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Schon little BIM reicht. Fangen Sie an! Prof. Dr. Manfred Breit, Fachhochschule Nordwestschweiz, Hochschule für

Schon little BIM reicht. Fangen Sie an!

Schon little BIM reicht. Fangen Sie an! Prof. Dr. Manfred Breit, Fachhochschule Nordwestschweiz, Hochschule für Technik,

Prof. Dr. Manfred Breit, Fachhochschule Nordwestschweiz, Hochschule für Technik, Institut für 4D-Technologien (i4Ds)

BIM als Managementansatz in bauausführenden Unternehmen:

Planen, Bauen und Nutzen als ganzheitlicher Prozess

Anhand von Praxisbeispielen belegt Manfred Breit, welche Vor- teile BIM allen Projektbeteiligten bringt. Es lohnt sich bereits, mit kleinen Schritten zu beginnen: Signifikante Qualitäts-, Kosten- und Zeitgewinne stellen sich sogar schon mit little BIM ein.

www.brz.eu/forum2014

Signifikante Qualitäts-, Kosten- und Zeitgewinne stellen sich sogar schon mit little BIM ein. www.brz.eu/forum2014

BRZ-Mittelstandsforum 2014

BIM: Menschen, Prozess & Technologie

2014 BIM: Menschen, Prozess & Technologie Durch die Integration von Menschen, Prozessen und Technik

Durch die Integration von Menschen, Prozessen und Technik schafft BIM Mehrwert. Dieser ent- steht durch Prozessoptimierungen, Technikad- aptionen und Mitarbeiterentwicklung.

BIM fördert Zusammenarbeit & spart Geld

BIM fördert Zusammenarbeit & spart Geld Studien belegen: Wer anfangs mehr in die gemeinsame Planung

Studien belegen: Wer anfangs mehr in die gemeinsame Planung des Projektes investiert, spart während der Bauausführung bares Geld. Je mehr gekonntes BIM, desto weniger Nach- träge, desto weniger Verluste. Es lohnt sich also, mit little BIM zu beginnen.

BIM als Managementansatz

also, mit little BIM zu beginnen. BIM als Managementansatz Mit virtuellem Planen, Bauen und Nutzen gelingt

Mit virtuellem Planen, Bauen und Nutzen gelingt es, Projekt- und Geschäftsziele zu erreichen.

BIM als Managementansatz in bauausführenden Unternehmen:

Planen, Bauen und Nutzen als ganzheitlicher Prozess

BIM (Building Information Modeling) ist die erste Methode, die Visualisierung und Daten verbindet. Mit dem Ziel, Projekt- und Geschäftsziele sicher zu erreichen, bringt sie gleichzeitig auch Menschen, Prozesse und Technologien zusammen. Fach-, Erfahrungs- und Prozesswissen wird zu handlungsrele- vantem Wissen. Insofern sollte das M in der Abkürzung anstelle von Modeling eher für Management stehen.

BIM ist ein evolutionärer Prozess

Eine Fallstudie der Serra Architects, Portland/Oregon aus dem Jahr 2012 unter- suchte 20 abgeschlossene Projekte auf den Einsatz von BIM und bildete drei Kategorien:

Typ A: Übliche Zusammenarbeit, Abstim- mung über 2D-Pläne.

Typ B: Entwurf mit BIM, ansonsten übliche Zusammenarbeit, aber Koordination mit BIM.

Typ C: Alle Projektbeteiligten verwenden BIM, die Zusammenarbeit erfolgt modellba- siert an einem gemeinsamen Ort (Big Room).

Die Ergebnisse zeigten die Vorteile von BIM deutlich auf: 60 % Reduktion der Planungs- zeit, 67 % Reduktion der Bauzeit, 50 % Reduktion von Informationsanfragen (RFI), 51 % Reduktion der Mails, 62 % Reduktion

von Änderungsanträgen. Besonders hervor- zuheben ist, dass auch die Projekte des Typs

B bereits signifikante Qualitäts-, Kosten- und

Zeitvorteile aufweisen konnten. D. h. schon little BIM, also der teilweise Einsatz der Methode, verspricht Erfolg. Der Umsetzung

in kleinen Schritten im bauausführenden

Unternehmen steht also nichts im Weg. „Es gibt keinen Grund zu warten.“ Es gilt, Erfahrungen aufzubauen, denn BIM muss als evolutionärer Prozess verstanden werden.

Beispiel aus der Praxis: Spitalbau

Ein eindrucksvolles Beispiel integrierter Projektabwicklung mit BIM ist der Bau des Castro Valley Medical Health Centers in den USA. Die Anforderungen an das Projekt waren anspruchsvoll: Das Krankenhaus mit 120 Betten musste in einem Zeitraum von 3,5 Jahren und mit einem Budget von 320 Millionen Dollar erdbebensicher fertiggestellt werden.

Das Ergebnis übertraf alle Erwartungen: Das Krankenhaus wurde schon 8 Wochen vor

offiziellem Fertigstellungstermin in Betrieb genommen und unterschritt signifikant das Budget. Entscheidend für den Erfolg war, dass alle Beteiligten das Projekt gemeinsam komplett durchplanten, bevor der Bau be- gann. Auch der Auftraggeber war dabei.

Die Gründung einer virtuellen Firma mit entsprechenden Verträgen sorgte für Rechtssicherheit. Es wurde ein gemeinsamer Projektraum geschaffen, in dem 3 Monate lang alles über 1 Zoll exakt geplant wurde. Diese detaillierte Ausführungsplanung sorgte dafür, dass Probleme noch während der Planung erkannt und gelöst wurden. Durch begleitetes Value-Engineering, also eine Kosten-Nutzen-Überwachung, konnten die Baukosten gezielt und kontrolliert gesenkt werden. Die Umsetzung funktionierte dann ohne Fehler.

BIM als Managementansatz

Versteht man BIM als Managementansatz, geht es einerseits um die Prozesse, Organi- sation und Umsetzung einer partnerschaft- lichen Zusammenarbeit. Vor allem muss die Kompetenz der bauausführenden Unterneh- men wieder wesentlich stärker in die Planung einfließen. Wo dies schon funktioniert, entwickelt sich die Zusammenarbeit zu einem kontinuierlichen Lern- und Verbesserungs- prozess.

Andererseits wird ein wichtiger Schwerpunkt im Produktionsmanagement liegen. Im virtuellen Planen, Bauen und Nutzen werden Leistungsvorgaben simuliert und geprüft, erst dann die Umsetzung gestartet. Für die Tak- tung der Gewerke ist BIM unersetzlich. Die stetige Optimierung der Prozesse und das bereits genannte Value Engineering ermögli- chen es, kosten- und zeitsparend bei hoher Qualität zu bauen.

Aus- und Weiterbildung in Sachen BIM

Zukünftig werden immer mehr Führungskräf- te und Mitarbeiter nötig, die die Methode BIM beherrschen. Deshalb muss frühzeitig mit einer praxisorientierten Ausbildung begonnen werden. Bauunternehmen sollten nicht nur wegen der Geschäftserfolge mit BIM starten. Innovative Methoden machen Unternehmen auch attraktiv für Nach- wuchskräfte.

Mehr Informationen finden Sie unter: www.brz.eu/forum2014