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Statistik I

Begleitveranstaltung zur
Deskriptive Statistik
SS 2009

Familienphoto

Statistik?
 Warum Statistik im Studium der Pädagogik?
 Was ist Statistik?

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Beispiel: Aufgabe

Um was geht‘s ?
 Grundlagen der deskriptiven Statistik
 Häufigkeitsverteilungen
 Maße der zentralen Tendenz
 Maße der Dispersion
 Korrelation
 Lineare Regression

Folien
 Im Browser der Wahl folgendes eingeben:
 http://www.esnips.com/web/DeskriptiveStatistik

1.

2.

2
SPSS
 Rechnerraum
 Lokale Lizenz mit VPN Tunnel

 Installationsanleitung: http://www.urz.uni-
landau.de/downloads/Skripte/spss_info_ld.pdf
 VPN Tunnel Anleitung: http://www.urz.uni-
landau.de/downloads/Skripte/vpnXP.pdf

SPSS Lizenz

SPSS Lizenz

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Statistik I und II

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Inferenz Statistik

Begriffe
 Statistik
- Datensammlung (z.B. Meldestatistik, Unfallstatistik)
- Kennwerte (Schätzstatistik, Teststatistik)
- Wissenschaft (Statistische Methodenlehre)

 Statistische Methoden sind in allen empirischen


Wissenschaften notwendig zur Beschreibung und
Beurteilung der erhobenen oder gemessenen
Daten

Was ist Wissenschaft?


 "Wissenschaft ist ein System von Regeln und
Konventionen. über die innerhalb der so genannten
‘Scientific community‘ Konsens besteht. Dieses System
vermag zu bestimmen, welche Sätze als adäquate
Beschreibungen der Wirklichkeit akzeptiert werden
können, sowie welche Sätze zweiter Ordnung man aus
diesen Sätzen ableiten darf." Behnke, N. (2006)

 Bsp.: „Die Erde ist eine Kugel“ (-> deduktive Ableitungen)

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Was ist Wissenschaft?
 Beschreibung
 Analyse
 Erklärung
 Vorhersage
 Optimierung

 Jede Wissenschaft hat ihre eigenen


Methoden

Begriffe
 Grundgesamtheit, Population vs.
 Stichprobe

 Stichprobe = Teilmenge der Population


 Population = Menge aller Merkmalsträger, die
untersucht werden sollen

Deskriptive vs. Inferenzstatistik

Deskriptiv .. beschreibend
Inferenz … der unvollständige Schluss von der Stichprobe auf die Population

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Begriffe
 Variable / Merkmal vs.
- unabhängige Variable
- abhängige Variable
 Variablen- / Merkmalsausprägung
 Manifest vs. latent
 Diskret vs. stetig
 Dichotom vs. polytom

Begriffe
 Qualitative Variable: Variable, deren Werte lediglich eine
qualitative Andersartigkeit in der Merkmalsausprägung
widerspiegeln (vgl. Nominalskala)
 Quantitative Variable: Variable, deren Werte quantitative
Unterschiede in der Merkmalsausprägung (d.h.
mindestens größer-kleiner-Relationen) widerspiegeln
(d.h. mindestens Ordinalskala)
 Metrische Variable: Variable, bei denen Unterschiede
zwischen zwei Messwerten inhaltlich interpretiert
werden dürfen (d.h. mindestens Intervallskala)

Wie komme ich an Daten?


Die Datenerhebung
 Qualitative vs. quantitative Methoden

 Beobachtung
 Befragung
- Schriftlich
- Mündlich
 Experiment
 Soziometrie
 Inhaltsanalyse

 Literatur: Wosnitza, M. & Jäger R.S. (2006). Daten erfassen, auswerten und
präsentieren, aber wie? Landau: VEP.

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Das Messen selbst
 „Alles messen, was messbar ist und versuchen,
messbar zu machen, was es noch nicht ist.“ Gallilei
 Messen = Zuordnung von Zahlen zu
Beobachtungen (=num. Relativ)
 Sozialwissenschaft ≠ Naturwissenschaft
 Operationalisieren…

 Messfehler???

Skalenniveau
 charakterisiert eine Messung im Hinblick darauf,
- wie eindeutig die Zahlenzuordnung ist, d.h. in welchem
Umfang mathematische Operationen und
Transformationen möglich sind, ohne dass die
Abbildungsfunktion eingeschränkt wird,
- welche Interpretationen zulässig sind, d.h. in welchem
Umfang Eigenschaften des numerischen Relativs auf
das empirische Relativ übertragen werden dürfen,
- welche Analysen möglich und zulässig sind, d.h. in
welchem Umfang das Zahlenmaterial statistisch
weiterverarbeitet werden darf.

Nominalskalenniveau
 Abbildungsregel:
- Gleiche Merkmalsausprägungen sollen gleiche Zahlen
bekommen, unterschiedliche Merkmalsausprägungen sollen
unterschiedliche Zahlen bekommen.
 Transformationen:
- „Eineindeutige Transformationen“: Es ist egal, welche Zahlen
zugeordnet werden, so lange die o.g. Abbildungsregel nicht
verletzt wird.
 Beispiele:
- Geschlecht, Wohnort, Studienfach, Automarke
 Interpretationen:
- Gleichheit und Ungleichheit
 Analysemöglichkeiten:
- Analyse von Häufigkeiten

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Ordinalskalenniveau
 Abbildungsregel:
- Ein Objekt mit größerer Merkmalsausprägung muss eine höhere
Zahl bekommen; Objekte mit gleicher Ausprägung müssen die
gleiche Zahl bekommen.
 Transformationen:
- „Monotone Transformationen“: Es ist egal, welche Zahlen
zugeordnet werden, so lange die o.g. Abbildungsregel nicht
verletzt wird.
 Beispiele:
- Schulnoten, Bundesligatabelle, Olympiamedaillen
 Interpretationen:
- Gleichheit und Ungleichheit, Größer-Kleiner-Relationen
 Analysemöglichkeiten:
- Häufigkeiten, zentrale Tendenz (Median)

Intervallskalenniveau
 Abbildungsregel:
- Die Rangordnung der Zahlendifferenzen zwischen zwei Objekten
entspricht der Rangordnung der Merkmalsunterschiede
zwischen den beiden Objekten.
 Transformationen:
- „Lineare Transformationen“: ym = b·xm + a mit b > 0 (wichtig ist,
dass die Äquidistanz der Skala erhalten bleibt!)
 Beispiele:
- Temperatur in Grad Celsius, Intelligenzquotient
 Interpretationen:
- Gleichheit und Ungleichheit, Größer-Kleiner-Relationen,
Differenzen zwischen Zahlen
 Analysemöglichkeiten:
- Häufigkeiten, zentrale Tendenz (Arithmetisches Mittel),
Dispersion (Varianz, Streuung)

Verhältnisskalenniveau
 Abbildungsregel:
- Die Zahlen, die die Merkmalsausprägung repräsentieren, stehen
im selben Verhältnis zueinander wie die Merkmalsausprägungen
der Objekte.
 Transformationen:
- „Proportionale Transformationen“: ym = b·xm mit b > 0 (Wichtig
ist, dass der Nullpunkt der Skala erhalten bleibt!)
 Beispiele:
- Körpergröße, Gewicht, Kaufpreis
 Interpretationen:
- Gleichheit und Ungleichheit, Größer-Kleiner-Relationen,
Differenzen, Verhältnisse, Nullpunkt
 • Analysemöglichkeiten:
- Häufigkeiten, zentrale Tendenz (Geometrisches Mittel),
Dispersion (Varianz, Streuung)

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Absolutskalenniveau
 Abbildungsregel:
- Die Zahlen, die die Merkmalsausprägung repräsentieren,
entsprechen den Merkmalsausprägungen der Objekte.
 Transformationen:
- keine: ym = xm
 Beispiele:
- Anzahl Arztbesuche im vergangenen Jahr, Anzahl Geschwister,
Anzahl der Regentage pro Jahr
 Interpretationen:
- alle: Gleichheit und Ungleichheit, Größer-Kleiner-Relationen,
Differenzen, Verhältnisse, die Werte selbst (inkl. 0)
 Analysemöglichkeiten:
- alle: Häufigkeiten, zentrale Tendenz (Geometrisches Mittel),
Dispersion (Varianz, Streuung)

Begriffe: Skalenniveau
Zusammenfasssung
Nominalskala = ≠ Geschlecht

Ordinalskala = ≠ , <> Noten

Intervallskala = ≠ , <>, + - Temperatur in C°

Verhältnisskala = ≠ , <>, + -, * ÷ Alter

Absolutskala = ≠ , <>, + -, * Anzahl

Skalenniveaus
 Woher weiß man, auf welchem Skalenniveau sich eine
Messung bewegt?
- Bleibt ungeprüft, ist meist eine Frage der Plausibilität
 Skalenniveaus sind „abwärtskompatibel“ (d.h. alles, was
für ein untergeordnetes Skalenniveau gilt, gilt auch für
ein übergeordnetes), aber nicht umgekehrt!
 Messungen können auf ein untergeordnetes
Skalenniveau transformiert werden, aber nicht
umgekehrt!

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Darstellung von Daten
 Bsp.: Alter

 a) Urliste
 b) Rangfolge
 c) Häufigkeitsverteilung

Für absolute/ relative Häufigkeiten

Quelle u.ff.: Eckey, H.F., Kosfeld R.& Türck M.(2005)

Beispiel

Quelle u.ff.: Eckey, H.F., Kosfeld R.& Türck M.(2005)

10
Beispiel

Quelle u.ff.: Eckey, H.F., Kosfeld R.& Türck M.(2005)

Beispiel

Beispiel

Prozentangabe bei
10 Personen??

11
Beispiel (nominal)

Quelle u.ff.: Eckey, H.F., Kosfeld R.& Türck M.(2005)

Doppelt so viel?

 Stopp

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Verteilungen

Modus
 7

Modus
 7,5

13
Modus
 7 und 9

Median
 Median ist der Wert, der eine der Größe nach
geordnete Reihe von Messwerten halbiert.

 3 4 4 5 6 7 8 8 8 9 10 (N=11)

 Ungerades N: x~ = Wert von Fall Nr.: (N+1)/2

 3445677889 (N=10)

 Gerades N: x~ = Wert zwischen Fall Nr.: N/2 und N/2+1

Median
 3 6 7 8 8 8 9 9 10 12 N=10
 Vermutung: Median liegt zwischen dem 5. und 6.
Fall ??
 Aber bei Md = 8 liegen nicht gleich viele Werte
oberhalb und unterhalb des Wertes ( 3 würden
darunter und 4 darüber liegen) …
 Der Md muss zw. 7,5 und 8,5 liegen…
 Also rechnet man 2/3 (=0,67) zur unteren
Intervallgrenze dazu -> 7,5 + 0,67 = 8,17
 8,17 halbiert die Verteilung

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Median (Formel) Bsp unklassiert
 3 6 7 8 8 8 9 9 10 12 N=10

Median (Formel) Bsp. klassiert

Lagemaße Zusammenfassung

Quelle u.ff.: Eckey, H.F., Kosfeld R.& Türck M.(2005)

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