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Notiz-Assistenten: Ein Ansatz zum Lösen mathematischer Probleme

In diesem Text stelle ich ein Verfahren dar, das das Schreibdenken bei der Bearbeitung
mathematischer Probleme unterstützen soll.
Inhalt
Was sind die Grundideen?....................................................................................................................1
Methoden zum Notizenmachen............................................................................................................2
Notiz-Assistenten: Ein Beispiel............................................................................................................4
Wie kann ich den Notiz-Assistenten benutzen?...................................................................................6
Wie kann ich meine eigenen Notiz-Assistenten anfertigen und anpassen?..........................................7
Kritik und Entgegnungen.....................................................................................................................8
Anhang 1: Notiz-Assistenten als allgemeiner Rahmen zum Problemlösen.........................................9
Anhang 2: Weitere Elemente in Notiz-Assistenten............................................................................10
Danksagung........................................................................................................................................11
Dokument-Änderungen......................................................................................................................11
Über den Verfasser..............................................................................................................................11
Was sind die Grundideen?
Die Methode lässt sich vielleicht am besten durch den Begriff “Papier-Software” beschreiben – eine
“Software”, die nicht auf einem Computer läuft, sondern auf Papier als einer besonders flexiblen
“Hardware”.
So funktioniert es: Links vor mir liegt ein Blatt Papier im Format A3, der “Notiz-Assistent”. Dieser
übernimmt die Rolle eines “Menüs” und enthält Ratschläge für wichtige Situationen beim
Problemlösen: Wie kann ich anfangen? Wie kann ich neue Ideen erzeugen? Was kann ich tun, wenn
ich feststecke?
Direkt vor mir liegt ein Blatt Papier im Format A4, auf dem ich die eigentlichen Arbeitsnotizen zu
meinem Problem anfertige – sozusagen der “Editor”. Wie bei realer Software kann ich auswählen,
welches Layout ich benutzen möchte.
Wann immer ich nun Unterstützung beim Problemlösen haben möchte, kann ich einen Blick auf das
Menü werfen und finde dort Dinge, die ich in die Arbeitsnotizen “einfügen” kann – Vorschläge für
die Gliederung der Notizen, nützliche Schlüsselwörter und vor allem Denkwerkzeuge, Fragen und
Ideen zum Ausprobieren.

1

Das Diagramm deutet an, wie die Anregungen aus dem Notiz-Assistenten für verschiedene
Situationen beim Problemlösen in die Arbeitsnotizen übernommen werden können – und dass der
Notiz-Assistent natürlich getrost ignoriert werden kann, wenn die Arbeit gut voranschreitet.
Ob die Elemente im Notiz-Assistenten den Problemlösenden wirklich helfen, hängt von etlichen
Faktoren ab, zum Beispiel dem Wissen und der Erfahrung, Vorlieben beim Anfertigen von Notizen,
und dem Themengebiet, aus dem das Problem stammt.
Idealerweise sollte also der Notiz-Assistent an den Problemlösenden angepasst werden und sich mit
ihm weiterentwickeln.
Später werde ich verschiedene Verfahren zur Anpassung der Notiz-Assistenten vorschlagen.
Methoden zum Notizenmachen
Wie erwähnt kann ich zwischen verschiedenen Methoden wählen, um die Arbeitsnotizen
anzufertigen.
Als nächstes beschreibe ich meine Lieblingsmethode und stelle im Anschluss ein paar Variationen
dar.
• Ich benutze eine Blanko-Seite im A4-Querformat.
• Das Blatt unterteile ich durch senkrechte Linie in vier Spalten gleicher Breite.
• Unten rechts notiere ich die Seitenzahl.
• Den Text bringe ich in “Textkästen” unter, die ich durch horizontale Linien abgrenze. Die
Kästen bekommen oben rechts die Namen 1A, 1B in Spalte 1, 2A, 2B in Spalte 2 usw. Oben
rechts im Kasten braucht der Name weniger Platz und kann leichter nachträglich ergänzt
werden.
• Innerhalb der Textkästen kann ich den Text durch Einrückungen hierarchisch gliedern.
• Für wichtige neue Ideen kann ich eine neue Spalte beginnen.
• Spontane Einfälle kann ich am Fuß der Spalte 4 notieren, aufsteigend in Textkästen 4Z, 4Y,
4X usw.
• Offene Themen kann ich am rechten Spaltenrand mit einem Kästchen ““ markieren. Diese
Kästchen kann ich später leicht finden, die offenen Themen untersuchen und die Kästchen
dann abhaken.
• Wenn die Überlegungen aus einem Textkasten in einem anderen fortgesetzt werden sollen,
so kann dies durch Pfeile markiert werden oder durch Verweise der Art “siehe 2C”, oder
“siehe 3:1D”, wenn auf Textkasten 1D auf Seite 3 verwiesen werden soll.
• Am Ende einer Spalte können Fußnoten ergänzt werden.
• Ich benutze einen Druckbleistift mit Radiergummi. Das Verfahren funktioniert am besten,
wenn ich recht klein schreibe. Wichtig ist, dass der Stift nicht schmiert.
In meinen Augen hat diese Methode einige Stärken.
• Wie bei anderen Notiz-Methoden auch wird das Gedächtnis entlastet, und es wird einfacher,
kompliziertere Gedankenketten oder Gedankenbäume unter Kontrolle zu halten.
• Die Gedanken werden dauerhaft dokumentiert.
• Die Methode passt gut zu üblichen Operationen in der Mathematik, etwa dem Umformen
von Gleichungen.
• Durch den Wechsel zwischen den Spalten ist es – in einem gewissen Umfang – leicht
möglich, zwischen Gedankenketten hin und her zu wechseln.
Das Gleiche ließe sich auch mit separaten Blättern erreichen, aber damit zu hantieren
bedeutet für mich meist eine viel stärkere Unterbrechung des Arbeitsflusses.
• Plötzliche Einfälle können leicht notiert und später untersucht werden.
• Meiner Erfahrung nach zwingt das Schreiben in den recht schmalen Spalten zu ordentlichem
2

Schreiben, und diese Ordentlichkeit überträgt sich – wiederum, in einem gewissen Umfang
– auf die gesamte Arbeit an dem Problem.
Es gibt viele Möglichkeiten, um die Methode anzupassen.
• Ich kann größere Blätter im Format A3 für die Arbeitsnotizen benutzen, oder Doppelseiten
in einem Notizbuch vom Format A4.
• Ich kann die Anzahl der Spalten anders wählen – insbesondere kann ich nur 3 Spalten
benutzen, oder nur 2 Spalten im Hochformat.
• Wenn mir die Bezeichnung der Textkästen mit 1A, 2B usw. zu umständlich erscheint, lasse
ich sie weg und benutze stattdessen Koordinaten. Dazu stelle ich mir die Spalten senkrecht
in vier gleiche Teile a, b, c, d unterteilt vor und kann dann Bezeichnungen wie “3c”
benutzen. (Ein solches Verfahren wurde auch in der gedruckten Version der Encyclopædia
Britannica benutzt.)
• Wenn ich ein größeres Diagramm benötige, kann ich ein Layout wie das folgende benutzen:

Bei komplexeren Problemen kann es sinnvoll sein, für jeden größeren Ansatz ein eigenes
Blatt zu beginnen.

Notizen zu einem Problem benötigen oftmals mehr als eine Seite.
Persönlich habe ich es einfacher gefunden, an einem Problem weiter zu arbeiten, wenn ich frühere
Aufzeichnungen unmittelbar vor mir habe. Einzelne Blätter funktionieren bei mir daher besser als
ein gebundenes Notizbuch, in dem ich vor und zurück blättern muss.
Der Umgang mit sehr zahlreichen Notizblättern ist nicht Gegenstand dieses Aufsatzes. Meine Ideen
hierzu haben mit dem Konzept eines “Zettelkastens” zu tun.
Die beschriebene Notiz-Methode soll beim Finden einer Lösung helfen – sie ist nicht für deren
Präsentation gedacht.
Die Idee mit den Textkästen geht zurück auf den Aufsatz “Stop Making Stupid Mistakes” von
Richard Rusczyk, dem Gründer der Webseite “Art of Problem Solving”.
(http://www.artofproblemsolving.com/).
Die folgende Seite zeigt ein nicht-mathematisches Beispiel dafür, wie ein Ergebnis der NotizMethode aussehen kann. Das Beispiel enthält ein paar Ideen, die im Text nicht angesprochen
worden sind.
Bemerkung:
Die Tabellen auf den folgenden Seiten sollen einen Eindruck von den tatsächlichen Layouts
vermitteln.
Da es sich bei der ersten Tabelle jedoch um eine A4-Tabelle auf einer A5-Fläche handelt und bei der
zweiten um eine A3-Tabelle auf einer A4-Fläche, so ist der Text sehr gedrängt, insbesondere bei der
Darstellung auf einem kleinen Display.
Das Betrachten auf einem größeren Bildschirm oder das Ausdrucken schaffen hier Abhilfe.
(Ich bedanke mich bei Dr. Houston für den Hinweis auf diese Schwierigkeit.)

3

Worum geht es?
|1A
- dieses Blatt demonstriert eine
Notiz-Methode – und mehr:
- Methode zum “Denken auf Papier”
_____________________________________
Was brauche ich?
|1B
- Papier im Format A4
- blanko oder kariert
- ein nicht-schmierender Stift
- z.B. Druckbleistift + Radierer
_____________________________________
Was ist das Basis-Layout?
|1C
- Papier im Querformat
- senkr. Linien bilden 4 Spalten
Oder:
- A3 im Querformat mit 6 Spalten
- viel Platz für gute Ideen
_____________________________________
Textkästen anlegen
|1D
- Textkästen nummerieren
- in Spalte 1 mit 1A, 1B usw.
- Überschrift hinschreiben und
ggf. unterstreichen
- Fragen sind gute Überschriften
- Ideen aufschreiben
- knapp, aber verständlich
- Zeilen einrücken
- um Hierarchien zu erfassen
- so wie hier
- wenn Gedanke “abgeschlossen”:
- waagerechte Trennlinie unter
den Textkasten
- neuen Textkasten beginnen

Weitere nützliche Dinge
|2A
- Seitenzahl
- Datum
- Fußnoten am Spaltenende 1)
- nummerierte Listen
- Unterstreichungen; Farben
- Tabellen, Diagramme ...
_____________________________________
Was tun mit spontanen Ideen? |2B
- Ideen zur Nachverfolgung mit
Kästchen “”markieren
- Details ausarbeiten!

- Kästchen später abhaken
- Querverweise notieren

(s. 2C)
- bei Ideen ohne Bezug
zum aktuellen Thema:
am Ende von Spalte 4 notieren
- siehe Beispiel in Kasten 4Z
_____________________________________
Querverweise angeben
|2C
- Beispiele: siehe 2B und 3A
- Verweis auf Kasten 4C
auf Seite 2: “siehe 2: 4C”
- Arbeit aus einem Textkasten
in einem anderen fortsetzen
- Pfeile ziehen oder
- Querverweise mittels
“von 2C” und “s. 3A” usw.
_____________________________________
1) Fußnoten: Nützlich für spätere
Bemerkungen und andere Dinge

“Gründlicher Denken?”

|3A Pro & Contra

- geduldig arbeiten
- von einem Textkasten
zum nächsten
- von einer Seite zur nächsten ...
- … immer auf der Spur von
- offenen Fragen,
- unverstandenen Dingen
- Dingen, die verbessert werden
können
- einfache Fragen stellen
1) Was wäre hier logisch?
2) Was stört mich hier?
Was ist hier das Kernproblem?
3) Was kann ich jetzt tun?
- einen Frage-Abschnitt benutzen
- “F” steht für Fragen
- am Ende eines Textkastens
oder einer Spalte benutzen,
um offene Fragen zu finden
F
- bessere Denkwerkzeuge
entwickeln – aber wie?

- Pro&Contra zu dieser Methode? 
(s. 4A)

- Vergleich dieser Methode mit
- Mind Maps / Cornell Notes /
digitalen Notizen / anderen
Notiz-Techniken
(alle mit Stärken & Schwächen!)
- Prüfung folgender Kriterien:
- Konzentration auf die Arbeit?
- z.B. Ablenkung durch Apps?!
- Entwicklung langer
Gedankenketten möglich?
- plötzliche Ideen:
Wegsichern und später
untersuchen möglich?
- Wechseln zwischen
Gedankenketten möglich?
- Überblick über die Notizen?
- Unterstützung von
geradlinigem strukturiertem
Denken?
- Notizen verständlich nach
3 Tagen / 2 Monaten / 1 Jahr?
- Unterstützung von Tabellen,
Diagrammen, Gleichungen?
F
- digitale Version der Methode? 
- Tabelle zum obigen Vergleich? 
_____________________________________
Web-Bildersuche zum Thema |4Z
“Notizen machen” usw.

_____________________________________
Datum: 17.01.2015
Seite 1

Notiz-Assistenten: Ein Beispiel
Die Hauptaufgabe der Tabelle auf der folgenden Seite ist es, für wichtige Situationen beim
Problemlösen möglichst konkrete Anregungen zu geben, bezogen einerseits auf eine sinnvolle
Gliederung der Notizen und andererseits auf nützliche Denkwerkzeuge.
Die Problem-Situationen sind orange gekennzeichnet und Vorschläge für Schlüsselwörter, die
notiert werden können, in gelb.
Das Blatt ist für ein Format A3 vorgesehen. Es enthält 2 x 4 Spalten, die von 1 bis 8 nummeriert
sind.
Das Blatt ist von etlichen Autoren beeinflusst, insbesondere von Mason (Thinking Mathematically),
Polya (How to Solve It), Zeitz (The Art and Craft of Problem Solving), Engel (Problem Solving
Strategies), Schoenfeld (Mathematical Problem Solving), Tao (Solving Mathematical Problems) and
Bruder (Problemlösen lernen im Mathematikunterricht).
Im Anhang 2 finden sich einige Anmerkungen zu dem Buch “How to Solve Problems: New
Methods and Ideas” from S. Kalomitsines.

4

|4A

Wie anfangen?

_____________________________________
Problem
|1A
> schreib die Problemstellung hin
_____________________________________
1) Was ist gegeben?
|1B
2) Was ist gesucht?
3) Was ist zu zeigen?
> führe Mathe-Notation ein;
wenn möglich:
> benutze cleveren Nullpunkt
> nutze Symmetrien aus
> schreib in gewählter Notation
1), 2) und 3) hin
(Gleichungen, Ungleichungen...)
> zeichne ein Diagramm
_____________________________________
Spezialfälle
|1C
> betrachte spezielle / einfache /
extreme Fälle
> bring Struktur in diese Fälle
> such nach Mustern
_____________________________________
Nützliche Fakten
|1D
> schreibe bekannte Fakten über
die Problem-Elemente hin
> nützliche Aussagen / Sätze?
> welche Zusammenhänge gibt es
zwischen d. Problem-Elementen?

Ich habe eine Lösung!

_____________________________________
Zusammenfassung
|5A
> schreib die Lösung detailliert auf
> prüfe jeden Schritt
_____________________________________
Reflexion
|5B
> lässt sich das Resultat
verbessern / verallgemeinern?
> lässt sich die Methode
verbessern / verallgemeinern?
> gibt es andere Lösungen?
_______________________
> Was kann ich aus der Arbeit
lernen?
> welche Schwierigkeiten gab es?
> wie sollte ich mein
Problemlöse-Verhalten ändern?
> sinnvolle Anpassungen des
Notiz-Assistenten?
_____________________________________

Einige Standard-Ansätze

_____________________________________
Versuche
|2A
> benutze dierekte Ideen, die Dir
in den Sinn kommen
> benutze Ideen aus ähnlichen /
verwandten Problemen
_____________________________________
Vorwärts
|2B
> arbeite vorwärts:
Was lässt sich aus den gegebenen
Informationen ableiten?
_____________________________________
Rückwärts
|2C
> arbeite rückwärts:
beginne beim Ziel wie kann es erreicht werden?
> welcher Schritt könnte
zum Ziel führen?
Was ist der vorletzte Schritt?
_____________________________________
Von oben nach unten
|2D
> beginne mit einer groben Idee
für eine Lösung
dann arbeite schrittweise
immer mehr Details aus
> frage immer wieder:
wie könnte ich das erreichen?

Ich bin frustriert / lustlos!

_____________________________________
Kopf hoch!
|6A
> führ aufbauende Selbstgespräche
(“Sieht knifflig aus, aber:
- Ich kann kleine Schritte
machen.
- Ich kann eine Idee nach der
anderen untersuchen” ...)
> erinnere Dich an frühere Erfolge
(Hinschreiben ist nicht nötig)
_______________
> arbeite noch 15 Minuten lang
weiter
> mach eine Pause und
arbeite später weiter
_____________________________________

Notiz-Assistent

_____________________________________

orange: Problem-Situationen
gelb: Schlüsselwörter zum
Hinschreiben
>: Dinge, die ich tun kann
blau: Mathe-Konzepte usw.

5

Weitere Ansätze untersuchen Ich bin verwirrt / stecke fest!
_____________________________________
Sammlung von Ansätzen
|3A
> 1. lass Dich inspirieren von
8A – 8D:
wie sind die Ideen anwendbar?
leg eine Sammlung an, etwa:
_______________________
A1: Induktion

__________________________

A2: …...........

(einfach mit Notizen loslegen:
“Ich probier mal was” )
_______________________
A3: Extremfälle betrachten

_______________________
> 2. untersuche die Ansätze
in geeigneter Reihenfolge –
die besten zuerst
_____________________________________
A2 – Untersuchung
|3B
> untersuche Ansatz A2
> später: Kontrollkästchen für A2
in 3A abhaken
_____________________________________
A1 – Untersuchung
|3C
> ...
_____________________________________

Ich habe eine Idee!

_____________________________________
Aha! / Idee
|7A
> notiere die Idee im Kasten 4Z
oder
> beginne eine neue Spalte
> markiere spontane Ideen mit “”
und untersuche sie später
_____________________________________

Allzweck-Werkzeuge

_____________________________________
Fragen
|7B
> sammle Fragen:
Frage F1

Frage F2
.
_____________________________________
F1 - Untersuchung
|7C
> untersuche Frage F1
_____________________________________
Nützliche kleine Fragen
|7D
> Was wäre hier natürlich?
Was wäre geradlinig?
> Natürliche Fragen?
> Natürliche Schritte?
> Was wäre logisch?
> Was ist hier das Kernproblem?
Was ist der Kern d. Verwirrung?
> stell die Fragen mehrfach!
> wie lassen sich hier
Fortschritte erzielen?
> führe das aus!

_____________________________________
Hier verwirrt mich etwas!
|4A
Schwierigkeiten / Hindernisse!
_____________________________________
Verwirrung / Hindernis
|4B
> was ist hier verwirrend / störend?
> Ursachen der Verwirrung?
> beschreibe die Situation
> beschreibe die Schwierigkeiten
> was ist der Kern d. Verwirrung?
> dring mit der Frage weiter vor!
_____________________________________
Optionen
|4C
> Wie kann die Verwirrung
geklärt werden?
> lässt sich ein Hindernis
vermeiden? oder überwinden?
> mach eine Liste von Optionen
> untersuche die besten
(zum Layout: siehe 3A)
_____________________________________
Zurückstellen
|4D
> bleib flexibel stell einen Ansatz zurück
markiere ihn mit “”
später ggf. neu prüfen

Andere nützliche Konzepte

_____________________________________
Beweis-Methoden
|8A
- direkter Beweis
- Beweis durch Widerspruch
- Beweis durch Induktion
- grafischer Beweis ...
_____________________________________
Heuristische Prinzipien
|8B
- such nach Mustern
- such nach Analogien / Ähnlichk.
- such nach Symmetrien
- such nach Invarianten
- betrachte Extremfälle
- betrachte Grenzfälle
- errate eine Lösung und prüfe sie
- nähere Dich schrittweise
- verwende Einfärbungen
- benutze das Taubenschlagprinzip
- benutze Parität / Reste ...
_____________________________________
Allgemeine Objekte
|8C
- komplexe Zahlen
- Graphen
- erzeugende Funktionen ...
_____________________________________
Objekte manipulieren
|8D
- substituieren
- entfernen
- anpassen
- aufteilen, trennen
- anders anordnen
- neue Objekte einführen
- maximieren / minimieren

Wie kann ich den Notiz-Assistenten benutzen?
• Ein Problem ist gegeben, über das ich nachdenken möchte.
• Direkt vor mir liegt ein Blatt für die Arbeitsnotizen, vorbereitet mit vier leeren Spalten, einer
Seitennummer und vielleicht dem Datum.
• Links daneben (oder jedenfalls mit einem Blick zu erfassen) liegt der Notiz-Assistent.
• Geleitet von der Liste der orange markierten Problem-Situationen beginne ich mit Spalte 1.
Dort finde ich erste Anregungen und kann die ersten Textkästen anlegen, mit Text,
mathematischen Ausdrücken, Gleichungen und Diagrammen. Dabei benutze ich das
vorgeschlagene Layout, die gelb markierten Schlüsselwörter und die Denkwerkzeuge.
• Nach diesem Beginn liefern die Spalten 2 und 3 im Notiz-Assistenten Ideen um weitere
Ansätze zu untersuchen.
• Spalte 2 beschreibt eine Reihe von Standard-Ansätzen. Es liegt nahe, diese Ansätze zuerst
zu prüfen und erst später weniger naheliegende Ansätze zu untersuchen.
• Spalte 3 beschreibt ein Vorgehen in 2 Schritten:
Schritt 1: Ich schaue nach Inspiration in verschiedenen Listen im Notiz-Assistenten (hier in
den Kästen 8A – 8D) und lege eine kleine Sammlung von Ideen an, die für eine nähere
Untersuchung lohnend erscheinen.
Schritt 2: Diese Ideen untersuche ich dann in geeigneter Reihenfolge.
Bei Bedarf wiederhole ich diese Schritte.
• Im Kasten 3A wird auf die Kästen 8A – 8D verwiesen. Dieses Design ist allgemein nützlich
– insbesondere dann, wenn es um spezielle Problemlösungswerkzeuge für einzelne
Disziplinen der Mathematik geht.
• Beim Auftreten von Schwierigkeiten bietet Spalte 4 eine Reihe von Vorschlägen.
Kasten 4A hat eine interessante Funktion – er illustriert das Zusammenspiel zwischen
vorhandenen Notizen, die zu einer speziellen Situation führen, und neuen Elementen als
Reaktion darauf, hier in den Kästen 4B und 4C.
Es schien mir wichtig, hier nach Verwirrungen und ihren Ursachen zu fragen – und damit
nach Zuständen, die der Problemlöser unmittelbar erlebt.
Kasten 4D schlägt vor, einen Ansatz zurückzustellen, wenn er (zunächst) keine weiteren
Fortschritte verspricht. Dies soll dem blinden Verbeißen in eine Idee vorbeugen.
• Spalte 5 schlägt einige Dinge vor, die getan werden können, wenn die Hauptarbeit getan zu
sein scheint.
• Spalte 6 beschäftigt sich mit Emotionen beim Problemlösen und ist eher experimentell.
Ich wollte illustrieren, dass auch dieser Aspekt grundsätzlich berücksichtigt werden kann.
Die Ideen zu aufbauenden Selbstgesprächen stammen aus dem Buch “Effective Thinking
Skills” von Richard Nelson-Jones.
• Kasten 7A zu plötzlichen Einfällen ist vielleicht weniger wichtig.
Die Allzweck-Werkzeuge in 7B – 7D bilden eine kleine Sammlung von Werkzeugen, die in
fast allen Situationen zu einem gewissen Fortschritt führen sollten.
• Spalte 8 bildet eine Brücke zwischen allgemeineren Prozessen und spezifischeren
mathematischen Inhalten.
Die hier angegebene Sammlung ist ein bisschen willkürlich und dient vor allem der
Illustration.
• Kasten 8D enthält Elemente zur Erzeugung von Ideen.
Im Geiste von Kreativitätstechniken, die eher aus anderen Gebieten stammen, wird hier
versucht, Objekte des Problems durch verschiedene Operatoren zu manipulieren und zu
prüfen, ob dies zu neuen Einsichten führt.
Die hier angegebene Liste ist stark vom bekannten SCAMPER-Kreativitätswerkzeug
inspiriert.
Auch hier scheint es ein sinnvolles Vorgehen, die Liste durchzugehen und dabei eine erste
Sammlung von Ideen anzufertigen. Im Anschluss daran können die vielversprechendsten
6

Ideen detaillierter untersucht werden.
Es liegt nahe, diesen Ansatz erst dann zu benutzen, wenn direktere Zugänge sich als
erfolglos erwiesen haben.
Wie kann ich meine eigenen Notiz-Assistenten anfertigen und anpassen?
Diese Frage umfasst zwei Aspekte:
• Wie kann ich physisch die Notiz-Assistenten anlegen?
• Wie finde ich Inhalte für die Notiz-Assistenten?
Ein Wort zuvor. Es scheint ein sinnvoller Ansatz, den Notiz-Assistenten in einzelne Module zu
zerlegen. Ein Modul besteht zum Beispiel aus einer Überschrift, die angibt, für welche ProblemSituationen oder für welche mathematischen Objekte das Modul Hilfestellungen anbietet, gefolgt
von einer Sammlung von Denkwerkzeugen und Notiz-Vorschlägen. Im wesentlichen entsprechen
die Module also den Spalten in dem obigen Beispiel eines Notiz-Assistenten.
Die Benutzung solcher Module bietet eine Reihe von Vorteilen:
• Module machen es leichter, Denkwerkzeuge und Layouts für neue Problemsituationen
bereitzustellen.
• Module machen es einfacher, einzelne Teile des Notiz-Assistenten zu überarbeiten und zu
verbessern, ohne die ganze Sammlung erneuern zu müssen.
• Module können leicht weitergegeben werden, wenn in einer Gruppe von Schülern /
Studenten und ihren Lehrern Notiz-Assistenten benutzt werden.
Hier nun einige praktische Ideen zur Benutzung von Modulen:
• Große Papierbögen, von Hand beschriftet.
Dies ist eine besonders geradlinige Lösung. Allerdings werden nach meiner Erfahrung die


Sammlung schnell unübersichtlich.
Ausdrucke von Computer-Dateien.
Der Notiz-Assistent in diesem Aufsatz wurde mit Büro-Software erstellt. Das Resultat ist
übersichtlich, aber die Abfolge von Änderungen an der Datei mit nachfolgemem
Ausdrucken ist recht schwerfällig. Eine Lösung kann darin bestehen, Änderungsideen auf
einem weiteren Blatt zu sammeln und von Zeit zu Zeit in den Notiz-Assistenten
einzuarbeiten.
Plastikhüllen zum Sammeln von Visitenkarten.
Diese Hüllen haben 8 oder 10 Fächer und bieten bei Benutzung von Vorder- und Rückseite
Platz für 20 Karten mit einzelnen Modulen.
Mit solchen Hüllen lässt sich dann eine umfangreiche Sammlung von Notiz_assistenten für
unterschiedliche Zwecke und verschiedene Gebiete der Mathematik zusammenstellen.
Einzelblätter oder Karteikarten für die Module.
Bei dieser Variante muss jedoch ggf. der Gedanke aufgegeben werden, dass alle Ratschläge
im Notiz-Assistenten mit einem Blick zugänglich sind.
Digitale Geräte / Mobile Geräte.
Auch hier ist das Erfassen mit einem Blick nicht mehr möglich.
7

Es folgen ein paar erste Ideen zu möglichen Quellen für die Inhalte eines Notiz-Assistenten.
• Ich kann Bücher zum Thema mathematisches Problemlösen nach Ratschlägen durchlesen.
• Ich kann Menschen um Rat fragen.
• Ich kann meine bestehenden Notiz-Assistenten anpassen gemäß meinen Erfahrungen beim
Problemlösen.
Nach meiner Erfahrung sind Notiz-Assistenten nicht einfach umso nützlicher, je mehr Elemente sie
enthalten. Es scheint mir aussichtsreicher, mich auf diejenigen schwierigen Situationen zu
konzentrieren, in denen ich wirklich feststecke.
Kritik und Entgegnungen
Es gibt eine ganze Reihe von Kritikpunkten, und einige möchte ich gern ansprechen.
• “Das Layout der Notizen in vier Spalten ist eine Zwangsjacke, die mit zu vielen Vorschriften
jede Kreativität erstickt.”
Nach meiner Einschätzung ist es besser, ein klares Konzept vom Aussehen sinnvoller
mathematischer Notizen zu haben und dann mit guten Gründen von diesem Konzept
abzuweichen, als überhaupt kein Konzept zu haben.
Wie bereits dargestellt gibt es viele Möglichkeiten, um das Notizen-Verfahren abzuwandeln.
• “Der gesamte Prozess ist zu komplex und zu formal.”
Ich würde es für vollkommen falsch halten, diesem Prozess als einer bloßen Routine zu
folgen. Die Grundidee besteht darin, Unterstützung anzubieten – wenn der Problemlöser
danach verlangt.
Hinweis: Wenn das Vorgehen einer Gruppe von Schülern vermittelt werden soll, empfiehlt
sich ein Vorgehen in Schritten passender Größe – auch hier kann vieleicht der SoftwareVergleich das Vorgehen erleichtern.
(Ich bedanke mich bei Prof. Mason, der mich auf diese Schwierigkeit hingewiesen hat.)
• “Abstrakte heuristische Hinweise wie “Halte Ausschau nach Invarianten” sind für sehr viele
Schüler wertlos.”
Ja. Ich halte es für eine große Herausforderung, einen passenden Satzes von
Denkwerkzeugen auszuwählen und damit einem einzelnen Schüler zu helfen. Diese
Werkzeuge müssen vorgestellt, an Beispielen illustriert und können dann in einem NotizAssistenten verfügbar gemacht werden.
• “Was ist mit Wissen? Was ist mit Erfahrung?”
Nach meiner Einschätzung gibt es eine kaum überschaubare Fülle an Büchern, mit deren
Hilfe Schüler und Studenten Wissen und Erfahrung erwerben können.
Aber es scheint nur recht wenig Informationen zum Aspekt des Notizenmachens zu geben,
deshalb habe ich mich darauf konzentriert.
• “Gibt es Belege dafür, dass die Methode funktioniert?”
Einen Vorläufer der Methode auf der Basis von Mind Maps habe ich in der Vergangenheit in
etlichen Seminaren zum Lösen allgemeiner Sachprobleme vorgestellt. Dies wurde gut
aufgenommen – die Seminarteilnehmer haben in der Kombination von Notiz-Methoden und
Denkwerkzeugen einen sehr sinnvollen Ansatz gesehen.
Persönlich habe ich keinen Zweifel daran, dass die Notiz-Methode in diesem Aufsatz für
mathematische Probleme ungleich besser geeignet ist als das Mind Mapping.
Ich habe die Hoffnung, das Leser in diesem Aufsatz ein paar nützliche Ideen finden und sie in ihre
persönlichen Problemlösungspraktiken einbinden.
Liebe Leser, wenn Sie Kritik haben oder Vorschläge zur Verbesserung der Gesamtmethode oder
einzelner Apekte, so würde ich mich sehr freuen, von Ihnen zu hören.
Sie erreichen mich unter thomasteepe@googlemail.com.

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Anhang 1: Notiz-Assistenten als allgemeiner Rahmen zum Problemlösen
• Von einem abstrakten Standpunkt aus betrachtet und ohne Bezug auf die Mathematik haben
wir es mit zwei Elementen zu tun:
Erstens: Eine Notiz-Methode, die wir bei unserer Arbeit zu einem Problem benutzen wollen.
Kandidaten für solche Notiz-Methode sind
- das oben beschriebene Vier-Spalten-Layout handeln, oder
- ein Layout mit zwei Spalten, einer Hauptspalte und einer Nebenspalte für Reflexionen,
oder
- das Mind Mapping, oder
- gewöhnliche lineare Notizen, oder
- Notizen in einem digitalen Notizbuch, oder
- Notizen in einem Mathe-Editor wie etwa LyX.
Zweitens: Ein Satz von Denkwerkzeugen, die bei der Arbeit an einem Problem eingesetzt
werden können.
Ein Notiz-Assistent sollte nun allgemein diese beiden Elemente so kombinieren, dass sie
direkt auf ein Problem angewendet werden können. Nach meiner Einschätzung ist dies von
besonderer Bedeutung bei den Aspekten Umgang mit Verwirrung und mit Hindernissen, bei
Reflexionen und beim Umgang mit mehreren parallelen Ansätzen.
• Mit dieser allgemeinen Perspektive im Hinterkopf lassen sich recht einfach verschiedene
Notiz-Assistenten entwerfen – durch die Kombination von Texten zum mathematischen
Problemlösen und von Notiz-Methoden.
• In diesem Geiste lässt sich die Vier-Ecken-Methode von Alan Zollman als Notiz-Assistent
betrachten. Die Vier-Ecken-Methode basiert auf einem statischen “Graphic Organizer”,
wohingegen der hier vorgestellte Notiz-Assistent eher ein “dynamischer” Graphic Organizer
ist, bei dem verschiedene Layout-Module flexibel miteinander kombiniert werden.
Eine Beschreibung der Vier-Ecken-Methode ist zu finden unter
http://www.math.niu.edu/%7Ezollman/PP/NCTM2006-Four-Corners.ppt
• Verschiedene Bücher zum mathematischen Problemlösen betonen zwar die Wichtigkeit
schriftlicher Aufzeichnungen, nennen aber nur wenige Details zur technischen Umsetzung
dieses Ratschlags.
• In der Vergangenheit schien mir die Kombination von Mind Maps und
Problemlösungswerkzeugen sehr vielversprechend. Heute denke ich, dass das Vier-SpaltenLayout ungleich besser für Mathe-Probleme geeignet ist.
(Die früheren Ideen sind zu finden unter
https://www.scribd.com/doc/7929697/Mathematical-Problem-Solving-and-Mind-Mapping)
• Offensichtlich kann der Grundgedanke der Notiz-Assistenten auf andere Gebiete übertragen
werden.

9

Anhang 2: Weitere Elemente in Notiz-Assistenten
Es folgt eine Liste von weiteren Elementen, die ein Notiz-Assistent umfassen könnte.
• Elemente zur Vorbereitung des Problemlösens
Es könnte sehr vorteilhaft sein, im Notiz-Assistenten einen Kasten zu haben, mit dessen
Hilfe man in die richtige Verfassung zum Problemlösen kommt, etwa mittels folgender
Items:
- Erinnerung an frühere Erfolge,
- Vergegenwärtigung der zentralen Rolle von Reflexionen.
In den Arbeitsnotizen kann dann zu Beginn der Arbeit an einem Problem ein Kasten
angelegt werden mit Notizen, die dabei helfen, eine geeignete Ausgangsstimmung zu
erreichen.
• Bilder
Bilder haben manchmal eine stärkere Wirkung als Wörter. In Frage kommen hier etwa
Abbildungen von Vorbildern, oder Bilder, die Konzepte wie Klarheit, Geradlinigkeit,
Ausdauer usw. darstellen. Oder:
• Das Bild einer Gummi-Ente
Dieser Ansatz ist unter Programmierern sehr bekannt – beim Debuggen eines schwierigen
Programms erklärt man einer (oft physisch vorhandenen) Gummi-Ente, was das Programm
tut. Dabei kommt es oft zu einer Klärung des Problems.
Das Verfahren scheint auch losgelöst vom Debugging seine Verdienste zu haben.
(Dieses und das vorige Element werden einigen Lesern sicher als Zuviel des Guten
erscheinen – jeder mag hier selbst entscheiden, was für ihn funktioniert und was nicht.)
• Eine besondere Erwähnung verdient das Buch “How to Solve Problems: New Methods and
Ideas” von S. Kalomitsines aus dem Jahre 2008, das in wesentlichen Teilen auf Aufsätze des
Autors aus den 1980er Jahren zurückgeht. Dr. Arakali hat mich auf dieses Buch aufmerksam
gemacht, nachdem ich erste Versionen des vorliegenden Aufsatzes geschrieben hatte; man
vergleiche dazu die Dokument-Historie.
Kalomitsines schlägt verschiedene Techniken zum Problemlösen vor, alle mit einem
Schwerpunkt auf der Verbindung von schriftlichen Aufzeichnungen und Denkwerkzeugen.
Insbesondere schlägt er die folgenden Techniken vor:
a) Die Beschreibungsmethode
Wenn die ersten Ansätze zur Lösung eines Problems nicht zum Erfolg geführt haben,
betrachte die einzelnen Bestandteile des Problems und schreibe in kurzen Sätzen eine Liste
mit allem, was Du über diese Bestandteile weißt. Dann prüfe diese Liste auf Einsichten, die
bei der Lösung des Gesamtproblems weiterhelfen können.
b) Die “Negationsmethode” (im Original: “method of getting out of loops”)
Lege eine Tabelle an und schreibe links die Ansätze auf, die Du bislang untersucht hast,
ohne zu einer Lösung zu gelangen. Schreibe in der Tabelle rechts Negationen zu diesen
Ansätzen auf. Versuche dann, aus diesen Negationen neue Ansätze zu entwickeln.
c) Die Spiralmethode
Dies ist eine algorithmenhafte Kombination der Beschreibungsmethode, einer Mittel-ZieleAnalyse und der Negationsmethode. Bei der Mittel-Ziele-Analyse betrachtet man die
Differenz zwischen dem, was bereits bekannt ist und dem Ziel.
Die Methode heißt Spiralmethode, weil der Prozess im Allgemeinen in mehreren Schleifen
durchlaufen wird, man jedoch nach jedem der Durchläufe mehr über das Problem erfahren
hat.
Details zu diesen und weiteren Methoden und viele Beispiele finden sich im Buch von
Kalomitsines, das ich hier empfehlen möchte.

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Danksagung
Viele Menschen haben Ideen zu diesem Aufsatz beigesteuert.
Bedanken möchte ich mich bei Dr. Abhijith Arakali, Werner Begoihn, Dr. Astrid Brinkmann, HansJürgen Elschenbroich, Dr. Kevin Houston, Dr. Jörg Konopka, Dr. Armin Kramer, Prof. Dr. Timo
Leuders, Prof. Dr. John Mason, Hubert Massin, Prof. Dr. Manfred Prenzel, Dr. Frauke Rademann,
Prof. Dr. Harold Shapiro, Martina Teepe und Christian Wolf.
Dokument-Änderungen
Dieses Dokument ist frei verfügbar unter der Adresse
https://www.scribd.com/doc/251618371/Notiz-Assistenten-Ein-Ansatz-zum-Losen-mathematischerProbleme
Von Zeit zu Zeit lade ich überarbeitete Versionen hoch.
Deshalb folgt hier eine Liste der Dokument-Änderungen.
Version

Date

Changes

1.0

17.01.2015 Übersetzung der englischer Version vom 15.01.2015

1.1

26.01.2015 Ergänzungen zum Buch von Kalomitsines.
Kleinere Änderungen.

Über den Verfasser
Ich wurde 1971 in Ibenbüren geboren. Meine Doktorarbeit über mathematische Aspekte genetischer
Algorithmen habe ich im Jahr 2001 an der Universität Münster abgeschlossen. Ich arbeite heute als
versicherungsmathematischer Berater in Stuttgart.
In den vergangenen Jahren habe ich einige Zeit damit verbracht, über Techniken zum Lösen
mathematischer und anderer Probleme nachzudenken.
Thomas Teepe
Klotzstraße 1A
70190 Stuttgart
thomasteepe@googlemail.com

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