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Monat November 2009 Band 1, Ausgabe 2

Internierungslager 03
Gegen das Gesetz 05
Konferenz 06
Kriegsverbrechen 08
Besiedlung 09
Kriegszeuge 10
Leitartikel 11
Über Tamil Diaspora 12

tamil diaspora

N EWSLETTER
“Internierungslager “Kriegsverbrechen „Besiedlung und
in Sri Lanka” und die Notwendigkeit Landbesetzung“
der Untersuchung”

w w w.tamildiaspora.org // info@tamildiaspora.org

Tamil diaspora hat von verschiedenen ser Newsletter wird Einzelpersonen

Unser
Einzelpersonen und Organisationen und Organisationen übersandt, die –
anerkennende und positive Ant- wie wir glauben – einen Unterschied
worten auf unseren monatlichen machen können. Wir erwarten Ihre
Dank Newsletter erhalten. Wir haben auch
Anregungen erhalten, um dieses Pro-
kontinuierliche Unterstützung, um
unsere noble Vision zu fördern.
jekt zu verbessern. Vielen Dank! Die-
U S - B e r icht
SEITE 2

ü b e r K r iegs -
v e r b r e c hen
i n S r i L anka
b e s c h r e ibt
Das Büro für Kriegsverbrechens- Direktor von Human Rights Watch.
a u s f ü h r lich fragen des Außenministeriums er-
stellte den Bericht über mögliche
„Angesichts des totalen Versäumn-
isses seitens Sri Lanka, die möglichen
u m f a s s ende Kriegsverbrechen, die während der
Schlussmonate begangen wurden.
Kriegsverbrechen zu untersuchen,
bleibt eine unabhängige, internation-

M i s s b r ä uche Der Bericht beschreibt ausführlich die


angeblichen Ereignisse der von bei-
ale Untersuchung die einzige Hoff-
nung für Gerechtigkeit.“ Betroffene in-
den Parteien begangenen möglichen ternationale Regierungen sollten den
Kriegsverbrechen. „Der Bericht des Bericht des US-Außenministeriums
US-Außenministeriums soll jegliche als eine Fanfare für eine internation-
Zweifel zerstreuen, dass schwerwie- ale Untersuchung nutzen,“ sagte Ad-
gende Missbräuche während der letz- ams. „Es gibt keine Entschuldigungen
ten Monate des Konflikts begangen mehr für Untätigkeit.“
wurden“ sagte Brad Adams, Asien-

Quelle: Human Rights Watch


>> http://www.hrw.org/en/news/2009/10/22/sri-lanka-us-war-crimes-report-details-extensive-abuses

„ D i e I n terni-
e ru n g v on
i n t e r n v er-
t r i e b e n en Per-
s o n e n v erstößt
Ein hochrangiger EU-Funktionär hat Dezember 1966 abgegeben wurde
g e g e n d as UN- seine Sorge über das Versäumnis
der Regierung zum Ausdruck ge-
und am 23. März 1976 in Kraft trat.

A b k o m men“ bracht, den mehr als 200.000 intern


vertriebenen und in den Wohlfahrt-
Das ICCPR wird von dem Menschen-
rechtskomitee (einem gesonderten
– hochrangiger EU- scamps im Norden untergebrachten Gremium des Menschenrechtsrat, der
Fun k t i o n ä r Personen die Bewegungsfreiheit zu die Kommission über Menschenrechte
gewähren und erklärt, dass dies nicht gemäß der UN-Charta in 2006 ersetz-
im Einklang mit dem Un-Abkommen te) mit ständigem Sitz überwacht, um
steht. Frau Jean Lambert, Präsidentin die von den Mitgliedsstaaten vorge-
der Europäischen Parlamentsdelega- legten periodischen Berichte über
tion (EP) für Beziehungen mit Süd- deren Einhaltung des Abkommens
Asien sagte, dass die verlängerte In- zu prüfen. Frau Lambert fügte weiter
ternierung der intern vertriebenen alarmierend den Bericht der Kommis-
Personen unverhältnismäßig ist und sion auf dieser besonderen Sitzung
gegen wichtige Vorschriften der IC- hinzu, dass „wir nichts gesehen haben,
CPR (Internationale Konvention über um unsere Sorge über das weit ver-
Zivil- und politische Rechte) verstößt. breitete Klima der Ungestraftheit zu
ICCPR ist ein UN-Abkommen – ba- zerstreuen, die zurzeit offensichtlich
sierend auf der universalen Deklara- in Sri Lanka vorherrscht“.
tion von Menschenrechten, die am 16.

Quelle: Daily Mirror Interview


>> http://www.dailymirror.lk/DM_BLOG/Sections/frmNewsDetailView.aspx?ARTID=64001
„ In t e r n i- Tamilische Internierte in Sri Lanka:
„Fast das Leben in der Hölle“

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e ru n g s l ager“ Die srilankische Regierung hat ihre Entschlossenheit bekräftigt, die 280.000 tamilischen

– e i n e weitere Zivilisten in Internierungslagern für einen unbestimmten Zeitraum im eklatanten Verstoß


gegen ihre demokratischen Grundrechte zu halten. Es wurde von Anfang an klar, dass

h u m a n i t äre diese so bezeichneten Camps für Vertriebene Personen nichts anders als gigantische Ge-
fängnisse sind – eingezäunt mit Stacheldraht und bewacht von bewaffneten Soldaten.

K a t a s t r ophe
Der Zustand innerhalb des Camps ist schrecklich. Ein alter Mann, der vor kurzem aus dem
Mank Camp freigelassen wurde, sagte uns: „Das Leben innerhalb des Camps ist wie das
Leben in der Hölle. Wir wurden mit zahlreichen Problemen konfrontiert, nachdem wir
entsteht die von der LTTE kontrollierten Gebiete verlassen haben. Wir waren mehrere Tage ohne
Essen. Wenn wir nach Wasser gefragt haben, wurden wir übel beschimpft. „Schließlich
wurden wir hierher gebracht – zusammengepfercht wie Tiere. Am Anfang wurden Leb-
ensmittelpakete von Fahrzeugen abgeworfen. Wer sie bekam, aß sie. Andere mussten
verhungern. Zahlreiche ältere Menschen starben in den ersten Tagen aus Hunger.“

Quelle: World Socialist News


>> http://www.wsws.org/articles/2009/slcm-s25.shtml

Monsun-Überschwemmungen bedrohen vertriebene Tamilen,


sagt britischer Minister

Ein Viertel der vertriebenen Tamilen haben dringend den humanitären Bedarf, die In-
Quelle: Lokale Quellen ternierungslager zu verlassen, die mit blitzartigen Überschwemmungen während des
srilankischen Monsuns konfrontiert werden, sagte ein britischer Minister nach Besuch
der Flüchtlinge. „Wir werden nicht bereit sein, geschlossene Camps nach dem Monsun
„ D i e M e n s c h e n leiden an zu finanzieren.“
a n s t e c k e n d e n Krankheiten
„Diese sind geschlossene Camps in dem Sinne, dass es keine Bewegungsfreiheit gibt. Die
u n d e i n i g e s i n d gestorben.
internationale Gemeinschaft unterstützte die Regierung, weil diese vorübergehend sein
D i e R e g i e r u n g ver- sollten. Wir möchten aber nicht, dass diese Menschen in anderes camp verlegt werden,
s u c h t , d i e M e nschen mit wir möchten, dass sie heimkehren.“
K r an k h e i t e n z u töten, die
Quelle: The Guardian, GB
i h r e n Wa ff e n zu entkom- >> http://www.guardian.couk/world/2009/oct/06/monsoon-floods-threaten-tamils
m e n u n d n e n n en es einfach
e i n e n a t ü r l i c h e Katastro- Die Verlegung von intern vertriebenen Menschen anstatt
p h e . ” – WSWS ihrer Freilassung muss aufhören: Bischof

Wenn intern vertriebene Personen, die aus den Internierungscamps angeblich freigelas-
sen wurden, in Wirklichkeit aber in Camps in anderen Regionen verlegt werden, ist dies
irreführend und muss aufhören, sagte der anglikanische Bischof von Colombo, Rev. de
Chickera. Der Bischof hat die Regierung dringend gebeten, den Medien den Zugang zu
den Gebieten im Norden zu gewähren und öffentliche Updates über die Arbeit hinsich-
tlich der Umsiedlung der vertriebenen Personen verfügbar zu machen.

Die Erklärung sagt ferner „die fehlende Koordination zwischen den staatlichen Behörden
ist enttäuschend und alle, die für die Implementierung dieser Entscheidung verant-
wortlich sind, sollten die Koordination, das Mitgefühl und das Tempo sicherstellen.“

Quelle: Tamilnet
>> http://www.tamilnet.com/art.htm?catid-13&artid-30309
„ D e r b e v o r s t e hende Mon- Tamilen beim „Fluchtversuch“ aus dem Camp von der Armee
s u n w i r d i n d i esen Camps erschossen
SEITE 4

f ü r l e b e n s b e d rohende
Srilankische Truppen eröffneten Feuer gegen ein Dutzend tamilische Zivilisten, als die
Z u s t ä n d e s o rg en und angeblich versuchten, aus den Internierungscamps zu fliehen, wo sie und weitere 280.00
R i s i k e n f ü r e i ne human- seit Mai festgehalten werden. Die Armee erklärte, die Zivilisten hätten Soldaten mit
i t ä r e K a t a s t r o phe verur- Steinen beworfen, als sie versuchten, aus dem Manik Farmcamp im nördlichen Distrikt
von Vavuniya am Samstag auszubrechen.
s a c h e n ” – Bianca Jagger,
prominente Befürworterin für Dieser Vorfall ist das erste der zahlreichen unbestrittenen Beispiele, in denen die srilank-
Menschenrechte ische Armee das Feuer gegen Zivilisten in den Camps eröffnete. Dies hebt den wider-
sprüchlichen Status der Camps hervor, die von der Regierung „Wohlfahrtsdörfer“ gen-
annt werden und bedeutet einen Verstoß gegen die Verpflichtung der Armee, nicht zu
schießen, wenn Gefangene versuchen zu fliehen.

Quelle: The Times, GB


>> http://www.timesonline.co.uk/tol/news/world/asia/article6851567.ece
„Srilankische „Bei der srilankischen Regierung mit Nachdruck intervenieren“

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Internierungs- Human Rights Watch bat die Weltführer dringend, die srilankische Regierung zur sofor-
tigen Freilassung von mehr als 260,000 vertriebenen Personen aufzufordern, die illegal

lager – Verstoß in Internierungscamps festgehalten werden. HRW erklärte, dass sie besorgt über das
Fehlen von Schutzmechanismen in den Camps und die geheime, isolierte Internierung

gegen interna- – und möglicherweise erzwungenes Verschwinden – von verdächtigen Kämpfern sei.
Schlechte Zustände, Überfüllung und unzulängliche medizinische Behandlung erhöhen

tionale Rechte“
das Risiko von ernsthaften Gesundheitsproblemen während der bevorstehenden Mon-
sunsaison. Human Rights watch erklärte ferner, dass die Behörden nicht offen und ehr-
lich gegenüber den Campbewohnern seien, wann sie heimkehren können und halten sie
– M e n s c h e n r e c h t s o r- in einem Zustand der Angst und Ungewissheit.
gan i s a t i o n e n
Quelle: Human Rights Watch
>> http://www.hrw.org/en/news/2009/09/22/sri-lanka-world-leaders-should-demand-end-detention-camps

„Internierte werden isoliert gehalten“ – Amnesty

„Die Gefahr von schwerwiegenden Verstößen gegen Menschenrechte, darunter Folter,


erzwungenes Verschwinden und außergerichtliche Morde, erhöht sich beträchtlich,
wenn Internierte an Standorten festgehalten werden, die nicht als offiziell anerkannte
Internierungsorte gelten und ordnungsgemäße gesetzliche Verfahren und Sicherheits-
vorkehrungen fehlen, sagte Sam Zarifi, Asien-Direktor von Amnesty International. Viele
dieser Internierten werden nunmehr isoliert festgehalten, d.h. sie haben keinen Kontakt
mit Familienmitgliedern oder Rechtsberater und sind nicht vor Gericht erschienen. Am-
nesty hat bestätigt, dass sich der Standort von mindestens 10 solchen Einrichtungen in
Schulgebäuden und Heimen befindet, die ursprünglich als Vertriebenencamps im Nor-
Quelle: Lokale Quellen den bezeichnet wurden. Es gibt häufig Berichte über andere inoffizielle Standorte von
Internierung anderswo im Lande.

„ D i e M e n s c h e n, die in Quelle: Amnesty International


d i e s e n C a m p s leben, wol- >> http://www.amnesty.org/en/news-and-updates/news/sri-lankan-army-clashes-detainees-20090924

l e n u n b e d i n g t gehen. Die
G e w ä h r u n g v o n Schutz, UN verschärft Kritik an srilankischen Camps
H i l f e u n d R ü c kkehr ist
Walter Kaelin, ein Vertreter des UN-Generalsekretärs, sagte, dass den schwer bewachten
k e i n A k t d e r Wohlfahrt,
Zivilisten die Freiheit gewährt werden sollte, um sicherzustellen, dass die Insel ihre in-
s o n d e r n e i n G rundrecht“ ternationalen Verpflichtungen einhält. „Sofortiger und substantieller Fortschritt bei der
– Amnesty International Wiederherstellung der Bewegungsfreiheit für die Vertriebenen ist zwingend, wenn Sri
Lanka die Rechte ihrer Bürger respektiert und ihre Verpflichtungen nach dem interna-
tionalen Recht einhalten soll“, sagte er in einer hier eingegangenen Erklärung.
„ S o f o r t i g e r u nd substan -
Quelle: APP News
t i e l l e r F o r t s c h ritt bei der
>> http://news.yahoo.com/s/afp/20090929/wl_sthasia_afp/srilankaununrestrights_20090929202750
Wi e d e r h e r s t e l lung der
B e w e g u n g s f r e iheit für die
Die Camps verstoßen sowohl gegen nationales als auch
Ve r t r i e b e n e n i st zwingend,
internationales Recht – ICG
u m s e i n e Ve r p flichtungen
n a c h i n t e r n a t i onalem Re- Zustände in den Camps sind schlecht und verschlechternd. Sie sind überfüllt, mit
c h t e i n z u h a l t e n“ medizinischen Einrichtungen, Zugang zu sauberem Wasser und Sanitätsanlagen sind in-
sgesamt beklagenswert unzureichend. Diese Zustände werden sich mit dem Beginn der
– Herr Kaelin, hochrangiger Monsunsaison dramatisch verschlechtern. Das Militär verhindert Menschenrechtsorgan-
UN-Beamter isationen, darunter die UN und das Internationale Komitee des Roten Kreuzes (ICRC) an
der effektiven Überwachung und Schutz in diesen Camps. Solche Freiheitsbeschränkun-
gen beim Fehlen ordnungsgemäßen Verfahrens sind ein Verstoß gegen nationales sowie
internationales Recht.

Quelle: International Crisis Group


>> http://www.crisisgroup.org/home/index.cfm?id=6335&l=1
T L A P Kon - Auszüge aus der am 29. September 2009 in London ab-
gehaltenen Konferenz über „Sri Lanka: Übernahme der
SEITE 6

f er e n z s erie Verantwortung für die Verstöße gegen Menschenrechte /


a n g e s t o ßen Menschenrecht und Friedensbildung“

Vertriebenencamps in Sri Lanka // Dr. Yolanda Foster, Amnesty International

>> Bis Ende Mai sind weitere 300.000 Vertriebene den Kampfhandlungen entflohen und
werden in mehr als vierzig Camps festgehalten. Infolge dieser Internierung werden ih-
nen nunmehr jede Grundrechte der Freiheit und der Bewegungsfreiheit verweigert. Die
Schlüsselfrage ist, dass den Vertriebenen das Verlassen nicht gestattet wird; sie werden
in der Tat festgehalten ohne Anklage und Verhandlung und dies ist ein Verstoß gegen
die Verpflichtung von Sri Lanka nach internationalem Recht, welches willkürliche Interni-
erung verbietet.

>> Menschen, mit denen ich gesprochen habe, Verwandte von den Vertriebenen, besch-
reiben, wie die Menschen stundenlang Schlange stehen müssen, um Wasserflaschen zu
bekommen und wie die Art der Lebensmittelverteilung in diesen Camps ad hoc vor sich
Dr. Yolanda Foster, geht.
Amne s t y I n t e r n a t i o n a l
>> Kurzum haben sich die srilankischen Camps von Vertriebenen zu Orten willkürlicher
Internierung entwickelt und dies muss sofort aufhören.

>> Amnesty hat glaubhafte und übereinstimmende Berichte erhalten, dass sowohl die
Befreiungstiger als auch die srilankische Regierung im Verlaufe des Konflikts Verstöße
gegen das internationale Menschenrecht begangen haben.

Pressefreiheit in Sri Lanka // Herr Thomas Hughes, IMS

>> Die Arten von Angriffen, mit denen Journalisten im Allgemeinen konfrontiert wurden, um-
fassen alles, von Drohanrufen wegen Verfolgung mit weißen Wagen um verschiedene Orte,
die Bedrohung ihrer Familien und sogar die direkte Einschüchterung oder sogar Vorschläge
von den Behörden, worüber geschrieben werden sollte – wann und wie.

>> Quellen zufolge beriet der srilankische Präsident selbst die Journalisten darüber, was in der
folgenden Woche erscheinen sollte. Die Regierung hat sogar nicht davor gescheut, einzelne
Journalisten als Verräter genannt.

>> Gebiete, in denen die Medien am meisten den Angriffen ausgesetzt sind und kontinuier-
lich bedroht werden, befinden sich im Norden und im Osten. Die tamilischen Medien sind
Herr Thomas Hughes, meistens dem Angriff ausgesetzt und sehr unverhohlen und häufig ohne Rücksicht auf jegli-
che Bedenken hinsichtlich der Pressefreiheit.
stellv. D i r e k t o r,
Inter n a t i o n a l M e d i a S u p p o r t >> Ich glaube, dies reflektiert das Zitat von Lasantha selbst, ist es zu spät, dass di Medien in der
singhalesischen und in der englischen Sprache der Tatsache bewusst werden, dass sich die
Bedrohungen gegen die tamilischsprachigen Medien vervielfachen und auf sie verbreiten.

U m d i e K o n f erenzreden zu hören, besuchen Sie: http://www.youtube.com/tlapm e d i a

Deutschland Schweiz
Spenden- Tamil Diaspora e.V. Tamil Peace Activities
konto Sparkasse Bochum
BLZ: 430 500 01
Postfinance
Konto-Nr: 85-70339-8
Konto-Nr.: 33422262
Die Rechtsstaatlichkeit und die Unabhängigkeit des Anwalt-
stands in Sri Lanka // Frau Michelle Butler, Matrix Chamber / Delegierte von IBAHARI

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>> Die IBAHRI-Delegation in Sri Lanka stellte fest, dass dass es ein eskalierendes Klima der
Angst unter den meisten Mitgliedern des Anwaltsberufs in Sri Lanka gibt. Es sind keine vere-
inzelten Fälle, leider sind es lediglich ein Teil eines breiten Musters der Einschüchterung, die
routinemäßig unter allen Schichten der bürgerlichen Gesellschaft zum Ausdruck gebracht
wird.

>> Die Angriffe stammen aus sehr unterschiedlichen Sphären, eine von denen von der Polizei,
von dem Verteidigungsministerium und von unbekannten Gruppen von Einzelpersonen, die
in der Umgangssprache als Todesschwadron genannt werden. Was die Polizei betrifft, wer-
den die Rechtsanwälte in der Regel bedroht, wenn sie eine Polizeistation besuchen.

Frau Michelle Butler, >> Noch alarmierender ist die Tatsache, dass einige von ihnen, die das Klima der Einschüchter-
ung schaffen, von dem Verteidigungsministerium stammen.
Recht s a n w ä l t i n ,
Matri x C h a m b e r >> Die Justiz lässt bis dato die Fortsetzung dieser kulturellen Unreinheit und deren Blühen zu
und diese Frage wurde von dem ehemaligen Chef des Obersten Gerichtshofs, Sarath de Silva,
verschärft, der im Juni 2009 sein Amt verließ. Seit Juni 2009 wurde eine neuer Chef des ober-
sten Gerichtshofs eingesetzt, und es gibt eine große Hoffnung, dass der neue Chef nicht in die
Fußstapfen seines Vorgängers treten wird.

Die Suche nach Gerechtigkeit für Opfer von Verstößen gegen


Menschenrechte und humanitäres Recht // Dr. Lutz Oette, Dozent, SOAS

>> Auf den Kanälen, die auf einer internationalen Ebene verfügbar sind als eine Alternative
zu dem heimlichen System, das in der Lage ist, für jegliches Maß an Gerechtigkeit zu sorgen.

>> Es gibt ein großes Maß an Ernüchterung auf Seiten der Rechtsanwälte mit dem Mangel an
Effektivität des UN-Menschenrechtskomitees. Eine Reihe von Anwälten haben Probleme mit
dem Mangel an Zeugenschutz, der es sehr erschwert, die fälle eng zu verfolgen. Ich denke im-
mer noch, dass das UN-Menschenrechtskomitee eine sehr wertvolle Aufzeichnung über die
Vestöße liefern kann, für die der Staat verantwortlich ist.

>> Es gibt etwas, was zivile universale Gerichtsbarkeit genannt wird, die bedeutet, dass sie in
der Lage sein können, einzelne Straftäter vor den britischen Gerichten belangen können.
Dr. Lutz Oette,
>> Vor kurzem wurde der versuch geändert, um auf mehr mittlere Beamte abzuzielen, wo es
Doze n t ,
wichtige beweise gibt und schwerwiegende Verstöße gegen Menschenrechte gibt.
SOAS
>> Wenn Sie diese Verstöße vor einem britischen Gericht oder in einem anderen land offen
legen können, wäre dies ein großer Erfolg im eigenen Recht.

>> Gerechtigkeit und die Übernahme der Verantwortung sind sehr wichtig Voraussetzungen
für die Versöhnung und den Frieden.

U m d i e K o n f erenzreden zu hören, besuchen Sie: http://www.youtube.com/tlapm e d i a


I nt e r n a tion- Chef von UN-Menschenrechten kritisiert srilankische Regierung
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a l e F o r derung Die UN-Hochkommissarin für Menschenrechte, Navi Pillay, kritisierte am 14. Oktober
die srilankische Regierung wegen der fehlenden Reaktion auf unsere zahlreichen Bit-

n a c h „ u nab- ten um eine internationale Untersuchung dessen, was wir weit verbreitete Aktionen von
der Tötung von Zivilisten nennen.“ Sie sagte, dass ein solches Ersuchen auch von dem

h ä n g i g e r Un - UN-Generalsekretär gerichtet wurde, und dass wir sehr eng mit dem Generalsekretär
zusammenarbeiten, um den Präsidenten von Sri Lanka an sein Versprechen zu erinnern,

t e r s u c h ung“
dass er sich mit der Frage der Übernahme der Verantwortung befassen würde, so dass
wir wissen möchten, welche Art Mechanismus es aufbaut.“ Der Chef von UN-Menschen-
rechten sagte, „wir haben darauf hingewiesen, dass sie in der Vergangenheit versucht
haben, nationale Untersuchungen über sehr ernsthafte Aktionen von Ermordungen an
Mitarbeitern von nicht staatlichen und humanitären Organisationen abzuhalten, und
dass diese Untersuchungen eingestellt wurden.“ „Sie haben keine weiße Weste bei der
Durchführung von ernsthaften Untersuchungen. Ich führe nunmehr Diskussionen mit
dem Generalsekretär darüber, welche Art Mechanismus akzeptabel wäre. Wie ich aber
sagte, dass die Regierung im Endeffekt diesen Anregungen widersetzt.

Quelle: The Examiner


>> http://www.examiner.com/x-16024-Europe-Policy-Examiner-y2009m10d15-UN-human-rights-chief-
criticizes-Sri-Lankan-government

Quelle: examiner.com Gerichtsmedizinische Analyse bestätigt die Echtheit des


Exekutions-Videos, sagt US-Gruppe
„ S i e ( S r i L a n k a) haben Ein notarieller Bericht der ersten Feststellungen von einer in den USA ansässigen foren-
k e i n e w e i ß e Weste bei der sischen Firma, die nahezu drei Armee (SLA) gezeigt werden, die nackte und mit hinter
ihrem Rücken gebundenen Händen tamilische Gefangenen außergerichtlich töten,
D u rc h f ü h r u n g von ernst-
sagte, dass “das Video und das Audio der in dem Video dargestellten Ereignisse kon-
h a f t e n U n t e r s uchungen“ tinuierlich waren – ohne jeglichen Nachweis von Start/Stopp, Einfügungen, Löschun-
– UN-Hochkomm issar für Men- gen, Überaufzeichnungen, Filmbearbeitungen oder Verfälschung irgendwelcher Art.”
US Pressure Group, Tamils Against Genocide (TAG), die die Studie gesponsort hatte,
schenrechte
verhängte ein Verbot über die Preisgabe der Details der forensischen Firma, bis der Ab-
schlussbericht Anfang November fertig gestellt ist. Wichtige in dem Vorbericht aufge-
listete Feststellungen besagen, dass kein Nachweis von Verfälschung oder Filmbearbei-
tung in den Video- oder in den Audioteilen des Videos entdeckt wurden. Philip Alston,
der UN-Sonderermittler über außergerichtliche, Massen- oder willkürliche Exekutionen,
hatte vorher srilankische Untersuchungen als nicht unabhängig zurückgewiesen. Er
sagte, „der einzige Weg, dies zu tun (das Video für echt zu erklären), ist die Durchführung
einer unabhängigen und unparteiischen Untersuchung.“

Quelle: Tamilnet Quoting the forensic report


>> http://www.tamilnet.com/art.html?catid=13&artid=30466

Quelle: JDS USA sollen Druck für „internationale, unabhängige


Unter-suchung“ ausüben – HRW Experte
„ We g e n d e r K ampfhand- Die srilankische Regierung hat sowohl internationale als auch lokale Medien sowie Men-
l u n g e n u n d d e s Artiller- schenrechtsorganisationen ferngehalten und sichergestellt, dass die Zeugen ihres Miss-
brauchs in den Camps sicher gesperrt sind und hat diejenigen behelligt und verfolgt,
i e f e u e r s z o g e n wir in die
die den Mut hatten auszusprechen, Ärzte, Aktivisten und Journalisten. Sie hat sogar aus-
f e u e r f r e i e Z o ne. Wir kon- gesprochen UN-Funktionäre ausgewiesen. Sri Lankas Nervosität hat bis jetzt keine wes-
n t e n d o r t u n t e rkommen“. entlich Verbesserung der Menschenrechtsfragen ausgelöst, und es gibt keine Anzeichen,
dass die Regierung eigentlich ihre Politik überdenkt. Die Vereinigten Staaten haben eine
Wo i m m e r w i r Bunker bau-
besonders wichtige Rolle bei der Frage der Verantwortlichkeit zu spielen. Sie sollte ihren
t e n , r o c h e s n ach Toten“ Einfluss bei der UN geltend machen, um eine internationale, unabhängige Untersuchung
– BBC zitiert Augenzeugen über die Verstöße gegen das internationale Recht in Gang zu setzen.

Quelle: Anna Neistat, Human Rights Watch in Foreign Policy in Focus


>> http://www.fpif.org/fpiftxt/6504
B e s i e d l ung Colombo hat Pläne, den Norden mit buddhistischen
Singhalesen zu besiedeln

SEITE 9
u n d L a ndbe - „Die Regierung von Sri Lanka ist aktiv daran beteiligt, die Distrikte Kilinochi, Mullaithivu

s et z u n g in und Jaffna mit buddhistischen Singhalesen zu besiedeln, sagte Suresh Premachandaran,


Parlamentarier aus Jaffna von der TNA (Tamil National Alliance), auf einer in seinem

t a m i l i s c hen Büro in Jaffna abgehaltenen Pressekonferenz am Montag. Er beschuldigte ferner die Re-
gierung wegen der Nichtannahme der Hilfe von der internationalen Gemeinschaft für

Gebieten
Minenentfernung in Vanni, weil sie nicht will, dass Ausländer die Massengräber von Zivi-
listen sehen, die von ihren Streitkräften während des Kriegs in Vanni getötet wurden. In
Kilinochi wurde ein großes Camp der SLA auf einem 150 Acker Gelände gebaut und die
Dörfer um das Camp werden mit buddhistischen Singhalesen besiedelt. Eine große bud-
dhistische Vihara gebaut mit der Behauptung, dass es genauso alt ist wie die im Süden,
um das traditionelle Homeland der Tamilen in Vanni zu stehlen. Dies ist Teil eines großen
Plans für die Besiedlung großer Gebiete im Norden, um die ethnische Demografie zu
ändern. „Zahlreiche kleine buddhistische Viharas werden entlang der Straße A9 in Vanni
zwecks religiöser Aktivitäten von buddhistischen Singhalesen gebaut, die vom Süden
gebracht werden. „Ähnliche Pläne sind zugange, um rund 30% des Landes in den Distrik-
ten Mullaithivu und Kilinochi zu besetzen“.

Quelle: Tamilnet zitiert die Presseerklärung von der Tamil National Alliance
>> http://tamilnet.com/art.html?catid=13&artid=30392

Quelle: EV
Srilankische Regierung bedeutet für „Singhalesen“ den
Norden und den Osten
„ We r t v o l l e A n tiquitäten,
d i e v o n d e n a r chäolo- Ermutigt durch die Regierung kommen zwischenzeitlich Tausende von Singhalesen in
den Osten, um das land wiederzugewinnen, von dem aus die LTTE sie oder ihre Eltern
g i s c h e n F u n d orten und
verfolgt haben. Dieses verbirgt das Risiko, Konflikte mit den Tamilen und Muslims zu
D e n k m ä l e r n i n Vanni von verursachen, die das Land zurzeit bewirtschaften, und verstärkt den Glauben bei den
d e n B e s a t z u n gskräften von Tamilen, dass die Regierung für die „Singhalesen“ den Norden und den Osten bedeutet.
In Irakandy, eine kurze Strecke von Trincomalee, 1050 Singhalesen, die über 350 Fami-
S r i L a n k a g e s tohlen wur-
lien verkörpern, haben sich gesammelt, umden Anspruch für das das Land geltend zu
d e n , w e r d e n n unmehr auf machen, von dem sie 1985 vertrieben wurden. Viele von ihnen, die nunmehr dort leben,
d e m A n t i k m a r kt in Colom- besitzen Dokumente, die die Anspruch belegen, das Land käuflich verpachtet zu haben.
Dennoch sind die Neuankömmlinge, die unter dem Schutz der Armee in einem nahe ge-
b o v e r k a u f t “ – Tamilnet
legenen Gemeindezentrum leben, überzeugt, dass sie ihr angestammtes Land und mehr
bekommen würden. Dies ist Besorgnis erregend. Solange die Tamilen von einem rassis-
tischen singhalesischen Staat missbraucht fühlen, kann der Konflikt wieder aufflammen.
Die ökonomische Entwicklung ihrer zertrümmerten Regionen, die die Regierung plant,
kann dies kaum verändern. Daher der kontinuierlich geführte Kriegszustand der Re-
gierung, aber dies verstärkt wiederum die verstärkten Klagen von Tamilen.

Quelle: The Economist


>> http://www.economist.com/world/asia/displaystory.cfm?story_id=14564948&fsrc=rss

Besiedlung des angestammten Tamillands in der Ostprovinz


Before 1983
Quelle: sangam.org P. Ariyanenthiran von der TNA (Tamil national Alliance) im Distrikt Batticaloa sagte, dass
singhalesische Familien aus dem Süden das Dorf Choaliyaamadu im Regional-Bezirkssek-
retariatgebiet im Distrikt Batticaloa besiedelt haben. Choaliyaamadu ist ein in dem Ge-
„ D i e B e h a n d l ung von biet an der Grenze des Distrikts Ampaarai gelegenes traditionelles tamilisches Dorf in der
Ta m i l e n d u r c h die srilank- Ostprovinz. 60 tamilische Familien entflohen Choaliyaamadu in 1990 wegen der Offen-
siven der srilankischen Armee (SLA) und die von der Regierung besiedelten srilankischen
i s c h e R e g i e r u ng ist eine
Familien bauen nun Häuser und Läden, sagte Ariyanenthiran. Die srilankische Regierung
L i t a n e i u n d k ulturelle ist eindeutig daran interessiert, die Tamilen in ihrem angestammten Homeland in der Os-
Ve r n i c h t u n g u nd Gräueltat tprovinz loszuwerden und es handelt sich um nichts anders als den strukturellen Völker-
mord an Tamilen, wies der Parlamentsmitglied hin.
g e g e n M e n s c h enrechte“
– Ian Cohen, österreichischer Quelle: Tamilnet zitiert tamilische Parlamentarier
Politiker >> http://www.tamilnet.com/art.html?catid=13&artid=30401
„Als „ …auf den Bunker un -
SEITE 10

d i e G r anaten ein-
s c h l u g e n , v e rsuchten mittelbar rechts neben
w i r, u n s e r l e ben ohne uns schlug eine Granate
B l u t o d e r M edizin zu und sechs Mitglieder
retten“ der gleichen Familie
starb en “
Quelle: guardian.co.uk

B r i t i s c he Augenzeugin erzählt über srilank-


i s c h e s Massaker – A uszüge aus dem UK Guardian Interview
Damilvany Ganakumar, eine fach auf dem Flur abgelegt, und es war das o „Es gab so viele Ereignisse. Ein anderes
25-jährige britische Tamilin, die erste mal, dass ich tote und verwundete Mal war die Mutter tot und Baby saugte
den Horror des Konflikts miter- Menschen sah, die schrieen. „ immer noch.“
lebt hatte, erzählt Gethin Cham-
berlain ihre Geschichte. Sie er- o „Mit der Verschärfung der Kampfhand- o „An einem tag war ich innerhalb des Op-
lebte den blutigen Konflikt von lungen wurden jeden tag fast 500 Leute in erationssaales und das nächste Zimmer
Sri Lanka von einem tamilischen zwei Zimmern behandelt. In den letzten wurde bombardiert.“
Krankenhaus. Hier sind einige zwei Wochen fehlte praktisch alles.“
Auszüge: o „Sie (die srilankischen Streitkräfte) bom-
o „Ich beobachtete einen sechsjähri- bardierten erneut das Krankenhaus und
gen Jungen, sagte sie. „Sie mussten ihm einer der Ärzte kam dabei ums Leben.“
o „Die junge Mutter stand am Straßen- das Bein und auch den Arm abnehmen,
rand und klammerte fest an ihrem Baby. aber sie hatten nicht die entsprechenden o „Ich glaubte nicht, dass ich am Leben
Das Baby war tot. Wegen der Artillerie- Geräte, sie nahmen einfach ein Messer, sein würde und wünschte ich wäre nun
granaten musste sie das baby am Straßen- das der Metzger benutzt, um das Fleisch hier. Ich sagte mir OK, ich werde sterben,
rand verlassen.“ zu schneiden, und wir mussten es benut- es ist das Ende.“
zen, um sein Bein und den Arm abzuneh-
o „Es regnete und man konnte überall auf men. Er schrie, schrie und schrie.“ o „In den letzten fünf Tagen, sagte sie,
der Straße das mit dem Wasser fließende waren ihrer Auffassung nach ca. 20.000
Blut sehen und die Körper, weil niemand o „Eine Mutter hatte das Baby auf ihrem Menschen gestorben.“
dort war, um festzustellen, wer tot und Schoss, das Baby ist tot und die Mutter
wer am Leben war. Die Körper wurden ein- wusste aber nicht.“

Quelle: The Guardian, GB


>> http://www.guardian.co.uk/world/2009/sep/15/sri-lanka-war-on-tamil-tigers
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„Die brutale Politik der Apartheid wurde vor de n
Augen der Völker der Welt angewandt… im Na-
men dieser rassischen Vorherrschaft wurde Mor d
mit Ungestraftheit begangen. Können die Verei n t e n
Nati onen nichts tun, um dies zu stoppen?“
-Che Guevara, Rede an die UN

L e i t a r t i kel: Südafrikanische Lektionen und Sri Lanka


Die Welt hätte nicht die jetzige Entwick- erte die Diskriminierung in der Verfassung eine historische Notwendigkeit als Ant-
lung Südafrikas erlebt, wenn es nicht durch die Entrechtung von Millionen von wort auf kalkulierte völkermordähnliche
konzertiert gegen sein Apartheidregime Tamilen als staatenlos und durch die Ver- Unterdrückung. Wie das Massaker von
gehandelt hätte. Die weiße Vorherrschaft weigerung des gleichen Status in 1956. Soweto die Aufmerksamkeit der Welt auf
führte die Apartheid ein, um die unrech- Ungerechtigkeiten und systematische Dis- Südafrika lenkte, rechtfertigt das Mas-
tsmäßige Rassendiskriminierung zu legiti- kriminierungen in der Bildung, Beschäf- saker an Zivilisten in der feuerfreien Zone
mieren. tigung, wirtschaftlicher Entwicklung und die Aufmerksamkeit der Welt. Ein Waffen-
gleichen Chancen entfremdete ethnische embargo wurde von den USA und der EU
Das Massaker von Sharpville von 67 Tamilen. Das srilankische Militär blieb nur in Gang gesetzt, die nun nach einer una-
eingekapselten Menschen zeigte den Singhalesen vorbehalten. Es gab keine bhängigen Untersuchung der Verbrechen
Zustand des Apartheidregimes. Im April gesetzlichen oder öffentlichen Mechanis- gegen die Menschlichkeit drängen.
1960 der UN-Sicherheitsrat (UNSC) men, um die Beschwerden von Tamilen
änderte seine konservative Haltung über wieder gutzumachen. Das 20. Jahrhundert hat die Politik der
die Apartheid und entschloss sich erstma- Apartheid erlebt, die die Menschlichkeit
lig für eine weiche Aktion mit dem Verlan- Das Tamilland wurde systematisch von geschändet hat. Das 21. Jahrhundert
gen für ein Ende der Apartheid. den Singhalesen besiedelt und die erlebt den strukturellen Völkermord
Tamilen wurden zwangsweise intern ver- an dem tamilischen Volk. Wie in Süda-
UNSC handelte nicht bis zum Sowe- trieben. Das srilankische Regime hat Ban- frika kann nur eine konzertierte Mas-
to-Massaker, um eine obligatorisches tustan erfunden und implementiert – ein senaktion – kombiniert mit UNSC – die
Waffenembargo in Gang zu setzen. Es ist Besiedlungsprogramm, welches nunmehr politische Unterdrückung von Tamilen
die effektive Wirtschaftssanktion gegen in Sri Lanka angewandt wird, wobei die beenden und eine Veränderung in Sri
Südafrika durch die Mitgliedstaaten und Menschen entwurzelt werden, um sie zu Lanka herbeiführen.
das weltweite Boykott bei weitem, die den nicht zusammenhängenden Enklaven von
Druck auf das Apartheidregime ausübte. Tamilen zu bewegen. Gewaltlose Stim- „Die Ungerechtigkeit irgendwo ist eine
men gegen die diskriminierende Politik Bedrohung für die Gerechtigkeit überall.“
Ethnische Diskriminierung in Lanka hat wurden durch Gewalt unterdrückt. Der Ir- - Martin Luther King
ihre eigenen Wurzeln. Sri Lanka legalisi- rgang des bewaffneten Widerstands war
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EVENT HIGHLIGHT Oktober 2009 >> Infoabend, über die Lage in Sr i


Lanka unter dem Titel “Krieg ist zu Ende, wie g e h t
es weiter?”
* Die bevorstehenden Events der Tamil Diaspora werden auf
der Homepage von Tamil Diaspora bekanntgegeben. Ihre
Mitwirkung und Unterstützung werden sehr begrüßt.

Tamil Diaspora in Deutschland und in Tamil Diaspora strebt eine Zukunft


der Schweiz ist eine unabhängige, ge- an, in der alle gleichermaßen volle
Über unsere meinnützige Wohlfahrtsorganisation
mit Sitz und zugelassen in Deutsch-
Gerechtigkeit und Menschenrechte
nach den international vereinbarten
Organisation land und in der Schweiz, um Gerech-
tigkeit, Gleichheit und Menschenrech-
Grundsätzen erzielen. Tamil Diaspora
glaubt auch, dass zahlreiche Gemein-
te für die tamilische Gemeinschaft in schaften rund um die Welt von dieser
Sri Lanka zu fördern und zu schützen. Arbeit profitieren werden.

Wie Sie uns unterstützen können


Zusammen werben Freiwillige Spenden

Treten Sie unserer Kampagne bei und Tamil Diaspora sucht Freiwillige, die an Tamil Diaspora wird zurzeit von freiwilli-
unterstützen sie, um internationales Be- unseren Projekten für die Befürwortung gen Spenden ihrer Wohltäter unterstützt.
wusstsein für die Verwirklichung unserer von Gerechtigkeit, Frieden und Stärkung Ihre großzügige Hilfe kann uns helfen,
Missionen und Vision zu schaffen. Tamil anderer Gemeinschaften mitwirken weitere Projekte im Zusammenhang mit
Diaspora möchte auch andere Kampag- möchten. unseren Zielen und Visionen zu imple-
nen unterstützen, die unserer Vision mentieren.
entsprechen.

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Für weitere Infos über die Organisation: www.tamillap.org

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