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Ich Spreche Euch an

... durch Bertha Dudde - 11.3.1941

1845 Liebe zu Gott .... Erkennen Seines Wortes ....

Die Bereitwilligkeit, Gott zu dienen, setzt die Liebe zu Ihm voraus, denn es
erkennt der Mensch über sich ein Wesen, Dem er sich untertan fühlt, Dem er aber
auch ergeben ist und alles zu tun für dieses Wesen bereit ist, er also Liebe für
Gott empfindet.

Da nun der Mensch in völlig freiem Willen Gott seinen Dienst anbietet, ist dies
ein bewußtes Zuwenden und Nach-Ihm-Verlangen. Es ist ein Bewußtsein seiner
Zugehörigkeit zu Gott, und somit ist die Trennung von Ihm schon überwunden,
wenngleich der Mensch noch nicht den Vollkommenheitszustand erreicht hat, den zu
erreichen ihm auf Erden möglich ist.

Die Liebe zu Gott aber ist in ihm erwacht und der Wille, Ihm zum Wohlgefallen zu
leben .... Es sind keine besonderen Merkmale, die rein äußerlich schon die
Gottverbundenheit erkennen lassen, denn alles nach außen hin Wirkende hält nicht
stand den vielen Prüfungen, die Gott zur Stählung des Willens gerade über jene
Erdenkinder kommen läßt, die in Seinen Dienst treten wollen.

Diese Prüfungen sollen das innere Verlangen nach Gott erhöhen, es soll der Mensch
in größter Not sich Ihm anvertrauen und allzeit in Ihm seinen Vater sehen, seinen
Ausgang und auch sein Ende. Und das alles kann er nur, wenn er tief innerlich ist,
wenn ihm alles Äußere nicht anhängt, wenn ihn nur das erfüllt .... die Sehnsucht,
mit Gott vereinigt zu sein.

Also muß die Liebe zu Gott ihm innewohnen, sie muß ihn bestimmen zu allem Handeln,
Denken und Reden. Und ein Erdenkind, das in der Liebe steht, d.h., das Gott im
Herzen trägt wird nun auch nicht anders als liebetätig sein können, und dadurch
wird das Band der Liebe immer inniger geknüpft. Gott Selbst bewertet das Gefühl,
das der Mensch für Ihn im Herzen trägt, und Er weiß es wahrlich am besten, wieweit
das Herz des Menschen gestaltet ist zur Aufnahme des göttlichen Herrn.

Der Mensch legt zwar viel Wert auf eine sichtbare Äußerung Gottes .... Er will
immer wieder Beweise haben und glaubt daher erst dann, wenn sich so
offensichtliche wunderbare Zeichen mehren, daß ein Zweifel ausgeschlossen ist.
Gott aber will nicht, daß der Mensch erst dann glaubt, so Er Zeichen und Wunder
wirkt .... Er will, daß das göttliche Wort angenommen werde ohne Zeichen, Er will,
daß der Mensch es erkenne als das Wort Gottes, denn es ist der Verdienst des
Menschen unstreitbar höher, wenn er die Wahrheit aus den Himmeln annimmt, ohne daß
sie ihm bewiesen wird durch Zeichen.

Es ist der Mensch dann auch leichter geneigt, zu glauben, daß seine Liebe noch
nicht groß genug ist, um von Gott des inneren Wortes gewürdigt zu werden. Es sieht
der Herr auf die Herzen der Seinen, und welches Er nun ohne Fehl findet, das wird
Er unsagbar beglücken, indem Er Selbst darin Wohnung nimmt. Denn Er hat dies den
Menschen zugesichert, als Er auf Erden wandelte, daß Er kommen wird, um auf Erden
mit den Seinen vereinigt zu sein.

Und die Seinen werden Ihn auch erkennen, so Er kommen wird. Doch zuvor muß ihr
Glaube so stark sein, daß sie den Herrn erkennen im Wort, denn dann sind sie schon
innig verbunden mit Ihm, und so Er Selbst erscheinet, wird ihre Liebe gekrönt
werden, die sie Ihm zuvor schon bewiesen haben ....

Amen

— Herausgegeben von Freunden der Neuoffenbarung —


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