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Dozent: Prof. C.

Honerkamp
Übungen: Prof. M. R. Wegewijs
Elektrodynamik - WS09

Übungsblatt 8 Abgabe: 22-12-09


Besprechung: 01-15-09

1 Dynamik eines Dipols im Magnetfeld (3+1+1+2 = 7 Punkte)


a) Betrachten Sie zuerst eine Stromverteilung j(r) in einem raumlich schwach varierenden
Feld B(r). Zeigen Sie, dass in niedrigster Ordnung das Magnetfeld ein Drehmoment
N = m × B(0)
auf die Stromverteilung mit Dipolmoment m ausübt.
Hinweis: Zeigen Sie zuerst Z
N = d 3r r × (j × B(r)),

entwickeln Sie um r = 0 und gehen Sie ählich vor wie bei der Berechnung der Kraft und
wie bei der Multipol entwicklung von A(r). Nehmen Sie an, dass j(r) hinreichend schnell
abfällt für r → ∞.
b) Betrachten Sie im Weiteren einen Dipol in einem homogenen Feld B (zeitunabhängig).
Geben Sie die Bewegungsgleichung für das Drehimpulsmoment L aus der Mechanik an
und führen Sie das gyromagnetische Verhältnis γ ein. Zeigen Sie
ṁ = γ m × B (1.1)

c) Im folgendem sei B = B ez. Um m(t) zu bestimmen, zeigen Sie zuerst, dass die Kompo-
nente entlang des Magnetfeldes konstant bleibt:
mz(t) = mz (0)

d) Berechnen Sie m(t) für den Anfangsbedingung m(0) = mx(0)ex + mz(0)ez .


Hinweis: Leiten Sie eine Bewegungsgleichung her für die komplex Zahl mx + im y.
.

2 Magnetisches Dipolmoment (3+1+3+2 = 9 Punkte)


In der Vorlesung wurde für das magnetische Dipolmoment hergeleitet:
Z
1  
m = d 3r r × j(r) (2.1)
2

a) Wenden Sie diese Definition an auf die mit konstanter Winkelgeschwindigkeit ω = ω ez


rotierende Kugel mit Radius R aus Übung 6.1. Auf der Kugel befindet sich eine
homogen verteilte Oberflächenladung σ welche zur Stromdichte
j (r) = σ δ(|r| − R) ω × r
führt. Statt, wie in Aufgabe 6.1 das Magnetfeld B exakt zu berechnen, beschränken wir
uns hier auf den führenden Term der Multipolentwicklung des Feldes. Geben Sie das
Magnetfeld in Dipol-Näherung an und berechnen Sie das darin auftretende magnetische
Dipolmoment m aus der Definition (2.1).

1
b) Unter welchen Bedingungen ist die Dipol-Näherung im Allgemeinen gültig? Was fällt
Ihnen auf beim Vergleich vom Ergebnis bei a) mit dem exakten Ergebnis aus Übung
6.1(d)?
c) Betrachten Sie zünächst einen stromführenden geschlossene Schleife in einer Ebene. Der
Normalvektor der Ebene sei n. Führen Sie den Strom über d 3r j(r) = Id l ein. Zeigen Sie,
dass für eine beliebige Form der Schleife gilt
m = IF n
d.h. moment = strom × Fläche. Benutzen Sie die geometrische Interpretation der Länge
des Vektors a × b.
d) Benutzen Sie das Ergebnis bei c) um das Ergebnis von a) ein wenig einfacher zu
berechnen.
Hinweis: Zerschneiden Sie den Kugel in infinitesimale Kreise und finden dessen Strombeitrag
dI.

3 Möglichst homogenes Magnetfeld zwischen zwei Ringe


(1+3 = 4 Punkte)
Betrachten Sie zwei parallele Ringe (Radius R) mit dem gleichen stationären Strom I = I eϕ,
deren Zentren auf die z-Achse liegen bei z = ± L/2.
a) Skizzieren Sie die Feldlinien für den Fall L ≫ R und L ≪ R.
b) Berechnen Sie das Magnetfeld B entlang der z-Achse direkt mit Hilfe des Superpositions-
prinzips (alte Übung...). In welche Richtung zeigt dieses Feld? Das Feld is hier sehr
∂B ∂2 B
homogen wenn gilt ∂z = ∂z2 = 0. Wie muss man der Abstand L relativ zum Radius R
wählen und wie gross ist das Feld für z = 0 für diesen Wert von L?
Bemerkung: Diese Anordnung wird tatsächlich benutzt um homogene Felder zu erzeugen.