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das zentral konzipierte und produzierte audiovisuelle Sendungen unidirektional und synchron a n eindisperses Massenpublikum vermittelt. Unter Fernsehen wird aber auch ein soziotechnischerKomplex von Organisationen (öffentlich-rechtlichen oder privatwirtschaftlichen Sendern) und Techniken (Aufnahme-, Aufzeichnungs-, Produktions-, Sende- und Empfangstechniken) verstanden. Außerdem bezeichnet das Verb fernsehen die Tätigkeit der Zuschauer, die mittels einesEmpfangsgerätes das Massenmedium konsumieren. [1]

Inhaltsverzeichnis

Fernsehen wird üblicherweise mit modulierterHochfrequenzübertragung üb er Antennen oder kabelgebunden (Kabelfernsehen) genutzt. Die Übertragung über Antennen erfolgt dabei entweder über terrestrische Frequenzen (Antennenfernsehen, auch terrestrisches Fernsehen genannt) oder aber nicht-terrestrisch mit Hilfe von Rundfunksatelliten (Satellitenfernseh en). Auf welche Weise die Bild- und Toninformationen bei der

Übertragung kodiert werden, hängt von der verwendetenFernsehnorm ab. Es gibt weltweit eine Vielzahl von Fernsehnormen, die jedoch auf wenige Grundparameter reduziert werden können; dabei wird zunächst einmal zwischen analogem Fernsehen und digitalem Fernsehen unterschieden. Als analoges Fernsehen bezeichnet man Fernsehen, bei dem zumindest die Bilddaten, meist aber auch die Tondaten analog übertragen werden. Beim analogen Fernsehen ist die Methode der Farbübertragung ein entscheidender Parameter zur Unterscheidung der verschiedenen analogen Fernsehnormen. Weltweit wird das analoge Fernsehen gegenüber der digitalen Bildübertragung zunehmend verdrängt. Siehe digitales Fernsehen, Analogabschaltung.

Finanzierung[Bearbeiten]

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zu schildern.

Beim Medium Fernsehen stehen wenige Programmanbieter einem Massenpublikum von mehreren Millionen Zuschauern (Konsumenten) gegenüber. Dieser Umstand ist in den meisten Ländern historisch bedingt, da aufgrund der bestehenden Gesetze das Fernsehen zunächst ausschließlich von öffentlichen Anstalten betrieben wurde. Dies änderte sich mit sinkenden Sendekosten und der Liberalisierung des Marktes. Die Kosten zur Produktion der Inhalte werden seitens der Programmanbieter auf verschiedenen Wegen eingenommen (siehe hierzu Duales Rundfunksystem). Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten, die einen staatlich

festgelegten Programmauftrag haben, an dem sich die Inhalte zu orientieren haben, finanzieren sich in Deutschland zu einem großen Teil aus staatlich festgelegten Beiträgen (siehe hierzu auchBeitragsservice) und Werbung. Einige weitere Einnahmequellen bestehen im Weiterverkauf oder in der Lizenzierung eigener Fernsehproduktionen. Die privaten Fernsehsender finanzieren sich dagegen fast ausschließlich durch Werbung. Fernsehproduktionen werden in der Regel in Auftrag gegeben, ein Großteil der Programminhalte wird gekauft oder lizenziert. Bei den gekauften oder lizenzierten Produktionen der deutschen privaten Fernsehsender handelt es sich meist um umsatzträchtige US-amerikanische Serien oder Filme, teilweise ganze Fernsehformate. Neben den öffentlich-rechtlichen und den privaten Fernsehsendern gibt es noch

sogenannteBezahlfernsehsender (engl. P ay TV; auch subscription television), die vom Zuschauer direkt bezahlt werden (z. B. Sky Deutschland, früher Premiere). Diese verschlüsseln ihre Sendungen, die so nur mit speziellen Decodern gesehen werden können. Der Zuschauer bezahlt dann je nach System entweder pro Programm beziehungsweise Programmpaket oder pro Sendung. Für die Zukunft ist auch eine Bezahlung auf Bestellung geplant. Da Werbung vom Zuschauer meist als störend empfunden wird, verzichten Bezahlfernsehsender in der Regel auf Werbung zur Finanzierung. Dies gilt auch oft als Hauptargument, sich für ein Bezahlfernsehabonnement zu entscheiden, wobei auch die Eigenwerbung als störend empfunden werden kann. In Großbritannien existiert auch eine Zwischenform. Das dortige BSkyB ist zwar Bezahlfernsehen, es enthält jedoch

trotzdem etwa soviel Werbung wie werbefinanziertes Privatfernsehen.

Inhalte[Bearbeiten]

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Fernsehstudio der Sendung Kripo live des MDR Fernsehens

Fernsehstudio der SendungKripo live des MDR Fernsehens

Das Fernsehen zählt zu den Massenmedien. Es hat Anteil an der Meinungsbildung der Bevölkerung. Genutzt wird das Fernsehen seitens der Zuschauer hauptsächlich zur Unterhaltung, Freizeitgestaltung sowie zur Informationsbeschaffung oder

Bildung. Entsprechend unterteilt man die Fernsehsendungen auch in Unterhaltungssendungen, Nachrichtensendungen und Bildungsfernsehen. Letzteres wird in Deutschland, mit Ausnahme von Dokumentationen, gemäß ihrem Bildungsauftrag fast nur von öffentlich- rechtlichen Fernsehanstalten angeboten. Zunehmend werden Bildung und Nachrichten mit Unterhaltung zum sogenannten Infotainment vermischt. Diese Art von Sendungen wird auch zunehmend von privaten und Bezahlfernsehsendern angeboten. Das Spektrum der Unterhaltungssendungen ist äußerst vielfältig und umfasst unter anderemFilme, Serien und Unterhaltungs sendungen, die sich in weitere Sparten unterteilen lassen. Zur Rubrik Bildungsfernsehen gehören Dokumentationen, Politik-

, Ratgeber- undWissenschaftssendungen. Seitens der Wirtschaft wird das Fernsehen zur Werbung benutzt. In kurzen Werbespotswerden einzelne Produkte und/oder Marken präsentiert und deren Kauf empfohlen. Neben den Werbespots gibt es auch sogenannte Verkaufsshows oder Dauerw erbesendungen. Einige spezialisierte Sender, sogenannte Home-Shopping- Sender zeigen den ganzen Tag nichts anderes als solche Verkaufsshows. Für die Werbeindustrie ist das Fernsehen eines der wichtigsten Medien, da auf diesem Weg viele Menschen erreicht werden können. Außerdem eignet sich das Fernsehen für die Werbeindustrie, weil man mit diesem Medium besonders gut Gefühle und Emotionen beim Konsumenten wecken kann.

In Deutschland regeln staatsvertragliche Auflagen Dauer und Häufigkeit der Werbung pro Sendung beziehungsweise Sendezeit. Die Rechte zur Ausstrahlung von Werbung in den öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten sind stärker eingeschränkt. Sie dürfen beispielsweise nach 20 Uhr sowie an Sonntagen und im ganzen Bundesgebiet anerkannten Feiertagen keine Werbung ausstrahlen. Bei nicht öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten darf die Werbung 20 Prozent des Programms, somit 12 Minuten pro Stunde, bisher nicht überschreiten. Staat und Politik benutzen das Fernsehen hauptsächlich dazu, die Bevölkerung zu informieren und die Meinungsbildung zu fördern. Das Spektrum der Inhalte reicht dabei von Hinweisen auf wichtige Ereignisse bis zu Katastrophenwarnungen. Politiker

versuchen oft, über das Fernsehen die Bevölkerung von ihren eigenen Ansichten zu überzeugen oder ihre Arbeit zu rechtfertigen. In vielen Staaten wird Fernsehen auch häufig seitens der Regierung zur Propaganda eingesetzt. Ein weiteres Anwendungsgebiet der Fernsehtechnik besteht in Videoüberwachung, die zunehmend günstiger wird, da die Technik einerseits qualitativ besser und gleichzeitig billiger wird, andererseits die besonders kostenintensive Herstellung von Inhalten entfällt. In der Weltraumforschung, die sowieso hohe Kosten für Missionen veranschlagt, wird die Fernsehtechnik ebenfalls eingesetzt. Allerdings werden hier selten bewegte Bilder aufgenommen. Stattdessen kommen Spezialkameras zum Einsatz, die oft besonders hohe Auflösungen besitzen und/oder Licht anderer Spektralbereiche, als die vom

menschlichen Auge wahrgenommen, aufzeichnen und teilweise zeitversetzt zur Erde senden.

Sendeabwicklung und Archivierung[Bearbeiten]

Technische Koordinationsstelle jedes Rundfunksenders ist der Schaltraum. Hier kreuzen sich alle ein- und ausgehenden Signale. Dabei gilt der Grundsatz, dass für jeden Bildkanal automatisch ein Audiokanal freigeschaltet wird (Audio follows video). Im Schaltraum treffen die Signalströme von Satellitenübertragungen, Berichte aus den Außenstudios und Live- Schaltungen zu den Korrespondenten und Ü-Wagen zusammen. Eine Kommandoverbindung führt zu den anderen technischen Einrichtungen des Senders wie Aufnahmestudios, Kontrollraum, Grafik, Schnitt, Regie etc. Bei vielen Sendern sind die technischen

Abteilungen bereits vollständig miteinander vernetzt. So wird etwa ein Film am Computer geschnitten und über das Netzwerk verschickt. Über den Schaltraum laufen auch Direktverbindungen zu einem etwaigen Senderverbund (z. B. ARD-Stern) Entwicklung[Bearbeiten] In der Frühzeit des Fernsehens wurden viele Sendungen live ausgestrahlt oder alsaudiovisuelle Sequenz vorproduziert. Aufzeichnungen von Live-Sendungen erfolgten damals teilweise noch durch Abfilmen vom Monitor. Seit Mitte der 1960er-Jahre erfolgte die Studioaufzeichnung und Sendeabwicklung vorgefertigter Inhalte mit MAZ-Geräten, aus denen Ende der 1970er-Jahre die Videorekorder für den Heimbedarf entwickelt wurden und die analoge oder digitale Signale auf Magnetbänder oder Festplatten speichern und mit denen

auch die Bearbeitung der einzelnen Beiträge erfolgt. An ihre Stelle sind heute vielfach Computer getreten, die eine Vielzahl an zusätzlichen Bearbeitungsmöglichkeiten bieten. Um die alte Außentechnik weiter benutzen zu können, sind MAZ-Geräte aber immer noch im Einsatz. Mittlerweile sind die meisten Fernsehsender zu exakt programmierbaren Videoservernübergeg angen, auf die sich die Beiträge nach einer festen Zeitabfolge speichern und abrufen lassen. Videoserver können große Sendestrecken vollautomatisch fahren und reduzieren damit den technischen und personellen Aufwand auf ein Minimum. Wegen der digitalen Form der Signalaufbereitung erfolgt heute auch die langfristige Speicherung (Archivierung) der Beiträge in digitaler Form. Die Fernsehsender stecken gerade in einer Migrationsphase, weil

ältere Bestände der Fernseharchive oft mit großem Aufwand digitalisiert werden, um eine weitere Schädigung der auf alten Magnetbänder gespeicherten Inhalte zu verhindern und um einen schnellen Zugriff zu ermöglichen. Für jedes Programm steht eine sogenannte "Sendestraße" zur Verfügung. Die Videoserver oder auch sogenannte LMS (Library Management System) werden von der Ausspielsoftware (Harris, Pebble Beach u.a.) angesteuert. D.h. sowohl das Starten des Audio-/Video-Sigals als auch das Schalten bzw. Mischen auf dem Sendemischer wird von der Ausspielsoftware ferngesteuert. So kann ein Aufsichtsingenieur die Ausstrahlung mehrerer Programme technisch überwachen. Er muss eng mit der Programmredaktion zusammenarbeiten und auf kurzfristige Änderungen eingreifen können. Dies erfordert gute

Kenntnisse der Ausspielsoftware und der Editierung der Programmevents. Digitale Archivierung und Verarbeitung[Bearbeiten] Die digitale Archivierung erfolgt heute überwiegend auf Bandmedien oder Festplatten. Wegen der niedrigen Kosten werden heute überwiegend LTO- Bänder verwendet. Bei den Dateitypen dominieren das IMX-Format von Sony und das DVCPro50-Format von Panasonic. Die Auflösung beträgt 720×576 Pixel. Die Datenrate beträgt 50 Mbit/s, pro Stunde fallen bei der Aufzeichnung etwa 27 Gigabyte an Daten an. Bei der alltäglichen Archivierung wählen die Sender heute Kombinationslösungen zwischen Band und Festplatte, weil bei der kurzfristigen Speicherung auf Festplatten ein schnellerer Zugriff möglich ist. Die LTO- Bänder, die über eine Speicherkapazität von 200 bis 500 Gigabyte verfügen,

werden von computergesteuerten (redundanten) Robotern verwaltet, die einen Bestand von bis zu 6000 Medien organisieren können. Eine derartige Bibliothek fasst an die 1200 Terabyte pro Roboter. Das moderne Computernetzwerk größerer Fernsehsender ermöglicht eine vollautomatische Datenübertragung vom Datenband zum Videoserver und umgekehrt, auch Online-Abfragen externer Archivkunden (andere Sender, Agenturen etc.) können jederzeit abgewickelt werden. Moderne Steuerungssoftware, wie DIVArchive, organisiert alle Anfragen und ist mittlerweile so leistungsfähig, dass am PC Szenen aus einzelnen Archivbeständen herausgeschnitten werden können, ohne dass der gesamte Beitrag aus dem Archiv geladen werden muss (Partial Restore). Sendeabwicklung und Archiv (das Herzstück jedes

Senders) sind damit so eng verzahnt, dass ein jederzeitiger Zugriff möglich ist. Bei analogen Archivbeständen muss der jeweilige Beitrag immer noch von einem Mitarbeiter aus dem Regal geholt und mühsam von Hand weiterbearbeitet werden, was Zeit und Ressourcen kostet. IMX und DV sind in Verbindung mit Wrapper- Formaten wie MXF geeignet, Metainformationen zu speichern. Diese haben rein beschreibende Funktion und enthalten neben Titel und Personenangaben auch Stichwörter zum Sendungsinhalt. Anhand dieser Begriffe können die jeweiligen Beiträge (ähnlich wie bei digitalen MP3- Musiksammlungen) direkt über das Netzwerk aufgerufen werden. Damit lässt sich jeder Archivinhalt anhand direkt eingegebener Stichwörter finden und öffnen.

Mangelnde Sorgfalt bei der Archivierung[Bearbeiten] Ältere Archive wurden zum Teil zerstört, teils aus politischen Gründen, zum Teil einfach, um Platz zu schaffen. Viele Fernsehsender begriffen gar nicht, welche Werte sie vernichteten. So sucht heute zum Beispiel der britische Fernsehsender BBC weltweit nach eventuell noch vorhandenen Kopien aus den Anfängen der Doctor-Who-Serie, bei der über 100 Teile aus dem BBC- eigenen Archiv absichtlich vernichtet wurden. Viele in der DDR gezeigte Filme verschwanden ebenfalls aus den Archiven oder erreichten nach der Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten einen Zustand, in dem sie nicht mehr gezeigt werden können. Zu diesen Filmen gehört zum Beispiel die Serie:

Besonders Filme aus den Anfängen des Fernsehens wurden lange Zeit nicht als genügend wertvoll zum Archivieren betrachtet. Videobänder waren teuer und knapp und wurden nach dem Senden neu bespielt. Auch urheberrechtliche Gründe verhinderten das Interesse an einer Aufbewahrung. So war ein erneutes Abspielen bereits gezeigter Filme teilweise mit sehr hohen Gebühren verbunden.

Gesellschaftliche Aspekte[Bearbeiten]

Nutzung in Deutschland[Bearbeiten]

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Verbreitung in Deutschland [2]

Jah

Ausstattungsg

Ausstattungsbest

 

r

rad

[3]

and

[4]

199

   

8

95,595,8

138,2140,0

199

   

9

95,3

143,6

200

   

0

95,5

143,3

200

   

1

95,5

147,8

200

   

3

94,4

145,5

200

   

4

95,0

148,1

200

   

6

95,2

151,9

200

   

7

95,9

156,0

200

   

8

94,1

147,4

In Deutschland besitzen (Stand 2004) 95 Prozent der Haushalte