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Sambia

Sambia Ländername: Sambia (Republic of Zambia) Klima: tropisch (Regenzeit von November bis April, von Mai bis

Ländername: Sambia (Republic of Zambia)

Klima: tropisch (Regenzeit von November bis April, von Mai bis August kühle und im September/Oktober heiße Trockenzeit)

Lage: auf zentralafrikanischem Plateau zwischen 8. und 18. Grad südlicher Breite und 12. und 34. Grad östlicher Länge; Hauptstadt Lusaka circa 1.300 Meter hoch gelegen

Größe des Landes: 752.614 Quadratkilometer

Hauptstadt: Lusaka (rund 2 Millionen Einwohner)

Bevölkerung: circa 13,1 Millionen Einwohner laut Zensus 2010 (Wachstumsrate 2,9 Prozent); rund 70 Bantu-Stämme, daneben kleine asiatische (30.000) und europäische (40.000) Minderheiten

Landessprache: Amtssprache: Englisch; daneben 7 offiziell anerkannte Stammessprachen:

Bemba (31 Prozent), Nyanja (16 Prozent), Lozi (9 Prozent), Tonga, Lunda, Kaonde, Luvale sowie 72 Dialekte

Religionen: Naturreligionen, Christen (rund 50 Prozent; davon 60 Prozent katholisch, 20 Prozent Protestanten, 20 Prozent Freikirchen), Muslime und Hindus

Nationaltag: 24. Oktober (Independence Day)

Unabhängigkeit: 24.10.1964

Regierungsform: Republik

Parlament: Zwei-Kammer-Parlament: National Assembly (150 gewählte und 8 vom Präsidenten ernannte Mitglieder); House of Chiefs, im November 2003 (wieder-)eröffnet

Parlamentspräsident: Dr. Patrick Matibini (The Honourable Mr. Speaker)

Staatsoberhaupt und Regierungschef: Michael Chilufya Sata, President of the Republic of Zambia; Amtsantritt: 23. September 2011, gewählt am 20. September 2011

Vizepräsident: Dr. Guy Scott, Vice-President, auch Justizminister; Amtsantritt: 14. Oktober 2011

Außenminister: Harry Kalaba, Minister of Foreign Affairs, Amtsantritt März 2014

Regierungspartei: Patriotic Front (PF)

Oppositionsparteien: Movement for Multi-Party Democracy (MMD), United Party for National Development (UPND), Forum for Democracy and Development (FDD), United National Independence Party (UNIP), Alliance for Development and Democracy (ADD)

Gewerkschaften: Zambia Congress of Trade Unions (ZCTU) mit 19 Mitgliedsgewerkschaften

Mitgliedschaft in internationalen Organisationen: Vereinte Nationen und Sonderorganisationen ECA (VN-Wirtschaftskommission für Afrika), FAO, ILO, IWF, UNDP, UNESCO, UNICEF, UNIDO, GATT/WTO, WHO, Weltbank, Commonwealth, AU, Konvention von Lomé, SADC (Entwicklungsgemeinschaft des Südlichen Afrika), COMESA (Gemeinsamer Markt für das Südliche und Östliche Afrika), CIPEC (Rat der Kupfer exportierenden Länder)

Wichtigste Medien:

Fernsehen:

(Privatsender)

Zambia

National

Broadcasting

Corporation

(ZNBC,

staatseigen),

MUVI

TV

Rundfunk: Radio 4 (Teil von ZNBC, staatseigen), Radio Phoenix, Radio QFM, Radio 5FM, Radio Yatsani, Radio Christian Voice (alle privat)

Presse: Zambia Daily Mail, Times of Zambia (beide staatseigen), Post (unabhängig), The Nation (unabhängig)

Bruttoinlandsprodukt (BIP): 21,8 Milliarden US-Dollar (Stand: Ende 2012)

Bruttoinlandsprodukt pro Kopf: 1550 US-Dollar (Stand: Ende 2012)

Wechselkurs: 1 EUR = 7,7 sambische Kwacha (März 2014)

Landesspezifische Sicherheitshinweise

Kriminalität Die Zahl gewalttätiger und bewaffneter Raubüberfälle, insbesondere bewaffneter Fahrzeugentführungen, nimmt zu. Überfälle können sich insbesondere in Lusaka, den Städten des Kupfergürtels, aber auch in Touristenzentren oder auf Überlandstrecken ereignen. Bevorzugtes Ziel von Fahrzeugentführungen sind Geländefahrzeuge der gehobenen Klasse, die vor Grundstückszufahrten auf Einlass warten. Es wird dringend empfohlen, mit dem Fahrzeug in Fahrtrichtung (parallel zur Straße) fluchtbereit zu warten. Leisten Sie bei Überfällen unter keinen Umständen Widerstand. Bei Autofahrten in Ballungsgebieten wird empfohlen, die Türen von innen verriegelt und die Fenster geschlossen zu halten. Taschen und Wertgegenstände sollten nicht sichtbar im Fahrzeug liegen.

Medizinische Hinweise

Impfschutz Bei der direkten Einreise aus Deutschland sind Pflichtimpfungen nicht vorgesehen.

Bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet (z.B. nördliche Nachbarländer) ist der Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung erforderlich.

Für den Westen des Landes wird eine Gelbfieberimpfung für alle Reisenden empfohlen. Obwohl Sambia von der WHO als ein Land eingeschätzt wird, in dem das Gelbfieberrisiko niedrig ist und nur in wenigen Regionen potentiell vorkommt, verlangt Südafrika bei der Einreise aus Sambia – auch für Durchreise im Flughafentransit – die Vorlage eines gültigen Gelbfieber-Impfzertifikats. Darüber hinaus werden oft auch Reisende aus Südafrika mit Ziel Sambia (z.B. Besuch der Viktoriafälle) kontrolliert, ob dieses Zertifikat vorliegt. Wird bei Kontrollen beim Flughafen- Check-in in Sambia der Impfschutz nicht nachgewiesen, können die Fluglinien ferner die (Rück- )Beförderung nach Südafrika verweigern.

Das Auswärtige Amt empfiehlt weiterhin, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise zu überprüfen und zu vervollständigen (siehe http://www.rki.de). Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie und Polio, ggf. auch gegen Pertussis, Mumps, Masern, Röteln (MMR) und Influenza.

Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Typhus, Meningokokken-Krankheit (ACWY) und Tollwut empfohlen.

Malaria

Es besteht ganzjährig (verstärkt von November – Juni) und im gesamten Land ein hohes Malariarisiko, insbesondere im Süden (Sambesi-Tal, Kariba-Becken, Victoria-Fälle, Luangwa-Tal). Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft, insbesondere die gefährliche Malaria tropica, bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet an den behandelnden Arzt notwendig. Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:

körperbedeckende (helle) Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),

in den Abendstunden und nachts Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,

ggf. unter einem Moskitonetz zu schlafen.

HIV/AIDS HIV/AIDS ist im Lande ein großes Problem und eine große Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen. Die gegenwärtige Prävalenz beläuft sich auf 15 bis 30% je nach Bevölkerungsgruppe und Region. Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Infektionsrisiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften, empfohlen.

Durchfallerkrankungen und Cholera Nach starken Regenfällen können gelegentlich Cholerainfektionen auftreten, besonders auch in den ärmeren Stadtvierteln der Hauptstadt Lusaka. Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und insbesondere Cholera vermeiden.

Einige Grundregeln: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen.

Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmittel gilt: Kochen, selbst Schälen oder Desinfizieren. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Toilettenbesuch und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht durchführen, Einmalhandtücher verwenden.

Weitere Infektionskrankheiten

Schistosomiasis (Bilharziose)

Die Gefahr der Übertragung von Schistosomiasis besteht beim Baden in Süßwassergewässern (z.B. Kariba-Stausee). Baden dort sollte daher grundsätzlich unterlassen werden.