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Made in Britain

Wir sind vor Ort!

Das neue Reisejournal

SCHOTTLAND

Reise Lifestyle Outdoor Leib&Seele Whisky

www.schottland. CO

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We

Whiskytour

Mit dem Oldtimer
durch die Highlands

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&
Geheim
tipps

Glasgow

03/2014 €5.00 CHF6.70 £4.90

Die besten Museen,
Shops & Restaurants

Die Ostküste

Lavagestein und
wilde Orchideen

Wild Zelten

Was erlaubt ist und was nicht

Golf in Gleneagles
So verbessern
Sie Ihr Handicap

Das Referendum

Warum die Schotten die
Unabhängigkeit wollen

am 18. September wird in Schottland
gewählt. Es ist eine Wahl mit
weitreichenden Folgen. Denn die
Schotten müssen entscheiden, ob sie mit
den Engländern und den Walisern auch
in Zukunft in einem United Kingdom
vereint sein werden. Oder ob sie statt
dessen lieber in einem unabhängigen
schottischen Staat leben wollen.
Was trennt Engländer und Schotten?
Was vereint sie? Dieser Frage sind wir
nachgegangen. Wir sind nach Stirling
Castle gefahren, wo James VI getauft
worden ist, der erste König für beide
Nationen, England und Schottland.
In Culloden bei Inverness haben wir
uns angesehen, wo Schotten und
Engländer im Jahr 1746 zum letzten
Mal gegeneinander kämpften. Unseren
Bericht finden Sie auf Seite 26.
Außerdem war unsere Praktikantin
Nadja Friedl für die Sommerausgabe in
St. Abbs an der schottischen Ostküste
unterwegs. Nadja ist dort einen Tag lang
auf dem Küstenweg die spektakuläre
Steilküste entlang gewandert und
kam mit vielen neuen Eindrücken
zurück: „Wir waren ganz begeistert!
Das ist auf jeden Fall ein sehr schöner
Naturausflug.“ Nadjas Report lesen Sie
auf Seite 56.
Noch ein Hinweis in eigener Sache:
Immer wieder werden wir gefragt, wo
man „Schottland“ am Kiosk kaufen
bzw. frühere Ausgaben nachbestellen
kann. Unsere Startausgabe vom
vergangenen Sommer ist mittlerweile
komplett vergriffen. Wenn Sie sicher
gehen wollen, dass Sie in Zukunft keine
„Schottland“-Ausgabe mehr verpassen,
dann entscheiden Sie sich bitte für ein
Abo: abo@schottland.co.
Viel Spaß beim Lesen!

Moray, Portknockie, Bow Fiddle Rock ©Wally Nelemans

Liebe Leserinnen und Leser,

SCHOTTLAND
Sommer/Herbst 2014

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Das neue Reisejournal
Art: Daria Lavrenko

News: Whisky + Reisen mit Hund +
Neues Musikmuseum + Kissen wie Kekse
Let´s have a beer: Schottland hat viele
schöne Traditionskneipen. Wir zeigen
Ihnen, wo Sie diese finden und was sie so
außergewöhnlich macht.
Pauken und Trompeten: Interview
mit Brigardier David Allfrey, dem Chef
des Edinburgh Military Tattoo, über das
Programm 2014.

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Whisky, Clans und Castles: Auf
Seitenstraßen unterwegs zu den
Destillerien der Speyside +
Infos zum Whisky Trail.

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Nicola de Paoli
Auf unserem
Cover ist der Berg
Buachaille Etive
Mòr in Glen Coe
zu sehen. Das
Foto stammt von
dem schottischen
Fotografen Jonathan
Combe (www.
jonathancombe
photography.com).

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SCHOTTLAND

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Raubvögel: Schottland könnte bald ganz offiziell
ein neues Nationaltier haben, den Steinadler.
Schottland hat die Wahl: Am 18. September
2014 entscheiden die Schotten über ihre
Unabhängigkeit. Warum eigentlich?
Blossoming Britain: Die interessantesten
Gärten in Schottland und England.
Bücher und Neuerscheinungen: Neue CDs,
Bildbände und Romane.

Golf und der Ryder Cup

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Der Ryder Cup kehrt nach 90 Jahren an
seinen Ursprungsort zurück + Infokasten zu
Golfreisen in Schottland.
Interview mit einem Golfprofi vom
Luxushotel Gleneagles: Andrew Jowett erklärt
Ihnen, wie Sie Ihr Handicap verbessern.

Spezial: Glasgow

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Auf der Sonnenseite: Wie sich Glasgow vom
Industriestandort zu einem Zentrum für Design und
Architektur gewandelt hat.
Unser großer Stadtführer: Diesen Sommer
ist am River Clyde besonders viel los. - Hier
finden Sie die besten Museen, Restaurants und
Einkaufsmöglichkeiten.

SCHOTTLAND

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Auf Entdeckertour

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Wild zelten in Schottland: Vieles ist erlaubt manches nicht. Mit unseren Tipps sind Sie auf der
sicheren Seite.
Adrenalin und Abenteuer: Reportage von einer
atemberaubenden Wasserschlittenfahrt auf dem
River Meig in den Highlands.
Der Sonntagsausflug: Zum Naturreservat St.
Abbs ist es von Edinburgh aus nicht weit. Sie
erwarten Klippen aus Lavagestein und wilde
Orchideen.

Leben & Arbeiten

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Kolumne zum Alltag in Schottland: In dieser
Ausgabe – Fish&Chips, Impressum.
Die besten Fotos unserer Leserinnen und
Leser: Impressionen von der Isle of Mull,
Shetland und Fair Isle.
Veranstaltungen: Die Top-Events für Sommer
und Herbst 2014.
Das Nadelöhr: Die rote Eisenbahnbrücke über
den Firth of Forth ist eine Attraktion. Nun gibt es
Pläne für ein Besucherzentrum.
Mein Lieblingsplatz: Wer in Schottland lebt,
kennt die schönsten Ecken. Unser Tipp in dieser
Ausgabe ist das West End in Glasgow.

24.Golden Eagle © Don Carey 14.Tattoo © Susan McNaughton 10.© zoetnet 30.Goodnestone Park ©
Esther Westerveld 16.© John Paul 62. © Donald MacLeod 56,42 © Visit Britain/Scottish Viewpoint

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© David Watmough

Ahoi Schottland!

D

as Dorf Portsoy an der schottischen
Nordostküste entstand im 16. Jahrhundert
und hat sich viel von seinem alten Charme
bewahrt. Rund um den alten Handelshafen
sind viele Häuser aus der Anfangszeit erhalten, und
das malerische Scottish Traditional Boat Festival
(Fotos) zieht jedes Jahr im Juni zahlreiche Besucher
an. Ein Wochenende lang wird dann die maritime
Vergangenheit von Portsoy gefeiert.
Portsoy steht beispielhaft für den Strukturwandel,
der sich entlang der ganzen schottischen Nordostküste
zeigt. Denn die Zeiten, als britische Fischer pro Jahr
600 000 Tonnen Hering im Jahr an Land zogen, sind
lange vorbei. „Für die kleinen Küstenstädte kamen
diese glorreichen Tage nie zurück und in ihren
malerischen Häfen machten keine Fischerboote mehr
fest. Sie wurden Teil der Freizeitindustrie“, schreibt der
schottische Journalist John Hannavy.
In den Küstenorten Banff und Whitehills gibt es
nun beliebte Segelhäfen. Das ehemalige Kühlhaus
für die Fischindustrie in Portsoy, das „Salmond
Bothy“ („Lachshütte“), ist ein Heimatmuseum. In
Zusammenarbeit mit der Universität Aberdeen wird
im „Salmond Bothy“ sogar Ahnenforschung betrieben:
Wer seine Vorfahren in Banffshire sucht, kann ein
Treffen mit einem Ahnenforscher vereinbaren.

Offensichtlich ist der Wandel auch in dem
winzigen Ort Crovie. Crovie war einst eine Siedlung
für arme Landbewohner, die im 19. Jahrhundert von
den Feldern vertrieben wurden (Highland Clearances)
und sich von nun an als Fischer verdingten. Viele
Häuser von Crovie wurden zu Ferienwohnungen
umgebaut. Der Ort liegt derart eng in eine Bucht
geschmiegt, dass kein Auto Platz hat und Autofahrer
am Ortsrand parken und zu Fuß weitergehen müssen.
Eine Attraktion von Banffshire ist die unberührte
Natur. Vor der Küste schwimmen Delphine
(bottlenose dolphins). Auf der Website www.
dolphinspace.org fi nden sich Tourenanbieter, die den
Umweltschutz ernst nehmen und besonders darauf
achten, die Tiere mit ihren Ausflugsbooten nicht
zu stören. Im Vogelschutzgebiet Troup Head bieten
Ranger geführte Touren zu den Seevögelkolonien an
(www.aberdeenshire.gov.uk/rangerservice).
Banffshire ist kein Ort für Massentourismus
und es gibt noch immer zahlreiche Geheimtipps zu
entdecken. Ein Stopp am Strand von Cullykhan Bay
lohnt sich allein wegen des grandiosen Ausblicks.
Von dort aus kann man bis zum Dörfchen Pennan
sehen. Pennan war in den 80er Jahren der Schauplatz
für den Film „Local Hero“, der bei vielen Schotten
noch heute Kultstatus hat.


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SCHOTTLAND

Basking Sharks

FISCHE IN
XXL-GRÖßE

© Greg Skomal

Der Riesenhai (basking shark) ist mit
einer Länge von bis zu elf Metern der
zweitgrößte Fisch der Welt. Er lässt
sich mit Vorliebe vor den kleinen
Inseln an der schottischen Westküste
blicken. Ihn dort durch das Wasser
gleiten zu sehen, ist immer wieder
ein faszinierendes Erlebnis. Gerade
wurde ein Forschungsschiff u.a.
in Richtung der schottischen Insel
St. Kilda losgeschickt. Es soll bis
Oktober 2014 neue Daten über
den Riesenhai sowie Delphine und
Wale sammeln. So groß der Walhai
ist, so ungefährlich ist er auch. Er
frisst nämlich am liebsten Plankton,
das mit dem Wasser durch sein weit
aufgerissenes Maul strömt (Foto).

Wh isk y

TEURES
VERGNÜGEN
So sehen 463 000 Euro aus,
wenn sie in eine Whiskyflasche
gefüllt werden. Das Auktionshaus
Sotheby’s Hongkong versteigerte
Anfang 2014 eine besondere
Sechs-Liter Karaffe mit Macallan
Whisky und gibt an, der genannte
Preis sei der höchste, der jemals
bei einer Versteigerung für eine
Flasche Single Malt bezahlt
wurde. Whiskyauktionen sind
allein wegen der Raritäten, die
dort zu sehen sind, eine spannende
Sache. Einer der führenden
Anbieter in Schottland ist www.
scotchwhiskyauctions.com in
Glasgow.

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SCHOTTLAND

© Dynamic Earth

Neue Ausstellung

VON DEN ANFÄNGEN DER ERDE
Das interaktive Museum Dynamic Earth widmet eine neue
Ausstellung dem Begründer der modernen Geologie, James
Hutton. Die Tour beginnt an einem einfachen Schreibtisch aus dem
18. Jahrhundert und endet bei einem gewaltigen Globus, der die
Verschiebung der Kontinente zeigt. Das Museum Dynamic Earth
vermittelt Geologie zum Anfassen und erinnert damit an die vielen
Vulkane, die die Landschaft rund um Edinburgh einst formten und
eine wichtige Rolle für die Forschung von James Hutton spielten.
„Hutton hat mit seinen Entdeckungen viele berühmte
Wissenschaftler wie etwa Charles Darwin beeinflusst“, sagt
Museumsdirektor Stuart Munro. www.dynamicearth.co.uk

Go Explore

Scotland’s islands ...

Packed with history, culture, outdoor
adventure, wildlife and stunning scenery,
Scotland's islands are just waiting to be
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● Dining in The Brenachoile Café·Reastaurant·Bar
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● Katrine Kiosk - Snacks, Drinks & Sandwiches
● Katrinewheelz - Cycle hire for all the family

Fotos: ©Crown Copyright Historic Scotland reproduced courtesy of Historic Scotland. www.historicscotlandimages.gov.uk

L e t’s

Guildford Arms, Edinburgh

have
a beer

Livemusik, Bier aus einer lokalen
Brauerei und ein wenig Tuchfühlung mit
den Einheimischen: Der Besuch in einem
urigen Pub ist ein besonderes Erlebnis.
Das gilt vor allem für Schottland. Eine
große Untersuchung zeigt, warum die
schottischen Pubs so einzigartig sind.

The Central Bar, Edinburgh

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SCHOTTLAND

For history buffs,
green fingers and
food lovers

FOR GREEN FINGERS
• Castle grounds
and gardens
• Victorian walled garden
• Floors Castle plant centre

FOR HISTORY BUFFS
Tours of the castle, originally built in
1721 for the 1st Duke of Roxburghe
Floors Castle, located in Kelso,
approximately one hour’s drive from
Edinburgh and Newcastle - is the largest
inhabited castle in Scotland

FOR FOOD LOVERS
• The Courtyard Café
• Terrace Café
• Deli and Castle Kitchen
Produce Shop

Roxburghe Estates,
Kelso, TD5 7RN
Tel: 01573 223333
Castle, Grounds & Courtyard Café open April - October
marketing@floorscastle.com
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Terrace Café, Walled Garden & Plant Centre open all year

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15

SCHOTTLAND

Auf die
elegante Tour
16

SCHOTTLAND

© Bygone Drives

© John Paul

Viel Geschichte, Landschaft und Whisky:
Moray Speyside hat viel zu bieten. Was kann
also schöner sein als eine klassische Rundtour?
Die Antwort lautet: Sightseeing im Oldtimer.

oad traffic“, ruft Claire
vom Rücksitz her und
Isobel geht in die Bremse.
Drei Fasane kreuzen
unseren Weg und verschwinden
mit aufgeregtem Flügelschlagen im
Unterholz. Wir fahren weiter, auf einer
Straße ohne Namen. In einem Auto,
das Albert heißt.
Wir sind in Moray Speyside im
Nordosten Schottlands unterwegs.
Vor uns liegen an diesem Morgen
das Hochmoor und die Schlösser
schottischer Clans. Claire und
Isobel haben sich extra alte
Militärstraßen, Schmugglerpfade
und Farmwege ausgesucht, die in
den handelsüblichen Straßenkarten
allenfalls als schmale Linien
verzeichnet sind. „Auf diese Weise
bekommt Ihr mehr zu sehen“, sagt
Claire. Anekdoten, Geschichte und
unsere Tour jenseits der breiten
Schnellstraßen sollen sich wie zu
einem großen Puzzle zusammensetzen
und uns einen umfassenden Eindruck
von Moray Speyside bescheren.
Moray hat ungefähr die Form
eines Dreiecks und stößt mit dem
schmalen Ende im Norden an
die Strände des Moray Firth. Im
Westen und Süden bieten die
Gipfel des Cairngorms, des größten
Nationalparks in Großbritannien, eine
dramatische Kulisse. Weiter östlich
wird Whisky gemacht. Hier reiht
sich eine Destillerie an die nächste

R

und der Malt Whisky Trail macht es
Besuchern leicht, die Brennereien
zu erkunden (siehe Info-Kasten).
„Moray Speyside hat eine besondere
Magie und ist so interessant, dass
Sie gut mehrere Tage dort verbringen
können“, schreibt die staatliche
Tourismusbehörde VisitScotland über
Moray Speyside.

Wolken und Nebel hängen
an den Baumspitzen fest.
Also setzen wir uns in den
Ledersitzen von Albert zurecht. Doch
bevor es losgeht, müssen wir unserem
Auto noch einen Extrablick widmen:
Albert ist ein weißer Daimler V8,
Bj. 1969, mit gut 140 PS und einer
Höchstgeschwindigkeit von 180km/h.
Äußerlich handelt es sich um einen
Variante des Jaguar MkII, von dem
die Karosserie stammt. Die Limosine
gehört zu einer Reihe von Oldtimern,
die Isobel und Claire in ihrem
Fuhrpark stehen haben; darunter ein
glamouröser 1952 Bentley und ein
Morris Minor von 1954, sehr stilecht
im englischen Design von Alec
Issigonis, dem britisch-griechischen
Ingenieur, der auch den Mini
entwarf. Ursprünglich fuhren Isobel
und Claire mit den schönen Autos
Hochzeitspaare zur Kirche, doch dann
merkten sie, wie viel Spaß es machte,
ihren Gästen die Schleichwege von
Moray zu zeigen.

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SCHOTTLAND

G ÄRTEN

BLOSSOMING BRITAIN
Das überraschend milde Klima lässt in Schottland
einige der schönsten Gärten in Großbritannien
blühen. Wir haben einige besonders schöne
Beispiele angelsächsischer Gartenkunst für Sie
zusammengestellt.

INVEREWE GARDEN & ESTATE
Wester Ross, Schottland
Inverewe Garden wurde der rauen Natur
an der schottischen Westküste förmlich
abgetrotzt: Im Jahr 1862 begann Osgood
Mackenzie, auf nacktem Fels einen
Garten anzulegen. Unzählige Kubikmeter
Erde wurden bewegt, um ein geradezu
subtropisches Paradies zu schaffen.
Inverewe liegt auf der gleichen Höhe wie
der Hudson Bay in Kanada. Dass hier
trotzdem rund 10 000 exotische Pflanzen
aus der ganzen Welt wachsen, liegt am
warmen Golfstrom, der für angenehme
Temperaturen sorgt. Um seinen Garten
vor dem strengen Klima zu bewahren,
pflanzte Mackenzie außerdem einen
Wald, der als Schutz vor Stürmen dient.
www.nts.org.uk/Property/
Inverewe-Garden-and-Estate

©NTS

DUNROBIN CASTLE & GARDEN
Golspie, Sutherland, Schottland

©Paul Wordingham

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SCHOTTLAND

Dunrobin Castle liegt rund 80 Kilometer
von Inverness entfernt in den Highlands,
in einer Gegend, die gerne als „Europas
letzte große Wildnis“ bezeichnet wird.
Umso erstaunlicher ist der Garten.
Er wurde im Jahr 1850 von dem
Architekten Sir Charles Barry nach dem
Vorbild des französischen Schlossparks
von Versailles entworfen. In den
vergangenen 150 Jahren wurde der
Garten nur wenig verändert. Das Schloss
ist der Stammsitz des Clan Sutherland
und damit auch des Earl of Sutherland.
Es wurde 1401 erstmals urkundlich
erwähnt. www.dunrobincastle.co.uk

Anzeige

www.privatehousestays.com

Private Kontakte und viele gute Tipps
Eine benutzerfreundliche Website hilft bei der B&B-Suche
Wer in Schottland ein Bed&Breakfast
sucht, der ist mit dem Internetangebot von
www.privatehousestays.com gut bedient.
Auf der Website lässt sich leicht nach einer
passenden Unterkunft suchen. Dazu klicken
die Gäste ihr Wunschziel auf einer Landkarte
an oder geben den Namen des gewünschten
B&B in eine Suchfunktion ein. Private House
Stays vermittelt klassische Privatunterkünfte,
„guest houses“, Herrenhäuser und Schlösser,
die direkt online gebucht werden können. Das
Besondere: Alle genannten Unterkünfte sind
eigentümergeführt. Der persönliche Kontakt
zu den Eigentümern bietet den Urlaubern

viele Vorteile, sagt Cassie Bouverie. Sie
hatte Private House Stays gemeinsam mit
ihrem Mann Archie vor ein paar Jahren
ins Leben gerufen: „Wer vor Ort ein B&B
betreibt, der kennt die Gegend und kann
seinen Gästen jede Menge Geheimtipps für
schöne Ausflugsziele und gute Restaurants
geben.“ Auf diese Weise könnten private
Bekanntschaften geknüpft werden, die in
einem großen Hotel nie zustande kämen.
Cassie und Archie Bouverie haben mehr
als zwölf Jahren lang ein sehr beliebtes B&B in
Edinburgh betrieben und ihre Erfahrungen sind
in das Projekt eingeflossen. „Es ging uns darum,

mit der Website ein sehr benutzerfreundliches
Angebot zu machen“, sagt Cassie.
Sie ist mit allen B&B-Eignern, die
bei Private House Stays vertreten sind,
im persönlichen Kontakt. Die Website
enthält viele Fotos von den Unterkünften,
genaue Beschreibungen sowie in einem
Blog ergänzende Informationen zu
Sehenswürdigkeiten der jeweiligen Gegend.
Mit Hilfe eines Online-Kalenders lässt sich
schnell herausfinden, ob das B&B belegt ist
oder noch freie Zimmer hat. Unter dem Link
„Price Guide“ geben stilisierte £-Zeichen an,
was die Übernachtung kostet.

SCHOTTLAND

k������

Clarissa schreibt
nach Hause

L���� F���n��,

Es wird Zeit für ein Geständnis. Ich liebe schottisches
Fastfood. Was den Deutschen die Pommesbude ist, ist den
Schotten der Chipper, und ich bin ihm mit Haut und Haaren
verfallen. Naja, nicht ihm selbst, aber seinen unwiderstehlichen
Fish & Chips, dem Klassiker schottischer Fischbackkunst.
So ein Chip Shop ist eine Welt für sich. Zunächst einmal
herrscht hier Sauberkeit. Qualitätsbewusste Chipper legen
Wert auf chromglänzende Arbeitsflächen und spiegelblanke
Glastresen, um das Kundenvertrauen zu wecken. Und
Kundschaft gibt es reichlich. Teenies in Jogginghose, Yuppies
im Designeranzug, Rentner in Strickjacke, Schüler in Uniform,
Touristen im Outdoor-Look - sie alle folgen dem unverkennbaren
Brutzelaroma, das ihnen aus dem Chip Shop entgegenweht.
Das Fish Supper ist eine universelle, erschwingliche Mahlzeit:
schnelles Lunch, Pausensnack, kulinarischer Abschluss der
Arbeitswoche oder Grundlage für eine Kneipentour.
Chip Shops gehören zu den britischen Inseln wie der
Linksverkehr. Auch das kleinste Dorf, das längst kein eigenes
Postamt mehr hat, hat höchstwahrscheinlich seinen Chip Shop.
Dort stößt man auch auf ein typisch britisches Phänomen,
das Schlangestehen. Selbst bei Hochbetrieb wird nicht
gedrängelt, sondern geduldig gewartet, bis man an der Reihe
ist. Danach warten die Kunden dann in der nächsten Schlange,
bis die fertige Bestellung aufgerufen wird. Ich vertreibe mir
die Wartezeit gerne damit, das Personal hinter dem Tresen
zu beobachten. Wer hier arbeitet, muss auf Zack sein. Die
Bedienung, in Kochkluft mit Käppi, nimmt in rascher Folge
die Bestellungen entgegen. Notieren, frittieren, einpacken,
kassieren – das alles passiert in rasantem Tempo. Dazwischen
die üblichen Fragen an die Kunden. Salz gefällig? Oder ein
bisschen Essig? Der Essigspritzer ist hierzulande eine genauso
begehrte Zugabe wie bei uns der Klacks Mayonnaise.
Für ein Fish Supper wandern zumeist Schellfisch, Dorsch
oder Kabeljau ins Bratfett. Das Ergebnis ist zartes Filet in
knusprig-luftiger Teighülle. Die dazugehörigen Chips werden in
der Regel aus frischen Kartoffeln von vor Ort zubereitet.
Allerdings können die schottischen Chipper noch viel mehr
als Fish & Chips. So werden außer den üblichen Burgern und
Pies auch Tagessuppen, Pizzen oder Currygerichte angeboten.
Auf Kundenwunsch wird alles ausgebacken, was in die Fritteuse
passt. Selbst vor Schokoriegeln macht der Chipper nicht halt.
Gelegentliche Eskapaden werden hierzulande wohlwollend toleriert. Dass viele Schotten dabei öfter beide Augen
zudrücken, als ihnen guttut, sieht man: In punkto Übergewicht
gehört Schottland zur internationalen Spitzenklasse.
Ich kann Euch versichern, dass ich meine Integration nicht
soweit treiben werde, demnächst auch fettgetränkte Frikadellen
zu probieren. Dafür ist mir meine Figur zu schade. Meine EssSünden beschränken sich auch weiterhin auf gelegentliche Fish
& Chips – aber dann mit ganz viel Genuss und ohne Essig! (reg)

--Y��r�, �i�s�
Cl�

IMPRESSUM
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Chefredaktion: Nicola de Paoli
(verantwortl.)
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SCHOTTLAND

“…MILES OF UNSPOILT COAST, JAGGED CLIFFS, SHELL
BEACHES AND WHITE SAND. FROM UP HERE, THE
END OF THE WORLD LOOKS PRETTY GOOD.”
– John Sunyer, The Financial Times

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SCHOTTLAND