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Freitag, 1. Aug. 2014, 16.30 Uhr: Demonstration auf dem Münsterplatz

Kein deutsches Geld und keine deutschen Waffen nach Israel!

Die humanitäre Katastrophe in Gaza nimmt unvorstellbare Ausmaße an. Das einzige Kraft-
werk und damit die komplette Stromversorgung des Gaza-Streifens wurde von der israelisch-
en Armee zerstört. Krankenhäuser, Flüchtlingsheime, Wasserver- und Abwasserentsorgung
müssen nun mit Notstromaggregaten betrieben werden, Treibstoff kann aber wegen der
Blockade und der Tunnelzerstörungen nicht mehr eingeführt werden.

Wieder einmal hat Israel eine UN-Schule bombardiert und dabei gestern mindestens 20
Menschen getötet und mehr als 90 verletzt. Die UN-Einrichtungen sind die letzten Zufluchts-
orte von mehr als 240.000 Flüchtlingen. Bis heute sind mehr als 8000 Palästinenser verletzt
und 1370 getötet worden, laut UN-Organisation OCHA sind 80% davon Zivilisten. 59 Israelis
kamen ums Leben, davon 3 Zivilisten. http://www.ochaopt.org/index.aspx

Die meisten Bewohner des Gaza-Streifens sind Flüchtlinge, bzw. deren Nachfahren, die
1948/49 aus dem Gebiet des heutigen Israels in den Gazastreifen vertrieben wurden. Nach-
dem Israel 1967 den Gaza-Streifen wie die Westbank besetzte, zog es sich 2005 wieder
zurück und riegelte ihn komplett ab. Seitdem leben die Menschen dort in einem riesigen Frei-
luftgefängnis unter unwürdigen Bedingungen und sind der Willkür Israels hilflos ausgesetzt.
Schon 2008/09 und 2012 richtete die israelische Armee schwere Massaker in Gaza an.
Solange Israel nicht gezwungen wird, seine Besatzungspolitik aufzugeben, kann es keinen
Frieden in Nahost geben!

Allein die aktuellen Zahlen der Opfer zeigen die absolute Unverhältnismäßigkeit des israe-
lischen Krieges gegen die Menschen in Gaza. Die gezielte Zerstörung jeglicher Infrastruktur
und die Angriffe auf zivile Einrichtungen und Wohnhäuser sind nach UN-Charta ein Kriegs-
verbrechen. Israel muss dafür zur Rechenschaft gezogen werden und von der internat-
ionalen Gemeinschaft mit Sanktionen belegt werden. Die finanzielle, politische und militär-
ische Unterstützung Israels durch die deutsche Regierung muss sofort beendet werden.


Wir fordern:
- Sofortiger Stopp der militärischen Aggressionen der israelischen Armee!
- Freilassung der politischen Gefangenen!
- Aufhebung der Blockade Gazas durch Israel!
- Öffnung der Grenzübergänge durch Ägypten!
- Schluss mit der Unterstützung Israels durch die deutsche Regierung!
- Sofortige humanitäre und medizinische Hilfe für die Menschen in Gaza!


Diesen Aufruf unterstützen folgende Organisationen:
BDS/Nakba-Gruppe Bonn, Palästinensische Gemeinde Deutschland-Bonn, Institut für
Palästinakunde Bonn, Deutsch-Palästinensische Gesellschaft NRW-Süd, Frauenwege
Nahost, Deutsch-Palästinensische Medizinische Gesellschaft, Bundesverband Deutsch-Ara-
bischer Vereine, Deutsch-Palästinensischer Frauenverein, Arbeitsgemeinschaft Völkerrecht
und Menschenrechte in Palästina und Israel e.V.

Weitere Informationen unter www.bds-kampagne.de und www.bds-info.ch

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ViSdP: George Rashmawi, BDS/Nakba-Gruppe Bonn, Paläst. Gemeinde Bonn, g.rashmawi@gmx.de