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Trainingsmaterial für die schriftliche Kommunikation zum Thema „Schule in Deutschland“

Aufgaben
Schau dich in deinem Kurs einmal um: Wie würde der Unterricht aussehen, wenn neben dir nur
Mädchen (wenn du ein Mädchen bist) bzw !ungen (wenn du ein !unge bist) sä"en#
Schreibe einen zusammenhängenden Text, der die Aussagen on Text und !rafik
zusammenfasst und er"rtere die #or$ und %achteile des Themas& 'egründe im Anschluss
deine eigene (einung zum Thema&
Material $: %e&t: 'ie (üc)e zwischen den *eschlechtern, +,n A-. Ust,rf
K,nzentriertes Schweigen in einem Klassenraum (ena sitzt +,rm /ildschirm und 0r,grammiert ein
fi)ti+es 1eisebür, 2hre 3achbarin 2sa arbeitet an einer %abellen)al)ulati,n /eide Schülerinnen
haben das 4ach 2nf,rmati) belegt und lernen gemeinsam mit zw5lf Klassen)ameradinnen !ungen
sind )eine dabei - der 2nf,rmati)-Unterricht in der elften Klasse findet stri)t nach *eschlechtern
getrennt statt
'er *rund: 2n 2nf,rmati) zeichnet sich mehr als in allen anderen 4ächern ein deutliches
(eistungsgefälle zwischen !ungen und Mädchen ab Mit 6ilfe des getrennten Unterrichts s,llen die
Mädchen am 1echner mehr Selbst+ertrauen erlangen (ena findet, das sei eine gute 2dee 7'ie
!ungs sind in der 1egel +iel c,m0uterbegeisterter als wir7, sagt sie 7'eshalb sind getrennte Kurse
meiner Meinung nach sinn+,ll S, )ann ich ents0annter lernen 2n einem gemischten Kurs hätte ich
wahrscheinlich das *efühl, ständig hinterherzuhin)en7
2sa ist etwas s)e0tischer 7.in bisschen behindert ),mme ich mir hier sch,n +,r, ich )enne
schlie"lich auch eine Menge !ungs, die nicht bes,nders fit am 1echner sind7, gibt sie zu beden)en
8Aber andererseits ist es mal ganz nett, nur mit Mädchen in einer Klasse zu sitzen7
6eute ist man +,m getrennten Unterricht weitgehend abgerüc)t 9iele /ildungse&0erten
bezweifeln, dass die M,n,edu)ati,n zu besseren .rgebnissen führt 'ie Wissenschaftlerin
6annel,re 4aulstich-Wieland glaubt gar, dass getrennter Unterricht die *eschlechterunterschiede
n,ch +erstär)t 7Wer sagt, !ungs liegt Mathemati) eher als Mädchen, der übertreibt die /edeutung
des *eschlechts7, sagt die :r,fess,rin 7Man s,llte es aber s, sehen, dass einige Menschen eher
te&tlich lernen und andere bildlich 'er Unterschied ist nicht ans bi,l,gische *eschlecht
gebunden7
.ine Studie zeigte ;üngst, dass $<-;ährige Mädchen beim (5sen mathematischer Aufgaben deutlich
hinter den !ungen zurüc)liegen und gleichaltrige !ungen hingegen schlechter lesen als gleichaltrige
Mädchen
Statt /uben und Mädchen ),nse=uent zu trennen, wird an +ielen deutschen Schulen nun +erstär)t
auf die ),n)reten /edürfnisse beider *eschlechter geachtet Mädchen und !ungen s,llen
gleicherma"en gef5rdert werden, in dem /ewusstsein, dass sie unterschiedliche .rfahrungen,
9erhaltensweisen und .instellungen mitbringen
4achtermini:
> ?: (eistungsgefälle@
> $A: M,n,edu)ati,n@
> $?: *eschlechterunterschiede@
> BC: bi,l,gisches *eschlecht
> BD: 9erhaltensweisen
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Material B: *rafi)
Euellen:
%e&t:
htt0:FFwwwsueddeutschedeF)arriereF),edu)ati,n-die-luec)e-zwischen-den-geschlechtern-$BGHC$-B
*ra0hi):
htt0:FFwwwstatisti)rl0deFfileadminFd,)umenteF0mFBC$CF0m$CCACIhtmlIeADJaC<gif
(beide $A Se0tember BC$H)
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Trainingsmaterial für die schriftliche Kommunikation zum Thema „Schule in Deutschland“
Wie hast 'u 'eine *rundschulzeit em0funden# 6ast 'u 'ich über- ,der unterf,rdert gefühlt# *ab
es gr,"e (eistungsunterschiede# *ab es +iel 'ruc), um auf das *Kmnasium wechseln zu )5nnen#
Aufgaben:
$ 9erfasse auf der /asis des %e&tes M$ einen zusammenhängenden %e&t zum %hema L(änge
der *rundschuleM /eachte dabei:
 die bisherige 1egelung in 'eutschland
 die Studienergebnisse
 die 9,r- und 3achteile +,n +ier- bzw sechs;ährigen *rundschulen
B 3imm Stellung zur 4rage, ,b eine )ürzere ,der längere *rundschulzeit sinn+,ll ist /eziehe
s,w,hl die Statisti) MB, als auch deine .rfahrungen aus deinem (and mit ein
Material H: %e&t
Die ideale Schule !rundschule) %ach ier oder sechs *ahren trennen+
.inige /undesländer überlegen, die *rundschule sechs anstatt nur +ier !ahre dauern zu lassen .s
gibt Studien, die sagen, dass Kinder in (esen und Mathemati) einen gr,"en (ern+,rs0rung hätten,
wenn sie bereits nach +ier !ahren aufs *Kmnasium wechseln .ine AnalKse des Ma&-:lanc)-
2nstituts für /ildungsf,rschung ergab dagegen: 'er Wechsel sch,n nach +ier !ahren führe nicht zu
einer besseren 45rderung bes,nders leistungsfähiger Schüler
.in 2nter+iew +,n *.NW2SS.3 mit /ildungsf,rschern
!,-./SS,%) 6err :r,fess,r (ehmann, 6err :r,fess,r /rügelmann, seit !ahren gibt es Streit
darüber, wann Kinder auf eine weiterführende Schule wechseln s,llen (ässt sich diese 4rage
wissenschaftlich beantw,rten#
Rainer Lehmann: 'as )ann man bis heute nicht abschlie"end entscheiden 9iel mehr als auf +ier
,der sechs !ahre ),mmt es auf die Eualität des Unterrichts in der ;eweiligen Klassenstufe an
Argumente wie Ldie Kinder würden bei der sechs-;ährigen *rundschule mehr lernen und die s,ziale
6er)unft würde nicht mehr eine s, gr,"e 1,lle für den Schulerf,lg s0ielenM halte ich für nicht
schlüssig Man )ann mit +ier wie mit sechs !ahren gut leben
Hans Brügelmann: Aber mit sechs !ahren wahrscheinlich besserO 'ie *rundschule s,ll die Kinder
zwar f5rdern, aber sie sele)tiert auch: Wer geht s0äter w,hin# 'as fängt s0ätestens in der H Klasse
an und damit auch der 'ruc) auf die Kinder 'a ist sch,n zu fragen: Wie )5nnen wir es
hinbe),mmen, dass die K,m0etenzentwic)lung des Kindes im 9,rdergrund steht#
!,-./SS,%) 2n 2hrer /erliner 8.lementL-Studie, 6err :r,fess,r (ehmann, befürw,rten Sie
einen frühen Wechsel ans *Kmnasium
Lehmann: Wer s0äter eine breite (eistungss0itze haben will, s,llte dafür s,rgen, dass gute Schüler
m5glichst früh ans *Kmnasium wechseln )5nnen ',rt lernen sie in relati+ h,m,genen *ru00en
mehr als andern,rts Mittelmä"ig leistungsfähige Schüler dagegen 0r,fitieren +,n lernschwächeren
*ru00en: mit gr5"erem Selbstwertgefühl, wahrscheinlich auch mit gr5"erem (ernerf,lg
Brügelmann: 9,n h,m,genen (eistungsgru00en am *Kmnasium )ann d,ch nirgendw, die 1ede
sein, s, früh wir auch trennen Aber unabhängig da+,n: 2ch frage mich, was überhau0t der Ma"stab
für den (ernerf,lg ist 'ie %estergebnisse und 3,ten am .nde der Schulzeit# 2n manchen
,stasiatischen (ändern zeichnet sich die S0itze zwar durch sehr gute K,m0etenzen in Nrth,gra0hie
,der :flichtbewusstsein aus Aber wenn es darum geht, )reati+ zu gestalten und sich selbst zu
,rganisieren sieht es anders aus 6inzu ),mmen die s,zialen .inflüsse Wenn wie heute
über0r,0,rti,nal +iele Kinder aus h5heren s,zialen Schichten aufs *Kmnasium gehen, ist deren
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gr5"erer beruflicher .rf,lg nicht nur den >ertifi)aten zu +erdan)en, s,ndern auch ihrer 6er)unft
und den K,nta)ten, die sie haben
Lehmann: S,ziale .inflüsse lassen sich aber niemals ganz ausschalten 'ie s,ziale Sele)ti,n bleibt
gleich gr," .s gibt z/ ganz )lare *renzen in /erlin: 2n bestimmten *egenden w,hnen s,zial
/essergestellte, in anderen s,zial schwache Milieus S, ergibt sich eine geringe s,ziale Mischung
'a hilft auch )eine sechs;ährige *rundschule
Euelle:htt0:FFwwwge,deF*.NFheftreihenFge,IwissenFdie-ideale-schule-grundschule-nach-+ier-,der-sechs-;ahren-trennen-ABHCChtml
Material J: Statisti)
Euelle: htt0:FFwww0resse0,rtaldeF0mF?<<BBF$A<ABBCF+ier-;ahre-sind-nicht-genug-eltern-fuer-laengeres-gemeinsames-
lernen-re0raesentati+e-studie-+,n
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Trainingsmaterial für die schriftliche Kommunikation zum Thema „Schule in Deutschland“
Aufgaben
Kennst du ;emanden, der sitzengeblieben ist# Was waren die *ründe und wie hat der;enige das
Sitzenbleiben em0funden#
Schreibe einen zusammenhängenden Text, der die Aussagen on Text und !rafik
zusammenfasst und er"rtere die #or$ und %achteile des Themas& 'egründe im Anschluss
deine eigene (einung zum Thema&
Material <: %e&t: Schüler übers Sitzenbleiben, +,n Alina /u&mann
Sitzenbleiben, .hrenrunde, 1üc)stufung - wenn es darum geht, dass Schüler ein !ahr wiederh,len
s,llen, ist ein gemeinsamer 3enner sch,n bei der /ezeichnung schwierig zu finden
Wer +,n s,genannten .hrenrunden s0richt, meint das natürlich ir,nisch und sagt damit auch: 2st
d,ch nicht s, schlimm, dauert die Schulzeit eben länger, und der nicht +ersetzte Schüler ),mmt s,
+ielleicht zur /esinnung 'enn die meisten den)en ;a: .s liegt am mangelnden .insatz, an 4aulheit,
wenn ein ;unger Mensch nicht s, gut abschneidet, wie es die Schule +,rsieht
Meist schieben .hrenrunden-Sager n,ch hinterher, dass ihnen Sitzenbleiben auch nicht geschadet
habe Sie sind eher ),nser+ati+ als liberal und haben für die :läne der 1egierung in 3iedersachsen,
das Sitzenbleiben abzuschaffen, bei"enden S0,tt übrig
'ie 1egierenden in 6ann,+er und eine ganze 1eihe +,n /ildungsf,rschern finden Sitzenbleiben
hingegen teuer und nutzl,s ,der s,gar schädlich .ine Klassenstufe zu wiederh,len, ),stet e&tra
und es bedeutet auch: 'er Schüler muss in einen neuen Klassen+erband und hat das Stigma, einer
zu sein, der alles sch,n )5nnen s,llte Und einer, der eben einfach nicht gut genug gewesen ist, der
Loser aus der letzten /an)
Was s,w,hl lin)e /ildungsstrategen als auch der :hil,l,gen+erband +ergessen: .s gibt neben der
gemessenen (eistung in 3,ten auch ganz andere *ründe, warum ;emand in der Schule 0l5tzlich
zurüc)fällt - etwa wenn ein naher 9erwandter ,der ein 4reund stirbt, man selbst ,der ein lieber
Mensch )ran) wird, ein Umzug ,der ein Schulwechsel anstehen Nder auch, wenn andere 'inge im
(eben 0l5tzlich wichtiger werden
4achtermini: > $: Sitzenbleiben@ .hrenrunde@ 1üc)stufung@ > B: gemeinsamer 3enner@ > D:
),nser+ati+@ liberal@ > G: S0,tt@ > $C: /ildungsf,rscher@ > $B Klassen+erband@ Stigma@ > $<:
:hil,l,gen+erband
Material A: *rafi)
Anmer)ung:
;e SchülerFin meint 32P6%
nur sitzengebliebene Schüler
s,ndern alle unterrichteten
Schüler
Euelle: htt0:FFwwws0iegeldeF
schuls0iegelFlebenFschueler-
berichten-ueber-sitzenbleiben-a-
DGGAC?html ($< Se0tember BC$H)
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