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Die Besten unserer Stadt – Erfahrungen mit … Spenden

Serie zu den herausragenden Personen oder Organisationen in unserer Stadt.

Welche Spendenaktion soll man unterstützen – eine Aktion vor Ort oder eine Aktion in fernen Ländern? Wenn die Weihnachtszeit naht, wird man besinnlich, und wenn einem gut geht, dann überlegt man, ob man nicht eine Spende tätigen soll. In einer Gemeinschaft kann sogar eine schöne Summe herauskommen, etwa, wenn man beim Jubiläum eine Sammlung durchführen lässt und auf den Blumenstrauß verzichtet.

Doch wo soll gespendet werden, was ist sinnvoll? Das Angebot reicht von ideellen Ideen, etwa Wikipedia – hier findet im Oktober die jährliche Spendensammlung statt – über Tierhilfe zu Menschenhilfe in Drittländern, die zumeist von etablierten Organisationen geführt werden.

Eine Spende kann aber auch im Umfeld helfen, die „besten unserer Stadt“ sind Anbieter, welche oftmals eine Art Lebensmittelrestverwertung der Produkte von Bäckereien, Metzgereien - betreiben und für Logistik auf das Geld angewiesen sind, also regionale „Sattmacher“, die sich in Zeiten des Internets sehr stark vernetzt haben und eine wirkliche Hilfe für Bedürftige darstellen.

Ehrenamtlich helfen oft viele mit, und damit die „Besten unserer Stadt“ Erfahrungen und Geld bekommen, ist eine solche Hilfe unentbehrlich.

Rund 900 solcher regionalen Spendenwerke gibt es schon in deutschen Städten, die jeweils in einem Verbund organisiert werden. Sie unterstützen mehr 1,5 Millionen Menschen beim täglichen Kampf ums Überleben. Das Netzwerk hat eine weite Verbreitung gefunden, weil man nicht nur Spenden, sondern auch aktiv helfen kann. Der Beitritt in den Verein als aktives oder passives Mitglied ist jederzeit möglich, und somit zählen diese regionalen Tische zu „Die besten unserer Stadt“. Erfahrungen haben diese Tische inzwischen genug, um auch wirklich Obdachlose, Sozialhilfeempfänger und vor allem deren Kinder zu unterstützen, damit sie zunächst einen gefüllten Magen bekommen.

Denn noch immer ist die Soziale Not im direkten Umfeld am einfachsten und schnellsten zu lindern.

Nehmen wir an, dass die Effizienz der Spende abnimmt, je mehr man deren tatsächliche Nutzung aus den Augen verliert, und das sie ebenfalls abnimmt, um so weiter Produkte und Dienstleistungen transportiert werden müssen (Zoll, Benzinkosten, Fahrerkosten, evtl. weitere Gelder). Dass die Spenden vor Ort eingesetzt werden, ist ja oftmals nicht anzunehmen, da es keine Bevorratung an verschiedenen Gütern gibt.

Eine Effizienz von 1 wäre zum Beispiel, dass 100 % in Waren umgesetzt werden, die Bedürftigen zu Gute kommen (das schließt auch Lehrmittel und Lehrer, psychologische Dienste und ärztliche Dienste ein).

Die Annahme ist nun, dass diese Effizienz von 1 auf 0,5 absinkt, sobald die Spendensumme in Form von Waren oder Dienstleistungen auch nur die Stadt verlassen wird, und zwar bis zu dem Zeitpunkt, an welchem das Spendenaufkommen die gesamten Fahrtkosten übersteigt. Ab diesem Zeitpunkt wäre dann wieder der Faktor 1 vorhanden.

Wenn eine Spende bei den „Besten unserer Stadt“, den regionalen Sattmachern, getätigt wird, ist sie sofort und zu 100 % wirksam, ohne, dass weitere Abzüge entstehen, die umso höher sind, je weiter

die Spendenbereitschaft sich auf verschiedene Anbieter verteilt. Jeder für sich muss den Knick zur „Effizienz 1“, hervorgerufen durch Transport und sonstige Kosten, erst einmal überwinden.

Also, es ist abzuwägen, wie man helfen will. Das gesamte Geld kommt sicher in einer regionalen Hilfsgemeinschaft fast zu 100 % zum tragen; doch die Not in entfernten Gegenden ist oftmals größer, das ist unbestritten. Zudem ist auch die Ausrichtung – Mensch oder Tier oder Natur – wichtig, und es steht Niemandem anheim, hier eine Priorität zu erstellen.

Wichtig ist, dass gespendet wird.