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Resümee zum Afghanistan –

Aktionstag am 28.11.2009
Folgende Aktionen/Veranstaltungen haben stattgefunden

DIE LINKE OV München Ost:


20.11. Aktionswoche gegen den Afghanistan-Krieg mit Infostand in München
21.11. Aktionswoche gegen den Afghanistan-Krieg mit Infostand in München
28.11. Aktionswoche gegen den Afghanistan-Krieg mit Infostand in München

DIE LINKE KV Ansbach/Weißenburg-Gunzenhausen:


21.11. Unterstützung der Friedensbewegung bei der Abstimmungsaktion in Ansbach
28.11. Unterstützung der Friedensbewegung bei der Abstimmungsaktion in Ansbach
28.11. Flashmobaktionen gegen den Afghanistankrieg in Weißenburg

DIE LINKE KV Kulmbach:


23.11. Abstimmungsaktion in Kulmbach
24.11. Abstimmungsaktion in Kulmbach

DIE LINKE KV Kaufbeuren-Ostallgäu:


28.11. Infostand „Raus aus Afghanistan“ in Kaufbeuren
19.12. Friedensfackelzug und Kundgebung zur Verlängerung des Afghanistan-
Mandats & anschließender Diskussionsabend „Allgäu aktiv“

DIE LINKE KV Dachau:


28.11. Afghanistanaktion in Dachau
28.11. Afghanistanaktion in Karlsfeld

DIE LINKE KV Hochfranken:


27.11. Versammlung zum Thema "Raus aus Afghanistan"
28.11. Infostand „Raus aus Afghanistan“ mit Abstimmungsaktion in Hof

DIE LINKE KV Region Ingolstadt:


24.11. LINKSTREFF zum Thema "Raus aus Afghanistan"
25.11. LINKER Stammtisch zum Thema "Raus aus Afghanistan"
28.11. Infostand „Raus aus Afghanistan“ mit Abstimmungsaktion in Neuburg an der
Donau
28.11. Infostand „Raus aus Afghanistan“ mit Abstimmungsaktion in Eichstätt
28.11. Infostand „Raus aus Afghanistan“ mit Abstimmungsaktion in Ingolstadt
28.11. Infostand „Raus aus Afghanistan“ mit Abstimmungsaktion in Pfaffenhofen

DIE LINKE KV Kronach/Lichtenfels:


28.11.2009 Flyeraktion zu den Themen "Bundeswehr raus aus Afghanistan" &
"HARTZ IV muss weg"

DIE LINKE KV Erlangen-Höchstadt:


28.11. Infostand „Raus aus Afghanistan“ mit Abstimmungsaktion in Erlangen

DIE LINKE KV Coburg:


28.11. Infostand „Raus aus Afghanistan“ mit Abstimmungsaktion in Coburg

DIE LINKE KV Passau:


28.11. Infostand „Raus aus Afghanistan“ mit Abstimmungsaktion in Passau
DIE LINKE KV Augsburg:
29.11. Friedensmatinee mit Inge Höger (MdB/DIE LINKE) in Augsburg

DIE LINKE KV Regensburg:


28.11. Infostand „Raus aus Afghanistan“ mit Abstimmungsaktion in Regensburg

SDS.DIE LINKE Passau:


28.11. Infostand „Raus aus Afghanistan“
16.12. Lesung “Ernstfall Angriffskrieg - Frieden schaffen mit aller Gewalt?”
mit Autor Jürgen Rose
Impressionen des Aktionstages
Presseberichte über den Aktionstag
Fragebogen an Kreisverbände

Um ein realistisches Bild aus den Kreis- und Ortsverbänden zu bekommen, haben
sich die Organisatoren entschlossen einen Fragebogen an die Basis zu verschicken.
Es antworteten lediglich zwei Gliederungen. Die Antworten haben wir versucht
nachfolgend in unserer Analyse zu berücksichtigen. Hier noch einmal der
Fragebogen:

1. Wie habt Ihr vom Aktionstag erfahren?

Kreisvorsitzendentagung in Ingolstadt
Emailverteiler
Brief an die Kreisverbände
_______________________________

2. Wie habt ihr den Aktionstag unterstützt? Welche Aktionsformen habt ihr gewählt?

3. Wie war die Resonanz auf eure Aktivitäten seitens der Bevölkerung? Wie war die
Resonanz der örtlichen Presse?

4. Wie war das Interesse am geplanten Aktionstag in eurem Kreisverband?

5. Was hat euch am Leitfaden besonders gefallen? Was hat euch im Leitfaden
gefehlt? Inwiefern habt ihr Verbesserungswünsche an den Landesverband, die
Organisation und wo hättet ihr euch mehr Hilfestellung gewünscht?

6. Habt ihr Interesse, einen bayernweiten Aktionstag zu wiederholen? Für welches


Thema würdet ihr euch dabei interessieren?

Kritik und Selbstkritik der Organisatoren – Afghanistan in Zukunft


Der Aktionstag zur Mandatsverlängerung des Afghanistaneinsatzes der Bundeswehr
ist nach Ansicht der beiden verantwortlichen Landesvorstandsmitglieder auf großes
Interesse bei den bayerischen Kreisverbänden gestoßen. Zur Vorstellung des
Aktionstages wurde das Kreisvorsitzendentreffen am 14. November 2009 in
Ingolstadt genutzt. Es hat sich dabei als richtig und wichtig erwiesen einen Leitfaden
verfasst und diesen als Unterstützung den Kreisverbänden zur Verfügung gestellt zu
haben. Auch die bei der Tagung zur Verfügung gestellten Informationsmaterialien
wurden alle mitgenommen und es gab vereinzelte Nachfragen nach weiteren
Infomaterialien zum Afghanistaneinsatz. Ein eigenes bayerisches Flugblatt zum
Aktionstag konnte aufgrund der kurzen Vorlaufzeit nicht mehr fertig gestellt werden.

Das Kreisvorsitzendentreffen und der E-Mail – Verteiler haben sich als beste
Plattform für die Bekanntmachung unseres gemeinsamen bayerischen Aktionstages
gezeigt. Über den Wert des Briefs an die Kreisverbände können wir nur spekulieren,
würden dies aber auch für die Zukunft wieder nutzen. Unser bayerisches
Diskussionsforum im Internet unter http://www.linkspartei-bayern.de/forum wurde
überhaupt nicht benutzt. Sehr wohl kann es allerdings als Archiv für diese und
kommende Aktionen benutzt werden, da dort der Leitfaden, Aktionsideen und die
Termine online gestellt wurden.

Die Teilnahme der Kreisverbände zeigte sich trotz der Kurzfristigkeit der Planung und
Bekanntmachung des Leitfadens sehr positiv. So haben unseres Wissens 14
Kreisverbände am Aktionstag teilgenommen und dabei 29 Aktivitäten organisiert.
Nach gewagter Schätzung rechneten die Organisatoren mit höchstens 10 Aktionen in
10 Kreisverbänden. Bei den Aktivitäten handelte es sich überwiegend um Infostände.
Die Materialien für die Aktion der Friedensbewegung (www.afghanistandemo.de)
wurden gut angenommen und genutzt. Als Kritik wurde geäußert, dass den an der
Abstimmungsaktion teilnehmenden Kreisverbänden nicht klar war, wo die Ergebnisse
hinzumelden waren. Die Referenten für Abendveranstaltungen oder Kundgebungen
wurden nur zu einer Veranstaltung angenommen, wobei die Planung größerer
Veranstaltungen meist zeitlich nicht mehr möglich war und wohl um die Adventszeit
auch nicht gewünscht wurde. Trotzdem erscheint es den Organisatoren wichtig,
mittelfristig einen ReferentInnenpool aufzubauen. Hier sollten längerfristig auch
Kapazitäten innerhalb unseres eigenen Mitgliederbestandes im Landesverband
geschult werden. Auch sollte die Aufforderung an die Basis gehen, sich beim
Landesvorstand zu melden, wenn in bestimmten Themenbereichen bereits Experten
unter unseren bayerischen Mitgliedern vorhanden sind und diese sich für
Veranstaltungen zur Verfügung stellen.

Wünschenswert wäre aus Sicht der Organisatoren ein Kampagnenabschluss der


Aktivitäten rund um den Krieg in Afghanistan mit einer großen und sichtbaren
Parteibasis auf der Demonstration zur NATO – Sicherheitskonferenz am 6. Februar
2010 in München. Deshalb die Bitte der Organisatoren an die Kreisverbände eine
Beteiligung an der Sicherheitskonferenz in Betracht und Erwägung zu ziehen. Der
Kreisverband München würde sich sicherlich über eine sichtbare Unterstützung
freuen.

Von der Presseresonanz der regionalen Presse in unseren Kreisverbänden auf


unsere Aktionen haben wir leider wenig erfahren. Daher vermuten wir, dass wohl
überwiegend der Weg in die Presse über eine Mitteilung nicht stattfand oder
Kontakte zur Presse nicht optimal genutzt wurden. Sicherlich spielt hierbei auch der
Boykott gewisser Regionalzeitungen eine Rolle. Der Landesverband auf der anderen
Seite hat den Weg zur Presse komplett verpasst. Bei einem solchen bayernweiten
Aktionstag müsste viel mehr Presse organisiert und neben Pressemitteilungen auch
Pressegespräche geführt werden. Hier müssen in Zukunft klare Konsequenzen
gezogen und die Kommunikation im Landesvorstand verbessert werden damit in
Zukunft möglichst effizient und demokratisch Pressearbeit geleistet werden kann. Um
die theoretische und praktische Pressearbeit vor Ort zu erlernen, verbessern und zu
perfektionieren schlagen die Organisatoren vor, auf einem der nächsten
Kreisvorsitzendentagungen Workshops zu verschiedenen Teilaspekten der örtlichen
praktischen Arbeit anzubieten. Dazu gehören neben der bereits erwähnten
Pressearbeit auch die Schulungen für die Mitgliederdatenbeauftragten, verbunden
mit der Entwicklung von Mitgliedergewinnaktionen. Hier wird es sicherlich im
Landesvorstand die nötigen Diskussionen und Beschlüsse geben.
Krieg oder Frieden? Wie weiter in der Afghanistanfrage?

Der Krieg in Afghanistan wird uns noch einige Zeit begleiten. Dies haben wir schon
mehrmals zur Sprache gebracht. Gerade nach der Bombardierung bei Kundus und
dem Tod von vielen Zivilpersonen wächst die Ablehnung in unserer Bevölkerung
noch weiter. Unsere Partei sollte deshalb in den Landkreisen, Städten und
Gemeinden kommunale und überparteiliche „Raus aus Afghanistan - Bündnisse“
(Name des Bündnisses individuell vor Ort zu bestimmen) initiieren. Solche Bündnisse
entstanden zuletzt auch in Bayern im Vorfeld des letzten Irakkrieges im Jahr 2003
und waren Teil der weltweiten Antikriegsstimmung. Hier müssen wir wieder
hinkommen. Bei der Bündnisgründung ist auf eine ausgewogene Beteiligung
möglichst vieler Parteien und Einzelpersonen zu achten. Auch im Vorstand oder im
SprecherInnenrat von solchen Bündnissen muss sich unsere Partei dabei inhaltlich
klar Position beziehend äußern. Dabei darf allerdings nicht das Gefühl der Dominanz
unserer Partei bei diesem Thema über die anderen Gruppierungen und
Einzelpersonen entstehen. Unsere Partei muss also begleitend und nicht
beherrschend eingreifen. Die Bevölkerung und vor allem Zivilpersonen sollen bei
diesen regionalen Bündnissen zu Wort kommen und Initiative ergreifen können. Die
Organisatoren beantragen deshalb im nächsten Landesvorstand einen
Empfehlungsbeschluss zu verabschieden mit dem die bayerischen Gliederungen zu
Initiierung von regionalen „Raus aus Afghanistan“ – Bündnissen aufgefordert werden.
Kurzfristig könnte man dadurch auf die Stimmung in der Bevölkerung eingehen,
mittelfristig weitere regionale Antikriegsaktionen entwickeln/durchführen und
längerfristig sogar die Grundlage für eine dauerhafte Friedensarbeit vor Ort legen.

Nächster Aktionstag!?

Aus den Antworten der beiden Gliederungen geht hervor, dass der Landesverband
einen Aktionstag zum Thema Atomausstieg durchführen sollte. Hier geht noch einmal
der Wunsch der Organisatoren an die Gliederungen, bei ihren nächsten
Mitgliederversammlungen darüber zu beratschlagen, welches Thema es sein sollte.
Spätestens bei der Landesvorstandssitzung im Februar sollte sich der
Landesvorstand mit einem eventuell nächsten Aktionstag beschäftigen. Wir warten
also gespannt auf eure Wünsche und verbleiben

Mit sozialistischen Grüßen,

Erkan Dinar & Ramona Tax


Landesvorstandsmitglieder DIE LINKE Bayern