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Kampf gegen Doping: Wie effektiv wirkt das Sportrecht?
Pressemitteilung von: Rechtsanwälte Wüterich Breucker PR Agentur: Kanzlei Wüterich Breucker
Am Kampf gegen Doping scheiden sich die Geister: Die einen halten den Kampf für "verloren" und beklagen die fehlende juristische Handhabe; andere - etwa der Stuttgarter Sportrechtler Marius Breucker - sehen das Anti-Doping-Recht erst am Anfang undnnAuch über die Zuständigkeit wird diskutiert: Die einen sehen im Anti-Doping-Kampf eine Kernaufgabe des Sports, die anderen rufen nach staatlichen Gesetzen. Für eine "komplementäre Ergänzung" plädiert Marius Breucker, der als Anwalt unter anderem die Welt -Anti-Doping Agentur vertritt: "Der Staat kann den Antidopingkampf des Sports unterstützen, ohne ihn zu ersetzen". Welche Mittel aber stehen dem Sportrecht überhaupt zur Verfügung? Sind die Satzungen und Anti-Doping-Ordnungen der Verbände letztlich stumpfe Schwerter? Oder sind sie doch am besten geeignet, den Antidopingkampf zu regeln und die Doper schnell und wirkungsvoll zu sanktionieren? Mit der Welt Anti-Doping Agentur wurde von Sportorganisationen und Staaten eine singuläre Organisation geschaffen, die mit dem Welt Anti-Doping Code Standards für alle internationalen und nationalen Sportverbände setzt. Für einen "im internationalen Rechtsverkehr fast schon sensationellen Erfolg" hält Marius Breucker diesen Code. Mit dem rechtlichen Rahmen allein ist aber noch nicht viel gewonnen: Die WADA-Vorgaben sind nur so gut, wie ihre Umsetzung in den  jeweiligen Verbänden und ihre rechtliche Verbindlichkeit gegenüber dem einzelnen Athleten. Und dann braucht es intelligente Tests mit Verfahren, die nicht nur effektiv, sondern auch rechtssicher sind. Nur dann ist es möglich, Dopingsünder nicht nur zu ertappen, sondern auch gerichtsfest zu sanktionieren. An der Effektivität dieser Maßnahmen entscheidet sich, ob der Sport dauerhaft glaubwürdig die Werte von Fairness und Chancengleichheit vertreten kann. Zugleich wird der Sport seine ohnehin eingeschränkte Autonomie gegenüber staatlichen Institutionen auf diesem Gebiet nur behaupten können, wenn er nachhaltige Erfolge vorweisen kann. Das Sportrecht kann sich dabei auf einheitliche Regelwerke und eine internationale Schiedsgerichtsbarkeit stützen. Vergleichbare Instrumente stehen staatlichen Institutionen - jedenfalls bislang - nicht zur Verfügung. Auch die Ausgestaltung des Beweisrechts ist im Sportrecht flexibler möglich als etwa im staatlichen Strafrecht. "Zugleich muss der Sport darauf achten, rechtsstaatliche Standards zu wahren", sagt Rechtsanwalt Marius Breucker, der seit Jahren im Kampf gegen Doping engagiert ist. "Andernfalls stellen wir die Legitimation des Anti-Doping-Kampfes in Frage". Dr. Marius Breucker ist Rechtsanwalt und Partner der Kanzlei Wüterich Breucker, Arbeitsgemeinschafts-Ausbilder für Rechtsreferendare und Prüfer im Zweiten juristischen Staatsexamen. Seine Schwerpunkte liegen im Wirtschaftsrecht, Zivilprozessrecht, Arbeitsrecht und
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