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Die Zeitschrift für Deutschlernende Ausgabe Nr. 32 4-2000 Albert Einstein: Auf der Suche nach
Die Zeitschrift für Deutschlernende
Ausgabe Nr. 32
4-2000
Albert Einstein: Auf der Suche nach

der letzten Ursache unserer Welt

Einer der berühmtesten Männer der Welt ist Al- bert Einstein. Er hat un- ser Wissen über den Auf- bau unserer Welt sehr ver- mehrt. Man darf ihn mit Kopernikus und Newton vergleichen.

Kopernikus (um 1500) entdeckte, daß die Erde um die Sonne kreist (und nicht umgekehrt, wie man bis dahin dachte). Und Newton (um 1700) er- kannte, daß alle kleinen und großen Körper in der Welt sich gegenseitig durch die Anziehungskraft (Gravitation) anziehen. Dadurch bleiben alle Ge- genstände und die ganze Welt im Gleichgewicht, in Harmonie.

und die ganze Welt im Gleichgewicht, in Harmonie. Albert Einstein, bedeutendster Physiker unserers

Albert Einstein, bedeutendster Physiker unserers Jahrhunderts

per. Wir nennen diese Ent- deckung Einsteins die „Re- lativitätstheorie“ (relativ = abhängig: Raum, Zeit und Energie hängen von- einander ab).

Auch andere wichtige Ent- deckungen hat Einstein ge- macht. Alle seine Erkennt- nisse sind schwer zu ver- stehen.

Ein scharfer Denker

Albert Einstein wurde 1879 als Kind deutscher Juden in der süddeutschen Stadt Ulm geboren. Sein Vater hatte eine kleine Fa- brik. Schon seit Jahrhun- derten lebte die jüdische Familie Einstein in

Deutschland. Albert hat immer gesagt, daß Deutsch seine Muttersprache sei. In den USA, wo er später lebte, hat er sich nie zu Hause gefühlt. Englisch sprach er schlecht.

Einstein verließ mit 15 Jahren die Oberschule ohne Abitur. Er haßte den Zwang der Schule. Lieber beschäftigte er sich zu Hause intensiv mit dem, was ihn persönlich interessierte: mit naturwissen- schaftlichen Problemen. Er war ein starker Indi- vidualist. Seine Freiheit ging ihm über alles.

Die Relativitätstheorie

Einstein hat gesehen, daß Raum, Zeit und Ener- gie sich verändern können. Sie hängen vonein- ander ab. Wenn sich zum Beispiel von zwei gleich großen Körpern der eine schneller bewegt als der andere, wenn sich also seine Bewegungs- zeit verändert, verändert sich auch sein Raum:

Er wird kleiner als der andere, langsamere Kör-

Aus der Redaktion Liebe Leserinnen, liebe Leser, vor uns liegen das Weih- nachtsfest und ein

Aus der Redaktion

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

vor uns liegen das Weih- nachtsfest und ein neues Jahr. Kalendermäßig beginnt auch das neue Jahrtausend. Was es uns wohl bringen wird? Wir wissen es nicht. Aber auch im vor uns liegenden Jahr dürfen wir Gott anrufen und ihn um seine Hilfe bitten. Er ist auch im neuen Millennium nie weiter weg als ein Gebet!

In diesem Heft finden Sie wieder eine bunte Auswahl von Themen. Und für Weihnachten haben wir Ihnen diesmal einige Weihnachtsgedichte zusammen- gestellt. Jesus Christus ist in die Welt gekommen, um uns zu retten! Diese frohe Botschaft sollten wir allen sagen! Viele andere Artikel und Spiele zu Weihnachten finden Sie in den früheren Heften. Sollten Sie diese nicht haben, können Sie im Internet einige der alten Ausgaben herunterladen und auch viele andere Texte finden. Schauen Sie doch mal vorbei!

Ansonsten arbeiten wir weiter daran, den „Weg“ einfacher lesbar zu machen. Vor Ende des nächsten Jahres wird das neue Konzept wohl nicht umgesetzt sein. Schreiben Sie uns weiterhin Ihre Ideen und Vorschläge. Wir werden Sie aufmerksam lesen und hoffentlich auch viele davon aufgreifen.

„Bunter und umfangreicher“, so lautet ein oft gehörter Wunsch unserer Leser. Wie gerne würden wir dies verwirklichen! Aber die Kosten dafür sind einfach zu hoch. Farbiger Druck ist viel teuerer, genauso wie eine Erweiterung der Seitenzahl nicht nur die Kosten für den Druck, sondern auch für den Versand erhöhen würde. Und da wir für den „Weg“ keine öffentlichen Gelder bekommen, wird dies vorerst wohl ein Traum bleiben - aber ein schöner!

Kein Traum hingegen ist die Verbreitung des „Weges“. Immerhin lesen jetzt Menschen in 80 Ländern die Zeitschrift. Und immer wieder kommen neue hinzu. Schön, daß der „Weg“ so viele Menschen begeistert!

Und zum Schluß noch ein Vorschlag. Schreiben Sie uns als Schulklasse oder Unigruppe doch einmal einen Brief, in dem Sie sich mit Bild kurz vorstellen. Schreiben Sie uns etwas über sich selber, was auch andere interessieren könnte. Und wenn möglich, werden wir in jeder „Weg“-Ausgabe eine oder mehrere der Gruppen vorstellen. Sind Sie dabei?

Eine frohe Weihnachtszeit und ein gesegnetes Neues Jahr wünscht Ihnen

Ihr

Er war auch ein großer Denker, wie wenige an- dere Menschen. Er hat alle seine Entdeckungen nur durch Grübeln 1 und Nachdenken gemacht, ohne alle praktischen Experimente.

In der Schweiz konnte Einstein Ingenieurwissen- schaften studieren. 1902 fand er eine Anstellung beim Patentamt in Bern/Schweiz. Jetzt konnte er auch heiraten. Dem Ehepaar wurden zwei Söhne geboren.

Zeit und Raum

Durch folgenden einfachen Versuch zeigte Ein- stein, daß Zeit und Raum voneinander abhängen:

Genau in der Mitte eines fahrenden Zuges schickt ein dort stehender Beobachter gleichzeitig einen Lichtstrahl nach vorn zum Anfang und nach hin- ten zum Ende des Zugs. Beide Lichtstrahlen brau- chen bis zum Anfang und Ende des Zugs genau die gleiche Zeit.

Nun steht ein zweiter Beobachter auf dem Bahndamm. Er sieht je- doch, daß der Licht- strahl am Ende des Zugs früher ankommt als am Anfang. Denn der Zug fährt ja dem nach hinten geschickten Lichtstrahl entgegen, während er dem nach vorn geschickten da- vonfährt. Wir sehen:

der Lichtstrahl braucht

für die gleiche Strecke verschiedene Zeiten, wenn der Raum (der Ort der Beobachter) verschieden ist.

wenn der Raum (der Ort der Beobachter) verschieden ist. Eine Seite aus den „Annalen der Physik“

Eine Seite aus den „Annalen der Physik“ (1905) mit einem Aufsatz von Albert Einstein

Neugierig aus Leidenschaft

Allmählich wurde Einstein bekannt und berühmt. Er wurde Professor, ab 1914 lehrte er in Berlin. 1921 bekam er den Nobelpreis 2 . Dabei blieb Ein- stein bescheiden. Er sagte: „Ich habe keine be- sondere Begabung. Ich bin nur leidenschaftlich neugierig.“

In seinem Privatleben war er recht frei. Er trenn- te sich von seiner ersten Frau und heiratete seine Cousine Elsa. Er war oft nachlässig gekleidet, seine Haare waren lang und unordentlich. Zum

Kummer seiner Frau flirtete 3 er viel mit anderen Frauen.

Einstein entdeckte auch, daß Masse und Energie voneinander abhängen. Bei hoher Geschwindig- keit verwandelt sich Masse immer mehr in Ener- gie. Masse ist „gefrorene“ Energie, Energie ist

in Ener- gie. Masse ist „gefrorene“ Energie, Energie ist Einsteins Arbeitsplatz in seinem Haus in Princeton

Einsteins Arbeitsplatz in seinem Haus in Princeton (USA)

„aufgetaute“ Masse. Deshalb können z.B. kleine Mengen radioaktiven Materials in der Atombom- be in ungeheure Energien umgewandelt werden.

Aufgrund von Einsteins Erkenntnissen glaubt man heute, daß das Weltall ein riesiger gekrümmter, also nicht unendlicher, Raum ist. Wenn man ei- nen Lichtstrahl losschickt, kehrt dieser nach sehr langer Zeit auf einer gekrümmten Bahn wieder zu seinem Ausgangspunkt zurück.

Ein Demokrat und die Atombombe

Einstein war ein entschiedener Demokrat. Krieg war ihm verhaßt. Er kämpfte für die Abrüstung 4 der Völker. Er setzte sich auch für einen eigenen Judenstaat in Palästina ein, er war Zionist. Da- durch war er den Nazis 5 verhaßt. Als sie 1933 in Deutschland an die Macht kamen, ging er des- halb in die USA.

E = mc

2

Im 2. Weltkrieg bat Einstein zusammen mit ande- ren Wissenschaftlern den amerikanischen Präsi- denten, die Atombombe zu bauen. Man glaubte nämlich, daß auch Hitler eine Atombombe baute. Später sah Einstein, welche Zerstörungen die Atombombe verursacht. Deshalb bereute er bis zu seinem Tod, den Bau der Atombombe veran- laßt zu haben.

Einstein wurde auch gebeten, Staatspräsident des neugegründeten Staates Israel zu werden. Aber er lehnte es ab. Den Deutschen hat Einstein nie verziehen, daß Hitler Millionen Juden umgebracht hat. Das kann man verstehen. Doch seine letzten Worte auf seinem Sterbebett waren deutsch.

Auf der Suche nach der letzen Ursache der Welt

Wie kaum ein anderer Mensch wollte Einstein die letzte Ursache unserer Welt entdecken. Deshalb arbeitete er bis zu seinem Tod im Jahre 1955 an einer Formel, die alle Kräfte in unserer Welt (Gra- vitation 6 , Magnetismus und Elektrizität) zusam- menfaßte. Aber er fand diese Formel nicht, denn er suchte in der falschen Richtung: Die letzte Ur- sache unserer Welt ist Gott. Und Gott suchte er nicht.

Wie in einer Uhr alle Räder miteinander verbun- den sind und sich nach einem sinnvollen Plan be- wegen, so sind in unserer Welt alle Bewegungen sinnvoll miteinander verbunden. Dadurch ist Ord- nung in unserer Welt, dadurch ist Leben in ihr möglich. Unsere Welt ist wie ein großes Uhrwerk. Und wie eine Uhr nicht von allein entstanden ist, sondern von einem klugen Menschen gebaut wur- de, so muß auch unsere Welt, das große „Uhr- werk“, von einer ungeheuer 7 klugen, allmächti- gen Person gebaut worden sein, nämlich von Gott.

Unsere Welt ist ein Geheimnis

Zwar glauben viele Menschen, die Welt sei durch Entwicklung (Evolution) zufällig entstanden. Aber würde jemand behaupten, eine Uhr habe sich zu- fällig selber zusammengesetzt, so würde man ihn nicht ernstnehmen. So kann man auch Menschen, die behaupten, der Zufall sei die letzte Ursache der Welt, nicht ernstnehmen. Einstein glaubte nicht an Gott. Aber er bewunderte den sinnvollen

Aufbau unserer Welt. Er sagte: „Unsere Welt ist ein Geheimnis“. Er ahnte Gott.

Hans Misdorf

1 grübeln: lange und intensiv über etwas nachdenken

3 flirten: [flö:(r)ten:] einer Person durch Blicke, Gesten oder Worte zeigen, daß man sie sympathisch und (erotisch) attraktiv findet

4 die Abrüstung: Reduzierung der Zahl der Waffen und Soldaten (eines Staates) 5 die Nazis: Abk. f. Nationalsozialisten (unter Hitler) 6 die Gravitation: die Anziehungskraft der Erde; Schwer- kraft 7 ungeheuer: sehr groß, sehr stark od. sehr intensiv

2 [nobel’-]

Berlin, immer eine Reise wert (IV) /

Willkommen zum zweiten Teil unserer Stadtrund- fahrt! Bevor wir unsere Stadtrundfahrt fortsetzen, wollen wir einen kurzen Blick auf die Bevölkerung der Millionenstadt werfen. Menschen aus allen deut- schen Regionen und den Nationen der Welt leben hier. Es gibt kaum einen deutschen Dialekt 1 und kaum eine fremde Sprache, die in Berlin nicht zu hören ist. Menschen aller Hautfarben begegnen uns, am häufigsten solche türkischer Abstammung. Man sagt, Berlin sei nach Istanbul und Ankara die drittgrößte türkische Stadt.

Eine offene Stadt

Berlin war immer eine offene Stadt für Menschen, die in ihrer Heimat aus politischen, religiösen oder wirtschaftlichen Gründen nicht mehr leben konn- ten. Das galt besonders auch für die, die sich vom wirtschaftlichen Aufschwung 2 in den 60er Jahren als Gastarbeiter hierher anwerben 3 ließen. Unter den vielen unterschiedlichen Menschen findet man

Unter den vielen unterschiedlichen Menschen findet man Der Gendarmenmarkt mit Französichem Dom und Schauspielhaus

Der Gendarmenmarkt mit Französichem Dom und Schauspielhaus

manchmal noch einen waschechten 4 Hauptstädter. Sein Erkennungszeichen ist die berühmte sogenannte „Berliner Schnauze“ 5 , eine schlagfertig-schnoddri- ge 6 Ausdrucksweise, oft hartnäckig und meist lie- benswürdig und gefühlvoll. Den eigentlichen Ber- liner Dialekt hört man allerdings überwiegend im Ostteil der Stadt, wo die Berliner selbst in der Vergangenheit immer in der Überzahl waren.

Brandenburger Tor und „Unter den Linden“

Und nun wieder herzlich willkommen im „Rund- fahrtbus“ der Linie 100. Der Bus fährt, durch das Brandenburger Tor, das Wahrzeichen der Stadt. Zwischen 1788 und 1791 wurde es als Pforte nach Westen von dem Baumeister C.G. Langhans er- baut und mit der berühmten Quadriga 7 , der Sieges-

göttin, von J.G. Schadow gekrönt. Während der DDR-Zeit war das Tor ein trauriges und schreckli- ches Mahnmal 8 der Trennung. Wie gut, daß das heute nicht mehr so ist.

Wir durchfahren die einstige Prachtstraße von Ber- lin „Unter den Linden“. Sie geht auf den Großen Kurfürst (1640 - 1688) zurück, der sie als Reitweg vom Stadtschloß in sein Jagdrevier im Tiergarten nutzte. Er hatte sie mit sechs Reihen Linden und Nußbäumen bepflanzen lassen. Gesäumt 9 wird die Straße auch heute noch von herrlichen Gebäuden, wie z. B. dem Zeughaus aus dem Jahr 1695, in dem das Deutsche Historische Museum unterge- bracht ist, das sich noch im Aufbau befindet.

Dann sehen wir die Deutschen Staatsoper, die fünf- zig Jahre jünger ist, und die Humboldt-Universi- tät, in der berühmte Männer gelehrt haben, wie etwa der Philosoph Hegel, die Gebrüder Grimm, Albert Einstein, Robert Koch, Max Planck und der Mediziner Ferdinand Sauerbruch. Eigentlich müß- ten wir diese Straße zu Fuß gehen, um Zeit zu ha- ben für die Neue Wache des Baumeisters Karl Fried- rich Schinkel und das 14 Meter hohe Reiterstand- bild Friedrichs des Großen (1740 - 1786) und all das andere Schöne auch genießen zu können.

Museumsinsel und Dom

Zum Glück muß der Bus auf der wunderschönen Schloßbrücke für ein paar Minuten anhalten. So können wir den Blick über den Spreearm genie- ßen, der die sogenannte Museumsinsel 10 nach We- sten begrenzt und auf dem weiße Ausflugsschiffe ihre Bahn ziehen. Auf der Museumsinsel sind meh- rere Museen angesiedelt mit den Schwerpunkten Archäologie 11 und Antike. Das größte und bedeu- tendste von ihnen ist das Pergamonmuseum.

Auf der östlichen Seite der Museumsinsel sehen wir rechts eins der häßlichen und wenig ruhmrei- chen Gebäude an unserer Route: den „Palast der Republik“. Hier residierte 12 einst das Parlament der ehemaligen DDR. Hier beschloß 1990 das erste frei gewählte Parlament des kommunistischen deutschen Staates den Beitritt zur Bundesrepublik Deutsch- land. Den 1894-1905 erbauten Berliner Dom sehen wir schräg gegenüber. Dieser größte Kirchenbau Berlins wurde 1993 nach 18jähriger Renovierung 13 neu eröffnet. Das mächtige Gebäude hat innen und außen viel für das Auge zu bieten, z.B. die Tauf-

und Traukirche der Hohenzollern 14 , die Prunk- sarkophage 15 des Großen Kurfürsten und seiner Frau oder die Hohenzollerngruft 16 mit den Särgen der Familien dieses Fürstengeschlechts.

Fernsehturm und Alexanderplatz

Auf dem weiteren Weg unseres Busses bezaubert uns der Blick auf den 365 Meter hohen Fernseh- turm am Alexanderplatz. Er wurde 1969 als Ge- genstück zum Westberliner Funkturm erbaut. Wenn die Sonne auf die glänzende Außenhaut seiner Aus- sichtskuppel 17 scheint, zeigt sich jedesmal ein weit-

sichtskuppel 1 7 scheint, zeigt sich jedesmal ein weit- Blick auf das Nikolaiviertel hin sichtbares Kreuz.

Blick auf das Nikolaiviertel

hin sichtbares Kreuz. Das war für die Machthaber der DDR ein großes Ärgernis, leugneten 18 sie doch die Existenz Gottes und des Retters Jesus Christus. Alle Versuche, das Kreuz zu beseitigen, schlugen allerdings fehl 19 .

Einen Steinwurf entfernt befindet sich die älteste erhaltene Berliner Kirche, die Marienkirche. Hier verlassen wir noch einmal den Bus. Der 1805 zu Ehren Zar Alexanders I. von Rußland so benannte Alexanderplatz („Alex“) hat viel an Reiz verloren, seitdem er nicht mehr das Stadtzentrum der ehe- maligen Hauptstadt der DDR ist. In einigen Jahren wird der Platz nach umfangreichen Bauarbeiten wohl ein ganz neues Gesicht haben. Ob wir eine Auffahrt auf den benachbarten Fernsehturm wagen? Pech! Auch hier stehen die Leute Schlange. Das Warten würde zuviel Zeit in Anspruch nehmen, wenngleich der Blick vom rotierenden „Telecafé“ in 207 Meter Höhe über die Stadt wunderschön ist. So gehen wir lieber die wenigen Schritte durch eine kleine parkähnliche Fußgängerzone hinüber zum Roten Rathaus. Es hat seinen Namen von dem auf- fallend roten Backstein 20 , aus dem es zwischen 1860 und 1870 gebaut wurde, und ist heute Sitz des Regie renden Bürgermeisters von Berlin.

Neptunbrunnen und Nikolaiviertel

Am Neptunbrunnen, einem der schönsten Brunnen von ganz Berlin, entschließen wir uns, unsere Rund- fahrt abzubrechen. Viel gäbe es noch zu sehen. So wäre ein Besuch von Berlins schönstem Platz, dem Gendarmenmarkt 21 mit dem ehemaligen Schauspiel- haus und dem deutschen und französischen Dom, sicher reizvoll. Auch der jüdische Friedhof wäre einen Besuch wert. Er ist der größte jüdische Fried- hof Europas, ein Mahnmal und zugleich ein beein- druckendes Denkmal für die jüdische Vergangen- heit Berlins.

Wir gehen lieber hinüber ins Nikolaiviertel, wo sich einst Berlins älteste Ansiedlung befand. Leider wurden die historischen Gebäude im Zweiten Welt- krieg fast völlig zerstört. Aber das Viertel wurde sehr reizvoll nostalgisch 22 wieder aufgebaut. Im „Reinhard’s“, einem bekannten Lokal des Viertels, stärken wir uns bei schmackhaften Berliner Spe- zialitäten, ehe wir zu unserer Buslinie zurückkeh- ren und uns an unserem Ausgangspunkt zurück- bringen lassen. Schön war’s. Wir werden später sicherlich noch einmal wiederkommen, um zu se- hen, was sich in Berlin alles getan hat. Berlin ist immer eine Reise wert!

Lothar von Seltmann

1 der Dialekt: die Variante einer Sprache, aus der man die (geo- graphische) Herkunft des Sprechers erkennen kann; Mundart

2 der Aufschwung: eine Verbesserung bes. der wirtschaftlichen Lage 3 jmdn. anwerben: jmdm. einen Arbeitsplatz anbieten

4 waschecht: original, unverfälscht 5 Berliner Schnauze: Berli- ner Mundwerk; Berliner Art zu reden 6 schnoddrig: respektlos, ohne falsche Ehrerbietung 7 die Quadriga: ein Gespann von vier Pferden, das von einem offenen Wagen aus gelenkt wird 8 das Mahnmal: Statue, Inschrift o.ä., die dazu dient, die Menschen an etwas Schlimmes zu erinnern, von dem man möchte, daß es nicht wieder geschieht 9 etw. säumen: viele Menschen/Dinge stehen am Rand einer Fläche oder Straße 10 die Museumsinsel: eine von zwei Armen der Spree umschlossene Insel, auf der sich meh- rere Museen befinden 11 die Archäologie: die Wissenschaft, die sich mit ausgegrabenen Überresten wie z. B. Statuen, Vasen und Werkzeugen aus vergangenen Zeiten beschäftigt, um damit frü- here Kulturen zu erforschen 12 residieren: wohnen (und regie- ren) 13 die Renovierung: die Erneuerung und Instandsetzung ka- putter Dinge 14 die Hohenzollern: deutsches Fürstengeschlecht aus Süddeutschland; Stammburg Hohenzollern bei Hechingen in der Schwäbischen Alb; die Hohenzollern verdrängten die Habs- burger aus Deutschland 15 der Prunksarkophag: besonders wert- voller Sarg aus Stein 16 die Gruft: Grab, Grabkammer 17 die Kuppel: ein Dach, das (wie eine Halbkugel) gewölbt ist 18 leug- nen: sagen, daß das, was ein anderer von einem behauptet, nicht wahr ist; abstreiten, etw. von sich weisen 19 fehlschlagen: nicht gelingen, ein Mißerfolg sein 20 der Backstein: ein rechteckiger, mst. rötlicher Stein, den man zum Bauen verwendet; Ziegel 21 [scho:(n)darm] frz. Polizist 22 die Nostalgie: Sehnsucht nach Vergangenem; nostalgisch: von dieser Sehnsucht erfüllt

Ein schrecklicher Unfall /

„Der Schrank muß dorthin!“, sagte meine Mut- ter. Nur mit der Hilfe von zwei starken Männern konnten sie den schweren Schrank bewegen. Meine Mutter stand davor, um ihn zu halten. Plötzlich aber geschah etwas Schreckliches. Die Männer lie- ßen den Schrank los, und er fiel auf meine Mut- ter. Sie war schwer verletzt. Schnell brachte man sie ins Krankenhaus.

Ich war damals erst sechs Jahre alt. Zur Zeit, als dieses Un- glück geschah, war ich bei meiner Großmutter. Ich wußte nicht genau, was mit Mama ge- schehen war, aber ich brauchte nur in das Gesicht meiner Großmutter zu schauen, um zu verstehen: Etwas Schreckliches ist geschehen. Eilig gingen wir zum Krankenhaus.

Gibt es eine Hoffnung?

Es waren lange Untersuchungen. Meine Mutter hatte einen schweren Schlag bekommen. „Es ist gut möglich, daß sie ihr ganzes Leben lang kör- perbehindert bleiben wird!“, sagte die Ärzte. Was für eine schlimme Nachricht. Gab es gar keine Hoffnung?

Während sie im Krankenhaus lag, bekam sie täg- lich Besuch von einer Bekannten. Sie sprach im- mer von Gott, davon daß er groß ist und die Men- schen liebt. „Er kann Dir helfen und Dir Hoff- nung schenken!“, sagte sie zu meiner Mutter.

Eines abends, als meine Mutter im Bett lag, fühlte sie plötzlich et was in ihrer Hand. Es war, als ob etwas in ihr brannte. Als sie auf ihre Hand blick- te, sah sie ein starkes, unbeschreibliches Licht in Form eines Sterns. Und dann hörte sie eine Stim- me: „Ich will Dir Deine Sünden vergeben und Dich heilen!“

Gott hatte zu ihr gesprochen! Er allein hat die Macht, unsere Schuld zu vergeben. Und er hat

allein hat die Macht, unsere Schuld zu vergeben. Und er hat meine Mutter geheilt. Gott sei

meine Mutter geheilt. Gott sei Dank! An diesem Tag hat meine Mutter verstanden, daß es einen Gott gibt. Er existiert wirklich!

Ich stehe vor der Tür

Nachdem meine Mutter aus dem Krankenhaus gekommen ist, nahm sie mich mit in eine christli- che Gemeinde. Dort hörte auch ich von Gott und Jesus Christus im Kindergottesdienst. Später gab mir jemand eine Karte mit einem Bibelvers: „Ich stehe vor der Tür und klopfe an! Wenn jemand meine Stimme hört und öffnet, werde ich bei ihm einkehren. Ich werde mit ihm das Mahl halten und er mit mir.“ (Offenbarung 3, 20).

Diesen Vers fand ich sehr merkwürdig. Ich ging nach Hause und mußte immer über diesen Vers nachdenken. Wer steht vor der Tür? Wer will hin- eingehen? Und warum ist die Tür verschlossen?

Zu Haus fragte ich meine ältere Schwester. Sie antwortete mir: „Jesus Christus steht vor der Tür Deines Lebens. Er möchte, daß Du ihm aufmachst und Dein Leben mit ihm gemeinsam lebst. Er möchte Dir deine Schuld vergeben und immer bei Dir sein. Willst Du das?“

Ich kniete mich hin und betete zu Jesus. Ich bat ihn, mir meine Schuld zu vergeben und mein Gott zu sein. Und das hat er auch getan.

Seit dem ich mit Jesus lebe weiß ich, daß er mich immer führt und mir hilft. Er versteht mich und hilft mir, auch wenn es nicht immer leicht ist, als Christ zu leben. Gott gibt mir nun die Kraft, de- nen zu vergeben, die sich mir gegenüber falsch verhalten, oder sich mit mir gestritten haben. Er gibt mir Hoffnung und Sicherheit, denn ich weiß, Jesus ist der Weg, wenn ich keinen Weg finden kann; und wenn ich keine Hoffnung mehr habe, ist er meine Hoffnung.

Jesus wirkt auch heute noch Wunder, so wie mei- ne Mutter es erlebt hat. Er versteht auch dich und möchte dir helfen. Du mußt ihm nur vertrauen.

Wessela Tschobanova (18 J.), Bulgarien

Haben auch Sie schon Jesus in Ihr Leben hineingelassen? Dann schreiben Sie uns, wie und wann das geschehen ist und was sie heute mit ihm erleben. Wenn möglich, veröf- fentlichen wir diesen Bericht dann im „Weg“.

Was die Bibel lehrt: Wer ist Jesus?

„Ich glaube an Gott“, behaupten viele Menschen, „aber mit Jesus kann ich nichts anfangen!“. Ja, reicht es nicht, nur an Gott zu glauben? Wer ist überhaupt dieser Jesus, und warum ist er so wichtig?

Über Jesus hört man viele Meinungen. Viele sehen in ihm einen guten Menschen, einen Wundertäter oder ei- nen Religionsstifter 1 . Aber ist dies wirklich al- les? Wer kann uns sagen, wer Jesus wirklich ist?

© CVD
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Antwort aus der Bibel

Hier hilft uns die Bibel. Sie ist die einzige vertrau- enswürdige Informationsquelle. Die ersten vier Bü- cher des Neuen Testaments berichten fast ausschließ- lich über Jesus. Man nennt sie auch die Evangelien, denn Evangelium heißt „frohe Nachricht“. Und in jedem der vier Evangelien lesen wir, was Jesus ge- tan hat und wer Jesus wirklich ist. Sie alle ergänzen sich zu einem großen Bild von Jesus. 2

Wunder und Zeichen

Was die Menschen an Jesus besonders auffiel, war seine Macht, Wunder zu tun. Er konnte Menschen heilen 3 . Er hat Menschen satt gemacht 4 und einen schweren Sturm gestillt 5 . Und dann hat er sogar ei- nen Menschen vom Tode auferweckt 6 . Verständlich, daß Menschen in Scharen 7 zu ihm geströmt sind!

Aber Jesus hat nicht nur Wunder getan. Er hat den Menschen auch viel über Gott erzählt. Er wollte, daß die Menschen zu Gott umkehren und an ihn glau- ben: „Es ist soweit: Jetzt wird Gott seine Herrschaft aufrichten 8 und sein Werk vollenden. Ändert euer Le- ben und glaubt dieser guten Nachricht!“ (Markus 1,15).

Eine „gute Nachricht“

Diese „gute Nachricht“ war wirklich wichtig. Jeder sollte sie hören. Es gibt Hoffnung! Gott hat uns nicht vergessen, sondern er will seine Herrschaft aufrich- ten! Auch die Wunder von Jesus machen dies deut- lich. Und jeder, der dieser „guten Nachricht“ glaubt und von seinen falschen Wegen zu Gott zurückkehrt, wird von Gott angenommen. 9

Viele Menschen glaubten Jesus und kehrten um zu Gott. Einige verließen sogar ihr Zuhause und folg- ten Jesus. Man nennt sie seine „Jünger“. Andere aber,

besonders die religiösen Lehrer, wollten Jesus nicht glauben. Sie verspotteten 10 ihn oder versuchten ihn zu töten. Über Jesus waren die Menschen schon im- mer unterschiedlicher Meinung - und dies ist auch heute nicht anders!

Gottes Sohn

Die Menschen, die an Jesus glaubten, spürten, daß Jesus nicht nur ein Mensch war. Er war mehr! Jesus war Gottes Sohn 11 , ja er selber war Gott! 12 Dies war für viele Menschen damals schwer zu verstehen. Und auch heute fällt es vielen schwer, das zu glauben. Jesus, ein wirklicher Mensch und zugleich Gott! Aber so schwer dies auch für uns zu verstehen ist, so ist die Bibel an dieser Stelle ganz klar.

Und als die ersten Christen später über Jesus spra- chen, machten sie dies auch in der Anrede deutlich. Sie nannten ihn Jesus Christus oder den Herrn. „Je- sus“, dies bedeutet „Gott rettet“ und war sein Name als Mensch. „Christus“ heißt „Gesalbter 13 “ und be- zeichnet im Alten Testament der Bibel die Könige Israels. Jesus ist König. Und er ist „Herr 14 “. Wirk- licher Gott und Herrscher der Welt.

© CVD
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Unser Retter

Ein altes Symbol macht dies auch noch einmal deutlich. Die ersten Christen be- nutzten als Erkennungszeichen einen Fisch. Und die griechischen Buchstaben für Fisch beschreiben Jesus: „Jesus, Christus, Gott, Sohn, Retter.“

„Jesus Christus, der Sohn Gottes ist unser Retter!“ Das beschreibt gut, wer Jesus ist. Und es macht auch deutlich, warum es nicht nur genügt, an Gott zu glau- ben. Ohne Jesus können wir gar nicht zu Gott kom- men. Er hat diesen Weg erst frei gemacht und uns gerettet. Und wie er dies getan hat, das lesen wir im nächsten Heft.

1 der Religionsstifter: jmd., der eine Religion gegründet hat 2 Lies dazu einmal Matthäus 2,2, Markus 10,45, Lukas 19,10 und Johan- nes 3,16 und schreibe die Verse auf! Am Besten ließt man selber einmal die Evangelien. Markus beschreibt das Leben von Jesus am kürzesten. Und der Bericht von Lukas ist auch wirklich sehr spannend! 3 vgl. Luk. 9,38-43; Joh. 9,1-41; Matth. 9,2-7 4 vgl. Joh. 6,5-13 5 Luk. 8,22-25 6 Joh. 11,1-44 7 in Scharen: in großer Zahl 8 aufrichten: aufbauen 9 vgl. Luk. 15, 11-24

10 verspotten: über jmdn./etw. mit Absicht etwas Schlechtes sagen um ihn zu verletzen oder sich über ihn / etw. lustig machen

11 Matth. 3,17 12 Joh. 1,1-14 13 Zur Zeit des Alten Testamentes wurden Könige, Priester etc. mit Öl begossen als sie ihr Amt antra- ten (daher: gesalbt) 14 Herr: Gott

Moderne Deutsche Geschichte

Deutschland 1980 - 1990:

Auf dem Weg zur Wiedervereinigung /

Kohl wird Kanzler

1982 wurde Helmut Kohl Bundeskanzler. Er leite- te die bürgerliche 1 CDU („Christlich-Demokrati- sche Union“), neben der sozialdemokratischen SPD eine der beiden großen Parteien der Bundesrepu- blik. Zusammen mit der kleineren liberalen 2 FDP bildete er die neue Regierung. Er löste damit die vorherige SPD-Regierung ab. Kohl gehört zu den großen deutschen und euro- päischen Politikern. Er hat 1989 im richtigen Augenblick gehandelt und damit die deut- sche Wiedervereinigung er- möglicht. Und er hat die eu- ropäische Einigung, den Zu- sammenschluß der europäi- schen Staaten zur „Europäi- schen Union“ (EU), stark ge- fördert. Obwohl die Wider- stände im deutschen Volk teil- weise recht groß waren, hat er Deutschland beson- ders in den 90er Jahren immer mehr in die Euro- päische Union hineingeführt. Kohl war (und ist) ein weltoffener katholi- scher Christ. Er konnte warten, bis der richtige Augenblick zum Handeln gekommen war. Seine politischen Gegner in Deutschland (SPD und Intel- lektuelle 3 ) haben ihn oft unterschätzt und verspot- tet. Aber er hat sich immer wieder gegen sie durch- gesetzt. Er war 16 Jahre lang Bundeskanzler, län- ger als jeder andere, auch länger als Adenauer. Nur Bismarck (1871-88) war etwas länger als Kohl deut- scher Kanzler.

Wirtschaft und Raketen-Aufrüstung

Unter der neuen Regierung ging es der Wirtschaft wieder etwas besser. Die hohen Schul- den des Staats wurden etwas verringert. Die Infla- tion 4 ging zurück. Der allgemeine Wohlstand stieg weiterhin an, aber die Zahl der Arbeitslosen nahm zu.

Die Kohl-Regierung war dafür, daß die USA Raketen mit Atombomben nach Deutschland und Europa brachten, denn Rußland lagerte immer mehr solcher Raketen in Osteuropa und bedrohte

lagerte immer mehr solcher Raketen in Osteuropa und bedrohte damit Westeuropa. Die SPD und die neue

damit Westeuropa. Die SPD und die neue Partei der „Grünen“ bekämpften die Lagerung dieser Raketen in Deutschland erbittert 5 mit großen De- monstrationen. Aber die Kohl-Regierung hielt an Amerika und der NATO fest und erlaubte die La- gerung. Und das war richtig, denn neben anderen Gründen brach insbesondere dadurch einige Jahre später der Kommunismus in Rußland zusammen.

Die Grünen kommen

Durch das Wachsen der Industrie und den zunehmenden Wohlstand wurde, wie überall so auch in Deutschland, die Natur immer mehr vergiftet und zerstört. Dagegen erhob sich in den 80er Jah- ren die Protestbewegung der „Grünen“ (grün, weil sie sich für die Natur einsetzten). Deshalb gibt es heute in Deutschland neben den beiden großen Par- teien SPD und CDU und der kleineren FDP noch die Grünen als vierte kleinere Partei. Die Grünen fordern überall zum Schutz der Natur Beschränkungen für die Industrie. Sie wür- den deshalb wegen ihrer Gefährlichkeit am liebsten alle Atomkraftwerke so- fort stillegen. Dafür soll Energie aus an- deren Quellen (Koh- le, Sonne, Wasser) gewonnen werden. Sie sind auch Pazifi- sten 6 . Sie würden gern auf alle Solda- ten verzichten und die Polizei stark ver-

kleinern.

Manche Forderungen der Grünen sind be- rechtigt. So muß die Natur stärker geschützt wer- den, aber in vielem übertreiben sie auch. Denn wenn man die Industrie durch Verbote zu stark behin- dert, werden ihre Erzeugnisse zu teuer, und viele Arbeitsplätze gehen verloren. Außerdem kann die Bundesrepublik Deutschland kaum auf alle Solda- ten verzichten, wenn sie einen ihrer Größe entspre- chenden Beitrag zur Gestaltung Europas und der Welt leisten will.

ihrer Größe entspre- chenden Beitrag zur Gestaltung Europas und der Welt leisten will. Windrad in Schleswig-Holstein

Windrad in Schleswig-Holstein

Die Grünen regieren heute zusammen mit der SPD unter Kanzler Schröder die Bundesrepu- blik und drei Bundesländer. Sie sind kein einfacher Partner für die SPD, verändern aber auch zuneh- mend ihre fundamentalistischen 7 Positionen.

Die DDR muß sich öffnen

Bundeskanzler Kohl hatte die Hoffnung auf die Wiedervereinigung Deutschlands nicht aufge- geben. Denn die Menschen in der Bundesrepublik wie in der kommunistischen DDR waren Deutsche

Bundesrepublik wie in der kommunistischen DDR waren Deutsche Am 7. Oktober 1989 warnt Gorbatschow Erich Honecker

Am 7. Oktober 1989 warnt Gorbatschow Erich Honecker bei der Parade zu den 40-Jahr-Feiern der DDR:

„Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben“

mit einer gemeinsamen Vergangenheit. Viele West- deutsche jedoch, besonders in der SPD, glaubten nicht mehr an eine Wiedervereinigung. Ungeachtet dessen nutzte Kohl die wirt- schaftlichen Schwierigkeiten der DDR aus. Die Bundesrepublik gab der DDR immer wieder hohe Geldbeträge. Dafür ließ diese mehr Ostdeutsche nach Westdeutschland ausreisen, um ihre Verwand- ten zu besuchen oder auch um dort zu bleiben. Auch konnte man in vielen Gegenden Ostdeutschlands die westdeutschen Radio- und Fernsehsendungen emp- fangen. Dadurch lernten die Ostdeutschen nach und nach den Westen und die dortigen besseren Lebens- verhältnisse kennen. So nahm der Wunsch nach Freiheit in der DDR immer mehr zu. Die DDR blieb zwar weiterhin von Ruß- land abhängig, aber dort kam 1985 Gorbatschow an die Macht. Er begann Reformen, die er „Perestroika“, Umbau, nannte. Dadurch sollte der Kommunismus moderner und leistungsfähiger wer- den. Gewollt oder ungewollt brachte diese Politik den Menschen mehr Freiheiten.

Krise der DDR

Immer mehr Ostdeutsche wünschten, die DDR verlassen zu dürfen. Da entstand im Sommer 1989 ein „Loch“. Die ungarische Regierung ließ Ostdeutsche ungehindert über Österreich in den

Westen ausreisen. So verließen bald Tausende von Ostdeutschen über Ungarn (und bald auch über die CSSR und Polen) die DDR in Richtung Westen. In der DDR wurde der Wunsch nach Frei- heit stärker. In vielen Städten demonstrierten im Herbst wiederholt bis zu 300.000 Menschen für mehr Freiheit und freie Wahlen. Die DDR-Regie- rung mußte nachgeben. Am 9. 11. 1989 fiel die Mauer in Berlin. Jubelnd umarmten sich West- und Ostdeutsche. Die DDR begann, sich aufzulösen.

Die Wiedervereinigung

Es gab jedoch Staaten, die gegen eine Wie- dervereinigung Deutschlands waren. Sie fürchte- ten, ein neues großes Deutschland könnte wieder den Frieden stören. Da erreichte Bundeskanzler Kohl durch geschickte Verhandlungen, daß sowohl die USA unter Präsident Bush wie auch Rußland durch Gorbatschow ihre Zustimmung zur Wieder- vereinigung Deutschlands gaben. Wahrscheinlich war Rußland nur damals einen Augenblick lang bereit, Ostdeutschland an den Westen und die NATO abzugeben. Diesen Augenblick nutzte Kohl. Deshalb sind die Deutschen Gorbatschow heute sehr dankbar. Neben ihm verdanken sie Bundeskanzler Kohl und Präsident Bush ihre Wiedervereinigung. Am 3. 10. 1990, seitdem der „Tag der deut- schen Einheit“, schlossen sich die Bundesrepublik und die DDR zur neuen größeren Bundesrepublik zusammen. Die DDR verschwand. Die Wiedervereinigung Deutschlands durch den Sturz des Kommunismus in der DDR, meist als „Wende“ bezeichnet, war eine Revolution. Trotzdem verlief sie völlig unblutig. Sie war des- halb für alle Deutschen ein Wunder. Wunder kön- nen jedoch nicht Menschen machen, sondern nur Gott. Nur wenige Deutsche aber sind Gott für die- ses Wunder dankbar. Keiner wird einem undankbaren Menschen immer wieder etwas schenken. So wird auch Gott gewiß nicht einem undankbaren Volk immer wie- der helfen und es beschenken. Hans Misdorf

1 bürgerlich: den gesellschaftlichen Normen entsprechend (konservativ)

2 liberal: so, daß sie persönliche Freiheiten des Menschen kaum einschrän- ken. Der politische Liberalismus hält es für gut, wenn sich der Einzelne in der Politik und in der Gesellschaft frei entfalten kann. 3 der Intellektuelle:

jmd., der augrund seiner (meist akademischen) Ausbildung dazu fähig ist, eine eigene und kritische Meinung besonders zu politischen Problemen zu haben (ohne sich von Gefühlen leiten zu lassen) 4 die Inflation: eine wirt- schaftliche Situation, die durch Preiserhöhungen und eine Minderung des

Geldwerts gekennzeichnet ist 5 erbittert: (hier) sehr heftig, sehr intensiv

6 der Pazifismus: die Überzeugung, daß Gewalt und Kriege unbedingt ver- mieden werden müssen 7 der Fundamentalismus: eine Bewegung, die fordert, daß sich ihre Anhänger exakt an den ursprünglichen Inhalt einer religiösen oder politischen Lehrer halten

Mein Studium in Potsdam /

Ich heiße Barbara, wohne in Berlin und studiere an der Universität Potsdam. Später möchte ich einmal Lehrerin für Musik und Mathematik werden. So habe ich natürlich viele Vorlesungen 1 und Semina- re 2 in Mathe 3 . Im Musikbereich gibt es nur wenige Vorlesungen, z.B. in Musikgeschichte. Dafür gibt es aber sehr viel Unterricht alleine oder in kleinen Gruppen, z.B. Gesang, Klavier, Chorleitung oder schulpraktisches Musizieren.

Lernen und Arbeiten

Zum Lehrerstudium gehören auch die Erziehungs- wissenschaften (Pädagogik, Psychologie, Sozialwis- senschaften). Manche Veranstaltungen sind sehr in- teressant und am späteren Beruf orientiert, andere leider ziemlich theoretisch.

Für jedes Studium gibt es Vorgaben. Ich habe in jedem Bereich Pflichtveranstaltungen, die ich be- suchen muß. Aber viele Veranstaltungen kann ich auch nach meinen Interessen auswählen. Nur ihre Mindestanzahl ist vorgegeben.

Den Ablauf meines Studiums organisiere ich selbst. Daher studiere ich z.B. länger als andere Studen- ten. Ich bin jetzt im 9. Semester. In der Regel sind für mein Studium acht Semester vorgesehen. Da ich aber - wie viele Studenten - neben meinem Stu- dium noch jobbe 4 , habe ich weniger Zeit und brau- che daher länger zum Studium.

Studieren macht Spaß

Mein Studium macht mir Spaß! Im Vergleich mit anderen deutschen Universitäten ist die Universität in Potsdam eine kleinere Universität. Hier studie- ren ca. 11.000 Studenten. Unsere Gebäude sind an drei verschiedenen Standorten. Der Standort am

„Neuen Palais 5 “ besteht z.T. aus restaurierten 6 hi- storischen Gebäuden. Überall an den Standorten gibt es viele Grünflächen, und im Sommer sitzen viele Studenten auf dem Rasen in der Sonne.

Wir haben an jedem Standort Bibliotheken, eine Mensa 7 und Com- puterräume. Das Essen in der Mensa ist für Studenten sehr billig (und auch genießbar!), die Nutzung von Internet, Computern und Bibliotheken ist kostenlos.

Interessante Begegnungen und Erfahrungen

Viele der Studenten wohnen in Studentenwohnhei- men, die an den drei verschiedenen Standorten der Uni stehen. Einige mieten auch ein Zimmer oder eine Wohnung, manchmal zusammen mit anderen Studenten. Immer sind auch ausländische Studen- ten an der Universität. Manche von ihnen absolvie- ren ein ganzes Studium, andere sind als Austausch- oder Gaststudenten für ein Semester hier.

Im nächsten Jahr möchte ich mein Studium been- den. Vorher muß ich aber noch viele Prüfungen ablegen und meine Abschlußarbeit im Fach Musik schreiben. Später werde ich sicher gern an meine Studienzeit zurückdenken. Ich habe viele gute Leh- rer und Dozenten gehabt und viele Erfahrungen an der Universität und beim „jobben“ gesammelt. Ich bin vielen interessanten Menschen begegnet und durfte gute Freunde finden. So hat auch die Studi- enzeit viel Neues in mein Leben gebracht.

auch die Studi- enzeit viel Neues in mein Leben gebracht. Blick auf einen Teil des Unigeländes
auch die Studi- enzeit viel Neues in mein Leben gebracht. Blick auf einen Teil des Unigeländes

Blick auf einen Teil des Unigeländes

Barbara Hoeft, Berlin

1 die Vorlesung: ein Vortrag oder eine Reihe von vorträgen über ein bestimmtes Thema, die ein Professor oder Dozent regelmäßig für die Studen- ten seiner Universität hält 2 das Seminar: eine Form des Unterrichts bes. an Universitäten, bei der die Teilnehmer mit Referaten und Diskussio- nen an einem bestimmten Thema arbeiten 3 Abk. für Mathematik 4 jobben [tschob:(b)en] neben- bei arbeiten, um Geld zu verdienen 5 Palais [palä:]: (frz.) Palast 6 restauriert: Kunstwerke, Gebäude, Möbel o.ä. wieder in ihren ursprüngli- chen Zustand bringen 7 die Mensa: Eßsaal (Kan- tine) an Hochschulen (von lat. mensa=Tafel, Tisch)

Wir erinnern uns

November 2000 - Januar 2001

Deutsche Fest- und Feiertage:

22.11. Buß- und Bettag; 24.12. Heiligabend; 25./

26.12. 1.+2. Weihnachtstag; 31.12. Sylvester; 1.1.

Neujahr; 6.1. Heilige Drei Könige

Gedenktage:

1950 (50 Jahre): 2,17 Millionen Menschen in

Deutschland leben noch in Notwohnungen.

26.11. Todestag von Hedwig Courths-Maler, der er- folgreichsten deutschen Autorin von Trivialliteratur 1 . Schon mit 17 Jahren schrieb sie ihren ersten Roman. Sie schrieb mehr als 200 Unterhaltungsromane, die Millionenauflagen erreichten. Die Welt ihrer Romane entsprach dem naiven 2 Wunschdenken sozial Benach- teiligter, die sich nach einem erfüllten Leben in höhe- rer Gesellschaft, nach Glück, Liebe und Reichtum sehnten.

1926 (75 Jahre): 6.1. Die deutsche Lufthansa AG wird gegründet.

1900 (100 Jahre): 1.12. Eine Volkszählung er-

gibt, daß im Deutschen Reich 56 345 014 Einwohner leben.

27.12. Todestag von Max Beckmann. Der Maler und Graphiker war einer der be- deutendsten Repräsentanten des deutschen Expressionis- mus. Dieser Kunststil zu Beginn des 20. Jahrhun- derts drückt elementare Er- lebnisse, z. B. des Krieges, mit intensiven, starken Far- ben und Bildern aus.

19.11. Geburtstag der Schriftstellerin Anna Seghers. Sie entwickelte sich zu einer bedeutenden Repräsentantin der proletarisch 3 -revolutionären Lite- ratur im deutschen Sprachraum. Weltberühmt wurde sie durch ihren Roman „Das siebte Kreuz“ (1941). Sieben Häftlinge brechen aus einem KZ aus, aber nur einer kann sich retten, das siebte Kreuz im Lager bleibt leer. Nach ihrer Rückkehr aus dem Exil 1947 lebte Anna Seghers in Ost-Berlin. Sie starb am 1. Juni 1983.

lebte Anna Seghers in Ost-Berlin. Sie starb am 1. Juni 1983. 1875 (125 Jahre): 4.12. Geburtstag

1875 (125 Jahre): 4.12. Geburtstag des Schrift-

stellers Rainer Maria Rilke. Er dichtete, um das Le-

ben zu ertragen. Der am 4. Dezember 1875 in Prag geborene Dichter wurde von seinen Eltern in eine Militärerziehungsanstalt geschickt. Für den sensiblen 4 jungen Mann entwickelte sich der dortige Aufenthalt zu einem Trauma 5 . Nach einem kurzen Literaturstudium in Prag und München entschied er sich, nur noch Schriftsteller zu sein. Dabei war er unfähig, sich an ei- nem Ort niederzulassen: Er zog ein Leben als Gast in Schlössern und Hotels vor. 1897 lernte Rilke Lou Andreas-Salomé ken- nen, mit der er zwei Reisen nach Rußland unternahm (1899 und 1900) und auch Tolstoi besuch- te. 1900-1902 hielt er sich bei der Künstlergemeinschaft in Worpswede 6 auf, wo er seine Ehefrau, die Bildhauerin Clara Westhoff, kennenlernte. In diesen Jahren sowie in der sich anschließenden Zeit in Paris entwickelte Rilke seinen eigenen bahnbrechenden 7 Stil: In den „Neuen Gedichten“ (1907) und in „Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge“ (1910) verlieh er dem Endzeit- bewußtsein des Fin de siècle 8 Ausdruck. Angesichts des Realitätszerfalls wollte Rilke die Dinge selbst spre- chen lassen. 1919 siedelte er in die Schweiz über. Sei- ne großen Spätwerke („Duineser Elegien“ und „So- nette an Orpheus“) schrieb er in kürzester Zeit auf Schloß Duino bei Trient. Er starb am 29. Dezember 1926 in Valmont (Schweiz).

1.1.1876 Die einheitliche Reichswährung „Mark“ wird eingeführt (die deutsche Münz- und Geldeinheit galt bis 1948).

5.1. 1876 Geburtstag von Konrad Adenauer, dem ersten Bundeskanzler der BRD (1949-1963).

1825 (175 Jahre): 14.11. Todestag von Jean Paul, Philosoph und Dichter. 1763 als Jo- hann Paul Friedrich Richter in Wunsiedel im Fichtelgebirge gebo- ren, widmete er sich ab 1794 ganz dem Schreiben. Abseits aller Strö- mungen entwickelte Jean Paul sei- nen individuellen Stil. Sein zentra- les Thema, die Unvereinbarkeit von Ideal und Realität, hatte er all- zuoft am eigenen Leibe erfahren. Dem Meister skurriler 9 und grotesker 10 Charaktere war deren genaue Betrachtung wichtiger als eine ausgear- beitete Handlung. Während seine pessimistischen,

Charaktere war deren genaue Betrachtung wichtiger als eine ausgear- beitete Handlung. Während seine pessimistischen, 11
Charaktere war deren genaue Betrachtung wichtiger als eine ausgear- beitete Handlung. Während seine pessimistischen, 11

grüblerischen Werke wenig erfolgreich waren, fand er mit ausgefeiltem 11 sprachlichen und inhaltlichen Witz die ihm gemäße literarische Form in der Idylle 12 . Sein erster Erfolg war das „Leben des vergnügten Schulmeisterlein Wuz in Auenthal“ (1793), später folgte „Das Leben des Quintus Fixlein“ (1796). Erwähnens- wert aus dem sehr umfangreichen Werk sind auch die Romane „Hesperus“ (1795), „Titan“ (1800-03) und „Der Komet“ (1822). Als sein Sohn 1821 starb, war Jean Pauls Schaffenskraft gebrochen. Ein Jahr vor sei- nem Tod erblindete er. Er starb am 14. November 1825 .

1701 (300 Jahre): 18.1. Kurfürst Friedrich III. von Brandenburg krönt sich in Königsberg als Fried- rich I. zum König von Preu- ßen (siehe dazu Artikel im nächsten „Weg“).

1525 (475 Jahre): 30.12. Todestag des Handelsherrn und Bankiers Jakob II Fug- ger, der Reiche. Waren sei- ne Vorfahren noch einfache Weber aus dem Umland der Stadt gewesen, so stieg die Familie im 15. Jahrhundert zu einer der mächtigsten und reichsten Europas auf. An der Spitze seiner sechs Brüder be- trieb er neben Handel und

Jakob Fugger (r.) mit Sekretär

Heimlichkeiten vor dem Fest

Jakob Fugger (r.) mit Sekretär Heimlichkeiten vor dem Fest 12 aus: „e.o. plauen, Vater und Sohn“

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aus: „e.o. plauen, Vater und Sohn“ © 1962 Südverlag, Konstanz
aus: „e.o. plauen, Vater und Sohn“
© 1962 Südverlag, Konstanz

Metallmonopol vor allem Bankgeschäfte. Ab 1511 Al- leininhaber, wurde er zum Bankier 13 der Kaiser und Päpste. So ist die Wahl Karls V. vor allem seinem Geld zu verdanken. Auch bei Papstwahlen hatte er seine Hand im Spiel. In Augsburg schuf er ein für die da- malige Zeit einzigartiges Sozialwerk, die „Fuggerei“, eine Siedlung für bedürftige Bürger, die übrigens heute noch besteht. Im 16. Jahrhundert zerfiel das Imperi- um der Fugger.

1200 (800 Jahre): 25.12. Karl der Große wird zum römischen Kaiser gekrönt (siehe dazu auch Artikel im nächsten „Weg“).

1 die Trivialliteratur: Literatur von niedrigem (künstlerischem) Ni- veau 2 naiv [na’i:f]: (hier) nicht fähig, Situationen richtig zu erken- nen und sich ihnen gegenüber entsprechend zu verhalten; einfältig

3 proletarisch: die gesellschaftliche Klasse von sehr armen Arbei- tern betreffend 4 sensibel: so, daß er auf Einflüsse stark reagiert und schnell verletzt ist; feinfühlig 5 das Trauma: ein schwerer seelischer Schock, der lange nachwirkt 6 Ort nordöstl. von Bre- men in dem sich 1889 versch. Künstler angesiedelt haben 7 bahn- brechend: eine völlig neue Entwicklung einleitend 8 das Fin de siècle [fä:(n) de sjäkel:] frz: Ende des Jahrhunderts ; Schlagwort für überfeinerte Kultur und den kulturellen und moralischen Verfall der europäischen Oberschicht Ende des 19. Jh. 9 skurril: von einer Art, die als seltsam oder komisch empfunden wird; bizarr, verrückt 10 grotesk: mit einer komischen oder lächerlichen Wir- kung, weil einzelne Merkmale übertrieben sind 11 ausgefeilt: (etw. bereits Geschaffenes) bis ins kleinste Detail verbessert 12 das Idyll: die Darstellung des Zustands eines einfachen bes. eines fried- lichen und harmonischen Lebens in der Kunst 13 der Bankier:

[ban’kje:] Leiter od. Inhaber einer Bank

Alte „Wege“ im Internet

Suchen Sie ältere Ausgaben des „Weges“? Leider haben wir nur noch wenige Hefte der alten Ausgaben vorrätig, aber wenn Sie Zugang zum Internet haben, können Sie den „Weg“ ab Ausgabe 26 und den „kleinen Weg“ ab Ausgabe 8 von unserer Webseite herunterladen und ausdrucken. Sie finden die Hefte unter: http://www.derweg.org/ wegpdf.htm.

Bücher aktuell

Diesmal möchten wir Ihnen zwei Bücher vorstellen, die Sie kostenlos bei uns bestellen können:

Wenn Gott frei macht - Sechs Leute erzählen von den erstaunlichen Auswirkungen ihrer Begegnung mit Jesus. Jesus unser Schicksal (von Wilhelm Busch) nur in Russisch - Wozu brauche ich eigentlich Jesus? Eines der meistgelesenen christlichen Bücher.

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Andreas Reh

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Es weihnachtet sehr

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Bald ist es wieder Weihnachten! Jesus Christus ist Mensch geworden, damit wir alle die Möglichkeit haben, Gott persönlich kennenzulernen. Das ist der eigentliche Grund für Weihnachten. In diesem Jahr haben wir Ihnen zu Weihnachen einige Weihnachtsgedichte aus den letzten zwei Jahrhunderten ausgesucht. Wir wünschen Ihnen ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest!

Die heilige Nacht

Gesegnet sei die Heilige Nacht, Die uns das Licht der Welt gebracht! - Wohl unterm lieben Himmelszelt Die Hirten lagen auf dem Feld. Ein Engel Gottes, licht und klar, Mit seinem Gruß tritt auf sie dar. Vor Angst sie decken ihr Angesicht, Da spricht der Engel: „Fürcht’t euch nicht! Ich verkünd’ euch große Freud:

Der Heiland ist euch geboren heut.“ Da gehn die Hirten hin in Eil, Zu schaun mit Augen das ewig Heil; Zu singen dem süßen Gast Willkomm, Zu bringen ihm ein Lämmlein fromm. Bald kommen auch gezogen fern Die Heil’gen Drei König’ mit ihrem Stern. Sie knien vor dem Kindlein hold 1 , Schenken ihm Myrrhen, Weihrauch, Gold. Vom Himmel hoch der Engel Heer Frohlocket: „Gott in der Höh sei Ehr!“

Eduard Mörike (1804-1875)

Die Heilige Nacht

So war der Herr Jesus geboren im Stall bei der kalten Nacht. Die Armen, die haben gefroren, den Reichen war’s warm gemacht. Sein Vater ist Schreiner gewesen, die Mutter war eine Magd, Sie haben kein Geld besessen, sie haben sich wohl geplagt. Kein Wirt hat ins Haus sie genommen; sie waren von Herzen froh, daß sie noch in Stall sind gekommen. Sie legten das Kind auf Stroh. Die Engel, die haben gesungen, daß wohl ein Wunder geschehn. Da kamen die Hirten gesprungen und haben es angesehn. Die Hirten, die will es erbarmen, wie elend das Kindlein sei. Es ist eine G’schicht für die Armen, kein Reicher war nicht dabei. Ludwig Thoma (1867 - 1921)

„Wiegenlied“

Hier unterm Turme hier wehet kein Wind, hier betet die Mutter und wieget ihr Kind, und hat von der Wiege zur Krippe ein Band von Glaube und Hoffnung und Liebe gespannt. Weit über die Meere die Sehnsucht sie spinnt, dort sitzet Maria und wieget ihr Kind, die Engel, die Hirten, drei König und Stern und Öchslein und Eslein erkennen den Herrn. Wohl über dem Monde und Wolken und Wind mit Zepter 2 und Krone steht Jungfrau und Kind. Hier unten ward’s Kindlein am Kreuz ausgespannt, dort oben wiegt’s Himmel und Erd auf der Hand. Komm mit, lass uns fliegen zu Maria geschwind, kommt mit! und lern biegen dein Knie vor dem Kind, komm mit! schnür dein Bündlein, schon führet die Hand Maria dem Kindlein, es segnet das Land. Clemens von Brentano (1778 - 1842)

Die heil’gen Drei Könige

Die heil’gen Drei Könige aus dem Morgenland, sie frugen 3 in jedem Städtchen:

„Wo geht der Weg nach Bethlehem, ihr lieben Buben und Mädchen?“ Die Jungen und Alten, sie wußten es nicht, die Könige zogen weiter, sie folgten einem goldenen Stern, der leuchtete lieblich und heiter. Der Stern bleibt stehn über Josefs Haus, da sind sie hineingegangen; das Öchslein brüllt, das Kindlein schrie, die heil’gen Drei Könige sangen. Heinrich Heine (1797-1856)

Ach Kindlein

Ach Kindlein, mach uns alle hier deines Heils gewiß, denn draußen vor dem Stalle ist lauter Finsternis. Nimm alles, was wir haben, nimm unsre Schuld, laß unser Herz sich laben 4 an deiner Gotteshuld 5 !

Heinrich Vogel (1902 - 1989)

Weihnachts- und

Neujahrsgruß

Stern und Engel, Hirten und die Weisen künden uns das Große, das geschah. Und wir loben, danken und wir preisen, Gott ist nah!

Weg von Trauer, Jammer und Beschwerde wenden wir das schmerzliche Gesicht, Brüder, über aller Nacht der Erde ist es licht!

Unserer Sünden nimmer zu gedenken, gab Gott seinen Sohn in Leid und Tod. Sollte er mit ihm nicht alles schenken, was uns not?

Keiner ist verlassen und verloren, der da glaubt, weil seine Hand ihn hält. Der Erretter ist für uns geboren; Trost der Welt.

Otto Bruder (1889 - 1971)

uvuvuvuvuvuvu

1 hold: sehr zart und hübsch; anmutig 2 das Zepter: eine Art Stab, den bes. Kaiser und Könige als Symbol ihrer Macht tragen 3 frugen: (verltd.) fragten 4 laben:

erfrischen,beleben 5 die Huld: (veraltd.) Gunst, Wohlwollen

Die bunte Seite Das kleine Weihnachtsrätsel 1 2 345 6 7 8 9 10 11

Die bunte Seite

Die bunte Seite Das kleine Weihnachtsrätsel 1 2 345 6 7 8 9 10 11 12

Das kleine Weihnachtsrätsel

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Waagerecht

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Gegenstand, in den Jesus nach seiner Geburt gelegt wurde.

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Dies hat der Nikolaus für böse Kinder dabei.

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Beliebtes Weihnachtsessen in Deutschland.

Ort im Erzgebirge, in dem besonders schöne Weihnachtsdinge aus Holz gefertigt werden.

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Mann, dessen am 6. Dezember gedacht wird und der Kinder beschenkt,

12

Sie lobten Gott im Himmel für das Geschehen an Weihnachten.

13

Dichter der ersten Strophe des bekannten Weihnachtsliedes „O du fröhliche“

14

Anzahl der Weisen, die Jesus ihre Aufwartung gemacht haben.

Senkrecht

1

Wer besuchte als erstes Jesus im Stall?

2

Kaiser zur Zeit der Geburt Jesu

3

In einigen deutschen Landstrichen Bringer der Weihnachtsgaben.

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Tag vor Weihnachten

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Beliebter Weihnachtsfisch in Deutschland.

7

„Mutter“ von Jesus

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Verfasser eines Evangeliums, in dem die Geburt Jesu geschildert wird.

eines Evangeliums, in dem die Geburt Jesu geschildert wird. Klausi meldet sich: „Herr Lehrer, was heißt

Klausi meldet sich: „Herr Lehrer,

was heißt das bitte, was Sie unter meine Arbeit geschrieben haben?“ - „Das heißt: Sorgfältiger und deutlicher schreiben

„Hast du mit deiner Freundin Schluß gemacht, weil sie jetzt

eine Brille hat?“ - „Nein, sie hat mich verlassen, seit sie die Brille hat.“

„Welches Datum haben wir heute eigentlich?“ - „Weiß ich nicht, schau doch auf die Zeitung, die auf dem Tisch liegt.“ - “

„Das bringt nichts, die ist von gestern

Der Patient liegt auf dem Operationstisch. Sagt der Chirurg zur Schwester: „Die Instrumente bitte!“ Darauf der Patient:

„Na toll! Ich liege hier krank herum, und Sie denken nur ans

Musizieren!“

Beim Marathonlauf. Sagt ein Zuschauer zum anderen: „Sehen

Sie mal, der Läufer mit der roten Krawatte wird gerade “

überholt.“ - „Das ist keine Krawatte, das ist die Zunge

„Mutti, ich will nicht in die Schule! Alle Schüler lachen mich aus, und auch die Lehrer machen sich über mich lustig!“ - „Aber mein Junge, du mußt gehen! Du bist schließlich der “

Direktor

Im Restaurant. Der Gast kämpft seit Minuten mit einer Nudel. Immer wieder fällt sie ihm von der Gabel. Schließlich eilt der Ober hinzu und spießt die Nudel locker auf die Gabel. Darauf der Gast: „Das war ja wohl jetzt nicht mehr schwer, nachdem ich sie müde gemacht habe!“

„Stell dir vor, meine Schwester hat ein Kind bekommen!“ - „Gratuliere! Ist es ein Junge oder ein Mädchen?“ - „Oweh, leider habe ich ganz vergessen, danach zu fragen! Jetzt weiß “

ich gar nicht, ob ich Onkel oder Tante geworden bin

Sonne, Strand und Jesus

Ein richtiger Ort zum Urlaub machen! Darüber waren sich die Teilnehmer an der diesjährigen Begegnungsfreizeit in Sevastopol auf der Krim einig. 14 Teilnehmer aus Deutschland und 35 „Weg“- Leser(innen) aus der Ukraine und Rußland waren gekommen, um gemeinsam über die Aktualität der Bibel und den Glauben an Gott nachzudenken. Und daß die Erholung nicht zu kurz kam, dafür sorgte der nur einige hundert Meter entfernte Strand des Schwarzen Meeres und das herrliche Sommerwetter.

Bald nach der Ankunft aller Teilnehmer fühlten wir uns wie in einer großen Familie. Die morgendlichen Bibelgespräche zu den Themen „Den Sprung wagen“ und „Folge mir nach“ waren eine große Herausforderung. Was heißt es, mit Jesus zu leben? Und bin ich bereit, den Sprung zu wagen und Jesus nach- zufolgen? Fragen, die jeder Teilnehmer für sich beantworten mußte. Einige hatten schon entdeckt, welche Freude es ist, Jesus nachzufolgen und wollten mehr darüber wissen, wie man als Christ lebt. Andere taten auf der Freizeit den ersten Schritt oder haben mehr darüber nachgedacht. Keiner aber ist so gegangen, wie er gekommen ist.

Nachmittags und Abends gab es viele Möglichkeiten zum Schwimmen, Spielen, Basteln und zum weiteren Gespräch. Weitere Höhepunkte waren der Tagesausflug nach Jalta und seiner Umgebung, sowie ein Ausflug nach Sevastopol und der alten griechischen Stadt Chersones. Rundum eine schöne Zeit, die hoffentlich vielen noch gut in Erinnerung bleibt. Die Tränen beim Abschied sprachen für sich! Nun, dann bis zum nächsten Jahr!

vielen noch gut in Erinnerung bleibt. Die Tränen beim Abschied sprachen für sich! Nun, dann bis

Leser schreiben Lesern

Liebe Leser, hier ist wieder unsere Briefkontaktecke mit einem Teil der uns vorliegenden Adressen. Wir würden uns sehr freuen, wenn noch viele unserer Leser dadurch einen neuen Brieffreund oder eine neue Brieffreundin finden. Wenn Sie E-Mail Brieffreunde suchen, schauen Sie bitte auf unserer Internetseite nach. Viel Spaß beim Schreiben!

auf unserer Internetseite nach. Viel Spaß beim Schreiben! Tanja Quast Fritz-Reuter-Str. 31 32756 20 unternehmen

Tanja Quast

Fritz-Reuter-Str. 31

32756

20

unternehmen

Marianne Mustjace

Sprottauer Str. 36

32756

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fahren, Singen, Briefe schr. (auch russisch)

Brieffreunde zwischen 17 und 20 J.

Olga Jankowa Im Lindenort 23

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Klavierspielen, mag Katzen

Kati Klassen

Karl-Ehlers-Str. 4 d

32756

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fahren; Brieffreunde zwischen 12 und 14 J.

Maria Jansen

J.; H: Sticken, Lesen, Erzählen, Inliner

Detmold

J.; Klavier spielen, Singen, viel

Detmold

J.; H: Lesen, Reiten, Malen, Fahrrad

Detmold

J.; H: Lesen, Briefe bekommen,

Detmold

Alexanderweg 6

32756

13

fahren; sucht gleichaltrige Brieffreunde

Michaela Herr

Felix-Fechenbachstr. 57

32756

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u.v.m.; Brieffreunde zw. 12 und 17 J.

Anna Friesen

Griemensiek 15 a

32756

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Mädchen zwischen 12 und 15 J.

Rebecca Dück

Falkenweg 13

32758

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Lesen; Mädchen zwischen 13 und 15 J.

Käthe Wiebe

Am Hessentuch 11

32758

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Inliner fahren

Lia Rempel

Postteichweg 1 D

32758

14 J.; H: Lesen, Malen, Schwimmen,

Radfahren, Musik

Detmold

J.; H: Schwimmen, Inliner u. Fahrrad

Detmold

J.; H: Musik, Sport, Lesen, Briefe schr.

Detmold

J.; H: Sport, Malen, Briefe schreiben

Detmold

J.; H: Schwimmen, Klavier spieln,

Detmold

J.; H: Radfahren, Reiten, Lesen, Malen,

; Brieffr. zw. 13 und 18 J.

Detmold

; Brieffr. zw. 13 - 15 J.

Lena Stschukina Str. der Freiheit

397140

Russland

14

Rita Maceviciute

Gedrimu Km.

Ylakiu Pst., Skuodo Ray. Litauen

17

Deutsch, Englisch

Arvis Jankovskis

Vinrozes

LV-3712 Pagasts Berze, Ray. Dobele Lettland

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Maris Muntins Dzirnavu iela 32, 2 v. LV-4219 Valmiera p/n Viesturi Lettland 39 J.

Janis Fecers Dobeles Raj., Berzes Pag.

“Birztalas7 - 6 Lettland

17

Nikolaj Serow ul. Lewanewskaja 48

316003

Ukraine

18

Schüler der Klasse 5 Mittelschule Tabory

Permskaja obl., Ochanskij r-n

618111

Russland

H:

Ludmila Semidotskaya

ul. Pritytsky 79 - 5

225320

Belarus - GUS

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222

Borissoglabsk

J.; H: Deutsch, Reisen, Sport; Musik

J.; H: Musik, Bücher, Briefmarken,

J.; H: Sport, Auto; sucht Brieffreundin

J., H: Musik, Basketball

Kirowograd

J., H: Sport, Musik, Schwimmen, Schach

Tabory

Musik, Sport, Lesen, Malen, Handarbeiten

Baranovichi

J.; Deutsch, Englisch

Диана Шамаева ул. Южная, 23 – 31 414045 г. Астрахань – 45

Russland

J.; H: Deutsch, Franz., Engl., Spanisch,

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Lesen, Musik

Maria Barmenkova a / ja 806

440066

Russland

21 J.; H: Krimis lesen, Reisen, Fremd-

sprachen

Pensa

Katalin Nagy

Bogár u.

H-1022 Ungarn

Lina Grigonyte Vievio pst., apyl.

Balceriskiu km. Traku raj. 4220 Litauen

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Reisen, Musik

V.

Husova 964 334 01 Prestice Tschechische Republik

Jurate Navickaite

5523

Litauen

17

Roma Zeringyte

Laukodumikes km

Kelmes raj.

Litauen

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Formel 1

Justina Vizbickaite

Kauno 31 “a”

4820

Litauen

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Julia Zhurauliova

ul.

222120 Borrissow Belarus - GUS

20

Deutsch, Englisch, Norwegisch, Schwedisch

Rasa Vanaginskaite Zirmunu g. 147 - 1004

2012

Litauen

23

Klavier, Singen, Reisen, Philosophie

Loreta Bumblauskaite

Eigirdziai

5624

Litauen

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Stricken, Häkeln

Zane Priedite Taurinu iela 24 - 1 LV-5408 Daugavpils Lettland

21 J.; H: Fremdsprachen, Reisen, Sport

J.; Bibel lesen, Singen, Gitarre spielen,

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d

J.; H: Engl., Deutsch, Brieffreunde,

Kozlik

Zidikai, Mazeikiai raj.

J.; Lesen, Musik hören, Briefe schreiben

J.; Mode, Reisen, Deutsch, Basketball,

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24

Rokiskis

J.; Musik, Reisen, Sport

Tschalowsky 31 - 43

Vilnius

J.; H: Deutsch, Kinder, Katzen, Tanzen,

Telsiu raj.

J.; H: Deutsch, Russisch, Lesen,

Julija Polischtschuk

Studentenwohnheim 5, Zimmer 903 ul. Wynnytschenko 6

46004 Ternopil

Ukraine

18

Gleb E. Brenew

Postfach 173, ul. Mira 28, 104

652860 Myski 5

Russland

23

Dima Michailow Saratover Obl., ul. Rostowskaja 17

413100 Engels

Russland

14

Wladislaw Solomonjuk ul. Sonjatschna 13

79491 Lwiw - Bryuchowytschi

Ukraine

Anna Lewtschenko ul. Yakira 3 / 46

50007 Kriwoj Rog - 7

Ukraine Fremdsprachen, Natur, Sport, Musik, Lesen

Viktor Kulikov

Postfach 3430

440020 Pensa

Russland

45

H: Fremdsprache, Reisen, Bücher, Sport, Musik, Theater, Ballett, Kunst, Computer

Daiva Bliutajte Ausros 3 Rainiai Kaimas 5631Telsiu raj Litauen Studentin, 20 J., H: Reisen, Sport (Basektball), Musik, Kino

Dimitar Marazov

Georgi Izmirliev

4000 Plovdiv

Bulgarien

53

e-mail: d_marazov@hotmail.com

Boris Bronnikow

1-Fasteshskaja, 82 - 39

305040 Kursk

Russland

38 J., Deutschleher; sucht auch

Briefkontakte für seine Schüler

J.; Deutsch

J.; H: Bücher, Bibel, Musik

J.; H: Deutsch, Sport, Musik

J., Englisch- u. Russischlehrer

47

J., H: Deutsch, Weltreisen

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Wird Christus tausendmal in Bethlehem geboren Und nicht in dir; du bleibst noch ewiglich verloren.

Angelus Silesius

Der Wolf und der Hofhund

verloren. Angelus Silesius Der Wolf und der Hofhund ➁ Es war einmal ein Wolf, der wanderte

Es war einmal ein Wolf, der wanderte zu einem entlegenen Bauernhof, guckte durch den Lattenzaun und sprach zum Hofhund 1 : „Komm her! Ich will dich was fragen.“ Der Hund

erwiderte: „Es tut mir leid, aber ich bin an- gekettet.“ Da erschrak der Wolf: „Was, du bist nicht frei? Und ich war der Meinung, dir ginge es gut!“ „Mit geht es

gut“, antwortete der Hofhund, „ich bekomme täglich dreimal mein Fressen, ich habe keine

Sorgen

„Und die

Wälder kennst du nicht? Und Hasen darfst du auch keine jagen?“ „Nein“, antwortete der Hofhund, „ich bin nie frei, ich bin immer an der Kette.“

„Das ist schlimm, sehr schlimm“, brummte 2 der Wolf, „denn die Wälder sind das Schönste, was

es auf der Erde gibt.“ Der Hofhund hätte gerne noch mehr von den Wäldern gehört, aber der Wolf schüttelte den Kopf: „Ich will dir den Mund nicht noch wäßriger 3 machen. Ich gehe jetzt zurück zu

noch wäßriger 3 machen. Ich gehe jetzt zurück zu meinen Freunden und erzähle ihnen von deinem

meinen Freunden und erzähle ihnen von deinem elenden 4 Hundedasein.“

Am letzten Tage des Jahres

Das Jahr geht um, der Faden rollt sich sausend ab. Ein Stündchen noch, das letzte heut, und sträubend rieselt in sein Grab, was einstens war lebend’ge Zeit. Ich harre stumm.

Annette von Droste-Hülshoff (1797 - 1848)

Da legte sich der Hof- hund hin und heulte 5 - und er war nie mehr glücklich. Der Wolf aber kehrte in die Wälder zurück. Er war sehr

glücklich - und ver- hungerte im nächsten Winter, weil er kein Futter hatte.

1 der Hofhund: Hund eines Bauern, der das Haus mit den Ställen etc. bewacht 2 brummen: [mit tiefer Stimme] etwas undeutlich und unfreundlich sagen 3 jmdm. den Mund wäßrig machen: jmdm. etwas erzählen, zeigen o.ä., woraufhin dieser große Sehnsucht danach bekommt 4 elend: (hier) unglücklich, jämmerlich 5 heulen:

lange, klagende Laute von sich geben; weinen

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Ausgabe Nr. 32 (November 2000 - Januar 2001) Redaktion: Volker Schmidt

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