Thema. | Samstag, 23.

August 2014 | Seite 2
Zu Tisch mit -minu: Claude Cueni
«Solange ich schreibe, sterbe ich nicht»
Jetzt wirbelt eine schöne, junge Frau ins
Zimmer: «… und das hier ist Dina! Sie
ist echt.»
Plötzlich leuchten seine Augen warm.
Und für einen Moment ist es, als würde
die Sonne in diesem Raum mit dem kal-
ten Steinboden und den weissen Wän-
den aufgehen: Die kleine Filipina ver-
sprüht mehr Wärme als drei speiende
Vulkane, so viel Fröhlichkeit wie ein Kin-
dergeburtstag und so wunderbare Herz-
lichkeit wie 1000 italienische Mütter.
«Wir fuhren in Hongkong in derselben
U-Bahn. Sie kam von der Arbeit. Ich
habe sie angesprochen… und wir wur-
den Freunde! Ich war damals topft.»
Dina streichelt seinen Nacken.
«… ich lud Dina in die Schweiz ein. Für
Ferien. Aber das Script des Lebens wollte
es anders: Als sie in der Schweiz landete,
war ich bereits todkrank. Als ich aus dem
Koma aufwachte, war sie an meinem
Bett. Überall tickten Apparate. An allen
Ecken und Enden hing ich an blubbern-
den Schläuchen. Als Spitex-Schwester
war Dina jedoch Kranke gewohnt. Sie
setzte sich an mein Bett und blieb.»
Er nimmt zwei weitere Pillen:
«Ich bat sie zurückzufiegen und mich
zu vergessen. Mein Sohn würde ihr
genügend Geld geben, damit sie in den
Philippinen ein Business aufbauen
konnte. Doch sie sagte, Filipinas laufen
nicht davon. Und was morgen geschehe,
geschehe nicht heute. Sie würde bleiben.
Und es gemeinsam mit mir durch-
stehen.»
Cueni ergreift ihre Hand: «Filipinas wir-
ken oft zart und zerbrechlich, aber sie
sind mental sehr stark und belastungs-
fähig. Sie haben den unerschütterlichen
Glauben, dass am Ende alles gut wird.»
Die Wohnung ist hell. Heiter. Unten rollt
der Verkehr: «Ich brauche das… es ist
ganz anders als in unserem früheren
Haus. Hier gibts Autos, Trams, Verkehr,
Passanten, Flugzeuge, Annemarie wäre
bei dieser Hektik durchgedreht. Mir tut
das gut: Hier ist Leben – und du bist ein
Teil davon!»
Er weiss, dass dies nicht selbstverständ-
lich ist. Nachdem die Leukämie nach
sechs Monaten Isolationsstation und
Chemos und Bestrahlungen immer
noch nachweisbar war, standen die
Überlebenschancen sehr schlecht.
Sein Sohn brachte ihm Musik ins Spi-
tal – Soundmomente der letzten 50 bis
60 Jahre. Sie weckten in Cueni Erinne-
rungen: «Von den Infusionen benebelt,
brachten die Songs Erinnerungen an die
letzten 50 Jahre, Filme, Dialoge, politi-
sche Schlagzeilen, das war fast wie
ein Drogentrip…mir eröfnete sich die
Parallelwelt, die ‹Script Avenue›, die ich
mir als Kind erschafen hatte, um mei-
nem Umfeld zu entkommen.
Mein Sohn sagte: Du wolltest doch
immer diese ‹Script Avenue› schreiben.
Das solltest du jetzt tun.»
Das Verhältnis zu Sohn Clovis war
immer sehr eng. Da er nach der Geburt
eine spastische Lähmung erlitt, trainier-
ten Annemarie und Cueni ihren Sohn
vier bis fünf Stunden täglich nach den
Anweisungen eines Neurologen. Der
Mann lebte allerdings 10000 Kilometer
weit entfernt. Die Therapie wurde zum
enormen Kostenfaktor. «… ich musste
plötzlich enorm viel Geld verdienen. Also
habe ich Werbetexte geschrieben, später
Scripts für Filme und Fernsehen, ich
wurde nur aus Liebe zu meinem Sohn
feissig und erfolgreich.»
Er schrieb das Script zum ersten SRG-
Film «Der Millionenfund» mit Stepha-
nie Glaser und Walo Lüönd. Einschalt-
quote: eine Million. Davon kann man
heute nur träumen.
Deutschland wurde auf den Drehbuch-
schreiber aufmerksam  – also erfand er
die Geschichten für «Peter Strohm»,
«Eurocops» («Ich habe lange darum
gekämpft, dass die Serienfolgen in Basel
gedreht werden!»). Schliesslich kamen
«Tatort», «Alarm für Cobra II» und «Der
Clown». Die Filme sind in mehr als 140
Ländern ausgestrahlt worden.
Parallel dazu entwickelte Cueni Com-
puterspiele für interaktives Telefonie-
Fernsehen. Die Formate wurden bis
nach Japan verkauft: «Ich habe diese
Computerspiele  – das erste war eine
Wirtschaftssimulation über den 2. Puni-
schen Krieg  – eigentlich nur erfunden,
weil sich mein Sohn bei traditionellen
Brettspielen langweilte…»
Trotz all dieser Drehbuchschreibereien
arbeitete Cueni immer wieder an seinen
Romanen. 1998 gelang ihm mit «Cäsars
Druide» der erste internationale Erfolg.
Weshalb eigentlich immer geschichtli-
che Themen?
«… weil mich Geschichte immer interes-
siert hat. Ich war schon als Bub süchtig
nach Wissen. Geschichte hilft uns, die
Gegenwart richtig einzuordnen. Für mei-
nen Helvetierroman ‹Das Gold der Kelten›
habe ich zehn Jahre lang in Bibliotheken
und Museen recherchiert. Heute ist
Recherchieren einfacher geworden…»
Er hat aus der Geschichte Geschichten
gemacht  – sie packend verpackt. Und
auch heute noch steht er zum Credo:
«Jede Art zu schreiben ist erlaubt  – nur
nicht die langweilige!»
mitverfolgt. Er sass oft in meinem Büro
und las neugierig das Blatt, das soeben
geschrieben worden war. Er ist der Ein-
zige, der das darf, denn er hat eine sehr
charmante Art, mir mitzuteilen, wenn
ein Abschnitt nicht so gelungen ist.
Er ist auch heute noch mein erster Lek-
tor. Als Leseratte verfügt er über eine
grosse Erfahrung mit Stofen.»
Die schwierigste Zeit hatte Cueni beim
Tod seiner ersten Frau durchzumachen.
Er reiste mit seinem Sohn nach Hong-
kong. Dort wollte er Abstand gewinnen:
«Ich wusste, es konnte nicht mehr so wei-
tergehen. Ein Geschäftsfreund, mit dem
ich Tag für Tag mailte, lud mich ein. Und
stellte die Bedingung: ‹Kein Wort über
deine verstorbene Frau! Du brauchst
jetzt einen Neustart, das kann ich dir
bieten, eine neue Welt!›.»
Hongkong faszinierte ihn. Seinen Sohn,
den jungen Juristen, ebenfalls. Er lernte
neue Schattierungen einer ihm frem-
den Welt kennen  – neue Lebensarten.
Andere Frauenbilder.
Sohn Clovis verliebte sich in eine Chine-
sin: «Die beiden sind heute glücklich ver-
heiratet. Clovis führt zusammen mit sei-
nem Jugendfreund die Advokatur zum
Schloss in Binningen.»
Cueni selber sagt, ohne seine jetzige
Frau Dina, seinen Sohn Clovis und sei-
nen Freund Emmanuel Goetschel hätte
er dies alles nicht geschaft:
«Dank einer Knochenmarktransplanta-
tion ist die Leukämie heute nicht mehr
nachweisbar. Aber die fremden Blut-
stammzellen stossen Organe ab. Das ist
bei mir so, das muss bei andern nicht so
sein. Ich habe nur noch 40 Prozent Lun-
genvolumen. Aber zurzeit ist alles wieder
stabil. Einmal im Monat gehe ich einen
Morgen zur Kontrolle und täglich absol-
viere ich ein intensives Rehabprogramm.
Ich muss dabei nicht etwa e i n e n
Schweinehund überwinden, sondern
gleich ein ganzes Rudel von Schweine-
hunden.»
Nun schaut er aus dem Fenster: «Im All-
tag ist die Krankheit aber kein Thema.
Wir haben jeden Tag viel zu lachen. Dina
strahlt so viel Lebensfreude aus, dass
man nicht in Versuchung gerät, Trübsal
zu blasen.»
Seine Stimme wird leiser, müder: «Man
muss damit leben, dass sich die Situation
von einem Tag auf den andern ändern
kann. Aber das ist machbar. Wenn die
Laborwerte gut sind, verdrücke ich gleich
einen ganzen Pariserring. Dann merke
ich, dass mich die Monatskontrolle doch
sehr gestresst hat.»
Er träumt davon, Dina Europa zu zei-
gen. Oder nach Malta zu fiegen: «Schon
drei Mal haben wir gebucht. Und wieder
stornieren müssen. Bei dieser Krankheit
gibts halt ständig Komplikationen. Aber
irgendwann werden wir es schafen!»
Als «Script Avenue» fertig war, machte
er sich sofort an die Überarbeitung
eines neuen Buchs, das er in der Schub-
lade liegen hatte. Und schrieb und
schrieb und schrieb. «Es ist die
Geschichte von Eifel und Bartoldi. Zwei
Giganten trefen aufeinander. Ich hatte
den Roman zugunsten der ‹Script Ave-
nue› zurückbehalten. Die ‹Script Ave-
nue› hatte oberste Priorität. Es ist mein
bestes Buch.»
Jemand, der so viele Tode gestorben sei,
mache sich vermutlich nicht mehr allzu
viele Gedanken darüber, was nachher
kommt. Er zuckt die Schultern: «Wer
Gott sehen will, muss einen Blick durch
das Hubble-Teleskop werfen: Man sieht
ein Gemisch aus Staub und Gas. Ein kos-
mischer Furz. Und man muss akzeptie-
ren, dass mit unserer Geburt das Schick-
sal besiegelt ist: Alle müssen eines Tages
sterben. Es ist das Normalste der Welt,
dass man plötzlich zu existieren aufhört.
Deshalb geniesse ich jeden Tag und tau-
che frühmorgens in meine Geschichten
ein. Aufgeben war noch nie eine Option.
Als Fussballfan sehe ich das Leben eh als
sportliche Herausforderung.»
Im November ist wieder Malta
gebucht.
Der Kulturbetrieb übersah ihn («Ein
Drehbuchschreiber war damals suspekt.
Heute jedoch wollen alle Schriftsteller
Drehbücher schreiben!»). Das Verhalten
des schweizerischen Kulturkuchens
liess ihn jedoch kalt: «Ich musste ein
Leben lang sehr viel arbeiten und Verant-
wortung übernehmen – und hatte keine
Zeit, zu antichambrieren und an einem
oft realitätsfremden Kulturbetrieb teil-
zunehmen.»
Dina bringt eine Platte mit Frühlingsrol-
len. Hausgemacht. «Also, die schmecken
so, wie sie wirklich schmecken müssen.
Was wir hier kaufen können, hat mit
richtigen ‹Springrolls› nichts gemein.»
Tatsächlich krachen die schmalen Din-
ger zwischen den Zähnen. Und schon
explodieren auf dem Gaumen wunder-
bare Gewürze.
Dina lächelt: «Das beste Gewürz ist
immer die Liebe. Liebe ist die wichtigste
Pille.»
Cueni sagt: «Man kann die Krankheit
nicht ändern, aber die Einstellung dazu.
Dina hilft mir dabei. Aber vor allem ver-
danke ich mein Leben allen Mitarbeite-
rinnen und Mitarbeitern der Hämatolo-
gie des Unispitals Basel und einem
anonymen Knochenmarkspender.»
Ob er wirklich in einer Nagelkiste seine
Babywochen verbracht habe?
«Nun  – ich habe da keine eigenen Erin-
nerungen, es gibt kein Selfe. Aber Ver-
wandte haben mir das immer erzählt.
Ich kam in Basel in der Josefsklinik zur
Welt. Weil meine Mutter jahrelang
krank war, verbrachte ich die ersten
Babyjahre bei einer ihrer Schwestern im
Jura. Der Onkel hatte eine Lagerhalle
auf einer Weide. Dort setzten Arbeiter
kleinste Teile in ein Uhrwerk ein  – man
bettete mich angeblich in eine Kiste. Und
immer wenn die Arbeiter von der Toilette
kamen, fuhren sie mir übers Gesicht …»
Und sie hatten die Hände nicht gewa-
schen?
Er grinst: «Die Toilettenszene und die
Behauptung, das habe mein Immun-
system gestärkt, ist dichterische Frei-
heit … Die ‹Script Avenue› ist mit viel
Selbstironie geschrieben.»
Die Eltern holten ihn nach Basel zurück.
In die Sommergasse:
«Meine Mutter praktizierte eine
Patchwork-Religion aus Katholizismus,
Exorzismus und mittelalterlichem Aber-
glauben. Einmal stierten meine Schul-
kameraden auf meine Turnhosen. Über-
all waren Madonnenbildchen einge-
stickt. Da merkte ich erst, dass dies nicht
ganz normal war.»
Der Primarlehrer des Merian-Iselin-
Schulhauses hielt ihn zum Lesen an:
«Damals fand ich ihn zu streng, aber aus
heutiger Sicht habe ich ihm sehr viel zu
verdanken. Dank ihm fand ich Zugang
zu Büchern und konnte erstmals dieser
elterlichen Blase entfiehen. Und dank
Onkel Arthur… er zeigte mir mehr als
die etwas düstere Welt des Juras…»
Allerdings hatte der Haudegen und
einstige Fremdenlegionär ihn später zu
vergewaltigen versucht – so wie er sich
an alle jüngeren Cousins von Cueni her-
anmachte:
«… Er war ein Tier. Aber die jurassische
Verwandtschaft schaute einfach weg.
Das Thema ist bis heute tabu. Das
änderte sich auch nicht, als einer meiner
Cousins sich deswegen das Leben
nahm…»
Später besuchte Cueni das Realgymna-
sium: «Ich fog. Und mir war das nur
recht – denn ich fog in die erste gemischte
Klasse…»
Er war jedoch zu schüchtern, um die
Mädchen anzusprechen. Er fog wie-
der – diesmal für ein paar Monate in ein
Internat nach Schwyz. «… ich durch-
lebte eine ziemlich wilde Pubertät und
lehnte jegliche Form von Autorität ab.»
Als Cuenis verstorbene Frau in den
90er-Jahren ein Kapitel aus der späte-
ren «Script Avenue» las, das im Jura
angesiedelt war, schüttelte sie vehe-
ment den Kopf: «Das darfst du nie ver-
öfentlichen… denke an deine Ver-
wandtschaft!»
Also hat er das Manuskript auf die Seite
gelegt. Erst die Songs, die ihm sein Sohn
Clovis jeweils ins Spital brachte, haben
diese Figuren wieder aufeben lassen:
«Clovis hat meine Texte schon als Kind
Claude Cuenis Copains. Nur noch die Figuren seiner Romane hielten ihn am
Leben. Sie holten ihn in ihre Scheinwelt, um ihn der Realität zu erhalten. Foto -minu
Irgendwie fühle ich mich unsicher. Wie
begrüsst man einen Mann, der bereits
totgesagt war? «Hello – welcome back»?
Oder: «Schön, dich wiederzusehen…»
Ich stehe vor diesem eleganten Neubau
in Allschwil. Schaue mich um. Und
denke: «Wo hat er hier vier Mal die Asche
seiner Frau umgebuddelt?  … Ist doch
alles nur Parkplatz. Und Beton?!» Später
erzählt mir Claude Cueni, dass dies nicht
hier, sondern in seinem Binninger Haus
war: «Mein Schlafzimmer ging auf einen
Garten. Und zum Wald. Ich wollte immer
den ersten Blick morgens auf meine tote
Frau haben. Also vergrub ich die Urne
im Gras. Und war doch total unglücklich.
Ich schaufelte ein Loch im Wald…und
noch mal eines… ich holte sie aber immer
wieder heraus. Ich konnte mich einfach
nicht trennen…»
Annemarie war seine grosse Jugendliebe.
Als sie an Krebs erkrankte, wackelte seine
Welt. Nur noch die Figuren seiner
Romane hielten ihn am Leben. Sie holten
Cueni in ihre Scheinwelt, um ihn der
brutalen Realität zu erhalten. Er tauchte
in dieses surrealistische Beet von Erinne-
rungen ab  – und als ihm die Ärzte
18 Monate später eröfneten, «ALL-Leuk-
ämie… Wenn Sie noch etwas zu erledi-
gen haben, sollten sie es jetzt tun», da
beschloss er, noch einmal ein Buch zu
schreiben. «Es sollte ein ehrliches Buch
werden, ohne Rücksicht auf die eigene
Reputation. Ich war überzeugt, solange
ich an diesem Buch schreibe, werde ich
nicht sterben.»
Es wurden 638 Seiten. Und es wurde ein
Riesenerfolg. Nummer vier auf der Best-
sellerliste. Am 8. Mai kam «Script Ave-
nue» in die Läden – zwei Monate später
war die erste Aufage ausverkauft.
«Dritter Stock», sagt die Stimme in der
Gegensprechanlage.
Ein eleganter Lift surrt den Besucher
nach oben. Claude Cueni steht an der
Türe. Sein Gesicht hat die Farbe von ver-
dünnter Milch: «Es tut mir leid – aber du
musst zuerst die Hände sterilisieren!» Er
streckt mir eine Flasche hin. Ich kenne
das. Als mein Freund auf der Quarantä-
nestation lag, haben meine Wochen nur
aus «Hände sterilisieren» bestanden.
Jetzt lachen seine Augen, in denen
immer ein kleiner, schwarzer Humor-
funke sprüht: «Dann weisst du
Bescheid…komm herein! Die Herr-
schaften warten bereits…»
Am Fenster sitzt Kardinal Agostini. Er
hält eine Pistole in den Händen. Und
schaut gedankenverloren auf ein vorbei-
fahrendes Sechsertram. Im Arbeitszim-
mer winkt mir ein gut gebauter römi-
scher Legionär zu. Claude Cueni sieht,
wie ich auf seinen kurzen Rock stiere,
und füstert: «Er ist kein Schotte – er trägt
so etwas wie eine Windel darunter…»
Der etwas arg verhutzelte Mann vom
Planet der Afen schnaubt verächtlich,
während Kardinal Agostini die Pistole
zieht. Und meine frischen Erdbeertört-
chen vom Kuchenteller schiesst!
«WILLKOMMEN IN DER SCRIPT AVE-
NUE!», lächelt Cueni. Er wirft ein paar
Pillen ein («es sind 17 am Tag») und
würzt sein Mineralwasser mit einigen
Tropfen Flüssigmedizin. Dann zeigt er
auf die Gäste: «Es sind Protagonisten aus
meinen Büchern. Ich kaufe mir alte
Schaufensterpuppen. Und kleide sie dann
entsprechend ein. Am schwierigsten war
es, ein Papstkleid zu bekommen  – denn
das sind Einzelstücke, die jeweils für den
neuen Papst hergestellt werden. Also habe
ich mit dem Kardinal vorliebgenommen.»
Claude Cueni mag die Farbe Schwarz,
Paniertes und schrägen Humor.
Er hasst Geiz.
Den Soundtrack zu Cuenis Erinnerun-
gen und seiner Musikwelt der letzten
60 Jahre hat Rainer Luginbühl auf
Youtube zusammengestellt: Soundtrack
Script Avenue.
Webseite Claude Cueni: www.cueni.ch
Cuenis Credo: «Jede
Art zu schreiben ist
erlaubt – nur nicht die
langweilige.»
«Wer Gott sehen will,
muss einen Blick durch
das Hubble-Teleskop
werfen…»
«Im Alltag ist die
Krankheit kein Thema.
Wir haben jeden
Tag viel zu lachen.»

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