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Ausgabe Nr. 64 3 - 2009
Ausgabe Nr. 64
3 - 2009
Ausgabe Nr. 64 3 - 2009 Sehenswürdigkeiten: Das Hermannsdenkmal Deutschlandreise: Rund um den Mittelrhein Berühmte
Ausgabe Nr. 64 3 - 2009 Sehenswürdigkeiten: Das Hermannsdenkmal Deutschlandreise: Rund um den Mittelrhein Berühmte

Sehenswürdigkeiten:

Das Hermannsdenkmal

Nr. 64 3 - 2009 Sehenswürdigkeiten: Das Hermannsdenkmal Deutschlandreise: Rund um den Mittelrhein Berühmte

Deutschlandreise:

Rund um den Mittelrhein

Das Hermannsdenkmal Deutschlandreise: Rund um den Mittelrhein Berühmte Deutsche: Alexander von Humboldt

Berühmte Deutsche:

Alexander von Humboldt

Aus der Redaktion

Die Geschichte zum Nachdenken

Liebe Leserin, lieber Leser, nun ist schon der dritte „Weg“ für dieses Jahr zu Ihnen gekommen! Wir sind sehr dankbar, Ihnen dieses Heft in die Hände legen zu können und wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen! Wir haben schon öfter davon gesprochen, aber leider ist die Umsetzung nicht immer gelungen. Gemeint ist, die Vereinfachung der Texte. Und wie es manchmal mit Projekten ist, die man lange vor sich her schiebt, irgendwann klappt es nicht mehr mit der Umsetzung, da man sich daran gewöhnt hat. Und ich denke, beim „WEG“ ist etwas Ähnliches passiert. Wir haben uns so sehr daran gewöhnt, ein mittleres Spracheniveau zu bedienen, dass es uns heute schwer fällt, wirklich vereinfachte Texte zu verfassen. Außerdem war es schon immer schwierig, zu entscheiden, welche Texte man nun vereinfachen soll, und welche nicht. Als wir vor Jahren noch den „kleinen Weg“ herausgaben, war die Sache einfacher. Es wurden einfach alle Texte vereinfacht, denn es war klar, wer die Leser waren. Da ist es heute schon schwieriger, solch klare Trennung vorzunehmen. Viele unserer Leser sind Studenten oder Schüler der fortgeschrittenen Klassen. Sie haben oft den Wunsch, dass wir keine weiteren Änderungen vornehmen. Lehrer der unteren Klassen wünschen sich dagegen eine Vereinfachung der meisten Texte. Und so können Sie sicherlich verstehen, dass es manchmal schwer fällt, zu wissen, was man tun soll. Somit werden wir auch in Zukunft vereinfachte Texte, aber auch weiterhin schwierige und Originaltexte im „Weg“ anbieten. Kurz gesagt, es bleibt alles beim Alten! Wenn Sie diese Sätze lesen, ist der Sommer schon wieder vorbei, und das neue Schuljahr hat vielleicht bereits begonnen. Ich hoffe sehr, dass Sie sich gut erholen konnten, und jetzt mit viel Elan in das vor Ihnen liegende Schul-. bzw. Studienjahr starten können! Aber auch dann, wenn Sie die Schule oder die Universität bereits hinter sich gelassen haben, wünsche ich Ihnen, dass Sie die vor Ihnen liegende Spätsommer- und Herbstzeit von ganzem Herzen genießen können! Auch sie sind Geschenke unseres treuen Gottes! Von ganzem Herzen wünsche ich Ihnen Gottes reichen Segen! Ihr

Volker Schmidt

sie sind Geschenke unseres treuen Gottes! Von ganzem Herzen wünsche ich Ihnen Gottes reichen Segen! Ihr

Wenn ich stehe, dann stehe ich

Ein in Meditation erfahrener Mann wurde einmal gefragt, warum er trotz seiner vielen Beschäftigungen immer so gesammelt sein könne. Dieser sagte:

„Wenn ich stehe, dann stehe ich. Wenn ich gehe, dann gehe ich. Wenn ich sitze, dann sitze ich. Wenn ich esse,

.“

Da fielen ihm die Fragesteller ins Wort und sagten:

„Das tun wir auch, aber was machst du noch darüber hinaus?“ Er sagte wiederum:

„Wenn ich stehe, dann stehe ich. Wenn ich gehe, dann gehe ich. Wenn ich sitze, dann sitze ich. Wenn ich esse, dann esse ich. Wenn ich spreche, dann spreche ich.

Wenn ich bete, dann bete ich

Wieder sagten die Leute: „Das tun wir doch auch.“

Er aber sagte zu ihnen: „Nein. Wenn ihr betet, seid ihr schon wieder bei euren Geschäften. Wenn ihr sitzt, dann steht ihr schon. Wenn ihr steht, dann lauft ihr schon. Wenn ihr lauft, dann seid ihr schon am Ziel

dann esse ich. Wenn ich spreche, dann spreche ich

.“

.“

Ja, da hat der weise Mann schon recht! Wenn wir etwas tun, sind wir mit unseren Gedanken schon wieder bei der nächsten Sache. Wir haben scheinbar keine Zeit mehr, uns nur auf eine Sache zu konzentrieren.

Aber wie wichtig ist es, dass wir wieder lernen, die Dinge, die wir tun, wirklich richtig zu tun und nicht mehrere Dinge gleichzeitig erledigen zu wollen! Lernen wir also wieder die Kunst, uns jeweils auf die Sache zu konzentrieren, die vor uns liegt – es lohnt sich bestimmt!

Jesus sagte: „Darum sage ich euch: Macht euch keine Sorgen um euer Leben, ob ihr etwas zu essen oder zu trinken habt, und um euren Leib, ob ihr etwas anzuziehen habt! Das Leben ist mehr als Essen und Trinken, und der Leib ist mehr als die Kleidung! Seht euch die Vögel an! Sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln keine Vorräte - aber euer Vater im Himmel sorgt für sie. Und ihr seid ihm doch viel mehr wert als Vögel! Wer von euch kann durch Sorgen sein Leben auch nur um einen Tag verlängern?

Und warum macht ihr euch Sorgen um das, was ihr anziehen sollt? Seht, wie die Blumen auf den Feldern wachsen! Sie arbeiten nicht und machen sich keine Kleider, doch ich sage euch: Nicht einmal Salomo bei all seinem Reichtum war so prächtig gekleidet wie irgendeine von ihnen. Wenn Gott sogar die Feldblumen so ausstattet, die heute blühen und morgen verbrannt werden, wird er sich dann nicht erst recht um euch kümmern? Habt ihr so wenig Vertrauen?

Also macht euch keine Sorgen! Fragt nicht: ‚Was sollen wir essen?‘ ‚Was sollen wir trinken?‘ ‚Was sollen wir anziehen? Mit all dem plagen sich Menschen, die Gott nicht kennen. Euer Vater im Himmel weiß, dass ihr all das braucht. Sorgt euch zuerst darum, dass ihr euch seiner Herrschaft unterstellt und tut, was er verlangt, dann wird er euch schon mit all dem anderen versorgen.

Quält euch also nicht mit Gedanken an morgen; der morgige Tag wird für sich selber sorgen. Es genügt, dass jeder Tag seine eigene Last hat.“

Matthäus 6, 25 - 34

Bilder Vorderseite: Moselschleife bei Bremm; Das Hermannsdenkmal im Teutoburger Wald; Die Burg Cochem; Alexander von Humboldt und Aime Bonpland am Fuß des Vulkans Chimborazo

Deutsche Sehenswürdigkeiten

Das Hermannsdenkmal im Teutoburger Wald ***

S iegreich, mit hoch erhobenem Schwert steht Hermann der Cherusker 1 auf dem 386 m hohen Teutberg in der Nähe von Hiddesen, südwest-

lich von Detmold. Mehr als 53 Meter hoch ist das gesamte Denkmal, die Figur allein 26,57 Meter. Sie besteht aus einer von innen begehbaren 2 Eisenkons- truktion, die von außen mit Kupferplatten verkleidet 3 ist. Allein das 7 Meter lange Schwert wiegt ungefähr 550 kg. Es trägt die Aufschrift „Deutsche Einigkeit, meine Stärke. Meine Stärke, Deutschlands Macht“.

Die Statue steht auf einem runden Kuppelbau mit Säulen. Auf dem Dach befindet sich ein Rundlauf 4 für Besucher. Die Ersteigung der Figur ist inzwischen verboten. Die Geschichte behauptet, dass einmal jemand aus Hermanns Nasenloch fiel.

Ernst Bandel begann den Bau 1838. 1846 wurde der Sockel fertiggestellt. Nach einer längeren Pause um die Zeit der 1848er Revolution 5 wurde das Projekt 1863 fortgesetzt und 1875 eingeweiht. Ernst Bandel überlebte die Erschaffung seines Lebenswerks um ein Jahr.

Der geschichtliche Hintergrund

Vor 2000 Jahren, im Jahre 9 n. Chr. 6 , wurde die rö- mische Expansion 7 in Germanien durch den Cherus- kerfürsten Arminius – so sein wirklicher Name - ge- stoppt. Dieser war in Rom zum römischen Heerführer ausgebildet worden und hatte die römische Staats- bürgerschaft erlangt. Als er nach Germanien zurück- kehrte, sah er die Unterdrückung seines Volkes durch den römischen Statthalter 8 Quintilius Varus. Er gab vor, dessen Freund zu sein, bereitete jedoch gleichzei- tig den Aufstand der Germanen vor.

20,000 römische Soldaten kamen in diesem viertä- gigen Guerilla-Angriff 9 in den Wäldern und Sümpfen Germaniens um. Er ist bekannt geworden als die „Schlacht im Teutoburger Wald“. Archäologische Funde deuten aber auf Kalkriese bei Bramsche in Nie- dersachsen als auf den tatsächlichen Ort des Gesche- hens hin. Der römische Historiker Tacitus berichtet von dieser Varusschlacht, ebenso das deutsche Stu- dentenlied: „Als die Römer frech geworden“.

Die Bedeutung des Hermannsdenkmals

Arminius – zu Deutsch Hermann – wurde zur Sym- bolfigur 10 der Deutschen: Er einte verschiedene germanische Stämme im Kampf gegen die Römer und besiegte diese. So wurde er im 19. Jahrhundert zu einer Symbolfigur. Napoleon hielt Europa besetzt und wurde schließlich besiegt. Deutschland war in viele

Einzelstaaten zergliedert 11 und wurde endlich 1871 nach Beendigung des deutsch-französischen Krieges unter Kaiser Wilhelm I. geeint. Es schien, als verkör- pere 12 Hermann all das, was die Deutschen zu der Zeit brauchten: einen Retter und Befreier. Verschie- dene Inschriften am Sockel des Denkmals stellen die Verbindung von Kaiser Wilhelm I. zu Arminius her: Er überwin- det den Erzfeind (hier Frankreich statt Rom) und eint das in viele Nationalstaaten zersplitterte Volk.

Später miss- brauchten verschiedene politische Grup- pen „Hermann den Cherusker“ als ihren germa- nischen Helden, um z.B. deutsche Katholiken, Juden und So- zialdemokraten auszugrenzen 13 . Heute soll das Hermannsdenkmal als Mahnmal 14 für den Frieden dienen.

Tourismus

Das Hermannsdenkmal ist eine der bekanntesten deutschen Sehenswürdigkeiten. Jährlich wird es von mehreren hunderttausend Touristen besucht, oft in Kombination mit den nahe gelegenen Externsteinen, einer bizarren 15 Felsengruppe. Gegen ein Eintritts- geld kann der Sockel des Denkmals erstiegen wer- den. Von dem Rundlauf hat man einen weiten Blick ins Umland.

Heike Tiedeck

1 Germanischer Volksstamm 2 Das bedeutet, dass man hineingehen

kann. 3 Von außen sind Kupferplatten angebracht; man sagt auch, ein

Haus ist mit Klinkersteinen verkleidet. 4 eine Galerie, ein Gang, der rings um die Kuppel geht 5 die gescheiterte deutsche Revolution 1848 6 n. Chr. = nach Christi Geburt oder kurz: nach Christus 7 lateinisch: Ausdeh-

nung, Ausbreitung

9 ein Angriff aus dem Hinterhalt, kein offener Kampf

wird eine symbolische Bedeutung gegeben. 11 keine Einheit, sondern

viele Einzelteile

nicht akzeptieren, nicht teilnehmen lassen 14

ermahnt, Frieden zu halten 15 ungewöhnlich oder seltsam geformt

8 der Vertreter der römischen Regierung

10 Seiner Person

12 darstellen, sein 13 ausschließen aus einer Gruppe,

ein Zeichen, das uns

Der Weg Nr. 64

Aus der Geschichte

Die Entstehung des Grundgesetzes ***

D ie meisten Staaten der Welt haben eine Verfas- sung. Darin ist festgelegt, wie sie regiert werden.

Deutschland hatte von 1919 bis 1933 die sogenannte „Weimarer Verfassung“. Sie war in Weimar, der Stadt Goethes und Schillers, aus dem „Geist von Weimar“ heraus entstanden, dem Geist der Humanität. Sie betonte also die Frei-

heit und Würde des Menschen.

Die Nationalsozialisten haben diese Verfassung 1933 außer Kraft ge- setzt. Deutschland wurde autoritär von Hitler und seiner Partei regiert. Millionen Menschen wurden wider- rechtlich verhaftet, misshandelt und umgebracht.

Nach dem Krieg herrschten in Deutschland zunächst die vier Sie- germächte. Sie hatten das Land unter sich in eine englische, amerikanische, französische und russische Besat- zungszone aufgeteilt.

Bald beschlossen die westlichen Siegermächte (USA, Frankreich und England) jedoch, Deutschland wieder als demokratischen Staat mit eigener Regierung erstehen zu lassen. Die Westmächte taten das auch deshalb, weil sie Deutschland als Bundesge- nossen gegen die Sowjetunion und den Kommunismus haben wollten. So begann die Epoche des „Kalten Krieges“.

1948 waren die deutschen Bundes- länder bereits wieder entstanden. Die drei Westmächte wünschten deshalb von den Ministerpräsidenten ihres

Besatzungsgebiets die Ausarbeitung einer Verfassung für einen Weststaat. Das sollte durch eine vom Volk gewählte Versammlung geschehen. Anschließend sollte die Verfassung vom Volk ange- nommen werden.

Die Ministerpräsidenten der westlichen Bundeslän- der lehnten jedoch die Beteiligung des Volkes ab, denn sie hofften auf eine baldige Vereinigung mit der sowjetischen Besatzungszone, also auf eine Wieder- herstellung eines deutschen Staates. Dann würde wahrscheinlich eine neue Verfassung nötig werden. Deshalb sollte die jetzige Verfassung nur eine Zwi- schenlösung werden. Wenn sie aber vom Volk bestä- tigt würde, würde sie zu sehr als endgültig wirken.

So kam es, dass nur eine Versammlung von 65 Vertre-

tern der westlichen Länderparlamente, ein „Parlamen- tarischer Rat“, die Verfassung ausarbeitete.

Die Verfassung wurde auch nur „Grundgesetz“ ge- nannt: ein „grund“-legendes Gesetzeswerk zur Regie- rung des Staates.

Präambel

Im Bewusstsein seiner Verantwortung vor Gott und den Menschen,

von dem Willen beseelt, seine nationale und staatliche Einheit zu wahren und als gleichberech- tigtes Glied in einem vereinten Europa dem Frieden der Welt zu dienen, hat das Deutsche Volk in den Ländern Baden, Bayern, Bremen, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein, Württem- berg-Baden und Württemberg-Hohenzollern, um dem staatlichen Leben für eine Übergangszeit eine neue Ordnung zu geben, kraft seiner verfassungsge- benden Gewalt dieses Grundgesetz der Bundesrepub- lik Deutschland beschlossen.

Es hat auch für jene Deutsche gehandelt, denen mitzuwirken versagt war.

Das gesamt Deutsche Volk bleibt aufgefordert, in freier Selbstbestimmung die Einheit und Freiheit Deutschlands zu vollenden.

Artikel 1

(1) Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.

(2) Das Deutsche Volk bekennt sich darum zu un- verletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt.

(3) Die nachfolgenden Grundrechte binden Gesetz- gebung, vollziehende Gewalt und Rechtsprechung

als unmittelbar geltendes Recht.

In acht Monaten erstellte der Par- lamentarische Rat die neue (west-) deutsche Verfassung. Sie wurde von den Länderparlamenten - und nicht vom Volk - beschlossen.

Die große Freiheit der Weimarer Verfassung war damals von den Nazis und von den Kommunisten zur Be- kämpfung der staatlichen Autorität missbraucht worden. Dadurch waren die Nazis an die Macht gekommen. Deshalb wurde die Stellung der Re- gierung jetzt gestärkt: Kanzlersturz 1 nur durch Neuwahl eines Nachfolgers; Beschränkung auf wenige größere Parteien durch die fünf Prozent- Sperrklausel 2 (statt der früheren Par- teienzersplitterung); Beschränkung der Macht des Bundespräsidenten auf rein repräsentative Aufgaben (statt seiner früheren Möglichkeit, durch „Notverordnungen“ Gesetze zu beschließen); Erlassen von Gesetzen nur durch das Parlament (statt wie früher auch durch Volksabstimmung).

Die „Menschenrechte“ (Schutz von Leben und Freiheit des einzelnen) wurden angesichts des Terrors unter den Nazis fest in der Verfassung verankert.

Nach neun Monaten Arbeit wurde das Grundgesetz auf der Schluss-

sitzung des Parlamentarischen Rates am 23. Mai 1949 feierlich verkündet. Die Abgeordneten des Parlamentarischen Rates und die elf Ministerpräsi- denten unterschrieben die Originalausfertigung. Das Grundgesetz trat mit Ablauf des Tages in Kraft. Die Bundesrepublik Deutschland war gegründet. Konrad Adenauer kommentierte als Präsident des Parlamen- tarischen Rates diesen historischen Moment in seiner Ansprache folgendermaßen: „Heute, am 23. Mai 1949, beginnt ein neuer Abschnitt in der wechselvollen Geschich- te unseres Volkes.“

Hans Misdorf

In einem weiteren Artikel wird die Entwicklung des Grundgesetzes bis heute besprochen.

1 Der Bundeskanzler ist das höchste Regierungsamt. 2 Eine Partei muss bei Wahlen mindestens 5% der Wählerstimmen erringen, um Vertreter in den Bundestag entsenden zu können.

Der Weg Nr. 64

Aktuell und wissenswert

Bewerbungen: Die E-Mail löst den „Papierberg“ ab ***

D ie Bewerbung für eine Ausbildungs- oder Ar- beitsstelle ist eine komplizierte Sache: Vielen fällt es schwer, sich selbst und seine Stärken

positiv und überzeugend darzustellen. Manche formu- lieren jedoch ihre „Pluspunkte“ derart selbstsicher, dass ihre Bewerbung als arrogant eingeschätzt wird. Und alle fragen sich: Was erwartet der Personalchef von mir? In den letzten Jahren hat sich die virtuelle Bewerbung per E-Mail immer mehr durchgesetzt. Einige Firmen machen es den Bewerbern leicht, indem sie alle nötigen Informationen über detaillierte Online-Formulare abfragen oder eine eigene Software anbieten. Die ideale Online-Bewerbung ist kurz und präzise, knapp und informativ. Gleich in der „Betreff- zeile“ sollte man darauf hinweisen, auf welche Stelle man sich bewirbt und wie man darauf aufmerksam

wurde, bzw. warum man einen bestimmten Beruf er- lernen möchte. In der Bewerbung muss man klar aus- führen: Das Interesse und die Eignung für die Stelle bzw. den Ausbildungsberuf, und den Lebenslauf, der übersichtlich Schulabschlüsse, alle beruflichen Daten und Fähigkeiten enthalten sollte. Passbild, Zeugnisse oder Arbeitsproben können eingescannt werden.

Schlecht wird die Sache, wenn der Adressat die Be- werbungs-Mail nicht lesen kann, weil er nicht über die passende Programmversion verfügt. Deshalb sollte man Anschreiben, Lebenslauf usw. nicht als angehängte Datei verschicken, sondern gleich mit ins E-Mail Fenster schreiben. Zeugnisse und Passbild können dagegen als Datei mit Formatangaben ver- sandt werden.

Dies und Das ****

Größte Biogasanlage der Welt bei Güs- trow beginnt testweise Netzeinspeisung

Die weltweit größte Anlage zur Produktion von Bio- gas in Erdgasqualität sieht derzeit nördlich von Güstrow in Meck- lenburg-Vorpommern der Vollendung ent- gegen. Die entspre- chenden Verträge wurden am 12. Juni unterzeichnet. Der Park wurde von der NAWARO BioEnergie AG/Leipzig konzi- piert. Er erstreckt sich über eine Fläche von 20 Hektar und wird ab Juni 2010 jährlich 46 Mio. Kubikmeter Biogas produzieren. Damit ist er von Dimension und Leistungsfähigkeit her der größte der Welt.

Dimension und Leistungsfähigkeit her der größte der Welt. Ab 2010 sollen jährlich 46 Mio. Kubikmeter Biogas

Ab 2010 sollen jährlich 46 Mio. Kubikmeter Biogas in das öffentliche Gasfernleitungsnetz fließen. Mit dieser Menge können jährlich ca. 160 Mio. kWh elektrischer Strom und 180 Mio. kWh nutzbare Wärme erzeugt werden. Damit könnte eine Stadt mit bis zu 50.000 Einwohnern konstant und vollständig mit umwelt- freundlicher Energie versorgt werden.

Quellen: dpa, ots, pa.

Umfrage: 69 Prozent der Migranten le- ben gerne in Deutschland

Bei einer Befragung des Allensbach-Instituts im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung wurden 1.581 repräsentativ aus- gesuchte Migranten verschiedener Nationalitäten von Januar bis März um Auskunft gebeten.

Nationalitäten von Januar bis März um Auskunft gebeten. Die Anlage mit einem Von den in Deutschland

Die Anlage mit einem

Von den in Deutschland geborenen

Gesamtinvestitionsvo-

türkischstämmigen Befragten sagte

lumen von rund 122 Mio. Euro wird durch Bankkredite sowie durch private Investo-

die Hälfte, dass die Bundesrepublik ihre Heimat sei. Insgesamt leben nach der Umfrage 69 Prozent der befragten Migranten gerne in Deutsch- land. 58 Prozent fühlen sich als Teil der deutschen

ren über einen Fonds finanziert.

Gesellschaft, nur 5 Prozent tun dies nicht.

Wesentliche Teile der Anlage werden von der EnviTec Biogas AG, Lohne, einem der Marktführer im Bio- gasbereich, geliefert. Durch ein speziell entwickeltes Verfahren wird in diesen Anlagen das aus nachwach- senden Rohstoffen wie zum Beispiel Grasschnitt, Restholz oder Gülle erzeugte Biogas mit Hilfe einer Druckwasserwäsche zu Biomethan aufbereitet und an- schließend in das Erdgasfernleitungsnetz eingespeist.

Den Gesetzen vertrauen vier Fünftel der Migranten - unter den Deutschen tut dies nur etwa jeder Zweite (58 Prozent). Für unabdingbar halten 97 Prozent der Befragten es, die deutsche Sprache zu erlernen. Sich um eine deutsche Staatsbürgerschaft zu bemühen, ist hingegen nur für jeden Dritten wichtig.

Etwa jeder dritte türkische Zuwanderer sieht Deutsch- land der Umfrage zufolge als Heimat an.

Quellen: dpa, pa.

Der Weg Nr. 64

Berühmte Deutsche

„Es ist ein Treiben in mir“ ****

Alexander von Humboldt (1756-1859), der letzte Universalgelehrte 1

K ein anderer Mensch hat die Weltkarte so

nachhaltig mit seinem Namen markiert;

sei es der Humboldtstrom in Südamerika,

der Berg Peak Humboldt in Venezuela, der

Humboldt Peak in Colorado. Städte, Berge, Flüsse und außerdem zahlreiche Tier- und Pflanzennamen erinnern noch heute an den bedeutenden Naturforscher. Schon Johann Wolfgang von Goethe hatte Hum- boldts Vielseitigkeit mit folgenden Worten gepriesen: „Wohin man blickt, er ist überall zu Hause und überschüttet uns mit geistigen Schät- zen. Er gleicht einem Brunnen mit vielen Röhren, wo es immer erquick- lich und unerschöpflich entgegen strömt.“

Heute schätzen ihn Botaniker als Pionier der Pflan- zengeographie, einen Wissenschaftszweig, den er begründete. Humboldt war uneigennütziger 2 Förderer junger Naturwissenschaftler, Kulturwissenschaftler wie Manfred Osten, ehemaliger Generalsekretär der Alexander- von- Humboldt- Stiftung feiern Humboldt als „letzten Universalgelehrten der Geschichte“. Neben der Erforschung des einzelnen Gegenstandes auf verschiedenen Gebieten war es stets sein Ziel, die inneren Zusammenhänge, die Gesetzlichkeit in der Entwicklung der Natur zu ergründen und in Bezie- hung zu setzen zu „benachbarten“ Forschungsgegen- ständen. Somit können wir ihn heute - modern ausge- drückt- als einen der Begründer der interdisziplinären Forschung betrachten.

Als Alexander von Humboldt vor 150 Jahren in Berlin starb, war er fast 90 Jahre alt. Dabei hatte er sich im Laufe seines Lebens einer Gefahr nach der anderen ausgesetzt: Die Wirkung elektrischer Aale hatte er in Südamerika am eigenen Leib überprüft. Er hatte das Lianen-Gift „Curare“ getrunken, um zu bewei- sen, dass es nur durch direkten Blutkontakt tödlich wirkt. Mit leich- ten Lederschuhen stieg er auf den über 6000 Meter hohen Chimbo- razo in Ecuador, den er für den höchsten Berg

der Welt hielt. Etwa 600

Schiller, Wilhelm und Alexander von Humboldt und Johann Wolfgang von Goethe in Jena, um 1797

Der Weg Nr. 64

Meter vor dem Gipfel musste er jedoch umkehren. Als erster hat Humboldt die Symptome der Höhen- krankheit beschrieben.

Geboren wurde A .v. Humboldt am 14. September

1769 in Berlin als Sohn einer wohlhabenden preu-

ßischen

Adels-

familie.

Er inter-

essierte

sich,

anders als

sein phi-

lologisch

orien-

tierter

älterer Bruder Wilhelm, schon früh für Naturgeschichte. An den Universitäten Frankfurt/Oder und Göttingen studierte er Naturwissenschaften, ging dann aber auf Drängen 3 seiner verwitweten Mutter als Student der Staatswirtschaftslehre nach Hamburg, danach an die Bergakademie nach Freiberg in Sachsen, um sich auf den höheren Staatsdienst vorzubereiten. Als Bergas- sessor bewies er sein soziales Engagement: Er grün- dete auf eigene Kosten eine „Bergschule“ zur kos- tenlosen Ausbildung der Bergarbeiter, für die er auch Atemschutzgeräte und Grubenlampen entwickelte.

1796 begab sich A. v. Humboldt nach Paris, wo er den

Arzt und Botaniker Aime Bonpland kennen lernte. Gemeinsam bereiteten sie ihre erste Expedition vor. Diese führte

Humboldt-Haus in Bad Steben
Humboldt-Haus in Bad Steben
1799 zwar nicht wie geplant an den Südpol, sondern nach Venezuela. Dort lernte Humboldt die
1799
zwar
nicht wie
geplant an
den Südpol,
sondern nach
Venezuela.
Dort lernte
Humboldt
die Sklave-
rei in ihrer
schlimmsten
Form kennen.
Erschüttert
von diesen
Eindrücken,
schrieb er
eindringliche
Appelle für
Das letzte Porträt von Alexander von Humboldt von Ju-
lius Schrader (1859). Im Hintergrund der Chimborazo.

die „ allgemeine Humanisierung“, die allerdings an den Zuständen im Lande nichts bewirkten. „Alle Men- schen sind gleichmäßig zur Freiheit bestimmt“, schrieb Humboldt in seinem Tagebuch. Humboldt fuhr in einem Indianerboot den Orinoco hinauf und entdeckte einen Wasserarm, der das Flusssystem des Orinoco mit dem des Amazonas verband. Die Quelle des Ori- noco blieb zwar weiterhin unbekannt, doch zwischen „indianischen Tigern“ und „mehr Mücken als Luft“ sammelte Humboldt etwa 6000 Pflanzenarten, darun- ter 3600 bisher unbekannte. Mit seinem Reisebeglei- ter Bonpland setzte er nach Kuba über, reiste weiter nach Kolumbien, Ecuador und Peru, wo er den Guano als Dünger entdeckte. Über Mexiko reiste er in die USA, dort bereitete ihm Präsident Thomas Jefferson einen ehrenvollen Empfang. Als die Pariser Humboldt bei seiner Rückkehr im Jahre 1804 wie einen Helden feierten, soll Kaiser Napoleon äußerst eifersüchtig auf die erfolgreichen Forscher gewesen sein. In den folgenden Jahren wertete Humboldt die wissenschaft- lichen Ergebnisse seiner Expedition aus. Es entstand ein umfangreiches Werk in 33 Bänden. Neben Bota- nik, Zoologie, Meteorologie sind darin auch für die damalige Zeit einzigartige neue Erkenntnisse über Wirtschaftsgeographie und Ethnologie zusammen getragen. Wegweisend waren seine Forschungen auch auf dem Gebiet der Meteorologie: Humboldt untersuchte die Zusammensetzung der Atmosphäre.

Die Amsel

Die Amsel singt ganz früh am Morgen das schönste Loblied unserm Gott, erhebt die Stimme ohne Sorgen, sie freut sich an dem Morgenrot.

die Stimme ohne Sorgen, sie freut sich an dem Morgenrot. Sie weiß, wofür sie Gott gemacht

Sie weiß, wofür sie Gott gemacht - zu Seinem Lob, zu Seiner Ehre, ihr Jubel tönt in voller Pracht, dass Gottes Ruhm sich noch vermehre.

Wandersmann und Lerche

Wandersmann: „Lerche, wie früh schon fliegest du jauchzend der Morgensonne zu! Lerche: „Das ist von alters her mein Brauch, Wandersmann, deiner doch wohl auch?“ Und wie so laut in der Luft sie sang, und wie er schritt mit munterem Gang, war es so froh, so leicht den zwei‘n im lieben, klaren Sonnenschein. Und Gott, der Herr im Himmel droben,

hörte gar gern ihr Singen und Loben.

Herr im Himmel droben, hörte gar gern ihr Singen und Loben. Berühmte Deutsche - Gedichte Er

Berühmte Deutsche - Gedichte

Er hatte die gesetzmäßige Abnahme der Temperatur mit zunehmender Höhe erkannt und zeichnete 1817 die erste Isothermenkarte der Erde. Da Humboldts finanzielle Mittel durch die ausgedehnten Expediti- onen aufgebraucht waren, nahm er die Einladung des preußischen Königs Friedrich Wilhelm III. nach Ber- lin an. Er wurde königlicher Kammerherr und begann nebenbei eine umfangreiche Vorlesungstätigkeit an wissenschaftlichen Einrichtungen.

Im Jahr 1829 nahm Humboldt nochmals als Geologe an einer Expedition teil, diese führte ihn nach Sibi- rien, wo im Auftrag des russischen Zaren Nikolai I. die Diamantenvorkommen untersucht wurden. Weiter reiste er in den Ural, ins Altai Gebirge und bis ans Kaspische Meer. Nach seiner Rückkehr nach Berlin arbeitete Humboldt bis zu seinem Tod an seinem Le- benswerk, einer „physischen Weltbeschreibung“, die er unter dem Titel „Kosmos“ herausgab. Jedoch konn- te er dieses Werk nicht mehr vollenden. Zwischen 1845-1862 waren insgesamt fünf Bände erschienen. Erst nach seinem Tod wurde sein literarisch und wissenschaftlich interessanter Briefwechsel mit Johann Wolfgang von Goethe, Varnhagen und den Naturwissenschaftlern Bunsen und Gauß, sowie mit seinem Bruder, dem bedeutenden Philologen Wilhelm von Humboldt, veröffentlicht.

1 ein Wissenschaftler, der sich auf allen Gebieten auskennt

2 nicht

auf eigenen Vorteil bedacht

3 eine dringende Bitte

Herbstgold

Nun gehen meine Füße durch raschelndes Blättergold, das haben die Bäume des Waldes dem Herbst als Tribut gezollt. 1

Ich denk an die heißen Wünsche, die grünten wie Sommerlaub, sie mussten verwelken, verwehen, und wurden des Windes Raub.

Als sie am Boden lagen, da sah voller Staunen ich, dass sie zu Gold geworden und hatten bereichert mich.

ich, dass sie zu Gold geworden und hatten bereichert mich. Drum will ich‘s nimmer leiden 2

Drum will ich‘s nimmer leiden 2 , daß drüber mein Herze klagt; der Herr schenkt ein Größ‘res doch immer, wo er ein kleines versagt.

Johanna Rietzsch, Herbst 1924

1 jmdm. Tribut zollen: jmdn. anerkennen, sich einer Sache

beugen

2 hier: zulassen, erlauben

Der Weg Nr. 64

Deutschlandreise

D er Mittelrhein teilt das Rheinische Schiefer- gebirge in die links des Flusses liegenden Bergzüge von Eifel und Hunsrück und in den

rechtsrheinischen Westerwald.

Die Eifel

Zwischen der Kölner Bucht im Norden, dem Rhein im Osten, der Mosel im Süden und der belgischen Grenze im Westen erstreckt sich die Eifel mit ihren flachen, hochgelegenen Bergrücken. Die Flüsse ha- ben insbesondere zum Rhein und zur Mosel hin tief eingeschnittene Täler geformt. In den rauen und regenreichen Höhenlagen dominiert die Forst- und Milchwirtschaft. In jüngster Zeit hat sich hier auch der Rapsanbau ausgedehnt, der im Frühsommer große Flächen der Eifel in ein gelbes Blütenmeer taucht. Industrie ist nur punktuell vorhanden. Der Fremdenverkehr findet zunehmend wirtschaftliche Bedeutung. Große Attraktionen sind der Nürburg- ring 1 , der Weinbau an der Ahr und Erholungsge-

Rurtalsperre zwischen Einruhr und Rurberg

biete, wie etwa der Rur-Stausee oder das Wildfrei- gehege Hellental, und die vielen Burgen, wie etwa Nideggen oder die Wasserburg Satzvey, Schlösser wie Bürresheim, kleine Burgstädte wie Reifferscheid oder Kronenburg und nicht zuletzt die historischen Ortskerne von Al- tenahr, Monschau, Münstereifel oder Monreal.

Schloss Bürresheim

Der Weg Nr. 64

Rund um den

Maria Laach — ein Kloster in der Abge- schiedenheit 2

Die undurchdringlichen Waldgebiete des Rhei- nischen Schiefergebirges wurden erst im Laufe des Mittelalters besiedelt. Abseits der fruchtbaren Täler, die nach und nach besiedelt wurden, boten sich die Abgeschiedenheit von Eifel, Hunsrück und

Benediktinerabtei Maria Laach
Benediktinerabtei Maria Laach

Westerwald als Klosterstandorte geradezu an. Viele der herrlichen, teilweise stilrein erhaltenen Abteien sind zu beliebten

Ausflugs-

zielen von

Touristen

geworden.

Eines der

hervorra-

genden

Zeugnisse

der rhei- nischen Kirchen- baukunst ist die Abtei Maria Laach am gleichnamigen Vulkansee in der Eifel. Mit dem Bau der romanischen Basilika der Abtei wurde 1093 begon- nen. Sie verkörpert den Wendepunkt in der Geschichte des mittelalterlichen Kirchenbaus. Die

Laacher See, mit Abtei Maria Laach im Hintergrund
Laacher See, mit Abtei Maria Laach im Hintergrund
Abtei Maria Laach (Innenansicht)
Abtei Maria Laach (Innenansicht)

Mittelrhein ****

um 1230 vollendete sechstürmige Klosterkirche ist in ihrer harmonischen baulichen Geschlossenheit von besonderer Schönheit.

Die Mosel

Die Mosel, mit einer Länge von 545 Kilometern einer der großen linken Nebenflüsse des Rheins, entspringt in den Vogesen 3 , durchfließt Metz und

Schubverband auf der Mosel zwischen Reil und Burg
Schubverband auf der Mosel zwischen Reil und Burg

bildet teilweise die deutsch-luxemburgische Grenze. Ab Trier bis zur Mündung in Koblenz durchfließt sie in zahlreichen Windungen ein tief eingeschnittenes Tal, das zu den bedeutendsten deutschen Weinbau- gebieten zählt.

Das klimatisch begünstigte Moseltal wussten schon die Kelten zu schätzen. Die Römer brachten den Weinbau an die Mosel. So entstand dort eine wichtige Handelsstraße. Ortsnamen wie Piesport, Trittenheim oder Klüsserath sind bei deutschen

Die Mosel bei Bernkastel-Kues mit Kues im Hintergrund
Die Mosel bei Bernkastel-Kues mit Kues im Hintergrund

Weinkennern außerordentlich beliebt. Städte wie Bernkastel-Kues, der Geburtsort des mittelalter- lichen Gelehrten und Klerikers Nicolaus Cusanus,

Traben-Trarbach, Zell oder Cochem zeugen mit ihren historischen Bauwerken von der kulturellen Ausstrahlung dieser reizvollen Landschaft entlang der Mosel mit ihren vielen Burgen und Schlössern hoch über dem Fluss. Manche Burgen können be- sichtigt werden. Auf keinen Fall versäumen sollte man Burg Eltz im Tal der Elz, aber auch Burg Thu- randt bei Alken, die Burgen bei Kobern-Gondorf,

Moselschleife bei Trittenheim
Moselschleife bei Trittenheim

Burg Cochem und Burg Landshut über Bernkastel. Auch das Residenzschloss der Kurfürsten von Trier in Zell ist einen Besuch wert. Die Mosel war auch immer ein kultureller Mittler zwischen den Rhein- bewohnern und ihren westlichen Nachbarn. Zuletzt trug die Mosel viel zur deutsch-französischen Ver- ständigung in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg

Römerbrücke in Trier
Römerbrücke in Trier

bei. Im Deutsch-Französisch-Luxemburgischen Vertrag von 1956 wurde die Schiffbarmachung 4 des Flusses für große Binnenschiffe geregelt. Somit wurde eine verbesserte Verkehrsanbindung 5 der lothringischen und luxemburgischen Schwerindus- triezonen ermöglicht. 14 Staustufen regeln heute die Mosel, die dem Fluss oft seeartigen Charakter verleihen.

1 Rennstrecke

frankreich

2 abseits von bewohnten Gebieten 3 Gebirge in Nord-

5 Anschluss

4 die Möglichkeit, einen Fluss zu befahren

Der Weg Nr. 64

Was die Bibel lehrt

Im Alltag als Christ leben (1) ***

Die Bibeltexte sind mit freundlicher Genehmigung der Guten Nachricht Bibel (Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart 2000) entnommen.

W enn Sie durch den Glauben an Jesus Gott als

Ihren Vater erkannt und angenommen haben,

dann sind Sie „sein Kind“. Ein Kind sucht täg-

lich die Gemeinschaft mit seinem Vater. Es spricht mit ihm und hört ihm zu. Suchen auch Sie deshalb jeden Tag die Gemeinschaft mit Gott! Wir reden mit Gott, wenn wir beten. Wir hören Gott zu, wenn wir die Bibel lesen, denn in ihr spricht Gott zu uns. Sie ist „Gottes Wort“. Ebenso können wir mit un- serem neuen Herrn und Freund, Jesus Christus, reden und ihm zuhören, denn er ist Gott, und er ist das leben- dige Wort Gottes (vgl. Johannes 1,1.14; Römer 9,5b).

Ein Vater freut sich, wenn seine Kinder die Gemein- schaft mit ihm suchen. Auch Gott freut sich, wenn wir zu ihm kommen.

1) Mit Gott reden (Gebet)

Wenn du beten willst, dann geh in dein Zimmer, schließ die Tür zu und bete zu deinem Vater, der im Verbor- genen ist. Dein Vater, der auch das Verborgene sieht, wird dich dafür belohnen. (Matthäus 6,6)

5,1) Was brauchen wir nach Matthäus 6,6a zum Beten? Wenn wir mit Gott zusammen sind, soll uns nichts anderes stören. Viele nennen diese Zeit deshalb auch „Stille Zeit“. Am nächsten Morgen verließ Jesus lange vor Sonnen- aufgang die Stadt und zog sich an eine abgelegene Stelle zurück. Dort betete er. (Markus 1,35)

5,2) Jesus zeigt uns z.B. in Markus 1,35, welche Tageszeit für unsere Gemeinschaft mit Gott am güns- tigsten ist. Welche? Der Bischof Augustin sagte: „Der Morgen ist das Steuer des Tages.“ Aber wir können natürlich auch mittags oder abends unsere „Stille Zeit“ halten. Wichtig ist, dass wir möglichst ungestört mit Gott Gemeinschaft haben können. Dankt Gott, dem Vater, zu jeder Zeit für alles im Namen unseres Herrn Jesus Christus. (Epheser 5,20) Macht euch keine Sorgen, sondern wendet euch in jeder Lage an Gott und bringt eure Bitten vor ihn. Tut es mit Dank für das, was er euch geschenkt hat. (Philipper 4,6) Im Übrigen: Betet für mich, Brüder und Schwestern! Bittet darum, dass die Botschaft des Herrn sich rasch verbreitet und überall so wie bei euch mit Dank gegen Gott angenommen wird. Bittet auch darum, dass Gott mich vor den Anschlägen böser und schlechter Men- schen rettet. Denn nicht alle nehmen den Glauben an. (2.Thesslonicher 3,1-2) Das Erste und Wichtigste, wozu ich die Gemeinde auf- rufe, ist das Gebet, und zwar für alle Menschen. Bringt

Bitten und Fürbitten und Dank für sie alle vor Gott! (1. Timotheus 2,1)

5,3) Lesen Sie Epheser 5,20; Philipper 4,6; 2. Thes- salonicher 3,1-2 und 1. Timotheus 2,1: Was alles kön- nen wir Gott im Gebet sagen? Wir können Gott für die kleinen Hilfen und Freuden unseres Alltags danken, aber vor allem dafür, dass er uns durch Jesus gerettet hat. Und wir können ihn um Hilfe in unseren persönlichen Sorgen bitten, aber auch für seine Gemeinde bei uns und in der ganzen Welt und für unsere Regierung. Meint ihr, der Arm des HERRN sei zu kurz, um euch zu helfen, oder der HERR sei taub und könne euren Hil- feruf nicht hören? Nein, sondern wie eine Mauer steht eure Schuld zwischen euch und eurem Gott; wegen eurer Vergehen hat er sich von euch abgewandt und hört euch nicht! (Jesaja 59,1-2)

5,4) Wann können wir nach Jesaja 59,1-2 nicht damit rechnen, dass Gott unser Gebet hört? Das soll nicht heißen, dass immer persönliche Schuld vorliegt, wenn Gebet nicht erhört wird. Wir können nicht alle Gründe verstehen, warum Gott unser Gebet nicht immer erhört. Lasst nicht nach im Beten! (1.Thessalonicher 5,17)

5,5) Wie sollen wir die Aufforderung in 1.Thessalo- nicher 5,17 verstehen? Jesus hat seine Jünger ein besonderes Gebet gelehrt, das „Vaterunser“. Es steht in Matthäus 6,9-13. Es kann uns helfen, um die richtigen Dinge zu bitten. Das Vaterunser enthält neben der Anrede Gottes sieben Bitten und einen abschließenden Anbetungsteil. So sollt ihr beten:

Unser Vater im Himmel! Mach deinen Namen 1 groß in der Welt. Komm und richte deine Herrschaft 2 auf. Verschaff deinem Willen Geltung, auf der Erde genauso wie im Himmel. Gib uns, was wir heute zum Leben brauchen. Vergib uns unsere Schuld, wie auch wir allen vergeben haben, die an uns schuldig geworden sind. Lass uns nicht in die Gefahr kommen, dir untreu zu werden, sondern rette uns aus der Gewalt des Bösen. (Matthäus 6,9-13) 3

5,6) Sagen Sie die Bitten des Vaterunsers mit Ihren eigenen Worten. ? 5,7) Beten Sie zu Gott? Wenn Sie möchten, schreiben Sie uns über Ihre Erfahrungen. Schreiben Sie uns auch Ihre Fragen dazu!

1 Der „Name“ steht hier für die ganze Person Gottes. Gott soll in der

ganzen Welt als Gott erkannt, gefürchtet und gelobt werden. 2 Gottes

Herrschaft, sein „Reich“, ist der Weltzustand, in dem die Menschen Gott

die Ehre erweisen und einander nach seinem Willen lieben.

Handschriften fügen noch einen abschließenden Lobspruch hinzu: Dir gehört die Herrschaft und Macht und Ehre in Ewigkeit. Amen. Im Gottes- dienst ist heute für das Gebet des Herrn folgende ökumenische Fassung gebräuchlich: Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name. Dein

3 Spätere

Deutsche Bräuche

im Himmel, so auf Erden. Unser

Reich komme. Dein Wille geschehe, wie

tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. (Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.).

Bräuche: Die Taufe ***

N achdem ein Kind geboren wurde, folgt in vielen Fällen innerhalb des ersten Lebensjahres die

Taufe. Aber auch eine spätere Taufe ist möglich, wenn

das Kind schon bewusst wahrnimmt, was geschieht.

Die Geburt eines Kindes ist ein Geschenk Gottes. Eltern antworten darauf, indem sie ihr Kind taufen lassen. Gott spricht in der Taufe den kleinen Kindern seine Liebe zu, unabhängig davon, wie sie sich verhalten. Eltern und Paten haben dann die Aufgabe, stellvertretend für die Kinder den Glauben zu bezeugen und den Kindern von ihrem christlichen Glauben zu erzählen. Später in der Konfirmation bekräftigen die Jugendlichen selbst ihr Ja zum Glauben an Jesus Christus.

Der größte Teil der christlichen Kirchen praktiziert in der Regel die Kindertaufe. Hierbei bekennen Eltern und/oder Taufpaten - entweder als Stellvertreter des Täuflings oder im eigenen Namen - den Glauben an Jesus Christus und versprechen eine christliche Erziehung des Kindes. In der Konfirmation sollen in diesen Kirchen die als Kinder Getauften ihre Taufe dann eigenständig bestätigen, indem sie selbst ein Bekenntnis zu Jesus Christus ablegen.

Für die römisch-katholische Kirche setzt jede Taufe den christlichen Glauben voraus. Kleine Kinder (vor dem Einschulungsalter) werden im „Glauben der Kirche“ getauft, eine Frage nach dem Glauben dieser Kinder oder ein stellvertretendes Glaubensbekenntnis erfolgen im heutigen Taufgottesdienst daher nicht. Vielmehr werden Mutter und/oder Vater nach ihrem, d. h. der Erwachsenen, persönlichen Glauben befragt und der Glaube der Kirche bekannt. Kinder im Schulalter können wie die Erwachsenen die Taufe nur dann empfangen, wenn sie vor dieser ihren persönlichen Glauben öffentlich bekannt haben.

Erwachsenen- bzw. Gläubigentaufe

Die Taufe gläubiger Erwachsener wird in allen Kirchen praktiziert. Dabei begehrt der Täufling persönlich, die Taufe zu empfangen. Er bekennt sich in diesem Zusammenhang selbst öffentlich zu Jesus Christus. In einigen Kirchen, den sogenannten taufgesinnten Kirchen (z. B. Baptisten) ist dies die einzig mögliche Form der Taufe. 1

Katholische und Evangelische Tauffeier

Die Taufe soll im normalen Gemeindegottesdienst stattfinden. Typischerweise wird an der

entsprechenden Stelle vor oder nach der Predigt zunächst ein Tauflied gesungen. Darauf folgt die Frage „Willst du getauft werden?“ Nach deren Bejahung wird das Apostolische Glaubensbekenntnis gesprochen.

Da in der heutigen Zeit in der Regel Säuglinge getauft werden, antworten für den Täufling die Eltern und Paten stellvertretend auf die Fragen nach dem Taufbegehren und dem Glaubensbekenntnis. Auf die Frage, ob sie auch gewillt sind, das Kind im christlichen Glauben zu erziehen, erfolgt die Antwort „Ja, mit Gottes Hilfe!“

Nach den Fürbitten begibt sich die Taufgemeinschaft zum Taufbrunnen, wo die eigentliche Taufe abgehalten wird. Der Taufpate, der das Kind im Arm hält, tritt vor den Pfarrer oder Priester, der das Kind mit einem Kreuzzeichen auf die Stirn begrüßt. Danach spendet er dem Kind das Sakrament der Taufe, indem er Wasser über den Hinterkopf des Kindes gießt

und die Taufe mit den Worten „N.N., ich taufe dich im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes“ vollzieht.

Meist erhält der Täufling einen Taufspruch, der ihn auf seinem Lebensweg begleiten soll. In Erinnerung an das Jesuswort „Ich bin das Licht der Welt“ wird auch häufig eine Taufkerze an der Osterkerze entzündet und mit den Worten Empfange das Licht Christi übergeben, die der Täufling als Erinnerung mit nach Hause nimmt. Es folgt die Segnung des Täuflings bzw. der Eltern und Paten.

Im Falle der Säuglingstaufe gibt die spätere Firmung (römisch-katholisch) bzw. Konfirmation (evangelisch) dem Täufling die Möglichkeit, selbst noch einmal seine Zugehörigkeit zum christlichen Glauben zu bekräftigen.

Verbunden mit der Taufe ist der Brauch, den Täufling bzw. dessen Eltern zu beschenken. Und natürlich wird die Taufe auch gefeiert. Dazu sind besonders die Paten und auch Freunde eingeladen.

1 Ein Teil dieser Kirchen erkennt die Taufe von religionsunmündig getauften Christen beim Übertritt an, wenn diese ein Bekenntnis zu Jesus Christus ablegen und damit – gewissermaßen nachträglich – ihre Kindes- bzw. Säuglingstaufe gültig machen. Kindertaufen werden in diesen Kirchen aber nicht selbst durchgeführt. Andere taufgesinnte Kirchen sehen eine Säuglingstaufe als unbiblisch und daher als ungültig an und erwarten, dass sich als Säuglinge getaufte Gläubige beim Übertritt (aus ihrer Sicht erstmals) taufen lassen.

Geschmücktes Taufbecken mit brennender Osterkerze

Der Weg Nr. 64

11

Bilder mit freundlicher Genehmigung entnommen aus: „Mein deutsches Bilderbuch“, © Verlag Volk und Wissen

Mein Bilderbuch

Der erste Schultag *

Bald ist es wieder soweit: Die Kinder kommen in die Schule! Ein neuer Lebensabschnitt beginnt! In Deutschland bekommt jedes Kind am ersten Schultag von seinen Eltern eine Schultüte. Diese ist gefüllt mit Süßigkeiten, aber auch Nützlichem, wie z.B. Stiften und vielleicht einem Spiel. Damit geht das Kind zur Schule. Dort lernt es die anderen Kinder, die neue Klasse und den Klassenlehrer kennen. Am Ende des ersten Schultages warten die Eltern (oder die Großeltern) auf die Kinder. Schaut euch das Bild genau an! Was tun die Kinder, was tun die Eltern? Denkt einmal an euren ersten Schultag zurück! Was war das für ein Gefühl? Was habt ihr erlebt? Was für Unterschiede und Gemeinsamkeiten gibt es wohl?

Was für Unterschiede und Gemeinsamkeiten gibt es wohl? Bald ist‘s soweit Bald darf ich alle Tage,

Bald ist‘s soweit Bald darf ich alle Tage, wie Marie zur Schule gehn. Bekomme einen Ranzen aus Leder, braun und schön.

Nach Elfriede Mund

Mit der großen Zuckertüte fängt mein Schülerleben an. Und ich werde euch beweisen, dass ich fleißig lernen kann.

Täglich geh‘ ich dann zur Schule, höre, was der Lehrer spricht, lerne rechnen, lesen, schreiben, denn ein Faulpelz bin ich nicht.

Nach Helga Müller

Spiel zum Schulan- fang:

Buchstaben malen

Material: Stifte, Zei- chenblock

Auf einen Zeichenblock werden einige Buchstaben aufgemalt. Die Kinder bekommen nun die Aufgabe möglichst schnell diese Buchstaben abzumalen. Die Zeit von jedem Kind wird gestoppt.

Wer am schnellsten alle Buchstaben abgemalt hat, hat gewonnen.

Alternativ kann man auch bewerten, wer am schöns- ten abgemalt hat, am ordentlichsten oder die Kinder werden belohnt, wenn sie überhaupt die Buchstaben abgemalt haben.

Kurzgeschichte

Ein kluger Rat **

E in reicher Bauer hatte drei Söhne. Sein

ganzes Leben lang hatte er hart gearbeitet

und war so zu Wohlstand gekommen. Sein

wertvollster Besitz waren neben einer Menge Geld seine 17 Kühe.

Als der Bauer spürte, dass sein Leben zu Ende ging, schrieb er ein

Nurlana Mamedova
Nurlana Mamedova

Testa-

ment. Er wusste genau, dass jeder seiner Söhne gleichermaßen nach seinem Vermögen trachtete 1 , deswegen hatte er sich eine List 2 ausgedacht, die er seinen Söhnen als Vermächtnis auferlegte. Als die Söhne nach dem Tod des Vaters das Testament lasen, sahen sie sich vor eine, wie es ihnen schien, unlösbare Aufgabe gestellt. In seinem Testament hatte der Bauer folgendes geschrieben: „Von mei- nen Kühen soll der Älteste die Hälfte bekommen, der Zweitälteste ein Drittel und der Jüngste ein Neuntel. Wer die richtige Lösung weiß, bekommt außerdem mein Vermögen.“ Lan- ge zerbrachen sich die Brüder den Kopf, denn jeder wollte das Geld des Vaters für sich haben. Doch wie sollten sie teilen, ohne einige Kühe zu zerstückeln? 3

Da kam ein weiser alter Mann ins Dorf, der auf dem Viehmarkt in der Stadt seine einzige Kuh verkaufen wollte. Als er von dem Problem der drei Brüder hörte, sagte er zu ihnen: „Alles ist möglich, ihr müsst nur mit den alten Regeln des Denkens brechen.“ „Wie soll das gehen?“, fragten die Brüder. Und der Älteste fügte hinzu: „Wenn du uns die richtige Lösung ver- rätst, bekommst du die Hälfte vom Vermögen unseres Vaters.“ „Ich begehre 4 nichts mehr“, erwiderte der Alte. „Mein Vermögen ist hier oben“ dabei tippte er

Nurlana Mamedova
Nurlana Mamedova

sich mit dem Zeigefinger an die Stirn.

„Dem Verstand sind keine Grenzen gesetzt“, fügte er hinzu. „Dann beweise es“, riefen die Brüder. „Nun gut, dann holt die Kühe!“ Als die 17 Kühe herbei- getrieben waren, stellte der alte Bauer seine Kuh hinzu und sagte:

„Jetzt sind es 18 Kühe. Der Älteste soll die Hälfte bekommen, das sind 9. Der Zweitälteste soll ein Drittel bekommen, das sind 6. Der jüngste soll ein Neuntel bekommen, das sind 2, macht zusam- men 17 Kühe. Und so bleibt meine übrig.“

Der Alte nahm seine Kuh am Strick und machte sich mit ihr auf den Weg. Die drei Brüder blieben sprachlos vor Staunen zurück. Dann besann sich der Älteste und rief dem weisen Mann nach: „Halt, du bekommst doch einen Teil des Vermögens!“

„Ich pfeif’ 5 auf euer Geld!“, rief der Alte lachend zurück. „Seht zu, dass ihr es gerecht aufteilt und klug verwaltet, und benützt eure Köpfe zum Denken!“

Nurlana Mamedova
Nurlana Mamedova

1 etwas für sich haben wollen 2 ein schlauer Gedanke 3 zerteilen

4 Sich etwas sehr wünschen 5 Ich pfeif auf daraus

= ich mach` mir nichts

Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln 1 . (Psalm 23/1)

Jesus ist mein treuer Hirt, ihm kann ich vertrauen, ER an seiner Seit‘ mich führt, auf ihn kann ich bauen 2 .

ER lässt niemals mich allein, steht mir treu zur Seite. ER wird immer bei mir sein, kennt die beste Weide.

Seine Engel schützen mich, sagt ER in seinem Wort. Er starb am Kreuze auch für mich, Er ist mein treuer Hort 3 .

1 fehlen 2 auf jmd. bauen: sich auf jmd. verlassen, festes Vertrauen

zu jmd. haben

3 (hier) Ort, der einen besonderen Schutz gewährt

Der Weg Nr. 64

1

Die bunte Seite

KONZENTRIERT LESEN

Stellen die Trennstriche zwischen die Wörter setzen. Am Ende der Seite finden Sie den Text nochmal korrekt.

Redewendungen zeichnen

Redewendungen sind eine besondere Eigenheit jeder Sprache. Eigentlich ist es sehr schwer, sie einem Ausländer verständlich zu machen. Eine schöne Art, Redewendungen den Spielern näher zu bringen, ist, sie malen / zeichnen zu lassen.

Hier sind ein paar Redewendungen, die fürs Malen geeignet sind. Viel Spaß!

• Mir raucht der Kopf. (Jmd. denkt längere Zeit angestrengt nach.)

• Die Augen sind größer als der

Mund. (Wenn man viele schöne essbare Dinge sieht, aber sie dann letztlich doch nicht essen kann.)

• Der Apfel fällt nicht weit vom

Stamm. (verwendet, um auszudrü- cken, dass jemand in einer Eigen- schaft, in seinem Verhalten Vater

• Jemanden durch den Kakao

ziehen (über jemanden / etwas [meist auf

lustige, gutmütige Weise] spotten)

• Mit jemandem unter vier Augen

sprechen (zu zweit, ohne weitere Zeugen)

Anders Lesen!! Bei diesem kleinen Gedicht von Wilhelm Busch fehlen alle Satzzeichen und Zwischenräume. Der Text beginnt ganz ungewohnt unten mit dem blauen Wort ES. Von da an müssen Sie Wort für Wort von rechts nach links lesen und sich dabei Zeile für Zeile von unten nach oben arbeiten.

Achtung: ä=ae, ö=oe!

HUMORHATMIRSCHEINTVO-

GELDER

ZUVORWIEPFEIFENLUSTIGUND

QUINQUILLIERENWENIGEINNO-

CHWILL

VERLIERENZEITKEINEICHWILL-

SO

FRISSTKATERDERDOCHMICH-

WEILUND

ISTSODASWEILDENKTVO-

GELDER

NAEHERVOGELARMENDEMER-

KOMMT

HOEHERIMMERUNDHINAUF- oder Mutter ähnlich ist)

BAUMAM

GLUHAUGENDIESCHARFKRAL-

LENDIE

HERZUSCHLEICHTKATER-

SCHWARZEREIN

HEIMNICHTKANNUNDSEHRFLAT-

TERTER

LEIMDEMAUFVOGELEINSITZTES

• Einen Vogel haben Das Lesen fällt Ihnen etwas leichter, wenn Sie laut mitsprechen und/oder
Einen Vogel haben
Das Lesen fällt Ihnen etwas leichter,
wenn Sie laut mitsprechen und/oder
(nicht recht bei Verstand sein;
seltsame Ideen haben)
dabei mit einem Stift an den richtigen
Aus: e.o.plauen, „Vater und Sohn“, Gesamtausgabe
1
© Südverlag GmbH, Konstanz,
1982 (ren.)
Der Weg Nr. 64
mit Genehmigung der Gesellschaft für Verlagswerte GmbH, Weinfelden / Schweiz.
Vater und Sohn: „Was! Ich soll das sein?“

• die Hand für jemanden ins Feu-

er legen (Jemandem so vollkommen vertrauen, dass man ohne Zögern bereit ist, für die betreffende Per- son zu bürgen.)

• Die dümmsten Bauern haben

die dicksten Kartoffeln. (Wenn jemand mühelos und völlig unverdient erfolgreich ist.)

• Rosinen im Kopf haben

(unrealistische Pläne haben)

• Die Trauben zu hoch hängen

(Jemand tut so, als wolle er etwas Positives gar nicht haben, damit er

nicht zugeben muss, dass er es nicht bekommen oder erreichen konnte.)

Lach mal wieder

„Gestern bin ich bei Grün über die Ampel gefahren und habe einen

Strafzettel bekommen.“ „Wieso

denn, bei Grün darf man doch!?“ „Ja, aber die Ampel kostet 2000,- Euro.“

Der Lehrer fragt in der Deutsch- stunde: „Wenn jemand sagt: ’Das

Lernen macht mir Freude’, welcher

Fall ist das?“ Max meldet sich: „Ein seltener Fall.“

Als Max am letzten Schultag nach

Hause kommt, fragt ihn der Vater:

„Und, wo ist dein Zeugnis?“ Max ant- wortet rasch: „Das habe ich meinem Freund geborgt, der wollte seine

Eltern mal so richtig erschrecken.“

Im Religionsunterricht. Der Lehrer erklärt: „Adam und Eva lebten im Paradies. Eva hat von dem Apfel gegessen, wie die Schlange ihr emp- fohlen hat. Aber warum hat Adam das nicht getan?“ Erik meldet sich:

„Vielleicht waren die Äpfel gespritzt.“

Auflösung des Gedichts:

Leim.demaufVogeleinsitztEs

heim,nichtkannundsehrflattertEr

herzu,schleichtKaterschwarzerEin

gluh.Augendiescharf,Krallendie

höherimmerundhinaufBaumAm

näher.Vogelarmendemerkommt

istsodasWeildenkt:VogelDer

frisst,Katerderdochmichweilund

verlieren,Zeitkeineichwillso

quinquillierenwenigeinnochwill

zuvor.wiepfeifenlustigund

Humor.hatmirscheintVogelDer

BuschWilhelm

Die Grammatikecke - Das aktuelle Buch - Leser schreiben Lesern

Zusammengesetzte Substantive

Beispiel: Eine Blume, die auf Wiesen wächst, ist eine Wiesenblume. Eine Wiese, auf der Blumen wachsen, ist eine Blumenwiese.

Ergänzen Sie:

1. Eine Leitung, durch die Wasser fließt, ist eine

2. Wasser, das aus der Leitung kommt, ist

3. Salat, der aus Gurken gemacht ist, ist

4. Eine Gurke, die für Salat geeignet ist, ist

5. Ein Tisch, der nebenan steht, ist der

6. Jemand, der neben mir am Tisch sitzt, ist mein

7. Ein Schrank mit vielen Spiegeln ist ein

8. Ein Spiegel, der an einer Schranktür befestigt ist, ist ein

9. Eine Mauer, die aus Steinen errichtet ist, ist eine

10. Steine, die für den Bau einer Mauer benötigt werden, sind …

11. Der Teil des Baumes, an dem sich die Äste befinden, ist der …

12. Die Menschen meiner Familie, die vor mir gelebt haben, gehören zu

meinem

13. Ein Dach, das mit Ziegeln gedeckt ist, ist ein

14. Ziegel, die für ein Dach hergestellt werden, sind …

15. Jemand, der einem Verein angehört, ist ein

16. Alle Personen, die dem Verein angehören, bilden den …

17. Das Haus, in dem sich die Boote befinden, ist das

18. In vielen asiatischen Ländern wohnen Menschen in

Worthilfen: der Mauerstein, die Steinmauer, das Ziegeldach, der Dachziegel, der Baumstamm, der Stammbaum, die Wasserleitung, das Leitungswasser, der Tischnach- bar, der Nachbartisch, der Mitgliederverein, das Vereinsmitglied, der Gurkensalat, die Salatgurke, der Spiegelschrank, der Schrankspiegel, das Hausboot, das Bootshaus

Das aktuelle Buch

Stephanie darf leben

„Bisher verlief unser Familienleben völlig normal. Doch dieses ruhige, schöne Leben sollte sich bald gehörig ändern. Es wurde von einem Tag zum anderen völlig durch- “

einander gewirbelt. Nichts war mehr so wie vorher

Christiane Volke erzählt von der Krebserkrankung ihrer 12- jährigen Tochter Stephanie. von den ersten Anzeichen, den Krankenhausaufenthalten, Chemotherapien, Hoffnungen und Rückschlägen, aber auch von Heilung. Sie berichtet über Veränderungen, die in ihr selbst vorgingen, wie sie

z. B. lernen musste, ihre Sorgen im Vertrauen auf Gott wirklich aus der Hand zu geben.

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Leser schreiben Lesern

Татьяне Нуждиной ул. Молодёжная, 7 456438 д. Боровое Челябинская обл., Чебар- кульский р-н Russland 18 J.; lernt Deutsch; zuk. Dol -

metscherin; sucht viel Freunde – Tel: 89525029755

Roma Moskaljow 662955 п. Краснокаменск 16-35 Крсаноярский край; Кура - гинский рн H: Popmusik. Politik, Moskauer Nachtleben

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Impr essum

Der Weg Die Zeitschrift für Deutschlernende Nr. 63 (September - November 2009) ISSN 1615-7745 (Printausgabe) ISSN 1619-0947

Die Zeitschrift für Deutschlernende

Nr. 63 (September - November 2009)

ISSN 1615-7745 (Printausgabe) ISSN 1619-0947 (Internetausgabe)

Redaktion: Volker Schmidt

Erscheinungsweise: vierteljährlich

Bezug: kostenlos

Bestellungen:

Sie können den „Weg“ per Brief, E-Mail oder über das Internet be- stellen. Als Erstbesteller bekom- men Sie die nächsten vier Ausga- ben kostenlos zugeschickt. Wenn Sie innerhalb dieses Zeitraumes Ihr Abonnement verlängern, schi- cken wir Ihnen jeweils die nächs- ten sechs Ausgaben kostenlos zu.

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47574 Goch,

Deutschland

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Der Weg Nr. 64

1

Aus dem Leben erzählt

Ein neues Leben

H allo, ich heiße Theresa und bin 17 Jahre alt. Ich möchte euch heute einen kurzen Einblick in mein Leben geben:

Ich wurde von klein auf katholisch erzogen. Sonntags

ging ich meist brav in die Kirche. Als ich dann älter wurde, war es nur mehr eine unnötige Stunde

an meinem freien Tag

war es nur mehr eine unnötige Stunde an meinem freien Tag An einem Gott zweifelte ich

An

einem Gott zweifelte ich nie, nur erkannte ich damals noch nicht, dass er eine ganz persönliche Beziehung zu mir will. Aber ich dachte immer daran, dass ich nicht auf dieser Welt sein müsste (als Baby wäre ich nach der Geburt fast gestorben). Ein weiterer Grund war (ist) mein Bruder Florian, der vor 14 Jahren ums Leben kam. Als Familie beteten wir vorm „schlafen gehen“ täglich das „Vaterunser“.

Ich war schon immer ein aktives Kind und ein „Sandwich“ (das mittlere Kind in der Familie). So lernte ich, oft selbst „für mich zu sorgen“ und mich durchzukämpfen. Dies führte auch dazu, dass ich oft sehr frech war und meinen Eltern gegenüber keinen Respekt hatte.

An meinem 13. Geburtstag trank ich das erste Mal ziemlich viel Alkohol, welchen ich aus dem Keller meiner Eltern klaute 1 . In der Hauptschule kamen auch die ersten „Bekanntschaften“ mit Burschen ins Spiel. Ich hatte oft einen „fixen Freund“ (man grüßt und verabschiedet sich - vielleicht ist auch noch ein Spaziergang drin) und liebte es, damit anzugeben. Diese Bekanntschaften wurden intensiver, als ich anfing abends wegzugehen. In dieser Zeit war ich oft mit meiner besten Freundin, meiner Kusine, unterwegs. Natürlich kamen auch Rauchen und Alkohol immer mehr ins Spiel. Mit 13 gingen wir mit gefälschtem Ausweis in die verschiedensten Geschäfte, kauften

Alkohol und tranken diesen dann zu Hause. Natürlich waren auch Spritztouren 2 mit unserer Clique ein tolles

Erlebnis. Wir fuhren mal dorthin und mal dahin

Schule interessierte mich nicht mehr sonderlich 3 (was sich dann in meinen Noten bemerkbar machte). Es gab zu viele Dinge, die mir damals viel wichtiger erschienen.

Damals hatten sich meine Eltern schon bekehrt. Sie

Die

gingen in die Gemeinde (auch ich war schon öfter dort gewesen und wusste darum genau, dass ich Sünden habe und Vergebung durch Jesus brauche). Doch später interessierte mich auch das nicht mehr, weil, wie gesagt, andere Dinge wichtiger erschienen.

Nach einiger Zeit fragte ich mich, ob mein Leben so einen Sinn machte?! Ich wollte nach einem Sinn suchen, fand aber keinen. Aber nur „fort gehen“, trinken, allen möglichen Unfug treiben, Bekanntschaften

machen,

ungläubigen Freunden Geschichten und Dinge, bei denen ich mir sicher war, dass ich das nie erleben möchte.

Ich begann, die Bibel zu „studieren“, führte viele Gespräche über den Glauben und sah einen Film, welcher mich sehr bewegte. Ich war hin- und hergerissen. Ich musste mich für einen Weg entscheiden. Es war, als würde sich mein ganzes Leben in Bildern vor mir abspielen. Es waren einige Bilder dabei, bei denen ich mir wünschte, sie wegmachen zu können. Diese „Bilder“ waren meine Sünden.

In Tränen lief ich zu meiner großen Schwester und erzählte ihr alles. Ich sagte ihr, dass ich so nicht mehr weiterleben möchte. Sie meinte, dass ich das auch Jesus sagen müsste, und so tat ich es auch. Ich bat ihn um Vergebung all meiner Fehler, der vergangenen und zukünftigen. Ich bat ihn, mein Leben zu verändern. Ich wollte IHN (Jesus) als Herrn über mein Leben. Ich wollte ihm dienen und ihn lieben.

Diese Entscheidung fiel bei mir vor ca. einem Jahr - und ich werde sie nie bereuen!

Gott ist mein Retter, mein bester Freund und Liebe pur! Er ist immer da für uns. Er liebt JEDEN Menschen.

Er hält mich fest, wenn ich falle und richtet mich wieder auf. Er ermutigt mich, wenn ich nicht mehr weiter weiß. Er liebt mich, egal wie ich gerade drauf bin. Er ist mir treu, auch wenn ich nicht treu bin. Diese Eigenschaften sind super, dieser Jesus ist unvergleichlich! Und ich möchte dich ermutigen, ihn doch (noch) besser unter die Lupe zu nehmen

Theresa

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1 Klauen: umgangspr. für stehlen 2 Gemeinsame kurze Unterneh-

war das der Sinn? Dann hörte ich von einigen

mungen

3 besonders

„Es ist nicht genug, zu wissen, man muss es auch anwenden. Es ist nicht genug, zu wollen, man muss es auch tun.“

Johann Wolfgang von Goethe

„Der Mensch kann nicht zu neuen Ufern vordringen, wenn er nicht den Mut aufbringt, die alten zu verlassen.“

André Gide