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MUSSERT, APRIL

1944

Es gibt nur einen Weg

Harte nüchterne Tatsaehen bilden unsere Grundlage

E s ist in dieser Zeit gewifi nicht einfach Dichtung von Wahrheit undNebensachen von Hauptsaclicn

zu unterscheiden. Der Niederlander Hebt es im allge- meincn selbstbewufit zu denken und zu sagen, daB er sich unter keinen Uinstanden hinters Licht führen

durch Propaganda beeinfluBen lasse. E r weiB,

was er weiB und auf Propagandageschwatz laBt er sich nicht ein. So denkt er, also denken wir auch so. Aber ist es auch so? Leider nicht. Wenn es so ware, hatte er sich vor 1940 niemals weisrnachen lassen, daB es sehr vorteil- haft für unser Volk sei die Butter zu 25 Cent das Pfund nach England zu verkaufen und selber teurere Margarine zu essen. E r würde es nicht zugelasscn haben, daB die niederlandischen Bauein Speek zu Spottpreisen nach England Iiefern muflten, so daB Millionen Gulden zuzuzahlen waren. E r würde die

und

Vernichtung von vielen Millionen Kg . Gemüse — dieses verruchte Ansinnen — nicht hingenommen

haben.

E r hatte sich nicht einreden lassen, daB

30.000

Juden aus Deutschland eine willkommene

Verstarkung der niederlandischen Volkskraft seien. Er würde das Marchen von den Papptanks der deut- schen Wehrmacht nicht geglaubt haben. E r würde

Tranen gelacht haben über die Kraft der freiwilligen Heimwehr des „Generals" Duymaer van Twist. E r würde es lacherlich gefunden haben, dafi von den

40.000 Volksschullehrein 30.000 zu groBc Klassen

hatten und 10.000 nichts tun durften. E r würde die

Arbeitslosigkeit von Hunderttausenden — eine wahre

E r

würde gewuBt haben, daB die sog. pazifistischen Bestrebungen nichts anders waren als die Propaganda

für die Wehrlosigkeit Europas, wahrend Moskau eine ungeheure und noch nie dagewesene Kriegs-

rüstun g i n der Stille und geheimnisvollen Weite des

aber

Nationalsozialisten, die von

1931 an die Wahrheit sagten und die Augen offen hielten, geglaubt haben. Aber er glaubte uns nicht, demi er lieB sich durch die N.S.B.-Propaganda nicht bluffen! E r war gefeit gegen Propaganda! Und au» purer Angst diese propagandistische Unempfind- lichkeit zu verlieren, war er das willenlose Opfer der englisch-niedcrlandischen plutokratisehen und demo- kratischen Propaganda, die gipfelte in dem Skandal der Maitagc von 1940. Denn es ist ein Skandal, mit groBem Larm und Bluff das Vatcrland mit 300.000 Mann zu verteidigen, um nach 4 % Tagen, wahrend 290.000 Mann noch keinen Feind gesehen hatten, bedingungslos die Waffen zu strecken, nachdem die Verantwortlichen sich in Sicherheit gebracht hatten. Wie unsaglich tief der Abgrund ist, in den unser Volk damals stürzte, ist noch nicht abzusehatzen, dennjeden Tag fallen wir noch etwas tiefer und es laBt sieh noch nicht sagen, ob der Boden bald erreicht sein wird. Nun ist es das Kennzeichen eines jeden wahren Niederlanders, daB er aus diesem Abgrund empor- steigen will, nicht nur für sich persönlich, ja sogar nicht einmal an erster Stelle für sich. E r will sein Volk, das er Hebt und dem er sieh von ganzen Herzen und mit jeder Faser seines Körpers verblinden fühlt, emporsteigen sehen um wieder einen ehrenvollen Platz inmitten der Völker einzunehmen.

Volkspcst bekampft und

überwunden haben.

Ural und Sibirien fertigstellte. E r würde

genug! E r würde uns

Weieher Weg mul! dazu beschritten werden? Nicht alle, die einen Weg gehen wollen, der dein unseren entgegengesetzt ist, sind Taugenichtse oder Narren, nicht alle, die glauben in dieser Zeit nichts für unser Volk tun zu können und daher sehr sorglos zu Hause Geige spielen oder Romane lesen sind faule, gleich- gültige Egoïsten, die denken „jeder für sich und Gott für uns alle". Unter ihnen befinden sich sehr wertvolle Krafte, die begeisterte Kampfer für die Auferstehung von Volk und Vaterland werden können, wenn sie davon überzeugt sind, daB es einen Weg gibt, der aus dem Sumpf der Gegenwart 1'ührt. Fü r diese will ich nun eine nüchterne und sachliche Darstellung geben auf Grund unverkennbarer Tatsaehen mit der Absicht zu beweiscn, daB es nur einen einzigcn Weg gibt. Den Weg, der also gegangen werden maas.

TATSACHEN

1. Ei n Teil der deutschcn Wehrmaeht vernichtete

die polnische i n 18 Tagen und die französisch-belgische in sechs Wochen, nachdem sie nebenbei die Engla'nder bei Dünkirchen ins Meer geworfen hatte.

Daraus ergab sich, daB die deutsche Wehrmaeht ungleich viel starker war als die übrigen europaischeii Heere zusammen.

kanipft ein sehr bedeutender Teil

der deutschen Wehrmaeht gegen die Bolschewisten. Die Deutschen sind bis Stalingrad gekommen und sind jetzt wieder fast auf ihre Ausgangsstellungen zurück- gezogen; zu ihrem Vergnügen sind die Deutschen nicht zurückgegangen. Es ergab sich, daB Sowjet- ruBland — oder besser Sowjeteurasien — bedeutend starker war als irgendjemand in Europa für möglich gehalten hatte. Die „Befreiung" Europas durch den

2. Seit Jun i 1941

Kommunismus in Panzern war gewifi schon griindlich vorbereitct. SowjetruBland ist für die deutsche Wehr- maeht eine harte Nufl, im Vergleich dazu ist Polen von 1939 ein Kibitzei und ist Frankreieh von 1940 ein Hühnerei.

3. Wahrend Deutschland in dem Kampf mit den

Sowjets verwickelt war, haben die Englander mit Hilfe der Kanadier, Australiër, Südafrikaner usw. Nordafrika erobert. Von wem? Von Italien und Deutschland? Verzeihung! Von Italien, dem einige Zehntausend deutscher Soldaten halfen und das von Anfang an durch seinen Iilliputkonig und dessen Badoglios verraten wurde, die zusammen dafür Sorge trugen, daB Munition, Benzin und Lebensmittel auf dem Wege zur nordafrikanisehen Front diese Front nicht erreichten, so daB die Soldaten zurück muBten.

4. Wahrend Deutschland dem 1940 besiegten

Frankreieh die Verwaltung von Marokko belieB und

sogar Südostfrankreich unbesetzt lieB, knüpften die Vereinigten Staaten von Nordamerika Beziehungen mit Leuten in der Umgebung des Marschalk Pétain

durch Verrat i n den Besitz Marokkos zu ge-

langen. So „eroberten" die U.S.A. Nordwestafrika.

5. Wahrend der König von Italien alle heilige

königliche Entrüstung mimte allein schon bei der Frage, ob er seinen Bundesgenossen verraten würde, wurde der Verrat vollzogen. So „eroberten" die Alliierten Sizilien und Süditalien und so gelangten sie in den Besitz der italienischen Flotte, deren Be- mannung in Malta mit Recht von Bord geworfen wurde. Danach teilten sie die Beute. Moskau bekam ein Drittel der Flotte und den Bürgermeisterposten der Hauptstadt Süditaliens, Neapel. Seitdem sind die Sowjets eine Mittelmeermacht.

an um

6.

Im Winter von 1939 40 verteidigten sich die

Finnen gegen die Sowjets. Die Vereinigten Staaten und England (um von den Anhangern hier zu Lande nicht einmal zu reden, man denke an die besonderen Bittgottesdienste) erschöpften sich in Bewunderung vor dem kleinen finnischen Heldenvolk, das sich gegen den barbarischen Uberwaltiger zur Wehr setzte. Zur Zeit sind es England un die Vereinigten Staaten, die die Finnen bedrohen, weil sie sich nicht auf Gnade und Ungnade den Kommunisten ergeben.

7. England und Frankreieh haben 1939 Deutsch-

land den Krieg erklart weil Deutschland Danzig zu- rück haben wollte und die freie Verfügung über einen Korridor durch Polen nach OstpreuBen. Keinen ein- zigen Quadratkilometer durfte Polen abtreten; Eng- land (und dahinter die Vereinigten Staaten) garan- tierte die Integritat. Jetzt, im Jahre 1944, steht fest, daB Stalin auf der in Teheran abgehaltenen Konferenz zumindest Ostpolen für SowjetruBland beansprucht hat und daB weder England noch Amerika eine Möglichkeit sahen diese Forderun g zurückzuweisen. Wenn die Polen das 1939 gewuBt hatten

8. England und die Vereinigten Staaten hatten

zusammen sehr feierlich eine Atlantik-Charta ge- macht, und dabei allen kleinen Nationen Friede, Freiheit und Unabhangigkeit versprochen. Nach ein- ander bedrohen sie neben Finland jetzt auch auf alle mögliche Art Portugal, Spanien, Argentinien, Irland und die Türkei, weil diese Lander ihre Neutralitat nicht aufgeben und nicht mit England und Amerika gemeinsame Sache machen wollen.

9. Die Landung in der Bucht von Salerno brachte

die Englander und Amerikaner zum ersten Mal nach

Dünkirchen in Kampfbcrühiung mit deutschen Trap- pen, die jetzt nicht mehr wie in Nordafrika und auf Sizilien von italienischen Veriatem umgeben waren, In schnellem Tempo sollte der Marseh auf Rom er- folgcn. Noch vor Weihnachten 1943 Fremdenführung in der St. Peterskirche und einen Bummel über die Via Vitorio Veneto Sie sind bis Cassino und Nettuno gekommen trotz Zusammenziehung der Luftflotte, schwerer Schiffs- artillerie, Panzer und was weiter zu einer Material- schlacht grofien Ümfangs gehort. Ihnen gcgenüber steht nur ein kleiner, sehr kleiner Teil der deutschen Wehrmaeht.

10. Seit Monaten tobt der Kamp f i m Osten und

bmdet dort Millionen deutscher Soldaten. Seit Mo- naten drohen England und die Vereinigten Staaten mit einer Invasion im Westen. Sie haben bis jetzt die Landung nicht gewagt. Einen Teil der deutschen Wehrmaeht gegeniiber ihrem Invasionsheer zu finden ist ihnen noch immer zu gefahrlieh. Sie beschranken sich auf Luftangriffe, auf Vernichtung europaischer (deutscher, italieniseher, französischer, niederlandi- scher usw.) Stadte und europaischer Kulturgüter.

SCHLUSSFOLGERUNG

Dies sind nun zehn Tatsachen, deren Richtigkeit niemand bestreken kann. Harte, nüchterne, sachliche Tatsachen. Obsehon sie um viele erganzt werden könnten, will ich es hierbei bewenden lassen, weil sie für die SchluBfolgerung ausreichen, die unsere Hal- tung entscheidet.

Wenn Deutschland

unterliegt, gibt es keine Macht in der Welt, die verhin-

dern kann, dafi, wie der südafrikanisch-britische Feld-

Diese

SchluBfolgerung lautet:

marschall Smuts es ausdrückte, der Kommunismus über Europa hinwegschreiten wird.

Niemand kann leugnen, daB SowjetruBland sofort um Osteuropa erweitert werden würde, namlich um Estland, Lettland, Litauen, Ostpolen, Bessarabien.

Niemand kann bestreken, daB eine neue Tschecho- slowakei unter Benesch im sowjetischen Geist und im Sowjetverband gebildet werden würde und daB ein neues kommunistisehes Jugoslawien unter Tito als Stalins Vertreter entstehen würde. Niemand kann bestreken, daB die Türkei die Dar- danellen würde öffnen müssen um die sowjetische Mittelmeerflotte mit SowjetruBland in Verbindung zu bringen. Niemand kann bestreiten, daB ein geschlagenes nationalsozialistisches Deutschland mit zerstörten Stadten die naturgegebene Beute des Kommunismus sein würde. Auch wenn SowjetruBland nicht einmar- schieren würde, dann würde Stalin doch auf jeden Fall dafür sorgen, daB eine in Moskau gebildete kom- niunistische deutsche Regierung die Führung über- nehmen würde. Ei n Bündnis SowjetruBlands mit Sowjetdeutschland und den sowjetischen osteuropai- schen Staaten würde die Folge davon sein. Dann ist ein europaisch-asiatischer Sowjetverband entstanden, der 300 bis 400 Millionen Menschen umfaBt. Die Kraft dieses Blocks ist bedeutend gröBer als die Kraft des heutigen SowjetruBland. Un d das ist noch das wenigste, was wir zu erwarten haben. In Anbetracht der Starke des heutigen Sowjet- ruBland und unter Berücksichtigung der Tatsache, daB ein Teil der Kraft des heutigen Deutschland so groB ist, daB eine Invasion in Europa England und Amerika sehr fragwürdig erscheint, muB es jedem einleuchten, daB, wenn die Angelsachsen Westeuropa

gegen den Kommunismus sehützen wolken, sie ein- faeh nicht die Mögliehkeit dazu hatten. Sie werden dann gewifi sehr froh sein, wenn sie mit dem Kommu- nismus im eignen Lande fertig werden. Eine Besetzung Westeuropas durch England und Amerika kann niemals standhalten. Sie kann höch- stens von kurzer Dauer sein, ahnlich wie 1918 auch vorübergehend Teile von RuBland besetzt wurden. Aber über kurz oder lang miiBten diese Truppen zurückgezogen werden und Sowjeteuropa ware eine Tatsache. Diese Besetzungszek warden unsere Geldmagnaten und die mit ihnen verbundenen Intellektuellen dazu benutzen ihre Koffer zu packen, die Pfarrer gingen nach Sttdafrika und Kanada, die Priester würden in Amerika eingestellt werden. Wie viele würden noch abreisen können? Zehntausend, hunderdtausend? Das ist möglich. Aber das Volk, die Millionen Mensehen niederlandischen Blutes, sie würden bedingungslos dein Kommunismus anheimfallen und darin zugrunde gehen. Der Untergang des niederlandischen Volkes; das Aufgehen in dem kommunistischen Völkergemisch Zentralasiens und Europas. Da höre ich noch folgenden Einwand: die ameri- kanisch-englische Luftflotte würde die Sowjets im Zaun halten. Die Furcht vor Luftangriffen würde genügen um Stalin von Westeuropa fernzuhalten! Aber wer so denkt, moge einsehen, daB die Ver- nichtung europaischer Stadte und europaischer Kul - turdenkmaler in Stalins Augen ein Segen des Himmels ist. Der Kommunismus fordeit den Bruch mit der Vergangenheid. Das Auslöschen der Vergangenheit ist die Bedingung für das Gedeihen des Kommunismus und Amerikanismus. Niemand, der den Kölner Dom gesehen hat, findet einen amerikanischen Wolken- kratzer schön. Niemand, der Nürnberg gesehen hat,

bewundert den kommunistischen Baustil. Auch in diesem Punkt reichen sich Roosevelt und Stalin die Hand. S talin, der über unermeBliche Raume für seine Kriegsindustrie verfügt und ein Feind europaischer Kultur ist, lacht über die Drohung mit Luftangriffen. So lautet die SchluBfolgerung aus harten nüchternen Tatsachen, unter Ausschaltung jedes Gefühls und mit AuBerachtlassung jcder natürlichen Anteilnahme. Die Todesstunde des heutigen nationalsozialistischen Deutschland ware zugleich die Todesstunde des euro- paischen Völkerlebens, der europaischen Kultur und der europaischen Religionen. Sie ware die Ge- burtsstunde des kommunistischen europaisch-asiati- schen Kontinents mit Moskau als Hauptstadt und mit Stalin als modernem Dschengis Chan. Wer das nicht will, hat jedes Gefühlsargument, jedes Vorurteil, ja sogar jedes Urteil hintanzusetzen. Es gibt nur zwei Möglichkeiten: mit Deutschland für Europa und damit für das eigene Vaterland, oder gegen Deutschland, aber dann auch automatisch und ohne daB man danach gefragt wird, für ein kommu- nistisches Europa unter Stalins Oberherrschaft. Eine andere Wahl gibt es nicht.

Wir haben diese Wahl getroffen: für Europa und also mit Deutschland, verbunden auf Leben und Tod, So gebietet es uns unsere Licbe zu Volk und Vaterland.

Lnd

Du , Volksgenosse?

Es geht um unsere Zukunft

Der Kriegsbeitrag der Niederlande

D IE Bolschewisten stehen halbwegs Amsterdam! Wo an der hollandischen Küsten die Dünen

fehlen, müssen Deichc die honen Sturmfluten ab-

wenden. Sicherheitshalber gleich drei hintereinander, die die bezeichnenden Namen „der Wachter, der Traumer, der Schlafer" ') führen. Auch unser Volk besteht aus diesen' drei Grappen: den Wachtern. Traumern und Schlafern. Einst gab ein Minister- president unserem Volk den Rat: „geht ruhig schla-

ien".

Wi r Nationalsozialisten sagten: „Volksgenossen,

es ist die höchste Zeit, daB Ihr alle heil wach seid!" Dies war einer der grundsatzlichen Unterschiede zwischen dem i m Jahre 1940 geflohenen Regime und uns.

Und jetzt mufi ich Euch sagen: die Bolschewisten stehen halbwegs Amsterdaml Nimm die Karte von Europa vor dich, Du Unglaubiger, und nimm einen Zirltel in die Hand. Im Januar des vergangenen Jahres begannen die Bolschewisten von Stalingrad aus ihren

Vormarsch. Jetzt stehen sie vor Kowel. Setze die eine

in Kowel an und die andere in

Beschreibe einen Kreis mit Kowel als Mittelpunkt und er geht gerade durch Amsterdam. In der Tal, von Stalin- grad bis nach Kowel istgenau so weit wie von Kowel nach Amsterdam. Die Traumer erwachen jetzt und was die

Zirkelspitze

Stalingrad.

! )

Hauptdeich und

zwei Binnendeiehe; der Schlafer enlsprïcht

dem deutschen

„Schlafdeich".

Schlafer betrifft: das Schnarchen ivird tagtaglich weniger laut. Es wachst das Verstandnis für die Gefahr des bolschewistischen Vormarsches aus dem Osten.

Und was die Gefahr aus dem Westen betrifft, so hat die italienische I.elire Wunder gewirkt. Und den- noch ist es erst zwei Jahre her, daB viele Niederlander von einem „fröhlichen Einzug" in Scheveningen nach dem Muster des Jahres 1813 traumten un d mi t verklartem Antlitz hinter der Teekanne safien u m den ,,Befreiern" eine Tasse frisch gekochten Tee an- zubieten. W o bleibt die Zeit? W o bleibt der Tee? Die Zerstörungen im italienischen Kampfraum, Cassino, Nettuno, hat die Traumer wachgerüttelt. Die Verteidigungswerke an unserer Kliste und die Über- schwemmungen haben sogar die Schlafer geweckt. Ausser den Böswilligen und Törichten gibt es in den Niederlanden niemand mehr, der nicht einsieht, daB eine anglo-amerikanische Invasion an unserer Kuste

die Zerstörung unseres Landes und

den To d

von

Hunderttausenden von Bürgern mit sich bringen würde. Der Aufmarsch der Bolschewisten aus dem Osten und die angelsachsische Invasion aus dem Westen stellen tödliche Bedrohungen für Europa dar.

Es handelt sich u m die Erhaltung Europas, seiner Völker, seiner Nationen, seiner Kultur un d seines Geistes.

Die Vereinigten Staaten, die Trager des kapitalis-

tischen Kollektivismus, und die Sowjets,

die Trager

des marxistischen Kollektivismus, haben

sich unter

den Segenswünschen aller Rabiner die Hand gereicht:

zur Vernichtung Europas, eines Europa, das nach unserer AufFassung ein fester Bund freier Völker werden muB, i n dem jedes Volk seiner Eigenart ge- maB leben und sich entfalten kann. Dieses Eigenleben und diese Entfaltung ist, u m mit Reichskommissar Dr. Seys-Inquart zu sprechen, die einzige wahre Frei-

heit, die nicht in Ungebundenheit und schliefilich in Diktatur entartet.

Wenn 1939 ein selbstbewufites und solidarisch.es Europa frank und frei in der Welt dagestanden hatte,

hatte England es niemals geu-agt den Einflüsterungen des amerikanischen Prasidenten Roosevelt, den Krieg zu erklaren, Gehör zu schenken und u-are es danach Stalin niemals eingefallen, Europa seinen ungeheuren Kontinent einzuverleiben. Die. Uneinigkeit Europas

hat

dauernde Uneinigkeit Europas verlangen den Krieg. Wir sind uns vollkommen bewuftt, dafi wenn Deutsch- land den Krieg verliert, dies letzten Endes die. Bolsche- imsierung Europas bedeutel. Daher hat der Führer ge- sagt: „wir kapitulieren nie". Das ist keine Kampflosung keine. Fanfare, ke.in „Lafl Dich nicht unterkriegen , l ) sondern eine stahlharte Notwendigkeit, vor der es kein Entrinnen gibt. Kapituliert wird nicht, gekampft wird bis zum Sieg oder bis zur völligen Vernichtung.

dem

Krieg

Tür

und

Tor geöffnet;

die noch an-

Mit einer Variation zu einem alten Thema können wir jetzt sagen: es gilt ein freies Leben in einem wiedergeborenen Europa zu gewinnen und einem kollektiven Untergang in den sibirischen Bergwerken zu entgchen.

das neue

Denen, die sich Europa,

dafttr

einsetzen,

gehort

NACH

DE M KRIEG

Alles in der Welt hat einen Anfang und mithin auch ein Ende. Auch dieser Krieg wird einmal zu Ende

')

Anspiclung

senhauer.

auf

einen

in

den

Mrderlandrn

bekannlon

Gas-

sein, dann werden die Friedensgloeken lauten un d der Wiederaufbau Europas wird einen Anfang nehmen. Nicht die Einzelpersonen, sondern die Völker sind die Bausteine des neuen Europa, denn das neue Europa wird nationalsozialistisch sein und wer Na - tionalsozialismus sagt, sagt Volksordnung und Rasse- bewufitsein. Niemand wird leugnen können, dafl das deutsche Volk das Kraftzentrum Europas bildet und weitaus

die schwersten

für die Verteidigung Europas tragt. Niemand wird erwarten, daB wenn Europa dank dem deutschen Volk erhalten geblieben ist, dieses Volk sich nach dem Sieg mit einem zweitrangigen Platz begnügen wird. Es hat durch seine Kraft und durch seine Opfer das Recht auf die politische Führung Europas verdient. Dies ist

aber noch ganz etwas anderes als daB es seine Vorrangs- stelle und seine Kraft zur Entrechtung und Knechtung der anderen europaischen Völker benutzen würde. Und dies ist es, was gerade viele befürchten. Weshalb befürehten wir, niederlandische Nationalsozialisten, dies nicht? Weil wir an den Führer und den National- sozialismus glauben. Vier Male habe ich den Führer

besucht und ih n i m Gespraeh kennen gelernt. E r

ist nicht blofi erfüllt vo n Sorge un d Liebe z u dem

deutschen

aufrichtig und wird den Nationalsozialismus nicht

verleugnen. E r will

Widerstands- und Unruheherde im neuen Europa ent-

stehen lassen. Aber er, auf dessen Schultern nun die Verantwortung fü r die Verteidigung Europas ruht,

kann un d darl*

Frieden nicht vergessen, das Gewicht der Opfer i n die Waagschale zu legen, die für die Erhaltung Europas gebracht worden sind.

Lasten i n diesen Jahren des Ringens

Volk,

sondern

auch

zu Europa.

E r ist

kein Unrecht tun und keine

bei der Ordnung Europas nach dem

Ich

trage keinerlei

Veranttvortung für

das,

was

in

dieser Zeil von anderen Vólkern als dem niederlandi- schen getan oder nicht getan und gelassen wird. Weder beurteile noch verurteile ich andere. Aber ich würde meiner Aufgabe nicht gerecht werden, wenn ich jetzt

hielt, dafi es für unsere

unserem Volk nicht vor Augen

Zukunft als \ at ion von gröftter Bedeutung ist, am Ende des Krieges sagen zu können: auch das niederlandische Volk hat seinen Anteil an den Lasten der Kriegführung getragen.

Es ware ein idealer Zustand, wenn jedes europaische Volk bei der Verteidigung unseres Kontinents mit- hülf'e i m Verhaltnis z u seiner Kraft i n militarischer, arbeitsmaBiger und wirtsehaftlicher Hinsicht. Wi r wissen alle, daB das deutsehe Volk i n jeder Hinsicht ungeheure Opfer bringt. Wi r wissen aber auch, daB es Völker gibt, die kein einziges Opfer bringen. Dies kann vo n dem niederlandischen Volk gewiB nicht behauptet werden, im Gegenteil. Von allen Vólkern Europas hat, nach meiner Überzeugung, das nieder- landische Volk, nachst dem deutschen, auf wirtschaft- lichem Gebitt am meisten zur Kricgsführung bei- getragen. E s ist gleichgültig, ob dies freiwillig oder gezwungen geschah; auf diesem Gebiet herrscht kühle Sachlichkeit, sprechen die nüchternen Zahlen.

UNSER MILITARISCHER

BEITRAG

Unser militarischer Einsatz als starkes und zweck- maBig geführtes Volk war bis jetzt nicht möglich.

Vor Ma i 1940 wurde es falsch

1940 ist unser Land besetztes Gebiet ohne eigne Re-

gierung. Ei n Volk ohne Regierung kann

organisierte Einheit ins Feld ziehen und würde dies

geführt

un d nach Ma i

nicht als

auch nicht wollen, wenn das Kriegsziel nicht vor Augen steht.

greifbar

Aber

was auf diesem

Gebiete un d unter

den ob-

waltenden

Umstanden getan werden

konnte,

wurde

getan. Freiwillige haben sieh gemeldct, zuerst zu Dutzenden, dann zu Hunderten und danach zu Tau- senden, so dass wir jetzt von Zehntausenden sprechen können. Gewifi, zahlenmaBig gering im Vergleieh zu den Millionenheeren, die im Felde stehen, aber quaii- tativ gleichwertig und in moralischer Hinsicht viel- fach bewundernswert, wenn man bedenkt, daB so viele gegangen sind, die durch ihre Tat die nachsten Verwandten verloren und von dem Kriegsschauplatz heimkehrend die Tür der elterlichen Wohnung ver- schlossen fanden. Sie sind zur Waffen-SS, Legion, Wehrmaeht, Kriegsmarine und zum N.S.K.K. gegangen. Nachdem sich die niederlandische Legion wie der Bericht des O.K.W. meldet, am 5. Marz 1942 schon besonders ausgezeichnet hatte, wurde in einer Sonder- meldung vom 28. Jun i 1942 über die damalige Legion folgendes gesagt:

„Unte r Führun g des Generals der Kavallerie Lindemann haben Truppen des Heeres und der Waffen-SS, dabei auch spanische, niederlandische und flamisehe Freiwilligenverbande, hervorragend unterstützt durch die Luit flotte des Generalobersten Keiler, nach monatelangen erbitterten Kampfen unter schwierigsten Wetter- und Gelandeverhalt- nissen diese i'eindlichen Armeen zunachst von ihren rückwartigen Verbindungen abgeriegelt, wei- terhin auf immer engerem Raum zusammenge- drangt, und nunmehr endgültig vernichtet."

Im Wehrmachtbericht vom 15. Marz 1944 wurde von der Panzergrenadier-Brigade Niederlande folgen- des mitgeteilt:

„In den Kampfen der letzten Tage hat sich im Nordabschnitt der Ostfront das niederlandische SS-Freiwilligen-Panzergrenadier-Regiment „Gene-

ral Seyffart" unter Führung des SS-Obersturm- bannführers Jörschel besonders bewahrt."

Aufler in diesen amtlichen Wehrmachtberichten wurden unsere Freiwilligen am 11. Februar, 3., 8. und 18. Marz 1943 erwahnt. Und wer hat nicht über die bewundernswerte Haltung der SS-Truppen gelesen, die bei Tscherkassy eingeschlossen waren? Be i diesen Trappen belanden sich Hunderte von niederlandischen nationalsozia- listischen Freiwilligen. DaB bei diesen Kampfen viele gefallen sind, ist unvermeidlich. Noch trauert nicht die ganze Nation um ihre gefallenen Helden, sondern nur der verstenen- de Teil, jener Teil, der einsieht, daB sie ihr junges Leben in freiwilligem Einsatz für die Zukunft von Volk und Vaterland gegeben haben. Aber einst wird die Zeit kommen, daB alle dies verstellen und man wird stolz darauf sein, daB der niederlandische Soldat gezeigt hat, daB er nicht hinter dem deutschen Soldaten zurücksteht, selbst jetzt nicht, unter den ungünstigen Verhaltnissen. Am Ende des Krieges wird eine Statistik der nie- derlandischen militarisehen Freiwilligen gewiB keine schlechte Figur inmitten der anderen abgeben.

DIE

ARBEITS-DIENSTVERPFLICHTUNG

Neben der wirtschaftlichen und militarisehen Teil- nahme an der Verteidigung Europas steht als dritter Beitragdie Arbeits-Dienstverpflichtung nach Deutsch- land. Auch über diese Leistung will ich möglichst nüchtern und sachlich sprechen, wobei ich nur das Interesse unseres Volkes im Auge habe. Wenn jedes europaische Volk auf eine Million Ein-

wohner gerechnet, ebenso vide Soldaten an den euro- paischen Fronten stehen hatte wie das deutsche, so hatte Deutschland kein einziges sittliches Recht auch

nur einen Niederlander oder einen Franzosen als Ar -

beiter nach Deutschland zu schicken. Leider ist die Tatsache zu verzeichnen, daB die Verteidigung Euro- pas in militarischer Hinsicht zu 90 Prozent dem deut- schen Soldaten obliegt. Praktisch wird wohl der ganze wehrfahige Teil des deutschen Volkes an den Fronten stehen, soweit er nicht in Deutschland selbst unab- kömmlich ist. Die Fronten verlangen Waffen und Munition; die Platze in den Fabriken und Werk- statten, die durch die Einberufungen unbesetzt blei- ben würden, müssen besetzt werden. Wenn man be- denkt, daB sogar in den Vereinigten Staaten die Ar - beits-Dienstverpflichtung auf dem Programm steht, so muss es einem doch einleuchten, daB die europai- sche Arbeits-Dienstverpflichtung unumganglich ist. Eine harte Kriegsnotwendigkeit.

Diese Kriegsnotwendigkeit ist kein Nationalsozia- lismus, hat mit Nationalsozialismus nur insofern etwas zu tun, als der Nationalsozialismus die Sendung hat, Europa vor dem Untergang im Kommunismus zu sehützen und gezwungen ist, hierzu jedes zweck- dienliche Mittel anzuwenden.

Der Nationalsozialismus wünscht starke, gegunde Familien, deren Vater und Ernahrer oft zu Hause ist, um seine Familie zu führen. Der Krieg schickt die Marnier und Vater als Soldaten ins Feld, Hunderte von Kilometern von ihren Familien entfernt und sind sie kein Soldat, dann in die Werkstatten und Fabriken, womöglich in der Nahe ihres Wohnorts, wenn es sein muB, in die Ferne.

Kein

normaler

Mensch kann

oder will bestreiten,

daB die Arbeits-Dienstverpflichtimg, der Einsatz Hunderttausender in Deutschland für die Betroffenen und ihre Familien ein groBes Leid und ein groBes Opfer bedeutet. Fü r unser Volk ist das schlechtin unumganglich, ebenso wie die Überflutungen. Dem- gegenüber gibt es nur zwei Möglichkeiten. Entweder passiver Widerstand, Untertauchen und Sabotage:

das erscheint sportlich und verwegen, ist es aber nicht. MuB doch für jeden, der untertaucht, wohl oder ubel ein anderer gehen. Zweitens kommt Un- ruhe und Erniedrigung über unser Volk durch Mafl- nahmen, die die Besatzungsbehörde demzufolge trifft Dritteris smelt man mit dem eigenen Leben und ieder INiederlander, dessen Leben unnütz verloren geht schadet seinem Volk. Viertens fallt jeder Unter- getauchte früher oder spater zu seinem eigenen Scha- den der Unterwelt in die Hande. Viel besser ist es das Unvermeidliche stolz und selbstbewuflt hinzunehmen ruhig und unentwegt die aufgetragene Arbeit zu ver- richten. Niemand kann uns erniedrigen als wir selbst Niemand kann uns unsere Selbstachtung rauben als wir selbst. Einst sah ich in Montenegro Schafhirten m Lumpen gehüllt, aber stolz wie Könige. Mogen die niederlandischen Arbeiter in Deutschland bedenken, daB sie die Stellen von Mannern und Vatern einnehmen die fern von ihrem Heim an den Fronten stehen und' auch heber m der Heimat arbeiten mochten wie sie selber. Wenn sich unsere Arbeiter darüber Rechen- schaft ablegen, daB sie es sind, die die Fahne der Niederlande hochhalten oder in den Schmutz ziehen konnen, dann bm ich davon überzeugt, daB sie gerade jetzt, da unser Vaterland in Not ist. sich selbst über- wmden werden und daB die Fahne hochgehalten werden wird.

den sauren Apfel zu beiBen. Fü r

jeden Mann und Vater ist es das wichtigste, daB die

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zurückgebliebene Familie gut versorgt ist. E r selber schlagt sich schon durch. Drüben in Deutschland habe ich keinerlei unmittelbaren Einflufi. Aber hier in den Niederlanden gibt es doch eine Arbeitsfront und ein Volksdienst, die einen guten Einfluf3 auf die Versor- gung der Familien ausüben können.

Was bedeutet ein halbes oder ein ganzes Jahr

Arbeti

im AufSland? Ich stamme aus einer Gegend, wo viele bisweilen auf zwei oder sogar drei Jahre nach Süd-

amerika oder China gingen um Baggerarbeiten zu ver-

richten und Hafenanlagen gleich stimmt nicht ganz für

zu bauen. GewifS, der Ver- den Arbeiter selbst, aber wohl Familien.

für

die zurückgebliebenen

Es gibt nur eine einzige Haltung, die im Interesse unseres Volkes liegt: ruhig gehen und sich selbst treu bleiben und weiterhin durch die Verrichtung anstandiger Arbeit mithelfen, die Dauer dieses verfluchten Krieges zu verkürzen. Die Fahne hoch haltenl Neben den wirtschaftlichen Opfern, die gebracht wor- den sind, neben dem militarisehen Einsatz unserer Freiwilligen steht dann am Ende des Krieges die Arbeit Hunderttausender als Beitrag der Niederlande zur Verteidigung Europas und also das Recht der Niederlande auf einen ehrenvollen Platz im neuen Europa. Darauf kommt es an; alles andere ist Neben- sache oder von sehr kurzer Dauer. Es geht um die Zu- kunft unserer Kinder.

Wiederaufbau

Und so soll es werden

J eder, der ehrlich bemüht ist, seinen Teil zur Gewmnung des krieges l.eizutragen. hat ein

Hecht darauf' zu wissen, wofür er kampft. Das deutsehe \ ,>lk, das. wi,. jeder weiB, zu 90 " die militarisehen Lasten der Veiteidigung Furopas tragt. ist gewit? nicht dariiher im unklaren gelassen, wofür es kampft. Es kampft für sein taglieln-s Brot, seme I'Xistenz, für seine Lebensmöglichkeit, für die Krhaltung semes Bodens, für seine ,„ „ Bismarck his Hit Ier mühsani errungen.' Einheit. ^a - es \erloren hat und \erlieit, uii d c- allein nach dem Sieg zurück- bekommen können. Ln d mehr als das, denn die "-anze ungeheure Kriegsindustrie wild eingesdzt werden um den nationalsozialistischen Auibau. der in den Jahren 1933 bis 1939 angefangen wurde. in einem Tempo und Lmfang fortzuführen, wie es nur ein zielbewuBtes. gut geführtes groBes und kriiftiges ^ olk zu tun vermag."

Jawohl, sagt der Mederlander. das ist min gerade der wesentliche l nterschied zwischen dem deutschen \ olk und dem unseren. \\ enn der krieg gewonnen ist,

kann niemand dem deutschen \ olk die Früchte des Sie- ges rauben. Dann hat das deutsehe \ olk gesiegt und ist es die GroBmacht auf dem kontinent. Es kann die anderen \ ölker an den Früchten des Sieges teilhaben lassen, es kann sie ihnen auch vorenthalten; es kann daim -ogur die anderen \ ölker Furopas nach Melieben

knechten und

ent rechten. W er wird dies \erhinde m

können? W er icrbüigt uns. daB dies nicht geschieht?

Wie

könne n

.Sie

uns

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iitidlicli

niachen .

uil-

die

innere GewiBheit geben, daB dies nicht geschenen wird? Sie sprechen zu uns über den ungeheuren wirt- schaftlichen Beitrag, den die Niederlande in diesen Kriegsjahren geleistet haben. Sie preisen und loben den Einsatz unserer Kriegsfreiwilligen. Sie halten unsere Arbeiter dazu an, ihre Arbeit in Deutschland gewissenhaft und faehmannisch zu verrichten um sich einen ehrcnvollcn Platz zu erobern und unsere Fahne hochzuhalten. Und wenn dies alles geschenen ist und Deutschland hat gesiegt, was dann? Bleiben wir dann besetztes Gebiet, werden wir dann eine Kolonie oder eine Provinz von Deutschland, werden wir wegen Übervölkerungnach Osten exportiert; darf dasNieder- landisch in den Niederlanden die zweite Sprache werden, wie vor dem Sprachenkampf in Flandern; weist man uns die Rolle eines Gemüsehandlers für Deutschland zu? usw. usw. Eine Reihe von hundert mehr oder weniger hami- scher Fragen müfite so beantwortet werden. Damit wollen wir nicht anfangen, denn der Geist, der diese Fragen stellt, ist nicht gesimd, glaubt zu wenig an die Lebenskraft unseres Volkcs und den Anstand des deutschen Volkes.

Wer unserem Volk die Lebenskraft nehmen will, muB es ausrotten. Frankreieh hat sechs Jahrhunderte hindurch versucht die Südlichen Niederlande, wo- möglich bis zum Waal bei Nijmegen, zu französisieren. Sie sind jetzt niederlandischer als je. Damit würden die Bolschewisten kurzen ProzeB maehen; den kraftig- sten und geistig fahigstcn Teil unserer Marnier nach Sibirien schicken und ein paar Millionen Asiaten an deren Stelle setzen. Das ist die Methode, aber dann auch die zweckmaBigste, um ein Volk auszulöschen. Niemand glaubt, daB Deutschland solche Maflnahmen treffen würde. Wohlan, dann gibt es diese Wahl: das

meder andische Volk untcrdrücken und entrechten — die sichere Reaktion darauf ware eine stimdige Feind- schaft, die stets raffmiertere Formen annehmen wurde — oder eine ehrliche, herzliche für beide Völker Irucntbare Zusammenarbeit anzustreben in Überein- stimmung mit dein wachsenden Verstandnis für die Blut- und Schieksalsverbundenheit. Es wird einem jeden meiner Volksgenossen klar sein daran zweifelt doch wohl niemand mehr, daB wir niederlandische Nationalsozialisten, letzteres anstre- nen und daran glauben. Meine Aufgabe ist es jetzt klar zu machen, daB auch deutscherseits d h. von maflgebender deutscher beitekeine andere Politik getrieben werden kann als die, die wir im Auge haben. Die Garantien dafür sind-

l.

der gesuilde Menschenverstand,

«

c

( 'TOndsatze des Nationalsozialismus,

3.

die Person des

Führers.

Schon wiederholt habe ich an die Worte des Reichs- komimssars erinnert, daB wirkliche Freiheit darin besteht, daB cm Volk seiner Eigcna.t gemaB muB leben konncn. Erst dadurch kann es w^rtvoU sein und in zunehmendem MaBe fruchtbar arbeiten in dem neuen Europa, das jetzt geboren wird.

J m „\olk,sehe n Bcobachter" vo m 18. Janua r d.J . ist ein Artikel von Dr . Alfred Rosenberg erschienen unter dem fitel „Deutsche und europaische Geistes-'

freiheit

kommen verdient, über Volk, Staat und Freiheit sagt er lolgendes:

„Vollkommen i m Gegensatz zu den Hoffnungen der Weltparasitcnist aber im Herzen Europas der volkische Staatsgedanke in nationalsozialistischer Pragung m den Stürmen der Zeit gewachsen und hat zum ersterimal bewuBtdie Freiheit eines ganzen Volkcs ohne Bindung an wirtschaftliche oder prole-

voll-

,

der

auch

unsere

Aufmerksamkeit

tarische Sonderinteressen proklamiert, um nach der

Wiederherstellung dieses natürlichen Zustandes die Freiheit des Einzelnen vor jeder Ausbeutung zu si-

chern. Ei n solcher Grundsatz, einige Jahrzehnte im

Leben durchgeführt, würde weniger Willkür, mehr persönliche Sicherheit und in der Summe mehr Frei-

heit für das

beralismus der liberalen Zeit. Als oberster Gesichts- punkt eines solchen Staatsgedankens muB die Ein - sicht gelten, daB Gesetze sozialer Gerechtigkeit nur von einem von Geschaft, Klasse und Konfession unabhangigen Nationalstaat erlassen werden kön- nen, daB keine Spekulation auf die Rentabilitat einzelner bestimmend sein darf, sondern nur das Volksinteresse: Innerhalb dieser Gesetze können dann die Leistungen miteinander wetteifern; dies gibt eine Einstellung auf Qualitat und nicht

wert-

einzelne Lebewesen ergeben als der Li -

auf die immer höher hinauf getriebene aber miissig verminderte Quantitat."

DaB

wir, niederlandische Nationalsozialisten, dies

vollkommen bejahen, werden unsere Gegner nicht

bestreken. Aber wie sollten sie dann bestreken können, daB dies auch vollkommen dem guten niederlandi- schen Geist entspricht? Und für die jenigen, die sich

so gern i n

landischen Stils durch die Jahrhunderte hindurch ver- tiefen, hat nachstehender Ausspruch Rosenbergs auch seinen unverkennbaren Wert:

„Demgegenüber leitet uns die Erkenntnis, daB

wahre Freiheit stets Stil ist. Stil aber ist immer

begrenzt, in be-

stimmten Vólkern verkörpern sich gewisse Möglich- keiten der Formgebung; es ist deshalb unsinnig, von jedem Stil alles zu fordern. Die politische Frei- heit entspricht der GröBe und Bereitschaft der

rassisch bedingt. E r ist plastisch

die verschiedenen AuBerungen des nieder-

vcrschiedencn Völker; die geistige Freiheit bedeutet aber eine Chanee auch für die sogenannten kleinen Völker, weil die stilbedingte Freiheit weitgehend von der Anzahl unabhangig ist. Die Griechen waren einst zahlenmiissig ein kleines Volk gegenüber den Millionen Syriens und des damaligen Kleinasien, trotzdem nennt die Weltgeschichte sie als die schöpferischen Gestalterderklassischen Kunstwerke wahrend die anderen Völker fast nur geschichtliche, aber keine von hoher Kultur zeugenden Erinne- rungen hinterlassen haben."

Es wird vielen aufgefallen sein, daB die Schönheit der niederlandischen Landschaft und der Stadte nach 1920 verunziert wurde durch weiBgekalkte kubische Bauten, die jedem uns innewohnenden Schönheits- gefühl hohnsprechen. Man untersuehe einmal, wer diesen sog. modernen Wohnungsbau verbrach, dann stöBt man auf den „Joodschen Invalide" J ) seligen Andenkens, auf jüdische Baumeister, jüdische Auf- traggeber oder Moskau-Anhanger, morgenlandisch, nicht niederlandiseh.

den

Kampf' Europas:

Und

zum

SchluB folgende

Ausserungen

über

Deul-chland behalten -eine V erbündeten

die I reiheil auch die ïhre- (.ei-Ie- . Die Finnen \ertei(ligcn ihr Land, damit auch Kuneberg, Callén-Kallela, Sibelius. d.h. ihre Seele. Aber das finnische Schwert schützt. ohne nach Dank zu fragen. auch da- \ndenkeii von \rrheniu- und Strindberg. Gemeinsam mit uns allen verteidigen die Legionen Noruegen-. Helgien-. Hollands und Danemark- da- Erbe Hjörn-on- und \an-cn-. Rem-

Mil

')

jiidisches Altersheim in Amsterdam.

brandts und Rubens', Charles de Oosters und

., um das alles geht es heute. Um die

Freiheit, das alles zu pflegen, zu gestalten und weitergeben zu können. Alle Soldaten Europas tragen heute den Ehren- schild gegen die Verbrccher von West und Ost, die uns die Freiheit raubcn und uns physisch aus- rotten wollen, damit wir nie wieder erstehen können. Mit der Verteidigung des Lebens wird die Seele des Vaterlandes verteidigt, mit dem Vaterland die Frei- heit des Geistes, die Voraussetzung aller künftigen Schaffenskraft. Und deshalb gibt es für alle Deut- schen und für alle Europaer, die diese Schicksals- stunde ihrer Freiheit begriffen haben, nur eine Lösung: In den Staub mit allen Feinden unseres ehrwürdigen, geliebten europaischen Kontinents!"

Andersens

Sehen Sie! Dies alles ist nicht nur klar empfunden, sondern eine AuBerung des gesunden Menschenver- standes, die sich auf die Prinzipien des National- sozialismus gründet. Nationalsozialismus ist Sozia- lismus auf nationaler, völkischer Grundlage. National- sozialismus appelliert, neben der Besinnung auf unseren Wert als Volk, an unser RassebewuBtsein, an unsere Verbundenheit mit anderen germanischen Vólkern, an unser noch viel zu wenig entwickeltes europaisches BewuBtsein. In schroffem Gegensatz dazu steht nicht nur Separatismus, sondern auch Imperialismus und Annexionismus, die schon soviel HaB und Zersplitterung in unserem alten Kontinent verursacht haben, unserem Europa, das nur dann am Leben blieben kann, wenn es diese Übel überwindet. Der Führer ist es, der in höchster Instanz für das Schicksal Europas verantwortlich ist, der der Schöpfer der nationalsozialistischen Grundsatze ist und der demgemaB für sein Volk gehandelt hat von 1933 an,

bis 1939 der Krieg ausbrach und der nationalsozialisti- sehe Aufbau der Kriegsnotwendigkeit weichen muflte. Er hat gesagt, daB er nach dem Krieg als ein noch fanatischerer Nationalsozialist zurückkehren werde. Dann werden also seine Handlungen auch inbezug auf unser Volk in den nationalsozialistischen Grundsatzen wurzeln. Unsere Garantien für die Freiheit unsercs Volkes, im neuen Europa seinen Wiederaufbau auf- zunehmen, sind folgende:

1. der gesimde Menschenverstand, der besagt,

dafl man mit Bajonetten viel tun kann, bloB nicht darauf sitzen bleiben, daB in Europa eine Neu- ordnung auf völkischer Grundlage und auf der Grundlage der Gerechtigkeit erfolgen muB;

2. die nationalsozialistischen Grundsatze, wie diese von den bedeutendsten deutschen Persönlichkeiten erörtert wurden und wie die von uns für unser Volk in unseren Quellen niedergelegt sind: Vertrauen auf Gott, Liebe zu Volk und Vaterland und Hoch- achtung vor der Arbeit;

des Führers , wie er übe r sein Vol k

hinausgewaehsen ist als germanischer Führer und darüber hinaus als Spitze der Verteidigung Europas und verantwortlich für Europas Zukunft.

3. die Person

Mehr Garantien habe ich nicht, aber sie genügen mir und Zehntausenden mit mir. Es ist ein erfreuliches Zeichen, daB dieser Glaube mit jedem Tage wachst, die Zehntausende werden allmahlich Hunderttausen- de. Der Frühling naht.

Und jetzt zum SchluB der Wiederaufbau selbernach dem Sieg, wenn Europa vor der bolsehewistischen Uberschwemmung aus dem Osten und der angel- sachsischen Invasion aus dem Westen gerettet ist.

Der Wiederaufbau wird dann den Willen zum Funda- ment haben dafür Sorge zu tragen, daB niemals mehr Krieg in Europa entstehen wird, kurz: die europaisehe Solidaritat. Jedem Volk wird seine europaisehe Auf- gabe zugewiesen werden. A n erster Stelle bei der V er- teidigung. E s wird nicht mehr vorkommen können, daB bei einer Bedrohung aus dem Osten, Westeuropa als Brückenkopf von Amerika benutzt wird und noch weniger, daB westeuropaische Trappen i m Dienst auBereuropaischer Machte stehen. Das junge niederlandische Volk wird seinen Beitrag in der groBgermanischen Wehrmaeht leisten; nicht nur zahlenmaBig, sondern auch qualitativ. Einheit-

liche Führung i n der militarisehen

Verteidigung ist

notwendig un d die kann i n keine

besseren Hande

gelegt werden als die, i n denen sie jetzt liegt.

Wirtschaftlich mussen alle Völker Europas zu - sammenarbeiten u m unserem alten Kontinent einen

Wohlstand z u sichern, vo n dem

Amerika, keine Ahnung hat, weil dort der Wohlstand verteilt ist in ÜberfluB für einen Teil der Bevölkerung und Armut für einen gröBeren Teil.

die sog. neue Welt,

Ferner hat jedes Volk sich auf der neuen Grundlage nach seiner Eigenart zu entfalten. Wir werden hier erst samtliche Spuren des Krieges auszimischen haben. Das ist nicht wenig. Die Spuren des Krieges von 4 V-> Tagen, waren, ausgenommen in Rotterdam und Middelburg in kurzer Zeit ausgelöscht. Der Wiederaufbau war besser als das, was vernichtet ivar. Jetzt sind die Niederlande wieder Frontgebiet. Tausende von Hausern sind nieder- gerissen, zehntausende Morgen Land unter Wasser ge- setzt, ganze Stadtviertel durch Luftangriffe zerstört. Es ware höchst ungerecht, solche Lasten allein auf den Schultern derer zu belassen, die es trijft. Wenn wir, Nati- onalsozialisten, über Solidaritat den Mund voll nehmen,

dann doch an erster Stelle über unsere Solidaritat als Volksgenossen. Das ganze Volk hat die Lasten dieses Wiederaufbaus zu tragen. Es geht nicht an, die Opfer gleichsam mit Banknoten zu enlschadigen, für die man nicht zurückkaufen kann, was man verloren hat. Es kommt darauf an, dafi sich beim Wiederaufbau das ganze Volk einsetzt, um zuerst den am schwersten Be- troffenen dasjenige zurückzugeben, was der Krieg ihnen geraubt hat. Ein Volk ist so reich als es seine Arbeits- krafte organisieren kann. Richtig, aber unter der Be- dingung, dafi es möglich ist die erforderlichen Rohstoffe zu erlangen, die zusammen mit der Arbeit die Grund- lage der Produktion bilden. Ueber die Rohstofflage lafit sich zur Zeil nichts sagen, da diese aufs engste mit dem Ausgang des Krieges zusammenhangt. Aber eines steht fest: die Stempellokale, eine Art Krebsgeschwür in unserem Volkskörper, kehren nicht zurück. Ungeheure Arbeit wird geleisiet werden mussen, bevor alle Verkehrs- mittel erneuert sind, eine notwendige, Voraussetzung für ein blühendes wirtschaflliches und kulturelles Leben. Um jeden Wascheschrank wieder zu füllen, um die Menschen anstandig zu kleiden und zu ernahren, ist eine gute Volks- und Slaatsführung unentbehrlich. Wenn wir daran denken, versteken wir besser noch als im Jahre 1931 den Wert unseres Grundprinzips, wie das damals in unser Programm aufgenommen wurde und seitdem nichts an Gülligkeit eingebüfit hat:

kórperliche

Volkes erfordert eine kraftige Slaatsführung, Selbst- achtung der Nation, Disziplin, Ordnung, Solidaritat aller Bevölkerungsklassen und das Vorgehen des allge- meinen (nationalen) Interesses vor dem Gruppeninte- resse und des Gruppeninteresses vor dem persönlichen Interesse , ~.

„Das

sittliche

und

Wohlergehen

eines

Ein neuer Begriff muB eingeführt, ein neues Instru-

ment aufgebaut werden: die Volksführung durch die Nationalsozialistische Bewegung, ihre Gliederungen und die verschiedenen Einrichtungen zur Volksord- nung. Die Staatsführung mufi gründlich reorganisiert werden durch Ausmerzen samtlieher Einrichtungen zugunsten des Klassen- und Parteienkampfes und durch die Einführung einer gaumassigen Dezentrali- sation. Das Unterrichtswesen, die Wissenschaft und Kul- tur, die Volksgesundheit, die Sozialpolitik usw. sie alle schreien nach einer kraftigen, zielbewuBten Führung, ausgerichtet auf die körperliche und geis- tige Starkung des niederlandischen Menschen.

Die Revolulion des 20. Jahrhunderls

wird sich noch

über Generationen in Richtung auf das Kndziel ent- tvickeln: ein europaisher Kontinent, ein fesier Bund freier Völker, in dem der Einzelne frei sein wird in der Gebundenheit an sein Volk, wodurch wirlschaftlich und kulturell ein Aufschwung entstehen wird, von dem wir jetzt noch kaum eine Ahnung haben.

Est ist Frühling 1944. Es kommt auch wieder ein neuer Frühlung über unseren alten Erdteil, der so viele, Sommer zahlt und jetzt einen Winter erlebt, der im August 1914 vor jetzt schon dreissig Jahren begonnen hat, einen Winter, der aufSerordenllich hart ist, aber einmal einem neuen Erühling weichen mufi, in dem der Wiederaufbau anfangen wird. Dann wird es wieder glückliche Gesichler geben und werden frohe Gedanken die Menschen erfüllen. Neues Leben entkeimt; die neue Zeit wird ihren Einzug halten. Es ist der Mühe wert, dafür sein Leben einzusetzen.

MUSSERT.