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Lerneinheit 1: Kostenmanagement und Kapazitätsauslastung BW

IVc 2009/2010

Kostenmanagement und Kapazitätsauslastung: (ab S. 268 –


BW III. Jg.)
Gesamtkostenkurve hat einen S-förmigen Verlauf  S. 275

Y = Kosten
X = Beschäftigung

Erklärung des s-förmigen Verlaufs:


* Zunächst steigen die Kosten nur degressiv (Einsparungen durch Arbeitsteilung).
* Ab einem bestimmten Punkt steigen die Kosten progressiv an (Überstunden,
Maschinenschäden etc).

Annahme: Nachfrage nach dem Produkt steigt. Wie kann dem begegnen?

• Intensitätsmäßige Anpassung: Erhöhung der Produktivität (S-Form bleibt)


• Zeitliche Anpassung: es wird länger gearbeitet. Solange Kapazitäten
(Mensch/Maschine) in ausreichender Form vorhanden sind, steigen die
variablen Kosten proportional an. Sobald die Normalkapazität überschritten
wird, haben wir einen progressiven Anstieg der kvar.
• Quantitative Anpassung: zB durch Anschaffung einer weiteren Maschine und
Anstellung eines weiteren Mitarbeiters zur Bedienung der Maschine. 
sprungfixe Kosten (sowohl kfix als auch kvar).

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Lerneinheit 1: Kostenmanagement und Kapazitätsauslastung BW
IVc 2009/2010

Was bedeutet „Kostenremanenz“?


Kostenremanenz bezeichnet das häufig zu beobachtende Phänomen, dass die
Kosten bei einem rückläufigen Beschäftigungsgrad nicht im gleichen Maße sinken, in
dem sie zuvor bei zunehmender Beschäftigung angestiegen sind. Die höheren Kosten
werden als remanente Kosten bezeichnet.

Sie haben ihre Ursache darin, dass die Kostenanpassung an den Beschäftigungsgrad
aus wirtschaftlichen, rechtlichen oder politischen Gründen bei rückläufiger
Beschäftigung entweder zeitverzögert oder grundsätzlich anders als bei
Beschäftigungszunahme erfolgt.

Beispiele für remanente Kosten sind

• Abschreibungen für stillgelegte Maschinen,

• Personalkosten (es wird zB langsamer gearbeitet) oder

• Kosten aus nicht sofort kündbaren Verträgen.

In Zeiten von Umsatzeinbrüchen und Absatzflauten ist es für einen Unternehmer z. B.


schwer zu entscheiden, ob es sinnvoll ist, bestehende Überkapazitäten abzubauen,
weil es sich um einen dauerhaften Einbruch des Absatzes handelt, oder ob es besser
ist, die höheren Bereitschaftskosten zu tragen, um die Produktionsbereitschaft und
Kapazität für evtl. spätere Boomphasen zu sichern.

zB Auslastung Bahn, Flugzeug

Unterscheidung zwischen Vollkosten und Grenzkosten

Vollkosten: Gesamtkosten : erzeugte Menge

Grenzkosten: zusätzliche Kosten : zusätzlich erzeugte Menge

Betriebsoptimum: dort, wo die Vollkosten pro Stück am geringsten sind

Betriebsmaximum: dort, wo die Grenzkosten = Preis (darüber: negativer DB!)

Nutzschwelle: Mindestabsatzmenge, bei der der Preis die Vollkosten


abdeckt

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IVc 2009/2010

Wissensfragen S. 286 - 289