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Stiche/Bisse von Insekten

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Gere BP

Lernziele

• Kenntnisse über stechende oder beissende Insekten, über deren Vorkommnis und Lebensweise aneignen.

• Mögliche Massnahmen zum Vorbeugen oder zum Bekämpfen kennen.

• Wissen, was bei Hautreaktionen nach einem Stich/Biss vorzunehmen ist.

1 Insektenstiche

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2 Hautreaktionen bei Stichen/Bissen

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Reaktion heftiger Schmerz

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Reaktion glänzende Entzündung

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Reaktion hämorrhagischer Fleck

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Reaktion Hautausschlag

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Reaktion Quaddel (Urtika)

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Reaktion Papel (Papula)

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Reaktion Dermatitis

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3 Stechende/Beissende Insekten

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Bettwanzen

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Flöhe

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Tigermücken/Bremsen/Fliegen

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Bienen/Wespen/Hornissen

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Zecken

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Lernkontrolle

Alle Rechte vorbehalten. Kein Teil des Werkes darf ohne schriftliche Genehmigung des Verlags in irgendwelcher Form kopiert, vervielfältigt, verarbeitet, übersetzt oder in analoger bzw. digitaler Form reproduziert werden.

Quellennachweis: Dieses Lehrmittel basiert teilweise auf Fachliteratur und Prospekten. Für die Verwendung gewisser Texte und Abbildungen gebührt den betroffenen Autoren und Verlagen bester Dank.

1 Insektenstiche

Es gibt Menschen, die nach Bienenstichen schwere allergische Reaktionen entwickeln, wie Atemnot, Asthma, Nesselsucht und Schock mit kalter, feuchter Haut. Man nennt die Reaktion Anaphy- laktischer Schock. In diesen Fällen ist ärztliche Soforthilfe nötig. Für gesunde und nicht allergische Menschen sind Stiche und Bisse in unseren Breitengraden aber kaum gefährlich.

Die allermeisten Insektenstiche und Insektenbisse verursachen harmlose, juckende oder stechende Schwellungen und Rötungen. An der Stich- respektive Bissstelle kann eine Entzündung mit Ei- terbildung entstehen (besonders, wenn gekratzt wurde). Während mehrere Mückenstiche meist harmlos verlaufen, sind bei mehreren Stichen durch Bienen, Wespen und Hornissen mehr oder weniger bedrohliche Beschwerden möglich.

Besondere Vorsicht ist bei Stichen in Mund, Zunge, Hals (Er- stickungsgefahr durch Schwellung!) oder in der Schläfenzone ge- boten. Dies gilt auch für Insektenstiche bei Säuglingen und Klein- kinder bis zu einem Jahr.

Bei Insektenstichen gelangen Giftstoffe und allenfalls Krankheits- erreger in den Körper. Normalerweise wird der Körper mit diesen Fremdstoffen problemlos fertig.

Bei Allergikern hingegen kann sich allmählich eine Überempfind- lichkeit aufbauen, welche bedrohliche bis tödliche Folgen haben kann.

Bei bekannter Allergie auf ein Insektengift, bei mehreren Stichen (ausser Mückenstichen) oder bei auffälligen Beschwerden ist be- sondere Vorsicht geboten und allenfalls sofortige ärztliche Hilfe anzufordern.

Während allergische Reaktionen kurz nach erfolgtem Stich oder Biss auftreten, werden Infektionskrankheiten (Gelbfieber, Malaria, Leberentzündung, Hirnhautentzündung usw.) meist erst nach eini- gen Tagen wahrgenommen.

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Stiche/Bisse von Insekten

04052 2 – 2014 Stiche/Bisse von Insekten Insektenstiche verhindern is t di e klügst e Massnahme

Insektenstiche verhindern ist die klügste Massnahme und in Malaria- respektive Gelb- fiebergebieten der einzig sichere Schutz vor Krank- heitsübertragung. Drogerien und Apotheken bieten diverse Produkte zur Abwehr von Insekten an.

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Nützliche Hinweise

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Stachel (z.B. Bienenstiche) und Zecken sofort entfernen.

In jedem Fall sofort Insektenmittel (Similasan) anwenden. Die gleichzeitige äusserliche und innerliche Anwendung ist emp- fehlenswert.

Bei Stichen im Mund, Hals: sofort Eis lutschen oder eisge- kühlte Getränke trinken und zum Arzt.

Stichstellen nie aufkratzen (Gift gelangt rascher in den Körper, erhöht Infektionsgefahr).

Bei bekannter Allergie abschwellende Medikamente (Anti- histamin, Cortison) stets in Reichweite haben.

Sind in abgelegenen Gebieten keine Medikamente vorhanden, Stiche an den Beinen oder Armen oberhalb der Stichstelle mit einem Tuch abbinden (alle 20 Minuten r 10 Minuten lockern).

Danach zum Arzt.

Verhindern Sie das Eindringen von Insekten in Ihre Wohnräume (Kinderzimmer!), in Kinderwagen usw. durch Anbringen von In- sektennetzen. Bei Aufenthalt in Feuchtgebieten (Tropen, hoher Norden), besonders in der Dämmerung, Körper durch Tragen von Kleidern, Kopfschutznetzen und durch Insektenabwehrmit- tel schützen.

Erkundigen Sie sich bei der Planung einer Reise über Risiken bezüglich Malaria, Schlafkrankheit usw. (Tropeninstitut Basel).

Zur Ärztin/zum Arzt bei:

andauernder Verschlechterung oder fehlender Besserung bei einer Selbstbehandlung

starken Beschwerden (allergische Reaktion, starke Schwel- lung, Herz-Kreislauf-Probleme)

mit zeitlicher Verzögerung auftretenden Beschwerden (Fieber, Herz-Kreislauf-Problemen, Benommenheit, Erbrechen), welche Sie auf Insektenstiche oder Insektenbisse (Zecken!) zurückfüh- ren (besonders nach Aufenthalten in tropischen Gebieten)

mehreren Stichen durch Bienen, Wespen, Hornissen

Stichen im Mund, Hals und an der Schläfe

roten Streifen unter der Haut, welche vom Stich an herzwärts verlaufen

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Stiche/Bisse von Insekten

2 Hautreaktionen bei Stichen/Bissen

Nach einem Stich ist eine der folgenden Reaktionen eingetreten, und die Hautreaktion kann Hinweise geben über das Verursacher- insekt.

Reaktion heftiger Schmerz

Ein mehr oder minder heftiger Schmerz tritt während oder kurz nach dem Stich auf.

Hundertfüssler

Schwarze Witwe

Wespen

Bienen/Hummeln

Ameisen

Bremsen

Kriebelmücken

Stechfliegen

Lausfliegen

Kotwanzen

Reaktion glänzende Entzündung

Grossflächige, glänzende Entzündung (Erythem), Rötung der Haut um die Stichstelle (ein oder mehrere Zentimeter im Durchmesser); im Zentrum kann eine Quaddel liegen.

Zecken

Stechmücken

Bettwanzenbiss

Läuse

Bienen

Wespen

frei lebende Wanzen

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Läuse ■ Bienen ■ Wespen ■ frei lebend e Wanzen © Copyrigh t by Allpura-Autorenteam 04052
Läuse ■ Bienen ■ Wespen ■ frei lebend e Wanzen © Copyrigh t by Allpura-Autorenteam 04052

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13 Stiche/Bisse von Insekten 4 Reaktion hämorrhagischer Fleck Evtl. zuerst blau , dann brau n um
13 Stiche/Bisse von Insekten 4 Reaktion hämorrhagischer Fleck Evtl. zuerst blau , dann brau n um
13 Stiche/Bisse von Insekten 4 Reaktion hämorrhagischer Fleck Evtl. zuerst blau , dann brau n um
13 Stiche/Bisse von Insekten 4 Reaktion hämorrhagischer Fleck Evtl. zuerst blau , dann brau n um
13 Stiche/Bisse von Insekten 4 Reaktion hämorrhagischer Fleck Evtl. zuerst blau , dann brau n um

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Reaktion hämorrhagischer Fleck

Evtl. zuerst blau, dann braun um die Stichstelle (anfangs oft nur wenige Millimeter im Durchmesser); kann wochenlang sichtbar bleiben und in ein Granulom übergehen.

Herbstmilben

Zecken

Kriebelmücken

Bremsen

Wadenstecher

Flöhe

Schwarze Witwe

Reaktion Hautausschlag

Juckender Hautausschlag (Pruritus) mit pustelartigen Erhebungen (sehr verschiedenartig).

Läuse

Saugmilben

allergische Reaktionen durch

Milbenstich bzw.

Insektengifte

Reaktion Quaddel (Urtika)

Die Stichstelle schwillt im Bereich von 0,5 bis 2,5 cm Durchmesser unmittelbar nach dem Stich an, wird dadurch scharf vom umge- benden Gewebe abgegrenzt und ist stets deutlich blasser als die geröteten angrenzenden Hautbereiche. Meist starker Juckreiz.

Stechmücken

Bettwanzen

Flöhe

Ameisen

Schwarze Witwe

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Reaktion Papel (Papula)

Hierbei handelt es sich um eine kräftig rot gefärbte, halbkugelför- mige Erhebung der Haut (> 1 cm); sie tritt nach etwa 24 Stunden häufig an die Stelle einer bereits verschwundenen Quaddel.

Stechmücken

Flöhe

Herbstmilben

Hühnermilben

Hundertfüssler

Reaktion Dermatitis

Nässende Dermatitis (u. a. Okzipitaldermatitis, Exantheme) bei bakterieller Entzündung der Stichbereiche

Läuse

Krätzmilben

Trugkrätze (= allergische Reaktionen auf Staubmilben)

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Stiche/Bisse von Insekten

04052 2 – 2014 Stiche/Bisse von Insekten Neue Ar t de r Stichbe- handlung : Stic

Neue Art der Stichbe- handlung: Stich oder Biss nicht mehr mit Kälte, sondern mit Hitze pflegen. Betref- fende Stelle zum Beispiel vorsichtig über ein bren- nendes Streichholz oder ein Feuerzeug halten. Bei einer Wärme von 40 bis 50 Grad werden die Giftbestandteile zersetzt, bevor sie sich weiter verbreiten können.

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13 Stiche/Bisse von Insekten

Lebensweise

13 Stiche/Bisse von Insekten Lebensweise Schadwirkung Vorbeugen Bekämpfung 6 3 Stechende/Beissende Insekten

Schadwirkung

Schadwirkung Vorbeugen Bekämpfung

Vorbeugen

Schadwirkung Vorbeugen Bekämpfung

Bekämpfung

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3 Stechende/Beissende Insekten

Bettwanzen

Bettwanzen sind Insekten, die keine Krankheiten übertragen. Sie sind aber Blutsauger und hinterlassen einen unangenehmen bis barbarischen Juckreiz. Es steht fest, dass Bettwanzen sehr lang in der Lage sind, ohne Feuchtigkeit und Nahrung auszukommen. Die nur 1 bis 2 Millimeter grossen Tiere benützen Menschen gerne kurz als Futterquelle, dann verschwinden sie wieder in ihre Ritzen. Sie mögen es besonders wenn der Mensch schwitzt. Es sind meistens Wanzenfamilien, die sich vorwiegend abends verpflegen, und alle im gleichen Umfeld. Die erste, die Licht sieht, huscht zurück ins Versteck und der Rest der Familie folgt.

Extrem juckende Hautreaktionen können höchst unangenehme Fol- gen haben, denn die birnenförmigen Sechsbeiner sondern einen Stoff ab, der neben Schlafstörungen auch starke allergische Reak- tionen verursachen kann. Antihistamin-Salben können da helfen.

Ein Vorkommnis von Bettwanzen liegt definitiv nicht an mangel- hafter Hygiene. Wenn sie irgendwie, irgendwann und irgendwo da sind, breiten sie sich aus und sind auch in blank geputzten, sehr gepflegten Zimmern oder Wohnungen zu finden.

Bettwanzen lieben Kartonagen, Hölzer, Leder und dergleichen. Sie können absolut unbemerkt in Koffern und Taschen mitreisen, vor allem aber auch in Karton- oder ähnlichem Packmaterial auf Last- wagen, Schiffen, Zügen und Flugzeugen. Glücklicherweise suchen sie eher selten neue Lebensräume. Zeichen für einen Wanzen- befall sind Kotspuren, das heisst kleine schwarze Punkte auf Bett- rahmen, Betttüchern, Tapeten.

Es ist recht schwierig, an Bettwanzen heranzukommen. Möbel, Betten müssen auseinander gebaut und Matratzen möglicher- weise ausgewechselt werden. Die preiswerteste und am wenigs- ten aufwendige Methode ist der Einsatz von Insektiziden. Aller- dings kann es sein, dass es nicht von Anfang an funktioniert und wiederholte Anwendung nötig ist. Wenn Insektizide sachgemäss angewendet werden, sind keine Gesundheitschäden zu befürch- ten. Eine weitere Methode besteht darin, die Bettwanzen mit Hitze über 55 Grad zu bekämpfen. Dies ist aber sehr aufwendig, sehr mühsam zu bewältigen.

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Flöhe

Flöhe sind kleine, 1 bis 4 mm grosse, braun bis gelblich gefärbte, flügellose, seitlich stark zusammengedrückte Insekten, die als blut- saugende Parasiten an Vögeln, Säugetieren und auch Menschen leben. Ihre langen Hinterbeine dienen als Sprungbeine, mit denen sie bis 30 cm hoch und 50 cm weit springen können. Flöhe haben kurze Fühler und reduzierte Augen, Mundteile sind zu Stechborsten ausgebildet. Teilweise haben Flöhe borstenartige Zahnklammern.

Flöhe leben etwa 2 Jahre und können länger als ein Jahr hungern. Die beinlosen Larven der Flöhe entwickeln sich unter anderem in Kot, Abfällen und in Nestern von Säugetieren und Vögeln.

Meistens kommen Flöhe nur auf einem Wirt vor z. B. gibt es den Katzenfloh, Hundefloh, Rattenfloh, Hühnerfloh, Vogelfloh usw. Nur wenn dieser Wirt fehlt, gehen sie auch auf andere Tiere und den Menschen über.

Durch Stiche von Flöhen, die gewöhnlich nur Juckreiz verursachen, können aber auch gefährliche Krankheiten übertragen werden, z.B. Flecktyphus, früher Pest genannt. An der Saugstelle bildet sich ein juckender, dunkelroter Punkt mit hellrotem Hof.

r die Bekämpfung können spezifisch-chemische Insektizide ein- gesetzt werden, die Flöhe töten. Dazu gehört einerseits die Fell- behandlung der befallenen Tiere und andererseits die Boden- und Lagerstätten-Behandlung. Durch Umgebungssprays wird die Lar- venentwicklung der Flöhe gehemmt.

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Stiche/Bisse von Insekten

Lebensweise

04052 2 – 2014 Stiche/Bisse von Insekten Lebensweise a) Larve b) Puppe c) Vollinsekt Schadwirkung Bekämpfung

a) Larve

b) Puppe

c) Vollinsekt

Schadwirkung

Bekämpfung

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13 Stiche/Bisse von Insekten

Lebensweise

13 Stiche/Bisse von Insekten Lebensweise Schadwirkung 1 2 3 Stechen Die Mücke bohrt ihren Stech- rüssel

Schadwirkung

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Stechen Die Mücke bohrt ihren Stech- rüssel in die Haut. Im Stech- rüssel hat es zwei Röhren. Durch die eine Röhre spritzt die Mücke zuerst Speichel unter die Haut. Danach saugt sie durch die andere Röhre Blut und füllt damit ihren Bauch.

Jucken Im Speichel der Mücke sind Stoffe, die dafür sorgen, dass das Blut nicht gerinnt, sondern flüssig bleibt. Dieser Stoff bewirkt, dass das Stichumfeld anschwillt, sich rötet und juckt.

Weibchen Nur weibliche Mücken ste- chen. Sie saugen Blut, weil darin Stoffe sind, die sie als Nahrung brauchen. Nur mit Blutaufnahme sind sie fähig, Eier zu produzieren, aus denen sich Mückenlarven entwickeln.

Bekämpfung

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Mücken

Mücken sind eine Unterordnung schlanker, langbeiniger Zweiflüg- ler, 1 bis 30 mm gross mit sehr langen Beinen und fadenförmigen Fühlern. Die erwachsenen Mücken ernähren sich vorwiegend von Pflanzensäften. Teils sind Mücken Räuber und Blutsuager. Ihre Lar- ven leben vor allem in Gebieten von stehenden Süssgewässern, faulenden Pflanzen, ruhigen Weihern und Teichen. Sie haben hori- zontal zangenartig gegeneinander bewegliche Oberkiefer.

Zu den vielen Arten von Mücken gehören Stech-, Stelz, Lid-, Schmetterlings-, Zuck, Kriebelmücken usw. sowie die nicht ste- chenden grossen langbeinigen Schnaken.

Viele Mücken, vor allem die Stechmücken, ernähren sich blutsau- gend, auch von menschlichem Blut. Mit ihren langen Stechrüsseln

stechen, respektive beissen sie, um Blut zu saugen, und gleichzei- tig sondern sie eine Speichelflüssigkeit ab, die örtliche Entzündun- gen, Schwellungen und Rötungen verursacht. Als erste Hilfe dient eine rohe Zwiebelscheibe, die auf die Einstichstelle gepresst wird.

Die um das Gesicht fliegenden kleinen Mücken können sehr lästig sein.

Darm Antenne Unterlippe (Schutzhülle) Stechrüssel Stechborstenbündel Haut Speichel spritzen Blut saugen
Darm
Antenne
Unterlippe
(Schutzhülle)
Stechrüssel
Stechborstenbündel
Haut
Speichel spritzen
Blut saugen
Blutbahn

Die Bekämpfung von Mücken erfolgt grösstenteils mit speziellen Insektiziden.

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Tigermücken

Die Tigermücke ist eine ursprünglich in den süd- und südostasia- tischen Tropen und Subtropen vorkommende Stechmückenart, die als Überträger von Krankheiten auf Menschen bekannt ist. Durch Warentransporte und Reisetätigkeiten wurde die Tigermücke weltweit, so auch nach Europa verschleppt. Durch grosse Anpas- sungsfähigkeit und enge Vergesellschaftung mit Menschen wird die Ausbreitung begünstigt.

Die Asiatische Tigermücke ist zwei bis zehn Millimeter gross und auffällig schwarz-weiss gemustert. Am Kopf verläuft mittig eine silbrige Linie aus eng aneinander liegenden Schuppen, die sich am schwarzen Brustteil fortsetzt. Zur Identifikation ist diese Zeich- nung das sicherste Merkmal. Die Facettenaugen sind deutlich voneinander getrennt. Die Männchen sind rund 20 Prozent kleiner als die Weibchen.

Wie bei anderen Stechmücken saugen bei den Steckmücken aus- schliesslich die Weibchen Blut, das sie für die Bildung ihrer Eier be- nötigen. Ansonsten decken sie ihren Energiebedarf, wie die nn- lichen Tigermücken, durch Nektar und andere süsse Pflanzensäfte. Die bei Säugetieren und Vögeln, auch auf der menschlichen Haut vorkommenden Fett- oder Milchsäuren und Ammoniak sind r Ti- germücken besonders attraktiv.

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Stiche/Bisse von Insekten

04052 2 – 2014 Stiche/Bisse von Insekten Merkmale Lebensweise Entwicklung Weibliche Tigermücke zu

Merkmale

Lebensweise

Entwicklung
Entwicklung

Weibliche Tigermücke zu Beginn der Blutmahlzeit.

Entwicklung Weibliche Tigermücke zu Beginn der Blutmahlz ei t. Nach dem Saugen is t das Abdomen

Nach dem Saugen ist das Abdomen blutgefüllt.

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Entwicklung

Schaden / Nahrung

Vorbeugen

Bekämpfung

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Die Kopulation erfolgt im Flug, mit dem Männchen unterhalb des Weibchens, mit dem Rücken nach unten. Pro Eiablagezyklus produ- zieren Weibchen zwischen 40 bis 90 Eier, d. h. während der Lebens- dauer sind es durchschnittlich mehr als 300, zirka 0,5 mm lange, schwarze Eier, die gegen Trockenheit und Kälte resistent sind. Die Eier können bevor Larven schlüpfen auch teilweise wochenlang im Wasser liegen. Die Entwicklungsdauer der Larven zur Puppen und weiter zur er wachsenen Mücke ist abhängig von Temperatur und Nahrungsangebot, dauert zwei bis fünf Tage.

Tigermücken können auf Menschen pathogene Krankheiten und teilweise gefährliche Viren übertragen. Auch veterinärmedizinisch ist die Tigermücke relevant, zum Beispiel als Überträger der Herz- wurmerkrankung udgl.

Um eine Verbreitung von Tigermücken und um deren Festsetzung zu verhindern, ist eine permanente Überwachung aller Einschlepp- Möglichkeiten notwendig, zum Beispiel der globalen Warentrans- porte, der Lagerhäuser aber auch der Reisegepäcke usw.

Effiziente Fallen für Tigermücken sind bisher nicht bekannt, da alle üblichen Mückenfallen für Tigermücken nur sehr unbefriedigend wirken. Als bescheidene Bekämpfungsmethode können Klebefo- lien eingesetzt werden, welche die weiblichen, blutsaugenden und eierablegenden Tigermücken festhalten.

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Bremsen

Bremsen sind Viehfliegen, eine besondere Art der Fliegen, bis 3 cm lang, meist grauschwarz oder braungelb gefärbt, Kopf kurz und sehr breit, meistens den Brustabschnitt überragend, Augen sehr gross, vorwiegend metallglänzend, bei den Männchen in der Mitte aneinanderstossend, bei den Weibchen durch schmale Stirne ge- trennt. Bremsen fliegen mit Vorliebe an warmen, schwülen Tagen.

Die Weibchen haben einen kräftigen, dolchartigen Stechrüssel mit dem sie an Säugetieren Blut saugen. Sie können auch Haustieren lästig werden. Im Gegensatz sind die Männchen ausschliesslich Besucher von Blüten. Zum Teil übertragen Bremsen Krankheitser- reger.

Zu den Bremsen/Stechmücken gehören auch die in tropischen und subtropischen Sumpfgebieten lebenden Moskitos, die Malaria, Gelbfieber und andere Seuchen übertragen.

Die Bekämpfung von Mücken, Bremsen, Fliegen erfolgt grössten- teils mit speziellen Insektiziden.

Fliegen

Fliegen sind kleine bis mittelgrosse Insekten, die wie die Mücken zu den Zweiflüglern gehören. Sie haben kurze Fühler und leckende und saugende Mundwerkzeuge. Sie ernähren sich vor allem von Pflanzensäften und von tierischer Nahrung, dabei wirken sie räube- risch oder als Schmarotzer. Sie sitzen gerne auf Schmutz, Mist und Abfällen und legen dort auch ihre Eier ab. Ihre fusslosen Larven, bzw. Maden, leben als Fäulnisbewohner in oder an Pflanzen oder als Parasiten auf Tieren. Die häufigsten Fliegen sind die grauen Stubenfliegen. Daneben gibt es die Schmeissfliegen, die ihre Eier an Fleisch, Tierkadaver oder in Wunden frisch verletzter Tiere ab- legen.

Vor allem die Stechfliegen können als Krankheitserreger und/oder als Krankheitsübertrager auftreten.

Die Bekämpfung von Fliegen erfolgt grösstenteils mit speziellen Insektiziden.

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Stiche/Bisse von Insekten

Lebensweise

Schadwirkung

2 – 2014 Stiche/Bisse von Insekten Lebensweise Schadwirkung Bekämpfung Lebensweise Schadwirkung Bekämpfung 1 1 1 3

Bekämpfung

Lebensweise

2 – 2014 Stiche/Bisse von Insekten Lebensweise Schadwirkung Bekämpfung Lebensweise Schadwirkung Bekämpfung 1 1 1 3

Schadwirkung

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Lebensweise

13 Stiche/Bisse von Insekten Lebensweise Nützlich Schädlich 12 Bienen/Wespen/Hornissen Viele Menschen habe n Angs t

Nützlich

Schädlich

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Bienen/Wespen/Hornissen

Viele Menschen haben Angst vor Wespen. Dazu tragen allergie- bedingte Todesfälle, der r die Nestverteidigung eingesetzte Gift- stachel, das im Herbst oft aufdringliche Umsurren unserer Nahrung und die gelb-schwarze Färbung bei. Die Angst besteht zu Unrecht, wie jeder feststellen wird, der Wespen näher kennt.

Wespen gehören wie Ameisen und Bienen zur Insektenordnung der Hautflügler. Sie bilden Staaten mit einer Königin und vielen Arbeiterinnen. Weil die Flügel in Ruhe der Länge nach zusammen- gefaltet werden, nennt man sie Faltenwespen.

Wespen, die ausserhalb des Nestbereiches nach Nahrung oder Baumaterial suchen, sind nicht angriffslustig. Dies gilt auch für Wespen, die sich bei Dunkelheit in hell erleuchtete Zimmer verir- ren. Wird das Licht gelöscht und das Fenster geöffnet, fliegen sie innerhalb kurzer Zeit ins Freie. Generell gilt: Wespen stechen nur, wenn man sie drückt, festhält oder sich an ihrem Nest zu schaffen macht. Dieses Verhalten zeigen sie auch gegenüber Haustieren. Beachten Sie, dass gewisse Gerüche, wie Haarsprays oder Par- fums, Wespen zum Stechen animieren können.

Meiden Sie die Umgebung eines Nestes und bewahren Sie beim Anflug von Wespen Ruhe, so werden Sie kaum gestochen.

Wespen sind geschickte Jäger, die zur Aufzucht ihrer Brut Futter in Form von erbeuteten Insekten benötigen. Zu ihrer Beute gehö- ren Spinnen, andere Hautflügler, verschiedene Fliegenarten, Heu- schrecken, Raupen und Blattwespenlarven. Für uns nützlich sind sie insbesondere durch das Vertilgen von Forst- und Baumschädlin- gen und von gewissen lästigen Fliegenarten. Hornissen erbeuten sogar oft Wespen. Grosse Völker erbeuten pro Tag bis zu einem Pfund Insekten!

Wespen brauchen Energie zum Fliegen und Heizen. Die Zucker- säfte der Blüten und Pflanzen sind ihr «Benzin». Im Herbst werden reife Früchte und Fallobst gerne von Wespen angeflogen. Nur die Deutsche und die Gemeine Wespe fallen über unsere Süssigkei- ten und Fleisch her. Sie können im Herbst eine Volksstärke von 5000 bis 10 000 Arbeiterinnen entwickeln. Sie nisten bevorzugt in dunklen Erdhöhlen, z.B. in verlassenen Mauslöchern, aber auch in Storenkästen oder in einem dunklen Hohlraum des Dachs. Bei der Nahrungssuche können sich die Wespen bis zu einem Kilometer vom Nest entfernen.

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Der Wespenstich – gefährlich?

«7 Hornissenstiche töten ein Pferd, 3 einen Menschen.» Diese Aus- sage wurde schon längst widerlegt. Unter den 12 in Mitteleuropa vorkommenden Arten ist die Hornisse die grösste einheimische Faltenwespenart. Hornissenstiche sind nicht gefährlicher als Sti- che von anderen Wespenarten oder Bienen. Die Giftblase aller drei Insekten ist ungefähr gleich gross. Pro Stich wird bei Hornissen, Wespen und Bienen bis 0,1 Milligramm Gift injiziert. Ein gesun- der Mensch müsste von Hunderten von Hornissen, Wespen oder Bienen gestochen werden, um in Lebensgefahr zu geraten.

Wespen können ihren hohlen Stachel mit feinen Widerhaken im Gegensatz zu den Bienen mehrmals einsetzen.

Wespen und Hornissen ziehen ihren Stachel wieder aus der Haut heraus. Im Gegensatz bleibt der Stachel der Bienen mit einem Gift- beutel in der menschlichen Haut zurück. Die Stiche hinterlassen Stoffe, die eine schmerzhafte Reaktion auslösen. Sowohl Bienen, Wespen und Hornissen stechen eigentlich nicht, um sich zu ernäh- ren, sondern, um sich zu wehren.

Stiche sind schmerzhaft und verursachen meist innerhalb von 15 Minuten eine je nach Empfindlichkeit und Einstichstelle schwache oder stärkere Schwellung. Sie sind r einen gesunden Menschen aber ohne weiteres zu verkraften. Der beim Stich freigesetzte Gift- geruch alarmiert augenblicklich benachbarte Wespen. Eine rasche Flucht ist ratsam, wenn Sie in Nestnähe gestochen wurden!

Allergiker – Leute mit einer Überempfindlichkeitsreaktion auf Insektengifte – können lebensbedrohende Symptome, wie über- ssige Schwellung, Hautrötungen, Kribbeln am ganzen Körper, Atembeschwerden und Kreislaufprobleme, in unterschiedlicher Heftigkeit zeigen. Hier sollte der Grad der Empfindlichkeit durch ei- nen Arzt ermittelt werden, damit die betreffende Person informiert ist, wie sie bei einem Stich reagieren muss. Unter Umständen ist es möglich, die allergischen Reaktionen durch Desensibilisierung ab- zubauen. Auch Nichtallergiker sind bei Stichen im Rachenbereich und der folgenden Schwellung durch Atemnot gefährdet. Lebens- bedrohende Situationen sind jedoch selten.

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Stiche/Bisse von Insekten

Schadwirkung

d jedoch selten. © Copyrigh t by Allpura-Autorenteam 04052 2 – 2014 Stiche/Bisse von Insekten Schadwirkung

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Vorbeugen

Bekämpfung

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Was tun bei einem Stich?

Ruhe bewahren (keine Panik!)

Stichstelle aussaugen und ausspucken

Umschläge mit essigsaurer Tonerde

Einstichstelle mit Eiswürfel kühlen

Stiche mit kühlender Salbe oder mit angeschnittener Zwiebel behandeln

Bei Allergieverdacht (Ausschläge, Atem- oder Kreislauf- beschwerden) oder Stiche im Rachen sofort ins Spital

Starke Belästigungen können Sie vermeiden, indem Sie keine offenen Lebensmittel oder Abfälle stehen lassen und Ihre Abfall- behälter verschlossen halten. Zur Verhinderung des Einflugs von Wespen können Sie ein Fliegengitter (Maschenweite kleiner als 3 mm) am Fenster montieren. Helles Licht lockt Wespen an.

Den Standort eines Nestes finden Sie, indem Sie den Wespen fol- gen. Doch Achtung: Ein in einem Busch frei hängendes Nest in Fussballgrösse gehört zur Mittleren Wespe, die Menschen nicht belästigt. Ein Nest mit sichtbaren Waben, ohne Hülle, macht die Feldwespe, welche sogar im Nestbereich kaum Aggressionen zeigt. Diese Wespen sollten Sie nicht bekämpfen.

Einflugöffnungen an Häusern können oft weit vom Nest entfernt sein. Verschliessen Sie diese nicht. Die Wespen finden dadurch oft andere Ausgänge und können unter Umständen auch in Wohn- räume eindringen. Der günstigste Zeitpunkt zur Bekämpfung ist frühmorgens, besonders nach kalten Nächten, weil dann die Akti- vität der Wespen noch schwach ist.

Zur Bekämpfung sollte geeignete Schutzkleidung getragen werden, die den ganzen Körper deckt. Dazu gehören Lederhandschuhe und ein Imkerhut. Da Wespen gut durch dünne Stoffe stechen können, empfehlen sich doppelte Lagen nicht eng am Körper anliegender Kleidungsstücke. Zudem braucht es Gummiabschlüsse an Armen und Beinen, sonst verirren sich Wespen in Ärmel oder Hose!

Zur Bekämpfung von Wespennestern an Gebäuden verwenden Sie bevorzugt Präparate mit einem schnellen und starken Abtötungs- effekt. Gut eignen sich Hochdruckspraydosen, die neben der spezi- ellen Wirkstoffabstimmung den Vorteil der Verdunstungskälte des Treibgases besitzen. Die Kälte lähmt die Aktivität der Wespen. Bei Erdlöchern können Sie frühmorgens mit einer Giesskanne ein konventionelles, nach Gebrauchsanweisung verdünntes Insektizid ins Loch giessen. Vergessen Sie auch hier nicht, die Hosenbeine zuzubinden!

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Zecken

Zecken sind augenlos, bis 4 mm lang und 2,5 mm breit, weisen in beiden Geschlechtern einen dorsalen Schild auf, haben einem Saugrüssel und starke Mundwerke. Im Wesentlichen leben Ze- cken an Säugetieren, Vögeln und Reptillien. Sie wandern norma- lerweise nicht, sondern werden von Haustieren oder sonstwie eingeschleppt.

Zecken saugen bei den drei Entwicklungsstadien (Larve, Nymphe, Adultus) obligat Blut.

Ein Zeckenstich bedeutet, dass sich eine Zecke in die Haut eines Opfers verankert und im Laufe mehrer Tage Blut saugt sowie gleichzeitig Blutharn überträgt und damit Krankheiten überträgt, zum Beispiel Rückfallfieber. Die derzeit bedeutendsten Zeckenin- fektionen sind die FSME und die Borreliose.

FSME = Frühsommer-Meningoenzephalitis oder Zeckenenzephalitis (Enzephalitis = Gehirnentzündung) ist eine Infektionskrankheit die durch das FSME-Virus hervorgerufen und durch befallene Zecken bei einem Biss übertragen wird. Gess Krankenbild kann es 7 bis 14 Tage nach dem Stich einer infizierten Zecke zu einer ers- ten Krankheitsphase mit grippenartigen Symptomen kommen. Bei dem Grossteil der Patienten treten jedoch keine besonderen Krankheitszeichen auf. Bei 5–15% der Erkrankten kommt es nach einem beschwerdefreien Zeitraum zum Befall des zentralen Ner- vensystems mit Symptomen wie Kopfschmerzen, Lichtscheu, Schwindel, Konzentrations- und Gehstörungen. Diese können Wochen bis Monate andauern. Bei einem Teil der Patienten kön- nen Lähmungen der Arme, Beine oder Gesichtsnerven auftreten und zu bleibenden Behinderungen führen oder eine lebensgefähr- liche Hirnhautentzündung auslösen. In zirka 1% der Fälle führt die Krankheit zum Tod. Eine ursächlich Behandlung der FSME ist leider nicht möglich, es können lediglich Symptome behandelt werden. Auch frühzeitige Entfernung von Zecken bieten keinen Schutz, denn die Viren befinden sich im Stechapparat der Zecke und werden unmittelbar mit dem Stich übertragen. Lediglich mit einer Impfung kann vorgebeugt werden.

Borreliose wird durch ein Bakterium ausgelöst. Gegen Bor- reliose existiert keine Impfung. Sie ist die häufigste von Zecken übertragene Krankheit. Sie kann in den meisten Fällen mit Anti- biotika behandelt werden, wenn sie früh erkannt wird. Vorausset- zung ist, dass sie genügend lang und hochdosiert behandelt wird. Die Diagnose ist nicht einfach, weil die zur Verfügung stehenden Tests nicht immer zuverlässig sind oder überhaupt nicht an eine Borreliose gedacht wird. Deshalb wird die Krankheit oft nicht er-

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Stiche/Bisse von Insekten

Lebensweise

er- © Copyrigh t by Allpura-Autorenteam 04052 2 – 2014 Stiche/Bisse von Insekten Lebensweise Schadenwirkung 1

Schadenwirkung

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13 Stiche/Bisse von Insekten

13 Stiche/Bisse von Insekten Hautentzündung nach dem Stic h von ei ner Zecke. bläulich-rötliche Schwellung Vorbeugen

Hautentzündung nach dem Stich von einer Zecke.

Insekten Hautentzündung nach dem Stic h von ei ner Zecke. bläulich-rötliche Schwellung Vorbeugen Entfernen von

bläulich-rötliche Schwellung

Vorbeugen

von ei ner Zecke. bläulich-rötliche Schwellung Vorbeugen Entfernen von Zecken. 16 kannt, wa s zu Fehldiagnose

Entfernen von Zecken.

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kannt, was zu Fehldiagnosen führen kann. In späten Stadien ist mit dauerhaften Schäden zu rechnen, die die Betroffenen in ihrer Le- bensqualität unterschiedlich einschränken. Nichtbehandlung einer Borreliose kann bis zur Invalidität führen.

Erkennen von Symptomen Weil Borreliose-Symptome ohne Behandlung wieder verschwin- den können, ohne dass auch der Erreger eliminiert ist, kommt der Erkennung von Symptomen eine grosse Bedeutung zu, damit die Diagnose nicht verpasst wird. Tage bis Wochen nach dem Zecken- stich kann sich eine Rötung um die Stichstelle oder an anderen Körperstellen zeigen. Diese Wanderröte, die etwa bei der Hälfte der Patienten trotz Infektion ausbleiben kann, vergrössert sich zen- trisch, ist nicht immer kreisrund und kann an mehreren Hautstellen auftreten. Ein weiteres Symptom im Frühstadium ist das Borrelien- Lymphozytom, eine meist halbrunde bis kugelige, oft bläuliche bis rötliche Schwellung, die gehäuft bei Kindern auftritt. Blutuntersu- chungen im frühen Stadium sind oft falsch negativ, da es mehrere Wochen dauert, bis Antikörper gebildet werden. Das Frühstadium kann sich auch mit einem allgemeinen Krankheitsgefühl, ähnlich einer Grippe, ohne andere Symptome bemerkbar machen. Hier gestaltet sich die Diagnose schwierig, weil nicht abgeschätzt werden kann, ob es sich um eine Borreliose, eine andere von Zecken übertragene Infektion (z.B. Ehrlichiose, Babesiose) oder eine völlig andere Infektion handelt. Die frühen Symptome können so- gar ganz ausbleiben oder sich mit späten Symptomen überschnei- den. Nach Wochen, Monaten oder Jahren können verschiedenste Symptome auftreten. Die Beschwerden können diffus sein und wechseln. Typisch r Borreliose sind Gesichtslähmung, einseitige Gelenkschwellung, Herz-, Hirn-, Nerven- und Hautentzündungen.

Vermeiden von Zeckenstichen Bleiben Sie auf den Wegen. Meiden Sie Gebüsche, Dickichte und hohes Gras. Schützen Sie sich mit hautbedeckender Kleidung und gegebenenfalls zusätzlich mit einem zeckenabwehrenden Spray. Stecken Sie die Hosenstösse in die Socken.

Absuchen und Entfernen von Zecken Trotz Vorsichtsmassnahmen kann sich eine Zecke ihren Weg zur Blutmahlzeit bahnen. Bevorzugte Stellen sind Kniekehlen, Geni- talbereich, Bauchnabel, Achselhöhlen und bei Kindern am Hals und Haaransatz. Achten Sie besonders auf die kleinen Zecken- Nymphen. Sie sind nur etwa 1 mm gross, wie ein Punkt. Je früher Sie eine Zecke entfernen, umso geringer ist das Infektionsrisiko mit Borrelien. Entfernen Sie die Zecken weder mit Fingern noch mit dickbackigen Zeckenzangen, auch nicht mit Öl, Klebstoff und anderen Substanzen. Benützen Sie stattdessen eine feine Splitter- pinzette oder suchen Sie einen Arzt auf.

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