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Moskau weist deutsche Botschaftsmitarbeiterin aus

Mit dem Schritt reagiert Russland auf eine ähnliche Maßnahme Deutschlands. In Brisbane sprachen unterdessen Merkel und Putin lange über den Ukraine-Konflikt.

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lange über den Ukraine-Konflikt. © EPA/YURI KOCHETKOV Russische Behörden haben eine Mitarbeiterin der Deutschen

Russische Behörden haben eine Mitarbeiterin der Deutschen Botschaft in Moskau des Landes verwiesen.

Russland hat eine Mitarbeiterin der Deutschen Botschaft in Moskau des Landes verwiesen. Die russischen Behörden reagierten damit nach Spiegel -Informationen auf die Ausweisung eines russischen Diplomaten aus Deutschland. "Das ist eine Politik der Nadelstiche", zitierte der Spiegel eine ungenannte Quelle aus dem Auswärtigen Amt. "Wir wissen nicht, wohin sie führt."

Die ausgewiesene Beamtin ist eine langjährige Mitarbeiterin der politischen Abteilung. "Wir bedauern dieses ungerechtfertigte Vorgehen und haben dies gegenüber der russischen Regierung zum Ausdruck gebracht", sagte die Bundesregierung.

Zuvor hatten deutsche Behörden einen russischen Diplomaten wegen Spionage ausgewiesen. Der Mitarbeiter des Bonner Generalkonsulats sei vom Verfassungsschutz monatelang observiert und danach ohne großes Aufsehen aus dem Land gewiesen worden. Bei ähnlichen Fällen in der Vergangenheit wären von Russland keine Gegenmaßnahmen ergriffen worden.

Putin und Merkel sprachen vier Stunden

Der Botschaftsvorfall ist eine weitere Zuspitzung des deutsch-russischen Konfliktes im Zuge der Ukraine-Krise. Über den Konflikt sprach Bundeskanzlerin Angela Merkel in

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Brisbane am Rande des G-20-Gifels lange mit Russlands Präsident Wladimir Putin, später kam auch EU-Kommissionspräsident Juncker dazu. Das Dreiergespräch dauerte etwa vier Stunden. Ergebnisse wurden zunächst nicht bekannt.

In einem Interview der ARD hat Russlands Präsident zuvor gesagt, dass Russland eine militärische Niederlage der Separatisten im Osten der Ukraine nicht zulassen werde. Russland wolle nicht, dass sämtliche politischen Gegner und Widersacher der Regierung in Kiew vernichtet würden, sagte das russische Staatsoberhaupt in einem am Samstag auszugsweise ausgestrahlten Interview der ARD, das bereits am Donnerstagabend aufgezeichnet worden war. Mit Blick auf die Ukraine-Krise rief er außerdem zu einer ausgewogenen Berichterstattung auf: "Das Wichtigste ist, dass man das Problem nicht einseitig betrachten darf."

"Heute gibt es Kampfhandlungen im Osten der Ukraine, die ukrainische Regierung hat Truppen eingesetzt", erklärte Putin. Es seien sogar Raketengeschosse eingesetzt worden, "aber wird das erwähnt? Mit keinem Wort". "Das heißt, dass Sie wollen, dass die ukrainische Regierung dort alle vernichtet, sämtliche politischen Gegner und Widersacher", wendet sich Putin an den Reporter. "Wollen Sie das? Wir wollen das nicht. Und wir lassen es nicht zu."