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FACHINFORMATION (SUMMARY OF PRODUCT CHARACTERISTICS)

Qlaira® Filmtabletten
1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS Beginn der Einnahme von Qlaira de, muss die Tablette sofort eingenommen
. Keine vorangegangene Einnahme von werden. Alle darauf folgenden Tabletten sind
Qlaira® Filmtabletten dann wieder zur gewohnten Zeit einzuneh-
Estradiolvalerat/Dienogest hormonalen Kontrazeptiva (im letzten Mo-
nat) men. Der kontrazeptive Schutz ist nicht ein-
geschränkt.
2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE Mit der Tabletteneinnahme ist am 1. Tag des
natürlichen Zyklus (d. h. am ersten Tag der Wenn die Einnahmezeit um mehr als
ZUSAMMENSETZUNG
Menstruationsblutung) zu beginnen. 12 Stunden überschritten wurde, ist der
Jede Walletpackung (28 Filmtabletten) bein- Konzeptionsschutz nicht mehr voll gewähr-
haltet in der folgenden Reihenfolge: . Wechsel von einem kombinierten hormo-
nalen Kontrazeptivum (kombinierte orale leistet. Die Einnahme der vergessenen Ta-
2 dunkelgelbe Tabletten mit 3 mg Estradiol- kontrazeptive Pille/KOK, Vaginalring oder blette sollte so schnell wie möglich nachge-
valerat transdermales Pflaster) holt werden, auch wenn dies bedeutet,
5 mittelrote Tabletten mit 2 mg Estradiolva- dass zwei Tabletten zur gleichen Zeit
Die Einnahme von Qlaira soll am Tag nach
lerat und 2 mg Dienogest eingenommen werden. Die weitere Ein-
der Einnahme der letzten wirkstoffhaltigen
17 hellgelbe Tabletten mit 2 mg Estradiolva- nahme der Tabletten erfolgt dann zur ge-
Tablette (die letzte Tablette, die Wirkstoffe
lerat und 3 mg Dienogest wohnten Zeit.
enthält) des vorherigen KOKs begonnen
2 dunkelrote Tabletten mit 1 mg Estradiolva-
werden. Für den Fall, dass ein Vaginalring Abhängig vom Zyklustag, an dem die Ein-
lerat
oder ein transdermales Pflaster angewendet nahme der Tablette vergessen wurde (De-
2 weiße Tabletten, die keine Wirkstoffe ent-
wurde, sollte am Tag der Entfernung begon- tails siehe Tabelle auf Seite 2), müssen zu-
halten
nen werden.
sätzliche empfängnisverhütende Maß-
Sonstiger Bestandteil:
Lactose (nicht mehr als 50 mg pro Tablette)
. Wechsel von einem Gestagenmonoprä- nahmen (z. B. eine Barriere-Methode wie
parat (Minipille, Injektionspräparat, Im- z. B. ein Kondom) wie nachfolgend beschrie-
Die vollständige Auflistung der sonstigen plantat) oder einem gestagenfreisetzen- ben angewendet werden.
Bestandteile siehe Abschnitt 6.1. den Intrauterinpessar (IUP)
An einem Tag sollten nicht mehr als zwei
Bei vorheriger Einnahme der Minipille kann
Tabletten eingenommen werden.
3. DARREICHUNGSFORM an jedem beliebigen Tag gewechselt wer-
den (die Umstellung von einem Implantat Wurde der Beginn der Einnahme von Ta-
Filmtablette (Tablette). oder IUP muss am Tag der Entfernung bletten aus einer neuen Walletpackung oder
Dunkelgelbe Filmtablette, rund mit beidseitig erfolgen, und die Umstellung von einem die Einnahme von einer oder mehrerer Ta-
gewölbten Oberflächen und einseitiger Prä- Injektionspräparat zu dem Zeitpunkt, an bletten an den Tagen 3 – 9 der Walletpa-
gung „DD“ in einem regelmäßigem Sechs- dem die nächste Injektion fällig wäre). In ckung vergessen, ist die Möglichkeit einer
eck. jedem Fall ist während der ersten 9 Tage Schwangerschaft in Betracht zu ziehen (vo-
Mittelrote Filmtablette, rund mit beidseitig der Tabletteneinnahme zusätzlich die An- rausgesetzt, dass in den vergangenen 7 Ta-
gewölbten Oberflächen und einseitiger Prä- wendung einer nicht hormonalen Verhü- gen Geschlechtsverkehr stattgefunden hat).
gung „DJ“ in einem regelmäßigem Sechs- tungsmethode (Barrieremethode) erforder- Das Risiko einer Schwangerschaft ist umso
eck. lich. größer, je mehr Tabletten (mit den beiden
Hellgelbe Filmtablette, rund mit beidseitig . Nach einem Abort im ersten Trimenon kombinierten Wirkstoffen an den Tagen
gewölbten Oberflächen und einseitiger Prä- 3 – 24) vergessen wurden und je näher diese
gung „DH“ in einem regelmäßigem Sechs- Es kann sofort mit der Einnahme von Qlaira
im Bereich des Intervalls liegen, in dem die
eck. begonnen werden. In diesem Fall sind keine
wirkstofffreien Tabletten einzunehmen sind.
Dunkelrote Filmtablette, rund mit beidseitig zusätzlichen empfängnisverhütenden Maß-
gewölbten Oberflächen und einseitiger Prä- nahmen erforderlich. Bei vergessener Tabletteneinnahme und an-
gung „DN“ in einem regelmäßigem Sechs- . Nach einer Geburt oder einem Abort im schließendem Ausbleiben einer Abbruch-
eck. zweiten Trimenon blutung am Ende der Walletpackung/Beginn
Weiße Filmtablette, rund mit beidseitig ge- einer neuen Walletpackung, sollte die Mög-
Zur Anwendung bei stillenden Frauen siehe lichkeit einer Schwangerschaft in Betracht
wölbten Oberflächen und einseitiger Prä- Abschnitt 4.6.
gung „DT“ in einem regelmäßigem Sechs- gezogen werden.
eck. Die Frauen sollen angewiesen werden, an
den Tagen 21 bis 28 nach einer Geburt oder Pädiatrische Patientengruppe
nach einem Abort im zweiten Trimenon mit Es liegen keine Daten vor für die Anwen-
4. KLINISCHE ANGABEN dung bei Jugendlichen unter 18 Jahren.
der Einnahme zu beginnen. Bei einem spä-
4.1 Anwendungsgebiete teren Einnahmebeginn soll die Frau wäh-
rend der ersten 9 Tage der Tablettenein- Verhalten bei gastrointestinalen Stö-
Orale Kontrazeption. rungen
nahme zusätzlich eine Barrieremethode an-
4.2 Dosierung, wenden. Wenn jedoch bereits Geschlechts- Bei schweren gastrointestinalen Störungen
Art und Dauer der Anwendung verkehr stattgefunden hat, muss vor Beginn (z. B. Erbrechen oder Durchfall) werden die
der KOK-Einnahme eine Schwangerschaft Wirkstoffe möglicherweise nicht vollständig
Einnahme von Qlaira
ausgeschlossen oder die erste Menstrua- aufgenommen und zusätzliche kontrazeptive
Die Tabletten müssen jeden Tag etwa zur Maßnahmen sind erforderlich.
tionsblutung von der Frau abgewartet wer-
gleichen Zeit, falls erforderlich mit etwas
den.
Flüssigkeit, in der auf der Packung angege- Bei Erbrechen in den ersten 3 – 4 Stunden
benen Reihenfolge eingenommen werden. Vorgehen bei vergessener Tabletten- nach der Einnahme einer wirkstoffhaltigen
Die Tabletteneinnahme erfolgt durchgehend. einnahme Tablette sollte die nächste Tablette so
Über 28 aufeinander folgende Tage muss Die vergessene Einnahme der (weißen) Pla- schnell wie möglich eingenommen werden.
täglich eine Tablette eingenommen werden. cebotabletten kann vernachlässigt werden. Die Einnahme dieser Tablette sollte, wenn
Mit der jeweils nächsten Packung wird am Die vergessenen Placebotabletten sollten möglich, innerhalb von 12 Stunden nach der
Tag nach Einnahme der letzten Tablette aus jedoch verworfen werden, um eine verse- normalen Einnahmezeit erfolgen. Wenn
der vorherigen Packung begonnen. Eine hentliche Verlängerung des Intervalls zwi- mehr als 12 Stunden vergangen sind, emp-
Abbruchblutung setzt üblicherweise wäh- schen der Einnahme wirkstoffhaltiger Tablet- fiehlt sich die im Abschnitt 4.2 unter „Vor-
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rend der Einnahme der letzten Tabletten ten zu vermeiden. gehen bei vergessener Tabletteneinnahme“
einer Walletpackung ein und kann noch genannte Vorgehensweise für vergessene
andauern, wenn mit der Einnahme aus der Die folgenden Hinweise beziehen sich nur Tabletten. Wenn die Anwenderin nicht von
nächsten Walletpackung begonnen wird. auf vergessene wirkstoffhaltige Tabletten: ihrem normalen Einnahmerhythmus abwei-
Bei einigen Frauen beginnt die Blutung, Wird innerhalb von 12 Stunden nach dem chen möchte, muss sie die Ersatztablette(n)
nachdem die ersten Tabletten aus der neuen üblichen Einnahmezeitpunkt bemerkt, dass aus einer anderen Walletpackung einneh-
Walletpackung eingenommen wurden. die Einnahme einer Tablette vergessen wur- men.
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TAG Farbe Vorgehen, wenn der Einnahmezeitpunkt einer beruhen auf den klinischen und epidemio-
Gehalt Tablette um mehr als 12 Stunden überschrit- logischen Daten von Ethinylestradiol-halti-
Estradiolvalerat (EV)/ ten wurde: gen KOKs. Ob diese Warnhinweise und
Dienogest (DNG) Vorsichtsmaßnahmen auch für die Anwen-
dung von Qlaira zutreffen ist nicht bekannt.
1–2 Dunkelgelbe Tabletten – Holen Sie die Einnahme der vergessenen Ta-
(3,0 mg EV) blette sofort nach und nehmen Sie die darauf . Kreislauferkrankungen
3–7 Mittelrote Tabletten folgende Tablette zum gewohnten Zeitpunkt ein Epidemiologische Studien haben gezeigt,
(2,0 mg EV + 2,0 mg DNG) (auch wenn dies bedeutet, dass zwei Tabletten an dass die VTE-Inzidenz für Anwenderinnen
einem Tag eingenommen werden) kombinierter oraler Kontrazeptiva mit niedri-
8 – 17 Hellgelbe Tabletten gem Estrogengehalt (550 µg Ethinylestra-
– Setzen Sie die Tabletteneinnahme wie gewohnt
(2,0 mg EV + 3,0 mg DNG) diol), bei etwa 20 – 40 Fällen pro 100.000
fort
Frauenjahre liegt. Die Risikoabschätzung
– Wenden Sie während der nächsten 9 Tage variiert jedoch je nach Gestagen. Im Ver-
zusätzliche empfängnisverhütende Maßnahmen gleich dazu beträgt die Inzidenz unter den
an Nichtanwenderinnen 5 bis 10 Fälle pro
18 – 24 Hellgelbe Tabletten – Verwerfen Sie die aktuelle Walletpackung und 100.000 Frauenjahre.
(2,0 mg EV + 3,0 mg DNG) beginnen Sie sofort mit der ersten Tablette einer
Die Anwendung jedes kombinierten oralen
neuen Walletpackung
Kontrazeptivums (einschließlich Qlaira) birgt
– Setzen Sie die Tabletteneinnahme wie gewohnt ein erhöhtes Risiko für das Auftreten von
fort venösen Thromboembolien (VTE) im Ver-
– Wenden Sie während der nächsten 9 Tage gleich zur Nichtanwendung. Das zusätzliche
zusätzliche empfängnisverhütende Maßnahmen VTE-Risiko ist während des ersten Jahres
an einer erstmaligen Anwendung eines kombi-
nierten oralen Kontrazeptivums am höchs-
25 – 26 Dunkelrote Tabletten – Holen Sie die Einnahme der vergessenen Ta-
ten. Die VTE-Inzidenz assoziiert mit einer
(1,0 mg EV) blette sofort nach und nehmen Sie die darauf
Schwangerschaft wird auf 60 Fälle pro
folgende Tablette zum gewohnten Zeitpunkt ein
100.000 Schwangerschaften geschätzt. In
(auch wenn dies bedeutet, dass zwei Tabletten an
1 – 2 % der Fälle führt eine VTE zum Tode.
einem Tag eingenommen werden)
– Es sind keine zusätzlichen empfängnisverhüten- Das VTE-Risiko für die Anwendung von
den Maßnahmen erforderlich Qlaira ist derzeit unbekannt.
27 – 28 Weiße Tabletten – Verwerfen Sie die vergessene Tablette und set- Epidemiologische Studien haben auch ei-
(Placebos) zen Sie die Tabletteneinnahme wie gewohnt fort nen Zusammenhang zwischen der Anwen-
dung von KOKs, die Ethinylestradiol enthal-
– Es sind keine zusätzlichen empfängnisverhüten-
ten und einem erhöhten Risiko für arterielle
den Maßnahmen erforderlich
Thromboembolie (Myokardinfarkt, transitori-
sche ischämische Attacke) gezeigt.
4.3 Gegenanzeigen • Bestehende oder vorausgegangene Bei KOK-Anwenderinnen wurde extrem sel-
Kombinierte orale Kontrazeptiva (KOKs) dür- schwere Lebererkrankung, solange sich ten von Thrombosen in anderen Blutgefäß-
fen bei Vorliegen einer der folgenden Er- die Leberfunktionswerte nicht normali- abschnitten, z. B. in den Leber-, Mesente-
krankungen nicht angewendet werden. siert haben rial-, Nieren-, Hirn- oder Netzhautvenen und
Wenn eine dieser Erkrankungen während • Bestehende oder vorausgegangene Le- -arterien berichtet. Es besteht kein Konsens
der KOK-Anwendung zum ersten Mal auftritt, bertumoren (benigne oder maligne) darüber, ob das Auftreten solcher Ereignisse
muss das Arzneimittel sofort abgesetzt wer- • Bekannte oder vermutete sexualhormon- in Zusammenhang mit der Einnahme von
den. abhängige maligne Tumoren (z. B. der KOKs steht.
Genitalorgane oder der Brust) Symptome einer venösen oder arteriellen
• Bestehende oder vorausgegangene ve- • Diagnostisch nicht abgeklärte vaginale Thrombose/eines thromboembolischen Er-
nöse Thrombosen (tiefe Venenthrombo- Blutungen eignisses oder zerebrovaskulären Insults
se, Lungenembolie) • Migräne mit fokalen neurologischen können sein:
• Bestehende oder vorausgegangene ar- Symptomen in der Anamnese
terielle Thrombosen (z. B. Myokardinfarkt) • Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe • einseitige Schmerzen im Bein und/oder
Schwellungen eines Beines;
oder deren Prodromalstadien (z. B. Angi- oder einen der sonstigen Bestandteile
na pectoris und transitorische ischämi-
• plötzlich einsetzende starke Schmerzen
4.4 Besondere Warnhinweise und Vor- in der Brust, möglicherweise in den lin-
sche Attacke) ken Arm ausstrahlend;
• Bestehender oder vorausgegangener sichtsmaßnahmen für die Anwendung
zerebrovaskulärer Insult Warnhinweise
• plötzlich auftretende Atemnot;
• plötzlich auftretender Husten;
• Vorliegen eines schwerwiegenden Risi- Bei Vorliegen einer der unten aufgeführten • ungewöhnliche, starke oder anhaltende
kofaktors oder mehrerer Risikofaktoren Erkrankungen/ Risikofaktoren sollten die Kopfschmerzen;
für eine venöse (siehe 4.4) oder eine Vorteile der Anwendung des KOKs gegen
arterielle Thrombose:
• plötzlicher partieller oder kompletter Vi-
die möglichen Risiken für jede einzelne Frau susverlust;
• Diabetes mellitus mit Gefäßverände- abgewogen und mit ihr besprochen werden, • Diplopie;
rungen bevor sie sich für die Einnahme entscheidet. • undeutliche Sprache oder Aphasie;
• Schwere Hypertonie Bei Aggravierung, Exazerbation oder erst- • Vertigo;
• Schwere Fettstoffwechselstörung maligem Auftreten einer dieser Erkrankun- • Kollaps mit oder ohne fokalem Krampf-
• Erbliche oder erworbene Prädisposition gen oder Risikofaktoren muss die Anwen- anfall;
für venöse oder arterielle Thrombosen derin unbedingt ihren Arzt aufsuchen. Der • plötzliche Schwäche oder ausgeprägtes
wie APC-Resistenz, Antithrombin-III- Arzt sollte dann entscheiden, ob das KOK Taubheitsgefühl einer Körperseite oder
Mangel, Protein-C-Mangel, Protein-S- abgesetzt werden soll. eines Körperteils; Störungen der Motorik;
Mangel, Hyperhomozysteinämie und An- • „akutes“ Abdomen.
tiphospholipid-Antikörper (Antikardioli- Es liegen keine epidemiologischen Studien
pin-Antikörper, Lupusantikoagulans) zu den Wirkungen von KOKs, die Estradiol Das Risiko venöser thromboembolischer
• Bestehende oder vorausgegangene oder Estradiolvalerat enthalten, vor. Alle Ereignisse bei Anwenderinnen von KOKs
Pankreatitis, wenn diese mit schwerer nachfolgend genannten Warnhinweise und steigt mit:
Hypertriglyzeridämie einhergeht Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung • zunehmendem Alter;
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• einer positiven Familienanamnese (Auf- drom, chronisch entzündliche Darmerkran- Die folgenden Erkrankungen sollen Berich-
treten von venösen thromboembolischen kungen (Morbus Crohn oder Colitis ulcero- ten zufolge sowohl in der Schwangerschaft
Ereignissen bei einem Geschwister- sa) und Sichelzellanämie. als auch unter Anwendung eines KOK auf-
oder Elternteil in relativ jungen Jahren). treten bzw. sich verschlechtern. Jedoch
Eine Zunahme der Häufigkeit oder Schwere
Wenn eine erbliche Prädisposition ver- konnte ein Zusammenhang mit der Anwen-
von Migräneanfällen unter der Anwendung
mutet wird, sollte eine fachärztliche Ab- dung von KOKs nicht bewiesen werden:
von KOKs (die ein Prodromalzeichen für ein
klärung erfolgen, bevor über die Anwen- Ikterus und/oder Pruritus in Zusammenhang
zerebrovaskuläres Ereignis sein können)
dung eines KOK entschieden wird; mit Cholestase; Gallensteinbildung; Porphy-
kann Grund zum sofortigen Absetzen des
• längerfristiger Immobilisierung, größeren rie; systemischer Lupus erythematodes; hä-
KOK sein.
chirurgischen Eingriffen, operativen Ein- molytisch-urämisches Syndrom; Syden-
griffen an den Beinen oder ausgedehn- . Tumoren ham-Chorea; Herpes gestationis; Otoskle-
ten Traumen. In diesen Situationen ist es In einigen epidemiologischen Untersuchun- rose-bedingte Schwerhörigkeit.
ratsam, das orale Kontrazeptivum abzu- gen wurde über ein erhöhtes Zervixkarzi- Bei Frauen mit hereditärem Angioödem
setzen (im Falle eines geplanten chirur- nom-Risiko bei Langzeitanwendung von können exogen zugeführte Estrogene
gischen Eingriffs mindestens 4 Wochen KOKs (45 Jahre) berichtet. Kontrovers dis- Symptome eines Angioödems auslösen
vorher) und mit der Einnahme erst wieder kutiert wird nach wie vor, in welchem Aus- oder verschlimmern.
2 Wochen nach vollständiger Mobilisie- maß dieses Ergebnis durch das Sexualver-
rung zu beginnen. Es sollte eine Throm- halten und andere Faktoren wie eine Infek- Akute oder chronische Leberfunktionsstö-
boseprophylaxe in Betracht gezogen tion mit dem humanen Papillomavirus (HPV) rungen können eine Unterbrechung der An-
werden, falls das orale Kontrazeptivum beeinflusst wurde. wendung des KOK erforderlich machen, bis
nicht rechtzeitig abgesetzt worden ist; sich die Leberfunktionswerte wieder norma-
Eine Metaanalyse von 54 epidemiologi- lisiert haben. Auch ein Rezidiv eines in einer
• Adipositas (Body Mass Index über
schen Studien hat ein leicht erhöhtes relati-
30 kg/m2). vorausgegangenen Schwangerschaft oder
ves Brustkrebsrisiko (RR = 1,24) bei Frauen während einer früheren Anwendung von
Über die mögliche Bedeutung von Varizen ergeben, die aktuell KOKs anwenden. Das steroidalen Geschlechtshormonen aufgetre-
und oberflächlicher Thrombophlebitis bei erhöhte Risiko geht innerhalb von 10 Jahren tenen cholestatischen Ikterus macht das
erstmaligem Auftreten oder progredientem nach Absetzen des KOKs allmählich wieder Absetzen von KOKs erforderlich.
Verlauf einer venösen Thrombose besteht zurück. Da Brustkrebs bei Frauen unter
kein Konsens. 40 Jahren selten auftritt, ist die Anzahl zu- Obwohl KOKs einen Einfluss auf die peri-
sätzlicher Brustkrebserkrankungen bei An- phere Insulinresistenz und Glucosetoleranz
Das Risiko arterieller thromboembolischer wenderinnen von KOKs oder solchen, die haben können, liegen keine Hinweise auf die
Ereignisse oder eines zerebrovaskulären früher KOKs eingenommen haben, gering im Notwendigkeit einer Änderung der Therapie-
Insults steigt mit: Vergleich zum Gesamtrisiko an Brustkrebs regime bei Diabetikerinnen vor, die niedrig
• zunehmendem Alter; zu erkranken. Ein Kausalzusammenhang dosierte KOKs anwenden (mit 50,05 mg
• Rauchen (Frauen über 35 Jahre sollte wurde mit diesen Studien nicht bewiesen. Ethinylestradiol). Diabetikerinnen müssen je-
dringend angeraten werden, nicht zu Das beobachtete erhöhte Risiko kann an doch sorgfältig überwacht werden während
rauchen, wenn sie ein KOK anwenden einer früheren Diagnose des Brustkrebses sie KOKs einnehmen, insbesondere in der
möchten.); bei KOK-Anwenderinnen, den biologischen ersten Zeit der Anwendung eines KOK.
• einer positiven Familienanamnese (Auf- Wirkungen von KOKs oder einer Kombina- Bei Anwendung von KOKs wurde über eine
treten von arteriellen thromboemboli- tion beider Faktoren liegen. Brustkrebs, der Verschlechterung endogener Depressio-
schen Ereignissen bei einem Geschwis- bei Frauen diagnostiziert wird, die irgend- nen, Epilepsie, Morbus Crohn und Colitis
ter- oder Elternteil in relativ jungen Jah- wann einmal ein KOK verwendet haben, ulcerosa berichtet.
ren). Wenn eine erbliche Prädisposition scheint klinisch weniger weit fortgeschritten
vermutet wird, sollte eine fachärztliche zu sein als Krebs bei Frauen, die noch nie Chloasmen können gelegentlich auftreten,
Abklärung erfolgen, bevor über die An- ein KOK verwendet haben. insbesondere bei Frauen mit Chloasma
wendung eines KOK entschieden wird; gravidarum in der Anamnese. Frauen mit
In seltenen Fällen sind bei Anwenderinnen dieser Veranlagung sollten sich daher wäh-
• Adipositas (Body Mass Index über
von KOKs gutartige und noch seltener bös-
30 kg/m2); rend der Einnahme von KOKs nicht direkt
artige Lebertumoren beobachtet worden. In der Sonne oder ultraviolettem Licht ausset-
• Fettstoffwechselstörungen; Einzelfällen führten diese Tumoren zu le-
• Hypertonie; zen.
bensbedrohlichen intraabdominellen Blu-
• Migräne; tungen. Wenn starke Oberbauchbeschwer- Östrogene können eine Flüssigkeitsreten-
• Herzklappenerkrankung; den, eine Lebervergrößerung oder Anzei- tion verursachen und aus diesem Grund
• Vorhofflimmern; chen einer intraabdominellen Blutung bei müssen Patientinnen mit einer Herz- oder
Das Vorliegen eines schweren Risikofaktors Frauen auftreten, die KOKs einnehmen, soll- Nierenfunktionsstörung sorgfältig beobach-
oder mehrerer Risikofaktoren für venöse te ein Lebertumor in die differentialdiagnosti- tet werden. Patientinnen mit einer terminalen
oder arterielle Gefäßerkrankungen kann schen Überlegungen einbezogen werden. Niereninsuffizienz sollten engmaschig beob-
ebenfalls eine Gegenanzeige darstellen. achtet werden, da nach der Anwendung von
. Sonstige Erkrankungen Qlaira die Menge des zirkulierenden Östro-
Die Möglichkeit einer antikoagulatorischen
Therapie sollte ebenfalls in Betracht gezo- Frauen mit einer Hypertriglyzeridämie oder gens erhöht sein kann.
gen werden. Anwenderinnen von KOKs sind einer diesbezüglich positiven Familienana-
mnese können ein erhöhtes Risiko für die Dieses Arzneimittel enthält weniger als
besonders darauf hinzuweisen, bei mögli- 50 mg Lactose pro Tablette. Patientinnen
chen Anzeichen einer Thrombose ihren Arzt Entwicklung einer Pankreatitis haben, wenn
sie KOKs einnehmen. mit der seltenen hereditären Galactose-Into-
aufzusuchen. Bei vermuteter oder bestätigter leranz, Lactase-Mangel oder Glucose-Ga-
Thrombose ist das KOK abzusetzen. Wegen Obwohl bei vielen Frauen, die KOKs ein- lactose-Malabsorption, die auf einer lactose-
der Teratogenität der antikoagulatorischen nehmen, ein geringer Blutdruckanstieg be- freien Diät sind, sollten diese Menge be-
Therapie (Kumarine) ist auf geeignete alter- richtet wurde, sind klinisch relevante Blut- achten.
native Empfängnisverhütung umzusteigen. druckerhöhungen selten. Wenn sich jedoch
bei Anwendung eines KOKs eine anhalten- Ärztliche Untersuchung/Beratung
Zu beachten ist ein erhöhtes Risiko für das
Auftreten thromboembolischer Ereignisse de, klinisch relevante Hypertonie entwickelt, Vor der ersten oder neuerlichen Einnahme
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im Wochenbett (Angaben zu „Schwanger- muss das Kontrazeptivum abgesetzt und die von KOKs muss eine ausführliche Anamne-
schaft und Stillzeit“ siehe Abschnitt 4.6). Hypertonie ärztlich behandelt werden. Wenn se (mit Erhebung der Familienanamnese)
es angemessen erscheint, kann die Einnah- und eine körperliche Untersuchung durch-
Weitere Erkrankungen, bei denen Gefäß- me des KOK wieder begonnen werden, geführt werden und eine Schwangerschaft
komplikationen auftreten können, sind Dia- sobald sich die Blutdruckwerte unter der ausgeschlossen werden. Der Blutdruck
betes mellitus, systemischer Lupus erythe- antihypertensiven Therapie normalisiert ha- muss gemessen und eine körperliche Unter-
matodes, hämolytisch-urämisches Syn- ben. suchung unter Beachtung der Gegenanzei-
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gen (siehe Abschnitt 4.3) und Warnhinweise . Einfluss anderer Arzneimittel auf Erhöhung der AUC (0 – 24h) von Dienogest
(siehe Abschnitt 4.4) durchgeführt werden. Qlaira und Estradiol im Steady State um 62 % bzw.
Die Frau sollte auch darauf hingewiesen Wechselwirkungen von oralen Kontrazeptiva 33 %. Die klinische Bedeutung dieser
werden, die Gebrauchsinformation sorgfältig mit anderen Arzneimitteln können zu Durch- Wechselwirkungen ist unbekannt.
zu lesen und die gegebenen Anwendungs- bruchblutungen und/oder Versagen des
hinweise zu befolgen. Die Häufigkeit und Art Ein Versagen oraler Kontrazeptiva wurde
oralen Kontrazeptivums führen. Die folgen- auch unter der Gabe von Antibiotika wie
der Untersuchungen sollte den geltenden den Wechselwirkungen sind in der Literatur
Untersuchungsrichtlinien entsprechen und Penicillinen und Tetrazyklinen berichtet. Der
für kombinierte orale Kontrazeptiva im Allge- Mechanismus dieser Wechselwirkung ist
individuell auf die Frau abgestimmt werden. meinen beschrieben oder wurden in klini- bislang nicht geklärt.
Die Anwenderinnen sollten darüber infor- schen Studien mit Qlaira untersucht.
miert werden, dass orale Kontrazeptiva nicht . Einfluss von Qlaira auf andere Arznei-
Dienogest ist ein Substrat des Cytochrom mittel
vor HIV-Infektionen (AIDS) und anderen se- P450 (CYP)3A4.
xuell übertragbaren Krankheiten schützen. Orale Kontrazeptiva können die Metabolisie-
Wechselwirkungen können mit Phenytoin, rung anderer Wirkstoffe beeinflussen. Ent-
Verminderte Wirksamkeit Barbituraten, Primidon, Carbamazepin, Rif- sprechend können Plasma- und Gewebe-
Die Wirksamkeit von KOKs kann beispiels- ampicin und möglicherweise Oxcarbazepin, konzentrationen entweder erhöht (z. B. Ci-
weise in folgenden Fällen herabgesetzt sein: Topiramat, Felbamat, HIV-Medikationen closporin) oder erniedrigt (z. B. Lamotrigin)
wenn wirkstoffhaltige Tabletten vergessen (z. B. Ritonavir und/oder Nevirapin), Griseo- werden.
wurden (Abschnitt 4.2), bei gastrointestina- fulvin und dem pflanzlichen Heilmittel Johan-
len Beschwerden (Abschnitt 4.2) während niskraut (Hypericum perforatum) auftreten. Die Pharmakokinetik von Nifedipin wurde
der Einnahme wirkstoffhaltiger Tabletten Der Mechanismus dieser Wechselwirkung durch die gleichzeitige Anwendung von
oder wenn gleichzeitig bestimmte andere scheint auf den Leberenzym-induzierenden 2 mg Dienogest + 0,03 mg Ethinylestradiol
Arzneimittel eingenommen werden (Ab- Eigenschaften (z. B. CYP 3A4-Enzyme) die- nicht beeinträchtigt. Auf diese Weise wurden
schnitt 4.5). ser Wirkstoffe zu beruhen, welcher in einer die Ergebnisse von in-vitro-Studien bestä-
gesteigerten Clearance der Sexualhormone tigt, die zeigen, dass eine Hemmung von
Zykluskontrolle CYP-Enzymen durch Qlaira bei therapeuti-
resultiert.
Bei allen KOKs kann es, insbesondere in schen Dosen unwahrscheinlich ist.
den ersten Monaten der Anwendung, zu Die maximale Enzyminduktion wird in der
unregelmäßigen Blutungen (Schmier- oder Regel erst nach 2 – 3 Wochen erreicht, kann . Laboruntersuchungen
Durchbruchblutungen) kommen. Eine dia- aber nach Absetzen des Arzneimittels noch Die Anwendung von steroidalen Kontrazep-
gnostische Abklärung dieser Zwischenblu- 4 Wochen oder länger anhalten. tiva kann die Ergebnisse bestimmter Labor-
tungen ist deshalb erst nach einer Anpas- In einer klinischen Studie führte Rifampicin tests beeinflussen, u. a. die biochemischen
sungsphase von ungefähr drei Zyklen sinn- als starker CYP3A4-Induzierer zu einem Parameter der Leber-, Schilddrüsen-, Ne-
voll. signifikantem Absinken der Steady-State- bennieren- und Nierenfunktion sowie die
Konzentrationen und der systemischen Ex- Plasmaspiegel von (Träger-)Proteinen, z. B.
Basierend auf den Angaben in Patientinnen-
position von Dienogest und Estradiol. Die des kortikosteroidbindenden Globulins und
tagebüchern aus einer vergleichenden klini-
AUC (0 – 24 h) von Dienogest und Estradiol der Lipid-/Lipoprotein-Fraktionen, die Para-
schen Studie lag der Anteil der Frauen, die
im Steady-State waren um 83 % bezie- meter des Kohlenhydratstoffwechsels sowie
während eines Zyklus Zwischenblutungen
hungsweise 44 % abgefallen. die Gerinnungs- und Fibrinolyseparameter.
hatten, bei 10 – 18 % unter den Qlaira-An-
Im Allgemeinen bleiben diese Veränderun-
wenderinnen.
Frauen, die kurzzeitig (bis zu einer Woche) gen jedoch innerhalb des Normbereichs.
Bei den Anwenderinnen von Qlaira kann mit Arzneimitteln irgendeiner der genannten
Amenorrhoe auftreten, obwohl sie nicht Substanzklassen oder mit einzelnen Wirk- 4.6 Schwangerschaft und Stillzeit
schwanger sind. Gemäß den Angaben in stoffen außer Rifampicin behandelt werden, Qlaira darf während einer Schwangerschaft
Patientinnentagebüchern tritt Amenorrhoe in sollten während dieser Zeit neben dem KOK nicht angewendet werden.
ungefähr 15% der Zyklen auf. zusätzlich eine Barrieremethode anwenden,
d. h. während der Einnahme der Begleit- Falls unter der Einnahme von Qlaira eine
Wenn Qlaira wie unter Abschnitt 4.2 be- Schwangerschaft eintritt, muss die weitere
medikation und noch 14 Tage darüber hi-
schrieben eingenommen wurde, ist eine Einnahme sofort beendet werden. In um-
naus.
Schwangerschaft unwahrscheinlich. Wenn fangreichen epidemiologischen Untersu-
Mit Rifampicin behandelte Frauen sollten
die Einnahme von Qlaira vor der ersten chungen mit KOKs, die Ethinylestradiol ent-
zusätzlich zu dem KOK eine Barrieremetho-
ausgebliebenen Entzugsblutung nicht vor- halten, fand sich jedoch weder ein erhöhtes
de für die Dauer der Rifampicinbehandlung
schriftsmäßig erfolgt ist oder in zwei auf- Risiko für Missbildungen bei Kindern, deren
und weitere 28 Tage darüber hinaus anwen-
einander folgenden Zyklen die Entzugsblu- Mütter vor der Schwangerschaft KOKs ein-
den.
tung ausgeblieben ist, muss eine Schwan- genommen hatten, noch eine teratogene
gerschaft ausgeschlossen werden, bevor Bei Frauen, die Leberenzym-induzierende Wirkung bei versehentlicher Einnahme von
die Anwendung von Qlaira fortgesetzt wird. Wirkstoffe längerfristig einnehmen müssen, KOKs in der Schwangerschaft. Tierstudien
wird die Anwendung einer anderen zuver- weisen nicht auf ein reproduktionstoxikolo-
Bei anhaltenden unregelmäßigen Blutungen
lässigen, nichthormonalen Verhütungsme- gisches Risiko hin (siehe Abschnitt 5.3).
oder beim Auftreten von Blutungsunregel-
thode empfohlen.
mäßigkeiten bei bislang regelmäßigen Zy- KOKs können die Laktation beeinflussen, da
klen sollten nichthormonale Ursachen in Bekannte CYP3A4-Enzym-Inhibitoren wie sie die Menge der Muttermilch vermindern
Betracht gezogen und entsprechende dia- Azol-Antimykotika, Cimetidin, Verapamil, und ihre Zusammensetzung verändern kön-
gnostische Maßnahmen ergriffen werden, Makrolide, Diltiazem, Antidepressiva und nen. Daher wird die Anwendung von KOKs
um eine maligne Erkrankung oder eine Grapefruit-Saft können die Dienogest-Plas- generell nicht empfohlen, solange eine Mut-
Schwangerschaft auszuschließen. Dies maspiegel erhöhen. ter ihr Kind nicht vollständig abgestillt hat.
kann auch eine Kürettage beinhalten. Geringe Mengen der kontrazeptiven Steroi-
In einer klinischen Studie zur Untersuchung
4.5 Wechselwirkungen mit anderen der Wirkung von CYP3A4-Inhibitoren (Keto- de und/oder ihrer Metaboliten können in die
Arzneimitteln und sonstige conazol, Erythromycin) waren die Steady- Muttermilch ausgeschieden werden. Diese
State-Plasmaspiegel von Dienogest und Mengen könnten das Kind beeinträchtigen.
Wechselwirkungen
Estradiol erhöht. Die gleichzeitige Verabrei-
Hinweis: Die Informationen zur Verschrei- 4.7 Auswirkungen auf die Verkehrs-
chung des starken Enzym-Inhibitors Keto-
bung der jeweiligen Arzneimittel sollten auf tüchtigkeit und die Fähigkeit zum
conazol führte zu einer Erhöhung der AUC
mögliche Wechselwirkungen hin überprüft Bedienen von Maschinen
(0 – 24h) im Steady State um 186 % bei
werden.
Dienogest und um 57 % bei Estradiol. Die Qlaira hat keinen Einfluss auf die Verkehrs-
Interaktionsstudien wurden nur an Erwach- gleichzeitige Verabreichung des mittelstar- tüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen
senen durchgeführt. ken Inhibitors Erythromycin führte zu einer von Maschinen.
4 011718-B680 – Qlaira Filmtabletten – n
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Qlaira® Filmtabletten
Systemorganklasse Häufig Gelegentlich Selten
(≥ 1/100 bis 51/10) (≥ 1/1.000 bis 51/100) (≥ 1/10.000 bis 51/1.000)
Infektionen und parasitäre Erkrankungen Pilzinfektion, vaginale Candidia- Candidiasis, Herpes simplex,
sis, vaginale Infektion vermutetes okuläres Histoplas-
mose-Syndrom, Tinea versicolor,
Harnwegsinfektion, bakterielle
Vaginitis, mykotische vulvovagi-
nale Infektion
Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen verstärkter Appetit Flüssigkeitsretention, Hypertrigly-
ceridämie
Psychiatrische Erkrankungen Depression/depressive Verstim- Affektlabilität, Aggression, Angst,
mung, verminderte Libido, Psy- Dysphorie, verstärkte Libido,
chische Störung, Stimmungs- Nervosität, Unruhe, Schlafstö-
schwankungen rung, Stress
Erkrankungen des Nervensystems Kopfschmerzen1 Benommenheit Aufmerksamkeitsstörung, Paräs-
thesie, Vertigo
Augenerkrankungen Kontaktlinsenunverträglichkeit
Gefäßerkrankungen Hypertonie, Migräne2 blutende Varizen, Hitzewallung,
Hypotonie, Venenschmerzen
Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts abdominale Schmerzen3 Diarrhoe, Übelkeit, Erbrechen Obstipation, Dyspepsie, gastro-
ösophageale Refluxerkrankung
Leber- und Gallenerkrankungen Alaninaminotransferase erhöht,
fokal-noduläre Hyperplasie der
Leber
Erkrankungen der Haut und Akne Alopezie, Pruritus4, Hautaus- allergische Hautreaktionen6 ,
des Unterhautzellgewebes schlag5 Chloasma, Dermatitis, Hirsutis-
mus, Hypertrichose, Neuroder-
mitis, Pigmentationsstörung, Se-
borrhoe, Hauterkrankung7
Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Rückenschmerzen, Muskel-
Knochenerkrankungen krämpfe, Schweregefühl
Erkrankungen der Geschlechtsorgane Amenorrhoe, Brustbeschwer- Brustvergrößerung, Gewebever- benigne Brustneoplasien, Brust-
und der Brustdrüse den8, Dysmenorrhoe, Zwischen- änderungen in der Brust, Zervix- zysten, koitale Blutungen, Galak-
blutungen (Metrorrhagie9) dysplasie, dysfunktionale uterine torrhoe, genitale Hämorrhagie,
Blutungen, Dyspareunie, fibro- Hypomenorrhoe, verspätete
zystische Brustveränderungen, Menstruation, rupturierte Ovarial-
Menorrhagie, Menstruationsstö- zyste, Brennen in der Vagina,
rungen, Ovarialzysten, Becken- uterine/vaginale Blutungen ein-
schmerzen, Prämenstruelles schließl. Schmierblutung, Vagi-
Syndrom, Uterusleiomyom, Ute- nalgeruch, vulvovaginale Be-
ruskrämpfe, vaginaler Ausfluss, schwerden
vulvovaginale Trockenheit
Erkrankungen des Blutes und Lymphadenopathie
des Lymphsystems
Allgemeine Erkrankungen und Reizbarkeit, Ödeme Schmerzen im Brustkorb,
Beschwerden am Verabreichungsort Müdigkeit, Unwohlsein
Untersuchungen Gewichtszunahme Gewichtsabnahme
1 einschließlich Spannungskopfschmerz
2 einschließlich Migräne mit Aura und Migräne ohne Aura
3 einschließlich abdominaler Distension
4 einschließlich generalisiertem Pruritus und juckendem Hautausschlag
5 einschließlich fleckigem Ausschlag
6 einschließlich allergischer Dermatitis und Urtikaria
7 einschließlich Spannen der Haut
8 einschließlich Brustschmerzen, Erkrankungen und Schmerzen der Brustwarzen
9 einschließlich unregelmäßiger Menstruation

4.8 Nebenwirkungen Die Nebenwirkungen wurden in drei klini- ben in Patientinnentagebüchern, ist in Ab-
In der oben stehenden Tabelle wurden die schen Phase-III-Studien (N=2.266) an fer- schnitt 4.4 Zykluskontrolle zusammenge-
Nebenwirkungen nach MedDRA-Systemor- tilen Frauen berichtet und zumindest mögli- fasst.
ganklassen (MedDRA SOCs) kategorisiert. cherweise mit der Anwendung von Qlaira in
einen kausalen Zusammenhang gebracht. Bei Anwenderinnen von KOKs wurde über
Der geeignetste MedDRA-Begriff (Version
Januar 2009 DE/1

Alle Nebenwirkungen, die unter „Selten“ an- die folgenden schweren unerwünschten
10.0) wurde verwendet, um eine bestimmte Ereignisse berichtet, die in Abschnitt 4.4
Nebenwirkung zu beschreiben. Synonyme gegeben sind, traten bei ein bis zwei Pro-
bandinnen auf, was 50,1% entspricht. “Besondere Warnhinweise und Vorsichts-
und in Zusammenhang stehende Erkran- maßnahmen für die Anwendung“ erläutert
kungen sind nicht aufgeführt, sollten aber N = 2.266 Frauen (100,0 %) werden:
auch berücksichtigt werden. Die Häufigkei-
ten basieren auf Daten klinischer Studien. Das Auftreten von Amenorrhoe und Zwi- • Venöse Thromboembolien;
schenblutungen, basierend auf den Anga- • Arterielle Thromboembolien;
011718-B680 – Qlaira Filmtabletten – n 5
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Qlaira® Filmtabletten
• Hypertonie; Anwendungsfehler und Methodenversagen: gen ausmacht. Die Gesamt-Clearance nach
• Lebertumoren; 1,01 (oberer Grenzwert 95% KI 1,59) intravenöser Gabe von 3H-Dienogest lag bei
• Auftreten oder Verschlechterung von Er- 5,1 l/h.
Die kontrazeptive Wirkung von KOKs beruht
krankungen, für die ein Zusammenhang auf dem Zusammenwirken verschiedener Ausscheidung
mit der Einnahme von KOKs nicht ein- Faktoren, wobei die Ovulationshemmung, Die Plasmahalbwertzeit von Dienogest liegt
deutig nachgewiesen ist: Morbus Crohn, die Veränderung des zervikalen Sekrets bei circa 11 Stunden. Dienogest wird wei-
Colitis ulcerosa, Epilepsie, Migräne, Ute- und Endometriumsveränderungen als die testgehend metabolisiert und nur 1% des
rusmyome, Porphyrie, systemischer Lu- wichtigsten anzusehen sind. Wirkstoffs wird unverändert ausgeschieden.
pus erythematodes, Herpes gestationis,
Das in Qlaira enthaltene Estrogen ist Estra- Nach oraler Gabe von 0,1 mg/kg ist das
Sydenham-Chorea, hämolytisch-urämi-
diolvalerat, ein Ester des natürlich beim Verhältnis von renaler zu fäkaler Exkretion
sches Syndrom, cholestatischer Ikterus;
Menschen vorkommenden 17b-Estradiols etwa 3 : 1. Nach oraler Gabe werden 42 %
• Chloasma;
der Dosis innerhalb der ersten 24 Stunden
• Akute oder chronische Leberfunktions- (1 mg Estradiolvalerat entspricht 0,76 mg
17b-Estradiol). Dieses Estrogen unterschei- und 63 % innerhalb von 6 Tagen über die
störungen können die Unterbrechung
det sich von den Estrogenen Ethinylestradiol Nieren ausgeschieden. Über Urin und Fäzes
der Einnahme von KOKs erforderlich ma-
oder dessen Prodrug Mestranol, die in an- werden nach 6 Tagen insgesamt 86 % der
chen, bis sich die Leberfunktionswerte
deren KOKs verwendet werden, durch die Dosis ausgeschieden.
wieder normalisiert haben.
• Bei Frauen mit hereditärem Angioödem fehlende Ethinylgruppe in der 17-alpha-Po- Steady-State-Bedingungen
können exogen zugeführte Estrogene sition. Die Pharmakokinetik von Dienogest wird
Symptome eines Angioödems auslösen Dienogest ist ein Nortestosteron-Derivat oh- nicht durch den SHBG-Spiegel beeinflusst.
oder verschlimmern. ne androgene Aktivität, sondern eher mit Nach wiederholter einmal täglicher Gabe
Die Diagnosehäufigkeit von Brustkrebs un- einer anti-androgenen Aktivität, die etwa von 3 mg Dienogest in Kombination mit
ter Anwenderinnen von KOKs ist geringfügig einem Drittel der Aktivität des Cyproterona- 2 mg Estradiolvalerat wird nach der dritten
erhöht. Da bei Frauen unter 40 Jahren Brust- cetats entspricht. Dienogest bindet an den Gabe ein Steady-State von Dienogest mit
krebs selten auftritt, ist das zusätzliche Risiko Progesteron-Rezeptor im menschlichen einer minimalen Serumkonzentration von
im Verhältnis zum Gesamtrisiko an Brust- Uterus mit nur 10% der relativen Affinität 11,8 ng/ml, einer maximalen Serumkonzen-
krebs zu erkranken gering. Die Kausalität mit des Progesterons. Trotz seiner geringen tration von 82,9 ng/ml und einer durch-
der Anwendung von KOKs ist nicht bekannt. Affinität zum Progesteron-Rezeptor, hat Die- schnittlichen Konzentration von 33,7 ng/ml
Für weitere Informationen siehe Abschnitte nogest in vivo einen starken gestagenen erreicht. Der mittlere Akkumulationsfaktor
4.3 und 4.4. Effekt. Dienogest hat keine signifikanten basierend auf AUC (0 – 24h) beträgt 1,24.
androgenen, mineralokortikoiden oder glu- . Estradiolvalerat
Neben den oben genannten Nebenwirkun- kokortikoiden Eigenschaften in vivo.
gen traten Erythema nodosum, Erythema Resorption
multiforme, Brustdrüsensekretion und Über- Eine histologische Untersuchung des Endo- Nach oraler Gabe wird Estradiolvalerat
empfindlichkeitsreaktionen während der Be- metriums bei einer Untergruppe der Frauen vollständig resorbiert. Eine Aufspaltung zu
handlung mit Ethinylestradiol-enthaltenden (n=218) in einer klinischen Studie nach Estradiol und Valeriansäure findet während
kombinierten oralen Kontrazeptiva auf. Diese 20 Behandlungszyklen ergab keine anorma- der Resorption über die Darmschleimhaut
Symptome wurden zwar nicht in den klini- len Befunde. oder im Verlauf der ersten Leberpassage
schen Studien zu Qlaira beobachtet, jedoch 5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften statt. Dies führt zum Anstieg des Estradiols
lässt sich nicht vollständig ausschließen, und seiner Metaboliten Estron und Estriol.
dass diese auch während der Behandlung . Dienogest Nach einmaliger Einnahme einer Tablette
auftreten könnten. Resorption mit 3 mg Estradiolvalerat an Tag 1 werden
Dienogest wird nach oraler Gabe rasch und die maximalen Estradiolkonzentrationen im
4.9 Überdosierung nahezu vollständig resorbiert. Nach oraler Serum von 70,6 pg/ml nach 1,5 bis 12 Stun-
Es liegen keine Berichte über schwerwie- Gabe der Qlaira-Tablette mit 2 mg Estradiol- den erreicht.
gende schädliche Wirkungen einer Überdo- valerat + 3 mg Dienogest werden maximale Metabolismus
sierung vor. Folgende Symptome können Serumkonzentrationen von 90,5 ng/ml nach
auftreten, wenn eine Überdosis wirkstoffhal- etwa 1 Stunde erreicht. Die Bioverfügbarkeit Die Valeriansäure wird sehr schnell meta-
tiger Tabletten eingenommen wurde: Übel- beträgt circa 91 %. Die Pharmakokinetik von bolisiert. Nach oraler Gabe sind circa 3 %
keit, Erbrechen und bei jungen Mädchen Dienogest ist dosisproportional im Bereich der Dosis direkt als Estradiol bioverfügbar.
leichte vaginale Blutungen. Es gibt kein Anti- von 1 bis 8 mg. Estradiol unterliegt einem ausgeprägten
dot und die weitere Behandlung erfolgt First-Pass-Effekt und ein beträchtlicher Teil
symptomatisch. Gleichzeitige Nahrungsaufnahme hat keinen der verabreichten Dosis wird bereits in der
klinisch relevanten Effekt auf die Menge und gastrointestinalen Mukosa metabolisiert. Zu-
das Ausmaß der Dienogest-Resorption. sammen mit dem präsystemischen Meta-
5. PHARMAKOLOGISCHE EIGEN- bolismus in der Leber werden circa 95 %
SCHAFTEN Verteilung
der oral verabreichten Dosis metabolisiert,
Ein relativ hoher Anteil von 10 % des zirku- ehe sie den systemischen Kreislauf erreicht.
5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften
lierenden Dienogest liegt in freier Form vor, Die Hauptmetaboliten sind Estron, Estron-
Pharmakotherapeutische Gruppe (ATC): während circa 90 % unspezifisch an Albu-
Gestagene und Estrogene, Sequentialprä- sulfat und Estronglucuronid.
min gebunden sind. Dienogest bindet nicht
parat an die spezifischen Transportproteine Verteilung
ATC-Code: G03AB SHBG und CBG. Nach intravenöser Gabe Estradiol wird im Serum zu 38 % an SHBG
von 85 µg 3H-Dienogest beträgt das Ver- und 60 % an Albumin gebunden; 2 – 3 %
In klinischen Studien, die mit Qlaira in der teilungsvolumen im Steady-State (Vd,ss) von zirkulieren in freier Form. Estradiol kann
Europäischen Union und in den USA/Kana- Dienogest 46 l. dosisabhängig einen leichten Anstieg der
da durchgeführt wurden, wurden folgende SHBG-Serumkonzentrationen induzieren.
Pearl-Indices berechnet: Metabolismus
Am 21. Tag des Behandlungszyklus betrug
Pearl-Index (Alter 18 – 50 Jahre): Dienogest wird fast vollständig über die SHBG circa 148 % des Ausgangswerts und
Methodenversagen: 0,42 (oberer Grenzwert bekannten Wege des Steroidmetabolismus sank auf circa 141 % des Ausgangswerts
95% KI 0,77) (Hydroxylierung, Konjugation), hauptsächlich bis zum 28. Tag (Ende der Placebophase).
Anwendungsfehler und Methodenversagen: durch CYP3A4, abgebaut. Die pharmakolo- Nach intravenöser Gabe betrug das schein-
0,79 (oberer Grenzwert 95% KI 1,23) gisch inaktiven Metaboliten werden sehr bare Verteilungsvolumen circa 1,2 l/kg.
schnell aus dem Plasma eliminiert, mit
Pearl-Index (Alter 18 – 35 Jahre): dem Ergebnis, dass Dienogest als Haupt- Elimination
Methodenversagen: 0,51 (oberer Grenzwert anteil im Plasma etwa 50 % der zirkulieren- Die Plasmahalbwertzeit von zirkulierendem
95% KI 0,97) den, von Dienogest abgeleiteten Verbindun- Estradiol beträgt etwa 90 Minuten. Nach
6 011718-B680 – Qlaira Filmtabletten – n
FACHINFORMATION (SUMMARY OF PRODUCT CHARACTERISTICS)

Qlaira® Filmtabletten
oraler Gabe liegt jedoch eine andere Situa- Magnesiumstearat (Ph. Eur.) [pflanzlich]
tion vor. Aufgrund der großen zirkulierenden (E 572)
Menge an Estrogensulfaten und Glucuroni-
Tablettenhülle:
den sowie der enterohepatischen Rezirku-
lation ist die terminale Halbwertzeit von Hypromellose (E 464)
Estradiol nach oraler Gabe ein zusammen- Talkum (E 553b)
gesetzter Parameter, der von all diesen Titandioxid (E 171)
Prozessen abhängig ist und im Bereich 6.2 Inkompatibilitäten
von 13 – 20 Stunden liegt.
Nicht zutreffend.
Estradiol und seine Metaboliten werden
6.3 Dauer der Haltbarkeit
überwiegend mit dem Urin und nur ca.
10 % mit den Fäzes ausgeschieden. 5 Jahre.

Steady-State-Bedingungen 6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen


Die Pharmakokinetik von Estradiol wird für die Aufbewahrung
durch die SHBG-Spiegel beeinflusst. Bei Für dieses Arzneimittel sind keine besonde-
jungen Frauen setzen sich die gemessenen ren Lagerungsbedingungen erforderlich.
Estradiolplasmaspiegel aus endogenem 6.5 Art und Inhalt des Behältnisses
Estradiol und dem durch Qlaira zugeführten
Estradiol zusammen. Während der Behand- Transparente PVC/Aluminium-Blisterpa-
lungsphase mit 2 mg Estradiolvalerat + ckungen in einer Karton-Walletpackung
3 mg Dienogest betrugen die maximalen Packungsgrößen:
und durchschnittlichen Serumkonzentratio- 1× 28 Filmtabletten
nen von Estradiol im Steady-State 66,0 pg/ 3× 28 Filmtabletten
ml bzw. 51,6 pg/ml. Während des gesamten 6× 28 Filmtabletten
28-Tage-Zyklus wurden stabile Estradiol-Mi-
nimalkonzentrationen im Bereich von Jede Walletpackung (28 Filmtabletten) bein-
28,7 pg/ml bis 64,7 pg/ml aufrechterhalten. haltet in der folgenden Reihenfolge: 2 dun-
kelgelbe Tabletten und 5 mittelrote Tabletten
Besondere Patientenpopulationen und 17 hellgelbe Tabletten und 2 dunkelrote
Die Pharmakinetik von Qlaira ist bei Patien- Tabletten und 2 weiße Tabletten.
tinnen mit eingeschränkter Nieren- oder Le-
berfunktion nicht untersucht worden. 6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen
für die Beseitigung
5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfall-
Basierend auf den konventionellen Studien material ist entsprechend den nationalen
zur Toxizität bei wiederholter Gabe, Repro- Anforderungen zu entsorgen.
duktionstoxizität und Gentoxizität lassen die
präklinischen Daten keine besonderen Ge- 7. INHABER DER ZULASSUNG
fahren für den Menschen erkennen. Eine Pharmazeutischer Unternehmer:
Kanzerogenitätsstudie mit Dienogest an Bayer Vital GmbH
Mäusen und eine weitere begrenzt aussa- D-51368 Leverkusen
gefähige Studie an Ratten zeigten keine Telefon: (0214) 30-5 13 48
Zunahme an Tumoren. Es ist jedoch be- Telefax: (0214) 30-5 16 03
kannt, dass Sexualsteroide aufgrund ihrer E-Mail: bayer-vital@bayerhealthcare.com
hormonalen Aktivität das Wachstum be-
stimmter hormonabhängiger Gewebe und Mitvertreiber:
Tumoren fördern können. Jenapharm GmbH & Co. KG
Otto-Schott-Straße 15
D-07745 Jena
6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN Telefon 0180-4 574 496
6.1 Liste der sonstigen Bestandteile Telefax 0180-4 536 232
Wirkstoffhaltige Filmtabletten: (20 Cent/Anruf aus dem deutschen Fest-
netz)
Tablettenkern: E-Mail: gynaekologie@jenapharm.de
Lactose-Monohydrat
Maisstärke 8. ZULASSUNGSNUMMER
Vorverkleisterte Stärke (Mais)
Povidon K25 (E 1201) 71897.00.00
Magnesiumstearat (Ph. Eur.) [pflanzlich]
(E 572) 9. DATUM DER ERTEILUNG DER ZU-
LASSUNG/VERLÄNGERUNG DER
Tablettenhülle: ZULASSUNG
Hypromellose (E 464)
22.01.2009
Macrogol 6000
Talkum (E 553b)
Titandioxid (E 171) 10. STAND DER INFORMATION
Eisen(III)-hydroxid-oxid × H2O (E 172) 01/2009
und/oder
Januar 2009 DE/1

Eisen(III)-oxid (E 172) 11. VERKAUFSABGRENZUNG Zentrale Anforderung an:


Wirkstofffreie Filmtabletten: Verschreibungspflichtig Rote Liste Service GmbH
Tablettenkern: | FachInfo-Service |
Lactose-Monohydrat
Maisstärke Postfach 11 01 71
Povidon K25 (E 1201) 10831 Berlin
011718-B680 – Qlaira Filmtabletten – n 7