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Interview: Orkan Kuyas – Der Facebook-Trader S. 86

Interview: Orkan Kuyas – Der Facebook-Trader S . 8 6 2013 worldoftrading Highlights Alle einen auf
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Arbitrage-Handel S. 54
Hören Sie endlich auf, sich selbst im Weg zu stehen
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So besiegen Sie Ihre Angst im Trading S. 8
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Kursversorgung Breites und unabhängiges Wertpapierangebot Das Angebot gilt für Privatpersonen, die in den letzten 12
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Das Angebot gilt für Privatpersonen, die in den letzten 12 Monaten kein Depot bei der DAB Bank hatten. Ausgenommen von diesem Angebot sind professionelle Finanzdienst- leister und von diesen betreute Depots. Gültigkeit und Laufzeit: Das Angebot ist gültig bis 31.12.2013. Es gilt ab dem Tag der Depoteröffnung und endet nach 6 vollen Kalen- dermonaten. Als Tag der Depoteröffnung gilt der Tag, an dem die Eröffnungsunterlagen korrekt ausgefüllt und vollständig bei der DAB Bank vorliegen und die Legitimation des Kunden erfolgt ist. *Es gilt für alle Aufträge in Aktien über den Handelsplatz DAB Best Price sowie Optionsscheine, Zertifikate und Aktienanleihen der DAB Star Partner Derivate (Stand 09/2013: BNP Paribas, Commerzbank, HypoVereinsbank, Lang & Schwarz, und Vontobel) im DAB Sekundenhandel. Das Angebot gilt immer für die aktuell gültigen DAB Star Partner Derivate. Kosten: DAB Best Price: Das Grundentgelt im außerbörslichen Handel über den Handelsplatz DAB Best Price beträgt pauschal 2,95 Euro, statt 4,95 bis 29,95 Euro. Hinzu kommen ggf. 0,60 Euro beim Kauf von Namensaktien für die Eintragung ins Aktionärsregister. Aufträge über den Handelsplatz DAB Best Price werden von Lang & Schwarz ausgeführt. Zusätzliches Entgelt für nicht online erteilte Aufträge: 10 Euro. DAB Star Partner Derivate: Das Grundentgelt im außerbörslichen Handel über die Handelsplätze der DAB Star Partner Derivate beträgt pauschal 2,95 Euro, statt 4,95 Euro. SFDs zzgl. 6 Euro Handelsplatzentgelt. Zusätzliches Entgelt für nicht online erteilte Aufträge: 10 Euro. Für andere Handelsplätze und Produkte gelten die Entgelte laut aktuellem Preis- und Leistungsverzeichnis.

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EDITORIAL

www.traders-mag.com 10.2013

EDITORIAL www.traders-mag.com 10.2013 2011 2012 2013 Lothar Albert Chefredakteur und Herausgeber 11 Jahre

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2011 2012 2013
2011
2012
2013

EDITORIAL www.traders-mag.com 10.2013 2011 2012 2013 Lothar Albert Chefredakteur und Herausgeber 11 Jahre

Lothar Albert

Chefredakteur und Herausgeber

11 Jahre Seitwärtstrend

» Jeder Trend muss früher oder später einmal zu Ende gehen. Und dabei meine ich nicht nur die langen Hausse- oder Baisse-Phasen am Aktienmarkt, sondern auch Seitwärtsphasen. Letztere haben meist eine deutlich kürzere Lebensdauer. Erinnern Sie sich noch an das Jahr 2004, als der DAX rund neun Monate lang konsolidierte? Oder an das Jahr 2010, wo es ebenso lange per Saldo kaum von der Stelle ging? In beiden Fällen löste sich die Seitwärtsphase durch einen Ausbruch nach oben auf. Seitwärtsphasen, die länger als ein Jahr anhalten, sind dagegen eine echte Rarität. Worauf ich damit hinaus möchte? Nun ja, es geht um einen ganz besonderen Seit- wärtstrend, den wir schon seit Jahren beobachten. Aalglatter Seitwärtsverlauf. Kein Zucken nach oben oder unten. Eine echte Rarität. Ich spreche vom Preis des TRADERS´ Magazins. Seit elf Jahren läuft dieser „Chart“ jetzt seitwärts. Stabil über alle Marktphasen hinweg, egal ob Hausse, Baisse, Euphorie oder Panik. Und Sie als treue Leser haben unsere „TRADERS´ Aktie“ gehalten, worüber ich mich sehr freue. Natür- lich haben Sie währenddessen prächtige „Dividenden“ erhalten – und das sogar monatlich –, in Form von Trading-Wissen, Strategie-Ideen und tollen Interviews mit Profi-Tradern. Es ist nichts Neues, dass der Markt langfristig immer nach oben geht – das hat uns die Geschichte gelehrt. Ebenso steigt langfristig das Preisniveau. Alles wird teurer, von wenigen Ausnahmen wie beispielsweise Technikprodukten abgesehen. In den letzten Monaten und Jahren haben wir unser Magazin immer weiter ver- bessert. Regelmäßig erscheinen jetzt zusätzlich zum Magazin Sonderbeilagen zu bestimmten Spezialthemen, die wir für Sie recherchiert haben. Auch beim Layout haben wir über die Jahre deutlich zugelegt. All das hat nun dazu geführt, dass der „Magazin-Kurs“ nach oben ausgebrochen ist. Aus 5 Euro wurden 5,80 Euro. Zuletzt noch ein Angebot: Nach unserer Preiserhöhung haben Sie nun noch bis zum 31.12.2013 Zeit, ein Abo zum alten Preis abzuschließen. Ab Januar gilt dann auch hierfür die Preiserhöhung. So etwas gibt es an der Börse nicht – billiger kaufen, wenn der Kurs bereits gestiegen ist. Ich hoffe, Sie können aus dieser „Marktanomalie“ einen Gewinn-Trade machen. «

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Die hierin enthaltenen Produktinformationen stellen keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf der darin besprochenen Wertpapiere seitens der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG dar und können eine individuelle Anlageberatung durch die Hausbank nicht ersetzen. Die Bezeichnung DAX ® ist eine eingetragene Marke der Deutsche Börse AG („der Lizenzgeber“). Dieses Finanzinstrument wird von der Deutsche Börse AG nicht gesponsert, gefördert, verkauft oder auf eine andere Art und Weise unterstützt. Der Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen werden zur kostenlosen Ausgabe bei der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, Derivatives Public Distribution, Königsallee 21/23, 40212 Düsseldorf, bereitgehalten und sind unter www.hsbc-zertifikate.de einsehbar und/oder in elektronischer Form abrufbar. Stand: 16.09.2013.

INHALT

www.traders-mag.com 10.2013

8
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INHALTSVERZEICHNIS Oktober 2013

COVERSTORY

8 So besiegen Sie die Angst im Trading Viele Trader kennen das Gefühl: Eigentlich wissen sie genau, dass sie sich nicht von ihren Gefühlen beherrschen lassen sollen, doch in der Hitze des Gefechts ist dieser Grundsatz schnell vergessen. Plötzlich ist das ganze Wissen über Trading und Psychologie weg und man handelt nur noch aus der Furcht heraus. Rande Howell kennt das Problem und zeigt uns, wie wir die immer gleichen Verhaltensmuster umgehen und die Angst besiegen können. Trader lernen, wie sie mit Disziplin und Geduld ihr Trading verbessern.

INSIGHTS

16

TRADERS´ Talk Wir sprechen mit Dominic Schorle von WH SelfInvest unter anderem über den Handel mit CFDs und wie wichtig guter Kundenservice ist.

18

Die Wahrheit über High Frequency Trading – Teil 5 Chris Stucchio erläutert, welche Vor- und Nachteile eine Abschaffung der Subpenny-Regel mit sich bringen würde.

22

Trading mit Saisonalitäten In dieser Ausgabe stellen wir Ihnen eine Long-Idee für zwei US-Aktien vor.

24

World of Trading 2013 Vom 14. bis 16. November findet die WoT im Forum der Messe Frankfurt statt. Hier finden Sie erste Informationen zum diesjährigen Programm.

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So können Sie Ihr Risiko noch besser kontrollieren Thomas Hoffmann zeigt, wie Sie mithilfe von binären Optionen Ihr Risiko-Management verbessern können.

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News In unserer Rubrik „News“ finden Sie aktuelle Meldungen rund um das Thema Börse und Trading.

TOOLS

40

Neue Produkte Neues aus der Welt der Technik

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44

Softwaretest Aktien-Screener im Vergleich

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Appreview OT Seasonal von CIT Dates

Aktuelle Seminar- und Webinartermine finden Sie auf www.traders-mag.com oder über diesen QR-Code.

Sie auf www.traders-mag.com oder über diesen QR-Code. STRATEGIEN 5 4 Traden ohne Risiko? Markus Heitkötter

STRATEGIEN

54

Traden ohne Risiko? Markus Heitkötter demonstriert den Arbitrage-Handel anhand einer typischen Situation zwischen einem Trading-Schüler und seinem Lehrer.

58

Die Handelsstrategie „Modell 118“ Stephan Arnold erklärt das sogenannte „Modell 118“ (M118), mit dem Sie den Markt besser verstehen und antizipieren können.

64

Dividenden-Aristokraten – die heimlichen Outperformer Thomas Bopp stellt die sogenannten „Dividenden-Aristokraten“ vor, mit denen Sie auch in schlechteren Zeiten eine Durchschnittsrendite von mehr als 13 Prozent im Jahr erzielen können.

BASICS

70

Risiko- und Money-Management im Trading – Teil 2 In Teil 2 erklärt Jens Klatt, was ein gutes Risiko- und Money-Management beinhaltet und welche Tücken man als Trader umgehen sollte.

74

Fibonacci – weit mehr als nur Zahlentheorie – Teil 12 Diesmal stellt Christian Kämmerer die 5-0-Formation und die sich daraus ableitende Hai-Formation vor.

78

Die Psychologie des Tradings – Teil 3 Im dritten und letzten Teil seiner Serie befasst sich Norman Welz mit der Frage, wie erfolgreiches Trading schneller erlernt werden kann.

82

Trading-Tagebuch Diesmal zeigt Faik Giese einen Long Trade in NUS.

84

Schritt für Schritt zum Trader – Teil 8 CMC Markets erklärt, wie man einen Demo-Trade platziert.

PEOPLE

86 Orkan Kuyas – Der Facebook-Trader Orkan Kuyas wird manchmal als „Dieter Bohlen des Tradings“ bezeichnet, denn er handelt (fast) alles und gibt überall gern seinen Senf dazu. Doch damit hat er Erfolg und sich mittlerweile als Facebook-Trader ein kleines Imperium mit 5500 Mitgliedern geschaffen.

Doch damit hat er Erfolg und sich mittlerweile als Facebook-Trader ein kleines Imperium mit 5500 Mitgliedern

INHALT

IMPRESSUM

Anschrift:

TRADERS´ media GmbH

Barbarastraße 31 a, 97074 Würzburg

Tel.:

+49 (0) 9 31/4 52 26-0 +49 (0) 9 31/4 52 26-13

Fax:

E-Mail: info@traders-mag.com

Abonnentenservice:

www.traders-mag.com; abo@traders-mag.com Tel.: +49 (0) 9 31/4 52 26-15, Fax: +49 (0) 9 31/4 52 26-13

Chefredakteur und Herausgeber: Lothar Albert

Redaktion:

Corinne Endrich, Marko Gränitz, Lena Hirnickel, Sandra Kahle, Stefan Rauch, Katja Reinhardt, Tina Wagemann, Christine Weißenberger, Nadine Wiget

Beiträge:

Stephan Arnold, Thomas Bopp, Markus Heitkötter, Thomas Hoffmann, Rande Howell, Christian Kämmerer, Jens Klatt, David Pieper, Chris Stucchio, Norman Welz

Lektorat: Heike Steinfort

Druck: westermann druck GmbH Georg-Westermann-Allee 66, 38104 Braunschweig

Bilder:

© Brad Pict, flyingcowboy, jokatoons, kebox, Marco2811, peshkova, Sergey Nivens, Stefan Schurr, styleuneed, synto, vetal1983 /Fotolia.com

Kursdaten: www.bis.de, www.bsb-software.de, www.captimizer.de, www.esignal.com, www.metaquotes.net, www.tradesignalonline.com

Erscheinungsweise: monatlich, 12-mal jährlich

Bezugspreise: 5,80 Euro, 12 Monate: 54 Euro jeweils inkl. Porto und MwSt.; Ausland (Europa) zzgl. 1,50 Euro pro Heft

ISSN: 1612-9415

Bezugsbedingungen:

Abonnements können mit einer Frist von 4 Wochen zum Ende des Bezugszeitraumes gekündigt werden. Maßgeb- lich ist der Tag des Eingangs beim Verlag. Nicht gekündigte Abonnements verlängern sich jeweils um ein Jahr.

Bankverbindung TRADERS´ media GmbH Sparkasse Mainfranken BLZ 790 500 00, Kto.-Nr. 44 008 555

Risikohinweis: Alle Informationen beruhen auf Quellen, die wir für glaubwürdig halten. Trotz sorgfäl- tiger Bearbeitung können wir für die Richtigkeit der Angaben keinerlei Gewähr übernehmen. Zudem müssen wir darauf hinweisen, dass Wertpapiergeschäfte ein hohes Risiko beinhalten. Ein Totalverlust ist niemals auszuschließen. Sie sollten nur mit Kapital spekulieren, dessen Verlust Sie auch verkraften können. Der Nachdruck (auch auszugsweise) ist nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlages beziehungsweise des Herausgebers erlaubt.

COVERSTORY

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So besiegen Sie Ihre Angst im Trading

Hören Sie endlich auf, sich selbst im Weg zu stehen

Selbst nach vielen Jahren stellen viele Trader fest, dass ihr Verstand im Eifer des Gefechts immer noch von Angst geprägt ist. Plötzlich ist das gesamte Trading-Wissen durch diese Angst wie weggeblasen – und zwar genau dann, wenn der Trader es am dringendsten braucht, um handfeste Entscheidungen treffen zu können. Entspre- chend wechselhaft sind die Ergebnisse, unabhängig davon, wie sehr das Handelssystem verbessert oder angepasst wurde, um eine externe Disziplin zu schaffen. Am Ende kommen Trader zu dem unangenehmen Schluss, dass das Problem nicht in ihrer Methodik, ihrem System oder den Märkten liegt, sondern zwischen ihren Ohren. Es kommt vor allem auf die Art und Weise an, wie sie mit ihren Ängsten umgehen – oder eben nicht. In unserer Coverstory erläutert Rande Howell (www.tradersstateofmind.com), wie Trader mit der Unsicherheit und Angst im Trading fertig werden können.

» Lassen Sie sich von Ihrer Angst lähmen?

Wir lesen immer wieder von erfahrenen Tradern, bei de- nen es den Anschein hat, als ob sie schon mit den rich- tigen Eigenschaften auf die Welt gekommen sind. Diese alten Hasen traden absolut nüchtern mit einer so stren- gen Disziplin, dass sie all ihre Gefühle außen vor lassen können. Wer in seinen Lehrjahren von den Eigenschaften

Rande Howell Der Diplom-Pädagoge Rande Howell hilft Tradern zu einer geistigen Verfassung, die Spitzenleistungen
Rande Howell
Der Diplom-Pädagoge Rande Howell hilft Tradern zu
einer geistigen Verfassung, die Spitzenleistungen
ermöglicht. Er ist sowohl lizenzierter Therapeut
als auch Performance-Coach sowie Autor von vier
Büchern, u.a. von „Mindful Trading: Mastering Your
Emotions and the Inner Game of Trading“. Außer-
dem tritt Howell international als Redner auf.
www.tradersstateofmind.com

erfolgreicher Trader liest, versucht oft, deren emotiona- ler Disziplin und mentaler Verfassung nachzueifern. Ge- nau wie die Protagonistin Dorothy im „Zauberer von Oz“ schlagen sie ihre Hacken zusammen und fantasieren sich wie von Zauberhand in den Besitz der „richtigen“ emoti- onalen und mentalen Eigenschaften hinein. Egal wie viel Mühe sie sich auch geben, an der emo- tionalen Achterbahnfahrt, die sie beim Traden erleben, können sie nach wie vor nichts ändern. Der Fehler, den Trader in ihren Anfangsjahren begehen, ist der, dass sie sich mit jenen wenigen Menschen vergleichen, die schon mit einer genetischen und emotionalen Veranlagung ge- boren wurden, die sie fürs Traden prädestiniert. Und ob- wohl ein solcher Menschentyp so selten ist, nehmen sich viele Nachwuchs-Trader diese scheinbar „serienmäßi- gen“ Jahrhundert-Trader zum Vorbild für ihre eigene Tra- ding-Psychologie. Das Problem ist jedoch, dass diese so

COVERSTORY

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Komponenten einer Emotion

Was ist eine Emotion? Es ist die Reaktion auf jegliche Stö- rungen des Status Quo, die im Körper/Gehirn/Geist ausge- löst wird. Die einzelnen Komponenten einer Emotion, wie zum Bei- spiel Angst, sind:

1. Erregung – der Körper kommt auf Touren

2. Gefühl – subjektives Erleben der Emotion. Das Denken wird dabei in Mitleidenschaft gezogen

3. Motivation – was Sie dem Gefühl zufolge tun sollen (vermeiden, angreifen, schrittweise annähern)

4. Sinn (Annahme, die in Ihrem Gehirn fest verankert wird)

5. Veranlagung – Genetik

angreifen, schrittweise annähern) 4. Sinn (Annahme, die in Ihrem Gehirn fest verankert wird) 5. Veranlagung –

Eigenschaften gezielt zu reproduzieren. Bei Menschen ist diese Art von Gentechnik allerdings nicht möglich, trotz- dem kann man zur Leistungssteigerung eine bestimmte Selektion vornehmen. Obwohl Menschen weitaus kom- plexer sind, haben die Russen und Chinesen die Aus- prägung bestimmter Merkmale genutzt, um sportlich vielversprechende junge Menschen in Bahnen zu len- ken, mit denen sich diese einen großen Vorteil verschaf- fen. Da wie bereits erwähnt nur weniger Trader bei der Erbgut-Lotterie das große Los gezogen haben, muss die Mehrheit lernen, eine eigene Trading-Psychologie zu ent- wickeln. Andernfalls versagen sie auch weiterhin genau dann, wenn es darauf ankommt.

Angeborenes vs. erlerntes Verhalten – Will man Angst besiegen, muss man Biologie verstehen

Wie viel man auch darüber liest, wie der Verstand aus- sehen sollte, um erfolgreich zu traden – es wird nur wenig darüber gesprochen, wie ein Trader sich die- ses emotionale und mentale Rüstzeug und die entspre- chende Einstellung aneignen kann. Nur weil Sie von der Natur nicht mit den richtigen Anlagen für seinen Tra- ding-Geist ausgestattet wurden, bedeutet das nicht, dass Sie nicht an Ihrer Psychologie arbeiten können, um am Ende die erforderliche mentale Verfassung zu haben, mit der Sie Ihre Methodik erfolgreich umsetzen und als Trader nachhaltig profitabel sein können. Auch bei Top-Performern in anderen Bereichen ist es nicht das Mehr an Talent – auf einem hohen Niveau haben alle Talent – und auch nicht das größere Fachwissen, was die Spreu vom Weizen trennt. Es ist vielmehr die Fähigkeit, sei-

ne Emotionen so im Griff zu haben (emotionale Intelligenz), dass man im entscheidenden Moment sein Talent und Wissen einsetzen kann, um damit Höchstleistungen zu er- zielen. Die Top-Performer müssen sich ihren Ängsten direkt stellen und sie beherrschen, anstatt sie zu ignorieren. Das Gleiche gilt für Tra- der – sogar in noch höherem Maße. Bei der Entwicklung einer ent- sprechenden Mentalität spielt das erlernte Verhalten eine weit größe- re Rolle als das angeborene. Die Na- tur mag das Potenzial liefern, aber es ist die einzelne Person selbst, die dieses Potenzial so entwickeln muss, dass daraus echtes Talent wird. Das

seltene Trader-Spezies mit einer ganz anderen emotio- nalen und mentalen Veranlagung als die überwältigende Mehrheit der Neueinsteiger ausgestattet ist. Die Realität sieht so aus, dass die besten Händler ihr Lehrgeld gezahlt und gelernt haben, mit ihren Emotionen – allen voran der Angst – bei ihrer Arbeit zu leben, anstatt sie zu unterdrü- cken. Das funktioniert zwar nicht, klingt aber so, als ob man damit gut beraten ist. Im Einzelfall können Personen mit einem bestimm- ten Erbgut ausgestattet sein, das sich unter den richti- gen Bedingungen so manifestiert, dass sie dadurch in bestimmten Bereichen einen Vorteil haben. In extremer Weise kann man diese Art von Gentechnik auch bei der Hundezucht erleben, bei der es darum geht, bestimmte

B1) Die Muster, den Sie mit ins Trading bringen

Auslösung von Unsicherheit und Risiko

ins Trading bringen Auslösung von Unsicherheit und Risiko Selbstbegrenzende Überzeugungen: psychologische

Selbstbegrenzende Überzeugungen:

psychologische Organisation des Selbst

Ansatz: Kreation

Ansatz: Kreation Vemeiden: (rennen, Angriff:

Vemeiden:

Ansatz: Kreation Vemeiden: (rennen, Angriff:

(rennen,

Ansatz: Kreation Vemeiden: (rennen, Angriff:

Angriff:

eines neuen

Vergangene

verstecken,

Vergangene

Musters

Muster

erstarren, aufgeben)

Muster

Aufmerksames

Angstbasiertes

 

Impulsbasiertes

Trading

Trading

Trading

Das Ziel

90% der Trader verlieren hier Geld

Quelle: www.tradersstateofmind.com

COVERSTORY

B2) Erfolgreiches Trading: Integration von Komponenten

Methodik (Riskio-Management)
Methodik
(Riskio-Management)

Trading-System

(Plattform)

Management

der Unsicherheit

Trading-System (Plattform) Management der Unsicherheit Trading-Psychologie (Überzeugungen in Aktion) Wenn Sie
Trading-System (Plattform) Management der Unsicherheit Trading-Psychologie (Überzeugungen in Aktion) Wenn Sie

Trading-Psychologie

(Überzeugungen in Aktion)

Wenn Sie Ihren Verstand nicht so „programmieren“, dass er die Leistungsstärke Ihres Systems und Ihrer Methodik voll nutzen kann, wird Ihr vorhandenes Potenzial blockiert.

Quelle: www.tradersstateofmind.com

Biologie und Psychologie gegen den Verstand verschwo- ren, den ein Trader für seinen Beruf mitbringen muss – nämlich einen, dem Unsicherheit nichts ausmacht. Ihr Gehirn hat Unsicherheit und Angst vor dem Tod zu einem einzigen Konstrukt verwoben – sehr geeignet für das physische Überleben in einer gefährlichen Welt –, ist aber nie auf den Börsenhandel vorbereitet worden. Die- se besondere Organisation unserer Wahrnehmung muss aufgelöst und so umstrukturiert werden, dass sie aufhört,

Super Chancen für Trader

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die Unsicherheit angstbestimmt zu interpretieren. Statt- dessen muss sie zu einer Wahrnehmung der Unsicherheit gelangen, die auf einem Wahrscheinlichkeits- und Risi- ko-Management beruht. Das ist genau die Mentalität, die beim Traden funktioniert. Doch das Konstrukt von Unsicherheit und Angst hat- te in der Vergangenheit eine prägende Wirkung, sodass es Ihre Wahrnehmung der Märkte bestimmt. Sie handeln buchstäblich Ihre Überzeugung, wie gut Sie mit Unsicher- heit umgehen können. An dieser Stelle setzen sich die Annahmen von Angst und Risiko, an die sich Ihr Gehirn

heißt, auch wenn Sie in der Genpool- Lotterie nicht gewonnen haben, kön- nen Sie sich beim Traden durch eine Weiterentwicklung Ihrer emotiona- len und mentalen Veranlagung einen Vorteil verschaffen. Problematische emotionale Vor- urteile in Bezug auf Geld, Wert, Risiko und Unsicherheit werden genetisch von einer Generation an die nächste weitergegeben. Sie sind jedoch kei- ne deterministischen Eigenschaften, sondern erlernte Denkmuster, die als Gewohnheiten in Ihrem Gehirn oder Geist fest verankert sind. Das ist kei-

ne Genetik, sondern eine Anpas- sung an die jeweiligen Umstände. So zeigt sich auch in Ihrem Trading, wie Sie sich an die Ge- schichte des Geldes angepasst haben. Dies wird von Ge- neration zu Generation weitergegeben, aber auch durch die Anpassung Ihres Gehirns an die veränderten Umstän- de beeinflusst. Auf Angst basierende Gewohnheiten und Überzeugungen können so abgebaut und verändert wer- den, dass sie am Ende wesentlich Trader-freundlicher sind.

Die Unsicherheit ist das Problem

Die meisten von uns sind in einem Umfeld aufgewach- sen, das Druck auf unser sich entwickelndes Gehirn aus- geübt hat. Dadurch wurden wir so gepolt, dass wir bloß „keine Fehler machen“ und auf Sicherheit fokussiert sind und nicht etwa darauf, wie man mit Unsicherheit um- geht. Aus diesem sich ständig anpassenden Gehirn ent- steht schließlich unsere Denkweise, die Art und Weise, wie wir die Realität interpretieren. Für die überwiegende Mehrheit der Trader gilt, dass, wenn das Gehirn sich sei- nem Reifestadium nähert, es bereits so gepolt ist, dass es nach Sicherheit sucht und Unsicherheit vermeidet. Das ist schlicht und einfach ein biologisches Vorurteil des menschlichen Gehirns, das durch all das verstärkt wurde, was man uns über Risiko und Unsicherheit beigebracht hat. Diese Organisation der Denkweise wird beim Traden nicht gut funktionieren. Sie kann zwar in anderen Berei- chen gut funktionieren, aber nicht beim Traden; hier geht es gerade darum, mit Unsicherheit und Risiko fertig zu werden. Beim Einstieg in eine Trading-Karriere bringt man also ein Gehirn mit, das Sicherheit sucht und Unsicher- heit meidet. Der auf Angst basierende Verstand tradet mit dem ständigen Vorurteil, dass man nicht verlieren darf, denn er hat Angst vor dem Verlust. Damit haben sich

COVERSTORY

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B3) Die Kosten einer auf Angst basierenden Mentalität

Emotionale Verfassung
Emotionale
Verfassung

Geistes-

 

Wahrnehmungs-

 

Die tatsächlichen

verfassung

verfassung karte (was man als möglich erachtet) Handlungen

karte (was man als möglich erachtet)

verfassung karte (was man als möglich erachtet) Handlungen

Handlungen

(Denkweise)

(Ihr Trading)

Emotionale Regulierungs- Feedback-Schleife
Emotionale
Regulierungs-
Feedback-Schleife

Die Realität, die man schafft (Gewinne und Verluste)

Die Realität, die man schafft (Gewinne und Verluste) Was passiert, wenn Sie nichts gegen die Angst

Was passiert, wenn Sie nichts gegen die Angst tun? 90 Prozent der Trader verlieren Geld, weil sie nicht wissen, wie sie ihre Angst besiegen können. Ihre Gefühle einfach außen vor zu lassen, ist keine Option. Statt- dessen können Sie selbst bestimmen, welche Gefühle Ihre Trading-Mentalität schafft.

Quelle: www.tradersstateofmind.com

angepasst hat, bei Ihnen als ungeprüfte Überzeugungen

fest, die Ihnen im Weg stehen. Sie werden Teil Ihres Un-

terbewusstseins und verzerren Ihre Wahrnehmung, ohne

dass Sie es merken.

Raus aus der Theorie und rauf aufs Börsenparkett

Wie sieht es nun mit all dieser Theorie in der Praxis aus?

Werfen wir einen Blick darauf, wie es einem Trader dort

ergeht.

B4) Neuausrichtung der Trading-Mentalität

Impulsive angstbasierte Denkweise
Impulsive
angstbasierte
Denkweise

Trading ohne Verstand Blind für den inneren Dialog

Emotional regulierte, auf Ruhe fokussierte Denkweise

Dialog Emotional regulierte, auf Ruhe fokussierte Denkweise Aufmerksames Trading Beherrschung des inneren Dialogs

Aufmerksames Trading Beherrschung des inneren Dialogs

Aufmerksames Trading Beherrschung des inneren Dialogs unwissend über Potenzial Innere Kritik als Quelle selbst-

unwissend über Potenzial

unwissend über Potenzial Innere Kritik als Quelle selbst- begrenzender Überzeugungen Angepasste innere Stimme als

Innere Kritik als Quelle selbst- begrenzender Überzeugungen

Innere Kritik als Quelle selbst- begrenzender Überzeugungen Angepasste innere Stimme als Reaktion auf

Angepasste innere Stimme als Reaktion auf

Angst u. Impuls

Angst u. Impuls

Geistesverfassung Verlierer

Herrscher (Disziplin) Weiser Krieger (unparteiisch) (Mut) Leidenschaft Geduld
Herrscher (Disziplin)
Weiser
Krieger
(unparteiisch)
(Mut)
Leidenschaft
Geduld

Geistesverfassung Gewinner

Das Bild beschreibt den Unterschied in der geistigen Verfassung eines Traders auf der Verliererstraße im Vergleich zu der eines Traders auf der Gewinnerseite.

Quelle: www.tradersstateofmind.com

Jim ist nicht nur Trader, son-

dern auch Raketenwissenschaftler

und somit ein echter Überflieger.

Er verfügt über ein fundiertes Wis-

sen in den Bereichen EDV-Systeme,

Luftfahrttechnik und Maschinen-

bau. Inzwischen arbeitet er sogar als

Fachanwalt für geistiges Eigentums-

recht. In der Simulation spiegelt sein

Trading das klare Denken und die

Unabhängigkeit wider, was man von

einer Person mit dieser Ausbildung

und Erfahrung auch nicht anders er-

warten würde. Doch wenn er dann

tatsächlich tradet und das Risiko mit

ins Spiel kommt, „sieht“ er einfach

nicht alle Möglichkeiten und Mus-

ter, die sich in seinen Charts und Indikatoren widerspie-

geln. Seine Ausbildung ist in hohem Grade auf Sicherheit

ausgerichtet und nicht darauf, wie man mit Risiko und

Unsicherheit umgeht. Schließlich hingen von seinen Be-

rechnungen Menschenleben und teure Geräte ab.

Er wurde so ausgebildet, dass Verlieren für ihn nicht

infrage kommt. Sie wissen doch noch, wie auch Sie da-

mit aufgewachsen sind, bloß „keine Fehler zu machen“

und gute Noten zu bekommen, anstatt wirklich zu ler-

nen. Auch als Ingenieur beispiels-

weise wird man so ausgebildet, dass

man immer auf Nummer sicher ge-

hen muss, damit auf keinen Fall et-

was schief geht.

Eine solche Ausbildung ist un-

serem Trader in Fleisch und Blut

übergegangen und Teil seines Un-

terbewusstseins geworden. Unsi-

cherheit ist die Angst davor, falsch zu

liegen. Die Annahme, dass die Unsi-

cherheit beseitigt werden muss – nun

eine Überzeugung, die in den Neuro-

nen seines Gehirns fest verankert ist –,

wurde zur ungeprüften Überzeugung,

mit der er ins Trading eingestiegen

ist. Diese Überzeugung war als Rake-

tenwissenschaftler und auch als Pa-

tentanwalt, wo jeweils hoher Wert auf

Sicherheit gelegt wird, sicherlich sehr

effektiv für ihn und hat in der Vergan-

genheit eine Prägung bewirkt.

Doch genau diese Denkwei-

se, die in dem einen Bereich so

erfolgreich ist, kann in einem anderen Bereich ein großes Hindernis sein – wie im Trading. Hier hat sie ihn fast im- mer dann panisch werden lassen, wenn er in einem Trade war. Und so ist er zu früh aus den Trades ausgestiegen und hat seine Gewinne zu schnell mitgenommen, und zwar lange, bevor er sein Ziel erreicht hat: Er könnte ja falsch liegen und dann den Gewinn wieder verlieren, den er bereits in den Händen hielt. Nichts war sicher, wenn man einmal im Trade war. Einen Trade zu managen bedeutet eben, mit der Un- sicherheit umzugehen, und zwar in Bezug auf die Wahr- scheinlichkeit – das ist etwas anderes als Sicherheit. Unsicherheit, immer noch fest mit der Angst verwo- ben, wurde ausgelöst und sein rationaler und klar den- kender Verstand wurde von dieser Angst infiziert. Diese auf Angst basierende mentale Verfassung führte dazu, dass Möglichkeiten, die er in einem ruhigen Geisteszu- stand gesehen hätte, eliminiert wurden. An deren Stelle traten nun negative Erwartungen, die von Sorgen diktiert waren. Wenn der Handelstag vorbei ist und unser Händler seine Trades noch einmal Revue passieren lässt, kann er

COVERSTORY

natürlich nicht verstehen, warum er so viele Signale und Muster nicht gesehen hat. Er weiß nur, dass er wieder einmal schlechte Trading-Entscheidungen getroffen hat.

Von Unsicherheit und Angst zu Wahrscheinlichkeit

Die meisten Händler haben mittlerweile erkannt, dass das Traden sich größtenteils in unserem Inneren abspielt. Sie sind sich darüber im Klaren, dass das, was sie in ihrer Vergangenheit geprägt hat und nun in den Neuronen ih- rer Überzeugungen fest verankert ist, verändert werden muss. Dafür gibt es aber weder Tricks noch Wundermit- tel. Die meisten Trader müssen sich jahrelang darum be- mühen, sich von ihren Ängsten und Überzeugungen, mit denen sie sich selbst im Weg stehen, zu desensibilisieren, bevor sie endlich nachhaltig Erfolg beim Trading haben. Im Laufe der Zeit werden so die Selbsteinschätzung und die Einstellung zur Unsicherheit neu programmiert. Es gibt weder die eine Art und Weise, wie das Selbst organisiert ist, noch ein endgültiges Ich. Das Ich ist ein- fach die derzeitige Organisation von Überzeugungen des Selbst, die man für wahr hält. Wir sehen nicht die Wirk- lichkeit, sondern nur Schatten, die geworfen werden

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www.traders-mag.com 10.2013

B5) Die Etappen einer langfristigen Änderung

B5) Die Etappen einer langfristigen Änderung Etappe 1 Emotionale Regulierung Etappe 5 Neuorganisation des

Etappe 1

Emotionale

Regulierung

langfristigen Änderung Etappe 1 Emotionale Regulierung Etappe 5 Neuorganisation des Trading-Geistes

Etappe 5

Neuorganisation

des Trading-Geistes

Geistesverfassung für Trading- Höchstleistungen

Geistesverfassung für Trading- Höchstleistungen Etappe 2 Aufmerksamkeit Etappe 4 Entwicklung von
Etappe 2 Aufmerksamkeit
Etappe 2
Aufmerksamkeit

Etappe 4

Entwicklung von

Höchstleistungen

des Selbst

Etappe 4 Entwicklung von Höchstleistungen des Selbst Etappe 3 Unterbrechung des inneren Dialogs Quelle:

Etappe 3

Unterbrechung des

inneren Dialogs

Quelle: www.tradersstateofmind.com

– und es gibt immer einen Beobachter, der interpretiert,

was das Ich erlebt. Trader entwickeln im Laufe der Zeit

bestimmte Annahmen vom Markt. Doch dem Markt ist

es egal, welche Annahmen sie ihm „überstülpen“, und er

hat auch kein Bewusstsein für die „Wahrheiten“, die ihm

von den Menschen übergestülpt werden.

Bevor Trader erkennen, dass sie selbst das Problem

sind – und die mögliche Lösung! –, haben sie in der Re-

gel bereits einige Jahre getradet und sind im simulierten

Handel erfolgreich. Sie wissen, wie man mit einer Metho-

dik handelt, die in einem Hörsaal funktioniert. Erst wenn

Die 9 Ängste im Trading

Die 9 Ängste im Trading 1. Angst vor Unsicherheit (Zögern) 2. Angst vor Verlust (Hand am

1. Angst vor Unsicherheit (Zögern)

2. Angst vor Verlust (Hand am Auslöser)

3. Angst, etwas zu verpassen (Impuls und Ausstiege)

4. Auf Angst basierender Drang, vorherige Verluste wett-

zumachen (Rache-Trading)

5. Angst davor, falsch zu liegen (einen Fehler machen)

6. Angst vor Unzulänglichkeit (externe Validierung)

7. Angst vor Eigen-Sabotage (sich selbst ruinieren)

8. Angst vor Erfolg oder Misserfolg

9. Angst vor Wachstum und Veränderung (Komfort-Zone

verlassen)

Wichtig: Das Denken, das Sie mit ins Trading bringen, ist

nicht das Denken, das Sie erfolgreich machen wird.

verlassen) Wichtig: Das Denken, das Sie mit ins Trading bringen, ist nicht das Denken, das Sie

das Risiko eines realen Kapitalver-

lustes ins Spiel kommt, werden die

„Wahrheiten“ der Trader über den

Markt infrage gestellt. Genau an die-

ser Stelle trennt der Trader die Unsi-

cherheit nicht von Sorge oder Angst.

Das kann man aber trainieren.

Das gewöhnliche „Anpassungs-

programm“ besteht darin, aus Angst

heraus zu reagieren, wenn Momen-

te der Unsicherheit zu Verwirrung

führen. Das ist ein alltäglicher Vor-

fall beim Traden. Trader müssen also

ihre festgefahrene Einstellung so

ändern, wie sie in einem von Unsi-

cherheit geprägten Umfeld agieren.

Zudem müssen sie ihre Fähigkeit

verbessern, damit umzugehen, die

volle Verantwortung für das Ergeb-

nis zu tragen. Andernfalls werden sie

weiterhin Angst vor der Angst haben und sich über eine

Zukunft Sorgen machen, die noch längst nicht da ist. Die

Angst infiziert genau das kritische Denkvermögen, das

für Trading auf höchstem Niveau erforderlich ist. Denn

die untrainierte, für Gefühle zuständige rechte Gehirn-

hälfte rechnet schon voller Angst mit möglichen negati-

ven Folgen und nimmt die rationale linke Gehirnhälfte in

Beschlag.

Grundsätzlich müssen Trader eine Reihe von Fähig-

keiten und den Umgang mit Werkzeugen lernen, mit de-

ren Hilfe sie ihre emotionale rechte Gehirnhälfte in den

Griff bekommen können. Beim Traden kann man sehr

schön die Überzeugungen des Traders in Aktion sehen:

Vor der „Wahrheit“, wie sie im Selbst strukturiert worden

ist, kann man nicht davonlaufen. Ihr Handelskonto wird

zum Barometer für die Effektivität der Überzeugungen,

aus denen heraus Sie traden. Hier zählen keine Worte,

sondern Taten. Genau in diesem Moment können die An-

nahmen hinter den Überzeugungen, mit denen man sich

im selbst im Weg steht, beobachtet und neu ausgerich-

tet werden.

Es ist also möglich, Ihre Überzeugungen in das

Risiko-Management und nicht in die Risikovermeidung

einzubauen. Die Kluft zwischen simuliertem Trading und

Live-Trading verringert sich in dem Maße, wie Trader ihre

mentale Verfassung so trainieren, dass sie sich mit Dis-

ziplin, Geduld, Mut und Unabhängigkeit der Unsicher-

heit stellen – kein Vergleich mit der Ängstlichkeit in ihren

Köpfen, die sie zögern oder impulsiv traden ließ, weil die

Angst ihre Denkfähigkeit beeinträchtigt hatte.

Managen Sie Ihren Verstand

Die große Veränderung besteht darin, dass der Händler nicht mehr tradet, um zu gewinnen oder zu verlieren – was er nicht mit Sicher- heit kontrollieren kann. Der Tra- der managt nun den Verstand, der die Leistung vollbringt, den Trade auszuführen, was mit einem ho- hen Maß an Sicherheit bewältigt werden kann. Bei dieser Art des Tradens besteht zwar immer noch ein Unsicherheitsfaktor, aber der Händler hat jetzt seinen Verstand unter Kontrolle, der mit der Unsi- cherheit umzugehen weiß. Nur sehr wenige Menschen sind mit einem Gehirn oder einem Ver- stand ausgestattet, das beziehungs- weise der wie geschaffen ist für einen guten Trader. Die zum Traden nötige Unparteilichkeit und Disziplin zu erreichen, gleicht dem Versuch, einem Pferd in einer brennenden Scheune zu verstehen zu geben, in sorgfältiger Abwägung seiner Mög- lichkeiten ruhig zu bleiben und ein- fach die Scheune zu verlassen. Glücklicherweise kann der Mensch seine Überzeugungen ändern. Dies beginnt damit, dass Sie die Fähigkeit entwickeln, Ihre Emotionen unter Kontrolle zu haben. Somit kön- nen Angst und Gier Sie nicht der Fä- higkeit berauben, in einer geistigen Verfassung zu denken, die von Diszi- plin und Unabhängigkeit geprägt ist. Außerdem muss ein Trader damit beginnen, sich selbst ernsthaft zu prüfen. Dies geschieht dadurch, dass er die Fähigkeit entwickelt, achtsam zu werden. Diese Achtsamkeit ist im Wesentlichen die Fähigkeit, den Ge- dankenfluss zu beobachten und zu erkennen, dass die Gedanken etwas anderes sind als man selbst. Ein wirklich guter Trader, das heißt ein ausgebildeter Beobach- ter von Phänomenen am Markt, sieht aufgrund seiner besonderen

Fähigkeiten und einer unparteiischen Mentalität Dinge, die ein Händler, der von Angst getrieben wird, nicht sieht. Es gibt einen berühmten Zen- Spruch dazu: „Die Dinge sind nicht immer das, was sie zu sein scheinen – aber sie sind auch nicht anders.“

So werden Sie zum Architekten des tradenden Selbst

Wenn Sie Achtsamkeit als Tool bei Ihrem Trading einsetzen, können Sie sich die Überzeugungen, die Ihnen im Weg stehen und Ihr Tra- ding sabotieren, bewusst machen und daran arbeiten. So werden Sie zum Architekten Ihres eigenen Tra- dings. Die Unsicherheit wird von Angst und Sorge abgekoppelt. Und Sie selbst entwickeln innere Res- sourcen, die es Ihnen ermöglichen, Disziplin, Geduld, Courage und Un- parteilichkeit in Ihrem Bewusstsein festzusetzen. Wenn Sie mit der Unsicherheit konfrontiert werden, müssen Sie sich nicht mehr infolge Ihrer Ängs- te gezwungen sehen, wechselhafte Ergebnisse zu erzielen. Stattdessen bringen Sie eine geistige Verfassung mit in die Unsicherheit, durch wel- che die Wahrscheinlichkeit geschaf- fen wird, dass Sie beim Trading Erfolg haben. Das Traden ist näm- lich eine Reise, die Ihnen die Mög- lichkeit bietet, die Kräfte zu wecken, die in Ihnen stecken. Das „Sie“, das Sie mit ins Trading gebracht haben, ist nur selten das „Sie“, das Ihnen beim Trading Erfolg bringt. Die Kanalisierung der Gefühle und Achtsamkeit sind die Eckpfeiler einer Neuorientierung des traden- den Selbst. Ihre Leidenschaft gibt Ihnen die Motivation, zu lernen und diese Tools einzusetzen, damit Sie so werden, wie Sie für ein nachhaltig erfolgreiches Trading sein müssen. So wird das Traden zur Reise, deren Ziel die Selbstbeherrschung ist. «

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INSIGHTS – TRADERS´ TALK www.traders-mag.com 10.2013 Dominic Schorle WH SelfInvest
INSIGHTS – TRADERS´ TALK
www.traders-mag.com 10.2013
Dominic Schorle
WH SelfInvest

TRADERS´ Talk

„Die Aufgaben für den Kundenservice

sind komplexer und individueller

 

geworden“

 

» TRADERS´: In einer Umfrage von Investment Trends konn- ten Sie unter ingesamt 15 CFD-Brokern vor allem im Bereich Service mit Bestnoten punkten. Worauf legen Trader beim Service speziellen Wert?

Schorle: WH SelfInvest hat sich seit der Firmengründung im Jahr 1998 einem sehr guten Kundenservice verschrie- ben. Die jetzige Auszeichnung ist besonders schön, da das Ergebnis uns zeigt, dass wir den damals gesetzten Standard noch heute halten. Wir möchten uns an dieser Stelle nochmals bei allen Kunden herzlich bedanken, die uns das bescheinigt haben. Die Anforderungen an den Service sind heute we- sentlich komplexer und individueller als früher. Für die meisten Kunden ist es wichtig, uns jederzeit telefonisch zu erreichen. Das gibt ihnen Sicherheit rund um ihre Or- der und Positionen. Einige wenden sich eher mit tech- nischen Fragen an uns, andere benötigen Hilfe bei der Programmierung ganzer Handelsstrategien. Ein Highlight für unsere Kunden ist die umfangreiche Sammlung von rund 100 Lehrfilmen und Webinaren. Da- rin präsentieren wir unterschiedlichste Handelsthemen

Da- rin präsentieren wir unterschiedlichste Handelsthemen Diesmal erklärt uns Dominic Schorle, Leiter des Kundenser-

Diesmal erklärt uns Dominic Schorle, Leiter des Kundenser- vice bei WH SelfInvest, die Ansprüche der Trader im Service- bereich, wie wichtig Transparenz im Trading ist und welche Aussichten der CFD-Markt in Zukunft bietet.

und kooperieren mit prominenten Gastrednern. Der Ser- vice hat also ein breites Feld zu bestellen. Aus diesem Grund legen wir intern sehr viel Wert auf die fachliche und persönliche Ausbildung, um auf jede Anfrage kom- petent und professionell reagieren zu können.

TRADERS´: Trader sind bekanntermaßen anspruchsvoll – ist der Kundenservice deshalb besonders wichtig?

Schorle: Für die Wahl eines Brokers sind unserer Erfah- rung nach immer mehrere Punkte ausschlaggebend. Oft werden hier Ausführungsqualität, Tradingtools und na- türlich auch die Kosten genannt. Die Klammer um all diese unterschiedlichen Aspekte muss durch einen kom- petenten Kundenservice geleistet werden. Was bringen einem Trader die besten Tools, wenn er niemanden er- reicht, der ihm diese erklären kann? Vor allem wenn es einmal ein Problem gibt, ist es wichtig, dieses schnell und wenn möglich im persönlichen Gespräch klären zu kön- nen. Generell muss man jedoch auch sagen, dass in der Branche – insbesondere bei den Top-Brokern – ein sehr hohes Serviceniveau geboten wird.

TRADERS´: Was raten Sie Tradern, wenn etwas nicht so läuft, wie sie es haben wollen?

Schorle: Hier kommt es natürlich auf die Art des Prob- lems an. Viele Probleme lassen sich direkt am Telefon lösen, eine kurze Erklärung reicht zum Verständnis aus. Wenn das Problem komplexer ist, hilft es in den meis- ten Fällen, dies in einer E-Mail strukturiert darzustellen. Handelt es sich um ein essenzielles Problem, insbeson- dere wenn es sich um einen finanziellen Schaden handeln könnte, ist der Kundenservice die erste Adresse. Erhält der Kunde keine zufriedenstellende Lösung, kann der nächste Schritt die Beschwerde- beziehungsweise Com- pliance-Stelle des Brokers sein.

TRADERS´: CFDs gehören zu den spekulativeren Produkten. Wie wichtig ist hier Transparenz für den Trader?

Schorle: Transparenz ist ein gutes Stichwort. Trader möchten wissen, worauf sich die Preisstellung der Pro- dukte bezieht, die sie handeln. Hier haben regulierte Börsen natürlich einen Vorteil, da diese über ein transpa- rentes Orderbuch inklusive einer Times&Sales-Liste ver- fügen. Da sich CFDs jedoch in der Regel auf diese Kurse beziehen – WH SelfInvest benutzt zum Beispiel Reuters- Kurse –, sind diese gut zu vergleichen.

TRADERS´: CFDs werden generell außerbörslich gehandelt und gehören daher nicht zum regulierten Markt. Worauf sollten Trader dabei achten?

Schorle: Wichtig ist für die meisten Trader die Frage, wel- che Preisstellung der Broker verwendet. Basieren die Kur- se auf den Werten der entsprechenden Referenzmärkte oder werden eigene Kurse gestellt? Dies kann vor unan- genehmen Überraschungen und Ausführungen schüt- zen. Hinzu kommt dann noch die Art und Weise, wie der Broker reguliert ist. Die Regulierungsbehörden wie zum Beispiel die BaFin oder die FSA bieten auf ihren Websei- ten Listen und Suchfunktionen, um entsprechend regu- lierte Unternehmen zu finden.

TRADERS´: Hat der außerbörliche Handel auch Vorteile gegenüber dem Börsenhandel?

Schorle: Die großen Vorteile des außerbörslichen Han- dels sind die Kosten und die Produktgestaltung. Schauen Sie sich zum Beispiel den EUR/USD-Future an der CME an; Sie haben dort eine Börsengebühr von 3,24 Dollar. Hin- zu kommen die Kosten für den Broker und die Clearing- Stellen. Bei einer Tickgröße von 0,0001 und einem Spread von mindestens eins entstehen Kosten von zirka 16 bis 17 Dollar und es wird eine Mindestgröße von 125 000 Euro bewegt. Über die Mini- und Mikrokontrakte sind Sie zu-

INSIGHTS – TRADERS´ TALK

dem wesentlich flexibler bezüglich der Kontraktgröße. Ähnliches gilt für den FDAX an der Eurex: Hier ist bei ei- nem Punktwert von 25 Euro die Börsengebühr von einem Euro Roundturn zu vernachlässigen, allerdings ist bei die- ser Kontraktgröße das Risiko- und Money-Management für Konten, die weniger als 20 000 Euro umfassen, recht schwierig. Die Möglichkeiten, den FDAX mit Punktwerten von einem Euro oder geringer zu handeln, bieten gerade Privatanlegern wesentlich mehr Flexibilität.

TRADERS´: Der Handel mit CFDs ist dennoch umstritten. Was sollten Banken und Broker tun, um Trader über die Risiken aufzuklären? Welche Möglichkeiten bieten Sie?

Schorle: Zuallererst sei hier nochmals erwähnt, was in nahezu allen Risikohinweisen steht: CFDs sind sehr ris- kante Anlageprodukte und nur für erfahrene Anleger ge- eignet. Leider gibt es auch in der CFD-Branche einige schwarze Schafe, die dem Kunden suggerieren, es wäre einfach, eine Rendite von 100 bis 200 Prozent pro Monat zu erzielen. So etwas kann schnell den Ruf einer ganzen Branche ruinieren. Schaut man sich das Informations- und Schu- lungsangebot der meisten Broker an, wird deutlich, dass in der Regel sehr umfangreich aufgeklärt und ge- schult wird, in den meisten Fällen sogar kostenlos. WH SelfInvest bietet seinen Kunden jährlich rund 150 kos- tenfreie Live-Veranstaltungen und Webinare in Deutsch- land an, dazu nochmals rund 100 Videoaufzeichnungen vergangener Veranstaltungen. Der Trader steht natürlich in der Pflicht, sich gründlich zu informieren und entspre- chend zu verhalten. Das können Sie sich so vorstellen: Sie verursachen mit dem Auto einen Unfall wegen überhöh- ter Geschwindigkeit. Dann können Sie nicht den Herstel- ler haftbar machen, der eine Höchstgeschwindigkeit von 250 empfiehlt. Die Schuld tragen Sie als Fahrer, der sich unangemessen verhalten hat.

TRADERS´: Wie sehen Sie die Zukunft des CFD-Marktes?

Schorle: Unserer Meinung nach sind CFDs sehr gute Fi- nanzprodukte, die sich weiterhin steigender Beliebtheit erfreuen werden. Nach sehr starken Wachstumsphasen in den letzten Jahren gab es zuletzt eine Konsolidierung. Verschiedene Studien gehen jedoch von einem weiterhin großen Potenzial aus, vor allem im deutschen Markt. Ein Risiko besteht natürlich in der Einführung und Ausgestal- tung einer Finanztransaktionssteuer. Für uns bedeutet das, immer flexibel und innovativ zu bleiben, um dem Kunden ein bestmögliches Angebot zur Verfügung zu stellen. Wie bei vielen Produkten wird sich letztendlich Qualität durchsetzten. «

INSIGHTS

www.traders-mag.com 10.2013

Die Wahrheit über High Frequency Trading – Teil 5

Wie funktioniert der Sekundenhandel?

Chris Stucchio ist ein ehemaliger Hochfrequenzhändler (High Frequency Trader, kurz HFT). In den ersten drei Artikeln dieser Serie (TRADERS´ 11/2012, 02/2013, 03/2013) hat er die Grundlagen des Hochfrequenzhandels beschrieben und erklärt, war- um Trader versuchen, Latenzzeiten zu verbessern. Im letzten Teil (TRADERS´ 04/2013) ging es um die Idee, die „Subpenny- Regel” abzuschaffen. Welche konkreten Vor- und Nachteile dies hat, zeigt Stucchio in diesem Artikel.

» Hinter der Abschaffung der Subpenny-Regel steht die Idee, das zweifelhafte Verhalten der Gewinnmaximierung der HFTs zu minimieren. Dafür könnten den Kursen mehrere Dezimalstellen hinzugefügt werden. Wenn Aktien in Preis- schritten von 0,0001 Dollar gehandelt würden, dann wäre der Vorteil, den man mit minimalen Latenzzeiten erreichen könnte, bestenfalls 0,0001 Dollar pro Aktie. Das würde den

Gewinn, den HFTs aufgrund von Geschwindigkeit erzielen, drastisch reduzieren und sie dazu bewegen, sich auf ande- re Dinge als auf die niedrigste Latenzzeit zu fokussieren. Ta- lentierte Mitarbeiter würden wahrscheinlich kündigen und zu Amazon oder Facebook wechseln, um die dortigen Platt- formen schneller zu machen – ein realer Mehrwert für alle Nutzer, anders als beim Hochfrequenzhandel.

Abschaffung der Subpenny-Regel: Nachteile und Risiken

Wie bei jeder großen Veränderung in der Marktstruktur sollten stets die Risiken betrachtet werden. Die Reduzie- rung der Preisschritte ist zum Glück kein noch nie dage- wesener Wandel, daher können wir die Konsequenzen bereits absehen. Die Preisschritte wurden schon einmal reduziert, von 0,0625 auf 0,01 Dollar – ohne einen großen Schaden, aber auch ohne einen erheblichen Vorteil. In den Währungsmärkten ist der übliche Preisschritt 0,0001 Dollar. Der aktuelle Bid/Ask-Spread beim EUR/USD be- trägt 1,3027/1,3030 Dollar, der aktuelle EUR/AUD-Spread liegt bei 1,2805/1,2815 Dollar. Die indischen Aktienmärkte (Bombay Stock Exchange und National Stock Exchange) sind den Währungsmärkten voraus. Je nach dem Preis einer Aktie beträgt der minimale Preisschritt hier eins bis fünf Paise oder 0,01 bis 0,05 Rupien. Da eine Rupie zirka 0,02 Dollar entspricht, ist das ein minimaler Preisschritt von etwa 0,001 Dollar. Angesichts dessen können wir annehmen, dass die Risiken durch die Abschaffung der Subpenny-Regel ge- ring sind. Der Autor hat die Folgen einer Abschaffung be- reits durchgespielt und kam zu dem Ergebnis, dass sie keinen messbaren Schaden anrichten wird. Allerdings gibt es natürlich auch Befürworter der Subpenny-Regel, die sich gegen eine Abschaffung aus- sprechen. Ein Kritikpunkt ist zum Beispiel, dass die Volati- lität ansteigen könnte. Zwar gibt der Autor dieser Aussage Recht, jedoch muss man sich seiner Meinung nach keine Sorgen darüber machen. Mit der Subpenny-Regel hat der Trader keinen Anreiz, Preisverbesserungen von 1/1000 eines Cents zu machen – ohne die Regel jedoch schon. Das Ergebnis ist, dass es zu Preisverbesserungen kom- men und die Volatilität ansteigen wird. Allerdings ist die- ser kleine Anstieg der Volatilität kein wirkliches Risiko für die Märkte. Große Sprünge sind ein Problem, kleine hin- gegen bemerkt man kaum. Die Volatilität ist auch nach der Dezimalisierung gestiegen, aber Preisschwankungen im Penny-Bereich sind ein kleiner Preis, den man im Ver- gleich zu den früheren 1/16 Spreads zahlen muss. Ein anderer Kritikpunkt zur Abschaffung der Sub- penny-Regel ist, dass es für Trader schwieriger werden dürfte, die Märkte zu bewerten. Anstatt einfach nur auf die Anzahl der verfügbaren Aktien bei 10,00 Dollar zu schauen, müsse ein Trader nun die Anzahl der verfüg- baren Aktien bei zum Beispiel 10,0000, 10,0003, 10,0015 und 10,0029 Dollar addieren. Doch voraussichtlich erfor- dert diese Änderung lediglich ein paar kleine Modifikatio- nen im Verhalten des Traders und der verfügbaren Tools. Zum Beispiel müsste das Trading-Programm einfach nur einen Preis mit „nicht schlechter als 10,0029 Dollar“

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INSIGHTS

www.traders-mag.com 10.2013

INSIGHTS www.traders-mag.com 10.2013 Hinter der Abschaffung der Subpenny-Regel steht die Idee, das zweifelhafte

Hinter der Abschaffung der Subpenny-Regel steht die Idee, das zweifelhafte Verhalten der Gewinnmaximierung der HFTs zu minimieren. Dafür könnten den Kursen mehrere Dezimalstellen hinzugefügt werden.

den Kursen mehrere Dezimalstellen hinzugefügt werden. anzeigen, der die Levels zwischen 10,0000 und 10,0029 Dollar

anzeigen, der die Levels zwischen 10,0000 und 10,0029 Dollar zusammenfasst. Und Trader müssten mit solchen zusammengefassten Preisansichten arbeiten anstatt mit einzelnen Preislevels.

Abschaffung der Subpenny-Regel: Vorteile

Der erste Vorteil wäre, dass der Bid/Ask-Spread minima- lisiert wird – wahrscheinlich beträgt er dann ungefähr ei- nen halben Penny. Dadurch wird es für die Spekulanten günstiger und einfacher, zu handeln. In den ersten drei Artikeln dieser Serie hat der Autor erklärt, wie dies die Preisfeststellung begünstigt. Doch das ist noch nicht der größte Nutzen.

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Ein wesentlich größerer Vorteil ist es, die Arbeitskraft der HFTs vom Rennen um die niedrigsten Latenzzeiten auf produktivere Aufgaben zu lenken. Als der Autor noch als HFT arbeitete, waren seine Arbeitskollegen intelligen- teLeute, die viele nützliche Dinge konnten. Sie haben ihr Potenzial mit Sicherheit nicht voll ausgeschöpft, indem sie die Latenzzeiten reduzierten, um einen HFT schneller als einen anderen zu machen. Ein Beispiel: Wenn die HFTs 50 Prozent ihrer Zeit da- mit verbringen, die Latenzzeiten zu reduzieren, dann wäre es der größtmögliche soziale Nutzen, 50 Prozent weni- ger HTFs zu haben, die sich zu 100 Prozent ihrer Zeit auf

dieses Ziel konzentrieren. Die übrigen Trader wären dann in der Lage, ihr Talent auf andere Probleme – innerhalb oder außerhalb des Finanzsektors – anzuwenden. Ange- sichts der zahlreichen Bankenpleiten in den letzten Jahren wird deutlich, dass vor allem im Bereich Risiko-Manage- ment mehr Können gebraucht wird. Viele Technologie- Unternehmen, die nützliche Produkte entwickeln, suchen ebenfalls Talente. Eine weitere Option wäre es, Latenz- zeiten auf Märkten mit vergleichsweise hohen Spreads wie dem brasilianischen Aktienmarkt zu reduzieren, an- statt sich nur auf die US-Märkte zu versteifen. Insgesamt könnte verfügbares Talent infolge einer Abschaffung der Subpenny-Regel also viel besser eingesetzt werden.

Alternativen

Es werden auch immer wieder Rufe nach einer Finanz- transaktionssteuer laut – vor allem in Europa. Dazu gibt es viele Kritikpunkte. So eine Steuer würde die Leistung der HFTs reduzieren und den Spread erhöhen. Der Au- tor jedenfalls favorisiert noch immer die Abschaffung der Subpenny-Regel, da dies eine nicht allzu große Verände- rung wäre, die zudem bereits erfolgreich getestet wurde.

Knight Capital

Nächstes Mal wird Chris Stucchio zeigen, was passier- te, als Knight Capital am 1. August 2012 zusammenbrach und wie sehr dies die Märkte mittel- und langfristig gese- hen wirklich traf.

Dieser Artikel wurde von www.chrisstucchio.com/blog nach- gedruckt. «

Chris Stucchio

Chris Stucchio ist Software-Entwickler mit Fokus auf Datenanalyse. In der Vergangenheit hat er HFT-Strategien bei Mesh Capital entwickelt; zurzeit arbeitet er als Chief Technical Officer bei Styloot. Stucchio hat einen Doktor in Mathematik von der Rutger Universität.

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INSIGHTS

www.traders-mag.com 10.2013

Trading mit Saisonalitäten

Teil 4: Long-Idee für Johnson & Johnson und Sherwin-Williams

Der Oktober ist dafür bekannt, dass es am Aktienmarkt zu einem Tiefpunkt kommt. In dieser Ausgabe werden jedoch zwei US-Aktien vorgestellt, die im Oktober im Schnitt immer zwischen fünf und zehn Prozent gestiegen sind. Beide Kandidaten kommen aus dem Universum der Dividendenaristokraten (siehe Strategie „Dividendenaristokraten“ ab Seite 64).

» Der Titel „Dividendenaristokrat“ bezeichnet laut Defini- tion von Standard & Poor‘s ein US-Unternehmen, das die Dividende 25 Jahre in Folge erhöht haben muss. Jedes Jahr wird diese Liste angepasst und hat im Schnitt eine Größe von knapp über 50 Werten. Die Dividendenaristo-

kraten gelten als die Könige unter den Aktien; je unsiche- rer die wirtschaftliche Lage ist, desto wichtiger werden stabile Erträge wie die ausgezahlten Dividenden.

Trading-Idee Johnson & Johnson

B1) Trading-Idee Johnson & Johnson

B1) Trading-Idee Johnson & Johnson Die Aktie von Johnson & Johnson soll ab 10. Oktober ins

Die Aktie von Johnson & Johnson soll ab 10. Oktober ins Depot und bis 25. November dort bleiben. Im Schnitt ging es in dieser Zeit fünf Prozent nach oben. Dazu kommt die Quartalsdividende am 23. November.

Quelle: www.captimizer.de

Der erste Kaufkandidat ist Johnson & Johnson, bekannt durch seine Pro- dukte Penaten und Bebe, die buch- stäblich jeden Menschen durch seine jungen Jahre begleitet haben; zudem ist die Aktie im Dow Jones Index ent- halten. Das Papier konsolidiert auf hohem Niveau und hat bei Erstellung dieses Artikels vom historischen Hoch zehn Prozent verloren. Eine Un- tersuchung der letzten 25 Jahre zeigt eine Anstiegswahrscheinlichkeit von 92 Prozent, wenn man die Aktie am 10. Oktober ins Depot nimmt. Der durchschnittliche Gewinn lag bei fünf Prozent, kann aber in der Spit- ze deutlich höher sein, nämlich bis zu zehn Prozent. So ergab sich in der Spitze ein Anstieg von 10,26 Dollar, während der größte Verlust 2,84 Dol- lar betrug. Es empfiehlt sich, die Po- sition bis mindestens 25. November zu halten. Im Jahr 2011 beispielweise

INSIGHTS

B2) Trading-Idee Sherwin-Williams

B2) Trading-Idee Sherwin-Williams Sherwin-Williams stieg im Schnitt sieben Prozent, wenn man am 22. Oktober einstieg und

Sherwin-Williams stieg im Schnitt sieben Prozent, wenn man am 22. Oktober einstieg und die Aktie bis zum Jahresende hielt.

Quelle: www.captimizer.de

betrug 2,18 Dollar. Das Jahr 2012 war ein Sonderfall: Hier ging es maximal elf Punkte nach unten, bevor die Trend- wende eintrat und man Anfang Dezember die Position mit einem kleinen Gewinn schließen konnte. Bild 2 zeigt den Kursverlauf. Die Aktie hat zehn Prozent verloren und befindet sich in einem intakten Abwärts- trend. Auch hier wartet man zum Einstieg zunächst Stär- ke ab. Der Abwärtstrend muss erst gebrochen werden.

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Mehr dazu auf der World of Trading 14.-16.11.2013 in Frankfurt

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begann nach diesem Datum sogar ein Anstieg von mehr als 25 Prozent. Bild 1 zeigt die Ausbildung ei- nes Abwärtstrends sowie den Zeit- bereich der saisonalen Stärke (grün). Die Dividendenrendite beträgt aktu- ell 3,04 Prozent und wird dadurch un- terstützt, dass Johnson & Johnson mittlerweile seine Gewinne mit mehr als 70 Prozent im medizinischen Be- reich verdient. Dass die Menschen in den Industrieländern immer äl- ter werden und dadurch die Nach- frage groß ist, beflügelt die Fantasie auf eine weiter steigende Dividende. Bei Direkterwerb kann man wahr- scheinlich mit einer Vereinnahmung der Quartalsdividende am 23. No- vember rechnen; zuletzt wurden 0,66 Dollar ausgezahlt. Für Options- händler ist es ratsam, an der CBOE

(Chicago Board Options Exchange) Calls zu erwerben. Als Einstiegssig- nal sollte man den Bruch des Abwärtstrends abwarten.

Trading-Idee Sherwin-Williams

Eine nicht ganz so hohe Dividendenrendite gibt es bei un- serem zweiten Kaufkandidaten. Die Sherwin-Williams Company ist ein vor allem in Nord- und Südamerika ope- rierendes Chemieunternehmen mit Sitz in Cleveland, Ohio. Die Firma ist mit einem Umsatz von fast acht Milliarden Dollar und rund 32 000 Mitarbeitern im Fortune 500 ge- listet und stellt Farben, Lacke und Baustoffe her, die in ei- genen Läden, die sich Sherwin-Williams Paints nennen, vertrieben werden. Das Unternehmen wurde 1866 von Henry Sherwin und Edward Williams in Cleveland gegrün- det. Mit einer Dividendenrendite von 1,17 Prozent wird deutlich weniger ausgeschüttet als bei Johnson & John- son. Nichtsdestotrotz sollte man die Aktie am 22. Oktober erwerben und für 45 Kalendertage halten. Bis zum 5. De- zember ergab sich ein durchschnittlicher Gewinn von sie- ben Prozent, mit einem maximalen Gewinn von elf Prozent oder maximal 8,61 Dollar. Der durchschnittliche Verlust

Video-Update

Am 11. und 23. Oktober finden Sie im Forum der TRADERS´ Webseite jeweils eine Videoanalyse zu den beiden vorge- stellten Aktien (www.traders-mag.com/index.php/forum).

TRADERS´ Webseite jeweils eine Videoanalyse zu den beiden vorge- stellten Aktien (www.traders-mag.com/index.php/forum).

Während der Haltedauer erfolgt die Vereinnahmung ei- ner Quartalsdividende von 0,50 Dollar. Auch hier können Optionshändler an den amerikanischen Terminbörsen fündig werden. In beiden Fällen ist es empfehlenswert, Optionen mit einer Laufzeit von drei Monaten zu erwer- ben, die sich im Geld befinden. «

INSIGHTS

www.traders-mag.com 10.2013

2013

worldoftrading

Austausch, Information, Weiterbildung, Erfolg

Wer sie kennt, weiß: die World of Trading ist Pflicht – Pflicht für alle Trader und Branchenkenner. Darum trifft sich die Trading-Szene erneut zu der wichtigsten Veranstaltung des Jahres, die vom 14. bis zum 16. November 2013 im Forum der Messe Frankfurt stattfindet. Auch in diesem Jahr dürfen die Teilnehmer gespannt sein, mit welchen Strategien und Taktiken die Börsenprofis ihre Profite machen. Dabei können sich die Besucher auf zahlreiche Seminare freuen. Top-Referenten decken hier das gesamte Spektrum des Tradings ab und zeigen, wie man auch in einem aktuell schwierigen Börsenumfeld Geld verdienen kann.

einem aktuell schwierigen Börsenumfeld Geld verdienen kann. » Ausstellung und Fachkongress Bereits zum neunten Mal

» Ausstellung und Fachkongress

Bereits zum neunten Mal kann die World of Trading inter- essierte Trader im Forum der Messe Frankfurt begrüßen. An der Pre-Conference und den beiden folgenden Aus- stellungstagen können sich Besucher in zahlreichen Se- minaren und Bühnenvorträgen über das Thema Trading und Börse informieren. Die World of Trading konnte über 50 nationale und internationale Referenten und Trader

Seminare der Pre-Conference

 

14.

November 2013

10:00 bis 18:00 Uhr

Öffnungszeiten der Fachausstellung

15. November 2013

09:30 bis 18:00 Uhr

16. November 2013

09:30 bis 17:00 Uhr

gewinnen und knapp 60 Aussteller bereichern mit ihrem Angebot die Messe. Banken, Broker, Emittenten, Verbän- de, Fachverlage, Softwareprovider und Anbieter von Wei- terbildungsmöglichkeiten zeigen ihre neuesten Produkte und Dienstleistungen und stehen den Besuchern für Fra- gen zur Verfügung. In mehr als 60 Seminaren und Bühnenvorträgen kön- nen sich sowohl Trading-Einsteiger als auch Profis über Trading und Börse informieren. Die Themen umfassen Tra- ding-Grundlagen, Technische und Fundamentale Analyse, Social Trading, Risiko- und Money-Management, Strategi- en und Techniken, Handelssysteme, Forex- und Rohstoff- Trading, Trading-Plan und Behavioral Finance – so findet jeder Trader das passende Seminar für sich, egal ob Day- trading, Swing- und Positions-Trading oder längerfristige- re Anlage. Viele Trader schätzen die Messe als Treffpunkt, um sich mit anderen auszutauschen, um ihr Wissen zu er- weitern und ihre Trading-Vorbilder direkt zu treffen.

Transparenz ist bei OANDA mehr als nur ein Wort. Es ist unsere Art, Geschäfte in FX und CFDs abzuwickeln.

Wissen ist Macht. Kurz gesagt, je transparenter Ihr FX- und CFD-Handelspartner ist, desto mehr wissen Sie und desto mehr Macht haben Sie. Und wenn Sie mit OANDA handeln, verlagert sich das Machtverhältnis zu Ihren Gunsten.

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Preistransparenz. Dadurch, dass Sie keine Provisionen für Ihre Trades, keine Mindesteinlagen und keine Kontoführungsgebühren haben, erhalten Sie ein transparentes Preismodell und äußerst wettbewerbsfähige Spreads.

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INSIGHTS

www.traders-mag.com 10.2013
www.traders-mag.com 10.2013

Podiumsdiskussion zum Thema „Social Trading“

In der Podiumsdiskussion am Samstag sprechen ver- schiedene Experten der Branche über das aktuelle The- ma „Social Trading“. Moderator Andreas von Richthofen wird zusammen mit den Diskussionsteilnehmern die Möglichkeiten und Hintergründe des Social Tradings be- leuchten und sowohl die Vorteile als auch die Nachteile zeigen, die dort auf Trader warten. Andreas Braun, erfolgreicher Trader und Finanzjour- nalist, hat die Entwicklung der Social-Trading-Angebote in Deutschland von Beginn an verfolgt und kritisch-kon- struktiv begleitet. Sein Buch zum Thema ist vor Kurzem im FinanzBuch Verlag erschienen. Im Rahmen der WoT wird er im Seminar „Social Trading – Lernen Sie von an- deren“ auf dieses spannende Thema eingehen und auch als Gast an der Podiumsdiskussion teilnehmen.

Jetzt für die Messe anmelden

Wer sich über die offizielle Homepage der World of Tra- ding – www.wot-messe.de – registriert, spart das Ein- trittsgeld für die beiden Messetage in Höhe von 30 Euro und kann sich für die verschiedenen Se- minare der Pre-Conference und der Aus- stellungstage anmelden. Die World of Trading 2013 bedankt sich bei ihren Sponsoren und Medien- partnern für die Unterstützung: ActivTra- des, Alpari, DAB Bank, X-Trade Brokers, Admiral Markets, n-tv, sharewise, OnVis- ta, Tradesignal Online, Börse Online und GodmodeTrader. «

Pre-Conference mit Intensiv-Seminaren

Bereits am 14. November bietet die World of Trading mehrere halb- und ganztägi- ge Intensiv-Seminare mit Top-Referenten:

Thomas Struppek spricht in seinem Semi- nar „Das 1x1 der Börse“ unter anderem über die richtige Brokerauswahl, das pas- sende Produkt, die verschiedenen Order- arten und die wichtigsten Trading-Regeln. In seinem halbtägigen Seminar zu Week- ly Options zeigt Jens Rabe deren Vor- und Nachtei- le und die verschiedenen Handelsstrategien, die sich mit Weekly Options umsetzen lassen. Ein besonderes Highlight ist John Persons ganztägiges Seminar, das sich Trader nicht entgehen lassen sollten. Beim Live-Trading zeigen unter anderem Birger Schäfermeier und David Furcajg ihr Können an den Märkten. Die Teilnehmer können sich nicht nur auf ein spannendes Live-Trading freuen, sondern auch auf den Gewinn, der anschließend an sie ausgeschüttet wird. Die Konten und die Handelsplattformen werden von WH SelfInvest zur Verfügung gestellt.

Ausstellung mit Großem Live-Trading-Event

Während der eigentlichen Messe, am 15. und 16. Novem- ber, haben Besucher zwei Tage lang die Möglichkeit, aus einem umfangreichen Seminar- und Vortragsprogramm zu wählen. Das Große Live-Trading-Event am Freitag ist ein wesentlicher Bestandteil der Messe und darf auch in diesem Jahr nicht fehlen. Zu drei verschiedenen Uhrzei- ten – von 09:30 bis 11:30 Uhr, von 14:00 bis 15:00 Uhr und von 17:00 bis 18:00 Uhr – handeln renommierte und er- folgreiche Trader live an den weltweiten Finanzmärkten. Alle Besucher können über eine große Leinwand verfol- gen, wie sich die Trader zu den verschiedenen Handels- zeiten an unterschiedlichen Märkten schlagen. Entdecken Sie neue Techniken, lernen Sie von den Besten und ver- folgen Sie die Handelsstrategien von Top-Tradern wie Orkan Kuyas, Birger Schäfermeier, René Wolfram, Faik Giese, Marco Bäger, Achim Mautz oder Thomas Busch.

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INSIGHTS

www.traders-mag.com 10.2013

So können Sie Ihr Risiko noch besser kontrollieren

Teil 1: Eigenbau von risikobalancierten 100/100 binären Optionen

Die meisten Trader und Entwickler nutzen den guten alten Stopp-Loss mit all seinen bekannten Nachtei- len. In diesem zweiteiligen Artikel zeigt der Autor einen alternativen Ansatz zum Thema Risiko-Kontrolle, die sogenannten „100/100 binären Optionen“. In Teil 1 wird gezeigt, wie einfach es ist, 100/100 binäre Optionen im Eigenbau zu konstruieren, um dann mit ihnen Handelsansätze 1:1 umzusetzen, und zwar bei exakter statistischer Berechenbarkeit. In Teil 2 wird herausgearbeitet, wie das Traden ohne Stopp-Loss mittels 100/100 binären Optionen zu einem mental entspannten und zeitsparenden Handelsablauf führt.

» Wie funktionieren marktübliche binäre Optionen?

Irgendwie ist die Simplizität von binären Optionen schon faszinierend: Kurs rauf – Gewinn, Kurs runter – Verlust. Oder eben anders herum, wenn Sie auf fallende Kur- se setzen. Die statistischen Wahrscheinlichkeiten die- ses Handelswerkzeuges sind mit 50/50 klar definiert und es gibt keinen Stopp-Loss, der sich durch seine implizi- te Ausstopp-Wahrscheinlichkeit mit der des Werkzeuges überlagert. Eigentlich ideal zur Umsetzung von Handels- systemen mit Prognose der Marktrichtung. Schade ist jedoch, dass kommerzielle Anbieter von binären Optionen dem Trader gleich wieder Salz in die

Suppe schütten: Im Gewinnfall werden nämlich nur zirka 70 bis 80 Prozent des eingesetzten Kapitals erwirtschaf- tet, während im Verlustfall 100 Prozent desselben ab- getreten werden müssen. Das Chance/Risiko-Verhältnis (CRV) der binären Optionen selbst liegt also durchschnitt- lich bei 75 / 100 = 0,75 und ist somit für viele Handels- strategien schlecht zu gebrauchen. Trader werden hier erst bei Trefferquoten von über 58/100 schwarze Zah- len schreiben, dann aber mit statistischer Präzision und ohne den Unsicherheitsfaktor „Ausstopp-Rate“. Inso- fern haben marktübliche 75/100 binäre Optionen über ih- ren Wettcharakter hinaus durchaus eine Berechtigung zur

Anwendung in Handelsansätzen mit hohen Trefferquoten (siehe Alexander Mantel, „Binäre Optionen“, TRADERS´ Spezial in Ausgabe 07/2013).

Gibt es „wahre“ binäre Optionen mit einem Chance/Risiko-Verhältnis von

100/100?

Wie schön wäre das: eine symmetri- sche binäre Option, die im Gewinnfall genauso viel erwirtschaftet, wie sie im Verlustfall verliert, also sozusagen eine 100/100 binäre Option. Gibt es so etwas? Die Antwort ist ein klares „ja“. Solche Konstrukte lassen sich leicht durch die Kombination zweier regulä- rer Optionen erstellen. Hierzu werden die Basispreise (Strikes) der Optionen so gewählt, dass sie den derzeitigen Kurswert symmetrisch einfassen. Nun wird eine der beiden Optionen gekauft und die andere verkauft, so- dass ein sogenannter „vertikaler Spread“ entsteht. Diese Transaktion wird mittels einer Limit-Order für ei- nen fairen Preis eingestellt, um die gewünschte Symmetrie von Chance und Risiko zu erzielen. Wird die Limit- Order zu diesem Preis ausgeführt, traden wir mit einem balancierten Handelsinstrument; wenn nicht, las- sen wir den Trade einfach aus. Führen wir jetzt gedanklich ein Münzwurfexperiment mit einer 50/50-Chance zur „Prognose“ der Marktrichtung durch und setzen je- den Wurf mit einem 100/100 binären Options-Trade um, erwirtschafteten wir nach einer größeren Anzahl von Trades tatsächlich einen Gesamt- gewinn von Null. Hätten wir Stopp- Loss-Techniken oder kommerzielle binäre Optionen benutzt, wären uns in beiden Fällen Verluste entstanden. Angenommen, wir übertrumpfen nun den Münzwurf und liegen bei unserer Marktrichtungsprognose 60 Mal richtig und 40 Mal falsch. Setzen wir unsere Prognosen wiederum mit 100/100 binären Optionen in Trades

INSIGHTS

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INSIGHTS

www.traders-mag.com 10.2013

B1) Reale 100/100 binäre Option auf Apple

B1) Reale 100/100 binäre Option auf Apple Grünes Feld: 100/100 binäre Option auf Apple durch Kauf

Grünes Feld: 100/100 binäre Option auf Apple durch Kauf von +2 Weekly AAPL 405er Calls und Verkauf (Sell) von -2 Weekly AAPL 415er Calls. AAPL notierte zu diesem Zeitpunkt bei 409,99 Dollar, also mittig zwischen den Strikes. Der Preis des Spreads beträgt 5,00 Dollar „DEBIT“, genau die Hälfte der 10-Dollar-Spread-Span- ne. Hellblaues Feld: Gewinn/Verlust bei Trade-Ausführung (blaue Linie) und vier Tage später am Fälligkeitstag (rote Linie). Die erwartete Bewegung für AAPL liegt für diese Handelswoche mit 68 Prozent Wahrscheinlich- keit bei ±8,88 Punkten. Die perfekte Symmetrie, aus der die binäre Chancengleichheit des Handelswerkzeugs resultiert, ist gut zu erkennen.

Quelle: ThinkOrSwim Handelsplattform

um, so erzielen wir tatsächlich 60 Gewinne und 40 Verlus- te. Sind alle Gewinne/Verluste betragsmäßig gleich groß, bleiben uns nach 100 Versuchen netto 20 Gewinne. Wir haben also unsere Handelssystematik 1:1 umgesetzt und unser Gesamtgewinn teilt sich zum Gesamtverlust tat- sächlich im Verhältnis 60 Prozent zu 40 Prozent auf. Die ideale 100/100 binäre Option stellt somit ein völlig neut- rales Handelswerkzeug dar, das per se den Ausgang des Trades nicht beeinflusst.

Eigenbau von realen 100/100 binären Optionen

Soweit die Theorie. Wie gut funktioniert das Ganze nun in der Praxis und welche Hindernisse gibt es? Zuerst die gute Nachricht: Es funktioniert so gut, dass viele Options- Profis dieses Werkzeug zur direkten Umsetzung ihrer Handelsstrategien verwenden. Hierbei wird fast immer auf zwei Punkte geachtet: a) die Verwendung wirklich li- quider Handelsprodukte und b) Optionen mit engen Geld/ Brief-Spannen. Gratis-Scanner wie FinViz.com helfen Ih- nen dabei, derartige Handelsprodukte zu identifizieren, zum Beispiel die Kürzel SPY, QQQ, TLT, GLD, AAPL, FB, MSFT, GOOG. Im Folgenden konstruieren wir einen realen 100/100 binären Long-Call-Spread mit Weekly-Optionen der App- le-Aktie, Kürzel AAPL (siehe Jens Rabe, „Weekly Op- tions“, TRADERS´ 05 und 06/2013). Das grüne Feld in Bild 1 zeigt einen vertikalen Spread aus dem Kauf von zwei Weekly-AAPL-Calls (Strike 405 Dollar) und dem Verkauf

von zwei Weekly-AAPL-Calls (Strike 415 Dollar). Beim Abschluss des Tra- des (01.07.2013, 20:41 CET) steht der AAPL-Kurs bei 409,99 Dollar, also mittig zwischen den Strikes. Der Preis für den Options-Spread (rote Zahl) beträgt zu diesem Zeitpunkt genau 5,00 Dollar, also die Hälfte der Spanne des Spreads ($415 - $405 = $10). Da jeder AAPL-Kontrakt 100 Aktien bein- haltet und wir jeweils zwei Kontrakte handeln, beträgt unser eingesetztes Kapital $5,00 * 100 * 2 = $1000, ent- sprechend unserem höchstmöglichen Verlust. Der höchstmögliche Gewinn berechnet sich aus der Preisspanne des Spreads $10,00 * 100 * 2 = $2000 minus der 1000 Dollar eingesetzten Kapitals, sodass sich wiederum 1000

Dollar ergeben. Voilà, nun haben wir unsere 100/100 binäre Bull-Option mit den maximalen Gewinn-/Verlust- Grenzen von ±1000 Dollar. Beim realen Traden fallen natürlich je nach Broker noch Gebühren an und verschieben die binäre Symmetrie des Instruments etwas, zum Beispiel resultieren für den Kauf/Rückkauf des Spreads $5 * 4 = $20 in einem Gewinn/ Verlust-Verhältnis von +$980/-$1020. Oft lassen sich die- se Gebühren aber durch einen vorteilhaften Einkaufspreis mittels einer Limit-Order schon bei der Ausführung des Tra- des kompensieren, wir kaufen etwa den AAPL-Spread et- was günstiger für 4,90 Dollar anstatt für 5,00 Dollar. Selbst wenn unser Spread dabei nicht exakt mittig zwischen den Strikes ausgeführt wird, erzielen wir auch in realen Trades ein ausgewogenes CRV, und zwar nach dem Einrechnen der Gebühren und der Geld-/Brief-Spanne. Natürlich bleibt es jedem Trader selbst überlassen, ob er nur nahezu idea- le Trades mit einem 100/100-Verhältnis akzeptiert oder ob er sich auch mal mit einem CRV von 95/105 zufrieden gibt und so seine Trades häufiger ausgeführt sieht.

Die 100/100 binäre Option im Realitäts-Check

Im hellblauen Bereich von Bild 1 werden zwei Gewinn-/ Verlust-Kurven (G/V) unseres Handelsinstruments dar- gestellt. Die rote Linie zeigt den G/V-Verlauf am Fällig- keitstag (05.07.2013) und die blaue Linie den Ist-Zustand bei Trade-Ausführung (01.07.2013). Wir stellen fest, dass es zum Kaufzeitpunkt (blau) eines sehr heftigen Preis- sprungs von ±25 AAPL-Punkten bedürfte, um den Trade in die ±1000 Dollar G/V-Zonen zu katapultieren. Am

Verfallstag (rot) reicht hierfür schon eine Bewegung von ±5 AAPL-Punkten. Aufgrund der impliziten Volatilität am Kauftag wird eine Bewegung von ±8,88 Punkten bis zum Verfallstag erwartet – mit 68 Prozent Wahrscheinlichkeit, entsprechend einer Standardabweichung. Anders ausge- drückt, ist es ziemlich wahrscheinlich, dass sich der Kurs innerhalb einer Woche mindestens um ±5 Punkte bewegt und so die Maximalzonen erreicht. Im Allgemeinen gilt:

Je enger der Options-Spread, desto wahrscheinlicher das Erreichen dieser Zonen. Bei AAPL-Schlusskursen innerhalb der 405/415-Dol- lar-Spanne kommt es zu Gewinnen oder Verlusten, die unter den binären Zielwerten von ±1000 Dollar liegen. Wäre unser neues Handelswerkzeug „binär“ im wahr- sten Sinne der Definition, dann wären nur zwei Zustände erlaubt, nämlich +1000 und -1000 Dollar. Bei kommerziell angebotenen binären Optionen ist das so, sie kennen nur zwei Zustände. Allerdings besteht bei diesen Produkten keine „binäre“ Chancengleichheit, das heißt, die Verlus- te sind immer größer als die Gewinne. Es stellt sich also die Frage, welche der binären Eigenschaften wichtiger für den Trader ist. Und die Antwort ist offensichtlich: die Chancengleichheit! Die Symmetrie der Kurven in Bild 1 drückt aus, dass bei 100/100 binären Optionen die Wahr- scheinlichkeiten von Verlust und Gewinn gleich verteilt sind und jeweils 50 Prozent betragen. Dies gilt statistisch für alle Trades, also auch für diejenigen, die betragsmä- ßig mit einem Gewinn beziehungsweise Verlust von un- ter +1000 oder -1000 Dollar enden. Im statistischen Mittel verteilen sich also auch die Gewinne und Verluste die- ser kleineren Trades im Verhältnis der Trefferquote – zum Beispiel 60/40 Prozent – und die Neutralität des Handels- instruments bleibt erhalten.

Fazit

Die 100/100 binäre Option funktioniert als einfaches sym- metrisches Werkzeug zur 1:1-Umsetzung von Handelsan- sätzen mit direktionaler Prognose. Eine Trefferquote von 60 Prozent resultiert also tatsächlich in 60 Prozent Geld- gewinn und 40 Prozent Geldverlust, sodass schlussend- lich 20 Prozent als Gewinn übrig bleiben. Das Werkzeug selbst verhält sich neutral. Beim realen Einsatz von 100/100 binären Optionen muss vor allem auf die Liquidität und die Geld/Brief- Spanne geachtet werden. Es gibt unzählige Optionen für die verschiedensten Zeitfenster, einschließlich Dai- ly-, Weekly-, Monthly- und Langzeit-Optionen (Leaps). Im Praxistest hat sich gezeigt, dass erst bei wöchentlichen und länger laufenden Optionen vorteilhafte Spread-Preise erzielbar sind.

INSIGHTS

Infobox

Deutsches Steuerrecht: Da in Deutschland wertlos verfal- lende Optionen nicht als Verluste deklariert werden können, sollten bei Verlust-Trades die Spreads vor dem Fälligkeits- termin zu einem geringen Restwert zurückgekauft werden. Hierbei entstehen natürlich nochmals Gebühren, die hier schon beim Aufsetzen der Trades berücksichtigt werden.

Spread: Ein vertikaler Spread besteht aus einer gekauften und einer verkauften Optionsposition. Die Differenz zwi- schen den Strikes der beiden Positionen definiert die Spanne des Spreads. Bei einem Long-Call-Spread ist das maximale Verlustpotenzial die bezahlte Prämie. Das maximale Gewinn- potenzial errechnet sich aus der Spanne des Spreads minus der bezahlten Prämie. Wird ein Spread wie bei der 100/100 binären Option symmetrisch um den Basiswert herumge- legt, heben sich die ebenfalls symmetrischen Zeitwerte der beiden Optionen genau auf. Als Resultat bleibt die Symme- trie des Spreads über seine gesamte Laufzeit erhalten.

Strike: Der Strike ist der Ausübungspreis einer Option. Der Käufer einer Kaufoption (Call) hat das Recht, den Basiswert einer Option für den Strike-Preis zu kaufen, ist aber nicht dazu verpflichtet. Der Käufer einer Verkaufsoption (Put) hin- gegen hat das Recht – aber nicht die Pflicht –, den Basis- wert zum Strike-Preis verkaufen zu dürfen. Im Gegensatz hierzu übernehmen Options-Verkäufer die Pflichten, zum Strike-Preis verkaufen zu müssen (beim Short-Call) und zum Strike-Preis kaufen zu müssen (beim Short-Put).

zum Strike-Preis verkaufen zu müssen (beim Short-Call) und zum Strike-Preis kaufen zu müssen (beim Short-Put).

Im zweiten Teil des Artikels werden wir den klassi- schen Stopp-Loss-Handel mit dem Traden ohne Stopp- Loss mittels 100/100 binärer Optionen vergleichen. Hierbei legen wir ein besonderes Augenmerk auf han- delspsychologische Aspekte. Es wird sich zeigen, dass Sie mit 100/100 binären Optionen systematisch Unsicher- heiten verringern, mental entspannter handeln und auch eine Menge Zeit gewinnen können. «

Thomas L. Hoffmann, Ph.D. Tom Hoffmann handelt seit mehr als 15 Jahren aktiv in den
Thomas L. Hoffmann, Ph.D.
Tom Hoffmann handelt seit mehr als 15 Jahren
aktiv in den Märkten, wobei Options-Strategien
und mentale Aspekte des Handels für ihn eine
besondere Rolle spielen. Seine Webseite
www.InOutSignal.com bietet Hilfestellung bei
der Entwicklung und Umsetzung von stress-
armen, zeitsparenden Handelsstrategien.
tom@inoutsignal.com

INSIGHTS – NEWS

www.traders-mag.com 10.2013

TRADERS´

Ein Wettkampf endet erst an der Ziellinie. Und beimTrading steht der Gewinn oder Verlust eines Tages erst dann fest, wenn alle Positionen geschlossen sind und die Handelsplattform herun- tergefahren wird. Dies ist eine weitere Parallele zwischen dem Triathlon und dem kurzfristigen Börsenhandel, die wir im Lau- fe der diesjährigen Triathlon-Saison entdeckt haben. Um solche Parallelen aufzuzeigen, hat TRADERS´ seinen stellvertretenden Chefredakteur Marko Gränitz bei seinen Wettkämpfen unter- stützt. Am 1. September konnte er dabei einen würdigen Sai- sonabschluss einfahren: Beim Triathlon in Bad Kissingen be- legte er den dritten Platz und erkämpfte damit seinen ersten Podestplatz überhaupt. Dabei war das Rennen bis zum Ende knapp: Die Entscheidung fiel erst auf den letzten 100 Metern – Marko Gränitz konnte seinen Kontrahenten im Schluss-Sprint überholen. Wie beim Trading zahlt es sich auch im Sport aus, bis zur letzten Sekunde konzentriert zu sein. In der nächsten Ausgabe werden wir den Vergleich von Triathlon und Trading in unserer Coverstory thematisieren und dabei die vielen Par- allelen, die wir im Laufe des Jahres entdeckt haben, genauer beschreiben. Mit Sicherheit können Sie daraus etwas für Ihr ei- genesTrading lernen – Sie dürfen also gespannt sein!

Quelle: triathlon.graenitz.org

dürfen also gespannt sein! Quelle: triathlon.graenitz.org SCHLIESST Die Royal Bank of Scotland plc (RBS) hat kürzlich
dürfen also gespannt sein! Quelle: triathlon.graenitz.org SCHLIESST Die Royal Bank of Scotland plc (RBS) hat kürzlich

SCHLIESST

Die Royal Bank of Scotland plc (RBS) hat kürzlich bekannt gegeben, dass sie ihren Geschäftsbereich Markets neu ausrichten wird. Als Folge dieser Entscheidung wird RBS die CFD-Handelsplattform marketindex mit Wirkung zum 8. November 2013 um 16.00 MEZ (Beendigungszeitpunkt) schließen. Ab dem Beendigungszeitpunkt wird RBS die CFD-Handelsplattform marketindex nicht mehr fortführen und der Handel auf marketindex wird eingestellt.

Quelle: www.marketindex.de

RISIKOBEREITSCHAFT DER ANLEGER

Anleger scheuten im August jedwe- des Risiko und agierten sehr defensiv. Das ist ein Ergebnis der jüngsten Aus- wertung des UBS Investor Sentiment Index, der die Risikobereitschaft der Käufer von UBS Discount-Zertifikaten auf den DAX misst. Der durchschnitt-

lich gewählte Cap lag im August 21 Prozent unter dem jeweils aktuellen Stand des Leitindex und erreichte da- mit den niedrigsten Stand seit Okto- ber 2011 – im Vormonat Juli lag dieser Wert noch bei 13,74 Prozent.

Quelle: www.ubs.com

INSIGHTS – NEWS

www.traders-mag.com 10.2013

INSIGHTS – NEWS www.traders-mag.com 10.2013 FINANZCOACH FÜR DEN Auf das staatliche Rentensystem ist kein Verlass
INSIGHTS – NEWS www.traders-mag.com 10.2013 FINANZCOACH FÜR DEN Auf das staatliche Rentensystem ist kein Verlass
INSIGHTS – NEWS www.traders-mag.com 10.2013 FINANZCOACH FÜR DEN Auf das staatliche Rentensystem ist kein Verlass
INSIGHTS – NEWS www.traders-mag.com 10.2013 FINANZCOACH FÜR DEN Auf das staatliche Rentensystem ist kein Verlass

FINANZCOACH FÜR DEN

Auf das staatliche Rentensystem ist kein Verlass mehr. Selbst die Grundversorgung ist nicht mehr so sicher wie vor 20 Jahren. Wer da- rauf baut, den Ruhestand mit seiner erarbeiteten Rente genießen zu können, der ist auf dem Holzweg. Private Vorsorge und ein vernünf- tiger Finanzplan sind das A und O für ein sorgenfreies Leben als Pen- sionär. Michael Huber und Tom Friess sind seit Jahren als Berater in punkto Altersvorsorge tätig und kennen die Sorgen und Nöte, die sich einstellen, wenn der Ruhestand in absehbare Nähe rückt. Ihre Erfahrungen im Vermögensaufbau haben sie in diesem Buch zusam- mengefasst. Die nachvollziehbaren und vor allem praktikablen Stra- tegien zeigen, wie man auch in wenigen Jahren noch eine hervorra- gende Basis für ein entspanntes Leben in Rente schaffen kann.

Quelle: www.finanzbuchverlag.de

in Rente schaffen kann. Quelle: www.finanzbuchverlag.de Eckdaten zum Buch Seiten: 336 ISBN: 978-3-89879-834-1
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Preis: 29,99 € Verlag: FinanzBuch Verlag

978-3-89879-834-1 Preis: 29,99 € Verlag: FinanzBuch Verlag Online-Umfrage sein Votum verge- ben. Mit etwas Glück

Online-Umfrage sein Votum verge- ben. Mit etwas Glück winken hierbei jedem Teilnehmer wertvolle Preise. Die Umfrage läuft vom 16. Septem- ber bis zum 20. Oktober 2013. Der ETP-Informationsabend findet wie in den Vorjahren am Abend in den Räumen der Börse Stuttgart statt. Von 17:00 bis 21:00 Uhr können sich Anleger direkt an den Ständen informieren und an Fachvorträgen teilhaben. Alle Informationen zu den ETP- Awards 2013 finden Anleger unter:

Quelle: www.award.extra-funds.de

2013 finden Anleger unter: Quelle: www.award.extra-funds.de TRADERS´ IST MEDIENPARTNER Am 7. November 2013 vergibt das

TRADERS´ IST MEDIENPARTNER

Am 7. November 2013 vergibt das EX- tra-Magazin zusammen mit der Börse Stuttgart nun zum fünften Mal die ETF- Awards. Dieses Jahr dürfen erstmals auch die ETC-Favoriten gewählt werden, so wird der ETF-Award zum ETP-Award. TRADERS´ ist als Medienpartner mit von der Partie und wird in der nächsten Ausgabe ausführlich über die Wahl berichten.

Der Preis wird in neun Katego- rien vergeben. Wie in den Vor- jahren wird der Award in den Unterkategorien „Beste Web- site“, „Bestes Produktangebot“, „Bester Service“, „Beste Kosten- struktur“ und „Höchste Innova- tionskraft“ überreicht. Der Ge- samtsieger der Unterkategorien und der Online-Abstimmung des Publikums wird dann zum „ETF-An- bieter des Jahres“ gekürt. Neben der 45-köpfigen Jury, der auch TRADERS´-Herausgeber Lothar Albert angehört, darf auch der Privatanleger mitbestimmen und im Rahmen einer

der auch TRADERS´-Herausgeber Lothar Albert angehört, darf auch der Privatanleger mitbestimmen und im Rahmen einer 34

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INSIGHTS – NEWS

SICH IMMER MEHR

Immer mehr Privatanleger beziehen Zertifikate in ihre An- lageüberlegungen mit ein. Das ist das Ergebnis der aktu- ellen Online-Umfrage des Deutschen Derivate Verbands (DDV). An der Umfrage, die gemeinsam mit sieben großen Finanzportalen durchgeführt wurde, beteiligten sich 2749

Personen. Dabei handelt es sich in der Regel um gut in- formierte Anleger, die als Selbstentscheider ohne Berater investieren. Gut jeder Zweite beschäftigt sich bereits seit mehr als fünf Jahren mit Zertifikaten. Etwa zwölf Prozent berücksichtigen Zertifikate seit drei bis fünf Jahren bei ih- ren Investments, während sich fast 15 Prozent seit ein bis drei Jahren für Zertifikate interessieren. Für knapp 24 Pro- zent der Befragten ist der Umgang mit Zertifikaten aller- dings noch weitgehend Neuland.

Quelle: www.derivateverband.de

weniger als 1 Jahrnoch weitgehend Neuland. Quelle: www.derivateverband.de 1-3 Jahre 3-5 Jahre mehr als 5 Jahre 23,9% 49,6% 14,8%

1-3 JahreNeuland. Quelle: www.derivateverband.de weniger als 1 Jahr 3-5 Jahre mehr als 5 Jahre 23,9% 49,6% 14,8%

3-5 JahreQuelle: www.derivateverband.de weniger als 1 Jahr 1-3 Jahre mehr als 5 Jahre 23,9% 49,6% 14,8% 11,7%

mehr als 5 Jahreweniger als 1 Jahr 1-3 Jahre 3-5 Jahre 23,9% 49,6% 14,8% 11,7% Anzeige DIE SCHÖNSTEN

23,9% 49,6% 14,8% 11,7%
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DIE SCHÖNSTEN TRADINGRÄUME DEUTSCHLANDS SCHÖNER, BESSER UND INTENSIVER LERNEN GEHT NICHT Das Traderhotel bietet eine
DIE SCHÖNSTEN TRADINGRÄUME DEUTSCHLANDS
SCHÖNER, BESSER UND INTENSIVER LERNEN GEHT NICHT
Das Traderhotel bietet eine Tele-
kom Business Standleitung, Trader
Tische, Videobeamer, verschiede-
ne Zeitschriften wie das Traders
Magazin, Der Aktionär und der
Börsentrend, Trader Bücher zum
Leihen und Kaufen, private Coa-
chings, Trader Seminare, Trader
Vorträge und vieles mehr.
DAS SAGEN UNSERE REFERENTEN
DAS SAGEN UNSERE GÄSTE
http://traderhotel.info/gaestebuch
Erdal Cene :
Zeit und die hast du hier, in diesen
ausführlichen Seminaren auf der
Franziskushöhe.“
A.H.S.:
groß, sauber mit allem ausgestattet was
man so braucht. Ich kann das Traderhotel
„Es ist hier ein komplett neuer Se-
minarssal gebaut worden, wo das
Arbeiten Spaß macht. Es herrscht
hier eine Art Klausurstimmung,
die Teilnehmer sind wenig abge-
lenkt.“
zum „
anderen war unsere Unterbringung
mit gutem Gewissen weiterempfehlen.“
Stefan Fröhlich:
im Trader-Hotel Franziskushöhe besonders
hervorzuheben, ebenso die ausgezeichnete
Verpflegung im Hotel.“
M.R.:
„Unsere Teilnehmer sind immer
wieder von der tollen Atmosphäre
und der sehr guten technischen
Infrastruktur begeistert. Wir von
Fipertec waren beim Traderhotel
von Anfang an dabei und können
uns mittlerweile keinen besseren
Ort für unsere Workshops vor-
stellen.“
Norbert S.:
Michael Voigt:
„Das Hotel ist bestens für solche Seminare
geeignet. Man kann sich prima konzentrie-
ren, die Internetverbindung ist stabil, WIFI
ist fast überall gut zu empfangen. Die Ver-
pflegung läßt keine Wünsche offen, das Per-
sonal ist sehr freundlich, die Zimmer sind
Das Trader-Hotel ist eine hervorragende Ho-
tel- und Seminar-Adresse. Ist schön gele-
gen, hatte ein tolles Zimmer und das Essen
war für meinen Geschmack richtig gut. Hier
ist man während der Lernerei auf alle Fälle
bestens versorgt.
Trader Hotel –
Traden mit Weitblick
„Mir ist die psychologische Be-
treuung der Teilnehmer wichtig.
Wenn ich ihnen den täglichen
Handel präsentiere, sehen sie ja,
wie ich reagiere. Das hat Vorbild-
wirkung. Dafür brauchst du aber
Informationen unter www.traderhotel.info
Trader Seminare, Manuela Völkel-Fröhlich, Tel.: 09352-604-222 und Email: mvf@traderhotel.info

INSIGHTS – NEWS

www.traders-mag.com 10.2013

Bild: http://img.ibtimes.comBild:

http://s.wsj.net/public/resources/images

WO IST DAS GELD GEBLIEBEN?

Im Fall der MF Global-Pleite schaltet sich nun die CFTC (Commodity Fu- tures Trading Commission) ein und bringt eine Anklage gegen die Fir- ma, Unternehmenschef Jon Corzine und die stellvertretenden Finanzche- fin Edith O´Brien hervor. Demnach sollen 1,2 Milliarden Dol- lar Kundengelder für Spekulationen auf europäische Staatsanleihen ge- nutzt worden sein. Anhand von auf- gezeichneten Telefonaten und E-Mails wurde ein großes Durcheinander an Transaktionen von Kunden- und Fir- menkonten aufgedeckt. So wurden von der Bank of New York Mellon (BONY) auf O´Briens Auftrag hin grö- ßere Geldbeträge umgebucht. Bei der BONY liegen neben den firmeneige- nen Konten auch extra abgegrenzte Kundenkonten. Selbst auf die Nach- frage der BONY hin, ob die Transfers auch den Vorschriften der CFTC ent- sprächen, soll O´Brien entgegnet ha- ben, dass keine Kontrolle nötig sei. Die Anklage besagt weiterhin, dass MF Global die Firmenpolitik missach- tet hat, indem mehr Geld ausgegeben wurde, als auf den Firmenkonten zur

Verfügung stand. Laut den Aufzeich- nungen soll Corzine durchaus darüber informiert worden sein und dennoch die Transaktionen angeordnet haben. Von den abgegrenzten Kundenkonten wurden Gelder abgezweigt, um die fir- meneigene Liquidität zu wahren. Er wisse schlichtweg nicht, wo das Geld hin ist, so Corzine in der Zeu- genaussage vor dem Komitee. Er sei fassungslos gewesen, dass MF Glo- bal nicht für die vielen hundert Milli- onen Dollar der Kunden aufkommen konnte. Finanzchefin O´Brien hüllt sich indes in Schweigen. Die Pleite von MF Global ist die acht- größte in der US-Geschichte. Corzine wollte aus der Firma eine Investment- bank mit einer Eigenhandelsabteilung machen. Das Unternehmen verzockte sich allerdings bei Käufen europä- ischer Staatsanleihen und musste 2011 Insolvenz anmelden. Bei den Un- tersuchungen stellte sich zudem he- raus, dass 1,2 Milliarden Dollar aus den Kundenkonten fehlen. Daraufhin schritt die CFTC ein. Deren Vorschriften besagen, dass Kundenkonten strikt von den firmeneigenen Konten ge-

dass Kundenkonten strikt von den firmeneigenen Konten ge- Jon Corzine Edith O´Brien trennt sein müssen. Ein

Jon Corzine

strikt von den firmeneigenen Konten ge- Jon Corzine Edith O´Brien trennt sein müssen. Ein Zugriff auf

Edith O´Brien

trennt sein müssen. Ein Zugriff auf die abgegrenzten Konten ist nicht erlaubt. So kam es zu einer Anklage gegen MF Global durch die CFTC. Es wird nun weiterhin mittels Befra- gungen der Mitarbeiter geprüft, in- wieweit Corzines Aussage zutrifft. Wo das Geld hin ist, weiß allerdings im- mer noch keiner.

Quelle: www.futuresmag.com

allerdings im- mer noch keiner. Quelle: www.futuresmag.com TRADERS´ REDAKTEURIN NUN Im August dieses Jahres gaben sich
allerdings im- mer noch keiner. Quelle: www.futuresmag.com TRADERS´ REDAKTEURIN NUN Im August dieses Jahres gaben sich

TRADERS´ REDAKTEURIN NUN

Im August dieses Jahres gaben sich Nadine von Malek, stellver- tretende Chefredakteurin von TRADERS´, und ihr langjähriger Freund Stefan Wiget das Ja-Wort in Volkach am Main. 2008 be- gann Nadines Karriere bei TRADERS´ als Volontärin in der Re- daktion – nun ist sie hauptverantwortlich für die deutsche und englische Ausgabe des Magazins und den Anzeigen-Verkauf. Das ganze TRADERS´-Team zusammen mit Chefredakteur Lo- thar Albert gratuliert Nadine und Stefan Wiget ganz herzlich zur Hochzeit! Das TRADERS´-Team sagt nicht nur „Danke“ für den schönen Polterabend, sondern auch für die hervorragende Ar- beit seiner Redakteurin. Mach weiter so!

für den schönen Polterabend, sondern auch für die hervorragende Ar- beit seiner Redakteurin. Mach weiter so!

INSIGHTS – NEWS

www.traders-mag.com 10.2013

INSIGHTS – NEWS www.traders-mag.com 10.2013 DEUTSCHLAND BRAUCHT Aktienjahr, Börsen- hausse und nachlas- sende

DEUTSCHLAND BRAUCHT

Aktienjahr, Börsen- hausse und nachlas- sende Staatsschulden- krise – das klingt nach guten Rahmenbedingungen für Inve- storen. Doch gerade die Privatanle- ger agieren nach wie vor verhalten. Mit rund 54 Milliarden Euro Handelsumsatz bis Ende Juli entspreche die Geschäftsentwicklung

bis Ende Juli entspreche die Geschäftsentwicklung an der Börse Stuttgart zwar den Erwartungen, dennoch sei

an der Börse Stuttgart zwar den Erwartungen, dennoch sei die Zurückhaltung der Investoren weiterhin zu spüren, sagt Christoph Lammersdorf, Vorsitzender der Geschäfts- führung der Boerse Stuttgart Holding GmbH. „Deutsch- land braucht mehr Privatanleger, die ihr Geld anders anlegen als bisher.“ Christoph Lammersdorf sieht die Ge- fahr, dass klassische Anlageinstrumente aufgrund der niedrigen Zinsen für die Altersvorsorge nicht ausreichen.

Quelle: www.boerse-stuttgart.de/sommerinterview

ausreichen. Quelle: www.boerse-stuttgart.de/sommerinterview BROKERS‘ CORNER AFX Captial ist Sponsor des FC Lugano,

BROKERS‘ CORNER

www.boerse-stuttgart.de/sommerinterview BROKERS‘ CORNER AFX Captial ist Sponsor des FC Lugano, einem Schweizer

AFX Captial ist Sponsor des FC Lugano, einem Schweizer Fußball- Club mit Sitz in Lugano. Das Team wurde 1908 gegründet und ge- wann den Schweizer Cup zum ersten Mal in 1931. Es spielt der- zeit in der Schweizer Super League und AFX Capital wird auf dem Team-Shirt für die Saison 2013 bis 2014 erscheinen.

Quelle: www.afxcapital.com

Saison 2013 bis 2014 erscheinen. Quelle: www.afxcapital.com Die Kunden der Brokerjet Bank AG in Österreich können

Die Kunden der Brokerjet Bank AG in Österreich können ab so- fort direkt mit der Baader Bank handeln. Die Baader Bank erwei- tert das Produktangebot von Brokerjet um Anleihen, Aktien und Fonds & ETFs. Sie bietet den Handel von mehr als 2000 Anleihen, 2500 Aktientiteln sowie 2500 ETFs & Fonds. Die Kunden von Bro- kerjet profitieren zudem von längeren Handelszeiten, börsentäg- lich von 08:00 bis 22:00 Uhr. Anleihen sind von 08:00 bis 17:00 Uhr handelbar.

Quelle: www.baaderbank.de

von 08:00 bis 17:00 Uhr handelbar. Quelle: www.baaderbank.de ETX Capital will gemeinsam mit Bet3000 einen brandneuen

ETX Capital will gemeinsam mit Bet3000 einen brandneuen CFD- Handelsdienst starten. Die Webseite wird dem Sportwetten- und Kasinokundenstamm von Bet3000 ermöglichen, sich mittels Dif- ferenzkontrakten (CFDs) am Handel mit Finanzderivaten zu betei- ligen. Die Partnerschaft beinhaltet vollständigen Zugriff auf die hochentwickelte Handelsplattform, wettbewerbsfähige Spreads sowie umfangreiche Marktinstrumente von ETX Capital.

Quelle: www.etxcapital.de

Marktinstrumente von ETX Capital. Quelle: www.etxcapital.de FXCM konnte im abgelaufenen Quartal (April bis Juni) seine

FXCM konnte im abgelaufenen Quartal (April bis Juni) seine Er- löse auf 140,1 Millionen Dollar von 91,7 Millionen Dollar im Vor- jahresquartal steigern. Das entspricht einem Plus von 53 Prozent. Der nach US-GAAP bilanzierte und FXCM Inc. zurechenbare Net- togewinn lag bei 10,1 Millionen Dollar, was 32 US-Cent pro Aktie entsprach. Im Vorjahresquartal stand noch ein Verlust von 1,4 Mil- lionen Dollar oder 0,06 USD/Aktie in den Büchern.

Quelle: www.fxcm.de

oder 0,06 USD/Aktie in den Büchern. Quelle: www.fxcm.de Das bisherige Mitglied und der Sprecher des Vorstandes

Das bisherige Mitglied und der Sprecher des Vorstandes der ViTra- de AG, Matthias Hach, hat das Unternehmen auf eigenen Wunsch zum 31.08.2013 verlassen. Hach hat zusammen mit seinen Vor- standskollegen den im März 2010 neu gegründeten Online-Bro- ker in den vergangenen drei Jahren zu einem etablierten und professionellen Unternehmen geführt und konnte in dieser Zeit zahlreiche Auszeichnungen gewinnen. Die Geschäfte der ViTrade AG werden von dem erfahrenen Team und unter Leitung des Vor- standsmitglieds Dr. Carsten Rößner weiter geführt.

Quelle: www.vitrade.de

Dr. Carsten Rößner weiter geführt. Quelle: www.vitrade.de WH SelfInvest hat zwei neue kostenlose Trading-Signale in

WH SelfInvest hat zwei neue kostenlose Trading-Signale in sei- ne Handelsplattform eingefügt. Das eine Signal basiert auf dem Schließen von Intraday Gaps, das andere erlaubt esTradern, eige- ne Kerzenformationen zu definieren und zu testen.

Quelle: www.whselfinvest.de

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NEUE PRODUKTE WEBREVIEW SOFTWARETEST LESEZEICHEN APPREVIEW
NEUE PRODUKTE
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Neue Produkte

Neues aus der Welt der Technik

» CitiFirst launcht neue innovative Webseiten. Citigroup

und Smarthouse Media, Anbieter web-basierter Fi- nanzapplikationen, vertiefen ihre Zusammenarbeit und schließen einen Rahmenvertrag über die Zusammenar- beit im Bereich der Erstellung und dem Betrieb der In- ternet-Seiten von CitiFirst. Die neu gestalteten Websei- ten für Deutschland und Frankreich sind ab sofort unter www.citifirst.com verfügbar. Den aktualisierten Auftritt zeichnet ein frisches Design und eine bessere Usability aus. Gleichzeitig tragen die neuen Webseiten den aktu- ellen regulatorischen Anforderungen Rechnung. Weitere Informationen finden Sie unter www.citifirst.com.

» Interactive Data, ein Anbieter von Marktdaten-Lösun-

gen für die globale Rohstoff- und Energieindustrie, hat seine neueste Version von FutureSource angekündigt. FutureSource ermöglicht dem User die Verwaltung und Analyse von Marktdaten sowie die Handelsausführung durch eine Vielzahl von Futures-Kommissionären. Fu- tureSource 3.6 wurde deutlich verbessert. So sind die Daten ab sofort einfacher zu finden und neue Inhalte von

FutureSource

FutureSource

CitiFirst

CitiFirst

verschiedenen Anbietern erlauben es dem User, die ak- tuellen Trends in den Energie-, Agrar- und Metallmärkten zu erkennen. Mit FutureSource 3.6 können Benutzer ihren Blick auf Marktdaten und deren Analyse verbessern. Da- rüber hinaus bietet das Programm folgende Funktionen:

implizite Volatilität im Chart, Import und Export externer Daten, Verlinkung von Symbolen und VWAP Rechner. Eine neue und verbesserte Form von Excel Add-on-Werk- zeugen hilft beim Downloaden historischer Daten in Ex- cel. So können die User historische Daten und Formeln von FutureSource extrahieren. Mehr Informationen er- halten Sie unter www.futuresource.com.

» Der Börsensoftwarespezialist ETS hat einen neuen Ak- tienüberwachungsservice ins Leben gerufen. Der „CATE- StockWatch-Service“ überwacht tagesaktuell einzelne Wertpapiere privater Anlage-Depots. Dazu muss der Nut- zer nur die entsprechende Wertpapierkennung und sei- nen Startkurs angeben. So erkennt CATE, ob der Nutzer aktuell im Gewinn oder im Verlust liegt. Damit gibt es für

Privatkunden erstmals ein flexibles adaptives Stopp-Loss- Überwachungssystem, das tagesaktuell alle Kursdaten im Blick hat und per E-Mail alarmiert, sobald ihre Aktien dro- hen, in die Verlustzone zu rutschen. Sollte der Kurs in die erwartete Richtung laufen, wird die Stopp-Loss-Schwelle automatisch angepasst. Und auch bei Seitwärtsbewegun- gen alarmiert der StockWatch-Service: Wenn die aktuellen Kurse über mehr als 200 Börsentage innerhalb eines en- gen Wertebereichs liegen, wird ein Ausstieg mit Gewinn gesucht und entsprechend per E-Mail informiert. Weitere Informationen unter www.cate.sh.

» John Bollinger hat eine Bollinger Band App für mo-

bile Geräte auf den Markt gebracht. Die App vereint die beliebtesten Charting- und Screening Features der Bollinger-Band-Webseiten und bietet unter anderem die folgenden Funktionen: vollständig interaktive tech- nische Charts mit Streaming-Daten, Kurshistorien und mehr als 50 technischen Indikatoren und anpassbaren Stopps; den „Bollinger Expert“, sprich Audio- oder Text- Miniatur-Porträts des technischen Status einer Aktie oder eines Fonds; Aktien-Screening basierend auf Bol- linger-Bänder-Mustern, Kurs, Kapitalisierung, Money Flow Index, RSI und so weiter. Der Download der App ist kostenlos, ebenso wie viele der Chart- und Analyse- Features. Ein Bonus für bestehende Abonnenten einer der Bollinger-Charting-Webseiten ist der Zugang zu den Analysen und den zusätzlichen hochentwickelten Fea- tures der App. Die Android App ist bereits jetzt erhält- lich, eine Apple App wird in Kürze folgen. Nähere Details unter www.BollingerBands.com.

» Gecko Software, der Entwickler von Track ´n Trade Live-

Trading-Plattformen, hat eine Drag&Drop-Funktion für den Optionshandel in seiner Futures-Handelsplattform eingebaut. So können die Benutzer die Optionen auf dem Bildschirm zu dem gewünschten Strike-Preis ziehen. Au- ßerdem können sie ab sofort auch Weekly Options di- rekt über die Track ´n Trade-Plattform handeln. Folgende Weekly Options sind verfügbar: Währungen, Getreide, E- mini S&P, E-mini NASDAQ, 10-jährige Staatsanleihen und 30-jährige Anleihen. Weitere Informationen gibt es unter www.TracknTrade.com.

TOOLS

CATE

CATE

» Tradespoon ist ein neuer täglicher Service, der Akti- en für private Trader empfiehlt. Dafür benutzt er einige Tools institutioneller Anleger, einschließlich eines auf Algorithmen basierenden, proprietären, quantitativen Systems. Damit versucht Tradespoon, private Trader auf Augenhöhe mit professionellen Tradern zu bringen. Der neue Service wurde von Vlad Karpel gegründet, der vor- her Leiter der Technologie bei OptionsXpress war. Tra- despoon liefert täglich Trading-Empfehlungen, die vom firmeneigenen System erzeugt wurden. Das System sagt Aktienbewegungen in bestimmten Zeitperioden voraus, überwacht wichtige technische Events wie Fibonacci- Retracements oder Cash-Flow-Veränderungen, legt das Positionsrisiko fest et cetera. Der Service enthält Strate- gien für Aktien, Optionen und Options-Spread-Trading. Für seine Empfehlungen verwendet Tradespoon sowohl technische als auch fundamentale Anaylsen. Mehr Infor- mationen unter www.Tradespoon.com.

Gewinnbringende Strategien für den aktuellen Markt

Mehr dazu auf der World of Trading 14.-16.11.2013 in Frankfurt

www.wot-messe.de

Strategien für den aktuellen Markt Mehr dazu auf der World of Trading 14.-16.11.2013 in Frankfurt www.wot-messe.de

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www.traders-mag.com 10.2013

NEUE PRODUKTE WEBREVIEW SOFTWARETEST LESEZEICHEN APPREVIEW
NEUE PRODUKTE
WEBREVIEW
SOFTWARETEST
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MetaTrader Trading Signals

Neue Möglichkeiten mit Social Trading

Mehr als sieben Millionen Menschen nutzen mittlerweile die Dienste von Meta- Trader 4 und 5. Nun geht MetaQuotes einen Schritt weiter und bietet Usern die Möglichkeit, per Signal erfolgreichen Tradern zu folgen. Die größte Herausforderung bei der Einführung dieses Service war die Sicherheit aller Nutzer; denn schon kleine Sicherheitslücken könnten bei Abonnenten und Anbietern Verluste zur Folge haben.

» MetaTrader Trading Signals ist ein Social-Trading-Ser- vice, mit dem Anlegern und Managern ein leistungsstar- kes Tool an die Hand gegeben wird. Die Standard-Funk- tion, mit der Trades eines anderen Händlers automatisch kopiert werden können, steht ab sofort allen Nutzern von MetaTrader 4 und 5 zur Verfügung.

Die Testphase

Die Sicherheit der Anleger-Gelder auf den Konten war ei- nes der wichtigsten Themen im Rahmen dieser komplexen Aufgabe. Daher durchläuft jedes Signal eine obligatori-

sche einmonatige Testphase, bevor es für ein kostenpflich- tiges Abonnement zur Verfügung steht. Während der Testphase tätigt der Anbieter seine Handelsgeschäfte und verzeichnet dabei in der Regel sowohl Gewinne als auch Verluste. Nur wenn die einmonatige Testphase insgesamt mit einem Gewinn abgeschlossen wird, kann das Signal für ein Abonnement zur Verfügung gestellt werden. Signa- le, die die Testphase mit einem Verlust beenden, bleiben dagegen im Testmodus – so lange, bis auch sie am Ende ein positives Ergebnis aufweisen und damit freigeschaltet werden können – oder aber bis sie abgelehnt werden, weil

TOOLS

B1) Anmeldefenster auf der MetaTrader-Plattform

B1) Anmeldefenster auf der MetaTrader-Plattform Nutzer können bei der Anmeldung für ein Signal bestimmte

Nutzer können bei der Anmeldung für ein Signal bestimmte Risikoparameter festlegen und die Funktion für Realtime Trading einschalten.

Quelle: www.metaquotes.net

Fazit

MetaQuotes überzeugt bei seinem Service mit einem guten Sicherheitssystem, was viele Trader zu schätzen wissen. Es gibt bereits einige Trader, die ihre Handelssi- gnale auf MetaTrader 4 und MetaTrader 5 anbieten. Auf der anderen Seite sind Tausende anderer Trader deren Abonnenten und haben damit die Möglichkeit, auf einfa- che Weise an deren Performance teilzuhaben. «

B2) Liste aller verfügbaren Signal-Anbieter

B2) Liste aller verfügbaren Signal-Anbieter Bereits im ersten Monat haben viele Signale die Testphase bestanden und

Bereits im ersten Monat haben viele Signale die Testphase bestanden und konnten für das Abonnement freigegeben werden.

Quelle: www.metaquotes.net

sie es nicht schaffen, die Testphase mit einem Plus zu beenden.

Kein Overtrading

Ein großer Vorteil des Trading Signal- Service ist die Tatsache, dass es hier keinen Interessenkonflikt zwischen den Beteiligten gibt. Die Signal-Anbie- ter erhalten eine feste Abonnements- gebühr, und zwar unabhängig von den getätigten Geschäften und dem einge- fahrenen Gewinn. Daher wäre es für sie sinnlos, viele kleine Trades auszu- führen, um mehr Provisionsgebühren zu erhalten oder zu einer möglichen Steigerung des Gewinns ein zu hohes Risiko einzugehen. Die einzige Aufga-

be eines Signal-Anbieters besteht dar- in, nachhaltig Gewinn zu verzeichnen, da dadurch mehr Abonnenten gewon- nen werden. Eine weitere Komponente des Anlegerschutzes ist, dass der Nutzer jeweils nur ein Trading-Signal bei einem Handelskonto abonnieren kann. Denn mehrere Signa- le könnten bei ein und demselben Konto miteinander in Konflikt geraten. So kann zum Beispiel das eine Signal die Eingabe einer Short-Position erfordern, während ein

anderes Signal die Eingabe einer Long-Position verlangt. Zusätzlich können Anleger den Teil ihrer Einlage, der an ein Signal gebunden ist, auf einen bestimmten Prozentsatz reduzieren,

um beispielsweise zuerst einmal zu überprüfen, wie rentabel und zuver- lässig das Signal wirklich ist, bevor sie mehr Kapital investieren.

Sicherheit auch für Signal-Anbieter

Auch für einen entsprechend guten Schutz der Signal-Anbieter ist ge- sorgt. Zunächst einmal unterliegt der Zugriff auf die persönlichen Da- ten von Signal-Anbietern strengen Auflagen. Zweitens sind ihre Tra- ding-Konten sicher, da sie bei der Anmeldung eine Verbindung über einen Read-only-Modus herstellen. Hierbei können keine Geschäfte ge- tätigt werden, sodass Signal-Anbie- ter ihre Signale ohne Risiko versen- den können.

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Finden Sie den besten Aktien-Screener

Die wichtigsten Anbieter im Vergleich

Viele Trader suchen eine einfache Möglichkeit, ein großes Aktienuniversum nach bestimmten Kriterien zu durchsuchen, um so gezielt die besten Trading-Kandidaten ausfindig zu machen. In den letzten Monaten haben wir zahlreiche Leserbriefe zu diesem Thema bekommen, immer wieder mit der Frage nach einer Übersichtstabelle. Denn eine solche fand sich bisher – wenn überhaupt – nur in unvollständiger Form. Wir haben uns an die Arbeit gemacht und präsentieren Ihnen hier unsere große Übersicht zu den wichtigsten kostenfreien und kostenpflichtigen Angeboten.

» Aktien-Screener gehören heute zu den Standard-Tools vieler Trader. Es werden zahlreiche Screener angeboten, die eine individuelle Filterung zulassen – sowohl nach fun- damentalen als auch nach technischen Kriterien. Die An- wendung ist über vorgefertigte Auswahllisten meist recht einfach. Doch die große Frage unter Tradern bleibt: Wel- cher Screener kann was? Genau hier möchten wir für Sie etwas Licht ins Dunkle bringen und haben Details zu den wichtigsten Screening- Anbietern recherchiert. Die Allrounder unter den Aktien- Screenern bieten einen soliden Grundstock an technischen und fundamentalen Kriterien. Trader, die eine der beiden Analyseformen bevorzugen und ihr Screening dement- sprechend anpassen wollen, können schon vorher eine Auswahl der Filteroptionen treffen. Denn oft haben sich die Anbieter spezialisiert und können mit entsprechend

mehr Kriterien und Funktionen in diesem Bereich aufwar- ten. Trader, die gerne ihr eigenes System auf seine Taug- lichkeit überprüfen möchten, haben bei einigen Anbietern die Möglichkeit, einen Backtest ihres Screening-Setups durchzuführen oder sogar eigene, spezielle Indikatoren zu programmieren. Wer sich für einen gebührenpflichtigen Anbieter ent- scheidet, sollte zuvor einen Test-Account anlegen und se- hen, ob das Angebot zu einem passt und den Ansprüchen genügt. Einige gebührenpflichtige Anbieter gewähren weitere Vorteile: beispielsweise basiert das Screening auf Echtzeitdaten und weist zumeist umfangreichere Funktio- nen auf. Doch auch die meisten kostenfreien Anbieter müs- sen sich nicht verstecken. Wem ein Aktien-Screening noch nicht genügt, der kann je nach Anbieter mitunter auch auf ETF-, Forex-, und Fonds-Screener zurückgreifen. «

Ihre Treue

wird belohnt

Ihre Treue wird belohnt Eröffnen Sie ein Konto bei ActivTrades und erhalten Sie einen Bonus von
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1 Thomas More Square, E1W 1YN
London - Großbritannien
www.activtrades.de
Tel: +49 (0)69 2547 2476
germandesk@activtrades.com

Online-Broker seit 2001

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T1) Kostenfreie Anbieter von Aktien-Screenern

 

Premium

 

Anbieter

Web-Adresse

Sprache

Standard-

Option

Premium-

Option

Test-

Account

Märkte

Anzahl

Werte

ChartMill

www.chartmill.com

Englisch

0€

nein

nein

USA, Europa

8082

Daily Finance

www.dailyfinance.com

Englisch

0€

nein

nein

USA

4768

 

www.finanzen.net bzw.

Finanzen.net

www.quotenet.com

Deutsch, Englisch

0€

nein

nein

Aktien weltweit

über 40 000

finanztreff.de

http://aktien.finanztreff.de

Deutsch

0€

nein

nein

Aktien weltweit

39 000

 

39,50$ im

 

FINVIZ

www.finviz.com

Englisch

0€

Monat

nein

USA

6428

Google Finance

 

Englisch,

 

www.google.com/finance/

Chinesisch

0€

nein

nein

Aktien weltweit

67 239

 

89,95$ im

Paststat

http://paststat.com

Englisch

0€

Monat, 849,95$

im Jahr

Tag für

1

9,95$

USA

6500

 

http://shares.telegraph.co.uk/

 

The Telegraph

stockscreener

Englisch

0€

nein

nein

UK

keine Angabe

Thomson Reuters

http://stockscreener.us.reuters.com

Englisch

0€

nein

nein

Aktien weltweit

190 822

TMXmoney

http://tmxmoney.com/screener

Englisch,

0

15,95$ im

7

Tage

USA, Kanada

keine Angabe

Französisch

Monat

 

Deutsch, Englisch,

USA, Europa,

Asien

 

TraderFox

www.traderfox.de

Spanisch, Franzö-

sisch geplant

0€

29€ im Monat

nein

5000

 

USA, UK,

Tradesignal

www.tradesignalonline.com

Deutsch, Englisch

0€

4,95€ im Monat

nein

Deutschland

11 000

ValueExplorer

www.valueexplorer.com

Englisch

0€

nein

nein

Aktien weltweit

5000

Wallstreet Journal

http://online.wsj.com

Englisch

0€

nein

nein

USA

6500

Yahoo! Finance

http://screener.finance.yahoo.com

Englisch

0€

nein

nein

USA

1565

YCharts

http://ycharts.com

Englisch

0€

49$ im Monat (einfach), 199$ im Monat (erweitert)

14 Tage

USA, Kanada

21 000

Zacks

www.zacks.com

Englisch

0€

199$ im Jahr

1 Monat

USA, Kanada

8800

 

0€

Zignals

www.zignals.com

Englisch

(Anmeldung

nein

nein

USA, Europa

15 000

 

erforderlich)

Obwohl die meisten Webseiten ihren Aktien-Screener nur in englischer Sprache anbieten, ist die Anwendung so einfach, dass die Sprache kein großes Hindernis ist. Einige Screener bieten ein Upgrade auf eine Premium-Option, die einen größeren Markt oder weitere Filterkriterien und Screening-Möglichkeiten umfasst.

TOOLS

webbasiert/

Chart-

fundamentale Filterkriterien

technische Filterkriterien

Besonderheiten (in der Regel für Premiumversion)

Download

verknüpfung

ja/nein

Anzahl

Einstellung

ja/nein

Anzahl

Einstellung

web

ja

nein

ja

rund 1000

nach Vorgabe

Spezial-Screens (Pocket Pivots etc.); Positions- größenkalkulation; Kommentarfunktion; ETF Screener; seltene Indikatoren

web

ja

ja

11

stufenlos

ja

19

stufenlos

übersichtlich; intuitiv bedienbar

web

ja

ja

20

stufenlos

nein

Vergleich zu vorherigen Jahren möglich; sehr nutzerfreundlich; umfangreich

 

stufenweise u.

stufenweise u.

Fonds- u. ETF-Screener vorhanden; Auswahl nach Rating möglich; Performance-Vergleich bei Suchergebnissen

web

ja

ja

5

stufenlos

ja

6

stufenlos

web

ja

ja

30

nach Vorgabe

ja

20

nach Vorgabe

Kostenfreie Version: sehr umfangreich; gut zu handhaben; Filterung nach deskriptiven Kriterien möglich; Futures- und Forex-Screener; Verlinkung mit der Möglichkeit zur Marktana- lyse: „Heatmaps“; Gruppenzuordnung nach Sektoren, Branchen, Größe, Regionen; Daten zu Insider-Geschäften; Portfolios

web

ja

ja

46

stufenlos

ja

13

stufenlos

intuitiv; einfach zu handhaben

web

nein

nein

ja

400

nach Vorgabe

Rückrechnung der Signale bis 4 Jahre; Backtest-Funktion

web

ja

ja

36

nach Vorgabe

nein

nur Aktien aus Großbritannien

web

ja

ja

10

nach Vorgabe

nein

zusätzlich Fonds- u. ETF-Screener; leider nicht alle Kriterien gleichzeitig

web

ja

ja

ca. 50

stufenweise

ja

6

stufenweise

umfangreich; man muss sich durchklicken; Fonds- u. ETF-Screener

 

viele durch

Echtzeit-Screening; Backtest; Trader-Intelligenz-Systeme

web

ja

ja

5

stufenweise

ja

individuelle

stufenweise

 

Kombination

web/download

ja

nein

ja

153

stufenlos

sehr umfangreich; der Scanner kann mithilfe einer Script-Sprache selbst entwickelte Indikatoren verwenden; sehr flexible Filterung der Ergebnisse; Scans können gespeichert und verwaltet werden; Forex-Screener

web/download

ja

ja

19

nach Vorgabe u. stufenlos

ja

3

stufenlos

Export nach Excel möglich; zwei verschiedene Value-Strategien nach Ben Graham und Joel Greenblatt verfügbar; zyklisch angepasstes KGV; genaue Analyse nach fundamentalen Werten möglich

web

ja

ja

57

nach Vorgabe

ja

13

nach Vorgabe

zusätzlich Fonds- und ETF-Screener

web

ja

ja

15

nach Vorgabe

nein

interaktiver Chart mit Indikatoren; Auswahl nach Rating möglich; Fonds- u. Bonds-Screener

web/download

ja

ja

ca. 500

stufenlos

nein

Auswahl nach Rating möglich; interaktiver Chart mit Indikatoren; intuitiv bedienbar

web

ja

ja

120

stufenlos

ja

ca. 5

stufenlos

intuitiv bedienbar; Auswahl nach Rating möglich

web

ja

ja

100

stufenlos

ja

20

stufenlos

ausführliche Erklärung mit Videotutorial; dyna- mische Aktienliste; Alarmsystem

TOOLS

www.traders-mag.com 10.2013

T2) Gebührenpflichtige Anbieter von Aktien-Screenern

 

Test-

 

Anzahl

Anbieter

Web-Adresse

Sprache

Standard-Option

Premium-Option

Account

Märkte

Werte

 

299$ (umfasst nur US-Markt)

1384$ (umfasst Aktien weltweit)

 

Aktien

GuruFocus

www.gurufocus.com

Englisch

7

Tage

weltweit

50 000

MadScan

http://madscan.com

Englisch

89,99$ im Monat

189,99$ im Monat

14 Tage

USA

15 000

 

25$ im Monat, 119$ für 1/2 Jahr, 199$ im Jahr, 299$ für 2 Jahre

 

Aktien

MarketInOut

www.marketinout.com

Englisch

nein

1 Monat

weltweit

20 000

 

7

Tage

MarketSmith

www.marketsmith.com

Englisch

112,25$ im Monat 999$ im Jahr

1497$ im Jahr

kostenlos,

USA

10 000

 

21

Tage

 

für 19,95$

 

Portfolio 123

www.portfolio123.com

Englisch

49$ im Monat, 495$ im Jahr

99$ im Monat, 995$ im Jahr bzw. 299$ im Monat, 1995$ im Jahr

 

15

Tage

USA

10 000

 

Englisch,

Deutsch,

ProRealTime.com

www.prorealtime.com

Französisch,

30€ im Monat

145€ im Monat

7 Tage

USA, Europa

14 800

 

Spanisch,

Italienisch

   

Aktien

screener.co

https://screener.co

Englisch

24,95$ im Monat

49,95$ im Monat

1 Monat

weltweit

40 000

StockFetcher

www.stockfetcher.com

Englisch

8,95$ im Monat, 24,95$ im Quartal

16,95$ im Monat,

5 Tage

USA

15 000

 

44,95$ im

Quartal

 

Stockopedia

www.stockopedia.com

Englisch

UK: 24,99£ im Monat, 199,99£ im Jahr; Kontinental-Europa:

nein

2 Wochen

Europa

8000

 

74,99£ im Monat, 599,99£ im Jahr

Super Stock

39,95$ im Monat, 399,95$ im Jahr

 

USA

 

Screener

www.superstockscreener.com

Englisch

nein

1 Monat

6041

 

Aktien

Value Investing

http://value-investing.eu

Englisch

299€ im Jahr

399€ im Jahr

nein

weltweit

22 000

ValuEngine

www.valuengine.com

Englisch

14,95$ im Monat

249,95$ im Monat

2 Wochen

USA, Kanada

8000

bzw. 1

Monat

Die Kosten der gebührenpflichtigen Anbieter variieren sehr stark und auch das Angebot fällt unterschiedlich aus. Daher sollten Trader vorher unbedingt einen Test-Account einrichten und sich mit dem Angebot vertraut machen.

TOOLS

webbasiert/

Chart-

fundamentale Filterkriterien

technische Filterkriterien

Besonderheiten

Download

verknüpfung

ja/nein