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Leicht,

bequem

zu

tragen

sind

solche

abgesteppten

und

sehr

modisch

Soft-Taschen,

die

man

mit etwas Geschick selbst anfertigen

kann.

ln

der nächsten Ausgabe veröffentlichen

wir

 

dazu

die Nähanleitungen von der

kleinen

Disko­

Tasche bis

zur aufnahmefähigen Stadt- und

Rei­

setasche.

Anleitungen zum Bau von Klein­ möbeln und anderen nützlichen Einrichtungsgegenständen für' den Wohnungs- und Hobbybe­ reich finden stets großes Inter­ esse bei unseren Lesern. Eine Sammlung von Vorschlägen soll· helfen, diese Lebensbereiche den individuellen Bedürfnissen entsprechend zweckmäßig zu ge­ stalten.

Durch Verschweißen von Ther­ moplastfolien lassen sich viele praktische Dinge herstellen. Auch die Reparatur von solchem Material wird dadurch möglich. Wir hatten vor längerer Zeit schon einmal beschrieben, wie man Thermoplastfolien mit Hilfe eines Bügeleisens und Zedeflon­ Trennfolie verschweißt, ohne daß das heiße Bügeleisen an der Fo­

lie klebenbleibt. Jetzt werden wir beschreiben, wie man auch ohne Trennfolie schweißen kann. Ein Tip: Eine Tube .Cenupaste" be­ sorgen I Wozu diese Silikonpaste außer­

dem

noch zu gebra uchen ist,

wird auch gezeigt werden.

Immer wieder erreichen uns An­ fragen nach Möglichkeiten zum Bau von Sonnenkollektoren. Wir werden deshalb verschiedene Ty­ pen von Kollektoren vorstellen, deren Aufbau vom Arbeitsauf­ wand und von der Materialbe­ schaffung her unproblematisch ist.

IDill IDIII ln vielen Einrichtungen der Be­ erforderlich, erleichtert aber die der Maschine beschriften. triebe
IDill
IDIII
ln vielen
Einrichtungen
der Be­
erforderlich,
erleichtert aber die
der Maschine
beschriften.
triebe
und
des Bildungswesens
Kontrolle
des geschriebenen Tex­
3.
Kohlepapier
entfernen, Folie
ist das
Lichtschreibgerät
Poly­
tes. Nach
dem Beschriften
ist der
auf
das Transparentpapier legen
lux" ein
ständiges Arbeitsmittel.
Text
auf .der
Folie
mit Haarspray
und die
Zeichnungen nachziehen.
Eine
Möglichkeit, die
Folie
sehr
zu fixieren.
4. Fixieren
der fertiggestellten
Fo­
sauber
zu beschriften, be-
Sollen
Zeichnungen mit
Text auf
lie
mit Haarspray.
steht darin,
den Text
mit
der
Ma­
eine Folie,
verfährt
man z.
B. fol­
Gerd
Krüger
schine
zu schreiben.
Dazu wird
gendermaßen:
die
Folie anstelle des
Durch­
1. Zeichnung
ohne
Text
auf
schlagbogens
in
die Maschine
Transparentpapier bringen.
gespannt.
Das Blatt
vor
dem
2. Transparentpapier
mit Kohle­
Kohlepapier ist
nicht
unbedingt
papier
und
Folie
zusammen in
Die
Schlüssel
von Sicherheits­
schlössern sind
wegen ihrer oft
einheitlichen Ausführung
in Form
und
Größe schwer zu
unterschei­
den.
Bohrt
man
jedoch kleine Lö­
cher
in unterschiedlicher Anzahl
in
die
Schlüssel, findet
man
Die Anschaffung
eines
handels­
passenden heraus.
üblichen Reihenziehers lohnt
Die Verbindung
und Rechen ist
zwischen Schar
leicht den
im
Bild
zu erken­
Selbst
nachts
sind
die Löcher
sich
für den
Freizeitgärtner
oft­
nen.
Das gabelförmige Endstück
noch
gut
zu
erkennen,
wenn
man
mals nicht.
des
rechtwinklig
abgebogenen
den Schlüssel z.
B. gegen
den
Durch
die im
Bild
dargestellte
Lö­
Flachmaterials wird durch
eine
Himmel
hält.
sung
wurde ein
Gartenrechen
Schraube
mit
Flügelmutter
zu­
Wer
ganz
vergeßlich
ist,
kann
nach
dem
Anbringen
von
zwei
sammengezogen.
sich auch
auf
dem Schloß
so
Reihenziehern
zu
einem
doppelt Entsprechend
der Breite
des
Re­
viele
Punkte ( Farbtupfer, Körner­
nutzbaren
Arbeitsgerät.
Für
die
chens
kann
eine
Rillenentfernung
schläge)
anbringen, wie
Bohrun­
Reihenzieh er
wurde 1,3
mm
dik­
nach
Wunsch
eingestellt werden.
Werner
Fuchs
gen
im
dazugehörigen
Schlüssel
kes
verzinktes
Blech
verwendet.
sind.
Die
Abmessungen
betragen
etwa
Norbert
Keipert
80
x 130 mm.

1 45

Das Magazin der Selbstbautechnik Hett 4/83 Lizenznummer 1 234 des Presseamtes beim Vorsitzenden des Ministerrates
Das Magazin der
Selbstbautechnik
Hett 4/83
Lizenznummer 1 234
des Presseamtes
beim Vorsitzenden
des Ministerrates der DDR
Herausgeber: Zentralrat der FDJ
über Verlag ,Iunge Welt
Verlagsdi rektor: Manfred Rucht
Chefredakteur: Walter Gutsehe
Tel.: 2 23 34 29
Stellv. Chefredakteur: Harald
Kammler Tel.: 2 23 34 31
Sekretariat/Korrespondenz:
Design-Ausstellung
im Bauhaus Dessau
146
Fahrrad-Heimtrainer
148
Zusammenlegbarer
Gitarrenkasten
151
Spielfiguren und Spiele
154
Lichtpendel-Fotogramme
156
Monika Maltschewa
Typografische Gestaltung:
Naturmeterial-Applikationen 158
l rene Fischer, Birgit Oßwald
Die Redaktion wurde mit der
.Artur-Becker-Medaille" in Gold,
ausgezeichnet.
Sitz der Redaktion:
Stickerei auf Gittertüll
161
Fächerlampenschirm 162
1 080 Berlin, Mauerstraße 39/40
Postanschrift: 1 026 Berlin, Post­
schließfach 43
Gesamtherstellung:
Ski-Stopper für
Abfahrtsläufer
164
Schaumsfoff-Schlitten
165
{140) Druckerei
Neues Deutschland
Artikei-Nr. 21 631 EDV
erscheint einmal im Qua rtal,
Abonnement-Preis: 1 ,- M
Handsegel für
Schlittschuhläufer
166
Badewannenverkleidung
167
Sessel im neuen Gewand
168
Dekorative Wandrahmen
169
Mehrzweck-Kopierrahmen 170
Leipziger Herbstmesse
172
Anzeigenverwaltung:
Fruchtfolgekalender
175
Berliner Verlag, 1 056 Berlin,
Kari -Liebknecht-Str. 29.
Tel.: 2 70 33 02
Anzei g enannahme:
Entwicklerschale
für Großformate
1n
Berliner Verlag und Anzeigenan­
nahmestallen in Berlin und in den
Bezirken
Zur Zeit gültige Anzeigenpreisli­
ste N r. 4
Für unverlangt eingesandte Ma­
-nuskripte übernimmt die Redak·
tion keine Haftung. Nachdruck.
Übersetzung und Auszüge nur
mit Quellenangabe gestattet.
Neues Lederfärbemittel
178
Kfz-Pflege für den Winter
180
Kleinigkeiten
184
Leserpost
189
Jahresinhaltsverzeichnis
191

practic 4/83

ABFALLMATERIAL+GUTE IDEEN =NEUE PRODUKTE

ABFALLMATERIAL + GUTE IDEEN = NEUE PRODUKTE Im Juli/August veranstaltete das Amt für industrielle Formgestaltung beim

Im Juli/August veranstaltete das Amt für industrielle Formgestaltung beim Ministerrat der DDR das SOMMERSEMINAR '83, an dem 24 Designer, Ingenieure und Historiker aus der DDR 1eilnahmen. Eines der drei von profilierten niederländischen Designern geleiteten Arbeitsseminare befaßte sich mit der Entwicklung von Gestaltungsideen und Modellen für Kleinmöbel, Spielzeug und Spiele, die aus Rest· hölzern der Möbelindustrie zu fertigen sind. Der zweiten Gruppe war die Aufgabe gestellt, auf der Grundlage von Sekundärmaterial Anwendungs· baispiele für die Verpackung eines Gläsersortiments des VEB Lausitzer Glas zu entwickeln. Das dritte Arbeitsseminar untersuchte die historischen Beziehungen zwischen dem Bauhaus, der hol­ ländischen Gruppe Oe Stijl und den sowjetischen Konstruktivisten. Die Ergebnisse der Arbeit dieser drei Gruppen wurde im August im Wissenschaftlich-kulturellen Zen· trum Bauhaus Dessau vorgestellt.

Wir geben hier einen kleinen Einblick in diese Ausstellung, der deutlich macht, wie durch Kreativität

Ausstellung, der deutlich macht, wie durch Kreativität und Engagement mit der Aufgabe auch aus einfachsten

und Engagement mit der Aufgabe auch aus einfachsten Ausgangsmaterialien neue Gebrauchswerte

auch aus einfachsten Ausgangsmaterialien neue Gebrauchswerte geschaffen werden können. 1 Aus rechtwinklig zusammen­

geschaffen werden können.

1 Aus rechtwinklig zusammen­ gefügten Brettabschn itten entstanden Elemente, die sich mit einer einfachen Dübel­ steckverbi ndung in vielfältiger Weise zusammenfügen las­ sen.

2 Hier dienten diese Bausteine in Verbindung mit Glasplatten zum Aufbau von Stellflächen, die sich außer im Wohnbe· reich auch sehr gut als Aus­ stellungspodeste nutzen las­ sen. 3 Auffallend an diesem Kinder­ stuhl sind die solide Konstruk· tion und gute Gestaltung bei Verwendung einfachster Holz· teile für den Aufbau.

4 Eine formal gelungene Kon­ struktion eines Sesselunter­ teils, in das eine Sitzschale eingehängt wird.

5 Nach dem Scherengitterprin· zip ist diese ausziehbare Abla­ gefläche aufgebaut. Durch die zahlreichen Querstäbe kann für die eigentliche Abla­ gefläche dünnes, leichtes und zusammenrollbares Material verwendet werden .· 6 .Bolli". ein interessantes Spielgerät, das nur aus zwei Griffhölzern mit zwischenge­ fügten Gurtbändern besteht. Die Spielidee ist, dem M it-

3
3
fügten Gurtbändern besteht. Die Spielidee ist, dem M it- 3 2 spieler oder den M itspielern

2

Gurtbändern besteht. Die Spielidee ist, dem M it- 3 2 spieler oder den M itspielern den

spieler oder den M itspielern den Schaumstoffball durch ruckartiges Auseinanderzie­ hen der Griffhölzer zuzuspie-

len. Ungekehrt wird der Ball durch Nachgeben der Span­ nung des gespreizten Spielge­ rätes weich aufgefa ngen.

6 •7 7 Bei den Entwürfen für Gläser­ verpackungen war d ieses ein­ fache Funktionsmuster
6 •7
6
•7

7

Bei den Entwürfen für Gläser­ verpackungen war d ieses ein­ fache Funktionsmuster aus Wellpappe mit Klammerhaf­ tung zu sehen .

8

Ein anderer Verpackungsvor­ schlag, bei dem die Gläser durch die durchgezogene Tra­ geschlaufe in ihrer Lage ge­ halten werden.

Tra­ geschlaufe in ihrer Lage ge­ halten werden. 9 Schon einsatzreif sehen d iese Vorschläge aus.

9 Schon einsatzreif sehen d iese Vorschläge aus. ln den beiden liegenden Verpac . kungen sind jeweils zwei G läser enthalten. Eingelegte ScheL,ben stabili­

sieren die Form, die einge­ schlagenen Enden verschlie­ ßen die Rohre.

die einge­ schlagenen Enden verschlie­ ßen die Rohre. 10 Versc�iedene Entwürfe gab es auch, stabile

10 Versc�iedene Entwürfe gab es auch, stabile Ablageflä­ chen aus Karton aufzubauen. H ier ein leichtes Wandregal, dessen Platte durch die zick­ zackförmige Aussteifung sta­ bilisiert wird.

practic 4/83

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8

9

10

Das Straßenfahrrad a l s Heim- tr aine r Es bedarf wohl keiner Argumente dafür,
Das Straßenfahrrad a l s Heim- tr aine r Es bedarf wohl keiner Argumente dafür,
Das Straßenfahrrad
Das Straßenfahrrad

als Heim- trainer

Es bedarf wohl keiner Argumente dafür, auch und gerade im Win­ ter etwas für die körperliche Fit· ness zu tun. Wenn man in den anderen Jahreszeiten durch Wanderungen, Läufe, Radtouren und andere körperliche Betäti· gung meist genug für Kreislauf und Muskeltraining tut, so sollte man das auch im Winter nicht versäumen. Doch kurze Tage und unfreundliche Witterung sind oft der Grund dafür, eventuelle ent· sprechende Vorhaben doch nur selten oder nicht auszuführen. Deshalb stellen wir hier ein ver­ hältnismäßig einfach zu bauen­ des Gerät vor (Bild 1 ), das ein normales Fahrrad zum Heimtrai­ ner macht. Das gezeigte Muster ist für ein Klapprad dimensio­ niert. für 26er- oder 28er-�äder sind die Maße der Aufnahmega­ bel entsprechend zu verändern. Durch eine einstellbare Andruck· rolle (Bild 3) läßt sich die Bela­ stung variieren, um einen steiger­ baren Trainingseffekt zu erzielen. Dieses Trainingsgerät ist weitge­ hend. aus Abfallmaterialien aufzu­ bauen. Die Verbindungen wur· den beim Muster geschweißt, nach geringfügigen Konstruk- · tionsveränderungen lassen sich. die Teile aber auch,durch Schrau· ben oder Niete zusammenfügen. Das Fahrrad wird nach Lösen der Achsmuttern mit der Hinterachse · in die Schlitze der Tragwinkel ein· gesetzt und so festgeschraubt. Der Aufbau und die Wirkungs­ weise der Andruckrolle ist aus Bild 2 und der Zeichnung gut zu ersehen. Als Rolle dienten beim M uster zwei Kugellager 60 x 15 (z. B. Rillenkugellager 6206 C2). Sie sind auf einen abgesägten Achsstumpf einer Trabant- Hinter­ achse aufgezogen, der mit zwei · MB-Gewindebohrungen versehen wurde. Bei Veränderung der Breiten­ maße für die Aufnahme ließe sich auch eine Fahrrad-Hinter­ nabe als Andruckrolle verwen­ den, wenn ein Stück Metallrohr auf die Nabenhülse aufgescho· ben und durch ein paar Schweiß­ punkte befestigt wird. Als Gewinde für die Stell-

aufgescho· ben und durch ein paar Schweiß­ punkte befestigt wird. Als Gewinde für die Stell- /
aufgescho· ben und durch ein paar Schweiß­ punkte befestigt wird. Als Gewinde für die Stell- /
aufgescho· ben und durch ein paar Schweiß­ punkte befestigt wird. Als Gewinde für die Stell- /

/

148 practic 4/83

aufgescho· ben und durch ein paar Schweiß­ punkte befestigt wird. Als Gewinde für die Stell- /
1 2 3 4 schraube wurde eine MB-Mutter unter das Oberteil des L ager ­
1 2 3 4 schraube wurde eine MB-Mutter unter das Oberteil des L ager ­

1

2

1 2 3 4 schraube wurde eine MB-Mutter unter das Oberteil des L ager ­ bocks

3

1 2 3 4 schraube wurde eine MB-Mutter unter das Oberteil des L ager ­ bocks

4

schraube wurde eine MB-Mutter unter das Oberteil des Lager­ bocks geschweißt (Bild 4). Die Stellschraube selbst muß auf ir­ gendeine Weise mit einer g­ lichst großen und griffigen Scheibe versehen werden, um die Handhabung zu erleichtern. ln den vier Ecken des Grundrah­ mens sollten dicke Gummipuffer befestigt werden, die bei allzu temperamentvoller .Fahrt" ein Verrutschen auf glattem Fußbo­ den verhindern und eine Ge­ räuschübertragung dämpfen. Es ist ratsam, den Luftdruck im H interreifen etwas zu erhöhen, um ein zu starkes Walken des Mantels zu verhindern. Der Einsatz eines Klapprades für diesen Heimtrainer ist insofern

besonders zu empfehlen, weil es sich. auch wenn es auf dem Trai-

ingsgerät montiert ist, zusam ­

wenn es auf dem Trai - ingsgerät montiert ist, zusam ­ ' m e nklappen läßt

'menklappen läßt und so nur ge­

ringen Platz in der Wohnung be­

ansprucht. Gerherd Schwerdtner

nklappen läßt und so nur ge ­ ringen Platz in der Wohnung be­ ansprucht. Gerherd Schwerdtner
10 I{) 30 x30, 3 dick 20 Achse entspr. Kugellager / Rohr, Kugellager 60 x
10
I{)
30 x30,
3 dick
20
Achse
entspr.
Kugellager
/
Rohr,
Kugellager
60 x 15
1/l innenQ
( z.B. Rillenkugellager 6206 C 2)
MB-Mutter
30x30
'
3dick
'
Gummistopfen
60 x 120,
4 dick
400
Rahmen
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/Winkelstahl
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c.

Zusammenlegbarer »Gitarren kaste n « Gitarren sind wie alle I nstrumente, die vorwiegend aus Holz
Zusammenlegbarer »Gitarren kaste n « Gitarren sind wie alle I nstrumente, die vorwiegend aus Holz

Zusammenlegbarer »Gitarren kaste n «

Zusammenlegbarer »Gitarren kaste n « Gitarren sind wie alle I nstrumente, die vorwiegend aus Holz hergestel

Gitarren sind wie alle I nstrumente, die vorwiegend aus Holz hergestel lt werden, recht empfindlich gegenüber Stoß, Temperaturänderungen oder zu hohe Luft­ feuchtigkeit. Trotzdem ist oftmals nur eine Tragetasche aus derbem Leinenstoff der einzige Schutz für d iese nicht gerade billigen Instrumente. Ein massiver Ka­ sten wi rd nur selten benutzt, da er zu groß und auch recht unhandlich ist. Dem Wunsch vieler Leser entsprechend wollen wir hier einen zusa mmenlegbaren.

"G ita rre n kasten" vorstell en, der weitestgehend Schutz bietet und im zusammen­

gelegten Zustand nur noch 3

4 cm d ick ist.

Er besteht im Prinzip aus je einer gepolsterten Boden- und Deck­ platte, zwei einklappbaren, eben­ falls gepolsterten Seitenplatten sowie·einer dritten kleinen Platte, die das H alsende schützt. Als Ü berzugsmaterial dient dünnes Kunstleder mit textiler Unter­ seite, das sich mit einer H eus­ haltsnähmaschine gut nähen läßt An Material wird benötigt:

0.7

1,0 m Kunstseidenfutterstoff.

1 Har:tfaserplatte 90 cm x 100 cm. 3,2 mm dick, Wäscheband 1,2 m,

Leinenstoff 30 cm x 90 cm,

5 Tuben .Chemikal"-Klebstoff oder .Saladur·,

m Kunstleder (1,40 m breit) ,

oder .Saladur·, m Kunstleder (1,40 m breit ) , 9 Haushaltstücher aus Pur ­ Schaumstoff, 1
oder .Saladur·, m Kunstleder (1,40 m breit ) , 9 Haushaltstücher aus Pur ­ Schaumstoff, 1

9 Haushaltstücher aus Pur­ Schaumstoff, 1 stabiler Reißverschluß. Zunächst zeichnet man den Um­

riß der Gitarre auf die Hart ser­ platte (Bild 1 ). Nun erhält der Umfang der großen Rundung

eine Zugabe von 8 m m . damit

später noch Platz für die Polste­

rung da ist. Von den Enden der großen Rundung zieht man zwei Linien bis zum Halsende {eben­ falls 8 mm beidseitig zugeben ). Die Breite der Platte am H al­ sende muß man bei querstehen· den Wirbeln des Instruments messen. Die Zeichnung zeigt die wichtigsten Bezugsmaße. Nach dem Aussägen der beiden Platten kann man nach deren Mu-

ster den Futterstoff und das Kunstleder zuschneiden. Das Fut· ter erhält rundherum eine Mate­ rialzug abe von etwa 2 cm. das Kunstleder von 1 cm. Nun können wir die H aushaltstü­ cher aus Schaumstoff zurecht­ schneiden (Bild 2) und mit eini­ gen Tropfen Konta ktkleber anhef­ ten. Anschl ießend überziehen wir beide Platten mit dem Futter­ stoff. Dazu kleben wi r den 2 cm breiten Rand an einer Lä ngsseite fest, anschließend wird der Stoff auf der gegenüberliegenden Seite straffgezogen und eben­ falls angeklebt. An den beiden Rundungen wird der Saum mehr­ mals eingeschnitten, um Klebe­ falten zu vermeiden (Bild 3).

6
6

Noch ein Wort zur Verwendung von Chemikal- bzw. Saladur-Kie­ ber: Da es sich - hier um Kontakt­ kleber handelt, streicht man die zu verbindenden Teile ein, läßt ei­ nige Minuten antrocknen, setzt die Teile genau an und preßt sie zusammen. Für die Qualität der Klebung ist nur der Anpreßdruck ausschlaggebend, die Verbin-

ist nur der Anpreßdruck ausschlaggebend, die Verbin- 152 practic 4/83 dungsstelle kann sofort voll bela­ stet

152 practic 4/83

dungsstelle kann sofort voll bela­ stet werden. Die Verwendung dieser Kleber ist also für unseren Zweck seh� zeitsparend·und da­ her ideaL Als nächstes werden die beiden Seitenteile gefertigt. Dazu legt man das Instrument zwischen Boden- und Deckplatte und mißt die Abstände a und b (Bild 4).

und Deckplatte und mißt die Abstände a und b (Bild 4). Die Seitenteile werden ebenfalls mit
und Deckplatte und mißt die Abstände a und b (Bild 4). Die Seitenteile werden ebenfalls mit

Die Seitenteile werden ebenfalls mit Schaumstoff belegt und mit Kunstseide überzogen. Nun nähen wir zwei Säckchen aus Futterstoff 30 cm lang und dem Maß a entsprechend breit und schieben je einen Schaum­ stoffstreifen ein. Dann nähen wir die Öffnung von außen zu und kleben diese Teile an die Seiten-

teile ( Bild 5). Sie dienen später als Schutzpolster für das runde Vorderteil der G itarre. Zum Schutz des Halsendes stel­

len wir uns eine ebenfalls gepol ­ sterte Platte mit den Maßen c und d her. Danach erha lten a lle d rei Seitenteile ein Stoffschar­ nier, damit sich die Schutzhülle später zusammenlegen läßt. Dazu beklebt man die R ückseiten mit festem Leinenstoff. Jeweils

an einer Läng skante werden

3

Jetzt wird die größte Breite der Deckplatte ermittelt und beidsei­ tig angezeichnet. Gena u an die­ sen beiden Stellen legt man je ein Seitenteil so unter die Deck­ platte, daß die Längskanten bün­ dig übereinander liegen (die ge­

polsterten Seiten liegen aufein­ ander) und klebt den überstehen­

den Leinenstoff auf die Deck­

platte. Ebenso wird mit der End­ platte verfah ren. Wie diese Teile nun miteinander verbul)den sind, ist auf Bild 5 zu sehen. Danach kleben wir je zwei etwa 20 cm lange Wäschebandstreifen auf der Rückseite der Boden­ platte dort an, wo es auf der Skizze angedeutet ist. Jetzt legen

wir wieder unsere Gita rre zwi­

schen beide Platten und kleben

nun das jeweils andere Ende der

Bänder am Oberteil fest (Bild 6). Diese vier Bänder dienen zur Fi­ xierung des Abstandes der Deck­ und Bodenplatte zueinander. Damit ist der innere Tei l unseres Kastens fertig. Wir müssen jetzt noch den Schwerpunkt feststel­ len, um nach her die Tragegriffe an der richtigen Stelle anzunä ­ hen. Dazu stellen wir den Kasten (einsch ließlich der Gita rre) mit ei­ ner Schmalseite auf eine querge­ legte Leiste oder einen Bleistift und verschieben so lange nach links oder rechts, bis wir den un­ gefähren Schwerpunkt ermittelt haben. Diese Stelle markieren wir an der Kante und übertragen sie auf die Innenseiten der zuge­ schnittenen Kunstlederteile. Je.tzt messen wir mit einem Maß­ band den Gesamtumfang des Futtera ls, um die Länge des be­ nötigten Kunst!eders für den

4 cm Stoff zugegeben.

nötigten Kunst ! eders für den 4 cm Stoff zugegeben . Randstreifen zu ermitteln. D ieses
nötigten Kunst ! eders für den 4 cm Stoff zugegeben . Randstreifen zu ermitteln. D ieses

Randstreifen zu ermitteln. D ieses Teil wird aus zwei Hälften herge­ stellt, die an den Enden jeweils 1 cm Zugabe für die Naht erhal­ ten. Ihre B reite entspricht den Maßen a und b aus der Zeich­ nung. Dazu kommt auch hier noch eine Nahtzugabe von 1 cm. Nun legen wir die beiden Teile mit den beschichteten Seiten nach innen übereinander und nä­ hen sie an der breiteren Schmal­ seite zusammen. Quer zu dieser

Naht zeichnen wir {ebenfalls von links) genau in der Mitte nach beiden Seiten die Länge des

Reißverschlusses an und schnei ­

den einen Schl itz in das Leder.

Der Reißverschluß muß so lang

sein, daß er die samte Run­

dung von Seitenteil zu Seitenteil einschließt. Die beiden Trageriemen beste­ hen aus 30 cm langen und etwa 4 cm breiten Kunstlederstreifen, in die je ein ebenso langes Stück

Wäscheband eingeklebt wi rd. Die äußeren Kanten des Kunstle­ ders werden eingekippt und an­ einanderstoßend festge­ klebt.Zum Schluß werden beide Riemen noch in geringem Ab­ stand zu den Kanten a bgesteppt. N un kommen wir zum Zusam­ mennähen der einzelnen Hüllen­ tei le. Wir fa lten zunächst das Kunstleder fü r das Boden- und das Oberteil in Längsrichtung, so daß zwei deckungsgleiche H älf­ ten entstehen; die Mitten werden vorn und hinten auf der Rück­ seite des Materials angezeichnet. An dieser Stelle beginnen wir jetzt mit dem Zusammennähen. Dazu legen wir den Randstreifen mit seiner Quernaht genau auf den Strich einer Deckfläche und beginnen mit 1 cm N ahtbreite bis kurz hinter die Ecke am Hal­ sende zu nähen. Mit der gegenüberliegenden

Seiteverfahren wir ebenso und

auch

das zweite große Lederteil

wir ebenso und auch das zweite große Lederteil wird auf diese Weise angefügt. Dabei dürfen auf

wird auf diese Weise angefügt.

Dabei dürfen auf einer Seite der

Hülle die Griffriemen nicht ver­

gessen werden.

Sie sind im Ab­

stand von etwa 6 cm links und

rechts vom Schwerpunkt einzu­

nähen.

Sind diese Arbeiten erlediat. wer

den wir eventuell feststel len, daß sich wegen der Dehnbarkeit des Kunstleders die Länge der Rand­ streifen verändert hat. Jetzt läßt sich die benötigte Länge der Sei­

tenteile leicht au smessen.

ü berflüssige Material wi rd bis auf

1 cm a bgeschnitten und der Randstreifen geschlossen. Zum Abschluß werden die beiden

Das

Kantennähte am Kopfende aus­

geführt. Nach dem Wenden der

H ülle probieren wir, ob der gepol­

sterte Einsatz einschließlich Git­ arre paßt. Haben wir genau gear­ beitet. ist dies der Fall.

Wir nehmen den Einsatz nun

noch einmal heraus, wenden die

Hülle und kleben die Nahtzuga· ben an dem zugehörigen Teil an. Es empfiehlt sich, Hülle und ein­

geschobenen Einsatz an den Kan­

ten der großen Rundungen mit­ einander zu verkleben. Eine Gewichtsreduzierung läßt sich durch Ausschneiden von runden Öffnungen aus den Hart­ faserplatten erreichen.

läßt sich durch Ausschneiden von runden Öffnungen aus den Hart ­ faserplatten erreichen. practic 4/83 1
läßt sich durch Ausschneiden von runden Öffnungen aus den Hart ­ faserplatten erreichen. practic 4/83 1
Lustige Fig ur e n für spaßige Spiele Die länger werdenden Abende und das in

Lustige Figuren für spaßige Spiele

Die länger werdenden Abende und das in den Wintemonaten nicht immer sehr freundliche Wetter sind Anlaß dafür, daß man die freieZeit wieder mehr zu H ause verbringt und viel leicht in mancher Mußestunde im Kreise der Familie oder mit Freunden et­ was bastelt oder sich beim ge­ meinsamen Spiel vergnügt. Des­ halb wollen wir hier einen Vor­ schlag machen, wie man beides tun und miteinander verbinden kann. Wie wäre es, für ein vorhandenes Würfelspiel oder ein noch selbst zu .erfindendes· die Spielfiguren mit viel Phantasie und Witz aus .Suralin" oder.Variotherm· ein­

mal selbst

zu gestalten? Das kön ­

nen kleine Kobolde, Phantasie­ tiere und andere Gesta lten sei n.

D iese zu formen ist allein schon

ein großer Spaß und später das Spiel damit nicht weniger. Für ein Spiel wie .Wirt raus I" be­ kommt jeder Modelliermasse ei­ ner anderen Farbe und formt sich daraus seine vier Spielfiguren

selbst. Man sollte sich lediglich auf eine etwa gleiche Größe vo"

3 _ :. 4 cm einigen. Sind die kleinen Gestalten fertig geformt, werden sie im Backofen

bei 1 00

Dauer ist vom Volu men der Figu­ ren abhängig, meist reichen aber 10 Minuten. Die abgekühlten Figuren sollte man noch ganz·dünn mit farblo­ sem Lack überziehen. wei l sie

dann nicht so schnell verschmut­ zen. Und nun zum Spiel :

140 •c gehärtet. D ie

Eine Spiel platte für das Spiel Wirt raus I" (auch als .Mensch ä rgere dich nichtl" beka{lnt) ist fast in jeder Familie vorhanden. Also braucht man sich diese nicht selbst anzufertigen. Da wir aber wie beim Basteln der Figu­ ren auch beim Spiel mög lichst viel Spaß haben wollen, schlagen wir vor, die SpJelregeln zu ändern und daraus ein Spiel mit dem Na­ men . Mensch freu dichl" zu ma­ chen. Das könnte vielleicht so gehen:

Jeder kann die erste Fit)ur auf

das Sta rtfeld setzen. ohne erst

eine .s· würfeln zu müssen; weil es ein freundliches Spiel sein soll, wird nicht hinausge­

worfen; rückt eine Figur auf ein Feld vor, auf dem schon eine gegnerische Figur steht,

155

so darf diese um die Anza hl

der Felder weiterrücken, wie

der

habt hat; steht eine Figur vor dem eige­ nen Zielfeld und würde die nachfolgende Figur eines an­ deren Spielers nach dem Wurf auf dieses Feld vorrücken müs­ sen. so ist sie so rücksichtsvoll und bleibt am alten Platz ste· hen, bis die vor dem Ziel ste­ hende Figur eingerückt ist. So könnte man sich noch einige weitere freundliche Spielregeln ausdenken, die ja für alle Spieler gleichermaßen Vorteile bringen und keinen Anlaß für Arger und Schadenfreude beim Spiel ge­ ben. Aber nicht nur für solche Würfel­ spiele sind derartige Figuren ge­ eignet. Ohne der Seriosität des

sind derartige Figuren ge­ eignet. Ohne der Seriosität des altehrwürdigen Schachspiels Ab· bruch tun zu wollen,

altehrwürdigen Schachspiels Ab· bruch tun zu wollen, könnten wir uns vorstellen, daß man sich auf

diese Weise auch einen komplet· ten Satz Schachfiguren formt.

a ndere Spieler Augen ge­

ten Satz Schachfiguren formt . a ndere Spieler Augen ge­ Schachfiguren aus Holzabfällen Da wir gerade

Schachfiguren aus Holzabfällen

Da wir gerade bei Schachfig uren sind, wollen wir hier noch den Entwurf eines Figurensortiments vorstellen, das im Rahmen des diesjährigen Designer- Sommer­ seminars des Amtes für indu ­ strielle Formgesta ltung entwik-

kelt wurde. Es bietet sich für den' individuellen Nachbau geradezu an, weil es aus einfachem Rund­ holzmaterial schon mit Säge, Feile und Schleifpapier herzustel­ len ist. Bauern und Türme sind einfache

zylindrische Abschnitte und un­ terscheiden sich nur in der Größe. Der König hat eine v-för­ mig gekerbte Krone, bei der Dame ist die Krone etwas abge· rundet ausgearbeitet. Die Sprin­ ger sind oben schräg abgeschnit· ten und die Läufer dachförmig. Wenn man zum Schneiden der Längen eine Sägelade benutzt, sind die dann noch auszuführen­ den Nacha rbeiten gering . Nach sauberem Abschleifen wer­ den die .schwa rzen" Fig uren ge­ beizt. Sie können auch braun, grün oder blau werden. Wichtig ist ja nur."daß sie sich von den .weißen" Figuren unterscheiden, die ihre natürliche Holzfarbe be­ halten. Abschließend sollten die Figuren einen Überzug mit Mattine oder farblosem Nitrolack erhalten. Als Schachbrett kann ein vorhan­ denes dienen. Auf dem Foto be· steht es aus f e stem. ka riertem Stoff. Vorstellbar wäre es, ein solches flexible!i Feld zu doppeln, so daß eine Tasche entsteht, in der die Figuren aufbewahrt wer­ den kennen und das ganze dann auch als Reiseschach zu benut· zen ist.

in der die Figuren aufbewahrt wer­ den kennen und das ganze dann auch als Reiseschach zu
in der die Figuren aufbewahrt wer­ den kennen und das ganze dann auch als Reiseschach zu

practic 4/83

Den Fotoamateuren un­ ter unseren Lesern wol­ len wir mit diesem Bei­ trag einige Anregungen dazu geben, sich einmal mit Fotogrammen zu be­ schäftigen, bei denen in­ teressante grafische Fi­ guren durch eine an ei­ nem Faden hängende punktförmige Lichtquelle gezeichnet werden.

Am günstigsten ist für diese

Technik eine Sp i egelreflexka­ mera geeignet. weil sich mit ihr

der Lichtpunkt am besten zentrie­

ren läßt. Auf jeden Fall muß es

möglich sein, die Kamera in

Stel lung auszulösen und mit ei­

nem feststellbaren Drahtauslöser

zu fixieren.

Als Film ist der NP 20 gut geeig­ net. Natürlich kann man die Ka­

mera auch mit Farbumkehrfilm

oder Farbnegativfilm laden, um

dann zwischen den verschiede­

nen Pendelschwingungen Farbfil­

ter auf das Kameraobjektiv zu

legen. ln der grafischen Wirkung

stehen aber Schwarzweiß-Foto­

gramme den farbigen keines­

wegs nach, so daß wir uns hier

mit ersteren befassen wollen. Die Kamera wird mit dem Objek­

tiv nach oben, genau unter der

Licht q uelle auf den Boden ge­

legt. Stellt man z. B. zwei gl eich­

hohe Bücherstapel auf den Fuß­

boden und legt zwei Stäbe (stär­

kere

Leisten oder M etal lschie­

n en)

darüber und darauf die Ka­

mera (Bild 1 ). so kann man die

Kamera ganz beq uem

ten, daß der ruhende Lichtpunkt

sich genau zentrisch im Sllcher befindet.

so ausrich­

Als Lichtpen del kann eine

kleine

Stabtaschen leucht e ohne

Linse

vor der Glühlampe dienen, deren

Reflektor mit stumpfem, schwar­ zem Stoff beklebt wird, um eine

punktförmige Licht q uelle zu er­ reichen.

Im einfachsten Falle wird nur die

in den Gewindeeinsatz einer Ta­ schenleuchte geschraubte Glüh-

FOTO­

GRAMME

mit dem Lichtpendel gezeichnet

Ta­ schenleuchte ge s c h r a u b te Gl ü h - FOTO­
Ta­ schenleuchte ge s c h r a u b te Gl ü h - FOTO­

1

Iampe mit Heftpflaster an einem Ende einer 3-V-Batterie befestigt. Ein an das Fassungsteil und ein
Iampe mit Heftpflaster an einem
Ende einer 3-V-Batterie befestigt.
Ein an das Fassungsteil und ein
an den anderen Pol der Batterie
gelötetes Stück Klingeldraht wer­
den mit den abisoliarten freien
Enden verbunden und schließen
so den Stromkreis (Bild 2). Zur
Aufhängung dient ein weiteres
Stück Heftpflaster, in das eine
Büroklammer gefädelt ist, mit
der die Lichtquelle aufgehängt
wird . Diese Vorrichtung mag et­
was primitiv erscheinen, ist aber
für den Zweck ausreichend und
hat den Vorteil, daß die Masse
durch ein Taschenleuchtenge­
häuse nicht unnötig vergrößert
wird.
Die Lichtquelle soll zur Ka-
mera einen Abstand von etwa
150 cm haben. Oie Pendellänge
sollte 100 cm betragen. Nun kön-
nen die ersten Pendelgrafik-Ver­
suche beginnen.
Das Kameraobjektiv wird mit
dem Deckel verschlossen, die
Lichtquelle angeschaltet und
die Raumbeleuchtung gelöscht.
Jetzt drücken wir den Kame·
raauslöser und arretieren ihn.
Das Pendel wird in mehr oder
weniger kreisende Schwingun­
gen versetzt und der Objektiv­
deckel für einige Zeit abgenom­
men und wieder aufgesetzt. Das
kann mit weiteren Pendelschwin­
gungen in verschiedener Rich­
tung, Weite und zeitlicher Dauer
beliebig wiederholt werden.
Oie Ergebnisse sind nur sehr be-
. dingt vorauszusehen und man
wird nach der Fertigstellung der
Positive immer wieder von der
reizvollen grafischen Wirkung
überrascht sein.
Dekoratives Gestalten mit Naturmaterial ln der letzten Ausgabe hatten wir angekündigt, daß wir uns in
Dekoratives Gestalten mit Naturmaterial ln der letzten Ausgabe hatten wir angekündigt, daß wir uns in

Dekoratives

Gestalten

mit Naturmaterial

Dekoratives Gestalten mit Naturmaterial ln der letzten Ausgabe hatten wir angekündigt, daß wir uns in diesem

ln der letzten Ausgabe hatten wir angekündigt, daß wir uns in diesem Heft einmal mit dekorati­ ven Basteleien befassen wollen, für die sich das Material in Wald und Flur und auch an Seen und Bächen finden läßt. Wer die Zwischenzeit ge­ nutzt hat, um die verschiedensten Naturmate­ rialien wir knorrige Wurzeln und Äste, Schwemmholzstücke, Kienäpfel und Tannen­ zapfen, zu treckende Gräser mit festem Stiel, Mohnkapseln mit Stiel, Strohblumen, Stroh­ halme und viele andere Dinge am Wegesrand zu sammeln, der wird hier einige Anregungen fin­ den, was man daraus alles machen kann. Unsere Beispiele sollen und können aber eben nur Anregungen sein, da ja zum Beispiel die For­ men der gesammelten Holzteile immer wieder anders und einmalig sind. Darin liegt aber schließlich der Reiz der Beschäftigung mit sol­ chen dekorativen Materialapplikationen, weil das fertige Ding ein Ergebnis des �enen phan­ tasievollen Gestaltans und ein nicht wiederhol­ bares Unikat ist.

Gefundene Holzstücke, denen Wind und Wetter und der .Zahn der Zeit" schon eine skurrile Form gegeben haben, können nach geringer Bearbeitung zu kleinen dekorativen Plastiken werden, die immer wieder zum Betrachten anregen und in der Phanta sie neue Formen, manch­ mal auch Gestalten, erkennen lassen ( Bilder 1 bis 3). t-"iit fortschreitender Ü bung ge·

lingt es immer besser. z. B . an ei­

nem

zu entd ecken, das hera usge­

trennt

und spa rsa m bearbeitet zu

einem bekannten oder unbekann­ ten Tier wird. Zwei Beispiele da­

für zeigen die Bilder 4 und 5. Ein verzweigtes Wu rzelstück, das auf eine kleine Holzplatte oder eine Scheibe von einem dünnen Stamm montiert wird, kann als kleine Baumplastik aufgestellt werden oder recht praktisch als Ständer für die griffbereite Auf-

Stück Baumwu rzel ein Teil

hängung von Modeschmuck die­ nen ( Bild 6). Nach der Bearbeitung der Form werden die Holzteile ein wenig abgeschliffen. Meist wird man sie naturfarbig belassen und nur mit einem Mattineüberzug verse­ hen. Glänzenden Lack sollte man nicht auftragen, weil dadurch der Charakter des spröden, stumpfen Holzes verlorengeht. Anderer­ seits kann man aber auch ein­ zelne Teile oder verschiedene zu­ sammengefügte Materialien z. B. mit weißer oder leicht getönter matter Farbe (Tempera, Latex) . überziehen und so das Aus­ gangsmaterial verfremden und nur die Form wirken lassen. Bei der Säule im Aufmachungs· foto wurden Schwemmheiz­ stücke mit getrockneten Dolden sowie Zweigen mit harttrocknen­ den Blättern kombiniert und auf einem Stück geschälten Holz­ stamm befestigt. So entstand

eine dekorative Naturmaterialpla­ stik, die ihren Platz in einer Rau mecke finden kann. Oie Bilder 7 und 8 zeigen zwei Beispiele dafür, wie aus verschie­ densten zusammengefügten Na­ turmaterialien ungewöhnliche und besonders interessante Ker­ zengestecke für die Weihnachts­ zeit (und nicht nur für diese Zeit) entstehen könren. Da wir gerade bei Weihnachten sind, zeigen wir allen Lesern, die Gelegenheit hatten, Strohhalme zu sammeln , einen Baum· schmuck, der nur aus Strohhal­ men und Stroh blumen gefertigt wird. Da noch etwas Zeit ist, kann man noch viele solche Stroh sterne basteln. Einen so ge· schmackvoll geschmückten Baum wird sicherlich mancher ei­ nem Baum mit viel Flitterschmuck vorziehen (Bild 9). Die Fertigung solcher Sterne ist ganz einfach. Für einen flachen

1 2
1
2

Stern ( Bild 10) werden etwa 10 gleichstarke Strohhalme neben­ einandergelegt und in der Mitte mit einem sehr festen naturfarbi­ gen Faden umschlungen {Schuh­ machergarn). Nachdem man zwei breitere Holzleisten oben und unten auf die Halme gelegt hat, wird das Garn stramm zu­ sammengezogen und verknotet. Die Halme knicken dabei in der Mitte ein und die freien Enden spreizen sich zu einem Stern. Jetzt werden die Halme in gerin­ gem Abstand zum Mittelpunkt ringförmig wechselseitig mit dem gleichen Garn durchgefloch­ ten, so daß die Strahlen des Sterns in ihrer Lage mit mög ­ lichst gleichem Abstand zueinan­ der fixiert werden. Die Strahlen­ enden schneidet man dann

noch mit einem scharfen Messer oder einer Rasierklinge schräg an, wobei sich die Länge noch ausgleichen läßt. Montiert man mehrere auf diese Weise hergestellte Sterne in ab­ gestufter Größe a ufeinander, ent-

5

steht ein sehr dekorativer viel­ strahliger Stern {Bild 11 ). Den Mittel punkt der Sterne kann man noch mit einer aufgeklebten Strohblume schmücken. Zum Aufhängen dient eine Schlaufe aus dünnem Garn.

mit einer aufgeklebten Strohblume schmücken. Zum Aufhängen dient eine Schlaufe aus dünnem Garn. practic 4/83 1
11 160 practic 4/83
11
160
practic 4/83
Stickereien auf Gittertüll ten. Dieses Material wird in ver­ schiedenen Breiten in Gardinen­ geschäften angeboten.
Stickereien
auf Gittertüll
ten. Dieses Material wird in ver­
schiedenen Breiten in Gardinen­
geschäften angeboten. Beim Ein­
kauf sol lte man ein quadrati ­
sches, mög lichst kleines Gitter
wählen.
Zum Sticken verwendet man
Stickseide, Sticktwist oder auch
fei nes Perlgarn . Stickseide wi rkt
besonders festlich. Sie wird ge­
teilt und nur zweifädig verwen­
det . Sticktwist ist meist sechsfä ­
dig. Er wird geteilt und dreifädig
verarbeitet .
ln der rechteckigen Fläche eines
Tischläufers sollte das Muster
ebenfalls ein Rechteck bilden.
Man kann natürlich auch meh­
rere runde oder quadratische
Motive auf der Fläche verteilen .
Unser Musterbeispiel besteht
aus
sechs Reihen, die fortlaufend
ringsherum gestickt werden . Die
Innenkante des Musters ist 9 cm
von den Kanten des Stoffes ent­
fernt. Die Zeich nung zeigt, wie
die ornamentalen Teile gestickt
werden. Die durchgehenden dik­
ken Linien besagen, daß die Ge­
webefäden des Tülls übersprun­
gen werden,
ist
die dicke Lin ie
unterbrochen, wird der Stickfa­
den durch das Tüllgewebe gezo­
gen. Die Tüllstickerei ist also eine
• Durchstopfarbeit".
Will man sich selbst ornamentale
Muster entwerfen, zeichnet man
sie am besten auf kariertes
Schreibpapier, um sie dann auf
den Tüll zu übertragen .
Für den Saum wird der Stoff in
einer Breite von 6 Kästchen um­
gelegt und mit Vorstichen {über 2
Gewebefäden und da nn unter ei­
nen) um näht. Der Saum liegt
besser, we nn man ihn mit einem
Kästchen Abstand zweimal um­
sticht.
Solche kleinen Tischl äufer, die
mit farblieh zurückhaltendem
Garn bestickt sind, legt man ei ­
ner internationalen Mode folgend
auf ein weißes Tischtuch . So
kom mt die zarte Stickerei beson ­
ders gut zur Geltung.
Das im
Da
Spitzen und transparente
beschrieben werden. Außer für
den eigenen Bedarf eignen sich
solche kleinen Arbeiten natürlich
auch immer wieder als hübsches
Geschenk.
Für einen kleinen, sehr festlich
wirkenden Tischläufer von etwa
Foto dargestellte Musterstück
Stickereien in den letzten Jahren
wurde mit
wieder sehr in Mode gekommen
stickt .
Um
hel lblauem Garn ge ­
die Da rstellung deutli­
sind, haben wir uns in unser För­
derg ruppe.Textiles Gesta lten"
mit Stickereien auf Gittertüll be­
faßt. Da das Ergebnis dieser Ver­
cher zu machen, wurde die Auf­
nahme mit einem Orangefilter
gemacht, so daß die Stickerei
sich besser von dem hellen Tüll­
suche allgemein gefällt, soll
30 cm Breite und 60 bis 80 cm
stoff abhebt.
·
diese recht ei nfache und wen ig
Länge wird ein entsprechend gro­
G. Sehrniedei
'
Material erfordernde Technik hier
ßes Stück Gittertüll zugeschnit-

Nur we nig Arbeitszeit und Mate ­ rialaufwand ist erforderlich, um sich einen oder mehrere solche etwas ausgefallenen Lampen­ schirme zu basteln, die einen de· korativen Anblick bieten und zu­ dem das nach unten abgestrahlte Licht ungehindert austreten las­ sen. Sicherlich ist ein solcher Fächer­ schirm nicht für jeden Einrich· tungsstil geeignet. Aber gerade in Zimmern oder Wohnungen, die sich junge Leute zunächst mit geringerem Aufwand und nac>h eigenem Geschmack zuweilen et· was unkonventionell einrichten, kann ein solcher Lampenschirm am richtigen Platze sehr effekt· voll sein. Zunächst überträgt man die Grundform der Fächerteile als Schablone auf festen Karton oder dünne Pappe und zeichnet danach die Form 5mal auf dün­ nen festen Zeichenkarton. Diese Fächerteile werden nach dem Ausschneiden zunächst ge­ nau in der M itte gefaltet ( mit Messerrücken entlang einer Line­ alkante vorritzen). Dann wird die · .1. Falte" entgegengesetzt aus­ geführt. Jetzt kann man mit dem · Messerrücken entlang der vor­ hergehenden Kante jeweils die nächste Kante markieren und so die Faltungen nach beiden Seiten von der Mittellinie bis zum Au· ßenrand ausführen. Dann werden die zusammengefalteten Fächer am Ende mit Zwirn fest zusam­ mengebunden (Bild 1). Die Stiele der Fächer werden aus etwa 2 mm dickem Sperrholz, Furnier oder Obstkiste'nholz aus­ geschnitten und mit PVAC-Kie· ber oder Zellulosekleber (Duosan o. ä. ) an die Fächer geklebt und bis zum Trocknen unter Beilage von Pappestückehen mit Klam­ mern fixiert (Bild 2). ln der Zwischenzeit schneiden

·

Aus Karton, Sperrholzresten und Schnur:

schneiden · Aus Karton, Sperrholzresten und Schnur: Dekorativer Fächerlampenschirm wi r aus 4 holz zwei 5

Dekorativer

Fächerlampenschirm

Sperrholzresten und Schnur: Dekorativer Fächerlampenschirm wi r aus 4 holz zwei 5 mm breite Ringe mit
Sperrholzresten und Schnur: Dekorativer Fächerlampenschirm wi r aus 4 holz zwei 5 mm breite Ringe mit
Sperrholzresten und Schnur: Dekorativer Fächerlampenschirm wi r aus 4 holz zwei 5 mm breite Ringe mit

wi r aus 4

holz zwei 5 mm breite Ringe mit 12 cm und 14 cm Außendurch· messer aus sowie die auf Bild 3 zu sehende kleine Scheibe

(0 40 mm ) . Sie hat fünf

Bohrun·

gen zur Befestigung der Aufhän­ geschnüre, eine M ittelboh rung

5

mm dickem Sperr·

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nen Ring, daß der Schirm genau
waagerecht hängt.
Nun·bringen wir an einem ent­
sprechend langen Stück zwei ad­
4
Ringe in fünf gleiche (72 °), binden
Ringe in fünf gleiche
(72 °),
binden

Zwirnwicklungen fest

(Bild, 4). Ist '
(Bild,
4). Ist
'

rigem Kabel eine Glühlampenfas· sung an, schieben das Kabel durch den klei nen Ring und mon-

durch Durchführung des Kabels und davon ausgehend einen Schlitz zum Einschieben eines Sperrholzkeiles zum Klemmen

der Scheibe am Kabel in ge­ wünschter Höhe. Nachdem der U mfang der beiden

großen

Teile geteilt wurde

wir die Fächerteile zunächst an

dem großen und dann an dem kleinen Ring mit kreuzweisen

tieren es am Deckenauslaß. Der Lichtaustrittskegel läßt sich dadurch variieren, daß der kleine Ring mit Hilfe des Keiles am Ka­ bel höher oder tiefer arretiert

Hilfe des Keiles am Ka­ bel höher oder tiefer arretiert 5). \ 163 alles noch einmal

5).

\

163

alles noch einmal ausgerichtet, werden die Wicklungen mit ei­ nem Tropfen Kleber fixiert. Fünf gleichlange dünne, feste Schnüre sind nun zuerst an den Stielen des Fächerschirms anzuk·

wird (Bild

4/83

noten und dann so an den klei-

practic

sind nun zuerst an den Stielen des Fächerschirms anzuk· w i r d (Bild 4/83 noten
Einfach und sicher: Skistop fü rAbfahrtslä ufer Es ist nicht mehr lange Zeit, bis beginnt

Einfach und sicher:

Skistop fü rAbfahrtslä ufer
Skistop
fü rAbfahrtslä ufer
Einfach und sicher: Skistop fü rAbfahrtslä ufer Es ist nicht mehr lange Zeit, bis beginnt .

Es ist nicht mehr lange Zeit, bis

beginnt. Wer Am bitio­

nen zum Wintersport hat, der wird deshalb beizeiten seine Aus­ rüstung überprüfen und kleine Reparaturen ausführen, damit al­ les einsatzbereit ist, wenn der Schnee kommt. Zwar haben bei uns in den letzten Jahren das Skiwandern und der Langlauf immer mehr Freunde gefunden, doch gibt es auch viele Wintersportler, die den ra­ santen Abfahrtslauf bevorzugen. Für diese wollen wir einen ein­ fach selbst herzustellenden Ski­ stopp zeigen. der bewirkt. daß bei einem Sturz und dem Lösen des Stiefels aus der Sicherheits­ bindung der Ski gebremst wird und nicht in schneller Fahrt zu Tale saust. Das könnte zur Folge . haben. daß jemand von dem Ski getroffen und verletzt wird. Auch könnte der Ski eventuell in einer Schneewehe verschwinden und nicht wieder aufzufinden sein - abgesehen davon. daß es auch

der Winter

schon kein Vergnügen ist. ihm l:!ei tiefem Schnee bis ins Tal nachzulaufen.

Früher hat man das mit einem Stiefel und Fersenhalterung ver­ bindenden Fangriemen verhin­ dert. Das ist aber bei einem Sturz a uch eine recht gefahrliehe Sa­ che. weil einem dabei die Skier

eine recht gefahrliehe Sa­ che. weil einem dabei die Skier um die Ohren" fliegen können. Der

um

die Ohren" fliegen können.

Der hier beschriebene Skistop­ per besteht nur aus einem nach

der Zeichnung zu biegenden Stück Federstahldraht mit 4 mm Durchmesser und zwei kleinen Beschlägen aus 1 ,5 mm dickem nichtrostenden Stahlblech. Die Grundform der beiden aus dem Federstahldraht zu biegen­

den Teile ist zunächst gl e ich: Le­

diglich beim spiralförmigen Ver­

biegen der ru nden Teile ist dar­

auf zu achten, daß das spiegel­ bildlich erfolgen muß. Die spira­

lige Biegung der Bogenteile be­ wirkt, daß die Arme nach unten geschwenkt werden, wenn der 1 Stiefel aus der Bindung heraus

Sptr&l� m.Ji) 3.•4 rrro metr SU.igJng haben damrt Rtng m;t Sperrung 1n Hellerung einrastet 36
Sptr&l� m.Ji)
3.•4 rrro metr SU.igJng
haben damrt Rtng m;t
Sperrung 1n Hellerung
einrastet
36

ist (Bild 1}. Beim Einsetzen des Stiefels wird das Bogenteil flach­ gedrückt und der Arm schwenkt nach oben (Bild 2). Die spiegelbildliche Ausbildung der Schwenkteile ist d!lshalb er­ forderlich, um die herunterklap­ penden Arme beim linken und rechten Ski jeweils an der Außen­ seite zu montieren. Dadurch wird

·vermieden , daß sie beim Fah ren

mit eng zusammengeführten Skiern eventuell hinderlich sind. Außen liegen sie unter den Soh­ lenkanten der Stiefel (Bild 3}, so daß hier keine Gefahr des Hän­ genbleibans an einem Hindernis besteht.

1 2
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2

3

(Bild 3}, so daß hier keine Gefahr des Hän­ genbleibans an einem Hindernis b es t
Winterspaß mit dem Schaumstoff- Schlitten ln der Ausgabe 1 /1 981 stellten wir als originelles

Winterspaß mit dem

Schaumstoff- Schlitten

Winterspaß mit dem Schaumstoff- Schlitten ln der Ausgabe 1 /1 981 stellten wir als originelles Wintersportge­
Winterspaß mit dem Schaumstoff- Schlitten ln der Ausgabe 1 /1 981 stellten wir als originelles Wintersportge­

ln der Ausgabe 1 /1 981 stellten wir als originelles Wintersportge­ rät einen aufblasbaren Schlitten vor, der aus einer kleinen Kinder­ luftmatratze bestand , die mit ei­ ner Hülle aus fester Polyäthylen­ folie überzogen war. Im letzten Winter haben wi r diesen Luftkis­ senschlitten selbst ausgiebig ge­ testet und viel Spaß damit ge­ habt. Polyäthylenfolie ist auf Schnee unwahrscheinlich gleitfähig, so daß der Schlitten eine beträchtli­ che Geschwindigkeit erreicht. Und daß man auch große Sprünge damit machen kann, ist auf dem Titelfoto dieser Ausgabe zu sehen. Die eingeschobene Luftmatratze hat viele solcher Sprünge unbeschadet überstan­ den. I rgendwann ist dann nur der Überzug aufgeschlitzt. Dieser pneumatische Schlitten hatte allerdings keine große Rich­ tungsstabilität, weil sich die Hülle nur wenig in die Längswülste der Luftmatratze eindrückte. So ging es mal vorwärts. mal seitwärts oder gar rückwärts bergab, wenn man nicht mit Händen, Füßen u'nd viel Gesch ick steuerte . Aber

auch das machte den Spaß an der Sache aus. Da wir nun einmal etwas für neue und ungewöhnliche Dinge übrig haben, bieten wir hier eine wei­ tere Variante eines solchen lusti ­ gen Wintersportgerätes an. Diese Schlitten ist zwar nicht auf­ blasbar und deshalb nicht .in der Tasche" zu transportieren; er ist aber durch die Schaumstoffül­ lung ebenso weich und ungefähr­ lich. Der Vorteil gegenüber dem aufgeblasenen Rutscher besteht darin, daß die Folienhülle aus drei Kammern besteht, die mit Schaumstoff ausgestopft sind , und so Längswülste ergeben, die eine bessere Führung im Schnee sichern. Recht gut geeignet als Hülle ist ein stabiler Polyäthylensack, der z. 8. als Düngemittelverpackung zu finden ist. Solche Säcke sind etwa 50 x 90 cm groß und gena u richtig für unseren Zweck. Die geschweißten Seitenkanten sind sehr haltbar, so daß wir nur noch die Unterteilung in die Kammern vornehmen sowie Vorder- und H interkante nach Einbringen der Füllung schließen müssen.

interkante nach Einbringen der Füllung schließen müssen . 2 3 Steht nur Polyäthylenfolie vom Meter zur

2

nach Einbringen der Füllung schließen müssen . 2 3 Steht nur Polyäthylenfolie vom Meter zur Verfügung

3

Steht nur Polyäthylenfolie vom Meter zur Verfügung (sie muß so stabil wie möglich sein - etwa in der Art, wie sie für große Ge­ wächshäuser verwendet wird), müssen auch die Seitenkanten ebenso wie die Wulstunterteilun­ gen und Vorder- und Hinterkan­ ten verbunden werden. Da man solche stabile Folie nicht mit Hausmachermitteln schwei­ ßen kann, haben wir folgende Möglichkeit gefunden:

Übera ll dort, wo die Foliensch ich­ ten miteinander zu verbinden sind, werden jeweil von außen Haushaltsbandstreifen mit Kon­ taktkleber deckungsgleich aufge­ klebt . Für die Kammeruntertei lun­ gen genügt eine Breite von

15 mm, zum Schließen der Au­ ßenkanten muß das Band 30 mm breit sein, da es um die Kanten herumzukleben ist. Dann werden mit der Nähmaschine (großer Stich, festes Garn) mit etwa 4 mm Abstand zu den Kanten der Bänder Längsnähte ausgeführt. Soll die Hülle mit Schaumstoff­ Flocken fest ausgestopft werden. wird auch die Vorderkante der leeren Hülle (mit abgeschrägten Ecken) geschlossen (Bild 1). Will man die Hülle mit Schaum­ stoffstücken füllen, die man mit einem Querschnitt von 80 x 100 mm von einer Matte schneidet. läßt man die Vorder­ kante zunächst noch offen. da

sich der Schaumstoff dann leich­ ter einschieben und durchziehen läßt. Die Vorderkante der Schaumstoffstücke {bei den bei­ den seitlichen nach entspre­ chend schrägem Abschneiden) werden zuvor abgerundet, indem man die vordere Schnittfläche mit Kontaktkleber einstreicht und nach dem Abdunsten des Lö­ sungsmittels zusammenlegt und fest andrückt (Bild 2). Dann sind die Ränder der Vorder­ und der Hinterkante mit Band zu umkleben und die Verbindungen durch zwei Nähte zu sichern. Da mit ist unser Softsch litten fer­ tig (Bild 3). Wer PVC- Kleber zur Hand hat. kann damit die Naht-

bänder noch dünn überziehen, um sie gegen Feuchtigkeit zu im­ prägnieren. Und nun viel Spaß mit diesem lu- _ stigen Ding, wenn der erste Schnee kommt. Natürlich hält die Folie nicht ewig, weil ihr Eiskan­ ten und andere harte Wider­ stände auf die Dauer nicht gut bekommen. Deshalb sollte man sich gleich noch eine Ersatzhülle anfertigen. wenn man schon ein­ mal dabei ist.

Ersatzhülle anfertigen. wenn man schon ein­ mal dabei ist. Mit demWind übers Eis Für Schlittschuhläufer, die
Ersatzhülle anfertigen. wenn man schon ein­ mal dabei ist. Mit demWind übers Eis Für Schlittschuhläufer, die

Mit demWind übers Eis

wenn man schon ein­ mal dabei ist. Mit demWind übers Eis Für Schlittschuhläufer, die eine große

Für Schlittschuhläufer, die eine große Eisfläche in der Nähe ha ­ ben. zeigen wir schließlich noch ein Handsegel. mit dessen H ilfe man bei Wind sch nell große Strecken zurücklegen und wie

man bei Wind sch nell große Strecken zurücklegen und wie mit einem Eissegler manövrieren kann. Das

mit einem Eissegler manövrieren kann. Das Handsegel ist etwa so aufge­ baut wie ein großer Drachen. Die Maße und M aterialangaben sind Richtwerte und können nach indi-

2400 570 1830 Stangen möglochst aus BBmbus Ode<" dUI1f1Win:li ­ gern Alurohr
2400
570 1830
Stangen möglochst aus
BBmbus Ode<"
dUI1f1Win:li ­
gern Alurohr

viduellen Gegebenheiten variiert werden. Kinder sol lten das Segel etwas verkleinern, um besser da­ mit umgehen zu können. Als Be­ spannung kann dünner, fester Stoff dienen, besser ist es aber. durchsichtige Plastfolie zu ver­ wenden, da man dann andere Schlittschuhläufer und sonstige Hindernisse beizeiten sieht und ausweichen kann. ln die bei Stoff genähten und bei Plastfolie geklebten oder ge­ schweißten Saumkanten ist dünne, feste Schnur einzulegen. Die Hinterkante erhält einen brei­ teren Saum. in den entsprechend der Zeichnung der Querstab ein ­ geschoben wird . Diese h a t i n der Mitte eine Bohrung. in die der mit einem Stift vesehene Längs­ holm einzustecken ist. Die lösbare Verbindung an der Kreuzungsstelle von Längsholm · und vorderem Querholm kann durch eine Schnurwicklung oder auf andere geeignete Weise er­ folgen. Die vordere Spitze des Längsholmes und die Enden des vorderen Querholmes erhalten kleine Schlitze. in die die in die Säume eingelegte Schnur einge­ hängt wi rd .

N icht nur zu r Verschöneru ng

N icht nur zu r Verschöneru ng Praktische Badewannen­ verkleidung Badewa nnen sehen in der Rege.J

Praktische

Badewannen­

verkleidung

nur zu r Verschöneru ng Praktische Badewannen­ verkleidung Badewa nnen sehen in der Rege.J a uf

Badewa nnen sehen in der Rege.J a uf der I nnenseite bedeutend schöner als a uf ihrer Außenseite aus. Und

so ist es

Wunsch besteht, durch eine Verkleidung einerseits den optischen Eindruck zu verbessern und anderer­ seits den so entstandenen Raum zum Unterbri ngen von verschiedenen kleineren Gegenständen zu nut­ zen, die im Bad benötigt werden.

nicht verwunderl ich, daß oftmals der

Bei unserem Beispiel wurde eine rechteckige Wanne (75 cm x 1 70 cm) verkleidet. Die Kosten für das Material beliefen sich auf etwa 35,- M. Es waren etwa zwei Quadratme­ ter sprelacartbeschic-htete Hart­ faserplatten, 3 m Holzleisten für die beiden Seitenverkleidungen, .8 m Leisten für die Schiebetü­ ren und etwa 5 m Profilleisten mit zwei eingefrästen Nuten nö­ tig. Die Profilleisten dienten zum

eingefrästen Nuten nö­ tig. Die Profilleisten dienten zum Bau des vorderen Rahmens, in den später die

Bau des vorderen Rahmens, in den später die drei Türen einge­ setzt wurden. Die Verbindungsstellen der Rah­ menleisten sind gezinkt -und mit­ einander verklebt. Anschließend· erhielten die beiden Seitenrah­ men ihre Hartfaserbeplankung, die ebenfalls geklebt wurde. Wer keine Möglichkeit hat, so große Klebeverbindungen ord­ nungsgemäß auszuführen, kann die Verkleidung auch mittels klei-

ner Senkkopfschrauben, die et­ was eingelassen werden, befesti­ gen, die Vertiefungen über den Schraubenköpfen mit Holzkitt ausfüllen und diese mit einem passenden Farbtupfer .unsicht­ bar" machen. Zu erwähnen ist hierbei noch, daß diese beiden Rahmen auf ihrer Vorderseite nicht rechtwinklig sind, sondern daß die unteren Leisten etwas kürzer geschnitten wurden. Da­ durch verringerte sich die für die Verkleidung benötigte Grundflä-

sich die für die Verkleidung benötigte Grundfl ä - ehe. Nach Fertigstellung des Türrah­ mens erfolgte

ehe. Nach Fertigstellung des Türrah­ mens erfolgte das Zusam­ menschrauben der drei Einzel­ teile. Die Gesamthöhe der Ver­ kleidung wurde so gewählt, daß sie straff unter den Wannenrand passt (Wanne etwas anheben). Beim Bau der drei Türen mußte darauf geachtet werden, daß sie auch nach dem Zusammenbau des Rahmens ljOCh eingesetzt werden konnten. Darum wurden die unteren Nuten 6 mm und die oberen 12 mm tief ausgefräst. Die Nutbreite sollte ebenfalls 6 mm betragen. Die Hartfaser­ platten, die in diesen Nuten lau­ fen, erhielten aber nur insgesamt eine Maßzugabe von 12 mm zur

lichten Höhe zwischen der unte­

ren und oberen Querleiste. Oer Leistenrahmen der beiden Au­ ßentüren mußte so bemessen

practic 4/83

1 67

werden, daß er unten und links (linke Tür) bzw. rechts (rechte Tür) 6 mm und oben 12 mm klei­ ner war als die Platten. Die bei­ den, hinter der Mitteltür verdeck­ ten senkrechten Rahmenleisten wurden bündig zur Platte ange-

klebt. ln der gleichen Weise er­ folgte der Bau der M itteltür. Der Abstand der beiden N uten zueinander richtet sich nach der Türdicke und wurde darum auch erst dann festgelegt, als dieses Maß bekannt war (Bild 1 ).

dann festgelegt, als dieses Maß bekannt war (Bild 1 ). Die Holzteile erhielten innen und außen

Die Holzteile erhielten innen und außen einen feuchtigkeitsbestän­ digen Schutzanstrich; die sicht­ baren Holzteile einen zusätzli­ chen Lacküberzug. Zum Schluß wurden die Türen noch mit Grif­

fen versehen.

Helmut Machner

die Türen noch mit Grif­ fen versehen. Helmut Machner Altes Möbel im neuen Gewand Allzu oft
die Türen noch mit Grif­ fen versehen. Helmut Machner Altes Möbel im neuen Gewand Allzu oft

Altes Möbel im neuen Gewand

Allzu oft noch enden die alten Polstermöbel im Sperr­ · müll oder fallen der Axt zum Opfer. Dabei müßte nicht selten nur der Bezug erneuert, die in den Jahren auf­ getretenEm Lackschäden ausgebessert, oder einige wacklige Klebastellen repariert werden, um wieder ein vollwertiges Möbelstück zu erhalten. Wenn man darüber hinaus noch einige kleine Verän­

Wenn man darüber hinaus noch einige kleine Verän­ derungen bei dieser man zwar mit einigem Aufwand

derungen bei dieser

man zwar mit einigem Aufwand an Arbeitszeit, aber mit geringen finanziellen M itteln solche Möbel moder­ nisieren und dabei gleichzeitig ihren Gebrauchswert erhöhen . Dafür spricht auch, daß die Qualität der Aus­ führung sowie das verwendete Holz meistens noch sehr gut sind. Und nicht zuletzt ist es der Spaß an der Sache, kann man sich doch in der Vervoll�ommnung

seiner handwerklichen und gestalterischen Fähigkei­ ten üben.

Renovierung", vornimmt, kann

Fähigkei­ ten üben. Renov i erung" , vornimmt, kann 2 3 später als Anschlag für das

2

3

später als Anschlag für das Sitz-· polster dient ( Bild 3). Sollte bei ähnlichen Arbeiten das vollständige Demontieren nicht zweckmäßig sein, lassen sich die Querstreben auch so befestigen, daß die Rückenstreben durch­ bohrt, und die Querleisten mit Dübelza-pfen eingeklebt werden.

und die Querleisten mit Dübelza - pfen eingeklebt werden. 4 U nser Leser P. Oehlke hat

4

U nser Leser P. Oehlke hat dies am Beispiel eines alten Sessels erfolgreich demonstriert (Bild 1 ).

Zunächst wurde die alte Polste:

rung entfernt (Bild 2), und wegen der lockeren Klebestelien das

Holzgestell a useinandergenom­ men. Bei dieser Gelegenheit er- , hielt die Rückenlehne gleich zwei zusätzliche Querstreben und zwi­ schen die beiden Begrenzungs­ leisten-des Sitzes wurde eine weitere Leiste eingepaßt, die

Die Zapfen werden bündig zur Strebe eingesetzt und verschlif­ fen. Man kann sie aber auch so weit versenken, daß sie mit ei­ nem pilzförmigen Holzstopfen abgedeckt werden können. Nach dem Abschleifen des alten

168 practic 4/83

daß sie mit ei­ nem pilzförmigen Holzstopfen abgedeckt werden können. Nach dem Abschleifen des alten 168

Lackes erfolgte das erneute Zu­ sammenkleben. Dafür wurde handelsüblicher PVAC-Kleber verwendet. Hierzu gleich ein Tip:

Zur Erzeugung des nötigen Preß­ druckes benötigt m·an nicht unbe· dingt riesige Schraubzwingen. Eine starke Wäscheleine. z. B. in H öhe des Sitzes um den Sessel gelegt und mit einem Holzknebel zusammengedreht, erfüllt den salben Zweck. Als Auflage für das neue Schaumgummisitzpol­ ster dienten mehrere Leisten, die auf der vorderen und hinteren Querstrebe festgeschraubt und geklebt wurden. Die beiden zusätzlichen Hartholz-

kufen sind als letztes mittels Dü­ beln an den Beinen angeklebt. Sie verringern einerseits die un­ liebsamen Eindrücke im Fußbo­ denbelag, erleichtern die Hand­ habung des Sessels und tragen andererseits sicherlich zur deko­ rativen Aufwertung bei. Den Ab­ schluß der Holzarbeiten bildete das Verputzen der Klebestellen, ein eventuelles Beizen und der Überzug mit farblosem Lack. Die beiden Polster wurden aus Schaumstoff zurechtgeschnitten. Die neuen Bezüge erhielten an einer Schmalseite einen Reiß­ verschluß um sie im Bedarfsfall leicht reinige111 zu können.

Das Ergebnis dieser Mühe (Bild 4) zeigt, daß sich die Arbeit ge­ lohnt hat. Hier noch ein Tip: Die Klebestei­ len müssen sorgfältig von alten Kleberesten befreit und leicht aufgeraut werden. Danach sollte jede Berührung der so vorberei­ teten Teile vermieden werden. da schon der Fingerschweiß die Fe­ stigkeit der Klebung beeinträch­ tigt. Die zu verklebenden Teile müssen straff ineinander passen. Bei Bedarf muß man ein dünnes Holzplättchen (Sperrholz- oder Furnierrest) beileimen.

( Sperrholz - oder Furnierrest ) beileimen. Plastische Wa nddekor at ion N icht immer müssen

Plastische Wa nddekor at ion

N icht immer müssen es Bilder sein, die als Wandde­ koration verwendet werden. Wie das Foto zeigt, kann man sich aus selbstgefertigten Rahmenelementen ei­ nen hübschen Wandschmuck herstellen, dessen

Form und Gesta ltung sich beliebig vari ieren

Als Material dienen Möbelspanplatten oder Holzlei­

sten, die im Fachhandel erhältlich sind.

lassen.

Holzlei­ sten, die im Fachhandel erhältlich sind. lassen. Die Form der Elemente kann rechteckig oder quadratisch

Die Form der Elemente kann rechteckig oder quadratisch sein. Ihre Größe und Anzahl richten sich nach der Wandfläche. Wer­ den Abfälle von Möbelspanplat­ ten verwendet, zersägt man sie in 60 70 mm breite Streifen. Diese sind anschließend paar­ weise auf Lä nge zu schneiden und zum Rahmen zusammenzu­ fügen. Im einfachsten Falle kann man die vier Ecken auf der Rück­ seite mit Blechwinkeln verschrau­ ben. Nach Möglichkeit sollte man aber Dübelzapfen verwenden und die Verbindungsstellen kle­ ben. Hat man Holzleisten zur Ver­ fügung, werden diese nicht stumpf aufeinandergesetzt, son­ dern auf Gehrung.geschnitten und dann verklebt. Sind die ein­ zelnen Rahmen fertiggestellt, legt man sie in der gewünschten Anordnung übereinander. zeich­ net die Steckverbindungen an und sägt die Einschnitte aus. Hierbei ist exaktes Arbeiten wich­ tig für den Zusammenhalt und .das dekorative Aussehen. Zum Aufhängen an der Wand be­ nutzt man Bilderösen, die an mehreren Stellen auf der Rück­ seite der Rahmen befestigt wer­ den. Je nach verwendeten Mate­ rial erfolgt dann die Oberflächen­ behandlung durch Lackieren. Bei­ zen oder - bei Möbelspa nplatten durch Bekleben mit UP-Möbel­ folie.

Erich Jung

practic 4/83

1 69

Meh rzweck-Kopierrahmen

1

Die Idee entstand bei der Suche nach einem übersichtlichen Ar­ chivierungsverfahren für einen umfangreichen Kleinbildnegativ­ bestand. Dieser Mehrzweck- Ko­ pierrahmen mit auswechselbaren Deckschablonen ermöglicht die Herstellung und platzsparende Unterbringung gut auswertbarer Positivkopien (Bild 1 ). Vorausset­ zung für seine Verwendung ist le­ diglich ein Vergrößerungsgerät mit einem einschwenkbaren Rot­ filter unter d e m Projektionsobjek­ tiv. Die bislang vorgeschlagenen Kontaktkopierverfahren ( Kiein­ bildnegativstreifen auf Fotopa­ pier gelegt und unter einer Glas­ platte belichtet) setzen in der Re­ gel voraus. daß die Filme in Strei ­ fen zerschnitten werden. Viele Fotoamateure bewahren ihr� Filme aber in Dosen auf, da Ne­ gativtaschen nicht immer und

überall beschaffbar sind. Außer­ dem sind diese Kontaktkopien wegen der geringen Größe und auch der oft unterschiedlichen

Dichte durch die einheitliche Be­ lichtung manchmal schwer aus­ zuwerten. Das hier beschriebene Verfahren vermeidet diese Nachteile des Kontaktkopierens und ist zudem besonders kostengünstig, wenn Dokumentenpapier der Typen DP oder 0 im Format A4 verwendet wird. Die Packung mit 100 Blatt kostet 1 7,20M. Im Vergleich dazu kosten 20 Blatt Fotopapier im Format 24 x 30 cm papierstark schon 5,85M. Zusammenfassend die Vorteile des Mehrzweck-Kopierrahmens:

- Gegenüber dem Kontaktko- pierverfahren ist die Einzelbild­ fläche bei Verwendung der Deckschablone mit 12 Fen­ stern 40 x 60 m m g roß und so

besser auswertbar; - eine Belichtungszeitensteue­ rung jedes einzelnen Bildes ist im Kopierprozeß möglich; - die entwickelten Blätter kön­ nen in einem Aktenordner übersichtlich abgeheftet wer­ den; - die Deckschablone mit 12 Bild­ fenstern kann gegen eine an­ dere mit veränderter Bildgröße und -aufteilung ausgewechselt werden; - trotz der harten Gradation des Dokumentenpapiers wirken die Abzüge von normalen und harten Neg.ativen nicht hart, sondern eher konturenschär­ fer. was für eine gute Erkenn­ barkeit von Details bei kleinen

Bildern von Vorteil ist.

Der Aufbau

Entsprechend der Zeichnung wird die Deckschablone aus

Bildern von Vorteil ist. Der Aufbau Entsprechend der Zeichnung wird die Deckschablone aus 1 70 practic

4

gestellt. Die 12 Fenster müssen möglichst sorgfältig ausgearbei­ tet werden, da unsaubere Arbeit später auf jedem Blatt sichtbar wird. Das Grund brett entstand aus ei­ nem A3-Zeichenbrett. Dieses wurde auf die erforderlichen Um­ rißmaße gebracht, die u. a. von den Abmessungen der zu ver­ wendenden Scharniere abhängig sind. Als Anschläge an der Scharnier- · seite und der linken Schmalseite dienen aufgeschraubte Holzlei­ sten mit 8 x 8mm Querschnitt. An der Stirnseite der Deckscha­ blone sind zur Sicherung der Planlage zwei Plaststeckdübel, wie sie im Möbelbau verwendet werden, angebracht. Zwei in ent­ sprechender Höhe an der G rund­ brettkante drehbar befestigte Plastkabelschellen dienen als Ha­ ken, mit denen die. Deckscha­ blone arretiert wird (Bild 2). Grundplatte und Anschlagleisten wurden mattweiß gespritzt, die

5mm

dickem Sperrholz her­

Deckschablonen erhielten einen mattschwarzen Anstrich.

Arbeitsgänge beim Kopierprozeß

Den Negativfilm in die Film­ bühne des Vergrößerungsge­ rätes einlegen; die 'richtige Belichtungszeit für das Dokumentenpapier durch Probebelichtung und Entwick­ lung ermitteln (mehrere die 'richtige Belichtungszeit für das Dokumentenpapier durch Probebelichtung und Entwick­ lung ermitteln (mehrere Bild­ fenster mit unterschiedlichen Belichtungszeiten); das Rotfilter vor das Vergröße­ rungsobjektiv schwenken; Dokumentenpapier in die Kas­ sette einlegen und das erste Schablonenfenster unter dem roten Dauerlicht ausrichten; Projektionslicht ausschalten, Rotfilter wegschwenken und belichten; Bild­ fenster mit unterschiedlichen Belichtungszeiten); Rotlicht vorschwenken, Projek­ tionsticht anschalten, Bild­ fenster mit unterschiedlichen Belichtungszeiten); Rotlicht vorschwenken, Projek­ tionsticht anschalten, Rotlicht vorschwenken, Projek­ tionsticht anschalten, Kassette unter Dauerlicht zum zweiten Schablonenfenster weiter­ schieben, das nächste Negativ in die Filmbühne bringen und

belichten.

Auf

alle weiteren Belichtungen entsprechend der Fensteraus­

schnitte vorgenommen.

diese Weise we r den dann

Weitere Verwendungs­ möglichkeiten

Wer z. B. Zeichnungen auf Doku­ mentenpapier vergrößern will, kann sich den Deckrahmen mit der 1 85 x 280 mm großen Öffnung bauen, der den genormten Um­ grenzungslinien der Zeichnungen entspricht. Diese Ausführungsva ­ riante hat den Vorteil, daß keine Glasplatte zur Planlage des Foto­ papiers benötigt wird. An den in der Zeichnung gekennzeichneten Stellen bestehen Sch raubenver­ bindungen. Dadurch können die Deckschablonen leicht ausge­ tauscht werden (B ild 3) . Dieses System der Deckschablo­

nen kann bei Bedarf durch an­

dere Formate und Formen erwei­ tert werden.

Reinhard Taege

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Bohrungsabstand der Scharniere
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l<lei ne Messe- . nach lese 2 -� � Im Möbelbereich war allgemein ein erfreulicher Trend

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l<lei ne Messe- . nach lese 2 -� � Im Möbelbereich war allgemein ein erfreulicher Trend
2 -� � Im Möbelbereich war allgemein ein erfreulicher Trend zur Sach­ lichkeit und Solidität
2
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Im Möbelbereich war allgemein
ein erfreulicher Trend zur Sach­
lichkeit und Solidität zu beobach­
ten. Dieser Sessel, Modell
.Swing" des VEB Möbelkombinat
Berlin besteht aus lamaliierten
Holzformteilen, die durch
Schrauben verbunden sind, und
strapazierfähigen, mit Schaum­
stoff gefüllten Polsterauflagen.
Durch die Schichtverleimung der
Holzteile wird M assivholz einge­
spart und eine hervorragende Fe­
derwirkung erzielt
1
.

Wie

Herbstmesse wollen wir

in der letzten Ausgabe des Jahres einige der

dort

reich

Konsumgüterbe­

nach jeder

Leipziger

einige der dort reich Konsumgüterbe­ nach jeder Leipziger im gezeigten Exponate vorstellen, die durch ein Etwas"

im

gezeigten

Exponate

vorstellen,

die

durch ein

Etwas" auf­

besonderes

fielen und

enthielten .

neue ldeen

auf­ besonderes fielen und enthielten . neue • ldeen 2/3 Diese sel werden im Karton verpackt

2/3 Diese

sel werden im Karton verpackt geliefert und sind leicht selbst zu montieren. Das hat gegenüber kompakt aufgebauten den Vor­ teil, daß ein gelegentlicher Neu­ bezug der Polsterteile problem­ los auch selbst ausgeführt wer­

den ka nn.

beiden bequemen Ses­

4 Sachlich, stabil und aufnahme­ fähig sind diese niedrigen Schrankteile mit aufgelegter

Schreibtischplatte.

Ensemble gehört auch eine aus gleichen und zusätzlichen Ele­ menten aufzubauende Schrank­

wand sowie eine flache Liege.

:Zu diesem

5 Erfreulich zu sehen war, daß viele Hersteller von Täschnerwa­

ren solche leichten und zweck­ mäßig gestalteten Vielzweckta­ schen anboten, für die es beson­ ders bei der Jugend einen gro­

ßen

Bedarf gibt.

6/7 Mit dem Prädikat ,. Gutes Design" wude dieses �xtrem leichte Taschensortiment aus dem VEB

6/7 Mit dem Prädikat ,. Gutes Design" wude dieses �xtrem leichte Taschensortiment aus dem VEB ,. Eiefa" , Lederwarenfa­ briken Schneeberg/Erzgebirge ausgezeichnet. Neu ist das für diesen Zweck verwendete was-

ausgezeichnet. Neu ist das für diesen Zweck verwendete was- serdichte Material, eine durch­ scheinende Plastfolie mit

serdichte Material, eine durch­ scheinende Plastfolie mit Gewe­ beeinlage. Bei dem zu diesem Sortiment gehörenden Rucksack lassen sich bei Bedarf zusätzliche Behä ltnisse auf einfache Weise adaptieren.

9 8/9 Das VEB Kom binat ZE KIWA stel lte dieses neue wagen- Modell vor.
9
8/9 Das VEB Kom binat ZE KIWA
stel lte dieses neue
wagen- Modell vor.
Kindersport­
Der Fußsack
mit angearbeiteter zusätzlich
wärmender Rückenpolsterung ist
abnehmbar. Die Besonderheit
dieses Modells liegt in der Mög­
lich keit, das Sitzteil wahlweise so
auf das G rundgestell zu· montie­
re,n, daß das Kind in Fah rtrich­
tung blickt oder der Mutter zuge­
wandt ist.
10 Auf der Expovita wurde dieses
Spie lset gezeigt, daß eine Tisch­
tennisgarnitur sowie Spielsteine
und Würfel enthält.
10
12 Eine ebenfalls gute Idee ist diese Tischtennisplatte mit einer kurz hinter dem Netz iA
12 Eine ebenfalls gute Idee ist
diese Tischtennisplatte mit einer
kurz hinter dem Netz iA s�nk­
rechte Stellung zu bringende
11 Das Spielset gehört zu einer
teile sind verschiedene Spielte!-
11 Plattenhälfte, wodurch ein Solo­
Tischtennistraining ermöglicht
wird.
aus vier Teilen bestehenden
Tischtennisplatte, diß jeweils ei­
gene Grundgestelle besitzen und
. der aufgezeichnet. Diese Mehr­
zweck-TischtEmnisplatte ist her­
vorragend fü r Klubs, Ferienheime
aufeinfache Weise zur Tischten­
nisplatte vereinigt werden kön­
nen. Auf jedem der vier Platten-
und andere Freizeiteinrichtungen
geeignet.
13 Ein abgewandelter ,.Tischten­
nisschläger". mit einem Griffloch,
· das eine gute
Handhabung des
Schlägers ermöglicht. Wofür
diese Schläger gedacht sind, war
nicht herauszufinden. Vorstellbar
sind aber verschiedenste Spiele
im Frejen .oder einem großen
Raum.
14 Ein Satz aus genormten stabi­
ien Lattenteilen, mit Dübel- urid
'
Vorsteckerverbindung sowie Pla­
neteilen, die durch Bänder zu be-
4
festigen sind, wurde vom VEB
Kombinat GERMINA angeboten.
Es ermöglicht den Kindern phan­
tasievolles konstruktives Bauen
und
Spielen.
15 Eine sehr
nützliche Kleinigkeit
für Wintersportler sind diese
Plasthalterungen, in die die Skier
und die Skistöcke schnell einge­
spannt sind und sich .so bequem
transportieren lassen.
5

'1 2

13

175

175 Kleines H ilfsmittel für den Hobby-Gärtner Fruchtfolgekalender Jeder Gartenfreund weiß, daß der mehrmalige Anbau

Kleines

H ilfsmittel für

den

Hobby-Gärtner

Fruchtfolgekalender

Jeder Gartenfreund weiß, daß der mehrmalige Anbau der glei­ chen Art von Gemüse hinterei­ nander auf dem salben Beet ver­ mieden werden sollte. Das hat folgende Gründe:

Im Boden reichern sich artspezifi· sehe Krankheitserreger und Schädlinge an. Daher muß z. B. beim Knoblauch eine Mindest­ pause von fünf Jahren eingelegt werden.

Durch die Ablagerung giftiger

d b
d
b

S1offwechselprodukte sowie

rch unterschiedlichen Humus­

bedarf kann sich die Bodenstruk­

tur verschlechtern. Gleichzeitig

erfolgt ein einseitiger Nährstoff­

entzug.

Beachten muß man weiterhin, daß einige Gemüsearten für ihr Wachstum organischen Dünger (Stallmist, Kompost) benötigen, während ihn andere Pflanzen nicht vertragen. Schließlich gibt es auch solche, die noch in der zweiten oder dritten Tracht genü­

gend hohe Erträge bringen. Alle diese Probleme machen es

gend hohe Erträge bringen. Alle diese Probleme machen es erforderlich, im Gemüseanbau eine Fruchtfolge einzuhalten.

erforderlich, im Gemüseanbau eine Fruchtfolge einzuhalten. Hierbei hat sich eine Methode durchgesetzt, die unter Berück­ sichtigung des Anbaus von Erd­ beeren die Nutzfläche in sechs Teile untergliedert, so daß sich eine günstige Fruchtfolge ergibt. Hierüber ist aber genügend Fach· Iiteratur erschienen, wo darauf näher eingegangen wird. ln dieser Literatur wird auch mei­ stens eine grafische Darstellung über die Verträglichkeit der Ge­

müsearten abgebildet aus der

hervorgeht, in welcher Reihen­ folge man die Arten anbauen kann. Der auf der folgenden Seite ab­ gedruckte Fruchtfolgekalender stellt ein einfaches und handli­ ches Hilfsmittel dar, das dem Gartenfreund die Planung des

richtigen Anbaus erleichtern soll. Er wurde vom Inhalt her aus

dem,

Landwirtschaftsverlag Berlin er· schienenen Fachbuch von G. Stenge! und R . Höhn : "Ratge·

1 980

im VEB Deutscher

·

ber für den Gartenfreund" ent· wickelt. Der Zusammenbau ist recht ein· fach:

Zunächst werden die Einzelteile ausgeschnitten und das teilkreis­ ähnliche Kalenderstück auf eine genügend steife Kartonunterlage geklebt. Wer die Möglichkeit hat, kann diesen Kalender fotogra­ fisch reproduzieren und dabei gleich ein paar Exemplare für seine Gartennachbarn herstellen. Der Drehschieber wird auf eine feste Klarsichtfolie geklebt und ausgeschnitten. Die kleine Füh­ rungslasche ist danach mit ihrer Rundung von hinten am oberen Schieberende bis zur gestrichel­ ten Linie anzukleben. Sie dient zur Führung des Schiebers. Als Drehachse kann je nach der ge­ wählten Kartonstärke ein Druck­ knopf, ein Hohlniet, oder eine kleine Schraube eingesetzt wer­ den. Die Gebrauchsanleitung

wird auf die Rückseite des Kalen­

ders geklebt.

practic 4/83

Reinherd Uecker

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4 Erbse
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6 Gurke
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7 Kohlarten
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8 Kürbis
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9 Mangold
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1 0 Möhre
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11
Paprika
9
12 Pastinake
10
13
Petersilie
14 Porree
15 Radis
13
11
16 Rettich
14
12
17
Rote Rübe
15
18
Salat
16
1 � Schwarzwurzel
17
20 Sellerie
18
21
Spinat
19
22 Tomate
23 Zwiebel
22
20
23
21
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0
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Entwickler·Schalen für große Formate Der Fotoamateur stellt für ge- trächtlich größere Formate zu wöhnlich
Entwickler·Schalen
für große Formate
Der Fotoamateur stellt für ge- trächtlich größere Formate zu
wöhnlich Vergrößerungen nur bis
bauen.
zum Format 18 x 24 cm her und Die Rahmenbretter können aus
besitzt dafür entsprechende Holz, Sperrholz oder Spahplatten
Schalen in seiner Dunkelkammer.
Nun
kann es sich ergeben, daß
geschnitten werden. Die Dicke
des Materials sollte zwi schen 10
man einmal für besondere und 16 mm liegen. Nach dem
Zwecke größere Positivformate sorgfältigen Abschleifen der
entwickeln muß. Da es sich nicht Oberflächen und der Kanten wer­
lohnt, für nur gelegentlichen Ge- den die durchbohrten Befesti­
brauch entsprechend große gungsklötzchen an die Enden der
Schalen für Entwickler und Fixier-
Längsbretter geklebt und zusätz-
bad anzuschaffen, soll hier ge- lieh mit je zweinichtrostenden
zeigt werden, wie man sich mit Senkschrauben fixiert
geringem Aufwand aus ein paar Die Oberfläche der Holzteile ist
Brettstückehen und Plastfolie durch Lackanstrich gegen Fauch-
Schalen der benötigten Größen tigkeitseinflüsse zu schützen.
herstellen kann. Zur Verbindung der Rahmenteile
Diese Schalen erfüllen vollkom - dienen vier 5 x 50-mm - Bolzen
men ihren Zweck und haben zu-
mit Unterlegscheiben und Flügel·
größere Grundplatte aus H artfa .
sermaterial oder Sperrholz unter
den Ra hmen zu legen, weil er
sich dann bei Bedarf auf dem Ar·
beilsplatz verschieben läßt.
Zum Entleeren der Schale wird
die Plastfolie an den Rändern
oben zusammengelaßt und so
aus dem Rahmen genommen.
um die Entwickler· oder Fixier·
dem den Vorteil, daß man sie muttern.
leicht auseinandernehmen und ir- Wird ein reichlich zugeschnitte-
gendwo verstauen kann. nes Stück unbeschädigte, dünne
badflüssig keit in ein Gefäß abzu
gießen. Mit etwas Übung wird
man das bald im
Griff" h a ben .
Als Beispiel zeigen wir hier den Plastfolie in den Rahmen einge-
Aufbau einer Schale für Formate legt und außen umgeschlagen.
bis 40 x 60
cm . Auf gleiche
ist unsere Schale schon ei nsatz·
Weise sind auch Schalen für be· bereit. Günstig ist es. eine etwas
Neuer G lanz u nd mod ische Fa rben Leder ist einer der ältesten und

Neuer G lanz

u nd mod ische Fa rben

Leder ist einer der ältesten und sehr verbreiteten Werkstoffe des täglichen Gebrauchs. Gegen­ stände aus diesem Material wä­ ren oft läng.er zu n uuen, als es der Fall ist. Der Grund dafür, daß

sie vorzeitig ausrangiert werden, sind vielfach nur kleine Farbschä­ den an der Oberfläche oder die

Tatsach

mehr zusagt. Der Wunsch, Lederartikel wie Schuhe, Täschnerwaren und Be­ kleidungsstücke durch Färben wieder aufzua rbeiten und viel­ leicht den persönlichen Wün­ schen anzupassen, ist verständ­ lich. kann aber durch Dienstlei· stungsbetriebe in der notwendi· gen Vielfalt nicht realisiert wer­ den. Da aber seit dem VI. Quartal in Farbenfachgeschäften unter der Bezeichnung Cekaled-Leder­ farben und Cekaled-Reiniger ein neues System für die Lederfär· bung angeboten wird, ist es mög­ lich, Lederartikel mit gutem Er­ gebnis selbst zu färben. Herstel­ ler ist der VEB Chemiekombinat Bitterfeld. Cekaled-Lederfarben sind dünn·

e,

daß ihre Farbe nicht

flüssige Nitrofarben. Sie eignen sicn zum Auffrischen oder Um­

färben von

tem Leder. Für Rauhleder aller Art �Wildleder, Velourleder, Rob· byled) und Kunstleder sind Ceka­ led-Lederfarben nicht geeignet. Das Sortiment besteht zur Zeit aus dem Cekaled-Rejniger und den Cekaled-Lederfarben:

Weiß, Eierschale, Beige, Hoch­ rot, Kognak. Rotbraun. Havann­ abra . un, Blau, Grau und Schwarz. Cekaled-Lederfarben sind vor Ge­ brauch gut aufzurühren, unterein­

ander beliebig mischbar, dicht· verschlossen vor Wärme und Kälte geschützt aufzubewahren, im eingedickten Zustand durch Zugabe von Cekaled-Reiniger wieder bis zur gewünschten Kon­ sistenz zu verdünnen, nur auf sauberen Untergrund aufzutra· gen (Schmutz, Lederpflegemit· telraste und rissige Farbreste sind mit dem Reiniger gründlich zu entfernen), Cekaled·Erzeugnisse sind brenn­ bar. sie enthalten organische Lö· sungsmittel. Bei der Verarbei­ tung sind die Bestimmungen des

Ledera rtikeln aus glat­

Gesundheits·, Ar b eits· und Brandschutzes zu beachten. So darf nicht in der Nähe von offe­ nem Feuer gearbeitet werden und geschlossene Räume sind gut zu durchlüften.

Verarbeitung der Ceka­ led-Erzeugnisse

Als Arbeitsmittel benötigt man kleine Gläser sowie Glas· oder Holzstäbe zum Mischen der Far· ben', sehr weiche Pinsel und zwar breite für große, glatte Flächen und kleine runde für die Arbeit an Kanten und Beschlägen sowie ein Baumwolltuch zur Reinigung. Großflächige Arbeiten können auch mit einer Spritzpistole aus· geführt werden. Bevor mit dem Färben begonnen wird, ist das Ledermaterial gründlich zu reinigen. Dabei ist folgendes zu beachten:

Cekaled-Reiniger ist ein starker Löser von Schuhcreme, Fett und Nitrofarben. An einer verdeckten Stelle prüft man die Wirkung des Reinigers auf die Farbe des zu färbenden Leders. Bemerkt man ein Ablösen der Farbe, so scha­ det das nichts, wenn man einen völlig anderen Farbton aufbrin­ gen will. Dann muß die alte Farbe ohnehin soweit wie möglich ent­ fernt werden. Soll der Ledergegenstand aber im gleichen oder ähnlichen Farb· ton nur aufgefärbt werden. ist es ratsam, durch vorsichtiges Über­ streichen mit dem Löser nur Pfle­ gemittelreste zu entfernen und die vorhandene festsitzende Grundfarbe zu erhalten. Wird die alte Grundfarbe durch den Reiniger nicht gelöst, so ist eine intensive Behandlung erfor­ derlich, um neben der Reinigung die Grundfarbe anzulösen. damit die neue Farbe besser bindet. Bei Schuhen können Sohlenkan­ ten und Absätze aus Kunststoff durch Finish gefärbt sein, wel­ ches sich durch den Cekaled-Rei­ niger löst. Hier muß man vorsich­ tig sein, da in diesem Falle für die Haltbarkeit von Cekaled-Leder­ farben nicht garantiert wird. Die 10 Farbtöne des Sortiments entsprechen den häufigsten Le·

derfarben. Durch die Mischbar­ keit der Cekaled-Lederfarben un­

Durch die Mischbar­ keit der Cekaled-Lederfarben un­ Ienkanten und Beschläge; je nach Schuhmodell sollten Zier­

Ienkanten und Beschläge; je nach Schuhmodell sollten Zier­ nähte ebenfalls nicht gefärbt werden. Weitere Farbaufträge bis zum be­ friedigenden Ergebnis sollten in Abständen von 2-3 Stunden er­ folgen; in dieser Zeit ist der vor­ herige Farbauftrag abgetrocknet und weitere Farbschichten kön­ nen aufgebaut werden. Ist nach 24 Stunden Trockenzeit

nen aufgebaut werden. Ist nach 24 Stunden Trockenzeit tereinander ist es möglich, viele Farbtöne nach Wl!nsch

tereinander ist es möglich, viele Farbtöne nach Wl!nsch einzustel­ len. Folgende M ischungsregeln sollte man beachten:

Man geht aus von der Cekaled­ Lederfarbe, welche dem Farb­ wunsch am nächsten liegt und verwendet - zur Aufhellung:

Weiß, Eierschale

Kognak, Beige
Kognak, Beige
verwendet - zur Aufhellung: Weiß, Eierschale Kognak, Beige noch 'e ine gewisse Klebrigkeit - zur Abdunklung

noch 'e ine gewisse Klebrigkeit

- zur Abdunklung :

festzustellen, so ist dies kein Nachteil. Ein sofortiger Gebrauch ist möglich, wenn die Schuhe mit

Grau, Havannabraun, Blau, Schwarz

-

zum Abtönen nac ti Rot:

einer Wachscreme behanaelt werden. Längere Trockenzeiten

Rotbraun, Hochrot

- zum Abtönen nach Gelb:

verbessern in allen Fällen die Haf- , tung der Farbe.

- für sehr helle Farbtöne:

Beim Färben von Taschen und

Weiß als Grundfarbe - für Grüntöne:

Kognak und Blau.

Ga . lanteriewaren gelten die glei­ chen Prinzipien wie beim Färben von Schuhen. Hier ist die Abstim­ mung des Farbtones zum Unter­ grund besonders zu empfehlen, da durch dünne farbtongleiche Aufstriche der Ledercharakter des Gegenstandes weitgehend erhalten werden kann. Das Färben von Lederkleidung er­ fordert eine besondere Sorgfalt. , Die Anwendung des Cekaled-Rei­

eine besondere Sorgfalt. , Die Anwendung des Cekaled-Rei­ r nigers muß vo sichtig erfolgen, da die

r

nigers muß vo sichtig erfolgen, da die meisten Lederbeklei­ dungsartikel mit Nitrofarben ge- . färbt sind, welche vom Cekaled-

Das Färben von Schuhen ist si­

cher das verbreitaste Anwen­

dungsgebiet. M it dem breiten

Pinsel behandelt man die großen

Flächen, ohne daß eine sofortige

m a n die großen Flächen, ohne daß eine sofortige vollständige Deckfärbung not­ wendig ist. Stark

vollständige Deckfärbung not­ wendig ist. Stark abgestoßene

Stellen (z.

B. Vorderkappe) erhal­

ten einen dickeren Auftrag. Mit

dem kleinen Pinsel behandelt man die Grenzflächen zu den

Sohlen und Beschlägen. Zu ver­

meiden ist das Färben der Soh-

Reiniger gelöst werden. Ein Um­ färben oder völliges Neufärben von Lederkleidung sollte nur bei abgetragenen alten Bekleidungs- stücken erfolgen. ' ln der Regel bedürfen jedoch mo­

dische .Lederbekleidungsartikel nur einer Farbauffrischung und Farbausbesserung n!Jch manch­ mal relativ kurzer Tragezeit. Die Behandlung mit Reiniger er­ folgt vorsi�htig durch leichtes Abwischen ohn� Entfernung der intakten Grundfarbe, ein Anfär­ ben des Tuches ist kein Nachteil. Der Farbauftrag erfolgt mit ei­ n·em breiten Pinsel vorerst an den beschädigten Stellen unter Ein­ beziehung der unbeschädigten Angrenzungen. Sind die beschä­ digten Stellen durch mehrmali­ gen Auftrag gut abgedeckt, wird das gesamte Bekleidungsstück mit einem dünnen Farbauftrag behandelt. ' Wie beim Umfärben von Textilien ist auch beim Färben gebrauch­ ter Gegenstände aus Leder kein absol uter .Neueffekt" zu errei­ chen. Viele Lederwaren können aber durch Behandlung mit die­ sen neuen Lederfarben so aufge­ arbeitet werden, daß sie noch

lange zu nutzen sind und auch den modischen Ans-prüchen ge-

nü9en.

G. Kunze

,
,
den modischen Ans-prüchen ge- n ü 9 e n . G. Kunze , Wir haben das
den modischen Ans-prüchen ge- n ü 9 e n . G. Kunze , Wir haben das

Wir haben das Lederfärben selbst ausprobiert und ein Paar schwarze Schuhe hellbraun um­ gefärbt. Mit zweimaligem An­ strich wurde eine gute Deckung erreicht. Bei einer solchen extre­ men Umfärbung muß man beim .

Bei einer solchen extre­ men Umfärbung muß man beim . zweiten und even tuell folgenden Anstrichen
Bei einer solchen extre­ men Umfärbung muß man beim . zweiten und even tuell folgenden Anstrichen
Bei einer solchen extre­ men Umfärbung muß man beim . zweiten und even tuell folgenden Anstrichen

zweiten und even tuell folgenden Anstrichen sehr vorsichtig sein, damit sich der vorherige Anstrich nicht durch das Lösungsmittel der Farbewieder löst. Am besten machte es sich, die Farbe mit ei­

löst. Am besten machte es sich, die Farbe mit ei­ nem ganz weichen Pinsel leicht tupfend

nem ganz weichen Pinsel leicht

es sich, die Farbe mit ei­ nem ganz weichen Pinsel leicht tupfend aufzubringen. Wir haben auch

tupfend aufzubringen. Wir haben auch die Sohlenkan­ ten und die Absätze- mit einem etwas dunkleren Farbton überzo­ gen. Auch nach längeren Trage­

dunkleren Farbton überzo­ gen. Auch nach längeren Trage­ versuchen sind wir mit dem Er- gebnis sehr.zufrieden.

versuchen sind wir mit dem Er- gebnis sehr.zufrieden. Red.

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PKW- PFLEGE:

PKW- PFLEGE:

Tips für d�nWinter

PKW- PFLEGE: Tips für d�nWinter Winter - Wahrheiten Zunächst eine Klarstellung: Am wenigsten leidet der Pkw,

Winter-Wahrheiten

Zunächst eine Klarstellung: Am wenigsten leidet der Pkw, der konsequent Fahrpause von An­ fang November bis Ende März hat. Sauber gewaschen und gut abgetrocknet, mit konserviertem Karosserielack, neuem Moto­ renöl (Viertakter) , vollem Ta nk (unterbundene Kondenswasser­ bildung) und versorgten Schmierstellen in einer ausrei­ chend belüfteten Garage abge­ stellt, kann am guten Stück der Zahn der Zeit kaum nagen. Mona­ telanges Pausieren unter einer Abdeckplane ist schon nicht mehr un problematisch . Die PVC­ beschichteten Hauben reiben er­ stens an Lackflächen, wenn der Wind bläst. Und zweitens können auch die Belüftungsschlitze und Distanzpolster nicht völlig verhin­ dern, daß der Wagen unter der Haube bei bestimmten Witte­ rungsverhältnissen schwitzt. Frost in �er Nacht, Nebel am Morgen, tagsüber Sonne - das überfordert die bescheidene Luft­ zirkulation rund um den Pkw. · Ganz von Übel ist, das Auto ängstlich zu einer Art Folienpaket

zu verschnüren. ln solcher Hülle bliebe Kondenswasser lange Zeit erhalten und könnte das Rosten geradezu herausfordern. Belüf­ tung muß sein! Es ist also auch falsch, einen Pkw abends naß in die Garage zu stellen oder abzu­ decken, weil er bis zum Morgen im Freien oft eher abtrocknen würde - entsprechendes Wetter vorausgesetzt.

Verpaßt oder vorgesorgt?

Verpaßtes Konservieren und em­ siges Weiterfahren bei Winter­ wetter rächen sich immer bitter. Es bleiben immer Winternarben zurück. Also ans Werk! Die letzten sonnigen Oktober­ tage müssen genutzt werden für diese Handgriffe. Wer Gelegen­ heit hat, den Wagen erst einmal zu einem Pflegedienst zu geben, der die gründliche Motorwäsche besorgt und auch den Wagen von unten säube·rt, sollte nicht zögern. Mit einer Dose Anti-Rost-Spray in der Hand läßt sich nicht errei­ chen, was eine Sprühpistole mit Kompressor schafft.

Autobesitzern kann der Winter erhebliche Sorgen bereiten. Sie wissen vom Erzählen anderer oder durch eigene Erlahrungen, daß die Fahrkilometer unter den Bedingungen anhaltend nasser, verschneiter. vereister und mit chemischen Taumitteln abge­ stumpfter Straßen ihrem Pkw sehr zusetzen. ihn schneller altern lassen. Wie sie ihr Auto winterfit konservieren können. ist denen, die erst mit der Fah· rerei anfangen. weniger be­ kannt. Anlaß genug. einige Tips zu vermitteln.

Wo oft Fett fehlt

Zu kurz kommen bei der selbst durchgeführten Wagenpflege meist die Handbremsbowden­ züge, die zu den beiden H interrä­ dern führen. ln ungepflegte Bowdenzüge dringt bald Feuch­ tigkeit ein, und die gefriert dann bei Frost. Ratsam ist es deshalb, bei Minusgraden möglichst dar­ auf zu verzichten, die Hand­ bremse anzuziehen, wenn der Wagen abgestellt wird. Andere Sicherungen (eingelegter Gang, Vorlegeklotz, Parken in Richtung Bordstein) sind dann natürlich nötig. Es kann nämlich auch pas­ sieren, daß Nässe innerhalb der Bremstrommel die Beläge der Bremsbacken anfrieren läßt, wenn sie beim Parken mit ange­ zogener Handbremse längere Zeit an der Trommel anliegen.

Schlösser, die der Frost blockiert

Strapazen stehen auch den Tür­ und Haubenschlössern im Winter bevor. Der filigrane Schließme­ chanismus, die Zuhaltungen im Schließzylinder, die vom Schlüs-

Un ter der Motorhaube ros te t's dort, wo die Vers tärkungsbleche anliegen. Ka n
Un ter der Motorhaube ros te t's
dort, wo die Vers tärkungsbleche
anliegen. Ka n ten und Hohlräume
m üssen mit Elaskon konserviert
werden.
Die Abdeckplane sollte an · sonni­
gen Ta gen abgenommen wer­
den, damit Wagen und Plane
trocknen können.
Sch witzwasser in einer (Wart­
bu rg -} Biinkleuchte ist Ursache
fürs
Rosten, für Kon taktmängel
selbart
geordnet"
werden, müs­
und führt schließlich zum vorzei­
tigen Ausfall der Lampe.
Die Inspektion muß auch die
· Kon tra/leuch ten auf Sch wärzung
des Glaslwlbens erfassen. Fe uch ­
tigkeit im Gehäuse deutet auf
schadhafte Dich tgummis.

sen rechtzeitig vorbeugend mit harzfreiem Öl oder speziellem Schloßölspray präpariert werden. Nasse Schloßpartien frieren bin­ nen Minuten ein. Öl weist diese Feuchtigkeit ab. Sorgfältiges Konservieren zahlt sich aus. Da­ mit das präparierende Öl auch richtig ins Schloß gelangt emp­ fiehlt es sich, mit 'einem Streich­ holz das federnde Schließplätt­ chen am Schlüsselschlitz des Schlosses zurückzuschieben, ehe man zu ölen beginnt. Gut eignet sich ein kleines Plastölkännchen; am besten geht die Prozedur na­ türlich mit dem speziellen Schloßölspray, das ein zweckmä­ ßiges kleines Metallröhrchen an der Düse hat. Da wir gerade bei den Türen sind : A�ch über Türdichtungen fällt der Frost her, wenn sie naß sind . Mit Glyzerin behandelt, wer­ den solche Dichtungen ge­

schmeidig und wasserabsto­ ßend . Man reibt sie zweckmäßi­ gerweise mit einem kleinen mit G lyzerin getränkten Lappen ein (Gummiprofil beachten, Vertie­ fungen nicht vergessen!).

Risse unter der Lupe

Im Motorraum sollte auf einige Dinge ganz besonders geachtet werden. Altersschwache Starter­ batterien sind bei Frost eigentlich ,das Hauptä rgernis von Autofa h­ rern. Schlechter Ladezustand neuerer Exemplare ist fast immer Folge häufigen Kurzstreckenein­ satzes des Pkw mit dementspre­ chend vielen Startvorgängen, und in Herbst und Winter nim mt ja auch die Batteriebelastung zu

ben. Empfehlung: das Urteil ei­ nes Batteriedienstes einholen; aber nicht erst mitten im Winter! Der richtige Flüssigkeitsstand in

der Batterie ist übrigens nicht nur , eine Notwendigkeit bei 30 Grad im Schatten. Schach matt setzt der Winterbe­ trieb auch ältere Zündkabel urid Kerzenstecker, weil diese der an­ haltenden Einwirkung von Nässe nicht mehr gewachsen sind. Hauchdünne Risse im lsolierma­ terial lassen den hochgespann­ ten Zündstrom leicht auf Abwege geraten, ohne daß diese Fehler­ ursache sofort entdeckt würde.

Manchmal g ibt es nur Zünda us­

setzer, solange Kabel und Stek­ ker feucht sind Aufkommende Motorvvä rme nach dem Start be­ seitigt die zeitweiligen Störun­ gen, aber nichtdie Ursache. Oft kommt der Ärger mitten in der Fahrt wieder. Besser ist es, man

der Ärger mitten in der Fahrt wieder. Besser ist es, man (Licht, Heizscheibe, Heizungsge­ bläse u.
der Ärger mitten in der Fahrt wieder. Besser ist es, man (Licht, Heizscheibe, Heizungsge­ bläse u.

(Licht, Heizscheibe, Heizungsge­ bläse u. a. m.). Ein eigenes Batte­ rieladegerät macht sich zwa r in­ nerhalb weniger Jahre meistens

bezahlt;

batterie schon fünf oder gar sechs Jahre hinter sich hat, voll­

aber wenn die Sta rter­

sechs Jahre hinter sich hat, voll­ aber wenn die Sta rter­ bringt gelegentliches Nachladen auch keine
sechs Jahre hinter sich hat, voll­ aber wenn die Sta rter­ bringt gelegentliches Nachladen auch keine

bringt gelegentliches Nachladen auch keine Wunder mehr. Das

Aus" für die Batterie

endgültige

läßt sich nur etwas hinausschie-

Unter Abdeckgummis setzt sich der Rost besonders gern fest. Hier fällt er erst auf, wenn
Unter Abdeckgummis setzt sich
der Rost besonders gern fest.
Hier fällt er erst auf,
wenn die
Lackbläschen unter dem Gummi
hervortreten.
Ein Elask onfilm
aus
der Spritzöl­
kanne
bremst
die
Korrosion.
Verbindungsstellen
wie hier am
Tankverschluß oder im
Schar­
nierbereich
der Türen rosten be­
sonders schnell. Nach der ersten
Hilfe mit Elaskon mi.Jß
im näch­
sten Frühjahr ein
fachmännischer
, Schutzanstrich erfolgen.

geht mit tadellosem, vor allem sauberem Zündgeschirr in den Winter. Zündverteilerkappen ha­ ben mitunter ebenfalls ganz feine Risse, in denen sich Feuchtigkeit sammelt, die den Zündstrom ab­ leitet - ganz, teilweise und manchmal auch nur zeitweilig. Die Fehlersuche kann Nerven ko­ sten!

Frostsicher gekühlt

Motoren mit Flüssigkeitskühlung schützt normalerweise ein frost­ sicheres Kühlmittel, um das man sich nicht zu kümmern braucht. Wer aber wegen Lecksteilen .im Kühlsystem und damit verbunde­ nem Kühlmittelverlust im Laufe des Jahres schon öfter {hoffent­ lich destilliertes) Wasser nachge­ füllt hat, sollte das Kühlmittel in der Werkstatt mal spindein las­ sen, um Klarheit über den Grad der verbliebenen Frostsicherheit zu bekommt;ln. Eventuell muß die Originalflüssigkeit ganz gegen eine entsprechende Glysantin­ Wasser-Mischung ausgetauscht

wer

nus 20

d

en (Frostsicherheit bis mi­

Grad Celsius z.

B. bei 10 I

Kühlmi�telmenge 3,8 I G lysantin und 6,2 I destilliertes Wasser, also ein Verhältnis .von etwa

38:62

Rechtze.itig frostsicher zu ma­

Prozent).

chen ist die Scheibenwaschan­ lage. Wer es verpaßt, hat dann bei anhaltendem Dauerfrost

Mühe, vom

Schlauchleitungen freizubekom­ men. Eine Tasse voll Waschanla­

Die
Die

Eis blockierte .

genzusatz in den Wasserbehälter

zu gießen reicht nicht aus.

Pumpe muß gleich anschließend so lange arbeiten, bis die frostsi­

chere Mischung aus den Spritz­ düsen vor der Windschu\z­ scheibe austritt. Man riecht das deutlich, wenn es soweit ist. Bei dieser Gelegenheit sollten auch gleich die Wischergummis auf­

merksam

Selbst winzige Kerben in der hauchfeinen Wischlippe machen das Blatt eigentlich schon un­ brauchbar, weil an diesen Stellen das Wasser stegartig auf der

Frontscheibe verbleibt und die Sicht beeinträchtigt. Eine Wisch­ probe wird das bestätigen. Wer

keine neuen Wischergummis zur Verfügung hat, kann versuchen,

k

ontrolliert werden.

zur Verfügung hat, kann versuchen, k ontrolliert werden. durch gründliche Reinigung des Gummis mit einer riicht

durch gründliche Reinigung des Gummis mit einer riicht zu har­ ten kleinen Bürste (Zahnbürste) und lauwarmem Wasser, dem ei­ nige Spritzer fettlösendes Spül­ mittel zugesetzt wurden, Besse­ rung zu erreichen. Manchmal hilft auch ein geringfügig vergrö­ ßerter Auflagedruck (vorsichti­ ges Nachbiegen des Wischerar­ mes. Aber nicht übertreiben! Der Wischermotor könnte Schaden nehmen, wenn die Wischer zu stark ,.bremsen").

Kurze

Kontrollen

Pannen im Winter &ind immer be­ sonders unangenehm. Wer vor­ beugt, schont die Nerven. Unter dem Wagen sind z. B. noch ein­ mal alle Auspuffaufhängungen

zu kontrollieren, und Glühlam­ pen, die in Scheinwerfern, Blink­ und Schlußleuchten vielleicht schon jahrelang Licht spenden, sollten prophylaktisch gewechsel werden, wenn deren Glaskolben . schon stark geschwärzt ist. Er­ stens bedeutet diese Trübung Lichtverlust, und zweitens ist sie ein sicheres Anzeichen dafür, daß der Totalaysfall nicht mehr

Lichtverlust, und zweitens ist sie ein sicheres Anzeichen dafür, daß der Totalaysfall nicht mehr 1 82
Lichtverlust, und zweitens ist sie ein sicheres Anzeichen dafür, daß der Totalaysfall nicht mehr 1 82
l
l

Hier ist dfe Verteilerkappe abzu­

nehmen, peinlich genau zu säu­

bern

und mit der Lupe auf Haar­

risse zu untersuchim.

dürfen die Zündkabel keine porö­

sen

Stellen aufweisen.

lange auf sich warten läßt. Bei der Lampenkontrolle fällt gleich

auf, ob die Lichtaustrittsscheiben

bei Blink- und Heckleuchten