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Universität Zürich

E-Learning Center

Studierendenbefragung
E-Learning 2008
Ergebnisbericht

Matthias Rohs
30. April 2009
Universität Zürich
E-Learning Center

Inhaltsverzeichnis

1 UNTERSUCHUNGSDESGIN 4
1.1 Sample 4
1.2 Methodische Anmerkungen 4
1.3 Vergleichsuntersuchungen 5

2 ERGEBNISSE DER STUDIERENDENBEFRAGUNG 6


2.1 Demografische Daten 6
2.2 Technische Infrastruktur und Softwarenutzung 8
2.3 Internetnutzung 16
2.4 IT-/E-Learning-Kompetenzen 21
2.5 E-Learning-Angebot 23
2.6 E-Research 28
2.7 Internet als Lernumgebung 29
2.8 Wichtigkeit von Lernkontexten 30
2.9 Informationskompetenz 31
2.10 Kommentare 32

3 LITERATUR 33

4 ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS 33

2
Studierendenbefragung 2008
Universität Zürich
E-Learning Center

Management Summary

Zielgruppe von E-Learning an Universitäten sind die Studierenden. Abgesehen von Evaluationen im
Rahmen von Lehrveranstaltungen und E-Learning-Projekten ist jedoch wenig darüber bekannt, wel-
che Einstellung die Studierenden gegenüber den digitalen Lernmedien haben und wie sie sie nutzen.
Gerade diese Informationen sind für eine E-Learning-Strategie jedoch unabdingbar.
Vor diesem Hintergrund befragte das E-Learning Center bereits im Frühjahr 2007 die Studierenden
der Universität Zürich (UZH) zu ihrer technischen Infrastruktur (Besitz von Geräten) und Mediennut-
zung. Diese Befragung wurde im Herbstsemester mit veränderter Schwerpunktsetzung, aber identi-
schem methodischen Ansatz wiederholt.
Ziel der hier vorliegenden Befragung aus dem Jahr 2008 war, von den Studierenden mehr über die
technische Ausstattung, die private Nutzung von Computer- und Internetanwendungen sowie die Nut-
zung und Zufriedenheit mit dem E-Learning-Angebot der UZH zu erfahren. Wo dies aufgrund der Fra-
gestellungen möglich war und sich interessante Unterschiede zeigten, wurden die Daten der aktuellen
Erhebung mit den Ergebnissen der Befragung 2007 verglichen.
Es zeigte sich, dass die Studierenden über eine moderne technische Infrastruktur verfügen. So besit-
zen 89% der Studierenden der UZH einen Laptop, der bei über der Hälfte (59%) nicht älter als zwei
Jahre ist. Fast ein Drittel (30%) nimmt ihn jedoch nie mit an die Universität, 7% tun dies hingegen
regelmässig.
Fast alle Studierenden (98%) haben einen privaten Internetzugang, wobei über die Hälfte (55%) sogar
über einen schnellen ADSL-Anschluss verfügt. 96% der Studierenden gehen täglich ins Internet, wo-
bei dort vor allem der Konsum von Inhalten im Mittelpunkt steht. 40% der Studierenden erstellen aber
auch mindestens ein Mal pro Woche Inhalte oder leisten z.B. Beiträge in Wikis oder Diskussionsforen.
Mit dem Internetzugang an der UZH ist ein Grossteil der Studierenden (73%) zufrieden. Im Durch-
schnitt ist die Bewertung leicht rückläufig. Als Anwendungen stehen privat von allem E-Mail, Social-
Networking-Plattformen (z.B. Facebook) und Wikis (z.B. Wikipedia) im Mittelpunkt. Weblogs, Pod-
casts, Chatrooms und Diskussionsforen werden hingegen weniger genutzt. In einer Selbsteinschät-
zung bewertet mehr als die Hälfte der Studierenden (56%) ihre Computerkenntnisse als «gut» bis
«sehr gut».
Darüber hinaus wurden die Studierenden zum E-Learning an der UZH befragt. Hier zeigte sich, dass
fast alle Studierenden (95%) bereits Erfahrungen mit der Nutzung eines Learning-Management-
Systems haben, fast ebenso viele mit elektronischen Kursunterlagen (92%). Mit etwas Abstand dazu
haben 74% schon elektronische Selbsttests- und Übungen genutzt, 54% Wikis und 49% Diskussions-
foren. Vorlesungsaufzeichnungen wurden von 42% der Studierenden im Rahmen ihres Studiums an
der UZH bereits angesehen. Im Gegensatz dazu haben nur sehr wenige Studierende bereits Werk-
zeuge zur Unterstützung virtueller Kommunikation und Kollaboration eingesetzt.
Die Zufriedenheit mit dem E-Learning-Angebot an der UZH ist für einen Grossteil (62%) «zufrieden-
stellend». Allerdings sind nur 6% «sehr zufrieden», und gut ein Drittel (32%) ist «weniger zufrieden»
bis «sehr unzufrieden».
Wichtig ist den Studierenden vor allem das Angebot von Learning-Management-Systemen, elektroni-
schen Kursunterlagen sowie Selbsttests und Übungen. Dies stimmt mit der momentanen Erfahrung
der Studierenden überein. An vierter Stellen bewerten 53% der Studierenden Vorlesungsaufzeichnun-
gen als «wichtig» bis «sehr wichtig».
Die Qualität des E-Learning-Angebots wird von 61% der Studierenden als «gut» bis «sehr gut» einge-
stuft.

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Studierendenbefragung 2008
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1 Untersuchungsdesgin
1.1 Sample
Befragt wurde eine repräsentative Auswahl von 6000 Studierenden der UZH über alle Fakultäten und
Studienstufen. Die Befragung von Studierenden wird generell nur über den Rechtsdienst der UZH
durchgeführt. Dabei werden nur Studierende berücksichtigt, die ihr Einverständnis gegeben haben,
dass sie für Befragungen angeschrieben werden dürfen. Dadurch ergibt sich ein Bias (statistische
Verzerrung) der Antworten, der bei der Interpretation der Ergebnisse zu berücksichtigen ist.
Der Fragebogen wurde von 989 Studierenden beantwortet. Dies entspricht einem Rücklauf von
16.5%.
Vergleich der Rückmeldungen zur allgemeinen Verteilung der Studierenden an der UZH
a) Geschlechterverhältnis der Untersuchung: 38% männlich, 62% weiblich (n=987)
Geschlechterverhältnis UZH gesamt: 44% männlich, 56% weiblich (n=24788)
Der Anteil der Studentinnen ist in der Befragung höher.
1
b) Studienstufe der Studierenden (Untersuchung/UZH gesamt) (n=953/24788)
Erstabschluss: 97.5% – 80.6%
Doktorierende: 1.2% – 15.6%
MAS/Lehramt: 1.4% – 3.8%
Bezüglich der Studienstufen zeigen sich grosse Abweichungen zwischen der tatsächli-
chen und der Untersuchungsverteilung: Deutlich mehr Studierende mit Erstabschluss
und deutlich weniger Doktorierende haben an der Befragung teilgenommen.
c) Fakultät der Studierenden (Untersuchung/UZH gesamt) (n=988/24788)
Theologische Fakultät (ThF): 0.7% – 1%
Rechtswissenschaftliche Fakultät (RWF): 14.0% – 14.2%
Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät (WWF): 13.4% – 12.3%
Medizinische Fakultät (MeF): 9.9% – 9.7%
Vetsuisse-Fakultät (VSF): 2.1% – 2.6%
Philosophische Fakultät (PhF): 50.9% – 48.8%
Mathematisch-naturwissenschaftliche Fakultät (MNF): 11.9% – 11.7%
Bei der Fakultätszugehörigkeit zeigen sich nur geringe Unterschiede zwischen der Un-
tersuchung und der tatsächlichen Verteilung.

1.2 Methodische Anmerkungen


2
Die Befragung der Studierenden erfolgte durch einen Online-Fragebogen . Die Auswahl der Fragen
orientierte sich an der Studierendenbefragung aus dem Jahr 2007 und wurde im Hinblick auf eine
regelmässige Erhebung angepasst.
3
Als Anwendung für die Befragung wurde SurveyMonkey eingesetzt. Der Befragungszeitraum war
vom 27. November bis zum 19. Dezember 2008. Ausgewertet wurden die Daten mit der Statistik-
4
anwendung SPSS .

1
Lehramtstudierende wurden in der Untersuchung nicht gesondert erhoben, so dass sie nicht gesondert zugeordnet werden können. Die
Kategorisierung entspricht der allgemeinen Studierendenstatistik der UZH. Der Vergleich ist somit verzerrt.
2
Der Fragebogen ist bei Anfrage an das E-Learning Center der Universität erhältlich.
3
http://www.surveymonkey.com
4
http://www.spss.ch/
4
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1.3 Vergleichsuntersuchungen

1.3.1 Längsschnittvergleich Studierendenbefragung 2007 und 2008


Vom 20.03.2007 bis 06.04.2007 war eine erste Befragung von Studierenden der UZH zur IT-
5
Infrastruktur der Studierenden durchgeführt worden (Schiefner 2007, 2008) . Ein Vergleich der Unter-
suchungen soll Entwicklungen im Bereich der IT-Infrastruktur und anderer Bereiche ermöglichen.
Elf Fragen beider Untersuchungen sind identisch. Fünf weitere weisen Ähnlichkeiten auf. Von den elf
direkt vergleichbaren Punkten zeigt die folgende Tabelle die Ergebnisse zum Verhältnis der Ge-
schlechter, dem Alter und der Zuordnung zu den Fakultäten. Darüber hinaus waren in beiden Unter-
6
suchungen ein freier Kommentar und Angaben zum Semester möglich , die an dieser Stelle aber nicht
verglichen werden.

Befragung 2007 Befragung 2008

Stichprobenumfang 6000 6000

Rückmeldungen 571 989

Rücklaufquote 9.5% 16.5%

Fragenumfang 44 32

Verhältnis männlich/weiblich 49% – 43% 38% – 62%


(n=526/987)

7
Rückmeldung ThF 0.8% 0.7%
(n=527/988)

7
Rückmeldung RWF 13.3% 14.0%
(n=527/988)

7
Rückmeldung WWF 16.7% 13.4%
(n=527/988)

7
Rückmeldung MeF 9.9% 9.9%
(n=527/988)

7
Rückmeldung VSF 2.1% 2.1%
(n=527/988)

7
Rückmeldung PhF 45.7% 50.9%
(n=527/988)

7
Rückmeldung MNF 11.6% 11.9%
(n=527/988)

Altersdurchschnitt 25.4 Jahre 24.9 Jahre


(n=520/908)

Tabelle 1: Vergleich der Untersuchungen zur Studierendenbefragung 2007 und 2008

5
Fragebogen siehe Anhang
6
Auswertung Kommentar aus der Befragung 2008 im Kapitel 3.10
7
ThF = Theologische Fakultät; RWF = Rechtswissenschaftliche Fakultät; WWF = Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät; MeF = Medizini-
sche Fakultät; VSF = Vetsuisse Fakultät; PhF = Philosophische Fakultät; MNF = Mathematisch-naturwissenschaftliche Fakultät
5
Studierendenbefragung 2008
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2 Ergebnisse der Studierendenbefragung


2.1 Demografische Daten

2.1.1 Frage 1: Alter (n=908, 92%)


Die Mehrzahl der Studierenden ist 19 bis 28 Jahre alt. Bei den älteren Studierenden könnte es sich
um Doktorierende und Absolventen von Weiterbildungsstudiengängen handeln. Der Altersdurchschnitt
liegt bei 24.9 Jahren und liegt damit etwa ein Jahr tiefer als in der Befragung von 2007 (25.8 Jahre).

2.1.2 Frage 2: Geschlecht (n=987, 100%)


Das Geschlechterverhältnis ist in der Untersuchung zu Gunsten der Studentinnen verschoben: Es
liegen mehr Daten von Studentinnen vor, als es der Geschlechterverteilung an der UZH entspricht.

Abb. 1: Geschlechterverteilung innerhalb der Untersuchungsgruppe (2008)

2.1.3 Frage 3: In welchem Fachsemester studieren Sie? (n=924, 93%)


Die Daten wurden nicht ausgewertet.

2.1.4 Frage 4: In welcher Studienstufe befinden Sie sich? (n=953, 96%)

Abb. 2: Studienstufenverteilung (2008)

6
Studierendenbefragung 2008
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Ein Grossteil der Antworten kam von Studierenden aus der Bachelorstufe. Ein Vergleich der
Verteilung innerhalb der Untersuchung mit der allgemeinen Verteilung an der UZH ist aufgrund der
vorliegenden Statistiken nur bedingt möglich (vgl. Abschnitt 1.1).

2.1.5 Frage 5: An welcher Fakultät studieren Sie? (n=988, 100%)


Die Verteilung der Rückmeldungen nach Fakultäten entspricht in etwa der realen Verteilung an der
UZH (siehe 2.1).

Abb. 3: Fakultätsverteilung (2008)

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2.2 Technische Infrastruktur und Softwarenutzung

2.2.1 Frage 6: Über welche Geräte verfügen Sie privat? (n=978, 99%)
Die meisten Studierenden besitzen einen Laptop-Computer und ein Mobiltelefon. Ein erheblicher Teil
verfügt zusätzlich noch über einen Desktop-Computer. Lediglich 8.4% der Studierenden haben ein
Smartphone, das über ein Betriebssystem verfügt und die Installation zusätzlicher Programme ermög-
licht.

Abb. 4: IT- Ausstattung der Studierenden (2008)


In der Studierendenbefragung 2007 antworteten 84.2% (n=546) der Studierenden auf die Frage, ob
sie einen Laptop-Computer besitzen, mit «ja». Dieser Anteil hat sich 2008 um knapp 5% auf 89%
(n=978) erhöht.

2.2.2 Frage 7: Welches Betriebssystem nutzen sie privat? (n=975, 99%)


Windows ist mit über 80% das mit Abstand am weitesten verbreitete Betriebssystem. Mehr als 20%
der Studierenden nutzen MacOS, nur knapp 6% Linux. Nur ein sehr geringer Teil der Studierenden
nutzt privat mehr als ein Betriebssystem.

Abb. 5: Betriebssysteme der privat durch Studierende genutzten Computer (2008)

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Studierendenbefragung 2008
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Bei der Nutzung der verschiedenen Betriebssysteme zeigt sich im Vergleich der Untersuchungen von
2007 und 2008 kaum ein Unterschied. Windows wird mit Abstand (2007, 81.2%, n=548 bzw. 2008,
82.8%, n=975) am meisten genutzt und konnte im Vergleich zu MacOS und Linux seine Position so-
gar etwas ausbauen.

Abb. 6: Betriebssysteme der privat durch Studierende genutzten Computer (Vergleich 2007 und 2008)

2.2.3 Frage 8: Wie alt ist Ihr (neuester) privat genutzter Computer? (n=978, 99%)
Über die Hälfte (58.8% ,n=978) der Studierenden hat einen privat genutzten Computer der weniger als
zwei Jahre alt ist. Damit besitzen sie eine sehr moderne private IT-Infrastruktur. Dabei haben die Ba-
chelor- und Nachdiplomstudierenden die neusten Geräte.

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Studierendenbefragung 2008
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Abb. 7: Alter der privat genutzten Computer (2008)

2.2.4 Frage 9: Wann nehmen Sie Ihren privaten Laptop mit an die Universität? (n=954, 96%)
Auch wenn der Computer mittlerweile zu einem alltäglichen Arbeitsgerät für die Studierenden gewor-
den ist, wird der private Laptop doch von 30.2% der Studierenden nie und von 61.3% nur zu bestimm-
ten Anlässen mit zur Universität genommen. Es sind eher die Masterstudierenden (17%) als die Ba-
8
chelorstudierenden (8.3%), die ihren Laptop «fast immer» dabei haben , was der Ansicht widerspricht,
dass die junge Generation den Medien zugeneigter sei als ältere Studierende. Insgesamt ist jedoch
festzustellen, dass der Laptop für die Studierenden noch nicht zu einem alltäglichen Begleiter gewor-
den ist.

Abb. 8: Mitnahme privater Laptops an die Universität (2008)

8
Diese Zahlen beziehen sich dabei auf die 89% der Studierenden, die angegeben haben, einen privaten Laptop zu besitzen.

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Studierendenbefragung 2008
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Abb. 9: Mitnahme privater Laptops an die Universität (2007 und 2008)

Während in der Studierendenbefragung 2007 nur gefragt wurde, ob die Studierenden ihren Laptop mit
an die Universität nehmen, wurde diese Frage in der Untersuchung 2008 nach der Häufigkeit («im-
mer» bzw. «nur zu bestimmten Gelegenheiten») differenziert. Ein Vergleich der Untersuchungsergeb-
nisse zeigt, dass der Anteil der Studierenden, die Ihren Laptop mit an die Universität nehmen, sich
von 2007 (58.8%, n=519) zu 2008 (69.8%, n=954) um mehr als 10% erhöht hat. In der Befragung von
2008 zeigte sich, dass dabei ein Grossteil (61.3%, n=954) den Laptop nur zu bestimmten Gelegenhei-
ten mit an die Universität nimmt.
9
2.2.5 Frage 10: Haben Sie einen privaten Laptop über NEPTUN gekauft? (n=960, 97%)
Lediglich 18.3% (n=960) der Studierenden haben bisher die Möglichkeit genutzt, über NEPTUN einen
Laptop-Computer zu Vorzugskonditionen zu kaufen. Dies scheint angesichts der Tatsache, dass 89%
der Studierenden einen privaten Laptop besitzen, eine relativ geringe Zahl.

Abb. 10: Laptop über NEPTUN gekauft (2008)

2.2.6 Frage 11: Wie oft nutzen Sie folgende Anwendungen für das Studium? (n=978, 97%)
Die Auswahl der Anwendungen bei dieser Befragung bezieht sich auf Programme, die zum Teil von
allgemeiner, zum Teil von spezieller Bedeutung für das Studium sein könnten. Dabei zeigte sich, dass
neben Textverarbeitungsprogrammen Lernplattformen zu den häufigsten Werkzeugen im Alltag der
Studierenden der UZH gehören.

9
NEPTUN ist ein Projekt für Studierende an Schweizer Universitäten sowie Angehörige von Schweizer Bildungsinstitutionen. Es ermöglicht
Notebooks zu Vorzugskonditionen zu erwerben.
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Studierendenbefragung 2008
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Grafik- und Bildbearbeitungsprogramme, Tabellenkalkulation und Präsentationssoftware scheinen


trotz ihrer allgemeinen Verbreitung noch von geringerer Bedeutung im Studium zu sein.
Im Vergleich zwischen den Fakultäten zeigen sich jedoch deutliche Unterschiede. So nutzen 62.9%
(n=132) der Studierenden der WWF das Textverarbeitungsprogramm mindestens drei Mal pro Woche,
während Studierende der Medizin dies nur zu 22.7% (n=97) tun.
Zwischen den Fakultäten zeigen sich auch deutliche Unterschiede bei der Nutzung von Tabellenkalku-
lationsprogrammen: Während bspw. 40.2% (n=132) der Studierenden der RWF diese nie nutzen,
kommen an der WWF nur 6.1% (n=131) ohne diese Anwendungen aus. Besonders deutlich tritt die
MeF bei der Nutzung von Lernplattformen hervor: 61.9% der Medizinstudierenden nutzen diese täg-
lich.
Auch bezüglich der Studienstufen zeigen sich teilweise grosse Unterschiede in der Nutzung von An-
wendungen. Bei Studierenden der Doktoratsstufe zeigt sich bei fast allen Programmen der schwächs-
te Nutzungsgrad, bei denjenigen der Nachdiplom- und MAS-Stufe häufig die stärkste. Im Vergleich
zwischen Bachelor- und Masterstudierende zeigen sich die grössten Unterschiede in der Nutzung von
Tabellenkalkulationsprogrammen und Präsentationssoftware.

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Studierendenbefragung 2008
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Abb. 11: Nutzung von Anwendungen für das Studium (2008)

Diese Frage war auch in der Befragung 2007 enthalten, jedoch mit einer unterschiedlichen Auswahl
an Anwendungen und unterschiedlichen Antwortmöglichkeiten. Daher können die jeweiligen Antwor-
ten nicht zueinander in Beziehung gesetzt werden. Um trotzdem einen ungefähren Vergleich zu er-
möglichen, wird an dieser Stelle die Grafik aus der Befragung von 2007 eingefügt. Relevant sind die
Kategorien «Grafikprogramme und Bildbearbeitung», «Textverarbeitung», «Tabellenkalkulation»,
«Präsentationssoftware», «Literaturverwaltungsprogramme», sowie «OLAT» und «andere Lernplatt-
formen».

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Studierendenbefragung 2008
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Abb. 12: Nutzung von Anwendungen für das Studium (2007)

2.2.7 Frage 12: Wie beurteilen Sie die öffentlich zugängliche Computerausstattung und den
Internetzugang an der UZH? (n=974, 98%)
Die meisten Studierenden, die Computer und Internetzugang der Universität nutzen, bewerten diese
Services als «gut» – bei der Computerausstattung mit einer Tendenz Richtung «neutral», beim
Internetzugang Richtung «sehr gut».

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Studierendenbefragung 2008
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Abb. 13: Beurteilung der öffentlichen Computerausstattung (2007

Die Antworten zur der Qualität des Internetzugangs an der UZH können nur eingeschränkt zwischen
den Untersuchungen 2007 und 2008 verglichen werden, da die Befragung 2008 um eine zusätzliche
Antwortmöglichkeit («Nutze ich nicht») ergänzt wurde. Es wird davon ausgegangen, dass Studierende
die den Zugang nicht nutzen, auch keine Aussagen über dessen Qualität machen können.
Im Vergleich zum Vorjahr zeigt die Untersuchung 2008 ein widersprüchlicheres Bild: Sowohl die An-
zahl der Beurteilungen als «sehr gut» wie auch als «schlecht» und «sehr schlecht» hat zugenommen,
die Bewertung «gut» stark abgenommen. Hintergrund könnten erhöhte Anforderungen der Studieren-
den an die Zugangsmöglichkeiten sein.
Insgesamt zeigt sich aber, dass der Grossteil der Studierenden nach wie vor mit dem Internetzugang
an der UZH zufrieden ist. So bewerteten 2007 81.9% (n=536) und 2008 73.7% (n=974) der Studie-
renden den Zugang zum Internet als «sehr gut» bis «gut».

Abb. 14: Beurteilung des Internetzugang an der UZH (2007 und 2008)

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Studierendenbefragung 2008
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2.3 Internetnutzung

2.3.1 Frage 13: Wo haben sie Zugang zum Internet? (n=968, 98%)
Fast alle Studierende verfügen über einen privaten Internetzugang. Dabei zeigen sich kaum Unter-
schiede zwischen den Fakultäten, Studienstufen und Geschlechtern.

Abb. 15: Zugangsorte zum Internet (2008)

Im Vergleich zur Befragung 2007 zeigt sich, dass der hohe Anteil des privaten Internetzugangs von
2007 (98.2%, n=556) zu 2008 (99.2%, n=968) erneut leicht anstieg. Der Zugang an der Universität hat
von 2007 (80.2%, n=556) zu 2008 (88.6%, n=968) um mehr als 8% zugenommen. Wider Erwarten hat
entgegen dem Trend der vergleichsweise geringe Zugang an der Arbeitsstelle um fast 9% abgenom-
men.

Abb. 16: Zugangsorte zum Internet (2007 und 2008)

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Studierendenbefragung 2008
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2.3.2 Frage 14: Welche Geräte nutzen Sie für den Internetzugang? (n=966, 98%)
Mobilfunkgeräte haben für den Zugang zum Internet noch eine relativ geringe Bedeutung.

Abb. 17: Geräte für die Internetnutzung (2008)

2.3.3 Frage 15: Über welche privaten Internetanschlüsse verfügen Sie? (n=956, 97%)

Abb. 18: Private Internetanschlüsse (2008)

Bei der Art des privaten Internetanschlusses zeigt sich eine deutliche Präferenz für einen ADSL-
Zugang. Mit 52.9% (2007, n=556) bzw. 55.9% (2008, n=956) verfügt über die Hälfte der Studierenden
über einen solchen Anschluss. Die Differenzierung der Befragung in der Befragung 2008 («Flatrate»
bzw. «by Call») zeigt, dass mit 53.7% die meisten Studierenden eine ADSL-Flatrate haben.

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Der Anteil der Studierenden mit UMTS/GPRS hat sich zwischen 2007 und 2008 fast verdoppelt, liegt
aber immer noch verhältnismässig niedrig (2008, 5.3%, n=956).
Zu beachten ist, dass die Anzahl derjenigen Studierenden stark zugenommen hat, die nicht wussten,
welchen Anschluss sie haben. Während es 2007 nur 4.3% (n=556) waren, gaben 2008 16.5% (n=956)
an, nicht zu wissen, über welchen Anschluss sie verfügen.

Abb. 19: Privater Internetanschluss (2007 und 2008)

2.3.4 Frage 16: Über welche grösste Bandbreite verfügen Sie bei Ihren privaten Internet-
anschlüssen? (n=964, 97%)
Diejenigen Studierenden, die diese Frage beantworten konnten, verfügen in der Mehrheit über einen
schnellen Internetzugang. Fast die Hälfte der Studierenden weiss jedoch nicht, wie hoch die Bandbrei-
te ihres Internetzugangs ist.

Abb. 20: Bandbreite privater Internetanschlüsse (2008)

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2.3.5 Frage 17: Wie oft nutzen Sie das Internet? (n=965, 98%)

Abb. 21: Nutzungshäufigkeit Internet (2008)

Bei der Nutzung des Internets zeigt sich im Vergleich der Untersuchungen 2007 und 2008 eine
Intensivierung: Während 2007 schon 93% (n=556) der Studierenden das Internet täglich nutzten, sind
es ein Jahr später 95.5% (n=965).

2.3.6 Frage 18: Wie oft nutzen Sie das Internet privat für folgende Tätigkeiten? (n=966, 98%)
Die Zunahme der Möglichkeiten der aktiven Gestaltung und Partizipation im Worldwide Web («Web
2.0») und die Vermutung, dass gerade die junge Generation von diesen Möglichkeiten intensiv
Gebrauch macht («Net Generation»), gaben Anlass zur Frage nach der privaten Beanspruchung des
Internets für verschiedene Tätigkeiten.
Die Auswertung der Ergebnisse zeigt, dass für die Studierenden vor allem der Konsum von Inhalten
aus dem Netz von Bedeutung ist. 39.8% (n=966) der Studierenden erstellen aber auch mindestens ein
Mal pro Woche eigene Inhalte; 17.8% haben das bisher noch nie gemacht.

Abb. 22: Nutzungsformen Internet (2008)

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Studierendenbefragung 2008
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In der Studierendenbefragung von 2007 wurde diese Frage mit den Alternativen «Konsumieren» und
«Aktiv Beiträge leisten» gestellt und lediglich ein Ja oder Nein abgefragt. Trotz der sich daraus
ergebenden schwierigen Vergleichbarkeit der Daten zeigen sich gravierende Unterschiede, deren
10
Ursachen noch weiter untersucht werden müssen: Während 2007 nur 13% (19.7%) (n=555) der
Studierenden angaben, aktiv Beiträge im Internet zu leisten, waren es 2008 82.2% (n=966).

Abb. 23: Nutzungsformen (2007)

2.3.7 Frage 19: Wie oft nutzen Sie privat folgende Anwendungen? (n=965, 98%)
Neben den Erkenntnissen über die Nutzung von E-Learning-Angeboten der UZH ist es auch ein Ziel
der Untersuchung, mehr über die privaten Internet-Gewohnheiten der Studierenden zu erfahren. Aus
diesem Grund wurde gefragt, wie häufig einzelne Anwendungen in der Freizeit genutzt werden. Da
einige dieser Anwendungen auch im E-Learning eingesetzt werden, ist ein Vergleich zwischen der
privaten und der Nutzung im Studium interessant. Dies bezieht sich vor allem auf Frage 22. Darüber
hinaus ist diese Frage als Ergänzung zu Frage 18 zu sehen und informiert genauer über die Art der
(aktiven) Nutzung des Webs.
Bei den privat genutzten Anwendungen ist neben E-Mail vor allem die Kommunikation innerhalb von
Social Networks von Bedeutung. Darüber hinaus weisen Wikis, Videoportale und Instant Messaging
eine vergleichbar intensive Nutzung auf. Demgegenüber werden Chatrooms und Weblogs, aber auch
Podcasts und Diskussionsforen, relativ selten genutzt. Bei Instant Messaging (IM) ist die Nutzung sehr
unterschiedlich. Während fast jeder fünfte Studierende IM fast täglich nutzt, hat mehr als ein Viertel
der Studierenden noch nie Gebrauch davon gemacht.

10
Hinzugezogen wurde hier die Antwortkategorie „anders, nämlich“, ohne zu wissen ob es sich um aktive oder passive Nutzungsformen
handelt. Angenommen es handelt sich ausschliesslich um aktive Formen wäre dies der höchste anzunehmende Wert.
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Studierendenbefragung 2008
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Abb. 24: Häufigkeit privat genutzter Anwendungen (2008)

2.4 IT-/E-Learning-Kompetenzen

2.4.1 Frage 20: Wie würden Sie Ihre Kenntnisse im Umgang mit Computern einschätzen?
(n=962, 97%)
Die Selbstauskunft über die Kompetenz im Umgang mit Computern soll dazu dienen, die Fähigkeiten
der Studierenden in diesem Bereich besser einzuschätzen. Die Ergebnisse geben aufgrund der
Selbsteinschätzung nur bedingt Auskunft über die tatsächliche Kompetenz.
Es zeigt sich, dass die Studierenden ihre Fähigkeiten tendenziell als «gut» bewerten (41.9%, n=962).
Mehr als die Hälfte der Studierenden (56.1%) beurteilt ihre Kenntnisse im Umgang mit dem Computer
als «gut» bis «sehr gut».

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Studierendenbefragung 2008
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Abb. 25: Selbsteinschätzung Computerkenntnisse (2008)

Tendenziell schätzen dabei Bachelorstudierende ihre Kenntnisse öfter als «sehr gut» ein als Master-
und Lizentiatsstudierende.
Diese Frage wurde auch in der Untersuchung 2007 gestellt, jedoch mit einer 6-stufigen Skala abge-
fragt. Dadurch sind die Ergebnisse nicht direkt miteinander vergleichbar.

Abb. 26: Selbsteinschätzung Computerkenntnisse (2007)

Beim Vergleich der Ergebnisse zeigt sich, dass ein Grossteil der Studierenden seine Fähigkeiten als
gut bis sehr gut einschätzt. Ca. 15% der Studierenden haben in beiden Untersuchungen die jeweils
höchste («kompetenteste») Kategorie gewählt bzw. nur 0.5% (2007) und 1% die jeweils schlechteste
(«inkompetenteste») Antwortmöglichkeit.

2.4.2 Frage 21: Würden Sie eine Einführung für Studierende in die Nutzung von E-Learning
Angeboten der UZH nutzen? (n=962, 97%)
In Anlehnung an eine Frage aus der Studierendenbefragung 2007, in der nach dem Bedarf an einer
Einführung in OLAT gefragt wurde, ist die Frage nach einem generellen Bedarf einer Einführung in die
E-Learning-Angebote aufgenommen worden.

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Ähnlich wie bei der Frage nach einer OLAT-Einführung in der Befragung 2007 zeigt sich auch bei
dieser Frage eine Verteilung von ca. 60% «nein» und 40% («ja»). Dabei gibt es keine Unterschiede
zwischen den Studienstufen, d. h. auch Masterstudierende würden zu 37% eine Einführungsveranstal-
tung besuchen.

Abb. 27: Bedarf Einführungsveranstaltung E-Learning (2008)

2.5 E-Learning-Angebot

2.5.1 Frage 22: Welche der folgenden E-Learning-Angebote der UZH haben Sie schon im
Studium genutzt? (n=953, 96%)
Learning Management Systeme und elektronische Kursunterlagen wurden an der UZH schon von fast
allen Studierenden genutzt. Dies ist in allen Fakultäten und Studienstufen gleich. Darüber hinaus sind
es vor allem Selbsttests und Übungen, die von den meisten Studierenden schon einmal genutzt wur-
den.
Bei den anderen Anwendungen gibt es teilweise erhebliche Unterschiede. So wurden Online-Kurse/
-Lernmodule in der WWF von mehr Studierenden genutzt als in anderen Fakultäten. Auch hinsichtlich
der Nutzung von Wikis, Vorlesungsaufzeichnungen und Diskussionsforen zeigt sich, dass die Studie-
renden der WWF schon eher mit diesen Anwendungen Berührung hatten als diejeningen an anderen
Fakultäten.
Bei der Betrachtung der Studienstufen schälen sich – mit Ausnahme der beiden oben genannten An-
wendungen – drei Gruppen heraus: Während Studierende der Bachelor-, Master- und Lizentiatsstufe
ähnliche Werte aufweisen, zeigen sich teilweise gravierende Unterschiede zu den Werten der MAS-
und Doktoratsstudierenden.

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Abb. 28: Nutzung von E-Learning-Angeboten (2008)

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2.5.2 Frage 23: Wie gut kennen Sie das E-Learning-Angebot Ihres Studiengangs? (n=950,
96%)
Die Kenntnisse des E-Learning-Angebots des eigenen Studiengangs werden von der Mehrheit der
Studierenden als neutral bis gut eingeschätzt. Im Vergleich der Fakultäten schätzen die Studierenden
der MeF ihre Kenntnisse über das E-Learning-Angebot ihrer Fakultät am besten ein. Ursache dafür
könnte der zentrale Zugang für alle Angebote an dieser Fakultät sein.

Abb. 29: Kenntnisse über das E-Learning-Angebot (2008)

2.5.3 Frage 24: Haben Sie schon mal E-Learning-Angebote ausserhalb der UZH genutzt?
(N=948, 96%)
Auch wenn ein Grossteil der Studierenden mit dem E-Learning-Angebot der UZH zufrieden ist, wurde
die Frage nach der Nutzung von Angeboten ausserhalb der UZH aufgenommen. Dies spricht nicht
gegen die Qualität des Angebots an der UZH, sondern zeigt auf, wo noch andere Ressourcen genutzt
werden.
Über alle Studienstufen und Fakultäten hinweg sind es 16.1% der Studierenden, die E-Learning-
Angebote ausserhalb der UZH genutzt haben. In den meisten Fällen waren dies Angebote anderer
Universitäten, die im Rahmen des Studiums, eines Austauschsemesters wahrgenommen wurden.
Darunter fallen auch Angebote der ETH Zürich. Darüber hinaus hatten recht viele Studierende bereits
in der Kantonsschule Berührung mit E-Learning. E-Learning wurde aber auch von anderen Anbietern
genutzt, um sich beruflich relevantes Wissen oder Sprachkenntnisse anzueignen.

Abb. 30: Nutzung von E-Learning-Angeboten ausserhalb der UZH (2008)

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2.5.4 Frage 25: Wie zufrieden sind Sie mit dem E-Learning-Angebot Ihres Studiengangs?
(n=922, 93%)
Zwei Drittel der Studierenden sind mit dem E-Learning-Angebot der UZH «zufrieden» oder «sehr zu-
frieden». Nur 8.2% (n=922) der Studierenden sind mit den Angebot «unzufrieden» oder «sehr unzu-
frieden».
Über die Studienstufen hinweg zeigt sich bei den Master- und MAS-Studierenden eine grössere Unzu-
friedenheit als bei den relativ homogenen Einschätzungen der anderen Studienstufen. Die Hälfte der
MAS-Studierenden ist mit dem E-Learning-Angebot «weniger zufrieden» oder «unzufrieden» (n=10).
Bei den Masterstudierenden sind es 48% (n=50), die «weniger zufrieden» bis «sehr unzufrieden»
waren.

Abb. 31: Zufriedenheit mit E-Learning-Angebot des Studiengangs (2008)

2.5.5 Frage 26. Wie wichtig sind für Sie folgende E-Learning-Angebote/-Anwendungen der
UZH? (n=947, 96%)
Neben der Nutzung wurde auch die Wichtigkeit einzelner E-Learning-Angebote erfragt. Dabei zeigte
sich, dass 94.3% der Studierenden (n=947) elektronische Kursunterlagen als «wichtig» bis «sehr
wichtig» beurteilt haben. 83.2% haben diese Bewertungen in Bezug auf Learning-Management-
Systeme abgegeben. Auf dem dritten Platz liegen nach dieser Kategorisierung Selbsttests und Übun-
gen (75.9%), gefolgt von Vorlesungsaufzeichnungen (52.8%) und Online-Prüfungen (51.1%).
Im Gegensatz dazu wurden Anwendungen zur virtuellen Kommunikation und Kooperation von den
Studierenden als sehr unwichtig eingestuft.

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Abb. 32: Wichtigkeit von E-Learning-Angeboten (2008)

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Die gleiche Frage wurde auch in der Studierendenbefragung 2007 verwendet, jedoch mit anderen
Skalen. Daher sind die Antworten nur bedingt vergleichbar. Es zeigte sich jedoch, dass «elektronische
Kursunterlagen» sowohl 2007 (72.2%, n=515) wie auch 2008 (73.1%, n=947) die jeweils höchste
Bedeutung («sehr wichtig») zugeschrieben wurde. Bei den «Selbsttest und Übungen» lag diese Quote
2007 bei 30% und 2008 bei 34%; bei den Diskussionsforen 2007 bei 11.3%, 2008 bei 14.4%.

2.5.6 Frage 27: Wie beurteilen Sie die Qualität der von Ihnen genutzten E-Learning-
Angebote? (n=936, 95%)
Die Qualität der E-Learning-Angebote beurteilen die Studierenden mehrheitlich als «gut» (54.8%,
n=936). Nur wenige Bewertungen lagen bei «sehr gut» oder «sehr schlecht».

Abb. 33: Qualität der E-Learning-Angebote (2008)

2.6 E-Research

2.6.1 Frage 28: Wie nutzen Sie den Computer im Kontext wissenschaftlichen Arbeitens?
(n=931, 94%)
Beim wissenschaftlichen Arbeiten wird der Computer am häufigsten für die Literaturrecherche einge-
setzt. Fast alle Studierenden haben dies schon getan. Darüber hinaus wurde in der freien
Antwortmöglichkeit vor allem das Verfassen von Texten genannt, was in der Antwortkategorie auch
unter «Darstellen von Ergebnissen» zusammengefasst werden könnte. Über die Hälfte der
Studierenden nutzt den Computer im Rahmen wissenschaftlichen Arbeitens auch zur «Kooperation
mit anderen Studierenden und Forschenden», wobei darunter etwa auch der E-Mail-Verkehr fallen
könnte.

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Abb. 34: Nutzung des Computers für wissenschaftliches Arbeiten (2008)

2.7 Internet als Lernumgebung

2.7.1 Frage 29: Wie wichtig sind die folgenden Dienste und Anwendungen aus dem Internet
für Ihr Studium? (n=939, 94%)
Für das Studium sind nicht nur die elektronischen Informations- und Kommunikationsmöglichkeiten
von Bedeutung, die durch die Universität selbst angeboten werden, sondern auch die zahlreichen
Angebote und Möglichkeiten im Internet. Im Rahmen der Diskussion um eine so genannte Net Gene-
ration, der eine hohe Vertrautheit mit dem Internet nachgesagt wird, stellt sich die Frage, welche Be-
deutung das Internet als Lernumgebung für die Studierenden hat. Dazu wurde nach der Wichtigkeit
bedeutender Internetdienste und -anwendungen für das Studium gefragt. Dabei zeigte sich folgendes
Bild:
Suchmaschinen (62.5%, n=939), Literaturdatenbanken (48.4%) und elektronische Zeitschriften
(30.3%) sind für die Studierenden am häufigsten mit «sehr wichtig» bewertet worden. Die unter-
schiedliche Bedeutung der Anwendungen in den einzelnen Fächern zeigt sich in der Unterschieden
der Bewertung zwischen den verschiedenen Fakultäten. So werden bspw. Literaturdatenbanken von
61.9 % (n=479) der Studierenden der Philosophischen Fakultät als «sehr wichtig» erachtet und damit
höher bewertet als in von Studierende anderer Fakultäten. Auch bei elektronischen Zeitschrif-
ten(41.6%) und Forschungswebsites (22%) gaben die Studierenden der PhF am häufigsten von allen
Studierenden die Bewertung «sehr wichtig».
Die Bedeutung von Social Networks für das Studium wurde von den meisten Studierenden als «un-
wichtig» bis «sehr unwichtig» beurteilt. Dabei gibt es kaum Unterschiede zwischen den Fakultäten,
Studienstufen und Geschlechtern.

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Abb. 35: Wichtigkeit von Internet-Anwendungen für das Studium (2008)

2.8 Wichtigkeit von Lernkontexten

2.8.1 Frage 30: Bewerten Sie folgende Lernkontexte nach der Wichtigkeit für Ihr Studium
(Jede Bewertung kann nur einmal vergeben werden) (n=989,100%)
In der Diskussion mit Studierenden zeigt sich immer wieder, dass sich die Bedeutung einzelner Lern-
kontexte verschoben hat. So scheint beispielsweise die Bibliothek im Verhältnis zum Internet an Be-
deutung verloren zu haben. Vor diesem Hintergrund wurden die die Studierenden aufgefordert, das
Internet, die Bibliothek, Präsenz-Veranstaltungen, E-Learning und Gespräche mit Kommilitonen der
persönlichen Wichtigkeit nach zu ordnen.
Nach Angaben der Studierenden ist die Präsenzveranstaltung das wichtigste Lernumfeld. Aber schon
am zweitwichtigsten ist das Internet. Die Bibliothek und Gespräche mit Kommilitonen ordnen sich im
Mittelfeld ein, während das E-Learning als am unwichtigsten beurteilt wurde.
Diese Ergebnisse werden dadurch verfälscht, dass sich die Lernkontexte teilweise vermischen. So
sind Präsenzveranstaltungen auch mit E-Learning-Elementen verbunden, und die Bibliothek kann
auch online erreicht werden. Dennoch wird deutlich, dass die didaktisch wenig strukturierte Nutzung
des Internets von den Studierenden als wichtiger eingestuft wird als das formale E-Learning.

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Es zeigen sich leichte Unterschiede bei den Studienstufen. So wurde E-Learning von den Doktorie-
renden als wichtiger beurteilt als von den Studierenden der anderen Studienstufen. Und für die MAS-
Studierenden ist die Bibliothek wichtiger als für Studierende anderer Studienstufen.
Im Vergleich der Fakultäten zeigt sich, dass die Bibliothek für die Studierenden der RWF wichtiger ist
als für diejenigen der anderen Fakultäten. E-Learning wurde insbesondere durch die Studierenden der
WWF wichtiger eingestuft als durch andere Fakultäten.

Abb. 36: Wichtigkeit von Lernkontexten (2008)

2.9 Informationskompetenz

2.9.1 Frage 31: Zur Beurteilung der Qualität einer Internetseite sind für mich folgende Punkte
am wichtigsten: (n=930, 94%)
Diese Frage wurde aufgenommen, um zu erfahren, nach welchen Kriterien Studierende die Qualität
von Websites bewerten.
In der Befragung zeigt sich, dass die Studierenden in der Mehrzahl einen guten Kriterienkatalog zur
Bewertung von Inhalten aus dem Internet haben. Rankings der Suchmaschinen und Häufigkeit der
Information im Internet sind für mehr als drei Viertel der Studierenden keine Qualitätskriterien. Dem-
gegenüber halten die Studierenden die Bekanntheit der Autoren bzw. Herausgeber der Website sowie
das Datum der Publikation für wichtig.
Erstaunlicherweise hält die Hälfte der Studierenden Empfehlungen der Dozierenden und Inhalte von
Bildungseinrichtungen für nicht wichtig.

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Abb. 37: Bewertung der inhaltlichen Qualität von Internetseiten (2008)

2.10 Kommentare

2.10.1 Frage 32: Was Sie uns sonst noch sagen wollten:
Abschliessend wurde den Studierenden die Möglichkeit gegeben, einen freien Kommentar
abzugeben. 146 Studierende (14.8%, n=989) haben sie genutzt. Die Antworten werden aus Daten-
schutzgründen hier nicht wiedergegeben.

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3 Literatur

Schiefner, M. (2007). Studierendenbarometer: Untersuchung der E-Learning-Infrastruktur der Studie-


renden. Im Internet:
www.elc.uzh.ch/news/studierendenbarometer2007/Studierendenbarometer2007.pdf (25.02.2009)
Schiefner, M. & Ebner, M. (2008). Has the Net-Generation Arrived at the University? - oder der Stu-
dent von heute, ein Digital Native? In: Sabine Zauchner; Peter Baumgartner & Edith Baschitz (Eds.):
Campus 2008. Offener Bildungsraum Hochschule - Freiheiten und Notwendigkeiten. Medien in der
Wissenschaft, Band 33. Münster: Waxmann, 2008

4 Abkürzungsverzeichnis

ETH Eidgenössische Technische Hochschule


MAS Master of Advanced Studies
MeF Medizinische Fakultät
MNF Mathematisch-naturwissenschaftliche Fakultät
OLAT Online Learning and Training
PhF Philosophische Fakultät
RWF Rechtswissenschaftliche Fakultät
ThF Theologische Fakultät
UZH Universität Zürich
VSF Vetsuisse Fakultät
WWF Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät

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