Inhaltsverzeichnis

Inhalt S. 1
Einleitung S. 2
Begriffsdefinitionen S. 2 - 3
Erprobung übergreifender Strategiekonzepte S. 3 -
!raining "etakognitiver #ernstrategien S. - $
%&bridtrainig ' (etakognitives plus bereichsspezifisches Strategien S. $ - )
!raining fachspezifischer Strategien S. )- 1*
+usa""enfassung S. 1* - 11
#iteraturliste S. 12
1
1. Einleitung
Die vorliegenden Konzepte von allgemeineren und spezielleren Lernstrategien
bedürfen der experimentellen Überprüfung auf ihre Wirksamkeit auf den
Lernerfolg
1
.
Dabei wird in dieser Darstellung zun!hst der "rage na!hgegangen#
ob übergreifende Lernstrategie überhaupt einen $ffekt auf Lernleistungen haben# um
dann differenzierter na!h der Wirksamkeit von metakognitiven# h%briden#
motivationalen und berei!hsspezifis!hen Lernstrategien im $inzelnen zu fragen.
&m 'ns!hluss an die Darstellung einzelner (ntersu!hungen zu den )eweiligen
*erei!hen werden die $rgebnisse zusammengefasst und unter *erü!ksi!htigung der
aufgetretenen +robleme bewertet.
2. Begriffsdefinitionen
,um -erstndnis der na!hfolgenden .tudien ist es unabdingbar# si!h über die
verwendeten *egriffe im Klaren zu sein.
,un!hst meint in der +s%!hologie ein Experiment die kontrollierte /anipulation
einer unabhngigen -erhaltensvariablen zur /essung des dur!h diese -ernderung
entstehenden $ffekts auf eine abhngige -erhaltensvariable 0abhngig bezieht si!h
auf das -erhltnis der -ariablen zueinander1
2
. Weiterhin muss im ps%!hologis!hen
$xperiment der $influss von .t3rvariablen auf die gemessenen $ffekte m3gli!hst
ausges!hlossen# zumindest aber deutli!h bestimmt werden 0sog. Reliabilität-
Kriterium1. ,um wissens!haftli!hen 4a!hweis von $ffekten dur!h die manipulierten
-ariablen auf das -erhalten von &ndividuen muss es neben einer 5estgruppe 0561# in
der die unabhngige -erhaltenskomponente manipuliert wird# no!h eine
Kontrollgruppe 0K61 geben# in der die *eeinflussung entfllt. Der 'blauf der im
"olgenden bes!hriebenen $xperimente ist in vers!hiedene +hasen unterteilt7
,un!hst werden die 6ruppen zufllig und glei!hm8ig eingeteilt
1
,ur $inteilung von Lernstrategien vgl. Klauer# Klaus 9 Leutner# Detlef7 Lehren und Lernen.
$inführung in die &nstruktionsps%!hologie: Weinheim 9 *asel7 *eltz 2;;<# ..
2
-gl. .tangl# Werner 01==<17 Empirische Erziehungswissenschaft: gefunden auf7 www.paedps%!h.)k.uni
>linz.a!.at:internet:arbeitsblaetterord:erziehungswissens!haftempiris!h:erziehungswissenempiris!h.html
02?.;2.2;;?1
2
06ruppenbildungsphase1@ ans!hlie8en wird das vernderte -erhalten mit der 5est>#
bzw. 5rainingsgruppe eingeübt 0&mplementierungsphase1# whrend bei der
Kontrollgruppe keine -erhaltensvariation vorgenommen wird@ abs!hlie8end wird
mit beiden 6ruppen ein Leistungstest dur!hgeführt# wobei die $rgebnisse beider
6ruppen miteinander vergli!hen werden 0/ess># bzw. 5estphase1. Die (nters!hiede
in der +erforman!e werden mit der $ffektstrke bes!hrieben# wobei $rgebnisse von
;#2 als s!hwa!he# von ;#A als mittlere und von ;#? als starke $ffekte benannt
werden
B
.
3. Erprobung übergreifender Strategiekonzepte
'n erster .telle steht nun die (ntersu!hung der generellen Wirksamkeit von
übergreifenden Lernkonzepten. Den bisher umfangrei!hsten 5est hierzu hat
.CDE$&*$E entwi!kelt7
'nhand eines Computerprogramms zum F5raining zur .elbstregulation des
LernensG sollte die Wirksamkeit von übergreifenden .trategiekonzepten bei
*erufsttigen in Weiterbildungsma8nahmen getestet werden. H2 5eilnehmer wurden
glei!hm8ig )eweils in die 5rainings> und Kontrollgruppe eingeteilt# wobei die
5rainingsgruppe den 'uftrag erhielt# das +rogramm dur!hzuarbeiten# wohingegen
die Kontrollgruppe einen allgemeinen Lehrtext zu Lernstrategien lesen sollte. &n der
ans!hlie8enden 5estphase wurden die (nters!hiede zwis!hen den 6ruppen im
*erei!h des Wissens um Lernstrategien# des 'nwendenk3nnens und beim 5ransfer
des 6elernten auf andere 'ufgabengebiete gemessen. Die $ffekte 056 bezügli!h
K61 waren bei Wissen und K3nnen enorm# )eweils 1#<2 und 2#21# beim 5ransfer
allerdings FnurG ;#A2. Da die ersten beiden $rgebnisse extrem hohe $ffekte# vor
allem im -erglei!h zum dritten# verzei!hnen# ist es notwendig# die genaueren
Komponenten der Lernstrategien zu erfors!hen# um die $rgebnisse besser deuten zu
k3nnen.
'uf den *efunden von .CDE$&*$E aufbauend entwi!kelten L$(54$E und
L$I+ILD ein anderes +rogramm# wel!hes die Lernstrategie in vier /odule
unterteilte7 1. übergeordnete Lernstrategien# 2. 0$igen>1 /otivationsstrategien#
B
-gl. *ortz# Jürgen7 Statistik für Sozialwissenschaftler: *erlin Ku.a.L7 .pringer 1===# .. 2BHf.
B
B. .trategien der &nformationsbes!haffung und M. .trategien der
&nformationsverarbeitung
M
. *ei diesem $xperiment wurden ?1 5eilnehmer in drei
6ruppen eingeteilt# wobei die erste 5rainingsgruppe das komplette +rogramm
dur!harbeiten sollte# die zweite 5rainingsgruppe nur die /odule 2 bis M und die
Kontrollgruppe keinerlei 5raining in den /odulen erhielt
A
. Die na!h der
&mplementierungsphase dur!hgeführten 5est zeigten# dass die zweite
5rainingsgruppe und die Kontrollgruppe )eweils in den *erei!hen Wissen# K3nnen
und 5ransfer bei 5est für die vier /odule statistis!h ni!ht besser oder s!hle!hter
abs!hnitten# als die erste 5rainingsgruppe# au8er bei den 5ests zum vierten /odul#
bei der die erste 6ruppe statistis!h signifikante bessere Leistungen zeigte# als die
zweite 5rainingsgruppe und die Kontrollgruppe. Die bessere +erforman!e erklrt
si!h für L$(54$E und L$I+ILD aufgrund des besseren Wissens bezügli!h der
.elbstregulation der trainierten Lernstrategien# d.h. des besseren -erstehens von
.elbststeuerungsprozessen beim Lernen
H
.
Die $rfors!hung der Wirksamkeit dieser metakognitiven +rozesse ist demzufolge
der n!hste .!hritt.
. !raining "etakognitiver #ernstrategien
Die $ffekte# bzw. die $ffektivitt von metakognitiven Lernstrategien bildeten das
Dauptaugenmerk der (ntersu!hung von *'44$E57
'usgehend von den D%pothesen# das metakognitive Lernhilfen eine -erbesserung
des Lernverhaltens bewirken# das weiterhin metakognitive Lernhilfen eine
-erbesserung der Lernperforman!e vor allem im *erei!h des Wissenstransfers
bewirken und dass das 'usma8 des metakognitiven Lernverhaltens mit der
Lernperforman!e positiv korreliert# wobei au!h hierbei der $ffekt beim 5ransfer
am gr38ten ist
<
. 4a!h der $inteilung der 6ruppen 056 und K6 N M; .tudenten1#
M
-gl. Leutner# Detlev 9 Leopold# Claudia7 Selbstreguliertes Lernen als Selbstregulation on
Lernstrategien ! Ein "rainingsexperiment mit #erufstätigen zum Lenen on Sachtexten: in7
(nterri!htswissens!haft B1# 2;;1# .. MAf.
A
-gl. ebd.# ..M2.
H
-gl. ebd.# .. AB.
<
-gl. *annert# /aria7 Effekte metakognitier Lernhilfen auf den $issenserwerb in ernetzten
Lernumgebungen: in7 ,eits!hrift für pdagogis!he +s%!hologie 1<# 2;;B# .. 1<.
M
sollte die 5rainingsgruppe ein Computerprogramm zur $ntwi!klung metakognitiver
.trategien dur!harbeiten. &m 'ns!hluss daran erhielten beide 6ruppen einen
Lehrtext zum glei!hen 5hema# der in $inzelarbeit bearbeitet wurde# worauf ein 5est
folgte
?
. Das $rgebnis war ei
=
ne erkennbare hufigere 'nwendung der zuvor
gelernten .trategien dur!h die 5rainingsgruppe# allerdings keine statistis!h
signifikante -erbesserung. *ei der Überprüfung der 5ransferleistungen ergaben si!h
mittlere $ffekte von ;#H; im -erglei!h zur Kontrollgruppe# ebenso im *erei!h der
Lernperforman!e. Die von *'44$E5 aufgestellten D%pothesen erwiesen si!h in
*ezug auf ihren 5est als zutreffend. 'ufgrund der $rgebnisse vermutet sie weiterhin#
dass eine erfolgrei!he 'nwendung der .trategien eng mit intrinsis!hen /otivations>
/otiven zusammenhngt
1;
. 'bs!hlie8end hlt sie fest Fdass das erfolgrei!he Lernen
0O1 zum 5eil auf metakognitiv> strategis!he Lernaktivitten zurü!kgeführt werden
kannG
11
.
Dinweise auf einen ,usammenhang zwis!hen Lerneffekten# metakognitiven
Lernstrategien und motivationalen "unktionen zeigen si!h au!h in einer
metaanal%tis!hen (ntersu!hung von D'55&$# *&66. und +(ED&$7
$s wurden A1 $inzelstudien einbezogen# deren &nhalt die Überprüfung von
Lernmethoden zur effektiven .teigerung der Lernleistungen war@ hierbei handelte es
si!h vor allem um /ethoden aus den *erei!hen des .elbstmanagements und der
.elbstmotivation
12
. Die dur!hs!hnittli!he $ffektstrke der /ethoden innerhalb der
.tudien betrug ;#MA# wobei es si!h hierbei um das zusammengefasste $rgebnis aus
den $ffektstrken der untersu!hten *erei!he Lernperforman!e# > /otivation und
> Leistung handelt
1B
0die $inzelergebnisse sind +erforman!e ;#A<# /otivation ;#M?
und Lernleistung ;#1?1
1M
. *ei dieser /etaanal%se zeigten si!h neben diesen $ffekten
no!h zwei bemerkenswerte (mstnde7
?
-gl. ebd.# .. 1B.
=
-gl. ebd.# ..2;f.
1;
-gl. ebd.# ..2B.
11
$bd.
12
-gl. Dattie# John@ *iggs# John 9 +urdie# 4ola7 Effects of Learning skills interentions on student
learning% & 'eta-anal(sis: in7 Eeview of $du!ational Eesear!h HH# 1==H# ..==.
1B
-gl. ebd.# ..12<.
1M
-gl. ebd.# ..12<f.
A
,um einen waren die .teigerungen der Lernleistung und damit die $ffektivitt der
Lernstrategien bei )üngeren +robanden deutli!h h3her# als bei lteren 5eilnehmern.
Deutli!h wird dies# wenn man die $rgebnisse auf die .!hul>:*ildungsstufen verteilt7
6runds!hule d P ;#=1
.ekundarstufe & d P ;#A1
.ekundarstufe && d P ;#MA
(niversitt d P ;#2?
$rwa!hsene d P ;#22.
1A
Diese $rgebnisse lassen si!h dadur!h erklren# dass .tudierende und erwa!hsene
bereits über ausgeprgte Lernstrategien verfügten# so dass ein Lernzuwa!hs ni!ht#
bzw. kaum zu verzei!hnen gewesen ist. Dieses -orwissen k3nnte au!h die
'ufnahme# d.h. das Lernen# neuer .trategien ers!hwert und verhindert haben.
,um anderen zeigte si!h# dass das dur!hs!hnittli!he *egabungsniveau einen
(nters!hied in den $ffekten hervorzurufen s!heint 0s!hw!her *egabte d P B=#
Dur!hs!hnittli!he d P ;#?; und Do!hbegabte d P BB1. Da s!hw!her *egabte
insgesamt s!hwerer lernen# ist dieses $rgebnis kaum überras!hend@ andererseits
besitzen Do!hbegabte bereits über Lernstrategien# so dass au!h hier die Lerneffekte
gering sind. Dur!hs!hnittli!h *egabte k3nnen also na!h dieser 'nal%se am meisten
von metakognitiven Lernstrategien profitieren
1H
. 'bs!hlie8end halten D'55&$#
*&66. und +(ED&$ fest# dass# was die /ethoden betrifft# die)enigen die gr38ten
$ffekte zeigten# bei denen die metakognitiven und die motivationalen .trategien
miteinander verbunden waren# whrend die Lernstrategien ohne sol!he
-erbindungen s!hw!here $ffekte zeigten
1<
.
4a!hdem si!h gezeigt hat# dass eine -erbindung von metakognitiven und
motivationalen .trategien für strkere $ffekte sorgt# ist es ents!heidend# den
genauen 'uswirkungen eines sol!hen mehrs!hi!htigen# bzw. h%briden Lernens
na!hzugehen.

1A
-gl. Klauer 9 Leutner 2;;<# ..2AB.
1H
-gl. ebd.# ..2ABf.
1<
-gl. Dattie# *iggs 9 +urdie 1==H# .. 12=.
H
,. %&bridtraining- (etakognitives plus bereichsspezifisches Strategien
4a!h dem sog. Du!kepa!k> 5heorem von KL'($E bewirkt die Kombination von
allgemeinen und speziellen Lernstrategien einen as%mmetris!hen 5ransfer
1?
# d.h.
dur!h das $rlernen einer speziellen .trategie errei!ht man einen 5ransfer auf die
allgemeine 0ni!ht )edo!h umgekehrt17
FDas $rlernen einer speziellen .trategie führt au!h zu 5ransfereffekten bei Leistungen# die vom
$insatz einer allgemeinen .trategie abhngig sind. 0O1 Das $rlernen einer allgemeinen .trategie
führt dagegen ni!ht zu 5ransfereffekten bei Leistungen# die vom $insatz einer speziellen .trategie
abhngig sind.G
1=
'us diesem 5heorem lassen si!h drei D%pothesen ableiten7
$rstens werden beim erlernen einer speziellen .trategie immer au!h allgemeine
*estandteile erlernt 0Übers!hussh%pothese1@ zweitens setzt si!h der Lerneffekt bei
den speziellen .trategien aus mehreren 5eileffekten zusammen# wel!he si!h
bestenfalls gegenseitig verstrken 0.alidierungsh%pothese1@ drittens kann das
5raining einer speziellen .trategie au8erhalb des *erei!hs der .trategie ni!ht zu
$ffekten führen# die glei!h gro8 oder gr38er sind als die $ffekte im eigentli!hen
,ielberei!h 0diskriminater 5ransfer1
2;
.
Diese theoretis!hen Überlegungen bedeuten für die "rage na!h der Wirksamkeit von
übergeordneten Lernstrategien# dass das gemeinsame 5raining von metakognitiven
und spezifis!heren .trategien besonders wirksam sein sollte.
Dieser "rage sind u.a. L$(54$E# *'E5D$L und .CDE$&*$E na!hgegangen#
indem sie im Eahmen eines $xperiments das oben bes!hriebene 5raining zur
.elbstregulation von Lernen mit selbstmotivationalen .trategien kombinierten
21
.
1?
-gl. Klauer# Klaus7 )as *uckepack-"heorem as(mmetrischer Strategietransfers. Ein #eitrag zur
"rainings- und "ransfertheorie: in7 ,eits!hrift für $ntwi!klungsps%!hologie und pdagogis!he
+s%!hologie B2# 2;;;# .. 1AB.
1=
$bd.# ..1AA.
2;
-gl. ebd.# ..1A<.
21
-gl. Leutner# Detlef@ *arthel# 'nke 9 .!hreiber# *eate7 Studierende k+nnen lernen, sich selbst zum
Lernen zu motiieren% Ein "rainingsexperiment: in7 ,eits!hrift für pdagogis!he +s%!hologie 1A#2;;1#
..1AA.
<
Die HH 5eilnehmer des $xperiments 0.tudenten1 wurden in drei 6ruppen eingeteilt@
die erste 6ruppe erhielt das aus .elbstregulation und Q/otivation bestehende
D%bridtraining# die zweite 6ruppe nur das motivationale und die dritte 6ruppe
keinerlei 5raining
22
.
,uerst erhielten die +robanden einen allgemeinen wissens!haftli!hen 5ext# der von
ihnen als wenig interessant eingestuft wurde# zu lesen. 4a!h dem 5raining: 4i!ht>
5raining wurde ein lernzielorientierter 5est dur!hgeführt# bei dem man die h3!hsten
$ffekte in den *erei!hen 'nwendung# /otivation# Wissen und &nteresse bei der
h%brid> trainierten 6ruppe erwartete
2B
. Das $rgebnis besttigte diese $rwartungen7
Die dur!hs!hnittli!hen $ffekte für die D%bridgruppe waren ;#?B# für die
motivationale 6ruppe ;#H<# whrend die Kontrollgruppe nur rund ein -iertel dieser
Werte errei!hte
2M
. Diese $rgebnisse zeigen vor allem# dass die bereits dur!h
.CDE$&*$E festgestellten Lerneffekte dur!h selbstreguliertes Lernen dur!h die
Kombination mit motivationalen $lementen no!h gesteigert werden k3nnen
2A
.
Ib diese $rgebnisse ni!ht nur für lernstrategis!h ges!hulte +robanden gelten# haben
.CDE$*LIW.K& und D'..$LDIE4 getestet7
$s sollten die $ffekte des h%briden 5rainings von Leseverstndnis und
$igenmotivation bei A.Klsslern erfors!ht werden. Die $inteilung erfolgte# wie au!h
bei L$(54$E# *'E5D$L und .CDE$&*$E# in drei 6ruppen# )eweils 2<
+robanden pro 6ruppe# wobei die erste das h%bride# die zweite nur das Lesetraining
und die dritte kein 5raining erhielt
2H
. Die 'usgangsh%pothesen waren hierbei# dass
das metakognitive 5raining eine -erbesserung des Leseverstndnisses hervorruft
und dass das motivationelle 5raining diesen $ffekt no!h deutli!her steigert
2<
.
Die $ffekte des D%bridtrainings waren allerdings ni!ht statistis!h signifikant h3her#
als die des reinen Lesetrainings der zweiten 6ruppe@ nur im verglei!h zur
Kontrollgruppe konnten mittlere $ffekte gemessen werden
2?
.
22
-gl. $bd.# ..1A<f.
2B
-gl. $bd.# .. 1HM.
2M
-gl. ,usammenfassung der $rgebnisse bei Klauer 9 Leutner 2;;<# ..2A<.
2A
-gl. Leutner# *arthel 9 .!hreiber 2;;1# ..1HA.
2H
-gl. .!hreblowski# .tephanie 9 Dasselhorn# /ar!us7 -ur $irkung zusätzlicher
'otiänderungskomponenten bei einem metakognitien "exterarbeitungstraining: in7 ,eits!hrift für
pdagogis!he +s%!hologie 1A# 2;;1# .. 1M?f.
2<
-gl. ebd.# ..1M?.
2?
-gl. ebd.# ..1A;f.
?
$s ist also deutli!h# dass die Kombination von metakognitiven und
berei!hsspezifis!hen .trategien ni!ht grundstzli!h zu positiven Lerneffekten führt.
$s bleibt zu untersu!hen# ob die -erbindung mit fa!hspezifis!hen Lernstrategien ein
deutli!heres $rgebnis bringt
2=
.
.. !raining fachspezifischer Strategien
Wie au!h .CDE$*LIW.K& und D'..$LDIE4# versu!hte 6(5$E/'4
Leseverstndnis dur!h spezielle Lernstrategien zu f3rdern@ allerdings spielten
motivationale .trategien diesmal keine Eolle7
'usgangspunkt für 6(5$E/'4 war die 'nnahme# das dur!h 'ktivierung des
bereits vorhandenen -orwissens der +robanden einen h3heren Lerneffekt zu
erzielen
B;
. Dierfür wurden B;; .!hüler in )eweils drei 6ruppen eingeteilt# von denen
die erste 6ruppe metakognitives 5raining plus wissensaktivierende "ragestellungen#
die zweite 6ruppe ein +la!ebo> 5raining 0d.h. nur angebli!h relevantes 5raining1
und die dritte 6ruppe keinerlei 5raining. Die $rwartung# dass das aktivierende
5raining h3here $ffekte generieren würde# wurde dur!h die /essungen besttigt
0dur!hs!hnittli!he $ffektstrke ;#?B1
B1
.
"ür den *erei!h der /athematik führten KE'/'E.K& und /$-E$CD ein
hnli!hes $xperiment dur!h# bei dem die 5rainingsgruppe dur!h vorformulierte
"ragen einen h3heren Lerneffekt bei der *earbeitung von linearen 6raphen
erzeugen sollte
B2
. Die "ragen gliederten si!h in -erstndnisfragen 0FWas ist das
+roblemR Was wird in der 'ufgabe gezeigtRG1# .trategis!he "ragen 0FWas hilft mir
bei der *eantwortungRG1 und -erknüpfungsfragen 0FKenne i!h hnli!he +robleme
und L3sungenRG1
BB
. *ei der ans!hlie8enden /essung zeigten si!h bei der
5rainingsgruppe dreimal h3here $ffekte# als bei der Kontrollgruppe# die nur
normalen /athematikunterri!ht erhielt
BM
.
2=
-gl. Klauer 9 Leutner 2;;<# ..2A?.
B;
-gl. ebd.# ..2A?f.
B1
-gl. ebd.# ..2A=.
B2
-gl. Kramarski# *ra!ha 9 /evare!h# ,emira E.7 Enhancing mathematical reasoning in the classroom%
"he effects of cooperatie learning and meta-cognitie training: in7 'meri!an $du!ational Eesear!h
Journal M;# 2;;B# .. 2=;f.
BB
-gl. ebd.# ..2=Bf
BM
-gl. ,usammenfassung der $rgebnisse bei Klauer 9 Leutner 2;;<# .. 2H;# 'bb.1M.H.
=
Diese $rgebnisse ma!hen deutli!he# dass die 'ktivierung von und die 'nknüpfung
an bereits vorhandenes Wissen deutli!h zur .teigerung von Lerneffekten beitrgt.
$. +usa""enfassung
4a!h dieser kurzen Darstellung einzelner "ors!hungsergebnisse# lsst si!h
zusammenfassend feststellen# dass übergeordnete Lernstrategien wirksame
/ethoden zur $rzeugung von mittleren Lerneffekten sind. Diese Wirksamkeit liegt
begründet in der -erbindung 0bewusst oder unbewusst1 zwis!hen diesen
metakognitiven /ethoden und motivationalen# auf den )eweiligen Lernberei!h
geri!htete# Lernstrategien. Die -erknüpfung zwis!hen bereits vorhandenen Wissen
und neuem# geforderten &nhalten ma!ht das 'uftreten von Lerneffekten umso
wahrs!heinli!her# )e besser sie gelingt# z. *sp. dur!h aktivierende "ragen.
'llerdings ergeben si!h aus dem hier skizzierten "ors!hungsbefunden au!h einige
+robleme. ,um einen ist das Dauptproblem der Übertragbarkeit der $rgebnisse auf
die (nterri!htspraxis. *ei allen $xperimente handelte es si!h um experimentelle
"eldstudien@ diese verfügen zwar über eine hohe externe# aber nur über eine geringe
interne -aliditt# d.h. die $rgebnisse k3nnen als übertragbar auf andere +opulationen
angesehen werden# k3nnen aber glei!hzeitig kaum erklrt werden@ es werden
D%pothesen aufgestellt# die aber dur!h die $rgebnisse ni!ht eindeutig verifiziert
oder falsifiziert werden k3nnen# da zwar Korrelation aufgezeigt werden# ni!ht aber
Kausalitten
BA
. Dur!h ihre interne .truktur kann eine "eldstudie diese au!h gar ni!ht
leisten. &m 6egensatz dazu k3nnten zwar bei einem Laborexperiment .t3rfaktoren#
die die Kausalitt beeintr!htigen# ausges!hlossen werden# allerdings besteht dann
die elementare "rage na!h der allgemeinen Übertragbarkeit der $rgebnisse. 'ndere
+robleme treten bei der 'uswertung der $xperimente auf7 .o ist beispielsweise
bei L$(54$E# *'E5D$L und .CDE$&*$E bei den $ffektstrken ein deutli!her
(nters!hied zwis!hen den 5rainingsgruppen und der Kontrollgruppe erkennbar# der
(nters!hied der beiden 5rainingsgruppen untereinander 06ruppe mit# bzw. ohne
D%bridtraining1 ist aber nur s!hwa!h und wird dur!h die 'uswertung ni!ht erklrt#
BA
Shnli!h korreliert z. *sp. au!h der Eü!kgang der 6eburtenzahlen der /ens!hen mit dem Eü!kgang der
,ahl an Wei8st3r!hen in /itteleuropa# aber eine Kausalitt ist ni!ht na!hgewiesen# ebenso wie für die
'ussage F*evor "rauen whlen durften# gab es keine 'tomwaffenTG.
1;
da eine vierte +robandengruppe fehlt# wel!he auss!hlie8li!h das metakognitive
5raining erhalten htte. .o ist aus dem $rgebnis ni!ht klar erkennbar# warum die
$ffekte in der D%bridgruppe auf das D%bridtraining zurü!kgehen soll# da au!h ein
ignorieren der motivationalen Komponente und eine entspre!hende
Lernperforman!e allein dur!h die metakognitive Komponente m3gli!h wre.
$ine weitere .!hwierigkeit stellt die z.5. u8erst kleine 'nzahl der beteiligten
+robanden dar. ,war ist für die *ere!hnung der $ffektstrke die optimale
5eilnehmerzahl bei 5ests mathematis!h notwendigerweise gering# allerdings werden
zur glei!hzeitigen statistis!hen -erwendbarkeit hohe ,ahlen ben3tigt.
'llerdings muss zum 'bs!hluss deutli!h gesagt werden# dass die zentrale 'ussage
der $xperimente bezügli!h des ,usammenhangs zwis!hen -orwissen# /otivation
und &nhalt vor allem im *erei!h der (nterri!htsfors!hung 0z. *sp. bei /ethoden wie
direct: indirect instruction oder master( learning1 ebenfalls auftreten.
/. #iteraturliste
*annert# /aria7 Effekte metakognitier Lernhilfen auf den $issenserwerb in ernetzten
Lernumgebungen: in7 ,eits!hrift für pdagogis!he +s%!hologie 1<# 2;;B# ..1B Q 2A
*ortz# Jürgen7 Statistik für Sozialwissenschaftler: *erlin Ku.a.L7 .pringer 1===
Dattie# John@ *iggs# John 9 +urdie# 4ola7 Effects of Learning skills interentions on
student learning% & 'eta-anal(sis: in7 Eeview of $du!ational Eesear!h HH# 1==H# ..== Q
1BH
11
Klauer# Klaus7 )as *uckepack-"heorem as(mmetrischer Strategietransfers. Ein #eitrag
zur "rainings- und "ransfertheorie: in7 ,eits!hrift für $ntwi!klungsps%!hologie und
pdagogis!he +s%!hologie B2# 2;;;# .. 1AB Q 1HA
> ders. 9 Leutner# Detlef7 Lehren und Lernen. Einführung in die
.nstruktionsps(chologie: Weinheim 9 *asel7 *eltz 2;;<
Kramarski# *ra!ha 9 /evare!h# ,emira E.7 Enhancing mathematical reasoning in the
classroom% "he effects of cooperatie learning and meta-cognitie training: in7
'meri!an $du!ational Eesear!h Journal M;# 2;;B# .. 2?1 Q B1;
Leutner# Detlef@ *arthel# 'nke 9 .!hreiber# *eate7 Studierende k+nnen lernen, sich
selbst zum Lernen zu motiieren% Ein "rainingsexperiment: in7 ,eits!hrift für
pdagogis!he +s%!hologie 1A#2;;1# .. 1AA Q 1H<
.!hreblowski# .tephanie 9 Dasselhorn# /ar!us7 -ur $irkung zusätzlicher
'otiänderungskomponenten bei einem metakognitien "exterarbeitungstraining: in7
,eits!hrift für pdagogis!he +s%!hologie 1A# 2;;1# 1MA Q 1AM
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