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Schülerwettbewerb: Brücken für Erfurt

Einführungsveranstaltung: 24.01.2014 Wettkampftag: 14.03.2014, 10.00 Uhr, Hörsaal 5.E.11

Wettkampftag: 14.03.2014, 10.00 Uhr, Hörsaal 5.E.11 Grande Viaduc de Millau, www.zdf.de/Terra Xpress 1.

Grande Viaduc de Millau, www.zdf.de/Terra Xpress

1. Aufgabenstellung

2. Statikvorlesung

1. Aufgabenstellung

Konstruieren und bauen Sie eine Brücke, die bei einem möglichst geringen Eigengewicht, einer möglichst hohen vertikalen Belastung standhält, ohne dabei eine Verformung von 10 cm zu überschreiten.

Drucklast P

Eigenlast F

G

Maximum

Was zu beachten ist:

P ≤ 10 cm
P
≤ 10 cm

Vorgegebenes Material

Dokumentation einzelnen Planungs- und Arbeitsphasen in geeigneter Weise

Gegenseitige Bewertung der Qualität und Kreativität

Siehe Aufgabenstellung und Wettbewerbsunterlagen 2014

Was ist noch zu beachten:

1. Die Brücke darf in ihren Außenmaßen die Abmessungen des vorgegebenen Lichtraumprofils, Länge L ≤ 140 cm, Breite B ≤ 25 cm und Höhe H ≤ 50 cm, (siehe Skizze, transparenter Körper im 3D Modell) nicht überschreiten.

2. Die zur Aufstellung der Brücke vorgegebenen Flächen bzw. Auflagerbereiche (in der Skizze braun dargestellte Bereiche) sind einzuhalten.

3. Auf der Brücke ist ein mindestens 10 cm breiter Fahrweg zu konstruieren. Der Fahrweg darf in beliebiger Höhe innerhalb des Lichtraumprofils angeordnet werden.

4. Der in der Brücken-Box enthaltene Bierdeckel ist in Brückenmitte zu befestigen. Der Bereich unmittelbar über dieser Ansatzfläche soll nicht überbaut werden.

über dieser Ansatzfläche soll nicht überbaut werden. 3D-Modell BRÜCKEN FÜR ERFURT Prof. Dr.-Ing. Holger
über dieser Ansatzfläche soll nicht überbaut werden. 3D-Modell BRÜCKEN FÜR ERFURT Prof. Dr.-Ing. Holger

3D-Modell

Was ist noch zu beachten:

5. Die Auflager werden bei der Prüfung zur Verfügung gestellt.

6. Die Toleranzen für die Länge, die Höhe und die Breite der Brücke betragen jeweils ±1,0 cm.

7. Jegliches Werkzeug (z.B. Schere, Stifte, Dreiecke) sowie die 3 mm starke Schneidunterlage aus Pappe dürfen nicht als Baumaterial verwendet werden.

8. Die Entstehung der Brücke ist in einer Dokumentation zu beschreiben. Der Umfang sollte 15 Seiten nicht überschreiten.

Der Umfang sollte 15 Seiten nicht überschreiten. 3D-Modell BRÜCKEN FÜR ERFURT Prof. Dr.-Ing. Holger
Der Umfang sollte 15 Seiten nicht überschreiten. 3D-Modell BRÜCKEN FÜR ERFURT Prof. Dr.-Ing. Holger

3D-Modell

2. Statikvorlesung

Der Biegeträger Das Trägheitsmoment Das statische System Das Knicken von Stäben Knicklänge Hinweise

Der Biegeträger (Balken) am Beispiel Holzstab

Der Biegeträger (Balken) am Beispiel Holzstab F EI w z F/2 F/2 l/2 l/2 E*I –

F

EI w z F/2
EI
w z
F/2

F/2

l/2

l/2

(Balken) am Beispiel Holzstab F EI w z F/2 F/2 l/2 l/2 E*I – Biegesteifigkeit E-
(Balken) am Beispiel Holzstab F EI w z F/2 F/2 l/2 l/2 E*I – Biegesteifigkeit E-
(Balken) am Beispiel Holzstab F EI w z F/2 F/2 l/2 l/2 E*I – Biegesteifigkeit E-
(Balken) am Beispiel Holzstab F EI w z F/2 F/2 l/2 l/2 E*I – Biegesteifigkeit E-
(Balken) am Beispiel Holzstab F EI w z F/2 F/2 l/2 l/2 E*I – Biegesteifigkeit E-
(Balken) am Beispiel Holzstab F EI w z F/2 F/2 l/2 l/2 E*I – Biegesteifigkeit E-

E*I – Biegesteifigkeit E- Elastizitätsmodul I-Trägheitsmoment

I =

b

h

3

12

M =

FL

4

+

2

qL

8

M

σ= ⋅≤ σ

z

zul

I

w

z

=

F

l

3

48

E

I

Kraft = Masse Beschleunigung F = m g [N], mit g = 10 m/s 2

Das Trägheitsmoment I: starke und schwache Achse

I =

b

h

3

12

M =

FL

4

+

2

qL

8

schwache Achse I = b ⋅ h 3 12 M = FL ⋅ 4 + 2
schwache Achse I = b ⋅ h 3 12 M = FL ⋅ 4 + 2

z

M y

Achse I = b ⋅ h 3 12 M = FL ⋅ 4 + 2 qL

y

Achse I = b ⋅ h 3 12 M = FL ⋅ 4 + 2 qL
b
b

I

-z h +z 3 b ⋅ h
-z
h
+z
3
b
⋅ h

=

y 12

M

F

l

3

σ= ⋅≤ σ

z

I

zul

w

z

z

=

=

48

E

I

M

z
z

y

I

h

b

3

z 12

I y > I z

w hochkant < w flach und σ hochkant < σ flach

Aufnehmbare F hochkant > F flach

Das statische System am Beispiel Fachwerk

F l/2 l/2
F
l/2
l/2
F
F

Das statische System am Beispiel Fachwerk

F
F
l/2 l/2 F
l/2
l/2
F
BridgeBuilder
BridgeBuilder

Das Knicken von Stäben – Unterschied von Zug- und Druckkräften

am Beispiel Holzstab

Unterschied von Zug- und Druckkräften am Beispiel Holzstab 1,5 cm 0,5 cm P P Zugkräfte max.
Unterschied von Zug- und Druckkräften am Beispiel Holzstab 1,5 cm 0,5 cm P P Zugkräfte max.

1,5 cm

von Zug- und Druckkräften am Beispiel Holzstab 1,5 cm 0,5 cm P P Zugkräfte max. F
0,5 cm
0,5 cm

P Zug- und Druckkräften am Beispiel Holzstab 1,5 cm 0,5 cm P Zugkräfte max. F ≈ 850

P

und Druckkräften am Beispiel Holzstab 1,5 cm 0,5 cm P P Zugkräfte max. F ≈ 850

Zugkräfte max. F 850 N 85 kg

P

Druckkräfte max. F 10 N 1 kg

P

Kraft = Masse Beschleunigung F = m g [N], mit g = 10 m/s 2

1,5 cm

2,5 cm

1,9 cm

Das Knicken von Stäben – Unterschiedliche Querschnittsformen

Vollprofil A = 1,5 0,5 = 0,75 cm 2

0,5 cm

Vollprofil A = 1,5 ⋅ 0,5 = 0,75 cm 2 0,5 cm Druckkräfte max. F ≈
Vollprofil A = 1,5 ⋅ 0,5 = 0,75 cm 2 0,5 cm Druckkräfte max. F ≈
Vollprofil A = 1,5 ⋅ 0,5 = 0,75 cm 2 0,5 cm Druckkräfte max. F ≈

Druckkräfte max. F 220 N

Rechteckiges Hohlprofil A = 0,74 cm 2

0,1 cm

F ≈ 220 N Rechteckiges Hohlprofil A = 0,74 cm 2 0,1 cm 2,0 cm Druckkräfte
F ≈ 220 N Rechteckiges Hohlprofil A = 0,74 cm 2 0,1 cm 2,0 cm Druckkräfte

2,0 cm

Druckkräfte max. F 4800 N

= 0,74 cm 2 0,1 cm 2,0 cm Druckkräfte max. F ≈ 4800 N Rundes Hohlprofil
= 0,74 cm 2 0,1 cm 2,0 cm Druckkräfte max. F ≈ 4800 N Rundes Hohlprofil

Rundes Hohlprofil A = 0,75 cm 2

0,1 cm

max. F ≈ 4800 N Rundes Hohlprofil A = 0,75 cm 2 0,1 cm Druckkräfte max.
max. F ≈ 4800 N Rundes Hohlprofil A = 0,75 cm 2 0,1 cm Druckkräfte max.
max. F ≈ 4800 N Rundes Hohlprofil A = 0,75 cm 2 0,1 cm Druckkräfte max.
max. F ≈ 4800 N Rundes Hohlprofil A = 0,75 cm 2 0,1 cm Druckkräfte max.

Druckkräfte max. F 6800 N

Knicklänge F Rundes Hohlprofil A = 0,75 cm 2 L cr = 0,1 cm 117,5
Knicklänge
F
Rundes Hohlprofil
A = 0,75 cm 2
L cr =
0,1 cm
117,5
cm
Ideal elastisches Verhalten,
2,5 cm

nach Leonhard Euler

F

cr

=

2

L

cr

π

2

E

I

Druckkräfte

max. F 6800 N

F L cr = 58,8 cm L cr = 58,8 cm
F
L cr =
58,8
cm
L cr =
58,8
cm

Druckkräfte

max. F 13700 N

Hinweise

Kritische Knicklänge L cr so klein wie möglich

Trägheitsmoment I so groß wie möglich

Vollquerschnitt

r r
r
r

I =

π

r

4

4

Rohrquerschnitt

r R π I = ( 4 4 Rr − 4
r R
π
I
=
(
4
4
Rr
4

)

F

cr

=

2 π ⋅ E ⋅ I 2 L cr
2
π
E
I
2
L
cr

Rechteckquerschnitt

) F cr = 2 π ⋅ E ⋅ I 2 L cr Rechteckquerschnitt I =

I =

b

h

3

12

Hinweise

Gerade, keine krummen Stäbe/Träger

Feste, sorgfältig ausgeführte Klebeverbindungen

Keine lokale Fehlstellen (z.B. keine Knicke oder Risse im Material)

Möglichst gleichmäßige Lastverteilung (gleiche Winkel, gleiche Durchmesser, gleiche Ausführung)

Möglichst symmetrischer Aufbau

gleiche Ausführung) − Möglichst symmetrischer Aufbau BRÜCKEN FÜR ERFURT Prof. Dr.-Ing. Holger Schmidt H i
gleiche Ausführung) − Möglichst symmetrischer Aufbau BRÜCKEN FÜR ERFURT Prof. Dr.-Ing. Holger Schmidt H i