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Kosovarisch-mazedonisches Sprachcamp 2013 Popova Shapka 10.10.-13.10.2013

Thema: Mobilität in Deutschland

Unterthema:

Pro und Contra Mitfahrzentralen

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Aus der deutschen Wikipedia zum Thema Mitfahrzentrale:

Aufforderung, gemeinsam zu fahren. Solche und ähnliche P+M-Parkplatz-Schilder werden teilweise von Gemeinden selbst aufgestellt:

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Schild in den USA, welches zur Bildung von Fahrgemeinschaften auffordert, 1974

Über eine Mitfahrzentrale (MFZ) werden Mitfahrgelegenheiten (MFG) und Fahrgemeinschaften vermittelt. Es wird unterschieden zwischen den traditionellen, stationären Mitfahrzentralen, welche Gebühren für die Vermitt- lung verlangen und den Online-Mitfahrzentralen, bei denen die Vermittlung meist kostenlos erfolgt.

Nutzen

Das gemeinsame Fahren von unter sich bekannten und unbekannten Personen erfolgt aus individueller Sicht aus folgenden Gründen:

einfachere und zeitlich praktischere Verbindung von A nach B

günstiger als alternative, öffentliche Verkehrsmittel für Beifahrer

Kostenteilung für Fahrer

Umweltschutz

Aus staatlicher Sicht kann das gemeinsame Fahren folgende volkswirtschaftliche Vorteile bringen:

Umweltschutz

Verringerung des Individualverkehrs

Vermittlung

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Wenn ein Fahrer seine Kosten für eine Fahrt von Ort A nach Ort B senken möchte, dann kann er diese Reise bei einer Mitfahrzentrale anmelden. Die verschiedenen Mitfahrzentralen unterhalten Datenbanken mit allen Reise- angaben (Abfahrtsort, Abfahrtszeit, Autotyp etc.).

Potentielle Mitfahrer fragen bei der Mitfahrzentrale nach, ob eine Mitfahrgelegenheit von Ort A nach Ort B verfügbar ist. Ist dies der Fall, so vermittelt die Mitfahrzentrale den Kontakt zum Fahrer. Dabei muss der Mitfah- rer meist eine Vermittlungsgebühr bezahlen. Einige Online-Mitfahrzentralen im Internet finanzieren sich durch Werbeeinblendungen oder ähnliches, so dass solche Gebühren entfallen. Vorteile von niedergelassenen Mit- fahrzentralen sind ein optionaler Versicherungsschutz, geringere Fehlerquoten und höhere Sicherheit durch vielerorts standardmäßige Führerschein- und Personalausweiskontrollen. Eine absolute Sicherheit kann aber auch dadurch nicht gewährt werden. So kann der Fahrer in den meisten der niedergelassenen Mitfahrzentralen seine Mitfahrer nicht selbst bestimmen, die angebotene Versicherung bezieht sich dabei auch lediglich auf einen Weitertransport bei eventuellem Liegenbleiben. Andere Garantien werden meist nicht gegeben.

Im Bereich der Online-Vermittlung von Mitfahrgelegenheiten bestehen zudem Portalangebote, die Angebote mehrerer Einzelanbieter bündeln und über eine Meta-Suchmaschine zugänglich machen.

Ein weiterer Ansatz ist die kombinierte oder gleichzeitige Abfrage verschiedenartiger Verkehrssysteme. So zeigt ein seit 2006 bestehendes österreichische Fahrplatzvermittlungsportal neben den ermittelten Mitfahrgele- genheiten zugleich die Ergebnisse einer Fahrplanauskunft beim öffentlichen Nahverkehr an; in ähnlicher Weise bietet ein Portal mit Einzugsbereich Süddeutschland und Österreich eine Weiterleitung der Anfrage zu Angebo- ten des öffentlichen Verkehrsnetzes. Argumente für ein solches System bestehen auch seitens der öffentlichen Nahverkehrs, zumal sich die Angebote prinzipiell, etwa durch eine Vermittlung in Kombination mit Park+Ride-Angeboten, kombinieren lassen.

Vermittlung Kosovarisch-mazedonisches Sprachcamp 2013 Popova Shapka 10.10.-13.10.2013 Wenn ein Fahrer seine Kosten für eine Fahrt von

Kosten

Mitfahrer und Fahrer teilen sich bei der Fahrt dann die Kosten. Die Mitfahrzentrale gibt dabei die Kostenhöhe an und behält zwischen 10 bis 50 Prozent als Vermittlungsgebühr ein. Bei Mitfahrzentralen im Internet werden meist nur Preisempfehlungen gegeben, ohne Vermittlungsgebühr. Der Preis wird dann vom Fahrer auf der Seite bekannt gegeben oder vor Fahrtantritt ausgehandelt. Dadurch werden die Kosten für den Mitfahrer geringer und die Aufwandsentschädigung für den Fahrer höher.

Das Mitfahren wird oft dann populärer, wenn andere Verkehrsmittel, wie etwa die Bahn, durch höhere Kosten, längere Reisezeiten oder ungünstige Verbindungen an Attraktivität verlieren.

Rechtsstatus

Bei der Vereinbarung einer Fahrgemeinschaft, für die vom Mitfahrer eine Kostenbeteiligung erbracht wird, kann im Regelfall ein Rechtsbindungswille angenommen werden. Der Rechtsstatus der Mitfahrgelegenheit geht damit über eine Gefälligkeitsleistung (wie dies bei der Mitnahme von Anhaltern der Fall ist) hinaus. Dies hat zur Folge, dass ein Abweichen von den vereinbarten Leistungen wie Reiseziel, Kosten oder dem Nichterscheinen am ver- einbarten Treffpunkt, rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen kann. Der geschädigten Partei stehen unten Umständen Schadenersatzansprüche zu.

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Mobiltelefone und spontane Fahrgemeinschaften

Seit einiger Zeit werden neue Konzepte für die spontane Vermittlung von Fahrgemeinschaften entwickelt, im Englischen auch dynamic ridesharing genannt. Über internetfähige Smartphones oder Navigationssysteme ist es möglich, spontane Fahrgemeinschaften zu vermitteln, deren Teilnehmer bereits im Straßenverkehr unterwegs sind, sei es als Fahrer oder Fußgänger.

Ein Dynamic-Ridesharing-Dienst muss mindestens zwei Funktionen bieten:

Bildung von spontanen Fahrgemeinschaften mithilfe von mobilen Kommunikationsgeräten zwischen

registrierten Benutzern. Automatische Vermittlung von passenden Angeboten und Nachfragen durch einen Netzwerkdienst. Die Wegstrecken werden so optimiert, dass die Abweichung von der ursprünglich geplanten Route des Fah- rers minimal wird.

Weitere mögliche Leistungen:

Automatische Entrichtung des streckenabhängigen Fahrpreises an den Fahrer vom Konto des Mitfahrers

abzüglich einer Vermittlungsgebühr. Angabe des Umwegs zum Treffpunkt für den Fahrer unmittelbar nach der Vermittlung, nach Art eines

Navigationssystems. Positionsverfolgung durch GPS-fähige Endgeräte, sodass die Standorte der Teilnehmer automatisch er-

kannt werden. Möglichkeit der Aufteilung einer Wegstrecke auf mehrere Fahrzeuge, das heißt der Mitfahrer steigt um.

Frühe Projekte gab es bereits in den 1990er Jahren, sie scheiterten aber an vielen Hindernissen. Beispielsweise war kein internetbasiertes, breites Netzwerk von Nutzern möglich, das mobile Internet nicht verfügbar und Na- vigation teuer und aufwendig.

[Ende Wikipedia-Artikel]

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Proteststurm gegen Mitfahrzentrale

Im Internet formiert sich massiver Protest gegen Europas größtes Mitfahrnetzwerk mitfahrgele- genheit.de. Nach der Einführung einer Buchungsgebühr für längere Fahrten drohen viele Nut- zer, zu anderen Anbieter abzuwandern.

von Thomas Magenheim-Hörmann

Europas größte Mitfahrzentrale, die unter der Konsumentenmarke mitfahrgelegenheit.de im Internet firmiert,

lässt sich vom Proteststurm ihrer Kunden nicht beeindrucken. „Es bleibt bei elf Prozent Gebühr“, betont Markus

Barnikel als Chef des Mutterkonzerns Carpooling in München. Vor zwei Wochen hat das Startup-Unternehmen, an dem sich 2012 der Stuttgarter Autoriese Daimler mit einem unbekannten Minderheitsanteil beteiligt hat, für Fahrer eine verpflichtende Buchungsgebühr für Fahrten über 100 Kilometer eingeführt und damit heftige Kritik auf sich gezogen.

Gebühr wird als Abzocke kritisiert

Auf Blogs und sozialen Netzwerken geben seitdem registrierte Nutzer reihenweise Austritte und den Wechsel zur gebührenfreien Konkurrenz bekannt. “Bin soeben abgewandert“, erklärt Ex-Kundin Christine Utz auf Face- book. „Die sehen mich nie wieder“, schreibt dort Kasimir Beckmann. „Gut, dass es Alternativen gibt“, betont Rainer Arnold. Viele langjährige Fahrer und Mitfahrer von mitfahrgelegenheit.de kritisieren die Gebühr als Abzocke und ungebührliche Kommerzialisierung einer grünen Idee. Vermutet wird, dass hinter dem Drehen an der Preisschraube die Minderheitseigner von Carpooling stecken. Das ist neben Daimler die Wagniskapitalfirma Earlybird, die seit 2011 Minderheitsanteile hält.

  • 800.000 Mitfahrangebote in ganz Europa

Barnikel dementiert entschieden, dass das Duo eine höhere Eigenfinanzierung seines defizitären Unternehmens fordert. Andererseits habe man ein verbindliches Buchungssystem und die Gebühr einführen müssen, weil der

große Aufwand anders nicht mehr zu stemmen sei. Mittlerweile 60 Mitarbeiter seien damit beschäftigt, ständig

  • 800.000 Fahrangebote in ganz Europa auf der Internetplattform zu halten und darüber pro Monat rund eine Mil-

lion Menschen umweltschonend zu transportieren. Das neue Buchungssystem verbürge sich für Datensicherheit

und die Verbindlichkeit von Buchungen, betont Barnikel.

Kleinere Mitbewerber finanzieren sich teils noch über Spenden. Sie wollen jetzt aber vom Proteststurm beim Marktführer profitieren und erboste Kunden auf eigene Plattformen wie Blablacar oder Drive2day lotsen. Es wäre schade um die Idee der Mitfahrzentrale, wenn Menschen wegen der Pflichtgebühr künftig nur noch Fern- busse nutzen, bemerkt Blablacar-Chef Olivier Bremer spitz.

Carpooling will indessen keine sinkenden Buchungszahlen oder eine Austrittwelle bemerkt haben. Im Gegenteil sei die Zahl registrierter Nutzer in den letzten Wochen von 4,3 auf 4,4 Millionen gestiegen. Die Zahl der verfüg- baren Fahren und Buchungen sei zudem konstant geblieben.

Man habe die Gebühr auch nicht eingeführt, um eine geplante Expansion in den USA zu finanzieren, sagt Barni- kel. Dort wollte Carpooling eigentlich schon voriges Jahr ein internetbasiertes Mitfahrsystem nach deutschen Vorbild starten und 2013 auch asiatische und südamerikanische Märkte ins Visier nehmen. Offenbar dauert der Sprung aus Europa heraus hin zu einem globalen Mitfahrnetzwerk länger als gedacht. Protestierende Ex-Kunden von mitfahrgelegenheit.de geben den Kampf um das Gebührenmodell dagegen noch nicht verloren. „Das Netz hat sich doch bisher immer recht erfolgreich neu erfunden“, schreibt Gebührenkritiker Kai Schlachter auf Face- book. Auch er ist zur gebührenfreien Konkurrenz gegangen.

Quelle: Kölner Stadt-Anzeiger, 12.4.2013

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Negative Äußerungen zu Mitfahrzentralen, gefunden im Internet:

Wegen unerwarteter Gebührenerhöhungen:

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Allgemeiner Ärger über mangelnde Zuverlässigkeit:

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Schlechte Musik während der Fahrt:

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Noch einmal gegen die Gebühren:

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