"Für Freiheit und gerechten Frieden in Palästina!

Gegen Zionismus und Antisemitismus"



Abraham Melzer, August 2014

Krieg ohne Ende – Paranoia ohne Ende

Ich bin Mitglied der Jüdischen Stimme für gerechten Frieden. Unser Verein, der überall in
Europa und auch in den USA vertreten ist, setzt sich ein für einen gerechten Frieden im
Nahen Osten.

Auf einer Demo in Berlin am Samstag, den 9.8.2014 sagte unser Vorstandsmitglied Iris
Hefes:
„Wir, hier lebende Juden, schämen uns, dass so ein Verbrechen, wie die jüngste Invasion der
israelischen Armee und der Massenmord an Zivilisten und Kindern, die in Gaza zur Welt
gekommen sind, im Namen des Judentums begangen worden ist. Wir erklären uns mit allen
Opfer des israelischen Militäranschlags auf dem Gazastreifen solidarisch.“
Israels militärische Aktionen im Gaza-Streifen sind unverhältnismäßig
und richten sich – nach den vorliegenden Nachrichten der UNO – nicht nur gegen militärische
Ziele, sondern vor allem gegen die Menschen im Gaza-Streifen. Das hat in aller Welt
Empörung hervorgerufen und zu Solidarität mit den Palästinensern veranlasst.
Wer von mir jetzt eine ausgewogene Rede erwartet, den muss ich enttäuschen. Meine Rede
wird nicht ausgewogen sein, denn es gibt bei diesem Konflikt keine Ausgewogenheit. Israel
bedient sich eines zionistischen Mythos, der nur so strotzt von Doppelmoral und Einseitigkeit.

Auch der Staat Israel und besonders seine zionistischen Führer sagen immer wieder wie bei
einem tibetischen Mantra, dass sie Frieden wollen. Aber sie wollen einen von ihnen den
Palästinensern diktierten Frieden. Einen Frieden ohne Gerechtigkeit.

Ich empfinde es als Ehre hier reden zu dürfen und so wie mein Vater seinerzeit mit Stalingrad
mitfühlte, so möchte heute auch ich, angesichts der Ereignisse in Gaza, ausdrücklich betonen:

ICH BIN EIN JÜDISCHER PALÄSTINENSER.

Seit Jahrzehnten drehen sich die Bemühungen um Frieden im Nahen Osten im Kreise. Dabei
geht es um ein ganz einfach zu erkennendes Problem, das man lösen könnte, wenn Israel es
wollte. Es geht darum, dass Israel arabisches Land erobert und kolonialisiert hat. Auf diesem
eroberten Land ist der Staat Israel gegründet worden. Wenn die Israelis bereit und in der Lage
wären das so zu sehen, dann wären wir einen bedeutenden Schritt zur Lösung des Problems
näher. Wenn man dann das Problem ehrlich und fair lösen will, dann findet man auch einen
Kompromiss. Das Problem ist aber, dass Israel kompromisslos ist und sich kategorisch
weigert Kompromisse zu machen, während die Palästinenser bereits Kompromisse gemacht
haben und auf 78% ihres ehemaligen Palästina offiziell verzichtet haben. Es ist jetzt an der
Zeit, dass Israel die restlichen 22% als das Gebiet anerkennen, auf dem der Staat Palästina
errichtet werden soll. Der Staat Palästina wird entstehen, mit und ohne Israels Zustimmung
und je früher die Israelis sich damit abfinden, desto besser für sie.

Israel rühmt sich die einzige Demokratie im Nahen Osten zu sein und ist stolz darauf die
„moralischste Armee der Welt“ zu haben. Leider merken die meisten seiner Bürger nicht den
gewaltigen unüberbrückbaren Widerspruch zwischen diesem Anspruch und der bitteren,
traurigen und grausamen Realität.

Sie wollen nicht sehen zu welchen Verbrechen ihre Armee fähig ist und sie wollen nicht
wissen wie verstockt, selbstgerecht und letzten Endes dumm ihre politischen Führer sind. Sie
wollen nicht sehen, dass ihre „moralischste Armee der Welt“ seit Jahren und Jahrzehnten ein
anderes Volk unterdrückt und ihm die elementarsten Menschenrechte und das Recht auf
nationale Unabhängigkeit vorenthält, Menschenrechte, auf die keiner von uns verzichten
würde. „Die moralischste Armee der Welt“ ist eine Besatzungsarmee geworden und handelt
wie Besatzungsarmeen eben handeln, brutal und unmenschlich. Die israelischen Soldaten
verdrängen komplett, dass sie Besatzungssoldaten sind und sie sind deshalb nicht in der Lage
zu erkennen, dass der Widerstand der Palästinenser legitim und gerechtfertigt ist, genauso wie
der Widerstand der Franzosen gegen die deutschen Soldaten oder der Widerstand der
russischen Partisanen gegen die Wehrmacht.

Dieter Graumann, vom Zentralrat der Juden in Deutschland, hat niemals protestiert, als
israelische Politiker und Militärs, von der israelischen Armee als von der „moralischsten
Armee der Welt“ sprachen und ihr Kodex von der „Reinheit der Waffen“ lobten. Hat nicht die
SS auch von der „Reinheit“ ihrer Waffen gesprochen? Die Waffen-SS war eine kriminelle
Armee und die IDF ist es leider auch. Der Unterschied liegt nicht in der „Qualität“ der
Verbrechen, sondern in der „Quantität“. Wenn aber die Besatzung noch länger dauert, dann
wird auch dieser Unterschied verschwinden. Ich weiß, jetzt werden viele aufschreien und
sagen, dass man nicht vergleichen darf. Ich bin aber nicht dieser Meinung.

Die gesamte soziale, ethische und kulturelle Entwicklung der Menschheit besteht aus
Vergleichen. Vergleichen ist nicht gleichsetzen. Vergleichen ist Vergleichen. Im Rahmen der
Antisemitismusdebatte wird immer wieder davor gewarnt, Israel mit Nazi-Deutschland zu
vergleichen. Wer das tut sei ein Antisemit. Netanjahu selber scheut sich aber nicht widerliche,
geschmacklose und absurde Vergleiche zu machen. So vergleicht er in seiner typischen
Demagogie Israel von 2014 mit Auschwitz.

Die Bibel, auf der unsere westliche Zivilisation u.a. begründet ist, beginnt gleich in dem
ersten Satz mit einem Vergleich. Sie vergleicht Licht und Finsternis und nennt Licht Tag und
Finsternis Nacht. Damit schafft Gott Ordnung in seinem Universum, wo früher Durcheinander
herrschte. Und durch die Unterscheidung hat Gott jetzt Ordnung geschaffen.

Vergleiche helfen uns zu ordnen, zu unterscheiden und zu bewerten. Ohne Vergleiche keine
Moral, keine Wissenschaft und keine Theologie. Den Unterschied zwischen Gut und Böse
wissen wir nur durch Vergleiche. Ohne Vergleiche kein Fortschrift, kein Galileo, kein
Einstein und seine Relativitätstheorie. Und nur durch Vergleiche, die wir automatisch im
Unterbewusstsein machen, wissen wir, dass Netanjahu Unsinn redet, wenn er sagt, dass der
heutige Antisemitismus von der Hamas kommt und wir wissen auch, dass die Saarländische
Ministerpräsidentin Karrenbauer Unsinn spricht und zionistische Propaganda nachplappert,
wenn sie sagt: Antiisraelisch sei gleichzusetzen mit Antisemitisch und daraus folgert: „Kritik
an Israels Politik hat bei uns keinen Platz!“ Was für ein naives Weltbild.

Der ehemalige Ministerpräsident von Nordrhein-Westfallen und Präsident Deutschlands,
Johannes Rau, hat einmal gesagt: „Kritik an Israel ist erlaubt, aber muss es unbedingt
öffentlich sein.“ Da fragt man sich, wo, wenn nicht in der Öffentlichkeit.

Was soll also schlecht sein an Vergleiche? Nichts, aber…
Israel darf man nicht vergleichen, Israel ist ein Tabu. Und wenn Broder, Friedman oder
Graumann sagen, dass es kein Tabu sei und nur die Antisemiten daraus ein Tabu machen,
dann schlage ich jedem von Ihnen vor es zu versuchen. Sie werden dann feststellen, wie
schnell sie dann als Antisemit beleidigt und diffamiert werden, auch wenn Sie hundert
Prozent wissen, dass Sie keiner sind und auch wenn ihre Kritik sachlich und richtig ist. Broder
reagiert dann sofort wie ein tollwütiger Terrier, treu seinem Motto: Warum sachlich, wenn es
auch persönlich geht.

Darf ich die „Administrativ Haft“ der Israelis mit der „Schutzhaf“ der Gestapo vergleichen?
Darf ich die Reaktion der Deutschen auf die Ermordung von drei deutschen Soldaten im
besetzten Frankreich mit der Reaktion Israels auf die Ermordung von drei Talmudschülern im
besetzten Palästina vergleichen? Die Deutschen haben als Racheakt ein ganzes Dorf
ausradiert und seine Bewohner in der Kirche lebendig verbrannt. Die Israelis haben als
Racheakt eine halbe Stadt zerstört und tausende Menschen, darunter hunderte Kinder, mit
Bomben ermordet. Gibt es einen Unterschied?

Vielen wird dieser Vergleich nicht gefallen. Mir auch nicht. Bin ich aber deshalb ein
Antisemit? Es liegt an den Israelis dafür zu sorgen, dass man solche Vergleiche nicht machen
braucht. Es darf aber nicht sein, dass man solche Vergleiche nicht machen darf.

In diesem Krieg, der diese Tage in Gaza tobt, hat Israel nur ein Ziel, ein für alle Mal der
Beschießung Israels durch Kassam Raketen ein Ende zu machen, ein für alle Mal die Tunnel
zu beseitigen. Für immer. Und deshalb nimmt Israel auch in Kauf Massaker an der
Zivilbevölkerung zu vollstrecken, die inzwischen so offensichtlich sind, dass selbst der
zaghafte und scheue Generalsekretär der UN, Ban Ki Moon, Israel öffentlich des
Kriegsverbrechens beschuldigt.

Das ist kein Krieg gegen den Terror, wie Israel behauptet. Das ist blanker Terror! Terror
gegen eine zivile Bevölkerung. Das ist keine Selbstverteidigung, sondern Angriff auf
Zivilisten, Massentöten von unschuldigen Menschen, darunter viele Kinder. Aber das passt ja
zur Doktrin der israelischen Armee, die lautet: Angriff ist die beste Verteidigung.

Oftmals wurden Völker in Kriege verwickelt bzw. von ihren Führer in Kriege gedrängt, nicht
etwa wegen einer tatsächlichen Bedrohung ihrer Existenz, sondern wegen schwachen und
erfolglosen Führer, die um den Verlust ihrer Macht zitterten. Um diese zu sichern mussten sie
Kriege anfangen, auch wenn diese vollkommen unnötig waren. Verbunden mit den möglichen
und unmöglichen Beschuldigungen der Gegenseite, die der eigenen Bevölkerung immer gut
tuen und das Gefühl geben, ein wenig von ihren Tagessorgen zu vergessen. Worüber hätten
denn die Zeitungen sonst geschrieben, wenn es den wahnsinnigen Angriff auf Gaza nicht
gegeben hätte? Etwa die Verteuerung der Tomaten? Das wäre nicht gut für Netanjahu.
Schließlich will er ja an der Macht bleiben. Das israelische Regime braucht, und brauchte von
Anfang an, einen äußeren Feind. Und Bibi Netanjahu ist ein Meister darin überall Feinde zu
sehen. Wenn es nicht Gaza ist, dann ist es der Iran und wenn es nicht der Iran ist, dann ist es
die Hisbollah. Netanjahu verstreut um sich Hysterie und Paranoia. Er benutzt eine
apokalyptische Rhetorik, indem er immer wieder an die Shoa erinnert und das jüdische
Schicksal beschwört. Besonders, die nach seiner Meinung zu erwartende neue Shoa, in der
Zukunft, falls Israel nicht rechtzeitig zurückschlägt.

Dabei fragt sich jeder halbwegs intelligente und moralisch denkende Mensch, wie es möglich
ist, dass ein Staat mit mehr als 200 Atombomben eine solch abgrundtiefe Angst vor den nicht
einmal konventionell gerüsteten Palästinensern hat. Ist es etwa der ewige von den Israelis
verachtete Diasporajude, der aus Netanjahu spricht, der jährlich zu Ostern mit Inbrunst betet:
In jeder Generation wollen sie, die Nichtjuden, uns vernichten. Man könnte fast schon von
wishfull thinking ausgehen. Als ob es den Juden nicht gelungen wäre einen eigenen,
unabhängigen und unangreifbaren Staat zu gründen. Aber dieser Staat braucht immer wieder
neues Menschenmaterial für neue Siedlungen und als Soldaten. Und deshalb muss man die
Juden der Welt in Angst und Schrecken versetzen, damit sie ins gelobte Land einwandern und
jüdische Staatsbürger Israels werden.

Keine der Seiten hat eine logische und erfolgversprechende Strategie. Die Hamas schießt ihre
Raketen ziellos auf eine Zivilbevölkerung in der Hoffnung, dass es die Moral der Israelis
bricht. Die Israelis bombardieren und zerstören Gaza in der Hoffnung, dass die Bevölkerung,
die übrigbleiben wird, ihre Führung vertreibt. Die Logik der Israelis ist die eines dreijährigen
Kindes im Kindergarten, der im Sandkasten sein Territorium verteidigt. Das ist mein
jüdischer Sandkasten! Wer aber aus dem angenehmen Zustand eines dreijährigen in eine freie
und gerechte Zukunft aufwachsen will, der soll endlich aufhören mit 6 Millionen jüdischen
Opfer zu wuchern und eine neue Shoa herausbeschwören, um damit seine
Rückwärtsgewandtheit zu verewigen. Mit Netanjahu und seiner Mannschaft haben die Israelis
aber keine Chance gesund älter und reifer zu werden und zu überleben.

Die Logik der Hamas ist ganz anders, sie ist einfach und leicht verständlich. Sie ist mit den
Worten von Bundespräsident Gauck, die er anlässlich der Gedenkfeier für die polnischen
Helden, die 1944 in Warschau im Kampf gegen die Waffen SS gefallen sind, gut zu erklären:
„Es sei eine Tugend selbst dann zu kämpfen, wenn der Erfolg höchst ungewiss ist. Denn
Freiheit sei so kostbar, dass sie notfalls mit dem eigenen Leben verteidigt werde.“ Das trifft
auch sehr gut auf die Palästinenser zu, die lieber als „Shaide“ (Märtyrer) sterben, als weiter
unter der israelischen Besatzung und Belagerung zu leben.

Beide Hoffnungen sind trügerisch, denn die Geschichte hat uns immer wieder gezeigt, dass
die Terrorisierung einer Bevölkerung, diese nicht ängstigt und bricht, sondern vereint. Man
hasst den Feind dann umso mehr. Das war so in Stalingrad, in London und in Dresden und in
der fernen Vergangenheit auch in Jerusalem, als es von den Römern belagert wurde. Man
revoltierte nicht gegen seine politischen Führer, sondern hasste die Angreifer umso mehr. Das
passiert jetzt wieder auf beiden Seiten.

Wenn wir aber von „beiden“ Seiten reden, dann klingt es so, als ob es zwischen beiden
Gegnern eine Symmetrie gibt. Dieser Krieg ist aber weit davon entfernt ein symmetrischer
Krieg zu sein. Die israelische Militärmaschinerie ist eine der größten der Welt, während die
Hamas nur einige wenige Tausend Kämpfer hat.

Wir wissen schon seit langem, dass keine der Kontrahenten die gegnerische Seite bezwingen
kann. Die Israelis nicht die Palästinenser und diese erst Recht nicht Israel. Warum wird also
weitergemacht? Weil der Wunsch nach Freiheit sich nicht unterdrücken lässt. Der Frankfurter
Jude Ludwig Börne, der vor der unterdrückenden Obrigkeit in Deutschland nach Paris
geflohen ist, schrieb Mitte des 19. Jahrhunderts: Jede Idee lässt sich durch eine andere Idee
verdrängen, nur die Freiheit nicht.

Mehr als andere Nationen wissen das die Juden. Hat nicht ihr mythischer Volksheld Judas
Makkabäus mit einem Haufen Getreuen gegen die stärkere Armee der Griechen gekämpft,
und sind die Juden nicht gegen die mächtige römische Besatzung aufgestanden und um ihre
Freiheit und Unabhängigkeit gekämpft und in Massada gemeinsam in den Tod gegangen, statt
in römischer Sklaverei. Und hat nicht im Jahr 130 Bar Kochba wieder gegen die Römer
gekämpft, ohne jede Aussicht auf Erfolg. Und wie ist es mit dem Kampf der Germanen gegen
die Römer, der amerikanischen Siedler gegen die Engländer, der Algerier gegen die
Kolonisierung durch die Franzosen und der Vietnamesen gegen die Amerikaner. Und es gibt
bestimmt noch mehr Beispiele.

Die Juden, auch in Israel und besonders in Israel, feiern zwei Mal im Jahr Feste, die jeweils
eine Woche dauern, in denen sie ihre Freiheit und Unabhängigkeit gedenken, ihre Befreiung
von der Sklaverei in Ägypten und ihre Befreiung von der Besatzung durch die Griechen. Wie
ist es möglich, dass ein Volk, welches so sehr die Freiheit liebt, einem anderen Volk die
Freiheit verweigert.

Israel und der Zentralrat der Juden in Deutschland vermissen die Solidarität der Bevölkerung
in Deutschland. Es mag sein, dass politische Führer, zumal wenn sie noch im Amt sind,
Lippenbekenntnisse zugunsten Israels abgeben, wie die CDU Ministerpräsidentin des
Saarlands, Frau Karrenbauer und ihre Chefin Angela Merkel. Sie haben aber kaum ihre
Bevölkerung hinter sich, wie es neulich der STERN bei einer Umfrage herausgefunden hat.
Vielleicht sollten sich diese Politiker ein anderes Volk wählen. Ich jedenfalls bin froh, dass
diese wahnsinnige und durch und durch verbrecherische Politik Israels bei der Bevölkerung in
Deutschland und sonst wo in der Welt immer weniger ankommt.

Eine Menge Vermittler waren und sind vor Ort, die aber alle eine ziemlich erbärmliche Figur
abgeben. Frieden wird es nur geben, wenn Israelis und Palästinenser direkt miteinander
sprechen werden. Am Ende wird es eine Waffenruhe geben, aber es wird nicht das Ende sein.

Was kann man tun?

Wir von der Jüdischen Stimme würden als erstes alle dummen und unqualifizierten Vermittler
nach Hause schicken und direkte Gespräche mit der Hamas anstreben, allerdings auf
Augenhöhe.

Wir fordern die Belagerung von Gaza auf dem Land, in der Luft und im Meer zu beenden und
wir würden den Behörden in Gaza ermöglichen einen Seehafen und einen Flughafen zu
bauen, damit die Isolation der Menschen ein für alle Mal beendet wird.

Wir würden auch die Hamas auffordern die Raketen zu beseitigen und die Tunnel zu
beseitigen, wobei vorher natürlich internationale Garantien gegeben werden müssen, dass die
Isolation beendet wird.

Wir würden alle politischen Gefangenen befreien.



Wir würden die Welt auffordern die palästinensische Einheitsregierung anzuerkennen.



Wir würden sofort mit der palästinensischen Regierung Friedensverhandlungen aufnehmen,
um einen gerechten Frieden zu erreichen, ohne vorher kategorische Bedingungen zu stellen.



Kurzum, wir würden den Krieg beenden. Ein für alle Mal.



All das ist aber Israels Justizministerin Livni nicht bereit anzubieten. Sie bietet nur für die
Palästinenser unwesentliche Erleichterungen und geht auf die Forderungen der Palästinenser
überhaupt nicht ein. Die Palästinenser sind aber der leeren und hohlen Reden müde und leid.
Sie wollen Ergebnisse. Sie wollen ihre Freiheit und Unabhängigkeit und nicht
Erleichterungen. Sie wollen nicht mehr von den Israelis gegängelt werden. Sie wollen nicht
mehr morgens, mittags und abends israelische Soldaten sehen. Und wie naiv muss man in
Israel sein, um das nicht zu verstehen.

Aber auch Rufe wie „Tod den Juden“ können nicht akzeptiert werden. Sie sind für uns alle
kontraproduktiv. Es wäre deshalb dringend erforderlich, dass man in Deutschland endlich
zwischen Juden und Israelis unterscheidet. Man soll nicht alle Juden in Haft nehmen, für die
Politik Israels. Es ist freilich nicht leicht, wenn gerade Israel, jede Anstrengung macht, um
den Unterschied zwischen Israelis und Juden zu vertuschen!Gleichwohl wäre zu wünschen,
dass die Juden in Deutschland und überall auf der Welt sich nicht so blind und stumm hinter
Israels fatale Politik stellen und in jeder Kritik an dieser Politik Antisemitismus sehen.

Wenn Graumann und seine Kollegen nicht in Haft genommen werden wollen, für die
Kriegsverbrechen der Israelis, dann sollen sie sich gefälligst von diesen Verbrechen
distanzieren und sie klar und deutlich verurteilen. Ich verlange von den Juden nicht, dass sie
sich nicht mehr mit Israel identifizieren. Ich weiß, dass eine solche Aufforderung mit
Empörung zurückgewiesen würde. Aber ich erwarte und verlange von den Juden, dass sie den
widerlichen Hass auf alles was palästinensisch ist verurteilen und sich davon distanzieren.

Es ist eine Schande, dass die Opfer des Dritten Reiches instrumentalisiert und absurde und
falsche Vergleiche angestellt werden. Es soll von Israels Kriegsverbrecher abgelenkt werden.
Wo ist die Empörung des Zentralrats angesichts des Leides und der Not in Gaza? Wo ist
zumindest eine halbwegs mitfühlende Distanzierung vom Massaker in Gaza?

Diese zum Teil künstliche Aufregung wegen eines möglichen Antisemitismus, ist wirklich
pervers angesichts der täglichen Meldungen aus Gaza über Opfer von unschuldigen Kinder
und Frauen. Da sterben und leiden die Menschen in Gaza und hier wird diskutiert, ob Kritik
an der Politik Israels Antisemitismus sei. Wo bleibt die Empörung, wenn ein prominenter
israelischer Politiker öffentlich laut meint, dass man die Bevölkerung von Gaza auf Diät
setzen müsste. Etwa auf Diät wie die Nazis die Juden im Warschauer Ghetto? Wo bleibt die
Empörung wenn eine Knesset Abgeordnete, Ayelet Shaked, fordert, alle palästinensischen
Mütter zu töten, damit sie keine Söhne mehr zur Welt bringen.



Nein, Kritik an Israels Politik ist kein Antisemitismus und wir lassen es nicht zu, dass diese
berechtigte Kritik durch eine absurde und unnötige Debatte übertönt wird.



Ist es nicht der Staat Israel, der bis an die Zähne bewaffnet, eine zivile Bevölkerung von fast
zwei Millionen Menschen in Gaza terrorisiert? Und da fordert die deutsch-israelische
Zionistin Sucharewitz, im ZDF, „den islamischen Terror der Hamas zu beenden“ und die
zionistische Jüdin Aneta Kahane schreibt in der Frankfurter Rundschau von der Hamas als
„einer Bande verrohter islamischer Mörder“. Was war denn dann der „Irgun“? Hat der Irgun
nicht auch wahllos britische Soldaten getötet, ermordet, liquidiert? Die Palästinenser hatten
Vorbilder und Lehrer bei den Israelis.



Mit einem versteinerten Gesicht aus dem keine Empathie spricht, beweint Sucharewitz die
Israelis, die in Tel Aviv vor den Kassam-Raketen Schutz in Bunker suchen müssen. Sie
finden Schutz. Die Israelis haben zumindest Bunker. Die Menschen in Gaza haben keine
Bunker, sie finden keinen Schutz. Sie sind, nach Aussagen von Sucharewitz, selber an ihrem
Schicksal schuld. Etwa weil sie sich gegen die Belagerung wehren? Dann waren auch die
Menschen in London und in Stalingrad selber schuld, weil sie sich den Deutschen nicht
ergeben haben. We will never surrender – sagte Churchill.

Auch die Hamas wird niemals aufgeben und sich niemals ergeben.



Israel ist der einzige Staat auf der Welt, der heute noch ein Propaganda-Ministerium hat, wie
einst die Nazis. Das israelische „Hasbara“ Ministerium ist dem Faschisten Liebermann
unterstellt. Das Propaganda-Ministerium der Nazis war unter der Leitung des Faschisten und
Antisemiten Goebbels. Als man einen israelischen Diplomaten einmal gefragt hat, was
„Hasbara“ bedeutet, antwortete er naiv und erstaunt: Hasbara ist – die Wahrheit sagen.
Goebbels hat wohl auch immer die Wahrheit gesagt.



Genauso wie die Propaganda der Nazis zur Zerstörung Deutschland und Vernichtung der
Nazis geführt hat, so wird die Propaganda der Israelis zur Zerstörung Israels und Vernichtung
der Zionisten führen. Und ich werde nicht weinen, wenn danach ein demokratisches Israel
entsteht, wie hier ein demokratisches Deutschland entstanden ist.



Es sind nicht die Juden, sondern der Staat Israel und seine angeblich „moralischste Armee der
Welt“, die Empörung, Verzweiflung, Zorn und Wut bei vielen Menschen hervorrufen. Wir
müssen den Mut haben die Dinge zu benennen wie sie wirklich sind. Israel kann kein
Sonderrecht für sich in Anspruch nehmen, dass es sich verteidigen darf, während es den
Palästinensern dieses Recht abspricht. Israel bombardiert mit tausenden von Bomben
gnadenlos eine ungeschützte Stadt, und nimmt in Kauf den Tod von unzähligen Zivilisten.
Wenn aber einige wenige Bomben auf Tel Aviv fallen, dann spricht man gleich von Terror.
Terror ist was in Gaza stattfindet.



Wir dürfen keine Rücksicht darauf nehmen, dass „viele Israelis das Gefühl haben belagert zu
sein“, während in Wirklichkeit Israel Gaza belagert. Die Wahrnehmung der Realität ist bei
den Israelis leider auf den Kopf gestellt. Gebetsmühlenartig wird das Selbstverteidigungsrecht
des angeblich demokratischen Israel wiederholt. Jede Rede beginnt mit einer
Solidaritätsbekundung für Israel. Haben denn die Palästinenser kein Selbstverteidigungsrecht?
Man regt sich zu Recht auf über Parolen wie „Tod den Juden“. Warum regt man sich nicht auf
über Parolen in israelischen Straßen wie „Tod den Arabern“? Weil man vor solchen Parolen
offensichtlich die Augen und Ohren verschließt. In Israel kann offensichtlich nicht sein, was
nicht sein darf.



Wann werden endlich Israelis und Israelfreunde einsehen und anerkennen, dass die
Palästinenser anstelle der Deutschen den Preis für den Holocaust bezahlt haben. Die
Wiedergutmachung, die Deutschland an den Staat Israel bezahlt hat, kann nicht wieder gut
machen, dass die Palästinenser aus ihrer Heimat vertrieben wurden, nicht die Juden.

Die Palästinenser haben den Preis bezahlt, nicht die Deutschen.





Die arge Not der Menschen in Palästina, zwingt zum Widerstand gegen die inhumane Politik
der Zionisten, die über das Land herrschen. Und wenn ich sage Zionisten, dann meine ich
Zionisten und nicht Juden. Es gibt zwar auch jüdische Zionisten, aber nicht alle Juden sind
Zionisten. Es geht um die zionistische Politik des Staates Israel und nicht um die Juden und
nicht um die Judenheit und schon gar nicht um das Judentum. Israel ist nicht das Judentum,
auch wenn Netanjahu das behauptet.



Die Politik des Staates Israel ist rassistisch, nationalistisch, ungerecht und in der Tat auch
bösartig, zumindest gegenüber den Palästinensern. Man muss wirklich nicht Antisemit sein,
um Israels Politik zu kritisieren und Tatsache ist, dass ausgerechnet viele echte Antisemiten in
Deutschland, Frankreich, Holland und anderswo, Israel gar nicht kritisieren, sondern
bewundern. Und sie bewundern Israel weniger um seinetwillen, als vielmehr wegen der
Tatsache, dass Israel die Araber bekämpft, nach der Devise: Der Feind meines Feindes ist
mein Freund, auch wenn ich ihn eigentlich hasse. Und wenn Juden wie Graumann, Knobloch
und Friedman nicht müde werden zu verkünden, dass ihr Herz in Israel sei, dann sollen sie
doch gefälligst nach Israel gehen, wo ihr Herz und ihre Seele sind. Bei Knobloch merkt man
es sehr deutlich, dass ihr Herz in Israel ist. Sie lebt ohne Herzen. Das sieht man ihr an.



In Israel ist es wie im Fußball: Nach dem Krieg ist immer auch vor dem Krieg. Wir müssen
endlich versuchen diesen Teufelskreis zu durchbrechen. Wenn die Israelis und die
Palästinenser es nicht können, dann müssen sie durch uns Europäer und auch durch uns
Deutschen dazu gezwungen werden. Denn schließlich geht es auch um unsere Sicherheit.



Wie ähnlich sich Deutschland und Israel sind, hat schon der berühmte jüdische Nationalismus
Forscher Hans Kohn herausgefunden, als er in den 60ger Jahren des vorigen Jahrhunderts
seine These aufgeschrieben hat, das die größenwahnsinnige Aggressivität Deutschlands in der
ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, in Wirklichkeit das Produkt einer ängstlichen Paranoia
war, die tief in der deutschen Seele versteckt lag. Es verursacht mir Schüttelfrost, daran zu
denken, dass die gegenwärtige Führung Israels mit dem doppelten Syndrom von Opfer
einerseits und ungebremster Aggressor andererseits, die Erbin des alten Deutschlands ist.



Bei aller Empörung über das Vorgehen Israels in Gaza, gegen unschuldige Zivilisten, dürfen
wir nicht vergessen, dass dies nur ein Nebenschauplatz des Israelisch-Palästinensischen
Konflikts ist. Es geht um die Beendigung der Belagerung von Gaza, aber noch mehr, und in
erster Linie, geht es um das Ende der völkerrechtswidrigen Besatzung. Die Palästinenser
haben Israel anerkannt und haben sich mit den Grenzen von 1967 abgefunden. Es ist endlich
an der Zeit, dass die Israelis diese Grenzen als endgültige Grenzen für Israel anerkennen, die
Siedlungen räumen und den Palästinensern ihr Land überlassen. Die Arabische Liga hat Israel
schon mehrmals auf dieser Basis Frieden angeboten.



Vom Standpunkt der Zionisten sind die Palästinenser nicht zu Schaden gekommen. Sie haben
nur ihr Land und ihre Heimat verloren. Aber nach Ansicht der Zionisten war es jüdisches
Land und jüdische Heimat. Und ein Israeli der glaubt, dass die Palästinenser zu Schaden
gekommen sind, ist kein guter Israeli, getreu dem Motto der nationalistischen Israelis: Ein
guter Araber ist ein toter Araber. Und als man einmal den israelischen Nazi und Minister der
Transfer-Partei, Rechawam Zeevi, gefragt hat, wie er das israelisch-arabische Problem sieht,
antwortete er zynisch und dumm: Durch das Visier meines Gewehrs.



So wurden die Palästinenser, die ihrerseits die Juden freundlich und herzlich aufgenommen
haben, brutal und unbarmherzig über den Tisch gezogen. Man hat sie aus ihrem Land
vertrieben und in eine Nakba – Katastrophe – getrieben. Und diese Katastrophe ist noch nicht
zu Ende. Sie findet täglich in Israel und in Palästina statt. Nur leider wird darüber in unseren
Zeitungen selten berichtet.



Wir hier dürfen uns nicht über den Tisch ziehen lassen, durch verlogene Politiker,
heuchlerische Presse und einseitige Veranstaltungen im Fernsehen. Es geht nicht um Gaza, es
geht um die Unterdrückung des gesamten palästinensischen Volkes, es geht um den Kampf
Israels gegen Recht und Gerechtigkeit, gegen internationales Völkerrecht und gegen die
eigene jüdische Moral, die im Wesentlichen sagt: Tue deinem Nachbarn nicht das an, was du
nicht willst, dass man es dir antut.



Es geht schließlich um die völkerrechtswidrige Besatzung, die fälschlicherweise „Besatzung“
genannt wird. In Wirklichkeit ist es eine Kolonisierung. Jahrzehnte nachdem die europäische
Kolonisation in Amerika, Afrika und Teile von Asien beendet wurde. Es gibt heute keine
Kolonisation mehr, nirgends, außer in Palästina und Tibet. Um Tibet aber sollen sich andere
kümmern. Wir kümmern uns um das, was uns geographisch und emotional näher ist.
Zionismus ist eine reine Form von Kolonialismus, denn dem Zionismus geht es nicht darum
ein fremdes Land zu besetzen, sondern es zu einem jüdischen Land zu machen und es mit
Juden zu besiedeln. Die Israelis nennen das: Judaisieren! In den von Israel besetzten Gebieten
leben bereits mehr als 400 000 Israelis in hunderten von Siedlungen. Diese Siedler müssen
alle zurück nach Israel in den Grenzen von 1967.



Wir dürfen nicht zulassen, dass unsere berechtigten Forderungen immer wieder durch eine
Antisemitismus Debatte beiseitegeschoben werden. Antisemitismus Debatten sind vielleicht
notwendig, aber nicht im Kontext des Palästinakonflikts.



Zurück aber zum aktuellen Anlass. Israel mag mit seiner militärischen Überlegenheit
kurzfristig Vorteile erzwingen. Auf lange Sicht droht das Land aber zu verlieren. Die
Palästinenser werden ihre Hoffnungen auf ein selbstbestimmtes Leben in Würde und Freiheit
nicht aufgeben. Wenn sie ihr Ziel auf friedliche Wege nicht erreichen werden, weil Israel
nicht bereit sein wird Kompromisse zu machen, wird die Anwendung von Gewalt als Mittel
zur Fortführung der Politik in den Augen der meisten Palästinenser die einzige Option
bleiben. Dann wird aber auch Israel keinen Frieden finden.



Durch sein langes Schweigen beteiligt sich das offizielle, politische Deutschland an der
Tötung und Zerstörung, die Israel an dem palästinensischen Volk und an Gaza vollzieht. Die
Kanzlerin beeilte sich am zweiten oder dritten Tag des Krieges gegen Gaza bekannt zu geben,
dass sie hinter Israel steht und Israels Recht auf Selbstverteidigung akzeptiert. Das
Selbstverteidigungsrecht der Palästinenser sieht sie offensichtlich nicht, oder sie will ihn nicht
sehen. Warum? Weil Israels Sicherheit deutsche Staatsräson ist? Was für ein Unsinn!



Ein israelischer Blogger schreibt dazu in Haaretz: „Die Schuldgefühle Deutschlands
gegenüber Israel sind vollkommen lächerlich. Vielleicht bedrohen wir Palästina mit unseren
Merkawa-Panzer und Europa mit unseren atomaren Shavit-Raketen?“ Wenn überhaupt
müsste Deutschland gegenüber den Juden Schamgefühle haben und nicht gegenüber Israel,
und Schuldgefühle gegenüber den Palästinensern, nicht gegenüber den Israelis. Ich hoffe, dass
ich den Tag noch erleben werde, an dem das eintreten wird.



Wir fordern deshalb die Bundesregierung dazu auf, einen bereits im Juli 2010 vom Bundestag
einstimmig gefassten Beschluss (Drucksache 17/2328) endlich umzusetzen: in diesem wurde
die Bundesregierung unter anderem dazu aufgefordert, auf eine sofortige Aufhebung der
Blockade des Gazastreifens und auf eine Verbesserung der humanitären Lage in Gaza
hinzuwirken. Es ist höchste Zeit, diesen Beschluss endlich umzusetzen, anstatt jahrelang
lediglich leere Worte zu verlieren!“



Wir fordern von der deutschen Regierung ferner:



Keine deutschen Waffen für die „moralischste Armee der Welt!“ Es kann nicht sein, dass ein
Staat, der zu so einem mörderischen und zerstörerischen Akt fähig ist, Waffen für seinen
Amoklauf bekommt.



Wir erwarten, dass politische und militärische Führer Israels vor ein internationales Gericht
gestellt werden! Wir fordern ein Ende der Kultur der Straflosigkeit, die mit Israel verbunden
ist. Die Tatsache, dass Israel carte blanche von den USA und der EU bekommt, führt dazu,
dass Israel sich maßlos verhält.



Israel muss endlich ernsthafte Verhandlungen mit der kürzlich gebildeten Einheitsregierung
von Fatah und Hamas, aufnehmen und zwar unter internationaler Vermittlung. Die Gründung
eines unabhängigen palästinensischen Staates muss ermöglicht werden, das von der UNO
geforderte Rückkehrrecht der Flüchtlinge muss eingelöst, die Freilassung der politischen
Gefangenen muss geregelt werden. Nach den Schrecken der vergangenen Jahrzehnte ist es an
der Zeit, konkrete Abmachungen zu treffen, die Sicherheit und gutes Leben für alle
Menschen, in Israel und in Palästina, garantieren.

Und ich will enden mit den Worten Theodor Herzls, dem Gründer des Zionismus, der von
einem Staat träumte, in dem Juden, Christen und Moslems friedlich nebeneinander und
miteinander leben: Wenn ihr alle wollt, bleibt es kein Traum.