Sie sind auf Seite 1von 2

GOTTES WORT

... durch Bertha Dudde - 25.5.1941

1930 Geistige Tätigkeit das Wichtigste .... Aufgabe .... Opferfreudigkeit ....

Das ständige Belehren und also auch das ständige In-sich-hinein-Horchen wird große
Erfolge zeitigen. Es geben die lehrenden Kräfte dem Menschen einen geistigen
Wissensschatz, der sich nimmermehr aufbrauchen läßt, denn was auch davon abgegeben
wird, es trägt wiederum nur zur Belehrung und also zur Vermehrung geistigen
Wissens bei, ohne jedoch das geistige Eigentum des ersteren zu schmälern. Und das
ist göttlicher Wille und Sein Gnadengeschenk, das der Mensch nach Gutdünken nützen
und vermehren kann.

Doch immer muß dieses Gut nutzbringend verwendet werden; es darf niemals der
Mensch im Glauben sein, daß es genüge, daß er sich selbst daran bereichere; er
läuft dann Gefahr, daß der Quell des Wissens versiegt, daß auch er dann nicht mehr
schöpfen darf und daß also der Zustrom göttlicher Gnade aufhört.

Denn göttlicher Wille ist es auch, daß das geistige Wissen verbreitet wird, und es
muß der Mensch selbst jede Gelegenheit nutzen, die ihm anvertraute Gabe zu
verbreiten, d.h., das Wissen, das er selbst empfangen hat, weiterzugeben. Denn
dieses ist dann erst ein Wirken in Liebe am Nächsten.

Es ist dies zwar wieder ein Gnadengeschenk, das die Menschen nicht verdienen,
solange sie nicht selbst danach Verlangen tragen. Und doch soll ihnen wenigstens
Kenntnis gegeben werden, auf daß sie sich selbst entscheiden können, ob sie danach
streben oder es ablehnen wollen. Und daher geht ihnen immer wieder die Mahnung zu,
ihrer Seele zu gedenken.

Jede geistige Arbeit trägt geistigen, d.h. ewigen Erfolg ein, denn er ist
beständig, und was der Mensch einmal aufgenommen hat in sich, kann ihm ewig nicht
mehr genommen werden. Geistige Tätigkeit ist daher das allein Wichtige vor Gott,
ihr gegenüber sollen alle Bedenken schweigen, denn wer geistiges Gut in sich
aufnimmt, erfüllt die ihm gestellte Erdenaufgabe voll und ganz, sofern er dieses
Gut auch in Liebe seinem Nächsten weitergibt.

Er braucht also niemals zu fürchten, die Zeit nicht genügend ausgenützt zu haben,
so er sich für die Verbreitung dessen einsetzt, was Gott Selbst ihm vermittelt und
was also wohl auch das Wichtigste sein muß, weil Gott Selbst es ihm gibt. Das
Entgegennehmen der Botschaften von oben ist mit einer Aufgabe verbunden, d.h., vom
Willen, diese Aufgabe zu erfüllen, ist das Empfangen abhängig, also muß dann der
Vorsatz auch ausgeführt werden. Nehmen und Geben erst macht die Gabe Gottes zu
dem, was sie ist ....

Denn es bildet dies die eigene Verstandestätigkeit aus, und dadurch kommt der
Mensch erst in den Segen dessen, was er empfangen hat, ansonsten es tote Worte
bleiben, ohne Kraft und Einfluß auf den Menschen. Denn was der Mensch empfängt,
wird erst dann geistiges Eigentum, wenn er selbst es aufgenommen hat mit dem
Herzen, d.h., wenn der Inhalt des ihm Gebotenen von ihm selbst gedanklich
durchgearbeitet ist und nun bejaht wird. Dann erst kann er es weitergeben als
lebendige Wahrheit; er kann das, was er sagt, mit Überzeugung vertreten und
gleichfalls den Mitmenschen zur Gedankentätigkeit anregen, auf daß auch dieser
aufnahmefähig ist und die göttliche Gabe entgegennimmt als Speise und Trank ....
Zur Entgegennahme des göttlichen Wortes gehört ferner die Bereitwilligkeit, eine
Mission zu erfüllen, die Opfer erfordert. Denn um die Gabe Gottes austeilen zu
können, muß der Mensch alles Irdische hingeben können, weil er das gleiche dem
Mitmenschen vorstellen soll. Er muß in irdischer Lebensführung vorbildlich sein,
d.h. nach dem Wort leben, das er nun verkündet. Und dazu gehört das willige
Hingeben aller irdischen Freuden, es gehört eine starke Selbstüberwindung dazu,
wider alles anzukämpfen, was irdischen Genuß bietet. Denn je leichter der Mensch
diesen hingibt, desto empfänglicher ist er für das kostbare Gut, das ihm von oben
geboten wird. Und also kann er auch desto überzeugender dieses verbreiten, je
tiefer er selbst eingedrungen ist.

Erst wenn der Mensch Opfer bringt, ist er befähigt, Gott zu dienen, und dann wird
ihm die Arbeit zugewiesen so, wie er sie bewältigen kann. Dann aber wird der
Erfolg nicht ausbleiben. Es wird das Wirken der jenseitigen Lehrkräfte durch die
Mitarbeit der Erdenmenschen weiteste Kreise ziehen und das göttliche Wort also
verbreitet werden dort, wo die Menschen aufnahmewillig sind und sich bemühen, dem
Beispiel des Übermittelnden zu folgen, und also hingeben, was irdisches Gut
bedeutet, um geistiges Gut in aller Fülle einzutauschen ....

Amen

— Herausgegeben von Freunden der Neuoffenbarung —


Weiterführende Informationen, Bezug aller Kundgaben, CD-ROM, Bücher, Themenhefte
usw.
im Internet unter: www.bertha-dudde.info