute




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werden Anwendungen nicht mehr nur auf der eigenen on-Premise
Infrastruktur betrieben, sondern befinden sich in einem hybriden
Modell verteilt bei einem oder mehreren Cloud- oder Hosting-
Anbietern. Das Multi-Cloud Konzept ist allgegenwärtiger als man
vermutet. Dieser Trend wird sich in den kommenden Jahren weiter
verstärken und einen direkten Einfluss auf Disaster Recovery
Szenarien haben, um die Informationen und Applikationen im
Katastrophenfall ohne Zeit- und Datenverlust wiederherzustellen.

Von der Hardware zum Service: Die
Metamorphose des Disaster
Recovery
Derzeit fließt der Großteil des IT-Budgets von Unternehmen in
Speicher- und Serversysteme sowie Softwarelösungen, um darüber
ebenfalls eigene Backup-Konzepte zu realisieren. Heutige Ansätze
sehen in den meisten Fällen keine Maßnahmen für eine 24x7
Wiederherstellung von Daten und Systemen vor und beinhalten
maximal einfache Backup- und RAID-Architekturen.
Umfangreiche Disaster Recovery Szenarien sind sehr komplex. Das
wird sich in den kommenden Jahren, durch hybride
Applikationsarchitekturen und einer verteilten Datenhaltung,
weiter verstärken.

Diese Entwicklung wird mittelfristig auch in den Unternehmen
Einzug erhalten, was sich auf das Ausgabenverhältnis für Hard-
und Software sowie Services und Audits auswirken wird. Crisp
Research sieht vom Jahr 2014 auf das Jahr 2018 eine maßgebliche




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Verschiebung der Kostenblöcke für IT-Ressourcen in diesen
Produktkategorien.




Die Verschiebung der Kostenstruktur erklärt sich durch

Neue Betriebsmodelle (bspw. Cloud Computing)
Virtualisierung
Standardisierung
Converged Infrastructure

Auf Basis dieser Einflüsse lassen sich neue Betriebskonzepte
aufbauen und Unternehmen einfacher und kostengünstiger auf
einem Niveau bereitstellen, wie es sich sonst nur große
Unternehmenskunden leisten können. Dies führt allerdings dazu,




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dass in den kommenden Jahren die Investitionen in Technologien
(Hardware/ Software) deutlich abnehmen und diese sich auf die
anderen Bereiche aufteilen werden. Dadurch erhöhen sie sich die
Ausgaben für Services (Cloud- und Managed-Services) als auch im
Bereich Audits/ Compliance. Insbesondere Audits werden eine
höhere Bedeutung gewinnen. Das liegt zum einen an der sich
ständig verändernden Gesetzlage, um die Compliance-Richtlinien
zu erfüllen. Zum anderen an dem wachsenden Aufwand, die
Disaster Recovery Anbieter hinsichtlich der Einhaltung
gesetzlicher Vorgaben (Speicherfristen, rechtskonforme
Datenhaltung usw.) zu kontrollieren.

Anforderungen des Mittelstands an
moderne Disaster Recovery
Lösungen
Der Bereich von Disaster Recovery Lösungen entwickelt sich
kontinuierlich. Hierbei stechen drei Anforderungen heraus, die den
Markt nachhaltig beeinflussen werden:

1. Kosteneffizienz
Die Ausgaben für Technologien müssen signifikant sinken, um eine
Kostenreduktion zu erzielen und andere Disaster Recovery
Bereiche (Services, Audits) kosteneffizient zu nutzen. In diesem
Zusammenhang sollten ebenfalls die Einsparungen für die
Wartung der physikalischen Ressourcen berücksichtigt werden.
Die Disaster Recovery Lösung wird entweder als Service genutzt,
wodurch sich die Systeme überwiegend auf der Seite der Anbieter




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befinden. Auf der Kundenseite stehen nur noch marginal benötigte
konsolidierte Hardware-/ Software-Ressourcen.

2. Reduzierung der Komplexität
Maßnahmen für eine Disaster Recovery Strategie sind hinsichtlich
der Implementierung, dem Betrieb und der Wartung der
Infrastruktur aufwändig und komplex. Darüber hinaus wird die
Komplexität durch neue Cloud- und Architektur-Konzepte
ansteigen, um die DNA und die 24/7 Verfügbarkeit verteilter Daten
und Applikationen zu berücksichtigen.

Neue Disaster Recovery Lösungen sollen die Komplexität auf der
Kundenseite reduzieren, indem sich die maßgeblichen Aufgaben
auf die Seite der Anbieter verlagern bzw. sich in on-Premise
Appliances kapseln.

3. Standortübergreifende Disaster Recovery Szenarien
Neue Betriebsmodelle für Produktivumgebungen erfordern für
mittelständische Unternehmen ein Umdenken beim Aufbau von
Disaster Recovery Szenarien. Durch den Einsatz von Hybrid-/
Multi-Cloud Infrastrukturen, Cloud-Services und der Nutzung von
Co-Locations, muss parallel die DNA für den Katastrophenfall
angepasst werden, um geschäftskritische Applikationen und Daten
ausfallsicher zu betreiben.

Nur damit lässt sich die Konsistenz aller produktiven Systeme über
den gesamten Lebenszyklus hinweg erhalten und aktuelle und
zukünftige Geschäftsprozesse optimal schützen.





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Zwei unterschiedliche Ansätze für
Disaster Recovery Lösungen
Der Markt für Disaster Recovery Angebote wächst kontinuierlich.
Unternehmen können aus unterschiedlichen Ansätzen und
Lösungen wählen. Zwei Anbieter, welche dieses Marktsegment mit
unterschiedlichen Ansätzen für bestimmte Bedürfnisse abdecken
sind die Claranet GmbH und die DTS Systeme GmbH.

Unternehmen die ihren Hauptfokus auf das Backup von Daten und
Systemen legen, finden bei DTS eine Lösung. Der deutsche
Systemintegrator setzt auf die Continuous Data Protector (CDP)
Technologie von FalconStor. Eine festplattenbasierte Backup und
Disaster Recovery Lösung, mit welcher sich die Daten der
Produktivsysteme kontinuierlich sichern lassen, anstatt konkrete
Backupfenster zu definieren. Im Fehlerfall lässt sich ein
konsistenter Zustand der Daten wiederherstellen und ebenfalls im
laufenden Betrieb auf ältere Datenstände einzelner Dateien
zurückgreifen.

Wer sein Hauptaugenmerk konkret auf eine Disaster Recovery
Strategie legt, der wird bei Claranet fündig. Der europäische
Managed-Services Anbieter setzt auf einen Disaster Recovery-as-a-
Service (DRaaS) Ansatz und hat sich hierzu für die Virtual
Computing Platform von Nutanix entschieden, mit der sich nahtlos
integrierte und hybride End-to-End Lösungen zwischen der
Kundeninfrastruktur und dem Claranet Rechenzentrum aufbauen
lassen.





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Fahren Sie lieber mit Ersatzreifen
an Bord
Eine Disaster Recovery Strategie ist vergleichbar mit dem
Ersatzreifen an ihrem Auto. Im Regelfall benötigen Sie diesen
nicht. Aber wenn Sie dann mitten auf der Autobahn liegen bleiben,
im Regen...

Mit der wachsenden Bedeutung der digitalen Ökonomie und der
steigenden Zunahme des Digitalisierungsgrads, kann es sich kein
Unternehmen mehr leisten, auf ein Disaster Recovery zu
verzichten. Die Bereitstellung von Services und Anwendungen in
Echtzeit sowie die zunehmend steigenden Anforderungen, die
Ausfallsicherheit und so kurze Wiederherstellungszeiten wie
möglich zu garantieren, sind die maßgeblichen Treiber hinter
dieser Entwicklung. Eine Disaster Recovery Strategie muss daher
zwangsläufig Teil der Geschäftsstrategie sein und eine hohe
Priorität auf Geschäftsführungsebene erhalten.

Moderne Disaster Recovery Lösungen führen Unternehmen in
Verlegenheit, sich nicht mehr hinter Ausreden zu verstecken und
somit auf ein automatisiertes Notfallmanagement zu verzichten.
Mit einem klar kalkulierbaren Aufwand und geringer Komplexität
können auch kleine und mittelständische Unternehmen dasselbe
Disaster Recovery Niveau erhalten wie es sonst nur großen
Konzernen vorbehalten ist, und das zu verträglichen Kosten.

Moderne Disaster Recovery-as-a-Service Lösungen werden in
Zukunft immer mehr Unternehmen dabei unterstützen,




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kostengünstig und mit geringem Aufwand eine Disaster Recovery
Strategie technologisch umzusetzen. Hierzu bietet der Markt
mittlerweile eine Vielzahl unterschiedlicher Ansätze und Lösungen
für unterschiedliche Bedürfnisse und Anforderungen.

Mehr Informationen zum Thema Disaster Recovery finden Sie im
folgenden White Paper „Disaster Recovery-as-a-Service für den
Mittelstand“.






















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Autor
René Büst ist Senior Analyst und
Cloud Practice Lead bei Crisp
Research mit dem Fokus auf Cloud
Computing und IT-nfrastrukturen.
Er ist Mitglied des weltweiten
Gigaom Research Analyst Network, Top Cloud Computing
Blogger in Deutschland und gehört weltweit zu den Top 50
Bloggern in diesem Bereich. Darüber hinaus zählt er zu den
weltweiten Top Cloud Computing Influencers und den Top 100
Cloud Computing Experten auf Twitter. Seit über 16 Jahren
konzentriert er sich auf den strategischen Einsatz der
Informationstechnologie in Unternehmen und setzt sich zudem
mit dem IT-Einfluss auf unsere Gesellschaft sowie disruptiven
Technologien auseinander.

René Büst ist Autor zahlreicher Cloud Computing und Technologie
Fachartikel, Referent sowie Teilnehmer in Expertenrunden. Auf
CloudUser.de schreibt er über die Themen Cloud Computing, IT-
Infrastrukturen, Technologien, Management und Strategien. Er hat
einen Abschluss als Dipl.-Informatiker (FH) in Technische
Informatik von der Hochschule Bremen sowie einen M.Sc. in IT-
Management and Information Systems von der FHDW Paderborn.

rene.buest@crisp-research.com






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Über Crisp Research
Crisp Research ist ein europäisches IT-Research- und
Beratungsunternehmen. Mit einem Team erfahrener Analysten,
Berater und Software-Entwickler bewertet Crisp Research aktuelle
und kommende Technologie- und Markttrends. Crisp Research
unterstützt IT-Anbieter in Strategie-, Contentmarketing- und
Vertriebsfragen.

Cloud Computing und Digital Business Transformation sind die
Themenschwerpunkte von Crisp Research. Wir verfügen in
unseren Crisp Labs über ein internes Software-Developer Team
und testen aktuelle Cloud Services und Produkte unter Live-
Bedingungen.


KONTAKT
Weißenburgstraße 10
D-34117 Kassel
Tel +49-561-2207 4080
Fax +49-561-2207 4081
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http://www.crisp-research.com/
http://www.clouduser.de
https://twitter.com/crisp_research






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Alle Rechte an den vorliegenden Inhalten liegen bei Crisp
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Crisp Research. Vervielfältigungen, auch auszugsweise, bedürfen
der schriftlichen Genehmigung von Crisp Research

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