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Businessplan für

Businessplan für Gründer: C.-V. F. C. M. J. A. H. T. H. Datum: 19.04.2011 Version 1.1

Gründer:

C.-V. F.

C. M.

J. A. H.

T. H.

Datum:

19.04.2011 Version 1.1

Kontakt:

C. M.

Füssmannstr.10

44265 Dortmund

+49(231)462189

C M.@gmx.de

..

Dieser Businessplan ist streng vertraulich. Das bedeutet, dass weder allgemeine noch spezifische Informationen ohne schriftliches Einverständnis von seniomedia an andere weitergegeben werden dürfen. Die Unterlagen dürfen nur für die zur Bewertung notwendigen Maßnahmen verwendet werden.

Businessplan für seniomedia

Businessplan für seniomedia

Inhaltsverzeichnis

 
  • 1 Executive Summary

 

3

 

2

Produktidee

5

 
  • 3 Gründungsteam

 

8

  • 4 Kunden und Märkte

9

  • 4.1 Kunden

9

  • 4.1.1 Zielgruppe .........................................................................................................................

9

  • 4.1.2 Kundennutzen/-bedürfnis

 

10

  • 4.1.3 Kundenbindung ..............................................................................................................

11

  • 4.2 Markt

12

  • 4.2.1 Marktgröße und Eintrittsbarrieren

 

12

  • 4.2.2 Marktwachstum ..............................................................................................................

13

 
  • 5 Wettbewerbsanalyse

 

13

  • 5.1 Jobruf Dortmund

14

  • 5.2 Altenakademie Dortmund, Forum für Bildung und Begegnung

15

  • 5.3 Volkshochschule (VHS)

16

  • 5.4 LernBar als privater Computerkursanbieter

 

17

  • 5.5 Preisübersicht der Wettbewerber

 

18

  • 5.6 Fazit über die Wettbewerbssituation

18

 
  • 6 Marketingstrategie

 

19

7

Organisation und Management 24

 
  • 8 Unternehmen

25

  • 8.1 Unternehmensform ...............................................................................................................

25

  • 8.2 Unternehmensstandort

25

 
  • 9 Risikoanalyse

26

  • 9.1 Risiken

26

 

10

Finanzplan

28

  • 10.1 Einnahmenüberschussrechnung

......................................................................................

31

  • 10.2 Cashflowrechnung ..............................................................................................................

32

Tilgungsplan

  • 10.3 ........................................................................................................................

34

 

11

Quellenverzeichnis

 

35

 

12

Anhang 36

Fragebogen

  • 12.1 .........................................................................................................................

36

  • 12.2 Auswertung der Umfrage

 

37

Werbeflyer

  • 12.3 ...........................................................................................................................

39

Businessplan für seniomedia

Businessplan für seniomedia
  • 1 Executive Summary

Die seniomedia GbR hat sich zum Ziel gesetzt, Senioren die Welt der modernen

Medien näher zu bringen. Durch unsere Computerschulungen sollen Senioren den

sicheren Umgang mit PC und Internet erlernen. Mit unserer umfassenden

Kundenbetreuung und einem breit gefächerten Kursangebot wollen wir langfristig

eine möglichst hohe Rendite erzielen.

Hintergrund unserer Geschäftsidee ist zum einen die fortschreitende Alterung

unserer Gesellschaft und zum anderen die zunehmende Relevanz moderner Medien

im alltäglichen Leben. Seniomedia will genau diese beiden unterschiedlichen

Entwicklungen in Einklang bringen. Die Senioren haben oftmals keinerlei Erfahrung

im Umgang mit dem PC und damit auch keinen Zugang zum Internet. Das Internet ist

jedoch in den letzten Jahren zu einer der wichtigsten Informationsquellen geworden

und ist das Medium mit der höchsten Aktualität. Das Internet bietet zahlreiche

Möglichkeiten, die das alltägliche Leben erleichtern können – gerade auch für

mobilitätseingeschränkte Senioren. Angefangen beim Online-Einkauf über den

„virtuellen Schalter“ der Hausbank bis hin zum multimedialen Lexikon und zu

sozialen Netzwerken – wir wollen mit unserer Geschäftsidee die Wissenslücke

schließen, die durch schnelles Fortschreiten der Technologie in den letzten Jahren

bei älteren Menschen entstanden ist. Wir möchten aktiven, interessierten Senioren

aus Dortmund einen Zugang zu PC und Internet ermöglichen! Sowohl völlige

Anfänger als auch Senioren, die bereits Erfahrung im Umgang mit PC und Internet

sammeln konnten und ihre Kenntnisse nun ausbauen möchten, sind bei uns herzlich

willkommen!

Um unsere zukünftigen Kunden behutsam an die neue Materie heran zu führen und

um aufgebaute Hemmungen oder Ängste abzubauen, bieten wir eine intensive und

individuelle Rundum-Betreuung in gemütlicher Atmosphäre. Neben Gruppenkursen

bieten wir auch Einzelschulungen an, die auf Wunsch auch beim Kunden zu Hause,

im Altersheim oder Gemeindezentrum durchgeführt werden. An unser

Schulungszentrum ist außerdem ein Internet-Café angegliedert, das unsere Kunden

einlädt, vor und / oder nach dem Kursbesuch bei Kaffee und Kuchen zu verweilen,

das Gelernte am PC anzuwenden, den Internetzugang zu nutzen, Kontakte zu

anderen Senioren zu knüpfen und zu pflegen.

Businessplan für seniomedia

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Zu unserer Rundum-Betreuung gehört außerdem ein Kundenservice, der die

Beratung und Begleitung beim Kauf des eigenen PCs, Hilfe bei Installationen und im

Falle, dass etwas nicht richtig funktioniert, umfasst.

Unser Gründerteam, bestehend aus vier Personen, bringt umfassende Erfahrung

mit, sowohl fachlich als auch pädagogisch. Die verschiedenen Geschäftsbereiche

(Finanzen, Marketing & PR, Vertrieb, Schulungsleitung, EDV und Einkauf) werden

aufgrund von unterschiedlichen Ausbildungsschwerpunkten, Fähigkeiten und

Vorlieben optimal abgedeckt. Alle vier Unternehmer werden neben den

verschiedenen Tätigkeiten in den einz elnen Geschäftsbereichen die Schulungen

durchführen und qualifizieren sich dafür durch unterschiedliche einschlägige

Erfahrungen und Kenntnisse.

Der langjährige Traum von der Selbstständigkeit motiviert unser Team dieses Projekt

zum Erfolg zu führen!

Neben großer Motivation ist für ein Startup-Unternehmen natürlich auch das

Marketing essentiell: Nur ein Unternehmen, das bekannt ist, kann seine

Dienstleistung verkaufen und dadurch Umsatz generieren. Deshalb werden wir

gerade in den Anfangsmonaten nach der Gründung verstärkt in Marketing

investieren, um den Bekanntheitsgrad stark zu erhöhen und das Image positiv zu

beeinflussen. Dabei setzen wir neben Plakat- und Handzettelwerbung vornehmlich

auf lokale Medien wie die großen Dortmunder Tageszeitungen.

Um unsere Geschäftsidee erfolgreich umzusetzen, müssen zunächst einige

Investitionen in technische Ausstattung und die Einrichtung des Betriebes getätigt

werden. Um diese zu finanzieren bringt jeder der vier Gesellschafter eine

Kapitaleinlage von 5.000 Euro mit in das Unternehmen ein. Zudem wird ein

Gründerkredit in Höhe von 20.000 Euro über eine Laufzeit von fünf Jahren

aufgenommen. Somit sollen weitere Investitionen ermöglicht und die Liquidität des

Unternehmens gesichert werden. Ab dem zweiten Geschäftsjahr wird die seniomedia

GbR voraussichtlich die ersten Gewinne erzielen. Im fünften Jahr werden Gewinne in

Höhe von 68.431 Euro erwirtschaftet.

Businessplan für seniomedia

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2 Produktidee

Bei unserem Produkt handelt es sich um eine Dienstleistung: Wir bieten Computer-

und Internetkurse für Senioren an, die daran interessiert sind, den Umgang mit dem

PC zu erlernen oder ihre Kenntnisse zu verbessern und das Internet als modernes

Medium und als vielseitige Informationsquelle nutzen zu können. In kleinen Gruppen

von bis zu 10 Personen werden unsere zukünftigen Kunden von geschultem

Personal in 10 Einheiten à 90 Minuten unterrichtet. Wir werden zwei Kurse am Tag

einrichten, die auf unterschiedliche Vorkenntnisse und Interessen abgestimmt sind.

Auf Anfrage erteilen wir gerne auch Einzelkurse, Hausbesuche sind ebenfalls

möglich.

Durch den demographischen Wandel wächst der Anteil an älteren Menschen in

unserer Gesellschaft immer schneller, gleichzeitig werden PC und Internet immer

wichtiger im Alltag. Ein Großteil der modernen Kommunikation verläuft über das

Internet; es ist eine sehr aktuelle Informationsquelle und gehört für junge Menschen

heutzutage zum täglichen Leben. Sie knüpfen und pflegen Kontakte in sozialen

Netzwerken über das Internet, tauschen digitale Fotos und Videos, kaufen online ein

und erledigen ihre Bankgeschäfte am PC bequem von zu Hause aus. Auch gerade

älteren, eventuell körperlich eingeschränkten Menschen bringen diese

technologischen Entwicklungen der letzten Jahre große Vorteile – wenn sie denn

einen Computer besitzen, ihn bedienen können, sich im Internet auskennen, keine

Scheu davor haben dieses moderne Medium kennen zu lernen und zu nutzen und

sich auch über Risiken bewusst sind.

Und genau an diesem Punkt möchten wir ansetzen!

Businessplan für seniomedia

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Der Kursplan wird wie folgt aussehen:

Mo 15:00-16:30

Grundlagen PC

Die Kunden werden mit der PC-Hardware vertraut gemacht

Mo 17:00-18:30

MS Office für Anfänger

Microsoft Word, Excel und Power Point werden von Grund auf erklärt

 

Digitale Fotos und

Möglichkeiten zur Archivierung und

Di

15:00-16:30

Bildbearbeitung

Nachbearbeitung von digitalen Fotos werden aufgezeigt

Di

17:00-18:30

MS Office für Fortgeschrittene

Kenntnisse in Microsoft Word, Excel und Power Point können hier aufgefrischt bzw. vertieft werden

   

Grundlagen zur Nutzung des Internets, der

Mi

15:00-16:30

Internet und Email

Informationsbeschaffung und der Kommunikation per Email werden hier vermittelt

Mi

17:00-18:30

Grundlagen PC

Die Kunden werden mit der PC-Hardware vertraut gemacht

Do 15:00-16:30

MS Office für Anfänger

Microsoft Word, Excel und Power Point werden von Grund auf erklärt

Do 17:00-18:30

Soziale Netzwerke

Die Möglichkeiten mit Hilfe sozialer Netzwerke Kontakte zu knüpfen und zu pflegen werden hier aufgezeigt

Fr 15:00-16:30

MS Office für Fortgeschrittene

Kenntnisse in Microsoft Word, Excel und Power Point können hier aufgefrischt bzw. vertieft werden

Fr 17:00-18:30

Online-Shopping und Online-Banking

Es werden Möglichkeiten, aber auch Gefahren und Risiken aufgezeigt; ein verantwortungsvoller Umgang soll erlernt werden

Wir bieten intensive und individuelle Betreuung und führen unsere Kunden behutsam

an den Umgang mit PC und Internet heran und schaffen dabei mit unserer Arbeit ein

Stück Integration älterer Menschen in die moderne Gesellschaft.

Zusätzlich zu unserem regulären Kursangebot, das in unserem Haus stattfinden wird

und dem Einzelunterricht, der auch bei den Kunden zu Hause oder im Seniorenheim

angeboten wird, bieten wir unter der Rubrik „Mein PC“ auch individuelle

Unterstützung beim Einkauf von PC, Hardware und Software, sowie bei Installationen

an. Ein Kundendienst, der seine Hilfe mehrmals in der Woche - exklusiv für unsere

Kunden - bei Störungen des PCs zu Hause anbietet, wird ebenfalls eingerichtet.

Unsere Kurse werden an Laptops stattfinden, sowohl bei uns im Schulungszentrum

als auch außer Haus, so dass die Mobilität unseres Dienstleistungsangebots gewahrt

bleibt.

Businessplan für seniomedia

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Doch auch dies ist noch nicht alles: Neben dem reinen Besuch eines Kurses, in dem

unseren zukünftigen Kunden all die oben ge nannten Inhalte näher gebracht werden,

bieten wir außerdem ein Rahmenprogramm. Unsere Kunden sind eingeladen vor

und/oder nach den Computerkursen in unserem angeschlossenen Café zu verweilen

und bei Kaffee und Kuchen unser Internet-Café zu nutzen um das Erlernte

anzuwenden, soziale Kontakte zu anderen Senioren zu knüpfen, Erfahrungen

auszutauschen und Fragen zu stellen.

Die folgende Grafik zeigt einen beispielhaften Grundriss des anzumietenden

Schulungsraumes mit einem Büroraum, dem angeschlossenen Café mit einer Küche,

einer Bar und Sitzgruppen. Für unser Unternehmen benötigen wir ca. 100 m²

Gewerbefläche, die in den südlichen Stadtteilen, in denen wir unser Geschäft

etablieren wollen, für ungefähr 800 € pro Monat zu mieten ist. 1

Businessplan für seniomedia Doch auch dies ist noch nicht alles: Neben dem reinen Besuch eines Kurses,

1 Laut www.immobilienscout24.de

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3 Gründungsteam

C.-V. F., Finanzchef

C.-V. F. ist 23 Jahre alt und studiert Wirtschafts- und Sozialwissenschaften an der

Technischen Universität Dortmund mit den Schwerpunkten Wirtschaftsprüfung,

Controlling und Innovations- und Gründungsmanagement. Sie hat bereits

verschiedene Praktika bei einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und einem

Finanzdienstleister im Bereich Konzernrechnungslegung absolviert. Während des

Studiums gibt sie Schülern Nachhilfeunterricht für Informatik. Aktuell ist sie bei

AIESEC Dortmund tätig und betreut dort Studenten bei der Organisation ihres

Auslandspraktikums.

  • C. M., Schulungsleitung / Vertrieb

  • C. M. ist 23 Jahre alt und studiert ebenfalls an der Technischen Universität Dortmund

Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Sie belegt dort als Schwerpunktfächer

Controlling, Marketing und Unternehmensführung. Während ihres Studiums

absolvierte sie bereits Praktika in den Bereichen Buchführung, Wirtschaftsprüfung

und Marketing. Auslandserfahrungen sammelte sie in Form eines

Berufserfahrungspraktikums in London, Großbritannien. Neben dem Studium

engagiert sie sich bei der Studentenorganisation AIESEC, wo sie einen Trainerschein

erworben hat. Ihre EDV-Kenntnisse erweiterte sie durch unterschiedliche Kurse.

  • J. A. H., Marketing & Personal

  • J. A. H. ist 22 Jahre alt und studiert Wirtschafts- und Sozialwissenschaften an der

Technischen Universität Dortmund mit den Schwerpunkten Controlling, Marketing

und Innovations- und Gründungsmanagement. In den letzten Jahren absolvierte sie

während ihres Studiums mehrere Praktika in den Bereichen Marketing und PR. Im

Rahmen eines Fortbildungsprogramms im Jahr 2009 konnte sie ihre EDV-Kenntnisse

ausbauen und sammelte als Nachhilfelehrerin langjährige pädagogische Erfahrung.

In ihrer Freizeit engagiert J. A. sich bei AIESEC Dortmund im Marketing-Bereich der

Organisation.

  • T. H., Einkauf / IT

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T. H. ist 33 Jahre alt und studiert Wirtschaftingenieurwesen und Maschinenbau an

der TU Dortmund. Zwei seiner Studienschwerpunkte liegen im Fachbereich

Wirtschaftsinformatik und Innovations- und Gründungsmanagement. Mehrjährige

Berufserfahrung, auch in technischen Bereichen, sammelte er als Fluglotse bei der

DFS an der Niederlassung in Düsseldorf. Er absolvierte mehrere Praktika in den

Bereichen IT-Systemtechnik und Instandhaltung. In seiner Freizeit bereitet ihm die

Tätigkeit als Basketballtrainer und Teamspieler große Freude.

  • 4 Kunden und Märkte

4.1 Kunden

4.1.1 Zielgruppe

Die Dienstleistung von seniomedia, Computerschulungen abzuhalten, wird nur in

einem lokalen Umfeld angeboten und richtet sich zunächst einmal an alle

Computerbenutzer in Dortmund, vor allem in den südlichen Stadtteilen, die ihre PC-

Kenntnisse erweitern oder verbessern wollen und an diejenigen, die zukünftig

Interesse an einer Computernutzung haben.

In Dortmund nutzen über 77,7% 2 der Haushalte einen Computer, damit liegt

Dortmund ca. 8% 3 über dem bundesweiten Durchschnitt und der Trend zeigt eine

weitere Zunahme dieser Nutzung.

Bezogen auf Nordrhein-Westfalen ist gerade ein Zuwachs der Computernutzung bei

älteren Menschen zu beobachten. So nutzen mittlerweile 56% der über 55-jährigen

den PC und die Nutzung bei den über 75-jährigen stieg sogar um 8% auf 20% an.

Bei den jungen Benutzern stellt sich eine Sättigung bei 96% ein 4 .

Genauere Zielgruppeneingrenzungen möchten wir deshalb noch in Bezug auf das

Alter vornehmen und legen hier unseren Schwerpunkt auf Schulungen für Senioren.

Wir sehen dort ein großes Potenzial, dass sich immer mehr ältere Menschen mit dem

Medium Computer vertraut machen wollen oder sogar müssen, wenn es aus

beruflichen Gründen erforderlich ist. Eine genaue Altersangabe haben wir aus

unseren Fragebögen (s. Anhang) entnommen und festgestellt, dass sich

Computernutzer ab 60 Jahren speziell für Vertiefungskurse in den Bereichen

  • 2 http://www.it.nrw.de/statistik/r/daten/eckdaten/r314

  • 3 http://de.statista.com/statistik/diagramm/studie/105054/umfrage/interesseancomputernutzung/

  • 4 http://www.paradisi.de/Freizeit_und_Erholung/Hobbys/Computer/News/21225.php

Businessplan für seniomedia

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Textverarbeitung und Tabellenkalkulation interessieren. Mit zunehmendem Alter,

ungefähr ab 70 Jahren, besteht ein deutliches

Interesse am Umgang mit dem

Internet.

Da wir Computerkurse für Senioren anbieten möchten, können wir nur lokale

Computernutzer ansprechen, denn wir gehen davon aus, dass eine weite Anfahrt

aufgrund der bestehenden Konkurrenz nicht in Kauf genommen werden würde und

auch einen unverhältnismäßig großen Aufwand verlangen würde. Für Senioren, die

nicht mobil sind, bieten wir auch Kurse vor Ort an, wie zum Beispiel in Altenheimen

oder Kirchengemeinden.

Des Weiteren möchte seniomedia gezielt den anspruchsvollen Kunden, der Wert auf

besonders guten Service legt und bereit ist dafür einen entsprechenden Preis zu

zahlen, ansprechen.

Für unser Einzugsgebiet Dortmund bieten sich die südlichen Stadtteile auf Grund der

Alters- und Einkommensstruktur besonders für die von uns ausgemachte Klientel an

(s. nachstehende Tabelle: Aplerbeck, Hörde, Hombruch).

Businessplan für seniomedia Textverarbeitung und Tabellenkalkulati on interessieren. Mit zunehmendem Alter, ungefähr ab 70 Jahren, besteht

Quelle:http://dev.statistik.dortmund.de/upload/binarydata_do4ud4cms/04/95/18/00/00/00/189504/Internet

version__Nummer_187.pdf

4.1.2 Kundennutzen/-bedürfnis

Aufgrund der immer älter werdenden Bevölkerung in Deutschland und der

zunehmenden Bedeutung der IT-Nutzung entsteht gerade bei Senioren mehr und

Businessplan für seniomedia

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mehr ein Bedürfnis sich mit einem Computer und der Nutzung des Internets und

seinen vielfältigen Möglichkeiten auseinanderzusetzen.

Die Kunden sind mit der raschen Entwicklung überfordert und wünschen sich ein

langsames Heranführen an den Umgang mit dem Computer ohne Hektik und Stress.

Unsere Zielgruppe kann durch unsere Schulungen am modernen, multimedialen

Leben teilhaben und muss nicht länger das Gefühl haben, von immer neuen

Entwicklungen überrollt zu werden und einen Anschluss daran zu verlieren.

Unsere Serviceleistung, die Kunden beim PC-Kauf zu begleiten, soll ihnen den

Einstieg in die PC-Nutzung erleichtern und so von vornherein dafür sorgen, dass sie

technisch gut ausgestattet sind und sich nicht überfordert fühlen (s. Kap. 2

Produktidee).

Außerdem möchten unsere Kunden die digitalen Vereinfachungen oder

Erleichterungen durch das Internet, wie die Informationsbeschaffung, Online-

Banking, Online-Shopping etc. nutzen. Im Interesse der Zielgruppe liegen zudem die

gängigen Programme der Textverarbeitung und Tabellenkalkulation (vgl. hierzu

Abschnitt 4.1.1 Zielgruppe) und die Foto- bzw. Bildbearbeitung (s. Anhang,

Auswertung der Umfrage).

Auch interessant sind Portale, die der Partnersuche oder sozialen Vernetzung

dienen, denn häufig ist es gerade im Alter schwierig Kontakte zu halten oder zu

finden und damit kann der Vereinsamung vorgebeugt werden. Diese Möglichkeiten

liegen allerdings bei unserer Zielgruppe nicht im Fokus, weswegen wir hier noch eine

Marktlücke sehen und wir gerne den Senioren auch das sogenannte Chatten oder

die digitale Verzeichniskultur näher bringen wollen.

Problemfälle bei der privaten PC-Nutzung lösen wir für unsere Kunden durch

unseren Kundenservice.

4.1.3 Kundenbindung

Unsere Schulungen sollen in einem möglichst angenehmen, schönen Umfeld

stattfinden, bei denen sich unsere Kunden wohlfühlen und Spaß am Umgang mit

dem Computer bekommen.

Businessplan für seniomedia

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Unser Rundum-Service soll sich von denen der Konkurrenz abheben und damit den

Grundstein für die Zufriedenheit der Kunden legen. Bei uns wird eine gemütliche

Atmosphäre herrschen, die zum Verweilen einlädt und bei der die Kunden noch die

Gelegenheit nutzen können im Internet zu surfen, sich gegenseitig auszutauschen

und in unserem kleinen Cafe Kontakte zu pflegen. Auch außerhalb der Kurse können

die Kunden zu uns kommen und dort im Internet surfen und unsere Räumlichkeiten

als eine Art Treffpunkt nutzen. Dadurch endet die Geschäftsbindung nicht direkt nach

Abschluss des Kurses und die Wahrscheinlichkeit, dass weitere Kurse bei uns

gebucht werden, steigt.

Grundsätzlich sind unsere Kurse aufeinander abgestimmt und bauen aufeinander

auf. So ist es sehr naheliegend, dass ein zufriedener Grundkursteilnehmer einen

Aufbaukurs besuchen wird. Sobald genügend Fachwissen vorhanden ist, kann der

Kunde spezifische Kurse besuchen, die sich zum Beispiel mit dem Internet

auseinandersetzen.

Unseren Kunden bieten wir nach Abschluss eines Kurses die Möglichkeit Kritik oder

Anregungen etc. in Form eines Feedback-Bogens an uns zu richten. Entsprechend

würden wir unser Angebot modifizieren.

Unsere mobilen Kurse, die wir in Altenheimen oder Kirchengemeinden geben

möchten, dienen dazu unseren Bekanntheitsgrad zu steigern und so durch

Empfehlungen der Kursteilnehmer neue Kunden zu gewinnen.

4.2 Markt

  • 4.2.1 Marktgröße und Eintrittsbarrieren

Da wir unsere Schulungen im Stadtgebiet von Dortmund anbieten, liegt unser

Einzugsgebiet potentieller Kunden vor allem innerhalb dieser Stadtgrenze. In

Dortmund leben derzeit etwa 152.400 Einwohner in einem Alter von über 60 Jahren 5 .

Dies entspricht einem Anteil an der Stadtbevölkerung von über 26%. Aufgrund der

demografischen Entwicklung wächst diese Altersgruppe jedes Jahr um weitere 1.800

Einwohner (187.600 Einwohner über 60 im Jahr 2030). Die Marktgröße wird durch

diesen Effekt somit stetig positiv beeinflusst. Weiter besitzen über 77,7% 6 der

  • 5 http://ww.it.nrw.de

  • 6 http://www.it.nrw.de/statistik/r/daten/eckdaten/r314

Businessplan für seniomedia

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Haushalte in Dortmund einen PC und davon zugleich 68,2% einen Internetanschluss.

Im Jahre 2005 lag der Anteil der Haushalte mit PC bei 66%, der mit Internetzugang

noch bei unter 50%. Aus dieser Entwicklung schließen wir auf einen erhöhten Bedarf

der Senioren ihre PC- und Internetkenntnisse unter fachkundiger Anleitung zu

erweitern. Da unsere Schulungskapazität zu Beginn bei 520 Kunden pro Jahr liegt,

wollen wir in jedem Jahr einen Kundenanteil von mindestens 0,35 % an der

Bevölkerungsgruppe gewinnen. Im dritten Jahr unserer Geschäftstätigkeit planen wir

unser Schulungsangebot auf vier Kurse pro Tag zu erhöhen. Dann soll ein Anteil von

0,67 % der Dortmunder Senioren zu unseren Kunden zählen, um eine Vollauslastung

zu erreichen.

Grundsätzlich bestehen keine Markteintrittsbarrieren für unsere Geschäftsidee, da es

keine besondere oder erschwerende rechtliche Voraussetzung für die Aufnahme

einer Schulungstätigkeit gibt. Aus diesem Umstand muss natürlich auf die intensive

Wettbewerbssituation in diesem Geschäftsfeld hingewiesen werden. Analysen und

Beurteilungen der Wettbewerber finden sich im Kapitel 5 Wettbewerbsanalyse.

4.2.2 Marktwachstum

Durch die Verlagerung von immer mehr Tätigkeitsfeldern (Banking, Kauf,

Unterhaltung, Freizeit) in das Internet und seiner immer größer werdenden

Verbreitung im Alltagsleben, entsteht ein wachsender Informationsbedarf für den

Umgang mit diesem Medium. Gerade Senioren haben das Bedürfnis dieser

Entwicklung nicht außen vor zu stehen. Zusammen mit der bereits erwähnten

Vergrößerung der Kundengruppe durch die demographische Entwicklung, werden

daraus Wachstumsmöglichkeiten auf dem Markt entstehen. An diesen wollen wir

durch geeignete Kapazitätserweiterungen in Dortmund oder durch die Eröffnung

einer neuen Niederlassung in der Region partizipieren. Zudem können zukünftig

durch den Verkauf von zusätzlicher Computer Hard- und Software an unsere Kunden

weitere Umsätze generiert werden.

5 Wettbewerbsanalyse

Die Konkurrenz für einen Computerkursanbieter in Dortmund ist groß. Allerdings

findet hier selten eine Differenzierung der Kurse für Senioren statt. Unternehmen, die

gezielt Computerkurse für Senioren geben, sind im Allgemeinen öffentliche

Businessplan für seniomedia

Businessplan für seniomedia

Institutionen oder Vereine, wie die Volkshochschule Dortmund oder die

Altenakademie Dortmund, die neben Computerkursen auch noch andere

Möglichkeiten der Weiterbildung anbieten.

Die Hauptkonkurrenz von seniomedia stellt die studentische Jobvermittlung Jobruf

dar, da sie von der Organisation sehr ähnlich aufgebaut ist und die Kurse ebenfalls

von Studenten gegeben werden (mehr dazu in Kap. 5.1).

Die Kombination der Computerkurse mit einem Café als Treffpunkt, oder allgemeiner

einer Begegnungsstätte, wird bereits in der Altenakademie Dortmund praktiziert.

  • 5.1 Jobruf Dortmund

Es handelt sich bei Jobruf (www.jobruf.de) um eine digitale Nebenjobvermittlung für

Studenten, die sowohl in Dortmund, aber auch in zwölf anderen Städten und somit

bundesweit vertreten ist. Die Studentenvermittlung hat ihren Sitz in Köln und stellt

handelsrechtlich eine GmbH dar. Jobruf bietet Studenten die Möglichkeit neben

ihrem Studium durch einen Nebenjob Geld zu verdienen. Zur Auswahl stehen für die

Studenten mehrere Nebenjobs, unter anderen auch die Computerkurse. Von den

Studenten, die die Kurse geben möchten, wird fachliches und qualifiziertes Wissen

im Umgang mit dem Computer verlangt, welches durch ein „internes

Bewertungssystem“ kontrolliert wird.

Es werden folgende Kurse angeboten: Computer-Unterricht für Anfänger, Computer-

Training (Internet, Email), Unterricht in bestimmten Programmen (z.B.

Textverarbeitung, Tabellenkalkulation), Unterricht für Spezialsoftware oder bestimmte

Programmiersprachen, Installation von Hardware und Software und Einzelunterricht.

Explizit werden keine Kurse für Senioren angeboten, jedoch wird die individuelle

Ausrichtungsmöglichkeit der Kurse, gerade natürlich der Einzelkurse betont. Es kann

also bei ausreichender Nachfrage ein reiner Seniorenkurs eingerichtet werden.

Die Preise liegen hier bei 20- 25 € für 90 Minuten Unterricht zuzüglich einer

einmaligen Vermittlungsgebühr von 49 €. Durchschnittlich kostet der Service also

16,67 € pro Stunde. Die Vermittlungsgebühr für die Kontaktherstellung zwischen

Kunde und Student macht hier den Gewinn von Jobruf aus. Ist der Kontakt einmal

hergestellt, so benötigt der Kunde die Vermittlung nicht mehr und wird sich bei Bedarf

direkt an den Studenten wenden. Die relativ hohe Gebühr wird so nur einmalig

Businessplan für seniomedia

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verlangt, da eine dauerhafte Bindung an die Vermittlung unwahrscheinlich ist.

Dadurch wird jedoch die Bindung zur Fachkraft unkomplizierter und direkter. 7

Im Vergleich zu seniomedia ist zunächst ein signifikanter Unterschied in der direkten

Zielgruppe festzustellen. Wir wenden uns gezielt an Senioren, während bei Jobruf

keine Altersbegrenzungen aufgezeigt werden. Der Zugang unserer Zielgruppe zu

dem Angebot von Jobruf ist begrenzt, da die Vermittlung online abläuft und dort

bereits Computerfähigkeiten nötig sind. Des Weiteren gibt es keine Angaben zur

Lokalität und der genauen Kurszeit für Kursteilnehmer, sondern eine eher

unkonventionelle Terminierung nach Bedarf.

  • 5.2 Altenakademie Dortmund, Forum für Bildung und Begegnung

Die Akademie ist eine gemeinnützige Gesellschaft und stellt somit einen

eingetragenen Verein dar. Es wird hier ein vielfältiges Kursprogramm für Menschen

ab 50 Jahren angeboten. Dabei werden neben den Weiterbildungskursen, wozu

auch die Computerkurse zählen, Gesprächskreise, Exkursionen und Reisen

angeboten. Für Mitglieder der Akademie gibt es jeweils Rabatte auf die Belegung

von sämtlichen Aktivitäten.

Das Computerkursangebot reicht vom Grundkurs Teil 1 und 2 über den Explorer

Dateiorganisations-Kurs bis zu speziellen Kursen für Word, Excel, Bildbearbeitung

mit Photoshop und Internet/E-Mail-Kurse. Hier gibt es meistens zwei aufeinander

aufbauende Kurse und einen Auffrischungskurs, der das Niveau von dem zweiten

Kurs voraussetzt. Des Weiteren werden unterschiedliche Tageskurse für Word oder

Bildbearbeitung mit Photoshop angeboten. Ergänzend dazu gibt es auch eine

Arbeitsgemeinschaft, in der man Erlerntes wiederholen oder mit weiterführenden

Aufgabenstellungen vertiefen kann.

Der Preis für einen Grundkurs, der 12,5 Std. dauert, beträgt 105 €, wobei Mitglieder

einen vergünstigten Preis von 94,50 € zu zahlen haben. Durchschnittlich kostet also

eine Stunde Unterricht 8,40 € und für Mitglieder 7,56 €. 8

  • 7 http://www.jobruf.de/dortmund/computerunterricht/?gclid=CPnkseXIt54CFRGRZgodFP_lw

  • 8 http://www.altenakademie.de/download/programmheft.pdf

Businessplan für seniomedia

Businessplan für seniomedia

Im Vergleich mit seniomedia zeigt sich, dass wir die gleiche Zielgruppe ansprechen

wollen, wobei bei uns der Seniorenbegriff enger gefasst wird und wir uns auf eine

Ansprache der ab 60-jährigen spezialisieren wollen. Das Angebot der Altenakademie

ist zwar vielfältig, jedoch wenig individuell. So gibt es keinen Einzelunterricht und die

Kurse haben einen sehr festen Zeitplan, was bedeutet, dass viele Kurse nur einmal

im Jahr angeboten werden. Hinzu kommt, dass viele Serviceleistungen wegfallen,

wie beispielsweise unser Angebot des mobilen Unterrichts bei den Kunden zu Hause

oder im Altenheim. Die Altenakademie stellt zwar eine Begegnungsstätte dar,

allerdings ist die Atmosphäre eher schulisch und es gibt keine Möglichkeit zum

Internetsurfen.

Der Altenakademie Dortmund sehr ähnlich sind die gemeinnützigen Vereine:

Kulturzentrum Balou e.V. mit Computerkursen, aber auch gezielt Senioren-

Computer-Kursen für durchschnittlich 7,04 € pro Std. 9

WIR - Weiterbildungs-Institut Ruhr, Verein zur Förderung interkulturellen

Zusammenlebens e.V. bietet Computerkurse nur nach Vereinbarung an und diese

können aber auch ausschließlich mit Senioren durchgeführt werden. Durchschnittlich

kostet hier eine Std. Unterricht 5,83 €. 10

ComputerClub Dortmund e.V. hat zwei Niederlassungen in Dortmund. Es werden

Senioren-Kurse neben EDV-Weiterbildungskursen und Kids-Kursen angeboten. Die

Senioren-Kurse sind dabei auf die Vormittage beschränkt. Das Kursangebot ist

jedoch sehr weitreichend. So werden auch Kurse für Power Point oder Skype

angeboten. Die Bindung der Kunden wird allerdings nicht durch ein entsprechenden

Treffpunkt gefördert. Eine Stunde Unterricht kostet durchschnittlich 7,08 €. 11

  • 5.3 Volkshochschule (VHS) Dortmund

Die VHS stellt eine öffentliche Institution der Stadt Dortmund dar mit einem

weitreichenden Bildungsangebot von Grundlagen der Mathematik über

EDV/Informationstechnik bis hin zur Dozentenfortbildung für die Bürger.

Die VHS bietet neben allgemeinen Computerkursen auch spezielle Kurse für

Senioren an. Hier gibt es einen Einstiegskurs, aufeinander aufbauende Basiswissen-

9 http://www.baloudortmund.de/

  • 10 http://www.wirdo.de/

  • 11 http://www.ccdo.de

Businessplan für seniomedia

Businessplan für seniomedia

Kurse und Kurse für das Internet, die digitale Fotografie, Adobe Photoshop mit und

ohne Vorkenntnisse, Notebook Kaufberatung, Betriebssystem und das Notebook.

Hinzu kommen Kurse, die nur für Frauen bzw. Seniorinnen angeboten werden. Zur

Auswahl stehen den Seniorinnen hier Kurse für Anfängerrinnen, Word-Grundlagen,

Internet oder Excel-Grundlagen.

Preislich liegt die VHS in der unteren Hälfte der Computerkursanbieter. Für eine

Stunde der Dienstleistung werden zwischen 6,13 € – 6,53 € verlangt. 12

Im Vergleich zu seniomedia kann die Betreuung der einzelnen Kunden nicht derart

individuell und behutsam ablaufen. Die Atmosphäre ist auch hier eher schulisch und

unpersönlich. Es bauen sich nur schlecht Kontakte auf, da es keinen Treffpunkt

innerhalb der VHS gibt.

  • 5.4 LernBar als privater Computerkursanbieter

In Dortmund gibt es den Anbieter LernBar, der ein spezielles Angebot für Senioren

ab 50 Jahren hat.

Es werden sowohl Grundlagenkurse, als auch Kurse für das Internet, Excel, Bilder,

Fotobuch, für das Drucken/Scannen und für den Umgang mit einem USB - Stick und

einer externen Festplatte angeboten. Neben einem zusätzlichen PC-Training, um das

Erlernte zu wiederholen, Wissenslücken zu füllen, im Internet zu surfen, gibt es auch

Apple-Kurse. Das Angebot wird abgerundet durch einen Kundendienst, der sich um

den Internetanschluss, W-Lan und Computereinstellungen kümmert. Neben

Computern ist dieser Service auch für andere technische Geräte bestellbar.

Eine individuelle Betreuung wird in Einzelkursen sichergestellt, die auch vor Ort beim

Kunden abgehalten werden können.

Für den Einzelunterricht zahlt der Kunde 31 €/Std. und eine Anfahrtspauschale von

15 €. Durchschnittlich liegt der Preis für eine Stunde Gruppenunterricht bei 7,87 €. 13

Im Vergleich zu unserem Angebot gibt es hier einen Wettbewerbsvorteil, da

LernBar neben PC-Kursen auch Apple-Kurse anbietet. Die aktuelle Situation zeigt,

dass Apple steigende Absatzzahlen in Deutschland verzeichnet. Deswegen wäre für

  • 12 http://vhs.domap.de/webbasys/index.php?urlparameter=kathaupt%253A1%253Bkatid%3A96%3Bkatvaterid

%3A3%3Bkatname%3AEDV+f%FCr+Senioren%3B

  • 13 http://www.lernbarnrw.de/

Businessplan für seniomedia

Businessplan für seniomedia

seniomedia eine mögliche Angebotserweiterung, die eine Investition in Form von

mindestens 10 Apple-Computern mit sich bringen würde, in den nächsten Jahren

denkbar. Trotzdem bleibt jedoch festzuhalten, dass Senioren zurückhaltend beim

Apple-Kauf sind und deswegen ein sofortiges Apple-Kursangebot sich für

seniomedia nicht rentieren würde. Unser Vorteil gegenüber LernBar ist unser Café

als Treffpunkt für Senioren und unsere besonders angenehme Lernatmosphäre, die

dort in dieser Form nicht geboten wird.

  • 5.5 Preisübersicht der Wettbewerber

Zusammenfassende

Übersicht

der

durchschnittlichen

Preise

für

eine

Stunde

Computerunterricht:

Jobruf Dortmund

16,67 € pro Stunde zzgl. einer einmaligen Vermittlungsgebühr von 49 €

Altenakademie Dortmund

 

8,40 € und für Mitglieder 7,56 €

 

Kulturzentrum Balou e. V.

 

7,04 €

WIR E.V.

5,83 €.

ComputerClub Dortmund e.V.

 

7,08 €

Volkshochschule (VHS) Dortmund

 

zwischen 6,13 €– 6,53 €

 

LernBar

7,87 €; Einzelunterricht beim Kunden kostet 31 €/Std. zzgl. 15 € Anfahrtspauschale

  • 5.6 Fazit über die Wettbewerbssituation

Abschließend muss man ganz klar sagen, dass die Konkurrenz in Dortmund für

Computerkursanbieter bereits groß ist und man deswegen ganz gezielt auf die

Abgrenzung zu anderen Anbietern achten und diese hervorheben muss.

Wie wir gesehen haben, ist dies aber durchaus möglich, da kein anderer Anbieter mit

einem so vielfältigen Angebot, wie dem von seniomedia, Senioren anspricht. Unsere

Unternehmung legt zusätzlich neben den Computerkursen großen Wert auf die ganz

individuelle Betreuung durch unseren Service und unsere Leistungen, die unter

unsere Rubrik „Mein PC“ fallen, und eine gemütliche Atmosphäre, in der sich die

Businessplan für seniomedia

Businessplan für seniomedia

Senioren wohlfühlen, gerne kommen und sich im Café auch über die reine

Unterrichtszeit hinaus aufhalten. Wir wollen daher auch weniger der preisgünstigste

Anbieter sein, sondern vielmehr den anspruchsvollen Kunden, der bereit ist den

angebotenen Service entsprechend zu honorieren, zufrieden stellen und uns so ganz

klar von anderen Anbietern abgrenzen.

6 Marketingstrategie

Die Marketingstrategie legt fest, auf welchem Weg wir die in unserem Marketingplan

gesetzten Ziele erreichen wollen. Dazu sind Maßnahmen in den so genannten „4P“

des Marketing notwendig: Product, Price, Place und Promotion.

Product
Product
Price
Price
Place
Place
Promotion
Promotion

Zu dem Bereich „Product“ haben wir bereits im Kapitel 2 Produktidee umfassend

dargelegt, welches Produkt wir anbieten wollen, haben gezeigt, welche

Kundenbedürfnisse wir damit befriedigen wollen, was an unserem Produkt innovativ

ist und was es einzigartig gegenüber der Konkurrenz macht. Nachdem die

Bedürfnisse verschiedener Kundensegmente genauer analysiert wurden, soll an

dieser Stelle nun erörtert werden, ob unser Produkt diesen Bedürfnissen tatsächlich

gerecht wird oder inwiefern es eventuell angepasst werden muss.

Im Rahmen unserer Umfrage konnten wir heraus finden, dass potenzielle Kunden

zwischen 60 und 70 Jahren, die zum Teil noch im Berufsleben stehen, gesteigertes

Interesse an der Vertiefung und Verbesserung ihrer bereits bestehenden

Computerkenntnisse haben und ihre Fähigkeiten speziell im Bereich MS Office

(Word, Excel, Powerpoint) ausbauen möchten. Personen über 70 Jahre, die nicht

mehr berufstätig sind, möchten hingegen den Umgang mit PC und Internet eher als

Businessplan für seniomedia

Businessplan für seniomedia

Freizeitgestaltung oder Hobby erlernen und sind an Bildbearbeitung, Email-

Kommunikation oder Online-Shopping interessiert. Vergleiche dazu den Abschnitt

4.1.1 Zielgruppe und die Auswertung der Umfrage im Anhang.

Aus Gründen der Wirtschaftlichkeit haben wir außerdem beschlossen die einzelnen

Kurse modular aufzubauen, so dass bei geringerer Auslastung Kurse

zusammengelegt werden können.

Für ein Startup-Unternehmen eignet sich in Bezug auf die Preissetzung eine

Abschöpfungs- oder Skimmingstrategie. Bei dieser Strategie soll von Anfang an ein

möglichst hoher Ertrag erzielt werden und dies wird durch einen anfangs hoch

angesetzten Preis realisiert, der später herab gesenkt werden kann. Doch wie ist ein

hoher Preis bei der Kundschaft zu rechtfertigen?

Der Umfang unserer Dienstleistung bietet dem Kunden mehr als den reinen Besuch

eines Computerkurses. Wir laden unsere Kunden ein, vor oder nach dem Kurs in

unserem angeschlossenen Internet-Café zu verweilen, das neu gelernte

anzuwenden, oder bei einer Tasse Kaffee und einem Stück Kuchen soziale Kontakte

zu knüpfen. Es soll ein Rahmenprogramm geschaffen werden, durch das die

Interessen unserer Zielgruppe angesprochen werden. Aus diesem Grund möchten

wir unser Produkt gegenüber der Konkurrenz als umfassender positionieren und

sehen deshalb einen höheren Preis als gerecht fertig (vgl. hierzu auch Abschnitt 5.6

Fazit der Wettbewerbssituation).

Eine Penetrationsstrategie, bei der der Markt in kurzer Zeit mit einem besonders

niedrigen Preis durchdrungen werden soll, der zu einem späteren Zeitpunkt

angehoben wird, halten wir, aufgrund höherer Anfangsinvestitionen um der höheren

Nachfrage gerecht zu werden, in unserem Fall für ungünstig.

Hierzu siehe auch folgende Grafik zur Preisstrategie:

Businessplan für seniomedia

Businessplan für seniomedia
Businessplan für seniomedia Quelle: http://www.manager ‐ magazin.de/it/gruender/0,2828,476542 ‐ 2,00.html Der Begriff „Place“ meint die Distribution unseres

Quelle: http://www.managermagazin.de/it/gruender/0,2828,4765422,00.html

Der Begriff „Place“ meint die Distribution unseres Produktes. Da es sich bei unserem

Produkt um eine Dienstleistung handelt, bei der das Produkt „am Ort der Produktion“

verkauft wird, ist ein Plan zur Distribution des Produkts überflüssig.

Unter den Bereich „Promotion“ fallen alle Marketingmaßnahmen, die mit der

Kommunikation und somit mit der Bekanntmachung unseres Produktes zu tun

haben. Verschiedene Kommunikationswege stehen uns nun zur Auswahl: Wählen

wir die klassische Werbung über Zeitungen, Zeitschriften, Plakate, Radio und

Fernsehen? Wollen wir unsere Kunden über Direktmarketing erreichen? Oder

betreiben wir Public Relations, um uns und unser Produkt bekannt zu machen? Wir

haben uns für eine Kombination dieser Maßnahmen entschieden. Da es sich bei

unserem Produkt um eine Dienstleistung handelt, die Kunden innerhalb Dortmunds

ansprechen soll, erscheint uns eine Anzeige in den Dortmunder Tageszeitungen als

viel versprechend. Eine Anzeige in Fachmagazinen oder Zeitschriften, die

überregional gelesen werden, oder gar ein Werbespot, der im Fernsehen

ausgestrahlt wird, verursacht hingegen ernorme Kosten und verfehlt das spezielle

Kundensegment, das wir ansprechen wollen.

Außerdem haben wir uns dafür entschieden, kostengünstig Plakate drucken zu

lassen, die in der Dortmunder Innenstadt aufgehängt werden sollen.

Des Weiteren ist im Bereich Direktmarketing geplant Handzettel / Flyer in der

Dortmunder Innenstadt persönlich und in den südlichen Stadtteilen per Postwurf zu

verteilen. Zu unserer Strategie gehört außerdem Handzettel auch in Friseursalons,

Businessplan für seniomedia

Businessplan für seniomedia

Arztpraxen, Seniorenheimen, Gemeindezentren und Kirchen auszulegen, um unsere

Zielgruppe auf möglichst vielen Wegen zu erreichen.

Um

Public Relations kostensparend einzusetzen, planen wir zu unserer

Geschäftseinweihungsfeier Vertreter der lokalen Tageszeitungen und des lokalen

Radiosenders einzuladen.

Den folgenden Tabellen sind die Kosten für die geplanten Marketingmaßnahmen zu

entnehmen: (Bei Werbung in Tageszeitungen sind die Kosten jeweils in Grund- und

Ortspreis unterteilt angegeben.)

Medium

 

Kosten

Tageszeitung (Ruhr Nachrichten, Do-Süd)

  • 1 Titelkopfanzeige, 1 sp./ 35 mm

216 € + 184 € = 400 € 14

Tageszeitung (Westfälische Rundschau, Do-Süd)

  • 1 Textteilanzeige, je 1 mm

4,72 + 4,01 = 8,73 € 15

Flyer (online bestellen)

5000 Stck, DIN A6, 4-farbig (inkl. Versand)

44,78 € 16

Plakate (online bestellen)

250 Stck, DIN A3, 4-farbig (inkl. Versand)

61,99 € 17

Das Marketing ist für ein Startup-Unternehmen essentiell: Nur wenn das

Unternehmen bekannt wird und potenzielle Kunden auf das Produkt aufmerksam

werden, kann Umsatz generiert werden. Wie dem Finanzplan zu entnehmen ist,

haben wir daher für die Anfangsphase (1. Quartal) ein höheres Marketingbudget von

8.000 € angesetzt. Dies entspricht einem monatlichen Budget von 2.667 € im ersten

Quartal. Nach Ablauf dieser Anfangsphase sollen laufend durchschnittlich 2000 € pro

Quartal (667 € pro Monat) für Marketing auf gewendet werden. Im letzten Quartal des

zweiten Geschäftsjahres sind 4000 € (1.333 € monatlich) eingeplant.

  • 14 http://www.ruhrnachrichten.de/storage/med/ruhrnachrichten/pdf/4442_Tarif_2010.pdf

  • 15 http://www.westseller.de/portal/root/img/pool/preislisten/preisliste2010_a5.pdf

  • 16 http://meindruckportal.de/Shop02/Main.aspx?p=flyer

  • 17 http://print24.com/de/

Businessplan für seniomedia

Businessplan für seniomedia

Die nachfolgende Tabelle zeigt einen beispielhaften monatlichen Medien-

Belegungsplan für das erste Quartal:

Medium

Anzahl

   

Ruhr Nachrichten

3 x

  • 1 Titelkopfanzeige, 1 sp./ 35 mm

3x 400 € = 1.200 €

Westfälische

3x

  • 1 Textteilanzeige, à 40 mm

3x 40x 8,73 € =

Rundschau

1.047,60 €

Flyer

1x

5000 Stck, DIN A6, 4-farbig (inkl. Versand)

44,78 €

Plakate

1x

250 Stck, DIN A3, 4-farbig (inkl. Versand)

61,99 €

Summe

2.354,37 €

Mit einer Summe von 2.354,37 € bleiben wir unterhalb des maximal verfügbaren monatlichen Budgets von 2.667 €.

Einen Layout-Entwurf für den Druck von Flyern und Plakaten im Internet finden Sie im Anhang!

Businessplan für seniomedia

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  • 7 Organisation und Management

Das Unternehmen wird durch uns vier Gründer in der Geschäftsführung

gleichberechtig geleitet. Dabei ist es von Vorteil, dass durch unsere heterogenen

Studien- und Berufskenntnisse die einzelnen Unternehmensbereiche, wie Marketing,

Personal, Finanzen, IT-Technik, Schulungsleitung, vorerst allein durch uns Gründer

besetzt werden können. Somit wird C.-V. F. für das Geschäftsfeld Finanzen

verantwortlich sein. J. A. H. wird den Bereich Marketing und bei weiterer Expansion

den Geschäftsbereich Personal übernehmen. C. M. wird als Schulungsleiterin für die

Erstellung der Schulungsunterlagen und für die Ablaufplanung der Schulungen

verantwortlich sein. Außerdem wird sie Ansprechpartnerin für unsere Kunden sein. T.

H. wird für den Einkauf sowie für den Aufbau und die Instandhaltung der IT–

Infrastruktur zuständig sein. Dadurch entstehen klar abgegrenzte Aufgabenbereiche,

die eine gleichberechtigte Teambildung unter den befreundeten Gründern entstehen

lassen. Da sich die Kenntnisse in den Geschäftsbereichen aber auch überschneiden,

werden sich die Gründer auch in den einzelnen Bereichen gegenseitig unterstützen

und für einander Aufgaben übernehmen können.

Geschäftsleitung Die Gründer Kundenmanagement/ Schulungsleiterin Marketing / Personal J.A.H. Finanzen C.‐V.F. Einkauf / IT T.H. C.M.
Geschäftsleitung
Die Gründer
Kundenmanagement/
Schulungsleiterin
Marketing / Personal
J.A.H.
Finanzen
C.‐V.F.
Einkauf / IT
T.H.
C.M.

Zur zusätzlichen Unterstützung werden uns befreundete Steuerberater und

Wirtschaftsprüfer und ein verwandter Anwalt unentgeltlich zur Beratung zur

Verfügung stehen. Für Beratung und Kauf der benötigten IT-Soft- und Hardware

steht uns darüberhinaus ein befreundetes IT-Systemhaus, die Tintrup Computer

GmbH, zur Seite.

Da in unserem Unternehmen die meisten Arbeitsstunden für die Schulungen und den

Betrieb des Cafébereichs anfallen, werden wir uns gerade in diesem Bereich die

Arbeit schichtweise teilen. Da wir als Studenten nur zwei Schulungen pro Tag halten,

Businessplan für seniomedia

Businessplan für seniomedia

müssen höchstens zwei der Gründer anwesend sein. Für eine etwaige spätere

Erweiterung unseres Schulungsangebotes werden wir frühzeitig versuchen

potentielle neue Mitarbeiter zu identifizieren.

8 Unternehmen

  • 8.1 Unternehmensform

Als Unternehmensform wählen wir die Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR).

Diese Form einer Gesellschaft ermöglicht uns eine schnelle und günstige Gründung.

Da keine Mindesteinlage benötigt wird, um eine GbR zu gründen, kann so

verfügbares Kapital direkt in unsere Geschäftstätigkeit fließen. Die GbR erleichtert

uns zudem die Arbeit in der Gründungsphase, da die bei anderen

Unternehmensformen üblichen bürokratischen Registrierungs- und

Bilanzierungspflichten entfallen. Dadurch, dass wir in einer GbR als Gesellschafter

mit unserem gesamten Privatvermögen

haften,

wollen

wir

unser

besonderes

Engagement für die seniomedia GbR bei unseren Kapitalgebern und

Geschäftspartnern unterstreichen.

Da wir, wie im Kapitel 7 Organisation und Management beschrieben, die

Geschäftsführung paritätisch ausüben, wer den wir uns auch zu gleichen Teilen als

Gesellschafter an der Unternehmung beteiligen und somit wird jeder Gesellschafter

auch in gleicher Höhe an der Gewinnverteilung teilhaben. Es erfordert von uns eine

besondere Betrachtung im Gesellschaftervertrag hinsichtlich des Ein- uns Austritts

von Gesellschaftern aus dem Unternehmen, damit auch in diesen Fällen die

Gleichstellung aller Gründer und ein Fortbestand der Gesellschaft gesichert bleibt.

  • 8.2 Unternehmensstandort

Als Unternehmensstandort wird die Stadt Dortmund gewählt. Da die Gründer seit

längerer Zeit in der Stadt leben und somit das städtische Umfeld und die Infrastruktur

genauer kennen, bietet sich die Stadt Dortmund besonders an. Als

Unternehmensstandtort wird ein Ladenlokal gemietet, welches alle nötigen

Geschäftsbereiche beinhaltet. Die Geschäftsbereiche unterteilen sich in den

Schulungsraum, ein Café mit angeschlossener Küche und ein kleines Büro. Eine

kleine Skizze der Geschäftsräume findet sich im Kapitel 2 Produktidee. Am Standort

selbst müssen genügend Parkplätze für unsere Kunden vorhanden sein. Da gerade

Senioren nicht unbedingt mit einem Auto fahren, wird eine breite Anbindung an den

Businessplan für seniomedia

Businessplan für seniomedia

ÖPNV angestrebt. Gerade die Stadtteile mit einer erhöhten Dichte von

konsumstarken und konsumfreudigen Senioren werden als Standort von uns

bevorzugt. Als gut für unser Angebot geeignete Standorte haben wir die Bezirke

Aplerbeck, Hörde und Hombruch in Dortmund ausgemacht (siehe hierzu auch die

Abbildung im Kap. 4.1.1 Zielgruppe). Als mögliche Standorte für eine weitere

Expansion unserer Geschäftstätigkeit konzentrieren wir uns auf angrenzende Städte

im Ruhrgebiet. Durch die Nähe können wir besser logistisch operieren, durch

Synergien eine bessere Auslastung unserer Kurse erzielen und den Vorteil der

Empfehlungen durch Kunden nutzen.

9 Risikoanalyse

Wir sehen unsere Vorteile im Wettbewerb in unserem Schulungsangebot, welches

wir vornehmlich an den Wüschen unserer Kunden ausrichten werden. Gerade einer

hohen Flexibilität in den Inhalten unserer Schulungen wird ein hohes Maß an

Aufmerksamkeit gewidmet. Durch fortlaufende durchgeführte Kundenbefragungen

und persönliche Gespräche, wollen wir Nähe zu unseren Kunden schaffen und weiter

ausbauen. Dazu dient uns auch unser kleines Café, wo wir unseren Kunden vor und

nach unseren Schulungen weitere Hilfe in spezifischen Fragen anbieten können.

Diese erworbenen Kenntnisse über die Probleme unserer Kunden werden wir dann

zeitnah in neue Schulungsinhalte einfließen lassen. Unser Café soll somit zur

besseren Bindung unserer Kunden zum Unternehmen führen und eine gelungene

Kommunikation zu unseren Mitarbeitern und zwischen den einzelnen Kunden

fördern. Unserer Unternehmung stehen andererseits natürlich eine Anzahl an Risiken

gegenüber denen wir aktiv, präventiv und kontinuierlich begegnen.

9.1 Risiken

Ein großes Augenmerk legen wir auf andere Marktteilnehmer in unserem

Geschäftsbereich. Wie im Kapitel 5 Wettbewerbsanalyse beschrieben, werden wir

uns mit einer großen Anzahl von Mitbewerbern auseinandersetzen müssen. Eine

stetige Analyse dieser Konkurrenzsituation wird uns helfen weitere Ideen zu

generieren und Nischen zu identifizieren, die eher unzureichend von anderen

Marktteilnehmern ausgefüllt werden. Dieses Vorgehen soll dazu führen, dass sich

unsere Geschäftsidee positiv und unverwechselbar für unsere Kunden abgrenzen

Businessplan für seniomedia

Businessplan für seniomedia

lässt und für unsere Kunden ein spürbarer Zugewinn durch unsere angestrebte

flexible und besonders kundennahe Dienstleistung erzielt wird.

Ein mögliches Risiko könnte auch darin bestehen, dass wir über einen kürzeren

Zeitraum nur einen unzureichenden Kundenstamm aufbauen können, um unsere

Kapazitäten auszuschöpfen. Da wir aber unsere Unternehmung während unseres

Studiums aufbauen und die Arbeit als Zugewinn zu unseren sonstigen Einkünften

sehen, können wir flexibel auf die Nachfrage reagieren und in der der Aufbauphase

Schulungskapazitäten einschränken. Zudem können wir bei zu niedriger Nachfrage

die Möglichkeit nutzen, mit Schnupperkursen und Rabatten zusätzliche Kunden auf

uns aufmerksam zu machen und uns somit transparent neuen Kunden gegenüber zu

zeigen. Erweiterte Marketingmaßnahmen, um einen größeren Kundenkreis zu

erreichen, werden frühzeitig geplant, so dass sie schnellstmöglich umgesetzt werden

können, um die Nachfrage positiv zu beeinflussen. Der modulare Aufbau unserer

einzelnen Schulungen soll dazu genutzt werden die einzelnen Kurse bei

differenzierten Themenwünschen unserer Kunden zusammenzuführen und besser

auszulasten.

Das Risiko einer zu großen Nachfrage und den damit verbundenem schnellen

Wachstumserfordernissen wird von Beginn an mit in die Planungen einbezogen. Für

diesen Fall wird der Suche nach neuen Investoren, Mitarbeitern und räumlichen

Expansionsmöglichkeiten in jeder der Gründungsphasen eine besondere Rolle

zugeschrieben. So werden wir sowohl im privaten Umfeld nach weiteren

interessierten Geldgebern suchen, als auch unsere Geschäftsidee externen

Investoren präsentieren, um mögliche Geldgeber frühzeitig zu akquirieren. Weiter

werden wir Stellenausschreibungen bei Arbeitsagenturen, Universitäten und

Jobbörsen einrichten und Bewerbungsgespräche führen, um somit eine Datei für

mögliche neue Mitarbeiter aufzubauen. Bei der Suche des Ladenlokals werden

mögliche Erweiterungen der Geschäftsfläche berücksichtigt.

Die Standortwahl birgt ein geringes Risiko, da wir vorab anstreben, dass uns unsere

Kunden durch vielfältige Mobilitätsalternativen wie Busse und Bahnen erreichen.

Zusätzlich fällt unsere Standortwahl in die Nähe unserer anvisierten Zielgruppe.

Trotzdem werden wir uns durch kürzere Mietvertragszeiten und kostengünstige

Standortinvestitionen einen kurzfristigen Standortwechsel ermöglichen.

Businessplan für seniomedia

Businessplan für seniomedia

Uns ist das Risiko bewusst, dass die Kunden unseren Marktpreis nicht akzeptieren

könnten. Diesem Risiko werden wir mit zeitnahem Controlling in kleinen

Zeitintervallen und fortlaufend Kostenreduzierungen in allen Geschäftsbereichen,

auch bei den Ausgaben für die Gründer selbst, begegnen, damit wir den Preis so

niedrig wie möglich gestalten und kurzfristig anpassen können. Eine erste

quantitative Analyse unserer Finanzen findet sich im folgenden Kapitel, wo wir

unseren Umsatz prognostizieren, eine Cashflow-Rechnung und eine

Einnahmenüberschussrechnung mit einer Erfolgsprognose detailliert anführen.

10 Finanzplan

Der Finanzplan der seniomedia GbR ist zunächst für die ersten fünf Jahre ausgelegt.

Aufgrund der Gesellschaftsform und den voraussichtlich nicht überschrittenen

Größenkriterien von einem Umsatz von 500.000 oder einem Gewinn von 50.000

besteht rechtlich keine Verpflichtung, eine Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

nach HGB zu erstellen. Deshalb werden die Gewinne/Verluste des Unternehmens

anhand einer Einnahmenüberschussrechnung ermittelt.

Bei den Umsatzerlösen wurde davon ausgegang en, dass die Auslastung der Kurse

anfangs bei 30 Prozent liegt und stetig ansteigt. Am Ende des zweiten Jahres liegt

die Kursbelegung bei 70 Prozent. In den ersten beiden Jahren werden die vier

Gesellschafter die seniomedia GbR neben ihrem Studium führen und zwei

Gruppenkurse pro Tag anbieten. In diesem Zeitraum verdienen sie jeweils 500 Euro

pro Monat. Ab dem dritten Jahr werden vier Gruppenkurse pro Tag abgehalten und

die Gehälter steigen auf zunächst 800 Euro und im vierten Jahr auf 1.000 Euro im

Monat. Die Kursauslastung wird aufgrund des vergrößerten Kursangebots im dritten

Jahr bei 50 Prozent liegen und bis auf 70 Prozent im fünften Jahr steigen. Die

Einnahmen aus den Einzelkursen, dem Kundenservice und dem Verkauf von Kaffee

und Kuchen steigen proportional zu den Einnahmen aus den Gruppenkursen an.

In den ersten fünf Jahren wird voraussichtlich kein weiteres Personal eingestellt, die

Kurse werden komplett von den Gesellschaftern gehalten. Bei der Gründung des

Unternehmens fallen zunächst einige Investitionen in PCs und andere

Betreibsausstattung an, diese belaufen sich auf etwa 15.300 Euro. Aufgrund der

kurzen Nutzungsdauer für PCs werden bereits im vierten und fünften Jahr weitere

Businessplan für seniomedia

Businessplan für seniomedia

Investitionen in Höhe von 10.000 Euro zu tätigen sein. Die Sachanlagen werden über

ihre jeweilige betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben.

Jeder Gesellschafter bringt 5.000 Euro mit in das Unternehmen ein, somit beläuft

sich das Eigenkapital auf 20.000 Euro. Zusätzlich wird ein Kredit in Höhe von 20.000

Euro bei Unternehmensgründung aufgenommen, um die Investitionen zu finanzieren

und die Verluste aus den ersten Geschäftsjahren auszugleichen. Dieser dient

außerdem als Liquiditätsreserve und soll die Zahlungsfähigkeit garantieren.

Beispielsweise hätte ein Kredit bei der KFW Bank hat eine effektive Verzinsung von

4,23 Prozent und eine Tilgungsrate von 1.250 Euro ab dem zweiten Jahr bei einer

Gesamtlaufzeit von 5 Jahren. 18

Bereits ab dem zweiten Geschäftsjahr werden voraussichtlich Gewinne in dem

Unternehmen eingefahren. Diese schnelle positive Entwicklung lässt sich durch die

relativ niedrigen Anfangsinvestitionen und die geringen monatlichen Fixkosten

erklären. Im fünften Jahr beträgt der Gewinn 68.431Euro, welcher an die

Gesellschafter ausgeschüttet wird. Es ist zu beachten, dass alle Beträge in der

Finanzplanung brutto ausgewiesen werden, da die genauen Zahlungsströme über

die Jahre schwer vorherzusagen sind. Im Laufe der Zeit werden sich die Ein- und

Auszahlungen aus Umsatz- und Vorsteuer ungefähr wieder ausgleichen. Gefahren

für die Liquiditätsplanung entstehen dadurch nicht. Unser Finanzmittelbestand wird

sich dauerhaft im positiven Bereich bewegen.

Erfolgsprognose

  • 18 www.kfw

formularsammlung.de/KonditionenanzeigerlNet/KonditionenAnzeiger?Bankengruppe=1590781856&Program

mgruppe=113774361&ProgrammNameNr=61

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10.1

Einnahmenüberschussrechnung

 

1. Jahr

     

2. Jahr

 
   

1. Q

2.Q

 

3. Q

4. Q

Summe

1. Q

2. Q

 

3. Q

 

4.

Q

Summe

   

5.670

6.615

 

7.088

7.560

26.933

9.450

10.395

 

11.340

13.230

44.415

Einnahmen Gruppenkurse Einnahmen Einzelkurse

 

360

420

 

450

480

1.710

600

660

 

720

 

840

2.820

Einnahmen Kundenservice

 

900

1.050

 

1.125

1.200

4.275

1.500

1.650

 

1.800

2.100

7.050

Einnahmen Kaffee/Kuchen

 

1.208

1.409

 

1.510

1.610

5.737

2.013

2.214

 

2.416

2.818

9.461

Einnahmen

 

8.138

9.494

10.172

10.850

38.655

13.563

14.919

 

16.276

18.988

63.746

Miete

 

2.400

2.400

 

2.400

2.400

9.600

2.400

2.400

 

2.400

2.400

9.600

Nebenkosten

 

750

750

 

750

750

3.000

750

750

 

750

 

750

3.000

Internet/Telefon

 

450

450

 

450

450

1.800

450

450

 

450

 

450

1.800

Gehälter

 

6.000

6.000

 

6.000

6.000

24.000

6.000

6.000

 

6.000

6.000

24.000

Marketing/Werbung

 

8.000

2.000

 

2.000

2.000

14.000

2.000

2.000

 

2.000

4.000

10.000

Kaffee/Kuchen

 

720

840

 

900

960

3.420

1.200

1.320

 

1.440

1.680

5.640

PKW

 

600

600

 

600

600

2.400

650

650

 

650

 

700

2.650

Raumaustattung

 

800

     

800

         

0

Renovierung

 

1.000

     

1.000

         

0

Gewerbeanmeldung

 

22

     

22

         

0

Versicherung

 

200

200

 

200

200

800

200

200

 

200

 

200

 

800

   

895

895

 

895

895

3.580

895

895

 

895

 

895

3.580

Abschreibungen Zinsen für laufenden Kredit

 

212

212

 

212

212

846

212

198

 

185

 

172

 

767

Ausgaben

22.049

14.347

14.407

14.467

65.268

14.757

14.863

 

14.970

17.247

61.837

Gewinn/Verlust

-13.911

-4.852

 

-4.234

-3.616

-26.613

-1.194

56

 

1.306

1.741

1.909

 
 

1. Jahr

 

2. Jahr

3. Jahr

 

4. Jahr

   

5.

Jahr

 
   

26.933

 

44.415

 

75.600

 

90.720

 

113.400

Einnahmen Gruppenkurse Einnahmen Einzelkurse

 

1.710

 

2.820

 

3.000

 

3.600

 

4.500

Einnahmen Kundenservice

 

4.275

 

7.050

 
  • 10.800 10.800

 

18.000

Einnahmen Kaffee/Kuchen

 

5.737

 

9.461

 
  • 11.895 14.274

 

17.843

Einnahmen

 

38.655

 

63.746

 

101.295

 

119.394

 

153.743

Miete

 

9.600

 
  • 9.600 9.600

9.600

   

9.600

Nebenkosten

 

3.000

 
  • 3.000 3.000

3.000

   

3.000

Internet/Telefon

 

1.800

 
  • 1.800 1.800

1.800

   

1.800

Gehälter

 

24.000

 

24.000

 

38.400

 

48.000

 

48.000

Marketing/Werbung

 

14.000

 

10.000

 
  • 6.000 6.000

 

6.000

Kaffee/Kuchen

 

3.420

 

5.640

 
  • 5.500 6.600

 

8.250

PKW

 

2.400

 

2.650

 
  • 3.600 4.200

 

4.800

Raumaustattung

 

800

 

0

     

Renovierung

 

500

       

Gewerbeanmeldung

 

22

       

Versicherung

 

800

 

800

 

800

 

800

 

800

   

3.580

 

3.580

 

3.580

 

1.930

 

2.930

Abschreibungen Zinsen für laufenden Kredit

 

846

 

767

 

555

 

344

 

132

Ausgaben

 

64.768

 

61.837

 
  • 72.835 85.312

82.273

 

Gewinn/Verlust

 

-26.113

 

1.909

 
  • 28.460 68.431

37.121

 

Businessplan für seniomedia

Businessplan für seniomedia

10.2

Cashflowrechnung

   

1. Jahr

     

2. Jahr

   
 

1. Q

2. Q

3. Q

4. Q

Summe

1. Q

2. Q

3. Q

4. Q

Summe

Umsatzerlöse

8.138

9494

10172

10850

38.654

13.563

14919

16276

18988

63.746

Miete

2.400

2.400

2.400

2.400

9.600

2.400

2.400

2.400

2.400

9.600

Nebenkosten

750

750

750

750

3.000

750

750

750

750

3.000

Internet/Telefon

450

450

450

450

1.800

450

450

450

450

1.800

Gehälter

6.000

6.000

6.000

6.000

24.000

6.000

6.000

6.000

6.000

24.000

Marketing/Werbung

8.000

2.000

2.000

2.000

14.000

2.000

2.000

2.000

4.000

10.000

Kaffee/Kuchen

720

840

900

960

3.420

1.200

1.320

1.440

1.680

5.640

PKW

600

600

600

600

2.400

650

650

650

700

2.650

Versicherung

200

200

200

200

800

200

200

200

200

800

Gewerbeanmeldung

22

     

22

         

operativer Cash Flow

-11.004

-3.746

-3.128

-2.510

-20.388

-87

1.149

2.386

2.808

6.256

Software

2.250

     

2.250

         

PCs

7.500

     

7.500

         

PC Zubehör

225

     

225

         

Beamer

300

     

300

         

Drucker

500

     

500

         

Kaffeemaschine

600

     

600

         

Kühlschrank

400

     

400

         

Betriebsausstattung

3.550

     

3.550

         

Cash Flow aus Investitionstätigkeit

-15.325

0

0

0

-15.325

0

0

0

0

0

Eigenkapital Einlage

20.000

     

20.000

         

Kreditaufnahme

20.000

     

20.000

         

Kreditrate

212

212

212

212

848

1.462

1.448

1.435

1.428

5.773

Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit

 
  • 39.788 -212

-212

 

-212

39.152

-1.462

-1.448

-1.435

-1.428

-5.773

Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestands

 
  • 13.459 -3.340

-3.958

 

-2.722

3.439

-1.549

-299

951

1.380

483

Finanzmittelbestand

0

13.459

 
  • 9.501 6.161

0

3.439

1.890

 
  • 1.591 3.439

2.542

 

am Anfang der Periode Finanzmittelbestand am Ende der Periode

13.459

9.501

 
  • 6.161 3.439

3.439

1.890

1.591

 
  • 2.542 3.922

3.922

 

Businessplan für seniomedia

Businessplan für seniomedia
 

1. Jahr

2. Jahr

3. Jahr

4. Jahr

5. Jahr

Umsatzerlöse

38.654

66.757

101.295

119.394

153.743

Miete

9.600

9.600

9.600

9.600

9.600

Nebenkosten

3.000

3.000

3.000

3.000

3.000

Internet/Telefon

1.800

1.800

1.800

1.800

1.800

Gehälter

24.000

24.000