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Verfahrenstechnisches Merkblatt Nr. 2412.1 Ausgabe vom 08.05.92

Merkblatt Nr. 2412.1 Ausgabe vom 08.05.92 Wasserbeizen Allgemeines Wasserbeizen sind wasserlösliche
Merkblatt Nr. 2412.1 Ausgabe vom 08.05.92 Wasserbeizen Allgemeines Wasserbeizen sind wasserlösliche

Wasserbeizen

Allgemeines

Wasserbeizen sind wasserlösliche Farb- stoffbeizen für praktisch alle Holzarten. Sie ergeben auf Nadelhölzern ein nega- tives Beizbild. Dank ihrer einfachen Handhabung zäh- len Wasserbeizen zu den wichtigsten und am meisten verwendeten Holzarten. Sie sind ausserordentlich lichtecht und lange haltbar.

Löseverfahren

Die für den gewünschten Farbton erfor- derliche Menge Beizpulver (10-100 g /lt) wird am vorteilhaftesten in etwas heis- sem Wasser klumpenfrei angeteigt und dann die Restmenge kochend heisses Wasser unter ständigem Rühren zuge- geben.

Vorbehandlung des Holzes

Die zu beizende Holzoberfläche wird in bekannter Art vorbehandelt, d.h. gewäs- sert, evtl. gebleicht, fein geschliffen und sauber ausgebürstet.

Beizen

Das Beizen erfolgt mit einem Beizpinsel oder Beizschwamm. Dabei wird die Beiz- lösung recht satt in der Holzfaserrichtung aufgetragen und auf der Fläche kreuz und quer durchgearbeitet. Über- schüssige Beize wird mit einem ausge- drückten Beizschwamm in Längsrichtung gleichmässig aufgenommen.

Probebeizung

Durch eine Probebeizung soll sich der Verarbeiter vom richtigen Beiztonausfall überzeugen. Je nach Eigenfarbe und Saugfähigkeit des Holzes ist mit gerin- gen Abweichungen des Beiztones zu rechnen.

Lackierung

Wasserbeizen sind in der Regel gegen alle üblichen Holzlacke beständig. Die Lackierung kann deshalb ohne Ein- schränkungen nach den in unseren "Lackiersystemen" gemachten Vorschlä- gen erfolgen.

Bemerkungen

Da Wasserbeizen untereinander voll verträglich und mischbar sowie sehr lange haltbar sind, ist das Ansetzen von Stammlösungen empfehlenswert.

Stammlösungen werden durch Lösen von 50 g Beizpulver in 1 Liter Wasser hergestellt. In gut verschlossenen Gla- flaschen können sie lange aufbewahrt werden.

Beim Nuancieren setzt man der Beize, die im Farbton geändert werden soll, vorsichtig soviel Stammlösung zu, bis der gewünschte Farbton erzielt ist. Das Abtönen mit Stammlösungen gibt die Möglichkeit, die Beizlösung einer verän- derten Grundfarbe des Holzes anzupas- sen.

BG I/s

Diese Angaben sind allgemein beratende Richtlinien