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Piratenpartei Wallis / Parti Pirate Valais,

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Leserbrief 06.08.2014 1/1

Christian Schnidrig
Co-Prsident PPVS
Mail: christian.schnidrig@piratenpartei.ch
Tel: +41 78 824 30 81


Mittwoch, 06.08.2014


Replik auf den Leserbrief von Herrn Stnzi vom heutigen Mittwoch
Gefhrliche Verharmlosung?
Es besteht, neben dem Missverstehen und Falschinterpretieren auch eine explizite Gefahr fr Leib
und Seele. Neben krperlich schdlichen Eigenschaften attestiert man auch eine verderbliche
Wirkung auf die Aufnahmefhigkeit, besonders bei Kindern und Frauen.
Eine Einschtzung vor 200 Jahren zu Bchern und dessen Bedrohlichkeit hinsichtlich Beeinflussung,
Lesesucht und Lesewut.
Was im 18. Jahrhundert gngige Kritik war, sorgt heute nur noch fr Schmunzeln. hnliche Kritik
folgte bei Einfhrung des Radio-Rundfunks und spter beim Fernseher.
Und heute? Videospiele, wie es auch Herr Stnzi im gestrigen Leserbrief zum Ausdruck bringt. Er
referenziert dabei den nicht sehr fundierten Artikel der Kollegiumsschler in der Montagsausgabe des
Walliserboten.
So sei erwiesen, dass Amoklufer fast ausnahmslos solche Spiele konsumiert haben? Wir fgen
gerne hinzu, dass diese wohl auch ausnahmslos Musik gehrt und Fern gesehen haben!
Die Ursachen sind eher in familiren, gesellschaftlichen Beziehungen und persnlicher Labilitt oder
bei laschen Waffengesetzen zu suchen und sollten nicht auf Videospiele reduziert werden.
Wir laden aber Herrn Stnzi und all jene, die sich gerne mit erhobenem Zeigefinger zum Thema
ussern, wohl aber selber nie solche Spiele angespielt haben, gerne ein, ein solches zuerst selber zu
testen. So knnen wir bestimmt auch diesen Generationenkonflikt berwinden und in baldiger Zukunft
ebenso darber schmunzeln, wie wir es heute in Bezug auf Literatur oder Musik tun.

Piratenpartei Wallis


Quelle erstes Zitat:
Laura Paul (2010): Vom gefhrlichen zum gefhrdeten Lesen Debatten um das Lesen im Vergleich.
Bachelorarbeit. Europa-Universitt Viadrina Frankfurt (Oder). Fakultt fr Kulturwissenschaften.
Studiengang Bachelor of Arts