Leseprobe © Henry-Sebastian Damaschke

Leseprobe © Henry-Sebastian Damaschke

Leseprobe
aus:
109 Weihnachten
Sonderedition
der Serie:
Abenteuer vom Regenbogen-Elch und dem schwarzen Schaf mit
den 109 weißen Haaren
Henry-Sebastian Damaschke
1. Auflage
ISBN-13: 978-1499627794
ISBN-10: 1499627793
Korrektorat, Layout & Satz: Petra Schmidt • www.lektorat-ps.com
Illustrationen & Cover: H.-S. Damaschke • www.sheep-black.com
Druck: Create Space Independent Publishing Platform
Alle Rechte liegen beim Autor.
© 2014 Henry-Sebastian Damaschke
Das Werk ist einschließlich aller seiner Teile urheberrechtlich
geschützt, dies gilt auch für die Illustrationen sowie die
Wortbildmarken. Jede Verwertung und Vervielfältigung des Werkes
sowie der Wortbildmarken ist ohne Zustimmung des Autors unzulässig
und strafbar. Alle Rechte, auch die des auszugsweisen Nachdrucks
und der Übersetzung, sind vorbehalten! Zuwiderhandlung
verpflichtet zu Schadenersatz.

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Liebe Kinder,
die Abenteuer vom Regenbogen-Elch und dem
schwarzen Schaf mit den 109 weißen Haaren
könnt ihr in einzelnen Geschichten erfahren, wie
in diesem Teil hier. Kleinere Geschichten gibt es
auch auf meiner Homepage, ich lade euch
und eure Eltern dazu herzlich ein: www.sheepblack.com
Der Regenbogen-Elch ist der Einzige seiner Art –
weltweit. Deshalb ist er ganz besonders. Er saß
eines Tages auf der Fensterbank des Autors und
von da an blieb er bei ihm. Der RegenbogenElch wurde der beste Freund vom Schaf, dem
schwarzen. Gemeinsam erleben sie viele bunte
Abenteuer in dem ganz großen Abenteuer Leben.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen,
euer Henry-Sebastian

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A

n diesem Tag saß das Schaf, das
schwarze, gemütlich in seinem Sessel
und las die Tageszeitung. Das machte
es gerne, bei einer guten Tasse Schaf-Tee.
Plötzlich flog die Tür mit einem Krachen auf,
sodass einem hätte angst und bange werden
können.
Das Schaf, das schwarze, jedoch schaute nur
über seinen Brillenrand und sah in Richtung
des Lärms.
Da stand er, der Regenbogen-Elch, geschmückt wie ein Weihnachtsbaum. Eine dicke rote Kugel baumelte an seinem Geweih,
eine Girlande aus Lametta zierte seinen Rücken und ein großes Lebkuchenherz für alle
Fälle baumelte an seinem Hals.
„Was ist denn nun los?“, fragte das Schaf, das
schwarze, und lachte.
„Mensch, Schaf, es ist bald Weihnachten!“
„Weihnachten? Da haben wir doch noch viel
Zeit. Und wie siehst du eigentlich aus?“
„Na ja, ich habe schon mal in unsere Weihnachtskisten geschaut.“
Das Schaf lachte und sagte:
„Du siehst aus wie ein Weihnachtsbaum.“
„Pöh“, maulte der Regenbogen-Elch. „Ich
bereite mich nur auf Weihnachten vor, was
man von dir nicht sagen kann. Du liest ja gemütlich deine Zeitung.“
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„Ja“, grinste das Schaf, „weil bis Weihnachten noch viel Zeit ist.“
„Gar nicht, es sind nur noch knapp drei Wochen.“
„Na und?“ Das Schaf lächelte. „Immer mit
der Ruhe“, sagte es leise.
„Ruhe? Du bist lustig. Hast du schon Geschenke?“
„Klar habe ich die, ich kaufe sie schon immer
im Laufe des Jahres.“
„Stimmt“, murmelte der Regenbogen-Elch
etwas zerknirscht, „ich hatte das wohl falsch
in Erinnerung.“
„Das glaube ich auch“, lachte das Schaf.
„So, und nun lass mich in Ruhe die Zeitung lesen, sonst fällt dieses Jahr Weihnachten aus.“
„Oh nein, das kannst du doch nicht machen.“
Der Regenbogen-Elch stampfte auf, sodass
die Weihnachtskugel an seinem Geweih gefährlich hin und her baumelte.
„Ist ja schon gut.“ Das Schaf, das schwarze,
begann laut zu lachen.
Es wusste ja nur zu genau, dass der Regenbogen-Elch ein unverbesserlicher Weihnachtsfan war.
Jedes Jahr das gleiche Gezeter, dachte das
Schaf, das schwarze.

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Immer pünktlich drei Wochen vor Weihnachten begann der Regenbogen-Elch mit dem
Auspacken der Weihnachtskisten und er
schmückte sogar sich selbst ganz weihnachtlich.
Das Schaf, das schwarze, grinste verschmitzt
bei dem Anblick seines Freundes. Es wusste
nur zu gut, dass es die Zeitung für heute vergessen konnte, denn wenn der RegenbogenElch erst einmal in Weihnachtsstimmung war,
dann war es für alle andere Sachen längst zu
spät.
Das Schaf, das schwarze, erhob sich und sagte: „So, dann lass uns beginnen, das Haus zu
schmücken. Eher gibst du ja doch keine Ruhe, du Weihnachts-Regenbogen-Elch.“
„Oh ja, und du musst mir dann wieder von
Weihnachtsbräuchen erzählen und alle die
tollen Geschichten von und um Weihnachten
herum.“
Das Schaf, das schwarze, seufzte, denn es
wusste ja schon, dass das auch immer dazugehörte.
Die beiden stiegen auf den Dachboden, wo
die ganzen Weihnachtskisten standen. Es waren viele bunte Kisten, die sich im Laufe der
Jahre angesammelt hatten. Sie stapelten sich
fast bis zu den Dachbalken.

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„Weihnachten ist die schönste Zeit des Jahres, aber sag mal, was bedeutet eigentlich
Advent?“
„Advent bedeutet Ankunft, die Ankunft von
Jesus Christus, den Sohn Gottes, auf den sich
alle Christen freuen.“
„Und warum freuen die sich?“
„Na, das ist doch einfach, weil alle Christen
glauben, dass es der Erlöser der Welt ist und
darauf freuen sie sich eben.“
„Dann ist die Adventzeit also eine Zeit der
Freude.“
„Und der Lebkuchen für den RegenbogenElch“, sagte das Schaf, das schwarze, grinsend. „Dabei fällt mir ein, dass wir noch einen
Adventkranz kaufen müssen. Weißt du eigentlich, wieso die Leute einen Adventkranz kaufen?“
„Weil sie das schön finden?“
Das Schaf lachte.
„Das auch, aber die Geschichte des Adventkranzes ist noch gar nicht so alt. Sie geht auf
einen Mann zurück, der im Dezember des
Jahres 1838 zum ersten Mal im Haus eine Kerze anzündete. Jeden Tag im Advent tat er
das, später steckte er die Kerzen dann auf einen Holzkranz. Das Kerzenlicht bedeutet Jesus
Christus als das »Licht der Welt«. An Weihnachten erhellte dieser Lichterkranz dann feierlich den Raum. Die Wände des Raumes
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wurden auch noch mit grünen Zweiglein geschmückt. Im Jahre 1860 wurde erstmals der
Holzreifen mit Tannenreisig umwickelt. Damit
war der Adventkranz, wie man ihn heute
kennt, geboren!“
„Dieser Brauch ist ein schöner Brauch, und ich
liebe Adventkränze“, gestand der Regenbogen-Elch lächelnd. „Sie verbreiten eine wohlige Gemütlichkeit und strahlen so viel Wärme
aus.“
„Ja, so ist das“, sagte das Schaf, das schwarze, „eben das Licht der Welt. Aber jetzt müssen wir das Haus schmücken, sonst wird das
nichts mehr mit unserem weihnachtlichen
Glanz.“

Taschenbuch, 26 Seiten, 8 farbige Illustrationen,
auch als eBook erhältlich

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Weitere Bände sind erschienen:

Im Band 1 „Geschichten vom Lachen und Fröhlichsein“ geht es um
gute Laune, Missgeschicke und
dass man diese mit Lachen
manchmal überwinden kann.
Printversion: 28 Seiten,
4 einzelne Geschichten,
8 Farb-Illustrationen
Als Print und eBook auf Amazon.

Im Band 2 „Alltagsgeschichten“
geht es um Träume, Wünsche,
Respekt und den Umgang mit
Werbung und dass man alles mit
Köpfchen meistern kann.
Printversion: 34 Seiten,
4 einzelne Geschichten,
8 Farb-Illustrationen
Als Print und eBook auf Amazon.

Band 3 „Die bunte Welt der Gefühle“ erscheint in Kürze ...

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Zum Autor

Henry-Sebastian Damaschke wurde 1960 in Bergneustadt geboren. Seine Kindheit und Jugend verbrachte er im Ruhrgebiet. Nach dem Abitur entschied er sich für die Sozialpädagogik, arbeitete viele Jahre in sozialen Brennpunkten und
entwickelte letztlich das Präventionsmodell "Immer das Theater mit der Sucht". Sucht- und Drogenprävention wurde einer
seiner Arbeitsschwerpunkte. Anfang 2004 zog er an den
Rhein, in seine neue Wahlheimat Köln.
2005 erschien das erste Buch: "Das schwarze Schaf mit den
109 weißen Haaren".
2006 begann er mit seinen Illustrationen, es folgten 2007 "Die
schwarz-weiße Achterbahn", 2012 Band I der Krimi-Reihe "Elche
morden nicht" sowie 2013 die Kinderbuch-Serie "Abenteuer
vom Regenbogen-Elch", von der regelmäßig weitere illustrierte
Themen-Bände erscheinen werden.
Es entstanden daneben viele andere Projekte, u. a. aktuell
der Thriller "Der Tod riecht süß", der voraussichtlich 2015 erscheinen wird.

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