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Steffen Gresch, Jahrgang 1965, war Gründungsmitglied des am 10.Januar 2003 in Saarbrücken ins Leben gerufenenen Vereines für Kultur und Bewusstein: Kube e.V. Nachfolgend sind Veranstaltungen aufgeführt,die Steffen Gresch im Zusammenarbeit mit dem Verein in den Jahren 2005-2011 als Akteur gestaltete. Dabei handelt es sich zum einen, um von Gresch allein bestrittene, rein literarische Aufführungen (z.B. Kafka- oder Heine-Abende) - zum anderen um Vereins-Projekte (etwa Mozart- Jahr-Collage oder Beethoven-Revue) - schließlich auch um szenische Autoren-Lesungen eigener Theater-Stücke. Gresch beendete 2011 seine Bühnen-Laufbahn. Seitdem betätigt er sich auschließlich schriftstellerisch. Er verließ 2012 das Saarland und lebt nun in Baden-Württemberg.

LITERATURABENDE:

Samstag, 18. Juni, 20.00 Uhr Lesung mit Steffen Gresch Die Xenien von Friedrich Schiller und Johann Wolfgang von Goethe Versammlungsraum neben Cafe Kostbar, Nauwieserstr. 19, Saarbrücken.

Samstag, 11. März, 20.00 Uhr Heinrich-Heine-Jahr 2006 Deutschland, ein Wintermärchen Dramatisches Gedicht von Heinrich Heine Erzählt von Steffen Gresch Versammlungsraum neben Cafe Kostbar, Nauwieserstr. 19, Saarbrücken Eintritt 5 Euro, Eintritt frei für Vereinsmitglieder

Samstag, 14. April 2007, 20 Uhr "Michael Kohlhaas" von Heinrich von Kleist Eine Lesung mit Steffen Gresch Versammlungsraum des Kultur und Werkhofes Nauwieser 19, Saarbrücken Eintritt 5 Euro, Eintritt frei für Vereinsmitglieder

Presseinformation & Einladung

Presseinformation & Einladung Szenische Lesung. Heinrich von Kleist Michael Kohlhaas Terrorist aus gestohlener Ehre

Szenische Lesung.

Heinrich von Kleist

Michael Kohlhaas

Terrorist aus gestohlener Ehre Interpret: Steffen Gresch

Samstag, 14. April 2007, 20.00 Uhr Versammlungsraum Cafè Kostbar

Eintritt: 5 €/Mitglieder frei

- Eine Veranstaltung des Vereines Kultur und Bewusstsein e. V. -

Bedeutung. Ebenso wie Faust, Hamlet, Don Quijote, Robinson oder Don Juan - als herausragende Figuren der Weltliteratur, - ist Michael Kohlhaas in den Feullietons und zeitgenössischen Kulturmedien längst zum Prototypen einer besonderen Verhaltensweise oder Charakteranlage avanciert, welcher – herausgelöst aus der erzählten Handlung - im Bewusstsein der Nachwelt ein eindrucksvolles Eigenleben führt – also, einfacher formuliert: für etwas steht. Wenn Faust etwa den kompromisslosen erkenntnishungrigen Intellektuellen, - Robinson hingegen beispielsweise den gestrandeten Existentialisten verkörpert, - so könnte man Michael Kohlhaas unserer Tage durchaus für einen Terroristen aus gestohlener Ehre halten.

Zur Handlung. Der sächsische Junker Tronka nimmt dem brandenburgischen Rosshändler Michael Kohlhaas in kaltschnäuziger Manier willkürlich zwei Pferde ab. Indem Kohlhaas, zu den Waffen greifend, und immer mehr Anhänger um sich scharend, zum unerschrockenen Selbsthelfer mutiert, bietet er einer korrupten und unmenschlichen Gesellschaft einerseits die Stirn, wird aber zugleich zum gefürchteten Räuber und Mörder. Dabei geht es ihm bald schon nicht mehr um sein eigenes Recht allein, sondern um das Recht schlechthin - nämlich dass aller Recht- und Machtlosen, den Unterdrückten im Lande. Mehr und mehr durchschaut er die Machtverhältnisse und gerät zunehmend mit den herrschenden Kreisen seiner Zeit in Konflikt

Der Schauspieler und Autor Steffen Gresch präsentiert als vortragender Interpret eine abendfüllende, freilich gekürzte Fassung dieser Erzählung, des einst viel zu früh, freiwillig aus dem Leben geschiedenen „Antiklassikers“ Heinrich von Kleist.

Szenische Lesung:

Das Schloss Romanfragment von Franz Kafka Interpret: Steffen Gresch Mittwoch, 3.Oktober 2007, 20.00 Uhr Versammlungsraum des Kultur und Werkhofes Nauwieser 19 Eintritt: 5€

„Es hat doch auch den Vorteil, dass der Unwissende mehr wagt.“ Franz Kafka, Das Schloss

Eines Nachts kommt der Landvermesser K. in ein bizarres Dorf, dessen Geschicke von einer dunklen Macht, dem Schloss nämlich, gelenkt werden. Für K. beginnt ein aussichtslos scheinender Kampf um Anerkennung Ein passender weltliterarischer Beitrag, zum Tag der deutschen Einheit, welcher an Aktualität nichts eingebüßt hat – zur Szenischen Lesung bearbeitet und vorgetragen durch Steffen Gresch.

Deutschland, ein Wintermärchen

Dramatisches Gedicht von Heinrich Heine Erzählt von Steffen Gresch

Samstag, 20. September 2008, 20.00 Uhr, Versammlungsraum, Nauwieser 19, Saarbrücken Eintritt 5 Euro (Eintritt frei für Vereinsmitglieder)

Im Herbst 1843 unternimmt Heinrich Heine nach 12 Jahren Pariser Exil eine heimliche Reise zu seiner Mutter und seinem Verleger nach Hamburg. - Die Wucht der Eindrücke und Gefühle inspiriert ihn zu jenem dramatischen Gedicht, welches von nun an untrennbarfür kommende Generationen mit seinem Namen verbunden sein wird.Heine

, romantisch undich bin diesmal sicher, dass ich ein Werkchen gegeben habe, das mehr Furore machen wird, als die populärste Broschüre und dennoch den Wert einer klassischen Dichtung haben wird. Der Titel des Buches ist: "Deutschland, ein Wintermärchen"

selbst über sein Werk: "Es ist ein gereimtes Gedicht

politisch

VEREINS-PROJEKTE (Auswahl):

Samstag, 06. Mai 2006, 20 Uhr

Mozart ohne Kugeln, Aber, Bitte, Mit Likör!

EINE MUSIKALISCH-LITERARISCHE (MOZART) COLLAGE Mit Charles Robin Broad (Tenor und Pianist), Simon Löwenberg (Violine) und dem Erzähler Steffen Gresch Theater Blauer Hirsch, Saargemünderstr. 11, Saarbrücken St.Arnual, Eintritt: 12/10 Euro

11, Saarbrücken St.Arnual, Eintritt: 12/10 Euro Mozart ohne Kugeln, aber mit Likör“ Charles Robin Broad,

Mozart ohne Kugeln, aber mit Likör“

Charles Robin Broad, Simon Löwenberg und Steffen Gresch servierten im Theater Blauer Hirsch einen deftigen Cocktail

Der Verein „Kultur und Bewusstsein“ (Kube) hatte zu einer Mozart-Show der besonderen Art nach St. Arnual geladen. Serviert wurde eine witzige Parforcejagd durch Mozarts Stücke und Briefe, Anekdoten und Mythen.

Von SZ-Mitarbeiterin Ruth Rousselange

Saarbrücken. Zwei Stunden Mozart herb-deftig präsentierten Charles Robin Broad, Simon Löwenberg und Steffen Gresch im Theater Blauer Hirsch in St. Arnual. „Mozart ohne Kugeln, aber bitte mit Likör“, veranstaltet von Kube, dem Verein „Kultur und Bewusstsein“, erwies sich als wahrlich witzige Parforcejagd durch Mozarts Stücke und Briefe, Anekdoten und Mythen.In wolkig weißen Perücken, Brokatjacken und Schnallenschuhen rücken Sänger und Pianist Broad, Löwenberg an der Violine und Erzähler Gresch dem verehrten Musikgenie auf den Leib. Bevorzugt unernst versteht sich, und das mit Bravour. Eröffnet wird noch eher sanft mit dem Violinkonzert in G-Dur.Lieblich fließend erklingen Löwenbergs Violine

und Broads Piano. Doch schon bald ist's vorbei mit der friedlichen Stimmung, hinweggefegt vom kriminellen Mehrteiler „Wer ermordete Mozart? Gresch erzählt düster von dieser Nacht vom 4. auf den 5. Dezember 1791, Schnee, Grabesstille über dem Donautal, tot liegt ein Mann darnieder, Beruf Musiker, Tatort Wien. War's der Arzt? Lange weilt er im Theater, verordnet dann eiskalte Umschläge, fahrlässige Tötung, Vorsatz? Doch der Arzt hat kein Motiv. Zu zitternden Geigensaiten zelebriert Broad das hinreißend sarkastische „C-Moll-Komplott KV XY ungelöst“, verdächtige Elemente, Beethoven und der Diebstahl der C-Moll-Tonart.

Dann kommt's noch krasser, Papageno muss dran glauben. Broad lässt den Vogelfänger nicht nur im Stile Schuberts und Verdis tirilieren, was seinen voluminösen Tenor zu höchsten Höhen treibt. Papageno hat plötzlich kubanischen Einschlag, alla Buena Vista S.C., im Blauen Hirsch gickst man entzückt.

Und schnappt bald nach Luft bei Greschs ultraschnellen Schaltungen nach Salzburg zu „Oper für alle – alle für die Oper“. Was für irre Abrisse zu Don Giovanni und Hochzeit des Figaro. Treffsicher ironisch lässt Greschden sexistischen Herzensbrecher nach verpatzter Werbung um Donna Anna die Fliege machen und den Figaro im Tumult mit drohender Impotenz untergehen. Wer vor Lachen noch kann, darf sich über Mozarts Briefe ansBäsle-Häsle freuen. Die sind heftig mit Fäkaljargon gespickt. Was Broad zum Anlass nahm, aus Mozarts losem Wortschatz gleich eine ganze „Sauereienkantate“ zu zimmern. Saiten und Tasten erbeben, die Organe der drei Männer vibrieren trefflich. Hinreißend, wie Broad als mordlüsterner Salieri dem vergiftet dahinsiechenden Mozart (Gresch) inbrünstig ein Requiem singt und das Wiegenlied „Schlafe, mein Prinzlein schlaf ein“ zirpt, mögliche Mordmittel, Maggi und Prosecco. Ein toller Mozart-Spaß mit drei klasse Akteuren und besonderem Glanz auf Broad. Tatsächlich ohne Mozart-Kugeln, aber den Likör zum Streicheln rau gelachter Kehlen gab's wirklich.

aber den Likör zum Streicheln rau gelachter Kehlen gab's wirklich. Foto: Uli Barbian Gresch, Löwenberg, Broad

Foto: Uli Barbian Gresch, Löwenberg, Broad

Samstag, 30. September 2006, 20 Uhr

Vampirträume!

Gruseliges und Schwarzhumoriges zur dritten Jahreszeit mit Beiträgen von Lord Byron, Edgar Allan Poe, Nikolei Gogol und anderen Scharfzünglern" Eugen Grittmann (Schriftsteller) und Steffen Gresch (Erzähler) Special guest: Simon Löwenberg (Musiker)Samstag, Café Kostbar - Versammlungsraum Nauwieserstr. 19, Saarbrücken Eintritt: 5 Euro - - Kontakt: Steffen Gresch 0176 /65 81 40 45 -

Samstag, 14. Oktober, 20.30 Uhr

Mozart ohne Kugeln, Aber, Bitte, Mit Likör!

EINE MUSIKALISCH-LITERARISCHE (MOZART) COLLAGE Mit Charles Robin Broad (Tenor und Pianist), Simon Löwenberg (Violine) und dem Erzähler Steffen Gresch Theater Blauer Hirsch, Saargemünderstr. 11,

Saarbrücken St.Arnual,

Für Vereinsmitglieder 5 Euro Eintritt

Eintritt: 12/10 Euro

mit

faszinierenden MUSIKALISCHEN, und LITERARISCHEN RARITÄTEN von und

über WOLFGANG AMADEUS MOZART, und ist eine Sammlung von kuriosen Leckerbissen die jeder eingeweihte Mozartianer, oder Uneingeweihte Zuhörer interessieren, und begeistern werden.

Es gilt die heitere und zum Teil nachdenklich-schmunzelhafte Seite von Mozarts Persönlichkeit zu betonen, - aber auch das schön-legendäre ein wenig auf die Palme zu bringen, jedoch ohne dabei dem AMADEUS unehrenhaft gegenüber stehen zu müssen. Und Mozarts 250zigster Geburtstag ist genau der richtiger Zeitpunkt um dieses

musikoliterarisches Verbrechen direkt vor Zeugen zu verüben

Kuriositäten wie die derben Fäkalienwitze in den Bäsle-Briefen, und herrliche musikalische Späße, tatsächlich einige 'Verbrechen' dabei: eine Sprechkantate über Beethovens Wunsch Mozart zu ermorden, auch Salieris Vergiftungsmotiv; Tatsache ist, beide l wurde

nicht Kugeln, sondern, unter

anderen beim Abreichen von Quecksilber für ihre Krankheiten. Steffen Gresch als Sprecher, Simon Löwenberg, Violine und Charles Robin Broad als Tenor und pianistische Wenigkeit hoffen bei dieser Gelegenheit die Kugeln zu vermeiden, und aus dem Wege zu gehen, um eher für MOZART LIKÖR zu plädieren.Es wurde eine Menge von wenig bekanntem Material zusammen gestellt, was das Publikum nachdenklich, aber vor allem meistens zum Schmunzeln und zum Lachen bringen sollte. Für diesen Abend sind einige Stücke speziell von Robin Broad dafür arrangiert. Darunter sind Huldigungen von König Ludwig von Bayern und Hermann Hesse, Anekdoten und Witze von der Mozartfamilie und Privatpersonen; eine verschollene Kantate voller zenzurschwangerer Texte von Mozart, sowie ein Ausschnitt aus einem Stück von Alexander Puschkin, Gedichte, sogar Opernparodien von einem fiktiven AMADEUS CHANNEL, und auch unverbesserliche Texte und Musik-Straftaten von Georg Kreisler und Robin Broad. Natürlich werden einige

selber auf kurioserweise vergiftet. nämlich durch BLEI

Tatsächlich, sind, neben

aber

schicksalhafte Motive, und unsterbliche Mozart-Hits wie" Rondo alla Turca" "Eine Kleine Nachtmusik" und die "Papageno Variationen" für Violine, Tenor und Klavier ,(eine

Uraufführung!) nicht fehlen

annehmbaren heiter-ironisierten Verkleidung!

natürlich

nicht ganz normal,

sondern

in einer gerade noch

Samstag, 10. Februar 2007, 20 Uhr

Literatur ohne Grenzen

Literarische Beiträge von

Marion Ritz-Valentin stellt ihre Neuerscheinung „Macht und Magie des Geldes“ vor Michael Britz gibt eine skurrile Neuauflage von „Rotkäppchen und der Wolf“ zum Bestem Steffen Gresch fährt u. a. von Berlin nach Frankfurt/Main mit einem INTERCITYFANTOM Charles Robin Broad liest Eigene Prosatexte auf Englisch (mit Einführung in dtsch. Sprache) Eugen Grittmann präsentiert seinen aktuellen Prosakomplex FensterblickE Horst Lühmann (Platz 3 beim Poetry-Slam 2006) zelebriert Dadaismus im 21.Jahrhundert

Versammlungsraum neben Cafe Kostbar Nauwieser 19, Saarbrücken Eintritt 5 Euro, Kostenloser Eintritt für Vereinsmitglieder

Freitag, 18. Mai 2007, 20.30 Uhr Theater Blauer Hirsch, Saargemünderstr. 11,

Saarbrücken St.Arnual,

Vereinsmitglieder 5 Euro Eintritt

Eintritt: 12/10 Euro,

Premiere:

Was Sie schon immer über Beethoven wissen wollten, aber nie zu fragen wagten.

Mann, Musiker, Mythos? Eine Musikalische Zeitreise mit Charles Robin Broad: Tenor/Piano Simon Löwenberg: Geige/Gitarre und Steffen Gresch: Narrator/Showmaster

Montag, 21. April 2007 Eine Revue mit Bildungsauftrag Gelungene Premiere einer musikalischen Zeitreise im Theater

Montag, 21. April 2007 Eine Revue mit Bildungsauftrag Gelungene Premiere einer musikalischen Zeitreise im Theater Blauer Hirsch Charles Robin Broad, Simon Löwenberg und Steffen Gresch unterhielten ihr Publikum mit Bemerkungen zum Thema „Was Sie schon immer über Beethoven wissen wollten, aber nie zu fragen wagten“.

Von SZ-Mitarbeiterin

Sandra Sinsch

Saarbrücken. Die großen Komponisten sind unter dem Strich auch nur Menschen. Doch wird manche liebenswerte Schrulle der Meister gerne mal vom süßen Nebel des Musenkusses verborgen. Glücklicherweise waren Charles Robin Broad, Simon Löwenberg und Steffen Gresch am Freitag im Theater Blauer Hirsch angetreten, um dem abzuhelfen. Denn die Premiere ihrer musikalischen Zeitreise „Was Sie schon immer über Beethoven wissen wollten, aber nie zu fragen wagten“ blieb keine Antwort schuldig. Im Kostüm der Biedermeierzeit stürmen die drei die Bühne und der alte Louis, alias Broad, hämmert auf seinem klapprigen Klavier beherzt gegen die aufgrund von Lärmbelästigung erfolgte Wohnungskündigung des Hausmeisters an. Simon Löwenberg, hier in der Rolle des Geigers Schuppanzigh, fidelt munter mit und greift bei Bedarf auch gerne in die Gitarrensaiten, solange man ihn mit der neunten Sinfonie verschont. Gresch schlüpft in nicht weniger als neun Rollen. Mal zählt er als wichtigtuerischer Privatsekretär Schindler unappetitliche Details von Beethovens Krankheitsgeschichte auf, mal präsentiert er sich als Hofmechaniker Maelzel. Dessen Erfindung hat es wahrlich in sich, entpuppt sich doch das in der achten Sinfonie so meisterhaft karikierte Metronom als Zeitmaschine. Die katapultiert Louis ins Jahr 2007, wo er in den berühmten Londoner Abbey Road Studios mit dem Stargitarristen Igor Santanas (Löwenberg) funkige Rhythmen einspielen und schließlich den berufsjugendlichen Showmaster Bockschalky (Gresch) über sich ergehen lassen muss, bevor er auf sein Sterbebett ins 19. Jahrhundert zurück darf. Den Akteuren ist mit pfiffiger Dramaturgie und einem gekonnten Musikmix zwischen Rock und Klassik eine abendfüllende Revue gelungen, die nebenbei nicht nur einen Bildungsauftrag äußerst charmant erfüllt, sondern vor Lachen auch kein Auge trocken lässt.

Samstag, 03. November 2007, 20.00 Uhr

Vampirträume!

-Gruseliges und Schwarzhumoriges zur dritten Jahreszeit- mit Beiträgen von Lord Byron, Edgar Allan Poe und anderen „Scharfzünglern“ Mitwirkende:

Eugen Grittmann (Schriftsteller) und Steffen Gresch (Erzähler) Special guest: Simon Löwenberg (Musiker) Nauwieser 19, Versammlungsraum, Nauwieserstr. 19, Saarbrücken Eintritt 5 Euro, freier Eintritt für Vereinsmitglieder

„Zwischen Verwunderung und Gram, meine Augen blieben trocken“ Lord Byron

Vampire, für die einen Kult, für die anderen ein „unmögliches“ Thema – sie sind so alt wie die Menschheit, und viele ernstzunehmende Schriftsteller haben sich ihnen - wenigstens zeitweise - verschrieben, im Dienste der schwarzen Satire, oder einfach nur zum Schaudern! Dies wird mit dem Literaturabend Vampirträume vermittelt. Das mittlerweile eingespielte Trio Gresch, Grittmann & Löwenberg hatte beim Publikum mehrfach große Resonanz. So bescheinigte den drei Akteuren die Saarbrücker Zeitung anlässlich der Edgar-Allan-Poe-Nacht 2005, die „Gänsehaut, die Fans Edgar Allan Poes so lieben.“

19.Januar 2008 - Theater Blauer Hirsch

Was Sie schon immer über Beethoven wissen wollten, aber nie zu fragen wagten.

Mann, Musiker, Mythos? Eine Musikalische Zeitreise mit Charles Robin Broad: Tenor/Piano Simon Löwenberg: Geige/Gitarre und Steffen Gresch: Narrator/Showmaster

Diese Revue, die in Kostümen von zwei Epochen vorgetragen wird, zeigt sich mal ernst und bieder, mal heiter, besinnlich, oder manchmal sogar bizarr und surreal. Die Reise nimmt in der Biedermeierzeit ihren Anfang: in den 1820iger Jahren. Es hämmert der Komponist

Louis, oder Ludwig van B. (Charles Robin Broad) Motive auf einem klapprigen Klavier, was er kaum richtig hören kann, weshalb ihm der Hausmeister wegen Lärmbelästigung seine Wohnung kündigt. Dann bekommt er Besuch vom chaotischen Erfinder und Mechaniker Maelzel (Steffen Gresch). Beethoven schreibt für dessen neuartiges Panharmonicum (ein Musikautomat) die Schlachtensinfonie. Als Gegenleistung erhält Ludwig von Maelzel ein eigens für ihn erfundenes Metronom. Von diesem revolutionären Taktmesser ist Beethoven derart begeistert, dass er in Windeseile einen Kanon verfasst. Es gesellt sich der Geiger Schuppanzigh (Simon Löwenberg) hinzu – und, was sich als Scherzo-Thema der Achten Sinfonie entpuppt,

- mutiert unerwartet zur Zeitmaschine, und plötzlich finden sich die Akteure in der Zukunft wieder. Sie sind in einem Londoner Tonstudio in den 2020iger Jahren gelandet. Ludwig van B. ist fasziniert von der ihm unbekannten Technik, und probiert das dortige Elektro-Piano aus. Der Tonmeister (Steffen Gresch), welcher gerade ein Solo-Album mit dem Stargitarristen Igor Santanas (Simon Löwenberg) aufnehmen will – ist recht verzweifelt, weil es an gescheiten neuen Ideen mangelt, und obendrein auch noch die Rock-Band kurzfristig abgesagt hatte. Beethoven will das Thema für seine Fünfte Sinfonie festlegen – Igor und der Tonmeister hören ihn, sind begeistert von seiner Thematik und Fingerfertigkeit. Sie engagieren ihn sofort als Keyboarder. Aus der Recording-Session geht eine zeitgemäße rockige „Schicksalssinfonie“ hervor. Das neue Album ist gerettet:

Grund genug allemal, dieses Album anschließend bei einer Wettshow mit Thamas’ Bockschalky (Steffen

Gresch) der Öffentlichkeit des 21.Jahrhunderts vorzustellen, an welcher die Zuschauer durch ein Quiz

wird bald zum Jubelgesang zu Ehren Maelzels: Ta, ta, ta -Lieber Maelzel

der musikalische Taktmesser

beteiligt werden. Auch eine kleine nachinszenierte Sequenz aus Kubricks Filmklassiker Clockwork Orange in welchem Beethovens 9.Sinfonie eine zentrale Bedeutung einnimmt, ist in diesem Handlungsabschnitt eingeflochten. Doch unverhoffter Dinge, wird es am Ende erneut ernst und bieder. Man ist wieder in den 1820igern angekommen – genau genommen 1827. Beethoven liegt im Sterben. Es werden Stücke vom „Heilgenstätter Testament“ und Wagners „Huldigung für einen sinfonischen Revoluzzer“ vorgetragen. Wie am Anfang im Prolog, ertönt das schlichte volkstümliche Lied „La Marmotte“ wieder, und – der, Beethoven einst peinigende Tinnitus-Ton, - entschwindet allmählich, während Beethoven erlöst gen Himmel schwebt ==========

Was Sie schon immer über Beethoven wissen wollten, aber nie zu fragen wagten. Mann, Musiker, Mythos? (Wiederaufnahme)

Eine Musikalische Zeitreise mit Charles Robin Broad: Tenor/Piano Simon Löwenberg: Geige/Gitarre Steffen Gresch: Narrator/Showmaster

Achtung Programmänderung: Neuer Ort und Termin Sonntag, 19. Juni 2011, 18.00 Uhr Theater Blauer Hirsch Saargemünderstr. 11, Saarbrücken Eintritt: 12/10 Euro, 5 Euro Vereinsmitglieder

Saarbrücken Eintritt: 12/10 Euro, 5 Euro Vereinsmitglieder Broad, Gresch und Löwenberg am 19.Juni 2011 in Saarbrücken

Broad, Gresch und Löwenberg am 19.Juni 2011 in Saarbrücken

Letzter öffentlicher Auftritt von Steffen Michael Gresch

(Foto:Britz)

SZENISCHE AUTOREN -LESUNGEN EIGENER

THEATER-STÜCKE:

SZENISCHE AUTOREN -LESUNGEN EIGENER THEATER-STÜCKE:
SZENISCHE AUTOREN -LESUNGEN EIGENER THEATER-STÜCKE:

Samstag, 22. Oktober 2005 20.00 Uhr

Szenische Lesung: Al Capone trifft Lolita

mit Nelia Dorscheid und Steffen Gresch

Versammlungsraum neben Cafe Kostbar, Nauwieserstr. 19, Saarbrücken Eintritt 5 Euro, kein Eintritt für Vereinsmitglieder

Nauwieserstr. 19, Saarbrücken Eintritt 5 Euro, kein Eintritt für Vereinsmitglieder WELT KOMPAKT SAAR am 25.Oktober 2005

WELT KOMPAKT SAAR am 25.Oktober 2005

Das Meer schluckt auch uns Helden.

Deutsch-deutsche Tragikomödie von Steffen Gresch Szenische Lesung mit Nelia Dorscheid und Steffen Gresch Eintritt 5 Euro, freier Eintritt für Vereinsmitglieder

Samstag, 12. April 2008, 20 Uhr Versammlungsraum des Kultur- und Werkhofes Nauwieser 19, Saarbrücken

Auf einem kleinen Traumschiff, welches in Venedig ausläuft, geraten beim Einchecken, die Passagierin Undine Rebstock (Nelia Dorscheid) und der Gästebetreuer Bernhard Schönbaum (Steffen Gresch) zunächst heftig aneinander. Doch die Versöhnung folgt auf dem Fuß – wobei während des anschließenden, feucht - fröhlichen, sich anbahnenden Techtelmechtels, klar wird, dass beide sich schon einmal begegnet waren: In einer anderen Epoche - in einem untergegangenen Land - welches Bernhard und Undine einst aus freien Stücken, wenn auch unter Schwierigkeiten, für immer verlassen hatten. Sie sind das, - was man umgangssprachlich „Wossis“ nennt:

Ehemalige Ostdeutsche, die ihrem Heimatstaat - vor dem Fall der Mauer - konsequent den Rücken gekehrt hatten, um zu mehr persönlicher Freiheit zu gelangen. Vor der Kulisse der „Estefania“, irgendwo umherkreuzend im Mittelmeer, beginnt nun ihre Vergangenheit - geradezu bizarr, wie auch melodramatisch, wieder aufzuleben. – Aber Klaus, Kapitän des Schiffes, ebenso mit (einst privilegierter) Ost-Vergangenheit, tritt jetzt hinzu. Und da ist noch der Steward Edward, der dem verlassenen, trunkenen Bernhard, tröstend ein Nixen- Märchen aus uralten Zeiten erzählt. - Eine absurde, wie märchenhafte Tragödie, nimmt ihren Lauf. Dieser tragikomische Zweiakter ist einerseits fiktional zu verstehen - andererseits behutsam vor dem Hintergrund autobiografischer Erfahrungen des Verfassers - entwickelt worden. Der Schauspieler und Autor Steffen Gresch lebte selbst als junger Lebenskünstler und Liedermacher in Leipzig. Er war dort Mitte der Achtziger Jahre Mitbegründer einer Oppositionsgruppe, die sich für das Menschenrecht Meinungsfreiheit eingesetzt hatte. 1987 reiste Gresch nach West-Berlin aus.

eingesetzt hatte. 1987 reiste Gresch nach West-Berlin aus. Foto: Britz Nelia Dorscheid , Steffen Michael Gresch

Foto: Britz

Nelia Dorscheid , Steffen Michael Gresch

Montag, 2. FEBRUAR 2009 Zeitung für Saarbrücken/Kultur-Regional Deutsch-deutsche Befindlichkeiten und Verstrickungen

Montag, 2. FEBRUAR 2009

Zeitung für Saarbrücken/Kultur-Regional

Deutsch-deutsche Befindlichkeiten und Verstrickungen

Saarbrücken. Um deutsch-deutsche Befindlichkeiten und Verstrickungen ging es im 11. Literatur-Salon bei den "Winzern", veranstaltet zusammen mit Kir-Resonanz und dem Literarischen Zirkel. In der leider nur spärlich besuchten Veranstaltung las Steffen Gresch zusammen mit Nelia Dorscheid sein Stück "Das Meer schluckt auch uns Helden". Auf einem Traumschiff landen ein Mann und eine Frau nach fröhlicher Zecherei in der Kajüte und finden raus, dass sie sich schon mal getroffen haben. Damals im Osten, 85 in einer Warhol-Ausstellung in Dresden. Sie sinnieren über ein Autorentreffen in Weimar, wie ein Trotzki-Buch für ihn den Parteiaustritt brachte, wie sie beide weggingen, noch vor der Wende. Zwei Unstete, Unbehauste sind sie, passend also ihr Zusammentreffen auf einem Schiff. Für beide ist ihr kleines Land unerreichbar geworden, nie können sie mehr ihr Heimweh stillen. Denn das Vertraute ist fern und inzwischen ohnehin ganz verändert. Greschs Stück ist tief ironisch und komisch, zeitkritisch und emotional erzählt. Unterfüttert mit eigenen Erfahrungen des in Quedlinburg geborenen Autors, der lange in Leipzig gelebt hat, Mitbegründer einer Oppositionsgruppe war und 1987 nach West-Berlin ging. In verteilten Rollen lesen und spielen er und Dorscheid den Bernhard Schönbaum und die Undine Rebstock, die so viele Illusionen hatten, das Paradies suchten und im herzlosen Raubtierkapitalismus landeten, der sie nun zu fressen droht. Dorscheid und Gresch bringen den mit Seemannsgarn und Nixengeschichten angereicherten Zweiakter über die beiden Misfits, die Kosmonauten auf unbekannter Umlaufbahn, gefühlvoll und unterhaltsam rüber. Am Schluss werden Träume und Hoffnungen im Suff ertränkt oder auch im Meer. Ungewiss, ob es da noch mal ein Auftauchen gibt. rr

Weitere Informationen auch unter:

www.steffengresch.de.vu