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Betriebsanleitung für Schraubenspannvorrichtungen HWS

Inhaltsverzeichnis

Vor der Inbetriebnahme

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Sicherheitshinweise

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Für ein sicheres und problemloses Arbeiten

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Spannvorgang

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Lösevorgang

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Kolbenrückhub

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Hubanzeige / Überhubsicherung

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Dichtungswechsel

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Entlüftung

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Wartung und Lagerung

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Garantie

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Kuppeln der Hochdruckschläuche

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Drehbares Anschlußstück / Montagedrehring

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Arbeitsanleitung für Schraubenspannvorrichtungen Spannvorgang

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Lösevorgang Technische Daten

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Ersatzteilzeichnung

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Vor der Inbetriebnahme

Diese Betriebsanleitung soll Sie über die Handhabung und den sicheren Umgang mit der

AS Tech

Schraubenspannvorrichtung informieren.

Für eine optimale Funktion und hohe Sicherheit lesen Sie diese Betriebsanleitung bitte aufmerksam durch. In dieser Betriebsanleitung sind alle Komponenten und Optionen dieser Baureihe beschrieben. Die für Sie gültige Ausführung der Schraubenspannvor- richtung entnehmen Sie bitte der unter Kapitel „Technische Daten“ beigefügten Ersatz- teilzeichnung und Ersatzteilliste.

Sicherheitshinweise

Neben der Beachtung der allgemeinen UVV-Vorschriften sind insbesondere die folgenden Sicherheitshinweise zu beachten, um lebensgefährliche Zustände, Beschädigungen bzw. erhöhte Unfallgefahr zuvermeiden.

Bei Leckagen während der Druckbeaufschlagung muß sofort der Druck abge- lassen werden. Die Leckagestelle ist abzudichten bzw. defekte Teile sind muß sofort der Druck abge- lassen werden. Die Leckagestelle ist abzudichten bzw. defekte Teile sind zu er- neuern.

ist abzudichten bzw. defekte Teile sind zu er- neuern. Im Reparaturfall dürfen nur Originalersatzteile verwendet

Im Reparaturfall dürfen nur Originalersatzteile verwendet werden. Unsachge- mäßer Ersatz beschädigter Teile durch Nich Reparaturfall dürfen nur Originalersatzteile verwendet werden. Unsachge- mäßer Ersatz beschädigter Teile durch Nicht-Originalersatzteile ist nicht gestattet.

Alle Bauteile sind ausschließlich entsprechend der Betriebsanleitung bzw. der Zu- sammenstellungszeichnung zu handhaben. Ein sind ausschließlich entsprechend der Betriebsanleitung bzw. der Zu- sammenstellungszeichnung zu handhaben. Ein geänderter Funktionsablauf oder ein anderer Einsatzfall ist unzulässig.

Beachten Sie, daß die zu verspannenden Bauteile nicht über ihre zulässigen Be- anspruchungen belastet werden. zulässigen Be- anspruchungen belastet werden.

Der Gewindeüberstand des Bolzens muß eine ausreichend große Gewindeüber- deckung zur Schraubenspannvorrichtung bi eten, um ein Ausreißen des Bolzens muß eine ausreichend große Gewindeüber- deckung zur Schraubenspannvorrichtung bieten, um ein Ausreißen von Gewinde- gängen zu vermeiden.

Der Aufenthalt in Richtung der Bolzenachse ist verboten . Ebenso ist vom Bedienungspersonal ein ausreichender Sicherheitsabstand einzu- halten. ist verboten. Ebenso ist vom Bedienungspersonal ein ausreichender Sicherheitsabstand einzu- halten.

Spanndrücke bzw. Spannkräfte dürfen nur von autorisierten Personen angege- ben bzw. geändert werden. Hierbei sind die zulässigen dürfen nur von autorisierten Personen angege- ben bzw. geändert werden. Hierbei sind die zulässigen Bauteilbeanspruchungen zu berücksichtigen.

Die Bedienung und Nutzung der Schraubenspannvorrichtung darf nur durch fachlich versiertes Personal vorgenommen werden. Bedienung und Nutzung der Schraubenspannvorrichtung darf nur durch fachlich versiertes Personal vorgenommen werden.

nur durch fachlich versiertes Personal vorgenommen werden. Der angegebene Spanndruck darf unter keinen Umständen

Der angegebene Spanndruck darf unter keinen Umständen überschritten werden (siehe Kapitel Technische Daten). Während des angegebene Spanndruck darf unter keinen Umständen überschritten werden (siehe Kapitel Technische Daten). Während des Spann- bzw. Lösungsvorganges ist das Manometer des Druckerzeugers zu beobachten. Bei Erreichen des ange- gebenen Druckes ist der Druckaufbau sofort zu beenden. Verwenden Sie nur Prä- zisionsmanometer die regelmäßigen Prüfungen unterliegen.

Der zulässige Hub bei Schraubenspannvorrichtungen ohne mechanischem Fest- anschlag oder ohne Überhubventil darf unter keinen zulässige Hub bei Schraubenspannvorrichtungen ohne mechanischem Fest- anschlag oder ohne Überhubventil darf unter keinen Umständen überschritten

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werden. Während des Spann- bzw. Lösevorganges ist immer der zulässige Hub der Schraubenspannvorrichtung zu beachten. Ein Überschreiten dieses Hubes ist mit einer eventuellen Beschädigung der Schraubenspannvorrichtung sowie mit er- höhter Unfallgefahr bzw. ungenügender Vorspannkrafterzeugung verbunden.

Grundsätzlich ist bei jedem Anschluß von Hochdruckschläuchen darauf zu achten, daß die Verbindungen einwandfrei hergestellt sind. Anschluß von Hochdruckschläuchen darauf zu achten, daß die Verbindungen einwandfrei hergestellt sind.

Die Hochdruckschläuche sind so zu verlegen, daß ein Überfahren durch Fahrzeuge bzw. unnötiges Überlaufen durch Personen vermieden wird. Niemals verlegen, daß ein Überfahren durch Fahrzeuge bzw. unnötiges Überlaufen durch Personen vermieden wird. Niemals Schläuche über scharfe Gegenstände verlegen (Einschnittgefahr) und nicht knicken bzw. einklemmen.

Bei einem Transport der Schraubenspannvorrichtung durch Hebezeuge ist ein Auf- enthalt unter der schwebenden Last nicht gestattet. richtung durch Hebezeuge ist ein Auf- enthalt unter der schwebenden Last nicht gestattet.

Es ist nur der Transportlast entsprechende Hebezeuge an den vorgesehenen Transporthilfsmitteln zu verwenden.Auf- enthalt unter der schwebenden Last nicht gestattet. Für einen sicheres und problemloses Arbeiten Prüfen Sie

Für einen sicheres und problemloses Arbeiten

Prüfen Sie die Rechtwinkligkeit der Bolzenachse zur späteren Auflagefläche der Schraubenspannvorrichtung. Der Bolzen (Zuganker) darf während und nach der Ver- spannung keine Biegebeanspruchung erfahren.

nach der Ver- spannung keine Biegebeanspruchung erfahren. Säubern Sie alle Gewinde und beseitigen Sie eventuelle

Säubern Sie alle Gewinde und beseitigen Sie eventuelle Beschädigungen vor dem Aufsetzen der Schraubenspannvorrichtung. Hierdurch vermeiden Sie ein "Festfressen".

Die Auflagefläche für die Schraubenspannvorrichtung muß eben und frei von Schmutz sein. Hierdurch vermeiden Sie Setzkraftverluste.

Schrauben Sie die Schraubenspannvorrichtung langsam auf, um ein "Festfressen" zu vermeiden.

Nach jedem Spann- bzw. Lösevorgang ist der Kolben einer Schraubenspannvorrichtung ohne automatischem Kolbenrückhub sofort in die Null-Lage zurückzubringen. (Schraubenspannvorrichtungen mit automatischem Kolbenrückhub fahren selbsttätig in Null-Lage zurück.)

Vor dem Transport der Schraubenspannvorrichtung sind alle Hochdruckschläuche abzu- kuppeln.

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Spannvorgang

Nachdem Sie alle erforderlichen Prüfungen durchgeführt haben, kann mit dem eigentli- chen Spannvorgang begonnen werden. Montieren Sie die Schraubenspannvorrichtung entsprechend der Arbeitsanleitung und der Zusammenstellungszeichnung auf die zu verspannenden Bauteile. Achten Sie hierbei darauf, daß der Stützzylinder zentrisch zur Schraubenachse ist und der Hydraulikkörper sich an der Stützhülse zentriert.

Die Schraubenspannvorrichtung dient als Werkzeug und wird bis zur Anlage aufge- schraubt. Bei Schraubenspannvorrichtungen mit Zugelementen wird der Hydraulikkörper mit dem Stützelement aufgesteckt und anschließend das Zugelement aufgeschraubt.

Je nach Einsatzfall ist eine vorgegebene Verschraubungsreihenfolge einzuhalten. Ebenso kann es erforderlich sein, aufgrund des begrenzten Hubes oder der Geometrie die zu verspannenden Bauteile in mehreren Teilschritten vorzuspannen. Fragen hierzu autorisierte Personen. Der Kolben der Schraubenspannvorrichtung muß vor der Verspannung in Null-Lage sein.

Nachdem die Schraubenspannvorrichtung mit dem Druckerzeuger mittels Hochdruck- schläuchen verbunden wurde, ist die Schraubenspannvorrichtung evtl. zu entlüften (siehe Kapitel Entlüftung).

Bei Schraubenspannvorrichtungen mit Rückschraubelemente sind nach dem aufschrauben der Schraubenspannvorrichtung die Sechskantmuttern der Rückschraubelemente unbedingt um mindestens dem Hub zurückzuschrauben. (siehe Kapitel Kolbenrückhub)

Hub zurückzuschrauben. (siehe Kapitel Kolbenrückhub) Bei Schraubenspannvorrichtungen mit hydraulischem

Bei Schraubenspannvorrichtungen mit hydraulischem Kolbenrückhub ist unbedingt auch der Rücklaufanschluß mit dem Druckerzeuger herzustellen. (siehe Kapitel Kolbenrückhub)

Prüfen Sie, ob alle Hochdruckanschlüsse ordnungsgemäß hergestellt sind (siehe Kapitel Kuppeln der Hochdruckschläuche).

Mit dem Druckaufbau leiten Sie den Spannvorgang und damit die Vorspannkrafter- zeugung ein.

Beim Spannvorgang wird die Schraube entsprechend der Spannkraft gelängt und die Bauteile gestaucht. Der Kolben fährt aus dem Zylinder aus. Der maximale Spannhub ist der Zusammenstellungszeichnung zu entnehmen.

Die Druckbeaufschlagung ist sofort zu beenden wenn der vorgegebene Spanndruck er- reicht wurde. Die Hauptmutter wird nun manuell oder motorisch (je nach Ausführung) bis zur Anlage beigedreht. Sollen mehrere Schrauben mit dem gleichen Werkzeug vorgespannt werden, empfiehlt es sich, die Hauptmutter von der gleichen Person beidrehen zulassen. Hier- durch wird eine höhere Gleichmäßigkeit der Verspannung erreicht.

eine höhere Gleichmäßigkeit der Verspannung erreicht. Überprüfen Sie jetzt mit einer Fühlerblattl ehre durch

Überprüfen Sie jetzt mit einer Fühlerblattlehre durch den Spionschlitz ob alle Haupt- muttern am Flansch anliegen

Ist die Verbindung ordnungsgemäß, den Vorgaben entsprechend hergestellt, kann der Druck am Druckerzeuger abgelassen werden. Erst wenn der Druck vollständig abgebaut ist und der Kolben wieder in Null-Lage ist, können die Hochdruckschläuche abgekuppelt werden. Schützen Sie die Anschlußnippel, –kupplungen oder offenen Anschlußgewinde mit den entsprechenden Schutzkappen.

Anschlußgewinde mit den entsprechenden Schutzkappen. general AS Tech Industrie- und Spannhydraulik GmbH – An
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Lösevorgang

Bevor Sie mit dem Lösevorgang beginnen, kontrollieren Sie zunächst alle Hochdruckan- schlüsse. Beseitigen Sie an allen Bauteilen eventuelle Verschmutzungen oder Beschädi- gungen. Beim Lösevorgang sind alle Vorbedingungen entsprechend des Spannvorganges wie Entlüftung, Kolbenrückhub oder Schlauchanschlüsse sowie die der Arbeitsanleitung zu beachten. Außerdem ist der Betrag, den die verschraubten Teile zurückfedern, durch Einstellen des „Spaltmaßes“ zu beachten. Berücksichtigt wird dies durch Aufschrauben der Schrauben- spannvorrichtung bzw. des Zugelementes und anschließendem Zurückschrauben um ca. eine Umdrehung. Das so eingestellte „Spaltmaß“ darf jedoch niemals den zulässigen Hub überschreiten. Zum Lösen wird, wie im Kapitel Spannvorgang beschrieben, der Druckerzeuger mit der Schraubenspannvorrichtung verbunden und mit dem Lösedruck beaufschlagt. Grund- sätzlich ist der Lösedruck geringer als der Spanndruck. Sollte ein Lösen der Hauptmutter auch bis zum Spanndruck nicht möglich sein, ist mit fachkundigen Personen eine mög- liche Ursache und die weitere Vorgehensweise zu klären. Eine höhere Druckbeauf- schlagung darf nicht erfolgen. Nachdem die Hauptmutter zurückgedreht wurde, kann der Druck am Druckerzeuger ab- gelassen werden. Sollte die Schraubenspannvorrichtung sich nicht von der Schraube lösen lassen, ist ein zu geringes „Spaltmaß“ eingestellt worden. Dies kann dadurch behoben werden indem die Verbindung wieder hergestellt und ein größeres „Spaltmaß“ eingestellt wird. Hierbei kann es erforderlich sein, um den maximalen Hub nicht zu überschreiten, in mehreren Teilschritten zu lösen. Nach jedem Lösevorgang muß der Kolben in seine Null-Lage zurückgebracht werden, d.h. der Kolben liegt plan an der Zylinderstirnseite auf.

Kolbenrückhub

liegt plan an der Zylinderstirnseite auf. Kolbenrückhub Nach jeder Druckbeaufschlagung muß sichergestellt werden,

Nach jeder Druckbeaufschlagung muß sichergestellt werden, daß der Kolben in seine Null-Lage zurückgebracht wird. Grundsätzlich ist dabei zu beachten, daß Hydrauliköl aus dem Kolbenraum verdrängt wird. Um ein zurückfließen des Öles zum Tank des Drucker- zeugers zu ermöglichen, müssen die Hochdruckschläuche mit der Schraubenspannvor- richtung und dem Druckerzeuger verbunden werden. Das Druckablaßventil des Drucker- zeugers ist zu öffnen. Bei der Verwendung von Schnellverschlußkupplungselementen ist ein Austreten von Öl und damit ein Kolbenrückhub nur im gekuppelten Zustand möglich. Während des Kolbenrückhubes kann es zu erheblichen Staudrücken kommen. Daher muß bei automatischem Kolbenrückhub die Rückflußzeit beachtet werden. Bei manuel- lem Kolbenrückhub sollte, um den Kraftaufwand gering zu halten, der Kolben nur lang- sam in seine Null-Lage zurückgedreht werden. Beachten Sie immer die Hubanzeige. Der Kolbenrückhub erfolgt bei Schraubenspannvorrichtungen mit manuellem Kolben- rückhub durch Herunterschrauben des Kolbens bzw. der Zugmutter am Schraubenbolzen selbst oder durch Rückschraubelemente. Rückschraubelemente müssen unbedingt bevor der Kolben auf Hub fährt zurückgeschraubt werden, da ansonsten die Gewindestifte bzw. die Schraubenspannvorrichtung beschädigt werden. ACHTUNG: Erhöhte Unfallgefahr Nachdem der Kolben auf Hub gefahren wurde, werden bis zur Anlage des Kolbens in Nullage die zuvor zurückgedrehten Sechskantmuttern in Festdrehrichtung abwechselnd beigedreht. Achten Sie hierbei darauf, das die Sechskantmuttern abwechselnd und gleichmässig beigedreht werden um ein Verkanten des Kolbens zu vermeiden. Bei Schraubenspannvorrichtungen mit automatischem Kolbenrückhub erfolgt das Zu- rückdrücken des Kolbens in seine Null-Lage durch Federkraft.

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Hubanzeige / Überhubsicherung

Die Schraubenspannvorrichtung (siehe Technische Daten) ist mit einer Hubanzeige aus- gestattet, die erkennen läßt, wann der Kolben den maximal zulässigen Hub erreicht hat. Je nach Ausführung der Schraubenspannvorrichtung wird die Endlage des Kolbens durch eine Hinterdrehung oder durch Konturüberdeckung angezeigt. Außerdem ist der maximal zulässige Hub in der Ersatzteilzeichnung angegeben. Ist die Endlage des Kolbens erreicht, ist der Druckaufbau sofort zu beenden.

Schraubenspannvorrichtungen mit Überhubsicherung können je nach Anforderung aus- geführt sein mit :

a Überhubventil im Kolben Dieses Ventil öffnet in Endlage des Kolbens und stellt eine gewollte Leckage dar. Hierdurch tritt Öl am oberen Kolben aus. Ein Öffnen des Ventils hat einen Druckver- lust zur Folge. Der Druckaufbau ist sofort zu beenden.

b Mechanischem Festanschlag Wenn der Kolben den Festanschlag erreicht hat, kann weiterhin Hydraulikdruck aufge- baut werden, ohne jedoch weiter Kraft in die Verbindung einzuleiten. Hierbei ist der Druckaufbau sofort zu beenden. Der Hub des Kolbens ist an der Hubanzeige zu über- prüfen.

Dichtungswechsel

Wenn ein Dichtungswechsel vorgenommen werden soll, so muß der Kolben aus dem Zy- linder ausgebaut werden. Bei Werkzeugen ohne mechanischem Festanschlag und ohne Federrückhub kann dies durch Austreiben mit einem Hammer und einem Kunststoffzwischenstück geschehen, wobei vorher die Anschluß- und Entlüftungsadapter gelöst werden sollten.

Eine weitere Demontagemöglichkeit ist das vorsichtige Einleiten von Druckluft in die An- schlußbohrung. Dazu muß der Hochdruckanschluß entfernt, und die Entlüftung geschlos- sen sein. Bei einer schlagartigen Druckbeaufschlagung kann es zu einem unkontrolliertem, plötz- lichen Austritt des Kolbens kommen.

Bei Werkzeugen mit mechanischem Festanschlag oder mit Federrückhub muß zuerst der obere Deckel entfernt werden. ACHTUNG: Bei Vorrichtungen mit Federdeckel stehen die Federn unter Vorspannung. Daher muß der Deckel in Teilschritten gelöst werden. Da- nach kann, wie oben beschrieben, vorgegangen werden.

Da- nach kann, wie oben beschrieben, vorgegangen werden. Nachdem der Kolben ausgebaut wurde, sind der Kolben

Nachdem der Kolben ausgebaut wurde, sind der Kolben und der Zylinder mit einem flusenfreien Putzmaterial sorgfältig zu reinigen. (Eventuell Druckluft zur Hilfe nehmen, niemals aggressive Reinigungsmittel)

Überprüfen Sie alle Bauteile auf Beschädigungen. Ersetzen Sie irreparabel beschädigte Bauteile nur durch Originalersatzteile. Verwenden Sie zum Wiedereinbau nur neue Dicht- pakete. Vor dem Wiedereinbau sind die neuen Dichtungen, der Kolben und die Zylindergleit- flächen mit Hydrauliköl leicht einzuölen. Zunächst erfolgt der Einbau der Stützringe, dann der Einbau der Dichtungen in den Kolben und in den Zylinder. Der Stützring und die flache Seite der Dichtung sind zur druckabgewandten Seite hin einzubauen.

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Der Kolbeneinbau erfolgt mittels leichter Hammerschläge auf die Kolbenoberseite, bis der Kolben in seiner Null-Lage ist. Um Beschädigungen zu vermeiden sollte eine Kunststoffbeilage zur Hilfe genommen werden. Achten Sie beim Einbau darauf, das der Kolben nicht verkantet, um Beschädigungen an allen Bauteilen zu vermeiden. Um die im Kolbenraum befindliche Luft beim Einbau entweichen zu lassen, muß der Hochdruckanschluss abgeschraubt sein. Bevor die Schraubenspannvorrichtung wieder inbetriebgenommen werden kann, müssen Schraubenspannvorrichtungen mit Entlüftungsschraube, entlüftet werden.

mit Entl üftungsschraube, entlüftet werden. Entlüftung Die Schraubenspannvorrichtung ist mit einer

Entlüftung

Die Schraubenspannvorrichtung ist mit einer Entlüftung ausgestattet die es ermöglicht, die im gesamten Hydrauliksystem vorhandene Luft entweichen zu lassen. Die Schraubenspannvorrichtung ist werkseitig entlüftet.

Eine Entlüftung ist nur dann notwendig, wenn ein Dichtungswechsel erforderlich war, ein Hochdruckanschluß entfernt wurde oder der maximale Hub überschritten wurde. Weist das gesamte Hydrauliksystem Lufteinschlüsse auf, ist es ebenfalls erforderlich dieses zu entlüften. Zur Entlüftung wird die Entlüftungsschraube nur ca. eine Umdrehung gelöst. Mit dem Druckerzeuger wird solange druckbeaufschlagt, bis an der Entlüftungsschraube blasenfrei Öl austritt.

Die Entlüftungsöffnung der Schraubenspannvorrichtung muß an der höchsten Stelle lie- gen um die aufsteigende Luft entweichen zu lassen. Hierfür kann es Sinnvoll sein,die Schraubenspannvorrichtung schräg zu legen. Der Entlüftungsvorgang kann beendet werden (wenn blasenfrei Öl austritt), indem der Druckaufbau beendet und die Entlüftungsschraube wieder festgezogen wird.

Wartung und Lagerung

Wartungsarbeiten an der Schraubenspannvorrichtung sind nicht erforderlich. Nach dem Spannvorgang ist der restlose Druckabbau sicherzustellen und die Hoch- druckschläuche abzunehmen. Bei der Einlagerung der Schraubenspannvorrichtung ist insbesondere das Gewinde vor Beschädigung und Verschmutzung zu schützen. Die Umgebungstemperatur muß zwischen - 20° C und + 70° C liegen, um eine Beschädi- gung der Dichtung auszuschließen. Um die Lebensdauer der Dichtungen zu erhöhen, lagern Sie die Schraubenspannvor- richtung möglichst auf der Planfläche (Gewindeachse senkrecht). Vor und nach dem Einsatz der Schraubenspannvorrichtung sind eventuelle Beschädigun- gen zu beseitigen. Ebenso empfiehlt sich eine Reinigung. Die Vollständigkeit der Schraubenspannvorrichtung und des Zubehörs ist anhand aller Unterlagen (Zeichnungen, Stücklisten, Betriebsanleitung) zu kontrollieren. Die Betriebsanleitung ist von den Benutzern zu lesen.

Die Betriebsanleitung ist von den Benutzern zu lesen. general AS Tech Industrie- und Spannhydraulik GmbH –
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Garantie

Die Garantiezeit beträgt 24 Monate ab Auslieferung gegenüber dem Erstkäufer. Beachten Sie bitte immer, daß jegliche Schadens- oder Regreßansprüche nur dann Gül- tigkeit haben, wenn die allgemeinen UVV-Vorschriften sowie die in dieser Betriebsan- leitung erwähnten Vorschriften strikt eingehalten werden. Schäden, die durch unsachgemäße Handhabung und Wartung sowie durch Verschleiß oder die Verwendung eines ungeeigneten Hydraulikmediums auftreten, werden nicht anerkannt. Weitere Ansprüche, insbesondere Ansprüche auf Ersatz von Schäden, die nicht an der Schraubenspannvorrichtung selbst entstanden sind, sind ausgeschlossen. Ebenso gehören Transportschäden nicht zur Garantieleistung.

Kuppeln der Hochdruckschläuche

Alle Kuppel-Vorgänge müssen grundsätzlich im drucklosen Zustand vorgenommen werden.

Zur Erstellung einer Hochdruckverbindung werden je eine Kupplung und ein Nippel ineinander gesteckt, wobei hierzu die Kupplungsmuffe zurückgeschoben werden muß. Beim Loslassen der Muffe entsteht Formschluß, wodurch die Verbindung verriegelt wird.

Durch Ziehen am Hochdruckschlauch mit mäßiger Handkraft (ca. 100N) ist sicherzustellen, daß die Verbindung ordnungsgemäß verriegelt ist.

Zum Entkuppeln des Hochdruckschlauches ist im drucklosen Zustand zunächst die Kupplungsmuffe zurückzuschieben und dann der Schlauch abzuziehen.

Hochdruckschläuche mit Hochdruck-Schnellverschlußkupplungen bzw. Hochdruck- Schnellverschlußnippeln verhindern auch im ungekuppelten Zustand ein Austreten von Öl. Bei starker Erwärmung solcher Hochdruckschläuche kann sich ein Innendruck im ungekuppelten Zustand aufbauen, der ein Kuppeln unmöglich macht. Durch Lösen einer Schraubverbindung kann der Druck abgebaut werden. Siehe hierzu auch separate Betriebsanleitung Hochdruckschlauch.

Sollten die Hochdruckschläuche ohne Schnellkupplungen, also fest montiert sein, so sind die Verschraubungen auf Festsitz zu kontrollieren.

Schraubverbindung

auf Festsitz zu kontrollieren. Schraubverbindung Zur Vermeidung von Verschmutzungen sind Kupplungen bzw.

Zur Vermeidung von Verschmutzungen sind Kupplungen bzw. Nippel im ungekuppelten Zustand mit Schutzkappen zu verschließen.

Weitergehende Informationen siehe Betriebsanleitung des Hochdruckschlauches.

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Drehbares Anschlußstück

Um den Anschluß des Hochdruckschlauches zu vereinfachen, wird ein drehbares Anschlußstück mitgeliefert. Je nach Bauausführung können ein oder zwei Hochdruckschläuche angekuppelt oder angeschraubt werden. Das drehbare Anschlußstück besteht aus den folgenden Einzelteilen:

a Bolzennippel

b Scheibe

c Dichtung

d Sicherungsring

a Bolzennippel b Scheibe c Dichtung d Sicherungsring Dichtungswechsel Sollten sich am Bolzennippel Leckagen

Dichtungswechsel

Sollten sich am Bolzennippel Leckagen zeigen, so kann ein Dichtungsaustausch notwen- dig werden.

Dazu ist der Sicherungsring zu lösen und anschließend die Scheibe vom Bolzennippel abzuziehen. Nach dem Entfernen der Dichtungen sind die Einzelteile mit flusenfreiem Putzmaterial zu reinigen. Zur Reinigung kann auch Druckluft eingesetzt werden. Nachdem die Bauteile auf Beschädigungen überprüft und leicht eingeölt worden sind, können neue Dichtungen aufgezogen und das drehbare Anschlußstück wieder montiert werden.

HINWEIS: Zur Reinigung niemals aggressive Reinigungsflüssigkeiten einsetzen. Zum Einölen der Komponenten ist nur Hydrauliköl zu verwenden. Zum Dichtungswechsel sind nur neue Dichtungen zu verwenden.

Montagedrehring

Die Schraubenspannvorrichtung ist mit einem Montagedrehring ausgerüstet, der es gestattet, die Schraubenspannvorrichtung in eine günstige Montageposition zu bringen, damit z.B. der Hydraulikanschluß gut zugänglich ist. Insbesondere bei waagerechter Montage ist der Montagedrehring von großer Hilfe, da eine Gewichtsentlastung durch den Einsatz von Hebewerkzeugen realisiert werden kann und so das Handling der Schraubenspannvorrichtung wesentlich erleichtert wird.

der Schraubenspannvorrichtung wesentlich erleichtert wird. Um dauerhaft die Funktion des Montageringes zu

Um dauerhaft die Funktion des Montageringes zu gewährleisten, sind folgende Punkte zu beachten:

Der Montagedrehring darf nur zum Transport der Vorrichtung selbst dienen (Überlastungsgefahr durch zusätzliche Bauteile). Durch regelmäßiges Reinigen und Schmieren ist sicherzustellen, daß die leichte Drehbarkeit erhalten bleibt. Beschädigungen, die ein leichtes Drehen erschweren, sind zu vermeiden.

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Arbeitsanleitung für einstufige Schraubenspannvorrichtungen HWSXX1XXXXX mit Gewinde im Kolben

Alle Bauteile sind entsprechend der Betriebsanleitung bzw. der Zusammenstellungszeichnung zu handhaben. Ein geänderter Funktionsablauf oder ein anderer Einsatzfall ist unzulässig. Beachten Sie bitte immer alle technischen Angaben, Sicherheitshinweise und UVV-Vorschriften.

Spannvorgang

1. Sicherheits- und Arbeitshinweise beachten

2. Zulässige Vorspannkraft, zulässiger Druck und maximaler Hub anhand der Zusammenstellungszeichnung beachten

3. Verschraubungsreihenfolge beachten

4. Lose Stützhülse mit Sechskantdreheinsatz aufstecken

5. Schraubenspannvorrichtung aufschrauben

a) Zylinder muß sich an der Stützhülse zentrieren und plan aufliegen

b) Zylinder und Stützhülse müssen plan auf z.B. dem Flansch aufliegen

c) Kolben muß vorher in Nullage sein

d) Fensteröffnungen und Hydraulikanschlüsse sollen gut zugänglich sein

6. Hydraulikverbindungen ordnungsgemäß herstellen

a) bei Hochdruck-Schnellverschlußnippel / -kupplungen mit mäßiger Handkraft (100N) am Schlauch den

Festsitz prüfen

b) Schraubverbindungen fest anziehen und auf Dichtheit prüfen

7. Vorrichtungen mit hydraulischem Kolbenrückhub sind mit dem Rücklaufanschluß zu verbinden

8. Vorrichtungen mit Entlüftungsschraube sind zu entlüften

9. Druckbeaufschlagen bis zum angegebenen Spanndruck

a) Druckanzeige beachten (max angegebener Druck nie überschreiten)

b) Hub der Schraubenspannvorrichtung beachten (max Hub nie überschreiten)

c) eventuell muß aufgrund der Dehnung und Stauchung der Bauteile in mehreren Teilschritten vorgespannt

werden

d) eventuell muß aufgrund eines gleichmäßigeren Verspannungsergebnisses in mehreren

Vorspannkraftteilschritten vorgespannt werden ( z.B. 0,7*Fv - 0,9*Fv - 1,0*Fv )

10. Der durch Dehnung und Stauchung bei der Vorspannkrafteinleitung erzeugte Hub bewirkt ein Abheben der Hauptmutter

a) Beidrehen der Sechskanthauptmutter über den Sechskantdreheinsatz durch den mitgelieferten Drehstift

oder bei außenverzahnten Dreheinsätzen über das Ritzel bis zur Anlage am Flansch

b) Beidrehen der Rundhauptmutter durch den mitgelieferten Drehstift bis zur Anlage am Flansch

c) bei Vorrichtungen mit Spionschlitze kann mit einer Fühlerblattlehre die Auflage kontrolliert werden

11. Druck am Druckerzeuger ablassen

12. Kolben in Nullage bringen

a) manuell durch langsames Drehen der Vorrichtung in Festdrehrichtung

b) automatisch durch integriertem Federrückhub (Rückflusszeit des Öles beachten)

c) hydraulisch durch Umschaltung von Vorlauf auf Rücklauf (Rückholdruck beachten)

13. Schläuche abkuppeln und Nippel / Kupplungen mit Schutzkappen verschließen

14. Schraubenspannvorrichtung abschrauben

15. Lose Stützhülse mit Sechskantdreheinsatz abnehmen

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Lösevorgang

1. Sicherheits- und Arbeitshinweise beachten

2. Zulässige Vorspannkraft, zulässiger Druck und maximaler Hub anhand der Zusammenstellungszeichnung beachten

3. Lösereihenfolge entsprechend der Verschraubungsreihenfolge beachten

4. Lose Stützhülse mit Sechskantdreheinsatz aufstecken

5. Schraubenspannvorrichtung aufschrauben

a) Zylinder muß sich an der Stützhülse zentrieren und plan aufliegen

b) Zylinder und Stützhülse müssen plan auf z.B. dem Flansch aufliegen

c) Kolben muß vorher in Nullage sein

d) Kolben um das zu erwartende Spaltmaß (Rückfederweg der verspannten Bauteile) wieder

zurückschrauben (ca. eine Umdrehung) dabei jedoch auf die Zentrierung achten. Ebenso muß der zulässige Hub beachtet und eventuell in mehreren Teilschritten gelöst werden

e) Fensteröffnungen und Hydraulikanschlüsse sollen gut zugänglich sein

6. Hydraulikverbindungen ordnungsgemäß herstellen

a) bei Hochdruck-Schnellverschlußnippel / -kupplungen mit mäßiger Handkraft (100N) am Schlauch den

Festsitz prüfen

b) Schraubverbindungen fest anziehen und auf Dichtheit prüfen

7. Vorrichtungen mit hydraulischem Kolbenrückhub sind mit dem Rücklaufanschluß zu verbinden

8. Vorrichtungen mit Entlüftungsschraube sind zu entlüften

9. Druckbeaufschlagen bis zum angegebenen Löse- / Spanndruck

a) Druckanzeige beachten (max angegebener Druck nie überschreiten)

b) Hub der Schraubenspannvorrichtung beachten (max Hub nie überschreiten)

c) eventuell muß aufgrund der Dehnung und Stauchung der Bauteile in mehreren Teilschritten gelöst

werden

d) eventuell muß aufgrund einer gleichmäßigen und begrenzten Schraubenbelastung in mehreren

Lösekraftteilschritten entspannt werden (z.B. 1,0*Fv - 0,9*Fv - 0,7*Fv)

10. Der durch Dehnung und Stauchung bei der Vorspannkrafteinleitung erzeugte Hub bewirkt ein Abheben der Hauptmutter

a) Lösen (Zurückdrehen) der Sechskanthauptmutter über den Sechskantdreheinsatz durch den

mitgelieferten Drehstift oder bei außenverzahnten Dreheinsätzen über das Ritzel bis einen Gewindegang vor dem Kolben

b) Lösen (Zurückdrehen) der Rundhauptmutter durch den mitgelieferten Drehstift bis einen Gewindegang

vor dem Kolben

11. Druck am Druckerzeuger ablassen

12. Kolben in Nullage bringen

a) manuell durch langsames Drehen der Vorrichtung in Festdrehrichtung

b) automatisch durch integriertem Federrückhub (Rückflusszeit des Öles beachten)

c) hydraulisch durch Umschaltung von Vorlauf auf Rücklauf (Rückholdruck beachten)

13. Schläuche abkuppeln und Nippel / Kupplungen mit Schutzkappen verschließen

14. Schraubenspannvorrichtung abschrauben

15. Lose Stützhülse mit Sechskantdreheinsatz abnehmen

hws25112035 AS Tech Industrie- und Spannhydraulik GmbH – An Fürthenrode 52 – D-52511 Geilenkirchen Tel.(+49)
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