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Share Next Blog » Create Blog Sign In MONTAG, 30. NOVEMBER 2009 Respekt f ü r

MONTAG,

30.

NOVEMBER

2009

In MONTAG, 30. NOVEMBER 2009 Respekt f ü r die Schweiz! Mit 57% der Stimmen haben

Mit 57% der Stimmen haben die Schweizer sich für ein Verbot von Minaretten ausgesprochen. Fällt die Schweiz damit "hinter die Aufklärung" zurück, wie Springers Welt schreibt? Hat sich die absolute Mehrheit der Schweizer von "Rechtspopulisten" hinters Licht führen lassen? Obwohl die Kampagne auch von der linken Feministin Julia Onken unterstützt wurde?

Wer die Schweizer, die uns immerhin vier Jahrhunderte gelebte Demokratie voraushaben, so pauschal in eine "rechtspopulistische" Ecke stellt, offenbart ein seltsames Verständnis von Demokratie. Man muss die Meinung der 57% nicht teilen - aber auch respektieren, dass dies nicht alles irregeleitete Schäfchen sind, sondern politisch denkende Menschen. Die Schweizer sind es gewohnt, ihre Meinung auszudrücken, insbesondere bei Volksentscheiden. Wir hingegen haben uns daran gewöhnt, dass Parteienvertreter über unsere Köpfe hinweg für uns entscheiden - kein Wunder, dass sich Politikverdrossenheit und ein Gefühl von Ohnmacht ausbreiten.

Wer aus dem deutlichen Ergebnis des Volksentscheides folgert, dass die absolute Mehrheit der Schweizer aus "Ausländerfeinden" und "Rassisten" besteht, macht es sich zu einfach - und beleidigt damit unsere Schweizer Nachbarn. Es mag solche bedauernswerten Menschen geben, denen alles Fremde suspekt ist und die andere Kulturen und Lebensweisen nicht respektieren - aber ich denke, sie sind eine kleine Minderheit, nicht nur in der Schweiz, sondern auch bei uns.

Es ging beim Schweizer Volksabstimmung natürlich auch nicht wirklich um Bauwerke, die sind lediglich Symbole. In der Mehrheitsentscheidung der Schweizer drückt sich vielmehr ein Unbehagen gegen eine politische Bewegung mit Allmachtsanspruch aus, die die Gleichberechtigung der Geschlechter, die pluralistische Gesellschaft und die Demokratie explizit ablehnt. Diese politische Bewegung enthält auch religiöse Elemente und beruft sich daher auf die Religionsfreiheit. Doch die verfassungsmäßig garantierte Religionsfreiheit gilt unter der Prämisse, dass sich die Praktizierenden einer Religion an die Gesetze halten und die Werte der Gesellschaft, in der sie leben,

Ü BER

MICH

die Werte der Gesellschaft, in der sie leben, Ü BER MICH AARON KOENIG Aaron Koenig ist

AARON KOENIG

Aaron Koenig ist Medienunternehmer aus Hamburg/Berlin

und Mitglied im Bundesvorstand der Piratenpartei. In seinem Blog setzt er sich mit Politik im Digitalzeitalter auseinander. Die Artikel in diesem Blog geben die persönliche Meinung des Autors wieder und sind keine offiziellen Statements der Piratenpartei Deutschland.

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achten und teilen.

Eine politisch-totalitäre Bewegung, die sich anderen Glaubens- und Denkrichtungen überlegen fühlt und den Anspruch hat, Andersdenkende zu bekehren und gegebenenfalls zu töten*, steht hingegen nicht unter dem Schutz der Religionsfreiheit - denn Freiheit geht immer nur so weit, wie sie die Freiheit eines anderes nicht verletzt.

Auch wenn das Ergebnis der Schweizer Volksabstimmung nicht jedem passen mag, bin ich davon überzeugt, dass eine direkte Demokratie, die auf die "Weisheit der Vielen" setzt, auf Dauer zu einer besseren Gesellschaft führt. Wenn die Bevölkerung nicht nur bei Parlamentswahlen, sondern auch bei Sachfragen entscheiden kann, werden heikle Themen nicht unter den Teppich gekehrt, sondern offen angesprochen - auch wenn die Diskussion manchmal schwierig ist, wie im vorliegenden Fall. Insofern bin ich sehr dafür, das Schweizer Modell der direkten Demokratie auch in Deutschland einzuführen.

EINGESTELLT VON AARON KOENIG UM 08:42 LABELS: RELIGIONSFREIHEIT , SCHWEIZ , VOLKSABSTIMMUNG

22 KOMMENTARE:

Anonym hat gesagt

Naja ich hab die Welt der direkten Demokratie bei der Besetzung der Audimaxi erlebt, da gab es Abstimmung ob man Abstimmen sol

Anonym hat gesagtWie kann man denn auch für Demokratie, aber gegen so deutliche Abstimmungsergebnisse sein?

Ich finde zwar, dass man nicht wirklich über alles abstimmen lassen sollte (Todesstrafe, bei Bedarf vielleicht ),

doch ein wenig Folter,

sowieso um was ganz anderes:

Es geht hier nicht um Christentum vs. Islam oder "die Schweiz" gegen "das Fremde", sondern vor allem um das Ringen zwischen Aufklärung und Aberglaube bzw. Religion. Außerdem darum, ob ein demokratisches Land sich auch mal gegen einen wachsenden Einfluss entscheiden darf.

Bijjou hat gesagt

Demokratische Organisationsformen werden viel zu oft auf die einfache Mehrheitsabstimmung reduziert. Hierzu kann ich das Buch "Die letzte Wahl" (einfach auf Wikipedia eingeben) empfehlen. Es haben knapp 50% für Ja gestimmt. Darum sollte man nicht davon sprechen, dass "die" Schweizer sich gegen die Minarette entschieden haben. Das ist unsere verkürzte Art demokratische Entscheidungen zu interpretieren.

aber hier ging und geht es

Anonym hat gesagtAaron, ich bin etwas enttäuscht. Auch du verfällst leider der Idee, dass Islam = Islamisten = alle töten bedeutet. Dem ist nicht so. Bitte lies noch mal einiges nach über progressive Muslime und wie diese eigentlich den "Kampf" in nahöstlichen Ländern gegen die Islamisten führen.

Die Volksabstimmung zeigt leider auch, wie leicht Menschen beängstigt werden können und dass einer Volksabstimmungen eine gerechte Diskussion vorausgehen muss, die fair sowohl pro als auch contra beleuchtet. Hier wurde allerdings vorher unbegründet gehetzt.

Anonym hat gesagt

volksabstimmungen schön und gut, aber wie möchtest du das umsetzen? man kann die brd nicht mit der schweiz vergleichen. die schweiz hat eine völlig andere politische organisationsstruktur und ist zudem viel kleiner. einen vorschlag für die technische umsetzung hier in deutschland zu erarbeiten, der auch noch finanzierbar ist, wäre mal eine konstruktive aufgabe ;)

Anonym hat gesagt

Sehr undifferenzierte Sicht auf den Islam. Enttäuschend!

Johannes hat gesagtHey Aaron,

also der letzte Post war mit abstand das unreflektierteste was ich hier bisher gelesen habe. Anstatt irre Thesen aufzustellen, warum die Schweizer gestimmt haben, wie sie gestimmt haben, hättest du lieber mal darauf eingehen sollen, was man aus der schweizer Abstimmung lernen kann. Nämlich dass es wie in Irland leichter ist Gegner zu mobilisieren als Fürsprecher. Oder vielleicht auf die Frage eingehen, ob bei einer Volksabstimmung politische Parteien, vielleicht auch die Regierung Werbung für ihre Sicht der Dinge machen dürfen sollte oder nicht. Es gäbe ausreichend Stoff für eine gute Diskussion, aber wenn du dich schon auf den gefährlichen Pfad begibst und versuchst die inhaltliche Debatte zu führen, muss mehr rauskommen als ein leicht polemischer Text welcher Islam und Islamismus vermischt.

Danny hat gesagtWas bitte hat der vorletzte Abschnitt mit dem Minarettbau zu tun? Minarette sind doch kein Symbol einer "Politisch- totalitären Bewegung" wie du sie beschreibst. Da könnte man genausogut die Kreuze der Kirchen als Symbol der Inquisition verbieten. Als Pirat und Politiker allgemein sollte man da etwas weniger wertende Texte verfassen. Desweiteren muss ich Johannes absolut Zustimmen, bei Volksentscheiden lassen sich radikale Gruppen viel eher mobilisieren als der Normalbürger. Man sollte die indirekte Politik in unserem Land auch nicht immer als

Bevormundung abstempeln. Jeder sollte doch auch das Recht haben sich politisch vertreten zu lassen. Ich persönlich hätte nicht die Lust ständig an irgendwelchen Wahlen teilzunehmen.

Anonym hat gesagtEigentlich erschreckend, wie jedem, der sich gegen Minarette ausspricht gleich eine "undifferenzierte Sicht auf den Islam" unterstellt wird.

Ich bin auch gegen den Neubau von Minaretten hier in Deutschland - genauso wie ich gegen einen massenhaften Neubau von anderen großen Kirchen oder Glaubenssymbolen bin. Der Kölner Dom ist auch ein Machtsymbol einer Kirche, aber da er einen gewissen ästhetischen Wert hat und zu unserer (unaufgeklärten) Vergangenheit gehört, ist er heute schützenswert. Ich sehe nicht, das solche Prunkbauten zur persönlichen Religionsausübung heute noch nötig wären. Und ich möchte sie erstrecht nicht von einer Religion, die immer anstrebt, eine Staatsreligion zu sein.

Anonym hat gesagt@Dany: "Da könnte man genausogut die Kreuze der Kirchen als Symbol der Inquisition verbieten."

Klar könnte man das - zumindest, wenn sie in einer Art verwendet werden, daß ihr Anblick anderen aufgezwungen werden. Deshalb hat das Bundesverfassungsgericht auch z.B. entschieden, daß NICHT in jedem Klassenzimmer ein Kruzifix hängen soll.

Anonym hat gesagt

Es gibt eine Sache, die mich daran stört: Hätte es diese Abstimmung in Deutschland gegeben und das Ergebnis wäre ähnlich ausgefallen, wären hier zig Leute mit Naziknüppeln rumgelaufen und hätten "Rassismus"

geschriehen

Deutschland für gut befunden und das, obwohl ich ein eher links-orientierter Mensch bin.

Anonym hat gesagtDas ist das erste mal, dass ich von einem Blogeintrag von Aaron sehr sehr enttäuscht bin. Ich kann es gar nicht fassen, wie sehr er den kompletten Islam über den Kamm schert. Ich bin selbst in keiner Weise islam-affin, aber so einen Blogeintrag hätte ich eher bei pinews vermutet.

Natürlich darf da jeder seine Meinung haben, aber die von diesem Blog hab ich bis dato fast immer geteilt.

sa7yr hat gesagtWenn Aaron Koenig die derzeitige Kompetenzsituation des Bundesvorstands der Piratenpartei widerspiegelt: dann gute Nacht! Und dies unabhängig davon, wie man persönlich zum Islam steht.

ich jedenfalls hätte das Ergebnis auch in

30. NOVEMBER 2009 12:52 andi hat gesagt … Es haben sich ü berhaupt nur 54%

andi hat gesagt

Es haben sich überhaupt nur 54% aller Stimmberechtigten an dem Volksentscheid beteiligt. Von dieser Menge hat sich 57% dafür entschieden. Soll das jetzt die Mehrheit sein?! Das Ergebnis spricht nicht für die Mehrheit der Schweizer und ist somit kein Volksentscheid! Das Abstimmverfahren sollte verändert werden. Eine echte 2/3 Mehrheit wäre viel besser. Anstatt diese Abstimmung zu loben, hätte man Lehren daraus ziehen müssen.

Rafael Eduardo Wefers Verástegui hat gesagtDie Entscheidung der Schweitzer war erstmal eines:

Demokratisch. Damit ist diese Entscheidung als solches erstmal legitim.

Weiterhin ist es unerträglich wie die Beissreflexe auf diese Entscheidung immer wieder aussehen. Wenn ein Volk demokratisch entscheidet gewisse kulturelle "Gewohnheiten" nicht zu wünschen und zu reglementieren, so ist dies zu respektieren. In Deutschland ist das Glücksspiel verboten bzw. unter staatliches Monopol gestellt. Dies ist (war) Wille des Volkes und seiner Vertreter. Länder die das Glücksspiel tolerieren oder gar fördern haben schlichtweg kein Recht der Kritik.

Bei den Schweitzern ist das nicht viel anders, auch wenn das Thema der Entscheidung nicht Glücksspiel sonder Moscheen und Minarette betraf.

Schaut Euch doch bitte mal an, was für eine Symbolik Minarette IM ISLAM haben. Was hat Erdogan nochmal über Minarette gesagt Speerspitzen und so ?

Ich verstehe es ausserdem wenn ein Land Identität schützen möchte, warum dürfen Schweitzer und Italiener dies nicht tun? Ist das nicht legitim wenn ein Staat dies tut, sondern nur, wenn ein Schattenstaat (Katalonien, Baskenland, Nordirland) dies tut?

Leute, gewöhnt Euch die ultralinken Beissreflexe ab, die Welt hat sich weitergedreht.

rafaelwv@nach-schlag.com

www.nach-schlag.com

Anne Alter hat gesagtIch finde es doch erstaunlich, dass der Islam immer noch als Missionsreligion dargestellt wird, der pauschal zum Heiligen Krieg aufruft. Von wie vielen Moslems bist Du jemals zum Übertritt zu ihrem Glauben aufgefordert worden? Und von wie vielen Christen, inklusive Gruppen wie Mormonen und Zeugen Jehovas? Eben.

Der durchschnittliche Moslem hat Besseres zu tun als heilige Kriege zu führen (die von den meisten Gelehrten übrigens als geistige Kriege definiert werden) oder Andersdenkende zu gefährden.

Natürlich kann die Schweiz abstimmen, wie es ihr gefällt, nur erhoffe ich mir für Deutschland als Pirat etwas

anderes: Nämlich dass unsere moslemischen BürgerInnen endlich aus ihren angemieteten Büroräumen und Lagerhallen herauskommen können und ihre Religion in angemessenen Bauwerken ausüben können. Da wir an jeder Ecke eine Kirche stehen haben, sollten wir etwas leiser sein, denn es gibt keine Religion mit einer blutigeren und intoleranteren Geschichte (und die Leute sagen immer, Maya und Azteken wären blutrünstig gewesen haha!).

Anne Alter

pantoffelpunk hat gesagtWeißt Du, Aaron, das Schlimme ist gar nicht, dass Du immer wieder zu Themen Deinen Mund aufmachst, zu denen Du besser schweigen solltest, das Schlimme ist, wie absolut aalglatt Du diese Themen behandelst.

Obwohl Du natürlich schon Inhalte transportierst, bist Du am Ende weder von der einen noch von der anderen Seite angreifbar, weil Du es geschickt vermeidest, einen eigenen Standpunkt in Deine "Betrachtungen der Welt" einfließen zu lassen.

Das ist relativ eklig.

Anonym hat gesagt

Aaron, dein Text macht mir Gänsehaut. Susanne

Anonym hat gesagt

OMG! So viel Unwissenheit, gepaart mit soviel zweideutigen Aussagen, das ganze geschickt verpackt in das Gewand eines Demokratieanspruchs. Du bist absolut widerlich und deine Grundeinstellung kannst du auf diese Weise nicht verbergen. Bitte geh doch einfach sterben. Danke.

Anonym hat gesagt

Tut mi leid, aber ich kann dir absolut nicht zustimmen. Nur weil eine kleine Gruppe einer Minderheit (radikale Isamisten unter den Muslimen der Schweiz) die Religion instrumentalisieren darf der gesammten Minderheit nicht die Religion oder Teile davon verboten werden. So eine "Entscheidung der Mehrheit" ist in einer Demokratie dann abzulehnen, wenn die Minderheit damit eines Grundrechts beraubt wird. Wenn 57% gegen die Pressefreiheit stimmen wirst du auch nicht wollen, dass sie abgeschafft wird. Ich Deutschland sind diese Recht in der Verfassung festgeschrieben und dürfen auch von er Mehrheit nicht abgeschafft werden. Insofern hat diese Abstimmung und deren Durchsetzung nichts mit dem Durchsetzen der Demokratie zu tun

Kublai Khan hat gesagt"Angst essen Seele auf" und manchmal auch Hirn, und das

nicht nur bei Schweizern 30. NOVEMBER 2009 14:03 Rafael Eduardo Wefers Ver á stegui hat

nicht nur bei Schweizern

Rafael Eduardo Wefers Verástegui hat gesagtZitat: "Ich Deutschland sind diese Recht in der Verfassung festgeschrieben und dürfen auch von er Mehrheit nicht abgeschafft werden. Insofern hat diese Abstimmung und deren Durchsetzung nichts mit dem Durchsetzen der "

Demokratie zu tun

Lieber "Anonym": Es gibt weder in Deutschland, noch in der Schweitz noch in irgendeinem Land welches ich kenne ein verbrieftes Recht auf Kirchtürme, Minarette oder sonstwas.

Es gibt ein Recht auf freie Ausübung der Religion. Wegen mit kann jeder Religiöse Irre in seinen 4 Wänden tun und lassen was ihm/ihr beliebt, solange dies nicht gegen Strafgesetze usw. verstösst.

Aber es gibt kein Recht mit Verfassungsrang auf Prunkbauten, Kirchglockengeläut, Muezzinrufe, Minarette usw.

Religion *sollte* Privatsache sein und weder in der Bildung bestimmend sein, noch in der Gesellschaft zu Zwängen führen.

Zwangstoleranz könnte man das ja schon nennen, was da gefordert wird. Was die Katholiken haben, wollen die Evangelen auch, dann kommen die Moslems und am Ende noch Scientology.

Religion ist und soll auch niemals ein Freibrief sein, einen Staat der eigentlich säkular sein sollte mit der Religionsfreiheit Zugeständnisse abzupressen.

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