Sie sind auf Seite 1von 2

Fabian Bissig

Bodenkunde
Der Boden ist der oberste Teil der Erdkruste, auf welchem Pflanzen
wachsen, die für unsere Versorgung wichtig sind. Die Hälfte des Bodens
besteht aus Hohlräumen (Poren), in denen sich Wasser oder Luft befindet.
Ein guter Ackerboden besteht zu je 25% aus Wasser und Luft, bis zu 10%
Humus und der Rest sind mineralische Bodenteilchen. Ein Heer von
Kleinstlebewesen ernährt sich aus totem organischem Material oder geht auf
Jagd, so z. B. der Regenwurm.

Die Entstehung des Bodens ist ein schon lange andauernder, fortlaufender
Prozess. Unser heutiger Boden ist also das Ergebnis einer langen
Entwicklung. Das Ausgangsmaterial waren Gesteine, die während der Zeit
verwitterten. Auf der Oberfläche bildeten sich Algen und Moose. Zudem
wurde die Bodenbildung auch von Pflanzen und fallenden Blättern
beeinflusst.

Tief im Boden wandeln Bodenlebewesen wie Mikroorganismen und


Regenwürmer bei der Streuzersetzung das organische Material zu Humus
um. Der Regenwurm zieht die Streu in die Gänge hinein und scheidet dann
die organischen Materialien aus, was für eine ausreichende Fruchtbarkeit
des Bodens sorgt.

Unser Boden wird in verschiedene Schichten eingeteilt. Er besteht aus dem


O-Horizont (Auflagehorizont), dem A-Horizont, der für die Pflanzen und Tiere
wichtig ist, dem B-Horizont, der humusarm ist und viele Mineralsalze enthält
und dem C-Horizont, dem Ausgangsgestein.

Pflanzen brauchen Sonnenlicht und Wasser zum Überleben, deshalb muss


eine hohe Fruchtbarkeit des Bodens gewährleistet werden. Über die Wurzeln
nehmen die Pflanzen Wasser und Mineralsalze auf und aus der Luft
Kohlenstoffdioxid. Die Wurzeln nehmen die benötigten Mineralien nach
Bedarf auf. Dafür ist es aber wichtig, dass überhaupt genügend Mineralsalze
aufgenommen werden können. Dies verlangt vom Boden genügend
Hohlräume, was bei humusreichen Böden der Fall ist.

Die unterschiedliche Ausbildung der Bodenhorizonte und die verschiedenen


Ausgangsmaterialien sorgen für ein kompliziertes System verschiedenster
Typen. Ein Beispiel ist die Braunerde, die einen hohen Steingehalt hat und
deshalb nicht für die Landwirtschaft geeignet ist. Bei der Parabraunerde
werden feine Tonmineralteilchen in tiefere Bodenhorizonte befördert, was
durch Sickerwasser ermöglicht wird.

Die Schwarzerde hat einen dicken, humusreichen Oberboden, der gut


durchlüftet ist und Wasser speichern kann. Er dient als fruchtbarer
Fabian Bissig

Ackerboden, ist heute aber nur noch selten anzutreffen. Im Norden trifft man
u. a. den Podsol an. Hier dominieren Nadelwälder die Landschaft, für die
Agrarwirtschaft ist der Podsol allerdings weniger von Bedeutung.

Im Regenwald, wo hohe Temperaturen herrschen und es immer feucht und


grün ist, trifft man die Roterde an. Sie ist arm an Mineralstoffen und nur
wenig fruchtbar, da das Wasser den Boden „auswäscht“. Die rote Farbe
bekommt der Boden durch das Eisenoxid.

Das könnte Ihnen auch gefallen